Solarparc AktiengesellschaftLiquidiert

Karl-Legien-Straße 188, 53117 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 9347
Vorher
WindWelt Aktiengesellschaft
Eingetragen
12.4.2001
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
- der Imp- und Export sowie der Handel mit Industriegütern, ferner Projektierung und Erstellung von Kraftwerksanlagen als Generalübernehmer sowie deren Betrieb und Verwaltung, - die Verwaltung eigenen und fremden Grundbesitzes, - die Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume, Wohnräume oder Darlehen, - als Bauherr im eigenen Namen oder fremde Rechnung Bauvorhaben vorzubereiten oder durchzuführen und dazu Vermögenswerte von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechte zu verwenden, - als Baubetreuer im fremden Namen für fremde Rechnung Bauvorhaben wirtschaftlich vorzubereiten oder durchzuführen, - die Konzipierung und Realisierung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien, insbesondere in den Bereichen Photovoltaik und Windenergie, für den eigenen Bestand wie auch für Dritte, - die Planung, Initiierung und Vermittlung von sowie die Beteiligung an Betreibergesellschaften für Photovoltaikund Windenergieprojekte für den eigenen Bestand wie auch zum Verkauf an Dritte oder in eigener Verwaltung als Beteiligungskonzept für externe Anleger.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Peter Schreier
seit 1.8.2007
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SolarWorld Aktiengesellschaft
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Solarparc AG

Bonn

Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011

Bilanz

AKTIVA

  31.12.2011 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   68.288,18   89.848,90
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke 171.346,79   171.346,79  
2. technische Anlagen und Maschinen 40.419.166,11   43.706.082,64  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 244.307,00   294.907,75  
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 631.116,74 41.465.936,64 43.037,82 44.215.375,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.231.308,47   1.067.208,47  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.926.100,00   22.833.693,71  
3. Beteiligungen 413.291,94 3.570.700,41 438.510,17 24.339.412,35
    45.104.925,23   68.644.636,25
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 11.139,43   29.944,40  
2. Waren 2.487,25 13.626,68 3.127,00 33.071,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.190.340,50   5.300.493,05  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 775.457,38   1.291.355,52  
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 93.875,54   20.825,36  
4. sonstige Vermögensgegenstände 5.019.087,03 8.078.760,45 1.665.147,10 8.277.821,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   5.296.739,98   8.653.183,71
    13.389.127,11   16.964.076,14
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   523.012,52   603.418,37
D. AKTIVE LATENTE STEUERN   72.563,29   126.110,07
    59.089.628,15   86.338.240,83

PASSIVA

       
  31.12.2011 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 6.000.000,00   6.000.000,00  
II. Kapitalrücklage 18.358.645,12   18.358.645,12  
III. Gewinnrücklagen 8.806.228,89   8.182.897,66  
davon Eigenkapitalanteil nur steuerrechtlich zulässiger Rücklagen EUR 176.592,10 (Vorjahr: EUR 176.592,10)        
V. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 968.659,60   623.331,23  
    34.133.533,61   33.164.874,01
B. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Steuerrückstellungen 0,00   2.429.137,89  
2. sonstige Rückstellungen 1.665.097,51 1.665.097,51 1.569.614,29 3.998.752,18
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.516.439,08   29.180.942,94  
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 265.013,51   640.828,09  
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.334.634,25   415.661,50  
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00   15.602.099,38  
5. sonstige Verbindlichkeiten 174.106,21   3.334.278,75  
davon aus Steuern EUR 122.795,59 (Vorjahr: EUR 3.326.412,26)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 80,00)   23.290.193,05   49.173.810,66
D. PASSIVE LATENTE STEUERN   803,98   803,98
    59.089.628,15   86.338.240,83

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   12.583.887,48   15.515.657,66
2. andere aktivierte Eigenleistungen   82.009,00   72.920,28
3. sonstige betriebliche Erträge   1.117.079,79   511.761,68
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -321.102,17   -482.367,59  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -628.441,97 -949.544,14 -2.153.118,70 -2.635.486,29
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -1.515.981,60   -1.326.819,44  
b) soziale Abgaben -248.212,07   -213.160,18  
davon für Altersversorgung EUR 1.754,24 (Vorjahr: EUR 1.754,24)   -1.764.193,67   -1.539.979,62
6. Abschreibungen        
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -3.371.371,57   -3.358.090,16
davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)        
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.200.105,24   -6.772.745,95
8. Erträge aus Beteiligungen   5.825,39   3.672,74
9. Erträge aus Gewinngemeinschaften   0,00   286.407,80
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   671.176,60   697.653,60
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 602.428,61 (Vorjahr: EUR 665.448,95)        
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -9.893,62   -9.241,38
davon außerplanmäßig EUR 9.893,62 (Vorjahr: EUR 9.241,38)        
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.638.045,56   -1.753.481,37
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.526.824,46   1.019.048,99
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -555.794,75   -393.074,03  
davon latente Steuern EUR 53.546,78 (Vorjahr: EUR 48.700,85)        
15. sonstige Steuern -2.370,11 -558.164,86 -2.643,73 -395.717,76
16. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn   968.659,60   623.331,23

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2011 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und der §§ 150 ff. AktG aufgestellt worden.

Für die Gliederung der Bilanz wurde § 266 Abs. 2 und 3 HGB angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Anhangsangaben zu Geldbeträgen des Berichtsjahres und die entsprechenden Vorjahreswerte werden im Fließtext in TEUR ausgewiesen. Die tabellarischen Darstellungen zu Beträgen des Berichtsjahres und die entsprechenden Vorjahreswerte erfolgen in EUR.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden die nachstehend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ebenso werden die auf die Projektierung neuer Anlagen entfallenden Personal- und Reisekosten aktiviert. Bauzeitzinsen werden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauer für Windkraftanlagen beträgt unverändert 20 Jahre, die Nutzungsdauer für Photovoltaikanlagen beträgt ebenfalls unverändert 20 Jahre. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über 3 bis 23 Jahre abgeschrieben.

Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen, die zu einem künftigen Nutzenzufluss eines Vermögenswertes führen, werden aktiviert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten, die Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert angesetzt. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten oder dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Vorräte wurden vorbehaltlich vorzunehmender Abschreibungen zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Im Bereich der Abschreibungsrückstellung wurde von dem Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EgHGB Gebrauch gemacht.

Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.190 (Vorjahr: TEUR 5.300) resultieren im Wesentlichen mit TEUR 1.945 (Vorjahr: TEUR 597) aus Gutschriften gegenüber Verteilnetzbetreibern aus der Stromerzeugung des Monats Dezember 2011. Weitere Forderungen in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 144) waren der technischen Betriebsführung und in Höhe von TEUR 68 dem Großanlagengeschäft (Vorjahr: TEUR 4.304) zuzurechnen. Im Vorjahr entfielen zudem TEUR 255 auf sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Auf die Brutto-Forderungen gegen die Deutsche Bank AG in Höhe von insgesamt TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 2.998) vor Einzelwertberichtigungen wurden im Berichtsjahr keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen (Vorjahr: TEUR 2.310 in 2010 und TEUR 200 in 2009). Im Berichtsjahr erfolgten Einzahlungen in Höhe von TEUR 471 auf diese Forderung. Die Forderungen resultierten aus den anteiligen Gewinnen aus dem laufenden Betrieb zweier spanischer Projektgesellschaften in Extremadura. Die Forderungen werden aufgrund der unsicheren Rechtslage in Spanien in Bezug auf den gesetzlichen Vergütungstarif, welcher auf die in diesen Projektgesellschaften realisierten PV-Anlagen Anwendung findet, mit nur geringer Wahrscheinlichkeit als noch einbringlich erachtet. Ferner wurden Forderungen gegenüber den Stadtwerken Bonn aus dem Betrieb des Blockheizkraftwerks in Höhe von insgesamt TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 316) einzelwertberichtigt. Davon waren im Jahr 2011 TEUR 131 erfolgswirksam; TEUR 316 wurden der Einzelwertberichtigung im Vorjahr zugeführt.

Weitere Einzelwertberichtigungen oder Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen waren nicht erforderlich (Vorjahr: TEUR 5). Weitere Einzahlungen auf bereits ausgebuchte oder wertgeminderte Forderungen sind nicht erfolgt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen insbesondere das Verwertungsrecht der beiden Solarparks in Extremadura mit aktivierten Kosten in Höhe von 1.619 (Vorjahr: TEUR 1.619). Aufgrund der nach wie vor bestehenden Veräußerungsabsicht wurde das Verwertungsrecht im Umlaufvermögen unter den übrigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte ausgewiesen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 wurden die laufenden Kosten aus der Bestellung einer Bürgschaft zur Wahrung des Verwertungsrechts in Höhe von jährlich TEUR 128 nicht mehr aktiviert, sondern als laufender Finanzierungsaufwand dieses Verwertungsrechts gewürdigt. Die zum 30. Juni 2011 eingegangene Beteiligung an dem Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG in Höhe von nominal TEUR 3.445 wird zum 31. Dezember 2011 aufgrund von bereits vereinnahmten Ausschüttungen der Fondsgesellschaft noch mit TEUR 2.871 ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt ebenfalls aufgrund der kurzfristigen Veräußerungsabsicht an dieser Stelle als Umlaufvermögen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag jeweils bei verschiedenen Banken überwiegend kurzfristig als Termin- und Tagesgelder angelegt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.331 gegenüber der SolarWorld AG und resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber der SolarWorld AG als Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 15.602 ausgewiesen. Davon entfielen im Vorjahr TEUR 8.000 auf kurzfristige Zwischenfinanzierungen, welche im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt wurden, und TEUR 7.602 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche ebenfalls im Berichtsjahr zu einem Großteil zurückgeführt wurden.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestanden im Berichtsjahr nicht.

3. Anlagevermögen

Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 1.1.2011
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung Stand 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.952,90 4.671,35 0,00 0,00 145.624,25
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke 171.346,79 0,00 0,00 0,00 171.346,79
2. technische Anlagen und Maschinen 68.860.200,34 0,00 0,00 0,00 68.860.200,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 601.032,29 7.622,22 0,00 0,00 608.654,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.037,82 612.928,78 24.849,86 0,00 631.116,74
  69.675.617,24 620.551,00 24.849,86 0,00 70.271.318,38
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.067.208,47 164.100,00 0,00 0,00 1.231.308,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.833.693,71 0,00 20.907.593,71 0,00 1.926.100,00
3. Beteiligungen 542.014,56 0,00 21.150,00 0,00 520.864,56
  24.442.916,74 164.100,00 20.928.743,71 0,00 3.678.273,03
  94.259.486,88 789.322,35 20.953.593,57 0,00 74.095.215,66
  Abschreibungen
  Stand 1.1.2011
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.104,00 26.232,07 0,00 77.336,07
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke 0,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 25.154.117,70 3.286.916,53 0,00 28.441.034,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.124,54 58.222,97 0,00 364.347,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  25.460.242,24 3.345.139,50 0,00 28.805.381,74
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 103.504,39 9.893,62 5.825,39 107.572,62
  103.504,39 9.893,62 5.825,39 107.572,62
  25.614.850,63 3.381.265,19 5.825,39 28.990.290,43
  Restbuchwerte
  Stand 31.12.2011
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.288,18 89.848,90
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke 171.346,79 171.346,79
2. technische Anlagen und Maschinen 40.419.166,11 43.706.082,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 244.307,00 294.907,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 631.116,74 43.037,82
  41.465.936,64 44.215.375,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.231.308,47 1.067.208,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.926.100,00 22.833.693,71
3. Beteiligungen 413.291,94 438.510,17
  3.570.700,41 24.339.412,35
  45.104.925,23 68.644.636,25

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

a) Anlagen im Bau

Der Bilanzansatz zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 631 betrifft in voller Höhe im Bau befindliche Photovoltaikprojekte.

b) Eigene Anteile

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2011 wurde die von der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile mit Eintritt der Wirksamkeit der neuen Ermächtigung, erstmalig für die Dauer von fünf Jahren, d.h. befristet bis zum 19. Mai 2015, aufgehoben. Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft keine eigenen Anteile gehalten.

c) Aktive Rechnungsabgrenzung

Der Bilanzposten betrifft in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 491) Disagien für verschiedene Darlehen. Im Übrigen beinhaltet er vorausgezahlte Nutzungsentgelte für die Standfläche einer Windkraftanlage in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) und Wartungs-, Versicherungs- sowie Kfz-Steuerbeiträge in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 93).

d) Latente Steuern und Gewinnrücklage aufgrund Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz 2009

Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB besteht für Rückstellungen, deren Wertansatz auf Grund der geänderten Verpflichtung hätte gemindert werden müssen, ein Beibehaltungswahlrecht, soweit der Differenzbetrag bis spätestens 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Voraussetzung für die Beibehaltung ist daher, dass ein eigentlich noch aufzulösender Betrag in Zukunft wieder zugeführt werden müsste. Von diesem Beibehaltungswahlrecht wurde im Bereich der Abbruchkostenrückstellung Gebrauch gemacht. Auf den Unterschiedsbetrag zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz der Rückstellung für Abbruchkosten wurden gem. § 274 HGB n.F. aktive latente Steuern gebildet. Zum 31. Dezember 2011 reduzierten sich die auf die Bewertungsunterschiede zwischen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertungsansätzen auszuweisenden aktiven latenten Steuern im Jahresverlauf von TEUR 126 auf TEUR 73. Der gemäß dem Beibehaltungswahlrecht unveränderte Betrag der Abbruchkostenrückstellung überstieg den niedrigeren steuerlichen Wertansatz der Rückstellung zum 31. Dezember 2011 um TEUR 233.

In Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) wurden im Berichtsjahr passive latente Steuern gebildet. Diese resultieren aus der Abzinsung der Rückstellung zur Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen.

Da aktive latente Steuern in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 ausgewiesen werden, ist die Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB n.F. auf den Betrag anzuwenden, um den die aktiven latenten Steuern (TEUR 73) die passiven latenten Steuern (TEUR 1) übersteigen, also TEUR 72 (§ 268 Abs. 8 Satz 2 HGB n. F.).

Dem Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern liegen der Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von 15,8 % sowie der Gewerbesteuersatz in Höhe von 15,3 % und somit in Summe ein Wert von 31,1 % zu Grunde.

e) Grundkapital/Genehmigtes Kapital

Aufgrund eines Beschlusses vom 15. März 2001 wurde das Grundkapital um TEUR 1.000 auf nunmehr TEUR 6.000 erhöht. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 12. April 2001. Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 6.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einer rechnerischen Beteiligung am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00. Es handelt sich ausschließlich um Stammaktien. Davon wurden im Geschäftsjahr 2002 Aktien mit einer rechnerischen Beteiligung am Grundkapital von TEUR 1.000 aufgrund der am 15. März 2001 beschlossenen Kapitalerhöhung gezeichnet.

Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrates das Grundkapital bis zum 31. Dezember 2012 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber oder Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens TEUR 3.000, zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über einen Ausschluss des Bezugsrechtes. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung nach Zeichnung und Übernahme der neuen Aktien entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern.

f) Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2011 wurde der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von TEUR 623 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. In Höhe von TEUR 175 wurden im Vorjahr handelsrechtliche Anpassungen aufgrund der unterschiedlichen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätze im Bereich der Rückbaurückstellung für Windkraftanlagen als Auswirkung der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes gemäß eines Wahlrechtes erfolgsneutral über Gewinnrücklagen abgebildet (vgl. auch hierzu auch die Ausführungen unter d) latente Steuern und Gewinnrücklage aufgrund Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz 2009). Diese bestanden zum 31. Dezember 2011 weiterhin. Weitere TEUR 2 wurden ebenfalls im Vorjahr der Gewinnrücklage ebenfalls aufgrund der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz notwendig gewordenen Anpassung im Bereich der Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen zugeführt. Diese bestanden zum 31. Dezember 2011 ebenfalls weiterhin. Für das Geschäftsjahr 2011 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe des Jahresüberschusses von TEUR 969.

g) Sonstige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel:

  Stand 1.1.2011
EUR
Inanspruchnahme
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2011
EUR
Rückbauverpflichtung 1.175.879,07 0,00 0,00 0,00 1.175.879,07
Aufsichtsratsvergütung 73.500,00 73.500,00 0,00 73.500,00 73.500,00
ausstehende Rechnungen 166.335,00 147.750,87 18.584,13 201.734,92 201.734,92
variable Vorstandsvergütung 42.460,38 42.460,38 0,00 63.617,68 63.617,68
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 77.000,00 65.800,00 11.200,00 91.000,00 91.000,00
Urlaub 19.708,00 19.708,00 0,00 19.396,00 19.396,00
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 9.414,84 0,00 0,00 0,00 9.414,84
Publizitätskosten 0,00 0,00 0,00 24.000,00 24.000,00
Berufsgenossenschaft 5.317,00 5.317,00 0,00 6.555,00 6.555,00
  1.569.614,29 354.536,25 29.784,13 479.803,60 1.665.097,51

h) Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten der Gesellschaft ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

    davon mit einer Restlaufzeit Restlaufzeit
  Gesamtbetrag 31.12.2011
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
bis 1 Jahr Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.516.439,08 2.852.802,86 9.883.265,18 8.780.371,04 5.882.718,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 265.013,51 265.013,51 0,00 0,00 640.828,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.334.634,25 1.334.634,25 0,00 0,00 415.661,50
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 15.602.099,38
5. sonstige Verbindlichkeiten 174.106,21 174.106,21 0,00 0,00 3.334.278,75
  23.290.193,05 4.626.556,83 9.883.265,18 8.780.371,04 25.875.585,85

i) Sicherheiten für Verbindlichkeiten

Der Commerzbank AG, der Sparkasse Bremen und der Hypovereinsbank AG wurden für die gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 21.516 folgende Sicherheiten gewährt:

Sicherungsübereignung der Windkraftanlagen

Sicherungsabtretung der Stromeinspeisevergütungen

Sicherungsabtretung der Sachversicherungsansprüche

Sicherungsabtretung der Pachtverträge (verbunden mit grundbuchlichen Eintrittsrechten)

Sicherungsabtretung von langfristigen Wartungsverträgen

Verpfändung projektbezogener Bankguthaben

Den übrigen Gesellschaftsgläubigern wurden, von den üblichen Eigentumsvorbehalten abgesehen, keine Sicherheiten (Pfandrechte o. ä.) gewährt.

5. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung. Es handelt sich ausschließlich um inländische Umsätze:

  2011
EUR
Vorjahr
EUR
Projektierung Photovoltaikanlagen, Fondsinitiierung 2.003.431,32 6.537.463,37
Handel Photovoltaikanlagen 149.227,43 391.758,90
Summe Umsätze Großanlagengeschäft 2.152.658,75 6.929.222,27
Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen 8.044.337,09 6.610.849,22
Stromeinspeisung aus Blockheizkraftwerk 366.557,55 150.554,02
Stromeinspeisung aus Photovoltaikanlagen 415.351,96 363.512,18
Summe Umsätze Stromeinspeisung 8.826.246,60 7.124.915,42
Betriebsführung 1.604.982,13 1.461.519,97
  12.583.887,48 15.515.657,66

6. Sonstige Angaben

a) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr inklusive der Vorstandsmitglieder durchschnittlich 31 (Vorjahr: 28) Angestellte, davon zehn Teilzeitbeschäftigte.

b) Haftungsverhältnisse

Für die von der Stadtsparkasse Bremen den verbundenen Unternehmen Solarparc Nr. 1 bis Nr. 17 GmbH und der Windparc Rheinland GmbH gewährten Darlehen hat die Solarparc Aktiengesellschaft Bürgschaftserklärungen abgegeben. Zum Bilanzstichtag valutierten die verbürgten Darlehen mit TEUR 2.882 (Vorjahr: 4.052). Der Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft rechnet wie auch im Vorjahr nicht damit, aus den Bürgschaftserklärungen in Anspruch genommen zu werden. Die verbürgten Gesellschaften verfügten und werden nach Einschätzung des Vorstandes der Solarparc Aktiengesellschaft stets über ausreichend Liquidität verfügen, um ihre laufenden Kosten decken und zudem den Kapitaldiensten gegenüber der Sparkasse Bremen nachkommen zu können.

c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Pachtverträgen, Grünpflegeverträgen und Wartungsverträgen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Höhe von ca. TEUR 15.458 (Vorjahr: TEUR 6.069). Der starke Anstieg gegenüber der Vorjahresangabe beruht darauf, dass für das Vorjahr hier nur die langfristigen Verpflichtungen aus den Pachtverträgen angegeben wurden. Sonstige langfristige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Angaben erfolgen undiskontiert und nicht indexiert. Darüber hinaus hat sich die Solarparc AG mit Beschluss der Gesellschaftsversammlung der Solarparc Nr. 1 bis 17 GmbHg vom 14. Juli 2011 verpflichtet, Einzahlungen in die Kapitalrücklagen dieser Gesellschafter im Gesamtvolumen von TEUR 382 vorzunehmen, jedoch nur nach Aufwendungen durch den Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaft. Eine tatsächliche Inanspruchnahme ist als unwahrscheinlich anzusehen.

d) Angaben zu Organmitgliedern

In den Vorstand der Gesellschaft waren berufen:

Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender

Rechtsanwältin Susanne Asbeck-Muffler, Finanzvorstand

Der Vorstandsvorsitzende, Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck, war des Weiteren Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, Bonn.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Dr. Claus Recktenwald (Vorsitzender), Rechtsanwalt/Partner der Rechtsanwaltssozietät Schmitz Knoth Rechtsanwälte, Bonn

Dr. Georg Gansen, Rechtsanwalt und Syndikus bei der Deutsche Post AG, Bonn

Dr. Alexander von Bossel, LL.M (Edinb.), Rechtsanwalt/Partner bei CMS Hasche Sigle, Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern, Köln

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Claus Recktenwald war des Weiteren für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 Aufsichtsratsvorsitzender im Aufsichtsrat der SolarWorld AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates der VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln, und Beiratsmitglied bei der Grünenthal GmbH und der Grünenthal GmbH & Co. KG, Aachen.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Gansen war des Weiteren für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der SolarWorld AG, Bonn.

Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander von Bossel ist des Weiteren Mitglied im Aufsichtsrat der SolarWorld AG, Bonn.e)

e) Bezüge tätiger und früherer Organmitglieder

Die Mitglieder des Vorstands erhalten für das Geschäftsjahr eine Gesamtvergütung von TEUR 166 bzw. TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 155 bzw. 141), insgesamt also TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 296). Davon entfielen auf erfolgsabhängige Komponenten je Mitglied TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 21), insgesamt TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 42). Die variable Vergütung wird erst im Folgejahr ausgezahlt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 74) zuzüglich Umsatzsteuer. Darin sind Sitzungsgelder in Höhe von je Aufsichtsratsmitglied TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. Die auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallenden Vergütungen sind im Lagebericht genannt. Bei der ursprünglichen Dotierung der abgegrenzten Verbindlichkeiten für die variable Vergütung wurde wie im Vorjahr von keiner Dividendenzahlung ausgegangen.

f) Angaben zu wesentlichen Beteiligten

Die Beteiligung der SolarWorld AG, Bonn, lag zum Bilanzstichtag bei 94,81 Prozent (Vorjahr: 28,47). Demnach war die Solarparc Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag ein unmittelbares Tochterunternehmen der SolarWorld AG mit Sitz in Bonn. Zum 31. Dezember 2010 war die Solarparc Aktiengesellschaft ein Beteiligungsunternehmen der SolarWorld AG.

g) Angaben zu Finanzanlagen

Die Gesellschaft besitzt jeweils 100 Prozent der Anteile an den unten aufgeführten Gesellschaften.

Die Ergebnisse dieser Gesellschaften zum Abschluss des Geschäftsjahres 2011 stellen sich wie folgt dar:

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote Prozent Ergebnis 2011
EUR
Eigenkapital 31.12.2011
EUR
  direkte Beteiligung    
Solarparc Nr. 1 GmbH, Bonn 100,0 % -3.360,05 16.400,69
Solarparc Nr. 2 GmbH, Bonn 100,0 % 5.035,36 16.290,03
Solarparc Nr. 3 GmbH, Bonn 100,0 % -5.432,05 9.361,03
Solarparc Nr. 4 GmbH, Bonn 100,0 % -6.497,32 10.763,17
Solarparc Nr. 5 GmbH, Bonn 100,0 % -5.042,12 10.951,84
Solarparc Nr. 6 GmbH, Bonn 100,0 % -4.624,89 13.429,76
Solarparc Nr. 7 GmbH, Bonn 100,0 % -4.562,79 14.579,73
Solarparc Nr. 8 GmbH, Bonn 100,0 % -5.007,94 12.636,18
Solarparc Nr. 9 GmbH, Bonn 100,0 % -4.015,08 15.249,22
Solarparc Nr. 10 GmbH, Bonn 100,0 % -6.069,53 10.606,26
Solarparc Nr. 11 GmbH, Bonn 100,0 % -6.118,68 10.683,12
Solarparc Nr. 12 GmbH, Bonn 100,0 % -5.368,24 15.133,34
Solarparc Nr. 13 GmbH, Bonn 100,0 % -5.230,10 11.183,52
Solarparc Nr. 14 GmbH, Bonn 100,0 % -5.420,43 13.588,03
Solarparc Nr. 15 GmbH, Bonn 100,0 % -6.365,71 14.935,66
Solarparc Nr. 16 GmbH, Bonn 100,0 % -5.929,39 7.055,39
Solarparc Nr. 17 GmbH, Bonn 100,0 % -7.093,97 4.366,66
Solarparc Donau I GmbH, Bonn 100,0 % 1.207,86 28.258,12
Solarparc Donau II GmbH, Bonn 100,0 % 1.205,71 28.977,92
Go!Sun Verwaltungs GmbH, Bonn 100,0 % 1.207,80 26.984,17
Solarparc Deutschland I GmbH, Bonn 100,0 % 2.008,61 21.390,72
Windparc Rheinland GmbH, Bonn 100,0 % 5.419,27 329.549,12
Solarparc Bayern I GmbH, Bonn 100,0 % 1.411,14 26.744,09
Solarparc Diamant Verwaltungs GmbH, Bonn 100,0 % 231,04 17.779,74
Solarparc Brillant GmbH, Bonn 100,0 % -914,75 24.085,25
Solarparc Rubin GmbH, Bonn 100,0 % 605,80 25.605,80
Solarparc Teutschenthal GmbH & Co. KG, Bonn 100,0 % -19.982,01 -19.482,01
Solarparc Diamant GmbH & Co. KG, Bonn 100,0 % -2.003,24 -1.503,24
Solarparc Rubin GmbH & Co. KG, Bonn 100,0 % -1.921,05 -1.421,05
WKA Wissel GmbH & Co. KG & WindWelt AG in Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Bonn 50,0% -6.246,78 123.223,20
proVento Ravelsberg I Windkraftanlagenbetriebsgesellschaft bürgerlichen Rechts, proVento Ravelsberg II Windkraftanlagenbetriebsgesellschaft bürgerlichen Rechts, Vernet GmbH & Co Mechernich 1 KG, WKR Windkraft GmbH, WindWelt AG in Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Kall 50,0% -3.646,84 21.880,85
Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG, Bonn * 11,7 % -5.657.745,51 17.370.816,63
Infrastruktur Windkraft Wanlo Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Bonn 47,0 % 5.825,39 268.187,89
  mittelbare Beteiligung    
Solarparc GbR, Bonn 100,0 %, mittelbar -2.635,11 434.741,89

* Zahlen beziehen sich auf den 30.6.2011, weil die Gesellschaft ein abweichendes Geschäftsjahr vom 1.7.-30.6. des Folgejahres hat

Die Gesellschaft Solarparc Mengkofen GmbH wurde im Berichtsjahr in Solarparc Diamant Verwaltungs GmbH umbenannt.

Die folgenden Gesellschaften wurden im Berichtsjahr gegründet:

Solarparc Brillant GmbH, Bonn

Solarparc Rubin Verwaltungs GmbH, Bonn

Solarparc Rubin GmbH & Co. KG, Bonn

Solarparc Diamant GmbH & Co. KG, Bonn

Solarparc Teutschenthal GmbH & Co. KG, Bonn

h) Angaben zu Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter die Gesellschaft ist (§ 285 Nr. 11a HGB)

Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag an folgenden Gesellschaften als unbeschränkt haftende Gesellschafterin zu je 50 % beteiligt:

"WKA Wissel GmbH & Co. KG & WindWelt AG in Gesellschaft bürgerlichen Rechts" mit Sitz in Bonn

"proVento Ravelsberg I Windkraftanlagenbetriebsgesellschaft bürgerlichen Rechts, proVento Ravelsberg II Windkraftanlagenbetriebsgesellschaft bürgerlichen Rechts, Vernet GmbH & Co Mechernich 1 KG, WKR Windkraft GmbH, WindWelt AG in Gesellschaft bürgerlichen Rechts" mit Sitz in Kall

Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag an folgender Gesellschaft als unbeschränkt haftende Gesellschafterin zu 47 % beteiligt:

"Infrastruktur Windkraft Wanlo Gesellschaft bürgerlichen Rechts" mit Sitz in Bonn

i) Offenlegung

Die Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 der Solarparc Aktiengesellschaft erfolgte fristgerecht unter HRB 9347 im elektronischen Bundesanzeiger.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 der Solarparc Aktiengesellschaft liegt in den Geschäftsräumen der Solarparc Aktiengesellschaft, Poppelsdorfer Allee 64, 53115 Bonn zur Einsichtnahme aus oder kann im Internet unter www.solarparc.de eingesehen werden.

Der Konzernabschluss wird als Teilkonzernabschluss in den Konzernabschluss der SolarWorld AG, Bonn, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

j) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Solarparc AG erklären - wie in jeweiliger Sitzung vom 13. Dezember 2011 beschlossen - dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der geltenden Fassung seit der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und auch weiterhin entsprochen wird.

k) Angaben über das Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Der für den Abschlussprüfer der Gesellschaft im Sinne des § 319 Abs. 1 HGB erfasste Aufwand des Geschäftsjahres beträgt für:

die Abschlussprüfung TEUR 44 (Vorjahr: 42)

sonstige Leistungen TEUR 7 (Vorjahr: 29).

I) Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft versichern, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild im Sinne des § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB vermittelt.

 

Bonn, den 8. März 2012

Solarparc Aktiengesellschaft

Der Vorstand

gez. Dr.-Ing. E.h. Frank H. Asbeck

gez. RAin Susanne Asbeck-Muffler

LAGE- UND KONZERNLAGEBERICHT 2011

I. GESCHÄFT UND RAHMENDBEDINGUNGEN

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die Solarparc Aktiengesellschaft, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Solarparc Konzerns und trägt die Verantwortung für das strategische und operative Geschäft. Die Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft sind für den Börsenhandel im Regulierten Markt der Börse Düsseldorf zugelassen (WKN: 635253).

Zum Bilanzstichtag des Vorjahres zählte der Fonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG zum Konsolidierungskreis des Konzerns. Hintergrund war der geringe Platzierungsstand der Fondanteile im Zusammenhang mit der von der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2011 verlängerten Platzierungsgarantie. Mit der vollständigen Platzierung der Fondsanteile zum 30. Juni 2011 wurde die Fondsgesellschaft entkonsolidiert und verlässt somit den Kreis der in den Konzern einzubeziehenden Unternehmen. Einzig die geschäftsführende Komplementärin Solarparc Deutschland I GmbH wird weiter dem Konzern dauerhaft angehören. Die vorübergehende Zugehörigkeit des Fonds zum Konsolidierungskreis hatte und hat unterschiedliche Konsequenzen für den Gewinnausweis im Konzern nach IFRS und der Einzelgesellschaft nach HGB. Die Gewinne der Solarparc Aktiengesellschaft aus der Veräußerung der von ihr entwickelten Solarparks an den Fonds sowie die sonstigen im Rahmen der Initiierung des Fonds erbrachten Leistungen sind nach HGB für die Einzelgesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2009 erfolgswirksam ausgewiesen worden. Im Konzern wurden die Gewinne gemäß IFRS erst mit der vollständigen Platzierung der Fondsanteile und der Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft zum 30. Juni 2011 erfolgswirksam.

Für die übrigen zum Konsolidierungskreis des Konzerns zählenden Unternehmen verweisen wir auf die Übersichten unter 4. Konsolidierungskreis und 56. Anteils besitz.

Zum 31. Dezember 2011 befanden sich 94,81 Prozent der Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft im Besitz der SolarWorld AG. Damit hat die SolarWorld AG die Kontrolle über die Solarparc Aktiengesellschaft.

GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR

Das Geschäft der Solarparc Aktiengesellschaft umfasst die Planung, die Realisierung und den Betrieb von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung. Es basiert auf unserem über Jahre gewachsenen Know-how in der regenerativen Kraftwerkswirtschaft in Deutschland. Die Kraftwerke arbeiten entweder in unserem eigenen Portfolio oder werden für Investoren entwickelt, für die wir nach der Veräußerung auch die technische und kaufmännische Betriebsführung übernehmen. Unser ausbalanciertes Geschäftsmodell sorgt für kontinuierliche Einnahmen aus Stromerzeugung und Betriebsführung, die durch die zusätzlichen Erträge aus der Vermarktung schlüsselfertiger Kraftwerke gesteigert werden können. Wir sehen uns mit unseren Kernkompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der regenerativen Kraftwerkswirtschaft für die Aufgaben und Chancen der Zukunft gut positioniert.

STROMERZEUGUNG

Unsere konzerneigenen regenerativen Kraftwerke produzieren kontinuierlich CO 2 -freien Strom und speisen ihn gegen Erlöse nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in das Stromnetz ein. Mit konsequenter Betriebsführung sorgen wir für ein Optimum der Erträge. Durch gezielte Investitionen in neue regenerative Kraftwerke aus eigener Planung bauen wir unseren Anlagenbestand ständig aus. Wir übernehmen die technische und kaufmännische Betriebsführung von regenerativen Kraftwerken außerdem als Dienstleistung für Kunden.

GROSSANLAGENGESCHÄFT

Wir konzipieren und realisieren regenerative Kraftwerke, die wir an institutionelle und private Investoren veräußern. Zur Platzierung der Kraftwerke nutzen wir verschiedene Vermarktungsoptionen. Die Veräußerung der Projekte kann je nach Wirtschaftlichkeit in jeder Planungsphase stattfinden.

WESENTLICHE STANDORTE

Die Solarparc Aktiengesellschaft und sämtliche Gesellschaften des Konzerns haben ihren Rechtssitz in Bonn. Dort arbeiten auch der Vorstand und das Gros der Mitarbeiter. Unsere konzerneigenen Solarkraftwerke befinden sich an einstrahlungsreichen Standorten überwiegend in Süddeutschland. Unsere Windkraftanlagen arbeiten im windstarken Binnenland vor allem Nordrhein-Westfalens. Sämtliche Solarparks der von uns initiierten Fonds befinden sich ebenfalls im Süden Deutschlands an exzellenten Standorten mit hohem Einstrahlungspotenzial. Im europäischen Ausland sind wir an zwei Solarparks in der spanischen Autonomen Gemeinschaft Extremadura beteiligt.

WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Zentrale Produkte unserer Geschäftstätigkeit sind zum einen regenerativ erzeugter Strom und zum anderen schlüsselfertige regenerative Kraftwerke. Der nachhaltig erzeugte Strom wird nicht selber vermarktet, sondern entweder nach dem EEG in das öffentliche Stromnetz eingespeist oder im Rahmen des Marktprämienmodells zu über den EEG-Tarifen liegenden Preisen mit Hilfe eines an der Strombörse in Leipzig zugelassenen Stromhändlers verkauft. Unsere auf eigener Entwicklung basierenden Kraftwerke bieten wir Investoren als nachhaltiges Investmentprodukt zum Kauf an. Unser Know-how entlang der gesamten Kette regenerativer Kraftwerkswirtschaft bündeln wir zudem als Dienstleistung in der Betriebsführung von regenerativen Kraftwerken externer Investoren.

WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBPOSITION

Wir erzeugen deutschlandweit regenerativen Strom und zwar unabhängig von der traditionellen Energiewirtschaft. Damit zählen wir zu den größeren regenerativen IPP (Independent Power Producer) in Deutschland. Unser Angebot an Investments in regenerative Stromerzeugungsanlagen ist auf nationale wie internationale Investoren zugeschnitten, die nach renditestarken nachhaltigen Kapitalanlagemöglichkeiten suchen. Wir verfügen dank unserer erfolgreichen Historie in der Initiierung und Platzierung renditestarker Solarparks über ein gutes Netzwerk von interessierten Investoren und sehen uns im Markt für nachhaltige Kapitalanlagen aufgrund unserer anerkannten Expertise solide positioniert.

In der kaufmännischen wie technischen Betriebsführung von Solarparks zählen wir mit einem Portfolio von über 105 MWp (Stand 31.12.2011) in Deutschland zu den Marktführern.

RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN

Dank der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffenen Rechtssicherheit nimmt Deutschland weltweit eine führende Position im Solarstrommarkt ein. Die im EEG geregelten Einspeisevergütungen wurden 2011 erneut angepasst. Sie dienen dem Ziel, technischen Fortschritt und Kosteneffizienz in der Produktion abzubilden. Das EEG gewährt Investoren eine gesetzlich verbriefte Vergütung für einen Zeitraum von 20 Jahren und ist damit ein entscheidender Faktor für die Sicherheit der Investitionen.

Im Jahresverlauf 2011 sind Solarmodule international deutlich günstiger geworden. Preisnachlässe haben die Wirtschaftlichkeit der solaren Stromerzeugung positiv beeinflusst.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

ERNEUT UNEINGESCHRÄNKTE ENTSPRECHENSERKLÄRUNG VERÖFFENTLICHT

Die Solarparc Aktiengesellschaft orientiert sich an den anerkannten Standards einer verantwortungsvollen und fairen Unternehmensführung, wie der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) sie vorschreibt. Am 13. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, wonach den Empfehlungen der am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vom 26. Mai 2010 auch im Geschäftsjahr 2011 entsprochen wurde und weiterhin entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung veröffentlichen wir jährlich auf unserer Website. (www.solarparc.de/e.ntsprechenserklaerun.g). Dort sind auch alle in den vergangenen Jahren abgegebenen Erklärungen dauerhaft abrufbar.

LEITUNG UND KONTROLLE UNVERÄNDERT

Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Solarparc Aktiengesellschaft eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist bei der Solarparc Aktiengesellschaft traditionell sehr eng und von gegenseitigem Vertrauen geprägt.

VORSTAND

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt und leiten das Unternehmen in eigener Verantwortung. Eine Geschäftsordnung regelt die Vorstandsarbeit, definiert die jeweiligen Ressortzuständigkeiten der Vorstandsmitglieder sowie die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten und die erforderlichen Beschlussmehrheiten bei Vorstandsbeschlüssen.

Der Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft bestand im Berichtsjahr unverändert aus zwei Mitgliedern:

Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck
Vorstandsvorsitzender
verantwortlich für die Bereiche Unternehmensstrategie und Technik, bestellt in laufender Funktionsperiode bis zum 22. Dezember 2015

RAin Susanne Asbeck-Muffler
Vorstand Finanzen
verantwortlich für das Finanzressort und den kaufmännischen Bereich des Unternehmens, bestellt in laufender Funktionsperiode bis zum 1. Oktober 2015

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der Solarparc Aktiengesellschaft setzt sich gemäß §§ 95 Abs. 1, 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG aus Vertretern der Aktionäre zusammen und wird von der Hauptversammlung bestimmt, die nicht an Wahlvorschläge gebunden ist. Er arbeitet auf Grundlage des Aktiengesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung und berät sowie überwacht den Solarparc Vorstand.

Der Aufsichtsrat der Solarparc Aktiengesellschaft bestand im Berichtsjahr unverändert aus drei Mitgliedern:

Dr. Claus Recktenwald, 53
Aufsichtsratsvorsitzender,
gewählt in laufender Funktionsperiode bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2012,
Rechtsanwalt/Partner der Sozietät Schmitz Knoth Rechtsanwälte, Bonn,
weitere Aufsichtsratsmandate:
- Aufsichtsratsvorsitzender der SolarWorld AG, Bonn;
- Mitglied des Aufsichtsrats der VEMAG Verlags- und Medien AG, Köln;
- Mitglied der Beiräte der Grünenthal GmbH und der Grünenthal GmbH & Co KG, Aachen

Dr. Georg Gansen, 52
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender,
gewählt in laufender Funktionsperiode bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2012,Rechtsanwalt, Syndikus Deutsche Post AG, Bonn,
weitere Aufsichtsratsmandate:
- Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SolarWorld AG, Bonn

Dr. Alexander von Bossel, 46
Mitglied des Aufsichtsrats,
gewählt in laufender Funktionsperiode bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2012,LL.M. Edinb./Partner bei CMS Hasche Sigle, Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern, Köln,
weiteres Aufsichtsratsmandat:
- Mitglied des Aufsichtsrats der SolarWorld AG, Bonn

In Einklang mit Ziffer 4.2.2 DCGK ist der Aufsichtsrat insgesamt für alle Vorstandsfragen einschließlich des Vergütungssystems zuständig und führt auch die gebotenen Prüfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch. Dabei wird auch die Abfindungs-Cap-Regelung von Ziffer 4.2.3 umgesetzt. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine Abfindungszusagen. Soweit das Vorstandsvergütungsangemessenheitsgesetz (VorstAG) neue mittel- und langfristige Vergütungsbestandteile vorsieht, sollen auch diese beim Auslaufen der jeweiligen Vorstandsverträge vereinbart werden. Die bisherigen Regelungen wurden jeweils vor Inkrafttreten des VorstAG getroffen und genießen insoweit Bestandsschutz.

Über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 berichtet der Aufsichtsrat im vorliegenden Konzernbericht im Bericht des Aufsichtsrats.

KOMMUNIKATION MIT AKTIONÄREN UND ÖFFENTLICHKEIT

Dem Gleichbehandlungsprinzip folgend veröffentlichen wir alle Informationen transparent und zeitnah über die zur Erfüllung der gesetzlichen Pflichten relevanten Kanäle sowie auf unserer Website. (www.solarparc.de) Zudem informieren wir unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit gemäß der durch das Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz geschaffenen und im DCGK unter 7.1 präzisierten Pflicht zur Zwischenmitteilung im 1. und 2. Halbjahr.

