SYNTEKS Umformtechnik GmbH
Am Windberg 8, 08297 Zwönitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Vollmann-Müller seit 27.5.2025 | Geschäftsführer |
Falko Weiß seit 13.10.2021 | Geschäftsführer |
Kai Ruhrländer seit 16.11.2017 | Prokura |
Thomas Erdelt seit 9.10.2014 | Geschäftsführer |
Axel Otto Vollmann seit 4.6.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SYNTEKS Umformtechnik GmbHZwönitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SYNTEKS Umformtechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SYNTEKS Umformtechnik GmbH, Zwönitz, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYNTEKS Umformtechnik GmbH, Zwönitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 17. Oktober 2024 ROTTHEGE
GMBH
Ulla Schaub, Wirtschaftsprüfer" Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/2023
Anhang für 2022/2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Firma SYNTEKS Umformtechnik GmbH mit Sitz in Zwönitz im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 16382 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Sonstigen Ausleihungen zum Nennwert bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung nicht abgezinst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht. Sonderposten mit Rücklageanteil Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 281 Abs. 1 i. V. m. § 254 HGB a. F. Gebrauch gemacht, Investitionszuschüsse passivisch auszuweisen. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgt unter Anwendung des Beibehaltungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für personalbezogene Verpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Kosten für Nacharbeiten an Werkzeugen sowie für Abschlusskosten gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Mietkaufverträgen sind mit Sicherungsübereignungen besichert. Es bstehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Passive latente Steuern Passive latente Steuern resultieren in voller Höhe aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden des Sachanlagevermögens in Handels- und Steuerbilanz. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,5 % zugrunde gelegt.
Haftungsverhältnisse
Im Rahmen der Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" hat die SYNTEKS Umformtechnik GmbH einen KfW-Unternehmerkredit von TEUR 4.500, die N.I.E.R. Stanz- und Umformtechnik GmbH & Co. KG von TEUR 9.000 und die Vollmann (Sachsen) GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 4.000 aufgenommen. Die Gesellschaften haben für die KfW-Kredite den Haftungsverbund erklärt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. Der mögliche Höchstbetrag aus der Inanspruchnahme der Bürgschaft beläuft sich auf TEUR 10.563. Ferner haftet die Gesellschaft zusammen mit der N.I.E.R. Stanz- und Umformtechnik GmbH & Co. KG und der Vollmann (Sachsen) GmbH & Co. KG für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Schlüter Vollmann Tool GmbH. Diese belaufen sich auf TEUR 23.823 zum 30.09.2023 und betreffen Inanspruch genommene Werkzeug-Kontokorrentlinien. Da den Inanspruchnahmen der Schlüter Vollmann GmbH erhaltene Projektaufträge der haftenden Gesellschaften zugrunde liegen, die nach Fertigstellung an die Kunden abgerechnet werden, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Der mögliche Höchstbetrag aus der Inanspruchnahme der Bürgschaft beläuft sich auf TEUR 33.498. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 961. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2029. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Außergewöhnliche Aufwendungen/Außergewöhnliche Erträge Aufwands- und Ertragsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht enthalten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf einen Ausweis der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird vorschlagen, den Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023
Zwönitz, 5. September 2024 Geschäftsführung Axel Vollmann Thomas Erdelt Falko Weiß Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25.10.2024 festgestellt worden. Lagebericht für 2022/20231. Grundlage der Gesellschaft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Überblick über das Unternehmen Die Aktivitäten der SYNTEKS Umformtechnik GmbH konzentrieren sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Stanz-, Press- und Ziehteilen aus Metall aller Art, die Herstellung und den Vertrieb von Schweißbaugruppen sowie die Produktion und den Vertrieb von Metallteilen für die Automobilindustrie. 1.2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Auch das Jahr 2023 war von geopolitischen, konjunkturellen und strukturellen Krisen geprägt. Neben dem anhaltenden Krisenherd Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen der westlichen Welt hat die Krise im Nahen Osten zu anhaltenden Störungen in den globalen Lieferketten geführt. Schätzungen zur Folge lagen die Produktionsausfälle allein infolge des russischen Kriegs für 2022 bei 1,6 Billionen USD und für 2023 noch bei ca. 1 Billion USD 1. Das globale Wachstum, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2 , beläuft sich für das Jahr 2022 auf 2,8 %. Die Weltwirtschaftsleistung war zunächst kräftig ins Jahr 2023 gestartet, verlangsamte sich jedoch im Sommer aufgrund der schwachen Industrieproduktionen und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen. Insgesamt lag die Weltwirtschaftsleistung, gemessen am realen BIP, im Jahr 2023 bei 3,3 % 3. Für 2024 erwarten die Experten vom International Monetary Fund ebenfalls ein Wachstum von 3,3 %, denn nach wie vor belasten Inflationsrisiken und dadurch bedingt die Sorge vor steigenden Zinsen die Wachstumsgeschwindigkeit 4. Trotz der multiplen Krisen erweist sich die Weltwirtschaft als überraschend widerstandsfähig, doch ist die steigende Wirtschaftsdynamik bislang nicht überall zu spüren.
