Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 116408
Eingetragen
30.4.1997
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Gebäudetechnik mit Durchführung von Installationsarbeiten auf dem Gebiet der Sanitär- und Heizungstechnik und nach handwerklichen Grundsätzen; Abwassertechnik mit der Durchführung von Rohrleitungs- und Kanalbau, Rohruntersuchungen und Sanierungen; Luft- und Klimatechnik; An- und Verkauf von Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Mezzadri
seit 16.2.2026
Geschäftsführer
Prokura
Giovanni di Noto
seit 9.10.2023
Prokura
Eveline Orth
seit 13.1.2022
Prokura
Olaf Walter
seit 13.1.2022
Geschäftsführer
Joachim Franz Nolden
seit 10.1.2013
Prokura
Jörg Morr
seit 16.9.2009
Prokura
Robert Pleiß
seit 2.6.2004
Prokura
Furch Dieter
seit 3.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stingl GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen

1. Geschäftsmodell

Die Stingl GmbH am Standort München, ist auf die Bereiche Sanitärtechnik, Heizungs- und Kältetechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, Service und Wartung, sanitäre Installationen mit Außenanlagen und Gebäudeentwässerung sowie Kanalsanierung spezialisiert. Das fachliche Know-how unserer Mitarbeiter ist durch Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen immer auf der Höhe der Zeit. Das gilt für alle Leistungsbereiche, z.B. auch für das Projektmanagement, das Controlling und das Beschaffungsmarketing, die maßgeblich zur hohen Qualität und den konkurrenzfähigen Preisen von Stingl beitragen.

2. Ziele und Strategien

Qualität ist für die Kunden der Stingl GmbH die Grundlage der langfristigen Kalkulationssicherheit, das ist eine Maxime. Das Unternehmen strebt ständig danach, die Zielvorstellungen seiner Kunden vorausschauend, qualitätsorientiert und vertrauenswürdig zu erfüllen. Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Zuverlässigkeit kennzeichnen haustechnische Anlagen, die für die Kunden realisiert werden.

Aufgrund des hohen Standards konnten wir die Kundenzufriedenheit. gemessen am Anteil unserer Stammkunden konstant halten und den Bereich der Stamm- und Servicekunden weiterhin erfolgreich bedienen.

Die Stingl GmbH kann mit ihrem Leistungsspektrum in zwei Hauptbereiche aufgeteilt werden: Erstens den Anlagenbau, in welchem überwiegend private Auftraggeber bzw. Industrie-Unternehmen mit den Schwerpunktthemen Heizung, Kälte, Sanitär und Lüftungstechnik akquiriert werden. Zweitens in das Stammkunden- bzw. Rahmenvertragsgeschäft für die Bereiche Heizungs- und Sanitärtechnik, Klimatechnik, Gebäudeentwässerung und Kanalsanierung. Teils öffentliche, aber auch private Auftraggeber und Industrieunternehmen werden durch diese Sparte in unserem Haus bedient.

Hierbei konzentriert sich die Stingl GmbH auf den lokalen bzw. regionalen Absatzmarkt und führt seine Güter und Dienstleistungen im Großraum München inklusive dem Umland durch.

3. Steuerungssystem

Wesentliche Bestandteile des Steuerungssystems sind die laufende Ertragsrechnung (Projektauswertung), die monatliche spartenspezifische Ergebnisrechnung sowie die monatliche kurzfristige Gesamtergebnisrechnung. Zusätzlich wird pro Quartal ein Reporting Package für Konsolidierungszwecke für den VINCI Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Aufgrund der Konzernzugehörigkeit arbeitet die Gesellschaft mit einer detaillierten Ein-Jahres-Budgetierung sowie mit einer darauf aufbauenden Dreijahres-Budgetplanung. Daraus wird einmonatlicher Soll-Ist-Vergleich abgeleitet und ein Hauptaugenmerk bei der Analyse auf die Kennzahlen Umsatz, Auftragsbestand und Ergebnis vor Gewinnabführung gelegt.

Vorgenannte Instrumente werden periodisch von den Geschäftsführern sowie den Bereichs- und Projektleitern genutzt.

II. Wirtschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Berichtsjahr 2021 war wiederum durch die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst. Durch die deutlich zurückgegangenen Angebotsanfragen auf Seiten der öffentlichen Hand sowie der privaten Investoren konnten wir nicht mit dem üblichen Auftragsüberhang in das neue Geschäftsjahr starten.