Auf der jährlichen Hauptversammlung können unsere Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihr Stimmrecht ausüben. Alle relevanten Informationen dazu sind ebenfalls auf der Internetseite abrufbar. (www.solarparc.de/hauptyersammlung) Können Aktionäre nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen, besteht die Möglichkeit, das Stimmrecht durch einen persönlich ausgewählten Bevollmächtigten oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben zu lassen. Entsprechend des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2010 mit dem Tagesordnungspunkt 8 die aktienrechtlichen Fristen für die Anmeldung zur Hauptversammlung und für den Nachweis der Teilnahmeberechtigung sowie die Regelungen zur Ausübung des Stimmrechts durch einen Bevollmächtigten über eine Satzungsanpassung beschlossen. Der Vorstand wurde in diesem Rahmen ermächtigt vorzusehen, dass Aktionäre ihre Stimmen auch ohne Teilnahme an der Hauptversammlung schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben können. Der Vorstand kann das Verfahren der Briefwahl im Einzelnen regeln. Ebenfalls besteht gemäß Beschluss zur Satzungsänderung zukünftig die Möglichkeit, die Übermittlung nach § 125 Abs. 1 AktG auf den Weg elektronischer Kommunikation zu beschränken.

COMPLIANCE UND KAPITALMARKTRECHT

Zur Einhaltung und Umsetzung der kapitalmarktrechtlichen Gesetze und Mitteilungspflichten überprüft eine externe juristische Clearingstelle konzernweite Sachverhalte auf ihre Ad-Hoc-Relevanz und berät uns bezüglich erforderlicher Mitteilungspflichten. Hinsichtlich des gesetzlichen Verbots von Insidergeschäften nach § 14 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) werden Personen, die Zugang zu Insiderinformationen haben, über eine Insiderrichtlinie zum Umgang mit Insiderinformationen in Kenntnis gesetzt und in einem Insiderverzeichnis erfasst.

2011 erfolgten vier Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 und § 26 WpHG bei Unter- bzw. Überschreiten der im Gesetz definierten Stimmrechtsschwellen: Die Eifelstrom GmbH und die Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH haben jeweils am 25. Februar 2011 die Schwellen von 50, 30, 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten und hielten zu diesem Tag 0 Prozent der Stimmrechtsanteile. Die SolarWorld AG hat am 25. Februar 2011 die Schwellen von 30, 50 und 75 Prozent überschritten und hielt zum diesem Tag 93,71 Prozent der Stimmrechtsanteile (dies entspricht 5.622.450 Stimmrechten). Mitteilungen nach § 15a WpHG (Director's Dealings) über den Erwerb und die Veräußerung von Solarparc-Aktien durch den Vorstand, den Aufsichtsrat oder durch die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen fanden im Berichtsjahr wie im Folgenden angegeben statt. Durch den Aktientausch im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der SolarWorld AG haben die Eheleute Asbeck und die Eifelstrom GmbH Solarparc-Aktien gegen SolarWorld-Aktien getauscht.

Beide Vorstandsmitglieder der Solarparc Aktiengesellschaft hielten zum 31. Dezember 2011 keine direkten Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft. Am 1. März 2011 nahmen die Eheleute Asbeck das Aktienumtauschangebot der SolarWorld AG für Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft an. Mittelbar hielt Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck 25,2 (Vorjahr: 35,3) Prozent der Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft über seine Beteiligungen an der SolarWorld AG, der Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH und der Eifelstrom GmbH. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten keine Aktien der Solarparc Aktiengesellschaft.

Ein jährliches Dokument gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) informiert nach der Veröffentlichung des Konzernberichts 2011 am 28. März 2011 auf der Internetseite über sämtliche in 2011 getätigten Bekanntmachungen. (www.solarparc.de/jaehrl_dokument)

VERGÜTUNGSBERICHT

Aufsichtsrat und Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft entsprechen auch mit diesem Vergütungsbericht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010. Während Ziffer 3.10 DCGK den im Geschäftsbericht 2011 auch mit entsprechender Überschrift enthaltenen und im Übrigen im Bericht des Aufsichtsrats miterfassten "Corporate Governance Bericht" vorsieht, bestimmen Ziffer 4.2.5 DCGK die Erläuterung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder einschließlich Offenlegung der individuellen Vergütung und Ziffer 5.4.6 ebenfalls als Bestandteil des Corporate Governance Berichts die individualisierte Ausweisung der nach Bestandteilen aufgegliederten Aufsichtsratsvergütungen einschließlich gezahlter Vergütungen oder gewährter Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die jährliche, in ihrer Struktur vom Aufsichtsrat der Solarparc Aktiengesellschaft festgelegte und mit beiden Vorständen vereinbarte Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Sie orientiert sich an den bei entsprechender Vereinbarung relevanten Vorgaben des DCGK und trägt den Besonderheiten des Unternehmens und dem sozioökonomischen Umfeld Rechnung. Dabei finden sowohl die finanzielle Lage der Gesellschaft als auch der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds zur Unternehmensentwicklung Beachtung. Die Gesellschaft übernimmt die Kosten einer angemessenen Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) bei jeweiliger Selbstbeteiligung beider Vorstandsmitglieder und leistet gesetzliche Aufwandserstattungen gemäß § 670 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Die Vorgaben des VorstAG werden beachtet.

Auch im Jahr 2011 war für beide Vorstandsmitglieder eine jeweilige Jahresfestvergütung von 120.000,00 € relevant. Darüber hinaus greift die ebenfalls beibehaltene Vereinbarung zur variablen Vergütung, die sich auf zwei Prozent des Jahresüberschusses vor Steuern der Solarparc Aktiengesellschaft bezieht. Die maximale Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung war auch im Berichtsjahr 2011 auf 100 Prozent der Festvergütung d.h. 120.000,00 (2010: 120.000,00) € gedeckelt. Der variable Vergütungsteil wird 30 Tage nach derjenigen Hauptversammlung fällig, in der die Feststellung des relevanten Jahresabschlusses sowie die Entlastung des Vorstands für das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgen.

Die Nachhaltigkeitskomponente, die Ziffer 5.4.6 DCGK und § 87 Abs. (1) S. 3 AktG im Hinblick auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage für die variable Vorstandsvergütung vorgeben, soll bei Neuabschlüssen oder anstehenden Verlängerungen von Vorstandsverträgen wie folgt erreicht werden: Die auf das abgelaufene Geschäftsjahr bezogene Tantieme soll zunächst nur zu 75 % ausgezahlt werden. Sodann soll eine Dreijahresbetrachtung abgewartet werden, um einen hieraus bezogenen Durchschnittswert zu ermitteln. Liegt dieser niedriger als der Vorschuss von 75 %, soll es bei dieser Leistung bleiben. Liegt er höher, soll eine entsprechend Nachzahlung erfolgen.

Im Übrigen hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2010 die Billigung des Systems zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands gemäß § 120 Abs. (4) AktG erklärt.

VORSTANDSVERGÜTUNG DER SOLARPARC AKTIENGESELLSCHAFT

in € Geschäftsjahr Erfolgsunabhängig Fix Erfolgsbezogen variabel GESAMT
Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck Vorsitzender 2011 120.000,00 31.808,84 151.808,84
Sachbezug Dienstwagen   14.054,04 -- 14.054,04
  2010 120.000,00 21.230,19 141.230,19
Sachbezug Dienstwagen   14.054,04 -- 14.054,04
Susanne Asbeck-Muffler Vorstand Finanzen 2011 120.000,00 31.808,84 151.808,84
  2010 120.000,00 21.230,19 141.230,19
Vorstandsvergütung gesamt 2011 254.054,04 63.617,68 317.671,72
  2010 254.054,04 42.460,38 296.514,42

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

In der Hauptversammlung der Solarparc Aktiengesellschaft vom 23. Mai 2006 wurde zu TOP 4 die Vergütung des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 1. Januar 2006 und für die Folgejahre beschlossen. Diese Regelung hat Fortbestand, soweit in einer der folgenden Hauptversammlungen keine abweichende Beschlussfassung für die Zukunft erfolgt, was bisher nicht der Fall war.

Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine jeweilige Jahresfestvergütung von 15.000,00 €, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats hiervon das Anderthalbfache, also 22.500,00 €, der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Zweifache, also 30.000,00 €, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer, soweit solche anfällt. Ferner übernimmt die Gesellschaft weiterhin angemessenen Auslagenersatz, der pro Sitzung und Hauptversammlungsteilnahme für jedes einzelne Mitglied des Aufsichtsrats jeweils 250,00 € zuzüglich Umsatzsteuer, soweit solche anfällt, beträgt. Außerdem trägt die Gesellschaft die Prämien für angemessenen Versicherungsschutz zur gesetzlichen Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit (D&O-Versicherung).

Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Sondervergütung, die 150,00 € pro Eurocent und Aktie der für das abgeschlossene Geschäftsjahr, erstmals für 2006, an die Aktionäre ausgeschütteten Dividende beträgt. Dieser Regelung liegt ein in 6 Mio. Aktien eingeteiltes Grundkapital zugrunde. Da der Vorstand für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividende vorschlägt, werden die Aufsichtsräte mithin auch keine Sondervergütung (2010: 0 €) erhalten. Gleichwohl sei zur grundsätzlichen Regelung bei der Bestimmung der variablen Vergütung noch Folgendes referiert: Erhöht sich die Anzahl der Aktien, so erhöht sich der Basisbetrag von 150,00 € im entsprechenden prozentualen Verhältnis. Die erfolgsabhängige Sondervergütung wird ebenfalls zuzüglich Umsatzsteuer, soweit solche anfällt, ausgezahlt. Ihre Fälligkeit tritt mit Beendigung derjenigen Hauptversammlung ein, in der die zugrunde zu legende Dividendenausschüttung beschlossen worden ist. Die Sondervergütung ist jedoch durch die Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Gewährung einer Dividende sowie die Entlastung des Aufsichtsrats aufschiebend bedingt. Über den Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2006 zu TOP 4 hinaus hat der Aufsichtsrat der Solarparc Aktiengesellschaft in seiner Sitzung vom 30. September 2007 eine "Selbstbindungserklärung" folgenden Inhalts beschlossen: "Solange, wie der Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2006 für die Aufsichtsratsvergütung maßgeblich ist, akzeptieren die Aufsichtsräte der Solarparc Aktiengesellschaft die Deckelung der ihnen jeweils zustehenden variablen Aufsichtsratsvergütung auf das Doppelte der ihnen jeweils zustehenden Jahresfestvergütung. Es wird also dann, wenn wegen besonderer Jahresergebnisse und/oder weiterer Vergrößerung der relevanten Aktienmenge mehr als das Doppelte der jeweils zu beanspruchenden Jahresfestvergütung als variable Sondervergütung geltend gemacht werden könnte, insgesamt nicht mehr als das Dreifache der Jahresfestvergütung pro Gesellschaft abgerechnet. Der Aufsichtsrat vereinbart damit für und unter sich selbst die in Ziffer 4.2.3, vorletzter Absatz DCGK, vorgesehene Cap-Regelung".

Hinsichtlich der im letzten Absatz von Ziffer 5.4.6 DCGK empfohlenen Angaben wird erläutert, dass der Aufsichtsratsvorsitzende der Solarparc Aktiengesellschaft Partner der Sozietät Schmitz Knoth Rechtsanwälte, Bonn, ist, die im Wesentlichen über andere Partner und Rechtsanwälte die außergerichtliche und gerichtliche Beratung und Vertretung der Solarparc Aktiengesellschaft und ihrer Konzernglieder leistet. Von der Sozietät wurden für die im Geschäftsjahr 2011 erbrachten Leistungen ohne Umsatzsteuer und steuerfreie Auslagen 58.869,00 (2010: 30.211,80) € abgerechnet. Der Aufsichtsrat hat sowohl die Auszahlung als auch die Tätigkeit als solche genehmigt.

Die bisherigen Angaben und die nachfolgende Zahlenaufstellung entsprechen der relevanten Einbeziehungsverpflichtung, dass es nicht auf Zahlung und Gutschrift im Geschäftsjahr, sondern auf die Zahlung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr ankommt, so dass auch die erst nach der kommenden Hauptversammlung fällig werdende variable Sondervergütung für das Geschäftsjahr 2011 einbezogen wird.

EINZELAUFSTELLUNG ÜBER DIE AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGEN UND SITZUNGSGELDER

in € gezahlt im Geschäftsjahr gezahlt für das Geschäftsjahr Jahresfestvergütung (Netto) Sitzungsgeld (netto) variable Vergütung Gesamt
Dr. Claus Recktenwald Vorsitzender 2012 2011 30.000,00 2.000,00 0,00 32.000,00
  2011 2010 30.000,00 2.000,00 0,00 32.000,00
Dr. Georg Gansen Stellv. Vorsitzender 2012 2011 22.500,00 2.000,00 0,00 24.500,00
  2011 2010 22.500,00 2.000,00 0,00 24.500,00
Dr. Alexander von Bossel Mitglied 2012 2011 15.000,00 2.000,00 0,00 17.000,00
  2011 2010 15.000,00 2.000,00 0,00 17.000,00
Gesamt 2012 2011 67.500,00 6.000,00 0,00 73.500,00
  2011 2010 67.500,00 6.000,00 0,00 73.500,00

UNTERNEHMENSSTRATEGIE, STEUERUNG UND KONTROLLE

STRATEGIE

Die Solarparc Aktiengesellschaft ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette der regenerativen Energiewirtschaft präsent - von der Standortentwicklung bis zu Betrieb und Verkauf schlüsselfertiger Großanlagen. Die nachhaltige Entwicklung und das profitable Management ertragsstarker regenerativer Kraftwerke sind die zentralen Pfeiler unseres Geschäfts. Als unabhängiger Stromerzeuger (Independent Power Producer) sind wir seit mehr als zehn Jahren aktiv und zählen damit zu den Pionieren im liberalisierten Energiemarkt. Das macht uns für Investoren zu einem anerkannten Partner in allen Fragen der erneuerbaren Kraftwerkswirtschaft. Auf unsere vielfältigen Erfahrungen können wir bauen, wenn es um die Anpassung an sich wandelnde Rahmenbedingungen geht, etwa bei der Veränderung staatlicher Förderinstrumente.

Unser fundiertes Know-how ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil. Durch unsere umfassende technische wie kaufmännische Expertise in der Betriebsführung sind wir in der Lage, das Ertragspotenzial regenerativer Kraftwerke unterschiedlichster Technologien in seiner Gesamtheit anzuheben. Das geht nur über eine konsequente Qualitätsorientierung. Wir verwenden qualitativ hochwertige Materialien und Produkte, die ausnahmslos an Standorten hoher Güteklasse in Märkten mit verlässlichen Rahmenbedingungen zum Einsatz kommen. Wir setzen damit unseren Anspruch um, mit den von uns entwickelten Projekten überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Das ist attraktiv sowohl für unser eigenes Portfolio als auch für private und institutionelle Anleger, die in renditestarke und nachhaltige Kapitalanlagen investieren wollen.

Wir streben eine Balance zwischen konzerneigenen Projekten und Angeboten für Kunden an. So sichern wir uns auf der einen Seite kontinuierliche Erträge aus der Stromerzeugung. Durch den Verkauf einzelner Projekte generieren wir auf der anderen Seite Liquidität, die wiederum in neue Kraftwerksprojekte fließt. Durch dieses auf Nachhaltigkeit fokussierte Geschäftsmodell verwirklichen wir eine kontinuierliche und langfristige Wertsteigerung unseres Unternehmens.

Zur Umsetzung unserer strategischen Ziele sind die individuellen Kompetenzen unserer Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung.

UNTERNEHMENSINTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Als zentrale Ziel- und Steuerungsgrößen greift die Solarparc Aktiengesellschaft neben den nichtfinanziellen Faktoren auf die zu erwartenden Wertbeiträge zurück. Dabei handelt es sich um die Beiträge aus dem Betrieb der Energie erzeugenden Kraftwerke und des Projektverkaufs, ergänzt um den Wertbeitrag jeder geplanten Neuinvestition. Im Rahmen eines integrierten Controllings werden wesentliche Kennzahlen und Zielgrößen festgelegt, analysiert und in segmentbezogenen Einheiten verdichtet. Die erwarteten Wertbeiträge werden kontinuierlich mit den real erwirtschafteten Ergebnissen verglichen, und zwar unter Verwendung von zentralen Kennziffern wie dem operativen Ergebnis (EBIT), dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und der Rendite der einzelnen Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Vermögen. Diese Kennziffern erheben wir konzernweit und für jedes Geschäftssegment monatlich oder projektbezogen. Nach Prüfung und anschließender Bewertung der Soll-Ist-Abweichungen wird dem Vorstand berichtet; gegebenenfalls werden sofort Maßnahmen eingeleitet oder, falls notwendig, neue Ziele vereinbart. Als zentrale Stellschrauben des Wertbeitrags fungieren die Steigerungen der operativen Ergebnisbeiträge z.B. durch die Optimierung der Anlagenverfügbarkeiten bei gleichzeitigen Kostenreduktionen. Erfolgsentscheidend dafür ist das effektive Management von Investitionen, Arbeitsabläufen und der Auftragsvergabe. Zudem richten wir besonderes Augenmerk auf die effektive Steuerung von Forderungen und Verbindlichkeiten.

Der Geschäftsbereich Stromerzeugung (S. 14) mit den Segmenten "Stromerzeugung aus Eigenbestand" und "Betriebsführung für Dritte" zeichnet sich durch seinen soliden Ergebnisbeitrag aus. Treten deutliche Abweichungen der Ist-Zahlen von der Soll-Planung auf, können diese direkt erkannt, analysiert und gegebenenfalls behoben werden. Solche Abweichungen sind meist leicht zu erklären: Sie beruhen entweder auf Reparaturen und damit verbundenen Stillstandszeiten oder auf unterdurchschnittlichen Energieernten aufgrund meteorologischer Schwankungen. Unser kontinuierliches Monitoring gewährleistet in jedem Fall eine genaue Analyse der Ursachen. Mögliche Ertragsausfälle und einen etwaig anfallenden Reparaturaufwand decken wir zu großen Teilen über Versicherungen mit einem geringen Selbstbehalt ab.

Der Geschäftsbereich Großanlagengeschäft (S.15) mit den Segmenten "Konzeption und Projektierung" sowie "Vermarktung regenerativer Energieparks" liefert unterjährig keinen konstanten Ergebnisbeitrag. Durch die Vorgabe zu realisierender Deckungsbeiträge lässt sich der Wertbeitrag aber zu jeder Zeit bestimmen. Soll-Ist-Abweichungen sind im Wesentlichen mit dem Zeitpunkt der Umsatzrealisation entwickelter Standorte oder der Platzierung regenerativer Energieparks zu erklären. Darüber hinaus erfolgt gerade in diesen beiden Geschäftssegmenten ergänzend zu einer kennzahlenbasierten Bewertung der jeweiligen Projekte auch eine risikobasierte Bewertung. Ein margenstarkes Projekt kann durchaus aufgrund eines damit verbundenen hohen Risikos für die Solarparc Aktiengesellschaft aufgegeben werden.

Eine weitere zentrale Steuerungsgröße ist der Cashflow jedes Geschäftssegments. Wir überwachen und analysieren die Cashflows jeder Energie erzeugenden Anlage, der Betriebsführung und der einzelnen Projekte aus der Konzeption und Projektierung sowie der Vermarktung regenerativer Energieparks, da sie weiterführend die Grundlage des operativen Geschäfts darstellen.

Um zu jeder Zeit eine uneingeschränkte Transparenz der verschiedenen Wertbeiträge zu gewährleisten, haben wir auf Konzernebene das Geschäft in die zwei Geschäftsbereiche Stromerzeugung und Großanlagengeschäft aufgeteilt und auch die darunter liegenden Ebenen in weitere Segmente und Einheiten aufgegliedert.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IN BEZUG AUF DEN KONZERN-RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie konzerninternen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzernabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür bestehen bei der Solarparc Aktiengesellschaft Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, deren wesentliche Merkmale wie folgt beschrieben werden können:

In der Solarparc Aktiengesellschaft bzw. dem Solarparc Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur, in der die einzelnen Konzerngesellschaften über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung verfügen. Darauf aufbauend werden die im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlichen Bereiche Finanz und Rechnungswesen, Controlling und Investor Relations jedoch durch entsprechende Abteilungen konzernübergreifend von der Solarparc Aktiengesellschaft gesteuert. Im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens bedient sich die Solarparc Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft des Solarparc Konzerns auf Ebene der Tochtergesellschaften externer Steuerberater. Sowohl die Jahresabschlusserstellung der Solarparc Aktiengesellschaft und der Tochtergesellschaften als auch die Konzernabschlusserstellung sind zum Großteil an externe Steuerberater ausgelagert. Auf Ebene der Solarparc Aktiengesellschaft werden sowohl die Einzelabschlüsse als auch die Konsolidierung in den Konzernabschluss in enger Abstimmung mit den externen Steuerberatern überprüft. Die Abschlüsse der Konzerngesellschaften werden lokal von den Steuerberatern erstellt und im vorgegebenen Format an das ebenfalls teilweise bei einem Steuerberater extern installierte Konzernrechnungswesen übermittelt. Die Steuerberater sind für die Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinien des Konzerns sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme selbst verantwortlich. Sie werden hierbei im gesamten Rechnungslegungsprozess durch das externe und interne Konzernrechnungswesen der Solarparc Aktiengesellschaft unterstützt. Auf Basis der Daten der Konzerngesellschaften erfolgt die Konsolidierung zentral im externen Konzernrechnungswesen. Grundsätzlich gilt auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augen-Prinzip.

