Elbe Inkasso GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Koopmann seit 21.7.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Andreas Bommer seit 23.9.2020 | Geschäftsführer |
Martina Cathrin Schmidt seit 26.8.2020 | Prokura |
Susan Schneider seit 6.9.2019 | Prokura |
Stefan Kempf seit 8.4.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
aifinyo finance GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die aifinyo finance GmbH wurde 2014 gegründet. Das Stammkapital beträgt 50 TEUR. Seit 2015 besitzt die Gesellschaft eine Erlaubnis für ihre Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleis tungsinstitut im Bereich Finanzierungsleasing gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG sowie seit 2017 eine Erlaubnis für ihre Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleistungsinstitut im Bereich Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG. Die aifinyo finance GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der aifinyo AG, Berlin. Über ihre Tochtergesellschaften bietet die aifinyo AG mittelständischen Unternehmen verschiedene Lösungen rund um das Thema Liquidität und alternative Unternehmensfinanzierung an. Kunden der aifinyo Gruppe sind Startups, Freiberufler sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland. Die Unternehmensgruppe besteht neben der Holding (aifinyo AG) aus weiteren vier 100%igen Tochtergesellschaften. Über die einzelnen Tochtergesellschaften werden die Produkte Factoring, Finetrading, Leasing, Inkasso und Billing (Rechnungsverwaltung und Fakturierung inklusive Überwachung von Geldeingängen und Zahlungsfristen) angeboten. Konzernstruktur (Stand: 31.12.2023).
Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Stefan Kempf, Matthias Bommer und Dennis Koopmann. Herr Stefan Kempf verantwortet den Marktfolgebereich, Herr Matthias Bommer den Bereich Markt und Herr Dennis Koopmann den Bereich Finanzen und Regulatorik. Die aifinyo finance GmbH (im Folgenden "aifinyo finance" oder "Gesellschaft" genannt) bietet Liquidität über Forderungsankäufe (Factoring) und Finanzierungen von Anlagevermögen (Leasing und Mietkauf) an. Im Factoring steht das Modell des Full-Service-Factorings im Vordergrund. Dieses umfasst neben Vorfinanzierung, Delkredereschutz auch Debitorenmanagement inkl. Mahnwesen. Angekauft werden überwiegend kreditversicherte Forderungen, welche kurzfristig fällig sind. Bei Fälligkeit nicht bezahlter Forderungen erfolgt ein systematisches mehrstufiges Mahnwesen. Im Leasing verfolgen wir eine umfassende Vertriebsstrategie mit Fokus auf mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz bis zu Mio. 25 EUR. Den Kunden werden Teilamortisations-, Vollamortisations- sowie Mietkaufverträge angeboten. Wir haben keinen Objektfokus und orientieren uns an den Bedürfnissen der Kunden. Leasingverträge über Immobilien werden nicht angeboten. Es bestehen neben dem Sitz der Gesellschaft in Dresden keine Zweigniederlassungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt mit 4.121 Milliarden Euro um 6,3 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 48.746 Euro. Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung. Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen als bemerkbar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozent. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent).Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben ( 1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen. Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 Prozent. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 Prozent) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. 2.2 Factoringmarkt in Deutschland 2 Trotz turbulenter Zeiten gelang es der Factoring-Branche erneut den Factoring-Umsatz auf nunmehr 384,4 Mrd. Euro (plus 3,1 Prozent gegenüber Vorjahr) zu steigern und einen neuen Bestwert aufzustellen, das 14. Jahr in Folge mit Wachstum. Die Factoring-Quote (Verhältnis zwischen angekauftem Factoring-Forderungsvolumen und dem BIP) hingegen entwickelte sich trotz Branchenwachstum leicht rückläufig und beträgt im Jahr 2023 nun 9,3 Prozent. Mit dem erneuten Wachstum des Factoring-Umsatzes erweist sich die Branche gerade auch in schwierigen Zeiten als Stabilisator und zuverlässiger Partner im Finanzierungsmix. Dies belegen die aktuellen Nutzerzahlen von über 106.000 Kunden mit über 10 Mio. Debitoren. Zurückzuführen ist das Umsatz-Wachstum der Factoring-Branche im Berichtsjahr dieses Mal hauptsächlich auf das nationale Factoring (plus 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die generierten Umsätze im internationalen Factoring-Geschäft bleiben hingegen hinter den erreichten Zuwächsen der letzten Jahre (minus 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Export-Factoring konnte der Umsatz des Vorjahres mit 102,8 Mrd. Euro (plus 0,1 Prozent) bestätigt werden. Beim Import-Factoring-Volumen hingegen verzeichnete die Branche einen Rückgang von rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der Umsatz betrug im Berichtsjahr 5,8 Mrd. Euro. Nach wie vor dominieren die Schwerpunktbranchen "Handel, Handelsvermittlung" (Platz 1) und "Gesundheitswesen" (Platz 2), in 2023 stieg die Ernährungsbranche auf Platz 3 auf. Der Anteil der Kunden im KMU Bereich (0 bis zu 10 Mio. Euro Tickets, 96,6 Prozent in 2023) konnte einen Zuwachs von 2,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr - ein Höchstwert der letzten Jahre - verzeichnen.
