Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH

Liebknechtstraße 30, 06406 Bernburg (Saale), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 10424
Eingetragen
22.2.1991
Branche
Bauträger für WohngebäudeVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Gegenstand
Wohnungsverwaltung und Wohnungsneubau, Bau und Betrieb von Gebäuden sowie sonstige Bewirtschaftung von Grundstücken

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Astrid Thalmann
seit 29.6.2018
Prokura
Holger Köhncke
seit 2.7.2013
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH

Bernburg (Saale)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umwidmungen in das/ aus dem Umlaufvermögen Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.866,44 0,00 0,00 0,00 0,00 212.866,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 56.980,00 0,00 0,00 0,00 56.980,00
Summe 212.866,44 56.980,00 0,00 0,00 0,00 269.846,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 167.192.090,22 * 249.634,22 1.708.799,59 0,00 626.456,83 166.359.381,68
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 5.321.162,07 0,00 0,00 0,00 1.103,59 5.322.265,66
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 542.055,80 * 0,00 11.746,20 0,00 5.826,87 536.136,47
4. Technische Anlagen und Maschinen 57.844,56 37.553,00 3.926,78 0,00 35.010,79 126.481,57
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.924,46 74.257,76 33.519,97 0,00 0,00 473.662,25
6. Anlagen im Bau 417.949,48 2.396.418,19 0,00 0,00 -668.398,08 2.145.969,59
7. Geleistete Anzahlungen 0,00 5.826,24 0,00 0,00 0,00 5.826,24
Summe Sachanlagen 173.964.026,59 2.763.689,41 1.757.992,54 0,00 0,00 174.969.723,46
Anlagevermögen gesamt 174.176.893,03 2.820.669,41 1.757.992,54 0,00 0,00 175.239.569,90
Aufgelaufene Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Abgänge Geschäftsjahr Umbuchungen kumulierte Ab schreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.598,44 19.094,00 0,00 0,00 0,00 201.692,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 182.598,44 19.094,00 0,00 0,00 0,00 201.692,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 91.621.913,42* 3.029.506,51 256.853,00 1.673.048,92 0,00 92.721.518,01
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 2.149.713,46 139.632,00 0,00 0,00 0,00 2.289.345,46
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 119.855,88 * 0,00 0,00 0,00 0,00 119.855,88
4. Technische Anlagen und Maschinen 40.462,56 4.431,01 0,00 0,00 0,00 44.893,57
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.591,46 33.603,76 0,00 33.507,97 0,00 322.687,25
6. Anlagen im Bau 45.048,16 309.094,70 ** 0,00 0,00 0,00 354.142,86
7. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 94.299.584,94 3.516.267,98 256.853,00 1.706.556,89 0,00 95.852.443,03
Anlagevermögen gesamt 94.482.183,38 3.535.361,98 256.853,00 1.706.556,89 0,00 96.054.135,47
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.174,00 30.268,00
2. Geleistete Anzahlungen 56.980,00 0,00
Summe 68.154,00 30.268,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 73.637.863,67 75.570.176,80
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 3.032.920,20 3.171.448,61
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 416.280,59 422.199,92
4. Technische Anlagen und Maschinen 81.588,00 17.382,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.975,00 110.333,00
6. Anlagen im Bau 1.791.826,73 372.901,32
7. Geleistete Anzahlungen 5.826,24 0,00
Summe Sachanlagen 79.117.280,43 79.664.441,65
Anlagevermögen gesamt 79.185.434,43 79.694.709,65

* Abweichung zum Anlagenspiegel 31.12.2022 aufgrund von Korrekturen für Verkäufe in 2021 und 2022

** Es erfolgt die Verrechnung der außerplanmäßigen Abschreibung mit der in 2022 gebildeten Drohverlustrückstellung Objekt Markt 28.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH, Bernburg (Saale)

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.174,00 30.268,00
2. Geleistete Anzahlungen 56.980,00 68.154,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 73.637.863,67 75.570.176,80
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 3.032.920,20 3.171.448,61
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 416.280,59 422.199,92
4. Technische Anlagen und Maschinen 81.588,00 17.382,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.975,00 110.333,00
6. Anlagen im Bau 1.791.826,73 372.901,32
7. Geleistete Anzahlungen 5.826,24 79.117.280,43 0,00
79.185.434,43 79.694.709,65
B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 386.282,20
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit fertigen Bauten 102.209,68 498.195,26
3. Unfertige Leistungen 5.295.889,64 5.183.443,48
4. Andere Vorräte 84.081,13 5.482.180,45 66.894,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 47.680,14 56.795,08
2. Forderungen aus Betreuungstätigkeit 2.506,74 260,96
3. Forderungen gegen Gesellschafter 227,26 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 409.641,17 460.055,31 219.348,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.216.739,12 2.289.134,10
10.158.974,88 8.700.354,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.218,10 25.163,54
89.365.627,41 88.420.227,45

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 409.040,00 409.040,00
II. Gewinnrücklagen
1. Sonderrücklage gem. § 27 Abs. 2 DMBilG 56.399.367,45 56.399.367,45
2. Andere Gewinnrücklagen 305.445,98 56.704.813,43 305.445,98
III. Gewinnvortrag 63.952,66 0,00
IV. Jahresüberschuss 303.811,77 463.952,66
57.481.617,86 57.577.806,09
B. Sonderposten für Investitionszulagen 1.051.798,52 1.115.543,96
C. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen 860.921,00 902.962,00
2. Sonstige Rückstellungen 763.711,95 1.624.632,95 831.690,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.880.212,66 21.464.093,05
2. Erhaltene Anzahlungen 6.480.600,68 5.658.114,60
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 139.206,34 105.226,91
4. Verbindlichkeiten aus anderen Lieferungen und Leistungen 458.526,59 543.499,07
5. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: € 0,00 (Vorjahr: € 181,00) 16.035,53 28.974.581,80 724,68
E. Rechnungsabgrenzungsposten 232.996,28 220.567,09
89.365.627,41 88.420.227,45

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2023

Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH, Bernburg (Saale)

