Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 5152
Vorher
Metso Paper GmbH
Eingetragen
3.6.1992
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungVeredlung von Holzwaren
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: (a) Der Vertrieb und das Marketing von Maschinen und Einrichtungen für die Holzveredelungs- Zellstoff-, Karton-, Papier-, Verpackungs-, Beschichtungs-, Energie und Chemieindustrie sowie die Herstellung, der Verkauf und der Vertrieb von Teilen, Komponenten und Zubehör dieser Maschinen und Einrichtungen, ferner die Erbringung von Beratungs-, Montage und Serviceleistungen bezüglich dieser Maschinen und Einrichtungen; (b) Die Entwicklung und Herstellung von sowie der Handel mit industriellen Erzeugnissen, insbesondere Geräte und Systeme der Prozessautomatisierung, einschließlich der dazugehörigen Software, Service, Beratungs- und Ingenieurtätigkeiten; (c) Die Planung, Entwicklung und Produktion von und der Handel mit industriellen Gütern und Erzeugnissen, insbesondere Gütern des Anlagenbaus auf dem Gebiet des Umweltschutzes, sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Gütern, insbesondere (i) die Ausführung von Montageleistungen und (ii) die Wartung der vorgenannten Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Andreas Nüsse
seit 25.7.2024
Prokura
Barbara Wilhelm
seit 10.6.2024
Prokura
Markus Dingert
seit 1.12.2022
Prokura
Ari Kolehmainen
seit 9.9.2019
Prokura
Tobias Hain
seit 24.2.2012
Prokura

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Valmet GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen und Kunden der Gesellschaft

Die Valmet GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Valmet Deutschland GmbH (nachfolgend "Valmet Deutschland"), Darmstadt, die wiederum ein Tochterunternehmen der finnischen Valmet Corporation ist. Die Gesellschaft kann somit auf das Knowhow der Valmet-Gruppe zurückgreifen.

Die Valmet-Gruppe mit Konzernsitz in Finnland ist ein Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen u.a. für die Zellstoff-, Holzwerkstoff-, Biotechnologie- und Papierindustrie, verbunden mit Prozessautomatisierung und Biomasse-Energieerzeugungstechnologien. Der fachmännische Service und die Dienstleistungen sowie die Prozesstechnologien und Automatisierung von Valmet für die Zellstoff-, Papier- und Holzwerkstoffindustrie helfen, die Laufzeit und die Produktivität der Maschinen und deren Abläufe zu verbessern.

Valmet ist in die vier Bereiche Service, Automation, Zellstoff und Energie sowie Papier untergliedert. 1 Es bestehen weltweit Niederlassungen und eigene Produktionsstätten. Zusätzlich werden die Produkte und der Service über Vertriebs- und Servicezentralen in der ganzen Welt sowie über Logistikzentralen in Finnland, den USA und China vertrieben.

Der Geschäftsbereich Paper-Service der Valmet GmbH umfasst im Wesentlichen den Service und die Wartung von Papier- und Zellstoffanlagen in Deutschland und Zentraleuropa sowie die Belieferung mit Ersatzwalzen und sonstigen Ersatzteilen und deren Einbau. Der Geschäftsbereich Paper-Capital Sales betrifft den Verkauf von Anlagen der Valmet-Gruppe. Der Bereich Power (Biomasse-Verbrennungsanlagen) erbringt Service- und Wartungsleistungen bei Kunden in dieser Branche. Der Geschäftsbereich Automation ist ebenfalls in Service und Capital unterteilt. Er beinhaltet vor allem den Service und Vertrieb von Geräten und Systemen der Prozessautomatisierung. Der Schwerpunkt liegt ebenfalls bei Kunden in der Papierindustrie, aber auch Abwasser und Energie. Der Bereich Automation ist organisatorisch vom Bereich Paper getrennt.

Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Valmet Deutschland als Organträger. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages werden die Ergebnisse an den Organträger abgeführt.

Die Gesellschaft ist an einen Cash-Pool der deutschen Valmet-Gruppe sowie zusätzlich an den Konzern-Cash-Pool der Valmet Oyj, Espoo/Finnland, (nachfolgend "Valmet Oyj") bei der Nordea Bank Finland plc, Helsinki/Finnland, angeschlossen.

Mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, (nachfolgend "Valmet Tec Oy") und der Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland, (nachfolgend "Valmet AUT Oy") bestehen "Concept Fee"-Vereinbarungen, nach der die Gesellschaft relevante Teile einer umsatz- und ergebnisabhängigen Vergütung bis zu einer definierten Grenze abführen muss. Ein umsatzabhängiges Mindestergebnis verbleibt bei der Gesellschaft, soweit ein positives Ergebnis nach internen Konzernrechnungslegungsgrundsätzen erzielt wurde.

Der Geschäftsbereich Paper-Capital Sales basiert seit 2020 auf einem mit der Valmet Tec Oy vereinbarten Sales-Support-Service Agreement, das der Gesellschaft die Kostenerstattung der in diesem Bereich eingesetzten Mitarbeiter gewährt.

Ein weiterer wesentlicher Vertrag ist eine konzernübliche Kommissionsvereinbarung mit der Valmet AUT Oy, welcher Großaufträge (Automation-Capital) regelt, die unter anderem aufgrund von Kapazitätsengpässen und fehlendem Knowhow nicht lokal projektiert werden können. Diese Aufträge werden von der Gesellschaft direkt mit dem Kunden endabgerechnet. Die im Bereich der Gesellschaft während der Projektumsetzung anfallenden Kosten werden in der Regel monatlich an die Valmet AUT Oy weiterbelastet. Von Kunden erhaltene Anzahlungen werden an die Valmet AUT Oy weitergeleitet.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Durch die Anfang 2020 aufgetretene Corona-Pandemie wurde und wird die Gesamtwirtschaft schwer geschädigt. Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten (Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt: 2018 + 1,3 %; 2019 + 0,6 %; 2020 - 5,0 %). 2 Die pandemische Situation hinterließ deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Industrie war unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten betroffen. Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2020 um 3,5 % geschrumpft (2019 + 2,8 %). 3 Die Erholung der Gesamtkonjunktur ist weiterhin vom starken Infektionsgeschehen bedroht. Indikatoren zur Weltwirtschaft sind durchweg aufwärtsgerichtet, erreichen dabei allerdings noch nicht ihr jeweiliges Vorkrisenniveau. Im Jahr 2021 ist das BIP in Deutschland gemäß Statistischem Bundesamt um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für das Jahr 2022 wird vom ifo-Institut aufgrund der anhaltenden Krisen und der hohen Inflation ein Wirtschaftswachstum von 2,7 % prognostiziert. 4 Aufgrund der Unsicherheiten zur Energie- bzw. Gasversorgung ist aber auch ein Szenario mit wesentlich geringerem Wachstum als Alternative nicht auszuschließen. 5 Nach Angaben des ifo-Instituts wird die hohe Inflation die Kaufkraft im Jahr 2023 weiter beherrschen, so dass das BIP gegenüber 2022 um 0,3 % sinken wird. 6