Die Konjunkturaussichten für das erste Quartal waren ungünstig und führten bis ins zweite Quartal zu Leistungseinbußen gegenüber den Vorjahren. Fehlende Investitions- und Vergabeentscheidungen, im Speziellen von Eigentümergemeinschaften, welche aufgrund der politischen Corona-Vorgaben keine Versammlungen abhalten durften, verschärften die Situation in den ersten Monaten des Jahres.

Eine sehr große Herausforderung für unsere Branche war die Materialbeschaffung und Materialpreisentwicklung im abgelaufenen Jahr. Lieferengpässe und ständige Preiserhöhungen seitens der Industrie und dem Fachgroßhandel ohne Preisbindungsmöglichkeiten waren seit Januar ständiger Begleiter im Berichtsjahr.

Mitte des zweiten Quartals erholte sich die Konjunktur und die Nachfrage wandelte sich deutlich. Speziell die Industrie und privaten Großinvestoren trugen zu dieser positiven Wende bei. Aufgrund der unsicheren Materialpreisentwicklung war über den gesamten Zeitraum der Berichterstattung ein hoher Preisdruck spürbar, der bis heute anhält. Die Stingl GmbH konnte sich aufgrund ihrer Kompetenz und Marktstellung innerhalb der Branche in München sehr gut behaupten und das Leistungsdefizit aus dem Anfang des Jahres kompensieren.

2. Geschäftsverlauf

Der schwache Auftragsüberhang aus dem Jahr 2020 sowie der neuerliche Lockdown bis ins zweite Quartal setzten uns in den ersten Monaten der Auftragsbeschaffung unter Druck. Für den Bereich des Anlagenbaus half uns die Akquisition des Großauftrages Optineo in München sehr. Den Zuschlag für dieses Projekt erhielten wir im März 2021 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 8.500 netto für die Gewerke Heizung, Kälte und Sanitärtechnik. Ebenso gelang es, zu Beginn des Jahres einen großen Planungsauftrag (500 TEUR) für ein Druckereizentrum in München mit der Aussicht auf den späteren Bauauftrag zu akquirieren. Aufgrund dieser beiden Großaufträge und der Akquise von einigen Kleinaufträgen konnte bis Mitte des Jahres das Auftragsvolumen für den Anlagenbau deutlich gesteigert werden. Die erbrachte Jahresleistung 2021 lag knapp über der budgetierten Leistung.

Für den Bereich des Rahmenvertrags- und Stammkundengeschäftes sowie der Service- und Kleinkälteabteilung waren viele Stammkunden und Jahresverträge eine solide Grundlage für das Geschäftsjahr 2021. Lediglich in der Lockdown-Phase zu Beginn des Jahres konnte die Leistung nicht zu 100 % erbracht werden.

Besonders einschneidend war dies für unseren Servicepartnerauftrag bei der Messe München. Hier konnten erst bei Beginn der Messeveranstaltungen im Juli die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Auch in diesen Abteilungen konnten die Leistungseinbußen von Beginn des Jahres bis zum Jahresende kompensiert werden.

Die Abteilungen Gebäudeentwässerung und Kanalsanierung hatten ebenso mit den Schwierigkeiten zu Beginn des Jahres zu kämpfen. Aufgrund der großen Abhängigkeiten von Anfragen der Öffentlichen Hand sowie von Hausverwaltungen bzw. Eigentümergemeinschaften war auch hier zu Beginn des Jahres die Situation angespannt. Die beiden Auftragseingänge für die Projekte "Donnersbergerstr." und "Schleißheimer Str." im Monat März 2021 über TEUR 2.074 brachten hier eine deutliche Verbesserung. Verbunden mit diversen kleineren Aufträgen in Laufe des Jahres gelang es auch hier, die Jahresleistung auf Budgetkurs abzuschließen.

Die Auftragssumme der einzelnen Aufträge lag weiterhin zwischen 10 TEUR bis 1 MEUR. Wobei in Einzelfällen bei Großprojekten von größeren Auftragssummen ausgegangen werden kann. Im Vorjahr wurde mit einem Auftragseingang von insgesamt TEUR 40.500 für 2021 gerechnet. Dieser Wert wurde mit Auftragseingängen von insgesamt TEUR 60.290 deutlich überschritten.

