CASTELLI 1938 GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marzio Emiliano Carrara seit 13.7.2018 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lediberg GmbHLage (vormals: Lemgo)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Der deutsche Werbeartikelmarkt war 2018 weitestgehend stabil. Dennoch konnte die Druckindustrie in Deutschland und Europa davon kaum profitieren. Nachfrage und Produktionsvolumen haben sich auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Beachtliches Wachstum war nur im Bereich Online-Druckereien und Digitaldruck zu erzielen. Auf dem deutschen Markt ist durch die zugespitzte Wettbewerbssituation, weiterhin die Verdrängung maßgebend. Ein Überangebot an Produktions-Kapazitäten trägt eher zur weiteren Verschärfung der Lage bei. Dieses haben wir auch im europäischen Ausland zu spüren bekommen. Lediberg GmbH vertreibt hauptsächlich Werbekalender, Kalender, Notizbücher und Accessoires. Wir verstehen uns als Partner des Werbemittelhandels. Wir bewegen uns im mittleren bis gehobenen Preissegment. Unsere Kunden befinden sich größtenteils im Inland, ein kleiner Teil im europäischen Ausland. Aufgrund der unbefriedigenden Umsatzentwicklung haben wir reagiert und in 2018 den Personalbestand entsprechend angepasst. Wir haben uns in 2018 von 7 Mitarbeitern getrennt, die Mitarbeiter sind im Laufe des Jahres ausgeschieden. Weitere drei Mitarbeiter, die im Rahmen der normalen Fluktuation ausgeschieden sind, haben wir nicht ersetzt. Zum 31.12.2018 wurde gruppeneinheitlich der Vertrieb Lanybook eingestellt. Die Muttergesellschaft hat die Zusammenarbeit mit dem Lizenzgeber beendet. In 2018 hat Lediberg GmbH daraus Umsatz in Höhe von ca. TEUR 500 erzielt. Entgegen der allgemeinen Entwicklung haben sich die Umsätze im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 % reduziert. Das Geschäftsjahr 2018 endete mit einem Umsatzminus von 40,3 % im Export. Auf dem deutschen Markt konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls nicht gehalten werden (-7,8%). Durch unsere Innovationen und Ausbau des Service konnten wir diese Entwicklung nicht gravierend beeinflussen. Es wird deutlich, dass das Kernprodukt Kalender weiter in der Akzeptanz-Diskussion am Markt steht und Notizbücher ein Wachstumssegment darstellen. Die genannten Gründe stehen neben dem allgemeinen Preisverfall und der Wettbewerbssituation ursächlich für das Nichterreichen unseres realistisch geplanten Umsatzzieles. Die Lagerware haben wir auf Grund der Erfahrungen der vergangenen Jahre zurückhaltend disponiert. Es ist gelungen Restbestände auf Vorjahresniveau zu halten. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Lediberg GmbH wird als zu einem italienischen Konzern gehörende Gesellschaft über Kennzahlen gesteuert. Wesentliche Kennzahlen zur operativen Unternehmenssteuerung sind Umsatz und EBITDA. 3. Ertragslage In der folgenden Übersicht sind Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Zum Zeitpunkt der finalen Aufstellung des Vorjahresabschlusses war das Geschäftsjahr 2018 bereits abgeschlossen, sodass sich Abweichungen des aktuellen Geschäftsjahres zur Prognoseberichterstattung des Vorjahres nicht ergeben haben. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind nachfolgend erläutert.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze im Berichtsjahr um TEUR 2.209 oder 14,7 % gesunken. Entgegen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sind die Inlandsumsätze um TEUR 949 gesunken, der Auslandsumsatz hat sich um TEUR 1.328 reduziert, die Erlösschmälerungen (Skonti, Boni) sind um TEUR 68 gesunken. Der Rohertrag, der sich aus der Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand ergibt, ist um 1,4 Prozentpunkte auf 22,4 % gesunken. Die geänderte Zusammensetzung der Umsatzerlöse resultierend aus den Umsatzverlusten im In- und Ausland mit unterschiedlichen Margen zeichnet für diese Entwicklung. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr, resultierend durch einen Personalabbau, der in 2018 auch abgeschlossen wurde, um TEUR 152 gesunken. Dies entspricht einer Reduzierung um 7,6 %. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Vertriebskosten (TEUR 776; Vorjahr: TEUR 828), Raumkosten (TEUR 668; Vorjahr: TEUR 677), Verwaltungskosten (TEUR 355; Vorjahr: TEUR 594) und Betriebskosten (TEUR 35; Vorjahr: TEUR 34). Unser Betriebsergebnis liegt mit TEUR -887 (Vorjahr: TEUR -725) TEUR unter dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung des neutralen und des Finanzergebnisses reduziert sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung um TEUR 147 auf TEUR -861. Dieser Betrag ist von der Muttergesellschaft, der Lediberg Kalender GmbH, auszugleichen. Sämtliche Einflüsse, die nicht mit dem operativen Geschäftsbetrieb verknüpft sind, wurden bei der Berechnung des Betriebsergebnisses eliminiert und im neutralen Ergebnis zusammengefasst, das sich wie folgt darstellt:
4. Finanzlage Der Finanzmittelfonds, der aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 1.944) besteht, hat sich um TEUR 1.038 reduziert. Setzt man die flüssigen Mittel ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich eine Quote von 14 % (Vorjahr 29%). Ergänzt man die flüssigen Mittel um die kurzfristigen Forderungen und Wertpapiere des Umlaufvermögens und setzt diese in Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich ein Liquiditätsgrad 2 in Höhe von 126 % (Vorjahr 123%). 5. Vermögenslage In der folgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31. Dezember 2018 den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Bilanzposten sind nachfolgend erläutert.
Sowohl die flüssigen Mittel (TEUR 906) als auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 5.785) und auch die übrigen Aktiva (TEUR 104) haben sich reduziert, die Vorräte sind nahezu konstant geblieben (TEUR 1.254). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit unserer Muttergesellschaft, der Lediberg Kalender GmbH, ist das Eigenkapital absolut unverändert; die Eigenkapitalquote liegt durch die gesunkene Bilanzsumme bei 36,3 %. Das Eigenkapital deckt sowohl das Anlagevermögen als auch die Vorräte und einen Teil der Forderungen ab. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten weisen neben den Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen übliche Rückstellungen aus. 6. Risikobericht Das Terminkalendergeschäft, sowohl im B2B (Business to Business) als auch im Fachhandel, steht weiterhin im Wettbewerb zu rechnergestützten Systemen und anderen Alternativen, wie z.B. Smartphones. Marktforschungen haben jedoch ergeben, dass wir mit unseren Produkten auf dem Werbemittelmarkt nach wie vor gut positioniert sind. Elektronische Planungsmedien sind in der haptischen Werbung nicht positioniert, da sie Werbe-Inhalte nicht nachhaltig und kostengünstig transportieren können. Die Werbeartikelbranche signalisiert wieder Optimismus, nachdem sie sich in den letzten Jahren noch mit Verzögerung erholte, sodass auch maßvolle Preiserhöhungen künftig wieder durchsetzbar sind. So ist davon auszugehen, dass das Werbemittelgeschäft wieder anzieht, da die Firmen wieder bereit und in der Lage sind, mehr in die Werbung zu investieren. Nach wie vor sehen wir uns im intensiven Preiskampf mit unseren Mitbewerbern, die sich ebenfalls Produktionsvolumen sichern wollen. Dieser Herausforderung werden wir uns wie in den Vorjahren stellen, um Marktanteile frühzeitig abzusichern und