Die Papierbranche ist seit Jahren geprägt von Mengenverlusten im Bereich der graphischen Papiere, die auf den Nachfragerückgang und folglich die Stilllegung oder den Umbau von Anlagen auf andere Sorten zurückzuführen sind. Im Bereich Verpackungspapiere/Spezialpapiere sieht es deutlich besser aus, die Menge ist vorhanden, die Preissituation für unsere Kunden ist ebenfalls zufriedenstellend. Hygienepapiere bleiben in der Produktion weitgehend stabil. Die Situation auf dem Zellstoffmarkt ist ebenfalls gut. Der massive Ausbau der Zellstoffkapazitäten bis 2024 dürfte die Marktbalance wieder ändern. 7

Die europäische Papierindustrie sieht sich nicht in der Lage, ihr Produktionsvolumen zu steigern. Gründe dafür sind der Mangel an Rohstoffen sowie die steigenden Rohstoffpreise (Energie, Holz, Chemikalien, Umwelt und Logistik). Produktionssteigerungen bei den Kunden in den Bereichen Tissue (Toilettenpapier) und Verpackungen (Lieferdienste) dauern an, obwohl die Überhitzung des Marktes etwas abgekühlt hat. Trotz eines zuletzt immer wieder reduzierten Produktionsausstoßes der im Markt befindlichen Kapazitäten kam es zu keiner Reduktion der Papierläger.

Nach dem Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) waren 2021 weitere große Neubauten geplant. Die Erwartungen der Mitglieder des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung fallen gedämpft aus. Nach deren Erwartungen wurde im Jahr 2021 weniger als im Jahr 2020 investiert. 8

Im Energiebereich ist die Energiewende weiterhin das zentrale Thema in Anlagenbau und Industrieservice. Das politische Ziel der Energiewende gefährdet in der Höhe und in der Verteilung der Kosten insbesondere die Kraftwerksbranche. Im Rahmen der neuen Emissionsrichtlinien der Vereinten Nationen gemäß Conference of Parties 21 (COP 21) sind Investitionen in moderne Anlagentechnik erforderlich bzw. bereits im Gange. Kraftwerksmodernisierungen sind nur im Rahmen von existierenden Abnahmeverträgen möglich, die eine langfristige Investition als sinnvoll erscheinen lassen. Dadurch wird der stark umkämpfte Markt weiter unter Druck geraten und eventuell ein Preiskampf um die verbleibenden Projekte stattfinden.

Im Abwasserbereich werden sukzessive Umrüstungen auf moderne Technik notwendig. Durch immer strengere Auflagen und Verordnungen und die erhöhte Verschmutzung der Umwelt kommen neue Herausforderungen auf die Prozesse der Abwasserbehandlung zu. Im Bereich der Abfallverwertungsanlagen in Europa sind aktuell Überkapazitäten vorhanden, deshalb sehen wir hier momentan kein Potenzial.

In nahezu allen Branchen besteht ein Bedarf an Prozessoptimierung und -steuerung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Herausforderung an die Industrie ist es immer mehr, die Prozesse zu automatisieren, um sich weiterzuentwickeln und auch die kommerzielle Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. In vielen Branchen werden die Notwendigkeiten zur Optimierung jedoch noch unterschätzt. Wir sind überzeugt, dass hier die Zukunft des Anlagenbaus in Europa liegt.

III. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

Die für das Unternehmen wichtigen Steuerungskennzahlen Umsatz und Ergebnis vor "Concept Fee" ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr bzw. zum Forecast aus dem Frühjahr 2022 wie folgt:

2019 2020 2020 Abweichung
Ist
T€
Forecast
T€
Ist
T€
2019/2020
T€
Forecast/Ist
T€
Umsatz          
Paper-Service 20.758 21.600 19.449 -1.309 -2.151
Paper-Power 762 8.500 8.489 7.727 -11
Paper-Capital Sales 6.691 6.450 6.454 -237 4
Automation-Service 9.245 9.200 9.233 -12 33
Automation-Capital 6.397 7.300 7.274 877 -26
Weiterbelastungen/sonstiges 2.971 3.900 3.914 943 14
  46.824 56.950 54.813 7.989 -2.137
Ergebnis vor "Concept Fee" 2.030 300 352 -1.678 52

Die oben angeführten Planungen basieren auf den letzten Aktualisierungen im Frühjahr 2022 und zeigen entsprechend nur geringfügige Abweichungen zu den Ist-Zahlen. Das Ergebnis vor "Concept Fee" veränderte sich aufgrund von Ergebnisanpassungen im Rahmen der Abschlusserstellung. Die Abweichungen im Bereich Paper-Service resultieren aus einer verschobenen Projektabnahme.

Im Vergleich zum Vorjahr sind mehrere relevante Veränderungen eingetreten. Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt um T€ 7.989 erhöht. Hintergrund sind vor allem die Fertigstellung zweier Großprojekte in den Bereichen Paper-Service und Paper-Power, die im Vorjahr als Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen bilanziert waren bzw. die zur Bestandsveränderung von insgesamt T€ - 4.695 beigetragen haben. Dem steht ein Großprojekt (T€ 2.150) gegenüber, das erst 2021 fertiggestellt werden konnte. Der Rückgang im Bereich Paper-Service, ist vor allem auf nach 2021 verschobene Projekte zurückzuführen.