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse
a) aus der Hausbewirtschaftung 16.762.093,97 15.845.477,93
b) aus Verkauf von Grundstücken 1.426.860,00 51.000,00
c) aus Betreuungstätigkeit 13.585,09 13.140,07
d) aus anderen Lieferungen und Leistungen 151.571,40 18.354.110,46 3.152,55
2. Verminderung bzw. Erhöhung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit fertigen oder unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen -273.836,04 870.592,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.069.248,24 995.824,27
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung -11.106.514,44 -10.307.470,75
davon Grundsteuer: € 268.216,64 (Vorjahr € 270.563,68)
b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke -1.072.174,03 -271.076,66
c) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen -142.171,89 -12.320.860,36 0,00
ROHERTRAG 6.828.662,30 7.200.639,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.703.893,74 -1.598.243,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersvorsorge: € 12.740,96 (Vorjahr € 21.710,85) -361.088,52 -2.064.982,26 -345.630,47
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.226.267,28 -3.138.032,72
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -841.201,10 -1.305.531,96
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.303,37 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus Aufzinsung: € 15.698,56 (Vorjahr € 17.180,33)
-448.855,26 -345.131,62
10. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 304.659,77 468.069,64
11. Sonstige Steuern -848,00 -4.116,98
12. Jahresüberschuss 303.811,77 463.952,66

ANHANG

BERNBURGER WOHNSTÄTTENGESELLSCHAFT MBH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH hat ihren Sitz in Bernburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (Rg. Nr. 10424 B).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 (2) HGB. Auf Grund der Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft nach den für große Kapitalgesellschaften anzuwendenden Vorschriften aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Dabei wurde die Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen (JAbschlWUV) in der Fassung vom 5. Juli 2021 beachtet.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 (2) HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Skonti und Abschreibungen, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung von Herstellungskosten nicht aktiviert. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Die Abschreibung der Gebäude erfolgt mit 2 % p.a. bzw. bei instandgesetzten und umfassend sanierten Gebäuden, die vor dem 1.1.1925 errichtet worden sind, anlehnend an die steuerlichen Bewertungen mit 2,5 % p.a.

Investitionen im Rahmen von so genannten Komplexsanierungen werden, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen, als nachträgliche Herstellungskosten behandelt und als Zugang im Anlagevermögen erfasst.

Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen. Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 367,0 (Vorjahr: TEUR 310,0). Zuschreibungen infolge von Wertaufholungen erfolgten in Höhe von TEUR 256,9 (Vorjahr: TEUR 300,9).

Die vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 309,1 auf die Anlagen im Bau betreffen das Objekt Markt 28. Hierfür erfolgte die Verrechnung (TEUR 309,1) mit dem Verbrauch der in 2022 gebildeten Drohverlustrückstellung wegen nicht rentierlicher Sanierungsverpflichtung. Im Anlagenspiegel erfolgt der Ausweis der Höhe der Abschreibungen vor Verrechnung mit der Drohverlustrückstellung (TEUR 676,1).

Abweichend zum Anlagenspiegel des Vorjahres wirken Korrekturen für Verkäufe in 2021 und 2022 hinsichtlich der Bestände zum 01.01.2023 bei Anschaffungs- und Herstellungskosten und in gleicher Höhe bei den kumulierten Abschreibungen. Die (erfolgsneutralen) Korrekturen betreffen die Posten Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten (TEUR 44,6) sowie Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten (TEUR 147,6).

Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung bis zu 13 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 wurden bis 31.12.2021 in einem so genannten Sammelposten erfasst, der pauschal über 5 Jahre abgeschrieben wird (§ 6 Abs. 2a EStG). Ab dem 1.1.2022 angeschaffte geringwertige Anlagegüter werden über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben, bzw. bei einem Anschaffungswert bis EUR 800 im Jahr der Anschaffung.

Die Bewertung der Verkaufsgrundstücke erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten. Notwendige Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung von Herstellungskosten nicht aktiviert.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Unter dieser Position werden die gegenüber den Mietern bis zum Stichtag noch nicht abgerechneten Betriebskosten für das Geschäftsjahr ausgewiesen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unter den anderen Vorräten sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Einzelwertberichtigungen aktiviert.

Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 3 % gebildet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für anteilige Investitionszulage, die auf nachträgliche Herstellungskosten entfällt, wurde in den Vor-jahren ein Sonderposten gebildet. Er wird entsprechend der Abschreibungsdauer der betreffenden Gebäude zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind zum Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Der zu Grunde gelegte und durch die Deutsche Bundesbank ermittelte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum Bewertungsstichtag 31.12.2023 auf 1,82 % (zum 01.01.2023: 1,78 %). Zukünftige Gehaltssteigerung, Rententrends und Fluktuation wurden entsprechend der zu Grunde liegenden Vereinbarung mit 0,0 % in die Berechnung einbezogen.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen besteht zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren im Geschäftsjahr ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5,7. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Es bestehen steuerliche Verlustvorträge, die in den nächsten fünf Jahren zur Steuerminderung genutzt werden können. Über einen etwaigen Saldierungsbereich der Bilanzdifferenzen hinausgehende aktive Steuerlatenzen sowie aktive Steuerlatenzen auf verrechenbare Verlustvorträge werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Angaben zu Einzelposten der Bilanz

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die unfertigen Leistungen beinhalten mit TEUR 5.295,9 (Vorjahr: TEUR 5.183,4) noch nicht abgerechnete Betriebs-, Wasser- und Heizkosten.

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 0,2 (Vorjahr TEUR 0,0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. Forderungen aus Endabrechnungen von Energie bzw. Wasser im Umfang von TEUR 349,6 (Vorjahr: TEUR 26,0).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB in Verbindung mit § 27 (2) DMBilG. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die in den Vorjahren auf nachträgliche Herstellungskosten entfallenden Investitionszulagen (InvZulG 1999) werden in dem "Sonderposten für Investitionszulagen" ausgewiesen. Die dem Posten zugeführten Beträge werden entsprechend der Restnutzungsdauer der geförderten Objekte erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind in Höhe von TEUR 860,9 (Vorjahr: TEUR 903,0) ausgewiesen. Aus der Aufzinsung ergeben sich Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 15,7 (Vorjahr: TEUR 17,2).

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Sonstigen Rückstellungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Steuerrückstellungen waren wie im Vorjahr nicht zu bilden.

