Farano Betriebs GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bartholomäus Dr. Wimmer seit 13.10.2022 | Geschäftsführer |
Florian Wimmer seit 7.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Synlab GmbHLeinfelden-EchterdingenJahresabschluss zum 31. Dezember 2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1.1 Allgemeine wirtschaftliche Lage Nach einer steilen Talfahrt im Winterhalbjahr 2008/2009 hat sich die Weltkonjunktur wieder gefangen. Seit dem Frühjahr ist die globale Produktion deutlich gestiegen. Die asiatischen Schwellenländer, mit China an der Spitze, hatten dabei insofern eine Vorreiterrolle inne, als sie die Rezession relativ rasch überwanden und danach einen dynamischen Expansionskurs einschlugen. Im Euro-Raum war die konjunkturelle Lage im ersten Halbjahr 2009 noch von einer schweren Rezession geprägt. Vor dem Hintergrund eines beträchtlichen gesamtwirtschaftlichen Abwärtsdruckes, einer deutlich gedämpften monetären Dynamik und den daraus resultierenden gesunkenen Inflationsgefahren sowie solide verankerter Inflationserwartungen setzte der EZB-Rat in der ersten Jahreshälfte 2009 seinen zinspolitischen Lockerungskurs fort. Bis Mai senkte das oberste Entscheidungsgremium des Eurosystems den Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte in vier Schritten bis auf 1 %. Das Zusammenspiel aus Zinssenkungen, geldpolitischen Sondermaßnahmen und massiven fiskalischen Stützungsprogrammen führte schließlich im zweiten Halbjahr zu einer merklichen Aufhellung der konjunkturellen Lage und einer Stabilisierung der Finanzmärkte. Die deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Rezession angesichts des hohen Grades an außenwirtschaftlicher Verflechtung überaus hart getroffen. Im Jahresdurchschnitt ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt mit 5,0 % so stark zurück wie niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Wirtschaftsleistung konnte zwar im Jahresverlauf die konjunkturelle Talsohle durchschreiten, blieb aber insgesamt auf ausgesprochen niedrigem Niveau. Umso bemerkenswerter ist, dass der Arbeitsmarkt bislang nur sehr verhalten reagierte. Das Preisklima war 2009 äußerst vorteilhaft. Infolge des starken Konjunktureinbruchs, der auch mit einer Korrektur der vorherigen positiven Sonderentwicklung bei den gewinnabhängigen Steuern einherging, und der umfangreichen finanzpolitischen Stützungsmaßnahmen haben sich die Staatsfinanzen drastisch verschlechtert. Ohne korrigierendes Gegensteuern ist auch mittelfristig mit hohen Defiziten und einer schnell steigenden Schuldenquote zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Konsolidierung der Staatsfinanzen zur vordringlichsten Politikaufgabe der kommenden Jahre. Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresbeginn 2009 - wie schon im vierten Quartal 2008 - massiv geschrumpft. Der scharfe und synchrone Einbruch der Weltkonjunktur belastete die Ausfuhrtätigkeit deutscher Unternehmen vor allem in der Industrie stark, die daraufhin ihre Investitionsplanungen drastisch korrigierten. Neben den ergriffenen Maßnahmen zur Stützung der Finanzmärkte konnte dank des entschlossenen, schnellen und umfassenden Handelns der Geld- und Fiskalpolitik weltweit die nach der Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers eingetretene Schockstarre im internationalen Wirtschaftsgeschehen vergleichsweise rasch überwunden werden. Die Konjunktur stabilisierte sich hierzulande bereits im Verlauf der Frühjahrsmonate, was auch daran lag, dass die Ausgabenprogramme der Bundesregierung in Teilen zügig Wirkung entfalteten. So kam es ab dem Frühjahr zu einer deutlichen Ausweitung der öffentlichen Bauinvestitionen. Zudem belebte sich der private Konsum nach dem Jahreswechsel vorübergehend aufgrund der starken Impulse für das Neuwagengeschäft im Zusammenhang mit der Gewährung der staatlichen Umweltprämie für die Verschrottung alter, nicht gewerblich genutzter Pkw. Zu spürbaren Fortschritten im Erholungsprozess kam es aber erst im Sommer, als die Exporte auf regional verbreiteter Basis wieder zunahmen. Die