2 Quelle:
https://factoring.de/aktuelles/der-factoring-markt-2023-14-jahre-umsatzwachstumfolge
Für 2024 sehen Experten eine weitere Zunahme an Unternehmensinsolvenzen voraus - ein Trend der sich bereits im ersten Quartal ganz deutlich im Vergleich zu den letzten Jahren bestätigt. Die Konjunkturerwartungen der Mitgliedsunternehmen des Verbandes sind daher für 2024 eher zurückhaltend und werden mit einer durchschnittlichen Gesamtnote (in Schulnote) von 2,6 bewertet (Vorjahr 2,5). Die Mitglieder des Verbands vereinten rund 98 Prozent des verbandlich organisierten Factoring-Volumens auf sich und sind deshalb repräsentativ für den gesamten deutschen Markt. 2.3 Leasingmarkt in Deutschland 3 Die Leasing-Wirtschaft ist 2023 deutlich gewachsen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten finanzierte die Branche für mehr als 85 Milliarden Euro in Deutschland Investitionen in Maschinen, Fahrzeuge, ITEquipment, Infrastruktur und andere Wirtschaftsgüter. Das Neugeschäftsvolumen, basierend auf einer Hochrechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), entspricht einer Steigerung von 22,6 Prozent gegenüber 2022 - auf EUR 85,6 Mrd. Euro. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr sowie aus Preissteigerungen. Treiber des Wachstums der Leasing-Branche im vergangenen Jahr war das Fahrzeugleasing, das fast zwei Drittel des Neugeschäftsvolumens ausmacht. Im Automarkt war der Auftragsstau durch lange Lieferzeiten besonders stark und konnte 2023 abgebaut werden. Das Pkw-Neugeschäft stieg um 23 Prozent. Der Marktanteil an den Neuzulassungen wurde ausgebaut: Jeder zweite neu zugelassene Pkw war 2023 ein Leasing-Fahrzeug. Um 14 Prozent steigerte sich das Neugeschäftsvolumen im zweitstärksten Leasingsegment Busse, Lkw, Hänger und Transporter. Weiterhin boomt das Neugeschäft mit Fahrrädern und E-Rollern. Es wuchs im vergangenen Jahr um 24 Prozent. Die wirtschaftlich herausfordernde Lage spiegelte sich in zwei Leasing-Segmenten wider: Während die Auftragsbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus laut Branchenverbandes VDMA 2023 ein Minus von 11 Prozent im Inland verzeichnete, stagnierte das Leasing-Neugeschäft mit Produktionsmaschinen. Das Neugeschäft mit IT, Software und Cloud-Anwendungen wuchs unterdurchschnittlich (+ 3,6 Prozent). 2.4 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 waren die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten deutlich spürbar. Die Anzahl der Finanzierungsanfragen (Leads auf Gruppenebene) sank von rd. 7.150 im Jahr 2022 auf rd. 5.900 im Jahr 2023 - ein Minus von 17%. 2.4.1 Segment Factoring Im Laufe des Jahres konnten Forderungen im Volumen von 359,6 Mio. EUR verarbeitet werden. Im Vergleich zum Vorjahr (326,4 Mio. EUR) stieg das Volumen somit um 33,2 Mio. EUR bzw. 10%. Das Volumen hat sich insbesondere im ersten Quartal positiv entwickelt. Die Anzahl aktiver Kunden ist im Vorjahresvergleich zum Stichtag leicht gesunken (-5%). Die Gesellschaft konnte ihr langfristiges Ziel zur Steigerung des Neugeschäftsvolumens und der Geschäftsanfragen im Geschäftsjahr 2023 nicht vollumfänglich erreichen. Zum Stichtag betragen die Forderungen an Kunden aus Factoring 24.801 TEUR und liegen somit um 17% unter dem Vorjahr (Vorjahr 29.936 TEUR). Dabei verteilte sich der Forderungsbestand auf 3.634 Debitoren (Vorjahr 4.214). Der Forderungsbestand zum 31. Dezember 2023 besteht weiterhin maßgeblich gegenüber deutschen Debitoren 90% (Vorjahr 93%). Bearbeitet wurden maßgeblich Rechnungen von Anschlusskunden mit Sitz in Deutschland. Von diesen Anschlusskunden wurden zum Bilanzstichtag 8.444 Rechnungen von der aifinyo finance betreut (Vorjahr 10.688). Die Qualität des Forderungsbestandes ist gegenüber Vorjahresvergleich trotz der wirtschaftlichen Situation weiterhin positiv, 96,6% (Vorjahr 91,0%) des Volumens des angekauften Forderungsbestandes sind noch nicht oder bis maximal 30 Tage überfällig. Größer 90 Tage überfällig waren 2,2% aller angekaufter Forderungen (Vorjahr: 4,5%). Im Portfolio der lediglich zum Inkasso übernommenen Forderungen liegt die Überfälligkeit bis 30 Tage bei 17,6%, größer 90 Tage bei 48,4%. Die durchschnittliche ursprüngliche Laufzeit (Rechnungsdatum bis Fälligkeit) der Forderungen zum Bilanzstichtag stieg leicht auf 39 Tage (Vorjahr 35 Tage); die durchschnittliche Restlaufzeit betrug 20 (Vorjahr 21) Tage. Die durchschnittliche Rechnungshöhe lag zum Bilanzstichtag mit 6.001 EUR unterhalb des Vorjahreswertes (5.583 EUR). 