Anfragen für Großprojekte von Generalunternehmen wurden, wie auch in den vergangenen Jahren, nach wie vor nicht bedient, da in diesem Bereich keine gewinnbringende Ausführung möglich schien.

Der Fokus im Geschäftsjahr 2021 stand sicherlich ganz im Zeichen der Coronakrise und deren Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb. Dennoch ist es uns gelungen, neben dieser großen Herausforderung unsere budgetierten Ziele zu erreichen.

Sehr erfreulich war, dass wir auch in diesem Jahr wieder 6 Berufsanfänger, welche ihre Ausbildung bei Stingl machen, gewinnen konnten.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3a. Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Durch die frühzeitige Ausrichtung auf wachstumsstarke Marktsegmente und den streng ergebnisorientierten Ansatz bei der Auftragsakquisition konnte eine zufriedenstellende Ergebnisentwicklung in einzelnen Bereichen verzeichnet werden.

Der Bestand an unfertigen Leistungen lag mit TEUR 24.860 über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 11.063 (TEUR +13.797). Der Umsatz reduzierte sich um TEUR 13.249 auf TEUR 27.620 (i. Vj. TEUR 40.869). Der erwartete Umsatz in Höhe von TEUR 40.500 konnte für das Geschäftsjahr 2021 nicht erreicht werden. Dies resultiert überwiegend aus der erst für 2022 geplanten Schlussfakturierung von mehreren Großprojekten in Höhe von ca. TEUR 32.000.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 463 auf TEUR 1.069 (i. Vj. TEUR 606), im Wesentlichen bedingt durch die Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen und Auflösung von Altforderungen.

Die Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich um TEUR 3.935 auf TEUR 21.319 (i. Vj. TEUR 17.384), dies resultiert aus der Erhöhung der Betriebsleistung.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um 2,9 % auf TEUR 14.381 ist überwiegend aufgrund der tariflichen Erhöhungen und außertariflichen Erhöhungen begründet. Der Entgelttarifvertrag wurde ebenfalls neu verhandelt und mit Wirkung zum 01. April 2021 mit einer tabellarischen Erhöhung von 2,3% über alle Tarife und Entgeltgruppen abgeschlossen. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % ist überwiegend auf gestiegene Treibstoffkosten und höheren Managements Fees zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt TEUR 180 (i. Vj. TEUR 3.839). Dieses liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, was sich durch die überproportionale Schlussfakturierung aufgrund der Umsatzsteuer-Erhöhung zum 1. Januar 2021 erklärt und der damit verbundenen Erhöhung der unfertigen Bestände in 2021 um TEUR 13.797 auf TEUR 24.860.

3b. Auftragsbestand

Erfreulicherweise konnten wir trotz der Corona-Pandemie Großaufträge akquirieren, die gleichzeitig eine gute Basis für das 1. Geschäftshalbjahr 2022 darstellen. Der Auftragsbestand liegt am Ende des Geschäftsjahres bei TEUR 30.649 und entspricht unseren Erwartungen, die Grundauslastung für das erste Halbjahr 2022 ist somit sichergestellt. Aufgrund der Höhe des positiven Auftragsbestandes und der trotz des Ukraine Konfliktes ungebremsten Nachfrage im Ausbaugewerbe gehen wir weiterhin von einem stabilen Auftragsbestand auf Basis des Geschäftsjahres 2021 für das Jahr 2022 aus.

3c. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 9.725 auf TEUR 27.124. Die Erhöhung resultiert aus Vorauszahlungen von Kunden, welche sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.783 auf TEUR 11.544 erhöht haben.

Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2021 bei 6,6% (i. Vj. 10,28%). Dies resultiert

aus dem Anstieg der Bilanzsumme, bei gleichbleibendem Eigenkapital.

Die unfertigen Leistungen lagen mit TEUR 24.860 über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 11.063 (TEUR +13.797); das um erhaltene Anzahlungen gekürzte Vorratsvermögen reduziert sich insgesamt um TEUR 3 auf TEUR 240 (TEUR 243).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.699 auf TEUR 23.374 erhöht haben, betreffen davon im Wesentlichen das Cash Pool-Konto von TEUR 23.550, das mit der Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung von TEUR 180 verrechnet wurde.

Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 79 erhöht. Überwiegend betreffen diese die Erhöhung der Rückstellung für Haftungsverbindlichkeiten.

3d. Finanzierungsmaßnahmen

Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen ist durch den Cash Pool mit der VED Building Solutions GmbH abgedeckt.

