Hanauer Schmuckhalbzeug GmbH

Güterbahnhofstraße 3, 63450 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 95593
Eingetragen
12.4.2016
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Vertrieb und der Handel mit Edelmetall und mit Edelmetallhalbzeugen sowie das Recycling von Edelmetallen sowie jegliche Art von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Edelmetallhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Bodensohn
seit 18.9.2018
Prokura
Rüdiger Schum
seit 10.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bauer-Walser AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bauer-Walser AG

Keltern

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

Konzernlagebericht

I. Grundlagen des Konzerns und Rahmenbedingungen

1. Grundlagen des Konzerns

Die Bauer-Walser Gruppe ist auf dem Gebiet des Edelmetall-Recyclings, des Edelmetallhandels und der Herstellung und dem Vertrieb von Edelmetallhalbzeugen sowie Dentalprodukten tätig. Die Gruppe versteht sich als zuverlässiger und serviceorientierter Geschäftspartner vieler Industriezweige rund ums Edelmetall. Im Zentrum aller Aktivitäten der Bauer-Walser Gruppe steht der Kunde. Die Qualität der Produkte und Dienstleistungen ist Arbeitsbasis für alle Mitarbeiter. Die Qualitätspolitik wird konsequent in den Qualitätsmanagementsystemen festgelegt und regelmäßig auditiert. Gleichzeitig ist die Herkunft der Edelmetalle ein wichtiger Baustein in unseren Kundenbeziehungen. Durch die erfolgreiche Zertifizierung (RJC, CoC, CoP, ISO 9001 und EN ISO 13485) wird dies entsprechend dokumentiert.

Die Bauer-Walser AG steht an der Spitze des Bauer-Walser Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 verändert. Somit umfasst der Konsolidierungskreis neben der Muttergesellschaft erstmals fünf weitere inländische Gesellschaften mit den Standorten Hanau, München, Berlin und dem neu hinzugekommenen Standort Pforzheim.

Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Bauer-Walser AG besteht in der kontinuierlichen Verbesserung und Optimierung der Fertigungs-, Verwaltungs- und Logistikprozesse, der Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie in der Entwicklung kundenspezifischer Anwendungen. Letzteres oft in direkter Zusammenarbeit mit dem Kunden selbst.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Konjunktur in Deutschland

Krise folgt Krise - von der Pandemie zum Ukrainekrieg

Entsprechend den Angaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (Quartalsberichte des BDI) ging man zur Jahresmitte angesichts eines starken zweiten Quartals 2021 noch von einem Gesamtwachstum von 3 Prozent für 2021 aus. Die deutsche Wirtschaft hatte sich von dem pandemiebedingten Konjunktureinbruch zu Jahresbeginn erholt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,6 Prozent, nachdem im ersten Quartal noch ein Rückgang um zwei Prozent zu verzeichnen war. Im Vergleich mit dem Stand vor Ausbruch der Pandemie war die Wirtschaftsleistung jedoch noch um 3,3 Prozent geringer.

Bereits im dritten Quartal behinderten aber diverse Probleme die weitere Rückkehr auf Vorkrisenniveau. Insbesondere die Industrie litt unter Problemen der Lieferketten. Hinzu kam ein deutlich geringeres Exportwachstum.

Durch die vierte Corona-Welle wurde die wirtschaftliche Erholung zum Jahresende 2021 dann einmal mehr ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt sank im vierten Quartal 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in der preis-, kalender- und saisonbereinigten Betrachtung im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Im dritten Quartal 2021 war es noch um plus 1,7 Prozent gestiegen. Der Vorjahresvergleich weist für das vierte Quartal 2021 einen Anstieg der realen Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent aus, nach zuvor plus 2,8 Prozent im dritten Quartal 2021. Im Vergleich zu den Ende Januar 2022 veröffentlichten Daten (minus 0,7 Prozent) ist der BIP-Rückgang deutlich geringer ausgefallen. Auch das Kalenderjahresergebnis fiel mit plus 2,9 Prozent etwas günstiger aus, wenn es auch unter den zwischenzeitlichen Erwartungen blieb.

War die deutsche Wirtschaft danach vorerst noch mit einem Mini-Wachstum ins neue Jahr gestartet, sorgte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nach der Pandemie für einen weiteren externen Schock. So hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im März 2022 aufgrund der russischen Invasion dramatisch verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank um 7,7 Indexpunkte. Nur in den Monaten März und April 2020 war das Stimmungsbarometer noch stärker gefallen. Während die befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nur etwas weniger günstig einschätzten, sind die Erwartungen für die kommenden sechs Monate so stark gesunken wie noch nie. Zuletzt stand am Ende des zweiten Quartals 2022 ein Wachstum von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, womit die Wirtschaft wieder Vorkrisenniveau Ende 2019 erreichte. Verantwortlich hierfür war alleine der Dienstleistungssektor. Im Baugewerbe sank die Wertschöpfung im zweiten Quartal 2022 mit minus 3,9 Prozent deutlich. Wachstumseinbußen in Höhe minus 0,6 Prozent verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe. Da die Importe stärker zulegten als die Exporte, bremste auch der hieraus resultierende Außenbeitrag das BIP-Wachstum des zweiten Quartals 2022 um 2,1 Prozentpunkte aus. Der Arbeitsmarkt immerhin zeigte sich weiterhin stabil. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juli 2022 saisonbereinigt um 23.000 gestiegen. Im Vergleich zu Juli 2021 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent auf nunmehr 45,6 Millionen Personen. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat weiter zugenommen. Neben dem Arbeitsmarkt wirkt ein ebenfalls anhaltender historisch hoher Auftragsbestand der Industrie stabilisierend. Gleichzeitig bereiten andauernde Lieferkettenunterbrechungen, unter anderem durch wiederholte Lockdowns in China, Sorge. Die im Zuge der Pandemie geschaffenen Ersparnisse, welche den privaten Konsum stützten, werden zunehmend von einer anziehenden Inflation neutralisiert. Letztere wird insbesondere durch die extremen kriegsbedingten Preissteigerungen im Bereich der Energie zu einer zunehmenden Belastung auch für die Industrie.

Aktuelle Lage in der Edelmetallindustrie

Die Entwicklung der Branche der Jahre 2021 und 2022 war zunächst geprägt von einem "fulminanten Comeback" (Bundesverband Schmuck und Uhren) der Schmuckhersteller. Sowohl im In- wie Ausland stieg die Nachfrage insbesondere auch nach hochwertigen Schmuckerzeugnissen weit über einen zu erwartenden Nachholeffekt in Folge der Pandemie hinaus.

Das stabile bis zunächst leicht rückläufige Kursniveau der Edelmetalle ließ im zweiten Halbjahr 2021 und im Verlauf des Jahres 2022 bei Gold und Silber die Nachfrage nach Recyclingdienstleistungen stagnieren. Investmentprodukte wurden jedoch weiterhin stark nachgefragt. Letztere profitierten zudem wie üblich von der anhaltenden Krisenstimmung und Verunsicherung.

Im Dentalbereich zeigt sich nach den massiven Einbrüchen im Zuge der Pandemie eine gewisse Stabilisierung. Grundsätzlich befinden sich edelmetallhaltige Dentalanwendungen jedoch weiterhin im langfristigen Abwärtstrend. Preisgünstigere Alternativen zur Herstellung von Zahnersatz werden Edelmetalle zunehmend aus den Laboren verdrängen. Eine Stagnation des Abwärtstrends ist auch in den Folgejahren nicht zu erwarten.

