ADLER Gebäude Service GmbH

Charlottenstraße 4, 10969 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 191548
Vorher
Arkadio Facility Management GmbHADLER Gebäudeservice GmbH
Eingetragen
27.4.2012
Branche
Allgemeine GebäudereinigungHausmeisterdiensteVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Erbringung handwerklicher Leistungen sowie von Facility Management Aufgaben für technische Leistungen und die Überwachung von Grundstücken und Gebäuden, insbesondere Durchführung von Hausmeister-, Reinigungs-, Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten, Pflege von Au- ßenanlagen und Übernahme des Winterdienstes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jannik Heß
seit 18.12.2025
Geschäftsführer
Prokura
Tim Dr. Schröder
seit 25.2.2025
Prokura
Thorsten Martin Arsan
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Christian Kleber
seit 1.7.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Adler Group Holding LuxCo 3 S.à r.l.LUX
86.80%
ADLER Group S.A.LUX
13.20%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ADLER Gebäude Service GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31, Dezember 2020

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.823,60
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.282.940,41 1.590.946,57
1.282.940,41 1.593.770,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.676,05 16.676,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 536.707,53 222.779,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.340.223,12 3.383.549,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 50.607,76 46.802,74
3.927.538,41 3.653.131,02
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 127.627,27 87.064,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.743,80 19.130,00
5.379.525,94 5.369.771,33

Passiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 419.570,29 435.675,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442.159,86 597.548,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 295.496,18 313.269,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.048.262,18 3.846.605,09
4. Sonstige Verbindlichkeiten 74.037,43 76.672,90
4.859.955,65 4.834.096,17
5.379.525,94 5.369.771,33

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.405.434,57 19.382.372,04
2. Sonstige betriebliche Erträge 254.688,74 188.197,44
21.660.123,31 19.570.569,48
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.685.585,83 6.292.751,71
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.152.292,04 8.688.611,49
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.055.223,50 1.927.853,83
- davon für Altersversorgung EUR 715,00 (Vj. EUR 1.054,00)
11.207.515,54 10.616.465,32
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 501.013,73 504.987,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.913.799,33 1.812.007,23
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.414,75 33.919,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 219.464,35 184.604,00
9. Ergebnis nach Steuern 189.159,28 193.673,36
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne -189.159,28 -193.673,36
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben

Die ADLER Gebäude Service GmbH (kurz: AGS GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg, HRB 191548) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Mit Datum 15. Mai 2012 wurde zwischen der JADE Immobilien Management GmbH (kurz: JIM GmbH) und der Gesellschaft ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Mit diesem Vertrag verpflichtete sich die Gesellschaft, ihren gesamten Gewinn an die JIM GmbH als Organträger abzuführen. Im Gegenzug verpflichtete sich die JIM GmbH, jeden während der Vertragsdauer ansonsten entstehenden Jahresfehlbetrag der Gesellschaft auszugleichen.

Der mit der JIM GmbH als herrschendem Unternehmen abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist infolge des am 29. August 2016 zwischen der JIM GmbH und der Münchener Baugesellschaft mbH, Hamburg, abgeschlossenen Ausgliederungs- und Übernahmevertrags auf die Münchener Baugesellschaft mbH als herrschendes Unternehmen übergegangen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis € 800 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit am Bilanzstichtag beizulegendem Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr innerhalb von 12 Monaten fällig. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Leistungsverkehr in Höhe von T€ 2.842 (Vj. T€ 2.090) mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung von T€ 189 (Vj. T€ 194) verrechnet worden. Ferner enthält dieser Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 687 (Vj. T€ 1.487).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (T€ 207) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 200).

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit davon
Insgesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442 189 253 0
(Vj.) (598) (194) (404) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 296 296 0 0
(Vj.) (313) (313) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.048 175 0 3.873
(Vj.) (3.847) (192) (0) (3.655)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 74 74 0 0
(Vj.) (76) (76) (0) (0)
4.860 734 253 3.873
(Vj.) (4.834) (775) (404) (3.655)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Darlehen und kumulierten Zinsen in Höhe von T€ 3.873 (Vorjahr T€ 3.655).

