BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH

Alleestraße 3, 66386 Sankt Ingbert, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 32805
Vorher
Brück Stahlhandelsgesellschaft mbH
Eingetragen
16.12.1994
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Handel mit Stahlprodukten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte eingehen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar ode mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen übernehmen oder sich an anderen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Bohn
seit 20.7.2023
Prokura
Timo Bohn
seit 5.1.2021
Geschäftsführer
Anne Brück-Tauer
seit 18.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
71.41%
28.59%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
TB² Holding GmbH
Germany
860.000 €
86.00%
T*** B***
70.000 €
7.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH

St. Ingbert (vormals: Mandelbachtal)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH, St. Ingbert

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Leistungsprogramm der Gesellschaft umfasst den Handel mit Stahlprodukten sowie die Anarbeitung im Bereich Sägen, Drehen, Fräsen, Tieflochbohren und Zentrieren.

Die Gesellschaft unterhält ein Vertriebsbüro in Essen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliches Umfeld

Energiekrise und schwache Konjunktur führen zu historischen Produktionseinbrüchen.

Der Abwärtstrend bei der Rohstahlproduktion hat sich für die Stahlindustrie auch zum Jahresende 2023 weiter fortgesetzt. Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Auch im Dezember 2023 setzte sich die Abwärtsbewegung bei der Rohstahlproduktion fort. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Erzeugung um 2,1 Prozent. Damit hält der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Im vierten Quartal 2023 lag die Produktion rund 5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Nur 35,4 Millionen Tonnen Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009. Damals ging es jedoch nach einem rezessionsbedingt scharfen Einbruch rasch wieder bergauf.

Besonders betroffen ist insbesondere die Elektrostahlproduktion. Die Rohstahlproduktion auf dieser schrottbasierten und damit besonders stromintensiven Route bricht in diesem Jahr um 11 Prozent ein und fällt auf ein historisches Tief von 10,1 Millionen Tonnen (auf das Jahr hochgerechnet). Dieses niedrige Produktionsniveau wurde zuletzt vor dreißig Jahren unterschritten. Verglichen mit dem Jahr vor Beginn des Energiepreisschocks hat die Erzeugung knapp 20 Prozent verloren.

Sorge bereitet dabei nicht nur der Einbruch der Produktion an sich, sondern auch die Dauer der diese Entwicklung begleitenden Rezession: Auf Jahresbasis bezogen sind nun seit März 2022 und damit seit fast 21 Monaten (ausgenommen von einem leichten Anstieg im September 2023) stetige Produktionsrückgänge zu verzeichnen. In der zyklischen und volatilen Stahlkonjunktur ist ein derart lang gezogener Negativzyklus bislang in Deutschland noch nicht beobachtet worden.

Dazu Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Die Produktionsdaten in diesem Jahr geben Anlass zur größten Sorge: Die Stahlproduktion befindet sich gegenwärtig im freien Fall. Betroffen sind zwar beide Produktionsrouten - infolge der anhaltend hohen Strompreise in Verbindung mit einer dauerhaft schwachen Konjunktur leidet aber ganz besonders die Elektrostahlerzeugung.“ Um tiefe Einschnitte am Stahlstandort zu vermeiden, bestehe nun dringender Handlungsbedarf. „Der jüngste Haushaltkompromiss der Koalitionspartner, der unter anderem den Wegfall des staatlichen Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten beinhaltete, führt hier weit weg vom eigentlichen Ziel wettbewerbsfähiger Strompreise: Mit der nun angekündigten Verdopplung der Übertragungsnetzentgelte werden die Strombezugskosten der Unternehmen weiter signifikant in die Höhe getrieben“, so Rippel. Die Stahlkonjunktur werde sich nicht beruhigen, ohne dass eine Lösung für wettbewerbsfähige Strompreise gefunden wird, erklärt die Hauptgeschäftsführerin.

