Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 9928
Eingetragen
11.2.1982
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Handel mit elektrischen, elektromechanischen und elektronischen Bauteilen für die Automobil- und Hausgeräteindustrie, sowie der Großhandel mit Industriezubehör und die Handelsvertretung von Industrie- und Handelsunternehmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Jochen Rögelein
seit 22.3.2021
Geschäftsführer
Bernd Marin
seit 14.4.2008
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.010.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rögelein GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Das Unternehmen berät, entwickelt und vertreibt europaweit Elektromotoren aus asiatischer Fertigung sowie Thermoschalter aus englischer Herstellung. Die Kunden sind mehrheitlich Zulieferer der Automobilindustrie.

Darüber hinaus betreibt das Unternehmen einen Onlineshop für elektrische und elektromechanische Fertigprodukte - auch für den Endverbrauchermarkt.

2. Wirtschaftsbericht

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld zeigt sich im Jahre 2023 als fragil. Während die Industrie in 2022 bemüht war die hohen Auftragsbestände nach der allmählichen Verbesserung der Lieferketten abzuarbeiten, schlugen bereits zum Jahresende 2022 zunehmend die negativen Effekte der hohen Energiekosten und stark steigenden Inflation durch. Gestiegene Verbraucherpreise und zunehmende wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten führten zu einer zunehmenden Verunsicherung bei den Verbrauchern im Bezug auf das Konsumverhalten sowie die Investitionstätigkeit in der Industrie. Die gesamtdeutsche Wirtschaft hatte zunehmend mit einer schwachen Wirtschaftsleistung zu kämpfen, dies manifestierte sich in einer schrumpfenden deutschen Wirtschaft in 2023. Während zu Beginn des Jahres unsere Kunden noch ihre Warenlager auffüllten, lies dieser Sondereffekt im Laufe des Jahres nach. Das Quartal 4 machte sich bei der Rögelein GmbH mit durchgängig schwächeren Umsätzen bemerkbar. In der Gesamtjahresbetrachtung 2023 ist der Umsatz der Rögelein GmbH zum Vorjahr rückläufig.

Vor diesem Hintergrund blickt unser Unternehmen auf ein gerade noch zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurück.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir ein minimal positives operatives Ergebnis erzielen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich um EUR 5,31 Mio. auf EUR 52,70 Mio., der Materialeinsatz sank ebenfalls um EUR 1,80 Mio. im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 47,05 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - unter Berücksichtigung von Personalaufwand und Abschreibungen - beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 6,72 Mio. und sanken somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,76 Mio.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 315.

Negative Wechselkurseffekte der Fremdwährung USD zu EUR in der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -0,27 Mio. (Vorjahr EUR 0,68 Mio.), positive Effekte aus den Wertpapieren des Anlagevermögens von insgesamt EUR 0,94 Mio. (Vorjahr EUR 2,16 Mio.) sowie ein positiver Beitrag der operativen Geschäftstätigkeit von EUR 0,95 Mio. (Vorjahr EUR 4,33 Mio.) haben zu einem Gewinn vor Steuern i. H. v. EUR 1,62 Mio. (Vorjahr EUR 7,17 Mio.) beigetragen.

Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist auch in diesem Jahr als stabil zu bezeichnen. Die Fähigkeit des Unternehmens zur Eigenfinanzierung bewerten wir weiterhin als gut.

Die liquiden Mittel nahmen zum Bilanzstichtag um EUR 4,99 Mio. auf EUR 13,36 Mio. zu. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt zum Bilanzstichtag bei EUR 6,30 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,66 Mio. gesunken. Die Entwicklung ist dem Geschäftsbetrieb als angemessen einzustufen; es waren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Forderungen werden üblicherweise innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens ist bei einer Eigenkapitalquote von 87 % als gut zu bezeichnen.

Die Bilanzsumme beträgt EUR 77,38 Mio. mit einer Verringerung um EUR 3,63 Mio. im Vergleich zum Vorjahr.

Der Lagerbestand an Waren sank um EUR 9,60 Mio. auf EUR 12,42 Mio. Diese Reduzierung des Lagerbestands ist auch der verstärkten Kontrolle und Anpassung der Bestände an das Bestellverhalten der Kunden geschuldet.

Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens stellt sich unter den gegebenen Herausforderungen des Marktes mit multiplen, externen Problemen weiterhin als robust dar.

Mit dem merklich durch Inflationssorgen und nur langsam sinkende Energiepreise belasteten wirtschaftlichen Umfeld, mit den weiterhin fragilen Lieferketten und der Kaufzurückhaltung der privaten Hand, gelang der Automobilindustrie in 2023 kein nennenswerter Turnaround. Zunehmende Absatzprobleme der deutschen Automobilindustrie, auch auf bisher starken Märkten wie China, zeigen sich zunehmend im Verlauf des Jahres. Dies zeigte sich auch in den wirtschaftlichen Gegebenheiten für unser Unternehmen. Während sich die erste Jahreshälfte noch vielversprechend zeigte, ging der Absatz in der zweiten Jahreshälfte sukzessive zurück.

Blickt man aus heutiger Perspektive auf die seitherigen Entwicklungen lässt sich festhalten, dass die Automobilindustrie den Transformationsprozess zur Elektromobilität noch nicht abgeschlossen hat. Teilweise wurden von der Industrie Marktmöglichkeiten falsch beurteilt, oder Wettbewerber haben in den Corona Jahren aufgeholt und neue Käuferschichten erreicht. Dies gilt vor allem für die Entwicklung in China. Durch den zunehmenden Protektionismus werden Zulieferer zunehmend in verschiedenen Weltregionen präsent sein müssen bei gleichzeitig stagnierenden Bedarfen und ständig steigendem Kostendruck. Dies bedeutet auch, dass vermehrt Projekte in Asien lokal begonnen werden und damit unseren Kunden und in letzter Konsequenz uns für zukünftiges Geschäft nicht mehr im gleichen Maß zur Verfügung stehen.

Unter Beachtung aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Gegebenheiten sind die erkennbaren Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rögelein GmbH wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen oder deren Fortbestand in absehbarer Zeit gefährden könnten, kontrollierbar.

3. a. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

COVID-19-Pandemie / Krieg in der Ukraine / Krieg im Nahen Osten

Während im Jahr 2023 die Pandemie keine Rolle mehr spielte, waren die andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sehr präsent. Seit Oktober 2023 kamen noch die kriegerischen Handlungen im Nahen Osten hinzu, die im wirtschaftlichen Umfeld ebenfalls negative Auswirkungen bei den Logistikkosten und generelle Verunsicherung mit sich brachten. All diese für die Wirtschaft negativen Voraussetzungen haben in 2024 weiterhin Bestand gehabt. Mehr und mehr Hilfspakete mit enormem finanziellen Impakt wurden bereitgestellt, um die Ukraine verteidigungsfähig zu halten und den Menschen in der Ukraine aber auch in Gaza humanitäre Hilfe leisten zu können. Mit der grundlegenden Änderung der US-amerikanischen Außenpolitik, nach Amtsantritt des neuen Präsidenten, ergeben sich in vielen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit neue Unsicherheiten. Die noch in Bildung befindliche neue Regierung in Deutschland wird, zusammen mit den Partnern in Europa, neue Wege der globalen Positionierung finden müssen.

Die wesentlichen Risiken in 2025 hängen mit den noch andauernden Auswirkungen der vorherigen Aussagen zusammen. Die noch vom alten Bundestag beschlossene modifizierte Schuldenbremse mit dem neu geschnürten Verteidigungs- und Infrastrukturpaket wird seine Wirkung noch beweisen müssen, auch ob hinreichend Traktion besteht, um die gesteckten Ziele schnell und konsequent umzusetzen. Dies gilt vor allem auch vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden bürokratischen Regularien.

Die durch das Sondervermögen möglichen Stimuli sind einerseits in der Wirtschaft willkommen, können aber u.a. auch vor dem Hintergrund des weiter andauernden Fachkräftemangels schnell inflationäre Wirkung begünstigen. Inwiefern die private Hand über Steueranreize oder Kaufprämien dazu gebracht werden soll vermehrt Elektrofahrzeuge nachzufragen, wird sich noch zeigen müssen. Die Hersteller sollten in ihrem Bestreben vermehrt günstige Elektrofahrzeuge in kleineren Klassen anzubieten vor dem Hintergrund möglicher Stimuli nicht nachlassen um auch über Deutschland hinaus erfolgreich sein zu können. Die vollen Produktpipelines stimmen hoffnungsvoll, dass verschiedene Märkte zunehmend mit nachgefragten Produkten adäquat bedient werden können.

Aufgrund der zunehmend volatilen Kundenbedarfe ist die Beschaffung aus Asien mit zunehmenden Risiken behaftet. Lagerüber- und Lagerunterbeständen muss zeitlich eng begrenzt begegnet werden und kann bei starren Beschaffungslaufzeiten nur unzureichend abgefangen werden. In Pandemiezeiten vorgehaltene Zusatzbestände entlang der Lieferkette führen noch immer zu höheren Schwankungen bei Lagerbeständen.

Die Konjunkturerwartungen für 2025 sind trotz der geplanten Stimuli verhalten, da die globale Unsicherheit zugenommen hat und auch innenpolitisch in Deutschland bisher noch keine funktionierende Regierung hat. Vermutlich können die noch zu Wege zu bringenden Maßnahmen erst gegen Jahresende langsam beginnen Wirkung zu entfalten. Es zeichnet sich ab, dass sowohl mittlere wie auch große Unternehmen tendenziell eher geneigt sind, im Ausland Kapazitäten aufzubauen (aus Kostengründen oder um Zollschranken zu umgehen), während in Deutschland die Ausgaben und Tätigkeiten in der Entwicklung bis dato zurückgefahren werden. Dies kann zukünftig Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Chinesische Fahrzeughersteller haben sich im Schatten der Corona Krise zunehmend den lokalen Chinesischen Markt gesichert und verdrängen dabei zunehmend vor allem die Deutschen Premiumhersteller. In 2024 sind bei allen deutschen Herstellern die Marktanteile und Verkäufe im weiterhin wachsenden Markt China merklich zurückgegangen. Die schlechten Verkaufszahlen in 2024 und damit einhergehend auch schwachen Jahresergebnisse bei hiesigen Herstellern und Zulieferern haben zu einem großen Kosteneinsparungsdruck geführt. Viele Unternehmen setzen Arbeitnehmer frei und legen Kostensenkungsprogramme auf. Dies dürfte den Margendruck bei Zulieferern weiter erhöhen.

Die Zahl der Insolvenzen ist in 2024 bereits deutlich gestiegen und es ist davon auszugehen, dass diese noch vermehrt in 2025 im Zulieferbereich erwartet werden müssen. In wie fern dies Einfluss auf Hersteller und deren Fertigung haben wird, lässt sich nicht endgültig sagen.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz zunehmend angekündigter Personalfreisetzungen weiterhin recht robust und es besteht voraussichtlich auch über 2025 hinaus ein Fachkräftemangel. Die Rüstungsindustrie füllt mittel- bis langfristig zunehmend die Rolle eines Wachstumstreibers aus, die auch Personal und Industrieanlagen von Automobilherstellern, inklusive deren Massenfertigungsprozesse übernehmen kann.

Vertrieb und Kundenmanagement

Die geopolitischen Risiken und die daraus entstandenen Probleme werden auch das Jahr 2025 belasten. Wir vermuten auch weiterhin schwankende Bedarfe und Ziehharmonikaeffekte, die durch die entlang der Lieferketten vorhandenen zusätzlichen Lagermengen stärker als bisher ausfallen können. Ungeklärte Zoll- und Handelsstreitigkeiten haben weiterhin das Potential, die globale Wirtschaft negativ zu beeinflussen.

Die Kundenabrufe in 2024 zeichneten sich durch teils starke Schwankungen aus, zusätzlich belastet durch die weiterhin bestehende Kaufzurückhaltung. Auch zum Ende des Jahres 2024 konnte hier keine Trendumkehr beobachtet werden. Mit den bisher prognostizierten Zahlen für den Beginn des Jahres 2025 ist nicht davon auszugehen, dass eine konjunkturelle Belebung im ersten Halbjahr eintritt.

Für die nahe Zukunft wird entscheidend sein, ob begonnene Handelsdispute in erhöhten Zöllen enden werden und die globale Wirtschaft damit nachhaltig schwächen. Wie sich die Bedarfe auf den globalen Märkten entwickeln werden und ob diese die relative Schwäche in Europa kompensieren können muss sich weisen. Asien wird sich trotz lokaler Probleme wohl robuster als Europa entwickeln, leistet sich aber einen kostenintensiven Verdrängungswettkampf am lokalen Fahrzeugmarkt. Mit zunehmendem globalem Markterfolg der Chinesischen Hersteller werden deutsche Zulieferer und Hersteller verstärkt ihre Produkte lokalisieren müssen, um weiterhin profitieren zu können.

Eine Prognose der künftigen Entwicklung, auf das Gesamtjahr 2025 bezogen, ist aufgrund der Vielzahl an potenziell marktbeeinflussenden Themen nur bedingt möglich. Aufgrund der vielen belastenden globalen Einflussfaktoren streben wir eine Umsatzkonsolidierung auf Vorjahresniveau an.

Ein drohendes Risiko liegt in einer weiteren Verschärfung der vorhandenen geopolitischen Situation, sowohl was die Absatzerwartungen, die Kostenprognosen als auch Energiesicherheit betrifft. Weiterhin besteht auf jetziger Basis bereits ein erhöhtes Risiko möglicher Insolvenzen in der Lieferkette. Sollte eine solche Entwicklung nicht bei Einzelfällen bleiben, könnten durch fehlende Komponenten Auswirkungen auf nachgelagerte Instanzen in der Lieferkette entstehen, die weitere Probleme nach sich ziehen könnten.

Unser Debitorenmanagement sieht eine ständige Marktbeobachtung vor, um rechtzeitig Maßnahmen einleiten und Auswirkungen eindämmen zu können.

Im Rahmen des Risikomanagements werden die Beschaffungsrisiken durch das vorhandene Absatz- und Planungssteuerungssystem frühzeitig erkannt.

Beschaffung

Wir rechnen für 2025 mit keinen wesentlichen Beschaffungsproblemen aus China. Auch mit angespannter Situation in der Transportlogistik erwarten wir jedoch keine neuen extremen Verwerfungen wie in den Vorjahren während der Pandemie. Der Kostendruck bei verschiedenen Vormaterialien und Rohstoffen wird in 2025 weiter zu beobachten sein, ebenso wie die Währungsparitäten USD/CNY sowie USD/EUR.

Festzuhalten bleibt, dass die Lieferketten aufgrund der Vielzahl an global indizierten Problemen weiterhin fragil bleiben.

Liquidität und Währung

Die Zahlungsströme steuert unser Unternehmen auf der Grundlage einer Finanz- und Liquiditätsplanung. In Bezug auf die liquiden Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sind wir den branchenüblichen Risiken durch Preisänderungen, durch etwaige Forderungsausfälle, durch fehlende Liquidität auf Seiten der Kundschaft oder aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Hierbei stechen zwischenzeitlich die Preisänderungen als risikodominant heraus und müssen permanent beobachtet bzw. nachjustiert werden.

Unsere Geschäftstätigkeit mit Kunden wird typischer Weise auf US-Dollar-Basis abgewickelt, so dass diese keinem direkten Währungsrisiko ausgesetzt ist. Es besteht eine indirekte Abhängigkeit von der Entwicklung der chinesischen Währung, dem Yuan Renminbi, welche die Kostenseite unserer Zulieferer im asiatischen Raum im Wesentlichen bestimmt.

Aufgrund der guten Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken im kurzfristigen Bereich unter Kontrolle.

Investitionen

Investitionen wurden überwiegend in Wertpapiere des Anlagevermögens vorgenommen (EUR 10,89 Mio.). Diesen stehen Abgänge zum Buchwert von EUR 7,96 Mio. gegenüber.

Personal

Personalrisiken versuchen wir durch rechtzeitige Personalplanung und verstärkt mit Weiterbildungsprogrammen zu begegnen, und Anpassungen, wo nötig, vorzunehmen.

3. b. Wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung

Die von uns vertriebenen Produkte werden auch weiterhin in der Automobilindustrie benötigt, unabhängig der angestoßenen industriellen Transformation der Antriebsform im Automobilsektor. Wir sehen daher anhand unserer definierten Geschäftsstrategie, trotz schwierig werdender Rahmenbedingungen, weiterhin Möglichkeiten, unsere kundenspezifischen Elektro-Kleinmotoren in hoher Produktqualität und hoher Verfügbarkeit anzubieten und damit Umsätze zu tätigen.

Anhand neuer Entwicklungen im Fahrzeugbau lassen sich Anwendungen identifizieren, bei denen sich für uns Chancen bieten in der konsequenten Anpassung unserer Produkte, um für unsere Kunden einen hohen Produktnutzen zu generieren.

Über unsere ausgereifte Logistikkette und optimierte Lagerhaltung bleibt es unser Ziel, unseren Kunden unsere Produkte auch in einem schwierigen Marktumfeld weiterhin mit hoher Termintreue zur Verfügung zu stellen und - wo dies möglich ist - damit auch temporär über einen größeren Lieferanteil zusätzliches Geschäft zu generieren.

3. c. Gesamtaussage

Der durch viele externe Faktoren begleitete Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie führt zunehmend zu Konsolidierungen und gegenseitigen Abhängigkeiten innerhalb der Industrie. Die Vielzahl an immer neuen Problemen hat die Industrie in Teilen optimiert, in anderen Teilen jedoch weniger resilient werden lassen. Die aktuelle Geschwindigkeit des Anpassungsprozesses ist für manchen Marktbegleiter jedoch bereits zu hoch, um dauerhaft bestehen zu können.

Der Wettbewerbs- und Kostendruck bleibt weiterhin hoch, auch vor dem Hintergrund der oftmals schwankenden, auch mit Reduzierung verbundenen Bedarfsmengen unserer Kunden, und dadurch unzureichenden Auslastungen von Produktionslinien bei der Herstellung, die die Kostenkalkulation belasten. Auch in 2025 wird dies genau zu beobachten sein, um ggf. noch steuernd eingreifen zu können.

Trotz dieses Wettbewerbsumfeldes in der Branche und unter Beachtung aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Gegebenheiten und Fakten, sind die beobachtbaren Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen oder deren Fortbestand im Folgejahr gefährden könnten, auf Sicht beherrschbar.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Unternehmen werden verschiedene Finanzinstrumente genutzt. Zu einem guten Teil basiert dies auf Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei unseren Geschäftsbanken, aber auch durch mittel- bis langfristige Anlagen in Aktien und Rentenpapieren sowie alternative Anlageformen. Sicherungsgeschäfte bei Finanzpapieren wurden im eingeschränkten Maß betrieben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Sicherungsgeschäfte.

Im Hinblick auf unsere liquiden Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sind wir den branchenüblichen Risiken aus Preisänderungen, Forderungsausfällen oder Schwankungen im Zahlungsstrom ausgesetzt. Aufgrund des schwierigen Wirtschaftsumfelds sind wir jedoch bestrebt, hier eine möglichst enge Steuerung über Kennzahlen auf Basis unserer Finanz- und Liquiditätsplanung und Umsatzplanung vorzunehmen.

Verbindlichkeiten werden durch uns innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Absehbare Risiken mit Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage oder die geschäftliche Entwicklung werden beobachtet und fließen in die Unternehmenssteuerung mit ein.

Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die ursprünglich Ende 2022 gesteckten Umsatzziele deutlich verfehlt. Die dargelegten Probleme mit denen der Markt umgehen musste, haben dazu geführt, dass wir mit den von uns belieferten Kunden im zweiten Halbjahr zunehmend mit schwächeren Umsätzen zu kämpfen hatten.

Der Umsatz in 2024 liegt bei EUR 50 Mio. und weist im Vergleich zum Vorjahr einen nochmaligen Rückgang auf, bei einem voraussichtlich positiven Ergebnis vor Steuern. Für das Jahr 2025 erwarten wir aufgrund der andauernden geopolitischen Probleme und der andauernden Kaufzurückhaltung kein Umsatzwachstum bei nochmals verstärktem Preisdruck. Die tatsächliche Entwicklung bleibt jedoch weiterhin stark von der geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Die Entwicklung unseres Unternehmens beurteilen wir auch vor den sich weiter abzeichnenden Änderungen in der Automobilzulieferindustrie unverändert als herausfordernd.

 

Stuttgart, 16. April 2025

Rögelein GmbH

Geschäftsführung

Dieter Rögelein

Timo Rögelein

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 1.534,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.666.642,75 1.682.021,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.682,63 184.105,38
3. Geleistete Anzahlungen 3.558,60 32.473,60
1.989.883,98 1.898.600,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.913.806,33 10.913.806,33
2. Beteiligungen 0,00 100.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.742.556,90 26.934.986,24
40.656.363,23 37.948.792,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 12.420.214,85 22.020.225,99
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 17.928,19
12.420.214,85 22.038.154,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.302.680,11 8.960.191,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.287.742,53 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 100.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.308.312,68 1.661.683,91
8.898.735,32 10.721.875,68
III. Flüssige Mittel 13.355.607,17 8.368.363,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.022,77 30.993,40
77.379.827,32 81.008.314,20

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.010.000,00 1.010.000,00
II. Kapitalrücklage 40.175.777,23 40.175.777,23
III. Gewinnvortrag 25.144.489,83 19.801.501,99
IV. Jahresüberschuss 948.662,38 5.342.987,84
67.278.929,44 66.330.267,06
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.293.145,00 1.300.846,00
2. Steuerrückstellungen 1.988.000,00 1.672.600,00
3. Sonstige Rückstellungen 521.697,93 855.300,46
3.802.842,93 3.828.746,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 18,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.971.690,50 8.725.116,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 202.064,64 184.305,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.124.299,81 1.939.860,03
6.298.054,95 10.849.300,68
77.379.827,32 81.008.314,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 52.703.757,59 58.011.685,57
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.890.573,79 5.450.687,81
54.594.331,38 63.462.373,38
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 47.048.245,44 48.843.806,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 2.702,59
47.048.245,44 48.846.508,86
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.602.011,71 2.424.740,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 586.470,08 448.631,79
3.188.481,79 2.873.371,88
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 100.203,18 130.125,79
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.430.970,47 4.472.534,88
826.430,50 7.139.831,97
7. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 621.658,26 609.624,71
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 316.226,00 108.225,55
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 122.000,00 666.770,63
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.367,00 25.689,01
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 573.613,38 1.821.057,41
218.903,88 -1.795.666,79
12. Ergebnis nach Steuern 1.045.334,38 5.344.165,18
13. Sonstige Steuern 96.672,00 1.177,34
14. Jahresüberschuss 948.662,38 5.342.987,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Rögelein GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 9928), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Das Wahlrecht nach Arikel 93 Abs. 2 Satz 1 EGHGB wurde in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. Kurswert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Zeitwerten.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 0,18 % gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,00 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,82 %.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 6.679,00 (Unterschiedsbetrag).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von EUR 5.346.311,76 enthalten, die aufgrund einer vorrübergehenden Wertminderung nicht auf ihren beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 5.024.382,27 abgeschrieben wurden. Anhaltspunkte, die darauf schließen lassen, dass die Wertminderung nicht von Dauer ist, sind die Höhe der Differenz zwischen Buchwert und Marktpreis, die bisherige Dauer der eingetretenen Wertminderung, sowie die Wertentwicklung nach dem Bilanzstichtag.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 100.000,00) eine Restlaufzeit über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 373.873,72 (i. V. EUR 297.724,72) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30,5 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Jahr 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

5. Eigenkapital

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 6.679,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Aus dem Bilanzgewinn stehen somit für Ausschüttungszwecke nur EUR 26.086.473,21 zur Verfügung.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 298), aus dem Personalbereich (TEUR 79), aus Archivierungsverpflichtungen (TEUR 22) sowie Jahresabschlussarbeiten (TEUR 90).

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten besitzen - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 202.064,64 (i. V. EUR 184.305,28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.086.839,65 1.896.883,32
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.760,42 38,56
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 35.699,74 42.938,15
1.124.299,81 1.939.860,03

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Es wurden 35,0 % der Umsatzerlöse im Inland (TEUR 18.422), 60,4 % im europäischen Ausland (TEUR 31.810) und 4,6 % im übrigen Ausland (TEUR 2.472) erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 779 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 977.137,36 (i. V. EUR 2.671.633,65) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 101.380,23 (i. V. EUR 641.623,82).

3. Personalaufwand

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 152.744,39 (i. V. EUR 78.368,29) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 139 aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.247.295,37 (i. V. EUR 1.993.328.93). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 373.838.21 (i. V. EUR 415.652,37).

5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 19.164,80 (i. V. EUR 0,00) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 21.990,00 (i. V. EUR 24.554,00) im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

6. Außerplanmäßige Abschreibungen

Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 122.000,00 (i. V. EUR 666.770,63) vorgenommen.

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital Jahresergebnis
%
Roegelein Asia Limited, Hong Kong 100 TEUR 235 17
Horsegarden Capital Holding LLC, USA *) 100 TUSD 11.451 -97

*) Ausgewiesen werden das Eigenkapital und das Jahresergebnis des konsolidierten Abschlusses.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Anzahl
Geschäftsführung 2
Leitende Angestellte 2
Angestellte 28
32

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen in Höhe von TEUR 60 (i. V. TEUR 60) in Zusammenhang mit einer Zollbürgschaft gegenüber der Bundeskasse Trier. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Bankverbindungen der Gesellschaft ausreichend Liquidität aufweisen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 521.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Dieter Rögelein (Geschäftsführer), Stuttgart

 

Timo Rögelein (Geschäftsführer), Stuttgart

5. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Bilanzstichtag befinden sich auf den Konsignationslagern unserer Kunden Waren im Wert von TEUR 180. Die Kunden haben die Möglichkeit, die Ware bedarfsgerecht zu entnehmen, da die Konsignationslager kostenfrei vor Ort bei den Kunden eingerichtet sind. Die Einlagerung erfolgt durch Planabrufe oder Kontingentierung (Min/Max-Menge). Die Kündigungsfristen basieren auf individuellen Vereinbarungen. Neben der kostenlosen Lagerkapazität kann auch die Belieferung an den Kunden kostenoptimiert erfolgen.

6. Honorar Abschlussprüfer

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 35.

7. Nachtragsbericht

Mit dem Kauf- und Übertragungsvertrag vom 28. Oktober 2024 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Horsegarden Capital Holding LLC, USA an ein verbundenes Unternehmen veräußert.

Im Zusammenhang mit dem Verkauf und Abtretung der Geschäftsanteile hat die Gesellschafterin der Gesellschaft mit Beschluss vom 28. Oktober 2024 eine Sachdividende, namentlich durch Abtretung der Kaufpreisforderung, in Höhe von EUR 12,4 Mio., sowie Barausschüttungen in Höhe von EUR 3,51 Mio. und USD 1,05 Mio. als Vorab-Gewinnausschüttungen von dem zu erwartenden Jahresüberschuss zzgl. Gewinnvortrag der Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 2024 beschlossen. Die Vorab-Gewinnausschüttungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 26.093.152,21, der in Höhe von EUR 6.679,00 ausschüttungsgesperrt ist, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stuttgart, 16. April 2025

Rögelein GmbH

Geschäftsführung

Dieter Rögelein

Timo Rögelein

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss der Rögelein GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. April 2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens der Rögelein GmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 695.047,94 0,00 0,00 0,00 695.047,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.185.798,16 12.755,00 9.555,00 0,00 2.208.108,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.273.027,77 177.196,93 19.360,00 47.466,00 2.422.118,70
3. Geleistete Anzahlungen 32.473,60 0,00 -28.915,00 0,00 3.558,60
4.491.299,53 189.951,93 0,00 47.466,00 4.633.785,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.913.806,33 0,00 0,00 0,00 10.913.806,33
2. Beteiligungen 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 27.702.816,37 10.886.983,13 0,00 8.404.050,70 30.185.748,80
39.616.622,70 10.886.983,13 0,00 9.404.050,70 41.099.555,13
44.802.970,17 11.076.935,06 0,00 9.451.516,70 46.428.388,53
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 693.513,44 1.534,50 0,00 695.047,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 503.776,41 37.689,00 0,00 541.465,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.088.922,39 60.979,68 47.466,00 2.102.436,07
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.592.698,80 98.668,68 47.466,00 2.643.901,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 900.000,00 0,00 900.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 767.830,13 122.000,00 446.638,23 443.191,90
1.667.830,13 122.000,00 1.346.638,23 443.191,90
4.954.042,37 222.203,18 1.394.104,23 3.782.141,32
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 1.534,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.666.642,75 1.682.021,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.682,63 184.105,38
3. Geleistete Anzahlungen 3.558,60 32.473,60
1.989.883,98 1.898.600,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.913.806,33 10.913.806,33
2. Beteiligungen 0,00 100.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.742.556,90 26.934.986,24
40.656.363,23 37.948.792,57
42.646.247,21 39.848.927,80

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rögelein GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rögelein GmbH, Stuttgart ,bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rögelein GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 16. April 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Markus Heinlein, Wirtschaftsprüfer

Yannik Rittmann, Wirtschaftsprüfer

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