Die leicht verminderten Umsatzerlöse im Bereich Paper-Capital Sales sind im Zusammenhang mit der geringeren Auftragsgewinnung von Großprojekten und den damit zusammenhängenden niedrigeren Personalaufwendungen zu sehen, die von Valmet Tec Oy übernommen werden.

Die Veränderungen in der Sparte Automation-Capital basieren im Wesentlichen auf in 2020 abgeschlossenen Großprojekten (Capital) im Inland. Die Service-Aufträge haben sich nur geringfügig verändert.

Der Anstieg der Weiterbelastungen und sonstigen Umsätze basiert hauptsächlich auf der Gestellung von Personal an verbundene Unternehmen für Aufträge von Konzerngesellschaften und erbrachten Dienstleistungen. Er steht im direkten Zusammenhang mit der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Daneben enthält der Posten gestiegene Provisionen für Automation-Capital-Aufträge.

Das Ergebnis vor "Concept Fee" hat sich um T€ 1.678 auf T€ 352 reduziert. Ursächlich sind vor allem das deutlich verminderte Rohergebnis aufgrund schlechterer Margen, insbesondere bei Großprojekten der Sparte Paper, und die gestiegenen Personalaufwendungen (Mitarbeiterzuwachs und Abfindungszahlungen).

Die umsatz- und ergebnisabhängige "Concept Fee" ist aufgrund des niedrigen Ergebnisses nahezu vollständig entfallen (T€ - 1.116). Es wurde die vereinbarte Mindest-Fee von T€ 2 belastet.

Trotz der allgemeinen Zurückhaltung der Angestellten zum Wechsel während der Corona-Krise und unseren Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und Qualifikation stieg die Fluktuation auf ca. 10 % im Geschäftsjahr. Unser Ziel von ca. 5 % konnte nicht erreicht werden. Treiber war unter anderem der Fachkräftemangel.

2. Ertragslage

Neben den oben beschriebenen Veränderungen der Planungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor "Concept Fee" haben sich die folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung in relevanter Größenordnung verändert:

Die absolute Marge (ohne Provisionen und Weiterbelastungen) hat sich für das Gesamtunternehmen erheblich reduziert. Hintergrund ist vor allem die gesunkene Leistung, die nicht durch eigene Mitarbeiter erwirtschaftet wurde, sondern verstärkt auf zugekauften Waren und Dienstleistungen basierte, bei denen die Marge wesentlich geringer ist. Dies betrifft hauptsächlich das Großprojekt der Sparte Paper-Power, das fast ausschließlich durch Dritte abgewickelt wurde.

Der Personalbestand hat sich im Jahresdurchschnitt um fünfzehn Mitarbeiter auf durchschnittlich 166 Mitarbeiter erhöht. Dies betraf vor allem Mitarbeiter, die an verbundene Unternehmen weiterbelastet wurden. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.302 auf T€ 18.492 gestiegen. Neben dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist dies vor allem auf Abfindungszahlungen (T€ 966) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt um T€ 1.808 auf T€ 5.896 gefallen. Dies resultiert hauptsächlich aus um T€ 1.116 auf T€ 2 gesunkenen Concept Fee-Aufwendungen. Daneben wurde die Reisetätigkeit aufgrund der Corona-Krise reduziert, was zu einem Rückgang der Reisekosten um T€ 495 auf T€ 816 führte. Die Kosten für Beratung und ähnliche Dienstleistungen sind unverändert auf hohem Niveau. Während sich im Vorjahr die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung auswirkten, sind dies in 2020 die Aufwendungen im Zusammenhang mit der EDV-Umstellung.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung hat sich insgesamt von T€ 912 auf T€ 350 verschlechtert. Die Sparte Paper erzielte einen Verlust in Höhe von T€ - 156, der vor allem auf stark gesunkene Margen zurückzuführen ist. Das Ergebnis der Sparte Automation ist vor allem durch die Abfindungszahlungen beeinflusst, denen die entfallenen Abschreibungen auf den Firmenwert gegenüberstehen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.924 auf T€ 33.929 gesunken und ist hauptsächlich durch folgende Sachverhalte geprägt:

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen haben sich im Wesentlichen aufgrund von zwei abgeschlossenen Großprojekten, denen ein noch laufendes Großprojekt gegenübersteht, um T€ 4.695 auf T€ 4.660 reduziert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind durch gesunkene Cash-Pool-Forderungen (T€ - 6.765) und gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 5.350) gekennzeichnet. Dies ist auf die Gutschrift für Provision-Capital Sales (T€ 6.454) zurückzuführen, die im Gegensatz zum Vorjahr nicht ratierlich, sondern erst gegen Jahresende vorgenommen wurde.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der verminderten Bilanzsumme gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 32,0 % (Vorjahr 27,9 %).

Die sonstigen Rückstellungen (T€ + 1.466) haben sich hauptsächlich aufgrund des Anstiegs bei den Abfindungsrückstellungen (T€ + 851) erhöht.

Der leichte Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um T€ 152 basiert vor allem auf zwei gegenläufigen Effekten: Zum einen sind zwei Großprojekte in 2020 abgerechnet worden, und zum anderen konnte ein anderes Großprojekt erst in 2021 fertiggestellt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich um T€ 5.218.

Ursächlich waren die Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber Valmet Deutschland (T€ - 5.683), die zum Jahresende einen Forderungssaldo zeigen.