dabei zusätzlich neue Potentiale zu erschließen und Neukunden zu gewinnen. Unsere Notizbuchserie Ivory wird laufend um weitere Produkte ergänzt, um die Kollektion aktuell und attraktiv zu gestalten. Diese Serie wird gut am Markt angenommen. Es handelt sich hier um jahresunabhängige Produkte. Im Notizbuchsektor sind im Gegensatz zum Kalenderbereich noch Wachstumspotentiale vorhanden. Diese Wachstumspotentiale müssen wir nutzen, um in Zukunft am Markt weiter bestehen zu können. Der Wettbewerb tritt nach wie vor sehr aggressiv mit Dumpingpreisen in bestimmten Marktsegmenten auf. Hier werden wir weiterhin, sofern kaufmännisch vertretbar, entsprechend gegensteuern und alternativ mit einem marktgerechten Vollsortiment und entsprechendem Serviceangebot konkurrieren, um uns hier deutlicher von den Angeboten der Billiganbieter abzugrenzen. Die Bereiche Beschaffung, Produktion und Logistik werden in den einzelnen Unternehmen der Lediberg Gruppe weiterhin optimiert, wodurch wir Kostenvorteile sowie eine ständige Verbesserung der Lieferbereitschaft und der Terminzuverlässigkeit für die Auslieferung unserer größtenteils saisonabhängigen Produkte erwarten. Ein Kursrisiko im Exportgeschäft sehen wir für uns nicht, da wir nach wie vor ausschließlich in Euro fakturieren. Das aktuelle Auftragsabwicklungssystem soll kurzfristig, d.h. innerhalb der nächsten zwei Jahre ersetzt werden. Mangelnder Support stellt für uns ein immer größer werdendes Risiko dar. Durch umfangreiche monatliche Controlling- und Reporting-Modalitäten wird weiterhin sichergestellt, dass die Geschäftsführung und die Konzernleitung über eventuell auftretende Risiken regelmäßig und zeitnah informiert werden und somit unmittelbar Gegenmaßnahmen ergreifen können. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, wurde die Zusammenarbeit mit der Auskunftei Creditreform weiter intensiviert, insbesondere im Hinblick auf Risiko-Früherkennung und Einzug überfälliger Forderungen. Beeinträchtigungen auf Lieferantenseite sind nicht zu erkennen, da wir unsere Waren fast ausschließlich von unserer Muttergesellschaft bzw. in geringem Umfang auch von Schwesterunternehmen beziehen. Wichtig ist gerade in diesem Geschäftsfeld, aber auch übergreifend im Werbemittelbereich, immer wieder mit Innovationen und Verbesserungen neue Trends zu setzen und neues Interesse zu wecken. Deshalb verstärken wir deshalb den Bereich Notizbücher. Hier konnten wir schon erfolgreich Neuumsatz generieren. Durch die Kreativität unserer italienischen Muttergesellschaft, in Zusammenarbeit mit unserem hiesigen Produktmanagement, können wir den jeweiligen Marktanforderungen jederzeit sehr gut entsprechen, wobei zusätzlich das besondere Augenmerk auf der hochwertigen Qualität der Produkte liegt. Im Fachhandel sind Qualität, hoher Gebrauchswert, attraktives Design und ein vernünftiges Preisniveau unserer Produkte vorrangige Kaufkriterien für den Endverbraucher. Diesen Kriterien entsprechen wir bereits sehr gut, müssen aber weiter hart an unserer Positionierung arbeiten. Unternehmen, die unsere Produkte als Werbemittel einsetzen, haben eine andere, anspruchsvolle Erwartungshaltung. Sie erwarten ein Produkt, das ansprechend, funktionell, hochwertig und werbewirksam auf das jeweilige Corporate Design abgestimmt ist, um einen dauerhaften Werbeeffekt zu erzielen. Hier erfüllen wir spezielle Kundenwünsche und produzieren Kalender für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche und Nutzer, wie z.B. Management, Handwerk und Büro, etc., wobei Typografie und Information jeweils entsprechend abgestimmt und optimiert werden. Dies setzt sich dann auch erfolgreich in einer Kosten-Nutzen-Rechnung der abnehmenden Unternehmen durch. So sind zwar