Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 171763
Eingetragen
16.1.2008
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Druckerzeugnissen, Vermittlung von Käufern und Verkäufern von Bildrechten sowie Handel mit Bildrechten, Elektronik, Software und Komplementär-Produkten, Druckern, Verbrauchsmaterialien und Medien aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Prokura
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

posterXXL AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 28.02.2014

Bilanz zum 28. Februar 2014

AKTIVA

28.02.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Anlagevermögen 8.559.332,89 8.606.017,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 355.008,00 359.211,00
II. Sachanlagen 2.429.359,31 2.471.841,00
III. Finanzanlagen 5.774.965,58 5.774.965,58
B. Umlaufvermögen 5.673.976,74 8.466.329,85
I. Vorräte 1.362.814,14 1.451.535,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.350.399,05 2.416.950,13
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.960.763,55 4.597.843,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 243.619,06 97.279,21
D. Aktive latente Steuer 1.229.409,58 1.062.161,30
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.706.338,27 18.231.787,94

PASSIVA

   
  28.02.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital 4.941.249,58 5.278.945,07
I. gezeichnetes Kapital 2.025.000,00 2.025.000,00
II. Gewinnrücklagen 202.500,00 202.500,00
III. Bilanzgewinn 2.713.749,58 3.051.445,07
B. Rückstellungen 515.153,86 540.787,23
C. Verbindlichkeiten 9.190.732,58 11.443.731,35
1. Anleihen nicht konvertibel 5.904.000,00 5.904.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86.780,71 17.590,68
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 283.090,64 246.727,21
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.429.754,08 3.592.976,45
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.145,59 10.833,94
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.436.961,56 1.671.603,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 108.657,11 22.625,00
E. Passive latente Steuer 950.545,14 945.699,29
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.706.338,27 18.231.787,94

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2014- 28.02.2014
EUR
01.01.2013-31.12.2013
EUR
1. Umsatzerlöse 3.948.375,69 34.047.701,66
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 108.771,67 -616.762,94
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 18.905,31 126.347,24
4. Sonstige betriebliche Erträge 65.814,99 408.543,95
5. Materialaufwand 798.814,50 6.231.620,38
6. Personalaufwand 1.547.099,56 8.813.707,46
a) Löhne und Gehälter 1.318.078,68 7.425.932,36
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für    
b) Unterstützung 229.020,88 1.387.775,10
7. Abschreibungen 93.744,17 768.626,91
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.123.546,79 19.663.260,74
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.126,79 90.227,60
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 81.684,28 536.577,51
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -499.894,85 -1.957.735,49
12. Außerordentliche Erträge 0 5.748.750,00
13. Außerordentliches Ergebnis 0 5.748.750,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -162.403,30 -197.405,66
15. Sonstige Steuern 203,94 6.161,01
16. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -337.695,49 3.982.259,16

Ergebnisverwendung

01.01.2014- 28.02.2014
EUR
01.01.2013-31.12.2013
EUR
16. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -337.695,49 3.982.259,16
17. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.051.445,07 -771.935,31
18. Einstellung in Gewinnrücklagen - gesetzliche Rücklage 0 -158.878,78
19. Bilanzgewinn 2.713.749,58 3.051.445,07

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2014

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des Aktien-Gesetzes beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung fand das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Die posterXXL AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 27. November 2013 wurde das Geschäftsjahr der Gesellschaft auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr umgestellt. Es wurde ein Wirtschaftsjahr vom 01. März bis 28. Februar festgelegt. Daraus ergibt sich für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Januar 2014 ein Rumpfgeschäftsjahr.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen, bestehend aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilft- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungsund Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten aktiviert. Die Leasingsonderzahlungen werden entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst.