4. Finanzlage

Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgte im Wesentlichen durch den Cash-Pool der obersten Gesellschafterin bei der Nordea Bank Finland plc, Helsinki/Finnland, sowie den Cash-Pool des deutschen Konzernverbundes. Die liquiden Mittel unter Einbezug der beiden Cash-Pools haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Veränderung
T€
Cash-Pool-Forderungen Valmet Oyj 11.187 18.440 -7.253
Cash-Pool-Forderungen Valmet Deutschland 488 0 488
Cash-Pool-Verbindlichkeiten Valmet Deutschland 0 -5.683 5.683
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2 101 -99
  11.677 12.858 -1.181

Die Finanzlage ist weiterhin positiv, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr etwas verschlechtert. Hintergrund sind vor allem die beiden Großaufträge, bei denen der Liquiditätsbedarf für die erbrachten Leistungen über den erhaltenen Anzahlungen liegt. Die Liquidität ist jedoch gesichert.

IV. Risiko- und Chancenbericht

Die Valmet-Gruppe widmet sich Kunden in den Bereichen Service, Automation, Zellstoff und Energie und Papier. Die Valmet GmbH ist in das Risikomanagement und die Reportstrukturen der Valmet-Gruppe einbezogen. Monatlich werden Abweichungen zu Planzahlen ermittelt und analysiert, entsprechende notwendige Maßnahmen werden umgesetzt. Die Gesellschaft ist als Service- und Vertriebsgesellschaft für Produkte der Gruppe von der Gruppe abhängig und in die Strukturen des Konzerns vollständig eingebunden.

Das Hauptrisiko für unsere Hauptbereiche Service, Automation und Capital Sales wird in der Branchenentwicklung gesehen, die in den letzten Jahren erheblichen Verwerfungen unterlag.

Das geänderte Verbraucherverhalten führte und führt zu Veränderungen bei unseren Kunden. Durch den Einfluss des Internets werden weniger Zeitungen gelesen, durch E-Mails weniger Briefe und Rundschreiben versandt. Dies führte auf dem Markt der Papierindustrie zu Produktions- und Absatzrückgängen in den Bereichen graphischer Papiere. Im Gegensatz hierzu erhöht sich der Bedarf an Verpackungspapieren. Unsere Kunden passen sich diesem Verhalten an und stehen mit uns im regelmäßigen Gespräch, um ihre Produktion entsprechend in Einklang zu bringen. Aus der Notwendigkeit, auf die veränderte Nachfrage der Endkunden zu reagieren, besteht für unsere Kunden das Risiko der Überreaktion und damit verbunden das Risiko von ebenfalls entstehenden Überkapazitäten in den Produktionsbereichen Verpackung und Tissue. Zurzeit sind aber noch keine diesbezüglichen Anzeichen zu erkennen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Form einer erhöhten Nachfrage nach Tissue (Toilettenpapier) und Verpackungen (Lieferdienste) im Frühjahr 2020 ist nur als kurzfristiger Effekt zu werten. Mittelfristig beurteilen wir die Risiken aus den geschilderten Branchenrisiken als überschaubar. Langfristig ist keine belastbare Aussage bezüglich möglicher relevanter Auswirkungen zu treffen.

Die Gesellschaft ist überwiegend im inländischen Markt tätig. Entsprechend haben Risiken der europäischen Wirtschaftssituation bzw. der Weltwirtschaft nur eine untergeordnete Bedeutung. Auch Entwicklungsschwankungen des deutschen Marktes wirken sich nur peripher auf unsere Gesellschaft aus.

Die im Frühjahr 2020 aufgetretene weltweite Corona-Pandemie hat auch unsere Tätigkeit beeinflusst, da der Service vor Ort und der Kundenkontakt für die Vertriebsaktivitäten essenziell sind. Die Valmet-Gruppe hat weltweit für ihre Dependancen Maßnahmen kommuniziert und umgesetzt. Diese umfassen neben Hygienemaßnahmen eine Reduzierung der persönlichen Kontakte auf die wesentlichen notwendigen Serviceeinsätze. Die Auswirkungen der Krise auf Umsatz und Ergebnis waren kurzfristiger Natur und vor allem auf den Bereich Capital beschränkt. Bisher konnten lediglich Terminverschiebungen in den Serviceeinsätzen festgestellt werden, welche jedoch nur selten über den Jahreswechsel hinausgehen.

Die Risiken, die sich aus dem Anfang 2022 ausgebrochenen Ukrainekrieg für die globale Wirtschaft ergeben, sind zurzeit nicht abschätzbar. Für unsere Branche und Gesellschaft sehen wir neben einem extremen Preisanstieg für Energie und Rohstoffe gegenwärtig keine wesentlichen Risiken, da in der Regel die gestiegenen Kosten an unsere Kunden weitergeben werden. Sofern weitere Eskalationen eintreten sollten, kann sich die Situation jedoch verändern.

Der mit Abstand größte Geschäftsbereich Service umfasst Wartungen, Reparaturen, Ersatzteilservice und Anlagenerweiterungen. Neben dem Materialbezug, der überwiegend durch die Gruppe sichergestellt wird, basiert der Service auf Dienstleistungen durch eigene, konzerninterne und fremde Dienstleister. Das Hauptrisiko wird entsprechend im Knowhow der Service-Techniker und Serviceleiter sowie einer erhöhten Fluktuation gesehen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch Trainings und Mitarbeiterschulungsprogramme.

Der Markt für Prozessautomatisierung ist aufgrund der Markterfordernisse mit weniger Grundrisiken versehen. Bezüglich der erbrachten Servicedienstleistungen durch Techniker wird den Risiken, wie oben beschrieben, begegnet. Der Bereich Automation-Capital ist in der Regel bezüglich des Auftragseingangs und der Auftragshöhe sehr volatil. Da wir Material und Dienstleistungen überwiegend von der Gruppe beziehen, beschränken sich die Risiken im Wesentlichen auf die Umsatzhöhe.

Der Bereich Power ist in der Regel stark von Einzelprojekten abhängig. Zur Reduzierung der Risiken wurde die Service-Niederlassung in Bad Arolsen im Laufe des Jahres 2022 geschlossen. Die Aufgaben des Standortes werden durch den Standort Darmstadt übernommen.

