Unternehmensberatung
DB Regio Stuttgart GmbH
Presselstraße 10, 70191 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Eugen Stier seit 16.10.2025 | Prokura |
Markus Alexander Otte seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Martin Selig seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Karsten Klages seit 27.5.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWEG Bahn Stuttgart GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SWEG Bahn Stuttgart GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SWEG Bahn Stuttgart GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWEG Bahn Stuttgart GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die als Anlage zum Lagebericht beigefügte Entsprechenserklärung gemäß Ziffer 15 des Public Corporate Governance Kodex des Landes Baden-Württemberg haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als Anlage zum Lagebericht beigefügte Entsprechenserklärung gemäß Ziffer 15 des Public Corporate Governance Kodex des Landes Baden-Württemberg. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 18. Juli 2025 EY GmbH & Co. KG Canzler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Aufstellung des Jahresabschlusses Die SWEG Bahn Stuttgart GmbH (nachfolgend: die Gesellschaft oder SBS) mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 758199, hat den Jahresabschluss nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 Abs. 3 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz erfolgt im Rahmen der Vorschriften in § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. dem § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Soweit Vermerke wahlweise in der Bilanz- bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, wurden diese im Anhang aufgeführt. Grundsätzlich umfasst das Geschäftsjahr den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember. Gemäß § 155 Abs. 2 InsO begann mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr, sodass für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2021 ein Rumpfgeschäftsjahr entstand. Mit dem Stichtag der Aufhebung des Insolvenzverfahrens endete das zweite Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 27. Januar 2022, darauf entstand das letzte Rumpfgeschäftsjahr, das den Zeitraum vom 28. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 umfasst. Die Vergleichbarkeit mit den Zahlen der Vorperiode (28. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022) ist aufgrund der insolvenzspezifischen Effekte nur eingeschränkt möglich. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen bekannten Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellkosten, vermindert um planmäßige und erforderlichenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Dabei werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Beteiligungen innerhalb der Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Sonstige Ausleihungen betreffen Sicherheitsleistungen für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen, welche grundsätzlich zum Nennwert bilanziert sind. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Ersatzteile, ausgewiesen in den Roh-, Hilfs, Betriebsstoffen, werden mit Ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Folgebewertung der Ersatzteile erfolgt jeweils zum Stichtag mit dem beizulegenden Wert aus dem Beschaffungsmarkt. Grenze eventueller Zuschreibungen sind die Anschaffungs- und Herstellkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag werden Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Bewertung wurden geschätzte zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Schuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert angegeben. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Bei den sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 13.448 (Vj. TEUR 10.536) handelt es sich um Sicherheitsleistungen für die Durchführung von Hauptuntersuchungen der Folgezeiträume. Korrespondierend hierzu sind Rückstellungen für Instandhaltungen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen insbesondere Forderungen gegen die Verbundpartner und Aufgabenträger. Sie stehen jeweils in direktem Zusammenhang mit der Erbringung des Schienenpersonennahverkehrs im Rahmen des Verkehrsvertrags. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einer Gutschrift der SWEG GmbH. Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen resultieren aus der Erbringung der Verkehrsleistung und hierzugehörenden Forderungen gegen Verbünde an denen eine Beteiligung besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 17.106 (Vorjahr TEUR 18.857) beinhalten im Wesentlichen das Guthaben auf dem Treuhandkonto des Sachwalters in Höhe von TEUR 10.224 (Vorjahr TEUR 9.262) zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger, Forderungen gegen das Finanzamt aus Vorsteuerüberhang in Höhe von TEUR 3.413 (Vj. TEUR 5.651). Zudem sind Kautionen in Höhe von insgesamt TEUR 1.768 (Vorjahr TEUR 1.769) enthalten. Diese betreffen die Hinterlegung einer Sicherheitsleitung für den Bahnstrom Energieversorger. Rechnungsabgrenzungsposten Die in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellten Ausgaben werden planmäßig über die zugrunde liegenden Laufzeiten verteilt und betragen TEUR 50 (Vorjahr TEUR 2.206). Im Vorjahr waren im Wesentlichen die Vorauszahlungen für Trassen- und Stationskosten in Höhe von TEUR 2.026 aktiviert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Alleiniger Gesellschafter ist die SWEG GmbH, Lahr. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.849 (Vj. TEUR 4.849) umfasst den Investorenbeitrag der SWEG GmbH zur finanziellen Sanierung der Gesellschaft. Für das laufende Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.289 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 3.299). Sonstige Rückstellungen Zum Stichtag umfassen die sonstigen Rückstellungen:
Die Rückstellung für die Auszahlung einer Besserungsquote in Höhe von TEUR 9.390 (Vorjahr TEUR 9.390) leitet sich als Verpflichtung aus dem Insolvenzplan ab und soll die Gläubiger über die Basisquote hinaus, zu einem späteren Zeitpunkt, befriedigen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten in Höhe von TEUR 1.608 (Vj. TEUR 1.188) Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen aus Geschäftsführungs- und Dienstleistungsverträgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufgabenträger aus dem Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 27. Januar 2022. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Rahmen des bestehenden Verkehrsvertrages STN - Stuttgarter Netz, der mit dem Aufgabenträger einen befristeten Verkehrsvertrag im Wege der Notvergabe gem. Art. 5 Abs. 5 VO (EG) 1370/07 geschlossen wurde, erzielt. Dieser Vertrag sieht vor, dass die Gesellschaft einen Anspruch auf angemessene Vergütung für die entstandenen Aufwendungen hat. Im Rahmen der Ermittlung der angemessenen Vergütung und somit der Höhe der Umsatzerlöse kalkuliert die Gesellschaft mit einer Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen). Insofern hängt die Entwicklung der Umsatzerlöse maßgeblich von der Entwicklung der Aufwendungen ab. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Von den ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 919 (Vj. TEUR 4.401) resultieren im Wesentlichen aus Schadensansprüchen aus dem Fahrzeugliefervertrag mit Alstom in Höhe von TEUR 802. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen insbesondere TEUR 15.557 auf Pönalen (Vj. TEUR 9.655) und TEUR 10.073 (Vj. TEUR 7.884) auf Geschäftsbesorgung. Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 69 (Vj. TEUR 0) erhalten. Steuern Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes gem. § 285 Nr. 30a HGB, § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB werden keine Auswirkungen erwartet. IV. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 426 Mitarbeiter (Vorjahr 409). Diese verteilen sich diese auf folgende Mitarbeitergruppen:
Anteilsbesitzliste in EUR 31.12.2023
Mitgliedschaft im Konzern Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss der SWEG GmbH mit Sitz in Lahr, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft bestand aus folgenden Personen:
Für das laufende Geschäftsjahr bezog kein Geschäftsführer Gehalt von der Gesellschaft. Abschlussprüferhonorar Für die Jahresabschlussprüfung sind TEUR 84 (Vj. TEUR 84) passiviert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen bestehen für:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn, bestehend aus dem Jahresüberschuss TEUR 4.289 und dem Gewinnvortrag TEUR 18.496 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Mit Schlussbescheid vom 25. Juni 2024 hat die Gesellschaft vom Land Baden-Württemberg weitere Zuschussmittel in Höhe von TEUR 1.408 für das im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossene Vorhaben „Neubau einer SPNV - Betriebswerkstatt in Pforzheim" erhalten. In entsprechender Höhe erfolgt eine Kaufpreisanpassung aus dem Verkauf der Werkstatt im Geschäftsjahr 2023. In Folge der Ausschreibung des Verkehrsvertrages Netz 35 Los 3 - Nordbaden-Oberschwaben hat die DB Regio AG den Zuschlag für den Regionalverkehr im Neckartal und auf Teilen der Südbahn erhalten und übernimmt ab dem 1. August 2025 zusammen mit dem Verkehrsvertrag auch die SWEG Bahn Stuttgart GmbH. Der Verkehrsvertrag gilt vom 1. August 2025 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2032. Weitere Ergebnisse von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirklungen haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Stuttgart, den 18. Juli 2025 gez. Tobias Harms gez. Dr. Thilo Grabo Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die SWEG Bahn Stuttgart GmbH (nachfolgend: die Gesellschaft oder SBS) erbringt Personenbeförderungsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Gesellschaft betreibt insgesamt 52 drei- und fünfteilige Elektrotriebzüge (Typ: Talent 2 von Bombardier) auf dem Stuttgarter Netz im Neckartal. Das Liniennetz ist 798 km lang und hat 104 Stationen. In der finalen Inbetriebnahmestufe werden sieben Linien betrieben, die pro Jahr ca. 16,9 Mio. Fahrgäste befördern und ca. 8,1, Mio. Zugkilometer über ca. 98.000 Fahrten zurücklegen. Das Geschäftsgebiet ist auf Baden-Württemberg beschränkt. Die Gesellschaft bietet ihre Dienstleistungen auf dem Stuttgarter Netz Neckartal an. Zeitlich gestaffelt wurden Abschnitte des Stuttgarter Netzes übernommen. Die Dienstleistungen werden im Rahmen des Verkehrsvertrags erbracht, der nach öffentlicher Vergabe mit dem Auftraggeber abgeschlossen wurde. Im Juni 2019 wurde der Betrieb mit der sog. Betriebsstufe 1 operativ aufgenommen (Stuttgart-Mühlacker-Pforzheim/Bruchsal-Heidelberg). Weitere Betriebsstufen folgten im Dezember 2019 (Stuttgart-Heilbronn-Mannheim und Stuttgart-Heilbronn-Osterburken) und im Juni 2020 (Stuttgart-Tübingen). Seit Juni 2020 erbringt die SBS gemäß Verkehrsvertrag ihr volles Betriebsprogramm. Die SBS errichtete in den Jahren 2017 bis 2020 ein Bahnbetriebswerk in Pforzheim. Die Inbetriebnahme erfolgte am 1. Januar 2020. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr - preisbereinigt - um 0,3 % gesunken.2 Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 0,3 % gestiegen.3 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel somit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen.4 Nach dem Statistischen Bundesamt (Destatis) wurde die Jahresteuerungsrate wie auch in den vorangegangenen Jahren von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägten. Im Jahr 2023 waren in Deutschland 7 % mehr Fahrgäste im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen im Nah- und Fernverkehr unterwegs als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, trug unter anderem das am 1. Mai 2023 eingeführte Deutschland-Ticket zum Anstieg des Fahrgastaufkommens auf fast 10,9 Milliarden Fahrgäste bei. Bereits 2022 waren unter anderem aufgrund des 9-Euro-Tickets, das im Sommer 2022 für drei Monate erhältlich war, die Fahrgastzahlen gestiegen. Dennoch waren 2023 im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen noch immer knapp 8 % weniger Fahrgäste unterwegs als vor Beginn der Coronapandemie im Jahr 2019.5 Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der 99 % des Linienverkehrs abdeckt, stieg das Fahrgastaufkommen im Jahr 2023 gegenüber 2022 ebenfalls um 7 % und blieb damit knapp 8 % unter dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019. Das ab dem 1. Mai 2023 gültige Deutschland-Ticket wirkte sich dabei positiv auf die Entwicklung aus: Insbesondere im Eisenbahn-Nahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen ab dem 2. Quartal 2023, nach Einführung des Deutschland-Tickets, deutlich. Im 3. Quartal 2023 wuchs das Fahrgastaufkommen gegenüber dem 2. Quartal 2023 um 6 %.
