Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 621
Vorher
SIEGERT electronic GmbH
Eingetragen
16.4.1970
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von integrierten Schichtschaltungen und verwandten oder vergleichbaren Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uros Likar
seit 28.12.2017
Geschäftsführer
Walter Distler
seit 9.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Kolektor Microtel S.p.A.ITA
74.90%
SIEGERT electronic GmbHEigenbeteiligung
20.00%
PSU Poslovne storitve, upravljanje d.o.o.SVN
5.10%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Kolektor Microtel S.p.A.
Italy
299.600 €
74.90%
SIEGERT electronic GmbH
Germany
80.000 €
20.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kolektor Siegert GmbH

Cadolzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg

Grundlagen des Unternehmens

Die Kolektor Siegert GmbH hat ihren Sitz in Cadolzburg. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von integrierten Schichtschaltungen und verwandten oder vergleichbaren Produkten.

Branchenentwicklung 2023

Nach veröffentlichten Informationen des ZVEI (= Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2024) blieben in der deutschen Elektrobranche 2023 im Vergleich zum Vorjahr die Auftragseingänge um 2,2% zurück. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6 % bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1 % bei den Auslandsorders gegenüber. Bei den Neuaufträgen aus dem Euroraum fiel das Minus 2023 mit 9,3 % mehr als doppelt so hoch aus wie bei den Bestellungen aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (-4,2 %).

Das Jahr 2023 hat die Branche mit einem aggregierten Erlös von 238,1 Mrd. € abgeschlossen. Dies waren 6 % mehr als noch 2022. Der Inlands- und der Auslandsumsatz kamen im vergangenen Jahr auf 115,0 Mrd. € (+7,2 %) und 123,1 Mrd. € (+5,1 %). Die Erlöse mit Geschäftspartnern aus dem Euroraum erhöhten sich 2023 um 5,8% auf 44,0 Mrd. € und die mit Drittländern um 4,7 % auf 79,1 Mrd. €.

Integrierte Schichtschaltungen auf Basis von keramischen Schaltungsträgern sind nur ein geringer Teil der deutschen Elektroindustrie. Der Inlandsmarkt für Integrierte Schichtschaltungen wird nach Einschätzung des ZVEI mit knapp 600 Mio. Euro angegeben.

Geschäftsverlauf und Entwicklung der Kolektor Siegert GmbH 2023

1. Geschäftsverlauf

Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir regelmäßig die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Steuern als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren heran.

Unser Geschäft in 2023 verzeichnete eine Verringerung der Umsatzerlöse auf 25,1 Mio. EUR (VJ 29,6 Mio. EUR).

Hintergrund hierfür ist ein deutlicher Rückgang eines Projektes in der Ladeinfrastruktur für E-Autos, was letztendlich zur Insolvenz unseres Kunden führte.

Der Geschäftsverlauf schließt mit einem Jahresergebnis vor Steuern von Minus 80,6 T€. Die Prognose eines ursprünglichen Ergebnisses vor Steuern in Höhe von ca. 1,61 Mio. € konnte nicht erreicht werden. Ursächlich hierfür war zum einen der oben beschriebene Rückgang des Projektes in der Ladeinfrastruktur für E-Autos. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis allerdings durch eine außergewöhnliche Abschreibung von Rohstoffen, Halbfabrikaten und Fertigfabrikaten im Zusammenhang mit der Insolvenz unseres oben genannten Kunden in Höhe von 0,74 Mio. € und einer Forderungsabschreibung in Höhe von 0,28 Mio. €.

Ohne Berücksichtigung der außergewöhnlichen Abschreibungen beurteilen wir insgesamt den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

2. Umsatz und Auftragsbestand

Im Geschäftsjahr 2023 war eine Reduzierung der Umsatzerlöse von 15,3 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Exportanteil lag mit 28,8 % höher als im Vorjahr (25,4 %). Insgesamt wurden etwa 95 % des Umsatzes in den Bereichen Automobil und Industrieelektronik erwirtschaftet und lagen damit etwas höher als im Vorjahr (93 %).

Mit integrierten Schichtschaltungen erzielte die Kolektor Siegert GmbH im Laufe des Jahres ca. 61 % des Jahresumsatzes, was über dem Vorjahreswert von 53 % lag. Begründet ist diese Steigerung durch den in Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten Erlös von Handelswaren und Sonderbeschaffungen im Gesamtumsatz, welcher den Anteil der integrierten Schichtschaltungen prozentual steigert.