Die Verbindlichkeiten sind abgesehen von konzerninternen Darlehen innerhalb von 12 Monaten fällig. Die konzerninternen Darlehen, die zum 31. Dezember 2020 in Höhe von T€ 3.482 valutieren, haben eine unbestimmte Laufzeit und können mit einer Frist von zwei Wochen zum Quartalsende gekündigt werden. Sicherheiten wurden nicht gestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 74 (Vj. T€ 76) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 1.894, für Verpflichtungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen in Höhe von T€ 1.596.

Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden insbesondere im Facility-Management im Inland erbracht.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit T€ 56 (Vj. T€ 34) und die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit T€ 218 (Vj. T€ 182) verbundene Unternehmen.

C. Sonstige Angaben

Alleinige Gesellschafterin der ADLER Gebäude Service GmbH ist die Münchener Baugesellschaft mbH, Hamburg.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 395 (Vj. 384) Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführer sind bzw. waren:

Andreas Christian Wegener, Mühlenbeck, Kaufmann

Rayk Förster, Senftenberg, Kaufmann

Andreas Liebheit, Berlin, Kaufmann (bis 31. Januar 2020)

Maximilian Rienecker, Berlin, Vorstand ADLER Real Estate AG (ab 18. November 2020)

Thierry Beaudemoulin, Berlin, Vorstand ADLER Real Estate AG (ab 18. November 2020)

Zwei der Geschäftsführer erhalten keine Bezüge der Gesellschaft. Die Angabe der übrigen Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die ADLER Gebäude Service GmbH wird in den IFRS-Konzernabschluss der ADLER Real Estate AG, Berlin, (kleinster Kreis) einbezogen, der auf der Website der ADLER Real Estate AG (www.adler-ag.com) abrufbar ist und im Bundesanzeiger offengelegt wird.

Die ADLER Real Estate AG und ihre Tochterunternehmen einschließlich der ADLER Gebäude Service GmbH werden in den IFRS-Konzernabschluss der Adler Group S.A., Senningerberg/Luxemburg, einbezogen. Dieser wird auf der Website des Unternehmens unter http://ir.adler-group.com veröffentlicht.

 

Berlin, den 19. Juli 2021

ADLER Gebäude Service GmbH

Die Geschäftsführer

Andreas Christian Wegener

Rayk Förster

Maximilian Rienecker

Thierry Beaudemoulin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.453,52 0,00 0,00 55.453,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 2.656.257,20 206.416,22 118.996,56 2.743.676,86
2.711.710,72 206.416,22 118.996,56 2.799.130,38
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.629,92 2.823,60 0,00 55.453,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 1.065.310,63 498.190,13 102.764,31 1.460.736,45
1.117.940,55 501.013,73 102.764,31 1.516.189,97
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.823,60
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 1.282.940,41 1.590.946,57
1.282.940,41 1.593.770,17

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Grundlagen des Unternehmens

Die ADLER Gebäude Service GmbH, Berlin, (nachfolgend kurz: AGS) ist ein verbundenes Unternehmen der ADLER Real Estate AG, Berlin, und damit integraler Bestandteil des Adler Group S.A.-Konzerns (nachfolgend kurz: Adler). Die Adler gehört zu den führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Die Adler Aktien werden im Deutschen Aktienindex SDAX geführt.

Die organisatorische Einbindung der Einzelgesellschaft in den ADLER-Konzern bedeutet, dass strategische Entscheidungen und unternehmerische Entwicklungen auf Konzernebene unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der AGS haben bzw. haben können.

Die AGS ist seit dem 5. April 2012 als Dienstleister für infrastrukturelles Facilitymanagement und teilweise auch für Handwerkerleistungen (Kleininstandhaltung) tätig. Grundlage bilden Dienstleistungsverträge auf Basis marktüblicher Preise, die sich am Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes orientieren.

Zum infrastrukturellen Facilitymanagement gehören die Hausmeisterdienste, die Außenflächenpflege - grün und grau -, Winterdienst und die Gebäudereinigung.

Zunächst wurden diese Leistungen nur im Raum Wilhelmshaven erbracht. Im Jahr 2017 wurde die AGS auch überregional tätig und hat entsprechende Regionalstrukturen aufgebaut.

Die aus Sicht der Geschäftsführung wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2020 ist die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgrund der Corona-Krise stark zurückgegangen. Das Statistische Bundesamt errechnete einen Rückgang um 5,3 % des preisbereinigten Bruttoinlandprodukts gegenüber dem Vorjahr. Die von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellten finanziellen Unterstützungen reichten nicht aus, um den massiven Rückgang aufzuhalten.

Die Inflationsrate erreichte im Jahresdurchschnitt schwache 0,5 %. Billiger gewordene auf Rohöl basierende Produkte sowie die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer trugen zu dieser Entwicklung bei. Ebenso hat die Zahl der Beschäftigten unter der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung gelitten und ist auf 44,8 Millionen (-1,1 % gegenüber Vorjahr) gesunken, während die Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt auf 5,9 % zunahm. Maßnahmen zur Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank sind weiterhin nicht in Sicht. Im Gegenteil werden die Zinsen auf dem bisherigen Niveau oder einem niedrigeren Niveau bleiben.

Die Immobilienbranche, speziell die Bestandshalter, sind von den krisenhaften Erscheinungen in der Gesamtwirtschaft hingegen nur wenig betroffen. Somit haben auch Dienstleister im Bereich von Immobilien weiterhin ein recht positives Geschäftsumfeld vorgefunden.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Übernahme aller noch vorhandenen infrastrukturellen Facility Management-Verträge mit Drittfirmen von der ADLER Wohnen Service GmbH (kurz: AWS) in die Betreuung der AGS. Die Mitarbeiterzahl von 398 per 31. Dezember 2019 reduzierte sich auf 386 per 31. Dezember 2020. Hier hat die AGS bereits auf die im Jahr 2020 und 2021 durchgeführten bzw. angekündigten Portfolioverkäufe der Adler reagiert.

Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Berlin und unterhält Zweigniederlassungen an den Standorten Wilhelmshaven, Leipzig, Helmstedt und Duisburg. Das Dienstleistungsangebot der AGS ist an allen Standorten weitestgehend identisch. Besondere Entwicklungen in einzelnen Niederlassungen gab es nicht.

Durch erneut gestiegene Umsatzerlöse bei vergleichbaren Erhöhungen von Aufwendungen für bezogene Leistungen und Personal konnte wieder ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erwirtschaftet werden.

Die AGS konnte ihre Umsätze auch im Geschäftsjahr 2020 weiter steigern. Die Erhöhung um EUR 2,0 Mio. auf EUR 21,4 Mio. resultieren insbesondere aus den von der AWS übernommenen Verträgen und höheren Umsätzen aus Zusatzleistungen.

Den gestiegenen Umsatzerlösen stehen höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen (+ EUR 1,4 Mio.) sowie höhere Personalaufwendungen (+ EUR 0,5 Mio.) gegenüber.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert (EUR 0,5 Mio.). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben insbesondere höhere Verwaltungs-, EDV- und Raumkosten bei gegenläufig deutlich geringeren Forderungsverlusten zu einem leichten Anstieg auf EUR 1,9 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.) geführt.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ist im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau (EUR 0,2 Mio.). Durch den mit der Gesellschafterin geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag ist das Jahresergebnis 2020 abzuführen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in Betriebsausstattung in Höhe von EUR 0,2 Mio. vorgenommen, wobei der Schwerpunkt der Beschaffungen im Bereich von Mähern und einer Baumfräse lag.

Im Vorjahr haben wir moderat steigende Umsatzerlöse sowie ein leicht positives Ergebnis nach Steuern, das unterhalb des Ergebnisses 2019 liegen würde, prognostiziert. Diese Entwicklung ist in 2020 entsprechend eingetreten.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 5.380 hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich um TEUR 10 erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich bei Zugängen von TEUR 206, Abgängen von TEUR 16 sowie planmäßigen Abschreibungen von TEUR 501 um insgesamt TEUR 311 auf TEUR 1.283 vermindert.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen konzernfremde Unternehmen in Höhe von TEUR 537 (Vj. TEUR 223) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 1.487 auf TEUR 687 zurückgegangen. Aus laufenden Verrechnungen mit der Gesellschafterin bestehen ferner kurzfristig fällige Forderungen in Höhe von TEUR 2.653 (Vj. TEUR 1.896).

Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2020 haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 87 auf TEUR 128 erhöht.

Die Veränderungen in den Passiva resultieren im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die von TEUR 3.847 auf TEUR 4.048 gestiegen sind. Der Anstieg resultiert aus Zinsen auf Gesellschafterdarlehen der Münchener Baugesellschaft mbH. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Tilgungen um TEUR 155 auf TEUR 442 vermindert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Jahr 2020 jederzeit gewährleistet.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft werden aufgrund der Optimierung der Prozesse, der weiteren Übernahme von Aufgaben bei ADLER sowie der langfristig gesicherten Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen als positiv eingeschätzt. Die Voraussetzungen für eine zukünftig stabile Entwicklung sind dadurch vorhanden.

Die Erlöse teilen sich wie folgt nach Unternehmensbereichen auf (in TEUR):

2020 % 2019 %
Hausmeistertätigkeiten 8.998 42,0% 7.677 39,6%
Grün-/Gartenarbeiten 6.958 32,5% 6.524 33,7%
Reinigungsarbeiten 4.287 20,0% 3.863 19,9%
Übrige 1.162 5,5% 1.318 6,8%
21.405 100,0% 19.382 100,0%

Die übrigen Erlöse betreffen im Wesentlichen Tätigkeiten für Elektro-, Tischler-, Wartungs-, Sanitär- und Handwerkerarbeiten.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Die AGS ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Dabei werden Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können, definiert, während Chancen als positive Abweichungen im Vergleich zu einem erwarteten Ergebnis gesehen werden. Um dieser Situation angemessen Rechnung zu tragen, hat der Vorstand der ADLER Real Estate AG, Berlin, ein Risikomanagementsystem implementiert.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der ADLER Real Estate AG stellt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller wesentlichen Risiken sicher, die über die im Performance Management verarbeiteten, kurzfristigen finanziellen Risiken hinaus im Konzern existieren, und nicht nur die Ertrags- und Vermögenslage, sondern auch immaterielle Werte wie die Reputation des Unternehmens gefährden können. Somit werden potenzielle Gefahren, die den Unternehmenswert bzw. die Unternehmensentwicklung beeinträchtigen können, frühzeitig erkannt. Hierbei werden umfeld- und unternehmensspezifische Frühwarnindikatoren berücksichtigt und auch die regionalen Kenntnisse und Wahrnehmungen unserer bundesweit verteilten Mitarbeiter einbezogen.

Die konkrete Risikosteuerung im Geschäftsalltag erfolgt dezentral durch die 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands der ADLER Real Estate AG. Im Rahmen eines systematischen Prozesses identifizieren bzw. aktualisieren die "risk owner" regelmäßig alle Risiken in ihrem Verantwortungsbereich. Für jedes Risiko werden die möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten innerhalb von festgelegten Bandbreiten klassifiziert und in einem konzernumfassenden Risikoregister dokumentiert. Der zugrunde gelegte Betrachtungszeitraum beträgt analog der mittelfristigen Unternehmensplanung fünf Jahre. Aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe wird für jedes Risiko ein Score gebildet, anhand dessen die Risiken priorisiert werden.

Dieses Berichtssystem stellt sicher, dass sowohl Führungs-, als auch Kontrollgremien umfassend informiert sind und relevante operative Frühwarnindikatoren zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen frühzeitig initiiert werden. Sollten wesentliche Risiken unvermittelt auftreten, werden diese ad-hoc direkt an den Vorstand berichtet.

Durch die neue Konzernstruktur wird die Risikostruktur voraussichtlich in 2021 auf Ebene der Adler Group S.A. fortentwickelt.

Wesentliche Risiken

• Integrationsrisiko (Personalrekrutierung)

Das Risiko umfasst die Gefahr, dass für die zu verwaltenden Mieteinheiten nicht genügend ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht und somit wesentliche Prozesse nicht innerhalb der vorgegebenen Fristen durchgeführt werden können. Ferner besteht das Risiko, dass kein einheitlicher Ausbildungsstand an den einzelnen Standorten gewährleistet werden kann.

Der Gefahr wird einerseits begegnet, indem eine Vielzahl von qualifiziertem Personal von ehemals externen Dienstleistern, die in die Adler-Gruppe übernommen wurden, integriert werden konnte und andererseits weitere fachlich kompetente Mitarbeiter rekrutiert werden. Der einheitliche Ausbildungsstand der Mitarbeiter wird durch konzerneinheitliche Prozessanweisungen und Organisationshandbücher gewährleistet.

• Risiko der Nicht-Einhaltung von Genehmigungsgrenzen bei Vergaben

Die Einhaltung der vorgegebenen Budgets, die eingeräumten Genehmigungsgrenzen bei der Vergabe von Aufträgen und die Vorsorge durch ein Vier-Augen-Prinzip sind unabdingbare Vorkehrungen für einen reibungslosen und einheitlichen Ablauf bei der Genehmigung im Rahmen der Beauftragung von Dienstleistungsunternehmen.

Die Einhaltung der Genehmigungsgrenzen ist durch entsprechende routinemäßige Kontrollen (z. B. Interne Revision) zu kontrollieren.

• Risiko der nicht-einheitlichen Auftragsvergabe an Handwerker / Dienstleister

Die Auftragsvergabe an Handwerker an den einzelnen Standorten ist gegenwärtig noch nicht einheitlich geregelt. Soweit einheitliche Vorgaben und Prozesse noch nicht dokumentiert und vermittelt sind, besteht die Möglichkeit fehlender oder zu geringer Kontrollen und Abnahmen.

Als Gegenmaßnahme werden Dokumentation und (routinemäßige) Kontrollen der Handwerker - beispielsweise im Rahmen der Internen Revision - und Abnahmen der geleisteten Werke verbessert.

• Umweltrisiken

Das Risiko bezeichnet die Gefahr, dass aus verwendeten Maschinen, Geräten und Anlagen in den einzelnen Objekten umweltgefährdende Stoffe (Öl, Benzin o.Ä.) austreten und es so zu Schäden an der Umwelt kommt. Der Gesellschaft drohen insoweit Kosten für die Wiederherstellung eines Zustandes vor dem Austritt von o.g. Stoffen und Imageschäden, sollte im Fall von erheblichen Austritten, die durch die Gesellschaft verschuldet wurden, die Öffentlichkeit Kenntnis hiervon erlangen.

Dem Risiko wird insbesondere begegnet durch regelmäßige und protokollierte Wartung der verwendeten Maschinen und Geräte, andererseits wird das Risiko eines unwesentlichen Austritts von umweltgefährdenden Stoffen als nicht gänzlich unvermeidbar akzeptiert.

• Kontrolle externer Dienstleister (u.a. Abhängigkeiten)

Durch die Beauftragung von externen Dienstleistern (z.B. im Bereich der IT, Mietwohnungsverwaltung, Berater) besteht das Risiko, dass die Dienstleister nicht eng geführt und kontrolliert werden. Darüber hinaus besteht das Risiko des Entstehens von Abhängigkeiten (Funktionswahrnehmung und Wissensmonopole). Sollten externe Dienstleister zu einem Zeitpunkt keine vollumfängliche oder mängelfreie Betreuung der Adler gewährleisten können, z. B. durch plötzlichen Krankheitsfall, Urlaube ohne Gewährleistung einer adäquaten Vertretung oder plötzliches Ausscheiden als Dienstleister, besteht die Gefahr, in angemessener Zeit keinen, zumindest rudimentären, Service zu erhalten. Es besteht zudem das Risiko, dass der externe Dienstleister die vorhandene Abhängigkeit ausnutzt, um eine nicht angemessene Vergütung zu verhandeln.

Um diesem Risiko zu begegnen, werden die Dienstleister laufend kontrolliert sowie zur Berichterstattung und Dokumentation ihrer Tätigkeiten und des Fachwissens (Handbücher, Richtlinien etc.) verpflichtet.

• weitere Risiken

Die Gesellschaft erbringt ihre Leistungen fast ausschließlich für Gesellschaften des ADLER Real Estate AG-Teilkonzerns auf Basis von Dienstleistungsverträgen. Diese Dienstleistungsverträge beinhalten eine jährliche Preisanpassung auf Basis des Verbraucherpreisindexes des statistischen Bundesamtes, daher gibt es für die Gesellschaft kein Preisänderungsrisiko.

Auch ein Ausfallrisiko besteht insofern nicht, da die Leistungen der AGS regelmäßig an die Mieter als umlagefähige Leistungen weiterbelastet werden und die Mieter monatlich entsprechende Betriebskostenvorauszahlungen leisten. Selbst wenn ein Mieter nicht zahlt, ist die jeweilige Objektgesellschaft als Vertragspartner der AGS zur Zahlung verpflichtet.

Die Finanzabteilung im Adler-Konzern identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Gesellschaft. Notwendige Liquidität wird durch den Adler-Konzern auf Basis einer Rahmenvereinbarung zur Verfügung gestellt. Durch diese Rahmenvereinbarung können etwaige Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen werden.

Wesentliche Chancen

Die wirtschaftlich bedeutendsten Chancen ergeben sich aus der Erhöhung des Wohnungsbestandes im Adler-Konzern sowie durch die weitere Übernahme von Leistungen im bisherigen Bestand. Hieraus ergeben sich entsprechende Wachstumspotentiale der AGS. Durch die beabsichtigte Integration der Consus Real Estate AG in den Adler-Konzern befinden sich 10.000 Wohnungseinheiten in der Projektentwicklungs-Pipeline, die nach der Fertigstellung in die Bewirtschaftung der AGS übergehen. Kurzfristig wird es aber zunächst einen Rückgang der zu bewirtschaftenden Einheiten geben, da das Portfolio gestrafft werden soll.

Ausblick (Prognosebericht)

Für das Jahr 2021 setzt die AGS ihre erfolgreiche Strategie fort und konzentriert sich auf die Bewirtschaftung der Immobilienbestände der Adler. Dabei wird einerseits auf eine qualitativ hochwertige, termingerechte Leistungserbringung und andererseits auf die kosteneffiziente Organisation der Geschäftstätigkeit Wert gelegt.

Der Aufbau und die Umsetzung eines einheitlichen digitalen Qualitätsmanagementsystems erfolgt jetzt unter Einbeziehung der Facility Management-Einheit der ehemaligen ADO Group, der Central Facility Management GmbH (CFM), Berlin. Ziel ist die Definition neuer digitaler Soll-Prozesse, die zukünftig einheitlich bei der AGS und der CFM angewendet werden sollen.

Der nachhaltige Zugriff auf eigene Mitarbeiterkapazitäten bleibt für die AGS der wichtigste Erfolgsfaktor. Deshalb wird auf die Mitarbeitergewinnung, -bindung und -qualifikation großen Wert gelegt. Für verschiedene Querschnittsfunktionen (Rechnungswesen, Personal, Einkauf und IT) nutzt die AGS auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen Dienstleistungen der Adler.

Wir gehen derzeit davon aus, dass die Gesellschaft aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling-System der Adler auch im kommenden Jahr ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Insgesamt rechnet die AGS für das Jahr 2021 mit moderat sinkenden Umsatzerlösen, bedingt durch die Portfolioverkäufe der Adler. Dabei erwartet die Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern, das leicht über dem des Berichtsjahres liegt. Wesentliche Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die AGS sind im ersten Halbjahr 2021 nicht erkennbar.

 

Berlin, 19. Juli 2021

ADLER Gebäude Service GmbH

Die Geschäftsführer

Andreas Christian Wegener

Rayk Förster

Maximilian Rienecker

Thierry Beaudemoulin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ADLER Gebäude Service GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ADLER Gebäude Service GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADLER Gebäude Service GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 21. Juli 2021

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Stefan Gahl, Wirtschaftsprüfer

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