Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 7409
Eingetragen
26.7.2004
Branche
Beseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungBeteiligungsgesellschaftenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Altlastensanierung von umweltbelasteten Grundstücken, Abbruch und Entsorgung, Recycling von kontaminierten Böden und Aushub sowie Brandschädenbeseitigung, Baumaschinenhandel und -vermietung. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen mit ähnlichem Geschäftsgegenstand in beliebiger Rechtsform beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Grossmann
seit 26.7.2004
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TG Umwelttechnik GmbH

Büren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die TG Umwelttechnik GmbH wurde am 27.06.2003 gegründet und hat ihren Sitz in Büren.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Unternehmensgegenstand ist die

• Altlastensanierung von umweltbelasteten Grundstücken

• Abbruch und Entsorgung

• Recycling von kontaminierten Böden und Aushub

• Brandschädenbeseitigung

• Baumaschinenhandel und -vermietung

Die Gesellschaft führt bundesweit Abbruch- und Schadstoffsanierungsaufträge - insbesondere für öffentliche Auftraggeber - durch. Neben dem Einsatz modernster Abbruchmaschinen im Rahmen des konstruktiven Rückbaus von Gebäuden und der Anwendung innovativer Techniken in der Schadstoffsanierung legt die Gesellschaft ein besonderes Augenmerk auf den Schutz der zuletzt mehr als 40 motivierten Mitarbeiter. Regelmäßig Schulungen und Lehrgänge im Umgang mit Schadstoffen gewährleisten ein hohes Maß an Arbeitsschutz auf den Baustellen sowie den sach- und fachgerechten Ausbau von kontaminierten Baustoffen.

Neben dem Hauptsitz in Büren werden keine Niederlassungen betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft, branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2023 um 0,3 % zurück, nach einem Wachstum von 1,9 % im Vorjahr. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Wirtschaftsleistung im Wesentlichen seitwärts bewegt, wobei die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt wurden. Bezogen auf das Gesamtjahr war die konjunkturelle Schwäche vor allem dem rückläufigen Konsum und einem schwachen Auslandsgeschäft geschuldet. Auch die Bauaktivität zeigte sich in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor, als sie bei 6,9 % lag. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, im Jahresverlauf zeigte sich jedoch insbesondere bei der Energie eine Entspannung bei der Preisentwicklung in Form geringerer Teuerungsraten sowie einer rückläufigen Preisentwicklung im Oktober und November 2023. Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,5 %.

Entwicklung der Branche

Die Abbruchbranche ist ein wichtiger Bestandteil der Bauwirtschaft.

Aufgrund vergaberechtlicher Normen und einer mitunter längerfristigen Auftragsdurchführung wirken sich in der Abbruchwirtschaft konjukturelle Veränderungen erst zeitverzögert aus. Festzustellen ist jedoch insgesamt eine rückläufige Nachfrage. Hierbei sind regionale Unterschiede sowohl in der privatwirtschaftlichen als auch öffentlichen Bautätigkeit festzustellen.

Der Entsorgung der gewonnenen Abbruchfraktionen kommt eine besondere Bedeutung zu. Aus wirtschaftlichen Gesichtpunkten ist die Abbruchbranche mit Einführung der CO-2 Steuer belastet, welches zu einer Verteuerung der Entsorgungskosten führt.

Aufgrund fiskalischer Vorgaben ist und wird die Kreislaufwirtschaft durch große Entwicklungssprünge geprägt. Dem selektiven Rückbau wird hier eine besondere Bedeutung beigemessen und bedingt eine sorten- spezifische Trennung einzelner Fraktionen die der Abfallentsorgung und dem Recycling zugeführt werden.

Am 01. August 2023 ist die sogenannte Mantelverordnung in Kraft getreten. Die Mantelverordnung vereint verschiedene andere Verordnungen mit dem Ziel, mehr Ersatzbaustoffe im Einklang mit den Anforderungen des Grundwasser- und Bodenschutzes zum Einsatz zu bringen.

Als Teil der Mantelverordnung gibt nunmehr die Ersatzbaustoffverordnung bundeseinheitlich vor, wo die Ersatzbaustoffe und welchen Bedingungen zum Einsatz kommen dürfen.

2.2 Wirtschaftsbericht

Das Unternehmen ist gut aufgestellt. Das Jahr 2023 verlief für die TG Umwelttechnik insgesamt erfolgreich.

Aufgrund der positiven Auftragsentwicklung der Gesellschaft in den beiden vorangegangenen Wirtschafts- jahren 2021 und 2022 und der Ertragsentwicklung 2022 hat sich die Liquiditätslage der Gesellschaft deutlich verbessert und konnte im Wirtschaftsjahr 2023 weiter ausgebaut werden.

Die zufriedenstellende Auftragslage 2023 gewährleistet auch über das Jahresende hinaus eine annähernde Auslastung der Betriebskapazitäten.

Aufgrund des Geschäftsfeldes der TG Umwelttechnik GmbH beeinflusste der Angriffskrieg auf die Ukraine die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft nicht. Im Wirtschaftsjahr 2023 hat die Geschäftsführung einmal mehr unter Beweis gestellt, zeitnah mit innovativen und - unter Einhaltung arbeitsmedizinischer Vorgaben und Regeln - optimierten Arbeitsabläufe auf Marktveränderungen zu reagieren.

Mit Vorhaltung eines modernen Maschinenparks und weiterer Ersatzinvestitionen in ressourcenschonende Techniken verschafft sich die Gesellschaft einen wirtschaftlichen Vorteil um für die Herausforderungen des Marktes auch zukünftige gut aufgestellt zu sein.

Aufgrund des Tätigkeitsschwerpunktes und der fortwährenden Investitionen der öffentlichen Hand in den Neu-, Um- und Erweiterungsbau von öffentlichen Einrichtungen und die Schadstoffsanierung von Bestandsimmobilien, ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert.

3. Darstellung der Lage

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren

Die Geschäftsentwicklung der TG Umwelttechnik GmbH hat die Erwartungen und Prognosen bestätigt.

Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die positive Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, umfassen die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis.

3.1 Ertragslage

Das Geschäft steuern wir im Wesentlichen anhand des EBITDA, der Systemumsätze und des Jahresüberschusses.

31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
EBITDA + 6.192 + 491
Jahresüberschuss (-/+) + 4.257 + 99

Gesamtleistung

Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang der Gesamtleistung (Umsatz und Bestandsveränderung Aufträge in Arbeit) von 36,5 % zu verzeichnen. Die prognostizierte Umsatz- und Ertragsentwicklung wurde bestätigt.

Der Inlandsanteil vom Gesamtumsatz betrug 100 %.

Personalaufwand

Aufgrund des Umsatzrückgangs und der hiermit einhergehenden effizienteren Baustellenablauf- und Personaleinsatzplanung konnte der Mitarbeiterbestand reduziert und die Personalkosten damit um absolut 771.408,97 € auf 1.753.663,65 € gesenkt werden. Die Personalkostenquote liegt unter dem Vorjahresniveau.

sonstige betrieblichen Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 11.929 TEUR und liegen somit 44,27 % über dem Vorjahr. Zurückzuführen ist die Erhöhung auf die Einstellung in die EWB zu Forderungen in Höhe von 6.146 TEUR.

übrige Kostenstruktur

In der Kostenstruktur sind keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

3.2 Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 31.12.2023 41,33 % des Gesamtkapitals gegenüber 41,38 % im Vorjahr.

Den vorhandenen kurzfristigen Verbindlichkeiten/Rückstellungen in Höhe von 6.738 TEuro, standen kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 14.206 TEUR entgegen. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibung zzgl. Zuführung zu Pensionsrückstellungen) betrug im Berichtsjahr 257 TEuro (Vorjahr: 4.401 TEuro). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten wir im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückführen.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Ziel unserer Kreditpolitik war, gegenüber unseren Kreditgebern ein höheres Maß an Unabhängigkeit zu erreichen.

Diesem Ziel entsprach die Rückführung bestehender Kredite in einem Gesamtumfang von 128.639,08 EUR.

3.3 Vermögenslage

Vermögensstruktur

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist den nachstehenden Bilanzwerten zu entnehmen:

Entwicklung der Vermögenslage:

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Veränderung
TEuro
Anlagevermögen 332 301 + 31
Umlaufvermögen 14.186 13.966 + 220
Rechnungsabgrenzungsposten 23 21 + 2
14.541 14.288 253

Entwicklung der Kapitalstruktur:

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Eigenkapital 6.010 5.911
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 8.531 8.377
14.541 14.288

3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Im Wirtschaftsjahr 2023 hat die Geschäftsführung auf die Auftragsentwicklung reagiert und die Anzahl der Mitarbeiter reduziert. Aufgrund der Einsparungen im Personalbereich sowie dem Einsatz des effizienteren Maschinenparks konnte somit ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis erzielt werden.

Der wirtschaftliche Einsatz von personellen Kapazitäten des Unternehmens wird sich auch im Wirtschaftsjahr 2024 fortsetzen.

Für das Wirtschaftsjahr 2024 ist zudem von steigenden Umsätzen auszugehen.

Mit der positiven Umsatzentwicklung wird auch eine wesentliche Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbunden sein.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Risikomanagementsystem

Planungs- und Kontrollprozesse sowie Standards bilden bei der TG Umwelttechnik GmbH die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Dafür sind bei der TG Umwelttechnik GmbH Informations-, Controlling- und Überwachungssysteme eingerichtet.

Im Jahresverlauf wird mindestens quartalsweise überprüft, in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Im Zusammenhang mit einem täglichen Reporting wird so sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

Wirtschaftliches Risiko:

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Die Gesellschaft wurde bisher nicht von der Corona-Pandemie beeinflusst. Begonnene Sanierungs- und Abbruchaufträge konnten - unter Beachtung und Einhaltung entsprechender Hygiene-Konzepten - termingerecht durchgeführt werden. Trotz einer oftmals überzogenen Zahlungsfrist der öffentlichen Auftraggeber kann die Liquiditätslage als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft kann der Zahlungsverpflichtung fristgerecht und vollumfänglich nachkommen. Eine vereinbarte Skontierung wurde stets ausgenutzt.

Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität bestehen keine Risiken, die die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen.

Risiko aus dem Wettbewerb:

Im öffentlichen Vergabeverfahren ist festzustellen, dass die Gesellschaft einer - gegenüber der vorpandemischen Lage- größeren Teilnehmerzahl im Bieterverfahren gegenübersteht. Zurückzuführen ist dies auf den Umstand, dass sich vermehrt branchenfremde Unternehmen an den Ausschreibungen beteiligen. Bei rückblickender Beobachtung des Marktgeschehens ist festzustellen, dass derartige konjunkturelle Veränderungen zu einer Marktbereinigung führen.

Aufgrund der finanziellen Ausstattung beeinträchtigt oder gefährdet dieser Umstand die wirtschaftliche Existenz der Gesellschaft nicht.

5. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Die Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung geht trotz der bekannten konjunkturellen Entwicklung von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des Jahresergebnisses gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 aus.

Der zunehmenden Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir durch die langjährige Erfahrungen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Risikobericht

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist sehr gut.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Aufgrund der Kundenstruktur sind Forderungsausfälle von Auftraggebern nicht in die Risikobewertung einzubeziehen. Aufgrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft beeinträchtigen und gefährden die regelmäßigen Fristüberschreitungen fälliger Zahlungen der Auftraggeber die wirtschaftliche Existenz nicht.

 

Büren, im November 2024

Tobias Großmann, Geschäftsführer TG Umwelttechnik GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 331.879,00 301.317,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.548,00 2.964,00
II. Sachanlagen 328.851,00 297.873,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 74,00
2. technische Anlagen und Maschinen 875,00 5.915,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.974,00 291.884,00
III. Finanzanlagen 480,00 480,00
B. Umlaufvermögen 14.185.977,56 13.965.207,39
I. Vorräte 1.581.302,00 2.364.085,39
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.523.632,57 1.845.838,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.898.200,15 11.325.534,35
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 547.620,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.898.200,15 10.777.913,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 11.656,76 28.670,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.706.475,41 275.587,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.350,15 21.133,37
Aktiva 14.541.206,71 14.287.657,76

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.010.291,92 5.911.053,65
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.886.053,65 1.628.608,50
III. Jahresüberschuss 99.238,27 4.257.445,15
B. Rückstellungen 4.408.662,72 3.636.310,81
C. Verbindlichkeiten 4.122.252,07 4.740.293,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 678.027,60 806.666,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 249,80
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 677.777,80 806.666,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.052.630,07 3.049.767,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.940.094,85 1.990.216,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.112.535,22 1.059.550,36
3. sonstige Verbindlichkeiten 391.594,40 883.859,61
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 391.594,40 883.859,61
Passiva 14.541.206,71 14.287.657,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.099.326,24 16.966.784,79
2. Personalaufwand 1.753.663,65 2.525.072,62
a) Löhne und Gehälter 1.340.719,93 1.917.995,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 412.943,72 607.076,88
davon für Altersversorgung 216,00 144,00
3. Abschreibungen 158.529,74 144.384,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 158.529,74 144.384,98
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.929.734,23 8.268.731,06
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 14,40 9,58
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.911,38 105.536,66
davon aus verbundenen Unternehmen 3.544,12 5.678,23
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 78.258,70
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 78.258,70
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 170.837,19 124.484,66
davon an verbundene Unternehmen 147.685,67 106.623,08
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 62.422,94 1.666.387,88
10. Ergebnis nach Steuern 107.064,27 4.265.011,13
11. sonstige Steuern 7.826,00 7.565,98
12. Jahresüberschuss 99.238,27 4.257.445,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die TG Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Büren wird beim Amtsgericht in Paderborn unter der Registernummer HR B 7409 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Gliederung der Bilanz entspricht der Vorschrift des § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB gegliedert und nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Aktiva

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge betragen im Berichtsjahr 5.044.508,80 EUR und wurden entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Aufwendungen bewertet. Demnach wurden in die Herstellungskosten die Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungs- und allgemeine Geschäftskosten eingerechnet.

Von dem Wahlrecht gem. § 268 Abs.5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abzusetzen, wurde Gebrauch gemacht.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Passiva

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Anlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.539,98 14.539,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.539,98 14.539,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.220,18 5.220,18
2. technische Anlagen und Maschinen 135.311,53 135.311,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.211.520,94 189.092,74 20.739,50 1.379.874,18
Summe Sachanlagen 1.352.052,65 189.092,74 20.739,50 1.520.405,89
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 480,00 480,00
Summe Finanzanlagen 480,00 480,00
Summe Anlagevermögen 1.367.072,63 189.092,74 20.739,50 1.535.425,87
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.575,98 416,00 11.991,98 2.548,00 2.964,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.575,98 416,00 11.991,98 2.548,00 2.964,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.146,18 72,00 5.218,18 2,00 74,00
2. technische Anlagen und Maschinen 129.396,53 5.040,00 134.436,53 875,00 5.915,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 919.636,94 153.001,74 20.738,50 1.051.900,18 327.974,00 291.884,00
Summe Sachanlagen 1.054.179,65 158.113,74 20.738,50 1.191.554,89 328.851,00 297.873,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 480,00 480,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 480,00 480,00
Summe Anlagevermögen 1.065.755,63 158.529,74 20.738,50 1.203.546,87 331.879,00 301.317,00

Angabe zu den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Der Betrag der Forderungen größer einem Jahr beträgt EUR 9.898.200,15 (Vj. EUR 11.325.534,35)

Davon gegenüber Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 222.775,91)

Davon betragen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 547.620,63).

Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.891 (Vorjahr TEUR 3.146) für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer nicht fällig, sowie Rückstellungen in Höhe von TEUR 518 (Vorjahr TEUR 491) für für Prozesskosten/ Rechtsberatung, für Abschluss und Prüfungskosten, sowie Personalkosten und Sonstiges.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr beträgt 2.331.939,05 EUR (Vorjahr: 2.148.663,85 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 133.333,40 EUR (Vorjahr: 222.222,28 EUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten

- aus Steuern 22.446,96 EUR (Vorjahr: 9.007,37 EUR)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.890.430,81 EUR für nachfolgende Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverpflichtung:

Dienstleistungsvertrag:

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2.862.000 EUR aus einem Nutzungs- und Dienstleistungsvertrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten.

Leasingvertrag:

Es bestehen Verpflichtungen aus zwei Leasingverträgen für Maschinen der Abbruch- und Schneidetechnik mit einer Laufzeit von jeweils ursprünglich 60 Monaten. Die Restlaufzeiten betragen zum Bilanzstichtag 9 und 16 Monate. Die Gesellschaft wird aus den Verträgen mit jährlich 23.825,85 Euro belastet.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 46,50
Angestellte 0,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 46,50
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 46,50
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Tobias Großmann ausgeübter Beruf: Kaufmann

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 222.775,91
Rückzahlungen im Berichtsjahr 42.000,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 30.075,56
= neuer Kreditbestand 210.851,47

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 99 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Der Ukraine-Krieg führte in 2023 zu einer Verteuerung der Energiekosten. Die zukünftigen wirtschaftlichen Auswirkungen hieraus sind aktuell nur schwer zu quantifizieren.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von 5.985.291,92 EUR, der zu verwenden ist.

In der Gesellschafterversammlung vom 26.11.2024 wurde beschlossen, dass der Jahresüberschuss des Jahres 2023 auf Rechnungen folgender Wirtschaftsjahre vorgetragen wird.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Büren, im November 2024

Tobias Großmann

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Tobias Großmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TG Umwelttechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TG Umwelttechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TG Umwelttechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 11.11.2024

AUDITRUST GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten Wortelmann, Wirtschaftsprüfer

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