Roland Berger Holding GmbH & Co. KGaA
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Alexander Ditsche seit 7.10.2025 | Geschäftsführer |
Benedikt Rickmers seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Alexander Müller seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Yvonne Ruf seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Christof Huth seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Julia Herzog seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Norbert Dreßler seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Felix Hubmann seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Oliver Knapp seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Marcus Berret seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Kathrin Kammer seit 26.5.2023 | Geschäftsführer |
Torsten Dieter Henzelmann seit 2.11.2017 | Geschäftsführer |
Matthias Georg Rückriegel seit 13.7.2016 | Prokura |
Per Breuer seit 10.3.2015 | Prokura |
Stefan Georg Schaible seit 5.11.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Roland Berger Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Roland Berger Holding GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Roland Berger Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Roland Berger Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31. März 2022 Grant
Thornton AG
Carsten Carstens, Wirtschaftsprüfer Willi Viefers, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Grundlagen Die Roland Berger-Gruppe und ihre Tochtergesellschaften sind spezialisiert auf die Erbringung von kundenspezifischen Beratungsdienstleistungen. Das Mutterunternehmen Roland Berger Holding GmbH (RBH) hat seinen Sitz in München, Deutschland, und ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 161531 eingetragen. Der Konzernabschluss der Roland Berger-Gruppe wurde gemäß den Regelungen der §§ 290 ff. HGB sowie unter Beachtung der DRS zum 31. Dezember 2021 aufgestellt. Auf die Angabe einer steuerlichen Überleitungsrechnung nach DRS 18 Tz. 67 wurde verzichtet, da diese über die gesetzlichen Abgabepflichten des Handelsrechtsgesetzes hinausgehen und von untergeordneter Bedeutung sind. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in TEUR. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 werden neben der RBH sieben (i. Vj. sechs) inländische und 35 (i. Vj. 33) ausländische Unternehmen einbezogen, bei denen die RBH über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Folgende Tochtergesellschaften werden vollkonsolidiert:
Folgende in- und ausländische Gesellschaften sind wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Auf eine weitergehende Angabe im Anhang wurde gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB verzichtet:
Obwohl die RBH an der Roland Berger Company Ltd., Bangkok/Thailand, nur mit 49,00 % (unmittelbar 48,995% und 0,005% mittelbar) beteiligt ist, stellt auch diese Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen dar. Der Mehrheitsgesellschafter verfügt lediglich über Vorzugsanteile, die nur zu einem Zehntel der Stimmrechte je Anteil berechtigen. Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 erstmals konsolidiert. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Kapital wurden als nicht beherrschende Anteile in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Umsätze sowie andere konzerninterne Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert. Für die einbezogenen Konzernunternehmen bestehen einheitliche Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsrichtlinien für die Bilanzierung. Bei Abweichungen von den einheitlichen Gliederungs- oder Bewertungsvorschriften wurden entsprechende Umgliederungen und Umbewertungen vorgenommen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Neubewertungsmethode wurde auch bei der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen angewandt, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger BilMoG-Anwendung erworben wurden. Sich hieraus ergebende positive Unterschiedsbeträge nach der Verrechnung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen mit dem Eigenkapital werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag würde als gesonderter Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung über das entsprechende Unternehmen. Grundlagen der Währungsumrechnung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Da es sich bei den ausländischen Tochtergesellschaften um selbstständig operierende Unternehmen handelt, gilt als funktionale Währung die jeweilige Landeswährung. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit den historischen Umrechnungskursen angesetzt, die Bilanz mit dem Stichtags-Mittelkurs sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahres-Durchschnittskurs. Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen resultieren, sind erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem "Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung" abgebildet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis gemäß den gesetzlichen Bestimmungen. Als Nutzungsdauer werden in der Regel zwei bis zehn Jahre zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit notwendig, vorgenommen. Unter der Position "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" wurde das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu aktivieren. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern die Gründe für den niedrigeren Wertansatz in späteren Geschäftsjahren nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Waren beinhalten Büromaterial und werden mit einem Festwert angesetzt. Die in Arbeit befindlichen Projekte werden entsprechend § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd aus den kalkulatorischen Werten der Projektabrechnungen. Dabei werden die insgesamt erbrachten Leistungen (bewertet zu Absatzpreisen einschließlich Nebenkosten) um die darin enthaltenen Vertriebskosten, anteilige Verwaltungskosten und einen Gewinnaufschlag bereinigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen. Sofern der erwartete Verlust die angefallenen Herstellungskosten übersteigt, wird in Höhe des übersteigenden Betrags eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Forderungen aus Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf die Forderungen aus Leistungen wird eine pauschale Wertberichtigung von 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) p. a. zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos gebildet. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nennwerten bewertet. In den Guthaben bei Kreditinstituten enthaltene Guthaben in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert bewertet. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Die Ermittlung erfolgt dabei auf Basis zeitlicher Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Passive latente Steuern für zukünftige Steuerbelastungen werden gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden, soweit wie möglich, verrechnet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist gesondert unter den Aktiva als Posten E. in der Konzernbilanz ausgewiesen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat historische Ursachen: Durch eine im Geschäftsjahr 2006 erfolgte Restrukturierung in der Roland Berger Gruppe entstand seinerzeit im Konzernabschluss ein Goodwill von EUR 209,4m. Dieser wurde in den folgenden acht Jahren im Konzern erfolgswirksam abgeschrieben. Aus diesem buchhalterischen Effekt ergibt sich noch heute im Konzern ein Verlustvortrag. Im Einzelabschluss der Roland Berger Holding GmbH wurde dieser Betrag dem Beteiligungsbuchwert der Roland Berger GmbH zugeordnet. Der Beteiligungsbuchwert wird jährlich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung auf seine Werthaltigkeit überprüft. Hieraus ergab sich auch im Geschäftsjahr 2021 kein Abwertungsbedarf. Passiva Das Genussrechtskapital wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und erfüllt die Voraussetzungen für eine Qualifizierung als Eigenkapital. Soweit Auszahlungen im Folgejahr fällig sind erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen direkte vertragliche Versorgungsansprüche, Zusagen gemäß dem Deferred-Compensation-Programm und den Erfüllungsrückstand aus dem FlexLife-Modell nach Verrechnung mit dem den einzelnen Anspruchsberechtigten zuzuordnenden Deckungsvermögen für Deferred-Compensation und FlexLife. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsansprüche in Deutschland sind gemäß § 253 HGB unter Annahme eines Rententrends von 1,75 % (i. Vj. 1,50 %) p. a. gebildet. Sie wurden unter Verwendung der im Oktober 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Bewertung wurde ein Durchschnittszinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre zugrunde gelegt. Der sich aus der Bewertung der Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen ergebende Unterschiedsbetrag wird unter 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz angegeben. Die aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes resultierende Erfolgswirkung in Höhe von TEUR 1.915 (i. Vj. TEUR 1.273) wird It. Ausweiswahlrecht nach IDW RS HFA 30, Rn. 87 im Geschäftsjahr 2021 im Finanzergebnis gezeigt. Als Bewertungsverfahren für die Pensionsrückstellungen für Versorgungsansprüche in Deutschland wurde die Projected Unit Credit Method verwendet. Der aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultierende Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen wurde zu einem Fünfzehntel im Geschäftsjahr zugeführt. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland aus Deferred-Compensation wurden auch die im Oktober 2018 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen. Analog der Vorgehensweise zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde mit 1,87 % (i.Vj. 2,3 %) p. a. der Durchschnittszinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren für eine Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Als Bewertungsverfahren für die Pensionsverpflichtungen aus Deferred-Compensation wurde ebenfalls die Projected Unit Credit Method verwendet. Für diese Rückstellung hält die Gesellschaft Deckungsvermögen in Form von Investmentanteilen. Die Bewertung der Anteile erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Wert. Da die Rückstellung neben einer garantierten Mindestverzinsung eine zusätzliche Leistung vorsieht, deren Höhe sich nach dem Wert dieser Wertpapiere richtet, wird die Rückstellungsbewertung entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB für wertpapiergebundene Pensionszusagen vorgenommen. Die Rückstellung wird demnach zum beizulegenden Wert der zugehörigen Wertpapiere angesetzt, soweit der beizulegende Wert den garantierten Mindestbetrag übersteigt. Da es sich bei diesen Wertpapieren um Deckungsvermögen handelt, werden die Wertpapiere mit der gebildeten Rückstellung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert in der GuV-Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Für Mitarbeiter der Roland Berger-Gruppe bestehen in Deutschland Verpflichtungen aus dem flexiblen Lebensarbeitszeitmodell (FlexLife). Das Modell ermöglichte den Mitarbeitern, Bestandteile ihres Gehalts (Tantieme) in ein persönliches Arbeitszeitkonto einzubringen. Seit dem Geschäftsjahr 2011 wurden keine neuen Zusagen für dieses Altersversorgungsmodell erteilt. Die Bilanzierung erfolgt nach den Vorschriften für wertpapiergebundene Versorgungszusagen. Demzufolge sind die Rückstellungen zum beizulegenden Wert der Wertpapiere angesetzt. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und in der GuV-Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Die Wertpapiere stellen Deckungsvermögen dar, sodass eine vollständige Verrechnung mit der zugehörigen Rückstellung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert bewertet. 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Umlaufvermögen Die Vorräte betreffen in Arbeit befindliche Projekte sowie Waren. Die Forderungen aus Leistungen beinhalten Posten mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 205). Sonstige Vermögensgegenstände beinhalten Posten mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 5.518 (i. Vj. TEUR 4.650). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von Steuersätzen zwischen 9,00 % und 34,59 % (i. Vj. 9,00 % und 34,59 %). Im Jahr 2021 ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern. Im Einzelnen setzt sich der aktive latente Steuerüberhang wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Verlustvorträge, auf denen die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 742 (i.Vj. TEUR 362) beruhen, innerhalb der nächsten fünf Jahre in voller Höhe mit steuerpflichtigen Gewinnen verrechnet werden können. Latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen entwickeln sich wie folgt:
Passiva Eigenkapital Hinsichtlich der Zusammensetzung des Eigenkapitals sei auf den "Konzerneigenkapitalspiegel" verwiesen. Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels erfolgt gemäß des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nummer 22 "Konzerneigenkapital". Damit soll dem Adressaten ein übersichtliches Bild der Eigenkapitalveränderung der Geschäftsjahre gegeben werden. Die RBH hat im Geschäftsjahr 2021 den Jahresüberschuss 2020 von in Höhe von TEUR 24.755 gemäß Gesellschafterbeschluss wie folgt verwendet: TEUR 6.300 wurden als Dividende ausgeschüttet und der Restbetrag von TEUR 18.455 in die freien Gewinnrücklagen eingestellt. Eigene Anteile Es werden 73 (i. Vj. 108) eigene Anteile mit einem Nennbetrag von TEUR 185 (i. Vj. TEUR 208) gehalten. Genussrechtskapital Das Genussrechtskapital wurde im Jahr 2021 entsprechend der am 22. Juli 2020 geschlossenen Ergänzungsvereinbarung komplett zurückgeführt. Die Ausschüttungsrechte 2021 wurden abgerechnet und der verbliebene Restbetrag im Januar 2022 in Höhe von TEUR 17 beglichen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine weiteren Genussrechte der Gesellschaft ausgegeben. Rückstellungen Die Zuführung zu Pensionsrückstellungen für Versorgungsansprüche in Deutschland aufgrund der Anpassung an das BilMoG wird entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von TEUR 144 (i. Vj. TEUR 144) zugeführt und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt TEUR 433 (i.Vj. TEUR 577). Der Wert der Verpflichtungen in Deutschland gemäß § 253 HGB beläuft sich bei Ansatz eines zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,87 %) zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 insgesamt auf TEUR 20.875. Bei Ansatz eines siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,35 %) beläuft sich der Wert der Verpflichtungen auf TEUR 22.881. Somit ergibt sich zum 31. Dezember 2021 ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 2.006 (i. Vj. TEUR 2.535). Aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultiert ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.910 (i. Vj. TEUR 1.246), der Bestandteil des GuV-Postens Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist. Die Anteile an Vorsorge-Fonds, die zur Sicherung der eingegangenen Versorgungsverpflichtungen aus dem flexiblen Lebensarbeitszeitmodell FlexLife, für Deferred-Compensation-Vereinbarungen und für sonstige Pensionsverpflichtungen erworben wurden, stellen Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dar und wurden mit den jeweiligen Verpflichtungen saldiert Die Anteile wurden gegenüber den Versorgungsberechtigten verpfändet Die Bewertung der Anteile erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Wert Die Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Wertpapiere betrugen zum 1. Januar 2021 TEUR 5.051 (Deferred-Compensation TEUR 868, FlexLife TEUR 282, sonstige Pensionsrückstellungen TEUR 3.901). Die Anschaffungskosten der im Bestand befindlichen Wertpapiere betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 5.488 (Deferred-Compensation TEUR 935, FlexLife TEUR 296, sonstige Pensionsrückstellungen TEUR 4.257). Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere betrug zum 1. Januar 2021 TEUR 6.194 (Deferred-Compensation TEUR 1.114; FlexLife TEUR 1.179; sonstige Pensionsrückstellungen TEUR 3.901). Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 6.820 (Deferred-Compensation TEUR 1.200; FlexLife TEUR 1.363; sonstige Pensionsrückstellungen TEUR 4.257). Die Erfüllungsbeträge zum 31. Dezember 2021 der entsprechenden Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.274 für Deferred-Compensation- Verpflichtungen, TEUR 1.363 für FlexLife sowie TEUR 4.257 für sonstige Pensionsrückstellungen. Die saldierten Aufwendungen und Erträge aus FlexLife betragen TEUR 246 (i. Vj. TEUR 31). Hinsichtlich der Verpflichtungen aus Deferred-Compensation betragen die saldierten Aufwendungen TEUR 41 (i. Vj. TEUR 53) und die saldierten Erträge TEUR 86 (i. Vj. TEUR 43). Der Wert der Verpflichtungen für Deferred-Compensation-Verpflichtungen in Deutschland gemäß § 253 HGB beläuft sich bei Ansatz eines zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,87 %) zum 31. Dezember 2021 insgesamt auf TEUR 1.216. Bei Ansatz eines siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes (1,35 %) beläuft sich der Wert der Verpflichtungen auf TEUR 1.228. Somit ergibt sich zum 31. Dezember 2021 ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 24). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 173.502 (i.Vj. TEUR 150.438) betreffen hauptsächlich personalbezogene Rückstellungen für Boni TEUR 114.994 (i. Vj. TEUR 94.229), Leerstand von Büroräumen in Höhe von TEUR 11.156 (i. Vj. TEUR 13.367), ausstehenden Urlaub und 13. Monatsgehalt in Höhe von TEUR 12.539 (i. Vj. TEUR 10.258) sowie Abfindungen inkl. Rechtstreitigkeiten TEUR 11.103 (i. Vj. TEUR 10.452). Des Weiteren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 7.181 (i.Vj. TEUR 6.969) und für Restrukturierungsmaßnahmen TEUR 1.809 (i. Vj. TEUR 3.177). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital gegenüber Gesellschaftern und ehemaligen Gesellschaftern bestehen im laufenden Geschäftsjahr nicht (i. Vj. TEUR 100). Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
5. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufteilung der Umsatzerlöse Die Konzernumsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Tabelle nach Sitz des Kunden Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Kursgewinnen TEUR 4.982 (i. Vj. TEUR 7.020). In Summe bestehen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 19.446 im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Risikovorsorgen auf Forderungen (i. Vj. TEUR 10.447). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Kursverluste in Höhe von TEUR 5.977 (i. Vj. TEUR 8.308). Im Geschäftsjahr 2021 beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zudem periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 273 im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Forderungen (i. Vj. TEUR 965). Die Zinserträge umfassen keine Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (i.Vj. TEUR 0). In den Zinsaufwendungen sind neben den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.910 (i Vj. TEUR 1.692) Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 141 (i. Vj. TEUR 7) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis nach Steuern um TEUR 24.175 (i.Vj. TEUR 12.725) vermindert. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, aus dem zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEUR 44.488 einen Betrag von TEUR 6.100 auszuschütten und TEUR 38.388 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. 6. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Globale Unsicherheiten haben zugenommen. COVID-19 und die der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 haben teilweise dramatische Auswirkungen auf Regionen und Kundenbranchen. Die Roland-Berger-Gruppe analysiert gerade die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf sein Geschäftsmodell und seine bilanziellen Folgen. Wesentliche Risikofaktoren für die Gesamtleistung und das Ergebnis haben sich aus diesen Analysen bisher nicht ergeben. Finanzmittelfond Der Finanzmittelfonds setzt wie folgt zusammen:
Bewertungseinheiten Bewertungseinheiten werden gebildet, sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Sonstige Devisentermingeschäfte Genussrecht Die in den Vorjahren abgeschlossenen Absicherungen des Zinsänderungsrisikos wurden im Dezember 2021 vorzeitig aufgelöst. Fremdfinanzierung Die im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geschlossenen Verträge zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos wurden im Dezember 2021 vor Ende der vereinbarten Laufzeit gekündigt. Sonstige Devisentermingeschäfte Die RBH hat per Ende Dezember 2021 Devisentermingeschäfte zur Sicherung von Fremdwährungsrisiken geschlossen. Diese betreffen Forderungen und Verbindlichkeiten der RBH gegen verschiedene verbundene Unternehmen. Der Marktwert offener Devisentermingeschäfte berechnet sich aus den aktuellen Referenzkursen zum Bilanzstichtag. Im Einzelnen wurden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften abgesichert.
Mit den zugrunde liegenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurde eine Bewertungseinheit gebildet, da die Parameter übereinstimmen (Critical Term Match-Methode). Eine bilanzielle Abbildung von negativen Marktwerten ist bei der RBH somit nicht erforderlich. Anzahl der Beschäftigten Im Jahresdurchschnitt sind beschäftigt:
Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betreffen selbstschuldnerische Bürgschaften für Gesellschafter der RBH in Höhe von TEUR 47 (i. Vj. TEUR 107). Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs keine Anhaltspunkte vorliegen, die darauf hinweisen, dass die von den Haftungsverhältnissen Begünstigten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage nicht in der Lage sind ihre Verpflichtungen aus eigener Kraft zu erfüllen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich im Berichtsjahr insgesamt auf TEUR 113.053 (i. Vj. TEUR 97.513). Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die finanziellen Verpflichtungen aus Rückkäufen eigener Anteile betragen für das Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich TEUR 4.874 (i. Vj. TEUR 5.901). Aus Sicht der Geschäftsleitung stellen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden Geschäftsjahre keine wesentlichen finanziellen Risiken dar. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen fallen im Rahmen des üblichen Geschäftsverlaufes an. Die Verpflichtungen aus Miet-und Leasinggeschäften dienen, im Vergleich zur alternativen Investition, zur Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft. Weiterhin bestehen bedingte Verbindlichkeiten gegenüber aktuellen sowie ehemaligen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.664 (i. Vj. TEUR 2.664). Die Bedingungen sind zum 31. Dezember 2021 noch nicht eingetreten. Bezüglich der bedingten Verbindlichkeiten wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht unter "III. Chancen- und Risikobericht" verwiesen. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2021 waren die folgenden Geschäftsführer bestellt:
Im Geschäftsjahr 2021 sind folgende Aufsichtsräte bestellt:
Gesamtbezüge der Organmitglieder Die Gesellschaft nimmt hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen für Mitglieder der Geschäftsführungsorgane (§ 285 Nr. 9b Satz 1 HGB) sowie für die Gesamtbezüge an frühere Organmitglieder die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Offenlegung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Eine Veröffentlichung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Roland Berger Holding GmbH, München, erfolgte bis einschließlich 2021. Die Roland Berger GmbH, München, hat für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 von der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Bezug auf die Offenlegung Gebrauch gemacht.