1
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-indeutschland-im-dezember-2023.html Insgesamt lag das Fahrgastaufkommen im Eisenbahn-Nahverkehr mit 2,6 Milliarden Fahrgästen 9 % über dem Wert des Jahres 2022, war jedoch weiterhin 9 % niedriger als 2019. Neben dem im Mai 2023 eingeführten Deutschland-Ticket dürfte der geschätzte Anstieg der Bevölkerungszahl um 0,3 Millionen Menschen auf 84,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zum Jahresende 2023 zu den Fahrgastzuwächsen mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln beigetragen haben. 2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 426 Mitarbeiter (Vorjahr 409). Im Verlaufe des Berichtsjahrs wurde die Ausbildung von Triebfahrzeugführen, Kundenbetreuer und Werkstattmitarbeitern forciert, um den Betriebsablauf weiterhin erfolgreich realisieren zu können. Des Weiteren war das Geschäftsjahr mehrfach von Streiks der GDL geprägt. Hintergrund war der Versuch der GDL einen Tarifvertrag für den gesamten SWEG-Konzern zu erzwingen. Mit Einigung vom 3. April 2024 haben beide Gesellschaften Tarifverträge vereinbart, mit denen der achtmonatige Tarifkonflikt mit insgesamt 633 Streikstunden beigelegt ist. Die streikbedingten Ausfälle waren in der Regel nicht so gravierend, bei Überschneidungen aber mit erhöhten Krankenständen konnten nicht alle Ausfälle verhindert werden. Erschwerend für den Bahnbetrieb, wenngleich für die Netz-Infrastruktur notwendig, haben sich im Geschäftsjahr Infrastrukturmaßnahmen der DB Netz AG insbesondere in den Monaten Juni - Oktober ergeben. Hierdurch war die Gesellschaft von betrieblichen Einschränkungen wie Verspätungen aber auch von ausgefallenen Fahrplankilometer betroffen. 3. Darstellung der Lage Ertragslage In der nachfolgend abgebildeten Tabelle wird die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 (12 Monate) mit dem Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 (11 Monate) verglichen. Durch die unterschiedlichen Zeiträume sind die beiden Geschäftsjahre nur bedingt vergleichbar.
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Rahmen des bestehenden Verkehrsvertrages STN - Stuttgarter Netz, der mit dem Aufgabenträger im Wege der Notvergabe gem. Art. 5 Abs. 5 VO (EG) 1370/07 geschlossen wurde, erzielt. Dieser Vertrag sieht vor, dass die Gesellschaft einen Anspruch auf angemessene Vergütung für die entstandenen Aufwendungen hat. Im Rahmen der Ermittlung der angemessenen Vergütung und somit der Höhe der Umsatzerlöse kalkuliert die Gesellschaft mit einer Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen). Insofern hängt die Entwicklung der Umsatzerlöse maßgeblich von der Entwicklung der Aufwendungen ab. Von den ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 919 (Vj. TEUR 4.401) resultieren im Wesentlichen Erträge aus Schadensansprüchen aus dem Fahrzeugliefervertrag mit Alstom in Höhe von TEUR 802. Die Materialaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Trassen- und Stationsentgelten TEUR 50.546 (Vj. TEUR 44.849), Leasingaufwendungen für die Fahrzeuge TEUR 15.161 (Vj. TEUR 14.075) sowie aus Strom für die Beförderung TEUR 10.650 (Vj. TEUR 7.456). Der Personalaufwand hat sich grundsätzlich entsprechen dem Vorjahr unter Berücksichtigung des weiteren Mitarbeiteraufbaus entwickelt sowie aus Lohn- und Gehaltssteigerungen in Folge der Tariferhöhungen aus der Einigung mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) entwickelt. Die Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit der Aktivierung diverser Investitionen, die im Rahmen der Betriebsaufnahme erfolgten. Hierunter fallen insbesondere Fahrscheinautomaten sowie das Werkstattgebäude in Pforzheim. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 15.557 auf Pönalen (Vj. TEUR 9.655) und Aufwendungen aus den Geschäftsbesorgungsverträgen mit der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 10.073 (Vj. TEUR 7.884). Finanzlage Die Gesellschaft finanziert ihre Geschäftstätigkeit aus den erhaltenen Abschlägen aus dem Verkehrsvertrag und aus den vereinnahmten Fahrgeldern. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Die nachfolgende Übersicht stellt eine zusammengefasste Vermögens- und Kapitalstruktur dar:
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Ausleihungen auf TEUR 13.448 (Vj. TEUR 10.536). Hierbei handelt es sich um Sicherheitsleistungen für die Durchführung von Hauptuntersuchungen der Folgezeiträume. In entsprechender Höhe sind Rückstellungen für Instandhaltungen bilanziert. Die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 9.138. Gegenläufig wird dies durch jeweils einen Rückgang der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.796 und des Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 2.156 kompensiert. Die langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten die Rückstellung für Instandhaltung. Diese erhöhen sich im Wesentlichen aufgrund der weiteren Zuführung um TEUR 9.951. Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 13.972. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft nutzt u. a. die Kennzahlen Jahresergebnis und EBIT -wobei EBIT (earnings before interest and taxes) als Jahresergebnis abzüglich des Finanzergebnisses und Steuern definiert ist - als finanzielle und Pünktlichkeit, Zug-km sowie Mitarbeiterzahl (FTE) als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Grundlage ist der Abschluss nach HGB. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr TEUR 4.943 (Vorjahr TEUR 4.044). Die Kennzahl Zug-Kilometer umfasst die gefahrenen Zug-Kilometer pro Jahr. Diese belaufen sich für den Verkehrsvertrag auf ca. 8,1 Mio. im Jahr 2023 (Vj. 7,6 Mio. Zug-km). Die Kennzahl Pünktlichkeit der Züge beträgt 68 % (Vj. 75 %). Die Kennzahl Mitarbeiter umfasst die Überprüfung der Mitarbeiterzahlen. Wichtig für den Geschäftsablauf der Gesellschaft ist die Ausstattung der Gesellschaft mit Fachpersonal. Im Geschäftsjahr konnte Fachpersonal rekrutiert werden und die Mitarbeiterzahl stieg von durchschnittlich 409 auf 426. Durch gezielte Qualifikation von Mitarbeitern zu Triebfahrzeugführern und Kundenbetreuen und Werkstattmitarbeitern soll eine fortlaufende Besetzung aller offenen Stellen erfolgen. 5. Gesamtaussage Aus Sicht der Geschäftsführung prägten die Nacharbeiten aus dem Insolvenzverfahren, der Tarifstreik mit der GDL sowie der Übergang in ein neues ERP-System und die daraus resultierenden Entwicklungen das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023. Der Gewinn im Geschäftsjahr ist auf den nun auskömmlichen Verkehrsvertrag in Folge der Notmaßnahme zurückzuführen. Die im Vorjahr getroffene Planung zum Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 157.130 ist im Wesentlichen in Höhe von TEUR 163.878 eingetroffen. Die Abweichungen entfallen überwiegend auf höhere Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für Instandhaltung. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr entspricht im Wesentlichen den Erwartungen, wie sie im Prognosebericht des vorangegangenen Lageberichts dargelegt wurden. III. Prognosebericht Im Rahmen des Insolvenzantragsverfahrens wurde zum 1. Januar 2022 im Wege einer Notvergabe gem. Art. 5 Abs. 5 VO (EG) 1370/07 ein befristeter Verkehrsvertrag geschlossen. Dabei wurde die Leistungserbringung durch die landeseigene SWEG GmbH bzw. deren Tochtergesellschaft SBS im Rahmen einer Notmaßnahme vereinbart. Der Aufgabenträger zahlt für die vollständige Erfüllung der verkehrsvertraglichen Pflichten gemäß Art. 6 Abs. 1, Art. 4 Abs. 1 in Verbindung mit den Bestimmungen des Anhangs der VO (EG) Nr. 1370/2007 einen finanziellen Ausgleich an das EVU, um die nachweislich aus der Erfüllung dieser Pflichten entstandenen wirtschaftlichen Nachteile auszugleichen. Etwaige Minderungen, Pönalen und fiktive Einnahmen werden im Rahmen des Kostenausgleichs ausgeglichen. Basierend auf der zuvor geschilderten Notmaßnahme verfügt die Gesellschaft nach Abschluss des Insolvenzverfahrens über eine stabile Basis für die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung. Ausgehend vom Wirtschaftsplan 2024 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 153.932 bei einem Gesamtaufwand von TEUR 153.929. Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf dieser Basis unter Beachtung der angemessenen Vergütung im Rahmen der Notvergabe ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im niedrigen einstelligen Millionenbereich prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2025 wird unter Beachtung der angemessenen Vergütung im Rahmen der Notvergabe ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im niedrigen einstelligen Millionenbereich prognostiziert. In Folge der Ausschreibung des Verkehrsvertrages Netz 35 Los 3 - Nordbaden-Oberschwaben hat die DB Regio AG den Zuschlag für den Regionalverkehr im Neckartal und auf Teilen der Südbahn erhalten und übernimmt ab dem 1. August 2025 zusammen mit dem Verkehrsvertrag auch die SWEG Bahn Stuttgart GmbH. Der Verkehrsvertrag gilt vom 1. August 2025 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2032. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Durch seine wirtschaftlichen Aktivitäten ist die Gesellschaft stets allgemeinen unternehmerischen, aber auch branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, die einen erheblichen Einfluss auf die strategischen Ziele des Unternehmens haben können. Die SBS versteht ein Risiko als die „Möglichkeit des Eintretens von Ereignissen, welche sich auf die Unternehmensplanung negativ auswirken“. Analog wird eine Chance als potenzieller Ereigniseintritt verstanden, welcher sich wiederum positiv auf die Unternehmensplanung auswirkt. Dieser Risiko- und Chancenbericht basiert auf der unternehmensweiten und kontinuierlichen Messung von Risiken und Chancen innerhalb der Gesellschaft. Grundlage für die Bewertung dieser Risiken ist sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Auswirkungsbzw. Schadenspotenzial innerhalb der Gesellschaft. Risikomanagement Das Risikomanagement der SBS umfasst alle Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, Abweichungen von der Unternehmensplanung frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren und so weit wie möglich zu steuern, um das Erreichen der Unternehmensziele zu gewährleisten. Dieses Vorgehen ist als integraler Bestandteil in die Geschäftsprozesse eingegliedert, womit das Risikomanagement ein wichtiges Steuerungselement der unternehmerischen Entscheidungen ist. Das Ziel ist es, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Gesellschaft entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen, langfristig zu überwachen und durch geeignete Gegensteuerung zu eliminieren bzw. einzugrenzen. Es greift daher schon im Bestandsgeschäft und umfasst u. a. die detaillierte Budgetplanung vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres. Diese Planung wird im Rahmen einer fortlaufenden aktualisierten Jahresprognose an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Branche und des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung werden Soll/Ist-Abweichungen zu den Planzahlen wie auch bedeutende Entwicklungen analysiert, um mögliche Risiken schon im Planungsprozess identifizieren zu können. Strategische Risiken Als strategisches Risiko wird in der SBS die Gefahr bezeichnet, langfristige Erfolgspotenziale im Zuge der Geschäftstätigkeiten falsch einzuschätzen, nicht weiterzuentwickeln oder gar keine neuen Erfolgspotenziale erschließen zu können. Hierzu zählt auch heute noch die fortschreitende Liberalisierung des SPNV-Marktes in Deutschland. Langfristig bietet die geplante Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahr 2026 die Chance zum Ausbau des Leistungsangebots sowie zur Verbesserung der Pünktlichkeit. Des Weiteren hält die Bundesregierung an den Klimazielen 2030 fest und will auch weiterhin den Schienenverkehr attraktiver machen. Ziel ist es, die Zahl der Bahnpassagiere bis 2030 zu verdoppeln. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Umsetzung des „Deutschlandtakts“, eines Logistikplans, bei dem jede halbe Stunde Züge zwischen den Großstädten verkehren. Mit dem Deutschlandakt wird ein neues, transparentes Prinzip der Erweiterung und des Kapazitätsmanagements für das Schienennetz etabliert. Daher werden der Bund und die Deutsche Bahn bis 2030 über EUR 86 Mrd. in die Modernisierung des Schienennetzes investieren. Dies wird die Leistungskapazität der Schieneninfrastruktur erhöhen und führt in den nächsten Jahren zu zahlreichen Bauarbeiten, die sowohl die Fahrgäste als auch die Zugbetreiber massiv beeinträchtigen. Um die Deutsche Bahn in die Lage zu versetzen, das Schienennetz und das Zugsystem zu modernisieren, auszubauen und zu elektrifizieren. Laut Mofair - Allianz für fairen Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr - besteht für die Kapitalerhöhungen der Deutsche Bahn AG das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen, da nicht garantiert werden kann, dass diese Mittel ausschließlich für die Infrastruktur bestimmt sind.6 Mofair äußerte Bedenken gegenüber der Bundesregierung und der Kommission der Europäischen Union. Zwar sehen wir die Modernisierung und neue Klimaausrichtung als Chance, jedoch stehen dem auch operative Risiken entgegen, welche nachfolgend erläutert werden. Operative Risiken Als operative Risiken werden jegliche Negativabweichungen bezeichnet, die unmittelbar und direkt aus dem operativen Geschäft entstehen - nachdem eine Ausschreibung gewonnen und somit der Verkehrsvertrag geschlossen worden ist. Dazu kann eine Vielzahl verschiedener Gründe ausschlaggebend sein. Zu den spezifischen Risiken aus dem operativen SPNV-Geschäft zählen derzeit u. a. die Gefahr von Betriebsunterbrechungen z. B. aufgrund eines Brandes oder eines Zugunfalls (Schadenshöhe: mittel / Eintrittswahrscheinlichkeit: gering). Für den Fall, dass ein solches Risiko eintritt, greifen spezifische Fall-back-Konzepte, welche regelmäßig in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern geprobt und weiterentwickelt werden. Im operativen Betrieb wird das Risiko der steigenden Baustellentätigkeit kontinuierlich beobachtet. Aufgrund der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik und der Deutsche Bahn AG über die Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur kann es in Zukunft vermehrt zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen, was sich vor allem auf den Betriebsablauf negativ auswirken kann. Zur Vermeidung solch gravierender Einflüsse ist eine kontinuierliche Verfolgung des Sachverhalts unumgänglich. Um schon vor dem Eintritt des Risikos gegenzusteuern, sind vorab Verhandlungen mit dem Infrastrukturbetreiber zu führen. Auf diese Weise können negative Baustellenfolgen durch eine intelligente Planung des Betriebsablaufs vermieden werden. Auch die Ausstattung der Gesellschaft mit ausreichend Fachpersonal stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der Altersdurchschnitt in der Mobilitätsbranche sehr hoch7. Um den aktuellen Status quo aufrechtzuerhalten, müssen laut Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der die Nahverkehrsunternehmen vertritt, bis 2030 fast die Hälfte der Stellen wiederbesetzt werden.8 Dabei gilt es, im Inland die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen und zusätzlich qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen sowie die Potenziale der Fachkräfteeinwanderung aus der EU und Drittstaaten zu nutzen. Im Bereich ÖPNV ist ein Großteil dieser Arbeitsplätze jedoch regional gebunden und nicht ins Ausland verlagerbar. Ein weiteres operatives Risiko stellen auftretende Krankheitswellen ähnlich der Coronapandemie dar. Durch den hieraus resultierenden Krankenstand im Personalbereich können Verschlechterungen in der Betriebsqualität entstehen (bspw. durch personalbedingte Ausfälle) und höhere Personalkosten (aufgrund der geringeren Produktivität). Diese Risiken sind in der Zeit des Notmaßnahmenvertrags mit abgedeckt. Nach der Neuausschreibung der Gesellschaft sind solche Kostensteigerungen aber möglicherweise nicht mehr durch einen Indexierungsmechanismus oder die Pönaleregelungen des Verkehrsvertrags ausgeglichen. Durch den Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, sind im Jahr 2022 die Energiepreise extrem gestiegen. Die SBS betreibt 52 elektrisch betriebene Fahrzeuge und ist somit ein sehr energieintensives Unternehmen. Langfristig gesicherte Einkaufskonditionen für Bahnstrom, die noch bis Ende 2022 gültig waren, konnten die Stromkosten für die Gesellschaft noch bis Ende 2022 stabil halten. Ab 2023 wurde vertraglich das Spotmarktmodell abgeschlossen. Im Zeitraum des Notmaßnahmenvertrags werden erhöhte Energiekosten durch den Verlustausgleich des Landes Baden-Württemberg getragen. Nach Beendigung des Notmaßnahmenvertrags ist davon auszugehen, dass diese Preissteigerungen über einen Indexierungsmechanismus abgedeckt sind. Da sich die Indizierungsregelungen aber in der Regel am allgemeinen Strommarkt und nicht am spezifischen Bahnstrommarkt orientieren, besteht ein gewisses Risiko. Weitere operative Risiken bestehen aus, zunehmenden Lieferschwierigkeiten der Lieferanten. Die Nachwirkungen der Coronapandemie, der Russland-Ukraine-Krieg sowie die zunehmende Störung von Lieferketten führen dazu, dass die Lieferanten nur verzögert und teilweise gar nicht mehr die benötigten Ersatzteile und Rohstoffe liefern können. Diese könnten letzten Endes zum Stillstand von Fahrzeugen und damit zu verstärkten Ausfällen und Kapazitätsminderungen führen.