Nach wie vor ist es unser Ziel, die im Umlaufvermögen befindlichen teilfertigen Leistungen über zeitnahe Kundenanzahlungen zu finanzieren. Lieferantenrechnungen werden grundsätzlich entsprechend den abgeschlossenen Skontovereinbarungen beglichen.

Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 betrifft Kassenbestände (TEUR 4) sowie das Cash Pool-Guthaben bei der VED Building Solutions GmbH (TEUR 23.550).

Insgesamt hat sich der erhöhte Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit unter Berücksichtigung der negativen Cash Flows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit der Finanzmittelfonds um TEUR 8.035 auf TEUR 23.554 erhöht.

4. Umweltschutz

In 2021 startete der weltweite Aufruf zum VINCI Umweltpreis. Alle Mitarbeitenden von VINCI hatten die Gelegenheit zu zeigen, was sie bereits umgesetzt haben und welche nachhaltigen Maßnahmen sie ergriffen haben, um die Umwelt zu schonen. Darüber hinaus fand im September 2021 ein Umwelttag statt. Hier erfolgten umfassende Informationsveranstaltungen und die Bekanntgabe der Gewinner des Umweltpreises.

Darüber hinaus wird mit Umsetzung der neuen Car-Police, der CO 2-Ausstoß deutlich reduziert. So konnten schon Elektrofahrzeuge auch im gewerblichen Bereich bestellt werden. Die Lieferung ist für Anfang 2022 geplant.

Weiterhin großes Augenmerk richtet die Stingl GmbH auf die konsequente Umsetzung des Öko-Audits, um dadurch die Kosten der Abfallentsorgung auf Baustellen und im Standortbereich minimieren zu können.

Durch gezielte Maßnahmen (Einsparung Strom durch LED-Umrüstung) konnte im Berichtsjahr der Stromverbrauch gesenkt werden. Weiterhin wurde mit umfangreichen Wärmedämmungsarbeiten begonnen. Ferner ist der Bau von E-Ladesäulen für 2022 am Standort geplant.

5. Personal

Die Stingl GmbH ist sich bewusst, dass hoch qualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum sind. Deshalb konzentrierte sich unsere Personalarbeit auch im Berichtsjahr darauf, die besten Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden.

Aus diesem Grunde legt die Firma Stingl viel Wert auf die Schulung ihrer Mitarbeiter. Im Berichtsjahr konnten 8.362 Schulungsstunden verzeichnet werden (i. Vj. 8.721 Std.). Nach wie vor erschwerte die Corona Pandemie das Abhalten von Präsenzschulungen.

Weiterhin großes Augenmerk richtet die Stingl GmbH auf die eigene Nachwuchsförderung. Die Zahl der Auszubildenden belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf durchschnittlich 29. So konnten von den oben genannten Schulungsstunden in 2021 allein 6.548 Stunden (i. Vj. 6.007 Std.) für den Bereich der Ausbildung verzeichnet werden. Dieses Jahr konnten sechs Auszubildende erfolgreich ihre Prüfung abschließen. Auch im nächsten Jahr ist es unser Ziel die Zahl der Auszubildenden stabil zu halten.

Die Stingl GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2021 insgesamt 254 Mitarbeiter, davon 29 Auszubildende. Am Jahresende betrug die Anzahl der Mitarbeiter 256; dabei setzte sich die Belegschaft aus 164 gewerblichen Mitarbeitern und 92 Angestellten zusammen (einschließlich Auszubildender).

Ziel ist weiterhin die konsequente Umsetzung unseres Arbeitsschutzmanagements. Durch regelmäßige Baustellenbegehungen und dazugehörige Gefährdungsanalysen konnten Maßnahmen zur Unfallverhütung getroffen werden. Ziel unseres Arbeitsschutzmanagements ist es, die Unfallschwere und die Ausfalltage zu reduzieren. In diesem Jahr beläuft sich die Unfallschwere auf 0,24 (i. Vj. 0,06) (= 96 Ausfalltage / 392.969 Arbeitsstunden * 1.000).

In diesem Zusammenhang ist auch die Bereitstellung einwandfreier und sicherer Geräte und Werkzeuge wichtig, was durch konsequente Geräte- und Maschinenprüfungen sichergestellt wird. Auch in Zukunft wird durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter der Arbeitsschutz aktiv gelebt.