München, den 31. März 2022 Stefan Schaible Marcus Berret Denis Depoux
1 Mitglied des Audit Committee
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Konzerns Jedes Unternehmen wird von einer Idee angetrieben. Die von Roland Berger ist, dass die Welt die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen bewältigen muss, um nachhaltiges Wachstum zu sichern, anstatt auf Kosten künftiger Generationen kurzsichtige finanzielle Interessen zu verfolgen. Wir glauben, dass Fortschritt und Innovation nachhaltigen Wandel schaffen können und müssen. Wir sind überzeugt, dass wir für die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Zeit Verantwortung übernehmen müssen. Wir sichern Wachstum und robuste, profitable Geschäfte, indem wir Perspektiven für die Zukunft eröffnen. Roland Berger wurde 1967 mit einem weltoffenen Ethos gegründet. Aus unseren europäischen Wurzeln ist eine Vision der Unabhängigkeit gewachsen, die von Diversität, Inklusivität und Offenheit geprägt ist. Heute haben wir über 50 Büros mit über 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen wichtigen Märkten. Roland Berger ist im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnerinnen und Partnern; ein Unternehmen, das vielseitigen, unterschiedlichen Menschen gehört und in dem eine große Bandbreite unterschiedlicher Gedanken und Perspektiven ein Zuhause findet. Die führende Rolle der Roland Berger-Gruppe wird durch unsere Positionierung in diversen Rankings unterstrichen. Im Consulting-Ranking der "International Data Corporation" ("IDC") wird Roland Berger sowohl in der weltweiten als auch in der regionalen Bewertung (Americas, APAC Europe) als "Major Player" eingestuft Im Ranking der "Financial Times" sind wir in 2 Bereichen als führender Anbieter in Großbritannien vertreten. In den USA zählt "Forbes" Roland Berger zu den führenden Managementberatungen in einer Kategorie. "Source Global Research" ("SGR") sieht Roland Berger darüber hinaus unter den Top-10 aller Beratungen im Bereich "Thought Leadership". In Deutschland ist Roland Berger im bedeutenden Ranking des Magazins "brand eins" unter den Top-3 in 9 Kompetenzfeldern und unter den Top-5 in insgesamt 13 Kategorien gelistet. Die Roland Berger-Gruppe unterhält 51 (i. Vj. 50) Büros in 35 (i. Vj. 34) Ländern und beschäftigt im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 2.357 (i. Vj. 2.337) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die operative Tätigkeit der Tochtergesellschaften der Roland Berger Holding GmbH (RBH) besteht in der Erbringung von strategischen Managementberatungsleistungen, die in den Regionen Westeuropa, Osteuropa und Naher Osten, Asien und Amerika von international kooperierenden Beraterteams erbracht werden. Als Holdinggesellschaft der Roland Berger-Gruppe erbringt die RBH Serviceleistungen für ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften, wie z. B. Verwaltungs- und Managementleistungen, die Vermietung von Anlagevermögen und von Räumen sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen. Ferner übernimmt die RBH die Steuerung, das Management und die Verwaltung der Beteiligungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Roland Berger-Gruppe Mit einer Gesamtleistung von EUR 745,4m (+27,2 % ggü. Vj.) zeigte die Roland Berger-Gruppe ein starkes Wachstum. In fast allen Märkten verzeichnete die Roland Berger-Gruppe ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die aktive Positionierung mit relevanten Beratungsangeboten bei unseren Kunden, die konsequente Weiterentwicklung und Flexibilisierung unseres Operating Models in Verbindung mit einer flexiblen Kostenstruktur und agilen Organisation haben zu einer deutlichen Erhöhung des Ergebnisses der Roland Berger-Gruppe maßgeblich bei getragen. Nachdem wir schon gegen Ende des ersten COVID-19 Jahres eine steigende Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen feststellen konnten, hat sich dieser Trend im Berichtsjahr weiter fortgesetzt: Der in 2021 verzeichnete Auftragseingang lag knapp 30 % über dem Vorjahr. Insbesondere im funktionalen Bereich Investor Support konnten wir nahezu eine Verdoppelung des Auftragseinganges realisieren, getrieben durch einen spürbaren Nachholeffekt aus dem Vorjahr und einem günstigen Konjunkturumfeld. Die strategische Beratung von Kunden im industriellen Umfeld (Maschinen- und Anlagebau, Automobil- und Automobil-Zulieferindustrie) konnte ebenso überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten verzeichnen. In sämtlichen Kern-Kompetenzfeldern konnten wir unsere Wettbewerbsposition erfolgreich weiter ausbauen und haben erfreuliche Wachstumsraten erreicht, meist im deutlich zweistelligen Bereich. Neben langjährigen Kundenbeziehungen zu namhaften internationalen börsennotierten und nichtbörsennotierten Unternehmen konnten wir auch im Berichtsjahr zahlreiche Neukunden von uns überzeugen und somit deutlich Marktanteile gewinnen. In der Region EMEA (ohne DACH) konnten wir insgesamt Umsatzwachstumsraten von über 30 % verzeichnen; in einigen Ländern lag diese sogar deutlich über 50%, was in Summe unser balanciertes Länderportfolio weiter gestärkt hat. In Deutschland als größter Landeseinheit der Roland Berger-Gruppe sind wir über 20 % gewachsen und konnten somit unsere prominente Stellung weiter ausbauen. Mit einem Zuwachs von über 50 % war die Region Americas prozentual die am stärksten wachsende Region. Unsere strategischen Initiativen und Investitionen haben wesentlich zu diesem Wachstumspfad auf dem amerikanischen Kontinent beigetragen. In der Region Asia konnten wir ebenfalls Wachstumsraten von über 20 % realisieren. Die wirtschaftliche Lage der Roland Berger-Gruppe für das Geschäftsjahr 2021 hat sich aus Sicht der Geschäftsführung sowohl bei der Gesamtleistung als auch beim EBITDA deutlich über den Erwartungen entwickelt und dokumentiert ihre Wachstumsstärke sowie strategische Positionierung. Die Roland Berger-Gruppe nutzt zur Steuerung ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA (Earnings before interest, tax, depreciation and amortization) und Gesamtleistung. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren kommt der Kennzahl Mitarbeiterbestand besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus wird den Themen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung beigemessen. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Vielfältige Liefer- und Kapazitätsengpässe führen zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und dürften die Industrieproduktion teilweise ins Jahr 2022 verschieben. Die infolge der konjunkturellen Entwicklung und der Engpässe stark gestiegenen Erzeugerpreise dürften bis ins nächste Jahr hineinwirken und die Verbraucherpreisinflation hoch halten. Der Sachverständigenrat erwartet im Jahresgutachten 2021/22 [vom 10.11.2021] ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 2,7 % im Jahr 2021 und um 4,6 % im Jahr 2022. Für den Euro-Raum wird ein Wachstum von 5,2 % beziehungsweise 4,3 % prognostiziert. Bruttoinlandsprodukt (kalenderbereinigt), Veränderung zum Vorjahr in %