Wesentliche Teile des Bereichs Investor Relations werden für die Solarparc Aktiengesellschaft von der SolarWorld AG erbracht.

Die Funktionen und Verantwortlichkeiten der Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Investor Relations sind klar getrennt bzw. zugeordnet, wobei durch gegenseitige Kontrollprozesse ein kontinuierlicher Informationsaustausch gewährleistet ist.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten präventiven und überwachenden Kontrollmechanismen wie systematischen und manuellen Abstimmprozessen, vordefinierte Genehmigungsprozesse, die Trennung von Funktionen und die Einhaltung von Richtlinien.

Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Es wird, soweit möglich, Standardsoftware genutzt.

Eine einheitliche Rechnungslegung wird insbesondere durch konzernweit geltende Bilanzierungsrichtlinien und ein standardisiertes Berichtsformat gewährleistet. Die Richtlinien und das Berichtsformat werden von den Mitarbeitern des internen und externen Konzernrechnungswesens regelmäßig aktualisiert und gepflegt.

Die Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinien sowie der zeitlichen und prozessualen Vorgaben wird durch das interne Konzernrechnungswesen überwacht. Neben systemtechnischen Kontrollen werden manuelle Kontrollen und analytische Prüfungshandlungen vorgenommen. Hierbei wird das jeweilige Kontrollumfeld sowie die Relevanz von Bilanzierungssachverhalten im Hinblick auf die Abschlussaussagen berücksichtigt.

Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen.

Unabhängig vom Konzernrechnungswesen erfolgt auf Basis des konzernweiten Berichtswesens durch das Konzerncontrolling auf Ebene der Solarparc Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft eine monatliche Analyse von Plan-/Ist- und Ist-/Ist Abweichungen, wodurch frühzeitig eine Prüfung von wesentlichen oder unplausiblen Veränderungen durchgeführt wird. Auf Ebene der operativ nur sehr eingeschränkt selbständig tätigen Tochtergesellschaften, erfolgen die Analysen Plan-/Ist- und Ist-/Ist Abweichungen in zeitlich weiter gefassten Kontrollzeiträumen quartalsweise.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung von Innovationen in der technischen Betriebsführung ist für unser Geschäft von großer Bedeutung, denn damit können wir die Ertragsausbeute der von uns betreuten Kraftwerke optimieren und zugleich für neue Projekte eine hohe Prognosegenauigkeit ableiten. Auch wenn die Solarparc Aktiengesellschaft keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterhält, arbeiten wir kontinuierlich an einer immer detailgenaueren Informationssammlung, -auswertung sowie -analyse der Kraftwerksdaten. Das ist umso wichtiger, da die regenerative Stromerzeugung eine junge Branche ist, für die angesichts der rasanten Entwicklung der eingesetzten Technologien verhältnismäßig wenige Erfahrungswerte verfügbar sind. Neben der Optimierung des in den letzten Jahren eingeführten, neuen Fernüberwachungssystems haben wir uns auch im laufenden Jahr intensiv mit der Regelbarkeit unserer und der in der technischen Betriebsführung betreuten Wind- und Solarkraftwerke befasst. Wir haben dabei nicht nur der Gesetzeslage nach EEG § 6 Rechnung getragen, die die vierstufige Regelbarkeit von Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit Netzanschluss vor dem 1. Januar 2009 als auch für Neuanlagen umfangreiche Netzsicherheitsunterstützungen mit derzeitigem Stand bis zum 30. Juni 2012 verbindlich vorschreibt, sondern auch für die Solarkraftwerke in unserem Betreuungsportfolio Analysen zur Vorbereitung der Regelbarkeit bis zum oben genannten Stichtag durchgeführt und bei der Notwendigkeit von technischen Umrüstungen diese rechtzeitig beauftragt.

II. GESCHÄFTSVERLAUF 2011

MARKT

ALLGEMEINES MARKTUMFELD

Im Jahr 2011 kühlte sich die Konjunktur global ab. Nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) sank das globale Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent im Vorjahr auf 3,8 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich in Deutschland, wo das Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr auf 2,9 Prozent sank (Vorjahr: 3,7 Prozent). Insgesamt zeigte sich die deutsche Konjunktur aber solider als die der meisten Länder im Euroraum, wo das Wachstum vor allem durch die dauernde Staatsschuldenkrise und die Finanzmarktturbulenzen gedämpft wurde. Die Arbeitsmarktlage in Deutschland verbesserte sich. Die Arbeitslosenquote sank von 7,1 Prozent im Vorjahr auf 6,9 Prozent.

Die Energiemärkte wurden stark durch den Kernkraftunfall in Fukushima beeinflusst. Deutschland beschloss in Reaktion eine sofortige Abschaltung einzelner Reaktoren und einen geordneten Ausstieg aus der Kernkraft bis 2022. Dieses Ereignis und die politischen Unruhen in den arabischen Staaten hatten zur Folge, dass der durchschnittliche Ölpreis im Berichtsjahr stark anstieg. So verteuerte sich ein Barrel der Sorte WTI von 89,38 US$ zum Jahresbeginn bei sehr volatilem Verbrauch auf 98,60 US$ zum Jahresende.

BRANCHENUMFELD

ENTWICKLUNG DES SOLARMARKTS IN DEUTSCHLAND UND IN DER WELT

Nach Einschätzungen der Schweizer Bank Sarasin erzielte die neu installierte Leistung im solaren Weltmarkt im Jahr 2011 ein Wachstum von 3 Prozent auf 21 (2010: 20,3) GWp. Während der deutsche Solarmarkt in den ersten neun Monaten noch starke Rückgänge verzeichnete, zog dieser im vierten Quartal 2011 deutlich an. Der erwartete Markteinbruch blieb aus, da im 4. Quartal die Nachfrage unerwartet stark anstieg. Insgesamt wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur im Jahr 2011 rund 7,5 (2010: 7,2) GWp installiert. Allein im Dezember betrug die neu installierte Leistung 3 (Dezember 2010: 1) GWp. Die Gründe hierfür zeichneten sich zuvor bereits ab: Die angekündigte Förderkürzung zum Januar 2012 brachte den Markt zum Jahresende in Schwung. Hinzu kam der deutliche Preisfall, der, getrieben durch den starken Wettbewerb, die Nachfrage ansteigen ließ. Neben der Förderdegression und dem starken Preisverfall war auch das unerwartet milde Wetter ausschlaggebend für diese Entwicklung. Der Wintereinbruch blieb in weiten Teilen Deutschlands aus und so konnten viele Solaranlagen installiert werden.

ENTWICKLUNG DES SOLARMARKTS DEUTSCHLAND UND WELT

Quelle: Bundesnetzagentur, Bank Sarasin

WINDENERGIE

Der nationale Windmarkt entwickelte sich 2011 auf höherem Niveau als im Vorjahr. Nach Angaben der Bank Barclays Capital stiegen im Berichtsjahr die neu installierten Windkraftkapazitäten in Deutschland um 31 Prozent auf 2,1 (2010: 1,6) GW. Dabei nahmen Offshore-Installationen so wie das Repowering nur Nischenrollen ein. Saldiert wurden 2011 in Deutschland 44,3 (2010: 26,3) Mrd. kWh Windstrom produziert. Hieraus ergibt sich ein Windenergieanteil von 7,6 (2010: 6) Prozent am nationalen Strommix.

AUSWIRKUNGEN DER RAHMENBEDINGUNGEN AUF DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die EEG-Anpassungen und das veränderte Finanzierungsumfeld mit zunehmender Zurückhaltung der Banken bei Finanzierungen von großen Photovoltaik-Projekten sorgten ebenfalls für Reserviertheit bei der Entwicklung neuer großer Solarparkprojekte in den ersten neun Monaten des Jahres. Einige deutsche Großbanken verzichteten zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis bewusst auf Neugeschäft, womit sich der Markt für Projektfinanzierungen spürbar verengte. Erst im 4. Quartal entspannte sich die Lage teilweise wieder.

WESENTLICHE URSÄCHLICHE EREIGNISSE

Die Solarparc Aktiengesellschaft wurde zu Beginn des Jahres 2011 in den Konsolidierungskreis des SolarWorld-Konzerns aufgenommen. Die Integration in den SolarWorld-Konzern führte zu keiner Veränderung der Geschäftsstrategie der Solarparc Aktiengesellschaft.

Der Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG wurde zum 30. Juni 2011 planmäßig vollständig platziert. Hieraus resultierend konnte die dem Fonds von Seiten der Solarparc Aktiengesellschaft gewährte Zwischenfinanzierungslinie vollständig zurückgeführt werden. Die Solarparc Aktiengesellschaft wiederum konnte ihre Zwischenfinanzierungen bei Banken und der SolarWorld AG vollständig ablösen, wodurch sich der finanzielle Spielraum der Solarparc Aktiengesellschaft deutlich erhöhte, während sich das Risiko über die dem Fonds gewährte Platzierungsgarantie in hohem Maße in Anspruch genommen zu werden stark reduzierte. Letztlich hat sich die Solarparc Aktiengesellschaft dazu entschlossen, am Fonds Anteile in Höhe von 3.445.000,00 € zu zeichnen.

STROMERZEUGUNG

Unsere Kapazitäten in der regenerativen Stromerzeugung haben sich seit Ende des Geschäftsjahres 2010 durch die Erweiterung des Betriebsführungsportfolios im Bereich großer Photovoltaik-Kraftwerke leicht erhöht. Demnach unterhielten wir in der Betriebsführung Windkraftanlagen mit 59,3 (Vorjahr: 59,3) MW sowie Solarkraftwerke mit 105,8 (Vorjahr: 98,6) MWp. Im Eigenbestand hielten wir unverändert Windparks mit 56,7 MW Leistung und Solaranlagen mit 2,7 MWp.

Mit der Stärkung der technischen Betriebsführung lag die Verfügbarkeit unserer Anlagen weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Stromproduktion unserer Kraftwerke lag im zurückliegenden Berichtszeitraum auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnten die Stromerträge hingegen gesteigert werden. So lag das Windaufkommen im deutschen Binnenland nach Erkenntnissen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in 2011 um +2,3 (Vorjahr: -25,1) Prozent über (Vorjahr: unter) dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das erzeugte Windstromvolumen unserer Kraftwerke betrug im Geschäftsjahr 2011 89,0 (Vorjahr: 73,5) Mio. kWh. Die Stromproduktion unserer Solarkraftwerke lag im gleichen Zeitraum bei 2,8 (Vorjahr: 2,3) Mio. kWh.

Wir werden zu Beginn des neuen Jahres mit allen Windkraftanlagen und einem großen Teil der Photovoltaik-Anlagen an der Direktvermarktung gemäß Marktprämienmodell des neuen EEG 2012 teilnehmen. Über dieses Marktprämienmodell lassen sich im Vergleich zu den derzeit geltenden EEG-Tarifen für 2012 für Windkraft - und Photovoltaikanlagen höhere Vergütungen erzielen.

GROSSANLAGENGESCHÄFT

Im Verlauf des 1. Halbjahres 2011 wurde die Platzierung des Fonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG abgeschlossen. Die Solarparc Aktiengesellschaft hat 88,3 Prozent des Fonds veräußert und die verbleibenden 11,7 Prozent der Anteile im Rahmen der Platzierungsgarantie übernommen. Sie behält sich vor, diese Anteile zukünftig wieder zu veräußern. Mit der Entkonsolidierung des Fonds werden die Erträge aus der Auflegung des Fonds und die laufenden Erträge aus der technischen und kaufmännischen Betriebsführung für die Fondsgesellschaft im Konzern ergebniswirksam.

Im Berichtszeitraum konnten wir den Bau eines 7,11 MWp starken Solarpark in der Nähe von Halle (Saale) erfolgreich beenden. Das Kraftwerk wurde auf einer Konversionsfläche errichtet und vor dem 31. Dezember 2011 EEG-konform in Betrieb genommen. Damit steht dem Park eine Vergütung in Höhe von 22,07 €-Cent/kWh zu. Die Betriebsführung des Parks wird von der Solarparc Aktiengesellschaft übernommen.

Die Solarparks in Spanien haben im geplanten Rahmen Strom produziert, der in das Stromnetz eingespeist und vergütet wurde. Gespräche mit potenziellen Investoren über einen Erwerb sind über den Berichtszeitraum hinaus fortgesetzt worden.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG

Die Platzierung des Solarfonds prägte die Geschäftsentwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2011 maßgeblich und sorgte für eine sehr positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

BÖRSE UND AKTIE 2011

ENTWICKLUNG AN DEN AKTIENMÄRKTEN

Der Kapitalmarkt zeigte sich im Berichtsjahr weiter volatil. Während die Reaktorkatastrophe in Japan im 1. Halbjahr eine kurzfristige Euphorie für erneuerbare Energietitel auslöste und auch die positiven Meldungen aus dem deutschen Arbeitsmarkt Kurszuwächse hervorriefen, führten die europäischen Schuldenprobleme, die Angst um drohende Bankenkrise und die Anzeichen für weltweit abschwächendes Wirtschaftswachstum zu weltweiten Kursverlusten. Der deutsche Aktien-Index DAX notierte zum Stichtag 30. Dezember 2011 bei 5.898 Punkten und büßte somit 15 Prozent seit Jahresbeginn ein. Die Kursentwicklung bei Technologiewerten zeigte einen ähnlichen Verlauf. Der TecDAX verzeichnete im Jahresverlauf ein Minus von 14 Prozent und schloss am 30. Dezember 2011 bei 685 Punkten.

Auch die Kurse der regenerativen Energiewerte entwickelten sich negativ. Unsicherheiten hinsichtlich nationaler Förderprogramme für erneuerbare Energien, der steigende Preisdruck, rote Zahlen einiger Wettbewerber sowie das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Produktionskapazitäten und Nachfrage prägten die Börsenkurse im Berichtsjahr. Insgesamt sank der auf internationale Regenerativwerte spezialisierte RENIXX-Index des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien sehr deutlich um 55 Prozent seit Jahresbeginn auf 241 Punkte.

Durch den Vollzug des Aktientauschs im Rahmen des Übernahmeangebotes der SolarWorld AG am Anfang des Jahres befanden sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 94,81 Prozent der Solarparc-Aktien im Besitz der SolarWorld AG. Im Streubesitz befanden sich lediglich 5,19 Prozent der Aktien, was die Handelsmöglichkeiten der Aktien an der Börse beschränkte. Der Aktienkurs der Solarparc Aktiengesellschaft blieb über das Jahr hinweg stabil. Er stieg von 7,35 € zum Jahresbeginn auf 7,72 € zum Stichtag 30. Dezember 2011.

AKTIONÄRSSTRUKTUR UND GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Solarparc Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2011 unverändert auf 6,0 Mio. €, eingeteilt in 6,0 Mio. auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 €. Per 31. Dezember 2011 war die SolarWorld AG mit 94,81 Prozent beteiligt.

HAUPTVERSAMMLUNG STIMMT GEWINNVERWENDUNG ZU

Die Hauptversammlung der Solarparc Aktiengesellschaft hat am 23. Mai 2011 sämtlichen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt. Der handelsrechtliche Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 623.331,23 € wurde entsprechend des Beschlusses über die Gewinnverwendung in die Gewinnrücklagen eingestellt. Vom Grundkapital waren insgesamt 5.666.426 Aktien vertreten. Dies entsprach einer Präsenz von 94,44 Prozent.

DIVIDENDENVORSCHLAG ZUR KOMMENDEN HAUPTVERSAMMLUNG 2012

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Solarparc Aktiengesellschaft werden der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten.

ANGABEN NACH DEN §§ 315 ABS. 4, 289 ABS. 4 UND 289A HGB (ÜBERNAHMERICHTLINIE-UMSETZUNGSGESETZ)

Die Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 und Nr. 3 HGB (Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Beteiligungen am Kapital) ergeben sich aus den vorstehenden Absätzen. Die Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Vorstände und zur Änderung der Satzung (Nr. 6) ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands (Nr. 7) wird auf das Aktiengesetz und die Ausführungen im Konzernanhang zum Eigenkapital verwiesen. Zu § 315 Abs. 4 Nr. 2, 4, 5, 8 und 9 HGB sind keine Angaben zu machen. Entsprechendes gilt für die Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB. Bzgl. der Angaben gemäß § 289a HGB verweisen wir auf die Angaben im Corporate Governance Bericht.

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

UNTERNEHMENSSITUATION DER SOLARPARC AKTIENGELELLSCHAFT

HANDELSRECHTLICHER EINZELABSCHLUSS

EXKURS

Im Folgenden berichten wir über die Unternehmenssituation der Solarparc Aktiengesellschaft, der Muttergesellschaft des Solarparc Konzerns. Die Grundlage der Darstellungen und Ausführungen bildet der handelsrechtliche Einzelabschluss der Solarparc Aktiengesellschaft.

Auf Ebene der Solarparc Aktiengesellschaft werden sämtliche operativen, strategischen und finanziellen Vorgaben und Entscheidungen des Solarparc Konzerns festgelegt. Die wirtschaftliche Lage der Solarparc Aktiengesellschaft hängt auch von der wirtschaftlichen Lage des Konzerns ab. Der Jahresabschluss der Solarparc Aktiengesellschaft wird gemäß Handelsgesetzbuch und Aktiengesetz aufgestellt. Der von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bonn, geprüfte ausführliche Jahresabschluss der Solarparc Aktiengesellschaft wird zusammen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

VERMÖGENSLAGE DER SOLARPARC AKTIENGESELLSCHAFT

Die Vermögenslage der Solarparc Aktiengesellschaft wird im Berichtsjahr wesentlich von ihren Tochtergesellschaften sowie der zentralen Finanz- und Liquiditätssteuerung beeinflusst. Die zentrale Entscheidungs-, Finanz- und Liquiditätssteuerung hat sowohl Einfluss auf die Finanzanlagen als auch auf die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum Vorjahresstichtag wurde die SolarWorld AG als ein Unternehmen mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht behandelt. Zum Stichtag des Berichtszeitraums und beginnend mit mehrheitlicher Übernahme der Anteile an der Solarparc Aktiengesellschaft durch die SolarWorld AG zu Beginn des Berichtsjahres wird die SolarWorld AG als verbundenes Unternehmen behandelt.

AKTIVA
(in T€)
31.12.2011 31.12.2010
A. LANGFRISTIGES VERMÖGEN    
Immaterielle Vermögensgegenstände 68 90
Sachanlagen 41.466 44.216
Finanzanlagen 3.571 24.339
Summe langfristiges Vermögen 45.105 68.645
B. KURZFRISTIGES VERMÖGEN    
Vorräte 14 33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.190 5.301
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.888 2.977
Flüssige Mittel 5.297 8.653
Summe kurzfristiges Vermögen 13.389 16.964
C. KURZFRISTIGE RECHNUNGSABRENZUNGEN UND LATENTE STEUERN    
Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten 523 603
Kurzfristige latente Steuern 73 126
Summe kurzfristige Rechnungsabgrenzungen und latente Steuern 596 729
Bilanzsumme 59.090 86.338
Passiva
(in T€)
31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital 34.134 33.165
B. Rückstellungen 1.665 3.999
C. Verbindlichkeiten    
C. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.516 29.181
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 265 641
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.335 415
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 15.602
Sonstige Verbindlichkeiten 174 3.334
Latente Steuern 1 1
Summe Verbindlichkeiten 23.291 49.174
Bilanzsumme 59.090 86.338

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und der Rückführung der zum Vorjahresstichtag im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Eigenkapitalzwischenfinanzierung der von der Solarparc Aktiengesellschaft initiierten Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG von 68,6 Mio. € um 23,5 Mio. € auf 45,1 Mio. € verringert. Das Umlaufvermögen ohne kurzfristige latente Steuern und Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich im Wesentlichen mit der Vereinnahmung der zum vorherigen Bilanzstichtag offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Verkauf dreier Solarparks zum Jahresende 2010, der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und geringerer liquider Mittel von 17,0 Mio. € um 3,6 Mio. € auf 13,4 Mio. €. Die zur Veräußerung stehende Beteiligung an der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG wurde im Umlaufvermögen unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständeausgewiesen, wodurch sich diese Position gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhte.

Die liquiden Mittel der Solarparc Aktiengesellschaft verringerten sich zum Bilanzstichtag aufgrund hoher Tilgungsleistungen auf Darlehen bei Kreditinstituten und Rückführungen der Verbindlichkeiten gegenüber der SolarWorld AG aus kurzfristigen Zwischenfinanzierungen von 8,7 Mio. € um 3,4 Mio. € auf 5,3 Mio. €. Zu Einschränkungen auf die freie Verfügbarkeit der liquiden Mittel sei an dieser Stelle auch auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang des Solarparc Konzernabschlusses verwiesen (43. ff). Die dort getätigten Aussagen sind entsprechend auch für die Muttergesellschaft des Konzerns zu verstehen.

