LUG aircargo handling GmbH

Tiefer 5, 28195 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 3056 HB
Vorher
LUG Aircargo Handling GmbH
Eingetragen
26.8.2005
Branche
FrachtumschlagGüterbeförderung in der LuftfahrtErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Umschlag, Lagerung und Handling von Gütern aller Art, insbesondere von Luftfrachtgütern sowie die Durchführung von Bodenabfertigungsdiensten auf Flughäfen.

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Horn
seit 18.5.2026
Prokura
Marcus Hoffmann-Rothe
seit 13.3.2025
Geschäftsführer
Dennis Marx
seit 21.10.2024
Prokura
Christopher Frank
seit 22.12.2021
Prokura
Manfred Bayer
seit 22.12.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
93.70%
Dettmer Group KG
6.30%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

LUG aircargo handling GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.875,51 67.511,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.450.233,00 1.740.528,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.683.920,06 1.975.208,22
3.134.153,06 3.715.736,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.862.000,00 2.830.000,00
2. Beteiligungen 1.788.019,74 1.788.019,74
4.650.019,74 4.618.019,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1,00 1,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.615.144,85 6.039.615,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.887.958,19 2.137.068,06
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 501.707,41 641.740,65
4. sonstige Vermögensgegenstände 173.307,42 396.228,80
12.178.117,87 9.214.652,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 506.442,27 3.093.856,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.299,00 60.100,00
20.589.908,45 20.769.877,05

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.150.000,00 1.150.000,00
II. Gewinnvortrag 13.178.091,38 13.100.485,88
III. Jahresüberschuss 316.548,21 77.605,50
14.644.639,59 14.328.091,38
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 74.497,00 76.632,00
2. sonstige Rückstellungen 2.629.303,77 2.344.430,73
2.703.800,77 2.421.062,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 90.900,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00 (€ 90.900,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 611.423,12 1.419.306,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 611.423,12 (€ 1.419.306,71)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.126,73 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 32.126,73 (€ 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.187.347,64 989.312,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.187.340,50 (€ 989.312,70)
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.410.570,60 1.521.203,53
3.241.468,09 4.020.722,94
- davon aus Steuern € 378.908,06 (€ 214.414,99)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 8.329,68 (€ 286,05)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.410.570,44 (€ 1.521.203,53)
20.589.908,45 20.769.877,05

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 35.306.304,48 39.836.876,03
2. sonstige betriebliche Erträge 485.621,15 319.057,88
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.292.225,05 10.198.251,59
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.954.921,02 16.236.336,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.310.499,11 3.241.202,46
- davon für Altersversorgung € 42.392,44 (€ 49.668,30)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.064.481,14 1.240.883,95
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.031.566,53 10.603.524,93
7. Erträge aus Beteiligungen 1.184.831,13 1.533.956,54
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.358,23 42.484,86
- davon aus verbundenen Unternehmen € 47.229,34 (€ 39.736,07)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 0,00 (€ 204,78)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.520,54 32.429,54
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 2.335,00 (€ 3.203,93)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.143,39 99.975,55
11. Ergebnis nach Steuern 318.758,21 79.770,50
12. sonstige Steuern 2.210,00 2.165,00
13. Jahresüberschuss 316.548,21 77.605,50

Anhang 2019

I. Allgemeine Angaben

Die LUG aircargo handling GmbH hat ihren Sitz in Bremen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Registernummer HRB 3056 HB eingetragen.

Der Jahresabschluss der LUG aircargo handling GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, die gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden hat.

Die Gesellschaft wird erstmalig in den Konzernabschluss der Dettmer Asset Holding GmbH, Bremen, einbezogen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen worden, da weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten dem entgegenstehen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG werden im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je 1/5 abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt worden.

Die Vorräte sind mit einem Festwert angesetzt worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für bekannte Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind bis auf die Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Kommanditbeteiligung an der LUG Air Cargo Immobilien GmbH & Co. KG sowie der LUG München aircargo handling GmbH & Co. KG.

Die Beteiligungen betreffen die Perishable-Center Frankfurt für verderbliche Güter GmbH & Co. Betriebs-KG, die Perishable-Center Frankfurt Gesellschaft bürgerlichen Rechts sowie die Perishable-Center Verwaltungs-GmbH.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen (T€ 1.950; Vorjahr: T€ 1.900). Darüber hinaus resultieren sie in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 237) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und T€ 5.877 aus dem eingeführten CashPooling.

Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt € 1.150.000,00.

Die Pensionsrückstellung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Zugrundelegung der Richttafeln von Dr. Heubeck (2018G). Angesetzt wird der versicherungsmathematische Barwert mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und einem Zinssatz von 2,71 % sowie einem Rententrend von 1,25 % p.a.. Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 HGB (Differenz zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre) beträgt zum Bilanzstichtag € 3.602,00.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

31.12.2019 31.12.2018
T€ T€
Ausstehende Rechnungen 452 581
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 1.435 972
Archivierung 442 494
Übrige 300 298
2.629 2.345

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Mietkautionen in Höhe von T€ 127 (Vorjahr: T€ 120) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2019 2018
Erlöse aus Umschlagsleistungen 31.374.188,67 35.997.106,51
Erlöse aus Vermietung und Verpachtung 3.080.616,11 3.200.552,32
übrige Erlöse 851.499,70 639.217,20
35.306.304,48 39.836.876,03

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 323 (Vorjahr: T€ 122) periodenfremde Erträge. Außerdem beinhalten sie im Geschäftsjahr Erträge aus der Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 32). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. T€ 36 (Vorjahr: T€ 239).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in voller Höhe das Geschäftsjahr.