Im Geschäftsbereich Paper-Capital Sales wurde mit der Konzernobergesellschaft im Jahr 2020 eine neue Vereinbarung über die Erstattung der Personalkosten getroffen, mit der die Risiken für die Gesellschaft als Vermittler von Geschäften begrenzt werden. Entsprechend der Markt- und Geschäftsentwicklung müssen die hierzu notwendigen Ressourcen der Gesellschaft überwacht und angepasst werden. Unsere diesbezüglichen Maßnahmen werden mit dem Konzern in Finnland abgestimmt. Die für 2020 vorgesehenen grundsätzlichen Veränderungen der Organisationsstruktur des Konzerns wurden auf 2021 und folgende Jahre verschoben.

Die Valmet GmbH ist grundsätzlich Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt, denen wie folgt begegnet wird:

Die Beschaffung des überwiegenden Teils der Produkte, aber auch zunehmend der bezogenen Leistungen, erfolgt im Konzern, so dass hier ein prognostizierbares Preisänderungsrisiko besteht. Zudem erfolgt die Abrechnung in Euro, so dass hier keine Wechselkursrisiken entstehen. Daneben werden relevante Leistungen durch eigenes Personal erbracht. Ein Anstieg der Personalkosten sowie eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation stellen daher ein besonderes Risiko dar, zumal die Qualität unserer Mitarbeiter die Basis unserer Leistungen und somit unseres Erfolges ist. Durch Mitarbeiterbindungsprogramme wird versucht, diesem Risiko zu begegnen.

Dem Preisrisiko auf der Absatzseite wird durch detaillierte Kalkulationen bei Angebotsabgabe, entsprechende Genehmigungsprozesse, zum Teil unter Einbezug der Konzernzentrale, und laufende Überwachung durch unser Controlling begegnet. Das Risiko von verlustträchtigen Projekten wird somit weitgehend vermieden, bzw. es werden frühzeitig gegensteuernde Maßnahmen getroffen.

Zur Vermeidung des Forderungsausfallrisikos sind ein Bonitätsprüfungsprozess und eine entsprechende Forderungsüberwachung eingerichtet, die durch ein effizientes Mahnwesen ergänzt werden. Aufgrund der zunehmenden besonderen Risiken im Bereich der graphischen Papiere wird der Markt besonders beobachtet. Da unsere Kunden in der Regel großen Konzernen angehören, die entsprechend diversifiziert sind, sehen wir das Risiko eines Ausfalls als gering an. Relevante Ausfälle traten bei unseren Kunden der Papierindustrie in der Vergangenheit nicht auf. Das Ausfallrisiko ist nicht genau zu beziffern, wird aber aufgrund der Maßnahmen prinzipiell als gering angesehen.

Das Unternehmen ist in das Finanzplanungssystem des Valmet-Konzerns eingebunden.

Die zu erwartende Liquiditätsentwicklung wird der Konzern-Obergesellschaft anhand einer revolvierenden Finanzplanung mitgeteilt. Die erforderliche Liquidität wird dann im Rahmen des Cash-Managements bereitgestellt. Hierzu werden zwei Cash-Pools unter Führung einer deutschen bzw. finnischen Konzerngesellschaft in Zusammenarbeit mit einer deutschen bzw. skandinavischen Großbank genutzt. Die Liquidität wird somit sicherstellt.

Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Valmet Deutschland als Organträger. Aus diesem Grund liegen etwaige steuerliche Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit der Valmet GmbH resultieren, primär bei der Valmet Deutschland. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ergeben sich keine Auswirkungen durch das erwirtschaftete Ergebnis auf das Eigenkapital der Gesellschaft.

Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass für die Gesellschaft keine relevanten Risiken bestehen, die sich auf den Fortbestand der Gesellschaft auswirken können. Wie schon in Vorjahren passen sich unsere Kunden dem geänderten Verbraucherverhalten an und stellen ihre Produktionen zunehmend von graphischen Papieren auf Wellpappe und Tissue um. Unsere Kunden planen für Folgejahre verschiedene Um- und Neubauten, wodurch sich für Valmet mittelfristig neue Marktchancen im Bereich Paper-Capital Sales ergeben. Bei für die Valmet-Gruppe erfolgreichen Abschlüssen ergeben sich auch Folgewirkungen für Aufträge im Bereich Service.

Die Sparte Automation bietet durch den Bereich Prozessautomatisierung, Industrie 4.0 und Analyseverfahren umfangreiche Chancen, zumal die Stammkunden der Gesellschaft davon profitieren können. Synergien können gehoben werden.

Insgesamt sehen wir erhebliche Chancen und Potenziale in den von uns betreuten Geschäftsfeldern. Aus unserer Sicht übersteigen die Chancen die verbleibenden beschriebenen Risiken und werden zu einem Wachstum des Unternehmens führen.

V. Ereignisse nach dem Abschluss des Geschäftsjahres

Im Jahr 2020 wurde begonnen, die Aktivitäten des Konzerns auf den geographischen Märkten neu zu organisieren. Kunden bzw. zukünftige Projekte in Ländern, in denen eine Valmet-Gesellschaft besteht, sollen von diesen Gesellschaften betreut werden. Knowhow und Kapazitäten sollen über Personalgestellungen an Schwestergesellschaften zur Verfügung gestellt werden.

Die Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen werden sich entsprechend erhöhen.

Mit der Corona-Krise ist im Frühjahr 2020 ein Ereignis eingetreten, das grundlegende Auswirkungen auf die aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Welt, Europas und Deutschlands hat. Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft temporär deutlich negativ beeinflusst. In welchem Ausmaß diese negative Entwicklung im Jahr 2023 fortbestehen bzw. über die Jahre 2021 und 2022 hinaus anhalten wird, ist derzeit nicht vorhersehbar.