Die Eigenkapitalquote der Solarparc Aktiengesellschaft erhöhte sich von 38,4 Prozent deutlich auf 57,8 Prozent. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen in der erheblich reduzierten Bilanzsumme, resultierend aus den im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag deutlich gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber der SolarWorld AG aus kurzfristigen Zwischenfinanzierungen, der planmäßigen und außerplanmäßigen Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin-

ERGEBNIS DER SOLARPARC AKTIENGESELLSCHAFT

KURZFASSUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

IN t€ 2011 Vorjahr
Umsatzerlöse 12.584 15.516
andere aktivierte Eigenleistungen 82 73
sonstige betriebliche Erträge 1.117 512
Betriebsleistung 13.783 16.101
Materialaufwand -950 -2.635
Personalaufwand -1.764 -1.540
Abschreibungen -3.371 -3.358
sonstige betriebliche Aufwendungen -5.200 -6.773
Operatives Ergebnis 2.498 1.794
Finanzergebnis -971 -775
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.527 1.019
Steuern -558 -396
Jahresüberschuss 969 623
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0 0
Bilanzgewinn 969 623

Das im Gegensatz zum Ergebnis des Konzernabschlusses deutlich geringere handelsrechtliche Ergebnis auf Basis des Einzelabschlusses der Solarparc Aktiengesellschaft beruht im Wesentlichen darauf, dass sich die Ergebnisse aus der Initiierung und der fortlaufenden Platzierung der Fondsanteile und der technischen und kaufmännischen Betriebs- und Geschäftsführung mit der Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG handelsrechtlich bereits beginnend ab 2009 erfolgswirksam niedergeschlagen haben, während diese auf Konzernebene aufgrund der zeitweisen Vollkonsolidierung der Fondsgesellschaft erst im Jahr 2011 mit der Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft als Entkonsolidierungsgewinn ausgewiesen werden.

Der Rückgang in den Umsatzerlösen beruht im Wesentlichen auf geringeren Umsätzen aus der Projektierung und Veräußerung von großen Photovoltaikanlagen. Den geringeren Umsatzerlösen stehen deutliche geringere Materialaufwendungen aus der Projektierung von Solarparks entgegen. Im Berichtsjahr wurde kein von der Solarparc Aktiengesellschaft entwickelter Solarpark veräußert.

Das operative Ergebnis stieg von 1,8 Mio. € um 0,7 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -0,8 Mio. € auf -1,0 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 1,0 Mio. € um 0,5 Mio. € auf 1,5 Mio. €. Sowohl der Jahresüberschuss als auch der Bilanzgewinn erhöhten sich ebenso von 0,6 Mio. € um 0,4 Mio. € auf 1,0 Mio. €. Es erfolgten im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine Entnahmen aus Gewinnrücklagen.

Der im Einzelabschluss der Solarparc Aktiengesellschaft nach deutschem Handelsrecht ermittelte Bilanzgewinn ist maßgeblich für die Ausschüttungsfähigkeit der Solarparc Aktiengesellschaft. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 vorschlagen, für das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 wie im Vorjahr keine Dividende auszuschütten. Zum 31. Dezember 2011 waren alle 6,0 Mio. Aktien dividendenberechtigt.

PROGNOSEN ZUR ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ERTRAG UND LIQUIDITÄT DER SOLARPARC AKTIENGESELLSCHAFT

Im Geschäftsbereich "regenerative Stromerzeugung" erwarten wir für das neue Geschäftsjahr 2012 auf der Basis durchschnittlicher meteorologischer Verhältnisse Umsatzerlöse in Höhe von 8 - 9 Mio. € auf Ebene des Einzelunternehmens Solarparc Aktiengesellschaft.

Auf Basis der langjährigen Erfahrung aus dem Betrieb der Anlagen und der Ergebnisse der Vergangenheit erwarten wir hieraus aufgrund durchschnittlicher meteorologischer Verhältnisse ein Ergebnis in Höhe von 0,7 -1,7 Mio. € auf Ebene des Einzelunternehmens Solarparc Aktiengesellschaft. Bei weiterhin durchschnittlichen meteorologischen Verhältnissen rechnen wir für die danach kommenden Geschäftsjahre mit konstanten Umsatzerlösen und aufgrund geringerer Zinsbelastungen bei teilweise auslaufenden Fremdfinanzierungen der Solar- und Windkraftanlagen mit stetig leicht ansteigenden Geschäftsergebnissen.

Aufgrund der überwiegenden Fremdfinanzierung der eigenen Solar- und Windkraftanlagen rechnen wir mit Tilgungszahlungen in Höhe von 2,9 Mio. € in 2012, die durch die Erlöse aus der Stromerzeugung durch die Energieparks finanziert werden. Bei unveränderter Anzahl der Energieanlagen aber teilweise auslaufenden Darlehen werden diese Tilgungszahlungen für den Zeitraum nach 2012 zunehmend zurückgehen. Eine Zunahme der Tilgungszahlungen wäre nur durch Neuinvestitionen zu erwarten.

Im Geschäftsbereich "Projektgeschäft" ist eine genaue Prognose für 2012 nicht möglich. Derzeit haben wir einige Projekte in der Planung, welche wir bei entsprechender Marktentwicklung kurzfristig umsetzen und verkaufen können. Wir verfügen bereits über gute Kontakte zu potenziellen Investoren, die diese Anlagen bei entsprechender Rentabilität ebenso kurzfristig abnehmen würden. Ebenso behalten wir uns wie auch in der Vergangenheit vor, diese Projekte in den Eigenbestand zu überführen.

Ein genauerer Ausblick auf das Jahr 2012 ist aufgrund des schwankenden Projektgeschäfts und der mit dem Projektgeschäft verbundenen Unsicherheiten über Fertigstellungs- und Veräußerungszeitpunkte sehr schwierig. Dennoch erwarten wir für das Jahr 2012 eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung.

Die weiteren für den Solarparc Konzern getätigten Prognosen gelten entsprechend für die Solarparc Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft des Konzerns.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES SOLARPARC KONZERNS

ANMERKUNG ZUR BERICHTSWEISE

Der Konzernabschluss des Solarparc Konzerns wird entsprechend § 315a Abs. 1 HGB gemäß den am Bilanzstichtag verpflichtend in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Mit der vollständigen Platzierung des Eigenkapitals in Höhe von 29.375.000,00 € des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2011 verlässt dieser den Konsolidierungskreis des Solarparc Konzerns. Die Solarparc Aktiengesellschaft hält nun in Höhe von 3.445.000,00 € eine direkte Beteiligung an der Fondsgesellschaft. Die Entkonsolidierung des Fonds hat erheblichen Einfluss auf den Bilanzausweis und den Ausweis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Konzerns. Die in den Jahren 2009 bis 2011 mit dem Solarfonds erzielten, zunächst noch konzerninternen Zwischengewinne schlagen sich nun voll im Konzernergebnis des Jahres 2011 nieder.

Die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres wurden im Berichtsjahr aufgrund zweier Fehler in der Bilanzierung des Vorjahresabschlusses korrigiert.

In Bezug auf den Ausweis der im Rahmen der zeitweisen Vollkonsolidierung des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG bereits eingezahlten Beteiligungsbeträge auf Kommanditbeteiligungen an der Fondsgesellschaft und der anteilig auf diese Kommanditbeteiligungen entfallenden Ergebnisse und Entnahmen wurde sowohl die Konzernbilanz als auch die Konzerngesamtergebnisrechnung korrigiert. Im Vorjahr wurde dieser der Fondsgesellschaft zuzurechnende Saldo in der Bilanz als Minderheitsanteile im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen. Die diesen Minderheiten aus dem Fonds zuzurechnenden Ergebnisse wurden in der Gesamtergebnisrechnung unter dem Gesamtergebnis als Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern als Teil des Konzernergebnisses ausgewiesen. Die korrekte Bewertung des Sachverhalts nach IAS 32 verlangte in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 jedoch den Ausweis der Kommanditbeteiligungen als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten im Fremdkapital des Konzerns (kündbare Anteile). Deren Bewertung in der korrigierten Vorjahresbilanz erfolgte mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von vorgenommenen Ausschüttungen und der auf die Kommanditanteile entfallenden Verlustanteile. Diese auf die Kommanditanteile entfallenden Verlustanteile von 133 T€ waren zudem in der Gesamtergebnisrechnung nicht als Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern unterhalb des Gesamtergebnisses im Konzernergebnis auszuweisen, sondern als Finanzerträge des Konzerns aus der Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten im Finanzergebnis des Konzerns.

Die im Vorjahr fälschlicherweise analog zum handelsrechtlichen Abschluss des Vorjahres auch im Konzernabschluss erfolgsneutral über die latenten Steuern aktivierten und die Gewinnrücklagen passivierten Auswirkungen der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf die Rückbaurückstellungen der Windkraftanlagen wurden ebenfalls im Konzernabschluss des Vorjahres korrigiert. Aufgrund dieser Korrektur verringerten sich die aktiven latenten Steuern und das Eigenkapital des Vorjahres um - 181 T€. Entsprechend verringerte sich die Bilanzsumme des Vorjahres um - 181 T€. Auf die Konzerngesamtergebnisrechnung des Vorjahres hatte diese Korrektur keinen Einfluss.

In Summe ergaben sich durch diese Korrekturen folgende Änderungen in der Bilanz des Vorjahres: Das Eigenkapital verringerte sich von 33,16 Mio. € um 8,21 Mio. € auf 24,95 Mio. €. Die Fremdkapitalbestandteile stiegen von 129,97 Mio. € um eben diese 8,03 Mio. € auf 138 Mio. €. Im Besonderen erhöhten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 7,33 Mio. € um 8,03 Mio. € auf 15,36 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern des Vorjahres sanken von 3.902 T€ auf 3.721 T€. Die Eigenkapitalquote des Vorjahres sank von 20,3 Prozent um 5,0 Prozentpunkte auf 15,3 Prozent. Entsprechend erhöhte sich die Fremdkapitalquote von 79,7 Prozent um 5,0 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent. Die Bilanzsumme des Vorjahres verringerte sich von 163.128 T€ auf 162.947 T€. Die Eigenkapitalveränderungs- und die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden um die Einflüsse der beiden Korrekturen bereinigt. Entsprechend änderte sich die Darstellung der Finanzverbindlichkeiten des Vorjahres.

Die Korrekturen in der Konzerngesamtergebnisrechnung des Vorjahres zeigten die nachstehenden Veränderungen: Die Finanzerträge erhöhten sich von 0,37 Mio. € um 0,13 Mio. € auf 0,50 Mio. €. Somit verbesserte sich das Finanzergebnis von - 4,89 Mio. € um 0,13 Mio. € auf - 4,76 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragssteuern stieg somit von 0,09 Mio. € um 0,13 Mio. € auf 0,22 Mio. €. Das Jahresergebnis stieg von - 0,11 Mio. € um 0,13 Mio. € auf 0,02 Mio. €. Das Konzernergebnis und das Konzernergebnis je Aktie blieben von den Korrekturen unbeeinflusst.

Die nachfolgenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Solarparc Konzerns beziehen sich, soweit es sich um die Vorjahreswerte handelt, stets auf die korrigierten Werte.

SCHLUSSERKLÄRUNG ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Solarparc Aktiengesellschaft war bis zum 12. Januar 2011 eine gegenüber der Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH und ab dem 13. Januar 2011 eine gegenüber der SolarWorld AG abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Der Vorstand hat daher einen Abhängigkeitsbericht erstattet. Die Aufnahme der Schlusserklärung des Vorstands zu diesem Bericht in den Lagebericht ist durch § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG vorgeschrieben. Die Schlusserklärung lautet entsprechend der gesetzlichen Vorgaben wie folgt:

Die Gesellschaft hat bei allen Rechtsgeschäften, welche sie im Geschäftsjahr 2011 mit den herrschenden Unternehmen oder einem mit diesen verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen hat, und bei allen Maßnahmen, die sie auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 getroffen oder unterlassen hat, eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass sie Maßnahmen getroffen oder unterlassen hat, nicht benachteiligt.

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

ERGEBNISENTWICKLUNG IM KONZERN

Das Ergebnis des Solarparc Konzerns des Geschäftsjahrs 2011 wurde maßgeblich beeinflusst durch die vollständige Platzierung des Eigenkapitals des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG und der damit verbundenen Entkonsolidierungseffekte. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,98 Mio. € auf 10,95 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg von 0,22 Mio. € um 6,31 Mio. € auf 6,53 Mio. €. Insgesamt stieg das Konzernergebnis nach Steuern von 0,02 Mio. € auf 7,00 Mio. € (+6,98 Mio. €). Damit erhöhte sich auch das Konzernergebnis je Aktie von 0,01 € auf 1,17 €.

Im Wesentlichen aufgrund der für die von der Solarparc Aktiengesellschaft initiierten Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG ausgesprochenen Platzierungsgarantie wurde die Fondsgesellschaft in die Konzernabschlüsse der Solarparc Aktiengesellschaft beginnend mit dem Abschluss zum 31. Dezember 2009 nach den Vorschriften von SIC 12 voll einbezogen. Mit der überwiegend konzernexternen Platzierung des Eigenkapitals wurde die Gesellschaft zum 30. Juni 2011 entkonsolidiert.

Das Konzernergebnis weicht im Wesentlichen um die sich im Zuge dieser Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft nun auf Konzernebene in voller Höhe niederschlagenden Zwischenergebnisse, beginnend mit dem Jahr 2009, zwischen der Solarparc Aktiengesellschaft und der Fondsgesellschaft vom deutlich niedrigeren handelsrechtlichen Ergebnis des Jahres 2011 des Einzelabschlusses der Solarparc Aktiengesellschaft ab. In den vorangegangenen handelsrechtlichen Abschlüssen haben sich die Ergebnisse mit der Fondsgesellschaft bereits niedergeschlagen. Mit der Entkonsolidierung des Fonds schlagen sich nun die laufenden Erträge aus der kaufmännischen und technischen Geschäfts- bzw. Betriebsführung sowohl im handelsrechtlichen Ergebnis der Solarparc Aktiengesellschaft als auch im Konzernergebnis laufend nieder.

UMSATZENTWICKLUNG IM KONZERN

Der Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2011 sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 23,18 Mio. € um 5,43 Mio. € auf 17,74 Mio. €.

Das Absinken des Konzernumsatzes lässt sich im Wesentlichen auf die im Rahmen der im Geschäftsjahr 2011 nur bis zum 30. Juni 2011 erfolgten Konsolidierung der Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG und in den Umsatzerlösen auszuweisenden Stromerlöse der Fondsgesellschaft zurückführen. Im Vorjahr wurden die Stromerlöse der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG für ein volles Geschäftsjahr ausgewiesen. So trug die Fondsgesellschaft im Vorjahr mit 9,51 Mio. € zum Konzernumsatz bei, während bis zur Entkonsolidierung des Fonds zum 30. Juni 2011 für das erste Halbjahr 2011 noch 6,42 Mio. €. Die Umsatzerlöse aus der regenerativen Stromerzeugung sanken von 17,53 Mio. € auf 16,15 (-1,38) Mio. €.

Das Windaufkommen lag im Jahr 2011 für Binnenlandstandorte mit 2,3 Prozent leicht über dem zehnjährigen Durchschnitt (2001 - 2010). Die Sonneneinstrahlung lag in 2011 wiederum deutlich über der des Vorjahres, entsprechend steigerten sich die Stromerlöse aus der Photovoltaik deutlich. Die Erlöse aus der Windstromerzeugung der konzerneigenen Windkraftanlagen stiegen bei gleichbleibender Kraftwerksleistung von 56,7 MW deutlich von 6,66 Mio. € auf 8,32 Mio. €. Die Erlöse aus der Stromproduktion von langfristig konzerneigenen Photovoltaik-Kraftwerken lagen fast unverändert bei 1,16 (Vorjahr: 1,20) Mio. €. Aus dem Betrieb des Blockheizkraftwerks ergaben sich im vergangen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 0,26 (Vorjahr: 0,15) Mio. €. Ein Großteil dieser Erträge stammt wie auch im Vorjahr aus einem mit der Stadt Bonn im Jahr der Inbetriebnahme vereinbarten jährlichen Finanzierungskostenzuschuss in Höhe von 0,11 Mio. € zu den Investitionskosten. Der Anspruch auf diesen Zuschuss besteht vertragsgemäß jährlich unverändert bis zum Ende der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Blockheizkraftwerks im Jahr 2014.

Aus der Projektierung und aus Verkäufen von Solarparks wurden im Geschäftsjahr mit 0,46 Mio. € deutlich geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr (Vorjahr: 4,82 Mio. €) erzielt.

Der Umsatzbeitrag aus der Betriebsführung lag auf Konzernebene mit 1,13 Mio. € deutlich über den Vorjahresumsätzen in Höhe von 0,83 Mio. €). Mit dem Jahresende des Vorjahres wurde die Betriebsführung für die in 2010 verkauften Solarparks übernommen. Umsatzwirksam hat sich diese Ausweitung erst im Geschäftsjahr 2011 niederschlagen. Die Erträge aus der Betriebsführung für die zum 30. Juni 2011 entkonsolidierte Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG schlagen sich seit Beginn des 2. Halbjahres 2011 nunmehr auch in den Umsatzerlösen nieder.

ENTWICKLUNG WESENTLICHER GUV-POSTEN DES SOLARPARC KONZERNS

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 8,46 Mio. € von 1,38 Mio. € auf 9,84 Mio. €. Hintergrund ist im Wesentlichen der im Zuge der Entkonsolidierung der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG entstandene Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von 8,74 Mio. €. Dieser erklärt sich vor allem durch die seit Erstkonsolidierung der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG entstandenen innerkonzernlichen Zwischengewinne, die für Zwecke der Aufstellung des Konzernabschlusses während der Konsolidierung der Fondsgesellschaft eliminiert wurden. Ferner wurden in dieser Position Erstattungen für Ertragsausfälle in Höhe von 0,26 Mio. €, Forderungsabtretungen in Höhe von 0,25 Mio. €, periodenfremd Erträge in Höhe von 0,14 Mio. €, Versicherungsentschädigungen in Höhe von 0,25 Mio. € sowie weitere übrige sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,25 Mio. € erfasst.

MATERIALAUFWAND

Im Materialaufwand des Geschäftsjahres 2011 schlagen sich im Wesentlichen Folgeaufwendungen für bereits veräußerte Photovoltaikanlagen, des Bezugs direkt zum Weiterverkauf bestimmter photovoltaischer Kleinstanlagen und dem nach einer längeren Reparaturzeit in den Wintermonaten wieder dauerhaft in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerk und damit verbundener Kosten nieder. Der Materialaufwand sank von im Vorjahr 2,24 Mio. € um 1,29 Mio. € auf im Berichtsjahr 0,95 Mio. €. Im Vorjahr schlugen sich in dieser Position auch die Aufwendungen der Entwicklung der drei zum Vorjahresende veräußerten Solarparks nieder.

PERSONALAUFWAND

Die nachfolgenden Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft verstehen sich exklusive Aushilfen und Praktikanten und inklusive der beiden Vorstände. Die Solarparc Aktiengesellschaft beschäftigte wie im Vorjahr keine Auszubildenden.

Die Mitarbeiterzahl im Konzern sank im Jahresverlauf von 34 auf 28. Die geringere Anzahl der Mitarbeiter ist im Wesentlichen auf die Effekte der Entkonsolidierung des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG zurückzuführen. Mit Abgang des Solarfonds aus dem Konsolidierungskreis werden die vier (Vorjahr: vier) Mitarbeiter auf Ebene der Fondsgesellschaft nicht mehr zum Mitarbeiterkreis des Solarparc Konzerns gezählt. Die Personalaufwendungen aus dem Fonds schlugen sich noch bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt zum Halbjahr 2011 voll im Konzern nieder. Im Vorjahr wurden die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter des Fonds für ein ganzes Jahr ausgewiesen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich leicht von 1,65 Mio. € auf 1,82 Mio. €. Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 33 (Vorjahr: 32) Mitarbeiter beschäftigt. Der durchschnittliche Personalaufwand je durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr 2011 bei 55 (Vorjahres: 52) T€.

ABSCHREIBUNG

Die Abschreibungen stiegen von 8,28 Mio. € um 0,27 Mio. € auf 8,55 Mio. €.

Der Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf die im Rahmen von Werthaltigkeitstests festgestellten, außerplanmäßigen Abschreibungen auf verschiedene konzerneigene Windkraft- und Photovoltaikanlagen in Höhe von 2,56 Mio. € zurückführen. So wurden zum Ende des ersten Halbjahres 2011 bei sechs von 18 Windkraftanlagenstandorten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,15 Mio. € vorgenommen. Ferner wurden 28 der 29 zum Konzern gehörenden Photovoltaikanlagen mit einem Volumen von 1,41 Mio. € außerplanmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeitstests zur Bewertung der Windkraftanlagen wurden aufgrund mehrjährig andauernder sehr windschwacher Jahre durchgeführt. Ferner erreichten die Photovoltaikkraftwerke an den Standorten Freiberg/Sachsen und Untergrießbach/Bayern ihre Ertragsprognosen nunmehr erneut auch in sonnenreichen Zeiträumen nicht und machten somit ebenfalls eine Neubewertung notwendig.