Erholungstendenz war bis zuletzt intakt, auch wenn die konjunkturelle Aufwärtsbewegung in den Herbstmonaten nicht zuletzt wegen nachlassender Impulse einzelner Maßnahmen aus den Konjunkturpaketen sowie temporärer Belastungsfaktoren in der Industrie und im Baugewerbe ins Stocken geriet. Die kräftige Kontraktion des Außenhandels im Winterhalbjahr 2008/2009 zog die gewerbliche Investitionstätigkeit stark in Mitleidenschaft. Der Erwerb neuer Anlagegüter wurde massiv eingeschränkt. Dabei spielte eine Rolle, dass sich die Mittelbeschaffung für Unternehmen angesichts ungünstigerer Geschäftsperspektiven im Zusammenspiel mit fortgesetzten Anpassungserfordernissen in den Bankbilanzen erschwerte. Evidenz für eine breit angelegte Kreditklemme gab es den verfügbaren Indikatoren zufolge während des Jahres 2009 aber nicht. Der Zuwachs des privaten Konsums um 0,2 % war auf die erste Jahreshälfte beschränkt und in erster Linie auf fiskalpolitische Maßnahmen zurückzuführen. Die Anschaffungsneigung wurde selektiv von den Anreizen zur Neuwagenbeschaffung beeinflusst. Außerdem wurde der an sich rezessionsübliche Einkommensentzug durch die großzügige Gewährung von Kurzarbeitergeld gedämpft, und die Privathaushalte kamen überdies in den Genuss eine Reiche steuerlicher Ermäßigungen sowie Einmalzahlungen für Familien und Einkommensteuerrückerstattungen für Berufspendler. 1.2 Lage der Branche Im Bereich des Gesundheitswesens war die Lage einerseits charakterisiert durch eine durch die Bundestagswahlen hervorgerufene relative strukturelle Ruhe. Die neue Regierung verschiebt zudem offensichtlich größere Reformen bis nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010. Das nach Bundestagswahlen bisher übliche Vorschaltgesetz im Sinne einer Kostendämpfungsmaßnahme entfiel diesmal. Veränderungen im größeren Stil brachten die nunmehr erstmalig von einzelnen Kassen geschlossenen Hausarztverträge mit sich. Dabei wurden insbesondere auch die Labore in Bayern und Baden-Württemberg tangiert, weil durch diese Verträge durch die Hintertür (und gegen den Willen der Kassenärztlichen Vereinigungen) die Laborgemeinschaften am Leben gehalten wurden. Im Übrigen wurde seitens der Kassenärztlichen Vereinigung an der 2008 eingeleiteten strukturellen Laborreform grundsätzlich festgehalten, wobei die Einführung neuer Höchstwertregelungen und die de facto Streichung der Versandkostenpauschale zu einer Vergütungsreduktion im EBM von bis zu 15 % führten; das Ergebnis der Synlab- Gruppe wurde dadurch in 2009 um insgesamt € 12 Millionen belastet. Der Konzentrationsdruck auf die Labore wird sich weiter verschärfen. 1.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Schaffung und Erhaltung der räumlichen, technischen, logistischen und materiellen Voraussetzungen für den Betrieb von Laborarztgemeinschaftspraxen. Die SYNLAB GMBH deckt weitgehend den Beschaffungsbereich einer Laborarztpraxis ab, beginnend bei den Räumlichkeiten bis zur Verfügungstellung von Reagenzien, Geräten, Fahrzeugen und der Bereitstellung von logistischen Leistungen, wobei eigene Untersuchungen nicht erbracht werden. Der Abnehmerkreis setzt sich überwiegend aus in- und ausländischen Laboratorien der SYNLAB-GRUPPE zusammen. Der relevante Markt der SYNLAB GMBH ist der Laborarztmarkt. Hier hat sich der Zwang zu größeren Einheiten aufgrund des allgemeinen Kostendrucks weiter verstärkt. Es ist anzunehmen, dass kleinere Labore schließen müssen, da sie wirtschaftlich aufgrund ihrer Kostensituation nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Die SYNLAB GMBH als Handels- und Dienstleistungsbetrieb beschafft auf dem Laborarztsektor alle für den Betrieb einer Praxis notwendigen Waren und Dienstleistungen. Die wesentlichen Lieferanten sind am Markt seit Jahren eingeführt und haben einen international anerkannten Ruf. Auf dem Bereich der Reagenzien handelt es sich um die Firmen Roche, Abbot, Dade-Behring, Bayer und Olympus sowie andere. Das Wachstum der SYNLAB GMBH ist gekoppelt an die Entwicklung der Laboratorien der SYNLAB-GRUPPE bzw. dem Zuwachs an Laboratorien innerhalb