STAHLWILLE Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Steuber seit 6.8.2020 | Prokura |
Vera Mechthild Berta Maria Bökenbrink seit 22.4.2020 | Geschäftsführer |
Udo Hehemann seit 19.12.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KGWuppertalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
HRA 24700, AG WuppertalAnhang1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Wuppertal, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Wuppertal, HRA 24700 wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften der §§ 290 ff HGB erstellt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26.09.2022 wurde die Änderung des Geschäftsjahres beschlossen, und zwar der Wechsel vom abweichenden Wirtschaftsjahr mit Geschäftsjahresende 30.06. auf ein Wirtschaftsjahr gleich Kalenderjahr mit Geschäftsjahresende 31.12. Die Gesellschaft berichtet mit diesem Anhang über das Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.07. bis 31.12.2022. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung sind jedoch aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres nicht vollständig mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die folgenden Unternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen:
Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag der Muttergesellschaft. Die Abschlussstichtage sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener inländischer Unternehmen stimmen mit dem Konzernabschlussstichtag überein. Die Gesellschaften gehen in den Konzernabschluss der STAHLWILLE Eduard Wille GmbH & Co. KG (für den kleinsten Konzernkreis) sowie in den Konzernabschluss der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG (für den größten Konzernkreis) ein. 3. Konsolidierungsmethode Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Erstkonsolidierungen erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den konsolidierten Abschluss einbezogenen Unternehmen sind gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet worden. Sofern hierbei Währungsumrechnungsdifferenzen entstanden sind, wurden diese erfolgsneutral verrechnet. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam verrechnet und entsprechende Steuerabgrenzungen gebucht. Zwischengewinneliminierung Zwischengewinne aus der Veräußerung von Vorratsvermögen an Konzerngesellschaften sind eliminiert worden. Weitere Eliminierungen von Zwischenergebnissen wurden nicht vorgenommen, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge sind mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet worden. 4. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zu historischen Kursen; die übrigen Positionen der Bilanz werden mit dem am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der Devisenkassamittelkurs wurde aus der Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank übernommen, der Durchschnittskurs errechnet sich aus den Devisenkassamittelkursen des Geschäftsjahres. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist ergebnisneutral im Eigenkapital unter der Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung abgebildet. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Rumpfgeschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögenswerte und Schulden wurden einzeln bewertet. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt und berücksichtigt die gesetzlichen Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung. Soweit Abweichungen zwischen den landesrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches bestehen, werden die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften angepasst. Es wurde vorsichtig bewertet, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Rumpfgeschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Für den Konzern werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Für einen Teil der technischen Anlagen und Maschinen erfolgt eine Gruppenbewertung. Die Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens wurden sowohl degressiv als auch linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge im Anlagevermögen wurden monatsgenau abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Altbestand wurden planmäßig fortgeführt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei Anschaffungskostenminderungen und Anschaffungskostenerhöhungen (Skonti bzw. Frachten) pauschal berücksichtigt und nicht gängige Materialien abgewertet werden. Für verschiedene Lagerbereiche ist ein Festwert gebildet (§ 240 Abs. 3 HGB). Die Bewertung der unfertigen Bestände erfolgt entsprechend dem jeweiligen Fertigungstellungsgrad mit den auf dem Fertigungsauftrag aktivierten Ist-Produktionsstunden sowie dem Ist-Materialeinsatz zu Ist-Herstellungskosten. Die fertigen Erzeugnisse werden anhand von Kalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Zur besseren Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird auf den Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen der gleitende Durchschnittspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips angewendet. Die Herstellungskosten umfassen die fertigungsbezogenen Einzel- und Gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Der Werteverzehr des Anlagevermögens ist in den Gemeinkosten verrechnet. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Die Handelswaren werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Wertabschläge tragen den Risiken der ungewissen Absetzbarkeit und der eingeschränkten Verwertbarkeit Rechnung. Soweit die Absatzpreise der einzelnen Artikel abzüglich noch anfallender Kosten die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht decken, werden weitere Abwertungen vorgenommen. Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, Zins- und Skontoverluste sowie das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Alle übrigen Aktiva sind zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafel 2018G von Dr. K. Heubeck und eines durchschnittlichen Zinssatzes von 1,78 % (Vorjahr: 1,77 %) für eine Restlaufzeit von 10 Jahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit wurden eine Rentendynamik von 1,25 % (VJ: 1,25 %), eine Gehaltsdynamik von 2,0 % (VJ: 2,0 %) und eine Fluktuation von 2,0 % (VJ: 2,0%) in die Berechnung einbezogen. Für die Altersteilzeitrückstellung wurde ein Treuhandfonds in Höhe von 500 T€ (VJ: 0 T€) abgeschlossen, insofern ist die Altersteilzeitrückstellung zu saldieren mit dem Treuhandfonds. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 363 T€ (VJ: 591 T€) und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Laufzeit oder Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsposten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Abgrenzung latenter Steuern nach § 274 HGB erfolgt auf der Grundlage unterschiedlicher Wertansätzen in der Handels- und der Steuerbilanz und auf Basis des individuellen Ertragssteuersatzes der jeweiligen Konzerngesellschaften, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt zu erwartet sind. Soweit möglich werden aktive mit passiven latenten Steuern verrechnet. 6. Angaben zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlageposten ist dem Konzernanlagespiegel in der Anlage zum Anhang zu entnehmen. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind kurzfristig und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. (3) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen Kontokorrentkonten mit täglicher Verfügbarkeit. (4) Aktive Latente Steuern In der Konzernbilanz werden die aktiven und die passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für sich insgesamt ergebene Steuerentlastungen wird ausgeübt. Die aktiven latenten Steuern entstehen durch die eliminierten Zwischenergebnisse, durch Reichweitenabschläge auf Konzernebene sowie durch die Differenz in der Firmenwertbewertung. Passive latente Steuern ergeben sich auf Unterschiede in der Schuldenkonsolidierung. Die Bewertung erfolgt mit Landessteuersätzen zwischen 5,0 % bis 39,5 %. (5) Kapitalanteile der Kommanditisten Die Kapitalanteile des Konzerns entsprechen dem Kapitalanteil der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG. (6) Eigenkapital Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel in Anlage 5. (7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für zwei ehemalige Geschäftsführer und die Hinterbliebene eines ehemaligen Geschäftsführers ist eine Pensionsrückstellung in Höhe von 2.781 T€ (VJ: 2.942 T€) gebildet worden. Die Gesellschaft hat unter dem 1. August 2022 einen Treuhandvertrag mit dem Pencuro Treuhand e.V., München, abgeschlossen. Das treuhänderisch gehaltene Deckungsvermögen von TEUR 500 erfüllt die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und ist daher mit den vorhandenen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen zu verrechnen. Gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB erfolgt die Bewertung des CTA-Deckungsvermögens mit dem beizulegenden Zeitwert. (8) Sonstige Rückstellungen Diese Rückstellungen berücksichtigten alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Im Wesentlichen betreffen sie Arbeitnehmeransprüche, Boni und Rabatte. Die Beträge sind weitgehend rechnerisch ermittelbar, so dass nur begrenzt Beträge in Höhe des wahrscheinlichsten Wertes geschätzt werden mussten. (9) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten ergeben sich aus der folgenden Aufstellung:
(10) Haftungsverhältnisse/Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für das Logistikzentrum in Radevormwald sind Grundpfandrechte in Höhe von 3 Mio. € eingetragen. Daneben besteht das übliche Bestellobligo aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen ergibt sich über die Restlaufzeiten der Verträge eine Verpflichtung von rd. 2.937 T€. 7. Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt (in Mio.€):