Bis zu Entkonsolidierung des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2011 wurden im Geschäftsjahr 2011 planmäßige Abschreibungen auf dem Solarfonds zuzurechnende Photovoltaikanlagen für ein halbes Jahr unter den Konzernabschreibungen in Höhe von 2,28 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr 2010 entfielen auf den Solarfonds planmäßige Abschreibungen in Höhe von 4,47 Mio. € für ein volles Geschäftsjahr.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 7,48 Mio. € um 2,08 Mio. € auf 5,40 Mio. €. Die wiederkehrenden Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebs stiegen um die üblichen Teuerungsraten. Hier machte sich auch die Entkonsolidierung des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG bemerkbar. Im Vorjahr wurden auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Aufwendungen eines vollen Geschäftsjahres erfasst, während für 2011 nur die Aufwendungen bis zur Entkonsolidierung des Fonds zum 30. Juni ausgewiesen wurden.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis als Saldo aus den Finanzerträgen mit den Finanzaufwendungen verbesserte sich von -4,75 Mio. € um 0,34 Mio. € auf -4,41 Mio. €. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Finanzergebnis bis zur Entkonsolidierung des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG bis zum 30. Juni maßgeblich durch die dem Fonds zuzurechnenden hohen Darlehenszinsen aus der Fremdfinanzierung der fondseigenen Photovoltaikanlagen belastet.

Im Vorjahresfinanzergebnis machte sich die vorzunehmende Korrektur um die auf konzernexterne Kommanditisten/Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG in Höhe von 0,13 Mio. € bemerkbar. Die zuvor im Finanzergebnis 2010 als Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern unterhalb des Gesamtergebnisses ausgewiesenen Erträge mussten korrigiert im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Damit verbessert sich das Finanzergebnis des Vorjahres von -4,88 Mio. € auf -4,75 Mio. €.

ERTRAGSTEUERN

Auf Konzernebene ergaben sich für das Geschäftsjahr 2011 Ertragsteuern in Höhe von 0,47 Mio. €. Im Vorjahr wurde ein Erstattungsanspruch in Höhe von 0,20 Mio. € ausgewiesen.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

in T€ 2007 2008 2009 2010 2011
Umsatzerlöse 33.615 7.872 11.091 23.176 17.744
sonstiger betrieblicher Aufwand -3.364 -2.860 -3.701 -7.477 -5.395
Personalaufwand -1.160 -1.246 -1.386 -1.651 -1.821
Personalaufwandsquote 3,5 % 15,8 % 12,5 % 7,1 % 10,3 %
Abschreibungen -3.078 -2.698 -4.508 -8.276 -8.548
Ertragsteuern -1.497 -289 -2.019 +202 -472
Konzernergebnis nach Steuern 1.879 279 3.478 21 7.005
Umsatzrentabilität nach Steuern 5,6 % 3,5 % 31,4 % 0,1 % 39,5 %

FINANZLAGE DES KONZERNS

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Aufgrund unseres soliden Finanzmanagements verfügen wir über eine gesunde Vermögensausstattung. Ziel unseres Konzern-Finanzmanagements ist es, die verschiedenen Finanzstrategien und Prozesse aufeinander abzustimmen, um eine Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen. So werden die Geschäftsaktivitäten von uns dahingehend beurteilt, dass sowohl die Rentabilität des durchzuführenden Projekts, des angebotenen Produkts oder der Dienstleistung als auch die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in den Mittelpunkt rücken. Mit dieser Maßgabe soll der langfristige Unternehmenserfolg gesichert werden.

Unser wertorientiertes Finanzmanagement basiert darauf, den Wert und die treibenden Faktoren für jedes Geschäftssegment aufzuzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in die Managementprozesse und -grundsätze ein. Um sicherzustellen, dass alle Aktivitäten des Unternehmens tatsächlich wertsteigernd sind, analysieren wir laufend die Auswirkungen von z.B. strategischen Initiativen und Investitionen auf den Unternehmenswert.

Neben den wertorientierten Grundsätzen messen wir einer stets soliden Kapitalausstattung sowie einer hohen kurz-, mittel-, und langfristigen Liquidität oder einer entsprechenden Finanzierung höchste Beachtung bei. Die Solarparc Aktiengesellschaft, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Solarparc Konzerns und trägt die Verantwortung für das strategische und operative Geschäft.

FINANZIERUNGSANALYSE

Bei den für den Eigenbestand bestimmten Projekten stehen dem Solarparc Konzern neben dem zu erbringenden Anteil an Eigenkapital günstige Finanzierungsmittel aus den Umweltprogrammen der KfW zur Verfügung. Bei der Planung und dem Bau zum Verkauf bestimmter regenerativer Großprojekte wurde neben eigenen Mitteln auch mit kurzfristigen projektspezifischen oder kurzfristigen auf den Solarparc Konzern abgestimmten Zwischenfinanzierungslinien bei den Hausbanken oder beim Mutterkonzern SolarWorld AG kalkuliert. Das Ziel ist es hierbei, möglichst wenige eigene Mittel zu binden und die erforderliche Kapitalbindung möglichst kurz und gering zu halten.

Demgegenüber wurden nach Saldierung mit verrechneten Disagien/Strukturierungsentgelten (Effektivzinsmethode) langfristige Darlehen in Höhe von 8,25 Mio. € aus der Finanzierung der konzerneigenen regenerativen Kraftwerke, ohne die Fremdfinanzierungen der nur zeitweise zu konsolidierenden Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG, zurückgeführt. Neben der Tilgung von langfristigen Darlehen wurde ein kurzfristiger Geldmarktkredit bei der Postbank AG in Höhe von 2,00 Mio. € zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für langfristig konzerneigene regenerative Kraftwerke, ohne die Fremdfinanzierungen und kurzfristigen Finanzschulden der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG und inklusive kurzfristiger Zwischenfinanzierungen, sanken somit von 32,13 Mio. € zum 31. Dezember 2010 um 8,15 Mio. € auf 23,98 Mio. € (-25 Prozent). Mit der Entkonsolidierung des Solarfonds verließen zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung zum 30. Juni 2011 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von netto 72,31 Mio. € den Konsolidierungskreis. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres am 31. Dezember 2010 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf Seiten des Solarfonds noch auf netto 72,77 Mio. €.

In Summe und für das Vorjahr inklusive der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten somit auf 23,98 Mio. € im Vergleich zu 104,90 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Die kurzfristigen Finanzschulden des Vorjahres veränderten sich aufgrund der Korrektur des Vorjahresabschlusses hinsichtlich des Ausweises der zuvor als Minderheitsgesellschafter im Eigenkapital ausgewiesenen Kapitalanteile der Kommanditisten der Fondsgesellschaft an der Fondsgesellschaft. Diese Kapitalanteile wurden nun für das Vorjahr als kurzfristige Finanzschulden gewertet und erhöhten diese von 7,33 Mio. € um 8,03 Mio. € auf 15,36 Mio. €.

Insgesamt verringerten sich die lang- und kurzfristigen Finanzschulden nach Korrektur des Vorjahrs von 112,93 Mio. € um 88,95 Mio. € auf 23,98 Mio. €.

Der Eigenkapitalausweis des Vorjahres änderte sich aufgrund der Korrektur des Vorjahresabschlusses hinsichtlich des Ausweises der zuvor als Minderheitsgesellschafter im Eigenkapital ausgewiesenen Kapitalanteile der Kommanditisten der Fondsgesellschaft an der Fondsgesellschaft. Diese Kapitalanteile in Höhe von 8,03 Mio. € wurden nun für das Vorjahr als kurzfristige Finanzschulden gewertet. Das korrigierte Eigenkapital des Vorjahres verringerte sich somit von 33,16 Mio. € um 8,03 Mio. € auf 25,13 Mio. €. Das Eigenkapital des Solarparc Konzerns hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem korrigierten Wert zum 31. Dezember 2010 im Wesentlichen durch das hohe positive Konzernergebnis für das Geschäftsjahrs 2011 von 25,13 Mio. € um 6,82 Mio. € auf 31,95 Mio. € erhöht. Eine Dividende wurde entgegen der Vorjahre aufgrund des niedrigen Ergebnisses des vorangegangen Geschäftsjahres nicht ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber dem korrigierten Wert zum 31. Dezember 2010 von 15,4 Prozent um 26,4 Prozentpunkte auf 41,8 Prozent. Bis zu seiner Entkonsolidierung zum 30. Juni 2011 hatte die Vollkonsolidierung des Solarfonds eine stark bilanzverlängernde Wirkung, wodurch die Eigenkapitalquote zeitweilig deutlich verringert wurde.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3,44 (Vorjahr: 5,07) Mio. € an Zinsen für die Darlehen der regenerativen Kraftwerke inklusive der Zinsen auf die Darlehen der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG und für Zwischenfinanzierungen gezahlt. Damit haben sich die gezahlten Zinsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,36 Mio. € verringert.

Die kurz- und langfristigen Schulden verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft deutlich. So verringerten sich die korrigierten Schulden des Vorjahres von insgesamt 138,0 Mio. € um 93,58 Mio. € auf 44,42 Mio. €. Im Wesentlichen zeigten sich hier die langfristigen Finanzschulden mit einem Bilanzansatz zum Ende Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 20,59 Mio. € (31. Dezember 2010: 97,57 Mio. €) um 76,98 Mio. € deutlich reduziert.

INVESTITIONSANALYSE

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde Ende Dezember ein 7,1 MWp starker Solarpark nahe Halle (Saale) EEG-konform und somit tarifsichernd fertiggestellt. Der Netzanschluss erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2012. Die Veräußerung des Parks oder die Überführung in den Eigenbestand fallen ebenfalls in das Folgejahr. Ferner wurde die Entwicklung einiger kleinerer für das nächste Kalenderjahr vorgesehenen Freiflächenprojekte mit einer Gesamtkapazität von ca. 7 -14 MWp vorangetrieben. Es wird zudem fortlaufend an der Ausweitung der Projektpipeline um eigene oder zuzukaufende Projekte gearbeitet.

Zum Ende des Berichtszeitraums hat die Solarparc Aktiengesellschaft im Rahmen der von ihr gegenüber der Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG ausgesprochenen Platzierungsgarantie über das zum 30. Juni 2011 nicht platzierte Eigenkapital der Fondsgesellschaft eine direkte Beteiligung in Höhe von 3,45 Mio. € an der Fondsgesellschaft erworben. Die Beteiligung wird als kurzfristig unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, da beabsichtigt ist, die Anteile weiter zur veräußern.

Insgesamt zeigte sich das langfristige Vermögen und kurzfristige Vermögen aufgrund der Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG deutlich verringert.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Die flüssigen Mittel des Konzerns verringerten sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 bis Ende 2011 von 16,28 Mio. € um 9,70 Mio. € auf 6,58 Mio. €. Dies lag im Wesentlichen an der Entkonsolidierung der Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG, deren flüssige Mittel im Gegensatz zum Vorjahr somit nicht mehr im Konzern ausgewiesen werden. Im Vorjahr entfielen flüssige Mittel in Höhe von 6,42 Mio. € auf die Fondsgesellschaft. Ferner wurden vorzeitig langfristige Fremdfinanzierungen dreier Windparks nach Auslaufen der Zinsbindungsphasen in Höhe von brutto 1,98 Mio. €, kurzfristige Zwischenfinanzierungen und Betriebsmittellinien in Höhe von insgesamt 10,00 Mio. € zurückgeführt. Ohne die Mittel der Fondsgesellschaft verringerte sich die Konzernliquidität in deutlich geringerem Maße von 9,86 Mio. € um 3,28 Mio. € auf 6,58 Mio. €.

Unter den flüssigen Mitteln des Konzerns in Höhe von 6,58 Mio. € sind ferner Gelder aufgeführt, über welche die Gesellschaft nicht oder nur in eingeschränktem Umfang verfügen kann. Insgesamt beliefen sich diese Mittel auf 3,21 (31. Dezember 2010: 4,66) Mio. €. Im Einzelnen handelte es sich um die den Projektfinanzierungen der langfristigen konzerneigenen Windkraft- und Solarstromanlagen zugrunde liegenden Liquiditätsreserven zur teilweisen Deckung des Kapitaldienstes bei den Kreditinstituten in Höhe von 2,64 (31. Dezember 2010: 3,94) Mio. € und um in voller Höhe bar zu hinterlegende Bankbürgschaften für den Rückbau von Wind- und Solarkraftwerken, Gewährleistungsbürgschaften, Vertragserfüllungsbürgschaften und Anzahlungsbürgschaften in Höhe von 0,57 (31. Dezember 2010: 0,72) Mio. €. Ferner wurde bei weiteren Avalen in Höhe von 1,40 (31. Dezember 2010: 1,39) Mio. € von der Möglichkeit der Inanspruchnahme einer flexiblen Aval- und Bürgschaftsvereinbarung mit der Commerzbank AG Gebrauch gemacht. Diese Avalrahmenvereinbarung kann bis zu einem Volumen von 2,08 (31. Dezember 2010: 2,08) Mio. € ausgeweitet werden. Weitere 0,71 (31. Dezember 2010: 1,62) Mio. € an Avalbürgschaften aus anderen Vereinbarungen müssen ebenfalls nicht liquide hinterlegt werden. Über die als Mindestkassenbestände vorgehaltenen Mittel kann bis zur Rückführung der entsprechenden Darlehen nicht verfügt werden. Eine entsprechende Darstellung der Zusammensetzung und der Fristigkeiten der Avale und Mindestkassenbestände des Konzerns ohne die zeitweise zu konsolidierende Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG kann den Erläuterungen im Anhang entnommen werden. Aus dieser Aufgliederung lässt sich ersehen, dass die fest gebundenen, nicht frei verfügbaren Mittel im Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 4,66 Mio. € um 1,45 Mio. € auf 3,21 Mio. € abgenommen haben.

Für kurz- bis mittelfristige Zwischenfinanzierungen steht dem Solarparc Konzern neben der konzerninternen Zwischenfinanzierung bei der Muttergesellschaft SolarWorld AG auch unverändert zum Vorjahr eine Betriebsmittellinie der Postbank AG in Höhe von 2,00 Mio. € zur Verfügung, von welcher über den Bilanzstichtag 2011 kein Gebrauch gemacht wurde.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR FINANZLAGE DES KONZERNS

in T€ 2007 2008 2009 2010 2011
Bilanzsumme 73.690 75.745 284.183 162.947 76.378
Eigenkapital 25.937 25.043 27.927 24.948 31.953
Eigenkapitalquote 35,2 % 33,1 % 9,8 % 15,3 % 41,8 %
Schulden* 47.753 50.702 140.964 137.999 44.425
zur Veräußerung bestimmte Schulden 0 0 115.292 0 0

VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE

Die Bilanzsumme hat sich per 31. Dezember 2011 im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag (31. Dezember 2010) im Wesentlichen aufgrund der Entkonsolidierung der Vermögenswerte und Schulden des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG und der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 163,13 Mio. € um 86,75 Mio. € auf 76,38 Mio. € deutlich verringert.

Das langfristige Vermögen verringerte sich aufgrund der Entkonsolidierung des Solarfonds und aufgrund von planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen deutlich von 139,20 Mio. € um 79,56 Mio. € auf 59,64 Mio. €.

Das kurzfristige Vermögen verringerte sich von 23,92 Mio. € um 7,19 Mio. € auf 16,73 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Abnahme der liquiden Mittel und den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE DES KONZERNS

Konzern IFRS Bilanz
(in T€)
2007 2008 2009 2010 2011 Veränderung zum Vj
Bilanzsumme 73.690 75.745 284.183 162.947 76.378 -86.569
Langfristige Vermögenswerte 43.316 59.592 65.106 139.023 59.644 -79.379
Sachanlagevermögen 42.279 58.511 61.199 134.383 58.023 -76.360
Finanzanlagevermögen 779 844 805 799 774 -25
Anlagendeckungsgrad * 60,1 % 42,1 % 44,9 % 18,4 % 54,3 % k.A.
Kurzfristige Vermögenswerte 30.374 11.142 114.070 23.924 16.734 -7.190
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 236 3.120 102.474 1.973 7.478 +5.505
Flüssige Mittel 7.574 6.399 7.390 16.285 6.583 -9.702
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 5.011 105.007 0 0 0
Liquidität 1. Grades 32,03 % 82,87 % 6,75 % 42,68 % 29,48 % k.A.
Liquidität 2. Grades 128,11 % 135,21 % 104,05 % 62,23 % 74,50 % k.A.
Liquidität 3. Grades 128,44 % 143,28 % 104,12 % 62,69 % 74,95 % k.A.
Konzern IFRS Bilanz
(in T€)
Veränderung zum Vj
Bilanzsumme -53,1 %
Langfristige Vermögenswerte -57,1 %
Sachanlagevermögen -56,8 %
Finanzanlagevermögen -3,1 %
Anlagendeckungsgrad * +35,9 %-Punkte
Kurzfristige Vermögenswerte -30,1 %
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte +279,0 %
Flüssige Mittel -59,6 %
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 %
Liquidität 1. Grades -13,20 %-Punkte
Liquidität 2. Grades +12,27 %-Punkte
Liquidität 3. Grades +12,26 %-Punkte

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Die Gesellschaft verfügte zum Stichtag über kein Vermögen, das nicht Gegenstand der vorliegenden Bilanz ist.

BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE VERMÖGENSLAGE

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente eingesetzt.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS

in T€ 2007 2008 2009 2010 2011
Langfristiges Vermögen 43.316 59.592 65.106 139.023 59.644
Kurzfristiges Vermögen 30.374 11.142 114.070 23.924 16.734
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 5.011 105.007 0 0
Liquide Mittel 7.574 6.399 7.390 16.285 6.583
Mittelzufluss/-abfluss aus          
- laufender Geschäftstätigkeit +5.902 +11.694 +8.106 +28.120 +32.805
- Investitionstätigkeit -3.769 -23.187 -540 -89.300 +67.831
- Finanzierungstätigkeit -4.680 10.318 -6.575 +70.075 -110.338
Veränderung Finanzmittelfonds -2.547 -1.175 +991 +8.895 -9.702
Finanzmittelfonds am Jahresende 7.574 6.399 7.390 16.285 6.583

MANAGEMENT UND MITARBEITER

Die Zahl der Mitarbeiter auf Ebene der Solarparc Aktiengesellschaft (inklusive der Vorstände) sank im Berichtszeitraum um 6 Mitarbeiter von 34 zum Vorjahresende auf 28 zum Jahresende 2011. Maßgeblich für das Absinken der Mitarbeiterzahl auf Konzernebene ist der unterjährige Abgang der Fondsgesellschaft Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG aus dem Konsolidierungskreis des Solarparc Konzerns. Der Fonds beschäftigte wie auch im Vorjahr ganzjährig vier Wachschutzleute für die Bestreifung der vier Solarparks. Mit der zeitweisen Konsolidierung der Fondsgesellschaft wurden dem Konzern auch deren Mitarbeiter zugerechnet.

Der Vorstand bestand per 31. Dezember 2011 unverändert aus dem Vorstandssprecher Dr.-Ing. E.h. Frank Asbeck und dem Vorstand Finanzen Rechtsanwältin Susanne Asbeck-Muffler.

Die Solarparc Aktiengesellschaft ist durch eine flache Hierarchie gekennzeichnet, die die Verantwortung des Einzelnen stärkt. Dabei setzen wir bewusst auf ein schlankes Team, das flexibel auf sich ändernde Marktverhältnisse reagieren kann. Im Laufe der letzten Jahre hat sich das Solarparc Team im Wesentlichen durch den starken Ausbau der technischen Betriebsführung und durch allgemeines Wachstum in den anderen Geschäftsbereichen von neun Mitarbeitern im Jahr 2004 auf mittlerweile 28 vergrößert.

IV. NACHTRAGSBERICHT

Am 23. Februar 2012 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Inhalte der EEG-Novelle bekannt gegeben. Es soll für alle Solaranlagetypen eine Sonderabsenkung der Einspeisetarife von mehr als 30 Prozent durchgeführt werden. Gleichzeitig soll es künftig nur noch drei Kategorien von Anlagen geben:

Dachanlagen bis 10 kW (Vergütung ab 9. März: 19,5 Cent/kWh)

Dachanlagen bis 1.000 kW (Vergütung ab 9. März: 16,5 Cent/kWh)

Dach- und Freiflächenanlagen bis 10 MW (Vergütung ab 9. März: 13,5 Cent/kWh)

Anlagen, die größer als 10 MW sind, sollen laut dem neuen EEG nicht mehr vergütet werden. Zudem ist geplant, an der bereits angekündigten monatlichen Vergütungsreduktion festzuhalten. Diese soll ab dem 1. Mai 2012 in Kraft treten und 0,15 Cent/kWh betragen. Um den Eigenverbrauch von Solarstrom sowie die direkte Vermarktung des darüber hinausgehenden Anteils weiter anzuregen, wird voraussichtlich nur ein Anteil des produzierten Stroms vergütet. Bei kleineren Dachanlagen unter 10 kW soll nur ein Anteil des produzierten Solarstroms von 85 Prozent vergütet werden. Bei allen anderen Anlagen beträgt der Anteil voraussichtlich 90 Prozent. Ein jährlicher Zubau zwischen 2,5 und 3,5 GW bis zum Jahr 2013 wird weiterhin angestrebt. Auf das konstante Geschäft der regenerativen Energieerzeugung und der Betriebsführung von solaren Großanlagen der Solarparc Aktiengesellschaft wird die EEG-Novelle keinen Einfluss haben. Sehr wohl aber geht der Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft davon aus, dass die Novelle das Großanlagengeschäft des Konzerns beeinflussen wird. Der Vorstand rechnet mit sinkenden Margen und durchschnittlich kleineren Projektgrößen im Großanlagengeschäft in Deutschland. Es wird weiter erwogen das Großanlagengeschäft in Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern SolarWorld mittelfristig zu internationalisieren.