2 BIP = Produktion von Waren und
Dienstleistungen im Inland nach Abzug aller Vorleistungen
Sowohl in der Euro-Zone als auch in der EU hat sich das reale BIP im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von je 3,4 % auf nur noch 0,5 % deutlich vermindert. Entsprechend schwach ist die EU-Wirtschaft in das Jahr 2024 gestartet. Die Europäische Kommission korrigierte korrespondierend dazu ihre Prognose für 2024 in der EU von 1,3 % auf 0,9 % und im Euro-Währungsgebiet von 1,2 % auf 0,8 %. Die Experten erwarten aufgrund von langsamer steigenden Preisen, Reallohnzuwächsen und einem robusten Arbeitsmarkt die Wiederbelebung der Wirtschaft 5. Nachdem die deutsche Wirtschaft in 2022 noch um 1,8 % gewachsen ist, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in dem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Folglich ist das reale BIP im Jahr 2023, insbesondere durch niedrigere Produktionsraten in den Bereichen Energieversorgung und verarbeitendes Gewerbe, um 0,3 % geschrumpft. Trotz der jüngsten Rückgänge sind die Preise immer noch hoch und dämpfen die Konjunktur auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch Zinssteigerungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland 6. Gleichwohl arbeitet sich die deutsche Wirtschaft langsam aus der Krise, weshalb das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose Sommer 2024 ein Wachstum des preisbereinigten BIP von 0,4 % in 2024 prognostiziert 7. Unsicherheiten bestehen jedoch aufgrund der nationalen Wirtschaftspolitik und den Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen 2024 in den USA nicht nur auf die deutsche Wirtschaft, sondern auch auf die Weltkonjunktur. Die Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringerer Auftragsbestand, hoher Krankenstand und ständige Streiks belegen dies 8. Angesichts hoher Finanzierungskosten werden die Investitionen deutlich unter dem Niveau von 2019 erwartet 9. 1.3. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung der Komponenten für die Automobilindustrie - der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes und gemessen am Umsatz der mit Abstand bedeutendste Industriezweig in Deutschland 10 - ist sehr stark mit der allgemeinen Entwicklung der Automobilindustrie verbunden. Die Transformation der Mobilität vom Verbrenner- zum Elektroantrieb führt nach wie vor zu einer Konsolidierung der Automobilzulieferer und zu Veränderungen in den Wertschöpfungsketten 11. Korrespondierend dazu wird Deutschlands zweitgrößter Automobilzulieferer in den kommenden Jahren tausende Stellen u. a. aufgrund des globalen Wettbewerbs und Kostendrucks im Bereich der Pkw-Antriebe streichen 12. Und auch Europas größter Automobilhersteller schließt nicht mehr aus, in den nächsten Jahren einzelne Produktionsstätten in Deutschland u. a. aufgrund von Überkapazitäten in den Werken und der hohen Lohnkosten schließen zu müssen 13.