Sonstige Rückstellungen sind mit TEUR 763,7 ausgewiesen und beinhalten folgende Rückstellungen:

2023 2022
TEUR TEUR
Rückstellung für Jubiläen 17,2 18,2
Rückstellung für Zahlungen Wärmedienstleister/noch anfallende Kosten 210,6 171,7
Rückstellungen für Auskehrungen 0,0 1,1
Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub 27,2 32,2
Rückstellung für Aufbewahrung und Dokumentation 55,8 55,8
Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung 36,9 29,5
Rückstellungen für noch anfallende Kosten/Verkaufsbauten 231,0 63,0
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 130,9 440,0
Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 54,1 20,2
763,7 831,7

Die Verbindlichkeiten, nach Laufzeiten unterteilt, ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung. Die jeweiligen Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben:

Gesamt RLZ < 1 Jahr RLZ 1-5 J. RLZ > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- Altschulden 2.443,9 1.103,8 1.340,1 0,0
(3.514,3) (1.070,4) (2.443,9) (0,0)
- Modernisierungskredite 19.436,3 1.589,1 6.477,5 11.369,7
(17.949,8) (1.462,8) (6.006,7) (10.480,3)
21.880,2 2.692,9 7.817,6 11.369,7
(21.464,1) (2.533,2) (8.450,6) (10.480,3)
2. Erhaltene Anzahlungen 6.480,6 6.480,6 0,0 0,0
(5.658,1) (5.658,1) (0,0) (0,0)
3. Verbindlichkeiten aus Vermietung 139,2 139,2 0,0 0,0
(105,2) (105,2) (0,0) (0,0)
4. Verbindlichkeiten aus anderen Lieferungen und Leistungen 458,5 353,8 104,7 0,0
(543,5) (413,9) (129,6) (0,0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 16,1 16,1 0,0 0,0
(0,8) (0,8) (0,0) (0,0)
- davon aus Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
(0,2) (0,2) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten 28.974,6 9.682,6 7.922,3 11.369,7
(27.771,7) (8.711,3) (8.580,1) (10.480,3)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Modernisierungskrediten sind in Höhe von TEUR 19.436,3 über Grundschulden abgesichert.

Hinsichtlich der Altschulden (TEUR 2.443,9) haften die Gesellschaft und die Gesellschafterin aufgrund einer bestehenden Kreditnehmergemeinschaft gesamtschuldnerisch.

Angaben zu Einzelposten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Nach Überprüfung der Ertragswerte der Grundstücke im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 676,1 (Vorjahr: TEUR 310,0) vorgenommen. Des Weiteren erfolgten erhöhte Abschreibungen aufgrund verkürzter Restnutzungsdauer für Abrissobjekte in Höhe von TEUR 107,6 (Vorjahr: TEUR 68,9).

Zuschreibungen aufgrund des Wegfalls von Wertminderungen erfolgten über TEUR 256,9 (Vorjahr: TEUR 300,9).

Der Aufwand für Altersversorgung beträgt TEUR 28,4 (Vorjahr TEUR 38,9). Darin enthalten sind die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen in Höhe von TEUR 12,7 (Vorjahr TEUR 21,7) sowie die Zinsen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 15,7 (Vorjahr TEUR 17,2).

Die periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

 

Erträge aus Zuschreibungen TEUR 256,9 (Vorjahr: TEUR 300,9)

 

Erträge aus Anlagenverkäufen TEUR 0,2 (Vorjahr: TEUR 300,8)

 

Erträge aus der Auflösung von Sonderposten TEUR 63,7 (Vorjahr: TEUR 63,7)

 

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 27,2 (Vorjahr: TEUR 21,4)

 

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 35,9 (Vorjahr: TEUR 0,1)

 

Erträge früherer Jahre TEUR 45,3 (Vorjahr: TEUR 55,9)

Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten:

 

Abschreibungen auf Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 92,0 (Vorjahr: TEUR 69,3)

 

Aufwendungen früherer Jahre TEUR 57,4 (Vorjahr: TEUR 0,8)

 

Außerplanmäßige Abschreibungen TEUR 367,0 (Vorjahr: TEUR 310,0)

Weitere außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 309,1 wurden als Verbrauch mit der in 2022 gebildeten Drohverlustrückstellung wegen nicht rentierlicher Sanierungsverpflichtung ververrechnet. Ergänzend ist zu beachten, dass im Anlagenspiegel die Höhe der Abschreibungen vor Verrechnung mit der Drohverlustrückstellung ausgewiesen wird (TEUR 676,1).

Die wesentlichen sonstigen Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

 

Erträge aus Fördermitteln TEUR 502,7 (Vorjahr: TEUR 150,9)

 

Aufwendungen für die Zuführung zur Drohverlustrückstellung wegen nicht rentierlicher Sanierungsverpflichtung TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 440,0)

 

Aufwendungen für Abriss TEUR 101,3 (Vorjahr: TEUR 255,6)

 

Aufwendungen für Werbung TEUR 117,2 (Vorjahr: TEUR 92,0)

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 63,4 für Leasingverträge. Gegenstand dieser Verträge sind Fahrzeuge.

Die Gesellschaft verwaltet Kautionen von Mietern und Treuhandkonten der verwalteten Wohnungseigentümergemeinschaften in Höhe von TEUR 2.120,0 (Vorjahr: TEUR 2.027,2).

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 34 Arbeitnehmer.

Gesamtbezüge

Auf die Angaben der Bezüge des Geschäftsführers wird nach Maßgabe des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge des Aufsichtsrates für 2023 betragen TEUR 6,6.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen bestehen Pensionsverpflichtungen (Rückstellungen) in Höhe von TEUR 860,9.

Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 29,1 und entfällt in Höhe von TEUR 23,6 auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 5,5 auf Steuerberatung.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 303,8 ab. Der Ge-schäftsführer schlägt vor, vom Jahresüberschuss 2023 TEUR 100,0 an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag (TEUR 203,8) dem Gewinnvortrag zuzuführen.

Organe

Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Holger Köhncke.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Uwe Cisewski, Pensionär (Vorsitzender)

Frau Christine Bittner, Pensionärin (Stellvertreterin des Vorsitzenden)

Frau Dr. Silvia Ristow, Oberbürgermeisterin der Stadt Bernburg (Saale)

Herr Andreas John, Immobilienmakler

Herr Dr. Jens Kramersmeyer, Geschäftsführer der BTZ Bildungsgesellschaft mbH Bernburg (Saale)

Herr Heiner Rohr, Elektromeister

Herr Matthias Valentin, Unternehmer

Herr Erich Buhmann, Professor Hochschule Anhalt

Herr Daniel Peisker-Teichmann, Dipl.-Biochemiker

Herr Holger Dittrich, Vertreter der Stadt Bernburg (Saale) ohne Stimmrecht mit beratender Funktion, Dezernent der Stadt Bernburg (Saale)

 

Bernburg, den 28.03.2024

Holger Köhncke, Geschäftsführer

LAGEBERICHT

BERNBURGER WOHNSTÄTTENGESELLSCHAFT MBH

1. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsverlauf

Unsere Gesellschaft mit Sitz in Bernburg (Saale) verfügt über 3.347 eigene Wohnungen, 58 Gewerbeeinheiten, darunter 4 Antennenanlagen und 4 vermietete Dachflächen für Photovoltaikanlagen, 986 Stellplätze, darunter 196 Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder und Rollatoren, 188 Mietgaragen, 414 Pachtverträge und 6 Flächennutzungsverträge. Zusätzlich werden weitere 36 Wohnungen, 6 Garagen und Stellplätze und 4 Gewerbeeinheiten im Bernburger Stadtgebiet und im näheren Umland verwaltet. Die Anzahl der eigenen Wohnungen ist im Vergleich zu 2022 durch Umbaumaßnahmen um 2 Wohnungen gestiegen. Im fremdverwalteten Bereich ist der Bestand gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.