Neben der kurz- bis mittelfristigen konjunkturellen Entwicklung bestimmen übergeordnete Themen die allgemeine Entwicklung der Edelmetallindustrie. Dabei kommt dem Recycling mit 30 Prozent ein bedeutender Anteil an der gesamten Goldversorgung weltweit zu. Recyceltes Gold erfüllt die Voraussetzungen internationaler Initiativen und Compliance-Regeln, "konfliktfreies" Gold aus ethisch einwandfreien Quellen und verantwortungsvoller, umweltschonender Herstellung anzubieten. Diesem Anspruch schließen sich immer mehr weltweit tätige High-Tech-Unternehmen und Schmuckhersteller an und der Druck auf die Anbieter für eine entsprechende Nachweisführung nimmt spürbar zu und wird zunehmend zum Standard und Markteintrittsvoraussetzung.

Insgesamt belief sich im Jahr 2021 das globale Angebot an Gold auf 4.695 Tonnen. Hiervon wurden 1.136 Tonnen durch Recycling zur Verfügung gestellt und damit 157 Tonnen weniger als im Vorjahr (Metals Focus). Für 2022 wird mit einer Zunahme auf 1.224 Tonnen gerechnet.

Die Internationale Schmucknachfrage stieg von 1.397 Tonnen in 2020 auf 2.145 im Jahr 2021. In 2022 wird mit einem Rückgang auf 1.950 Tonnen gerechnet.

Gleichzeitig blieb auch international die Nachfrage nach physischem Investment in Form von Barren und Münzen hoch, während ETFs in 2021 deutliche Abflüsse verzeichneten (minus 286 Tonnen) und auch in 2022 mit einem geringen Rückgang gerechnet wird.

Der Durchschnittspreis für Gold belief sich im Jahre 2021 auf € 48,90. Im ersten Halbjahr 2022 auf € 55,17. Die Notierungen je Unze in USD beliefen sich in 2021 auf $ 1.798,6 und 1.873,9 im ersten Halbjahr 2022.

Zur globalen Silberproduktion trägt das Recycling mit ca. einem Fünftel deutlich weniger bei, wobei hier bei steigenden Kursen zunehmende Recyclingmengen zu erwarten wären. Entgegen der Nachfragesituation beim Gold dominiert die industrielle Verwendung beim Silber. Ungefähr 2/3 des weltweiten Bedarfes an Silber gehen auf industrielle Anwendungen zurück. Grundsätzlich positive Nachfragewirkung bei Industrieanwendungen bringen nach wie vor übergeordnete Trends zu Elektromobilität und regenerativen Energien, wobei zunehmende Fertigungseffizienz versucht, den Metalleinsatz zu reduzieren. Die Platingruppenmetalle (Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium, Iridium) sind Technologiemetalle, deren Nachfrage weiter zunimmt, besonders für Autoabgaskatalysatoren, Brennstoffzellen und Elektronik. Wie schon in den Vorjahren zeigen die Metalle dabei völlig konträre Entwicklungen. Der Trend weg von Diesel- hin zu Benzinmotoren wirkt sich deutlich bei Palladium und Rhodium aus. Die Folge waren anhaltend hohe Preise bei Rhodium und Palladium wenn auch mit leicht rückläufiger Tendenz. Bei Platin ist weiter eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu verzeichnen.

Der Ausblick folgt der unsicheren konjunkturellen Lage, vor allem in den Bereichen Automobil und Konsum. Anhaltende Unsicherheit sowohl auf der Nachfrage- wie auf der Angebotsseite besteht weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie. Hinzu kommen die Risiken beeinträchtigter Lieferketten, von Versorgungsengpässen und der Energiepreise. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgt zudem für große Unsicherheiten in sämtlichen wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Bereichen.

Es wird für die Edelmetallwirtschaft in 2022 und den nachfolgenden Jahren deshalb wichtiger als je zuvor sein, effizient sowie vorausschauend und vor allem verantwortungsvoll zu agieren. Festzuhalten bleibt allgemein: Der Edelmetallindustrie kommt bei der Entwicklung von Technologien und ethischen Standards eine Schlüsselrolle zu. Da Edelmetalle ein unverzichtbarer Bestandteil der meisten High-Tech-Produkte sind, die unseren Lebensalltag mehr und mehr bestimmen und prägen, sind ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und das weitestgehende Recycling von Edelmetallen entscheidend für die zukünftige Machbarkeit des Möglichen. Die Edelmetallindustrie trägt ihren Anteil dazu bei, indem sie bestmögliche Qualität in einem umkämpften Markt liefert. Dabei ist der Blick nicht nur auf Wettbewerbsfähigkeit gerichtet, sondern auch auf einwandfreie Bezugsquellen sowie hohe Standards für Umweltschutz, Arbeitssicherheit und gerechte Entlohnung.

II. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Bauer-Walser Konzern blickt auf eine insgesamt günstige Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021/22 zurück, in dem der prognostizierte Konzernumsatz aufgrund deutlich gestiegener Edelmetallumsätze übertroffen wurde. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Umsatzzuwachs in Höhe von 43,6 %. Mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 6.313 wurde das im Vorjahr geplante Geschäftsergebnis erreicht. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021/22 hat somit unsere Erwartungen erfüllt.

Die Entwicklung des Konzernumsatz ohne Edelmetallanteile der Bauer-Walser Gruppe im Vergleich des Geschäftsjahres 2021/2022 zu 2020/2021 zeigt insgesamt ein positives Bild. Wir erreichen im Gesamtumsatz ohne Edelmetallanteile ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Konzerngesellschaften hatten hierbei Ihren Anteil.

Im Geschäftsjahr lag der Exportanteil erneut bei 20,1 Prozent. Grundsätzlich ist der Exportanteil seit Jahren stabil. Wir haben eine feste Kundenstruktur in Skandinavien, Osteuropa, Frankreich und vereinzelt in Asien.

Die Umsätze ohne Edelmetallanteile und Sondereinflüsse in der Zeit vom 1. Juli 2022 bis 31.12. 2022 entwickeln sich weiterhin positiv, so liegen die Bearbeitungsumsätze im genannten Zeitraum mit 10,3 % über dem Vorjahreszeitraum. Der Bereich Halbzeuge ist hier am stärksten gewachsen. Die anderen Bereiche gestalten sich uneinheitlich.

Die Edelmetallhandelsumsätze liegen Stand Dezember 2022 deutlich über denen der Vorjahresperiode.

Geschäftsergebnis

Der Konzernjahresüberschuss 2021/2022 beträgt T€ 6.313 (Vorjahr: T€ 6.675). Dies entspricht einem geringfügigen Rückgang von 5,4 % gegenüber dem Vorjahresergebnis und damit, gerade auch im Kontext deutlicher Kostensteigerungen, einer äußerst positiven Entwicklung. Die Prognose des Jahresüberschusses im Vorjahr war zutreffend. Insgesamt hat sich das Rohergebnis (Umsatz, sonstige betriebliche Erträge, Bestandsveränderungen abzüglich Materialaufwand) im Geschäftsjahr 2021/2022 mit T€ 26.128 um 11,0 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 23.543) erhöht. Wesentlich hierfür waren die gestiegenen Umsätze des Konzerns.