Der im Februar 2022 begonnene kriegerische Konflikt in der Ukraine zählt zu den weiteren Ereignissen, welche die weltweite Wirtschaft beeinflussen. Flüchtlingsströme, Sanktionen, Marktabschottungen, Transportwegbeschränkungen, Produktengpässe sowie weltweite allgemeine hohe Unsicherheit und Angst sind die wesentlichen Folgen. Bezüglich unserer Branche hat der Krieg nicht nur Auswirkungen auf die Energiepreise, sondern auch auf die Versorgung der europäischen Papierhersteller mit Holz- und Zellstoff. Dies wird mittel- bis langfristig zu einer weiteren Verknappung des Angebots führen. 9 Die Unternehmen haben wegen der explodierenden Gas- und Strompreise Schwierigkeiten, wirtschaftlich zu produzieren. Wie stark Unternehmen und Verbraucher unter den wirtschaftlichen Folgen leiden werden, ist schwer vorherzusehen.

VI. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Aufgrund der unter anderem durch die Corona-Pandemie, Personalwechsel und Umstrukturierungen bedingten verzögerten Abschlusserstellung wurde auf die Darstellung der ursprünglichen Planzahlen für das dem Berichtsjahr folgende Geschäftsjahr verzichtet. Stattdessen wurden für die Prognose des Jahres 2021 die vorläufigen Ist-Zahlen dargestellt. Für die Folgejahre wurden die Zahlen der Planung angegeben.

Die für 2020 vorgesehene geographische Reorganisation in der Valmet-Gruppe, die zu Veränderungen der Beziehungen zu ausländischen Kunden und Konzerngesellschaften führen, wurde erst 2021 in relevanten Teilbereichen umgesetzt. Weitere Maßnahmen erfolgen in Folgejahren. Bei Service-Aufträgen mit Kunden im Ausland werden die Aufwendungen der deutschen Gesellschaft nicht mehr direkt an den Kunden belastet, sondern seither an die Valmet-Landesgesellschaften oder mit der Bereichszentrale abgerechnet, die dann wiederum mit dem Kunden abrechnen. Gleiches gilt für inländische Kunden, die bisher ihre Aufträge an andere Valmet-Gesellschaften vergaben. Die Gesellschaft rechnet seither diesbezüglich mit dem lokalen Kunden ab und wird von anderen Valmet-Landesgesellschaften mit bei diesen entstandenen Aufwendungen belastet. Je nach Auftrag können sich die Umsatzerlöse volatil entwickeln. Mittelfristig wird mit einer Steigerung der Umsatzerlöse gerechnet.

Wie erwartet hatte die Anfang 2020 aufgetretene Corona-Pandemie bis heute keine relevanten Auswirkungen auf die Gesellschaft. Bisher konnten lediglich Terminverschiebungen in den Serviceeinsätzen festgestellt werden, welche jedoch i.d.R. nicht über den Jahreswechsel hinausgehen. Während die Wirtschaft weltweit, in Europa und auch in Deutschland durch die Corona-Pandemie erheblich beeinträchtigt wurde, gab es nur geringfügige Auswirkungen auf unsere Kunden der Papierindustrie. Stärker beeinflussten das seit Jahren festzustellende veränderte Verbraucherverhalten (weniger graphische Papiere, mehr Kartonage) die Branche und somit auch unsere Gesellschaft. Daneben wirkten sich auch die weiter steigenden Rohstoffpreise auf die Branche aus; dies wird durch den Anfang 2022 ausgebrochenen Ukrainekrieg noch verstärkt. Die im Jahre 2019 stattgefundene Verschmelzung mit der Valmet Automation GmbH führte bis zum heutigen Tag zu keinen nennenswerten Synergien, da beide Geschäftsbereiche unabhängig voneinander in der Organisationsstruktur des Valmet-Konzerns agieren.

Die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse der verschiedenen Bereiche und das Ergebnis vor "Concept Fee" stellen sich wie folgt dar:

2020 2021 2022 2023 Veränderung
Ist
T€
Ist *
T€
Plan
T€
Plan
T€
2020 Ist/ 2021 Ist *
T€
2021 Ist */ 2022 Plan
T€
Umsatz            
Paper-Service 19.449 30.950 39.500 40.000 11.501 8.550
Paper-Power/EWK (ab 1. Juli 2022) 8.489 700 8.400 17.000 -7.789 7.700
Paper-Capital Sales 6.454 7.000 3.250 3.000 546 -3.750
Automation-Service 9.233 9.600 8.800 9.700 367 -800
Automation-Capital 7.274 5.500 5.500 6.000 -1.774 0
Weiterbelastungen/sonstiges 3.914 3.800 600 500 -114 -3.200
  54.813 57.550 66.050 76.200 2.737 8.500
Ergebnis vor "Concept Fee" 352 6.600 4.300 4.300 6.248 -2.300

*: Vorläufige Ist-Werte 2021.

Insgesamt hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich um T€ 2.737 auf T€ 57.550 gesteigert.

In der Sparte Paper-Service war das Vorjahr, aber auch das Jahr 2021, durch die Abrechnung jeweils eines Großprojektes beeinflusst. Aufgrund der Reorganisation in der Valmet-Gruppe konnten im Jahr 2021 Inlandsumsätze mit Ersatzteilen (T€ 4.700), die in der Vergangenheit direkt von finnischen Valmet-Gesellschaften mit deutschen Kunden abgerechnet wurden, berechnet werden. Daneben wurden von unseren Kunden im Jahr 2020 aufgeschobene größere Service-Projekte erst im Jahr 2021 realisiert. Der Umsatz hat sich in diesem Bereich um T€ 11.501 erhöht.

Der Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich Paper-Power (T€ 7.789) ist ebenfalls auf ein im Jahre 2020 abgerechnetes Großprojekt zurückzuführen.

Der Umsatzrückgang in der volatilen Sparte Automation-Capital ist auf eine Reduzierung der im Jahr 2021 beendeten und damit abrechenbaren Großaufträge zurückzuführen.

Das Ergebnis vor "Concept Fee" erhöht sich voraussichtlich um T€ 6.248. Ein erheblicher Teil ist auf das schlechte Ergebnis 2020 zurückzuführen, das vor allem durch sehr geringe Margen für die beiden Großprojekte und Abfindungsaufwendungen beeinflusst wurde. Im Jahr 2021 wurde die Ergebnissteigerung hauptsächlich durch die Margen auf das Ersatzteilgeschäft und die nachgeholten Serviceaufträge erwirtschaftet.