Kapital

Das Grundkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen sowie künftig zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgeweisen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Positionen des Anlagevermögens Anschaffungskosten 01.01.2014
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Abschreibungen kumuliert
EUR
Buchwert 28.02.2014
EUR
Buchwert Vorjahr
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 837.647,14 14.720,00 497.359,14 355.008,00 359.211,00 18.923,00
II. Sachanlagen 3.845.315,58 32.339,48 1.448.295,75 2.429.359,31 2.471.841,00 74.821,17
III. Finanzanlagen 5.774.965,58 0,00 0,00 5.774.965,58 5.774.965,58 0,00
insgesamt: 10.457.928,30 47.059,48 1.945.654,89 8.559.332,89 8.606.017,58 93.744,17

Anteilsbesitz

In der Anteilsbesitzliste sind die Angaben zu Unternehmen, an denen unmittelbar oder mittelbar ein Anteilsbesitz von 20% oder mehr besteht, enthalten.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Währung Eigenkapital 28.02.2014 Jahresergebnis Rumpf WJ 2014
posterXXL B2 B Service GmbH, München 100% Euro -31.230,40 -11.443,63
MCIP Management UG (haftungsbeschränkt), Gräfelfing 100% Euro 300,00 300,00
MCIP - Mass Customization Intellectual Properties UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Gräfelfing 100% Euro 5.776.685,86 27.835,86

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.269.856,34 Euro (Vorjahr 798.355,65 Euro) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ein Verrechnungskonto mit einem negativen Saldo aufgrund einer umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 128.697,78 Euro (Vorjahr 602.465,76 Euro). Sie entfallen in Höhe von 128.697,78 Euro auf Gesellschafter.

Disagio

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 1.041,66 Euro (Vorjahr 3.124,98 Euro) enthalten.

Eigenkapital

Das Grundkapital in Höhe von 2.025.000,00 Euro ist in 2.025.000,00 Stammaktien im Nennbetrag von 1,00 Euro pro Aktie eingeteilt.

Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt und entspricht dem Handelsregistereintrag.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich inkl. Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Gewährleistungs- und Garantierückstellungen sowie Rückstellungen für Abschlusskosten.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und 2 HGB ist dem nachfolgenden

Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen:

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von gesicherte Beträge
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
1. Anleihen nicht konvertibel 5.904.000,00 0,00 5.904.000,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86.780,71 86.780,71 0,00 0,00 0,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 283.090,64 283.090,64 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.429.754,08 1.429.754,08 0,00 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.145,59 50.145,59 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.436.961,56 804.376,44 632.585,12 0,00 0,00
Summe Verbindlichkeiten 9.190.732,58 2.654.147,46 6.536.585,12 0,00 0,00

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 10.418,78 enthalten.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel, die zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erforderlich sind, wurden Leasing Verträge abgeschlossen. Die Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 2.444.833,34 Euro (Vorjahr 2.587.999,19 Euro). Sie bestehen im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen, davon sind 997.591,86 Euro im Wirtschaftsjahr 2014/2015 fällig.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographischen Merkmalen braucht die posterXXL AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 288 Abs. 2 HGB nicht anzugeben.

Aktivierte Eigenleistungen

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von 18.905,31 Euro aktiviert. Der Gesamtbetrag der im Rumpfgeschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten betrug 18.905,31 Euro.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der sonstige betriebliche Aufwand beläuft sich auf 2.123.546,79 Euro.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sie entfallen in Höhe von 162.402,43 Euro auf die Veränderung latenter Steuern.

E. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt zum 28. Februar 2014 401.720,75 Euro. Dieser Betrag resultiert aus den folgenden Sachverhalten:

1. Aktivierung selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände abzüglich darauf gebildeter passiver latenter Steuern 82.338,30 Euro
2. Nettosaldo latenter Steuern (ohne Berücksichtigung der passiven latenten Steuern auf Nr. 1.) 319.382,45 Euro
Ausschüttungsgesperrter Betrag 401.720,75 Euro

Anzahl der Mitarbeiter

Im Rumpfgeschäftsjahr 2014 waren im Durchschnitt 236 Mitarbeiter beschäftigt, davon 89 Angestellte und 147 Arbeiter (Vorjahr gesamt 248). In die Berechnung wurden die letzten 10 Monate des vorangegangenen Geschäftsjahres einbezogen, um saisonale Schwankungen auszugleichen.