Der Jahresüberschuss wird mit dem Gewinnvortrag zusammengefasst und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

V. Sonstige Angaben

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen für die unkündbare Laufzeit in folgender Höhe:

Jahr T€
2020 7.102
2021 6.390
2022 31
ab 2023 9

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

Jahr T€
2020 6.244
2021 6.244

Die Risiken aus der Inanspruchnahme von Haftungsverhältnissen, die aus Sicherheitsleistungen für Einfuhrabgaben gegenüber dem Hauptzollamt München in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50) und gegenüber dem Hauptzollamt Bremen in Höhe von T€ 100 (Vorjahr: T€ 100) sowie für Leasingverpflichtungen einer Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 283 bestehen, werden aufgrund der ordnungsgemäßen Abwicklung des Geschäfts sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaft als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 428 Arbeitnehmer (davon: 178 Angestellte und 250 Arbeiter; Vorjahr: 437 davon 184 Angestellte und 253 Arbeiter).

Folgende Personen sind als Geschäftsführer bestellt:

Herr Patrik O. Tschirch, Speditionskaufmann, Offenbach am Main

Herr Rainer Wittenfeld, Kaufmann, München (ab 01. Februar 2020)

Herr Patrick O. Tschirch vertritt die Gesellschaft allein oder mit einem Prokuristen. Herr Rainer Wittenfeld vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem weiteren Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, soweit sie Rechtsgeschäfte gleichzeitig namens der Gesellschaft und als Vertreter von Dritten vornimmt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft hält unmittelbare Anteile an folgenden Unternehmen:

Anteil in % Eigenkapital Jahresergebnis
Name, Sitz T€ T€
LUG München aircargo handling GmbH & Co. KG, München 100,0 912 -511
LUG Air Cargo Immobilien GmbH & Co. KG, Bremen 94,9 1.402 32
Perishable-Center Verwaltungs-GmbH, Frankfurt 40,0 2.095 771
Perishable-Center Frankfurt GbR, Frankfurt 45,0 *1) *1)
Perishable-Center Frankfurt Zentrum für verderbliche Güter GmbH & Co. Betriebs-KG 16,0 1.527 1.517

*1) = Angabe wird gemäß § 286 Absatz 3 Satz 2 unterlassen

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 22 (Vorjahr: T€ 22) für Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens darstellen, sind bis auf den unsicheren Auswirkungen der Corona-Krise (Kurzarbeit), und über die gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten sind, haben sich nicht ereignet.

 

Bremen, den 15. Juni 2020

LUG aircargo handling GmbH

Patrik O. Tschirch

Rainer Wittenfeld

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019

LUG aircargo handling GmbH, Bremen

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand en 31.12.2019
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.552.714,15 0,00 221.956,89 0,00 1.330.757,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.552.714,15 0,00 221.956,89 0,00 1.330.757,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.002.538,95 0,00 32.387,75 0,00 3.970.151,20
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.208.127,33 449.742,96 465.540,48 6.162,18 9.198.491,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.210.666,28 449.742,96 497.928,23 6.162,18 13.168.643,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.122.725,01 0,00 0,00 0,00 5.122.725,01
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.482.280,18 0,00 0,00 0,00 1.482.280,18
3. Beteiligungen 1.788.019,74 0,00 0,00 0,00 1.788.019,74
Summe Finanzanlagen 8.393.024,93 0,00 0,00 0,00 8.393.024,93
Summe Anlagevermögen 23.156.405,36 449.742,96 719.885,12 6.162,18 22.892.425,38
Abschreibungen
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019 Zuschreibungen Geschäftsjahr
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.485.203,13 34.598,00 221.919,38 1.297.881,75 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.485.203,13 34.598,00 221.919,38 1.297.881,75 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.262.010,95 282.817,00 24.909,75 2.519.918,20 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.232.919,11 747.066,14 465.413,32 7.514.571,93 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.494.930,06 1.029.883,14 490.323,07 10.034.490,13 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.292.725,01 0,00 0,00 2.292.725,01 32.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.482.280,18 0,00 0,00 1.482.280,18 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.775.005,19 0,00 0,00 3.775.005,19 32.000,00
Summe Anlagevermögen 14.755.138,38 1.064.481,14 712.242,45 15.107.377,07 32.000,00
Buchwerte
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.875,51 67.511,02
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 32.875,51 67.511,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.450.233,00 1.740.528,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.683.920,06 1.975.208,22
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.134.153,06 3.715.736,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.862.000,00 2.830.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 1.788.019,74 1.788.019,74
Summe Finanzanlagen 4.650.019,74 4.618.019,74
Summe Anlagevermögen 7.817.048,31 3.401.266,98

Lagebericht 2019

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

II. Wirtschaftsbericht

III. Chancen- und Risikobericht

IV. Prognosebericht

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Geschäft

Die LUG aircargo handling GmbH (im Folgenden kurz "LUG" oder "Gesellschaft" genannt) wurde 1966 gegründet und agiert seither als neutraler Luftfrachthandlingsagent. Die Gesellschaft erbringt für Fluggesellschaften und Spediteure eine Vielzahl von logistischen Dienstleistungen im Bereich Luftfracht.

Die Hauptaufgabe der Gesellschaft besteht darin, als zuverlässiges Bindeglied zwischen den Fluggesellschaften einerseits und den Spediteuren andererseits die Abfertigung von Luftfrachtexporten und -importen abzuwickeln.

Hierfür bedarf es funktionaler, bedarfsgerechter sowie moderner Lager- und Büroeinrichtungen. Diese bilden für die Kunden und die LUG die Basis für das Erbringen hochwertiger Frachtdienstleistungen am Frankfurter Flughafen.

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Frankfurt.

2. Personal und Umwelt

Die herausfordernden Marktbedingungen und immer komplexer werdenden Kundenanforderungen haben im Berichtsjahr erneut die Bedeutung eines professionellen Personalmanagements bestätigt.

Dies schließt neben der kontinuierlichen Weiterbildung unserer Mitarbeiter eine vorausschauende Personalplanung ein. So liegen die Schwerpunkte der Personalarbeit auf der Personalentwicklung, der gezielten Förderung von Leistungsträgern und deren Bindung an das Unternehmen sowie der Personalauswahl, der ständigen Anpassung und Optimierung des Personaleinsatzes sowie der beruflichen Ausbildung.