Es handelt sich nahezu ausschließlich um Werkzeugumsätze. (2) Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen beziehen sich auf Entwicklungsprojekte bei der STAHLWILLE Eduard Wille GmbH & Co. KG. Ferner beziehen sie sich auf die Gesenke sowie weitere kleinere Projekte bei der SWM Werkzeugfabrik GmbH. (3) Sonstige betriebliche Erträge Enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Entschädigungen aus Versicherungsfällen, Währungseffekte sowie periodenfremde Erträge und Zuschreibungen. (4) Sonstige betrieblichen Aufwendungen Die Posten beinhalten u. a. Repräsentations-, Werbe- und Messekosten, Instandhaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen sowie Ausgangsfrachtkosten. (5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand enthält Aufzinsungen der Pensionsverpflichtungen 73 T€. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind nach Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres nicht eingetreten. 9. Sonstige Angaben Durchschnittlich beschäftigt waren im Inland:
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Sinne des HGB beträgt damit 549. Die Geschäftsführung und Vertretung der Muttergesellschaft obliegen der persönlich haftenden Gesellschafterin
vertreten durch die Geschäftsführer
Das gezeichnete Kapital der Komplementär-Gesellschaft beträgt 25.200,00 €. Die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer und deren Hinterbliebenen betrugen 102 T€. Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird in den Bilanzgewinn eingestellt. Der bestehende Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bezüge des Beirats beliefen sich insgesamt auf 70 T€. Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, im Konzernrumpfgeschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt für:
Der Konzernabschluss hat unter den weiteren Voraussetzungen der §§ 264 Abs. 3 bis 264b HGB befreiende Wirkung hinsichtlich der Offenlegung der Einzelabschlüsse der folgenden Gesellschaften:
Wuppertal, den 12. April 2023 STAHLWILLE Holding Verwaltungs GmbH Vera Bökenbrink Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 20221. Grundlagen der Gesellschaft Die STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG, Wuppertal, ist die Führungsgesellschaft des STAHLWILLE Holding Konzerns. Der STAHLWILLE Konzern zählt mit seinen in- und ausländischen verbundenen Unternehmen zu den weltweit bedeutenden Herstellern von handgeführten Werkzeugen, speziell im Drehmomentbereich, für eine Vielzahl von Industrien, mit Schwerpunkten in der Luftfahrtbranche und der Windenergie. In der Abteilung für Forschung & Entwicklung des Konzerns sind 8 Mitarbeitende tätig. Im Rumpfgeschäftsjahr 2022 wurden 116 Patente in 34 Familien verlängert aber keine Neuanmeldung verzeichnet. STAHLWILLE hat aktuell 21 Gebrauchsmuster, von dem ein Gebrauchsmuster im Rumpfgeschäftsjahr 2022 angemeldet wurde. STAHLWILLE hat 153 Marken und geschützte Begriffe angemeldet sowie unter der Marke VBW 14 weitere Marken aus der Vergangenheit von VBW, die bis heute genutzt werden. Zusätzlich sind 24 Designs von STAHLWILLE geschützt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Rumpfgeschäftsjahr 2022 war durch die - wie bereits im Vorjahr - durch Covid 19 eingetrübte Konjunktur und den Angriffskrieg auf die Ukraine geprägt. Im Kalenderjahr 2022 stiegt das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das seinerseits schwach war. Das dritte Quartal des Kalenderjahres 2022 zeigte gegenüber dem 3. Quartal des Vorjahres 1,3% (preis- und kalenderbereinigt). Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Die Bruttowertschöpfung im Handel ist dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation hat ebenfalls einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Im Baugewerbe haben Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe gebremst. Diese habe im Vergleich zum Vorjahr kaum um 1,9 % zugenommen. Das Verarbeitende Gewerbe hat dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu ist der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen. Das vom Fachverband Werkzeugindustrie e.V. (FWI) erhobene Geschäftsklima verbesserte sich im November 2022 im Vergleich zum Vormonat um 9,7 Punkte, liegt jedoch weiter im Minus bei -22 Punkten. Auch im November 2022 befindet sich der Zeiger der FWI-Konjunktur-Uhr nach wie vor in der Rezessionsphase. 