Die für das Geschäftsjahr kalkulierte "Concept Fee" beträgt T€ 3.300 und führt zu einem Ergebnis vor Ergebnisabführung von voraussichtlich ca. T€ 3.300.

Die Mitarbeiterfluktuation und der damit verbundene erhebliche Knowhow-Verlust konnten auch im Geschäftsjahr 2021 (7 %) im Rahmen gehalten werden. Neben Maßnahmen der Gesellschaft wirkte sich hier auch die in Corona-Zeiten festzustellende geringere Wechselwilligkeit von Arbeitnehmern aus.

Für das Jahr 2022 geht die Gesellschaft im operativen Bereich der Sparte Paper von weiter steigenden Umsätzen, vor allem im Ersatzteilgeschäft aus. Im Bereich Paper-Capital Sales wird mit geringeren Kostenerstattungen gerechnet, da weniger Mitarbeiter eingesetzt werden. Die Weiterbelastung von Mitarbeitern wird weiter zurückgehen, da diese für andere Bereiche (u.a. übernommenes Ersatzteilgeschäft) eingesetzt werden. Für die Sparte Automation wird mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet. Neben verminderten Serviceaufträgen werden diverse größere Projekte in Vorjahreshöhe abgeschlossen werden. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Ukrainekrieg nicht relevant auf die Auftragslage, die Umsätze und das Ergebnis der Gesellschaft auswirken wird. Basis für die Prognosen ist vor allem die Reorganisation der Gruppe, die zu höheren Umsätzen im Inland, aber auch zu verminderten Personalweiterbelastungen führen wird.

Daneben wurde das Jahr 2022 durch die gemäß Verschmelzungsvertrag vom 29. September 2022 rückwirkend zum 1. Juli 2022 durchgeführte Verschmelzung der EWK Umwelttechnik GmbH, Kaiserslautern, (nachfolgend "EWK") beeinflusst. Die Gesellschaft ist im Anlagenbau auf dem Gebiet des Umweltschutzes tätig. Organisatorisch ist die EWK noch nicht in die Valmet GmbH integriert. Im Jahr 2022 werden voraussichtlich Umsatzerlöse in Höhe von T€ 7.750 und ein anteilig auf die EWK entfallendes Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 100 erzielt.

Es wird für 2022 für die Valmet GmbH insgesamt von einem Ergebnis vor "Concept Fee" in Höhe von T€ 4.300 ausgegangen. Somit wird eine "Concept Fee" in Höhe von T€ 750 bis T€ 1.000 an die Bereichszentrale abzuführen sein. Es wird mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von T€ 3.300 bis T€ 3.550 gerechnet.

Die Sparte EWK wird im Jahr 2023, entgegen dem Vorjahr mit nur sechs Monaten, mit Umsatzerlösen in zwölf Monaten zum Umsatz und Erfolg beitragen. Die Planungen für das Jahr 2023 gehen ansonsten von leichten Umsatzsteigerungen in allen Bereichen aus.

Für den Mitarbeiterbestand werden keine relevanten Veränderungen prognostiziert. Es wird angestrebt, die Mitarbeiterfluktuation durch intensivierte Fortbildungsmaßnahmen und Mitarbeiterbindungsprogramme auf unter 5 % zu reduzieren.

Nachdem sich die geographische Reorganisation der Valmet-Gruppe gefestigt hat, gehen wir für die Folgejahre von weiter moderat steigenden operativen Umsatzerlösen aus. Es wird von positiven Ergebnissen vor "Concept Fee" ausgegangen. Durch die Sparte EWK wird im Jahr 2023 ein zusätzlicher positiver Ergebniseffekt eintreten, da ein komplettes Jahr einbezogen ist. Die Ergebnisse vor Gewinnabführung werden steigen, da sich die "Concept Fee" nur unwesentlich verändern wird.

 

Darmstadt, den 16. Dezember 2022

Der Geschäftsführer

1 Vgl. Valmet Annual Review 2021; Business Lines, Seite 8.
2 Vgl. Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2021; Statistisches Bundesamt (Destatis 2021).
3 Vgl. Weltwirtschaftliche Lage 2021 ; https://de.statista.com/infografik/17818/iwf-prognos e-zur-weltwirtschaft/.
4 Vgl. Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2007 bis 2021 und Prognose des ifo-Instituts bis 2024 (preis-, saison- und kalenderbereinigt, gegenüber Vorjahr; Stand: September 2022); https://de.statista.com/.
5 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022; Pressemitteilung vom 13. April 2022; Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin.
6 Vgl. Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2007 bis 2021 und Prognose des ifo-Instituts bis 2024 (preis-, saison- und kalenderbereinigt, gegenüber Vorjahr; Stand: September 2022); https://de.statista.com/.
7 Vgl. Nachrichten der EUWID (10. November 2021); https://www.euwid-papier.de/news.
8 Vgl. Nachrichten der EUWID (13. Januar 2021) Jahrgang 95, Seite 5.
9 Vgl. "Lagerbestände der Druckereien reichen nicht aus" (boersenblatt.net vom 11. März 2022).

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 0,51 0,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  0,51 0,51
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 274.269,01 109.128,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.769,99 373.726,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.593,36 0,00
  716.632,36 482.854,55
III. Finanzanlagen    
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 927.937,74 960.126,88
  1.644.570,61 1.442.981,94
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 413.241,10 445.920,38
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.660.337,52 9.355.419,94
3. Waren 284.264,41 274.830,76
4. Geleistete Anzahlungen 4.161.606,84 3.133.142,32
  9.519.449,87 13.209.313,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.566.562,80 4.604.430,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.844.007,25 19.258.534,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 276.886,38 210.506,02
  22.687.456,43 24.073.470,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.929,77 101.372,34
  32.208.836,07 37.384.156,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.181,78 25.826,77
  33.928.588,46 38.852.965,14