2.4.2 Segment Leasing Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ein Neugeschäftsvolumen von 6.431 TEUR (Vorjahr: 5.931 TEUR) erzielen. Das Wachstum resultiert aus einer Erhöhung der durchschnittlichen Objektwerte. Die Anzahl der Bestandskunden sank von 153 auf 140. Zum Bilanzstichtag betrug das aktivierte Leasingvermögen 6.549 TEUR (Vorjahr: 4.535 TEUR). Die Leasingerlöse stiegen im Vorjahresvergleich und erreichten 2.227 TEUR (Vorjahr: 1.513 TEUR). Sämtliche abgeschlossenen Leasingverträge besaßen ursprüngliche Laufzeiten bis maximal 84 Monate. 2.5 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Erlöse gestiegen. Die Summe der Zins-, Leasing- und Provisionserträge im Factoring liegen mit 10.374 TEUR um 16% über Vorjahr (Vorjahr: 8.915 TEUR). Hintergrund ist das gestiegene Neugeschäftsvolumen in allen Kundensegmenten bei gleichzeitig konstanten Margen. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 352 TEUR höher als im Vorjahr (194 TEUR). Die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus auf 1.205 TEUR (Vorjahr 789 TEUR). Die Personalkosten sind trotz Ausweitung der Mitarbeiteranzahl lediglich von TEUR 1.602 auf TEUR 1.614 gestiegen. Hintergrund ist der erhöhte Anteil von Teilzeitkräften. Im Geschäftsjahr 2023 sind Risikokosten (Erhöhung Wertberichtigungen und direkte Forderungsausbuchung) über TEUR 423 (Vj. TEUR 558) entstanden. Weiterhin wurden Finanzbeteiligungen mit einem Betrag von TEUR 737 teilweise abgeschrieben. Die Kosten für Warenkreditversicherungen betragen 420 TEUR (Vorjahr 341 TEUR). Die Steigerung resultiert ausschließlich aus dem erhöhten Finanzierungsvolumen. Die nominalen Forderungsverluste im Factoring wurden teilweise durch die entsprechende Warenkreditversicherung nach Abzug von Selbstbehalten und Schadensfreiheitsrabatten entschädigt. Die Erträge sind Bestandteil der sonstigen Provisionserträge. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 447 TEUR und lag somit um 172 TEUR unterhalb des Vorjahres (Vorjahr 619 TEUR). Die Entwicklung ist insbesondere durch die Erhöhung der Risikokosten aus der Wertberichtigung auf Finanzanlagen begründet. Der Jahresüberschuss beträgt 447 TEUR (Vorjahr 629 TEUR). 2.6 Finanz- und Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Form von täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten von 4.155 TEUR (Vorjahr: 471 TEUR). Die deutliche Erhöhung der liquiden Mittel resultiert aus einer stichtagsbezogenen, nicht effizienten Nutzung der Mittel in der Refinanzierung. aifinyo finance verfügt zudem über erhebliche Liquiditätsrserven aufgrund zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehender freier Kreditlinien über EUR 9,4 Mio. aifinyo finance hat zum Bilanzstichtag erhebliche Anteile des Eigenkapitals zur eigenen Refinanzierung von Forderungsankäufen und zur Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufverträgen eingesetzt, um die Kapitalkosten der Gesellschaft zu optimieren. Die Gesellschaft wäre jederzeit in der Lage gewesen, die selbst refinanzierten Forderungen durch Ziehung bestehender Kreditlinien abzulösen und dadurch die Liquiditätssituation weiter zu verbessern. Die Refinanzierung des kurzfristigen Forderungsbestandes erfolgt durch mehrere Kreditinstitute mittels fester Kreditzusagen. Es stand der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von 27.802 TEUR (Vorjahr: 32.523 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurden die bestehenden Finanzbeteiligungen um TEUR 737 aufgrund fehlender Werthaltigkeit abgeschrieben. Es handelt sich weiterhin ausschließlich um Minderheitsbeteiligungen. Durch die Beteiligungen konnten die Kunden enger an die Gesellschaft gebunden werden. Die Passivseite ist geprägt durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 25.537 TEUR (Vorjahr: 26.484 TEUR) welche ausschließlich zur Refinanzierung von Factoring-Forderungen und Leasing- und Mietkaufverträgen verwendet wurden. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien erfolgte dabei durch die Inanspruchnahme von täglich fälligen Kontokorrentkrediten sowie laufzeitkongruenten Darlehen. Darüber hinaus bestehen insbesondere Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten angekaufter Forderungen in Höhe von 171 TEUR (Vorjahr: 131 TEUR), sowie Treuhandverbindlichkeiten aufgrund nicht angekaufter Forderungen in Höhe von 1.371 TEUR (Vorjahr 803 TEUR). Insgesamt stehen Kreditlinien über 25.500 TEUR zur Refinanzierung des Factoringgeschäftes sowie 9.232 TEUR für die Refinanzierung von Leasing- und Mietkaufverträgen zur Verfügung. Die Inanspruchnahme ist an keine Covenants geknüpft. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich durch hohe erhaltene Mietsonderzahlungen sowie eine Bereinigung von Vorjahresbeständen deutlich erhöht. Das Eigenkapital stieg durch das positive Jahresergebnis um TEUR 429 auf TEUR 6.480. Die Bilanzsumme stieg auf 41,5 Mio. EUR (Vorjahr 40,4 Mio. EUR), daher hat sich die Eigenkapitalquote auf 15,6% reduziert (Vorjahr 15,0%). Bei Reduzierung der Bilanzsumme um Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten (1.371 TEUR, Vorjahr 803 TEUR) ergibt sich eine bereinigte Eigenkapitalquote von 16,1% (Vorjahr: 15,3%). Die Eigenkapitalquote ist auch unter Berücksichtigung der Verbesserung der Diversifikation und gemäß Risikotragfähigkeitsrechnung aus Sicht der Gesellschaft für die Geschäftstätigkeit positiv und ausreichend. Insgesamt ist die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft positiv. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital, liquide Mittel und Kreditlinien zur Ausübung ihrer Geschäftsaktivitäten. 3. Chancen- und Risikobericht Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund rechnen wir auch im Jahr 2024 mit einer schwachen Entwicklung der Wirtschaftsleistung, die sich sukzessive auf die Bonität von Unternehmen in Deutschland auswirken wird. Im Rahmen ihres Geschäftsmodells stellt für aifinyo finance das Eingehen von Risiken zur Ergebniserzielung eine Kernfunktion der unternehmerischen Tätigkeit dar. Ein wesentliches Element der Geschäftstätigkeit ist, Risiken in einem definierten Rahmen einzugehen und gleichzeitig die sich ergebenden Renditechancen zu nutzen. Chancen ergeben sich vor allem aus der kontinuierlichen Anpassung des Geschäftsmodells auf Branchen, die überdurchschnittlich von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren bzw. auch in unsicheren Zeiten über ein stabiles Geschäftsmodell verfügen. Insbesondere bei diesen Kunden bestehen Chancen aus einer erwarteten steigenden Nachfrage für alternative Finanzierungsformen, wie z.B. Forderungsverkäufe insbesondere bei Freiberuflern und Kleinstunternehmern sowie im Leasing und Mietkaufgeschäft. Zudem erwarten wir Chancen daraus, dass wir aufgrund einer weiteren Zurückhaltung der Banken, unsere Zielkunden mit notwendigen und flexiblen Finanzierungslösungen zu unterstützen können. Weiterhin entstehen Chancen aus den Möglichkeiten über digitale Geschäftsprozesse Kunden vereinfachten Zugang und Abwicklung von Forderungsankäufen anzubieten. Hier ist vor allem die eigenentwickelte Software zur volldigitalen Kundenanbindung sowie Tagesgeschäftsabwicklung (Rechnungsstellung, Forderungseinreichung, Veritätsprüfung, Zahlungsverkehr, Mahnwesen) zu erwähnen. Die Software wurde auch 2023 stetig weiterentwickelt und so an die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Insbesondere das Kundenportal als digitale Schnittstelle zum Kunden in Form eines "One-Stop-Shops" für alle Produkte der aifinyo Gruppe bietet die Chance, die Kundenbindung weiter zu erhöhen und Cross-Selling Ansätze verstärkt zu nutzen. Darüber hinaus erschließen sich auch aus dem Wachstum der aifinyo AG über cross selling voraussichtlich steigende Geschäftsmöglichkeiten. Erkennbare Risiken ergeben sich aus einer möglichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. einer Verzögerung in der wirtschaftlichen Erholung, welche ggfs. zu Umsatzeinbußen und möglicherweise steigenden Forderungsausfällen (Zahl von Insolvenzen) führen könnte. Aufgrund eines stringenten Risikomanagements sowie der gebildeten Risikovorsorge sieht sich aifinyo finance hierfür gut gerüstet. Nicht abschätzbar ist aus heutiger Sicht, wie sich der Ukraine-Konflikt entwickelt und welche Auswirkungen ein langer Konflikt auf die inländische Wirtschaft haben wird. Im Risikomanagement wird diesem Thema entsprechende Aufmerksamkeit entgegengebracht. Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Anzahl der Finanzierungsanfragen sowie das jährliche Neugeschäftsvolumen. 3.1 Risikomanagementsystem Die aifinyo finance hat ein Risikomanagement geschaffen, das die Grundlage für eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung bildet. Das Risikomanagementsystem verfolgt in erster Linie das Ziel, geschäftliche Risiken von strategischer und materieller Bedeutung frühzeitig zu identifizieren, eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren sowie erkannte Risiken so zu steuern, dass angemessene Erträge erzielt und Verluste vermieden werden. Die Gesellschaft hat ihre Risikostrategie schriftlich dokumentiert. Die Risikostrategie wird dabei aus der Unternehmensstrategie abgeleitet. Die Methoden des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt. Wichtige Bestandteile sind schriftlich dokumentiert. Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung nach Markt sowie Marktfolge, wodurch klare Verantwortungsbereiche geschaffen werden. Zwischen Geschäftsführung und Risikomanagement gibt es regelmäßige Sitzungen. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind eine ausführliche Kreditengagementprüfung vor Aufnahme eines Kundenengagements, Überprüfung von Leasingobjekten, tägliche Prüfung der offenen Posten, ein monatliches Managementreporting, fortlaufende Prüfung und Überwachung von Debitoren sowie quartalsweise Risikotragfähigkeitsberichte. Die Aufgaben einer übergeordneten, prozessunabhängigen Kontrollstelle (interne Revision) werden durch eine Stabstelle (ein Mitarbeiter) wahrgenommen. Die interne Revision ist dem Bereich Marktfolge zugeordnet. Für Mitarbeiter und leitende Angestellte besteht ein verbindlicher Verhaltenskodex. Der Compliance-Beauftrage legt jährlich einen Compliance Bericht vor. Zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche hat aifinyo finance angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie des Betruges geschaffen. Zur Schaffung und Erhaltung der internen Sicherungsmaßnahmen ist eine Geldwäschebeauftragte bestellt. 3.2 Risikotragfähigkeit Zentraler Punkt für die Risikotragfähigkeit ist das Risikodeckungspotenzial, das als maximal verfügbares Kapital für die in der aifinyo finance eingegangenen und potenziellen Risiken zur Verfügung gestellt werden kann. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich im Wesentlichen aus Eigenkapital und erwartetem Ergebnis zusammen. Das Risikokapital resultiert aus der Summe der einzelnen Risikofaktoren aus eingegangenen Adressausfall-, Veritäts-, Liquiditäts-, Marktpreis,- und operationellen Risiken. Die Bewertung der Risiken basiert jeweils auf wahrscheinlichkeitstheoretischen Verfahren und bindet die Erfahrung der vergangenen Jahre ein. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise und wird durch einen Risikobericht an die Geschäftsleitung kommuniziert. Zum 31.12.2023 betrug das Risikodeckungspotential 7.263 TEUR (Vorjahr: 7.605 TEUR). Die Summe des Risikokapitals sank auf 1.707 TEUR (Vorjahr 1.917 TEUR). Insgesamt übersteigt das zur Deckung für Risiken verfügbare Kapital das Risikokapital somit um 5.556 TEUR (Vorjahr 5.688 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023 war die Risikotragfähigkeit der aifinyo finance auch unter der Annahme von Stressszenarien zu den überprüften Zeitpunkten stets gegeben. 3.3 Risikofaktoren Spezifische Risiken im Factoring-Geschäft sind Adressenausfallrisiko, Veritäts-, Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken, Marktpreisrisiken sowie Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen. Spezifische Risiken im Leasinggeschäft sind Adressausfallrisiko, Veritäts-, Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken, Marktpreisrisiken sowie Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagements sind Methoden zur Identifizierung, Kontrolle und Steuerung entwickelt. Gemäß der Risikotragfähigkeitsrechnung zum 31. Dezember 2021 wurden die einzelnen Risikofaktoren wie folgt quantifiziert:
3.3.1 Adressausfallrisiken 3.3.1.1 Factoring Unter debitorischen Adressausfallrisiken versteht aifinyo finance das Risiko des Verlustes, falls ein Debitor seinen von der Gesellschaft angekauften Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Das Forderungsausfallrisiko für angekaufte Forderungen trägt grundsätzlich aifinyo finance. Dies sichert die Gesellschaft durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung für die jeweiligen Debitoren ab bzw. lässt sich den Versicherungsschutz aus bestehenden Kundenpolicen abtreten. Durch ein Versicherungslimit für jeden Debitor ist das Risiko begrenzt, dessen Festlegung unter Berücksichtigung einer Deckungszusage durch die Warenkreditversicherung und zum Teil zusätzlich durch Bonitätsprüfungen erfolgt. Ausreichend gezeichnete Versicherungslimite für Debitoren stellen somit die Voraussetzung für den Forderungsankauf durch aifinyo finance dar. Zur Überprüfung der Existenz der angekauften Forderungen werden stichprobenhaft schriftliche Saldenbestätigungen von Debitoren eingeholt. In Einzelfällen erfolgen telefonische Stichproben. Überfällige Forderungen