2.2 Lage des Unternehmens

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Auftragssituation

Der im Laufe des zweiten Quartals 2023 in der Stahlindustrie und dem Maschinenbau aufgetretene Konjunktureinbruch hat sich zu einer Rezession entwickelt die das Jahr 2023 nachhaltig beeinflusst hat. Dies spürten wir in einem deutlichen Nachfrage- und Absatzrückgang auf unserer Kundenseite. Dazu kamen insbesondere im vierten Quartal erhebliche Preisabschläge in allen Produktsparten. Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass viele unserer Hauptabnehmer im Zuge des konjunkturellen Einbruchs im Maschinenbau und der Stahlindustrie ihre Produktion stark drosseln mussten. Unser Unternehmen reagierte hierauf mit der Einführung von Kurzarbeit im vierten Quartal.

Investitionen

Insgesamt investierten wir im Jahr 2023 in die Bereiche technische Anlagen und Maschinen (35 T€) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (27 T€). Die Vorjahresinvestitionen beliefen sich in Summe auf 286 T€. Die Finanzierung erfolgte durch Fremdfinanzierung.

Personal- und Sozialbereich

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 24 (Vj.: 29) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte sind eine der wichtigsten Ressourcen des Unternehmens. Diesem Umstand tragen wir durch permanente, intensive Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen Rechnung.

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehen wir das EBIT, die EK-Quote, den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie das Rohergebnis an. Diese haben sich in den vergangenen beiden Jahren wie folgt entwickelt:

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2023 2022
EBIT (T€) 1) 3.354 1.694
EK-Quote (%) 55,7 57,6
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€) 693 24
Rohergebnis (T€) 1) 6.419 5.405

1) Sowohl EBIT als auch Rohergebnis sind im aktuellen Geschäftsjahr 2023 durch den Buchgewinn aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie (sonstiger betrieblicher Ertrag) in Höhe von 3.482 T€ beeinflusst.

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist im langfristigen Bereich durch das betriebsnotwendige Anlagevermögen in Höhe von 485 T € geprägt. Diesem stehen langfristige Mittel von 7,2 Mio. € (Eigenkapital 6,1 Mio. € sowie Bankdarlehen 1,1 Mio. €) gegenüber. Im Umlaufvermögen dominieren die Vorratsbestände mit 8,7 Mio. €.

Das bilanzielle Eigenkapital bewegt sich zum Stichtag mit 6,1 Mio. € (Vj.: 7,8 Mio. €) bei einer Bilanzsumme von 11,0 Mio. € (Vj.: 13,5 Mio. €) nach wie vor auf hohem Niveau. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt demnach 55,7 % (Vj.: 57,6 %).

Finanzlage

Die sich - aus der Gegenüberstellung der Vermögensposten und deren Finanzierung nach der Fristigkeit - abbildende Anlagenüberdeckung bewegt sich mit 6,7 Mio. € auf hohem Niveau. Der Stand der Fremdfinanzierung zum 31.12.2023 in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. € betrifft mit 1,1 Mio. € langfristige Fremdmittel.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der sich analog DRS 21 zusammensetzt, ergibt sich wie folgt:

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2023
T€
2022
T€
Jahresüberschuss 3.050 1.152
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 225 275
Veränderung der Vorräte 1.026 -1.115
Veränderung der Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 35 -276
Veränderung der Forderungen gegen Fremde 475 -168
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Fremden -836 58
Gewinne (-) / Verluste aus Sachanlageabgängen -3.482 --
Saldo Zinsaufwendungen / Zinserträge 200 98
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 693 24

Ertragslage

Bis Ende Dezember 2023 verkauften wir rund 7.100 t Material (Vj.: 11.300 t).

Das Rohergebnis beträgt 6.419 T€ (Vj.: 5.405 T€). Die Personalkosten liegen bei 1.282 T€ (Vj.: 1.680 T€). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen 225 T€ (Vj.: 274 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. 1.533 T€ (Vj.: 1.732 T€) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für diverses Material, Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten, Miet-/Leasingkosten, fremde Verkehrsleistungen und Verwaltungskosten sowie übrige Aufwendungen. Unter Berücksichtigung der Zinserträge 1 T€ (Vj.: 1 T€), der Zinsaufwendungen von 200 T€ (Vj.: 99 T€), der Ertragsteuern von 105 T€ (Vj.: 444 T€) sowie der sonstigen Steuern von 24 T€ (Vj.: 25 T€) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von 3.050 T€ (Vj.: 1.152 T€).