Mitte des Jahres 2021 wurde mit der Aktion "Gender Diversity" begonnen. Ziel dieser mittelfristigen Aktion ist die gezielte Rekrutierung, Entwicklung und Förderung von Frauen. So soll die Anzahl der Frauen im operativen Bereich bis 2025 pro Pole um 30% gesteigert werden. Darüber hinaus soll mit speziellen Mentorenprogrammen der Anteil der weiblichen Führungskräfte im gleichen Verhältnis gesteigert werden.

6. Beschaffung

Die Stingl GmbH beschafft unverändert ihr Fertigungsmaterial größtenteils über den Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsgroßhandel.

Für Standardwaren werden Jahresvereinbarungen getroffen, um Preisstabilität in der Kalkulation zu erwirken.

Des Weiteren verfügt die Stingl GmbH über ein gutes Netzwerk für den Bezug von Sonderbauteilen, welche teilweise über kleinere Händler oder direkt von der Industrie, sprich vom Hersteller, bezogen werden.

Zudem sichern wir uns - soweit möglich - in unseren Verträgen durch projektbezogene Festpreisbindung ab.

Durch die Ukraine Krise ergeben sich speziell im Bereich der Energie- und Treibstoffkosten enorme Preissteigerungen darüber besteht ein hohes Risiko im Bereich der Verfügbarkeit einiger Materialien.

Im Bereich der Einkaufs- bzw. Verbrauchskosten muss für das Jahr 2022 sehr sorgfältig die weitere Entwicklung beobachtet und analysiert werden. Aufgrund der unkalkulierbaren Entwicklung über das ganze Jahr 2021 hinweg und der Tatsache, dass die weitere Entwicklung nicht einzuschätzen ist, steht hier ein besonderer Fokus der Geschäftsleitung im Vordergrund.

Für das Jahr 2022 steht ebenso ein neuer Tariflohnabschluss Mitte des Jahres bevor. Wir gehen hierbei von einem höheren Abschluss als in 2020 aus.

Die Stingl GmbH versucht durch gezielte Einkaufsverhandlungen und entsprechende Festpreisbindungen das Risiko von eventuellen nicht kalkulierten Preissteigerungen auf ein Minimum reduzieren.

Die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen waren höher als die Abschreibungen im Berichtsjahr.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognoseberichterstattung

Die grundsätzlichen Konjunkturaussichten für das Geschäftsjahr 2022 sind befriedigend. Lediglich die neue Pandemieentwicklung und der Ukraine Konflikt dämpft dies derzeit.

Grundsätzlich ist die Investitionsprognose der Baubranche besser als im Vorjahr.

Die Rückmeldung der Planungs- bzw. Ingenieurbüros ist dennoch positiv, sodass wir für das Geschäftsjahr 2022 mit zufriedenstellenden Auftragseingängen rechnen. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt eine Auftragseingangshöhe von ca. TEUR 44.500.

Unter Berücksichtigung der erwähnten Konjunkturaussichten sowie der Stabilisierung der Betriebsleistung ist unser Ziel, das Ergebnis vor Gewinnabführung 2021 im nächsten Jahr zu bestätigen.

Wir erwarten einen Umsatz für das Jahr 2022 von ca. TEUR 44.500 und das Ergebnis auf dem Niveau von 2021 zu halten.

Aufgrund unseres Auftragsüberhangs aus dem Vorjahr gehen wir, trotz der zum Jahreswechsel unsicheren Entwicklung von einem soliden Geschäftsjahr 2022 für alle Abteilungen bei der Stingl GmbH aus.

Zusätzlich dürfte die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und die Kostensteigerung beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen.

2. Risikoberichterstattung

Die wesentlichen Unternehmensrisiken liegen im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie sowie des Ukraine Konfliktes sowie daraus resultierend in der Kalkulation und Ausführung der durchzuführenden Projekte. Durch das EDV-gestützte Projektcontrolling werden diese Risiken aber reduziert.

Ein für das Jahr 2022 herausforderndes hohes Risiko für unser Unternehmen ist die weitere Entwicklung der Liefersicherheit und Preisentwicklung unserer Materialien. Hierzu stehen wir im ständigen Kontakt mit Industrie und Handel, um unsere Projekte absichern zu können. Das Beschaffungs- und Preisrisiko hat sich durch den Ukraine Konflikt verschärft. Die erhöhten Einkaufskosten im Bereich der Energie- und Treibstoffkosten sowie der Rohstoffkosten werden sich in der Erhöhung der Verkaufspreises nieder schlagen.

