Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 1592
Eingetragen
3.10.1989
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnVerlegen von ZeitungenHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Sämtliche von der Firma Lediberg SpA hergestellten wie auch von ihr gehandelten Produkte zu vertreiben, nämlich: Notizbücher, Kalender, Taschenkalender, Bücher und sonstige Papierartikel, und in die folgenden Länder zu liefern: Bundesrepublik Deutschland, Österreich, Schweiz, Holland, Belgien, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lediberg GmbH

Lage (vormals: Lemgo)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Der deutsche Werbeartikelmarkt war 2018 weitestgehend stabil. Dennoch konnte die Druckindustrie in Deutschland und Europa davon kaum profitieren. Nachfrage und Produktionsvolumen haben sich auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Beachtliches Wachstum war nur im Bereich Online-Druckereien und Digitaldruck zu erzielen. Auf dem deutschen Markt ist durch die zugespitzte Wettbewerbssituation, weiterhin die Verdrängung maßgebend. Ein Überangebot an Produktions-Kapazitäten trägt eher zur weiteren Verschärfung der Lage bei. Dieses haben wir auch im europäischen Ausland zu spüren bekommen.

Lediberg GmbH vertreibt hauptsächlich Werbekalender, Kalender, Notizbücher und Accessoires. Wir verstehen uns als Partner des Werbemittelhandels. Wir bewegen uns im mittleren bis gehobenen Preissegment. Unsere Kunden befinden sich größtenteils im Inland, ein kleiner Teil im europäischen Ausland. Aufgrund der unbefriedigenden Umsatzentwicklung haben wir reagiert und in 2018 den Personalbestand entsprechend angepasst. Wir haben uns in 2018 von 7 Mitarbeitern getrennt, die Mitarbeiter sind im Laufe des Jahres ausgeschieden. Weitere drei Mitarbeiter, die im Rahmen der normalen Fluktuation ausgeschieden sind, haben wir nicht ersetzt. Zum 31.12.2018 wurde gruppeneinheitlich der Vertrieb Lanybook eingestellt. Die Muttergesellschaft hat die Zusammenarbeit mit dem Lizenzgeber beendet. In 2018 hat Lediberg GmbH daraus Umsatz in Höhe von ca. TEUR 500 erzielt.

Entgegen der allgemeinen Entwicklung haben sich die Umsätze im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 % reduziert. Das Geschäftsjahr 2018 endete mit einem Umsatzminus von 40,3 % im Export. Auf dem deutschen Markt konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls nicht gehalten werden (-7,8%). Durch unsere Innovationen und Ausbau des Service konnten wir diese Entwicklung nicht gravierend beeinflussen. Es wird deutlich, dass das Kernprodukt Kalender weiter in der Akzeptanz-Diskussion am Markt steht und Notizbücher ein Wachstumssegment darstellen.

Die genannten Gründe stehen neben dem allgemeinen Preisverfall und der Wettbewerbssituation ursächlich für das Nichterreichen unseres realistisch geplanten Umsatzzieles. Die Lagerware haben wir auf Grund der Erfahrungen der vergangenen Jahre zurückhaltend disponiert. Es ist gelungen Restbestände auf Vorjahresniveau zu halten.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Lediberg GmbH wird als zu einem italienischen Konzern gehörende Gesellschaft über Kennzahlen gesteuert. Wesentliche Kennzahlen zur operativen Unternehmenssteuerung sind Umsatz und EBITDA.

3. Ertragslage

In der folgenden Übersicht sind Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Zum Zeitpunkt der finalen Aufstellung des Vorjahresabschlusses war das Geschäftsjahr 2018 bereits abgeschlossen, sodass sich Abweichungen des aktuellen Geschäftsjahres zur Prognoseberichterstattung des Vorjahres nicht ergeben haben. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind nachfolgend erläutert.