Das EBIT beläuft sich auf 3.354 T€ nach 1.694 T€ im Vorjahr.

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH hat sich in dem weiterhin von dem Ukraine-Krieg und den Auswirkungen der Energiekrise und der eingetretenen Rezession geprägten Geschäftsjahr 2023 weitgehend behaupten können. Die Vermögens- und Finanzlange der Gesellschaft ist geordnet und solide.

Insgesamt stellt sich die Lage der Gesellschaft für die Zukunft vorsichtig positiv dar.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Mehr denn je ist die Stahlindustrie auf wettbewerbsgerechte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen angewiesen. Politische Weichenstellungen in der Handels- und Klimapolitik sind für die Zukunft des Stahls in Deutschland und Europa entscheidend. Zur Bewältigung der grundlegenden Strukturprobleme bedarf es einer wirksamen europäischen Außenhandelspolitik und einer Ausgestaltung des Emissionsrechtehandels ohne Bedrohung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit in der Klimapolitik.

Gleichzeitig ist die Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Energie ausschlaggebend. Der klimaneutrale Umbau der deutschen Industrie ist im weltweiten Wettbewerb nur mit flankierenden staatlichen Maßnahmen zu bestehen.

Die leichte Aufwärtsbewegung der letzten Monate bei der Stahlproduktion und dem Stahlhandel, die sich von einem niedrigen Niveau aus vollzieht, ist alles andere als ein Grund zur Entwarnung. Vielmehr ist davon auszugehen, dass 2024 ein verlorenes Jahr für die Stahlmengenkonjunktur wird. Denn die Rezessionssorgen haben gesamtwirtschaftlich zugenommen. Viele wichtige stahlverarbeitende Branchen und damit auch die Stahlnachfrage befinden sich unverändert im Rückwärtsgang. Hinzu kommt, trotz schwacher Konjunktur, ein weiterhin steigender Importdruck in ganz Europa. Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung haben sich mittlerweile vollständig auf das Jahr 2025 verschoben.

Vor diesem Hintergrund gehen wir von einem weiteren Umsatzrückgang von bis zu 20% für 2024 aus.

3.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung

Unsere wesentlichen Chancen sehen wir unverändert im Verkauf an unsere Sonderfertigungs- und Maschinenbaukunden. Hierzu erweitern wir ständig unser Angebot in der Anarbeitung und Bearbeitung von Zulieferteilen.

Zudem sind neue Marktchancen im Bereich der Rüstungsindustrie erkennbar, die wir durch gezielte Akquisitionen versuchen für uns zu erschließen.

Hier können wir mit unseren modernen CNC gesteuerten Dreh-, Fräs-, Säge- und Tieflochbohranlagen punkten und engste Kundentermine durch unseren eigenen Fuhrpark einhalten. Unseren Maschinenpark werden wir im Sinne unserer Kunden weiter ergänzen und modernisieren.

Ferner ist es uns möglich, die Stähle genauestens nach EN 10308 / EN 10228 ZL / EN 473 S2 Ultraschall zu prüfen sowie Rissprüfungen und Analysen an der Fertigware auszuführen. Ein spezielles Entmagnetisieren nach engsten Kundenvorschriften wird ebenfalls durch unser bestens geschultes Personal garantiert.

Wir verstehen uns nicht nur formal als Lieferant, sondern als sachkundiger zuverlässiger Partner für unsere Kunden.

3.3 Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken ergeben sich aus der derzeitigen anhaltenden konjunkturellen Rezession sowie der Preisentwicklung auf den Stahlmärkten und durch die Belastungen aus den Energiemärkten.

Risiken in der Stahlpreisentwicklung und der Verfügbarkeit von Rohstählen begegnen wir unverändert mit einer vorausschauenden Beschaffungspolitik basierend auf langjährigen Geschäftsbeziehungen mit diversen Zulieferern.

Risiken aus der Nachfrageschwäche begegnet das Unternehmen mit Kostenreduzierungen, wie z.B. Kurzarbeit.

Dem zunehmenden Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir mit einem situationsbedingt verschärften Debitoren-Management.

3.4 Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und der Entwicklung im Nahen Osten

Aus heutiger Sicht geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Folgen des anhaltenden Ukraine-Kriegs, des Konflikts im Nahen Osten und deren immer stärkeren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, sowie die nachhaltige Rezession in der Stahlindustrie und dem Maschinenbau in Deutschland und der Welt, die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätssituation des Unternehmens negativ beeinflussen wird. Ein Indikator hierfür ist die aktuelle Situation an den Absatzmärkten. Die anhaltende Nachfrageschwäche nach Stahlprodukten (Deutschland verharrt auf niedrigem Niveau) und einem unverändert hohen Preisdruck im Rohstahl (Deutschland mit minus 6,9% gegenüber dem Vorjahr) verschärft die Wettbewerbssituation zunehmend. Entscheidend ist, ob sich dieser Trend im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 fortsetzen und wie sich die Nachfrage der Großkunden durch die künftige Entwicklung der weltweiten Marksituation gestalten wird. Es bestehen daher nach wie vor große Unsicherheiten, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf weiter ausfallen werden.

Nach vorsichtigen Einschätzungen unserer Kunden erwarten diese erst im Laufe des Jahres 2025 eine Belebung am Markt. Dies würde in der Folge auch zu einer wieder steigenden Nachfrage führen.

Mögliche staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Rezession bleiben abzuwarten.

Zu den Folgen der Entwicklungen im Ukraine-Krieg, im Konflikt im Nahen Osten sowie dem Ausgang der US-Wahlen und der innenpolitischen Situation in Deutschland, lassen sich derzeit noch keine konkreten Aussagen machen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei der derzeitigen Auftragslage und unter Berücksichtigung der bisherigen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Rezession wohl Risiken für die Umsatz- und Ertragslage erkennbar sind, diese aber derzeit den Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährden.

3.5 Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung

Entscheidend ist, wie lange die weltweiten Konflikte und politischen Unwägbarkeiten und damit verbunden die negative konjunkturelle Entwicklung noch andauern und welches Erholungsmuster danach einsetzt. Nachdem die Branche sich im vergangenen Jahr bereits sehr negativ entwickelte und die Preise auf ein Niveau von Anfang 2022 zurückfallen ließ, mussten die Stahlhersteller und -händler in Europa nach den ersten Monaten des Jahres mit einem weiteren Abschwung der Wirtschaft klarkommen, der die Preise weiter unter Druck hält.

Angesichts der weltweiten Auswirkungen der internationalen Konflikte und der Rezession auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie der anhaltenden Einschränkungen des Welthandels ist es jedoch fraglich, wie die weitere wirtschaftliche Entwicklung sich insbesondere im vierten Quartal 2024 und zum Jahreswechsel fortsetzten wird. Vor diesem Hintergrund ist eine Prognose für die Entwicklung des laufenden Jahres schwierig. Aufgrund der Entwicklungen in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres und den bereits getroffenen Dispositionen und Kosteneinsparungen, rechnen wir für das Gesamtjahr 2024 dennoch mit einem ausgeglichenen Gesamtergebnis. Trotz aller schwierigen Umstände sind wir zum jetzigen Zeitpunkt fest davon überzeugt - auch vor dem Hintergrund der bereits konsequent eingeleiteten Maßnahmen - sowohl die Auswirkungen der politischen Unsicherheiten als auch die Folgen der Rezession sowie zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

 

St. Ingbert, den 27.09.2024

Timo Bohn, Geschäftsführer

Bilanz 2023

AKTIVA

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31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5,00 61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten -- 775
2. Technische Anlagen und Maschinen 290.753,51 325
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.920,08 140
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.500,00 65
485.173,59 1.305
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 500,00 --
485.678,59 1.366
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 8.622.379,07 9.660
2. Geleistete Anzahlungen 104.280,00 92
8.726.659,07 9.752
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 617.572,87 1.203
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen -- 277
3. Forderungen gegen Gesellschafter 240.628,51 --
4. Sonstige Vermögensgegenstände 326.182,30 224
1.184.383,68 1.704
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 631.091,56 712
10.542.134,31 12.168
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.930,90 14
11.049.743,80 13.548

PASSIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500
III. Bilanzgewinn 2.654.931,41 4.305
6.154.931,41 7.805
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 48.000,00 --
2. Sonstige Rückstellungen 285.800,00 415
333.800,00 415
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.598.917,29 3.611
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.529,35 --
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 925.989,88 918
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.575,87 799
4.561.012,39 5.328
11.049.743,80 13.548

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

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2023
EUR
EUR 2022
TEUR
TEUR
1. Umsatzerlöse 15.396.379,73 23.544108
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.668.627,56 108
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -12.072.952,26 -17.555
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -573.303,38 -12.646.255,64 -692 -18.247
4. ROHERGEBNIS 6.418.751,65 5.405
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.033.116,81 -1.421
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -249.316,60 -1.282.433,41 -259 -1.680
(davon Aufwendungen für Altersversorgung: € 14.646,36; Vj.: T€ 17)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -225.010,05 -274
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.533.127,52 -1.732
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 478,14 1
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -200.033,85 -99
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -104.570,68 -444
11. ERGEBNIS NACH STEUERN 3.074.054,28 1.177
12. Sonstige Steuern -24.358,43 -25
13. JAHRESÜBERSCHUSS 3.049.695,85 1.152
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.305.235,56 3.153
15. Ausschüttungen -4.700.000,00 --
16. BILANZGEWINN 2.654.931,41 4.305

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH, St. Ingbert

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der

BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH Sitz: St. Ingbert

Amtsgericht: Saarbrücken

Handelsregisternummer: HRB 32805

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die gesetzlichen Gliederungschemata gem. § 266 Abs. 2 und 3 bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde.

Die Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um die Posten "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" und "Forderungen gegen Gesellschafter" erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear bzw. degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und deren Abgang unterstellt.

Bei den Finanzanlagen wurden die Sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch ei ne Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Einzelrisiken sind nicht erkennbar.

Es besteht eine Warenkreditversicherung.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Beachtung der steuerrechtlichen Vorschriften ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not wendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem "Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2023" dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen nicht mehr als ein Jahr. Im Vorjahr betrugen die Restlaufzeiten ebenfalls nicht mehr als ein Jahr.

Der Bilanzgewinn von € 2.654.931,41 setzt sich aus dem Gewinnvortrag von € 4.305.235,56 und dem Jahresüberschuss von € 3.049.695,85 zusammen, denen in Summe eine Ausschüttung von € 4.700.000,00 entgegensteht.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

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T€
Verpflichtungen im Bereich des Personals 181
übrige Posten 105
286

Die nach §§ 268 Abs. 5 und 285 Nr. 1 a) und b) HGB sowie § 285 Nr. 2 HGB erforderlichen Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023".

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von € 3.482.119,73 (Vj.: € 0,00).

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen übliche mittelfristige Leasingverträge aus der Anmietung von Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der langfristigen Anmietung einer Betriebsimmobilie und eines Vertriebsbüros.

Die Miet- und Leasinggeschäfte dienen der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit.

Hieraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll
bis 1 Jahr: T€ 151
mehr als 1 Jahr: T€ 330

2. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag lagen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von T€ 2.946 vor.

3. Angabe der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte an den Quartalsstichtagen nachstehende Mitarbeiter:

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I II III IV Durchschnitt Vorjahr
Geschäftsführung 2 2 0 0 1 2
Arbeitnehmer i.S. des § 267 Abs. 5 HGB 23 23 24 23 23,3 26,75
Auszubildende 0 0 0 0 0 0

4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgan

- Herr Jürgen Bohn (bis 30.06.2023)

- Herr Timo Bohn (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit)

5. Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer werden mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6. Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

7. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von € 2.654.931,41, bestehend aus einem Gewinnvortrag von € 4.305.235,56, einer Gewinnausschüttung von € -4.700.000,00 und einem Jahresüberschuss von € 3.049.695,85, in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

St. Ingbert, den 27.09.2024

Timo Bohn, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk 2023

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 der BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüberhin aus haben wir den Lagebericht der BoSS - Bohn Steel Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weiter gehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammen hang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt so wie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zu treffen des Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt so wie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zu treffend darstellt, so wie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf die se Risiken durch so wie er langen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraft setzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft ab zu geben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern an gewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

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Harry Hartz, Wirtschaftsprüfer

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