Produktion

In den Produktionsabläufen haben sich keine größeren Veränderungen ergeben.

Der weitere allgemeine Platzbedarf ist ausreichend und es sind keine baulichen Maßnahmen geplant. Ausnahme hiervon ist der Bereich Gekrätzveraschung/Mühlen bei der Muttergesellschaft, in welchem eine bauliche Erweiterung geplant ist. Eine Erneuerung der Abteilung Schmelze ist längerfristig in Planung. Der weitere allgemeine Platzbedarf bei den Konzerngesellschaften ist ausreichend und es sind keine baulichen Maßnahmen geplant.

Beschaffung

Die bestehenden Edelmetall-Leihen wurden in Folge positiver Geschäftsentwicklung erhöht, weitere sind bei Bedarf verfügbar. Es wurde nur Feingold geliehen. Der Bedarf an anderen Edelmetallen konnte weiterhin durch Eigenbestände abgedeckt werden.

Die weiteren Rohstoffe und Betriebsmittel sind ohne Probleme am Markt erhältlich. Die aktuelle Entwicklung bzgl. Versorgungsengpässen diverser Rohstoffe und im Bereich Energie wird laufend verfolgt.

Investitionen

Die genehmigten Investitionen der letzten beiden Jahre sind komplett umgesetzt. Das Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde zum großen Teil realisiert. Die ausstehenden Investitionen werden Anfang 2023 umgesetzt.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Der Finanzbedarf ist auch in diesem Geschäftsjahr weiterhin durch entsprechende langfristige Verträge abgedeckt. Aus heutiger Sicht werden wir keine weiteren Finanzierungen benötigen.

Personal- und Sozialbereich

Unser Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 154 Mitarbeitern - ohne Vorstände - auf 173 erhöht. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf Neueinstellungen bei der Muttergesellschaft und der erstmaligen Berücksichtigung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH, Pforzheim.

Im Moment sehen wir keinen Bedarf an einer weiteren darüber hinaus gehenden Personalaufstockung. Den Bedarf aufgrund Fluktuation und Rente werden wir aus den bei uns ausgebildeten Mitarbeitern decken.

Auszubildende werden wir weiterhin verstärkt einstellen. Zudem werden wir das Ausbildungsangebot um weitere Berufsbilder erweitern.

Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildung wurden und werden auch in den Führungsbereichen durchgeführt. Die sonstigen Weiterbildungsangebote werden von unseren Mitarbeitern ebenfalls überdurchschnittlich angenommen.

Umweltschutz

Aus heutiger Sicht bestehen weiterhin keine umweltrelevanten Risiken. Sämtliche Genehmigungen für den Betrieb der Abwasser-, Gekrätz- und Abluftanlagen sind auf dem neuesten Stand. Auch werden in den Bereichen Arbeits- und Brandschutz die entsprechenden Vorschriften umgesetzt. Mittelfristig streben wir die Zertifizierung des Energiemanagements nach ISO 50001 an.

Sonstige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Bauer-Walser Gruppe ist nach ISO 9001:2015 und EN ISO 13485:2016 zertifiziert. Daneben bestehen weitere Zertifizierungen insbesondere AEO, bekannter Versender und RJC (Responsible Jewellery Council) sowohl gem. des Code of Practices (CoP) wie der Chain of Custody (CoC).

III. Darstellung der Lage

Bei einem Rohergebnis von T€ 26.128 (Vorjahr: T€ 23.543) konnten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von T€ 9.119 erzielen, im Vorjahr T€ 8.805.

Der Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2021/22 beträgt T€ 266.751 (Vorjahr: T€ 185.800). Ursächlich für den Umsatzanstieg in Höhe von 43,6 % sind im Wesentlichen die zunehmenden Umsätze aus Edelmetallverkäufen der Konzernmutter Bauer-Walser AG.

Die Entwicklung des Umsatzes ohne Edelmetallanteile der Bauer-Walser AG im Vergleich aus dem Geschäftsjahr 2020/2021 zum Geschäftsjahr 2021/2022 zeigt ebenso ein positives Bild. So wurde beim Gesamtumsatz ohne Edelmetallanteile ein Plus von 8,2 % gegenüber dem Vorjahr erzielt. Dabei entwickelten sich die einzelnen Geschäftsbereiche uneinheitlich, das stärkste Wachstum erzielte der Bereich Halbzeuge.

Die Geschwister Scheytt GmbH, München, und die Hanauer Schmuckhalbzeug GmbH, Hanau, haben sich weiter gut entwickelt. Ebenso konnte die R. Götze GmbH & Co. KG, Berlin, die ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH, Berlin, sowie erstmals die Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH, Pforzheim, mit positiven Ergebnissen zum Gelingen des Geschäftsjahres beitragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 852) liegen mit T€ 762 unter dem Vorjahresniveau (T€ 1.614). Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von T€ 111 sowie periodenfremde Erträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung bei der Bauer-Walser AG für die Jahre 2016 bis 2019 (T€ 474).

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 75.432 auf T€ 246.782 (Vorjahr: T€ 171.350) korrespondierend zu den Umsatzerlösen gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Betriebsleistung) beträgt 90,4 % (Vorjahr: 87,9 %).

Der Personalaufwand ist mit T€ 10.023 im Vergleich zur Vorperiode mit T€ 8.076 um T€ 1.947 oder 24.1 % gestiegen. Wesentlichen Beitrag leistet hierbei die erstmalige Einbeziehung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH i.H.v. T€ 780 sowie Neueinstellungen bei der Muttergesellschaft.

Die Abschreibungen im Konzern reduzierten sich auf T€ 896 (Vorjahr: T€ 990).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei T€ 4.850, ein Plus von 9,2 % (Vorjahr: T€ 4.442). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erstmalige Einbeziehung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH zurückzuführen.

Betreffend das Anlagevermögen sind folgende Vorgänge zu berichten: Es wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 1.541) und das Sachanlagevermögen (T€ 2.103) getätigt. Dem standen Abschreibungen in Höhe von T€ 896 gegenüber. Der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen umfasst den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH.

Die Vorräte haben sich um T€ 6.804 auf T€ 50.767 erhöht. Die Lifo-Reserve beträgt T€ 41.350, im Vorjahr T€ 45.717. Der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 69,9 % unter dem Vorjahresniveau mit 72,2 %.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen korrelieren mit den Umsätzen und erhöhten sich um T€ 831 bzw. 12,0 % auf T€ 7.780.

Die liquiden Mittel stiegen um T€ 166 auf T€ 920.

Mit der guten Ertragssituation des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte auch eine Verbesserung des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Das Eigenkapital hat sich absolut von T€ 41.167 am 30.06.2021 um T€ 5.413 auf T€ 46.580 am 30.06.2022 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 64,1 %, im Vorjahr 67,6 %.