werden im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses schriftlich gemahnt. Durch ständige Überwachung des Zahlungsverhaltens sowie einem stringenten Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können debitorische Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und gemindert werden. Zusätzlich wird die Bonität eines Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung durch Analyse betriebswirtschaftlicher Kundenunterlagen sowie Auswertung von Auskünften ermittelt. Sollte sich im Nachgang herausstellen, dass angekaufte Forderungen keinen rechtlichen Bestand haben (z.B. aufgrund von Direktzahlung, Einreden, etc.), richtet sich der Zahlungsanspruch von aifinyo finance nicht mehr gegen den Debitor, sondern an den Factoringkunden. Das Veritätsrisiko wird während der Vertragslaufzeit kontinuierlich überwacht, unter anderem durch die regelmäßige Mandantenüberprüfungen und mindestens jährliche Außenprüfungen bei den größeren Factoringengagements. Bei Eintritt von Adressausfallrisiken erfolgt i.d.R. die Übergabe der ausgefallenen Forderungen an die Warenkreditversicherung zur Entschädigung. Bei einer Häufung von Ausfällen oder relativ großen Ausfällen erfolgt zudem eine Überprüfung und ggfs. Anpassung der Kreditprozesse. 3.3.1.2 Leasing Unter Adressausfallrisiken im Leasinggeschäft versteht die aifinyo finance das Risiko des Verlustes, falls ein Leasingnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Gesellschaft z.B. aus Leasing- oder Mietkaufverträgen nicht nachkommen kann. Das Ausfallrisiko wird durch, der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Sicherheiten reduziert. Als Sicherheiten dienen insbesondere die finanzierten Leasing- und Mietkaufobjekte Durch ständige Überwachung des Zahlungsverhaltens können Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und gemindert werden. Zusätzlich wird die Bonität eines Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung durch Analyse betriebswirtschaftlicher Kundenunterlagen sowie Auswertung von Auskünften ermittelt. 3.3.2 Liquiditätsrisiken 3.3.2.1 Factoring Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass aifinyo finance seinen Zahlungsverpflichtungen aus vertraglich zugesagten Ankaufrahmen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann. Durch Ankauf der Forderungen und Bevorschussung der Kaufpreise stellt aifinyo finance ihren Kunden fortlaufend Liquidität zur Verfügung. Die Gesellschaft kauft hierbei in der Regel Forderungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu 90 Tagen an. Den hieraus resultierenden Liquiditätsbedarf konnte die Gesellschaft durch Eigenmittel und die von Kreditinstituten bereitgestellten Kreditlinien im Berichtsjahr jederzeit vollständig abdecken. Die vorhandenen liquiden Mittel waren auch in simulierten Stressszenarien jederzeit ausreichend. Das Eintreten eines Liquiditätsengpasses wird grundsätzlich dadurch vermieden, dass die Anzahl der neu aufgenommenen Factoringkunden stets in Abwägung der verfügbaren Finanzierungsmittel erfolgt. Sollte aus unvorhergesehenen Ereignissen hieraus dennoch ein Liquiditätsengpass entstehen, könnte dieser durch diverse Maßnahmen, wie z.B. Erhöhung der Kreditlinien, Stopp der Neukundenannahme, Reduzierung von Ankauflinien bei Bestandskunden sowie Kündigung bestehender Factoringverträge begegnet werden. 3.3.2.2 Leasing Das Liquiditätsrisiko im Leasinggeschäft besteht darin, dass die aifinyo finance seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann. Da aifinyo finance ausschließlich Finanzierungszusagen im Rahmen vorhandenere Eigenmittel oder bei Vorliegen entsprechender laufzeitkongruenter Refinanzierungszusagen abgibt, wird das Liquiditätsrisiko als nicht maßgeblich eingestuft. 3.3.3 Marktrisiken 3.3.3.1 Factoring Marktrisiken können aus Sicht von aifinyo finance nur im Zinsbereich resultieren. Währungsrisiken oder Derivate bestanden zum Bilanzstichtag keine. Die Kundenverträge sind in der Regel hinsichtlich der Zinskondition auf Basis Euribor zzgl. einem Aufschlag ausgestellt, in einigen Fällen mit fester Zinskondition oder ohne eine über die Factoringgebühr hinausgehende Zinsvereinbarung. Die Refinanzierung erfolgt überwiegend in Form von Geldmarktkrediten auf Euribor-Basis und auf Basis von Kontokorrentkrediten. Wesentliche Ertragstreiber der Kundenbeziehungen stellen jedoch die Factoringgebühren dar. Zinserträge betragen in der Regel nur einen geringen Anteil im Vergleich zu den Factoringgebühren. Ein nennenswertes Zinsänderungsrisiko ergibt sich somit nicht. 3.3.3.2 Leasing Marktrisiken können aus Sicht von aifinyo lease nur im Zinsbereich resultieren. Währungsrisiken oder Derivate bestanden zum Bilanzstichtag keine. Kundenverträge weisen stets feste Vertragskonditionen auf und werden mit Eigenmitteln oder laufzeitkongruenten Krediten mit ebenfalls fester Zinsbindung refinanziert. Ein nennenswertes Zinsänderungsrisiko ergibt sich somit nicht. 3.3.4 Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken sind vornehmlich Risiken vor allem auf Grund organisatorischer und funktionaler Aspekte im Bereich Organisation, Personalwesen, eigener Softwarelösung und technische Ausstattung zu sehen. IT-Risiken sind ebenfalls diesem Bereich zugeordnet. Zur Begrenzung der Betriebsrisiken bestehen Arbeitsanweisungen, deren Einhaltung überwacht wird. Die Datensicherung und die Kontrolle des Zugangs zu Rechnern und Netzwerk sind durch verschiedene Sicherheitsstandards eines von aifinyo finance eingesetzten Dienstleisters gewährleistet. Der Betrieb und die Weiterentwicklung der eigenen Software werden durch eigene Mitarbeiter durchgeführt. Erweiterungen der Software werden vor Einführung detailliert getestet, um Fehler vor Live-Gang zu eliminieren. Die Risikoinventur erfolgt gem. Handbuch zur Risikotragfähigkeit durch Überprüfung der Methoden und einbezogenen Risikoparameter. Eine Dokumentation erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeit bei identifizierten Risiken. 3.3.5 Sonstige Risiken/ Bestandsgefährdung Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird Einfluss auf das Risikoprofil der Geschäftsaktivitäten haben. Die oben dargestellten Risiken bestehen aus Sicht der Geschäftsführung im Wesentlichen unverändert fort. Allerdings rechnen wir damit, dass die Zahlungsfähigkeit der Debitoren bzw. Leasingnehmer mit fortschreitender Dauer bis zu einer kompletten Erholung der Wirtschaft weiter sinken wird. Weiterhin könnten Betrugsversuche von Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage deutlich ansteigen. Daraus ergeben sich auch Risiken für die Neugeschäfts- und Ertragsentwicklung. Betrugsrisiken werden durch eine konsequente Prüfung der Geschäfte und Unterlagen begegnet. Der im Jahr 2023 durchgeführte Stresstest für die Risikotragfähigkeit hat auch für dieses Szenario Gültigkeit. Die Risikotragfähigkeit war im Stresstest gegeben. Sonstige Risiken die aus einer möglichen fehlenden Ausrichtung der Gesellschaft, auf sich verändernde Marktbedürfnisse bzw. ein verspätetes Erkennen von Trends resultieren bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht. Insgesamt betrachtet weisen die Risiken der Gesellschaft eine für den Geschäftszweck der Gesellschaft typische Struktur auf. Darüberhinausgehende Risiken waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. Gemäß Risikotragfähigkeitsanalyse sind die Risiken (Risikokapital) der Gesellschaft ausreichend mit Kapital (Risikodeckungspotential) hinterlegt. Wesentliche negative Veränderungen in der Risikostruktur, dem Risikokapital oder dem Risikodeckungspotential sind nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des Geschäftswachstums sowohl mit einer Steigerung des Risikokapitals als auch des Risikodeckungspotentials zu rechnen ist. 4. Prognose Geschäftsjahr 2024 4 Laut der im März 2024 veröffentlichten Prognose des ifo-Instituts zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Insbesondere die Konsumzurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung sowie die schwache Weltkonjunktur haben Einfluss auf diese Prognose. Eine große Unsicherheit in der eigenen Prognose für das laufende Geschäftsjahr liegt in der derzeit nicht absehbaren weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Ukraine-Konflikt und die gesamtwirtschaftliche Situation. Der längerfristig anhaltende Konflikt in der Ukraine wird auch das Gesamtjahr 2024 in der wirtschaftlichen Entwicklung weiter beeinflussen. Dennoch gehen wir aufgrund der erheblichen Investitionen in die eigene Software und der weiterhin klaren Zielkundenfokussierung bei stringenter Risikostrategie von einem gleichbleibenden Niveau in der Anzahl der Finanzierungsanfragen, der aktiven Kunden und dem Neugeschäftsvolumen aus. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung in den Bonitäten von Zielkunden ist auch ein leichter Rückgang der genannten Indikatoren möglich. Ebenso ist bei einem widererwartenden Konjunkturanstieg ein überproportionaler Anstieg in den wichtigen Kennzahlen Neugeschäft und Kundenanzahl möglich.