9,8 % der Firmen hatten die aktuelle wirtschaftliche Situation mit der Note "günstig" beurteilt und 12,7 % mit "unbefriedigend". Der Saldo der positiven und negativen Beurteilungen stieg im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozentpunkte und liegt leicht im Minus (-2,9 Punkte). Die Mehrheit der Firmen (77,5 %) stufte die aktuelle Wirtschaftslage als "befriedigend" ein. Im November 2022 verbesserte sich der Saldo der positiven und negativen Erwartungen für die nächsten drei Monate im Vergleich zum Vormonat merklich um 13,9 Punkte. Er liegt seit dem starken Einbruch im Februar 2022 jedoch weiterhin im Minus, derzeit bei -39,3 Punkten. Bei 44,1 % der Firmen erhöhte sich im November 2022 die Inlandsnachfrage um mehr als 10% im Vergleich zum Vorjahresmonat. 14,6 % der Firmen hatte hingegen Rückgänge von mehr als 10 % zu verzeichnen. Bei der Auslandsnachfrage hatten 22,4 % der Firmen Steigerungen von mehr als 10 %, gemeldet. Dagegen hatten 32,3 % der Werkzeughersteller Rückgänge von mehr als 10 % zu verzeichnen. Die Kurzarbeit wird nur selten (0,9 %) genutzt (Vormonat: 3,2 %). Bei 17,6 % der Firmen werden Überstunden gefahren (Vormonat: 12 %). Zusätzlichen Kräftebedarf gab es bei 15,4 % der Befragten (Vormonat: 14,3 %). Die Lieferzeiten waren "länger als normal" bei 21 % der Werkzeughersteller (Vormonat: 31 %). Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Dezember 2022 den dritten Monat in Folge. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Hoffnung, dass die erwartete Rezession kürzer und auch milder ausfallen könnte als ursprünglich erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA erreicht im Jahr 2021 rund 23 Billionen US-Dollar. Für das Jahr 2022 wird ein BIP von circa 25 Billionen US-Dollar prognostiziert. Die Statistik zeigt das Bruttoinlandsprodukt der USA in den Jahren 1980 bis 2021 mit Prognosen bis zum Jahr 2027. Die Vereinigten Staaten sind weiterhin mit deutlichem Abstand zu China die größte Volkswirtschaft der Welt. Laut aktueller Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden die USA ihren Spitzenplatz auch in den kommenden fünf Jahren verteidigen können. Es steht jedoch außer Frage, dass China die USA mittelfristig als größte Volkswirtschaft der Welt ablösen wird. Ob dies bereits in wenigen Jahren der Fall sein wird, wie Prognosen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers nahelegen, hängt nicht zuletzt auch von den Entwicklungen im Handelskrieg ab. In beiden Märkten ist STAHLWILLE vertreten, um am Marktwachstum zu partizipieren. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist STAHLWILLE in diesen Ländern der Gesamtwirtschaftslage gefolgt. In Europa ist das Bild sehr heterogen. Im gesamten EU Raum schrumpfte das Wachstum des BIP von 5,4% auf 3,5%. In den Hauptmärkten von STAHLWILLE wie Deutschland 2,6% -> 1,8%, UK 7,5% -> 4,2% oder auch Dänemark 4,3% -> 3,1% ist aber weiterhin ein moderates Wachstum zu verzeichnen. Mit steigenden Energie- und anderen Preisen sind die Auswirkungen allerdings auch in Europa und auch in Deutschland erheblich. Während die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - im Juli 2022 noch bei 6,7 % über dem Vorjahresvergleichsmonat lag, zog sie danach auf bis zu 8,8% im November ein, um im Dezember 2022 wieder leicht auf 8,1 % zu sinken. Im Vormonat lag die Inflationsrate noch 0,1 Prozentpunkte niedriger. Seit Juli 2021 befindet sich die Inflation in Deutschland auf Rekordniveau. Neben den Preisentwicklungen für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe sind auch eine Vielzahl weiterer Rohstoffe, auf die STAHLWILLE nicht verzichten kann, stark im Preis gestiegen. Diese Entwicklung wird durch den Krieg in der Ukraine verstärkt. 2.2 Geschäftsverlauf Das Rumpfgeschäftsjahr 2022 war für STAHLWILLE insgesamt befriedigend. Der Konzern konnte insbesondere im Geschäftsfeld der Luftfahrt wieder an alte Erfolge anknüpfen und neue Projekte akquirieren. Auch in allen anderen Kundenbereichen, wie zum Beispiel Automotive, Industrie und Handwerk, zeigten sich die Auftragseingänge wieder auf Vorkrisenniveau. Zusätzliches Projektgeschäft im Bereich Defence führte zusätzlich zu guten Umsätzen. Im Ausland kam es größtenteils auch zu einer Erholung, die jedoch bereits ab März 2022 von der Ukraine-Krise überlagert wurde. In den meisten Ländern konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die geplanten Umsätze und Ergebnisse erreicht werden. Im Vergleich zeigt sich ein heterogenes Bild: Während in UK und Dänemark ein deutlich positiveres Ergebnis erwirtschaftet wurde, zeichnet sich in anderen Märkten weiterhin eine schwierigere Situation ab. So blieben Spanien und Italien hinter den Erwartungen zurück. Die Situation in den USA wurde in diesem Jahr auf den Prüfstand gestellt und Maßnahmen zur Stabilisierung des Private Lable Geschäfts getroffen. STAHLWILLE hat sein Russlandgeschäft im Februar 2022 beendet. Die internen Großprojekte wurden weiter fortgesetzt, so dass die Modernisierung der Produktion sowie die Aufholung der Instandhaltungsrückstände weiter betrieben wurde. Zudem wurde der Aufbau der Sicherheitsbeständen abgeschlossen, um auch in Krisenzeiten und bei möglichen Energieengpässen zunächst voll lieferfähig zu bleiben. Es wurden mehrere Preiserhöhungsrunden bei den Kunden durchgesetzt, um die weiter gestiegenen Material- und Energiekosten zu decken. Auf der Kostenseite konnten durch das Effizienzprogramm in der Produktion erste Erfolge erzielt werden, was sich positiv bei der Materialaufwandsquote bemerkbar macht, die trotz massiver Preissteigerungen nur um rund 7,4 % gestiegen ist. Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen werden weiterhin über Review-Mechanismen sehr genau gesteuert, wodurch auch hier Kosteneinsparungen erreicht werden. Unter anderem durch den Einsatz der kompletten STAHL- WILLE-Belegschaft, die im Dezember 2021 einen weiteren Zusatztarifvertrag mit Einbußen für alle Mitarbeiter akzeptierte, konnten die für das Rumpfgeschäftsjahr gesetzten Kostensenkungsziele erreicht werden. Der Verkauf des Werkes Remscheid im Vorjahr sowie die zuvor erfolgte Zusammenlegung der Produktion in Cronenberg zeigt erste Einsparungen und Synergien. Neben all den Widrigkeiten hat STAHLWILLE im Berichtsjahr den Kurs der Modernisierung fortgesetzt und mit der wiederhergestellten Lieferfähigkeit eine ausgezeichnete Basis für die Zukunft geschaffen. Das Jahresergebnis des Konzerns lag im Rumpfwirtschaftsjahr bei 470 TEUR, das operative Ergebnis, definiert als Ergebnis von Zinsen und Steuern (EBIT, earnings before interest and taxes) lag bei 1.371 TEUR. 2.3 Ertragslage Die wirtschaftliche Entwicklung des STAHLWILLE Konzerns verlief aufgrund des erhöhten Umsatzes oberhalb der Planung. In der folgenden Übersicht sind die Ertragszahlen inklusive der Vorjahreswerte sowie der Veränderungen enthalten:
Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres nicht immer gegeben. Die Entwicklung der Umsatzerlöse liegt über dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung hatte keinen Haupttreiber, sondern erstreckte sich über alle Geschäftsfelder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewann STAHLWILLE sowohl im Inland wie auch im Ausland. Hier sind in der Hauptsache UK und Dänemark zu nennen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Projekt Bestandsoptimierung wirksam, dadurch wurden Low Runner und Ladenhüter weiter reduziert. Im Vorjahr wurden die sonstigen betrieblichen Erträge durch keine hohen Auflösungen von Rückstellungen beeinflusst, in diesem Geschäftsjahr wurden sowohl Pensionsrückstellungsauflösungen als auch Sondereinnahmen aus Aufwendungskorrekturen des Vorjahres aufgrund von fehlerhafter Grundbesitzabgabenbescheide gebucht. Der Zuwachs der Materialaufwandsquote betrifft insbesondere den Zuwachs bei den bezogenen Leistungen. Prozentual ist der Materialaufwand zum Vorjahr aufgrund der höheren Materialkosten pro Tonne leicht gestiegen, die nicht mit Marge weitergegeben werden konnten. Die Senkung der Personalaufwandsquote ergibt sich im Wesentlichen durch die erhöhte Effizienz im Rumpfgeschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Rumpfgeschäftsjahr aufgrund der getätigten zusätzlichen Instandhaltungen sowie der Normalisierung des Vertriebs und Verwaltungsaufwandes leicht gestiegen. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt bei 74.079 TEUR und ist damit um 1.122 TEUR gesunken. Das Working Capital des Konzerns - definiert als Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - beträgt zum Bilanzstichtag 41.173 TEUR und ist damit um 1.659 TEUR gesunken. Alle weiteren Bilanzkennzahlen inklusive der Vorjahreswerte und der Veränderungen sind in der nachfolgenden Übersicht enthalten:
Der Vorratsbestand hat sich aufgrund von optimierten Prozessen insbesondere im Bereich der sogenannten Ladenhüter vermindert, darüber hinaus hat die Unternehmensführung im Laufe des Jahres entschieden, sowohl bei den Vorprodukten als auch bei den Fertigprodukten die Sicherheitsbestände zu erhöhen, um die Lieferfähigkeit sicher zu erhalten. Grund hierfür sind die Preiserhöhungen sowie die Lieferschwierigkeiten diverser Lieferanten. Damit kam es im Saldo zu einer Erhöhung der Sicherheitsbestände ggü. dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. 2.5 Finanzlage Auch die Daten der Finanzlage sind wegen der unterschiedlichen Dauern der Geschäftsjahre nicht vollständig miteinander vergleichbar. Der STAHLWILLE Konzern hat zur Finanzierung der umfangreichen Investitionsprojekte sowie in Folge der Corona-Pandemie einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen sowie einen zusätzlichen KFW Vertrages, wodurch die Umsetzung der Investitionsstrategie abgesichert wurde. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit hat sich um 717 TEUR auf -2.153 TEUR verringert, da keine weiteren Kredite aufgenommen, sondern die planmäßige Tilgung fortgesetzt wurde. Damit können die Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Rumpfgeschäftsjahr trotz des im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.388 geringeren Jahresüberschusses um 670 TEUR auf 3.652 TEUR erhöht, maßgeblich aufgrund der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die noch nicht in Anspruch genommene Betriebsmittellinie beläuft sich auf 2.409 T€ zum 31.12.2022. Es ist hierdurch ausreichend finanzieller Spielraum selbst für größere unerwartete Ereignisse vorhanden. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist im Vergleichszeitraum von 1.052 TEUR auf 1.225 TEUR gestiegen. Insgesamt betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 1.318 TEUR. Die Investitionen lagen auf dem geplanten Niveau. Weitere geplante Investitionen wurden über Leasingmodelle abgewickelt. Die Investitionen wurden im Wesentlichen für die Sicherstellung der technischen Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen, sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung eingesetzt. Darüber hinaus werden im Rahmen der Investitionen das strategische Projekt "Werkstruktur" weiter vorangetrieben. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zieht in seinem in seinem Jahresgutachten 2022/23 folgende Prognose: Die globalen Konjunkturaussichten haben sich gegenüber der Frühjahrsprognose deutlich eingetrübt. Hohe Produktionskosten belasten die Unternehmen, und die Überwälzung auf die Verbraucherinnen und Verbraucher reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte. Darüber hinaus verschlechtern die geldpolitischen Straffungen in vielen Währungsräumen die Finanzierungsbedingungen. In den USA ist eine wirtschaftliche Abschwächung aufgrund der erheblichen Zinserhöhungen wahrscheinlich. Die anhaltende Störung der internationalen Lieferketten dämpft weiterhin die Industrieproduktion. Zuletzt deutet sich jedoch eine Entspannung an, die auf geringere Störungen in der Transportlogistik, aber auch auf einen globalen Nachfragerückgang zurückgeht. Im Euro-Raum haben sich durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine die konjunkturelle Lage und insbesondere der Ausblick erheblich verschlechtert. So haben die Verringerung der russischen Gaslieferungen und die daraus resultierende Unsicherheit zu starken Preissteigerungen geführt. Aufgrund der unterschiedlichen Struktur der Energieversorgung und der Wertschöpfung sowie unterschiedlicher fiskalpolitischer Reaktionen sind die Mitgliedstaaten allerdings nicht in gleichem Maße betroffen. Stützend dürften ein robuster Arbeitsmarkt und eine Entspannung der Lieferketten wirken. Insgesamt rechnet der Sachverständigenrat für 2023 mit einer Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum von 0,3 %. Im Jahr 2023 dürfte die Inflationsrate etwas zurückgehen, mit 7,4 % allerdings hoch bleiben. Deutschland ist aufgrund der bisherigen starken Abhängigkeit von russischem Erdgas in besonderem Maße von der Energiekrise betroffen. Die bereits von Lieferkettenstörungen betroffene Industrie ist nun zusätzlich mit deutlich gestiegenen Energiekosten konfrontiert. Ein hoher Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe dürfte hingegen wachstumsstabilisierend wirken. Die sukzessive Überwälzung der Energiepreise auf die Verbraucherinnen und Verbraucher belastet im Prognosezeitraum den privaten Konsum deutlich. Die geplanten Entlastungspakete für Haushalte und Unternehmen dürften die Kaufkraft beziehungsweise den Arbeitsmarkt stabilisieren. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die privaten Haushalte entsparen werden, was den Rückgang der realen Konsumausgaben dämpfen würde. Insgesamt erwartet der Sachverständigenrat ein reales Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % in diesem Jahr und -0,2 % im kommenden Jahr. Die Verbraucherpreisinflation wird nach der Prognose des Sachverständigenrates in Deutschland im Jahr 2023 bei 7,4 % liegen. Die Prognose ist allerdings mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. Sollte es in Deutschland im Prognosezeitraum zu einer Gasmangellage kommen, wäre mit einer tiefen Rezession und nochmals höherer Inflation zu rechnen. Die Planung des STAHLWILLE Konzerns für das Geschäftsjahr 2023, das erste kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr, beruht auf einer Reihe von Annahmen. So gehen wir davon aus, dass sich im Absatz das Mengengerüst auf dem vergleichbaren Niveau der vorhergehenden 12 Monate bewegen wird und inflationsbedingte Kostensteigerungen über entsprechende Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden können. Des Weiteren berücksichtigt die Planung weder eine Gasmangellage noch sonstige Gefährdungen der Energieversorgung. Im Geschäftsjahr 2023 wird wieder mit einem deutlich positiven Konzernergebnis gerechnet. Für das kommende Geschäftsjahr