Für die von der Stingl GmbH übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen sind ausreichende Rückstellungen gebildet worden. Für das Risiko von Forderungsausfällen greift die Gesellschaft bei Bedarf auf das Sicherungselement nach § 650f BGB (Bauhandwerkersicherung) zurück. Darüber hinaus werden vermehrt Vorauszahlungen mit den Kunden vereinbart. Das Risiko wird als gering angesehen.

Weitere nicht budgetierte Risiken sind uns nicht bekannt.

Die Stingl GmbH ist in das Risikomanagementsystem der VINCI S.A. eingebunden. Schwerpunkt bilden dabei der organisatorische Auf- und Ausbau von Steuerungs- und Kontrollinstrumenten, hier mittels des konzerneinheitlichen Codex-Kontrollsystems zur angemessenen Beherrschung von Risiken. Derivative Finanzinstrumente werden nicht in Anspruch genommen.

Die Risikoposition der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

3. Chancenberichterstattung

Der gute Auftragsüberhang von 2021 in das Geschäftsjahr 2022 dient als solide Basis für unsere Betriebsleistung im Jahr 2022. Aufgrund des großen Investitionsstaus, speziell im Bereich der öffentlichen Hand, aber auch auf Seiten der Industrie sehen wir ab dem Frühjahr 2022 gute Möglichkeiten, Neuaufträge zu akquirieren. Die im Geschäftsjahr 2021 akquirierten und als Auftragsüberhang in das Geschäftsjahr 2022 einfließenden Aufträge sind auskömmlich kalkuliert. Diese Einschätzung berücksichtigt die aktuelle Pandemiesituation und geht von einer Entwicklung wie in 2021 aus.

München, den 25.04.2022

 

Die Geschäftsführung

Dieter Furch

Olaf Walter

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 29.505,00 12.196,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.391,00 57.118,00
  46.896,00 69.314,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 143.455,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 342.431,00 405.581,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
1.943.132,00 1.800.777,00
  2.429.018,00 2.206.358,00
  2.475.914,00 2.275.672,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 239.789,42 243.488,70
2. Unfertige Leistungen 24.859.746,29 11.063.024,71
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -24.859.746,29 -11.063.024,71
  239.789,42 243.488,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 624.485,18 2.821.704,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.373.758,58 11.674.705,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 406.073,71 377.502,34
  24.404.317,47 14.873.912,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.468,74 6.151,49
  24.648.575,63 15.123.552,64
  27.124.489,63 17.399.224,64

Passiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Eigenkapital    
I Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklagen 977.160,93 977.160,93
III. Gewinnvortrag 312.734,63 312.734,63
  1.789.895,56 1.789.895,56
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 11.254.367,85 11.176.253,56
  11.254.367,85 11.176.253,56
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.543.561,99 2.760.446,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 679.596,18 531.708,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
1.548.263,43 784.014,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 308.804,62 341.907,06
(davon aus Steuern € 151.847,94;
Vorjahr € 150.499,41)
   
  14.080.226,22 4.418.075,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15.000,00
  27.124.489,63 17.399.224,64

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

  2021 2020
 
1. Umsatzerlöse 27.619.594,67 40.869.274,19
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 13.796.721,58 -130.498,31
  41.416.316,25 40.738.775,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 765.525,95 645.015,24
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -11.096.564,05 -8.691.417,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.222.235,26 -8.692.531,18
  -21.318.799,31 -17.383.948,50
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -11.775.828,97 -11.521.466,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver-
sorgung und für Unterstützung
-2.605.548,70 -2.452.625,34
(davon für Altersversorgung € 150.315,18;
Vorjahr € 148.939,03)
   
  -14.381.377,67 -13.974.091,88
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-870.280,37 -949.752,31
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.311.201,23 -5.134.759,84
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313,62 735,23
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -35.633,68 -25.184,65
10. Ergebnis nach Steuern 264.863,56 3.916.789,17
11. Sonstige Steuern -85.028,50 -78.185,64
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter
Gewinn
-179.835,06 -3.838.603,53
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Erläuterungen

Die Stingl GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 116408).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und hat ihren Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in den aktuellen Fassungen aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vor-schriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Von den handelsrechtlichen größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Änderungen im Ausweis werden bei den betroffenen Posten in diesem Anhang erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen drei bis sieben Jahre linear pro rata temporis abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen pro rata temporis angesetzt.