Die Rückstellungen liegen mit T€ 2.628 leicht über dem Vorjahreswert (T€ 2.432). Ursächlich dafür ist im Wesentlichen der Anstieg der sonstigen Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten liegen bei T€ 23.273 und damit um T€ 5.963 über dem Vorjahr (T€ 17.310). Der Anteil an der Bilanzsumme liegt mit 32,0 % unter dem Niveau des Vorjahres (28,4 %). Der Anstieg der Verbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich in Folge erhöhter Edelmetallhandelsumsätze.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 60.923) um T€ 11.696 auf T€ 72.618 erhöht und damit hat sich die Vermögenslage des Konzerns gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Anlehnung an DRS 21 beträgt T€ 3.868 nach T€ 3.058 im Vorjahr. Die Erweiterung des Konsolidierungskreises brachte einen negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. T€ ./. 4.799 mit sich (Vorjahr T€ ./. 291), welcher durch einen positiven Zufluss aus Finanzierungstätigkeit in Form langfristiger Darlehen ausgeglichen wurde.

Die Finanzlage schätzen wir daher als gut ein. Dem Konzern steht ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, dem Konzernjahresüberschuss und der Veränderung der Edelmetallpreise.

Die im Lagebericht des Vorjahres gestellt Prognose hinsichtlich einer Erhöhung der Umsatzerlöse in Höhe von 3,8 % hat sich aufgrund höherer Edelmetallumsätze mehr als bestätigt. Da sich auch die Umsätze ohne Edelmetallanteile deutlich verbessert haben, ist die Entwicklung umso mehr als zufriedenstellend zu beurteilen. Mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 6.313 wurde das im Vorjahr geplante Geschäftsergebnis erreicht.

In der Bauer-Walser-Gruppe werden bislang keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung herangezogen.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns als geordnet und gut dar.

Das Finanzmanagement des Konzerns ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Die Konzernmutter Bauer-Walser AG betreibt ein Risikomanagementsystem auf Grundlage der Zertifizierung ISO 9001. Auf dieser Grundlage werden die Risiken in den unterschiedlichsten Bereichen beleuchtet und in der Führungsebene diskutiert und bewertet. Das System wurde bei der letzten Zertifizierung auditiert.

Branchenspezifische Risiken

Eine allgemein schwächere Konjunktur und insbesondere ein rückläufiger Konsum könnte die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen unter Umständen negativ beeinflussen. Eine mögliche Ursache hierbei können sowohl erneute Komplikationen in Folge der Pandemie als auch anhaltende Beeinträchtigungen der Lieferketten sein. Hinzu kommen stark anziehende Inflationsraten, welche die Kaufkraft gefährden, sowie die vielfältigen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Aus diesen Entwicklungen kann ein deutliches Gefährdungspotential für unser Wachstum resultieren. Allerdings entwickeln sich ausgewählte Bereiche wie das Recycling und Investmentgeschäft in Krisen oft durchaus konträr und damit positiv im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Ertragsorientierte Risiken

Weitere Risiken sehen wir in den stark schwankenden Edelmetallpreisen. Grundsätzlich werden alle Edelmetallgeschäfte sofort fixiert bzw. eingedeckt, um Kursverluste zu vermeiden. Die Preisentwicklung kann sich darüber hinaus positiv wie negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken.

Mit den Energieversorgern wurden langfristige Verträge mit fixierten Preisen abgeschlossen um auch hier Planungssicherheit zu erhalten. Zudem wurde über den Ausbau der eigenen Stromerzeugung mittels Fotovoltaikanlage am Standort Keltern zusätzliche Energiesicherheit geschaffen.

Ein weiteres Risiko sehen wir in den Außenständen. Die Situation hat sich aufgrund unserer restriktiveren Haltung etwas entspannt. Vorsorge haben wir auch dieses Geschäftsjahr durch Wertberichtigungen getroffen. Die Absicherung der Außenstände über eine Warenkreditversicherung wird weiterhin verstärkt vorgenommen.

Die jährliche Überprüfung unserer Versicherungen wurde durchgeführt und grundsätzlich an die neuen Gegebenheiten angepasst. Die Versicherungssummen wurden auch dieses Jahr entsprechend der Bestände mit den aktuellen Edelmetallpreisen berechnet, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Ein Ausfallrisiko ergibt sich im Wesentlichen im Rahmen unserer operativen Geschäftstätigkeit durch den Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und von Edelmetallforderungen. Wir begegnen diesem Risiko durch ein aktives Forderungsmanagement und die Bildung entsprechender Wertberichtigungen.

Die Liquiditätslage ist gut. Aus heutiger Sicht sind keine Engpässe zu erwarten. Für Expansions- oder Krisenszenarien stehen zusätzlich ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten, Leasingverträge sowie ein Zinsswap. Operative Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten werden überwacht und gesteuert.

Zum Bilanzstichtag besteht für ein variables Darlehen in Höhe von T€ 1.500 ein Zinsswap mit einer Laufzeit bis zum 30.03.2037. Die Konzernmutter zahlt einen festen langfristigen Zinssatz und erhält im Gegenzug grundsätzlich Zinszahlungen zu variablen Zinsen. Zum Bilanzstichtag hatte der Zinsswap einen positiven Marktwert in Höhe von T€ 62. Es wurde eine Bewertungseinheit gebildet.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, für jederzeit ausreichende Liquidität zu sorgen. Rechnungen sollen innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, möglichst unter Ausnutzung des Skontoabzugs, bezahlt werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Compliance-Risiken

Die Bauer-Walser Gruppe ist einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Sie resultieren einerseits aus dem operativen Geschäft (Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüche) sowie andererseits im Wesentlichen aus Gesetzesänderungen.

Sämtlichen Risiken wird durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Des Weiteren trägt auch ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement zur Reduzierung der Risiken bei.

Alarmsysteme und Brandmeldeanlagen wurden an die neuen Gegebenheiten angepasst und auf den neuesten Stand gebracht. Die Wartungen wurden entsprechend der Verträge ausgeführt.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Recycling ist das Thema "know your costumer". Hier haben wir unser Compliance-System entsprechend erweitert. Dieses System wurde beim diesjährigen RJC-Audit geprüft und für sehr gut befunden.

Hierbei kommen zudem IT-gestützte Systeme und externe Beratung zum Einsatz. Übergeordnet wird der Bedeutung der Compliance durch die Ernennung eines Compliance-Beauftragten Rechnung getragen.

Risiken aus Betriebsprüfungen

Die Konzerngesellschaften werden periodisch von der Finanzverwaltung geprüft. Das Handeln der Konzerngesellschaften beruht immer auf der Grundlage der gültigen Rechtslage. Dennoch kann es immer wieder zu abweichenden Beurteilungen im Rahmen einer Betriebsprüfung kommen.

Personal

Die wirtschaftliche Lage der Bauer-Walser Gruppe kann durch eine nicht adäquate personelle Ausstattung (z. B. durch einen Mangel an Fach- und Führungskräften) sowie einer hohen Fluktuation negativ beeinflusst werden. Diesen Risiken begegnet die Gruppe im Wesentlichen durch die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber sowie interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter. Des Weiteren wird insbesondere durch das Angebot von Ausbildungsplätzen der Bedarf an geeignetem Personal zu decken versucht.

Die Mitarbeiterzufriedenheit wird als wesentliche Erfolgskomponente betrachtet. Über eine angemessene, am Branchentarif orientierte Entlohnung hinaus bietet die Bauer-Walser AG umfangreiche Zusatzleistungen wie Kranken- und Unfallversicherung, Tank- und Essensgutscheine sowie vergünstige Leasingkonditionen zu sog. "Job-Fahrrädern".