Hauptumsatzträger in 2023 war wiederum mit ca. 58 % die Automobilelektronik, gefolgt von der Industrieelektronik mit ca. 37 %. Die Marktbereiche Konsumelektronik und Büro-/Datentechnik sind für Kolektor Siegert GmbH nach wie vor nicht relevant, ebenso wenig die Telekommunikation und die Medizintechnik.

Der Auftragsbestand zum Stichtag 31.12.2023 lag mit 16,0 Mio. € niedriger als im Vorjahr (23,8 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen durch die Stornierung des oben beschriebenen Leiterplattenprojektes aus der Ladeinfrastruktur begründet. Das Book to Bill Verhältnis lag in Summe bei 0,73.

Die Gesamtleistung lag mit 25,5 Mio. € um 15,2% niedriger, das Betriebsergebnis (EBIT) mit 24 T€ (nach Sonderabschreibung) um 97,5% niedriger als im Vorjahreszeitraum.

3. Pro duktion

Kolektor Siegert GmbH entwickelt und produziert kundenspezifische elektronische Flachbaugruppen auf Basis von sowohl Dickschicht-Hybriden als auch Leiterplatten. Der Produktionsschwerpunkt liegt mit etwa 61 % auf Dickschicht-Hybriden und Netzwerken.

4. Investitionen

Die geplanten Investitionen wurden 2023 nur zum Teil durchgeführt. 8 % der geplanten Investitionen waren spezifisch für ein Projekt aus dem Automobilsegment geplant, welches jedoch kundenseitig nicht vorangetrieben wurde. Die darüber hinaus wichtigsten Investitionen in 2023 waren die Automatisierung der Ofenbeladung im Dickschichtbereich mittels eines Robotersystems, sowie ein Schneidlaser im Bereich der Leiterplattenfertigung zur Vereinzelung der Nutzenplatinen. Des Weiteren wurde eine neue Reinigungsanlage zur Entfernung von Flußmittelrückständen auf Leiterplatten und Keramikschaltungen nach dem Löten installiert, deren Investitionsentscheidung allerdings bereits 2022 erfolgte. Eine weitere Ersatzinvestition in einen Reflowofen wurde entschieden und bestellt, allerdings erfolgt hier die Lieferung erst in 2024. Ebenso wurde zur Vorbereitung auf ein großes Neu-Projekt aus dem Automobilsegment die Investitionsentscheidung zur Optimierung einer SMT Linie (Belader, Entlader, DMC-Laser, Zinndrucker, Bestücker und AOI) inkl. der Funktionsprüfung und Vereinzelung getroffen und bestellt. Auch deren Installation wird in 2024 erfolgen.

5. Finanzierung

Die Gesellschaft finanziert das operative Geschäft im Wesentlichen aus Eigenmitteln. Das bereits 2021 vom Kolektor Konzern zur Verfügung gestellte Darlehen in Höhe von 700.000 EUR wurde im Dezember vollständig zurückgeführt, im Gegenzug wurde vom Konzern ein weiteres Darlehen über 350.000 EUR gewährt, welches in der ersten Jahreshälfte 2024 getilgt wird. Das investive Geschäft im Geschäftsjahr 2023 wurde mit 44% aus Eigenmitteln finanziert, 56 % wurden über Leasingverträge abgedeckt.

6. Forschung und Entwicklung

Kolektor Siegert GmbH arbeitet mit nationalen und internationalen Partnern an diversen Forschungsprojekten in der Mikrosystemtechnik und der Sensorik mit dem Ziel der Optimierung und Neuentwicklung von Prozessen und Technologien um damit die Zukunft des Unternehmens mit zu sichern. Zur Bewältigung dieser Aufgabe stehen ausreichend Diplom-Ingenieure und Techniker zur Verfügung. Öffentliche Förderungen waren im Geschäftsjahr 2023 gemäß Planung nicht zu verzeichnen.

7. Personal- und Sozialbereich

Der Personalstamm inklusive Arbeitnehmerüberlassung und geringfügiger Beschäftigung wurde im Durchschnitt verringert. Bedingt durch den Umsatzrückgang hat sich die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) von 25,5 % auf 29,2% erhöht.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2023 umgerechnet auf Vollzeitbasis durchschnittlich 150 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr mit 158 Mitarbeitern.

8. Sonstige wichtige Vorgänge

Die Insolvenz eines Kunden aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge erforderte eine außergewöhnliche Sonderabschreibung in Höhe von 1,02 Mio. EUR (0,74 Mio. EUR Rohstoffe, Halb- und Fertigfabrikate, 0,28 Mio. EUR Forderungsabschreibung).

Sonstige Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.

9. Vermögens- und Finanzlage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Vermögenslage wie folgt verändert:

Auf der Aktivseite beläuft sich der Bestand an Sachanlagen auf 43,8 % (VJ 40,9 %), die Vorräte betragen 31,6 % (VJ 34,0 %), der Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 21,1 % (VJ 23,0 %) und der der flüssigen Mittel 0,6% (VJ 1,4 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital beträgt 12,2 Mio. € (71,9 %). Im Vorjahr betrug die Quote 68,2 %.

Der operative Cash-flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) beläuft sich auf 881,2 T€ (VJ 1.691,2 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 2.262,3 T€ (VJ 2.141,7 T€). Die bereits bestehenden Darlehen konnten wie geplant zurückgeführt werden.

Die Gesellschaft war jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

10. Ertragslage

Im Wesentlichen bedingt durch die Insolvenz eines Kunden aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge sanken die Umsatzerlöse um 15,3 %.

Die Materialaufwendungen in Relation zur Gesamtleistung betrugen 57,3 % (VJ 62,7 %) Weiterhin führte der Abbau des Personalbestandes zu einer Verringerung der Personalkosten um 2,6 %.

Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresergebnis von minus 74,7 T€, das Ergebnis vor Steuern beträgt minus 69,0 T€ (VJ +919,1 T€).

11. Gesamtaussage

Ohne Berücksichtigung der außergewöhnlichen Abschreibungen, bedingt durch die Insolvenz eines Kunden aus dem Bereich der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, war der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 für unser Unternehmen insgesamt zufriedenstellend.

Ausblick Kolektor Siegert GmbH 2024

1. Chancen

Kolektor Siegert GmbH ist mit seinen kundenspezifischen Produkten vielschichtig über den gesamten Bereich der Elektronik vertreten. Chancen ergeben sich durch relevante hochvolumige Projekte im Automobil- und Industriebereich, die sich im Serienzustand befinden und durch neue Projekte und Kontakte im Dickschicht- und PCBA-Bereich (= Printed Circuit Board Assembly), die sehr viel versprechend sind bzw. bereits beauftragt sind.

Die Integration des Unternehmens in den KOLEKTOR-Konzern wird durch Synergieeffekte sowohl in Bezug auf Marktzugang als auch in technologischen Bereichen zur weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens beitragen.

2. Risiken

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Wichtige Bestandteile unseres Risikomanagements stellen unser fristgerechter Planungsprozess, sowie ein funktionierendes Controlling dar. Dies versetzt uns in die Lage, Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls notwendige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wechselkursrisiken stellen für die Gesellschaft kein signifikantes Risiko dar, da die Zahlungsströme vorwiegend in unserer Hauswährung EURO abgewickelt werden.

Zinsrisiken werden durch feste Zinsvereinbarungen vermieden.

Beschaffungsrisiken werden durch ein aktives Lieferantenmanagement begegnet. Wichtige Zulieferteile und Rohstoffe werden durch alternative Beschaffungsquellen abgesichert. Ferner besteht mit den wesentlichen Lieferanten eine enge Beziehung. Schließlich stellen interne Qualitätskontrollen eine ausreichende Qualität sicher.

Das Unternehmen ist in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, aus denen ein wesentlicher, negativer Effekt auf das Firmenergebnis zu erwarten ist.

Weitere negative wirtschaftliche Einflüsse des Ukraine-Russland-Konfliktes sind direkt nicht zu erwarten, es bestehen keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in diese beiden Länder. Ebenso bestehen keine Beziehungen zum nahen Osten, aus dem Gaza-Konflikt sind daher keine negativen wirtschaftlichen Einflüsse zu erwarten. Weitreichende negative Folgen der Konflikte für unsere Kunden und Lieferanten blieben im abgelaufenen Jahr weitgehend aus und sind auch für 2024 aktuell nicht zu erwarten.

Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Risiken der Gesellschaft als beherrschbar ein.

3. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei bzw. gegenüber Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzdispositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen, Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bei Neukunden werden vor Belieferung Bonitätsauskünfte eingeholt.

Preisänderungsrisiken werden permanent überwacht und nötigenfalls erfolgt eine Weitergabe der Preissteigerungen an den Markt.

Liquiditätsrisiken werden durch eine permanente Liquiditätsvorschau regelmäßig überwacht.

4. Gesamtaussage

Aus heutiger Sicht überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung die damit verbundenen Risiken.

Die aktuelle Bedarfsplanung unserer Kunden zeigt für 2024 reduzierte Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, sodass für 2024 niedrigere Umsatzerlöse erwartet werden. Weiterhin gehen wir beim Vorsteuerergebnis von einer Steigerung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus, welcher sich durch einen konservativen Planungsansatz heraus kristallisiert hat.

Als Reaktion auf die allgemeine gesunkene Bedarfsplanung hat das Unternehmen vorsorglich Kurzarbeit beantragt mit Beginn zum 01.03.2024. Der Antrag wurde positiv beschieden.

5. Ausblick und Leistungsindices

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen um ca. 14% geringeren Umsatz aus Produktion im Vergleich zum Vorjahr. Der Produktumsatz 2024 (ohne wesentliche Erlöse aus Sonderbeschaffung und Handelsware) wird mit 21,5 Mio. EUR geplant, das Ergebnis vor Steuern mit ca. 0,24 Mio. EUR.

Es ist ausgesprochenes Ziel der Geschäftsleitung durch konsequenten Ausbau und Weiterentwicklung des Standortes stabile und positive Ertragszahlen zu erwirtschaften, um damit die Zukunft auf eine weiterhin solide Basis zu stellen.

 

Cadolzburg, 27. März 2024

gez. Dipl.-Ing. Uros Likar, Geschäftsführer

gez. Dipl.-Ing. Walter Distler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.488.696,52 7.622.976,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.018,00 39.908,00
II. Sachanlagen 7.426.678,52 7.583.068,09
B. Umlaufvermögen 9.417.710,20 10.867.335,59
I. Vorräte 5.352.422,69 6.302.612,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.955.093,39 4.312.135,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 110.194,12 252.587,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.713,85 36.927,39
Summe Aktiva 16.941.120,57 18.527.239,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.182.617,93 12.631.151,60
I. ausgegebenes Kapital 320.000,00 320.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
2. eigene Anteile -80.000,00 -80.000,00
II. Gewinnvortrag 11.937.319,82 11.682.234,19
III. Jahresfehlbetrag 74.701,89 -628.917,41
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 144.099,00 150.276,00
C. Rückstellungen 356.060,59 1.185.219,98
D. Verbindlichkeiten 4.258.343,05 4.560.591,49
Summe Passiva 16.941.120,57 18.527.239,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.098.818,78 11.703.609,36
2. Personalaufwand 7.457.103,52 7.658.814,72
a) Löhne und Gehälter 6.060.223,52 6.383.087,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.396.880,00 1.275.727,20
davon für Altersversorgung 7.311,20 6.579,71
3. Abschreibungen 1.690.891,26 1.062.257,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 955.859,08 1.062.257,12
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 735.032,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.926.827,20 2.016.480,06
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 14.366,84 76.007,96
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93.025,91 47.009,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.942,62 278.587,00
8. Ergebnis nach Steuern -63.086,49 640.532,81
9. sonstige Steuern 11.615,40 11.615,40
10. Jahresfehlbetrag 74.701,89 -628.917,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kolektor Siegert GmbH mit Sitz in Cadolzburg im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 621 eingetragen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss der Kolektor Siegert GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Satzung erstellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz werden die Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Vermerke zu den Verbindlichkeiten anstatt in die Bilanz in den Anhang aufgenommen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 246-256a HGB sowie §§ 268-274a HGB vorgenommen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit absetzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer und auf Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Bei der Festlegung der Nutzungsdauern der Immateriellen Vermögensgegenständen und der Sachanlagen erfolgt eine Orientierung an die steuerlichen AfA-Tabellen.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zum gewogenen Einstandspreis oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades bei den unfertigen Erzeugnissen) bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem Niederstwertprinzip wird bei allen Posten, soweit erforderlich, durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d.h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne aus der Währungsumrechnung werden nur berücksichtigt, soweit sie Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr betreffen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte einschließlich deren Jahresabschreibungen ist je Posten der Bilanz aus dem nachfolgend beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.388,58 41.519,60 0,00 0,00 422.908,18
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 381.388,58 41.519,60 0,00 0,00 422.908,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.324.161,31 0,00 0,00 0,00 8.324.161,31
2. techische Anlagen und Maschinen 8.527.962,07 659.386,36 11.600,00 10.125,32 9.185.873,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 5.061.696,32 118.105,80 860,00 0,00 5.178.942,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.125,32 2.569,75 0,00 -10.125,32 2.569,75
Summe Sachanlagen 21.923.945,02 780.061,91 12.460,00 0,00 22.691.546,93
Summe Anlagevermögen 22.305.333,60 821.581,51 12.460,00 0,00 23.114.455,11
Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 341.480,58 19.409,60 0,00 0,00 360.890,18
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 341.480,58 19.409,60 0,00 0,00 360.890,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.644.223,54 283.968,00 0,00 0,00 2.928.191,54
2. techische Anlagen und Maschinen 7.741.413,07 406.257,68 11.599,00 0,00 8.136.071,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3.955.240,32 246.223,80 859,00 0,00 4.200.605,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 14.340.876,93 936.449,48 12.458,00 0,00 15.264.868,41
Summe Anlagevermögen 14.682.357,51 955.859,08 12.458,00 0,00 15.625.758,59
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.018,00 39.908,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 62.018,00 39.908,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.395.969,77 5.679.937,77
2. techische Anlagen und Maschinen 1.049.802,00 786.549,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 978.337,00 1.106.456,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.569,75 10.125,32
Summe Sachanlagen 7.426.678,52 7.583.068,09

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden (wie im Vorjahr) nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 8) und resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen enthalten, die einen nicht unerheblichen Umfang haben: Rückstellungen für Urlaub und Überstunden TEUR 141 (Vj. TEUR 117), Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 113 (Vj. TEUR 126) und Rückstellungen für Gewinnbeteiligung, Provisionen und Berufsgenossenschaft TEUR 40 (Vj. TEUR 246).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEUR
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 2.262,3 1.419,0 843,2 0,0
(Vorjahr) (2.141,7) (898,2) (1.243,5) (0,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 605,1 605,1 0,0 0,0
(Vorjahr) (667,6) (667,6) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 363,6 363,6 0,0 0,0
(Vorjahr) (753,4) (753,4) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.027,4 550,9 476,5 0,0
(Vorjahr) (998,0) (698,0) (300,0) (0,0)
Gesamt 4.258,3 2.938,6 1.319,7 0,0
(Vorjahr) (4.560,6) (3.017,2) (1.543,5) (0,0)

Die Besicherung von Verbindlichkeiten mit einem Gesamtbetrag von 1.243,5 TEUR erfolgte durch eine Grundschuldeintragung. Der Gesamtbetrag entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 753), davon gegenüber dem Gesellschafter TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 12) und beruhen auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 53) und auf Darlehen in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 700).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 159) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 82.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 76) enthalten, die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 19).

Angaben nach § 285 Nr. 31 HGB

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 284 Aufwendungen aus Forderungsverlusten aus der Insolvenz eines Kunden enthalten, denen eine Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 100 in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenübersteht. Diese Aufwendungen und Erträge sind als periodenfremd zu klassifizieren.

Aus der Insolvenz des Kunden ergab sich außerdem die Notwendigkeit Wertberichtigungen auf Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 735 vorzunehmen. Dies wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen gezeigt.

E. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Jahres beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Kaufmännische/Technische Arbeitnehmer 52 52
Gewerbliche Arbeitnehmer 86 104
Heimarbeiter 26 25
Erziehungsurlaub, Mutterschutz 12 6
176 187

Angaben zu Leitungsorganen

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum und sind weiterhin:

Uros Likar, Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer

Walter Distler, Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von EUR -74.701,89 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Gewinnvortrag von EUR 11.937.319,82 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Kolektor Microtel SPA, via G. di Vittorio 5; 20065 Inzago; Mailand, Italien; einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird voraussichtlich ab Ende April 2024 bei der Gesellschaft verfügbar sein.

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Kolektor Holding d.d., Vojkova ulica 10, 5280 Idrija, Slovenia, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird voraussichtlich ab Ende Juni 2024 bei der Gesellschaft verfügbar sein.

sonstige Berichtsbestandteile

Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Cadolzberg, den 27. März 2024

gez. Dipl.-Ing. Uros Likar, Geschäftsführer

gez. Dipl.-Ing. Walter Distler, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse die größenabhängigen Erleichterungen (nach § 327 Nr.1 HGB) zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kolektor Siegert GmbH, Cadolzburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend da.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresbschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresbschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 28. März 2024

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

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