Bauten auf fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen werden zwischen drei und neun Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen fünf und 13 Jahren abgeschrieben.

Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Folgejahr wird der Abgang unterstellt.

Umlaufvermögen

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Sie werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen auf das Anlagevermögen berücksichtigt, soweit es der Fertigung dient. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den aktivierten Anlagen in Arbeit aktivisch abgesetzt. Für darüber hinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet. Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen aktivisch von diesen abgesetzt. Ein darüberhinausgehender Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert.

Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird aus Gründen der Übersichtlichkeit und Klarheit nach den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung eine Zwischensumme gebildet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagen-spiegel dargestellt.

Im Zuge des Erwerbs des Geschäftsbetriebs der Schultz Klima-Kältetechnik GmbH zum 1. Januar 2016 wurde ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.

2. Vorräte

Die in der Bilanz ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Installationsarbeiten und sonstige Leistungen.

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 240 243
Unfertige Leistungen 24.860 11.063
25.100 11.306
abzüglich
Erhaltene Anzahlungen -24.860 -11.063
240 243

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Seit dem Geschäftsjahr 2020 bestehen sowohl der Cash Pooling- als auch der Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Vinci Energies Deutschland Building Solutions GmbH. Da die Voraussetzungen der Aufrechnung nach § 387 BGB erfüllt sind, werden wie im Vorjahr die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung von TEUR 180 mit den Forderungen aus dem Cash Pooling TEUR 23.550 in der Bilanz zusammengefasst. Die einzelnen Beträge sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 624 2.822
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4 0
Forderungen gegen VED Building Solutions GmbH 23.370 11.675
Sonstige Vermögensgegenstände 406 377
24.404 14.874

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, mit Ausnahme der geleisteten Kautionen für Standrohre (Wasserzähler) in Höhe von insgesamt EUR 15.426,35 (i. Vj. EUR 10.461,35) innerhalb eines Jahres fällig.

4. Eigenkapital

Die Geschäftsanteile am Stammkapital werden zum 31. Dezember 2021 zu 100 % von der VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH, Frankfurt am Main, gehalten.

5. Sonstige Rückstellungen

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen 6.317 6.039
Rückstellungen für Kosten der Belegschaft 1.501 1.544
Rückstellung für drohende Verluste aus Aufträgen 69 462
Rückstellung für Gewährleistung 3.183 2.949
Übrige 185 182
11.255 11.176

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung werden mit den Forderungen saldiert ausgewiesen.

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.544 2.760
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 679 532
Verbindlichkeiten gegenüber VINCI Deutschland GmbH - Umsatzsteuer 1.548 784
Sonstige Verbindlichkeiten 309 342
14.080 4.418

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 309 (i. Vj. TEUR 342) enthalten Verbindlichkeiten aus Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter in Höhe von TEUR 107 (i. Vj. TEUR 123) und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 152 (i. Vj. TEUR 150). Verbindlichkeiten gegenüber der Vinci Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 1.548 (i. Vj TEUR 784 betreffen die überwiegend die Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.469 ( i. VJ TEUR 784) und Konzernumlagen von TEUR 79 (i. Vj TEUR -25).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.620 (i. Vj. TEUR 40.869) wurden sämtlich im Inland erwirtschaftet. Davon wurden TEUR 82 (i. Vj. TEUR 91) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend die Tätigkeiten von Installation von gebäudetechnischen Anlagen.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.069 (i. Vj. TEUR 606) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 544 (i. Vj. TEUR 564), im Wesentlichen betraf dies die Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 319 (i. Vj. TEUR 431) und die Auflösung von Altforderungen in Höhe von TEUR 303 (i. Vj. TEUR -39). Darüber hinaus erfolgten sonstige Erträge in Höhe von TEUR 104 (i.Vj. TEUR 12) und betreffen im Wesentlichen Kostenrückerstattungen aus den Vorjahren in Höhe von 72 TEUR.

Die periodenfremden/neutralen Erträge betragen insgesamt TEUR 957 (i. Vj. TEUR 585).