IT/Organisation

Die Bauer-Walser Gruppe ist sich der Risiken im Zusammenhang mit der elektronischen Datenverarbeitung und -archivierung bewusst. Die zentralen Systeme werden ständig angepasst. Dazu greifen wir auf unsere eigenen Experten zurück und ziehen externe Fachleute hinzu.

Die umfassende Digitalisierung aller Geschäftsprozesse wird als drängende Aufgabe verstanden und wahrgenommen.

2. Chancenbericht

Die weiterhin konsequente Ausrichtung (in einzelnen Bereichen) als Hersteller von "Privat-Label"-Produkten konnte weiterhin erfolgreich umgesetzt werden. Ebenso setzen wir unsere Prioritäten auf den Fertigungsbereich. Die außergewöhnliche Fertigungsbreite und Fertigungstiefe ist bei unseren Kunden sehr geschätzt. Hier können wir auf die wechselnden Anforderungen des Marktes schnell und unkompliziert reagieren.

Sämtliche Zertifizierungen konnten erfolgreich weitergeführt werden. Hier können wir zukünftig neue Märkte bedienen und unsere Kunden bei ihren Vertriebsaktivitäten noch besser unterstützen.

Eine immer stärker werdende Nachfrage aus dem Kundenbereich bezüglich der Lieferkette des Edelmetalls wird durch die Mitgliedschaft beim RJC (Responsible Jewellery Council, London) begegnet. Die Zertifizierung nach CoC (Chain of Custody) und CoP (Code of Practice) Standards für sämtliche Edelmetalle ist heute ein wichtiger Baustein unserer Unternehmenskultur und wird von den Kunden sehr geschätzt.

Am Ausbau gemeinsamer Vertriebsaktivitäten und darüber hinaus allgemein dem Heben umfassender Synergiepotentiale innerhalb der Unternehmensgruppe wird permanent gearbeitet.

3. Gesamtaussage zu Risiken und Chancen

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einer ungünstigen Edelmetallpreisentwicklung und weiteren konjunkturellen Veränderungen. Vor dem Hintergrund eines Eigenkapitalanteils von über 64 % und der damit verbundenen finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut aufgestellt.

Risiken, die den Fortbestand der Bauer-Walser Gruppe gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Die beschriebenen Chancen ermöglichen uns, unsere Position zu sichern und auszubauen. Die sich uns bietenden Chancen werden wir entsprechend unserer Strategie konsequent nutzen.

V. Prognosebericht

Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Geschäftsergebnisses ist grundsätzlich abhängig von der Entwicklung und den Schwankungen der Edelmetallpreise.

Eine Umsatzprognose für zukünftige Geschäftsjahre ist damit stets mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Zudem ist die Corona-Pandemie in Deutschland und weltweit immer noch präsent, mit negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die weltweite und deutsche Gesamtwirtschaft sowie für die für uns relevanten Märkte. Nicht absehbar sind die Konsequenzen aus dem militärischen Konflikt Russlands und der Ukraine und die daraus resultierenden Auswirkungen insbesondere auf die Energiemärkte. Auch die allgemeine inflationäre Preisentwicklung und in deren Folge Zinsentwicklung können sich negativ auf unser Geschäft auswirken und erschweren eine Planung.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten wir aufgrund der aktuellen Situation (Ende Januar 2023) hoher Edelmetallpreise und Umsatzmengen eine Steigerung der Umsatzerlöse von 28,1 Prozent.

Beim Jahresüberschuss 2022/2023 rechnen wir aufgrund steigender Aufwendungen, insbesondere im Personalbereich, stagnierender Façonumsätze und fehlender einmaliger sonstiger Erträge mit einem deutlich rückläufigen Ergebnis.

 

Keltern, den 4. April 2023

gez. Karlheinz Karner, Vorstandsvorsitzender

gez. Bernd Augenstein, Vorstand

gez. Timo Müller, Vorstand

Konzernbilanz

Aktiva

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Anlagevermögen 11.456.066,09 8.800.537,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.079.252,60 739.469,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.412,00 3.427,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.873.949,00 736.042,00
3. geleistete Anzahlungen 79.891,60 0,00
II. Sachanlagen 9.376.813,49 8.061.068,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.306.367,17 6.453.375,11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.095.314,20 633.359,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.821,96 475.739,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.310,16 498.595,53
B. Umlaufvermögen 61.101.375,21 52.079.462,17
I. Vorräte 50.767.221,72 43.963.088,37
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 637.228,33 566.455,17
2. fertige / unfertige Erzeugnisse und Waren 50.129.993,39 43.396.633,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.414.207,65 7.362.041,91
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.779.625,89 6.949.030,99
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.634.581,76 413.010,92
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 919.945,84 754.331,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.887,04 42.613,71
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.815,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 72.618.143,34 60.922.613,52

Passiva

   
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Eigenkapital 46.579.901,66 41.167.258,82
I. gezeichnetes Kapital 30.000.000,00 30.000.000,00
II. Kapitalrücklage 750.000,00 750.000,00
III. Konzerngewinnrücklagen 8.962.100,53 5.645.098,57
1. gesetzliche Rücklage 1.462.100,53 1.145.098,57
2. andere Gewinnrücklagen 7.500.000,00 4.500.000,00
IV. Konzernbilanzgewinn 6.867.801,13 4.772.160,25
B. Rückstellungen 2.628.027,24 2.431.858,30
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 2.817,00
2. Steuerrückstellungen 1.093.254,43 1.243.407,14
3. sonstige Rückstellungen 1.534.772,81 1.185.634,16
C. Verbindlichkeiten 23.272.872,92 17.310.695,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.912.653,28 12.889.198,91
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.184,88
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.971.696,20 1.750.189,66
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.388.523,44 2.669.121,96
davon aus Steuern 135.278,17 73.349,73
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 67.243,40 8.197,05
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.832,74 9.671,09
E. Passive latente Steuern 127.508,78 3.129,90
Bilanzsumme, Summe Passiva 72.618.143,34 60.922.613,52

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 266.750.868,84 185.800.275,79
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.306.784,43 7.478.607,39
3. sonstige betriebliche Erträge 852.097,92 1.613.831,15
4. Materialaufwand 246.782.160,33 171.349.799,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 246.668.201,41 171.250.726,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 113.958,92 99.072,84
5. Personalaufwand 10.022.754,92 8.075.958,05
a) Löhne und Gehälter 8.075.243,67 6.499.713,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.947.511,25 1.576.245,04
davon für Altersversorgung 144.988,01 135.118,40
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 896.185,71 990.276,64
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.850.581,60 4.442.107,42
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.332,69 28.613,04
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.211.834,20 1.223.660,65
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.806.188,51 2.130.453,34
davon latente Steuern 54.619,63 1.644,68
11. Ergebnis nach Steuern 6.347.378,61 6.709.071,60
12. sonstige Steuern 34.735,77 33.704,37
Konzernjahresüberschuss 6.312.642,84 6.675.367,23

Ergebnisverwendung

1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1.7.2020 - 30.6.2021
EUR
1. Konzernjahresüberschuss 6.312.642,84 6.675.367,23
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.872.160,25 1.431.147,22
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen 3.317.001,96 3.334.354,20
a) in die gesetzliche Rücklage 317.001,96 334.354,20
b) in andere Gewinnrücklagen 3.000.000,00 3.000.000,00
4. Konzernbilanzgewinn 6.867.801,13 4.772.160,25

