SVO Netz GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 200554
Eingetragen
12.12.2006
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationElektrizitätsverteilungTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau von Verteilungsanlagen für Elektrizität und Gas einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

SVO Netz GmbH

Celle

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht zum 31.12.2008

Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Die SVO Netz GmbH ist verantwortliche Netzbetreiberin für die Strom- und Gasnetze auf dem Gebiet der mit der SVO Energie GmbH über Konzessionsverträge verbundenen Kommunen. Das Netzgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf die Landkreise Celle und Uelzen, sowie auf Teilbereiche der Landkreise Soltau-Fallingbostel, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg mit den großen Städten Celle, Bergen und Bad Bevensen.

Das Netzgebiet Strom umfasst eine geographische Fläche von rd. 3.027 km², dass Gasnetzgebiet 2.745 km². Im Verhältnis umfasst die geographische Gesamtfläche des Bundeslandes Saarland lediglich 2.569 km² ohne Berücksichtigung der strukturellen Unterschiede.

Der Netzbetrieb wird im Berichtsjahr auf Grundlage des mit der SVO Energie GmbH im Jahr 2006 geschlossenen Pachtvertrages fortgeführt. Technische und kaufmännische Leistungen zur Führung des Netzbetriebes werden im Rahmen abgeschlossener Dienstleistungsverträge bezogen und vergütet.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zur Gesellschafterin.

SVO Netz verhandelt derzeit über den Abschluss eines Rahmendienstleistungsvertrages zur Führung der Strom-Netzbilanzkreise. Die Gas-Netzkopplungsverträge mit den marktgebietsaufspannenden Netzbetreibern befinden sich ebenfalls in Verhandlung. Die Anforderungen aus der GABi-Gas "Grundmodell der Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Deutschen Gasmarkt" sind fristgerecht zum 01.10.2008 umgesetzt.

Die wirtschaftliche Tätigkeit der SVO Netz GmbH ist in der Hauptsache durch das EnWG vom 07.07.2005 und die sich daraus ableitenden Verordnungen bestimmt. Die Bildung der Netzentgelte erfolgt auf Grundlage der Strom-/Gasnetzentgeltverordnung unter Berücksichtigung gesondert von der Regulierungsbehörde getroffener Beschlüsse.

Die von der SVO Netz GmbH am 25.06.2007 beantragten Netzentgelte Strom wurden am 25.07.2008 rückwirkend zum 01.01.2008 für den Berichtszeitraum genehmigt.

Die Gasnetzentgelte wurden am 11.07.2008 mit Zustellungsurkunde vom 15.07.2008 zeitlich befristet - vom 15.07.2008 bis zum 31.12.2008 - genehmigt.

Zur Vorbereitung des zum 01.01.2009 bevorstehenden, gesetzlich festgelegten Systemwechsels von der kostenbasierten zur anreizorientierten Regulierungspraxis gem. ARegV hatte die Regulierungsbehörde den Effizienzwert für das Strom- und Gasnetz der SVO Netz GmbH jeweils mit 100 % festgestellt. Der Beschluss zur Erlösobergrenze Gas ist der Netzgesellschaft am 19.12.2008 zugestellt worden; am 23.12.2008 folgte die entsprechende Mitteilung zur Erlösobergrenze Strom.

Die genannten Beschlüsse enthalten Auflagen und Auflagenvorbehalte zur Mehrerlösabschöpfung.

Umsatz- und Erlösentwicklung

Für die folgenden Ausführungen wurde zu Vergleichszwecken auch auf Zahlen der SVO Energie GmbH aus dem Geschäftsjahr 2006 zurückgegriffen, um entsprechende Entwicklungen erläutern zu können.

Strom

Die dezentral eingespeiste Strommenge ist im Geschäftsjahr 2008 deutlich angestiegen, wie aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.

  2008 2007 2006
Einspeisung von Energie Anzahl Anlagen Mio. kWh Anzahl Anlagen Mio. kWh Anzahl Anlagen Mio. kWh
Windenergie 26 140,5 26 112,7 25 67,5
Wasserkraft 12 4,9 12 5,9 12 5,3
Deponie- und Biomasse 77 238,3 65 197,0 60 117,9
Photovoltaik 824 5,0 644 4,4 530 3,5
Summe Regenerative Energie 939 388,7 747 320,0 627 194,2
Einspeisung aus Kraft-Wärmekopplung 177 102,6 167 108,8 144 148,2
Gesamte Einspeisung 1.116 491,1 914 428,8 771 342,4

Die Größenordnung für den Bezug von Verlustenergie zur Deckung physikalischer Stromnetzverluste bewegt sich mit 36,8 Millionen Kilowattstunden im Rahmen der Vorjahreswerte. Die Beschaffung erfolgte zur Sicherstellung der sich aus § 10 StromNZV ergebenden Anforderungen bereits im Jahr 2007 über den beauftragten Dienstleister, die Firma ECG-Energie Consulting GmbH. Auf Grundlage der erzielten und ausgewerteten Ausschreibungsergebnisse erhielt die SVO Energie GmbH den Zuschlag.

Die gesamte Stromnetzmenge hat sich gegenüber den Vorjahren wie folgt entwickelt:

Netzmengen 2008
Umspannung aus HSP 170.142.599 kWh
Mittelspannung 352.606.843 kWh
Umspannung aus MS 37.842.124 kWh
Niederspannung 692.754.536 kWh
Gesamt 1.251.346.102 kWh
Netzmengen 2007 2006
Umspannung aus HSP 169.238.624 kWh 173.295.299 kWh
Mittelspannung 333.000.157 kWh 329.353.194 kWh
Umspannung aus MS 33.781.862 kWh 41.309.495 kWh
Niederspannung 654.785.354 kWh 697.596.732 kWh
Gesamt 1.190.805.997 kWh 1.241.554.720 kWh

Aus den Mengen des Jahres 2008 ergeben sich Erlöse aus den Netzentgelten für den Strombereich in Höhe von 39,81 Mio. Euro (2007: 42,95 Mio. Euro). Die Verringerung der Erlöse um 3,14 Mio. Euro ist in den in 2008 gekürzten Netzentgelten der BNetzA begründet. Die Mengendifferenz von 9,79 Millionen Kilowatt zum Entgeltantrag 2006 wird über die periodenübergreifende Saldierung ausgeglichen.

Erdgas

Nachfolgend werden die Gasnetzmengen des Geschäftsjahres 2008 den Vorjahren 2007 und 2006 gegenübergestellt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der milden Witterung im Jahr 2007 die Durchleitungsmengen im Gas stark rückläufig waren.

Netzmengen 2008 2007 2006
Leistungsgemessene Kunden 399.980.304 kWh 420.274.096 kWh 446.432.130 kWh
Standardlastprofil Kunden 1.239.767.329 kWh 1.094.892.267 kWh 1.315.237.412 kWh
Durchleitung Weiterverteiler 91.592.978 kWh 80.264.227 kWh 93.139.646 kWh
Summe Netznutzung 1.731.340.611 kWh 1.595.430.590 kWh 1.854.809.188 kWh

Aus den Mengen des Jahres 2008 ergeben sich Erlöse für die Durchleitung in Höhe von 17,56 Mio. Euro (2007: 13,51 Mio. Euro) ohne Kosten für das vorgelagerte Netz. Die Erhöhung der Erlöse um 4,05 Mio. Euro in 2008 ist mit den gestiegenen Netzentgelten im 2. Halbjahr und den höheren Absatzmengen begründet. Die Mengendifferenz von 123,47 Millionen Kilowatt zum Entgeltantrag 2006 wird über die periodenübergreifende Saldierung ausgeglichen.

Ergebnisentwicklung

Die Erlöse der Sparte Strom in Höhe von 104,25 Mio. Euro (2007: 95,6 Mio. Euro) ergeben sich im Wesentlichen aus den Netzentgelten, der Rückvergütung für die dezentrale Energieeinspeisung in unser Netz sowie der Konzessionsabgabe.

Nachdem die Netzmengen im Gasbereich im Geschäftsjahr 2007 witterungsbedingt erheblich zurückgegangen waren, sind für das Geschäftsjahr 2008 wieder Gasnetzmengen zu verzeichnen, die eher dem durchschnittlich zu erwartenden Mengengerüst entsprechen.

Im Geschäftsjahr 2008 betragen die erzielten Erlöse aus Netzentgelten und Konzessionsabgaben der Sparte Gas 19,45 Mio. Euro (2007: 15,19 Mio. Euro).

Die Aufwendungen der Sparte Strom betragen insgesamt 93,1 Mio. Euro (2007: 91,42 Mio. Euro), hiervon entfallen im Berichtsjahr 15,67 Mio. Euro auf die technische Betriebsführung, Instandhaltung und Pacht der Stromnetze. Die Aufwendungen für das vorgelagerte Netz betragen 8,93 Mio. Euro. Für die Verlustenergie sind 2,37 Mio. Euro und für die eingespeisten Energiemengen 56,79 Mio. Euro aufgewandt worden.

Die Konzessionsabgabe als durchlaufender Posten beläuft sich auf 8,08 Mio. Euro.

Die Gesamtaufwendungen der Sparte Gas betragen 16,35 Mio. Euro (2007: 16,12 Mio. Euro), hiervon entfallen im Berichtsjahr 11,69 Mio. Euro auf die technische Betriebsführung, Instandhaltung und Pacht der Gasnetze. Für das vorgelagerte Netz waren Kosten in Höhe von 2,68 Mio. Euro aufzuwenden. Die abzuführende Konzessionsabgabe beträgt 1,83 Mio. Euro.

Die sonstigen Aufwendungen und die Personalkosten im Geschäftsjahr 2008 betragen 14,49 Mio. Euro. Darüber hinaus sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,18 Mio. Euro und ein Zinsergebnis von 0,09 Mio. Euro erzielt worden.

Den Gesamterlösen in Höhe von 123,98 Mio. Euro (2007: 110,89 Mio. Euro) stehen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 123,95 Mio. Euro (2007: 112,24 Mio. Euro) gegenüber, daraus ergibt sich als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Jahr 2008 ein Gewinn von 0,025 Mio., der über den Ergebnisabführungsvertrag mit der SVO Energie GmbH abgeführt wird. Im Jahr 2007 war ein Defizit von 1,35 Mio. Euro durch die SVO Energie auszugleichen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Umlaufvermögen beträgt für das Berichtsjahr 24,6 Mio. Euro (2007: 20,53 Mio. Euro). Es setzt sich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 24,48 Mio. Euro und flüssigen Mitteln in Höhe von 0,12 Mio. Euro zusammen.

Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr in Höhe von 20,12 Mio. Euro (2007: 15,92 Mio. Euro) auszuweisen.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Sie ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der SVO Energie GmbH nachhaltig gesichert.

Zukünftige Entwicklung

In Abhängigkeit zu der von führenden Wirtschaftsforschungsunternehmen prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2009, die im Ergebnis von einer nachhaltigen Schrumpfung des BIP in einer Bandbreite von bis zu ./. 2.5 % ausgehen, ist nicht zu erwarten, dass sich die SVO Netz GmbH von den unterstellten Szenarien gänzlich abkoppeln kann und eine Entwicklung gegen den Trend nimmt.

Vor diesem Hintergrund sind tendenziell eher rückgängige Stromnetzmengen für das Geschäftsjahr 2009 zu erwarten. Der negative Mengeneffekt kann bei entsprechend günstiger Witterung durch verstärkten Feldberegnungs- oder aber auch Speicherheizungsbedarf abgeflacht werden. Die realisierbaren Erlöse aus Netzentgelten dürften allerdings unterhalb der festgesetzten Erlösobergrenze für das Jahr 2009 liegen.

Für die Sparte Gas wird witterungsbedingt mit einem Anstieg der Gasnetzmenge und einer deutlichen Überschreitung der Erlösobergrenze für das Jahr 2009 gerechnet.

Langfristig ist im Strombereich mit einer weitgehend stabilen - durch geringe Steigerungsraten gekennzeichneten - Entwicklung der Netzmengen zu rechnen. In der Sparte Gas ist - ohne Berücksichtigung witterungsbedingt auftretender Schwankungen -ebenfalls mit nur geringfügig steigenden Netzmengen zu rechnen, da beschlossene Fördermaßnahmen zur Wärmedämmung und CO2-Reduzierung einem stärkeren Mengenzuwachs entgegenwirken.

Für Einspeisemengen nach dem EEG ist auch für die Zukunft von weiteren Steigerungen auszugehen. Erwartete Entwicklungsschwerpunkte bilden sich in den Bereichen Biomasse und Windenergie. Die Einspeisung nach dem KWKG wird deutlich zurückgehen, da der größte Einspeiser mit rd. 100 Mio. kWh/a die erzeugte Energie auf Grundlage des neuen KWKG ab dem 01.01.2009 selber verbraucht und zugleich seine Netzbezugs-/Einspeiseebene auf dann 110 kV verlagert. In der Folge wird der Energiebezug aus dem vorgelagerten Netz in 2009 entsprechend zunehmen.

Es ist zu erwarten, dass die Bundesnetzagentur im Laufe des 1. Halbjahres 2009 den im Rahmen der Erlösobergrenzenfestsetzung mitgeteilten Auflagenvorbehalt zur Mehrerlösabschöpfung durch die abschließende Formulierung einer Auflage konkretisieren wird. Die Mehrerlösabschöpfung soll bei der Festsetzung der Erlösobergrenze ab dem 01.01.2010 erstmals die Netzentgelte mindernd berücksichtigt werden.

Der zur Thematik Verlustenergiebeschaffung bei der Regulierungsbehörde gestellte Antrag zur Anerkennung der Kosten für die Beschaffung von Verlustenergie als dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten auf Grundlage der von den Verbänden erarbeiteten "Freiwilligen Selbstverpflichtung FSV" ist durch die "Beschlusskammer 6 - BK6" abgelehnt worden. Der hilfsweise gestellte Antrag zur Anerkennung der Kosten für die Verlustenergiebeschaffung als Härtefall gem. § 4 Abs. 4 ARegV ist von der BK8 abgelehnt worden. Gegen die genannten Beschlüsse beider Beschlusskammern ist fristgerecht Beschwerde eingelegt worden.

Im Jahr 2009 sind weitere Schritte zum Aufbau eines IT-gestützten Werkzeuges "Asset-Management" geplant. Auf mittlere Sicht soll eine nachhaltige strategische Langfristplanung zum Ausbau, Betrieb und zur Unterhaltung des Netzes ermöglicht werden.

Unternehmensrisiken und -Chancen

Das Risikomanagement wurde in Zusammenarbeit mit der SVO Energie GmbH weiterentwickelt. Die vorhandenen betrieblichen Risiken werden fortlaufend ermittelt und zusammen mit den Möglichkeiten zur Gegensteuerung dokumentiert. Halbjährlich erfolgt eine Berichterstattung im Rahmen der bestehenden Konzernrichtlinien und gegenüber den Gesellschaftern. Der Berichtszeitraum erfasst den gesamten 3-Jahreszyklus der Mittelfristplanung.

Wirtschaftliche Risiken der SVO Netz GmbH ergeben sich im Wesentlichen aus den sich kontinuierlich verändernden rechtlichen Rahmenbedingungen. Dies sind insbesondere die im Detail erwarteten Entscheidungen zur Umsetzung der Mehrerlösabschöpfung und der Fortgang zur Thematik Verlust-/Differenzenergiebeschaffung mit den sich daraus ergebenden Wirkungen auf den Erfolg der Gesellschaft.

Im Rahmen der Mittelfristplanung sind diese Risiken, soweit sie finanziell zu beziffern waren, berücksichtigt worden.

Weitere Risiken bestehen im Zusammenhang mit auslaufenden Konzessionsverträgen im Netzgebiet und den sich daraus ergebenden möglichen Effizienzverlusten für die SVO Netz GmbH. Die Netze sind, wie berichtet, von der SVO Energie GmbH gepachtete. Der Netzbetrieb ist personell auf die bestehende Größe des Netzgebietes ausgerichtet.

Die Diskussion der eigentumsrechtlichen Entflechtung der Übertragungsnetze auf europäischer Ebene ist noch nicht abgeschlossen. Dieses Thema wird aktuell um Diskussionsbeiträge zur Bildung eines großen deutschen Übertragungsnetzbetreibers erweitert. Ob und in wie weit auch Verteilnetzbetreiber von diesen Überlegungen betroffen sein werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzen.

Die im Jahr 2009 vorgesehene Implementierung eines IT-gestützten Asset-Managements soll die nachhaltige strategische Langfristplanung fördern. Parallel dazu soll eine optimierte Verzahnung der Schnittstellen Budget-, Maßnahmen- und Ergebnisplanung der operativen Bereiche erreicht werden. Im Ergebnis erwarten wir daraus einen strukturierten Kosten-, Nutzen- und Risikoabwägungsprozess, der auch qualitative Aspekte berücksichtigt und so einen effizienten Mitteleinsatz sicherstellt.

Neben den vorgenannten Folgewirkungen sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Celle, den 10. Februar 2009

Gewiß

Bilanz zum 31.12.2008

AKTIVA

  Anhang 31.12.2008
31.12.2007
Tsd. €
Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (1) 24.478.740 20.514
II. Flüssige Mittel (2) 122.076 17
    24.600.816 20.531

Passiva

     
Anhang 31.12.2008
31.12.2007
tsd. €
Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (3) 100.000 100
II. Bilanzverlust (4) 0 -1
    100.000 99
Rückstellungen (5) 4.380.427 4.503
Verbindlichkeiten (6) 20.120.389 15.929
    24.600.816 20.531

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2008

  Anhang 2008
Vorjahr
Tsd. €
Umsatzerlöse (7) 123.706.466 110.792
Sonstige betriebliche Erträge (8) +177.919 17
Materialaufwand (9) -109.465.128 -107.547
Personalaufwand (10) -986.803 -917
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -13.499.577 -3.751
Zinsergebnis (12) +92.508 53
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   25.385 -1.353
Erträge aus Verlustübernahme     1.353
Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne   -24.237 0
Jahresüberschuss   1.148 0
Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -1.148 -1
Bilanzverlust   0 -1

Anhang zum 31.12.2008

I. Allgemeine Angaben

Das Strom- und Gasverteilungsnetz hat die SVO Netz GmbH von der SVO Energie GmbH gepachtet. Das Anlagevermögen wird bei SVO Energie GmbH ausgewiesen.

Zwischen der SVO Netz GmbH und der SVO Energie GmbH wurde ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Mit der SVO Energie GmbH besteht eine ertragsteuerliche Organschaft.

II. Angaben zur Form und Darstellung der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des GmbHG sowie nach branchenspezifischen Vorschriften aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Ein gesonderter Ausweis dieser Posten sowie die erforderlichen Erläuterungen erfolgen im Anhang.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Geschäfte größeren Umfangs nach § 10 Abs. 2 EnWG vom 7. Juli 2005 sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten nach der Teilwertmethode auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelt worden. Der zugrundeliegende Zinsfuß beträgt grundsätzlich 4 % und im Fall der eigenfinanzierten betrieblichen Alterssicherung 5 %.

Bei der Bemessung der Sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden.

Rückstellungen für tarifvertragliche Verpflichtungen zur Verkürzung der Lebensarbeitszeit wurden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit einem Rechnungszins von 5,5 % unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelt.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit einem Rechnungszins von 4 % unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Rückzahlungsbeträgen bilanziert worden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2008
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Tsd. €
31.12.2007
Tsd. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.238 0 601
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.652.109 388 18.588
Sonstige Vermögensgegenstände 1.809.393 0 1.325
  24.478.740 388 20.514

Bei den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen handelt es sich überwiegend um Forderungen gegen E.ON Netz GmbH (6.157 Tsd. €) und gegen den Gesellschafter SVO Energie GmbH aus Lieferungen und Leistungen (15.675 Tsd. €) sowie mit 388 Tsd. € um Rückdeckungsansprüche an die Versorgungskasse Energie VVaG. Vom Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände entfallen 1.254 Tsd. € auf Vorsteueransprüche, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

(2) Flüssige Mittel

Unter den flüssigen Mitteln sind der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Festgelder erfasst. Die Festgelder (117 Tsd. €) dienen zur Absicherung von Wertguthaben aus der Altersteilzeit und sind insofern verfügungsbeschränkt.

(3) Gezeichnetes Kapital

Am Stammkapital von unverändert 100.000 € ist die SVO Energie GmbH mit 100 % beteiligt.

(4) Verlustvortrag

Auf der Grundlage des mit der SVO Energie GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurde im Berichtsjahr der entstandene Gewinn nach Ausgleich des bestehenden Verlustvortrages an die SVO Energie GmbH abgeführt.

(5) Rückstellungen

  31.12.2008
31.12.2007
Tsd. €
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 517.041 421
Sonstige Rückstellungen 3.863.386 4.082
  4.380.427 4.503

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Rückstellungen für Mehrerlösabschöpfungen Strom und Gas (1.994 Tsd. €), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.084 Tsd. €) sowie Personalrückstellungen (724 Tsd. €).

(6) Verbindlichkeiten

    davon mit einer Restlaufzeit  
  31.12.2008
bis 1 Jahr
Tsd. €
über 5 Jahre
Tsd. €
31.12.2007
Tsd. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.359.548 6.359 0 4.707
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.641.744 12.642 0 10.290
Sonstige Verbindlichkeiten 1.119.097 1.119 0 932
  20.120.389 20.120 0 15.929

Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 891 Tsd. € auf Steuern und 8 Tsd. € auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Gegenüber dem Gesellschafter bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 11.108 Tsd. €.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse ergeben sich aus folgenden Tätigkeitsbereichen:

  2008
Vorjahr
Tsd. €
Stromnetzerlöse 104.252.570 95.600
Gasnetzerlöse 19.453.896 15.192
  123.706.466 110.792

Im Rahmen der energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2008 periodenfremde Erträge in Höhe von 1,0 Mio. €.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Auflösungen von Rückstellungen (93 Tsd. €), Erträge aus Zählersperrmaßnahmen (55 Tsd. €) sowie den Ausgleichsposten für Sachbezüge und Erträge aus dem Deckungsvermögen VKE.

(9) Materialaufwand

  2008
Vorjahr
Tsd. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 82.105.954 68.751
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.359.174 38.796
  109.465.128 107.547

Im Rahmen der energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2008 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. €.

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind die Pachtentgelte für die Strom- und Gasverteilungsanlagen in Höhe von 14.604 Tsd. € und für die technische Betriebsführung in Höhe von 9.633 Tsd. € enthalten. In 2008 führte die Jahresabrechnung der Betriebsführung für 2007 zu einer Veränderung der Anteile von kaufmännischen und technischen Betriebsführungskosten.

(10) Personalaufwand

  2008
Vorjahr
Tsd. €
Löhne und Gehälter 751.912 621
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 234.891 296
  986.803 917
davon Altersversorgung 94.279 184

Im Jahresdurchschnitt waren 11 Mitarbeiter bei der SVO Netz GmbH beschäftigt. Durch ein einheitliches Tarifsystem erfolgt keine weitere Aufteilung der Mitarbeiter nach Berufsgruppen.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von 13.500 Tsd. € (im Vorjahr 3.751 Tsd. €) enthalten u.a. die Aufwendungen für die kaufmännische Betriebsführung in Höhe von 13.198 Tsd. €, die sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Jahresabrechnung 2007 und den daraus abgeleiteten Ansatz für 2008 erhöht haben.

(12) Finanzergebnis

  2008 Vorjahr
  davon aus/an verbundenen Unternehmen
Tsd. €
Tsd. € davon aus/an verbundenen Unternehmen
Tsd. €
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.846 99 81 72
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.338 -11 -28 -28
  92.508   53  

VI. Sonstige Angaben

1. Angabe zu den Organen

Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Nach dem Ausscheiden von Herrn Ulrich Hartmann, Celle, zum 31.01.2008 ist Herr Günther Gewiß, Celle, als alleiniger Geschäftsführer bestellt worden.

2. Aufwendungen für Organe

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde verzichtet.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für das Jahr 2009 in Höhe von 42,9 Mio. € und für folgende Jahre in Höhe von 88,5 Mio. €, die hauptsächlich aus Pacht- und Dienstleistungsverträgen resultieren. Sie betreffen in voller Höhe Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

4. Konzernzugehörigkeit

Die SVO Netz GmbH ist Tochterunternehmen der SVO Energie GmbH. SVO Netz GmbH wird über die E.ON Energie AG in den Konzernabschluss der E.ON AG, Düsseldorf, (HRB 22315) einbezogen. Die E.ON AG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den weitesten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der E.ON AG werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.ebanz.de oder unter www.eon.com zugänglich. Dieser Konzernabschluss wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards ("IFRS") aufgestellt.

5. Geschäfte größeren Umfangs

SVO Netz GmbH hat im Geschäftsjahr 2008 Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 10 Abs. 2 EnWG vom 7. Juli 2005 mit folgenden verbundenen Unternehmen durchgeführt:

Pachtverträge über die Strom- und Gasverteilnetze mit der SVO Energie GmbH, Celle

Dienstleistungsverträge über die kaufmännische und technische Betriebsführung mit der SVO Energie GmbH, Celle.

 

Celle, den 10. Februar 2009

SVO Netz GmbH

Gewiß

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SVO Netz GmbH, Celle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt."

 

Hannover, den 16. Februar 2009

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Versen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Schulze zur Wiesch, Wirtschaftsprüfer

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