Tradium GmbH
Carl-Ulrich-Straße 175, 63263 Neu-Isenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Rüth seit 19.7.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tradium GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Frankfurt am Main - HRB 52926Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31.12.2023Tradium GmbH, Frankfurt am MainAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angewandte Rechnungslegungsgrundsätze Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht wird nach den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt (IDW PS 400 n.F. Tz. 18). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Laufzeit wichtiger Verträge des erworbenen Unternehmens begründet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtig. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus kurzfristigen Darlehensgewährungen sowie Liefer- und Leistungsverrechnungen. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen, die sich auf 26.116.881,04 EUR (Vorjahr: 24.384.387,60 EUR) belaufen. Diese bestehen aus Darlehensgewährungen (§42 Abs. 3 GmbHG). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen (285 Nr. 12 HGB) Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Personalrückstellungen (TEUR 493; Vj. TEUR 379) und Gewährleistungen (TEUR 424; Vj. TEUR 311). Die übrigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen zur Aufbewahrungspflichten, Rückstellung für Vermittlungsprovisionen sowie Rückstellungen für die Kosten des Jahresabschlusses. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 43.398.031,12 EUR (Vorjahr: 35.904.581,58 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.173.501,98 EUR (Vorjahr: 3.604.905,13 EUR). Latente Steuern (§285 Nr. 30 HGB) Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 23.650,04 EUR (Vj. 23.650,04 EUR). Die Abweichungen resultieren aus der Bewertung von Anlagevermögen (Abweichung 86.217,00 EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Abweichung 26.979,71 EUR), Bankbeständen (Abweichung 118.739,97 EUR), Sonstigen Rückstellungen (Abweichung 814,82 EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (10.892,71 EUR). Die Gesamtabweichung wurde mit dem unternehmensspezifischen Steuersatz (31,93 %) passiviert. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten waren im Geschäftsjahr nicht vorhanden. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 153.840,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber dem Gesellschafter begründet durch den Abschluss von Mietverträgen für die Anmietung von Büro- und Lagerflächen sowie aus Leasingverträgen. Mit einer vollständigen Inanspruchnahme der Verpflichtungen wird gerechnet (§285 Nr. 27 HGB). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Eine Offenlegung der Geschäftsführerbezüge erfolgt demnach nicht. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Die Kredite wurden im Rahmen von Kontokorrentkreditverträgen vergeben. Der Schuldsaldo wird hierbei mit 3,00 % p.a. verzinst. Die Kontokorrentzinsen werden jährlich abgerechnet und mit dem sich ergebenden Saldo zum 31.12. verrechnet. Die Laufzeit der Verträge ist unbestimmt. Sie können mit einer Frist von 30 Tagen gekündigt werden. Die Schuldverpflichtung zum Kündigungstag ist dann innerhalb von acht Wochen vom Geschäftsführer auszugleichen. Die Stellung von Sicherheiten wurde nicht vereinbart. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 6.576.051,62 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 1.926.219,79 EUR, der zu verwenden ist. Gemäß Vorschlag soll dieser auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht (§285 Nr. 33 HGB) Das Entwicklung nach Ablauf des Bilanzstichtages hat sich überdurchschnittlich positiv entwickelt. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Umsatz von 170 Mio. EUR und ein Jahresüberschuss in Bereich 7 Mio. EUR erreicht. Unterschrift der Geschäftsleitung