12 Vgl. WAZ vom 27.07.2024: ZF streicht bis zu
14.000 Stellen
Seit Anfang 2021 hatte der Halbleitermangel für schlecht ausgelastete Werke in der Automobilindustrie gesorgt. In der zweiten Jahreshälfte 2023 ist die Verfügbarkeit von Halbleitern und auch von anderen Zulieferprodukten gestiegen, weshalb die Produktions- und Absatzzahlen weltweit um ca. 10 % auf rund 87 Mio. Fahrzeuge gesteigert werden konnten. Batterie-Elektrische-Fahrzeuge (BEV) nehmen hieran einen Anteil von ca. 11 % ein. Im Vergleich zu 2022 entspricht diese Quote einem Wachstum von 20 %. China ist auch in diesem Segment mit einem Anteil in 2023 von ca. 59 % der größte Einzelmarkt gefolgt von Europa mit 21 % sowie den USA mit einem Anteil von ca. 7 % 14.
14 LBBW Fokusbranchen 04 2024, Seite 2
In der EU liegen die Pkw-Neuzulassungszahlen im Jahr 2023 insgesamt rd. 14 % über denen des Vorjahres. Am stärksten trugen die Verkäufe von Elektroautos zu diesem Wachstum bei. Insgesamt liegen die Verkäufe in diesem Segment sogar um 37 % über denen des Vorjahres 15. In Deutschland wurden in 2023 insgesamt 2,84 Millionen Neuzulassungen registriert, was einem Anstieg von ca. 7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Wachstum wurde dabei jedoch durch eine sehr schwache Nachfrage im Dezember 2023 (-23 %) gedämpft, was maßgeblich durch die plötzliche Streichung der Kaufprämien für E-Fahrzeuge durch die Ampel-Koalition verursacht wurde. Der Anteil an reinen Elektroautos (BEV) lag mit 18 % um 11% über dem Vorjahr 16. 2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.1. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2022/2023 ist wesentlich durch das volatile Marktumfeld und die herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Dennoch konnte das Geschäftsjahr entgegen der Entwicklung bei diversen Marktbegleitern 17 mit einem deutlich positiven Ergebnis abgeschlossen werden.
17 Vgl. AUTOMOBILWOCHE 16, 22.7.2024 "Zulieferer
in Alarmstimmung"
Die Gesamtleistung des Unternehmens konnte für das abgelaufene Geschäftsjahr um TEUR 19.422 auf TEUR 85.419 nach TEUR 65.997 im Vorjahr gesteigert werden. Ursächlich für die Erhöhung um 29,4 % sind vor allem höhere Umsätze im Kerngeschäft (TEUR +15.450), die wiederum auf den unterjährigen Neuanlauf von Artikeln sowie ein insgesamt höheres Auftragsvolumen entfallen. Darüber hinaus haben sich die die Umsatzerlöse im Werkzeugprojektgeschäft signifikant (TEUR +12.591) erhöht. Da sich die Schrottpreise für Stahl im Vergleich zum Vorjahr rückläufig entwickelt haben, legen die Erlöse in diesem Bereich um 8 % unter dem Vorjahr (TEUR -3.069). Wir konnten in allen Regionen Umsatzzuwächse erzielen, wobei die Inlandsumsätze den größten Anteil an den Gesamtumsätzen haben (78,1 %, VJ: 74,0 %). Die Bestandsveränderung beläuft sich auf insgesamt TEUR -4.251, davon entfallen insgesamt TEUR -164 auf die Bestände an Fertigen und Unfertigen Erzeugnissen und TEUR -4.086 auf das Werkzeugprojektgeschäft. Unter Berücksichtigung dieser Veränderung wurde im Bereich des Werkzeugprojektgeschäfts insgesamt eine Leistung in Höhe von TEUR 13.427 erzielt. Dies entspricht einer Erhöhung um TEUR 5.975 im Vergleich zum Vorjahr. Die Materialkostenquote beläuft sich für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 76,9 % (VJ: 75,9 %). Der leichte Anstieg der Materialkostenquote ist zum einen auf einen höheren Anteil an Aufwendungen für das Werkzeugprojektgeschäft, wo i. d. R. nur geringe Handelsmargen mit den Kunden vereinbart werden, und zum anderen auf einen hohen Bestandsabbau im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen. Die Rohertragsquote hat sich im Wesentlichen aufgrund der höheren Gesamtleistung leicht vermindert und beläuft sich im Geschäftsjahr auf 23,1 % (VJ: 24,1 %). Der DB I (Rohertrag 18 ) hat sich auf TEUR 19.755 (VJ: TEUR 15.922) erhöht - er liegt damit um 24,1 % über dem Niveau des Vorjahres.