Am Ende des Berichtsjahres betrug der Leerstand 307 Wohnungen (Leerstandquote 9,17 %) und ist im Vergleich zum Vorjahr mit 280 leerstehenden Wohnungen (8,37 %) um 0,8 % bzw. 27 Wohnungen angestiegen. Neben den geplanten Leerständen stieg auch der strukturelle Leerstand gegenüber dem 31.12.2022 leicht an (6 Wohnungen). Aufgrund der prognostizierten demografischen Entwicklung in Bernburg (Saale), die weiterhin von einem Schrumpfen der Bevölkerungszahlen ausgeht, werden wir uns auf weiter steigende Leerstandszahlen einstellen müssen. Allein der Umstand des temporären Zuzugs ukrainischer Flüchtlinge hat diese negative Kurve kurzzeitig unterbrechen können. Wann und wieviel von den urkainischen Bürgern in naher Zukunft unser Land wieder verlassen oder sich in Deutschland eine Zukunft aufbauen, kann zurzeit niemand abschätzen.

Planmäßige Leerzüge für Sanierungen (5 Wohnungen), bereits beschlossene Abrissmaßnahmen (95 Wohneinheiten) und geplante Verkäufe unwirtschaftlicher Immobilien (19 Wohneinheiten) bedingen einen Anteil am gesamten Leerstand von insgesamt 38,8 %.

Die Fluktuationsquote lag mit 10,4 % (347 Mietvertragskündigungen) über dem Vorjahresniveau (9,2 % bzw. 308 Kündigungen). Die Anzahl der Neuverträge ist mit 305 Abschlüssen deutlich hinter der Zahl der Kündigungen geblieben, was eine Wiedervermietungsquote von 87,9 % bedingt. Gegenüber dem Vorjahr, in der eine Wiedervermietungsquote von 108,8 % erreicht werden konnte, ist diese Entwicklung nicht befriedigend und seit mehreren Jahren die geringste erreichte Quote.

Die Wohnungssollmiete betrug im Jahresdurchschnitt 2023 5,04 €/m 2 (Vorjahr 4,94 €/m 2 ). Die Entwicklung der Sollmieten in 2023 wurde im Wesentlichen über die bereits in 2022 geplante Grundmietenerhöhung erreicht.

Die wesentlichen Kennzahlen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

Plan Ist Ist
2023 2023 2022
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse aus Mieten und Pachten 11.696,3 11.589,0 11.219,5
Instandhaltungsaufwendungen 5.350,0 5.116,1 4.513,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 508,2 448,9 345,1
Jahresüberschuss 3,8 303,8 464,0

Im Kerngeschäft, der Vermietung und Verpachtung, wurde der Planansatz im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 107,3 nicht erreicht. Im Wesentlichen ist das auf die gegenüber dem Planansatz zeitlich später einsetzende Grundmietenerhöhung zurückzuführen, die damit erst in den letzten Monaten des Jahres 2023 vollumfänglich positiv wirken konnte.

Die Instandhaltungs- und Modernisierungsaufwendungen insgesamt betrugen durchschnittlich rd. 23,76 €/m 2 Nutzfläche (Vorjahr 20,96 €/m 2 ).

Zusätzlich wurden TEUR 1.935,0 (Vorjahr TEUR 2.374,6) für aktivierungspflichtige Modernisierungen aufgewendet.

Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 303,8 (Vorjahr TEUR 464,0). Die Zusammensetzung und Veränderung sind unter dem Abschnitt Ertragslage aufgegliedert.

2. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

2.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31. Dezember Veränderungen
2023 2022
TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva
Lang- und mittelfristiger Bereich
Immaterielle Vermögensgegenstände 68,1 0,1 30,3 0,0 37,8
Sachanlagen 79.117,3 88,5 79.664,4 90,1 -547,1
Verkaufsobjekte 102,2 0,1 884,5 1,0 -782,3
79.287,6 88,7 80.579,2 91,1 -1.291,6
Kurzfristiger Bereich
Übriges Vorratsvermögen 5.380,0 6,1 5.250,3 6,0 129,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 460,1 0,5 276,4 0,3 183,7
Flüssige Mittel 4.216,7 4,7 2.289,1 2,6 1.927,6
Rechnungsabgrenzungsposten 21,2 0,0 25,2 0,0 -4,0
10.078,0 11,3 7.841,0 8,9 2.237,0
Bilanzvolumen 89.365,6 100,0 88.420,2 100,0 945,4
31. Dezember Veränderungen
2023 2022
TEUR % TEUR % TEUR
Passiva
Lang- und mittelfristiger Bereich
Eigenkapital 57.481,6 64,3 57.577,8 65,1 -96,2
Fremdkapital
Sonderposten für Investitionszulagen 1.051,8 1,2 1.115,5 1,3 -63,7
Pensionsrückstellungen 860,9 1,0 903,0 1,0 -42,1
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 21.880,2 24,5 21.464,1 24,3 416,1
Sonstige lang- und mittelfristige Verbindlichkeiten 104,8 0,1 129,6 0,1 -24,8
23.897,7 26,8 23.612,2 26,7 285,5
Kurzfristiger Bereich
Rückstellungen 763,7 0,8 831,7 0,9 -68,0
Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 7.222,6 8,1 6.398,5 7,2 824,1
7.986,3 8,9 7.230,2 8,2 756,1
Bilanzvolumen 89.365,6 100,0 88.420,2 100,0 945,4

Das Bilanzvolumen beträgt zum Stichtag TEUR 89.365,6 (Vorjahr TEUR 88.420,2).

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Grundstücken und Bauten (TEUR 77.087,1) und dem übrigen Anlagevermögen (TEUR 2.098,3).

In 2023 wurde ein Grundstück, für das ursprünglich eine andere Verwendung geplant war, an einen Investor verkauft, der diesen Standort nunmehr für den Reihenhausbau nutzt. Des Weiteren wurde ein Grundstück in Bernburg, auf dem vor mehreren Jahren ein Wohnhaus abgerissen wurde, unter der Regie unserer Gesellschaft für den Eigenheimbau erschlossen und an einen Bauträger verkauft. Daneben wurden drei kleinere Grundstücke, die an dieses Gebiet angrenzen, an Garagenbauer verkauft.