Quelle: Sachverständigenrat für Wirtschaft: Jahresgutachten 2021/22: TRANSFORMATION GESTALTEN: BILDUNG. DIGITALISIERUNG UND NACHHALTIGKEIT (sachverstandigenrat-wirtschaft.de) Unserer Einschätzung nach sind diese Zahlen sind angesichts der aktuellen geopolitischen Situation, welche durch die Aggression des russischen Putin-Regimes gegenüber der souveränen Ukraine geprägt ist, eher als optimistisch einzuschätzen. Das aktuelle Umfeld ist von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Marktforschungsinstitut Source Global Research ("SGR") prognostiziert für den Beratungsmarkt 2021 ein Wachstum von 11 %. In 2022 rechnet "SGR" global mit einem Wachstum von erneut 10 %. So planten nach SGR-Informationen, 69 % aller Senior Executives mehr in Beratungsdienstleistungen zu investieren. Im für die Gruppe besonders relevanten Markt Deutschland liegen Prognosen für den Branchenumsatz im Geschäftsjahr 2021 bei 9,3 % Wachstum. Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit Der freiwillige aufgenommene Abschnitt "Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Berichterstattung", der die Angaben nach §§ 289b bis 289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält, ist im Einklang mit § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Als gesellschaftlich und ethisch orientierte Unternehmung vereinbart die Roland Berger-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit bestmöglich mit nachhaltigem Handeln. Wir streben danach, unsere Aktivitäten in diesem Bereich kontinuierlich auszubauen und uns weiter zu verbessern. Ein Teil unseres Engagements ist im jährlich veröffentlichten Fortschrittsbericht (Communication on Progress) des UN Global Compact zu sehen, dem wir bereits in 2012 beigetreten sind. Die dort im Schwerpunkt verankerten vier Themenblöcke Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umwelt und Anti-Korruption sind Leitlinien, denen wir folgen. Im Sinne der Umweltfreundlichkeit, Ressourcen- und Energieschonung werden laufend die Geschäftsprozesse überprüft und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt Unser Fokus liegt aktuell auf Dekarbonisierung. Nach der 2020 erreichten Klimaneutralität für das Unternehmen setzt sich Roland Berger weitere ambitionierte Ziele und strebt für 2028 Netto-Null-Emissionen an. Um kontinuierlich Transparenz zu den gesetzten Reduktionszielen zu schaffen, hat sich die Beratung der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen. Der CO2-Fußabdruck von Roland Berger wurde anhand der Standards des Greenhouse Gas (GHG) Protocol berechnet Bei diesem Prozess arbeitete das Unternehmen mit South Pole, einem führenden Anbieter globaler Klimaschutzservices, zusammen. Als nicht produzierendes Unternehmen verursachen sogenannte Scope-3-Emissionen wie das Reisen einen Großteil des ökologischen Fußabdrucks der Beratung. Die CO2 Emissionen in 2021 lagen, auch unterstützt durch den Rückgang der Reisetätigkeit durch COVID, um mehr als 60% unter dem Wert 2020, ein langfristig orientiertes Maßnahmenprogramm ist etabliert. Im Rahmen dieses Maßnahmenpakets hat Roland Berger unter anderem die Firmenwagenrichtlinie überarbeitet, Anreize für e-Mobilität geschaffen, den Bezug von erneuerbaren Energien ausgebaut, und die Emissionen aus Reiseaktivitäten reduziert. Der verbleibende CO2-Fußabdruck wird mit einem zertifizierten Portfolio aus Klimaschutzprojekten in den Bereichen Aufforstung, Verhindern von Rodungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien ausgeglichen. Weiterhin wird Roland Berger eigene Projekte im Bereich Aufforstung, Renewable Energy und Förderung neuer Technologien auf den Weg bringen, um damit die verbliebenden Emissionen auszugleichen. Gesellschaftlichen Verantwortung basiert aber auch zu einem erheblichen Teil auf dem Engagement und dem Mitwirken der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zusammen mit ihnen unterstützt die Roland Berger-Gruppe gemeinnützige Organisationen zum Beispiel durch unentgeltliche Beratung und persönlichen Einsatz im Rahmen von sozialen Projekten, meist verankert im lokalen Umfeld der Standorte. Dies ist u.a. auch als aktiver Teil in den Programmen zur Mitarbeiterentwicklung, aber auch im Umgang mit den Mitarbeitern verankert Die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter ist zentral und wir streben nach mehr Diversität in allen unseren Geschäftsbereichen. Das Engagement spiegelt sich aber auch intern in unseren Büros wider, in denen wir in vielen Facetten auf Nachhaltigkeit achten (u.a. Essen, Getränke, Mülltrennung, Stromversorgung) Auch hier legen wir Wert darauf, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit zur Partizipation haben und selbst Verbesserungsvorschläge einbringen und umsetzen können. Es ist uns wichtig, nicht nur selbst nachhaltig zu agieren, sondern auch Gestalter und Treiber dieses für die Welt so wichtigen Aspektes zu sein, weshalb wir zahlreiche Projektansätze entwickelt haben und mit unseren Kunden gemeinsam an deren Nachhaltigkeitsstrategien arbeiten. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Gesamtleistung des Konzerns ergibt sich aus der Summe der Konzernumsatzerlöse und der Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen und betrug im Geschäftsjahr 2021 EUR 745,4m nach EUR 586,2m im Vorjahr. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