Frankfurt am Main, 31.07.2024 TRADIUM GmbH LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die TRADIUM GmbH wurde am 09.05.1999 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die Geschäftstätigkeit der TRADIUM GmbH umfasst den Handel mit Rohstoffen, die Umarbeitung von Sondermetallen zu Metallpulvern und die Produktion von Legierungen. Langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Technologiemetalle und Seltenen Erden gewährleisten eine kompetente Zusammenarbeit. Durch internationale und langjährige Beziehungen zu Lieferanten kann die TRADIUM GmbH immer beste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Technologiemetalle und Seltene Erden spielen weltweit eine immer größere Rolle. Die Gründe liegen in neuen Anwendungstechniken und der Rohstoffverknappung durch das Hauptlieferland China. Die Strategie der TRADIUM GmbH umfasst:
Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Als einer der renommiertesten Metallhändler Europas arbeitet die TRADIUM GmbH mit vielen namhaften Produzenten und Lieferanten auf der ganzen Welt zusammen. Zum Produktportfolio des ISO-zertifizierten Unternehmens gehören neben Edelmetallen auch die für viele Schlüsseltechnologien notwendigen Technologiemetalle und Seltenen Erden. Neben den Industriekunden zählen auch Privatkunden zur Zielgruppe der TRADIUM GmbH. Privatanleger profitieren von dem großen Know-how innerhalb des Unternehmens. Durch die Möglichkeit einer Hochsicherheits-Einlagerung der wertvollen Rohstoffe gewinnen diese immer mehr an Attraktivität. Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Gesellschaft Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2023 - 0,3 %. Das Unternehmen konnte sich in einem von Exportrestriktionen für verschiedene Rohstoffe wie Gallium und Germanium geprägten Jahr als sicherer Lieferant und als verlässliches Bindeglied zwischen Rohstoffproduzenten und -abnehmern erweisen. Angesichts des prognostizierten steigenden Bedarfs an diesen und anderen von TRADIUM vertriebenen Rohstoffen ist hiermit auch die Basis für den weiteren Erfolg gelegt. Grundsätzlich konnte TRADIUM die ausgesprochene Volatilität der Märkte 2023 für sich nutzen und von Nachholeffekten nach der Corona-Pandemie profitieren. Hier ist unter anderem der steigende Bedarf an Hafnium aus der Flugzeugindustrie zu nennen, der im Oktober 2023 den Preis für das Technologiemetall auf ein Fünfjahres-Hoch steigen ließ. Das Geschäftsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert, jedoch wird die Entwicklung der Einflussfaktoren als positiv eingeschätzt, d.h. weitere Diversifizierung der Produktpalette, zusätzliche Industriekunden sowie zusätzliche Privatkunden. Ein stark wachsendes Segment im Privatkundenbereich ist der Handel mit Edelmetallen. Der Fokus liegt jedoch auf dem Bereich Industriekunden. Der Geschäftsverlauf war nur minimal durch die im April 2023 von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach für beendet erklärte Corona-Pandemie beeinträchtigt. Durch strategische Lagerhaltung und langjährige Diversifikation sowie Weiterentwicklung des Lieferantennetzwerkes konnten die Auswirkungen der weltweit fragilen Lieferketten abgefedert werden. In diesem Zusammenhang sei auch auf die von China in der zweiten Jahreshälfte verhängten Exportrestriktionen für unter anderem Gallium und Germanium verwiesen. Auch der Ukrainekrieg hatte keine negativen Auswirkungen auf unser Unternehmen. Vielmehr steigerte die wachsende Sorge einiger Kunden hinsichtlich der Rohstoffversorgung den Gesamtumsatz. Hauptgrund für dieses Umsatzwachstum war jedoch die Aktivität von TRADIUM auf dem Edelmetallsektor, welcher sich gut entwickelte und erfreuliche Zukunftsaussichten zeigt. Zudem haben wir vier neue, motivierte Vertriebspartner für das Privatkundengeschäft angebunden, die eine Weiterentwicklung in diesem Bereich vorantreiben werden. Darstellung des Geschäftsverlaufes Absatz Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um 36,39 % auf 169.628.375,98 EUR und übertraf damit die Prognosen. Ursächlich für den Anstieg war vor allem, dass im Industriebereich und im Privatkundengeschäft wesentliche neue Kunden hinzugewonnen werden konnten und unser Sortiment durch neue Produkte erweitert