2018 2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 12.846 99,8 15.055 103,2 -2.209 -14,7
Bestandsveränderungen 21 0,2 -463 -3,2 484  
Gesamtleistung 12.867 100,0 14.592 100,0 -1.725 -11,8
Materialaufwand 9.984 77,6 11.123 76,2 -1.139 -10,2
Personalaufwand 1.859 14,4 2.011 13,8 -152 -7,6
Abschreibungen 98 0,8 102 0,7 -4 -3,9
Sonstiger Betriebsaufwand            
./. Übrige betriebliche Erträge 1.811 14,1 2.078 14,2 -267 -12,8
Steuern (ohne Ertragsteuern) 2 0,0 3 0,0 -1 -33,3
Betrieblicher aufwand 13.754 106,9 15.317 104,9 -1.563 -10,2
Betriebsergebnis -887 -6,9 -725 -4,9 -162  
Finanzergebnis -12   -33   21  
Neutrales Ergebnis 38   44   -6  
Ergebnis vor Ergebnisabführung -861   -714   -147  
Erträge aus Verlustübernahme -861   -714   -147  
Aufwendungen aus Gewinnabführung 0   0   0  
Jahresergebnis 0   0   0  

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze im Berichtsjahr um TEUR 2.209 oder 14,7 % gesunken. Entgegen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sind die Inlandsumsätze um TEUR 949 gesunken, der Auslandsumsatz hat sich um TEUR 1.328 reduziert, die Erlösschmälerungen (Skonti, Boni) sind um TEUR 68 gesunken. Der Rohertrag, der sich aus der Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand ergibt, ist um 1,4 Prozentpunkte auf 22,4 % gesunken. Die geänderte Zusammensetzung der Umsatzerlöse resultierend aus den Umsatzverlusten im In- und Ausland mit unterschiedlichen Margen zeichnet für diese Entwicklung.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr, resultierend durch einen Personalabbau, der in 2018 auch abgeschlossen wurde, um TEUR 152 gesunken. Dies entspricht einer Reduzierung um 7,6 %.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Vertriebskosten (TEUR 776; Vorjahr: TEUR 828), Raumkosten (TEUR 668; Vorjahr: TEUR 677), Verwaltungskosten (TEUR 355; Vorjahr: TEUR 594) und Betriebskosten (TEUR 35; Vorjahr: TEUR 34).

Unser Betriebsergebnis liegt mit TEUR -887 (Vorjahr: TEUR -725) TEUR unter dem Vorjahr.

Unter Berücksichtigung des neutralen und des Finanzergebnisses reduziert sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung um TEUR 147 auf TEUR -861. Dieser Betrag ist von der Muttergesellschaft, der Lediberg Kalender GmbH, auszugleichen.

Sämtliche Einflüsse, die nicht mit dem operativen Geschäftsbetrieb verknüpft sind, wurden bei der Berechnung des Betriebsergebnisses eliminiert und im neutralen Ergebnis zusammengefasst, das sich wie folgt darstellt:

2018
TEUR
2017
TEUR
Neutrale Erträge    
Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 1 15
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 23
Erträge aus Kursdifferenzen 0 77
Erträge aus Schadenersatz 77 0
  78 115
Neutrale Aufwendungen    
Versicherungsentschäfigung 0 0
Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste 40 71
  40 71
  38 44

4. Finanzlage

Der Finanzmittelfonds, der aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 1.944) besteht, hat sich um TEUR 1.038 reduziert. Setzt man die flüssigen Mittel ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich eine Quote von 14 % (Vorjahr 29%). Ergänzt man die flüssigen Mittel um die kurzfristigen Forderungen und Wertpapiere des Umlaufvermögens und setzt diese in Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich ein Liquiditätsgrad 2 in Höhe von 126 % (Vorjahr 123%).

5. Vermögenslage

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31. Dezember 2018 den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Bilanzposten sind nachfolgend erläutert.

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen            
Anlagevermögen 362 4,0 455 4,6 -93 -20,4
Vorräte 1.254 13,8 1.233 12,4 21 1,7
Kurzfristige Forderungen 6.450 71,1 6.015 60,6 435 7,2
Flüssige Mittel 906 10,0 1.944 19,6 -1.038 -53,4
Übrige Aktiva 104 1,1 277 2,8 -173 -62,5
  9.076 100,0 9.924 100,0 -848 -8,5
Kapital            
Eigenkapital 3.291 36,3 3.291 33,2 0 0,0
kurzfristige Verbindlichkeiten 5.785 63,7 6.633 66,8 -848 -12,8
  9.076 100,0 9.924 100,0 -848 -8,5

Sowohl die flüssigen Mittel (TEUR 906) als auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 5.785) und auch die übrigen Aktiva (TEUR 104) haben sich reduziert, die Vorräte sind nahezu konstant geblieben (TEUR 1.254).