Kennzahlen und Unternehmensziele werden den Mitarbeitern aller Bereiche nahegebracht und vermittelt. Somit werden Unternehmensentscheidungen transparent an alle Mitarbeiter kommuniziert, umgesetzt und gelebt. Zusätzlich können Mitarbeiter sich selbstständig über einen Infoterminal über alle wichtigen Kennzahlen und Neuigkeiten des Unternehmens informieren.

Führungskräfte besprechen wöchentlich alle Kennzahlen zusammen mit der Geschäftsführung und entwickeln zeitnah Maßnahmen bei Abweichungen. In jährlichen Kick-Off Veranstaltungen werden Jahresplanung, Reviews und Abweichungen besprochen. Ziele werden festgelegt und in quartalsweisen Follow-Ups besprochen und überwacht.

Die individuellen Fähigkeiten und die fachliche Kompetenz der Belegschaft tragen dabei wesentlich zum Erfolg der LUG bei. Deshalb werden fachspezifische Schulungen vorangetrieben, um alle Mitarbeiter auf dem aktuellsten Wissenstand zu halten. Jeder Mitarbeiter erhält jährlich wiederkehrenden Schulungen, welche größtenteils über unsere Online-Anwendung mit anschließender Lernerfolgskontrolle durchzuführen sind. Auf diese Weise erhalten unsere Mitarbeiter relevante Informationen über allgemeine Themen und Inhalte zu ihren jeweiligen Arbeitsbereichen, inklusive der Vermittlungen kundenspezifischer Anforderungen. Des Weiteren erhalten sie Schulungen zur Sicherstellung der Einhaltung von Anforderungen zur Arbeitssicherheit sowie Luftsicherheit. Durch die webbasierte Absolvierung und der anschließenden Lernerfolgskontrolle stellen wir sicher und dokumentieren entsprechend, dass die Schulungen mit Erfolg absolviert worden sind. Im Falle von Präsenzschulungen, beispielsweise zum richtigen Umgang mit gefährlichen Gütern, werden ebenfalls Lernerfolgskontrollen durchgeführt und sowohl die Teilnahme als auch die Ergebnisse der Lernerfolgskontrolle entsprechend dokumentiert.

Auch der Umweltschutz hat die LUG nicht aus den Augen verloren. Der Papierverbrauch wurde durch die papierlosen Arbeitsabläufe der Operativen drastisch gesenkt, zusätzlich wurden alle Unternehmensbereiche und Abteilungen sensibilisiert Dokumente nur noch digital zu verschicken und zu empfangen.

Dieselbetriebene Frachtfahrzeuge in der Operativen wurden gegen strombetriebene und Hybridfahrzeuge ausgetauscht, um auch hier nachhaltig für die Zukunft aufgestellt zu sein. Die technischen Möglichkeiten, wie der LED-Einsatz und die Installation stromsparender Gerätschaften, werden, soweit nicht schon geschehen, in Zukunft einen wichtigen Platz in der Investitionsplanung einnehmen.

Die strengen Regularien der Gewerbeabfallverordnung befinden sich in der konsequenten Umsetzung. Mitarbeiter aller Bereiche werden zu diesem Thema geschult.

II. Wirtschaftsbericht

1. Definition der internen Leistungsindikatoren

a. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind sämtliche operativen Erlöse der Gesellschaft enthalten. Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse sind die Verkehrsentgelte, die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung sowie den Nebenleistungen und des Lagergeldes. Mit diesen Steuerungsgrößen wird das Geschäftsvolumen und dessen Entwicklung stetig überwacht.

b. Rohertrag

Der absolute Rohertrag ist die Differenz zwischen den oben definierten Umsatzerlösen und den Materialaufwendungen. Diese beinhalten Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, sowie insbesondere Aufwendungen für bezogene Leistungen, Mieten, Pachten und Nebenkosten. Der Rohertrag lässt Rückschlüsse auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens zu.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft hat unter dem Eindruck von Handelskriegen, globalen Konflikten und der schwächeren Weltkonjunktur abermals einen Gang zurückgeschaltet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2019 nur noch um 0,6 % zu, nach 1,5 % und 2,5 % in den Jahren 2018 und 2017. Das teilte das Statistische Bundesamt in Berlin anhand vorläufiger Daten mit. 2019 war das zehnte Wachstumsjahr in Folge seit 2010. Damals musste sich Europas größte Volkswirtschaft von der tiefen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise erholen.

Gestützt wurde die Konjunktur in Deutschland im vergangenen Jahr dem Bundesamt zufolge abermals von der Kauflust der Verbraucher. Die privaten Konsumausgaben legten mit plus 1,6 % spürbar stärker zu als in den beiden Vorjahren. Hinzu kam der anhaltende Bauboom. Auch die Konsumausgaben des Staates, zu denen unter anderem soziale Sachleistungen und Gehälter der Mitarbeiter zählen, legten den Angaben zufolge zu.

Besonders die exportorientierte deutsche Industrie hat indes ein hartes Jahr hinter sich. Die Handelsstreitigkeiten und das Drama um den Brexit verunsicherten Kunden und bremsten Investitionen. Deutsche Schlüsselbranchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Chemieindustrie bekamen das deutlich zu spüren. Die Industrie rutschte deswegen sogar im Jahresverlauf in eine handfeste Rezession.

Der Außenhandel fiel unter anderem deswegen als Wachstumstreiber aus. Nach den vorläufigen Berechnungen legten die Importe mit plus 1,9 % stärker zu als die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen mit lediglich 0,9 %. Von der immer noch wachsenden Wirtschaft und den anhaltend niedrigen Zinsen profitiert weiterhin auch der Fiskus, wenn auch nicht mehr so stark wie noch 2018. Der deutsche Staat konnte nach Berechnungen der Statistiker 2019 zum sechsten Mal in Folge mehr Geld einnehmen als ausgeben. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen machte unter dem Strich 1,5 % des BIP aus, nach 1,9 % im Vorjahr. Ein Defizit hatte Deutschland zuletzt 2011 verbucht.