Zusammensetzung der Mitglieder des Vorstands

Alleiniger Vorstand des Berichtsjahres ist:

Herr Christian Schnagl

Zusammensetzung der Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr Thomas Mayrhofer, Rechtsanwalt (Vorsitzender)

Herr Tim Leichter, Angestellter der karanga GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Norbert Penke, Rechtsanwalt/Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen 3.333,34 EUR.

Nicht marktübliche Geschäfte

Da wir alle Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu marktüblichen Konditionen geschlossen haben, sind hierzu keine weiteren Angaben erforderlich. Ausgenommen davon ist der Darlehensvertrag mit der karanga GmbH; dieses Darlehen ist nicht besichert.

 

München, 02. Mai 2014

posterXXL AG, München

gez. Christian Schnagl, Vorstand

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01. bis 28.02.2014

1. Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Konjunkturelles Umfeld

Deutschlands Unternehmer starten unvermindert optimistisch in das neue Jahr 2014: Bei der Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) im Januar schätzten neun von zehn Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder zumindest befriedigend ein. Zu diesem positiven Ergebnis trug auch die stabile Binnennachfrage bei.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2014 trauen Konjunkturexperten der deutschen Wirtschaft sogar einen deutlichen Aufschwung zu. Bereits zum Jahreswechsel prognostizierten etwa die Ökonomen am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) einen Anstieg des BIP um 1,7 Prozent für 2014 und 2,5 Prozent im Jahr 2015.

Entsprechend positiv ist die Stimmung in den deutschen Unternehmen zum Jahresbeginn. Der Ifo­Geschäftsklimaindex erreichte im Februar 2014 einen neuen Höchststand und verbesserte sich binnen Jahresfrist um 3,9 Zähler auf 111,3 Punkte. Ähnlich gut war das Klima in der deutschen Wirtschaft zuletzt im Oktober 2010. Die Erwartungen an den künftigen Geschäftsverlauf haben sich binnen Jahresfrist ebenfalls verbessert: Der entsprechende Ifo-Index kletterte von 104,6 Punkten im Februar 2013 auf 108,3 Punkte im Februar 2014.

Den Stimmungsaufschwung, der sich in den kommenden Monaten fortsetzen dürfte, führt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg auch auf das Verhalten der Verbraucher hierzulande zurück. Ihre Konsumneigung ist laut einer aktuellen Studie so hoch wie seit August 2006 nicht mehr. Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus ist das Sparen keine attraktive Alternative mehr. Zudem sorgen die stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die realen Einkommenszuwächse für Planungssicherheit in den Haushalten.

Branchenspezifisches Umfeld

Mehr Konsum, mehr Arbeit, mehr Wachstum, mehr Geld in Deutschland: Es liegt auf der Hand, dass Firmen mit einem starken Bezug zur deutschen Wirtschaft davon profitieren. Zu diesen Firmen zählt auch die posterXXL AG in München.

Denn belebt sich der Konsum, werden die Deutschen mehr Geld für Ausflüge, Besuche und Urlaube ausgeben. Das wollen sie auf Bildern, Kalendern und in Fotobüchern festhalten. Grundsätzlich kann also von einer weiter positiven Marktentwicklung für individualisierte Fotoprodukte und entsprechenden Dienstleistungen ausgegangen werden.

In den wesentlichen Produktsegmenten Fotodrucke auf Großformaten, Fotobücher, und Geschenkartikel erwarten alle Fachverbände eine weiter steigende Nachfrage. Der Photoindustrie-Verband verweist in seiner Pressemitteilung vom Februar 2014 auf die signifikant steigende Bedeutung des deutschen Foto- und Imaging Marktes mit seinen Möglichkeiten der Connectivity, der zunehmenden Bedeutung cloudbasierter Lösungen oder App-Entwicklungen. Unterstützt wird diese Einschätzung durch den Trend in der Gesellschaft hin zur Individualisierung von Massenprodukten. Fotoartikel eignen sich ganz besonders, dieses Bedürfnis zu befriedigen. Laut Photoindustrie-Verband erlebte der Bereich Wanddekor, also die großformatige Bildausgabe vom Leinwanddruck bis hin zur Ausgabe auf beispielsweise Alu-Dibond in Deutschland ein wertmäßiges Wachstum von rd. 10%. Der Bereich Fotobücher wuchs gemessen an den verkauften Stückzahlen ebenfalls um 10%, während der Bereich Fotomehrwertprodukte (Fotogeschenkartikel) wertmäßig sogar um 14% im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte. Treiber dieser Entwicklung ist der zunehmende Trend zur Individualisierung und eine steigende Produktvielfalt.

Die posterXXL AG als einer der führenden Anbieter von digitalen, individualisierten Druckerzeugnissen hat mit seinen innovativen Produkten frühzeitig Trends und Entwicklungen im E-Commerce sowie in Mass Customization erkannt und genutzt. Mit der Entwicklung von leicht verständlichen Internet-Anwendungen wurden Online-Shops aufgebaut, in denen der User bequem einkaufen kann.

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses

Umstellung des Geschäftsjahres

Die Gesellschaft hat das Wirtschaftsjahr auf den Zeitraum 1. März bis Ende Februar des Folgejahres umgestellt. Durch die Umstellung entsteht einmalig ein Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum 1. Januar bis 28. Februar 2014. Die starke branchentypische Saisonalität zum Ende des Kalenderjahres, die eine hohe Bindung von personellen Ressourcen im Weihnachtsgeschäft mit sich bringt und immer wieder zu Engpässen führt, legte diesen Schritt nahe. Das neue reguläre Wirtschaftsjahr hat am 1. März 2014 begonnen und endet am 28. Februar 2015.

Abbau von Überkapazitäten

Als Konsequenz aus der Ergebnisentwicklung in 2013 kam es im Januar 2014 zu einer Verschlankung und Flexibilisierung von Kostenstrukturen in dessen Zuge personelle Überkapazitäten abgebaut wurden. Die Gesellschaft trennte sich in diesem Zusammenhang von 35 Mitarbeitern vornehmlich aus der Produktion, in der künftig mit einer Kernmannschaft gearbeitet wird und saisonale Spitzen durch temporäre Kräfte abgedeckt werden.

Operative Entwicklung entspricht voll den Erwartungen

Die operative Entwicklung des Unternehmens in den Monaten Januar und Februar 2014 verlief nach den erfolgreich abgeschlossenen Umstrukturierungen plangemäß. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 3,9 Mio. Euro. Davon entfielen 3,2 Mio. Euro (rd. 81%) auf den deutschsprachigen Markt, 0,6 Mio. Euro (rd. 14%) auf Frankreich und 0,2 Mio. Euro auf den Raum Benelux (rd. 5%).

Das EBITDA beläuft sich im Berichtszeitraum auf -0,3 Mio. Euro. Bereinigt um einmalige Aufwendungen in Zusammenhang mit der Restrukturierung in Höhe von 0,2 Mio. Euro beläuft sich das EBITDA auf -0,1 Mio. Euro. Nach Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro ergibt sich ein EBIT von -0,4 Mio. Euro (bereinigt: -0,2 Mio. Euro).

Die posterXXL Anleihe

Im Juli 2012 hat die posterXXL AG eine Unternehmensanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 15 Mio. Euro begeben. Davon wurden tatsächlich Anteile in Höhe von 5,9 Mio. Euro gezeichnet. Die Anleiheerlöse sollen der Gesellschaft einen größeren finanziellen Spielraum für Investitionen sowie für die Erschließung neuer Marktsegmente eröffnen.

Die Unternehmensanleihe (WKN A1PGUT) ist im Freiverkehr der Börse München, m:access, dem Mittelstandssegment der Börse München, gelistet. Der Zinssatz der Anleihe beläuft sich auf 7,25%. Der Kurs der Anleihe geriet im Verlauf der letzten 12 Monate stark unter Druck und notierte teilweise bei unter 40%. Neben der unbefriedigenden Ergebnisentwicklung der Gesellschaft und der damit einhergehenden zweimaligen Ratinganpassung im Geschäftsjahr 2013 auf aktuell B+ (Creditreform Rating AG) konnte sich die Kursentwicklung der posterXXL Anleihe der teilweise recht kritischen Stimmung in der Öffentlichkeit gegenüber Mittelstandsanleihen nicht entziehen.

III. Lage des Unternehmens

Finanz- und Vermögenslage:

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 31.12.2013 um 2,5 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro verringert. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 4,9 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 31,5% entspricht.

Das Anlagevermögen hat sich abschreibungsbedingt um 0,05 Mio. Euro auf insgesamt 8,6 Mio. Euro verringert. Das Umlaufvermögen ist um 2,8 Mio. Euro auf 5,7 Mio. Euro zurückgegangen. Es teilt sich auf in Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 2,4 Mio. Euro (31.12.2013: 2,4 Mio. Euro), Flüssige Mittel von 2,0 Mio. Euro (31.12.2013: 4,6 Mio. Euro) sowie Vorräte von 1,4 Mio. Euro (31.12.2013: 1,5 Mio. Euro). Der Rückgang der Flüssigen Mittel geht im Wesentlichen einher mit einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Aktiven latenten Steuern aus der Aktivierung von Verlustvorträgen haben sich um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro erhöht.

Auf der Passivseite ging das Eigenkapital ergebnisbedingt um 0,3 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro zurück. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 31,5%.

Die Rückstellungen belaufen sich auf 0,5 Mio. Euro (31.12.2013: 0,5 Mio. Euro) und entfallen ausschließlich auf sonstige Rückstellungen (ausstehende Rechnungen und Personalbereich).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von rd. 9,2 Mio. Euro (31.12.2013: 11,4 Mio. Euro) beinhalten 5,9 Mio. Euro aus der im Juli 2012 begebenen Unternehmensanleihe. Darüber hinaus entfallen 1,4 Mio. Euro (31.12.2013: 3,6 Mio. Euro) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, 1,4 Mio. Euro (31.12.2013: 1,7 Mio. Euro) auf sonstige Verbindlichkeiten sowie 0,3 Mio. Euro (31.12.2013: 0,2 Mio. Euro) auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

Die Finanzlage des Unternehmens ist weiterhin solide. Zum Stichtag 28.02. belaufen sich die Liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) auf 2,0 Mio. Euro (31.12.2013: 4,6 Mio. Euro). Die wesentlichen durch die Gesellschaft verwendeten Finanzinstrumente umfassen neben der Anleihe auch Kontokorrentkredite, Operating-Leasingverhältnisse sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität. Die Gesellschaft verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte (zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen), die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

Der Rückgang der liquiden Mittel beruht auf einem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -2,6 Mio. Euro. Der operative Cash Flow in den Monaten Januar und Februar ist typischerweise negativ infolge der Bezahlung von Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, deren Saldo zum 31.12. eines Jahres saisonalitätsbedingt mit Abstand am höchsten ist.

Ertragslage

Die posterXXL AG erzielte im Rumpfgeschäftsjahr einen Umsatz von 3,9 Mio. Euro. Hauptumsatzmarkt ist der deutschsprachige Raum (Deutschland und Österreich), gefolgt von Frankreich und Benelux. Der mit Abstand größte Teil des Umsatzes im Business to Consumer-Bereich (B2C) wurde mit Onlinebestellungen über das unternehmenseigene Webportal generiert.

Die Rohertragsmarge unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung bei den unfertigen Erzeugnissen lag bei 82,5%.

Die Sonstige betrieblichen Aufwendungen und der Personalaufwand des Unternehmens beliefen sich auf 3,7 Mio. Euro.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 0,1 Mio. Euro; sie fielen im Wesentlichen für technische Anlagen und Maschinen an.

Für das Rumpfwirtschaftsjahr ergibt sich ein EBITDA von -0,3 Mio. Euro. Bereinigt um Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung beträgt das EBITDA -0,1 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von -0,1 Mio. Euro und einem latenten Steuerertrag von 0,2 Mio. Euro beträgt -0,3 Mio. Euro (bereinigt: -0,1 Mio. Euro).

Mitarbeiter:

Die Gesellschaft beschäftigte zum 28.2.2014 198 Mitarbeiter (31.12.2013: 228 Mitarbeiter).

IV. Chancen und Risiken

Im Rumpfgeschäftsjahr haben sich bei der Beurteilung der im Anleiheprospekt 2012 (http://www.posterxxl.de/dokumente) ausführlich dargestellten Risiken für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft keine wesentlichen Änderungen ergeben. Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Informationen gelten die dort getroffenen Aussagen im Wesentlichen unverändert weiter.

Im Folgenden findet sich eine Auswahl wichtigster Risiken und Chancen für die Geschäftstätigkeit der posterXXL AG:

Mögliche Risiken ergeben sich demnach aus umfeld- und branchenspezifischen Faktoren. Ein kompetitives Marktumfeld sowie die Dynamik unseres Geschäftes bergen naturgemäß Risiken. Unsere weit reichende Erfahrung im Online-Werbe- und Fotomarkt einhergehend mit fundiertem technischen Know-how sowie einem hohen maschinellen Automatisierungsgrad erlaubt es, neue Produktideen in Eigenfertigung sowie innerhalb kurzer Zeit zu realisieren. Diese Fähigkeiten bilden darüber hinaus die Basis, Wachstumschancen gezielt zu nutzen sowie Risiken frühzeitig und sicher einzuschätzen. Einheitliche Richtlinien sowie ständige Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sorgen für methodisches Vorgehen und sind für die standardisierte Erfassung und Steuerung von Risiken unerlässlich. Durch die eindeutige Zuordnung von Aufgaben und Verantwortungsbereichen können Gegenmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden.

Branchentypisch unterliegt das Geschäft des Online Versandhandels einer starken saisonalen Schwankung. Das vierte Quartal des Kalenderjahres ist aufgrund des Weihnachtsgeschäftes das mit Abstand stärkste. Dieses Phänomen bringt ein Risiko mit sich, da ein Ausfall der Maschinen, Technik oder Arbeitskräften in diesem Zeitraum zu einem überdurchschnittlichen Umsatz- und Ergebnisausfall führen können. Diesem Risiko wird mit umfangreichen Vorkehrungen entgegengewirkt. So werden beispielsweise permanent Automatisierungs- und Fertigungsgrade überprüft und mit gezielten Neu- und/oder Ersatzinvestitionen weitere Kapazitäten und bewusste Redundanzen geschaffen. Dies gilt analog für die technische Infrastruktur wie zum Beispiel Server. Unsere Maschinen und technischen Anlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und werden permanent gewartet. Des Weiteren sorgen flexible Arbeitszeitmodelle sowie der Einsatz von Zeitarbeitskräften in Spitzenzeiten dafür, potentielle Engpässe von Arbeitskräften nicht entstehen zu lassen. Eine gezielte Erweiterung des Produktsortiments bringt zudem die Chance, die starke saisonale Abhängigkeit zu entzerren.

Die Gesellschaft stellt ihre Produkte fast ausschließlich selbst her. Hierfür werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (im Wesentlichen Verpackungs- und Druckmaterialien) angeschafft, die unmittelbar in den Produktionsprozess einfließen und zum versandfertigen Endprodukt verarbeitet werden. Aus dem Prozess der Lagerung und Verarbeitung von Materialien ergeben sich potentielle produktionswirtschaftliche Risiken. So kann es bei der Be- oder Verarbeitung dieser Materialien zu Schäden kommen, beispielsweise durch einen Brand oder einen Wasserschaden aufgrund der Sprinkleranlage. Um solche Vorkommnisse von vornherein zu vermeiden, sind organisatorische Regelungen getroffen (z.B. die Bestellung eines permanenten internen Sicherheitsbeauftragten, die Beauftragung einer externen Sicherheitsfachkraft sowie regelmäßige Schulungen). Darüber hinaus hat die Gesellschaft gegen solche Elementarschäden Vorkehrung in Form von umfangreichem Versicherungsschutz getroffen.

Potentielle rechtliche Risiken könnten sich aus einem Verstoß gegen Urheber- und Markenrechte von Bildmotiven und gedruckten Kundenbildern ergeben. Um solche Rechtsverstöße zu vermeiden, werden bei der Verwendung von Bildmotiven entsprechende Verträge mit den Rechteinhabern bzw. Lizenzmodelle geschlossen, die der Gesellschaft erlauben, diese Motive entsprechend ihres Geschäftsmodells zu verwenden. Dennoch kann ein Restrisiko in Bezug auf einen Verstoß gegen Urheber- und Markenrechte, vor allem bei der Bedruckung von kundeneigenen Bildern nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Dieses Risiko halten wir allerdings für sehr überschaubar, da jedes gedruckte Bild eine individuelle Einzelfertigung für einen bestimmten Kunden darstellt, somit ein und dasselbe Motiv niemals in größeren Stückzahlen gedruckt wird. In der Vergangenheit traten bislang keine nennenswerten Streitigkeiten in dieser Hinsicht auf.

Finanzwirtschaftliche Risiken: die Gesellschaft agiert auf europäischer Ebene auch außerhalb des Euro-Raumes und ist damit möglichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Wichtigste Fremdwährung ist das Britische Pfund. Die Sinnhaftigkeit möglicher Hedging Instrumente wird laufend überprüft, aufgrund des bisher angefallenen Volumens sowie kurzer Zahlungsziele (aktuell wird im Britisch Pfund Raum ausschließlich Kauf gegen Vorkasse angeboten) aber nicht eingesetzt. Die Gesellschaft hält daher das Risiko für überschaubar.

In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten könnte die Gesellschaft möglicherweise von erhöhtem Kreditausfall ihrer Kunden betroffen sein. Da das Unternehmen allerdings den größten Anteil seiner Umsätze im Endkundengeschäft erzielt und somit kein "Klumpen"-Risiko existiert, kann selbst ein nachhaltiger Anstieg von Kundenausfällen die Ertragslage des Unternehmens nicht gefährden. Es besteht außerdem eine langfristige Zusammenarbeit mit einem namhaften Inkassobüro.

Der Zugang des Unternehmens zum Kreditmarkt könnte erschwert oder verwehrt werden. Obwohl die Gesellschaft gegenwärtig keinerlei Einschränkungen in der Fremdfinanzierung unterliegt, könnten künftig diese Möglichkeiten aufgrund weiterer Banken- oder Finanzkrisen eingeschränkt sein. Aus heutiger Sicht geht die Gesellschaft jedoch nicht davon aus, dass dies kurz- oder mittelfristig der Fall sein wird.

Das bestehende Zinsniveau könnte ansteigen und mögliche Fremdkapitalfinanzierungen teurer machen. Ein allgemeines Ansteigen des Zinsniveaus wird in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage in Europa allerdings kurz- bis mittelfristig ebenfalls ausgeschlossen. Zudem unterliegt die bestehende Anleihe einer Verzinsung zu einem fixen Zinssatz von 7,25%, die unabhängig von der allgemeinen Entwicklung des Zinsniveaus ist.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Aus heutiger Sicht erscheinen sowohl Risiken als auch Gefährdungspotentiale begrenzt und kontrollierbar. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt. Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren aus Sicht des Unternehmens keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken. Auch gefährden die Einzelrisiken in Summe nicht den Fortbestand unseres Unternehmens.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf bewährte, solide und qualitätsbewusste Lieferfirmen zurück, mit denen wir langfristige Vertragsbeziehungen pflegen oder anstreben.

Verbindlichkeiten des Unternehmens werden innerhalb von vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der permanenten Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der stets an aktuelle Veränderungen angepasst wird und als Basis für die Disposition liquider Mittel dient.

Wesentlicher Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems ist darüber hinaus das Monitoring von Chancen. Dazu beschäftigt sich die Gesellschaft zum einen intensiv mit Marktszenarien sowie der Entwicklung des nationalen wie internationalen Marktumfeldes. Zum anderen stehen kritische interne Erfolgsfaktoren wie Kostentreiber und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Fokus.

V. Prognosebericht

Infolge der eingeleiteten Maßnahmen, einer klaren Fokussierungsstrategie auf unsere Kernmärkte und Kernprodukte einhergehend mit einer Flexibilisierung unserer Kostenstrukturen gehen wir für das Geschäftsjahr 2014/2015 und dem folgendem Geschäftsjahr von einer positiven Ergebnisentwicklung unseres Unternehmens aus. Zwar rechnen wir im Geschäftsjahr 2014/2015 insgesamt mit einem leichten Umsatzrückgang infolge der Einstellung der Geschäftstätigkeit in den Märkten UK und Italien und der Beendigung der aggressiven Umsatzwachstumsstrategie in Frankreich. Diese Maßnahmen zielen allerdings darauf ab, unprofitable Aktivitäten zu beenden. Im Kernmarkt Deutschland und Österreich rechnen wir mit leicht positiven Umsatzzuwächsen im einstelligen Prozentbereich und einer weiteren Stärkung unserer Marktposition als Spezialist für individualisierte Fotoprodukte vor allem im Bereich Großformat.

Wir werden auch künftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

VI. Nachtragsbericht

Nach Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2014 bis zur Freigabe dieses Lageberichtes zur Veröffentlichung und Weiterleitung an den Aufsichtsrat sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der posterXXL AG haben.

VII. Erklärungen zu Beziehungen zu verbunden Unternehmen während des abgelaufenen Geschäftsjahres

Die posterXXL AG war im Rumpfgeschäftsjahr 2014 ein von der karanga GmbH abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der posterXXL AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 1. Januar bis 28. Februar 2014 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres 2014 ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden."

 

München, den 02. Mai 2014

posterXXL AG, München

gez. Christian Schnagl, Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ­unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der posterXXL AG, München, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 28. Februar 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 2. Mai 2014

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gallowsky, Wirtschaftsprüfer

Meindl, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014

der posterXXL AG, München

Der Aufsichtsrat hat im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014 fand am 9. Januar 2014 eine Aufsichtsratssitzung statt. Gegenstand dieser Sitzung war die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft, die Übertragung der Marke, die Umstellung des Geschäftsjahres, die Budget-Planung für das Geschäftsjahr 2014, der Maßnahmenplan zum Umsetzung der Budget-Planung und die Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung aufgrund des Mehraufwands.

Am 29. April 2014 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung für den Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 28. Februar 2014 statt. In diesem Rumpfgeschäftsjahr erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von € 3,9 Mio. und ein EBITDA in Höhe von minus 0,3 Mio. Der Jahresfehlbetrag betrug € 0,3 Mio. Der Bilanzgewinn betrug € 2,7 Mio.

Die zum Abschlussprüfer gewählte Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Dieser Abschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden in der Sitzung am 29. April 2014 von Aufsichtsrat und Vorstand im Beisein des Abschlussprüfers erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden eingehend beantwortet. Auf Wunsch des Aufsichtsrats wurde eine Bilanzposition geändert. Der geänderte Prüfungsbericht wurde am 2. Mai 2014 dem Aufsichtsrat zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat sich am 5. Mai 2014 erneut mit dem Jahresabschluss beschäftigt. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erhebt nach eigener Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Aufsichtsrat schließt sich im Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Hiernach und nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Der vom Abschlussprüfer der Gesellschaft erteilte Bestätigungsvermerk lautet wie folgt:

"Wir erstatten vorstehenden Bericht gemäß den Vorschriften des § 313 AktG und bemerken abschließend, dass der in der Anlage 1 beigefügte Bericht des Vorstands der posterXXL AG, München, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 28. Februar 2014 über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen den Vorschriften des § 312 AktG entspricht. Der Vorstand hat alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht. Der Abhängigkeitsbericht entspricht den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft. Die Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts ist gemäß § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG in den Lagebericht (§ 289 HGB) aufgenommen worden."

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus.

 

München, den 5. Mai 2014

Für den Aufsichtsrat

Thomas Mayrhofer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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