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit unserer Muttergesellschaft, der Lediberg Kalender GmbH, ist das Eigenkapital absolut unverändert; die Eigenkapitalquote liegt durch die gesunkene Bilanzsumme bei 36,3 %. Das Eigenkapital deckt sowohl das Anlagevermögen als auch die Vorräte und einen Teil der Forderungen ab.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten weisen neben den Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen übliche Rückstellungen aus.

6. Risikobericht

Das Terminkalendergeschäft, sowohl im B2B (Business to Business) als auch im Fachhandel, steht weiterhin im Wettbewerb zu rechnergestützten Systemen und anderen Alternativen, wie z.B. Smartphones. Marktforschungen haben jedoch ergeben, dass wir mit unseren Produkten auf dem Werbemittelmarkt nach wie vor gut positioniert sind. Elektronische Planungsmedien sind in der haptischen Werbung nicht positioniert, da sie Werbe-Inhalte nicht nachhaltig und kostengünstig transportieren können.

Die Werbeartikelbranche signalisiert wieder Optimismus, nachdem sie sich in den letzten Jahren noch mit Verzögerung erholte, sodass auch maßvolle Preiserhöhungen künftig wieder durchsetzbar sind. So ist davon auszugehen, dass das Werbemittelgeschäft wieder anzieht, da die Firmen wieder bereit und in der Lage sind, mehr in die Werbung zu investieren.

Nach wie vor sehen wir uns im intensiven Preiskampf mit unseren Mitbewerbern, die sich ebenfalls Produktionsvolumen sichern wollen. Dieser Herausforderung werden wir uns wie in den Vorjahren stellen, um Marktanteile frühzeitig abzusichern und dabei zusätzlich neue Potentiale zu erschließen und Neukunden zu gewinnen.

Unsere Notizbuchserie Ivory wird laufend um weitere Produkte ergänzt, um die Kollektion aktuell und attraktiv zu gestalten. Diese Serie wird gut am Markt angenommen. Es handelt sich hier um jahresunabhängige Produkte. Im Notizbuchsektor sind im Gegensatz zum Kalenderbereich noch Wachstumspotentiale vorhanden. Diese Wachstumspotentiale müssen wir nutzen, um in Zukunft am Markt weiter bestehen zu können.

Der Wettbewerb tritt nach wie vor sehr aggressiv mit Dumpingpreisen in bestimmten Marktsegmenten auf. Hier werden wir weiterhin, sofern kaufmännisch vertretbar, entsprechend gegensteuern und alternativ mit einem marktgerechten Vollsortiment und entsprechendem Serviceangebot konkurrieren, um uns hier deutlicher von den Angeboten der Billiganbieter abzugrenzen.

Die Bereiche Beschaffung, Produktion und Logistik werden in den einzelnen Unternehmen der Lediberg Gruppe weiterhin optimiert, wodurch wir Kostenvorteile sowie eine ständige Verbesserung der Lieferbereitschaft und der Terminzuverlässigkeit für die Auslieferung unserer größtenteils saisonabhängigen Produkte erwarten.

Ein Kursrisiko im Exportgeschäft sehen wir für uns nicht, da wir nach wie vor ausschließlich in Euro fakturieren.

Das aktuelle Auftragsabwicklungssystem soll kurzfristig, d.h. innerhalb der nächsten zwei Jahre ersetzt werden. Mangelnder Support stellt für uns ein immer größer werdendes Risiko dar.

Durch umfangreiche monatliche Controlling- und Reporting-Modalitäten wird weiterhin sichergestellt, dass die Geschäftsführung und die Konzernleitung über eventuell auftretende Risiken regelmäßig und zeitnah informiert werden und somit unmittelbar Gegenmaßnahmen ergreifen können.

Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, wurde die Zusammenarbeit mit der Auskunftei Creditreform weiter intensiviert, insbesondere im Hinblick auf Risiko-Früherkennung und Einzug überfälliger Forderungen. Beeinträchtigungen auf Lieferantenseite sind nicht zu erkennen, da wir unsere Waren fast ausschließlich von unserer Muttergesellschaft bzw. in geringem Umfang auch von Schwesterunternehmen beziehen.

Wichtig ist gerade in diesem Geschäftsfeld, aber auch übergreifend im Werbemittelbereich, immer wieder mit Innovationen und Verbesserungen neue Trends zu setzen und neues Interesse zu wecken. Deshalb verstärken wir deshalb den Bereich Notizbücher. Hier konnten wir schon erfolgreich Neuumsatz generieren.

Durch die Kreativität unserer italienischen Muttergesellschaft, in Zusammenarbeit mit unserem hiesigen Produktmanagement, können wir den jeweiligen Marktanforderungen jederzeit sehr gut entsprechen, wobei zusätzlich das besondere Augenmerk auf der hochwertigen Qualität der Produkte liegt.

Im Fachhandel sind Qualität, hoher Gebrauchswert, attraktives Design und ein vernünftiges Preisniveau unserer Produkte vorrangige Kaufkriterien für den Endverbraucher. Diesen Kriterien entsprechen wir bereits sehr gut, müssen aber weiter hart an unserer Positionierung arbeiten.

Unternehmen, die unsere Produkte als Werbemittel einsetzen, haben eine andere, anspruchsvolle Erwartungshaltung. Sie erwarten ein Produkt, das ansprechend, funktionell, hochwertig und werbewirksam auf das jeweilige Corporate Design abgestimmt ist, um einen dauerhaften Werbeeffekt zu erzielen. Hier erfüllen wir spezielle Kundenwünsche und produzieren Kalender für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche und Nutzer, wie z.B. Management, Handwerk und Büro, etc., wobei Typografie und Information jeweils entsprechend abgestimmt und optimiert werden. Dies setzt sich dann auch erfolgreich in einer Kosten-Nutzen-Rechnung der abnehmenden Unternehmen durch. So sind zwar Organisationsmittel durch Software (Outlook, etc.) oder Smartphones existent, unsere Terminkalender und Notizbücher sind jedoch weiterhin die klaren Favoriten als Werbebotschafter und dies nicht nur im Office-Bereich.

Auf unserer wichtigsten Messe, der PSI in Düsseldorf, wird diese Einschätzung nach wie vor durch unsere Kunden bestätigt, sodass der Kalender auch künftig unbestritten seinen festen Platz im Bereich der Werbeträger und Organisationsmittel behalten wird.

Grundsätzlich wird die erforderliche Liquidität über das konzerninterne Cash-Pooling durch die Lediberg Kalender GmbH als Mutterunternehmen des deutschen Teilkonzerns bereitgestellt. Die Lediberg Kalender GmbH ist trotz einer Kapitalerhöhung von EUR 3,2 Mio. im Geschäftsjahr 2015 und einer weiteren Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von EUR 10,5 Mio. zum 31.12.2018 überschuldet.

Seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die Ergebnissituation bei der Lediberg GmbH von Verlusten geprägt, die von dem unmittelbaren Mutterunternehmen Lediberg Kalender GmbH zu übernehmen waren. Auch im Prognosezeitraum werden aus der operativen Geschäftstätigkeit keine Liquiditätsüberschüsse erwartet. Vor diesem Hintergrund ist die Lediberg GmbH zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf konzerninterne finanzielle Unterstützung von dem obersten Mutterunternehmen, der BOOST S.P.A. angewiesen.

Diese hat sich durch Patronatserklärung vom 08.07.2019 verpflichtet die Gesellschaft bis zum 30. Juni 2021 so auszustatten, dass die Lediberg GmbH jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen. Sofern BOOST der Gesellschaft Mittel zum fristgerechten Ausgleich von Verbindlichkeiten zur Verfügung stellt, tritt die Erstattungsforderung im Rang hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurück. Es wurde vereinbart, dass diese nachrangigen Ansprüche gegenüber der Gesellschaft solange nicht geltend zu machen sind, sofern deren Befriedigung zu einer Überschuldung im Sinne des § 19 InsO führen würde. Diese Patronatserklärung wurde auch gegenüber der Lediberg Kalender GmbH erklärt, so dass wir die Forderungen gegen unser unmittelbares Mutterunternehmen als werthaltig beurteilen. Vor dem Hintergrund der Patronatserklärung halten wir den Fortbestand der Gesellschaft für überwiegend wahrscheinlich, sehen aber aufgrund der Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung der BOOST ein bestandsgefährdendes Risiko. Das bestandsgefährdende Risiko besteht auch, wenn bis zum zeitlichen Ablauf der Patronatserklärung keine Besserung der Ertragssituation trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen eingetreten ist und nicht rechtzeitig eine zeitliche Verlängerung der Laufzeit der Patronatserklärung erreicht werden kann.

7. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2019

Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Lieferperformance der letzten Jahre, insbesondere in 2018, erwarten wir für 2019 Umsatzverluste. Der zum 31.12.2018 eingestellte Vertrieb Lanybook reduziert die Umsatzerlöse in 2019 um ca. TEUR 500. Zur Erhöhung der Marge haben wir in 2019 Preiserhöhungen eingeplant. Mögliche Umsatzverluste nehmen wir zugunsten einer positiven Margenentwicklung in Kauf. Die Personalkosten können wir aufgrund der in 2018 durchgeführten Personalreduzierungen senken, wobei ein Teil dieses positiven Effektes durch reduzierte Serviceleistungen innerhalb der deutschen Gruppe geschmälert wird.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir aufgrund der aktuell vorliegenden Auftragseingänge und zuvor beschriebenen Umstände Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.500 und ein Jahresergebnis, vor Ergebnisabführung, in Höhe von TEUR -500.

 

Lage, 17. Februar 2020

Alberto Di Rubba

Marzio Emiliano Carrara

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 362.424,22 455.320,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 250,00 7.218,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 249,00 7.217,50
II. Sachanlagen 362.174,22 416.002,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 264.303,50 283.449,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.870,72 132.552,72
III. Finanzanlagen 0,00 32.100,00
1. sonstige Finanzanlagen 0,00 32.100,00
B. Umlaufvermögen 8.632.080,25 9.383.167,80
I. Vorräte 1.254.158,77 1.232.992,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.472.180,20 6.033.034,62
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.256.336,54 4.744.239,89
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.215.843,66 1.288.794,73
III. Wertpapiere 0,00 173.037,91
1. sonstige Wertpapiere 0,00 173.037,91
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 905.741,28 1.944.103,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.914,65 85.728,67
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.076.419,12 9.924.217,19

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 3.291.381,53 3.291.381,53
I. gezeichnetes Kapital 2.425.000,00 2.425.000,00
II. Gewinnrücklagen 775.000,00 775.000,00
III. Gewinnvortrag 91.381,53 91.381,53
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 178.800,00 145.300,00
C. Verbindlichkeiten 5.606.237,59 6.487.535,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.092.230,62 5.967.100,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 34.222,35
3. sonstige Verbindlichkeiten 514.006,97 486.212,91
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.076.419,12 9.924.217,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 12.846.043,27 15.055.233,60
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 21.166,60 -462.807,48
3. sonstige betriebliche Erträge 101.205,29 168.946,35
4. Materialaufwand 9.983.777,79 11.122.864,56
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.926.729,48 11.064.858,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.048,31 58.006,50
5. Personalaufwand 1.859.464,27 2.011.648,80
a) Löhne und Gehälter 1.577.508,62 1.675.346,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 281.955,65 336.301,90
davon für Altersversorgung 8.906,95 8.986,59
6. Abschreibungen 97.851,06 101.664,78
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 97.851,06 101.664,78
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.874.263,98 2.203.140,52
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.423,36 47.935,14
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.631,02 81.490,83
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4,67 4,69
11. Ergebnis nach Steuern -859.154,27 -711.506,57
12. sonstige Steuern 2.254,33 2.576,65
13. Erträge aus Verlustübernahme 861.408,60 714.083,22
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Hinweise

Der Tätigkeitsbereich der Lediberg GmbH umfasst den Vertrieb sämtlicher von der Firma Lediberg SpA, Bergamo, Italien, hergestellten und auch gehandelten Produkte.

Dazu gehören insbesondere Notizbücher, Kalender, Taschenkalender, Bücher und sonstige Papierartikel sowie ein komplettes Verlagsprogramm für den Papeterie- und Buchhandel.

Die Lediberg GmbH hat ihren Sitz in Lage und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Registernummer HR B 1592 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 6. "Risikobericht" des Lageberichts.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über 15 bzw. drei Jahre linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Bei Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00 sind im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einem Sammelposten zusammengefasst und mit 20% p. a. und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogener Waren erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 II HGB).

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Forderungsausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % abgebildet.

Beim Umlaufvermögen werden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Veränderungen durch Abwertungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen, die gegen Dritte bestehen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr: TEUR 4.660) enthalten. Ebenso sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 43 T€ (Vorjahr: 62 T€) enthalten.

Die Laufzeit sämtlicher Forderungen beträgt weniger als ein Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt insgesamt EUR 2.425.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Diese Position enthält Rückstellungen für Gutschriften (TEUR 10), für den Personalbereich (TEUR 41), die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Erstellung von Steuererklärungen (TEUR 102) und ausstehende Rechnungen (TEUR 26).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten, die gegenüber Dritten bestehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen auf Warenlieferungen TEUR 5.092 (Vorjahr: TEUR 5.967).

Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Warenlieferungen und Leistungen der Lediberg Sp.zo.o., Warschau, Polen, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 34).

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2018 31.12.2017
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr Gesamt
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 345 0 0 345 313 313
2. Verbindlichkleiten gegnüber verbundenen Unternehmen 5.092 0 0 5.092 5.967 5.967
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 34 34
3. Sonstige Verbindlichkeiten 168 1 0 169 172 173
- davon aus Steuern 37 0 0 37 21 21
- davon aus sozialer Sicherheit 0 1 0 1 2 2

Haftungsverhältnisse

Gem. § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehenden Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Organschaft wird aufgrund ausreichender Liquidität auf Konzernebene als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Pkw abgeschlossen. Infolge dieser Leasingverträge summieren sich die in den Jahren 2018 bis 2022 zu zahlenden Beträge auf TEUR 234.

Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für Grundstücke und Gebäude betragen TEUR 526 p.a..

Das kurzfristige Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.678 (davon TEUR 1.678 gegenüber verbundenen Unternehmen).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Fehlanzeige

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 34 (Vorjahr: 41) Mitarbeiter, davon 0 Aushilfen (Vorjahr: 1), die einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag erhalten.

Geschäftsführung

Maurizio Antonio Castelli, Kaufmann, San Paolo D'Argon, Bergamo, Italien (bis zum 11. Juni 2018)

Andre El Rami, Kaufmann, San Paolo D'Argon, Bergamo, Italien (von 18. Dezember 2014 bis zum 11. Juni 2018)

Marzio Emiliano Carrara, Kaufmann, San Paolo d'Argon, Bergamo, Italien (seit 11. Juni 2018)

Alberto Di Rubba, Kaufmann, San Paolo d'Argon, Bergamo, Italien (seit 11. Juni 2018)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Bezüge lassen sich eindeutig feststellen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhalten hat.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Lediberg S.p.A., Bergamo, Italien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und auch dort veröffentlicht.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2003 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Lediberg Kalender GmbH, Lemgo, abgeschlossen.

Nachtragsbericht

Der Mietvertrag der betrieblich genutzten Immobilie wurde zum Ende des Jahres 2019 gekündigt. Damit wird eine Reduzierung des Mietaufwands angestrebt. Zzt. finden Verhandlungen über verschiedene Lösungsoptionen statt.

 

Lage, 17. Februar 2020

Marzio Emiliano Carrara

Alberto Di Rubba

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.512.170,73 0,00 0,00 2.512.170,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 583.277,56 0,00 0,00 583.277,56
  3.095.448,29 0,00 0,00 3.095.448,29
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.500.497,21 34.505,00 0,00 1.535.002,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.125.596,03 2.549,56 0,00 1.128.145,59
  2.626.093,24 37.054,56 0,00 2.663.147,80
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 32.100,00 562,75 32.662,75 0,00
  32.100,00 562,75 32.662,75 0,00
  5.753.641,53 37.617,31 32.662,75 5.758.596,09
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.504.953,23 6.968,50 0,00 2.511.921,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 583.276,56 0,00 0,00 583.276,56
  3.088.229,79 6.968,50 0,00 3.095.198,29
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.217.047,71 53.651,00 0,00 1.270.698,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 993.043,31 37.231,56 0,00 1.030.274,87
  2.210.091,02 90.882,56 0,00 2.300.973,58
III. Finanzanlagen        
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  5.298.320,81 97.851,06 0,00 5.396.171,87
Buchwert
31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 249,00 7
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
  250,00 7
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 264.303,50 283
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.870,72 133
  0,00 0
  362.174,22 416
III. Finanzanlagen    
Sonstige Ausleihungen 0,00 32
  0,00 32
  362.424,22 455

sonstige Berichtsbestandteile

 

Lage, 17. Februar 2020

gez. Alberto Di Rubba

gez. Marzio Emiliano Carrara

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.02.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lediberg GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lediberg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lediberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 2 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir weisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt "Risikobericht" ausgeführt, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit von der finanziellen Unterstützung der BOOST S.P.A., Bergamo, Italien, als oberstem Mutterunternehmen des Konzerns abhängt. Wie im Lagebericht dargelegt, deutet diese Gegebenheit auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gütersloh, den 17. Februar 2020

Winkelmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wilhelm Winkelmann, Wirtschaftsprüfer

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