Der Anstieg der Umsatzerlöse von EUR 588,3 um EUR 159,3m auf EUR 747,6m resultiert im Wesentlichen aus dem erhöhten Beratungsbedarf und relevanten Beratungsangeboten aus Sicht unserer Kunden während und nach der COVID-19-Pandemie sowie der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Erholung in 2021. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen beträgt die Gesamtleistung des Konzerns EUR 745,4m und liegt damit im Geschäftsjahr 2021 um EUR 159,2m oder rd. 27,2 % über dem Vorjahreswert von EUR 586,2m. Die bezogenen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 40,0m um EUR 22,4m auf EUR 62,4m angestiegen - u.a. durch den stärkeren Einsatz von Spezialisten freien Mitarbeitern im Rahmen von Kundenprojekten. Bei den Personalaufwendungen ergibt sich ein Anstieg um EUR 90,4m von EUR 375,3m auf EUR 465,7m - Haupttreiber war hier ein höheres Volumen an variablen Vergütungen angesichts der sehr guten Geschäftsentwicklung. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern (2.357) hat sich nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr (i. Vj 2.336) verändert, was das Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens dokumentiert und die Basis für die Fortsetzung des Wachstumskurses nach der COVID-19-Krise bildet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 137,1m um EUR -5,2m auf EUR 131,9m zurückgegangen. Wesentlich waren hierbei vor allem die Flexibilisierung und Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells, der verstärkte Einsatz bspw. von Videokonferenzen und virtuellen Formaten bei Projektakquise und -bearbeitung angesichts bestehender Reisebeschränkungen bei zunehmender Akzeptanz seitens unserer Kunden, sowie ein Rückgang der Mietaufwendungen durch die in 2020 konsequent fortgeführte Optimierung unseres Büro- und Standortkonzepts. Die Trainings- und Recruitingkosten sind durch mehr Präsenzveranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Abschreibungen sind leicht rückläufig mit einem Wert von EUR 3,8m im Vergleich zu EUR 4,5m im Vorjahr. Der Rückgang des Zinsaufwands von EUR 7,0m um EUR 1,3m auf EUR 5,7m resultiert im Wesentlichen aus Einmal-Aufwendungen im Rahmen der in 2020 abgeschlossenen neuen Konsortialfinanzierung für die Roland Berger-Gruppe zur Finanzierung künftigen Wachstums. Mit der vollständigen Rückzahlung des Genussrechtskapitals in 2021 (EUR 35,0m) hat sich das Finanzergebnis um EUR 4,8m verbessert. Somit ist die Kooperation mit der Roland Berger Stiftung im Bereich des Genussrechtskapitals zum Ende des Geschäftsjahres 2021 beendet. Zur partiellen Absicherung des Zinsänderungsrisikos bestanden im Geschäftsjahr für einen wesentlichen Teil des Genussrechtskapitals mehrere Zinsswaps. Diese Aufwendungen sind im Zinsergebnis entsprechend berücksichtigt. Insgesamt beträgt das Konzernergebnis nach Steuern EUR 83,5m (i. Vj. EUR 27,7m) und es ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 80,9m (i. Vj. EUR 24,6m). Das EBITDA beträgt EUR 117,1m und liegt um EUR 60,1m deutlich über dem Wert des Vorjahres in Höhe von EUR 57,0m. Vermögenslage Das Umlaufvermögen in Höhe von EUR 307,3m (i. Vj. EUR 212,5m) besteht aus Forderungen aus Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, in Arbeit befindlichen Projekten und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen aus Leistungen mit einem Wert von EUR 193,0m haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht (i. Vj. EUR 139,7m) und unterstreichen die positive Wachstumsdynamik, v.a. in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres. Die Forderungen aus Leistungen gegenüber Dritten stellen 25,9 % (i. Vj. 23,8 %) der Gesamtleistung des Konzerns dar und resultieren insbesondere aus Forderungen gegen Kunden in Deutschland, Frankreich, USA, Bahrain, Niederlande, Italien, Marokko, UK, Belgien, China, Saudi- Arabien und Japan. Der in der Konzernbilanz ersichtliche nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in Höhe von EUR 13,5m hat historische Ursachen: Durch eine im Geschäftsjahr 2006 erfolgte gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung in der Roland Berger-Gruppe entstand seinerzeit im Konzernabschluss ein Goodwill von EUR 209,4m. Dieser wurde in den folgenden acht Jahren im Konzern erfolgswirksam abgeschrieben. Aus diesem buchhalterischen Effekt ergibt sich im Konzern ein Verlustvortrag. Im Einzelabschluss der Roland Berger Holding GmbH wurde dieser Betrag dem Beteiligungsbuchwert der Roland Berger GmbH zugeordnet. Dieser Beteiligungsbuchwert wird jährlich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung auf seine Werthaltigkeit überprüft und es wurde die vollumfängliche Werthaltigkeit bestätigt. Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um 18,9% oder EUR 57,3m auf EUR 360,6m erhöht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,4m auf EUR 20,9m angestiegen und sind mit den Fonds-Anteilen des zugehörigen Deckungsvermögens saldiert ausgewiesen. Das Deckungsvermögen ist an die versorgungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpfändet. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund der Anpassung des BilMoG um jeweils ein Fünfzehntel bis zum 31. Dezember 2024 betrug EUR 0,15m. Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 16,1m (i. Vj. EUR 11,1m) haben sich um EUR 5,0m erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind von EUR 150,4m im Vorjahr um EUR 23,1m auf EUR 173,5m angestiegen, was insbesondere auf einem Anstieg bei den personalbezogenen Rückstellungen beruht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr von EUR 66,5m um EUR 10,3m auf EUR 76,8m erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Refinanzierung von EUR 35,0m des Genussrechtskapitals der Roland Berger Stiftung durch eine Ziehung aus bestehenden Kreditlinien im Rahmen der bestehenden mittelfristigen Konsortialfinanzierung. Die regelmäßigen Rückführungen hingegen reduzierten die Ziehungen aus bestehenden Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 10,4m um EUR 4,4m auf EUR 14,8m gestiegen. Dies lag vor allem an der gestiegenen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Finanzlage Hauptziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität der Roland Berger-Gruppe bestmöglich zu steuern, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und finanzielle Risiken zu reduzieren sowie die Wachstumsstrategie abzusichern. Die Liquiditätssituation wird fortlaufend analysiert, geplant und überwacht. Die Steuerung der Liquidität in der Roland Berger-Gruppe erfolgte auch im Jahr 2021 unter der Maßgabe einer global gültigen Treasury Guideline, welche Verantwortlichkeiten, Befugnisse und Prozesse für Themen, wie z. B. externe Finanzierung, Finanzierung innerhalb der Gruppe, Garantien, Währungs-Management etc. klar regelt. Die externe Finanzierung der Gruppe sowie die interne Finanzierung der Gesellschaften werden ausschließlich durch die Roland Berger Holding GmbH zentral gesteuert und operationalisiert.