2021 2020
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 544 563
Versicherungsentschädigungen 39 12
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 52 28
Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen 27 30
Sonstige Erträge 104 12
Wertberichtigung Auflösung von Altforderung 303 -39
  1.069 606

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2021 2020
TEUR TEUR
Leistungen von verbundenen Unternehmen 1.873 1.787
Mieten und ähnliche Aufwendungen 880 819
Sonstige Personalaufwendungen 370 526
Reparaturen und Instandhaltungen 400 406
Treibstoff 320 269
Zuführung zur Rückstellung für Gewährleistungsverbindlichkeiten 735 325
Aufwand Versicherungsprämien 222 269
Büromaterial, Fachliteratur 65 94
Fremdleistungen im Gemeinkostenbereich 216 212
Beratungen, Gutachten und Prozesskosten 77 54
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 456 335
5.614 5.096

10. Zinsergebnis

2021 2020
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313,62 735,23
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -35.633,68 -25.184,65
-35.320,06 -24.449,42

Von den Zinssaufwendungen entfallen TEUR 2 auf verbundene Unternehmen.

11. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Zwischen der VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 119885) als Obergesellschaft und der Stingl GmbH als Organgesellschaft wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsabführungsvertrag abgeschlossen.

Sonstige Angaben

12. Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine außerbilanziellen Haftungsverhältnisse.

13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Miet-, Wartungs- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 2.355 (Summe der Jahresraten netto).

Die Aufteilung nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 474 448
Restlaufzeit über einem Jahr 1.881 2.134
2.355 2.582

14. Angabe zum Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)

Auf die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernanhang der Muttergesellschaft VINCI S.A. erfolgt.

15. Aufgliederung der Mitarbeiterzahl nach Gruppen

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 138 137
Angestellte 87 85
22 5 222
Gewerbliche Auszubildende 25 26
Kaufmännische Auszubildende 4 4
29 30

16. Nachtragsbericht

Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 haben. In welcher Art und Weise sich die zu erwartenden Einflüsse auf die Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 auswirken, wird aktuell noch untersucht. Die zu erwartende Lieferengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen beim Material und der Energie, dürften zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich führen, inwieweit diese Mehrkosten an die Kunden weitergegeben werden können, kann aktuell nicht abschließend beantwortet werden. Jedoch rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation und zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voran zu treiben.

17. Angaben zur Geschäftsführung

Dieter Furch, Dipl.-Ingenieur, Grabenstätt

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 21.12.2021 wurde mit Wirkung zum 31.12.2021 Herr Jan Inderfurth als Geschäftsführer abberufen und Herr Olaf Walter, Bobenheim-Roxheim, mit Wirkung zum 01.01.2022 zum neuen Geschäftsführer ernannt.

Zu den Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB (Geschäftsführerbezüge) machen wir von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

18. Konzernabschluss

Gesellschafterin zum Stichtag ist die VINCI Energies Deutschland Building Solutions GmbH.

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, Boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

München, den 25.04. 2022

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre
4, rue Pablo Neruda
F-92020 Nanterre Cedex
RCS 552 037 806 Nanterre

Die Geschäftsführung

Dieter Furch

Olaf Walter

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 42.373,01 30.126,80 0,00 72.499,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 491.673,00 0,00 0,00 491.673,00
  534.046,01 30.126,80 0,00 564.172,81
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 154.861,52 0,00 154.861,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.156.370,21 50.183,37 83.882,06 1.122.671,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.795.274,36 899.137,95 652.370,85 6.042.041,46
  6.951.644,57 1.104.182,84 736.252,91 7.319.574,50
  7.485.690,58 1.134.309,64 736.252,91 7.883.747,31
  Abschreibungen
  01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Software 30.177,01 12.817,80 0,00 42.994,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 434.555,00 39.727,00 0,00 474.282,00
  464.732,01 52.544,80 0,00 517.276,81
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.406,52 0,00 11.406,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 750.789,21 90.555,65 61.104,34 780.240,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.994.497,36 715.773,40 611.361,30 4.098.909,46
  4.745.286,57 817.735,57 672.465,64 4.890.556,50
  5.210.018,58 870.280,37 672.465,64 5.407.833,31
  Restbuchwerte
  31.12.2021 31.12.2020
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Software 29.505,00 12.196,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.391,00 57.118,00
  46.896,00 69.314,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 143.455,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 342.431,00 405.581,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.943.132,00 1.800.777,00
  2.429.018,00 2.206.358,00
  2.475.914,00 2.275.672,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stingl GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stingl GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stingl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 25. April 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 22.09.2022 festgestellt.

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