Dresden, 31.05.2024 Matthias Bommer Stefan Kempf Dennis Koopmann Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetztes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Insbesondere wurden die ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute des vierten Abschnittes des dritten Buches des HGB beachtet. Die Bilanzierung erfolgte unter Beachtung der RechKredV. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 Rech-KredV (Formblatt 1). Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2Abs. 1 RechKredV (Formblatt 3). Die Gesellschaft ist nach § 340 Abs. 4 HGB i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB beziehungsweise der RechKredV nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorgegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Barreserven wurden zum Nennwert angesetzt. Barreserven umfassen ausschließlich Bargeld. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zu Nennwerten bilanziert. Der Bilanzposten betrifft betriebliche Girokonten. Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden in Hohe des voraussichtlichen Zahlungseinganges angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,1% des Forderungsbestandes Factoring sowie in Höhe von 0,25% des Forderungsbestandes Leasing und in Höhe von 0,5% des Forderungsbestandes Honorarforderungen gebildet. Zusätzlich wurde aufgrund weiterhin nicht vorhersehbarer Risiken aus der Ukraine Krise ein zusätzlicher pauschaler Betrag von TEUR 60 gebildet. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten wurden zum Nominalwert angesetzt. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Ein Abgang im Jahr des Zugangs wird unterstellt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer des aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerts beläuft sich auf 7 Jahre. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebene Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Angaben zur Bilanz Angaben zu Forderungen Forderungen an Kunden aus Factoringgeschäften und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Forderungen an Kunden bestehen in Höhe EUR 6.705.469,23 (Vorjahr EUR 6.328.004,83) aus Leasinggeschäften und haben eine Restlaufzeit von überwiegend maximal 60 Monaten, in Einzelfällen bis 84 Monate. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 115.500,00) Leasing-/Mietkaufgegenstände die bereits im Geschäftsjahr 2023 erworben wurden; der Laufzeitbeginn der zugrunde liegenden Leasing-/Mietkaufverträge jedoch erst im Geschäftsjahr 2024 liegt. Weiterhin sind Kautionen (Laufzeit größer als ein Jahr) in Höhe 29.960,37 (Vorjahr: EUR 29.960,37) enthalten.
Werte in Klammern sind Vorjahreswerte. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Leasingvermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten Bei dem Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten handelt es sich um Beträge aus nicht realisierten Ankäufen von Forderungen sowie um die Forderungen aus Rechnungsverwaltung. Diese Beträge werden für Rechnung des Kunden eingezogen. Angaben zu Verbindlichkeiten
Werte in Klammern sind Vorjahreswerte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 25.536.886,70 (Vorjahr: EUR 26.483.613,67) sind branchenüblich besichert, u.a. durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche aus den zugrundeliegenden Kundenverträgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von EUR 3.147.616,40 (Vorjahr: EUR 3.567.799,83) Verbindlichkeiten aus dem Sicherheitseinbehalt im Factoringgeschäft. Ebenso sind Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin aifinyo AG in Höhe von EUR 6.435,76 (Vorjahr: EUR 554.545,90) enthalten. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen (in EUR)
Eigenkapital Im Berichtsjahr blieb im GJ 2023 konstant. Ergebnisvortrag Der Jahresabschluss wurde nach Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In den Bilanzverlust wurde ein Verlustvortrag von EUR 1.212.225,28 (Vorjahr: EUR 1.840.394,12) einbezogen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in der Höhe von EUR 65.072,60 (Vorjahr: EUR 101.087,72) finanzielle Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu Umsatzerlösen Die Erlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert.
Die Erlöse werden im Wesentlichen in Deutschland erzielt. Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von EUR 117.672,82 (Vorjahr: EUR 25.096,49). Erlöse oder Aufwendungen aus Währungsdifferenzen bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr. Angaben zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kontoführungsgebühren in Höhe von EUR 83.532,50 (Vorjahr: EUR 72.478,86). Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt, in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern, die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 445.691,08 (Vorjahr: EUR 628.649,58). Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages in Höhe von EUR 1.212.225,28 (Vorjahr: EUR 1.840.394,12) ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 766.543,20 (Vorjahr: EUR 1.212.225,28), der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 28 (Vorjahr 22).
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Bommer, Matthias Andreas, Baierbrunn, Geschäftsführer Markt Kempf, Stefan, Königstein, Geschäftsführer Marktfolge Koopmann, Dennis, Wiefelstede, Geschäftsführer Finanzen + Regulatorik Entsprechend den Regelungen des §286 IV HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt EUR 28.654,50. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der aifinyo AG, Berlin. Die aifinyo AG, Berlin stellt einen freiwilligen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf, der an deren Sitz erhältlich ist. Unterschrift der Geschäftsleitung
Dresden, den 31.05.2024 Stefan Kempf Matthias Bommer Dennis Koopmann Anlagenspiegel zum 31.12.2023aifinyo finance GmbH, Dresden
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die aifinyo finance GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der aifinyo finance GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der aifinyo finance GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften ntspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Andreas Serafin, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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