wurde. Im Jahr 2023 dominierten Geschäfte ins Ausland mit einem Prozentanteil von 78 %. Durch Verschiebungen der Märkte und der Produktionsstandorte kann dieser Wert unterjährig schwanken. Im Jahr 2022 hatten wir günstige Rohstoffpositionen mit entsprechend interessantem Einkaufspreis. Durch die positive Entwicklung des Marktpreises ergab sich der prozentual höhere Gewinn im Vergleich zum Jahr 2023. Sortiment Das Sortiment wurde anhand der Marktentwicklungen bei Edelmetallen unter Berücksichtigung unserer hohen Qualitätsanforderungen noch erweitert. Die TRADIUM GmbH ist Produzent und Lieferant von Rohstoffen aus den Bereichen Technologiemetalle, Chemikalien und Edelmetalle. Somit sind wir in der Lage, die individuellen Produktspezifikationen unserer Kunden einzuhalten, und können unsere Produkte in verschiedenen Lieferformen und Reinheiten anbieten sowie auf Sonderwünsche eingehen. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im Laufe des Geschäftsjahres von 28 auf 29 Personen. Die gestiegenen Personalaufwendungen sind auf eine erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter zur Stärkung unserer Wettbewerbsposition war weiterhin ein zentraler Baustein der Personalpolitik des Jahres 2023. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der TRADIUM GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 an die positive Entwicklung des Vorjahres angeschlossen. 1. Ertragslage
Für das Jahr 2023 ergab sich ein Umsatzanstieg auf 169.627.375,98 EUR von 124.366.247,63 EUR. Diese positive Entwicklung ist zurückzuführen auf gestiegene Rohstoffpreise und das dynamische Wachstum unseres Kundenstamms sowie der Erweiterung unserer Rohstoffpalette. Das Betriebsergebnis fällt im Berichtsjahr trotz des Umsatzanstieges geringer aus als im Vorjahr. Grund hierfür sind neben den gestiegenen Rohstoffkosten vor allem die um ca. 400 T€ gestiegenen Personalaufwendungen aufgrund einer erfolgsabhängigen Vergütung sowie Raumkosten, welche sich aufgrund der Miete eines neuen Bürogebäudes nahezu verdoppelt haben. 2. Finanzlage Finanzierung Die Finanzierung ist durch Eigenkapital und Fremdkapital gesichert. Wesentliche neue Kreditvereinbarungen wurden nicht geschlossen. Investitionen Im Jahr 2023 erfolgten keine wesentlichen Investitionen. Es wurden nur Ersatzinvestitionen einzelner Vermögensgegenstände getätigt. Liquidität Die liquiden Mittel des Unternehmens betrugen zum Bilanzstichtag 6.241.599,13 EUR gegenüber 575.989,14 EUR im Vorjahr. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr stets gesichert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nahezu unverändert. Dem steht ein deutlich negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegenüber. Ursächlich hierfür sind vorgenommene Gewinnausschüttungen an den Gesellschafter, die geschäftsnahen Baumaßnahmen dienten. 3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der TRADIUM GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 51.492.742,47. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (EUR 48.384.183,17) um 6,4 % erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass zum einen Vorratsbestände abgebaut wurden, der Forderungsbestand gegenüber Kunden und zum anderen, dass die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter angestiegen sind. Hauptausschlaggebend ist der Anstieg der liquiden Mittel auf EUR 6.241.599,13 (Vorjahr: EUR 575.989,14). Das Anlagevermögen ist trotz Ersatzinvestitionen gesunken. An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil 0,9 %. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 3,7 % gegenüber 11,3 % im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten stiegen vor allem aufgrund der Leiheverpflichtungen (anstieg um 12,9 Mio. EUR auf 40,1 Mio. EUR) an. Gegenläufig nahmen die erhalten Anzahlungen stichtagsbedingt um 5,3 Mio. EUR ab. Ebenfalls rückläufig waren die Leistungsverbindlichkeiten mit einer stichtagsbedingten Minderung von 2,4 Mio. EUR. 4. Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Die Materialaufwandsquote (Anteil Materialaufwand zu den Umsatzerlösen) entwickelte sich leicht steigend auf 91,1 % gegenüber 87,4 % im Vorjahr. Die Umsatzrendite betrug im Vorjahr 6,4 % und sank im Berichtsjahr auf 3,9% was auf geringere Margen aufgrund von Verschiebungen der Rohstoffpreise zurückzuführen ist. Da das Edelmetallgeschäft von TRADIUM stetig wächst und dort üblicherweise eine geringere Umsatzrendite erzielt wird, gehen wir im nächsten Jahr von einer Umsatzrendite von ca. 4% aus. Beide Indikatoren sind für uns als Handelsunternehmen die entscheidenden Größen zur Steuerung. Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Strategische Rohstoffe, die von TRADIUM an die Industrie oder als Sachwert verkauft werden, stammen von etablierten, ISO-zertifizierten Unternehmen. Weltweit werden die Themen Umweltstandards und Arbeitssicherheit in legalen Minen, die von Rohstoff-Produzenten und Förderstätten betrieben werden, immer wichtiger. Unsere Produkte werden für die Industrie eingekauft, entsprechend müssen die Rohstoffe den Anforderungen der Industrie genügen. Die Vorgaben verlangen von TRADIUM eine lückenlose Transparenz entlang der Lieferkette und eine jährliche Bestätigung, die beweist, dass keine Konfliktmaterialien geliefert werden. TRADIUM ist bestrebt ihre CO 2 Bilanz stets zu optimieren. Wir stellen sicher, dass in unserem Unternehmen gerechte Arbeitsbedingungen entsprechend den gültigen ILO-Übereinkommen gelten. TRADIUM gesteht seinen Mitarbeitern faire Vergütungen und Sozialleistungen zu, die mindestens den nationalen und lokalen gesetzlichen Standards, Bestimmungen oder Vereinbarungen entsprechen. Wir sehen es als unsere Pflicht an, ausschließlich korrekte Angaben zu den Arbeitsbedingungen, einschließlich der Löhne und Nebenleistungen, des Arbeitsorts, der Lebensbedingungen, der Gefährlichkeit der Arbeit, der Unterbringung und der damit verbundenen Kosten zu machen. Die Fluktuation im Unternehmen liegt bei 4 Personen. Diese möchten wir weiter reduzieren. Zur Zufriedenheit werden Mitarbeiterprogramme und umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, die von 80 % der Mitarbeiter angenommen werden. Dementsprechend halten wir die am Arbeitsort geltenden Pflichten des Arbeitsschutzes ein. Durch ein geeignetes Sicherheitsmanagementsystem garantiert TRADIUM, dass eine den Anforderungen entsprechende Arbeitsumgebung vorliegt. Damit schaffen wir eine Arbeitsumgebung, die hygienischen Standards nicht nur genügt, sondern diese übertrifft. Alle Mitarbeiter werden unabhängig von der Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Alter, Geschlecht, Nationalität, Behinderung, sexueller Orientierung, Religionszugehörigkeit, Weltanschauung oder politischer und gewerkschaftlicher Betätigung wertschätzend behandelt. TRADIUM zeigt keinerlei Toleranz gegenüber Diskriminierung, Einschüchterung und Belästigung am Arbeitsplatz. International anerkannte Menschenrechte sehen wir als Teil unserer Unternehmensverantwortung an. Wir achten und fördern Menschenrechte ausnahmslos. Unsere Tätigkeiten führen wir unter Achtung des internationalen Menschenrechtskodex der Vereinten Nationen, der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, der Prinzipien des "UN Global Compact" sowie der Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch. TRADIUM respektiert die Würde und die persönlichen Rechte des Einzelnen sowie aller Akteure und Geschäftspartner, mit denen wir durch Tätigkeiten verknüpft sind oder zu denen wir Geschäftsbeziehungen pflegen. TRADIUM respektiert und befolgt alle geltenden anwendbaren lokalen, nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften. Wir zeigen keinerlei Toleranz gegenüber Verstößen, handeln gesetzeskonform und halten alle Gesetze und Vorschriften der Länder ein, in denen TRADIUM operative oder strategische Geschäfte tätigt oder in denen Dienstleistungen erbracht werden. TRADIUM verhält sich im Wettbewerb fair und hält die jeweils anwendbaren gesetzlichen Regelungen ein, die den freien Wettbewerb schützen. An wettbewerbs- und kartellrechtswidrigen Verhaltensweisen beteiligen wir uns nicht. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, setzen wir auf Integrität. TRADIUM vermeidet Interessenskonflikte mit privaten Belangen, wirtschaftlichen Verbindungen oder sonstigen Aktivitäten. Wir halten uns an geltende Kartellgesetze und beteiligen uns nicht an kartellrechtswidrigen Absprachen mit Wettbewerbern. Dies stellen wir auch entlang der Lieferkette sicher. TRADIUM hält sich an gesetzliche Verpflichtungen zur Geldwäscheprävention sowie zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung. Aktivitäten, die mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zusammenhängen, vermeiden wir bereits im Ansatz. TRADIUM toleriert keine Form der Korruption. Mit Einführung des Know-Your-Costumer (KYC) und Know-Your-Supplier (KYS) Prinzips sowie unseres Verhaltenskodexes kommen wir unserer Sorgfaltspflicht nach. Diese Prüfung beinhaltet Themen wie das Anti-Geldwäschegesetz, Achtung der Menschenrechte und Umweltaspekte. 5. Gesamtaussage Die Umsatzentwicklung und Ertragsentwicklung des Jahres 2023 war mehr als zufriedenstellend. Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. C. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht 1. Chancenbericht Die TRADIUM GmbH sieht in folgenden Bereichen Chancen, welche nachfolgend weiter ausgeführt werden:
Der Bedarf an Elementen wie etwa Seltenen Erden steigt laut einschlägigen Prognosen stetig an, denn die Ziele zur Reduzierung der Emission klimaschädlicher Treibhausgase scheinen ohne Windenergie oder Photovoltaik kaum erreichbar. Bereits jetzt übersteigen die Investitionen in saubere Energien diejenigen in fossile Energieträger, so die Internationale Energieagentur, ihr zufolge wächst zudem die öffentliche finanzielle Förderung klimafreundlicher Technologien. Impulse dürften auch aus der Elektromobilität kommen, denn dem Verkehrssektor, der für ein Viertel des Gesamtausstoßes an Treibhausgasen (allein in Deutschland) verantwortlich ist, kommt beim Erreichen der Emissionsziele in den kommenden Jahrzehnten eine Schlüsselrolle zu. Mit dem steigenden Bedarf wächst die Abhängigkeit von China, das den Abbau, vor allem aber die Veredelung vieler Rohstoffe dominiert. China hat im vergangenen Jahr gleich mehrfach den eigenen Status als Rohstoff-Supermacht medienwirksam demonstriert. Angefangen mit strengeren Auflagen für den Export von Gallium und Germanium, was die Ausfuhren zwischenzeitlich zum Erliegen brachte, wurden im Herbst dann auch für andere kritische Rohstoffe neue Regularien eingeführt. Ende des Jahres schließlich wurde der Export von Technologien verboten, die mit der Aufbereitung Seltener Erden zusammenhängen. Die Meldungen führten teils zu Verunsicherung in der Industrie, der Ruf nach Diversifizierung der Lieferketten wurde lauter. Auch auf der politischen Tagesordnung ist die Bedeutung der sicheren Versorgung mit den für die Energiewende und das tägliche Leben notwendigen Ressourcen angekommen. So etwa mit dem im Mai 2024 in der Europäischen Union in Kraft getretenen Critical Raw Materials Act und bereits gestarteten oder geplanten Rohstofffonds diverser Regierungen. TRADIUM kann durch vorausschauende Rohstoffbeschaffung auf einen umfangreichen Bestand der dringend benötigten kritischen Ressourcen zurückgreifen und dank langjähriger Geschäftsbeziehungen zu Produzenten zu einer sicheren Versorgung der europäischen und internationalen Industrie beitragen. Das eigene Verständnis als Bindeglied zwischen Produzenten, Industrie und Recyclern wurde 2023 durch den Beitritt zum Rare Earth Industry Association und Edelmetall-Fachverband IPMI unterstrichen. Am Trend zu grüner Energie und Mobilität können auch Privatpersonen teilhaben, so zum Beispiel mit der von TRADIUM angebotenen Rohstoffauswahl. Grundsätzlich lässt sich in Deutschland seit einigen Jahren eine Neigung zum aktiven Investieren erkennen, also weg von Sparschwein und Girokonto hin zu Aktien. Auch Sachwerte erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit, um Portfolios zu diversifizieren und sich gegen Inflation abzusichern. Außerdem können Rohstoffe in