Organisationsmittel durch Software (Outlook, etc.) oder Smartphones existent, unsere Terminkalender und Notizbücher sind jedoch weiterhin die klaren Favoriten als Werbebotschafter und dies nicht nur im Office-Bereich. Auf unserer wichtigsten Messe, der PSI in Düsseldorf, wird diese Einschätzung nach wie vor durch unsere Kunden bestätigt, sodass der Kalender auch künftig unbestritten seinen festen Platz im Bereich der Werbeträger und Organisationsmittel behalten wird. Grundsätzlich wird die erforderliche Liquidität über das konzerninterne Cash-Pooling durch die Lediberg Kalender GmbH als Mutterunternehmen des deutschen Teilkonzerns bereitgestellt. Die Lediberg Kalender GmbH ist trotz einer Kapitalerhöhung von EUR 3,2 Mio. im Geschäftsjahr 2015 und einer weiteren Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von EUR 10,5 Mio. zum 31.12.2018 überschuldet. Seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die Ergebnissituation bei der Lediberg GmbH von Verlusten geprägt, die von dem unmittelbaren Mutterunternehmen Lediberg Kalender GmbH zu übernehmen waren. Auch im Prognosezeitraum werden aus der operativen Geschäftstätigkeit keine Liquiditätsüberschüsse erwartet. Vor diesem Hintergrund ist die Lediberg GmbH zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf konzerninterne finanzielle Unterstützung von dem obersten Mutterunternehmen, der BOOST S.P.A. angewiesen. Diese hat sich durch Patronatserklärung vom 08.07.2019 verpflichtet die Gesellschaft bis zum 30. Juni 2021 so auszustatten, dass die Lediberg GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Sofern BOOST der Gesellschaft Mittel zum fristgerechten Ausgleich von Verbindlichkeiten zur Verfügung stellt, tritt die Erstattungsforderung im Rang hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurück. Es wurde vereinbart, dass diese nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft solange nicht geltend zu machen sind, sofern deren Befriedigung zu einer Überschuldung im Sinne des § 19 InsO führen würde. Diese Patronatserklärung wurde auch gegenüber der Lediberg Kalender GmbH erklärt, so dass wir die Forderungen gegen unser unmittelbares Mutterunternehmen als werthaltig beurteilen. Vor dem Hintergrund der Patronatserklärung halten wir den Fortbestand der Gesellschaft für überwiegend wahrscheinlich, sehen aber aufgrund der Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der BOOST ein bestandsgefährdendes Risiko. Das bestandsgefährdende Risiko besteht auch, wenn bis zum zeitlichen Ablauf der Patronatserklärung keine Besserung der Ertragssituation trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen eingetreten ist und nicht rechtzeitig eine zeitliche Verlängerung der Laufzeit der Patronatserklärung erreicht werden kann. 7. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2019 Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Lieferperformance der letzten Jahre, insbesondere in 2018, erwarten wir für 2019 Umsatzverluste. Der zum 31.12.2018 eingestellte Vertrieb Lanybook reduziert die Umsatzerlöse in 2019 um ca. TEUR 500. Zur Erhöhung der Marge haben wir in 2019 Preiserhöhungen eingeplant. Mögliche Umsatzverluste nehmen wir zugunsten einer positiven Margenentwicklung in Kauf. Die Personalkosten können wir aufgrund der in 2018 durchgeführten Personalreduzierungen senken, wobei ein Teil dieses positiven Effektes durch reduzierte Serviceleistungen innerhalb der deutschen Gruppe geschmälert wird. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir aufgrund der aktuell vorliegenden Auftragseingänge und zuvor beschriebenen Umstände Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.500 und ein Jahresergebnis, vor Ergebnisabführung, in Höhe von TEUR -500.