18 Rohertrag = Gesamtleistung abzgl.
Materialaufwand
Korrespondierend zu der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl auf 198 (VJ: 170) erhöhte sich der Personalaufwand um TEUR 1.385 bzw. 18,0 % auf TEUR 9.071 (VJ: TEUR 7.686). Die Personalkostenquote verringerte sich hingegen aufgrund der deutlich gestiegenen Gesamtleistung auf 10,6 % (VJ: 11,6%). Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 1.823 bzw. 2,1 % im Vergleich zur Gesamtleistung nach TEUR 1.838 bzw. 2,8 % im Vorjahreszeitraum und sind damit aufgrund der getätigten Investitionen weiterhin auf hohem Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 1.968 auf TEUR 5.605 erhöht. Im Vergleich zur Gesamtleistung entspricht dies einer Quote von 6,6 % (VJ: 5,5 %). Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf höhere Verwaltungskosten (TEUR +614), höhere Aufwendungen für Mieten und Leasing für Maschinen, insbesondere für neue Schweißroboteranlagen (insgesamt TEUR +319) sowie auf gestiegene Aufwendungen für Instandhaltungen (+TEUR 265) und Raumkosten (TEUR +134). Unser Finanzergebnis hat sich positiv entwickelt und beläuft sich auf TEUR -360 nach TEUR -612 im Vorjahreszeitraum. Ursächlich für die Verbesserung sind im Wesentlichen geringere Zinsaufwendungen für Darlehen aufgrund der planmäßigen Tilgung dieser Verbindlichkeiten sowie gesunkene Zinsen für Kontokorrentkredite infolge der unterjährigen vollständigen Rückführung der Kontokorrentlinien für Werkzeugprojekte. Insgesamt haben wir ein EBIT 19 in Höhe von TEUR 3.400 bzw. 4,0 % erwirtschaftet (VJ: TEUR 3.169 bzw. 4,8 %). Das EBITDA 20 beläuft sich auf TEUR 5.223 bzw. 6,1 % der Gesamtleistung nach TEUR 5.007 bzw. 7,6 % im Vorjahreszeitraum.
19 EBIT = Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen
20 EBITDA = Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen
und Abschreibungen
Das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.126 abgeschlossen (VJ: TEUR 1.776). 2.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte sich zum Bilanzstichtag um 12,2 % bzw. TEUR 5.402 im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Das Anlagevermögen, saldiert um den Sonderposten mit Rücklagenanteil, hat sich im Berichtsjahr um TEUR -1.300 auf TEUR 13.522 zum 30.09.2023 verringert. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 461 getätigt, die vor allem auf Schweißroboteranlagen entfallen. Die Zugänge bei den sonstigen Ausleihungen im Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 150 betreffen ein langfristiges Darlehen, das die Gesellschaft einem Lieferanten im Geschäftsjahr gewährt hat. Die planmäßigen Tilgungen im Berichtsjahr belaufen sich auf TEUR 138. Die Abschreibungen, vermindert um die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil, betragen insgesamt TEUR 1.777. Das Vorratsvermögen hat sich um TEUR 7.398 bzw. 42,3 % auf TEUR 10.090 vermindert. Die Reduzierung betrifft fast alle Positionen des Vorratsvermögens und entfällt im Wesentlichen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR -804), auf Fertige Erzeugnisse (TEUR -4.273) und auf geleistete Anzahlungen (TEUR -2.344). Zum Vorjahresstichtag waren die Bestände aufgrund der Verteuerung des Rohmaterials einerseits und dem hohen Bestand an unfertigen Werkzeugen andererseits besonders hoch. Da die Werkzeuge nach Fertigstellung an die Kunden veräußert werden, erhöhen diese die Bilanzsumme nur temporär. Die kurzfristigen Forderungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 10.771 bzw. 27,8 % der Bilanzsumme nach TEUR 8.259 bzw. 18,7 % zum Vorjahresstichtag. Die Zunahme entfällt zum einen auf die deutlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.908 resultierend aus dem höheren Geschäftsvolumen. Darüber hinaus haben auch die sonstigen Vermögensgegenstände zugenommen und liegen um TEUR 1.008 über dem Vorjahr. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine geleistete Anzahlung in Höhe von TEUR 1.250 im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Geschäfts der Gesellschaft. Ein in Vorjahren gewährtes kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 300 wurde hingegen im Berichtsjahr vollständig wertberichtigt. Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auf im Bestand an liquiden Mitteln wider. Diese belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 4.378 (VJ: TEUR 3.276). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 % bzw. TEUR 2.126 gestiegen und beträgt aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme 41,6 % nach 31,7 % im Vorjahr. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 2.278 bzw. 26,0 % vermindert. Die Verminderung entfällt im Wesentlichen auf die planmäßige Tilgung langfristig gewährten Darlehen und Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen. Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten um TEUR 5.235 bzw. 24,5 % entfällt vor allem auf die Rückführung der Kontokorrentlinien für das Werkzeugprojektgeschäft (TEUR -5.530). Gegenläufig entwickelten sich die Sonstigen Rückstellungen. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um TEUR 869 auf TEUR 2.905 erhöht und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für anfallende Nacharbeiten für bereits fertig gestellte und abgerechnete Werkzeuge sowie ausstehende Rechnungen für nachträgliche Preisnachlässe für Serienmaterial. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.250 im Zusammenhang mit Sale-and-Lease-Back-Geschäften erhalten. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 730 ist auf Stichtagseffekte zurückzuführen. 2.3 Finanzlage Das Finanzmanagement der Gesellschaft stellt die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher. Wir verfügen über ein funktionsfähiges Debitorenmanagement, welches den zeitnahen Ausgleich seiner offenen Posten überwacht. Für die Kapazitätserweiterungen nutzen wir Niedrigzinsphasen und finanzieren diese durch die Inanspruchnahme von Darlehen bzw. zunehmend durch Sale-and-Lease-Back-Geschäfte. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.513 auf TEUR 11.616 erhöht. Ursächlich hierfür ist neben dem positiven Geschäftsergebnis vor allem die Reduzierung des Working Capitals. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -477 beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in die Infrastruktur der Gesellschaft. Unser Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -2.296 und entfällt in voller Höhe auf Tilgungen, die mit TEUR 844 das in 2020/2021 abgerufenen KfW-Corona Darlehen betreffen. Der Finanzmittelfonds beläuft sich insgesamt auf TEUR 4.056 und liegt damit um TEUR 8.843 über dem Niveau des Vorjahres. Die Stichtags-Liquidität war und ist stets gewährleistet. Das zukünftige Ergebnis wird aufgrund der getätigten Investitionen der vergangenen Jahre auch weiterhin hohe Abschreibungen enthalten. 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Rohertrag und dem EBITDA. Diese verwenden wir auch für unsere interne Unternehmenssteuerung. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf unsere auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage. In den Bereichen Technologie, Engineering und Qualität streben wir laufend eine Verbesserung an, um die Effizienz und Produktivität unserer Prozesse zu steigern. Hierbei berücksichtigen wir insbesondere Rationalisierungs- und Umweltinteressen, die wir u. a. in regelmäßigen Energie- und Umweltaudits nach DIN ISO 50001 und DIN ISO 14001 an diversen Standorten der Vollmann Group überprüfen lassen, um u. a. unseren CO 2 -Ausstoß zu verringern und einen wirksamen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcenschonung sowie zum Umwelt- und zum Klimaschutz zu leisten. In dem Zusammenhang stellen wir ergänzend seit Jahren in der gesamten Vollmann Group den Fuhrpark nach und nach auf Hybrid- bzw. Elektroautos um, um so u. a. weitere Energieeinsparungen zu erreichen. Unser Engagement zum Schutz unserer Umwelt und der Verbesserung der energetischen Effizienz stellen wichtige unternehmerische Ziele dar, deren Messung über die laufende Durchführung der Umweltaudits erfolgt. Darüber hinaus arbeiten wir für die Vollmann Group gerade an einem Nachhaltigkeitsbericht. Das Management- und Qualitätssystem ist weiterhin auf unser Organisationsumfeld gerichtet. Als zertifiziertes Unternehmen nach DIN EN ISO 9001 mit zusätzlicher Zertifizierung des hohen Automobilstandards nach IATF 16949 sind zahlreiche Prozesse etabliert, die laufend optimiert werden mit dem Ziel, unsere Kunden zufriedenzustellen. Um die hohen Qualitätsstandards der