der SYNLAB-GRUPPE. Zur weiteren Expansion wurden nach dem Bilanzstichtag durch die Muttergesellschaft SYNLAB GMBH & CO. KG weitere Laboratorien an interessanten Standorten im Inland erworben bzw. die Neugründung von weiteren Gesellschaften und Standorten fortgesetzt. Für die in 2009 erworbenen Beteiligungen und neu hinzu gekommenen Laboratorien wird davon ausgegangen, dass diese zum weiteren Wachstum der SYNLAB-GRUPPE und damit der SYNLAB GMBH entsprechend beitragen. Die seit dem Jahr 2005 verfolgte Absicht, die Abhängigkeit vom gesetzlichen Gesundheitswesen im Inland zu verringern, konnte weiter verstärkt und in wesentlichen Bereichen umgesetzt werden. Vom sich abzeichnenden Trend zum Outsourcing von Krankenhauslaboratorien kann die SYNLAB-GRUPPE überproportional profitieren. Allerdings ist gerade dieses relativ junge Marktsegment von einem erheblichen Wettbewerbsdruck und einer damit einhergehenden Margenschmälerung gekennzeichnet. Hier ist insbesondere die Realisierung von Synergieeffekten im Sinne eines gemeinsamen Nutzens von Laborstrukturen für die ambulante und stationäre Versorgung von hoher strategischer und ökonomischer Bedeutung. Im Rahmen der Optimierung der Unternehmens- und Ablaufprozesse werden weiter verstärkt Verwaltungstätigkeiten auf externe Dienstleister ausgelagert. Praxisübergreifend wird ein einheitliches EDV-System eingesetzt. Die in 2007 begonnenen Maßnahmen am Standort Augsburg zur Schaffung einer zentralen Dienstleistungsplattform für die Tochterunternehmen wurden weiter vorangetrieben. Nachdem im Vorjahr bereits das neue Zentrallager sowie das Technik- und IT-Zentrum bezogen werden konnte, wurden im Geschäftsjahr durch die Fertigstellung und Bezug der neuen Labor-und Verwaltungsgebäude nun die räumlichen und technischen Voraussetzungen für ein umfassendes Dienstleistungsspektrum geschaffen. Durch die erweiterungsfähige Integrationsplattform bildet der Standort Augsburg die Grundlage für ein weiteres kontinuierliches Wachstum der SYNLAB-GRUPPE. 2. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2009 verminderten sich die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen aufgrund der Reorganisation der Materialwirtschaft innerhalb der SYNLAB-GRUPPE im Inland um 34,59 % von TEUR 22.017 auf TEUR 14.401. Bezogen auf die realisierten Umsatzerlöse wurden TEUR 10.198 mit Laborarztpraxen, TEUR 3.729 mit Kliniken sowie TEUR 474 mit dem Gerätehandel erzielt. 85 % der Umsatzerlöse wurden unmittelbar bzw. mittelbar mit Unternehmen der SYNLAB-GRUPPE erzielt. Die Umsätze an ausländische Abnehmer gingen von TEUR 11.104 im Vorjahr auf TEUR 2.699 im Geschäftsjahr zurück. In Anbetracht der Lage im deutschen Gesundheitswesen wird von der SYNLAB-GRUPPE weiterhin verstärkt versucht, ausländische Märkte zu erschließen, bei denen zum einen die Margen besser sind und zum anderen die Verteilung des Marktes noch nicht so organisiert ist wie in Deutschland. Die SYNLAB GMBH folgt dieser Entwicklung direkt oder durch ausländische Tochtergesellschaften. Die Warenbezüge verminderten sich im Geschäftsjahr um TEUR 6.131 auf TEUR 8.580. Der betriebliche Rohertrag verminderte sich um TEUR 1471 auf TEUR 5.741. Was die Auftragslage der SYNLAB GMBH betrifft, sind die Bestellintervalle bei Reagenzien von langfristiger Natur. Die Bestellungen werden je nach Bedarf vom jeweiligen Labor erteilt und weitgehend als Streckengeschäft direkt vom Lieferanten an den Kunden geschickt. In geringem Umfang werden kleine Lager gehalten, aus denen die Abnehmer ihren laufenden Bedarf befriedigen. Aufgrund der weiterhin umfangreichen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 667) und Sachanlagen (TEUR 760) sowie der Fertigstellung der Mietereinbauten (TEUR 3.095) im Labor- und Verwaltungsgebäudes erhöhten sich im Geschäftsjahr auch die Abschreibungen von TEUR 1.174 im Vorjahr auf TEUR 1.427. Das Finanzergebnis verminderte sich im Wesentlichen durch die vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.915 von - TEUR 443 im Vorjahr auf - TEUR 4.959. Hinzu kamen um TEUR 424 verminderte Beteiligungs- und Zinserträge sowie um TEUR 271 erhöhte Zinsaufwendungen. 3. Finanzlage Die SYNLAB GMBH ist zu einem erheblichen Teil durch Gesellschaftermittel finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der SYNLAB GMBH & CO. KG betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 27.498. Die Finanzierung durch Kreditinstitute ist trotz einer Ausweitung des Kreditvolumens um TEUR 1.112 mit TEUR 9.503 zum Bilanzstichtag von nachrangiger Bedeutung. Die Finanzmittel der Muttergesellschaft werden zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs der Tochterunternehmen sowie für Beteiligungserwerbe im Inland und Ausland verwandt. Die gebildeten Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten resultieren nahezu ausschließlich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der SYNLAB GMBH. Den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 2.518 stehen Forderungen gegen Dritte aus erbrachten Lieferungen in Höhe von TEUR 1.225 sowie liquide Mittel in Höhe von TEUR 273 gegenüber. Die Kundenforderungen werden laufend bedient. Leasingverträge wurden mit diversen Firmen abgeschlossen. Sie wurden regelmäßig den abrechnenden Laboratorien der SYNLAB-GRUPPE weiter berechnet, so dass kein eigener Aufwand entstand. 4. Vermögenslage Das Finanzanlagevermögen verminderte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen durch die vorgenommenen Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen um TEUR 2.587 auf TEUR 13.962. Das ausgewiesene materielle Anlagevermögen ist aufgrund der verfolgten Investitionsstrategie von eher untergeordneter Bedeutung, da überwiegend über Leasing bzw. leistungsabhängige Geräteanmietungen finanziert wird. Das kurzfristig gebundene Vermögen setzt sich überwiegend aus Forderungen aus erbrachten Leistungen in Höhe von TEUR 8.922 und Beständen an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 151 zusammen, die zusammen 63 % des kurzfristigen Vermögens und 22 % der Bilanzsumme ausmachen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2009 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe TEUR 6.086 aus, dem jedoch ermittelte stille Reserven in Höhe von TEUR 8.916 gegenüberstehen. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne ist damit nicht gegeben. Zudem konnten die in den Anteilen an verbundenen Unternehmen identifizierten stillen Reserven Anfang des Geschäftsjahres 2010 durch Veräußerung der Anteile realisiert werden. 5. Chancen und Risiken Die SYNLAB GMBH ist mittelbar über die SYNLAB GRUPPE in Deutschland in das Abrechnungssystem der Gebührenordnung für Ärzte und die Verträge mit den Krankenversicherungen eingebunden. Durch gesetzgeberische Eingriffe können die Budgets im Gesundheitswesen weiter eingeschränkt werden, wovon die SYNLAB GRUPPE und damit die SYNLAB GMBH ebenfalls betroffen wäre. Aufgrund der Struktur der SYNLAB GRUPPE und der verfolgten Diversifizierung im In- und Ausland sowie den verschiedenen Leistungsbereichen vermindert sich jedoch die Abhängigkeit von gesetzgeberischen Einflüssen, wodurch das entsprechende Risiko reduziert wird. Gleichzeitig wird zu erwartenden Vergütungsreformen, insbesondere im Bereich der Gebührenordnung für Ärzte durch eine ständige Optimierung hin zu effizienteren Organisations - und Produktionsstrukturen entgegengewirkt. Des Weiteren bieten die Liberalisierungen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes die Chance, die Marktposition im Inland weiter auszubauen. Der hohe Kostendruck im europäischen Vergleich in der Bundesrepublik Deutschland hat zudem die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland deutlich gestärkt. Aufgrund der derzeitigen Umsatz- und Vergütungsstruktur bestehen aktuell keine überproportionalen Risiken im Bereich des Forderung- und Liquiditätsmanagements. Darüberhinaus reduziert die Streuung der Forderungen das Beitreibungsrisiko. Das Währungsrisiko ist potentiell aufgrund der aktuellen Auswirkungen der Finanzkrise insbesondere im osteuropäischen Raum gestiegen. Relevante Auswirkungen konnten jedoch aufgrund der kurzen Umschlagsdauer der Forderungen im Ausland, und da die wesentlichen Kosten im Ausland regelmäßig in Landeswährung anfallen, vermieden werden. Hinsichtlich möglicher Umweltrisiken gehen wir davon aus, dass auf Grund des eingerichteten Qualitätssicherungssystems und internen sowie externen Kontrollen derzeit keine Risiken bestehen. 