sieht die Planung eine Steigerung der Umsatzerlöse auf Höhe der Inflationserwartung für 2023 vor. Mit Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Performance erwartet der Konzern ein Ertragsniveau, welches leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022 liegen wird. Im Ergebnis wird ein deutlich positives EBITDA und ein Konzernjahresüberschuss von rund 1.650 T€ für das Geschäftsjahr 2023 erwartet. Der Konzern wird die wichtigen Stoßrichtungen der laufenden Strategie weiterverfolgen. Hierzu gehören die weitere Umstrukturierung der Produktion zur Schaffung von weiteren Effizienzen. Dies enthält auch weitere erhebliche Investitionen in die bestehenden technischen Anlagen und Maschinen. Aufgrund des bestehenden Konsortialkreditvertrages ist die Finanzierung des Investitionsprogrammes gesichert. Damit wiederum sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage des Konzerns geschaffen. Die Verlängerung des Zusatztarifvertrages am Standort Wuppertal ist mit den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gewerkschaft IG Metall vereinbart und läuft bis Ende 2023. 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1. Branchenspezifische Chancen und Risiken Die gesamtwirtschaftlichen Risiken für das Geschäftsjahr 2023 werden geprägt durch die unsichere Situation durch die Corona- sowie durch die Ukraine Krise. Grundsätzlich bleibt die Produktion in Fernost ein Wettbewerbsfaktor der Werkzeugindustrie, wenngleich die Ereignisse der Jahre 2021 und 2022 und die Auswirkungen auf Lieferketten bei vielen Kunden zum Nachdenken und zur Prüfung ihrer Beschaffungsprozesse geführt haben. Mit dem konsequenten Weg der Modernisierung der eigenen Infrastruktur verfolgt STAHLWILLE weiterhin das Ziel, Werkzeuge selber in Deutschland herzustellen und diese Kompetenz mit hochmodernen Produkten weiter auszubauen. Außerdem überarbeitet STAHLWILLE sein Portfolio systematisch, um sich noch besser den Kundenbedürfnissen aber auch den Herausforderungen einer leanen Produktion zu stellen. Die Branche der Schraubwerkzeuge wird dort an ihre Grenzen kommen, wo es sich um klassisches Schraubwerkzeug handelt. Im Bereich des kontrollierten Schraubenanzugs hingegen nehmen die rechtlichen Bestimmungen immer mehr zu, so dass hohe Anforderungen an die Dokumentation von Verschraubungen gestellt werden. Diese können die Produkte des STAHLWILLE Konzerns vollumfänglich erfüllen. Entsprechend rechnen wir mit entsprechenden Chancen für Umsatz- und Ertragsentwicklung. Zusätzlich ergibt sich durch die zunehmende Digitalisierung in den kundenseitigen Einkaufsprozessen durch Corona, eine Chance verlorene Marktanteile aufzuholen. Hierfür wurde im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr die Markentransformation fortgeführt und auch eine völlig neue Ansprache der Kunden gelauncht. 3.2.2. Marktseitige Chancen und Risiken Die Nachfrage für allgemeine Handwerkzeuge und Werkzeuge der Drehmomenttechnik hat sich im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr erholt, wird jedoch von der Corona- sowie durch die Ukraine Krise ausgebremst. Bedingt durch die Anwendung neuer Technologien im Umfeld der Industrie 4.0 Philosophien ist ein steigender Bedarf für elektronisch vernetzte Produkte zu verzeichnen. STAHLWILLE konnte neben Pilotprojekten auch umfassende Werksausstattungen liefern. Weitere Projekte stellen für die Zukunft von STAHLWILLE eine große Chance dar. Die bei Stahlwille traditionell starke Luftfahrtindustrie setzt ihr Erholung kontinuierlich fort, was für STAHLWILLE entsprechende Absatzchancen bietet. Es könnten neue Kunde hinzugewonnen werden, die zum Teil auch bereits ihr Interesse bekundet haben. Eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft in die Windenergie stellt für STAHLWILLE ein entsprechendes Marktrisiko dar. Aufgrund der notwendigen Veränderung in der Energieerzeugung im Zuge der Bekämpfung des Klimawandels ist jedoch mit steigenden Investitionen zu rechnen, was für STAHLWILLE eine entsprechende Chance darstellt. So geht STAHLWILLE davon aus, dass die nunmehr in den USA freigegebenen Subventionen ebenfalls zu einer positiven Entwicklung in diesem Marktsegment beitragen werden. Über alle Branchen und Marktsegmente hinweg ist die Umstellung auf digitale Vertriebskanäle und E-Commerce Channel ungebrochen. STAHLWILLE begegnet diesen Anforderungen mit der konsequenten Verbesserung seiner Produktstammdaten, die für den Ausbau dieses Vertriebskanals essentiell sind, sowie mit einem eigenen Bereich in Vertrieb und Marketing, der sich umfassend auf die Bedürfnisse im E-Commerce fokussiert. Dieser eingeschlagene Weg wird konsequent weiterverfolgt und weiter intensiviert. Dieses betrifft nicht nur die Vermarktung von Produkten, sondern auch die Abwicklung des After Sales Service und das Wartungs- und Reparaturgeschäft. Hier kommen neue Tools zum Einsatz, die dem Kunden die Zusammenarbeit mit STAHLWILLE wesentlich vereinfachen und eine zügige Abwicklung garantieren. Das Servicegeschäft wird auch in den nächsten Geschäftsjahren signifikant wachsen. Überschattet wird mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr die positive Entwicklung, durch die unvorhersagbaren Einflüsse aus den gegenwärtigen Krisen. Die aktuell sehr hohe Lieferfähigkeit ist von Lieferkettenunterbrechungen bedroht; die immensen Preissteigerungen von Rohmaterialien, Energie und Frachten drohen die Nachfrage im Markt zu drücken. 