Automobilindustrie zu erfüllen, finden regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen der verantwortlichen Mitarbeiter an den "Automative Core Tools" statt, um das Qualitätsbewusstsein unserer Mitarbeiter laufend zu schärfen. Darüber hinaus werden jährlich in Abstimmung mit der Geschäftsführung Schulungspläne erstellt, um auch die Mitarbeiter anderer Abteilungen gezielt zu fördern und weiterzuentwickeln. In diesen Prozess werden unsere Mitarbeiter aktiv eingebunden. Die Teilnahme an den Schulungen wird von den jeweiligen Abteilungsleitern nachgehalten. So stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeiter bestmöglich ausgebildet sind und bleiben. Des Weiteren erheben wir regelmäßig Mitarbeiterbefragungen, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter z. B. mit Kollegen, Vorgesetzten und der Organisation bis hin zur persönlichen Entwicklung und Bezahlung zu ermitteln. Zufriedene Mitarbeiter sind der Weg zu persönlichem Engagement, Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit und insbesondere zur Betriebsverbundenheit, die wir anhand der durchschnittlichen Zugehörigkeit der Mitarbeiter nachhalten. Eine auf Kontinuität und hohe soziale Standards in der Vollmann Group ausgelegte Personalarbeit unterstützt diese Ansprüche. Hierzu zählen u. a. die in Abschnitt 3. Forschung und Entwicklung näher beschriebenen Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. 2.5. Gesamteinschätzung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv. 3. Forschung und Entwicklung Die SYNTEKS Umformtechnik GmbH hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Kompetenz als Entwicklungspartner der Automobilindustrie weiterentwickelt und durch die Entwicklung von effizienten und anspruchsvollen Anlagenkonzepten weiter ausgebaut. Dank der Entwicklungskompetenz im Bereich der Fertigung von großvolumigen Schweißbaugruppen für Rohkarosserien in Zusammenarbeit mit einem großen deutschen Automobilhersteller konnten in den Vorjahren neue Aufträge akquiriert werden, die in den Folgejahren zu wachsendem Geschäft beitragen und das geplante Umsatzwachstum stützen werden; sie werden schwerpunktmäßig in dem Bereich der Elektromobilität stattfinden. Durch die Zusammenarbeit im Firmenverbund der Vollmann Group ist die SYNTEKS Umformtechnik GmbH in der Lage, als Systementwickler und Serienlieferant für Hybridbaugruppen aufzutreten. In dem Zusammenhang konnten wir in Vorjahren Serienaufträge aus Verbundwerkstoffen-GFK gewinnen. Wir arbeiten weiterhin fortlaufend an der Entwicklung von Bauteilen aus alternativen Materialien, um den Ansprüchen der Branche hinsichtlich Leichtbau sowie Elektromobilität Rechnung zu tragen. Ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung zur Erhöhung der Fertigungsqualität ist die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Mitarbeiter durch Schulungen, Aus- und Weiterbildungen und deren Motivation in Folge technologischer Weiterentwicklungen. 4. Nachtragsbericht Es sind derzeit keine Entwicklungen und Risiken bekannt, die bestandsgefährdend oder geeignet wären, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SYNTEKS Umformtechnik GmbH nachhaltig und wesentlich zu beeinflussen. Bestehenden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge Rechnung getragen. 5. Risiko- und Chancenbericht Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem, welches der Geschäftsführung sowie den Gesellschaftern in angemessener Form die Unternehmensdaten liefert, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig sind. Dazu werden jeweils Monatsauswertungen erstellt. Ferner wird die Entwicklung u. a. der Schlüsselindikatoren Rohertrag und EBITDA sowie durchschnittliche Mitarbeiterzugehörigkeit durch die Geschäftsführung regelmäßig überwacht. Durch langfristige Verträge und weitere Neuprojekte mit einigen Kunden hat die SYNTEKS Umformtechnik GmbH ihre Marktposition im abgelaufenen Geschäftsjahr behauptet bzw. perspektivisch vergrößert. Der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Welt erschüttert und der bereits durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine rasant gestiegenen geopolitischen Unsicherheit eine neue Dimension hinzugefügt, die auch dauerhafte Spuren auf das Wirtschaftsgeschehen u. a. in Deutschland und der Welt insgesamt hinterlässt 21. Protektionistische Maßnahmen, wie die Einführung von Importzöllen der USA bzw. von Europa auf chinesische E-Autos, führen zu einer weiteren Defragmentierung der Weltwirtschaft. Es bleibt abzuwarten, wie die chinesische Regierung hierauf reagieren wird. Es bestehen weiterhin geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheitsfaktoren, was sich nachhaltig negativ auf die Energiepreise auswirken und damit die Inflation weiter anheizen kann. Insbesondere ist dabei die weltweite Staatsverschuldung, speziell die Staatsverschuldung im Euro-Raum, zu nennen. Im Portfolio der SYNTEKS Umformtechnik GmbH sind nach wie vor keine nennenswerten Aufträge für Artikel oder Baugruppen, die im Rahmen der Motoren oder Antriebstechnik verbaut werden, so dass die Transformation zur E-Mobilität keinen Umsatzrückgang zur Folge haben wird. Durch die akquirierten Umsätze im zweistelligen Millionenbereich pro Jahr für die E-Mobilität sehen wir die Gesellschaft für die Zukunft strategisch sehr gut positioniert. Gleichwohl können aber staatliche Fördermaßnahmen kurz- und mittelfristige Schwankungen der Nachfrage zur Folge haben, was die Auswirkung der plötzlichen Streichung der Kaufprämien für E-Fahrzeuge durch die Bundesregierung Ende 2023 belegt. Das Ausfallrisiko von Forderungen durch eventuelle Insolvenzen von Kunden ist im Wesentlichen durch entsprechende Kreditversicherungen gedeckt. Marktchancen ergeben sich aufgrund des konsequenten Qualitätsmanagements für unsere Produkte. Angefangen bei der Auswahl der Vorlieferanten über die Kontrollen in unserem Lager bis hin zu den after-sales-services werden unsere Prozesse regelmäßig von der Geschäftsführung überwacht. Weitere Chancen ergeben sich durch den Standortvorteil der Gesellschaft, da ein großer deutscher OEM 22 in unmittelbarer Nähe angesiedelt ist und dort Elektrofahrzeuge fertigt.
22 OEM = Original Equipment Manufacturer
("Erstausrüster")
Die Gesellschaft ist in den Bereichen Vertrieb, Produktion und Finanzierung in die Organisationsstrukturen der gesamten Vollmann Group eingebunden, so dass wechselseitige Beziehungen zwischen den operativen Gesellschaften der Vollmann Group bestehen. Diese Gesellschaften weisen ebenso wie die SYNTEKS Umformtechnik GmbH eine positive Geschäftsentwicklung auf. 6. Prognosebericht Im Vorjahr hatten wir aufgrund des Rückgangs der Inflation und der preislichen Veränderungen der Eingangsleistungen in 2023 den Rohertrag für das Geschäftsjahr 2022/2023 leicht über dem Niveau des Jahres 2021/2022 prognostiziert. Aufgrund der für die Gesellschaft positiven Entwicklung der Einkaufspreise und der signifikanten Steigerung der Umsatzerlöse hat sich der Rohertrag deutlich erhöht. Die Automobilzulieferindustrie ist global vernetzt und steht wie kaum eine andere Branche für Innovationsgeist. Gleichzeitig ist die Branche alles andere als homogen - denn hier treffen kleine und mittlere Unternehmen und Familienunternehmen auf Weltkonzerne, Chiphersteller auf Stahlverarbeiter und Unternehmen mit zahlreichen globalen Standorten auf vergleichsweise kleine Spezialisten, die mit 100 Beschäftigen ausschließlich in Deutschland produzieren. Hersteller und Zulieferer sind gemeinsam in die technologische Entwicklung des Autos und seiner Anwendungsmöglichkeiten eingebunden. Hierauf begründet sich die Innovationskraft, die mit Blick auf neue Herausforderungen beibehalten und weiterentwickelt werden muss, damit die deutsche Automobilindustrie weiterhin an der Weltspitze bleibt. In dem Zusammenhang verändert die Transformation durch alternative Antriebe, aber auch die Digitalisierung sowie vernetztes und automatisiertes Fahren die Automobilindustrie grundlegend. Dabei wird es für den automobilen Mittelstand zunehmend herausfordernd, die erforderlichen Investitionen zu tätigen 23. Als kritischer Erfolgsfaktor ist in diesem Zusammenhang auch das Finanzierungsumfeld zu sehen, denn mit seit 2022 stark gestiegenen Zinsen sind die Refinanzierungsmöglichkeiten für ambitionierte Investitionen zunehmend eingeschränkt, was sich ebenfalls negativ auf die Profitabilität auswirkt 24. Ferner ist für die Hersteller von enormer Wichtigkeit, welche Marktposition die deutschen OEM bei der Batteriefertigung einnehmen können.