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https://www.vdv.de/personal-und-fachkraeftebedarf-im-oepnv.aspx IT-Risiken Darüber hinaus ist auch das IT-Umfeld Risiken ausgesetzt: Die Gefahr von Cyberangriffen und unerlaubten Datenzugriffs können einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Betriebsabläufe jeglicher Betriebsbereiche haben. Zur Eindämmung solcher Risiken findet eine kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitsstruktur, der IT-Regelwerke sowie der IT-Kontrollen statt. Finanzielle Risiken Finanzielle Risiken stellen potenzielle, monetäre Folgen von Ereignissen dar, die einen direkten Bezug zu finanziellen Themen haben. Durch die Notvergabe ab 1. Januar 2022 und den mit dem Aufgabenträger geschlossenen Verkehrsvertrag mit Kostendeckung ergeben sich diese finanziellen Risiken erstmal in weiter Form nicht. Weitere finanzielle Risiken können sich steuerlicher Natur aus den Sanierungserträgen ergeben, wenn diese vom Finanzamt nicht nach § 3a EStG als steuerfrei anerkannt werden. Hierzu wurde eine positive verbindliche Auskunft vom Finanzamt Berlin erteilt, dass die Sanierungsgewinne steuerfrei zu behandeln sind. Das Risiko wird daher als eher gering eingeschätzt. Compliance Risiken Compliance Risiken umfassen potenzielle negative Folgen die aus der Nicht-Beachtung der Gesetzgebung, Vorschriften, Integritätsregeln oder ebenfalls als Ergebnis externer Ereignisse sonstiger Art entstehen (inklusive rechtlicher Risiken). Um das Bewusstsein unserer Mitarbeiter zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens zu mindern, hat die Gesellschaft ein Compliance Management System implementiert. Derzeitig sehen wir uns hier nicht mit konkreten Risiken konfrontiert. 2. Chancenbericht Mit der Übernahme der Gesellschaft durch die DB Regio AG, Frankfurt am Main, ab August 2025 besteht weiterhin die Chance, an der positiven Entwicklung des ÖPNV durch eine steigende Nutzung und Auslastung des ÖPNV aufgrund der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion zu partizipieren. Die Umsetzung der Klimaziele bis 2030 und die damit anstehende langfristige Modernisierung des Schienennetzes sehen wir als Chance von steigenden Fahrgastzahlen für die Gesellschaft.
Stuttgart, den 18. Juli 2025 Tobias Harms Dr. Thilo Grabo Entsprechenserklärung gemäß Ziffer 15 des Public Corporate Governance Kodexdes Landes Baden-WürttembergDie Geschäftsführung der SWEG Bahn Stuttgart GmbH sieht sich zur Beachtung des Public Corporate Governance Kodex des Landes Baden-Württemberg verpflichtet. Die Geschäftsführung der SWEG Bahn Stuttgart GmbH hat sich mit den Anforderungen und Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Landes Baden-Württemberg in seiner aktuellen Ausfertigung befasst und geben nach pflichtgemäßer Prüfung die folgende Entsprechenserklärung ab: Die Geschäftsführung der SWEG Bahn Stuttgart GmbH erklärt für das Unternehmen, dass den Anforderungen und den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex des Landes Baden- Württemberg entsprochen wird, soweit nicht im Folgenden Abweichungen dargestellt werden: Abgewichen wird von den Anforderungen und den Empfehlungen des Public Corporate Governance Kodex (PCGK) nur in den folgenden Randnummern:
Stuttgart, 18.07.2025 für die Geschäftsführung Tobias Harms Dr. Thilo Grabo |
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