Lage, 17. Februar 2020 Alberto Di Rubba Marzio Emiliano Carrara BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Hinweise Der Tätigkeitsbereich der Lediberg GmbH umfasst den Vertrieb sämtlicher von der Firma Lediberg SpA, Bergamo, Italien, hergestellten und auch gehandelten Produkte. Dazu gehören insbesondere Notizbücher, Kalender, Taschenkalender, Bücher und sonstige Papierartikel sowie ein komplettes Verlagsprogramm für den Papeterie- und Buchhandel. Die Lediberg GmbH hat ihren Sitz in Lage und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Registernummer HR B 1592 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 6. "Risikobericht" des Lageberichts. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über 15 bzw. drei Jahre linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 sind im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und mit 20% p. a. und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogener Waren erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 II HGB). Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Forderungsausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % abgebildet. Beim Umlaufvermögen werden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Veränderungen durch Abwertungen berücksichtigt. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen, die gegen Dritte bestehen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr: TEUR 4.660) enthalten. Ebenso sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 43 T€ (Vorjahr: 62 T€) enthalten. Die Laufzeit sämtlicher Forderungen beträgt weniger als ein Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt insgesamt EUR 2.425.000,00. Sonstige Rückstellungen Diese Position enthält Rückstellungen für Gutschriften (TEUR 10), für den Personalbereich (TEUR 41), die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Erstellung von Steuererklärungen (TEUR 102) und ausstehende Rechnungen (TEUR 26). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten, die gegenüber Dritten bestehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen auf Warenlieferungen TEUR 5.092 (Vorjahr: TEUR 5.967). Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Warenlieferungen und Leistungen der Lediberg Sp.zo.o., Warschau, Polen, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 34). Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Haftungsverhältnisse Gem. § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehenden Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Organschaft wird aufgrund ausreichender Liquidität auf Konzernebene als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Pkw abgeschlossen. Infolge dieser Leasingverträge summieren sich die in den Jahren 2018 bis 2022 zu zahlenden Beträge auf TEUR 234. Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für Grundstücke und Gebäude betragen TEUR 526 p.a.. Das kurzfristige Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.678 (davon TEUR 1.678 gegenüber verbundenen Unternehmen). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Fehlanzeige Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 34 (Vorjahr: 41) Mitarbeiter, davon 0 Aushilfen (Vorjahr: 1), die einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Geschäftsführung Maurizio Antonio Castelli, Kaufmann, San Paolo D'Argon, Bergamo, Italien (bis zum 11. Juni 2018) Andre El Rami, Kaufmann, San Paolo D'Argon, Bergamo, Italien (von 18. Dezember 2014 bis zum 11. Juni 2018) Marzio Emiliano Carrara, Kaufmann, San Paolo d'Argon, Bergamo, Italien (seit 11. Juni 2018) Alberto Di Rubba, Kaufmann, San Paolo d'Argon, Bergamo, Italien (seit 11. Juni 2018) Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Bezüge lassen sich eindeutig feststellen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhalten hat. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Lediberg S.p.A., Bergamo, Italien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und auch dort veröffentlicht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Lediberg Kalender GmbH, Lemgo, abgeschlossen. Nachtragsbericht Der Mietvertrag der betrieblich genutzten Immobilie wurde zum Ende des Jahres 2019 gekündigt. Damit wird eine Reduzierung des Mietaufwands angestrebt. Zzt. finden Verhandlungen über verschiedene Lösungsoptionen statt.
Lage, 17. Februar 2020 Marzio Emiliano Carrara Alberto Di Rubba Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Lage, 17. Februar 2020 gez. Alberto Di Rubba gez. Marzio Emiliano Carrara Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.02.2020 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lediberg GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lediberg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lediberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 2 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir weisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt "Risikobericht" ausgeführt, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit von der finanziellen Unterstützung der BOOST S.P.A., Bergamo, Italien, als oberstem Mutterunternehmen des Konzerns abhängt. Wie im Lagebericht dargelegt, deutet diese Gegebenheit auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gütersloh, den 17. Februar 2020 Winkelmann
GmbH
Wilhelm Winkelmann, Wirtschaftsprüfer |
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