Die Arbeitslosigkeit bewegt sich in Deutschland mit 4,9 % unverändert auf sehr niedrigem Niveau, zudem ist der Bestand an Langzeitarbeitslosen auf 727 TSD zurückgegangen, nachdem er in den vergangenen Jahren regelmäßig knapp über 1 Million gelegen hat. Ähnliches gilt für den Euroraum, wo die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr auf 7,6 % gesunken ist, dem niedrigsten Stand seit dem Sommer 2008.

b. Entwicklung der Branche

Der Frachtumschlag am Frankfurter Flughafen ist 2019 um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wie der Flughafenbetreiber Fraport bekannt gab, sanken die Umschlagsmengen bei Fracht und Post inklusive Transits im Gesamtjahr 2019 auf einen Wert von 2,13 Mio. Tonnen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 2,21 Mio. Tonnen. Als Grund für den Rückgang sieht man die anhaltend schwierige Wirtschaftslage. Auch im Monat Dezember sank die Frachtmenge im Vergleich zum November 2019 auf 170.000 Tonnen und damit um 7,2 %. Um 3,3 % ging die Nachfrage zurück, die Kapazität jedoch stieg um 2,1 %.

Das Jahr 2019 war seit 2012 das erste Jahr, in dem das Frachtvolumen rückläufig war. Es war auch das Jahr mit der schwächsten Transportleistung seit 2009, also dem Jahr der globalen Finanzkrise. Damals schrumpften die Luftfrachtmärkte um 9,7 %.

Etwas besser als die Beiladefracht entwickelte sich die Frachter Fracht, die trotz Kapazitätserweiterungen um 3,7 % rückläufig war. In der regionalen Verteilung waren in Summe sowohl westlich als auch östlich von Frankfurt gelegene Frachtdestinationen in ähnlicher Größenordnung rückläufig.

Die USA als größter Luftfrachtmarkt erzielte 2019 eine Stagnation. War dieser Markt zu Beginn des Jahres insbesondere aufgrund von Angebotserweiterungen noch kräftig im Plus, musste er im vierten Quartal des Jahres deutliche Rückgänge verzeichnen. Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten verlor an Schwung. Die kräftigen fiskalischen Impulse, die durch die Steuerreform im Jahr 2018 gesetzt worden waren, endeten.

Im Gegensatz zum Nordamerikaverkehr (+0,0 %) wurde die Vorjahrestonnage auf Strecken mit Lateinamerika deutlich um 12,5 % unterschritten. Insbesondere der Brasilienverkehr ging mit -17,1 % kräftig zurück. Der Asienverkehr war 2019 mit einem Minus von 6,1 % merklich rückläufig. Während insbesondere auf Direktverkehren mit Ländern in Nordostasien (u.a. China -4,6 %, Japan -16,2 %, Südkorea -11,0 %) weniger Frachtaufkommen transportiert wurde, konnte die Tonnage auf Verkehren mit den Hubs in Istanbul und Moskau (mit Weiterführung Fernost) zulegen.

Die großen Nahost-Hubs waren in Summe kräftig rückläufig. Von allen Regionen erzielte nur Afrika im Jahr 2019 (+5,3 %) Wachstum. Zu den Zuwächsen trugen insbesondere die Verkehre mit Ägypten (+18,0 %), Äthiopien (+14,1 %) und Marokko (+48,4 %) bei.

Im Großbritannienverkehr wirkte sich die generelle politische Unsicherheit hinsichtlich des Brexits negativ aus, sodass dieser um ein Viertel des Aufkommens merklich einbrach. Großbritanniens Air Cargo-Verkehrsanteil am Gesamtverkehr ist mit etwa 1% allerdings gering.

Das Gesamtfrachtvolumen der LUG aircargo handling GmbH betrug 2019 224.313 Jahrestonnen. Diese Menge stellt einen Rückgang von 17 % gegenüber dem Vorjahr dar.

c. Geschäftsverlauf

Trotz der negativen Mengenentwicklung konnte im Jahre 2019 eine Verbesserung des Jahresergebnisses um T€ 239 auf T€ 317 erreicht werden. Dies war in erster Linie der fortwährenden Kostenreduzierung in allen operativen und verwaltungsrelevanten Bereichen geschuldet. Die bereits im Jahr 2018 in Angriff genommene Vereinfachung des Leistungsverzeichnisses wurde weiterverfolgt und dementsprechend Anfang des Jahres 2019 ein neuer Tarif veröffentlicht.

Die Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesssystems zeigte seine Erfolge und wurde ausgebaut. Auch hier wurden die Mitarbeiter mit einbezogen. Die Erfahrung unserer Mitarbeiter, deren Verbesserungsvorschläge und das Monitoring der Entwicklung von so geänderten Prozessen, haben gezeigt wie wichtig es ist, dass jeder einen Beitrag zur Stabilisierung der Geschäftslage leisten kann.

Das Jahr 2019 stand voll und ganz im Fokus der nachhaltigen Optimierung des Zustandes, der operativen Abläufe und des Erscheinungsbildes des Gesamt-unternehmens. Investitionen in den Bereichen Sicherheit, Hygiene und operative Prozessabwicklung wurden seitens unserer Kunden positiv wahrgenommen. So ist mittlerweile auch die verpflichtende Nutzung des im Mai 2018 eingeführten Rampensteuerungssystems ein fester Bestanteil der Frachtabfertigungssteuerung und hat eine breite Akzeptanz erfahren.