Am 6. Februar 2012 überschritt SolarWorld die Schwelle von 95 Prozent bei den Stimmrechtsanteilen an der Solarparc Aktiengesellschaft. Gemäß §§ 327a Abs. (1) AktG stellte der Vorstand der SolarWorld AG mit Schreiben vom 8. Februar 2012 das Verlangen, dass die Hauptversammlung der Solarparc Aktiengesellschaft am 23. Mai 2012 die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Solarparc Aktiengesellschaft auf die SolarWorld AG als Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen möge.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE ZUM BERICHTSZEITPUNKT

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird vom Vorstand der Aktiengesellschaft unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 ergebenden und zuvor dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des seit dem Bilanzstichtag laufenden operativen Geschäfts zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als positiv beurteilt. Der profitable Ausbau des Konzerngeschäfts setzte sich nach Ende des Berichtszeitraums kontinuierlich fort.

V. BERICHT ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

RISIKOBERICHT

Mit der mehrheitlichen Übernahme der Solarparc Aktiengesellschaft durch die SolarWorld AG hat sich das Chancen- und Risikoumfeld im Geschäftsjahr 2011 leicht gewandelt:

Die Übernahme durch die SolarWorld AG eröffnet der Solarparc Aktiengesellschaft eine weitere Form der günstigen kurz- bis mittelfristigen Zwischenfinanzierung bei dem Mutterkonzern SolarWorld AG. Dies ermöglicht es der Solarparc Aktiengesellschaft zum einen größere Projekte ohne konzernfremde Zwischenfinanzierungen abwickeln zu können und zum anderen Auslandsmärkte konkreter als zuvor zu sondieren, um gegebenenfalls bei einem weiter hohen Wettbewerb auch Projekte mit geringeren Margen und einem anderen Risikoprofil als ein alleinstehendes Unternehmen zu planen und zu realisieren.

Das Liquiditätsrisiko aus der Platzierungsgarantie über insgesamt 29,38 Mio. € der Solarparc Aktiengesellschaft gegenüber dem Fonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG besteht mit der erfolgreichen Platzierung von insgesamt 25,93 Mio. € an konzernexterne Zeichner nicht mehr. Die Solarparc Aktiengesellschaft hat im Rahmen der Platzierungsgarantie zum 30. Juni 2011 Kommanditanteile an der Fondsgesellschaft in Höhe von 3,45 Mio. € gezeichnet.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTSYSTEM

Unser Risiko- und Chancenmanagement ist in die bestehenden Steuerungs- und Controllingprozesse eingebettet. Die enge Verzahnung der einzelnen Geschäftsbereiche, die flache Organisationsstruktur, die ein direktes Reporting an den Vorstand impliziert, sowie das geschulte Risikobewusstsein unserer Mitarbeiter sorgen für ein frühzeitiges Erkennen potenzieller Risiken im operativen Geschäft. Analog dazu erfassen und bewerten wir auch die Chancen im fortlaufenden Prozess und leiten seitens des Vorstands - wenn unternehmerisch sinnvoll - geeignete Maßnahmen ein.

Risiken, die den Fortbestand der Solarparc Aktiengesellschaft gefährden könnten, werden auf Vorstandsebene stetig analysiert und bewertet. In Abwägung mit der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und zur Wahrnehmung auftretender Chancen werden Risiken teils bewusst und kontrolliert eingegangen, gezielt abgesichert oder auch entsprechend vermieden. Konzerninterne Genehmigungsverfahren und Richtlinien machen Entscheidungswege für das Management transparent und wirken der Gefahr unerkannt bleibender Risiken entgegen. Verbleibende Risiken werden durch den Abschluss entsprechender Versicherungen eingegrenzt oder vollständig ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat stellt in seiner Kontrollfunktion ein übergeordnetes Gremium der Risikoüberwachung dar.

Der Abschlussprüfer prüft, ob der Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in einer geeigneten Form getroffen hat und inwiefern das danach einzurichtende Überwachungssystem seine Aufgaben erfüllen kann. Der Prüfer berichtet über das Ergebnis seiner Prüfung an den Konzernvorstand und Aufsichtsrat.

Die Solarparc Aktiengesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente für Sicherungsgeschäfte. Bilanziell wird den sich ergebenden Risiken aus den Rückbauverpflichtungen für Windkraftanlagen über Rückstellungen Rechnung getragen.

EINZELRISIKEN

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

Der Erfolg regenerativer Stromerzeugung und damit auch der von solaren Großkraftwerken und Windkraftanlagen ist eng an nationale Programme zur Förderung erneuerbarer Energien geknüpft. In Deutschland wird die Vergütung regenerativen Stroms durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Diese Tarife werden mit Inbetriebnahme der Anlage über 20 Jahre gewährt.

Zu Beginn des Geschäftsjahres werden wir mit einem Teil der konzerneigenen Windkraft- und Photovoltaikanlagen aus den festen EEG-Vergütungstarifen vorübergehend aussteigen und an der ebenfalls in ihrer Funktionsweise im EEG festgeschriebenen Direktvermarktung des Stroms im Rahmen des sogenannten Markprämienmodells teilnehmen. Im Jahresverlauf 2012 werden weitere Anlagen folgen. Dieses Modell birgt zum einen das Insolvenzrisiko des gewählten Vertragspartners für die Stromvermarktung und damit den Untergang eines Teiles der Forderungen aus der Stromerzeugung diesem gegenüber sowie zum anderen das Risiko, dass aufgrund des möglichen Versäumnisses von Ummeldefristen kein rechtzeitiger Wechsel zurück ins EEG nahtlos möglich ist und Strom gegebenenfalls nur zu Marktpreisen und somit deutlich unter den EEG-Vergütungen verkauft werden kann. Wir schätzen das Risiko des Ausfalls des gewählten Vertragspartners Statkraft als sehr gering ein, da dieser hohe staatliche Bürgschaften des Staates Norwegen vorweisen kann und dessen Verträge und Solvenz sämtliche Bankenprüfungen bestanden haben. Die Einhaltung der Ummeldefristen zurück von der Direktvermarktung ins EEG überwachen wir sowohl durch unser Vertragscontrolling als auch über die kaufmännische Betriebsführung.

Für unser solares Großanlagengeschäft sind Änderungen des EEGs mit Risiken verbunden. Wir reagieren auf dieses Risiko mit der Diversifizierung der Optionen zur Verwirklichung von Solarprojekten (Gewerbegebiete/Konversionsflächen). Auf die Risiken von Änderungen technologischer Vorschriften im EEG und anderer technischer Vorschriften oder Verordnungen antworten wir durch technische Umrüstungen und gegebenenfalls mit dem Ausbau unserer technischen Betriebsführung. So sind wir vorbereitet, um auf die unterschiedlichsten technologischen Bedingungen flexibel zu reagieren.

Dem Risiko wachsender Flächenknappheit für lukrative Projekte in Deutschland begegnen wir mit der Verbreiterung der von uns realisierten Anlagentypen. Optionen wie Dachanlagen und Großanlagen für verschiedene Standorte können dieses Risiko ebenso abfedern wie die Beobachtung möglicher Auslandsmärkte, in denen ein umfangreicheres Flächenangebot zur Verfügung stehen könnte.

Solarparks mit Dünnschichtmodulen könnten ein Wettbewerbsrisiko darstellen, da sie meist kostengünstiger zu realisieren sind als Kraftwerke auf Basis der von uns eingesetzten kristallinen Technologie. Dafür verfügen Dünnschichtmodule über schwächere Wirkungsgrade und erfordern einen deutlich höheren Platzbedarf. Wir reagieren auf den Preiswettbewerb der Dünnschichthersteller mit einer konsequenten Fokussierung auf Qualitätsmodule, um möglichst hohe Renditen erzielen zu können. Da wir mit wirkungsgradstarken Kraftwerken zugleich weniger Fläche in Anspruch nehmen als Dünnschicht-Wettbewerber, haben wir mit dieser Fokussierung zugleich eine weitere Antwort auf das Risiko sich verknappender Flächen in erstklassigen Einstrahlungsgebieten in Deutschland gefunden. So wird auch dem Risiko politischer und lokaler Widerstände vorgebeugt. Begrenzte Konversionsflächen, die limitierten Platz für den Bau von Solarparks bieten, können beispielsweise effizienter durch den Einsatz leistungsstarker kristalliner Markenmodule genutzt werden.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Die Solarmärkte, die noch von regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen, bergen das Risiko kräftiger Tarifsenkungen. Durch die enge Kooperation und die langfristigen Beziehungen mit der SolarWorld AG sind wir bei volatilen Preisen am Markt gut aufgestellt; so können wir Beschaffung und Kosten optimieren. Mit unserem integrierten Geschäftsmodell können wir zusätzlich unsere strategischen Risiken kontrollieren und streuen. Der Betrieb eigener Kraftwerke sowie die Betriebsführung als Dienstleistung für Dritte tragen dazu bei, die Ertragssituation unseres Konzerns zu sichern.

Grundsätzlich beobachten wir die möglichen Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen intensiv und beteiligen uns an der Diskussion in entsprechenden Branchen- und politischen Gremien. Um für das Risiko sich weiter verändernder EEG-Vergütungen einzelner Technologien gerüstet zu sein, hat die Solarparc Aktiengesellschaft ihren Fokus erweitert. Sollten Neuprojekte in bestimmte regenerative Technologien aufgrund der geänderten Bedingungen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll sein, behalten wir uns vor, dies durch Investitionen in andere regenerative Technologien zu kompensieren. Unser Know-how als unabhängiger Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien kommt uns beim Einsatz von vielfältigen regenerativen Energietechnologien zu Gute.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Im Rahmen der Projektplanung besteht das Risiko, dass Vorhaben nicht über den Planungsstatus hinaus gelangen und damit entgegen der ursprünglichen Absicht nicht realisiert werden. Je weiter der Planungsprozess fortgeschritten ist, desto stärker würden Aufwendungen aus der Aufgabe der Planung und Entwicklung ins Gewicht fallen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Kompetenz bei der Standortentwicklung können wir die Realisierbarkeit unserer Projekte sehr gut einschätzen, was wir in der Vergangenheit durch eine effiziente Umsetzung bewiesen haben. Die guten Beziehungen zu unseren Lieferanten, gekoppelt an eine sorgfältige Projektplanung, wirken einer Verzögerung der Realisation, der Energieproduktion und der Vermarktung weitgehend entgegen. Im Rahmen der Projektierung und anschließenden Veräußerung schlüsselfertig realisierter regenerativer Kraftwerke an Investoren begegnen wir dem Risiko der Nichtabnahme entwickelter Solar- und Windkraftprojekte mit der Übernahme in den Eigenbestand. Unsere vorhandenen eigenen Mittel ermöglichen es, einzelne Projekte selbst zu finanzieren und wirtschaftlich in eigener Verantwortung zu betreiben. Als einer der ersten und größten Errichter und Betreiber von großen Solarparks in Deutschland verfügt die Solarparc Aktiengesellschaft über eine anerkannte Position und wird von Investoren, Lieferanten und Verpächtern als verlässlicher und kompetenter Partner wahrgenommen.

METEOROLOGISCHE RISIKEN

Die Leistung regenerativer Kraftwerke ist kurz- bis mittelfristig von den meteorologischen Rahmenbedingungen abhängig, die die Erträge beeinflussen. Schwache Wind- und Sonnenjahre können zu Ertragseinbußen führen. Die regionale Konzentration des Großteils unserer Windparks auf einen Umkreis von rund 200 km kann diese Effekte verstärken, wenn die meteorologische Schwäche regional auftritt. Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass sich im langjährigen Mittel windschwache und windstarke bzw. sonnenarme und sonnenreiche Jahre ausgleichen. Wesentliche Auswirkungen auf das Betriebsergebnis im langjährigen Mittel aufgrund saisonal unterschiedlicher Windhöffigkeit und Einstrahlungsschwankungen sind daher unwahrscheinlich. Durch unsere technisch und kaufmännisch ausgereifte Betriebsführung erzielen wir optimale Erträge aus unserem Bestand, auch in windschwachen und sonnenarmen Jahren.

TECHNISCHE RISIKEN

Wir wirken dem Risiko von Stillstandszeiten unserer Wind- und Solarkraftwerke zeitnah entgegen, da uns die Betriebsführung und Überwachung der Windkraft- und Solaranlagen selbst obliegt. Um das Risiko weiter zu minimieren, bauen wir dieses Geschäft kontinuierlich aus. Um dem Diebstahlrisiko bei unseren Solarparks vorzubeugen, setzen wir neben bereits vorhandenen intelligenten Videoüberwachungssystemen auch auf extern beauftragte Wachdienste. Um bei möglichen Ausfällen einzelner Komponenten von Solarparks den Betrieb zügig wieder aufnehmen zu können, halten wir ein Lager mit entsprechenden Produkten vor. Ergänzend dazu sind sämtliche Anlagen gegen das Risiko etwaiger Betriebsunterbrechungen versichert.

Die technischen Risiken der fest installierten Solarstromanlagen sind überschaubar und auf wenige Komponenten beschränkt, da kaum bewegliche Teile gebraucht werden. Demzufolge ist das technische Risiko bei nachgeführten Solaranlagen höher. Diese Anlagen verfügen über Windgeschwindigkeitsmesser, so dass sich die Modultische der Nachführeinheiten ab einer gewissen Windgeschwindigkeit in eine horizontale Ausgangslage stellen. Die Angriffsfläche für Sturm und Orkanböen wird dadurch möglichst gering gehalten. Die Komponenten der Nachführtechnik sind leicht austauschbar und verursachen im Schadensfall nur geringe Kosten.

Für den unwahrscheinlichen Fall einer eintretenden Leistungsminderung der Module können wir uns auf langfristige Garantien der Hersteller stützen. Gegen sonstige Schäden an den Anlagen ist auch hier ein entsprechender Versicherungsschutz vorhanden.

Auch im Rahmen des Betriebs von Windkraftanlagen und der Durchführung von Wartungen und Instandhaltungen an Windkraftanlagen sind wir gegen Schäden an den Maschinen über entsprechende Versicherungen abgesichert. Unsere langjährige Erfahrung und Kooperation mit Herstellern, Wartungsunternehmen und Versicherungen kommt uns dabei entgegen. Dem Risiko zukünftiger finanzieller Belastungen durch Rückbauverpflichtungen für Windkraftanlagen wird durch die Zuführung einer entsprechenden Rückstellung über die Nutzungsdauer begegnet.

Gegen Risiken aus der Betriebsführung von Wind- und Solarkraftwerken Dritter, hier seien beispielhaft fehlerhafte Wartungen oder Reparaturen und daraus entstehende Schäden und Folgeschäden genannt, haben wir uns in ausreichendem Maße versichert.

PERSONALRISIKEN

Dem Risiko eines Engpasses an qualifizierten Fachkräften wirken wir mit kurzfristig eingeleiteten Personalbeschaffungsmaßnahmen entgegen. Dies wird aufgrund unserer transparenten und flachen Organisationsstruktur vereinfacht. Stellvertretungen werden durch überschaubare Strukturen, durch starke Teamorientierung in einzelnen Projekten und durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter oder kurz- bis mittelfristige Vertretungen mit Zeitverträgen schnell realisiert. Regelmäßige Mitarbeitergespräche unterstützen die offene Feedback-Kultur zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern und leisten einen Beitrag zur Personalentwicklung und zur Mitarbeiterbindung. Im gegenseitigen Einvernehmen von Unternehmensführung und den Mitarbeitern liegen die Kündigungsfristen fast aller Mitarbeiter mit unbefristeten Arbeitsverträgen bei 3 Monaten.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Das Risiko von Störungen in unseren Informationssystemen, welche zu Produktivitätseinbußen führen könnten, wird durch moderne IT-Infrastruktur weitgehend minimiert. Verschlüsselte Verbindungen der Mitarbeiter auf das interne Netzwerk sichern die Unternehmensdaten gegen unberechtigte Zugriffe. Eine mehrstufige Firewall-Technik sichert unser IT-System zudem gegen unbefugte Zugriffe von außen ab. Die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten wird durch eine permanente Spiegelung garantiert, der Schutz gegen Viren wird durch aktuelle Systeme und durch mehrere unterschiedliche Virenscanner sichergestellt.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Erhöhte Investitionstätigkeiten bergen ein Liquiditätsrisiko. Dieses können wir durch eine solide Kapitaldecke, langfristige und frühzeitig eingeleitete Kapitalmaßnahmen oder durch kurz- bis mittelfristige Zwischenfinanzierungen in hohem Maße ausschließen. Zusätzlich werden die von uns durchgeführten Projekte jeweils einzeln finanziert. Wie bei Projektfinanzierungen üblich, ist bei jedem Projekt an erster Stelle dessen Qualität für die Finanzierungskonditionen ausschlaggebend.

Unser Konzern benutzt keine weiteren Finanzinstrumente, aus denen sich besondere Risiken ergeben könnten. Preisänderungsrisiken basieren allein auf von Dritten bezogenen Waren und Dienstleistungen. Die langjährige Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Lieferanten lässt uns unvorhergesehene Preisschwankungen als unwahrscheinlich einstufen.

WECHSELKURSRISIKO

Da unsere Aktivitäten derzeit auf die Eurozone beschränkt sind, besteht gegenwärtig kein Risiko durch Wechselkursschwankungen.

ZINSRISIKO

Nach Ablauf der in der Regel zehnjährigen Zinsbindungsfristen bereits finanzierter Anlagen bestehen grundsätzlich Zinsänderungsrisiken: Diese sind allerdings gering, da ein Großteil der Darlehen zu diesen Zeitpunkten vollständig abgelöst sein wird und die verbleibenden Darlehen zum überwiegenden Teil um einen nur noch geringen Restbetrag zurückgeführt werden müssen.

BETRIEBSFÜHRUNG FONDSGESELLSCHAFTEN

Eine Fehlkalkulation in der Ertragsberechnung unserer Fondsprojekte würde das Risiko einer nicht kostendeckenden, erfolgsabhängigen Vergütung für die kaufmännische und technische Betriebsführung der von uns initiierten Fonds mit sich bringen. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir unsere Ertragskalkulationen sehr konservativ durchgeführt und mit zusätzlichen Sicherheitsabschlägen versehen sowie externe Berater und Gutachter hinzugezogen. So wurden die in den Verkaufsprospekten angekündigten Ertragszahlen unserer in 2005 platzierten Sonnenfonds in den vergangenen Geschäftsjahren jeweils deutlich übertroffen, woran wir durch teilweise erfolgsabhängige Betriebsführungsentgelte beteiligt waren. Die in den Jahren 2010 bis 2011 auch für den Fonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG gesammelten Leistungsdaten bestätigen die solide Planung durch höhere Erträge und zum Teil deutlich niedrigere als geplante Aufwendungen.

RECHTLICHE RISIKEN

Wir flankieren die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse und unserer Entscheidungen mit einer umfassenden rechtlichen Beratung durch externe Rechtsexperten, um möglichen rechtlichen Risiken im Vorfeld zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können. Zur Absicherung der juristischen Geschäftsthemen unterstützt uns zudem ein Rechtsanwalt in unserem Solarparc Team. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und weitere rechtliche Risiken bestehen nicht.

GEWÄHRLEISTUNGS- UND HAFTUNGSRISIKEN

Wir haben das Prospekthaftungsrisiko für die von uns initiierten Solarfonds insofern minimiert, als dass wir Wirtschaftsprüfungsgesellschaften als Prospektgutachter beteiligt haben. Zusätzlich wurden unsere Prospekte von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Veröffentlichung genehmigt. Damit entsprechen die Inhalte der Prospekte den gesetzlichen Vorgaben. Ansprüche gegen uns aufgrund der von uns zum Vertrieb der Fonds erstellten Prospekte können nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit geltend gemacht werden.

Für die von uns errichteten Solarparks gelten die üblichen gesetzlichen Gewährleistungen. Zudem reichen wir darüber hinausgehende Gewährleistungs- oder Leistungsgarantien unserer Lieferanten an unsere Investoren weiter. Gegenüber den Herstellern und Lieferanten steht uns ein vertraglich vereinbartes Rückgriffsrecht in diesen Fällen zu. Sollten wir gegen uns geltend gemachte Gewährleistungsansprüche aus veräußerten Projekten nicht an die Hersteller der Solartechnologien oder Subunternehmer weiterreichen können, so können wir hierfür haftbar gemacht werden. Dies kann sowohl die direkt auftretenden Mängel, Defekte oder Schäden als auch die daraus entstehenden Folgeschäden betreffen - hier im Wesentlichen Ertragsausfälle aufgrund von Stillstandszeiten. Je nach Umfang solcher Mängel, Defekte oder Schäden, aber auch je nach Größe des Solarparks, können uns hieraus Risiken in nicht unerheblichem Maße erwachsen. Diesen Risiken versuchen wir durch eine sehr sorgfältige Qualitätskontrolle und technische Überwachung während der Bauphase, der Probezeit und der Gewährleistungszeit der Solarparks entgegenzuwirken. Sämtliche Phasen während der Errichtung des Parks, der Probezeit und der Gewährleistungszeit werden ausführlich schriftlich und durch Bildmaterial dokumentiert. Mit Hilfe von Gutachtern werden zudem Analysen unabhängiger Dritter eingeholt. Diesen bewährten Service bieten wir auch unseren Investoren im Rahmen der Betriebsführung an.