23 Vgl. VDA vom 01.12.2022: Automobilzulieferer
in der Transformation stärken
Gemäß der Pressemitteilung des VDA vom 18. Juli 2024 haben sich die internationalen Automobilmärkte im ersten Halbjahr 2024 mehrheitlich positiv entwickelt. Auch auf dem europäischen Pkw-Markt sind die ZulassungszahIen in diesem Zeitraum um ca. 4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen, die Absatzlücke zum Jahr 2019 liegt im bisherigen Jahresverlauf jedoch immer noch bei rd. 18 % 25. Die Zulassungszahlen in Deutschland liegen im ersten Halbjahr 2024 insgesamt um 5 % über, bezogen auf E-Autos jedoch um 16 % unter denen des Vorjahreszeitraumes. Als Hauptgrund hierfür ist vor allem die plötzliche Streichung der Bezuschussung von E-Autos Ende 2023 durch die Bundesregierung zu nennen 26. Im Rahmen der aktuellen Studie "Die Zukunft der Mobilität" prognostiziert das Center of Automotive Management (CAM), dass sich im Jahr 2030 auf deutschen Straßen insgesamt über 11 Millionen nur mit Batterie betriebene Pkw befinden, was fast einem Viertel des gesamten Pkw-Bestandes entspräche. Allerdings hatte die Bundesregierung bis zu diesem Jahr 15 Millionen reine E-Autos als Ziel ausgerufen 27. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussionen um die Technologieoffenheit im Bereich E-Fuels entwickeln wird.
26 Vgl. Focus 32/2024, Seite 48ff.
Die Ertragslage der SYNTEKS Umformtechnik GmbH hat sich im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahrs 2023/2024 positiv entwickelt. Ausschlaggebend hierfür sind positive Auswirkungen aufgrund des Hochlaufs des neuen ID.7 und ID.7 Tourer, die im VW-Werk Emden seit 2024 gebaut werden. Volkswagen hat in die Transformation zur MEB 28 -Fertigung in Emden insgesamt rd. EUR 1,3 Mrd. investiert - hier beginnt mit neuer Logistik, neuer Montage und den zuvor erwähnten Modellen eine neue Zeitrechnung 29. Wir erwarten daher aufgrund der zuvor beschriebenen Impulse und trotz der beschriebenen herausfordernden Rahmenbedingungen, dass für das gesamte Geschäftsjahr 2023/2024 die Rohertragsquote und das EBITDA in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen werden. Anstehende Audits haben und werden wir im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin planmäßig durchführen wie auch die vorgesehenen Schulungen unserer Mitarbeiter. Im Hinblick auf die durchschnittliche Zugehörigkeit unserer Mitarbeiter im Unternehmen erwarten wir insgesamt für 2023/2024 ebenfalls einen Wert leicht über dem Vorjahr.
28 MEB-Fertigung = Modularer
E-Antriebs-Baukasten
Zwönitz, 5. September 2024 SYNTEKS Umformtechnik GmbH Axel Vollmann Thomas Erdelt Falko Weiß |
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