Zeiten geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten an den Finanzmärkten als ruhiger "Hafen" für Vermögen dienen. Um auf die wachsenden Herausforderungen zu reagieren und die Chancen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben, auch nutzen zu können, verstärkt sich TRADIUM personell, darunter im Vertrieb und in der Auftragsabwicklung. Die Markenbekanntheit von TRADIUM soll durch die Neustrukturierung und -positionierung des Marketings sowie durch neue Formate wie einen eigenen, 2024 startenden Podcast gesteigert werden. Die auch durch internationale Kooperationen zunehmende Reichweite und Bekanntheit der firmeneigenen mehrsprachigen Nachrichtenportale Rohstoff.net/ Rawmaterials.net trägt zudem zur Bekanntheit rohstoffbezogener Themen in der Öffentlichkeit bei. 2. Risikobericht Die TRADIUM GmbH sieht in folgenden Bereichen Risiken, welche nachfolgend weiter ausgeführt werden:
Neue Exportrestriktionen oder die Verschärfung bestehender Auflagen können selbstverständlich auch Auswirkungen/ Einfluss auf das Geschäft von TRADIUM haben. Da die im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Ausfuhrregularien vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen zwischen USA und China verstanden werden, wird die geopolitische Entwicklung genau zu beobachten sein. Trotz proaktiver Einkaufspolitik dürfte jedoch nicht jeder Engpass durch die von TRADIUM vorgehaltenen Lagerbestände zu beheben sein. Wissenschaft und Industrie arbeiten fortwährend an der Optimierung des Ressourceneinsatzes. Es besteht ein fortwährendes Risiko, dass ein von TRADIUM angebotener Rohstoff mittel- oder langfristig durch einen anderen ersetzt wird. Gleichzeitig kann aus neuen Anwendungsgebieten ein neuer Bedarf entstehen, der diesem Wegfall entgegenwirkt. Eine stärkere Markenbekanntheit und damit öffentliche Aufmerksamkeit bergen das Risiko, dass auch kritische Nachfragen erfolgen und im schlimmsten Fall durch eine ungünstige Kommunikation die Reputation des Unternehmens Schaden nimmt. Hier ist gut geschultes und mit Augenmaß agierendes Personal gefragt. Rohstoffpreise sind in erster Linie abhängig von Angebot und Nachfrage. Ein Überangebot oder eine fallende Nachfrage könnten Lagerbestände an Wert verlieren lassen. Doch auch die Zinspolitik der Zentralbanken hat einen maßgeblichen Einfluss auf Rohstoffpreise. Steigen die Zinsen, sinken die Rohstoffpreise und umgekehrt. 2. Prognosebericht Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch: Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir aufgrund unserer Marktposition von einer positiven Entwicklung aus. Wir erwarten Umsatzerlöse von 200 Mio. EUR und einen gleichbleibenden bzw. leicht steigenden Jahresüberschuss. Der erwartete Umsatzanstieg resultiert hauptsächlich aus dem steigenden Edelmetallgeschäft welcher eine niedrigere Marge erlaubt. Auch die Perspektive des Unternehmens für die Folgejahre schätzen wir positiv ein, zumal sich auch der Mitarbeiterstab mit kompetenten Kollegen weiterentwickelt hat. Daher sollten die neuen Geschäftszweige und Ideen weiter ausbaufähig sein und für einen deutlichen Umsatzanstieg sorgen.
Frankfurt am Main, 31.07.2024 OTRADIUM / TRADIUM GmbH Matthias Rüth BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tradium GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tradium GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tradium GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Angaben zu den in Tz. A des Lageberichtes genannten Aussagen zur besten Qualität und wettbewerbsfähigen Preisen sowie die in Tz. 4 des Lageberichtes genannten nicht finanziellen Leistungsindikatoren hinsichtlich Umweltbelange, Menschenrechte und Korruption und Bestechung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter http:\\www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist WP Michael Spies.
Frankfurt am Main, den 1. August 2024 AUREN
GmbH
Stefan Amberg, Wirtschaftsprüfer Michael Spies, Wirtschaftsprüfer Anlagespiegel zum 31.12.2023
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen