DENW eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode GnR 110011
Vorher
Dachdecker-Einkauf Nordwest eG
Eingetragen
30.4.1929
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit FlachglasGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Groß- und Einzelhandel mit Bedachungsmaterial, sowie alle Geschäfte, die mit dem Förderungsauftrag nach § 2 Abs. 1 des Statuts dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DENW eG (vormals: Dachdecker-Einkauf Nordwest eG)

Weyhe-Dreye

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

A. Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG ist im Groß- und Einzelhandel mit Bedachungsmaterial tätig. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auch auf Nichtmitglieder. Das Geschäftsgebiet umfasst das gesamte nordwestliche Niedersachsen, Bremen und nördliche Teile Nordrhein-Westfalens. Neben der Unternehmenszentrale in Weyhe-Dreye werden 9 Zweigstellen betrieben.

II. Geschäftsverlauf

• Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Nach einem bewegten Jahr wurde mit Spannung erwartet, wie sich der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Inflation auf die Wirtschaftsleistung Deutschlands ausgewirkt hat. Entgegen der Erwartungen ist das Bruttoinlandsprodukt 2022 nicht geschrumpft. Trotz Ukraine-Krieg und Inflation ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 um 1,9 % gewachsen. Krieg und Inflation konnten die deutsche Wirtschaft nicht vollständig ausbremsen. Die Bundesregierung geht in dem Jahreswirtschaftsbericht 2023 von einer leichten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 in Höhe von 0,3 % aus. Noch in dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2022/2023 wurde von einer leichten Rezession bezüglich des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 in Höhe von -0,2 % ausgegangen.

Die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen Energiepreise belasten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Außerdem sorgen hohe Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen für eine Investitionszurückhaltung. Über den Winter dürfte die Wirtschaftsleistung leicht rückläufig sein.

Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung milder ausfallen könnte, als bislang erwartet worden ist. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember 2022 auf 88,6 Punkte gestiegen, nach 86,4 Punkten im November. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage wieder besser. Zuvor war der Lage-Indikator sechsmal in Folge gefallen. Auch die Erwartungen verbesserten sich merklich.

Die Inflationsrate hat sich gegenüber noch 10,0 % im November 2022 um 1,4 Prozentpunkte auf voraussichtlich 8,6 % im Dezember verringert. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise nach dem Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Inflationsrate ist im November gegenüber dem Vormonat um 0,5 % gesunken, was den ersten Rückgang seit November 2021 darstellt. Im Vorjahresvergleich stieg sie um 10,0 %. Ursache für die leicht rückläufige Entwicklung waren vor allem rückläufige Preise für Pauschalreisen sowie geringere Energiepreise.

Die Lage am Arbeitsmarkt ist nach wie vor stabil, auch wenn die Hinweise auf eine Abkühlung zunehmen. Unternehmen werden zögerlicher bei Neueinstellungen, Anzeigen für Kurzarbeit nehmen auf einem niedrigen Niveau wieder leicht zu. Angesichts der Engpässe an Arbeitskräften versuchen Unternehmen, ihre Beschäftigten zu halten.

• Absatz- und Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung zeigt einen deutlich positiven Trend im Geschäftsjahr 2022. Zum Jahresende verzeichnen wir einen Gesamtumsatz (vor Erlösschmälerungen) in Höhe von 150,6 Mio. EUR (Vorjahr 121,9 Mio. EUR). Wir liegen damit deutlich über unserer ursprünglichen Umsatzerwartung, die in der Prognose bei 132 Mio. EUR lag. Ursächlich ist in unter anderem die allgemeine gute Konjunkturentwicklung im Baugewerbe und speziell auch die weiterhin gute Auftragslage im Dachdeckerhandwerk im Geschäftsjahr 2022. Außerdem waren im Jahr 2022 in vielen Produktbereichen deutliche Preisanstiege zu verzeichnen, die sich umsatzerhöhend auswirkten.

• Beschaffung/Lagerkapazitäten

Die Einkaufsgespräche mit den Lieferanten wurden gemeinsam mit den an der CC Cooperations Centrale GmbH beteiligten Dachdeckereinkaufsgenossenschaften weiter fortgesetzt.

Der Vorratsbestand über alle Standorte wurde nochmals gegenüber dem Vorjahr nach oben hin angepasst, betrug im Jahresdurchschnitt 22,9 Mio. EUR (Vorjahr 16,0 Mio. EUR) und erreichte in den Spitzenmonaten 25,7 Mio. EUR. Die Lagerumschlagshäufigkeit betrug 4,13 (Vorjahr: 4,69). Wir wollen Lieferengpässe vermeiden und uns damit einen Wettbewerbsvorsprung sichern.

• Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 4,5 Mio. EUR getätigt. Es wurden Investitionen in den Bereichen Grundstücke und Gebäude, Fuhrpark, insbesondere LKW, Staplertechnik und PKW, sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

Investitionen wurden an verschiedenen Standorten vorgenommen. Dabei handelte es sich auch um Ersatzinvestitionen.

• Finanzierungsmaßnahmen bzw. Finanzierungsvorhaben

Zur Finanzierung der Investitionen wurden in 2022 neue langfristige Bankdarlehen in Höhe von 5,6 Mio. EUR aufgenommen. Der Kapitaldienst wurde planmäßig vorgenommen.

• Personal und Sozialbereich

Der durchschnittliche Personalbestand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 192,25 Vollzeitmitarbeiter, 16 Auszubildende und 5,25 Teilzeitmitarbeiter (Vorjahr 177,75 Vollzeitmitarbeiter, 15,25 Auszubildende und 3,50 Teilzeitmitarbeiter). Schulungsmaßnahmen zur Fortbildung werden durchgeführt.

Die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG ist ein Ausbildungsbetrieb für Kaufleute im Groß- und Außenhandel sowie Fachkräfte für Lagerwirtschaft.

Für einen Teil der Mitarbeiter besteht eine betriebliche Altersversorgung in Form schriftlicher Pensionszusagen. Entsprechende Versicherungsverträge zur Rückdeckung liegen fast ausnahmslos vor.

• Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr haben sich nicht ereignet

• Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Wir beurteilen die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 insgesamt als sehr positiv. Wir konnten trotz eines zeitweise schwierigen Marktumfelds, insbesondere in der Beschaffung, den Weg der letzten Jahre fortsetzen und unsere mengenmäßigen Umsätze im Dachbaustoffhandel in Nordwestdeutschland weiter ausbauen.

Profitiert haben wir in diesem Zusammenhang von der wirtschaftlichen und konjunkturellen Stabilität innerhalb der Baubranche. Diese hat neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Genossenschaft in den vergangenen Jahren, den Erfolg im Geschäftsjahr 2022 positiv beeinflusst. Die Corona-Pandemie wirkte sich auf die Entwicklung der Genossenschaft wie bereits im Vorjahr kaum negativ aus, ebenso wenig wie der andauernde Krieg in der Ukraine.

Bei unterjährig teilweise stark steigenden Preisen und insbesondere realisierten Mengensteigerungen erhöhten sich die Umsatzerlöse um 26.902 TEUR. In der Folge konnte bei moderaten Kostensteigerungen das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und übertraf damit unsere Erwartungen. Der Mitgliederumsatzanteil blieb mit 86,6 % nahezu konstant auf dem Niveau des Vorjahres (87,5 %).

Insgesamt konnte ein Ergebnis erzielt werden, das wiederum die Ausschüttung einer genossenschaftlichen Rückvergütung zulässt.

Die steigenden Umsatzerlöse und die höhere Mitgliederanzahl im Jahr 2022 zeigen, dass unser Genossenschaftsmodell auch im digitalen Zeitalter ein attraktives Modell für die Handwerker in unserer Region ist.

Die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG ist weiterhin der regionale Bedachungsspezialist und alle Maßnahmen sind darauf ausgerichtet die Marktposition der Genossenschaft aufrecht zu erhalten.

III. Lage der Genossenschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

Wichtige Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2022 31.12.2021
Sachanlagenintensität * 27,4 % 27,4 %
Eigenkapitalquote ** 47,9 % 54,5 %

* Sachanlagenintensität = Sachanlagen It. Bilanz/Bilanzsumme
** Eigenkapitalquote = Eigenkapital It. Bilanz/Bilanzsumme

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 10,9 Mio. EUR auf 43,0 Mio. EUR erhöht.

Die Vermögensstruktur ist durch das Anlagevermögen mit 29,7 % (Vorjahr 30,5 %) und die Vorräte mit 39,8 % (Vorjahr 37,7 %) geprägt.

Bei der Bewertung des Vermögens und der Verpflichtungen sind alle für uns erkennbaren Risiken berücksichtigt worden. Notwendige Wertberichtigungen sind in den erforderlichen Fällen gebildet worden. Des Weiteren bestehen noch umfangreiche handelsrechtliche Pauschalwertberichtigungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Vorsorge.

Das Eigenkapital ist durch den hohen Anteil an Ergebnisrücklagen und im Übrigen durch die Geschäftsguthaben der Mitglieder geprägt.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich bei einem um 3.138 TEUR höherem Eigenkapital aufgrund einer deutlich gestiegenen Bilanzsumme auf 47,9 %.

Das Anlagevermögen wird vollständig durch das bilanzielle Eigenkapital fristenkongruent finanziert.

Stabile Vermögensverhältnisse sollen auch in den nächsten Geschäftsjahren ein vorrangiges Unternehmensziel bleiben, ohne dass ein Ungleichgewicht entsteht zum gesetzlichen Förderauftrag nach dem Genossenschaftsgesetz.

Vermögens- und Finanzlage zeigen geordnete Verhältnisse. Die Zahlungsfähigkeit war stets gegeben. Der vorhandene Liquiditätsspielraum wurde im Berichtszeitraum nie voll ausgeschöpft.

2. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2022 2021
TEUR TEUR
Rohergebnis 24.389 19.528
Personal- & Sachaufwendungen inklusive sonstiger Steuern 18.724 15.666
Abschreibungen 1.505 1.423
Finanzergebnis 355 485
Ertragsteuern 1.415 900
Jahresüberschuss 3.100 2.024

Unter Berücksichtigung einer genossenschaftlichen Rückvergütung von 4,25 % (Vorjahr 4,25%) konnten die Umsatzerlöse um 26.902 TEUR auf 140.311 TEUR erhöht werden. Das Rohergebnis konnte dadurch bedingt um 4.861 TEUR gesteigert werden. Die darin enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 134 TEUR.

Der Personalaufwand erhöhte sich insgesamt um 1.024 TEUR. Ursächlich hierfür war neben einer gestiegenen Mitarbeiteranzahl auch eine Tariferhöhung. Außerdem wurde eine Inflationsprämie an die Mitarbeiter ausgezahlt. Weiterhin wird auch in den folgenden Jahren der Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter eine hohe Bedeutung beigemessen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich stark um 2.027 TEUR, was insbesondere durch die Kostensteigerungen bei Logistik, Mieten, Instandhaltung und Beratung bedingt ist. Wir setzen auf ein konsequentes Kostenmanagement, um auch zukünftig eine wettbewerbsfähige Struktur zu haben.

Der Jahresüberschuss soll zur Zahlung einer Dividende an unsere Mitglieder und im Übrigen zur weiteren Stärkung der Rücklagen verwandt werden.

Die Ertragslage unseres Unternehmens ist gut.

IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Die Bauwirtschaft erwartet einen kriegs- und konjunkturbedingte Entwicklung in Deutschland. Für 2023 erwartet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe laut seiner Konjunkturprognose aus dem Dezember 2022 im Bauhauptgewerbe einen Umsatzrückgang in Höhe von 7%.

Nach der Prognose des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie aus dem Januar 2023 rechnet dieser in 2023 ebenfalls mit einem Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von circa 6%. Der Verband geht davon aus, dass nur 250.000 Wohnungen im Jahr 2023 fertiggestellt werden, weit weniger, als das Ziel der Bundesregierung in Höhe von 400.000 Wohnungen.

Der Fachkräftebedarf der Bauunternehmen ist weiter hoch. Der Personalbestand von durchschnittlich circa 917.000 Beschäftigten wird sich im Laufe des Jahres 2023 erwartungsgemäß erstmals seit 2009 leicht vermindern. Für eine Erhöhung fehlen den Unternehmen langfristig positive Signale von Politik und Wirtschaft.

Wir gehen davon aus, dass sich die Baubranche 2023 auf einem Konsolidierungskurs befindet. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich durch anhaltend hohe Energiepreise und der unter anderem daraus bedingten hohen Inflation konjunkturschwächend aus, ebenso wie die gestiegenen Zinsniveaus.

Die Schwächephase in der Baukonjunktur wird aus unserer Sicht aktuell getrieben von deutlich rückläufigen Zahlen im privaten Wohnungsbau. Der Gewerbe- und Industriebau sowie öffentliche Bauvorhaben sind weniger stark von einem Rückgang betroffen. Wir gehen davon aus, die geringere Nachfrage im Neubausektor durch einen Ausbau von Sanierungsobjekten auffangen zu können.

Wir wollen insgesamt die Entwicklung des Jahres 2022 bestätigen und planen für das Jahr 2023 eine moderate Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Erreichen wollen wir dies durch eine effektivere Kundenbetreuung und ein wachsendes Sortiment. Wir gehen davon aus, einen Bruttoumsatz (vor Erlösschmälerungen und Rückvergütung) in Höhe von etwa 155 Mio. EUR erzielen zu können. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund eines etwas härteren Wettbewerbs und steigender Kosten einen Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Damit soll die gute Entwicklung der Genossenschaft fortgesetzt und das Eigenkapital gestärkt werden.

Der geplante Jahresüberschuss wird eine weitere Stärkung des Eigenkapitals ermöglichen und trägt damit zu einer Stabilisierung der Eigenkapitalquote bei.

Das Anlagevermögen wird voraussichtlich auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 vollständig durch das bilanzielle Eigenkapital finanziert werden können.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bestehen beim Sachanlagevermögen in Auftrag gegebene Investitionen (Bestellobligo) in Höhe von 1,3 Mio. EUR.

2. Risikobericht

Die Genossenschaft hat organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung und auch Chancen früh erkannt werden. Die Unternehmensleitung reagiert nach der Bewertung der Risiken, um diesen entgegenzutreten. Soweit möglich werden Maßnahmen ergriffen, um die Chancen zu erkennen und zu nutzen und um die Risiken abzuwägen. Dazu werden neben einem Forderungsmanagement, einschließlich Warenkreditversicherung, auch weitere Controllinginstrumente genutzt.

Folgende Risiken werden insbesondere verfolgt: Strategische Risiken, Marktrisiken, rechtliche/finanzielle und gesellschaftsrechtliche Risiken, finanzielle Risiken, Risiken aus dem Personalbereich, Risiken aus der Wertschöpfungskette sowie IT-Risiken.

Das Rechnungswesen wird zeitnah geführt, kurzfristige Erfolgsrechnungen monatlich erstellt und in den jeweiligen Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen analysiert und besprochen. Planungsrechnungen werden unterjährig den tatsächlichen Entwicklungen gegenübergestellt und erforderliche Maßnahmen daraus abgeleitet.

Beteiligungen der Genossenschaft werden regelmäßig überwacht und, wenn erforderlich, Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und Restrukturierung eingeleitet.

Die Risiken, denen die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG gegenübersteht, sind aus heutiger Sicht beherrschbar. Es ergeben sich derzeit keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der vorhandene Versicherungsschutz wird routinemäßig auf Aktualität geprüft. Unterstützt werden wir dabei von der DEBAU GmbH, einer Beteiligungsgesellschaft der Genossenschaft.

3. Chancenbericht

Chancen für zusätzliche Umsatzpotentiale sehen wir in der weiteren Steigerung unserer Mitgliederzahlen und der Gewinnung neuer Kunden. Um dies zu erreichen, entwickeln wir unsere Geschäftsprozesse, unser Sortiment und unsere Kundenbetreuung kontinuierlich weiter, um damit zukünftig noch besser die Bedürfnisse unserer Mitglieder und Kunden erfüllen zu können. Ferner bauen wir die Geschäftsbereiche Holz und Photovoltaik weiter aus, um Wachstumspotentiale zu heben. Im Bereich Dachbegrünung sehen wir unter anderem aufgrund von staatlichen Maßnahmen zur teilweise verpflichtenden Installation ebenfalls deutliche Wachstumspotentiale.

Gemeinsam mit ausgewählten Partnern legen wir momentan in den Geschäftsfeldern Photovoltaik und Gründach die Grundlagen für unsere Zukunft. Hier befinden wir uns in einem noch nicht voll entwickelten Marktumfeld, sodass wir es mit vielen uns unbekannten Teilnehmern zu tun haben. Eine frühzeitige Positionierung unserer Genossenschaft in diesen Marktsegmenten erachten wir als sehr bedeutsam für die Zukunft. So wollen wir einen weiteren Mehrwert für unsere Mitglieder und Kunden generieren.

B. Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand fassten im Berichtsjahr 2022 in vier gemeinsamen Sitzungen unter Beachtung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen die erforderlichen Beschlüsse.

Dem Aufsichtsrat wurden in jeder Hinsicht Auskünfte, insbesondere über die Geschäftsentwicklung, gegeben. Der Vorsitzende und/oder stellvertretende Vorsitzende nahmen an den regelmäßigen Vorstandssitzungen teil.

Der Aufsichtsrat nahm während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte die Geschäftsführung laufend. Er beteiligte sich an der Jahresabschlussinventur zum 31. Dezember 2022 in allen Geschäftsstellen und führte entsprechende Bestandsprüfungen stichprobenartig durch.

Der Aufsichtsrat hatte den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortete den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Bedingt durch die andauernde Corona-Pandemie erfolgte statt der 102. ordentlichen Generalversammlung in Präsenzform erneut ein schriftliches Abstimmungsverfahren mit Stimmauszählung am 25. Mai 2022. Bei Durchführung der Generalversammlung sind mit deren Ablauf turnusgemäß nach Satzung die folgenden Mitglieder aus dem Überwachungsorgan ausgeschieden: Uwe Dekker (Wildeshausen), Claas Mund (Bremerhaven) und Jens Uwe Thormählen, (Elsfleth).

Die Wiederwahl der Herren Dekker, Mund und Thormählen war zulässig. Weitere Kandidatenvorschläge gemäß §24 unserer Satzung lagen nicht vor.

Die Herren Uwe Dekker, Claas Mund und Jens Uwe Thormählen wurden mit großer Mehrheit in den Aufsichtsrat gewählt.

In der konstituierenden Sitzung am 2. Juni 2022 wurden Jens Uwe Thormählen zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Thomas Köster zu seinem Stellvertreter wiedergewählt. Günther Langheim wurde zum Schriftführer und Martin Böttcher zum stellvertretenden Schriftführer wiedergewählt.

Die Mitglieder wurden über die Ergebnisse der schriftlichen Abstimmung mit Schreiben vom 3. Juni 2022 informiert.

Mit Ablauf der diesjährigen Generalversammlung scheiden Martin Böttcher, Thomas Köster und Carsten Spille aus dem Gremium aus. Eine Wiederwahl der Herren Köster und Spille ist zulässig. Für Herrn Böttcher ist eine Neuwahl erforderlich. Ein Kandidatenvorschlag gemäß § 24 unserer Satzung liegt vor.

Im Namen des gesamten Aufsichtsrates bedanke ich mich bei unseren Mitgliedern, beim Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dachdecker-Einkauf Nordwest eG für ihre erbrachten Leistungen zum Wohle des Dachdeckerhandwerks im Geschäftsjahr 2022.

Gemeinsam mit unseren Mitgliedsbetrieben werden wir die sich unserer Branche stellenden Herausforderungen annehmen und meistern.

 

Weyhe - Dreye, 9. März 2023

Jens-Uwe Thormählen, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bestandteile Jahresabschluss

1. Bilanz

2. Gewinn- und Verlustrechnung

3. Anhang

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.347,00 16.149,00
5.347,00 16.149,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.761.056,59 5.430.935,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.687.020,00 3.214.747,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 325.310,63 131.882,40
11.773.387,22 8.777.564,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 475.000,00 450.000,00
2. Beteiligungen 106.638,76 106.638,76
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 398.140,00 398.140,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.001,00 1,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 20.000,00
980.779,76 974.779,76
12.759.513,98 9.768.493,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 332.006,13 194.991,22
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.714.074,52 11.763.377,56
3. Geleistete Anzahlungen 65.924,41 136.076,82
17.112.005,06 12.094.445,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.790.359,65 3.487.498,16
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.423.224,15 566.179,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.468.895,13 5.801.768,57
11.682.478,93 9.855.446,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.364.402,18 303.108,89
30.158.886,17 22.253.000,55
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 107.246,56 52.414,01
Summe der Aktivseite 43.025.646,71 32.073.908,06

Passivseite

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 5.467.145,00 5.233.035,00
2. der ausscheidenden Mitglieder 63.345,00 94.710,00
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen 55.555,00 6.970,00
- Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 820,00)
5.586.045,00 5.334.715,00
II. Kapitalrücklage 43.737,65 43.737,65
III. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.979.792,37 1.769.792,37
2. Andere Ergebnisrücklagen 11.408.475,94 9.107.485,62
13.388.268,31 10.877.277,99
IV. Bilanzgewinn
1. Jahresüberschuss 3.100.130,58 2.024.378,92
2. Einstellungen in Rücklagen -1.500.000,00 -800.000,00
1.600.130,58 1.224.378,92
20.618.181,54 17.480.109,56
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.102.714,00 3.523.118,81
2. Steuerrückstellungen 1.177.053,93 442.560,86
3. Sonstige Rückstellungen 2.308.215,86 1.327.250,35
7.587.983,79 5.292.930,02
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.109.829,46 524.093,09
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 166.708,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.733.640,96 3.191.347,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.927.965,84 5.363.950,85
- davon aus Steuern: EUR 1.177.784,23 (Vorjahr: EUR 665.811,47)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.289,71 (Vorjahr: EUR 1.718,99)
14.771.436,26 9.246.099,69
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 48.045,12 54.768,79
Summe der Passivseite 43.025.646,71 32.073.908,06

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 140.311.289,19 113.409.326,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 740.191,04 605.772,48
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -116.434.244,22 -94.282.658,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -228.128,97 -204.301,87
-116.662.373,19 -94.486.960,78
Rohergebnis 24.389.107,04 19.528.138,30
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.464.087,02 -9.266.987,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.982.855,41 -2.155.531,08
- davon für Altersversorgung: EUR 78.934,64 (Vorjahr: EUR 372.695,30)
-12.446.942,43 -11.422.518,90
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.504.882,25 -1.423.304,91
-1.504.882,25 -1.423.304,91
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.192.550,79 -4.165.695,99
Zwischensumme 4.244.731,57 2.516.618,50
7. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 442.433,65 474.525,13
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 1.201,11
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.963,34 68.374,08
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -166.761,09 -58.897,46
Finanzergebnis 354.635,90 485.202,86
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.415.126,78 -900.030,25
12. Ergebnis nach Steuern 3.184.240,69 2.101.791,11
13. Sonstige Steuern -84.110,11 -77.412,19
14. Jahresüberschuss 3.100.130,58 2.024.378,92
15. Einstellungen in Rücklagen -1.500.000,00 -800.000,00
16. Bilanzgewinn 1.600.130,58 1.224.378,92

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG mit Sitz in Weyhe-Dreye ist registriert beim Amtsgericht in Walsrode und eingetragen unter der Registernummer GnR 110011.

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden vorsichtig geschätzt, sie orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden höchstens mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen oder Abschreibungen mit fallenden Staffelsätzen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden entsprechend dem Werteverzehr planmäßig degressiv bzw. linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern wurden auf Basis betrieblicher Erfahrungen vorsichtig geschätzt, sie orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Die im Bau befindlichen Anlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden in der Regel mit Anschaffungskosten bewertet. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode ermittelt. Dabei kamen zum 31. Dezember 2022 ein Gehalts- und Rententrend von jeweils 2,0 % zur Anwendung.

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet worden.

Von dem mit Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung basieren (TEUR 3.600), wurde in unveränderter Höhe Gebrauch gemacht.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.539,14 5.460,70 0,00 0,00 120.999,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 17.913.094,49 2.626.867,73 89.860,00 25.206,78 20.604.615,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.903.562,60 1.546.770,47 34.641,60 256.253,58 12.228.721,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.882,40 317.929,83 -124.501,60 0,00 325.310,63
28.948.539,49 4.491.568,03 0,00 281.460,36 33.158.647,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 450.000,00 25.000,00 0,00 0,00 475.000,00
2. Beteiligungen 106.638,76 0,00 0,00 0,00 106.638,76
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 398.140,00 0,00 0,00 0,00 398.140,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1,00 1.000,00 0,00 0,00 1.001,00
5. Sonstige Ausleihungen 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00 0,00
974.779,76 26.000,00 0,00 20.000,00 980.779,76
30.038.858,39 = 4.523.028,73 0,00 301.460,36 34.260.426,76
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Abgängen Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.390,14 16.262,70 0,00 115.652,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 12.482.159,15 380.776,48 19.376,78 12.843.558,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.688.815,60 1.107.843,07 254.957,58 8.541.701,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.170.974,75 1.488.619,55 274.334,36 21.385.259,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
20.270.364,89 1.504.882,25 274.334,36 21.500.912,78
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.347,00 16.149,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.761.056,59 5.430.935,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.687.020,00 3.214.747,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 325.310,63 131.882,40
11.773.387,22 8.777.564,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 475.000,00 450.000,00
2. Beteiligungen 106.638,76 106.638,76
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 398.140,00 398.140,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.001,00 1,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 20.000,00
980.779,76 974.779,76
12.759.513,98 9.768.493,50

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt oder ein solcher Anteil von einer Person für Rechnung der Genossenschaft gehalten wird:

Anteil am Unternehmenskapital Eigenkapital des Unternehmens Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
CC Cooperations Centrale GmbH, Münster 25,0 2021 37,6 2021 0,0
Dach-Fassade-Holz Mittelweser GmbH, Drakenburg 50,0 2021 134,8 2021 76,9
Dachmarketing GmbH, Kiel 20,0 2021 359,4 2021 135,4
DEH Beteiligungs GmbH, Wehye 100,0 2022 25,0 1) 0,0

1) entspricht dem Gründungskapital (Stammeinlage)

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 2.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Anfangsbestand 1.769.792,37 1.649.792,37 9.107.485,62 7.482.629,74
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres 210.000,00 120.000,00 800.990,32 824.855,88
Einstellung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 0,00 0,00 1.500.000,00 800.000,00
Endbestand 1.979.792,37 1.769.792,37 11.408.475,94 9.107.485,62

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 226.276,00 (Vorjahr: EUR 360.703,00).

Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Im Vorjahr wurden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 608.179,19 mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten.

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, von einem bis zu fünf Jahren bzw. über fünf Jahre:

bis zu einem Jahr
Geschäftsjahr Vorjahr
Verbindlichkeiten EUR EUR
- gegenüber Kreditinstituten 495.778,72 524.093,09
- aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 166.708,11
- aus Lieferungen und Leistungen 2.733.640,96 3.191.347,64
- sonstige Verbindlichkeiten 6.927.965,84 5.363.950,85
von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Verbindlichkeiten EUR EUR EUR EUR
- gegenüber Kreditinstituten 1.454.224,37 0,00 3.159.826,37 0,00
- aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
- aus Lieferungen und Leistungen 258.893,01 158.709,87 24.713,30 27.737,65
- sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 21.906,81 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4.996.998,34 durch Grundschulden gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist mit der genossenschaftlichen Rückvergütung ein antizipativer Posten größeren Umfangs enthalten.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

darunter zugunsten verbundener Unternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 255.600,00 255.600,00 255.600,00 255.600,00
dafür gewährte Sicherheiten: Grundschulden 255.600,00 255.600,00 255.600,00 255.600,00

Die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG hat sich gegenüber einem Kreditinstitut verpflichtet, die Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen nicht zu veräußern oder zu reduzieren.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nach § 251 HGB wird derzeit aufgrund der erwarteten Entwicklung der verbundenen Unternehmen nicht gerechnet.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 70.492,42 (Vorjahr: EUR 33.619,83) enthalten.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde und/oder außerordentliche Erträge und Aufwendungen enthalten:

EUR
Erträge:
Sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 97.618,79
Sonstige betriebliche Erträge aus der Forderungsbewertung 236.190,69
Sonstige betriebliche Erträge aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen 41.506,02
Sonstige periodenfremde betriebliche Erträge 152.786,75
EUR
Aufwendungen:
Sonstige betriebliche Aufwendungen aus der Forderungsbewertung 416.633,44
Sonstige periodenfremde betriebliche Aufwendungen 52.746,78

E. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ist nicht zu berichten.

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz anzugebende finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

In Auftrag gegebene Investitionen (Bestellobligo): EUR 1.345.752,00
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen (Jahreswert) EUR 571.093,92

Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit einer Laufzeit > 1 Jahr < 5 Jahre betragen EUR 1.250.574,00 EUR und > 5 Jahre EUR 396.000.

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 101,50 3,25
Gewerbliche Mitarbeiter 90,75 2,00
192,25 5,25

Außerdem wurden durchschnittlich 16 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfangsbestand 679 25.531
Zugang 42 1.786
Abgang 19 648
Endbestand 702 26.669
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr erhöht um EUR 234.110,00
Höhe des Geschäftsanteils EUR 205,00

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Genossenschaftsverband-Verband der Regionen e.V.

Karl-Wiechert-Alle 76 a

30625 Hannover

Mitglieder des Vorstands

Stefan Krieger - hauptamtlich

Albert Schneider

Martin Weniger

Mitglieder des Aufsichtsrats

Jens Uwe Thormählen - Vorsitzender

Thomas Köster - stellv. Vorsitzender

Martin Böttcher

Uwe Dekker

Günther Langheim

Thomas Möller

Claas Mund

Carsten Spille

Lorenz Steiger

Forderungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss - nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.500.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von 4 % EUR 223.441,80
Einstellung in die gesetzliche Rücklagen EUR 320.000,00
Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen EUR 1.056.688,78
Insgesamt EUR 1.600.130,58

 

Weyhe-Dreye, 9. März 2023

Dachdecker-Einkauf Nordwest eG

Der Vorstand:

Stefan Krieger

Albert Schneider

Martin Weniger

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 17.03.2023 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dachdecker-Einkauf Nordwest eG, Weyhe-Dreye

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dachdecker-Einkauf Nordwest eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 9. März 2023

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Rehbock, Wirtschaftsprüfer

Büchsenschütz, Wirtschaftsprüfer

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