6. Prognosebericht Das Gesundheitswesen ist zurzeit weit reichenden Veränderungen unterworfen. Da Laboruntersuchungen in der Regel nur bei eindeutiger medizinischer Indikation durchgeführt werden und zudem eine wesentliche Rolle im Vergütungssystem der Krankenhäuser (DRGs, ca. 60 % der Diagnosen werden laborgestützt erstellt) spielen, wirken sich diese Änderungen jedoch derzeit nicht negativ auf den Laborbereich aus. Die im GKV -Wettbewerbsstärkungsgesetz beschlossenen Änderungen treffen den Laborbereich nur unwesentlich. 7. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag wurden durch die SYNLAB GRUPPE weitere Akquisitionen und Unternehmenserwerbe vorbereitet. Diese sind im In- und Ausland beabsichtigt. Im Geschäftsjahr 2010 erfolgt eine Neustrukturierung der Aktivitäten der Synlab Gruppe. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft wird von der neugegründeten Synlab Services GmbH übernommen und von dieser fortgeführt.
Leinfelden-Echterdingen, 31. März 2010 Dr. Bartl Wimmer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2009A K T I V A
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009VorbemerkungDer Jahresabschluss der SYNLAB GMBH, Leinfelden-Echterdingen, wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt. Zur Verbesserung von Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Posten, soweit nicht ausdrücklich gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. AnteilsbesitzDie Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes genannten wesentlichen Beteiligungen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (längstens über fünf Jahre) planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden entsprechend der ertragsteuerlichen Regelung linear auf 5 Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und ‑verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. BilanzerläuterungenDie Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, gegliedert nach der Restlaufzeit, ergibt sich aus nachfolgendem Fälligkeitenspiegel:
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 247), die Aufwendungen des Geschäftsjahres 2010 darstellen, eingestellt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.168 (Vorjahr: TEUR 634) enthalten. Sonstige Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für die Inanspruchnahme aus der Bankbürgschaft zugunsten der Synlab Iberia von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rückstellungen für interne und externe Abschluss- und Prüfungskosten des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 202). Die Verbindlichkeiten sind wie folgt zur Rückzahlung fällig:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 237) durch Bürgschaften nahestehender natürlicher Personen Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Mietereinbauten in Höhe von TEUR 730 (Vorjahr: TEUR 0). In der Position sind in 2009 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11) aperiodische Erträge enthalten. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 532 beinhalten ausschließlich Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Synlab Iberia, ES aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs. Hierin sind aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 226 enthalten. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens setzen sich aus Ausschüttungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 1.059) sowie aus Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 277) zusammen. Die Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 35). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind solche an verbundene Unternehmen und nahestehende Personen in Höhe von TEUR 1.478 (Vorjahr: TEUR 1.439) enthalten. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.915 (Vorjahr: TEUR 94) entfallen mit TEUR 1.459 auf die Anteile an der synlab.vet KG, mit TEUR 1.227 auf die Anteile an der Synlab Iberia, mit TEUR 432 bzw. TEUR 419 auf die Anteile an der Adrialab Skopje, MK bzw. Laborcentar Zagreb, HR und mit TEUR 296 bzw. TEUR 76 auf die Anteile an der Synlab Bucuresti, RO bzw. Orga-Lab GmbH sowie mit TEUR 6 auf die Anteile an der Natulab GmbH. Die außerplanmäßigen Abschreibungen wurden vorgenommen, um die Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem zum Abschlussstichtag niedrigeren Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung anzusetzen. Die außerordentlichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen mit TEUR 593 auf von Unternehmen der Synlab Gruppe an die Gesellschaft weiterverrechnete Due Diligence Aufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen die Körperschaftsteuer für Vorjahre in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: 1) sowie die Gewerbesteuer für Vorjahre in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: - TEUR 6). Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:
Die Haftungsverhältnisse stellen sich in den einzelnen Jahren wie folgt dar:
Die Gesellschaft ist weiterhin persönlich haftende Gesellschafterin der SYNLAB GMBH & CO. KG, Leinfelden-Echterdingen. Zum Stichtag des Jahresabschlusses ist mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen. Die Zahl der Mitarbeiter hat im Jahresdurchschnitt betragen:
Der Geschäftsführung gehörten folgende Personen an: Herr Dr. Dr. Hans Otto Frey, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Neuhausen (bis 20. Januar 2010) Herr Dr. med. Bartl Wimmer, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Berchtesgaden Herr Johannes Alefeld, Kaufmann, Augsburg (vom 1. Juni 2009 bis 20. Januar 2010) Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von TEUR 148. Konzern- und Beteiligungsverhältnis Sämtliche Anteile an der SYNLAB GMBH werden von der SYNLAB GMBH & CO. KG gehalten. Die SYNLAB GMBH stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2009 einen Konzernabschluss auf, der am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist. Die SYNLAB GMBH ist ein verbundenes Unternehmen zur SYNLAB GMBH & CO. KG, Leinfelden-Echterdingen. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die SYNLAB GMBH einbezogen ist, stellt die SYNLAB GMBH & CO. KG auf; dieser Konzernabschluss kann am Sitz der SYNLAB GMBH & CO. KG, Leinfelden-Echterdingen angefordert werden. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die SYNLAB GMBH einbezogen ist, stellt die SYNLAB GMBH auf; dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009 auf neue Rechnung vorzutragen.
Leinfelden-Echterdingen, 31. März 2010 Dr. Bartl Wimmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009
zu 2: Angabe war bis zur Aufstellung nicht erhältlich. zu 3: Einbezug in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung. zu 4: Einbezug in den Konzernabschluss als assoziiertes Unternehmen. zu 5: kein Einbezug in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung zu 6: Unternehmen, das in den Teilkonzern der SYNLAB GMBH einbezogen ist oder einzubeziehen wäre. Die Angaben beziehen sich bezüglich des Eigenkapital und der Beteiligungsquote auf den 31. Dezember 2009 und das Ergebnis entspricht dem Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2009. Sämtliche Angaben erfolgen in Landeswährung. Die angegebenen Beteiligungsquoten entsprechen jeweils dem direkt gehaltenen Anteil. Auf die Angaben zu weiteren Gesellschaften wird gemäß §§ 286 Abs. 3, 313 Abs. 3 HGB verzichtet. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SYNLAB GMBH, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Unternehmens im Lagebericht zum 'Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag' hin. Dort ist ausgeführt, dass die identifizierten stillen Reserven durch Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen Anfang des Geschäftsjahres 2010 realisiert wurden.
Augsburg, den 31. März 2010 A
W I
Gez. Stötter, Wirtschaftsprüfer |
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