Das Ziel ein Fremdbild unseres Unternehmens zu schaffen, welches dazu führt, dass uns hoch qualitative und wertige Produkte gern anvertraut werden und dadurch unser uns selbstauferlegtes hohes Qualitätsverständnis und Produktivitätsversprechen unterstrichen wird, ist für alle Mitarbeiter in unserem Unternehmen zur Selbstverständlichkeit geworden. Nur so können langfristige Kundenbindungen entstehen, Mengenentwicklungen sich berechenbarer gestalten und eine kundenseitige Begeisterung erzeugt werden, die zur Unternehmensentwicklung nicht minder ihren Beitrag leistet.

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

a. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringert sich um T€ 180 und beträgt im Geschäftsjahr T€ 20.590 (Vorjahr: T€ 20.770).

Die Veränderung der Aktiva resultiert im Wesentlichen aus der Rückgang des Anlagevermögens um T€ 584 sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.425 und des Bankguthabens auf Grund des neuen Cash-Pooling-Vertrags mit der Dettmer Asset Holding um T€ 2.588. Dem gegenüber steht jedoch ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 5.751.

Im Bereich der Passiva verringerten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2019 um T€ 808. Weiterhin sind die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 110 gesunken. Dem gegenüber steht ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um T€ 285 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht um T€ 198 auf T€ 1.187.

Aufgrund der proportionalen Verringerung des Anlagevermögens, sowie der Bilanzsumme ist die Anlagenintensität gegenüber dem Vorjahr mit 38,0 % leicht gesunken (Vorjahr 40,4 %).

Das Anlagevermögen (T€ 7.817) ist durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital (T€ 14.720) gedeckt. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 69,0 % auf 71,1 %.

b. Finanzlage

Die Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der Gesellschaft zeigt die zusammengefasste Cashflow Rechnung:

2019 2018
T€ T€
Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit 3.853 -181
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.274 -492
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -167 -1.583
Netto-Cashflow -2.588 -2.257

Im Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.853 erzielt. Die Investitionen des Geschäftsjahres (T€ 450), die Zahlungen in das Cashpooling (T€ 5.877) sowie die planmäßigen Tilgungen (T€ 91) führten zu einem weiteren Abbau des Finanzmittelbestandes um T€ 2.588 auf T€ 506.

c. Ertragslage

Im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Erlöse im Bereich der Verkehrsentgelte, Lagererlöse und der Nebenerlöse sowie geringeren Tonnagemengen, kam es zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 11,4 % (T€ 4.531) auf T€ 35.306.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Aufwendungen für Leiharbeitnehmer um T€ 3.906 auf T€ 6.292 reduziert.

Die Personalaufwendungen sind um T€ 213 auf T€ 19.265 gesunken, die Abschreibungen sind um 177 auf T€ 1.064 gesunken. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern (T€ 549) ist im Wesentlichen auf zurückgegangene Raumkosten, sowie Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen.

Das negative Betriebsergebnis reduzierte sich von T€ 1.192 auf T€ 881. Das neutrale Ergebnis (T€ 18) betrifft im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 302), denen Verluste aus Schadensfällen (T€ 62) und Zuführungen in die Wertberichtigung auf Forderungen (T€ 308) gegenüberstehen.

Das Geschäftsjahr schloss mit einem verbesserten Jahresergebnis um T€ 239 auf T€ 317 ab.

Die Gesamtkapitalrentabilität verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 0,5 % auf 1,7 %.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Im Jahr 2019 stand die Ausweitung des Dienstleistungsportfolios im Fokus der Vertriebsaktivitäten de LUG aircargo handling GmbH. Der Ausbau der Value Added Services im Bereich der Abwicklung von Spezialfracht (z. B. Pharmaprodukte) und IT-Leistungen, welche zu einer transparenteren Lieferkette führten ließ sich am Markt mit einem hohen Grad an kundenseitiger Akzeptanz erfolgreich platzieren.

Das Wissen um den Zustand der Waren und deren Status während des Import- und Exportprozesses ist ein wichtiger Faktor für die Beschleunigung der Lieferkette. In diesem Prozess ist die Expertise unserer Mitarbeiter gefragt, die durch aktuelle Informationssysteme gestützt und einen Mehrwert für unsere Kunden entstehen lassen, der sich bezahlt macht.

Dieser Bereich, der sich auf spezielle und hochwertige Produkte bezieht, wird zukünftig in Bezug auf Personalqualifikation, Abwicklungsflächen und auch Kontrollmechanismen ausgebaut werden, da sich gezeigt hat, dass hierfür ein intensives Interesse am Markt bekundet wird.

Ein weiterer Bereich, der nach wie vor großes Potential verspricht, ist die Abfertigung von pharmazeutischen Produkten. Unsere verlässliche Dienstleistung, die hohe Flexibilität, das kontinuierlich geschulte Personal, und prägnante Prozesse gepaart mit der notwendigen Berechenbarkeit veranlassen die Kunden unsere Services zunehmend in Anspruch zu nehmen. Als Beleg dafür hat unser Unternehmen im Bereich CEIV auch die Qualitätszertifizierung mit Bravour absolviert.

2. Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Risiken

Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von Ereignissen, die weder vorhersehbar, noch durch die Geschäftsführung beeinflussbar sind, beeinträchtigt werden.

Als einer der führenden Frachtabfertiger des Frankfurter Flughafens ist die LUG aircargo handling GmbH abhängig von der Gesamtentwicklung der Luftfracht. Der Trend die Luftfracht zu nutzen, vor allem beim hochpreisigen Warensegmenten und den Produktgruppen, deren Verfügbarkeit kurzfristig gegeben sein muss, ist weiterhin nachhaltig. Risiken sind im Bereich der stetig wachsenden Flughäfen im europäischen Ausland zu sehen. Diese können für die LUG mittelfristig ein Risiko werden, und somit das Frachtvolumen in Frankfurt insgesamt verringern.

Diese Flughäfen werben mit niedrigeren Betriebskosten und werden mittlerweile als Alternative zum Flughafen Frankfurt gesehen. Dem entgegnet die LUG aircargo handling GmbH mit Qualität, Schnelligkeit, berechenbarem Geschäftsgebaren und der Seriosität eines Familienunternehmens. All dies Wissen unsere Kunden sehr zu schätzen.

IT-Systeme und operative Systeme sind auf dem neuesten Stand. Die Digitalisierung der internen sowie externen Prozesse mit unseren Kunden wird weiterhin vorangetrieben. Durch die kontinuierliche Digitalisierung ist eine Anpassung auf externen Gegebenheiten immer gewährleistet.

Die LUG ist durch Eigenmittel solide finanziert. Die Tilgung der langfristigen Kredite erfolgte nach Plan.

Die Liquidität im finanzwirtschaftlichen Bereich ist ein wichtiger Punkt für die gesamte Entwicklung des Unternehmens und wird durch ein aufmerksames und professionelles Forderungsmanagement garantiert.

3. Personalrisiko

Durch die Dominanz der Personalkosten im Frachtlogistikbereich stehen vor allem auch Personalrisiken im Fokus der Betrachtung. Die Entwicklung der Tarife und der Lohnnebenkosten sowie verstärkt die flexible Verfügbarkeit von Arbeitskräften sind daher von großer Bedeutung.

Konjunkturellen Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit einer Reihe von Personalinstrumenten, die es der LUG ermöglichen, bei schwankender Auftragslage flexibel zu reagieren - bei Tonnagerückgängen ebenso wie bei verstärktem Frachtvolumen. Durch die ständige Überprüfung unserer Prozesse sowie die Optimierung unserer Abläufe können Kostensteigerungen zum Teil kompensiert werden. Dies setzt ein straffes und konsequentes Kostenmanagement voraus.

Die LUG steht mit anderen Unternehmen in einem intensiven Wettbewerb um qualifiziertes Personal und ist so dem Risiko ausgesetzt, offene Stellen nicht adäquat besetzen zu können. Um die eigene Position im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter zu sichern, setzen wir im Rahmen unserer Personalmanagementaktivitäten auf die Optimierung der bestehenden Recruiting Prozesse sowie Stärkung der Arbeitgeberattraktivität und zielen insbesondere darauf ab, Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden.

Um sicherzustellen, dass freie Stellen zügig und mit geeigneten Kandidaten besetzt werden, setzen wir neben einem optimalen Recruiting Prozess auch auf das Instrument der Zeitarbeit.

Um den Personaleinsatz und die Beschaffung von Leiharbeitnehmern dabei bedarfs- und auftragsgerecht zu koordinieren, nutzen wir das Master Vendor Modell. Bei Schwankungen im Tonnagevolumen kann hierdurch die Personalmenge zeitnah angepasst werden.

Daneben bestehen Risiken aus Krankenstand, langen Abwesenheiten und der damit verbundenen Mehrbelastung der anwesenden Mitarbeiter. Mit der Unterstützung von Betriebsärzten, Wiedereingliederungsmaßnahmen und weiteren individuellen Maßnahmen sorgt sich die LUG um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter.

Damit verbunden sind auch umfassende Maßnahmen in der Arbeitssicherheit mit dem Ziel "Null Unfälle" sowie die intensive Analyse von Arbeitsunfällen.

Um den drohenden Fachkräftemangel entgegenzutreten, wurde zudem das Ausbildungsmodell der LUG optimiert. So haben wir uns für eine Änderung im Ablauf der bisher angebotenen Ausbildungsberufe Kauffrau/-mann für Büromanagement (KfBm) und Fachkraft für Lagerlogistik (FfL) entschieden. Insbesondere werden in diesem Zusammenhang mehr Ausbildungsplätze für die Fachkräfte im Bereich Lagerlogistik (FfL) angeboten und die Wahl von Schwerpunktbereichen schon während der Ausbildung ermöglicht.

Da wir die individuellen Fähigkeiten und die fachliche Kompetenz der Belegschaft als wesentlichen Erfolgsfaktor sehen, fördern wir zudem fachspezifische Schulungen und Cross-Qualifizierungen, um alle Mitarbeiter auf dem aktuellsten Wissenstand zu halten.

4. IT-Risiken

Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit von Servern, Applikationen sowie Speichersystemen gehören nach wie vor zu den wichtigsten Anforderungen in modernen IT-Infrastrukturen.

Die immer intensivere Nutzung der IT-Landschaft und der größer werdende Anteil IT- gestützter Systeme bei Prozessen und Arbeitsabläufen bedarf eine mehrschichtige redundante Infrastruktur und Softwarelandschaft. Alle IT-Bereiche erfüllen die notwendigen Standards und Sicherheitszertifikate. Updates und Hardwareerneuerung werden zentral gesteuert und überwacht.

Gezielte langfristige Planung der anstehenden Projekte im Bereich IT sind notwendig, um sich den ständig wachsenden Anforderungen und Voraussetzungen in diesem Gebiet zu stellen und zu meistern.

Zusätzlich bringt der Einsatz von softwarebasierten Bl-Tools die Möglichkeit, zeitnah auf Mengenveränderungen und Umsatzentwicklungen zu reagieren. Personal- und Ressourcenplanung kann punktgenau geplant werden.

Die LUG aircargo handling GmbH arbeitet im 24/7-Betrieb und ist für drei Standorte (FRA/MUC/HAM) verantwortlich. Die Verfügbarkeit der Systeme ist entsprechend hoch ausgelegt.

Die LUG betreibt am Standort Frankfurt zwei Serverräume (RZs). Die RZs sind voll klimatisiert sowie mit einer zentralen unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), Löschanlage, Einbruchmelde Anlage (EMA), Zutrittskontrolle und Video Überwachung ausgestattet. Die RZs befinden sich in verschiedenen Brandabschnitten und sind ca. 20 Meter voneinander entfernt. Da die RZs in unterschiedlichen Brandabschnitten installiert sind, ist eine hohe Ausfallsicherheit gegeben. Jeder dieser Bereiche wäre in der Lage einen Notbetrieb mit eingeschränkter Performance aufrecht zu erhalten.

Für die eingesetzten Server sind erweiterte Supportverträge über 24/7 mit 4 Stunden Reaktionszeit über die Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen.

Digitale Archivierung und zusätzliche tägliche Backups zum bereits redundanten System sorgen für eine ausfall- und revisionssichere Systemlandschaft.

5. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätsrisiken sind durch das CashPooling mit der Dettmer Asset Holding minimiert. Es stehen jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung

Die LUG aircargo handling GmbH minimiert das Ausfallrisiko der Forderungen zum einen durch eine interne Bonitätsprüfung der Geschäftspartner und zum anderen durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen. Trotzdem waren im Geschäftsjahr 2019 Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 308 notwendig.

Die Beschleunigung der Abrechnung, auf die im Jahr 2019 ein spezielles Augenmerk gelegt wurde, wurde kundenseitig begrüßt, da diese ihren Auftraggebern gegenüber schneller in der Lage waren abrechnen zu können und hatte zum Resultat, dass der Bestand offener Posten sich vor allem in der Summe maßgeblich reduzierte.

Geschäftsbeziehungen zu ausländischen und teils unbekannten Auftraggebern sowie Selbstabholern (Privatkunden) werden in der Regel nur auf Basis von Vorkasse aufgenommen. So werden Forderungsausfälle vermieden, bzw. auf ein Minimum reduziert.

Die zukünftige finanzielle Liquidität der Gesellschaft ist damit als gesichert anzusehen.

6. Regulatorische Risiken

Im Bereich der Luftfrachtabfertigung zählen eine strikte Einhaltung und Kontrolle der Luftsicherheitsanforderungen sowie die Erfüllung der individuellen Kundenanforderungen inklusive der Anforderungen der jeweiligen Behörden (Weltweit) zu den Garantien unseres Leistungsversprechens. Wir nutzen daher stets die für unsere Bedarfe am besten geeigneten Mittel, wie z.B. dem Einsatz entsprechend hochqualifizierten Personals sowie Nutzung modernster IT-Programme und Gerätschaften.

Die konsequente Einhaltung gesetzlicher und interner Vorschriften in allen Unternehmensbereichen wird durch ein "Integriertes Managementsystem" und den damit einhergehenden internen Audits permanent sichergestellt.

Der Qualitätsmanagementbeauftragte im Unternehmen arbeitet an der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagementsystems sowie an der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse im Rahmen der Anforderungen aus der DIN EN ISO 9001:2015. Des Weiteren umfasst das IMS der LUG die Normen nach TAPA B (Luftfrachtsicherheit), AEO (Zoll) sowie CEIV (Pharma Handling). So können Gefahren und Risiken frühzeitig erkannt, analysiert und gemindert werden.

Zu den Kernzielen gehören hierbei das Streben nach der bestmöglichen Kundenzufriedenheit durch das Erreichen höchster Qualitätsansprüche in der operativen Auftragsabwicklung sowie die kontinuierliche Steigerung der Qualität in den operativen sowie administrativen Prozessen des Unternehmens. Dies entspricht nicht nur unseren eigenen Ansprüchen, sondern fördert auch ein nachhaltiges und positives Fremdbild.

Neben der Optimierung im Bereich der Prozesseffizienz wird zudem eine transparentere Gestaltung der Prozesse angestrebt.

Länderspezifischen Bestimmungen können für die LUG aircargo handling GmbH regulatorische Risiken bergen, die unter anderem auch mit hohen Kosten verbunden sind.

Daher arbeitet die LUG aircargo handling GmbH im Bereich der Regularien sowohl auf nationaler, als auch internationaler Ebene ständig auf dem neuesten Stand der Vorschriften und Vorgaben.

7. Sonstige Risiken

Aktuell ist davon auszugehen, dass keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotenziale zum Tragen kommen oder können, die einen längerfristigen negativen Einfluss auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft haben.

Nicht beeinflussbare Faktoren, die als Risiko eingestuft werden können, sind individuelle Entscheidungen unserer Großkunden, den Flughafen Frankfurt nicht mehr oder weniger anzufliegen.

Der Ausbau der bestehenden Geschäfte, die Weiterentwicklung des Unternehmens und damit die Steigerung der Wertschöpfung sind wesentliche und notwendige Maßnahmen, die ihren Beitrag zur Risikominimierung leisten und einen Teil des Unternehmenswachstums darstellen.

8. Gesamtaussage zur Risikosituation der LUG aircargo handling GmbH

Risiken, die einzeln oder kumuliert einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der LUG aircargo handling GmbH und dessen Geschäftstätigkeit hatten oder haben könnten sind im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch mit Ausblick auf die absehbare Zukunft nicht erkennbar. Die unklaren politischen Entwicklungen, besonders die COVID19-Ausbreitung und der Preis- und Wettbewerbsdruck am Markt, werden beobachtet.

Die fortwährende Bewertung der Märkte, das Hinterfragen von Abläufen und Dienstleistungen, wie auch die rollierende Validierung unserer sich im Einsatz befindlichen Systeme bilden ein Frühwarnsystem, welches zur Steuerung und Vermeidung von Risiken im Unternehmen einen festen Platz haben.

Eine genaue Prognose für die mittelfristige Zukunft zu stellen, ist unter dem Eindruck der Ausbreitung von COVID19 und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Folgen sowie der Volatilität der Weltwirtschaft sehr schwierig.

9. Risikomanagementsystem

Das Unternehmen besitzt ein Risikomanagementsystem, dass die Geschäftsführung, sowie die Betriebsleitung und die operativen Bereichsleiter mit einbeziehen.

In regelmäßigen Meetings werden Chancen und Risiken, aktuelle Entwicklungen und zukünftige Potentiale analysiert und geeignete Maßnahmen eingeleitet. Grundsätzlich erfolgt hier eine entsprechend termingerechte Überwachung und Kontrolle.

Zusätzlich findet einmal im Jahr im Rahmen des internen Qualitätsmanagementsystems ein Management-Review statt. Unter Einbezug der Geschäftsführung sowie der ersten Führungsebene wird die Gesamtsituation des Unternehmens aus unterschiedlichen Blickwinkeln bewertet. Darauf basierend wird die strategische Ausrichtung überprüft und ggfs. adjustiert.

Um eine entsprechende und zielgerichtete Umsetzung sicherzustellen, werden "SMARTe" Maßnahmen bzw. Ziele abgeleitet und definiert. Diese betreffen im Wesentlichen den Kernprozess "Operations", sowie die wesentlichen Unterstützungsprozesse Personal, Infrastruktur, IT und Finanzen.

Das Frachtaufkommen (Tonnage) stellt den wesentlichen Umsatztreiber des Unternehmens dar. Gleichzeitig hat die Frachtstruktur erheblichen Einfluss auf den zur Abfertigung benötigten Aufwand und die damit in Verbindung stehenden Kosten.

Zur Identifikation von ungeplanten Entwicklungen wird sowohl das Frachtaufkommen als auch die Struktur durch ein internes BI-Tool stetig überwacht. Die Auswertungen sind nahezu in Echtzeit verfügbar und ermöglichen es, durch zielgerichtete Visualisierung Auffälligkeiten umgehend zu erkennen.

Das sogenannte Performance Board stellt u.a. das Frachtaufkommen (gesamt und pro Tag), die Kleinteiligkeit der Fracht, die Verteilung nach Kunden, das Import/Export Verhältnis, sowie den Personaleinsatz dar. Mit verschiedenen Filteroptionen ist eine individuelle und unmittelbare Vergleichbarkeit möglich.

Die tägliche Überwachung dieser Kennzahlen und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse über die aktuellen Entwicklungen werden regelmäßig mit den Führungskräften besprochen und dienen hierbei als Steuerungsgrundlage.

Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess und die berechenbare Planeinhaltung einmal definierter Ziele sind elementare Teile der Betrachtung. Unsere Leistung laufend in Bezug auf Plan- und Ist-Situationen zu analysieren hilft außerdem dabei die planmäßige Entwicklung unseres Unternehmens voranzutreiben. Hierzu wird auf monatlicher Basis ein umfangreiches Berichtswesen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens erstellt und im Rahmen der Geschäftsleitung analysiert und bewertet. Es entsteht dadurch eine nachvollziehbare Berechenbarkeit, die auch das Vertrauen unserer Gesellschafter in das Unternehmen stärken.

Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, bauen wir auf ein striktes Debitorenmanagement und die zeitnahe Überwachung der Zahlungseingänge. Auch die Bonität von Neukunden wird gezielt geprüft.

Liquiditätsrisiken werden im Bedarfsfall durch Kapitalzuführungen der Gesellschafter sowie dem CashPooling mit der Dettmer Asset Holding entgegnet.

Auf Basis definierter Qualitätsziele wird eine kontinuierliche Verbesserung unserer Leistungen verfolgt. Zu den entsprechenden Maßnahmen zählen ständige Kontrollen und Bewertungen der Qualitätsziele durch den Qualitätsmanagementbeauftragten in definierten Zeitabständen.

IV. Prognosebericht

Für das Jahr 2020 sind die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs per Saldo nicht mehr so günstig. Der Ausbruch des COVID-19 Virus, der Großstädte in China, USA und Europa zum Erliegen bringt, der Brexit, bei dem noch nicht sicher ist, wie dieser gehandhabt wird, sowie der Handelskrieg zwischen USA und China sind Faktoren, die den weltweiten Aufschwung definitiv beeinflussen werden.

Die EZB dürfte die Leitzinsen im Jahre 2020 unverändert lassen, so dass die langfristigen Zinsen im Prognosezeitraum nur langsam zunehmen.

Im Prognosezeitraum dürfte eine moderate Investitionstätigkeit bei den Ausrüstungen und ein geringes Wachstum bei den privaten Konsumausgaben zu erwarten sein, sofern die COVID19-Krise zu lange andauert.

Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2020 unter Einbeziehung der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts vorliegenden Erkenntnisse zum bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres mit signifikanten Umsatzrückgängen im Verhältnis zum Vorjahresniveau. Eine explizite Quantifizierung der zu erwartenden Effekte ist aufgrund der sehr volatilen Marktsituation derzeit jedoch nicht näher zu beziffern.

Die Vorjahresprognose (Stabilisierung der Umsatzerlöse sowie ein verbessertes Betriebs- und Jahresergebnis) wurden durch den Abgang von Kunden nur teilweise erreicht. Die positiven Ergebnisse der Tochtergesellschaften haben jedoch zur Verbesserung des Jahresergebnisses beigetragen.

Nach wie vor wird dies auf der Basis einer zurückhaltenden und ausschließlich geschäftsbezogenen Investitionstätigkeit, sowie weiteren Kostenoptimierungen erfolgen und dennoch uns sich bietende Chancen nicht außer Acht lassen.

Durch die genannten wirtschaftlichen Faktoren und den notwendigen Investitionen in Gebäude und Anlagen, wird eine Verbesserung des Rohertrages, jedoch ein schlechteres Jahresergebnis als 2019 erwartet.

 

Frankfurt am Main, den 15. Juni 2020

Patrik O. Tschirch, Geschäftsführer

Rainer Wittenfeld, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LUG aircargo handling GmbH, Bremen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LUG aircargo handling GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LUG aircargo handling GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Desweiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 15. Juni 2020

Willer | Kettenburg & Heyduck GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Philipp Stürken, Wirtschaftsprüfer

Paul Heinz Meyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss 2019 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 6. Juli 2020 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rech

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