Aus den genannten Verkäufen von Immobilien des Umlaufvermögens resultiert insgesamt ein positives Verkaufsergebnis von TEUR 17,3.

Das Anlagevermögen beträgt 88,6 % der Bilanzsumme und wird zu 72,6 % (Vorjahr 72,2 %) mit Eigenkapital finanziert (Anlagendeckung I). Langfristig ist die Finanzierung des Anlagevermögens zu 102,8 % (Vorjahr 101,8 %) mit Eigen- bzw. mittel- und langfristigem Fremdkapital incl. Sonderposten für Investitionszulagen gesichert (Anlagendeckung II). Somit ist die Fristenkongruenz der Finanzierung gewahrt.

Die Eigenkapitalquote (Summe aus Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt zum Stichtag 64,3 % (Vorjahr 65,1 %). Die Fremdkapitalquote (Rückstellungen und Verbindlichkeiten ohne Sonderposten zum Gesamtkapital) beträgt 34,5 % (Vorjahr 33,6 %).

Der Verschuldungsgrad (Fremdkapital ohne Sonderposten im Verhältnis zum Eigenkapital) beträgt 53,6 % (Vorjahr: 51,6 %).

Die Vermögenslage ist geordnet, die Vermögens- und Kapitalstruktur ist solide. Gegenüber dem Vorjahr ist eine stabile Entwicklung zu verzeichnen, die absoluten Kennziffern sind jedoch nach wie vor als gut zu bewerten. Einem weiteren Absinken der Eigenkapitalquote bzw. Erhöhung des Verschuldungsgrades sollte aus unserer Sicht trotzdem entgegengewirkt werden.

2.2. Finanzlage

Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachzukommen. Mögliche Skontierungen werden in Anspruch genommen. Darüber hinaus gilt es, die Zahlungsströme so zu gestalten, dass ausreichende Mittel für die Modernisierung des Wohnungsbestandes und für Neuinvestitionen zur Verfügung stehen, ohne dass dadurch die Eigenkapitalquote negativ beeinträchtigt wird.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 4.216,7 (Vorjahr TEUR 2.289,1) angewachsen. Mit TEUR 1.185 wirkt hier als größter Anteil der Überhang der Betriebskostenvorauszahlungen der Mieter gegenüber dem Volumen an potenziell abrechenbaren Betriebskosten für das Jahr 2023. Dies ist dem Sicherheitsbedürfnis der überwiegenden Mehrheit der Mieter geschuldet, die weiterhin erhöhte Vorauszahlungen trotz der temporären Entlastungen aus den gesetzlichen Maßnahmen der Energiepreisdeckelung beibehalten haben. Im Ergebnis dessen werden aus den Betriebskostenabrechnungen für 2023 erhöhte Rückzahlungen an die Mieter in 2024 erfolgen.

Darüber hinaus ist das geplante Budget der Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen im Ist gegenüber der Planung nicht ausgeschöpft worden.

Mit flüssigen Mitteln können 52,5 % (Vorjahr 31,5 %) der kurzfristigen Verbindlichkeiten beglichen werden (Liquidität 1. Grades). Zusammen mit den kurzfristigen Forderungen sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu 58,6 % (Liquidität 2. Grades) gedeckt.

Durch den regelmäßigen Liquiditätszufluss aus den Mieten bzw. Pachten wird durch sorgfältige Planung des Instandhaltungsmanagements und der Investitionen die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft auch zukünftig gesichert bleiben.

Die folgende Kapitalflussrechnung zeigt, dass der Cash flow für die planmäßigen Tilgungen vollständig ausreichte, das Investitionsvolumen konnte zum größten Teil nur über Fremdfinanzierung abgedeckt werden.

Die Mittelherkunft und die Mittelverwendung werden in der folgenden Kapitalflussrechnung dargestellt.

2023
TEUR
Jahresergebnis 303,8
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.278,5
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -57,8
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 45,2
Cashflow 3.569,7
Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -68,0
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -0,2
Zu-/Abnahme der Grundstücke des Umlaufvermögens (ohne Umwidmungen) 782,3
Veränderung sonstiger Aktiva -366,8
Veränderung sonstiger Passiva 799,3
Zinsaufwendungen 448,9
Zinserträge -57,3
Erträge aus Zuschüssen -502,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.605,7
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -57,0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,2
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.763,7
Erhaltene Zinsen 57,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.763,2
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 3.000,0
Auszahlungen aus der planmäßigen Tilgung von Krediten -2.583,9
Gezahlte Dividenden -400,0
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 502,7
Gezahlte Zinsen -433,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 85,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 1.927,6
Finanzmittelbestand zum 01. Januar 2.289,1
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 4.216,7

Der Cash-Flow (TEUR 3.569,7) ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.236,6) um TEUR 333,1 gestiegen, was im Wesentlichen auf den höheren Saldo aus Abschreibungen und Zuschreibungen auf das Anlagevermögen im Geschäftsjahr zurückzuführen ist.

Das Verhältnis von Cash-Flow zur planmäßigen Tilgung beträgt 1,38 (Vorjahr 1,23).

Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet.

Von den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 21.880,2 ist ein Volumen von TEUR 11.369,8 mit einer restlichen Laufzeit von 7 bis 19 Jahren ausgestattet.

Alle Darlehen sind festverzinslich. Der zum 31.12.2023 ermittelte Durchschnittszinssatz beträgt insgesamt 2,10 %. Aufgrund der negativen Zinsentwicklung in den letzten Monaten konnte die Finanzierungsvereinbarung Ende 2022 für 2023 in Höhe von TEUR 3.000 nur mit einem Zinssatz von 4,19 % erfolgen. Für dieses Darlehen wurde eine Zinsbindung von 10 Jahre vereinbart. Alle anderen zum 31.12.2023 bestehenden Kredite wurden als Volltilgerdarlehen vereinbart. Somit besteht kein weiteres Zinsrisiko für über 85 % der zum Ende des Geschäftsjahres laufenden Finanzierungen.

Für 2024 sind bisher zwei neue Darlehen vereinbart worden, in 2023 TEUR 3.500,0 und im Februar 2024 TEUR 800,0. Beide Finanzierungen betreffen die Anschaffung und den Umbau einer Gewerbeimmobilie zum künftigen Betriebshof der Stadt Bernburg (Saale). Da die Investitionsmaßnahme hinsichtlich der Außenanlagen und Ausrüstungsgegenstände gegenüber den Ursprungs-planungen Erweiterungen erfuhr, wurde die Nachfinanzierung erforderlich.

Kontokorrentkredite sind nicht vereinbart.

Im Übrigen verweisen wir auf die Darstellungen zur Verbindlichkeitsstruktur im Anhang.

2.3. Ertragslage

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 303,8 (Vorjahr TEUR 464,0) abgeschlossen. Die Planungen für 2023 sind mit TEUR 3,8 von einer "Schwarze Null" ausgegangen. Im Ist ist somit ein Mehrgewinn von TEUR 300,0 erzielt worden.

Für vier geplante Veräußerungen von Grundstücken des Anlage- und Umlaufvermögens konnte kein wirtschaftlich geeigneter Käufer gefunden werden. Die Verkäufe wurden aus diesem Grund in die Planung der Folgejahre verschoben.

Die Instandhaltungsaufwendungen insgesamt wurden gegenüber dem Soll um TEUR 233,9 unter-schritten. Das ist im Wesentlichen auf positive Effekte bei der Auftragsvergabe für die Leistungen der Modernisierungsmaßnahme Umstellung der Warmwasserbereitung von Gas auf Fernwärme im Puschkinweg gegenüber der Kostenschätzung zurückzuführen.

Das Jahresergebnis wird vorwiegend durch höhere Istmieten (TEUR 369,5), höhere Erträge aus Fördermitteln (TEUR 351,9) und geringere Abrisskosten (TEUR 154,2) geprägt, denen geringere Erträge aus Anlagenverkäufen (TEUR 300,5) und höhere Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 602,6) gegenüberstehen.

Die Ertragssituation in den Folgejahren bleibt weiterhin stark von der Entwicklung der Vermietungssituation, insbesondere des Wohnungsleerstandes, auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen in der Ukraine und der Flüchtlingsströme aus anderen Ländern, abhängig. Darüber hinaus belasten die Baupreisentwicklung und die Entwicklung der Energiepreise das Ergebnis bzw. schränken die umfangreichen Sanierungs- und Investitionsvorhaben ein.

Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresüberschuss setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung 16.762,1 88,6 15.845,5 92,1 916,6
Umsatzerlöse aus Grundstücksverkauf 1.426,9 7,6 51,0 0,3 1.375,9
Andere Umsatzerlöse und Erträge 977,3 5,2 410,4 2,5 566,9
Bestandsveränderungen -273,8 -1,4 870,6 5,1 -1.144,4
18.892,5 100,0 17.177,5 100,0 1.715,0
Betriebskosten und Grundsteuer -5.982,2 -31,7 -5.778,6 -33,6 -203,6
Instandhaltungsaufwand -5.116,0 -27,1 -4.513,4 -26,3 -602,6
Personalaufwendungen -2.065,0 -10,9 -1.943,9 -11,3 -121,1
Abschreibungen -2.859,3 -15,1 -2.828,0 -16,5 -31,3
Zinsaufwand -433,2 -2,3 -327,9 -1,9 -105,3
Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke -1.072,2 -5,7 -271,1 -1,6 -801,1
Übrige Aufwendungen -957,8 -5,1 -884,3 -5,1 -73,5
-18.485,7 -97,9 -16.547,2 -96,3 -1.938,5
Betriebsergebnis 406,8 2,1 630,3 3,7 -223,5
Zinsergebnis 57,3 0,0 57,3
Neutrales Ergebnis -160,3 -166,3 6,0
Jahresergebnis 303,8 464,0 -160,2

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Eine verlässlich herleitbare Prognose für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens kann nur auf Basis der nachfolgend dargestellten Annahmen gestaltet werden.

Die Geschäftsführung geht auf Grund der geopolitischen Lage und des sich immer weiter verschärfenden Arbeitskräftemangels von einem weiterhin positiven Saldo bei den Zuzügen in unsere Stadt aus. Ergänzt durch die guten Vermarktungserfolge im Industriegebiet an der A14 könnte die Zuwanderung mittelfristig eine Größenordnung erreichen, welche die doch erhebliche Differenz zwischen Geburten- und Sterberate kompensiert und zu einer Stagnation der Bevölkerungszahlen führt.

Diese mögliche Stabilisierung würde sich selbstverständlich positiv auf die allgemeine Nachfragesituation auswirken und das Leerstandsrisiko minimieren. In Betrachtung der regionalen Aspekte und der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt, unabhängig von der allgemeinen Krisenstimmung, sind Gründe für Optimismus gegeben.

Die wesentlichen Zukunftsrisiken für unser Unternehmen sind, ausgehend von der heutigen Betrachtung, nicht mehr mit lokalen Rahmenbedingungen zu begründen.

Die belastenden und nicht kalkulierbaren Zukunftsthemen sind die Finanzierungskonditionen am Kapitalmarkt, die kostentreibende Bürokratie, fehlende Planungssicherheit durch die politischen Stimmungsamplituden rund um das Thema Energiewende, komplizierte Fördermechanismen und auf sehr hohem Niveau verharrende Baupreise.

Die allgemein nachlassende Nachfrage im Bauhandwerk lässt für das nächste Jahr eine Verbesserung bei den Handwerkerkapazitäten vermuten, welche sich aber bei einer positiven Veränderung der Konjunkturlage sehr kurzfristig wieder ändern kann. Die Kernaussage, dass bedingt durch die extrem gestiegenen Baupreise deutlich höhere Mieten generiert werden müssen, bleibt vollinhaltlich bestehen. Die moderate Bestandssanierung bzw. die überdurchschnittlich gute Instandhaltung sind im Moment die einzigen Strategien, um dem Entkoppeln der Grundmieten von der Lebensrealität der Mieter entgegenzuwirken, ohne dabei den qualitativen Anschluss an den Markt zu verlieren. Der Neubau von Wohnungen und die grundhafte Sanierung von Wohngebäuden werden aus wirtschaftlichen Gründen in den nächsten Jahren kein Ansatz sein.

Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit

Unsere Bestände sind zu über 80 % mit Fernwärme versorgt und wir setzen auf deren quantitativen Ausbau und eine mittel- bis langfristige Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung durch den Versorger. Die momentan erkennbare politische Privilegierung der Fernwärme ist aus diesem Grund für unser Unternehmen ein beruhigender Ansatz.

Die Umstellung der Warmwasserbereitung von Gas auf Fernwärme befindet sich in den angeschlossenen Gebäuden in der finalen Phase und wird in 2024 abgeschlossen.

Die Reduzierung der Wärmeverbrauchskosten wurde und wird durch eine schon seit Jahrzehnten realisierte Dämmung der Gebäudeaußenhüllen erreicht. Diese Strategie wird in den nächsten Jahren auf gehobenem Niveau fortgeführt. Bei der Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes setzen wir auf für unsere Mieter finanzierbare und mit bauphysikalischem Sachverstand durchführbare Maßnahmen.

Bei den noch mit Erdgas beheizten Gebäuden, welche langfristig in unserem Bestand gehalten werden sollen, ist das vorrangige Ziel, diese an eine ggf. mögliche Fernwärmeversorgung anschließen zu lassen. Dabei erhoffen wir uns durch die kommunale Wärmeplanung, bei deren Umsetzung wir von der Stadt Bernburg (Saale) eingebunden sind, die notwendige Planungssicherheit.

Darüber hinaus gibt es Konzepte in den Gebäuden, welche langfristig und netzbedingt nicht an eine zentrale Wärmeversorgung angeschlossen werden können, Luft-Wasser-Wärmepumpen einzubauen. Dazu werden in 2024 zwei Referenzgebäude beplant, um in individuellen Feldtests diese Technologie, auch in Bezug auf das Nutzungsverhalten unserer Mieter, zu prüfen.

Die in Zusammenarbeit mit den SWB realisierten Mieterstrommodelle am Saalplatz und im Krummmacherring waren die ersten Schritte an unseren Objekten zur emissionsfreien Energieerzeugung. Darauf aufbauend wurde in den letzten zwei Jahren durch die Gesellschaft in drei Photovoltaikanlagen investiert, welche mit insgesamt 130 kWp ca. 130.000 kWh erzeugen können. Die erste Anlage wurde auf dem Dach eines Mietwohngrundstückes mit drei Mieteinheiten errichtet und versorgt vorrangig eine Wärmepumpe und die Mieter mit Solarstrom. Die anderen beiden Anlagen befinden sich noch in der Fertigstellungsphase. Zum einen betrifft das unseren eigenen Bauhof, bei dem sowohl auf dem Dach als auch an der Fassade Solarmodule installiert wurden. Zum anderen wird beim Umbau des Objektes Hallesche Landstraße 111 zum neuen Betriebshof der Stadt Bernburg (Saale) eine Photovoltaikanlage integriert.

Da unsere Wohnungsbestände ausschließlich im Stadtgebiet von Bernburg liegen, wurde unser Fahrzeugpark mit vier Elektrofahrzeugen ausgestattet, die seit nunmehr zwei Jahren emmisionsfrei im Stadtverkehr unterwegs sind. Dafür wurden Wallboxen installiert, um die Ladung der E-Fahrzeuge auf dem eigenen Gelände und zukünftig mit selbsterzeugtem Solarstrom sicherzustellen. Die sinnvolle Anschaffung weiterer E-Fahrzeuge wird geprüft.

Neben dem Thema Energiewende engagiert sich unser Unternehmen bei Maßnahmen zur Aufwertung durch Begrünung, Schaffung von ökologischen Nischen in unserer Stadt und dem damit einhergehenden verbesserten Mikroklima. Als realisierte und in Realisierung befindliche Vorhaben kann der "Ruheort Natur" am Eichenweg, die Schaffung eines durch Baumneupflanzung definierten Grüngürtels am Kesslerturm und die Neugestaltung des Vorplatzes "Am Fortschritt" genannt werden.

Unsere Planung für die nächsten drei Jahre geht von folgenden Kennzahlen aus:

Plan Plan Plan
2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse aus Mieten und Pachten 11.862 12.033 12.990
Instandhaltungsaufwendungen 4.920 4.750 4.600
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 589 610 587
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 100 151 177

In den aktuellen Planungen wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH im Jahr 2030 unter 2800 Wohneinheiten vermietet haben wird und Risiken unwirtschaftlicher Investitionen in stadtbildprägende Immobilien nur noch in besonderen Einzelfällen anstehen. Durch eine zukunftsorientierte Ausschüttungspolitik unseres Gesellschafters könnte zudem der überwiegende Teil der erwirtschafteten Gewinne in die eigenen Bestände reinvestiert werden.

Intern ist unser Unternehmen mit einem klar strukturierten Geschäftsverteilungsplan bzw. internen Dienstanweisungen gut organisiert und die innerbetrieblichen Zuständigkeiten sind klar geregelt. Ein über die üblichen Kontrollfunktionen angewandtes 4-Augen-Prinzip in den risikobehafteten Bereichen, wie Auftragsvergabe, Rechnungsfreigabe und Zahlungsverkehr trägt dafür Sorge, dass ein angemessener Kontrollmechanismus gegeben ist.

Durch unser Risikomanagement sind wir in die Lage versetzt, in Echtzeit die relevanten Ergebnisse unseres Unternehmens zu verfolgen und bei außerplanmäßigen Entwicklungen sofort zu reagieren.

 

Bernburg, den 28.03.2024

Holger Köhncke, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH, Bernburg (Saale)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH, Bernburg (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH, Bernburg (Saale), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 30. April 2024

DOMUS Steuerberatungs-AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Niederlassung Hannover

Brandt, Wirtschaftsprüfer

Kalbow, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2023 alle ihm nach dem Gesetz und dem Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Geschäftsführer beraten, diesen bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei von Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Seinen Informationspflichten ist der Geschäftsführer der BWG stets und in angemessener Tiefe nachgekommen. Über die für das Unternehmen relevanten Sachverhalte und Maßnahmen hat er den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form unterrichtet.

Der Aufsichtsrat ließ sich während des Geschäftsjahres 2023 in regelmäßigen Sitzungen und durch schriftliche Berichte von der Geschäftsführung über wichtige Geschäfte und über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichten. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hatten auch im zurückliegenden Geschäftsjahr ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung kritisch auseinanderzusetzen und Anregungen einzubringen. Sie erhielten auf diese Weise laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach dem Gesetz oder dem Gesellschaftsvertrag für die Geschäftsführung erforderlich war.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Zur Vorbereitung der Zusammenkünfte übermittelte die Geschäftsleitung rechtzeitig umfassend aussagekräftige schriftliche Berichte und Beschlussvorschläge. Die Abwesenheit einzelner Mitglieder zu den Sitzungen war stets entschuldigt.

Im Vordergrund der Beratungen im Geschäftsjahr 2023 standen neben Grundstückverkäufen und -ankäufen u. a. die Vergaben im Rahmen des Bauvorhabens "Lagerhalle Hohe Straße 12" sowie des neuen Betriebshofes der Stadt Bernburg (Saale) in der Halleschen Landstr. 111 und die Balkonanbauten in der Bruno-Hinz-Straße 26-42/Olga-Benario-Straße 41-45. Weiter ging es um die umfassende Sanierung des neu erworbenen Grundstücks Markt 28 und um die Fortschreibung/Anpassung des Rückbaukonzeptes bis 2030.

Anhand der von der Geschäftsführung erarbeiteten Übersichten wurden in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig die Ergebnisse der Quartalsberichte erörtert, der aktuelle Leerstand analysiert und über den jeweiligen Stand der Investitionen berichtet.

Im Einzelnen beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 mit folgenden Themen in den stattgefundenen Sitzungen bzw. im schriftlichen Umlaufverfahren:

In der 1. ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30. März 2023 standen die Besichtigung des Grundstücks Markt 28, dessen Sanierung und geplanter Vermietung sowie die Vorstellung des City-Managers Roger Warthemann auf der Tagesordnung. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat mit der Vergabe des Gewerks Rohbau der Lagerhalle Hohe Str. 12 und der Vergabe des Gewerks Balkonanbauten Bruno-Hinz-Str. 26-42/Olga-Benario-Str. 41-45. Weitere Themen waren die Finanzierung Hallesche Landstr. 111 zur Errichtung des neuen Betriebshofs der Stadt Bernburg (Saale). Die auch auf der Tagesordnung dieser Sitzung gestandene Entscheidung zum Grundstückstausch Süd-West/Vor-dem-Nienburger Tor 78, 79, 80 wurde auf Ende 2024 vertagt.

In der zweiten Aprilhälfte 2023 hat der Aufsichtsrat mittels Umlaufbeschlüssen über den Verkauf der Grundstücke Markt 12/13 und Wilhelmstr. 15 in 06406 Bernburg (Saale) sowie über die Vergabe der Trockenbauarbeiten Hallesche Landstr. 111 in 06406 Bernburg (Saale) abgestimmt.

Im Rahmen der 2. ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 28. Juni 2023 befasste sich der Aufsichtsrat unter Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers Herrn Brandt von der DOMUS AG schwerpunktmäßig mit dem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022. Dabei prüft die DOMUS AG auftragsgemäß jährlich gem. IDW PS 700 auch die gewährten Beihilfen nach Artikel 107 AEUV zugunsten öffentlicher Unternehmen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben den Jahresabschluss nebst Lagebericht rechtzeitig erhalten und konnten sich eingehend mit diesem und dem Beschlussvorschlag der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung befassen.

Weitere Tagesordnungspunkte dieser Sitzung waren die Änderung des Gesellschaftsvertrages aufgrund der dem Landesrechnungshof gem. § 54 HGrG einzuräumender Prüfrechte, der Verkauf von Teilgrundstücken Hohe Str. 12 und Neuer Weg 5-13 in 06406 Bernburg (Saale), die Übertragung öffentlicher Verkehrsflächen im Wohngebiet Brunnenstraße auf die Stadt Bernburg (Saale) sowie die Vergabe der Elektroinstallationsarbeiten Hallesche Landstr. 111, dem künftigen Betriebshof der Stadt Bernburg (Saale).

In weiteren Umlaufbeschlüssen Anfang August 2023 stimmte der Aufsichtsrat über die Vergabe der Rohbauarbeiten am Grundstück Markt 28 sowie die Vergabe Heizung/Lüftung/Sanitär am BV Hallesche Landstr. 111, 06406 Bernburg (Saale) ab.

Am 02. November 2023 hat die 3. ordentliche Aufsichtsratssitzung stattgefunden, in welcher der Aufsichtsrat zunächst während einer gemeinsamen Besichtigung des Grundstückes Hallesche Landstr. 111 über den Baufortschritt des künftigen neuen Betriebshofs der Stadt Bernburg (Saale) informiert wurde. Auf der Tagesordnung standen weiter der Wirtschaftsplan 2023 und der Verkauf einer unbebauten Grundstücksfläche im Baugebiet "Am Gnetscher Weg"(Dürerring/Paldamusstraße). Weitere abstimmungsbedürftige Themen waren die Vergabe der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und die Pflicht zur Anwendung der Beteiligungsrichtlinie der Stadt Bernburg (Saale).

Die 4. und letzte Aufsichtsratssitzung hat am 20.12.2023 stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen der Ankauf von Grundstücksflächen Bruno-Hinz-Straße zur möglichen Erweiterung der Stellplatzanlage, der Grundstücksverkauf und die Weiterentwicklung des Garagenkomplexes an der Halleschen Straße/Ecke Semmelweisstraße sowie die Ausfinanzierung des BV Betriebshof der Stadt Bernburg (Saale) in der Halleschen Landstr. 111, 06406 Bernburg (Saale). Weitere Themen waren die Vergabe der Freiflächenarbeiten an vorgenanntem Bauvorhaben, der Verkauf der Grundstücke Breite Str. 33 und Wilhelmstr. 15, 06406 Bernburg (Saale), nachdem beide Grundstücke erneut ausgeschrieben werden mussten sowie die Zahlung einer freiwilligen Einmalzahlung im Rahmen der Inflationsausgleichsprämie an die Beschäftigten der BWG.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsrat außerdem regelmäßig über die Abstimmungsergebnisse der einzelnen Umlaufbeschlüsse unterrichtet.

Jahresabschluss

Die durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 02.11.2023 zum Abschlussprüfer bestellte DOMUS AG Wirtschaftsprüfungs-/Steuerberatungsgesellschaft Hannover hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH zum 31.12.2023 ordnungsgemäß geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Prüfbericht des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH haben dem Aufsichtsrat vorgelegen.

Im Prüfungsbericht erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsansätze. Bei seiner Prüfung hat die DOMUS AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auftragsgemäß auch die Vorschriften des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG beachtet. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und dieser Prüfung auch die Feststellungen des Abschlussprüfers zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung zugrunde gelegt.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH die Regeln des HGB eingehalten hat. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 04.06.2024 gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert.

Auf Basis der eigenen Prüfung und nach Anhörung des Abschlussprüfers stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und hatte keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung folgende Beschlüsse zu fassen:

1.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird festgestellt.

2.

Den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrates wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt.

3.

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 303.811,77 EUR wird in Höhe von 100.000,00 EUR ausgeschüttet.

4.

Der verbleibende Betrag in Höhe von 203.811,77 EUR wird dem Gewinnvortrag zugeführt.

6.

Auszahlungstermin für die Ausschüttung in Höhe von 100.000,00 EUR ist der 10.09.2024.

 

Bernburg (Saale), den 04.06.2024

Uwe Cisewski, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH

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