Konzernkapitalflussrechnung

2021/2022
2020/2021
A. Veränderung Finanzmittelfonds 4.105,06 -10.215,61
B. Zusammensetzung der Veränderung des Finanzmittelfonds    
B1. cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis 6.312.642,84 6.675.367,23
Abschreibungen Anlagevermögen 896.185,71 990.276,64
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -2.817,00 -448,00
Zunahme/Abnahme kurzfristige Rückstellungen (ohne Ertragsteuern) 212.043,97 -182.931,23
Zunahme/Abnahme der Vorräte -5.377.557,59 -7.527.090,84
Zunahme/Abnahme von Forderungen (ohne Ertragsteuern) -1.932.381,16 1.160.716,51
Zunahme/Abnahme Rechnungsabgrenzungsposten/andere Aktiva -14.004,53 237.919,35
Zunahme/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Passiva; keine Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 2.895.796,70 903.975,57
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.951,00 -555.546,59
Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.204.501,51 1.195.047,61
Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.806.188,51 2.130.453,34
Einzahlungen, die der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (Zuschüsse) -111.436,00 -273.438,40
Ertragsteuerzahlungen -3.023.002,83 -1.696.499,70
cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.868.111,13 3.057.801,49
B2. cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -215.279,96 -63.992,70
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 136.998,42 749.910,08
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.081.837,34 -1.077.009,26
Einzahlungen aus Abgängen von Posten des Finanzanlagevermögens 0,00 71.397,60
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -2.646.666,20 0,00
erhaltene Zinsen 7.332,69 28.613,04
cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.799.452,39 -291.081,24
B3. cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von (Finanz-) Krediten 2.861.945,48 -1.188.276,11
Erhöhung Aktionärsdarlehen 73.899,04 111.562,50
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 111.436,00 273.438,40
gezahlte Zinsen -1.211.834,20 -1.223.660,65
gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -900.000,00 -750.000,00
cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 935.446,32 -2.776.935,86
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds, Saldo B1.-B3. 4.105,06 -10.215,61
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 41.945,61 52.161,22
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 46.050,67 41.945,61
positive Vorzeichen: Geldzufluss / negative Vorzeichen: Geldabfluss    
Als Finanzmittelfonds werden nur Kassenbestände definiert.    
Überleitung Finanzmittelfonds zur Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten:    
Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 919.945,84 754.331,89
./. Bankguthaben -873.895,17 -712.386,28
Finanzmittelfonds 46.050,67 41.945,61

Konzerneigenkapitalspiegel

Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
gesetzliche Rücklage
T€
andere Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
Stand am 30.06.2021 30.000 750 1.145 4.500 5.645
Einstellung in Rücklagen     317 3.000 3.317
Ausschüttungen          
Konzern-Jahresüberschuss          
Stand am 30.06.2022 30.000 750 1.462 7.500 8.962
Bilanzgewinn
T€
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
T€
Stand am 30.06.2021 4.772 41.167
Einstellung in Rücklagen -3.317  
Ausschüttungen -900 -900
Konzern-Jahresüberschuss 6.313 6.313
Stand am 30.06.2022 6.868 46.580

Ausschüttungsgesperrte Beträge liegen in Höhe von € 12.170 vor.

Konzernanhang

I. Allgemeine Angaben und Konsolidierungskreis

Die Bauer-Walser AG hat ihren Sitz in Keltern und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter Nr. HRB 505590 eingetragen.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Bauer-Walser AG, Keltern, erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 290 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Die Bauer-Walser AG ist unmittelbar Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Anteil am Kapital
in %
Erstkonsolidierung
Geschwister Scheytt GmbH, München 100,00 01.01.2015
Hanauer Schmuckhalbzeug GmbH, Hanau 100,00 30.06.2016
R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG, Berlin 90,00 01.10.2019
ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH, Berlin 100,00 01.10.2019
Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH, Pforzheim 100,00 01.10.2021

Die Bauer-Walser AG ist an der R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG, Berlin, und über die ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH mittelbar mit 10 % am Kapital beteiligt. Somit beträgt die Anteilsquote bei allen Tochtergesellschaften 100 %.

Die ARS AUREA Edelmetall & Schmuck ist Komplementärin der R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG.

Aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021/2022 ist eine Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr unter Berücksichtigung der wesentlichen Änderungen möglich. Die wesentlichen Änderungen ergaben sich aus der Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund der Bildung eines Geschäfts- und Firmenwertes (T€ 1.227), der Erhöhung des Vorratsvermögens (T€ 1.636), der Erhöhung der Umsatzerlöse (T€ 15.883), der Erhöhung des Personalaufwandes (T€ 780) und der Erhöhung sonstiger betrieblicher Aufwendungen (T€ 404).

Geschäftsjahr des Mutterunternehmens und der Tochtergesellschaften ist die Zeit vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Carl Schaefer umfasst das Geschäftsjahr den Zeitraum vom 01. Oktober 2021 bis zum 30. Juni 2022.

Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften der Bauer-Walser AG in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaft werden die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB nutzen und damit auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse 2021/2022 verzichten:

Geschwister Scheytt GmbH, München

Hanauer Schmuckhalbzeug GmbH, Hanau

R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG, Berlin

ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH, Berlin

II. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an dem in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen zu dem Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen Tochtergesellschaft geworden ist.

Die Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen der R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG (T€ 595) und der ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH (T€ 237) werden als Firmenwerte im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH (T€ 1.327) wird als Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die konzerninterne Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse nach § 304 HGB waren wegen untergeordneter Bedeutung nicht zu berichtigen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Dabei werden auch die auch die Differenzen, die aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren, berücksichtigt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften mussten nicht im Wege des § 308 HGB an eine konzerneinheitliche Bewertung angepasst werden, da die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich einheitlich sind.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Bei der Erstkonsolidierung der R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH & Co. KG ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Firmenwert (T€ 595) ausgewiesen wird. Bei der Erstkonsolidierung der ARS AUREA Edelmetall & Schmuck Handelsgesellschaft mbH ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Firmenwert (T€ 237) ausgewiesen wird. Auf die Nutzung der Firmenwerte wirken sich vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig aus. Es konnte daher die Nutzung nicht verlässlich geschätzt werden und es wird deshalb für die planmäßige lineare Abschreibung die standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt.

Bei der Erstkonsolidierung der Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Firmenwert (T€ 1.327) ausgewiesen wird. Für die Ermittlung der geschätzten Nutzungsdauer wird die planmäßige Abschreibung mit der standardisierten Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Auf die Nutzung des Firmenwertes wirken vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig ein. Es konnte daher die Nutzung nicht verlässlich geschätzt werden und es wird deshalb für die planmäßige lineare Abschreibung die standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen. Niedrigere beizulegende Werte am Bilanzstichtag werden berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den gem. Abschnitt 6.3 der Einkommensteuerrichtlinien einzubeziehenden Gemeinkosten.

In den unfertigen und fertigen Erzeugnissen enthaltene Edelmetallbestände werden nach dem Lifo-Verfahren gem. § 256 HGB bewertet.

Edelmetallmengen aus Edelmetalldarlehen werden mit den Edelmetallbeständen saldiert und nur der Saldo wird in die Bewertung der Edelmetalle einbezogen.