Dem Konzern stehen Kreditlinien in Höhe von bis zu EUR 170,0m zur Verfügung. Diese bestehen zum einem aus zwei Term Loans, dem Term Loan A (EUR 26,5m) und dem Term Loan B (EUR 50,0m), die in voller Höhe in Anspruch genommen sind und für die planmäßige Tilgungen vereinbart sind. Darüber hinaus bestehen Betriebsmittelkreditlinien von EUR 93,5m, die bedarfsweise in Anspruch genommen werden. Die Betriebsmittelkreditlinie wurde zum Stichtag insgesamt in Höhe von EUR 7.3m in Anspruch genommen. Hierin enthalten sind Bürgschaften in Höhe von EUR 2,8m. Der Term-Loan A hat sich durch Tilgungen im Geschäftsjahr 2021 um EUR 10,0m im Vergleich zum Vorjahr verringert. Fälligkeiten und Zinsvereinbarungen sind marktüblich, sowohl mit externen Banken als auch intern im Rahmen des im Folgenden beschriebenen Cash-Pooling-Systems. Über das bei der RBH bestehende Cash-Pooling-System werden Finanzmittelüberschüsse und Finanzmittelbedarfe der operativen Gesellschaften in Euroländern innerhalb der Roland Berger- Gruppe täglich ausgeglichen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen Investitionen im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Roland Berger-Gruppe war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich zu erfüllen. III. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Die unternehmerische Tätigkeit der Roland Berger-Gruppe - als eine der weltweit führenden Strategieberatungen - ist neben Chancen auch mit Risiken verbunden. Aus diesem Grunde kommt ein gruppenweit einheitlicher Risikomanagementansatz zur Anwendung, der einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unterliegt. Die Risikopolitik entspricht dem Bestreben, nachhaltig und profitabel zu wachsen und dabei die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen, wenn möglich zu vermeiden oder zu minimieren. Da das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategie ist, wird die Risikopolitik durch die Unternehmensleitung vorgegeben. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie in der Roland Berger-Gruppe ist das jeweilige Management der Tochtergesellschaften verpflichtet, über Risiken und Chancen im Rahmen des Risikomanagementsystems zu berichten und dabei den durch die Unternehmensleitung vorgegebenen, übergreifenden Grundsätzen zu entsprechen. Bezüglich der zum Bilanzstichtag bestehenden aktiven und passiven Rechtsstreitigkeiten hat der Konzern Stellungnahmen von den mit den Fällen betrauten Rechtsanwälten eingeholt und bei der Risikobewertung berücksichtigt. Risikobericht Für die Roland Berger-Gruppe ergeben sich geschäftsübliche operative Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, welche jedoch aus Sicht der Geschäftsleitung absehbar keine Bestandsgefährdung nach sich ziehen können. Die Rekrutierung von hochqualifiziertem Personal sowie die Sicherstellung einer optimalen Auslastung ist in einem teilweise politisch-konjunkturell instabilen Umfeld bei den Konzerngesellschaften eine der Hauptherausforderungen. Globale Unsicherheiten haben zugenommen. COVID-19 und der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24.02.2022 haben teilweise dramatische Auswirkungen auf Regionen und Kundenbranchen. Die Roland-Berger-Gruppe analysiert gerade die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf ihr Geschäftsmodell und seine bilanziellen Folgen. Wesentliche Risikofaktoren für die Gesamtleistung und das Ergebnis haben sich aus diesen Analysen bisher nicht ergeben. Diese genannten Unsicherheiten haben zudem Auswirkungen auf die globalen Konjunkturaussichten. Weiterhin besteht hohe Unsicherheit bei der Frage der mittel- und langfristigen Folgen für die Roland Berger-Gruppe. Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir bei Roland Berger gut für die bevorstehenden Herausforderungen aufgestellt sind und uns im Jahr 2022 weiterhin robust gegenüber externen Einflussfaktoren zeigen werden. Insbesondere unsere traditionell starken funktionalen Kompetenzfelder Performance Improvement, Restrukturierung und Transaction sowie Investor Support und Digitalisierung in Verbindung mit den starken Branchenkompetenzen dürften weiterhin für positive Auftragseingänge und eine hohe Auslastung unserer Berater sorgen. Gemäß der Satzung der RBH können Anteile an der Gesellschaft von ausscheidenden Gesellschaftern durch die Gesellschaft zurückgekauft werden, sofern nicht dem Verkauf an Dritte zugestimmt wird. Dies führt zu einem fluktuationsentsprechenden Mittelabfluss, der aber durch das eingezahlte Kapital neu eintretender Gesellschafter mehr als ausgeglichen wird. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sehen laufende Tilgungsleistungen der RBH vor. Es wird damit zu künftigen Liquiditätsabflüssen kommen. Aktuell stellt die Einhaltung der für die Roland Berger-Gruppe definierten Finanzkennzahlen kein Risiko für die Gesellschaft dar. Zum 31. Dezember wurde die Einhaltung dieser Kennzahlen erreicht und die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese auch für das laufende Geschäftsjahr eingehalten werden können. Gegenwärtig ergab die Analyse seitens der Geschäftsführung, dass keine Risiken erkennbar sind, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Auch für die nähere Zukunft sieht die Geschäftsführung keine derartigen Risiken. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Aufgrund der internationalen operativen Geschäftstätigkeit ist die RBH verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die Einfluss auf Umsatz und Ergebnis nehmen können. Hierzu zählen insbesondere Währungsrisiken, die aufgrund von Wechselkursschwankungen entstehen, sowie Zinsrisiken aufgrund von Marktzinssatzschwankungen. Die Steuerung der Währungs- und Zinsänderungsrisiken zielt auf die Bewertung und Minimierung der vorhandenen Risiken ab und berücksichtigt einen Sockelbetrag an Zinssicherungsgeschäften gemäß den bestehenden Kreditvereinbarungen. Mit den zugrundeliegenden Grundgeschäften werden Bewertungseinheiten gebildet (Micro-Hedge), da die Parameter die Voraussetzungen der Critical Term Match-Methode erfüllen. Eine bilanzielle Abbildung von negativen Marktwerten ist im Konzern daher nicht erforderlich. Grundsätzlich werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken abgeschlossen. Das Derivate-Portfolio wird, wenn möglich, im Rahmen von Bewertungseinheiten eingesetzt. In Gesamtwürdigung des Währungs- und Zinsrisikos betrachtet das Management das Ausmaß der Risiken als nicht wesentlich für die voraussichtliche Entwicklung des Konzerns. Regulatorische Risiken aus potentiellen Sanktionen Aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit unterhält die Roland Berger-Gruppe Kundenbeziehungen in Ländern, die von Wirtschaftssanktionen und anderen Formen von Handelsbeschränkungen (zusammen "Sanktionen") betroffen sein können. Diese Sanktionen können Individuen bzw. Gesellschaften, Industriesektoren oder Regionen erfassen und damit eine punktuelle Einschränkung bestehender Geschäftsaktivitäten zur Folge und insofern einen beschränkten Einfluss auf unsere Geschäfts- und Ertragslage haben. Mit dem Risiko potenzieller Sanktionen geht allgemein die Gefahr von Strafzahlungen, anderen Sanktionierungen und Reputationsschäden einher. Die Roland Berger-Gruppe hat ein Sanktions-Compliance-System etabliert, um die politische und regulatorische Lage zu beobachten, mögliche Auswirkungen auf unser Geschäft zu identifizieren und unsere Geschäftsaktivitäten, soweit erforderlich, anzupassen. Chancenbericht Die Roland Berger-Gruppe hat sich konsequent auf die weltweit strategisch wichtigsten Beratungsfelder ausgerichtet und ist somit in der Lage, an den positiven Trends der zugrundeliegenden Branchen zu partizipieren. Es hat sich gezeigt, dass durch konsequente Thought Leadership, Kundenorientierung und Exzellenz Marktanteile hinzugewonnen werden können. Die positive Dynamik in der Marktpositionierung lässt Roland Berger zu einem für hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber noch attraktiveren Arbeitgeber werden. Durch den Zuwachs an Partnerinnen und Partnern entsteht zusätzliches Momentum, um gemeinsam neue, innovative Themen zu erarbeiten. Aus der Digitalisierung, einem branchenübergreifenden Megatrend, entstehen weitreichende Marktchancen für Strategieberatungsunternehmen. Vor diesem Hintergrund wird bei Roland Berger gezielt in den Ausbau der digitalen Fähigkeiten seiner Beschäftigten investiert. Weiterhin stehen neue Technologien und datengetriebene Kapazitäten im Fokus. Aus unseren Netzwerken entstehen innovative Beratungsansätze für unsere Kunden, mit denen wir Chancen der Digitalisierung optimal nutzen können. Die Analytics-Angebote wurden stark ausgeweitet und agile Sprint-Teams aufgebaut. Außerdem wurden passgenaue digitale Ansätze entwickelt, die den Kunden schnelle Wirkungseffekte in der Ertragslage ermöglichen. Die Bereiche Restrukturierung, Performance Improvement und Transaction sind zentrale Beratungsfelder, in denen Roland Berger eine führende Marktposition konsequent aufbauen konnte (siehe auch brand eins Ranking). Insgesamt sieht das Management die Unternehmensentwicklung der Roland Berger-Gruppe mittelfristig weiterhin sehr positiv. Die Geschäftsführung weist jedoch auch darauf hin, dass die getroffenen Prognosen und Erwartungen auf Annahmen basieren, deren Eintreten von der tatsächlichen Entwicklung des Umfelds und der Branche erheblich beeinflusst werden können. IV. Prognosebericht Roland Berger-Gruppe Aufgrund der weiterhin unsicheren Lage bezüglich der COVID-19 Pandemie sowie des Konflikts in der Ukraine ist es der Roland Berger-Gruppe derzeit nicht möglich eine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2022 abzugeben. Für 2022 rechnen die Unternehmen einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Lünendonk zufolge mit einem Wachstum von rund 7%. Die Roland Berger-Gruppe beabsichtigt im Jahr 2022 weiterhin sowohl in der Gesamtleistung als auch im Ergebnis das Geschäftsjahr 2021 zu übertreffen. In der mittelfristigen Perspektive sind positive Effekte auf die Geschäftsaussichten aus unseren historisch besonders starken Branchensegmenten in Verbindung mit den funktionalen Kompetenzfeldern Restrukturierung, Performance Improvement und Transaction wie auch Digital und Investor Support zu erwarten. Bei einer Verschlechterung der Situation mit COVID-19 sowie einem Ausstrahlen der Ukraine-Krise auf weitere Länder oder Regionen geht die Roland Berger-Gruppe von einer Stagnation der Gesamtleistung und einem leichten Rückgang des EBITDA im einstelligen Prozentbereich aus. Sollten sich demgegenüber beide Krisen rasch überwinden lassen, gehen wir von einem Wachstum sowohl der Gesamtleistung als auch des EBITDA im oberen einstelligen Prozentbereich aus. Bei der Entwicklung des Mitarbeiterbestands hingegen geht man von einer leicht positiven Entwicklung aus. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr wieder etwas anziehen. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise sind in dieser Hinsicht im Moment nur schwer abzuschätzen. Das strategische Ziel, neben dem Ausbau der bestehenden Aktivitäten zusätzliche Wachstumspotenziale durch Erschließung neuer Marktsegmente zu realisieren, wird auch im Geschäftsjahr 2022 vorangetrieben. Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die Vorausschau im Beratungsgeschäft aufgrund der zeitlich begrenzten Projektlaufzeiten naturgemäß eingeschränkt ist.
München, den 31. März 2022 Stefan Schaible Marcus Berret Denis Depoux Die Bewilligung des Konzernabschlusses erfolgte am: 26. Juli 2022.
Robert Henske, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft Felicitas Schneider, Protokollführer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
14 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Unternehmensberatung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Unternehmensberatung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen