Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 12193
Vorher
AGC Automotive Germany GmbH
Eingetragen
25.1.1973
Branche
Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.
Gegenstand
die Herstellung und Vertrieb von Glas, Fiberglas, organischen und anorganischen Chemikalien sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die zur Herstellung der vorgenannten Erzeugnisse bestimmt sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Nina Sophia Fabritz
seit 6.10.2025
Prokura
Ulrich Vennedey
seit 10.7.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AGC GLASS EUROPE S.A.BEL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AGC GLASS EUROPE S.A.
Belgium
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGC Glass Germany GmbH

Wegberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Festgestellt am 05.02.2025

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AGC GLASS GERMANY GMBH, WEGBERG

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 355.581.025,05 326.648,7
I. Sachanlagen 504.442,40 1.372,1
II. Finanzanlagen 355.076.582,65 325.276,6
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.132.221,13 4.456,4
I. Vorräte 0,00 1.445,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.130.913,42 3.010,4
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 1.532.543,61 (Vorjahr: TEUR 1.922,6)
- Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 619.392,89 (Vorjahr: TEUR 852,8)
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.307,71 0,2
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 3,3
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 44.792.154,58 11.142,1
405.505.400,76 342.250,5

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,0
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25,6
II. Kapitalrücklage 35.795.710,63 35.795,7
III. Verlustvortrag -46.963.385,84 -36.078,9
IV. Jahresfehlbetrag -33.650.043,96 -10.884,5
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 44.792.154,58 11.142,1
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.056.370,01 6.213,6
C. VERBINDLICHKEITEN 402.449.030,75 336.036,9
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 402.449.030,75 (Vorjahr: TEUR 336.036,9)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 3.504.061,41 (Vorjahr: TEUR 4.885,4)
- Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: EUR 395.987.879,25 (Vorjahr: TEUR 330.530,7)
- davon aus Steuern: EUR 392.117,99 (Vorjahr: TEUR 230,3)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 146.847,67 (Vorjahr: TEUR 4,4)
405.505.400,76 342.250,5

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 12.315.540,17 17.377,4
2. Personalaufwand 8.604.397,50 14.286,1
a) Löhne und Gehälter 7.351.077,35 12.768,0
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.253.320,15 1.518,1
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1,7)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 179.307,33 489,1
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.639.347,62 11.604,2
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.541,26 (Vorjahr: TEUR 0,6)
5. Erträge aus Beteiligungen 13.833.695,66 0,0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 205.582,39 0,0
a) sonstige Zinserträge 205.582,39 0,0
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.315.257,42 1.858,7
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 12.304.796,42 (Vorjahr: TEUR 1.847,1)
8. Ergebnis nach Steuern 3.616.508,35 -10.860,7
9. Sonstige Steuern 10.750,58 23,8
10. Aufwand aus Verlustübernahme -37.255.801,73 0,0
11. Jahresfehlbetrag -33.650.043,96 -10.884,5

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AGC Glass Germany GmbH, Wegberg

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die AGC Glass Germany GmbH hat ihren Sitz in Wegberg und ist eingetragen im Handelsregister Mönchengladbach unter der Registernummer HRB 12193. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist gemäß den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265, 266 ff. HGB). Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB hat die Gesellschaft in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der AGC Glass Germany GmbH, Wegberg, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere §§ 242 - 256a, und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aktivierung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten und wird entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern, die zwischen drei und fünf Jahren liegen, planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen aktiviert. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Bestimmung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfolgt unter Orientierung an den steuerlichen AfA-Tabellen. Die Abschreibungen erfolgen linear.

Die Aktivierung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 800 nicht übersteigt, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet. Die Fifo-Methode bildet den Verbrauch nach der eingesetzten Lagertechnik entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen ab.

Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten wurden auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er auf die Herstellung entfiel, einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt, soweit keine Wertberichtigungen vorzunehmen sind.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben gebildet, die erst in Folgejahren zu Aufwand führen.

Die Gesellschaft verzichtet nach § 274 Abs. 1 Satz 2 auf die Aktivierung latenter Steuern.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nur dann mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet, wenn es das Vorsichtsprinzip oder das Imparitätsprinzip erfordern.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der AGC Glass Germany GmbH dargestellt.

Die Abgänge im Bereich Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung resultieren im Wesentlichen aus der Einstellung der Produktion.

Mit Verträgen vom 28. Juni 2022 und 29. Juni 2022 wurden die Anteile an der INTERPANE International Glas GmbH und der INTERPANE Glass Holding AG zum Kaufpreis von T€ 325.199 erworben. Im Geschäftsjahr 2023 fand eine vertragsgemäße nachträgliche Kaufpreisanpassung bezüglich des Anteilserwerbs an der INTERPANE International Glas GmbH statt in Höhe von T€ 29.800.

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt:

Beteiligungsquote
%
Jahresergebnis 2023
TEUR
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde * 100,00 -37.256 206.330
INTERPANE Glas Industrie AG, Lauenförde 95,14 -41.111 125.849
AGC INTERPANE Holding GmbH, Lauenförde (vormals: INTERPANE Isolierglas G. Hesselbach GmbH, Lauenförde) 95,14 12.443 31.493
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Häsen 95,14 1.453 2.665
INTERPANE Sicherheitsglas GmbH, Hildesheim 95,14 -248 2.001
INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern 95,14 1.598 1.001
INTERPANE Architectural Glass mbH, Plattling (vormals: INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Plattling) 95,14 6.750 12.321
INTERPANE Glasgesellschft mbH, Wipperfürth 95,14 -108 1.842
INTERPANE Isolierglasgesellschaft mbH & Co. KG, Parndorf (A) 95,14 4.099 13.739
AGC INTERPANE Glas Deuschland GmbH, Sülzetal 95,14 868 27
INTERPANE Slovensko s.r.o. Malacky (SVK) 95,14 884 1.705
INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling 85,63 83 -728
INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde 95,14 98 2.000
AGC Glass Osterweddingen GmbH, Sülzetal (vormals: AGC f | glass GmbH, Sülzetal) 46,62 2.439 47.501
INTERPANE Glass Holding AG, Meggen (CH) ** 51,00 -125 27.696

* Die INTERPANE International Glas GmbH hat sich mit Ergebnisabführungsvertrag vom 07.11.2023, eingetragen im Handelsregister am 15.11.2023, verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an AGC Glass Germany GmbH als das herrschende Unternehmen abzuführen; im Gegenzug hat sich das herrschende Unternehmen verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer entstehenden Jahresfehlbetrag auszugleichen. Der Vertrag kann erstmals zum 31.12.2027 gekündigt werden. Auf Grund des Vertrags wurde der für das Geschäftsjahr der entstandene Jahresfehlbetrag von T€ 37.256 von der herrschenden Gesellschaft übernommen.

** Jahresergebnis und Eigenkapital werden in CHF angegeben

Die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Lauenförde, wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die AGC INTERPANE Architectural Glass GmbH (bisher INTERPANE Glassgesellschaft mbH), Plattling, verschmolzen.

Soweit Ergebnisabführungsverträge bestehen handelt es sich bei den angegebenen Ergebnissen um die Ergebnisse vor der Ergebnisabführung.

Aufgrund der Einstellung der Produktion in Wegberg im Geschäftsjahr hält die Gesellschaft kein Vorratsvermögen mehr zum Bilanzstichtag (Vj. T€ 1.446).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 25.564,59 (DM 50.000,00). Der Bilanzverlust enthält einen Verlustvortrag von Euro 46.963.385,84 (i.Vj. Euro 36.078.921,38). Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen Jahresfehlbetrag von Euro 33.650.043,96 (Vj. Euro 10.884.464,46) und ein negatives Eigenkapital von Euro 44.792.154,58 (Vj. Euro 11.142.110,62) aus.

Im Geschäftsjahr wurden von der INTERPANE Glas Industrie AG, Lauenförde die Anteile an der INTERPANE Holding France S.A., Strasbourg/Frankreich, mit ihren Tochtergesellschaften AGC INTERPANE Glass France S.A.S., Seingbouse, INTERPANE S.A., Hoerdt, sowie UNIVER Tous Produits Verriers S.á.r.l., Hoerdt, innerhalb des Konzerns mit einem Buchverlust in Höhe von T€ 45.657 verkauft, der über die Ergebnisabführungsverträge bei der Gesellschaft berücksichtigt wird und wesentlich zum Jahresfehlbetrag bzw. negativen Eigenkapital beiträgt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15.03.2023 wurde eine Nettoausschüttung in Höhe von T€ 10.000 seitens der INTERPANE International Glas GmbH an die Gesellschaft vorgenommen.

Des Weiteren war eine Patronatserklärung vom 18.05.2022 seitens der Muttergesellschaft, AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien zur Bestätigung der Aufrechterhaltung der Beteiligung und der Übernahme aller Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion in Wegberg abgegeben worden. Daneben wurden zwei weitere Patronatserklärungen zum 20.10.2023 und zum 03.06.2024 mit Wirkung bis zur Feststellung des Jahresabschlusses 2023 in 2024 bzw. der Feststellung des Jahresabschlusses 2024 in 2025 von der Muttergesellschaft abgegeben. Die Muttergesellschaft hat darin zugesagt, finanzielle Unterstützung zu leisten, um die Fortführung des Unternehmens sicherzustellen und um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Bei der Berechnung wurden Rentensteigerungen von 2,30% eingepreist. Die Berechnung basiert auf den "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 1,81 % zum Stichtag (Vj. 1,78 %). Der Zinssatz für die Rückstellungsbildung wurde auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ermittelt. Der Zinssatz für die Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags der nach § 253 Abs. 6 HGB erforderlichen zusätzlichen Bewertung wurde auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung bestimmt. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt für 2023 T€ 5 (Vj. T€ 22).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2,436 (Vj. T€ 5.608) beinhalten im Wesentlichen wie im Vorjahr Personalkostenrückstellungen von T€ 1.896 (Vj. T€ 4.255).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten T€ 261 (i.Vj. T€ 235) Verbindlichkeiten aus Steuern.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Position "sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung enthält folgende außergewöhnlichen Erträge:

- Konzerngutschriften aus dem konzernweiten Profit / Loss Split T€ 1.516 (Vj. T€ 399)

- Erträge aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von T€ 91 (Vj. T€ 3.044).

Die Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" der Gewinn- und Verlustrechnung enthielt im Vorjahr Konzernbelastungen aus dem konzernweiten Profit / Loss Split von T€ 6.097. Im aktuellen Jahr handelt es sich insgesamt um Konzerngutschriften.

Die Zinsaufwendungen beinhalten T€ 10 (Vorjahr € 12) aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Aus den in Abschnitt III. aufgeführten Beteiligung entstanden der Gesellschaft Dividendenerträge i.H.v. T€ 13,834 (Vorjahr T€ 0).

V. Sonstige Angaben

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 826 (Vorjahr T€ 903). Hiervon entfallen T€ 360 auf Gebäudemieten, T€ 428 auf Verpflichtungen aus Leasingverträgen und T€ 38 auf sonstige Verpflichtungen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 89 Arbeitnehmer (Vorjahr: 110) beschäftigt. Davon waren 26 gewerbliche Arbeitnehmer und 63 Angestellte.

AGC Glass Germany GmbH, Wegberg, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien, deren Anteile wiederum zu 100% von der AGC Inc., Tokio/Japan, gehalten werden. Der Einzelabschluss der AGC Glass Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss der AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien (kleinster Kreis), und in den Konzernabschluss der AGC Inc., Tokio/Japan (größter Kreis), mit befreiender Wirkung von der Verpflichtung einen Teilkonzernabschluss aufzustellen, einbezogen. Der Konzernabschluss für den Teilkonzern AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien, ist in Brüssel/Belgien über die Bilanzzentrale der Belgischen Nationalbank einsehbar (https://consult.cbso.nbb.be/). Die Konzernabschlüsse werden nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede ergeben sich insbesondere im Bereich der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und der Bilanzierung von Leasingverpflichtungen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die folgenden gesetzlichen Vertreter:

Jean-Marc Meunier, Ligny Namur / Belgien (bis 15.05.2024)

Frédéric Pierre Édouard Thys, Wezembeek-Oppern / Belgien (seit 15.05.2024)

Caroll Yannick Paule Schoonejans, Brüssel / Belgien (seit 15.05.2024)

Ulrich Vennedey, Viersen (seit 15.05.2024)

Dominik Waldeyer, Borgentreich (seit 15.05.2024)

Alle Geschäftsführer bis auf Herrn Jean-Marc Meunier sind nur gesamtvertretungsberechtigt mit einem zweiten Geschäftsführer.

Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr nicht angegeben.

Die Rückstellung für Pensionen ist für laufende Pensionen eines früheren Organmitglieds gebildet.

VI. Nachtragsbericht

Zur Vermeidung einer etwaigen insolvenzrechtlichen Überschuldung oder eines sonstigen Insolvenzgrundes wurden seitens des Mutterunternehmens mit Datum vom 03.06.2024 eine Patronatserklärung zu Gunsten der Gesellschaft ausgesprochen (siehe auch Abschnitt III. Angaben zur Bilanz).

Im Geschäftsjahr 2024 wurde Herr Jean-Marc Meunier als Geschäftsführer abberufen und es wurden vier neue Geschäftsführer bestellt. Siehe Ausführungen unter den Abschnitt V. Sonstige Angaben.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse liegen nicht vor.

VII. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von € 33.650.043,96 mit dem Verlustvortrag von € 46.963.385,84 zu verrechnen.

 

Wegberg, den 5. Februar 2025

AGC Glass Germany GmbH

Frédéric Pierre Édouard Thys

Caroll Yannick Paule Schoonejans

Ulrich Vennedey

Dominik Waldeyer

DATUM DER FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNG

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.02.2025 festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 33.650.043,96 wurde mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 147.421,59 0,00 0,00 -147.421,59 0,00
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 51.280,49 0,00 0,00 -37.863,29 13.417,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.738.617,36 529.203,96 1.377,00 -3.613.955,60 655.242,72
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.577,93 0,00 -1.377,00 0,00 1.200,93
3.792.475,78 529.203,96 0,00 -3.651.818,89 669.860,85
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 325.199.000,00 29.800.000,00 0,00 0,00 354.999.000,00
Sonstige Ausleihungen 77.582,65 0,00 0,00 0,00 77.582,65
325.276.582,65 29.800.000,00 0,00 0,00 355.076.582,65
329.216.480,02 30.329.203,96 0,00 -3.799.240,48 355.746.443,50
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 147.421,59 0,00 -147.421,59 0,00
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 49.921,09 679,70 -37.183,59 13.417,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.370.521,36 178.627,63 -2.397.147,74 152.001,25
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.420.442,45 179.307,33 -2.434.331,33 165.418,45
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.567.864,04 179.307,33 -2.581.752,92 165.418,45
BUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 0,00
I. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.359,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 503.241,47 1.368.096,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.200,93 2.577,93
504.442,40 1.372.033,33
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 354.999.000,00 325.199.000,00
Sonstige Ausleihungen 77.582,65 77.582,65
355.076.582,65 325.276.582,65
355.581.025,05 326.648.615,98

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AGC Glass Germany GmbH, Wegberg

Vorbemerkung

Die AGC Glass Germany GmbH, Wegberg ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 HGB) und stellt ihren Lagebericht nach den Vorschriften des § 289 HGB auf. Sie ist Teil des AGC Inc., Tokio/Japan Konzerns und Tochtergesellschaft der AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien.

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft hat zum Gegenstand des Unternehmens die Herstellung und Vertrieb von Glas, Fiberglas, organischen und anorganischen Chemikalien sowie die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Ausrüstungsgegenständen, die zur Herstellung der vorgenannten Erzeugnisse bestimmt sind.

Die Gesellschaft ist in den Bereichen AVO (Added-Value Operation), OEM (Original Equipment Manufacturer), ARG (Automotive Replacement Glass) und Building tätig. Dabei erbringt sie insbesondere konzerninterne Leistungen. Hierfür bezieht sie im Wesentlichen konzerninterne Ressourcen.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. (Quelle: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken" | Statistisches Bundesamt / "Wirtschaftswachstum: Deutschland zwischen Rezession und Stagnation" | Statista)

Entwicklung der Branche

Die deutsche Automobilindustrie konnte in 2023 ein Umsatzwachstum verzeichnen. Im Jahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz von rund 564,2 Milliarden Euro erzielt. Das waren etwa 58 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr zuvor. Etwa 171,2 Milliarden Euro entfielen dabei auf den Inlandsumsatz, etwa 393,1 Milliarden Euro auf den Auslandsumsatz.

Deutschland zählt als Automobilherstellerland und gehört zusammen mit China, Japan und den USA zu den größten Autoproduzenten weltweit. Die Anzahl der Beschäftigten in der Automobilindustrie in Deutschland lag zuletzt bei rund 779.700. Unternehmen wie Volkswagen, Mercedes-Benz, Audi, BMW und Porsche sind international erfolgreiche Hersteller und vertreiben ihre Kraftfahrzeuge in allen globalen Märkten.

Volkswagen gehört sowohl nach Umsatz als auch nach Absatz zu den größten Automobilherstellern weltweit. Auch die Mercedes-Benz Group und BMW sind beim Umsatz unter den zehn größten Herstellern. Die deutschen Automobilzulieferer wie Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen gehören ebenfalls zu den umsatzstärksten Zulieferern der Welt.

(Quelle: "Umsatz der Automobilindustrie Deutschland 2023" | Statista)

In Deutschland wurden 2023 wieder deutlich mehr Pkw produziert - Insgesamt wurden rund 4,1 Millionen Pkw gefertigt und damit rund 18 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit beschleunigte sich die Erholung von der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren zwar deutlich, insgesamt lag der Wert aber weiterhin unter dem Niveau aus 2019. Der Corona-Pandemie und der folgende Mangel an Halbleitern hatten ab 2020 zur zeitweisen Schließung und Drosselung von Produktionskapazitäten in der deutschen Automobilindustrie geführt. Dadurch war das bereits schwache Produktionsvolumen aus dem Jahr 2019 nochmals unterboten worden.

(Quelle: "Pkw-Produktion 2023" | Statista)

Die deutsche Automobilindustrie hat im Jahr 2023 deutlich mehr Elektroautos produziert als im Vorjahr. Rund 973.000 E-Autos im Wert von 40,4 Milliarden Euro wurden 2023 hergestellt. Das waren 59,9 % mehr als im Vorjahr.

(Quelle: "58% mehr E-Autos im Jahr 2023 exportiert als im Vorjahr" | Statistisches Bundesamt)

Wachsender Bestand an Elektroautos - im Jahr 2023 gab es weltweit fast 42 Millionen Elektroautos, über 14 Millionen Fahrzeuge mehr als noch im Vorjahr. Darunter waren bei dem E-Auto-Bestand weltweit nach Ländern, mit rund 23,4 Millionen, mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge in China unterwegs. Angesichts zunehmender Luftverschmutzung und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen spielen alternative Antriebe wie die Elektromobilität eine zunehmend wichtige Rolle im motorisierten Individualverkehr.

Laut einer Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) soll es bis 2030 über 200 Millionen Elektroautos geben. Die Größe des Marktes in China und die bisherige Schwerfälligkeit traditioneller Automobilhersteller haben, neben Tesla, vor allem den chinesischen Herstellern Raum für Wachstum verschafft. Diese waren bislang vor allem auf den chinesischen Markt fokussiert. So führte seit 2022 nicht mehr das Volkswagen-FAW Joint Venture das Ranking zum Pkw-Absatz in China nach Herstellern an, sondern der chinesische Elektronik- und Autokonzern BYD. Aber auch in anderen Ländern wächst der Bestand an E-Autos. So stieg die Zahl der E-Autos in Deutschland Anfang 2023 erstmals auf über eine Million.

(Quelle: "Anzahl der Elektroautos weltweit bis 2023" | Statista)

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Das Geschäftsjahr 2023 war für den Geschäftsbereich AVO (Werk Wegberg) mit einigen Veränderungen verbunden. Ende des Jahres wurde die Fertigstellung der Scheiben durch Anbauteile wie Einfassrahmen und Sensoren in Wegberg geschlossen. Die Beweggründe lagen vor allem darin, die Klimabilanz durch weniger Materialtransporte zu verbessern. Die Produktionsanlagen wurden an das in Tschechien ansässige Schwesterunternehmen veräußert.

Auch die im Budget vorgesehenen Produktionszahlen konnten in 2023 vor allem aufgrund des Abbaus von Produktionskapazitäten bei weitem nicht erreicht werden, gerade einmal zu 57%. Final kam die Produktion auf eine Gesamtmenge von 148.952 Teile, laut Budget waren 260.091 Teile vorgesehen.

Die Umsätze im Bereich AVO ist aufgrund der Produktionsschließung stark rückläufig. Die Umsätze im Bereich OEM und ARG sind gegenüber dem Vorjahrebenfalls deutlich zurückgegangen. Hintergrund für den allgemeinen deutlichen Rückgang war der Auslauf vorhandener Projekte ohne Neugeschäft.

Die Personalkosten haben sich um 40% gegenüber dem Vorjahr verringert. Das Gehaltsniveau ist zwar gestiegen, jedoch ist durch die Schließung des Produktionsbereichs zum Jahresende die Zahl der gewerblichen Mitarbeiter bereits merklich gesunken, da einige sich bereits neu orientiert haben. Bei der Anzahl der kaufmännischen Mitarbeiter gab es aufgrund der Geschäftslage ebenfalls einen leichten Rückgang. Insgesamt hat sich zum 31.12.2023 die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr von 110 auf 89 verringert.

Das Rohergebnis 2023 ist bedingt durch die Schließung des AVO- Bereiches und der dadurch stark reduzierten Produktion um 29% geschrumpft. Der Jahresfehlbetrag 2023 resultiert im Wesentlichen aus dem übernommenen Verlust aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Der übernommene Verlust resultiert aus dem Verkauf der INTERPANE Holding France S.A., Strasbourg/Frankreich durch die INTERPANE Glas Industrie AG, Lauenförde (siehe hierzu auch die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt "III. Angaben zur Bilanz"). Des Weiteren spielen noch stark gestiegene Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Anteilskauf der Interpane-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 eine Rolle. Daher ist das Eigenkapital weiterhin im negativen Bereich. Eine Absicherung der Geschäftstätigkeit durch die Zusicherung finanzieller Unterstützung der Muttergesellschaft (AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien) wurde erneut sichergestellt (siehe hierzu die Ausführungen im Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" und im Anhang unter Abschnitt "III. Angaben zur Bilanz").

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind das Rohergebnis sowie das Jahresergebnis.

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Hochregal und Zubehör) für den ARG Bereich in der früheren Produktionshalle getätigt um Lagerdienstleistungen für die Gruppe zu erbringen.

Die Abgänge der Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung stehen ebenfalls mit der Einstellung der Produktion im Zusammenhang.

Die Zugänge in den Finanzanlagen betreffen eine vertragsgemäße nachträgliche Kaufpreisanpassung bezüglich des Anteilserwerbs an der INTERPANE International Glas GmbH in Höhe von T€ 29.800.

Die Vorräte (Glas und Anbauteile) wurden aufgrund der Schließung des AVO Bereiches Ende 2023 an das Schwesterunternehmen in Tschechien verkauft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich ebenfalls aufgrund der Schließung der Produktion zum Stichtag verringert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen durch die auf die von der INTERPANE International Glas GmbH in 2023 erhaltene Dividende von T€ 10.000 angefallene Kapitalertragssteuer deutlich erhöht.

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 veränderte sich durch den erneut hohen Jahresfehlbetrag um T€ 33.650 auf T€ -44.792 (i.Vj. T€ -11.142).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen. Der Rückgang resultiert zum Einen aus der planmäßigen Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellung, als auch insgesamt niedrigeren Rückstellungen aufgrund der Einstellung der Produktion.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um T€ 292.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31.12.2023 T€ 3.504 (i.Vj. T€ 4.885). Beide Positionen verringerten sich zum Stichtag ebenfalls aufgrund der Einstellung der Produktion.

Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr gegenüber Gesellschaftern betrugen am 31.12.2023 T€ 395.755 (i. Vj. T€ 328.699). Dies liegt im Wesentlichen an dem bereitgestellten Kapital für den Kauf der Anteile der Interpane Gruppe durch die Muttergesellschaft.

Ertragslage

Das Jahresergebnis 2023 beläuft sich auf T€ - 33.650 (i.Vj. T€ - 10.884), bei einem Ergebnis nach Steuern für 2023 von T€ 3.617 (i.Vj. T€ - 10.861).

Das Rohergebnis hat sich durch die Einstellung der Produktion von T€ 17.377 auf T€ 12.316 um 29% stark rückläufig entwickelt.

Die Veränderungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem konzernweiten Profit / Loss Split und der Erstattung der Restrukturierungsaufwendungen (T€ 91; Vj. T€ 3.044).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr T€ 13.834 (Vj. T€ 0) Dividendenerträge vereinnahmt.

Hinsichtlich weiterer Details verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023".

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft wurde - soweit diese nicht aus eigenen Mitteln der Gesellschaft erfolgte - durch den Konzernverbund sichergestellt (siehe hierzu auch die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt III. Angaben zur Bilanz). Auf die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten konnte daher weiterhin verzichtet werden. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti gezahlt werden.

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zusammenfassend ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht zufriedenstellend. Die Entwicklung blieb hinter den Erwartungen zurück.

Voraussichtliche Entwicklung und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Aufgrund der mit der AGC Automotive Europe S.A., Brüssel/Belgien, abgeschlossenen Dienstleistungs- und Serviceverträge wird sich die Ertragslage vor Konzerngutschriften bzw. -weiterbelastungen und den Ergebnissen aus Ergebnisabführungsverträgen auch weiterhin stabil im positiven Bereich bewegen. Wie in Vorjahren wird das Geschäftsergebnis wesentlich geprägt vom konzerninternen P&L Split. Des Weiteren können die Ergebnisse aus den Ergebnisabführungsverträgen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowohl positiv, wie negativ beeinflussen. Die Unternehmensfinanzierung und -fortführung ist wesentlich abhängig von der Ertragslage und der Verfügbarkeit von Mitteln innerhalb des Gesamtkonzerns. Wir schätzen das Risiko, dass der Gesamtkonzern nicht mehr seinen Verpflichtungen nachkommen kann als äußerst gering ein.

Durch die Schließung des Werks und somit die Beendigung der AVO-Aktivitäten bis Ende 2023 wird es ab 2024 keinen AVO Umsatz in Deutschland mehr geben. Die Gesellschaft wird jedoch ihre Tätigkeiten in den Bereichen OEM, ARG und Building wie bisher fortsetzen.

Zur Sicherstellung der Finanzierung im Geschäftsjahr 2024 bis zur Gesellschafterversammlung in 2025 hat die Gesellschafterin, AGC Glass Europe S.A., Brüssel/Belgien Patronatserklärungen abgegeben. Eine Patronatserklärung vom 18.05.2022 war zur Bestätigung der Aufrechterhaltung der Beteiligung und der Übernahme aller Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion in Wegberg abgegeben worden. Daneben wurden zwei weitere Patronatserklärungen zum 20.10.2023 und zum 03.06.2024 mit Wirkung bis zur Feststellung des Jahresabschlusses 2023 in 2024 bzw. der Feststellung des Jahresabschlusses 2024 in 2025 von der Muttergesellschaft abgegeben. Die Muttergesellschaft hat darin zugesagt, finanzielle Unterstützung zu leisten, um die Fortführung des Unternehmens sicherzustellen und um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen.

Wir sehen den Fortbestand der Gesellschaft über das Geschäftsjahr 2024 hinaus als nicht gefährdet.

Das Rohergebnis wird sich deutlich rückläufig entwickeln, was im Wesentlichen an der Einstellung der Produktion im Bereich AVO liegt. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich verbessertes Jahresergebnis, allerdings weiter im zweistelligen negativen Millionenbereich. Das Jahresergebnis wird im Wesentlichen durch die hohen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Intercompany-Darlehen beeinflusst.

Die Chancen der Gesellschaft bestehen insbesondere in ihrer Stellung innerhalb des Konzernverbundes und dessen strategischer Ausrichtung und deren Flexibilität sowohl personell als auch produktiv.

Die Risiken der Gesellschaft liegen, neben der Abhängigkeit von den Entscheidungen innerhalb des Konzerns, im Wesentlichen in der Abhängigkeit von den Automobilherstellern und deren Nachfrage ohne jedoch Einfluss auf diese Entwicklung nehmen zu können. Auch die bestehende Wirtschaftskrise wird weiterhin ihren Einfluss haben.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und mittelbar deren Tochtergesellschaften sowie 51 % der Anteile an der INTERPANE Glass Holding AG, Meggen (CH). Der Buchwert der Beteiligungen beträgt TEUR 354.999. Die INTERPANE International Glas GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust von EUR 37,2 Mio. erwirtschaftet, welcher über den Ergebnisabführungsvertrag von der AGC Glass Germany GmbH übernommen wurde. Der Verlust ist auf eine nicht wiederkehrende Transaktion außerhalb des operativen Bereichs zurückzuführen.

Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wurde zum 31.12.2023 durch einen sog. Impairment Test belegt. Diesem Test wurden zukunftsorientierte Annahmen zugrunde gelegt, deren Eintritt naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet ist. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Annahmen abweichen. Sollten die getroffenen Annahmen nicht wie erwartet eintreten, könnte die Werthaltigkeit der genannten Beteiligungen gefährdet sein und ein Wertberichtigungsbedarf entstehen, welcher die zukünftigen Ergebnisse der Gesellschaft negativ beeinflussen könnte. Wir schätzen das Risiko insgesamt als moderat ein.

Bestehende Niederlassungen

Neben dem Sitz der Gesellschaft in Wegberg bestehen Niederlassungen zum Bilanzstichtag 2023 in Pforzheim (ARG) und Bad Fallingbostel (ARG).

 

Wegberg, den 5. Februar 2025

Frédéric Pierre Édouard Thys

Caroll Yannick Paule Schoonejans

Ulrich Vennedey

Dominik Waldeyer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AGC Glass Germany GmbH, Wegberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AGC Glass Germany GmbH, Wegberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGC Glass Germany GmbH, Wegberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" im Lagebericht, in dem die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass konzerninterne Weiterbelastungen von Verlusten und Verpflichtungen aus Ergebnisabführungsverträgen die Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen und die bestehende bilanzielle Überschuldung ggf. erhöhen könnten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch kurzfristige, verzinsliche Kontokorrentkredite durch die Muttergesellschaft AGC Glass Europe S.A.. Bei Eintreten des im Abschnitt "Hervorhebung eines Sachverhalts" beschriebenen Risikos könnte sich die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen.

Die Unternehmensfinanzierung und -fortführung ist deshalb maßgeblich abhängig von der Ertragslage und der Verfügbarkeit von Mitteln innerhalb des Gesamtkonzerns. Weiter legen die gesetzlichen Vertreter dar, dass das Mutterunternehmen AGC Glass Europe S.A. Patronatserklärungen zu Gunsten der Gesellschaft ausgesprochen hat, um die Fortführung des Unternehmens sicherzustellen und um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen ferner auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "III. Angaben zur Bilanz" im Anhang sowie im Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" im Lagebericht:

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und mittelbar deren Tochtergesellschaften sowie 51 % der Anteile an der INTERPANE Glass Holding AG, Meggen (CH). Der Buchwert der Beteiligungen beträgt TEUR 354.999. Die INTERPANE International Glas GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust von EUR 37,2 Mio. erwirtschaftet, welcher über den Ergebnisabführungsvertrag von der AGC Glass Germany GmbH übernommen wurde. Der Verlust ist auf eine nicht wiederkehrende Transaktion außerhalb des operativen Bereichs zurückzuführen.

Die Werthaltigkeit der Beteiligungen wurde zum 31.12.2023 durch einen sog. Impairment Test belegt. Diesem Test wurden zukunftsorientierte Annahmen zugrunde gelegt, deren Eintritt naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet ist. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen. Es besteht jedoch ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Annahmen abweichen. Sollten die getroffenen Annahmen nicht wie erwartet eintreten, könnte die Werthaltigkeit der genannten Beteiligungen gefährdet sein und ein Wertberichtigungsbedarf entstehen, welcher die zukünftigen Ergebnisse der Gesellschaft negativ beeinflussen könnte.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 5. Februar 2025

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Angelika Osterrieder, Wirtschaftsprüferin

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

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