Ebenso werden Edelmetallmengenforderungen und -verbindlichkeiten aus laufend geführten Edelmetallkonten verrechnet. Der Wert der Edelmetalldarlehen zum Bilanzstichtag war nach Stichtagskursen T€ 97.614 (i. Vj.: T€ 71.265).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Risiken werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Auf Fremdwährungen lautende Forderungen oder Verbindlichkeiten werden nicht geführt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Anzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dient, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Je nachdem, ob eine Über- oder Unterdeckung vorliegt, kann es zu einem aktivischen oder passivischen Ausweis in der Bilanz kommen. Übersteigt das Deckungsvermögen den Wert der Pensionsverpflichtungen, so wird der Überschuss als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung bilanziert. Ebenso werden die Ergebnisse aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst.

Aufgrund der durch das Einkommensteuergesetz vorgeschriebenen Unterbewertung der Pensionsrückstellungen ergibt sich grundsätzlich ein aktiver latenter Steuerrückzahlungsanspruch. Der steuerliche Wert der Pensionsrückstellungen zum 30.06.2022 ist € 120.106; der bilanzierte Wert nach Handelsgesetzbuch vor Verrechnung eines Versicherung-Rückdeckungsanspruchs ist € 222.751.

Zinsrisiken im Konzern werden mit geeigneten Sicherungsinstrumenten abgesichert. Diese bilden zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Konzernabschluss durch Anwendung der Einfrierungsmethode nicht ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern resultieren aus den Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanzen der Konzerngesellschaften und den Handelsbilanzen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen.

IV. Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Konzernanlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

30.06.2021
Euro
Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
30.06.2022
Euro
I. immaterielle Vermögensgegenstände            
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 273.472,65 42.759,28 123.050,96 23.318,00 11.927,40 427.892,29
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.354.546,52 0,00 1.326.626,42 0,00 0,00 2.681.172,94
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 91.819,00 0,00 -11.927,40 79.891,60
  1.628.019,17 42.759,28 1.541.496,38 23.318,00 0,00 3.188.956,83
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.641.628,53 0,00 550.931,10 0,00 554.389,99 8.746.949,62
2. technische Anlagen und Maschinen 6.105.103,95 177.222,32 628.393,08 16.098,37 68.459,27 6.963.080,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.346.772,49 70.182,38 262.814,95 2.273,26 302.655,83 2.980.152,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 498.595,53 8.540,00 661.178,14 127.498,42 -925.505,09 115.310,16
  16.592.100,50 255.944,70 2.103.317,27 145.870,05 0,00 18.805.492,42
  18.220.119,67 298.703,98 3.644.813,65 169.188,05 0,00 21.994.449,25
30.06.2021 - kumuliert -
Euro
Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis
Euro
des Geschäftsjahres
Euro
Abgänge
Euro
30.06.2022 - kumuliert -
Euro
I. immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.045,65 42.349,28 12.013,36 21.928,00 302.480,29
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 618.504,52 0,00 188.719,42 0,00 807.223,94
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  888.550,17 42.349,28 200.732,78 21.928,00 1.109.704,23
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.188.253,42 0,00 252.329,03 0,00 1.440.582,45
2. technische Anlagen und Maschinen 5.471.744,95 152.058,12 250.000,35 6.037,37 5.867.766,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.871.033,49 58.446,65 193.123,55 2.273,26 2.120.330,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.531.031,86 210.504,77 695.452,93 8.310,63 9.428.678,93
  9.419.582,03 252.854,05 896.185,71 30.238,63 10.538.383,16
30.06.2022
Euro
30.06.2021
Euro
I. immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.412,00 3.427,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.873.949,00 736.042,00
3. geleistete Anzahlungen 79.891,60 0,00
  2.079.252,60 739.469,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.306.367,17 6.453.375,11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.095.314,20 633.359,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.821,96 475.739,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.310,16 498.595,53
  9.376.813,49 8.061.068,64
  11.456.066,09 8.800.537,64

2. Geschäfts- oder Firmenwert

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 1.873) resultiert aus den handelsrechtlichen Kapitalkonsolidierungen (T€ 1.830) sowie aus dem Einzelabschluss eines einbezogenen Tochterunternehmens (T€ 43). Die Nutzungsdauern für die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung betragen 10 Jahre (lineare Abschreibung). Die Nutzungsdauer für die Geschäfts- oder Firmenwerte eines einbezogenen Tochterunternehmens beträgt 15 Jahre (lineare Abschreibung).

3. Vorräte

Die Lifo-Reserve gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt € 41.350.054 (i. Vj. € 45.716.913).

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 19 (i. Vj. T€ 13).

5. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Abweichend zum Vorjahr resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlichen der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, zum Bilanzstichtag 30.06.2022 ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Der ausgewiesene aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt zum 30.06.2022 € 1.815. Er ergibt sich aus der Pensionsrückstellung mit € 222.751 und dem Wert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) mit € 224.566.

6. Eigenkapital

Der Eigenkapitalspiegel mit der Entwicklung der Posten des Eigenkapitals ist als Anlage beigefügt.

Das Grundkapital der Muttergesellschaft in Höhe von € 30.000.000 ist eingeteilt in 30.000.000 nichtverbriefte und auf den Namen lautende Stückaktien.

Der Gewinnvortrag zum 30.06.2022 ergibt sich wie folgt:

Bilanzgewinn am 30.06.2021 4.772.160,25 €
Ausschüttungen 900.000,00 €
  3.872.160,25 €

Die gesetzlichen Rücklagen zum 30.06.2022 ergeben sich wie folgt:

Stand am 30.06.2021 1.145.098,57 €
Einstellung aus dem Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2021/2022 317.001,96 €
  1.462.100,53 €

Die anderen Gewinnrücklagen zum 30.06.2022 ergeben sich wie folgt:

Stand am 30.06.2021 4.500.000,00 €
Einstellung aus dem Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2021/2022 3.000.000,00 €
  7.500.000,00 €

7. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• durchschnittlicher Marktzins von 1,77 % für eine Laufzeit von 15 Jahren
• Einkommenstrend 0,00 %  
• Rententrend 2,00 %  
• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"  

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von € 12.170 (i. Vj. € 19.176). In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen von € 222.751 steht ein zu verrechnendes Planvermögen, das dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen ist, mit einem Zeitwert von € 224.566 und Anschaffungskosten in gleicher Höhe gegenüber, woraus sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von € 1.815 ergibt. Zum Bilanzstichtag 30.06.2022 verbleibt nach der Saldierung eine Pensionsrückstellung in Höhe von € 0,00. Bei dem zu verrechnenden Vermögen handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung. Die verrechneten Aufwendungen betragen € 24.046 und die verrechneten Erträge betragen € 3.029.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalaufwendungen, für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie für ausstehende Rechnungen.

8. Verbindlichkeiten

30.06.2022
gesamt Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ohne Edelmetalldarlehen 15.913 10.995 4.918 2.454
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.972 3.972 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 3.388 659 2.729 2.030
  23.273 15.626 7.647 4.484
30.06.2021
gesamt Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ohne Edelmetalldarlehen 12.889 10.451 2.438 1.277
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2 2 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.750 1.750 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 2.669 263 2.406 2.046
  17.310 12.466 4.844 3.323

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt bis zu einem Betrag von T€ 1.300 durch Grundpfandrechte gesichert. Daneben bestehen Sicherungsübereignungen an Maschinen, Edelmetallbeständen und an der Fotovoltaikanlage sowie Abtretungen von Forderungen.