SONSTIGE RISIKEN

Die Steuerungs- und Kontrollsysteme stellen an sich keine Einzelrisiken dar. Auf ihnen basierende strategische Entscheidungen oder Investitionsentscheidungen werden eingehend geprüft, bevor sie umgesetzt werden.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS

Dem Vorstand der Solarparc Aktiengesellschaft sind zurzeit keine den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährdenden Risiken bekannt. Hierzu tragen insbesondere die im Unternehmen gegebene strategische Diversifikation auf unterschiedliche Geschäftsbereiche sowie die mögliche Erweiterung der regenerativen Stromerzeugung in Richtung anderer regenerativer Energien bei.

PROGNOSEBERICHT

Die auf Ebene des Konzerns getätigten Prognosen sind entsprechend auf den Einzelabschluss der Muttergesellschaft anzuwenden.

GEPLANTE ÄNDERUNGEN IN DER GESCHÄFTSPOLITIK

Die Solarparc Aktiengesellschaft wird ihr Profil in der regenerativen Stromerzeugung und als Entwickler renditestarker regenerativer Großanlagen weiterentwickeln. Das gilt auch nach der Übernahme durch die SolarWorld AG. Bei der Projektierung neuer Solarparks werden wir unsere Aktivitäten in Deutschland auf Konversions- und gemäß EEG vergütungsfähige Gewerbeflächen verlagern. Durch die Einbindung in den SolarWorld Konzern werden wir zukünftig auch internationaler agieren können und werden versuchen, so unsere Geschäftstätigkeiten auszuweiten. Grundsätzlich planen wir keine substanziellen Änderungen unserer Geschäftspolitik und werden Investitionen in regenerative Kraftwerke je nach Marktverhältnissen und politischen Bedingungen beschließen. Wir sondieren die regenerativen Energiemärkte in der EU und behalten uns die Option vor, bei entsprechenden Rahmenbedingungen und soweit im Einklang mit der Muttergesellschaft unternehmerisch sinnvoll, neue Wege mit entsprechendem Wertsteigerungspotenzial für unser Geschäft zu beschreiten.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 besteht die Möglichkeit, mit den konzerneigenen Windkraft- und Photovoltaikanlagen aus den festen EEG-Vergütungstarifen vorübergehend auszusteigen und an der ebenfalls in ihrer Funktionsweise im EEG festgeschriebenen Direktvermarktung des Stroms im Rahmen des sogenannten Marktprämienmodells teilzunehmen. Über dieses Modell soll der regenerativ erzeugte Strom aus dem klassischen EEG-Modell in ein Modell des Strombörsenhandels mit besserer Vorhersagbarkeit von verfügbaren Strommengen überführt werden. Für die Vermarktung des Stroms ist die Zusammenarbeit mit einem an der Strombörse EEX in Leipzig zugelassenen Stromhändlers erforderlich. Dieses Modell bietet je nach Vertragspartner die Möglichkeit, teilweise deutlich über den EEG-Tarifen liegenden Vergütungen für den Strom zu realisieren. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir die Vorbereitungen getroffen, um beginnend mit dem neuen Geschäftsjahr und dem klassischerweise windstarken Januar 2012 bereits mit einem Großteil der Windkraftanlagen an diesem Marktprämienmodell teilzunehmen. Des weiteren werden die bisher noch nicht in dieses Modell überführten Windkraftanlagen und der Großteil der konzerneigenen Solarstromanlagen im Jahresverlauf ebenfalls umgemeldet. Bisher arbeiten wir auf Seiten des Stromhändlers mit dem norwegischen Energieerzeuger Statkraft zusammen. Statkraft bietet neben einer hohen Bonität und hohen Vergütungssätzen auch kurze Vertragslaufzeiten von nur einem Jahr an. Der Wechsel zurück ins EEG ist unter Wahrung der Vertragsinhalte mit Statkraft und einer Ummeldefrist jederzeit möglich und gesetzlich festgeschrieben. Die Verträge mit Statkraft sind von Seiten des norwegischen Staates über eine umfangreiche Bürgschaft abgesichert und bankenseitig jeweils für die fremdfinanzierten Anlagen freigegeben.

ZUKÜNFTIGE ABSATZMÄRKTE

Wir sehen uns für den zukünftigen Absatz unserer regenerativen Kraftwerke gut aufgestellt. Hier zählen Großinvestoren aus dem Industrie- und Kapitalbereich zu den zukünftigen Abnehmern. Zum anderen wächst das Interesse von institutionellen und privaten Finanzanlegern, Kapital in nachhaltige Produkte zu investieren. Beide Kundengruppen überschneiden sich und bieten vielfältiges Absatzpotenzial. Solarparks haben den Vorteil, Investoren eine verlässlich prognostizierbare Rendite vor dem Hintergrund sicher zu planender Cashflows bieten zu können. Wir sehen darin ein solides Argument zum Absatz schlüsselfertiger Energieparks. Mit der Integration unseres Geschäfts in den SolarWorld Konzern erwarten wir auch eine weitere Internationalisierung unseres Investorennetzwerks.

ZUKÜNFTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Die Solarparc Aktiengesellschaft wird ihr bestehendes Produkt- und Dienstleistungsangebot weiterentwickeln. Im Zentrum des Geschäfts werden auch zukünftig die Erzeugung regenerativen Stroms sowie die Entwicklung und Platzierung schlüsselfertiger regenerativer Großanlagen stehen. Der technischen Betriebsführung kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu, die wir personell und materiell weiter stärken wollen. So können wir zukünftig vermehrt auch die Betreuung externer Projekte als Dienstleistung übernehmen. Die Entwicklung von Großanlagen auf offener Fläche bleibt in Deutschland ein wichtiges Produkt unseres Konzerns.

ZUKÜNFTIGER GESCHÄFTSVERLAUF (2012+)

Im Geschäftsfeld Stromerzeugung planen wir derzeit keine größeren Investitionen in den Eigenbestand. Wir behalten uns jedoch weiterhin vor, selbst geplante und gebaute regenerative Kraftwerke in den Eigenbestand zu überführen und langfristig auf eigene Rechnung zu betreiben. Dafür wird unser Betreuungsportfolio in der Betriebsführung weiter anwachsen, wozu die Realisierung weiterer Solarprojekte in Deutschland entscheidend beitragen wird. Ferner planen wir die Entwicklung neuer Solarparks auf EEG-kompatiblen Freiflächen in Deutschland. Wir sondieren auch den Einstieg in großvolumige Dachanlagen. Regionaler Schwerpunkt der Entwicklung neuer regenerativer Energieparks bleibt Deutschland. Eine stärkere Internationalisierung könnte eine Folge der Integration in den SolarWorld Konzern sein.

Wir arbeiten weiter an der Platzierung unserer Solarkraftwerke in Spanien.

ERWARTETES ALLGEMEINES MARKTUMFELD

Nach Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wird sich die Weltkonjunktur im Jahr 2012 nur langsam erholen. Zum derzeitigen Zeitpunkt wird für 2012 ein Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,4 (2011: 2,9) Prozent und im Jahr 2013 auf 4,0 Prozent erwartet. Einen etwas negativeren Verlauf prognostiziert das IfW für Deutschland, wo das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 zunächst auf 0,5 Prozent (2011: 1,7) sinkt und dann im Jahr 2013 wieder auf 1,7 Prozent steigt. Grund hierfür sei die weiter andauernde Staatschuldenkrise im Euroraum und ein negativer Außenbeitrag, da die Importe schneller als die Exporte steigen. Für die Energiemärkte prognostiziert die Energy Information Agency (IEA) ein stetiges Wachstum des Ölangebots und der Nachfrage. So werde sich ein Barrel der Sorte WTI im Jahr 2012 auf 100 (2011: 98,6) US$ und im Jahr 2013 auf 106US$ verteuern.

Erwartete Entwicklung des BIP //
in Prozent
2012e 2013e
Deutschland 0,5 1,7
Euroraum -0,1 1,2
Welt 3,4 4,0

ERWARTETE ENTWICKLUNG DES SOLARMARKTS

Für die Jahre 2012 und 2013 erwarten Analysten der Schweizer Bank Sarasin weltweit ein stetiges Wachstum neu installierter Photovoltaik-Leistung. So soll sich 2012 der weltweite Solarstrommarkt um 25 GWp und 2013 um 30,7 GWp vergrößern. Deutschland bleibt nach aktuellen Erwartungen auch 2012 der weltweit größte Solarmarkt. Allerdings kann aufgrund der erwarteten Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes keine konkrete Aussage zur erwarteten Marktentwicklung getroffen werden. Analysten erwarten einen Rückgang der neu installierten Leistung in Deutschland auf unter 4 GW.

GRAFIK: ERWARTETE ENTWICKLUNG DES SOLARMARKTS 2012-2013

Quelle: Bundesnetzagentur, Bank Sarasin

ERWARTETE ENTWICKLUNG DES WINDMARKTS

Nach Erwartung der Bank Barclays Capital wird der Netto-Zubau der deutschen Windkraftkapazitäten 2012 und 2013 2,8 GW betragen. Das sind 33 Prozent mehr als 2011. Durch Änderungen sowohl an den Genehmigungsverfahren als auch an den Binnenlandvergütungen für Windkraftanlagen ist ab 2012 in Deutschland wieder mit einem verstärkten Windkraftzuwachs zu rechnen. Durch die Novellierung des Windenergieerlasses in Nordrhein-Westfallen bestehen keine generelle Höhenbeschränkung mehr. Ferner sind geringere Abstandsflächen zu bestehender Bebauung einzuhalten. Hieraus ergeben sich positive Potenziale für das zukünftige Windgeschäft des Solarparc Konzerns.

ERWARTETE ERTRAGS- UND FINANZLAGE

VORAUSSICHTLICHE UMSATZ-, ERGEBNIS- UND LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

Eine Prognose der Entwicklung des Gesamtumsatzes des Konzerns ist im Wesentlichen aufgrund des schwankenden Projektgeschäfts und der mit dem Projektgeschäft verbundenen Unsicherheiten über Fertigstellungs- und Veräußerungszeitpunkte sehr schwierig.

Im Segment regenerative Stromerzeugung erwarten wir für die kommenden Geschäftsjahre auch aufgrund des weiteren Ausbaus der eigenen Stromerzeugungskapazitäten steigende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge. Für das neue Geschäftsjahr 2012 erwarten wir auf der Basis durchschnittlicher meteorologischer Verhältnisse Umsatzerlöse in Höhe von 8,5 - 9,5 Mio. € für den Solarparc Konzern. Auf Basis der langjährigen Erfahrung aus dem Betrieb der Anlagen und der Ergebnisse der Vergangenheit erwarten wir aufgrund durchschnittlicher meteorologischer Verhältnisse hieraus ein Ergebnis in Höhe von 0,9 - 1,9 Mio. € für den Solarparc Konzern. Bei weiterhin durchschnittlichen meteorologischen Verhältnissen rechnen wir für die danach kommenden Geschäftsjahre mit konstanten Umsatzerlösen und aufgrund geringerer Zinsbelastungen bei teilweise auslaufenden Fremdfinanzierungen der Solar- und Windkraftanlagen mit stetig leicht ansteigenden Geschäftsergebnissen.

Im Segment Großanlagengeschäft erwarten wir in Abhängigkeit der Markt- und Preisentwicklung für PV-Module und je nach Ausgang diverser politischer Entscheidungen hinsichtlich der Höhe, der Vergütungsfähigkeit und zu den Anpassungsmechanismen der Einspeisevergütungen für Photovoltaikanlagen im Erneuerbare Energien Gesetz auch für die folgenden Geschäftsjahre positive oder neutrale Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge. Eine genaue Prognose ist für 2012 nicht möglich. Sollten sich die Marktpreise für PV-Module deutlich stärker verringern als es derzeit den Anschein hat, werden wir sowohl im laufenden als auch im kommenden Geschäftsjahr weitere Großanlagen kurzfristig realisieren, verkaufen oder in den Eigenbestand überführen. Wir verfügen über ein Reihe guter Kontakte zu potentiellen Investoren, die diese Anlagen bei entsprechender Rentabilität kurzfristig abnehmen würden.

Für die Konzernergebnisse der Folgejahre prognostizieren wir gegenüber dem sehr hohen Ergebnis des Berichtszeitraums aufgrund des hohen Entkonsolidierungsgewinns aus dem Abgang des Solarfonds Solarparc Deutschland I GmbH & Co. KG geringere Werte.

Aufgrund der überwiegenden Fremdfinanzierung der langfristig eigenen Solar- und Windkraftanlagen rechnen wir mit Tilgungszahlungen in Höhe von 3,5 Mio. € in 2012, die durch die Erlöse aus der Stromerzeugung durch die Energieparks finanziert werden. Bei unveränderter Anzahl der Energieanlagen aber teilweise auslaufenden Darlehen werden diese Tilgungszahlungen für den Zeitraum nach 2012 zunehmend zurückgehen. Eine Steigerung der Tilgungszahlungen ist nur durch Neuinvestitionen für den langfristigen Eigenbestand zu erwarten.

Die weiteren auf Ebene für den Solarparc Konzern getätigten Prognosen gelten entsprechend für Solarparc Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft des Konzerns.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN

Die Ausschüttungen von Dividenden hängen wesentlich vom Verlauf der kommenden Geschäftsjahre ab. Derzeit sind keine Dividenden geplant.

GEPLANTE INVESTITIONEN UND FINANZIERUNGSMASSNAHMEN

Für die sich in der Planung befindenden oder kurzfristig zuzukaufenden Projekte zur Realisierung von größeren Solarparks werden voraussichtlich größere Zwischenfinanzierungen, weitere größere Investitionen und langfristige Finanzierungen erfolgen. Wenn wir uns dazu entschließen sollten, ein oder mehrere Projekte in den Eigenbestand zu übernehmen, werden wir diese Investitionen wie auch in der Vergangenheit durch zinsgünstige KfW-Darlehen oder Hausbankdarlehen zum großen Teil fremdfinanzieren, um möglichst wenig eigene Mittel langfristig zu binden und uns eine größtmögliche finanzielle Flexibilität zu erhalten. Ferner stehen der Solarparc Aktiengesellschaft durch die Übernahme durch die SolarWorld AG und die vollständige Integration in den SolarWorld Konzern weitere Finanzierungskanäle offen. Der konkrete Umfang und Zeitpunkt des kurzfristigen Zwischen- und langfristigen Endfinanzierungsbedarfs hängt von der Machbarkeit der sich in der Planung befindenden oder kurzfristig zuzukaufenden Projekte ab.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT

Unsere kurzfristige Liquidität wird sich voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte durch Einzahlungen aus Steuererstattungen und Vereinnahmung von Forderungen aus Lieferung und Leistungen trotz weiterhin anstehender, planmäßiger Tilgungen erhöhen. Die Liquidität wird daraufhin im weiteren Jahresverlauf durch Einzahlungen aus dem operativen Geschäft planmäßig weiter zunehmen. Durch kurzfristige Auszahlungen im Rahmen von Vorleistungen für kommende, bisher noch nicht konkrete, größere Photovoltaikprojekte kann die Liquidität zeitweise stark abnehmen. Unsere flexible und sorgfältige Finanzplanung garantiert, dass wir zu jedem Zeitpunkt über genügend eigene Mittel, solche aus langfristigen Kapitalmaßnahmen oder aus einer kurz- bis mittelfristigen Zwischenfinanzierung verfügen können. Ferner stehen uns nach der Übernahme durch die SolarWorld AG und die vollständige Integration in den SolarWorld Konzern kurzfristig abrufbare Mittel der Konzerngesellschaften zur Verfügung.

CHANCEN

CHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN

WACHSENDER ENERGIEBEDARF

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung und des zunehmenden Energieverbrauchs der Entwicklungs- und Schwellenländer wird der weltweite Energiebedarf langfristig weiter steigen. Die International Energy Agency (IEA) prognostiziert in ihrem "World Energy Outlook 2011" ein Wachstum des weltweiten Energieverbrauchs um ein Drittel zwischen 2010 und 2035. Allein der Verbrauch der Nicht-OECD-Staaten stiege um 90 Prozent an. Der Ölverbrauch erhöhe sich im Jahr 2035 auf 99 Millionen (2010: 87 Millionen) Barrel pro Tag bei einem Ölpreis von 120 US$ je Barrel. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung werde sich laut IEA zwischen 2009 und 2035 von 3 Prozent auf 15 Prozent vervielfachen. Diese Entwicklung eröffnet neue Chancen für die Vermarktung von Strom aus Solarenergie.

HERAUSFORDERUNG KLIMAWANDEL

Der sehr hohe internationale Bedarf an klimafreundlichen Technologien für die Stromerzeugung eröffnet uns für die Zukunft enorme Marktchancen, die über den von uns erwarteten Zuwächsen liegen. Dieser Nachfrage können wir sowohl bei der Entwicklung neuer als auch der Betriebsführung bestehender Kraftwerke nachkommen. Das gilt insbesondere im Verbund mit dem SolarWorld Konzern.

ZEITNAHE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT

Die Kosten regenerativ erzeugter Energien werden weiter kontinuierlich sinken. Weltweiter Wettbewerb und technologische Fortschritte sind dafür die treibenden Faktoren. Dagegen werden die fossilen Energieträger nach übereinstimmender Prognose verschiedener Analysten stetig teurer. Die Preisschere zwischen konventionellem und regenerativ erzeugtem Strom wird sich Mitte bis Ende dieses Jahrzehnts geschlossen haben. Markt und Nachfrage werden dadurch voraussichtlich einen enormen Schub erhalten, der für unser Geschäft weitere Expansionschancen bietet.

STARKES WACHSTUM

Nach einer Studie der Solarenergievereinigung EPIA könnten Erneuerbare Energien bis 2050 100 Prozent der Europäischen Energienachfrage bedienen. Je nach Szenario werden die weltweiten Neuinstallationen 2020 zwischen 60 und 250 GWp und 2030 zwischen 260 und 1100 GWp liegen. Die Sarasin Bank rechnet 2020 mit einem Wachstum auf 116 GWp. Jährlich werden die Märkte von 2011 - 2015 um durchschnittlich 18 Prozent zulegen, heißt es in der Studie der Schweizer Solarmarktanalysten. Auch dem Windstrommarkt werden enorme Wachstumschancen zugesprochen. Die European Wind Energy Association (EWEA) erwartet 2020 eine europaweit gesamtinstallierte Leistung von 230 (2010: 84) GW.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCEN

Unser integriertes Geschäftsmodell bietet uns die Chance, zu jedem Projektzeitpunkt die für unser Unternehmen bestmögliche finanzielle Entscheidung zu treffen: Wir können unsere Projekte sowohl im eigenen Portfolio führen als auch an Investoren veräußern. Durch die Integration unseres Konzerns in die Strukturen der SolarWorld AG werden wir mit diesen Kompetenzen noch internationaler. Die durch die Fokussierung auf das regenerative Kraftwerksgeschäft gewonnene Kompetenz macht uns als Dienstleister und Entwickler und Teil des SolarWorld-Konzerns besonders attraktiv für traditionelle Kunden aus der Energiewirtschaft, die in Zukunft verstärkt in regenerative Energien investieren wollen.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN

Durch unsere langjährige Tätigkeit als Projektierungs- und Betriebsführungsunternehmen haben wir uns ein breites Netzwerk an Partnern aufgebaut. Durch eine Einbindung in den Konzern der SolarWorld AG würden diese nützlichen Verflechtungen noch intensiviert. Die Positionierung innerhalb des global breit aufgestellten Konzerns ermöglicht uns zudem, verstärkt Chancen aus der Internationalisierung wahrzunehmen. Auf der Absatzseite pflegen wir intensive Kontakte zu Investoren. Diese engmaschigen Netzwerke bieten uns die Chance, bei Bedarf zügig und schnell Projekte zu realisieren und damit zusätzliches Geschäftspotenzial zu erschließen. Bei der Beschaffung haben wir die Möglichkeit, auf Qualitätsware der SolarWorld AG zurückzugreifen. Dies eröffnet uns die Chance, bei entsprechender Nachfrage - auch international - schnell und sicher solare Qualitätskraftwerke realisieren zu können.

GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS

Wir sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt. Insgesamt rechnen wir mit einer Fortsetzung des erfolgreichen Geschäftsverlaufs der letzten Jahre.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Solarparc Aktiengesellschaft, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Bonn, 8. März 2012

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa.

Ahrend, Wirtschaftsprüfer

Lubitz, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsvorschlag

der Solarparc AG

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2011

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2011 in Höhe von 968.659,60 € in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen gem. § 58 Abs. 3 AktG einzustellen.

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