3.2.3. Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb Preise für Transporte aus Asien haben sich wieder auf dem Vorkrisenniveau stabilisiert, jedoch sind immer wieder Engpässe bei den in Asien produzierten Gütern spürbar. Hier kommt STAHLWILLE zugute, dass der Anteil der in Asien zugekauften Produkte und Komponenten am Gesamtportfolio sehr klein ist. Aber auch bei den Rohmaterialpreisen, wie zum Beispiel Stahl, sind starke Preiszuwächse zu erkennen und die Aussicht zeigt, dass auch hier das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht ist. Dies betrifft vor allem die Strom- und Gaslieferung sowie die Lieferungen von energieintensiven Gütern wie Stahl - STAHLWILLE hat vor diesem Hintergrund bereits Anfang 2023 Preiserhöhungen umgesetzt. Gemäß der Ansicht der deutschen Bundesregierung wird es trotz der derzeitigen geringen Lieferungen von Gas aus Russland nicht zu einem Problem mit der Gasversorgung in Deutschland kommen. Sollte es entgegen dieser Einschätzung trotzdem zu Lieferengpässen kommen, ist die Produktion der Gesellschaft gefährdet. Parallel zu den Aktivitäten wurden die Modernisierung des Maschinenparkes sowie der Aufholung der unterlassenen Instandhaltungen der letzten Jahre an den Gebäuden vorangetrieben. Alle Planungen wurden erneut auf Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit überprüft und ein Plan für die nächsten 3 Jahre mit allen Gewerken aufgestellt und mit Projektleitern versehen. Risiken werden in der konjunkturell unsicheren Nachfragesituation gesehen, die dann auch Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb hätten. Durch die zahlreichen Marktaktivitäten und -maßnahmen ist das Management jedoch optimistisch und überzeugt, die festgelegten Ziele auch erreichen zu können. STAHLWILLE hat den Prozess der Prognoseplanung des Vertriebes für die Produktion weiter professionalisiert und auch die Festlegung von Sicherheitsbeständen weiter fortentwickelt, um die Risiken von Marktschwankungen besser beherrschen zu können. Bei weiterem Wachstum wird es voraussichtlich zu einem weiteren Aufbau der Mitarbeiterzahl kommen, so dass erhebliche Anforderungen an die Rekrutierung gestellt werden. STAHLWILLE begegnet dem zum einen mit der Stärkung der im Internet verfügbaren Informationen, unter anderem auch in den sozialen Medien, aber auch durch eine professionelle Aufstellung bei diesen Themen im HR-Bereich. 3.2.4. Chancen und Risiken aus der Finanzierung Um die für die umfangreichen Investitionen erforderlichen liquiden Mittel zur Verfügung zu haben sowie um den Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen, wurden neben einem Konsortialkredit auch spezielle Darlehensmittel der KfW aufgenommen. Die hierdurch gestiegenen Finanzierungskosten müssen durch Markterfolge erwirtschaftet werden. Ferner muss der STAHLWILLE Konzern Kreditbedingungen - insbesondere Financial Covenants - einhalten. Sofern die konjunkturelle Entwicklung den in der Planung zu Grunde gelegten Erwartungen entspricht, werden sie erfüllt werden. 3.3. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Die Gesamtlage aus Risiken und Chancen des STAHLWILLE-Konzerns stellt sich unter Berücksichtigung der bestehenden Finanz- und Ertragslage - insbesondere in Folge der durch die Kredite geschaffenen Handlungsmöglichkeiten - als beherrschbar dar. STAHLWILLE sind bei einem den Erwartungen entsprechenden Konjunkturverlauf im Geschäftsjahr 2023 keine Risiken ersichtlich, aus denen eine unmittelbare Gefährdung für den Fortbestand des Konzerns insgesamt bzw. wesentlicher Teilbereiche abgeleitet werden könnte.
12. April 2023 STAHLWILLE Holding Verwaltungs GmbH als Komplementärin der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG vertreten durch ihre Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG, Wuppertal Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG, Wuppertal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der STAHLWILLE Holding GmbH & Co. KG, Wuppertal, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. April 2023 Grant
Thornton AG
Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer Oliver Vos, Wirtschaftsprüfer |
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