9. Passive latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung aktiver und passiver Steuerlatenzen ein Saldo an passiven latenten Steuern von € 127.509.

Die latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen, wegen unterschiedlicher Wertansätze zwischen Handelsrecht und Steuerrecht, wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen, Vorräte und Rückstellungen für Pensionen berechnet. Die Bewertungsunterschiede bei den Vorräten und den Rückstellungen für Pensionen führen zu aktiven latenten Steuern (€ 198.981). Die Bewertungsunterschiede bei den immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und den Finanzanlagen führen zu passiven latenten Steuern (€ 261.854). Aus der Gesamtbetrachtung der latenten Steuern ergab sich zum 30.06.2022 insgesamt ein Passivüberhang (€ 127.509). Im Vorjahr standen aktiven latenten Steuern von € 215.723 passive latente Steuern von € 218.556 gegenüber, so dass sich ein Passivüberhang ergab.

Die Ermittlung der latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von derzeit 27,8 %. Dieser Steuersatz umfasst Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Bei der Ermittlung der latenten Steuern aus unterschiedlichen Beteiligungsansätzen für Personengesellschaften wurde lediglich der Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (15,8 %) zugrunde gelegt.

Die passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen i.H.v. T€ 70 (i. Vj. T€ 0,3) resultieren aus der erfolgten Aufdeckung stiller Reserven im Anlage- und Vorratsvermögen (T€ 222) im Rahmen der Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr. Der zu Grunde liegende unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 31,4 %. Im Geschäftsjahr erfolgte die Auflösung analog der Abschreibung der zugrundeliegenden Vermögensgegenstände i.H.v. T€ 5 (i. Vj. T€ 1).

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Aufwendungen für Leasingverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 und folgenden Jahre belaufen sich auf T€ 680. Die Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2025.

Die Leasingverträge verringern insbesondere die Kapitalbindung und führen damit zur Schonung der Liquidität. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen T€ 667. Die Mietverträge enden zwischen 2022 und 2026.

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich hauptsächlich aus Edelmetallgeschäften zusammen. Diese sind Scheidung von Edelmetallen, deren Verarbeitung und Edelmetallhandel. Es erfolgt keine weitere Gliederung der Umsatzerlöse nach Metallen oder Warengruppen.

Die Umsatzerlöse erstrecken sich auf folgende Regionen:

Inland 213.027 T€
europäisches Ausland 43.667 T€
Drittland 10.057 T€
  266.751 T€

12. Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von T€ 111 sowie periodenfremde Erträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 (T€ 474).

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung in Höhe von € 4.483 (i. Vj. € 4.201) sowie den Ertrag aus der Zeitwertbewertung der Rückdeckungsversicherung in Höhe von € 3.029 (i. Vj. € 1.758).

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Diese Position enthält periodenfremde Körperschaft- und Gewerbesteueraufwendungen (T€ 117) aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2016 bis 2019.

V. Sonstige Angaben

1. Belegschaft

2021/2022 2020/2021
Angestellte und Geschäftsführer der Tochtergesellschaft 93 79
Arbeiter 80 75
  173 154

2. Vorstände

Vorstände waren:

Herr Karlheinz Karner, Vorstandsvorsitzender, Mühlacker

Herr Bernd Augenstein, Keltern

Herr Timo Müller, Keltern

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HG i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

3. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Herr Hans-Günter Ritter, ehemals Geschäftsführer Heraeus Metals Germany GmbH & Co. KG, Hanau (Aufsichtsratsvorsitzender ab dem 01.07.2021)

Herr Stephan Scholl, ehemals Vorstandsvorsitzender, Sparkasse Pforzheim Calw, Pforzheim (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Horst Bittigkoffer, ehemals Geschäftsführer Heraeus Edelmetall Halbzeug GmbH, Pforzheim (Aufsichtsratsvorsitzender bis zum 30.06.2021, ab 01.07.2021 Mitglied des Aufsichtsrates)

Herr Bernd Glauner, geschäftsführender Gesellschafter Ferd. Haecker GmbH & Co. KG, Pforzheim

Herr Ulrich Hartung, Kaufmann, Engelsbrand

Herr Axel Schlittenhardt, geschäftsführender Gesellschafter, Karl Bürkle GmbH + Co. KG, Pforzheim

4. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder betragen T€ 19.

5. Derivative Finanzinstrumente, Bewertungseinheit

Zinsrisiken werden mit geeigneten Sicherungsinstrumenten abgesichert. Diese bilden zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der Einfrierungsmethode nicht ausgewiesen.

Für ein variabel verzinstes Darlehen in Höhe von T€ 1.500 und einer Laufzeit bis zum 30.03.2037 wurde ein Zinsswap (T€ 1.500) abgeschlossen. Die Muttergesellschaft zahlt einen festen langfristigen Zinssatz und erhält im Gegenzug grundsätzlich Zinszahlungen zu variablen Zinsen. Zum Bilanzstichtag hatte der Zinsswap einen positiven Marktwert von T€ 62. Es wurde eine Bewertungseinheit gebildet.

6. Abschlussprüferhonorar

Das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Prüfungsleistungen T€ 62 und für sonstige Leistungen T€ 40.

7. Nachtragsbericht

Die Corona-Pandemie ist in Deutschland und weltweit immer noch präsent. Die weiterhin unstetige Situation kann Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Aufgrund der volatilen Situation sind daraus resultierende Konsequenzen und insbesondere die Auswirkungen auf die Energiemärkte nicht absehbar. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können daher nicht ausgeschlossen werden.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens beträgt T€ 7.232. Der Vorstand schlug vor, eine Dividende von T€ 900 an die Aktionäre auszuzahlen und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Keltern, den 4. April 2023

gez. Karlheinz Karner, Vorstandsvorsitzender

gez. Bernd Augenstein, Vorstand

gez. Timo Müller, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben Informationen erteilt.

Im Berichtsjahr fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt.

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der Bauer-Walser AG zum 30.6.2022 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wuhrer & Ries KG, Pforzheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und wurde in unserer Bilanzsitzung am 2. Dezember 2022 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt.

Wir hatten keine Einwendungen und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich der Empfehlung des Vorstandes an, von dem Bilanzgewinn in Höhe von € 7.231.598,60 einen Betrag in Höhe von € 900.000,00 als Dividende an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag von € 6.331.598,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Bauer-Walser AG zum 30.06.2022 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wuhrer & Ries KG, Pforzheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss weist einen Konzern-Jahresüberschuss von € 6.312.642,84 aus.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für das am 30.06.2022 endende Geschäftsjahr in der Aufsichtsratssitzung vom 11. Mai 2023 gebilligt.

 

Keltern, den 12.05.2023

Für den Aufsichtsrat

gez. Hans-Günter Ritter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bauer-Walser AG, Keltern

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bauer-Walser AG, Keltern, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bauer-Walser AG, Keltern, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

■ entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.06.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 und

■ vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

■ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

■ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

■ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

■ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

■ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

■ holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

■ beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

■ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pforzheim, den 11. April 2023

Wuhrer & Ries KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hans Ries, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Susanne Weber, Wirtschaftsprüferin

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