Passiva

   
31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300.000,00
II. Kapitalrücklage 9.552.675,76 9.552.675,76
  10.852.675,76 10.852.675,76
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 2.399.724,00 2.408.347,00
2. Steuerrückstellungen 106.938,83 122.658,38
3. Sonstige Rückstellungen 5.249.415,07 3.783.274,34
  7.756.077,90 6.314.279,72
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.144.207,50 9.296.407,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 109.849,97 1.058.309,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.725.238,95 10.942.890,48
4. Sonstige Verbindlichkeiten 334.820,34 382.997,75
(davon aus Steuern € 271.531,23; Vorjahr € 282.853,06)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 16.902,61; Vorjahr € 26.423,15)    
  15.314.116,76 21.680.604,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.718,04 5.405,20
  33.928.588,46 38.852.965,14

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 54.813.248,21 46.823.544,30
2. Verminderung (-)/Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -4.695.082,42 6.826.609,33
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.075.170,37 1.067.911,07
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 6.288,87; Vorjahr € 0,00)    
  51.193.336,16 54.718.064,70
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -9.060.337,20 -13.438.066,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.066.613,75 -15.516.735,50
  -26.126.950,95 -28.954.801,72
5. Rohergebnis 25.066.385,21 25.763.262,98
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -16.257.831,62 -13.930.241,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.234.596,03 -2.260.667,95
(davon für Altersversorgung € 33.193,87; Vorjahr € 100.025,81)    
  -18.492.427,65 -16.190.909,30
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -203.523,34 -802.787,11
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.896.195,80 -7.704.608,31
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 14.372,40; Vorjahr € 4.968,23)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,65 3.961,55
(davon aus verbundenen Unternehmen € 16,65; Vorjahr € 3,72)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -78.806,82 -98.237,74
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 78.037,00; Vorjahr € 97.969,00)    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -26.679,00
12. Ergebnis nach Steuern 395.448,25 944.003,07
13. Sonstige Steuern -45.513,97 -32.355,33
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -349.934,28 -911.647,74
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Vorbemerkungen

Die Valmet GmbH, Darmstadt (im Folgenden "Valmet GmbH") ist im Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 5152 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 der Gesellschaft wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr 2020 erstmals eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Zwischen der Gesellschafterin Valmet Deutschland GmbH, Darmstadt, und der Gesellschaft besteht seit dem 10. April 1992 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den gesetzlichen Vorschriften; sie richtet sich nach folgenden Gesichtspunkten:

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Abschreibungen werden für alle Wirtschaftsgüter linear auf Grundlage von vorsichtig geschätzten individuellen Nutzungsdauern vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 werden seit 2018 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bis 2017 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 betrugen, in einem sogenannten Sammelposten im Jahr der Anschaffung aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von untergeordneter Bedeutung.

Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden wie folgt angesetzt:

Entgeltlich erworbene Rechte und Werte: 2 bis 5 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 4 bis 8 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital einschließlich der Guthaben aus Überschussbeteiligung bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den gewogenen durchschnittlichen Beschaffungspreisen angesetzt. Wertabschläge wegen Ungängigkeit wurden pauschal vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Handelsware wird zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Auf Handelsware (Analysegeräte und Ersatzteile) werden neben Abwertungen auf niedrigere Verkaufswerte auch Abwertungen wegen geringer Lagerumschlagshäufigkeit vorgenommen.

Leistungen aus dem Geschäftsbereich Automation Capital, für die die Projektverantwortung bei der Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland, (im Folgenden "Valmet AUT Oy") liegt, werden regelmäßig gegen Monatsende weiterbelastet und enthalten somit teilweise noch nicht weiterbelastete abgegrenzte Beträge. Die Weiterbelastungen führen nicht zu Umsatzerlösen, da die Endabrechnungen mit den Kunden zu Umsatzerlösen führen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von unverändert 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Gesellschaft saldiert bei Vorliegen einer Aufrechnungslage gemäß der §§ 387 ff. BGB Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines ihrer Restlaufzeit entsprechenden Rechnungszinses nach Maßgabe der Veröffentlichungen der deutschen Bundesbank auf Basis der RückAbzinsV nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die von Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen werden passivisch als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin Valmet Deutschland GmbH werden keine latenten Steuern bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 66.178,11 0,00 0,00 66.178,11
Geschäfts- oder Firmenwert 2.987.168,36 0,00 0,00 2.987.168,36
  3.053.346,47 0,00 0,00 3.053.346,47
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.089.033,27 191.295,99 0,00 1.280.329,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.731.863,86 230.411,80 53.558,42 1.908.717,24
3. Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.593,36 0,00 15.593,36
  2.820.897,13 437.301,15 53.558,42 3.204.639,86
III. Finanzanlagen        
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 960.126,88 0,00 32.189,14 927.937,74
  6.834.370,48 437.301,15 85.747,56 7.185.924,07
Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 66.177,60 0,00 0,00 66.177,60
Geschäfts- oder Firmenwert 2.987.168,36 0,00 0,00 2.987.168,36
  3.053.345,96 0,00 0,00 3.053.345,96
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 979.905,23 26.155,02 0,00 1.006.060,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.358.137,35 177.368,32 53.558,42 1.481.947,25
3. Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.338.042,58 203.523,34 53.558,42 2.488.007,50
III. Finanzanlagen        
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.391.388,54 203.523,34 53.558,42 5.541.353,46
Restbuchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 0,51 0,51
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
  0,51 0,51
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 274.269,01 109.128,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.769,99 373.726,51
3. Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.593,36 0,00
  716.632,36 482.854,55
III. Finanzanlagen    
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 927.937,74 960.126,88
  1.644.570,61 1.442.981,94

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden wegen Gängigkeitsrisiken abgewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse/unfertigen Leistungen betreffen überwiegend die Geschäftsbereiche Service der Sparten Automation und Paper. Sie enthalten einen Großauftrag in Höhe von T€ 2.529, der Mitte 2021 abgerechnet wurde. Im Vorjahr sind zwei Einzelaufträge in Höhe von T€ 7.040 enthalten, die Ende 2020 abgerechnet wurden. Abwertungen der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen aufgrund niedrigerer Marktwerte waren nicht notwendig.

Auf Handelswaren wurden, unverändert zum Vorjahr, Abwertungen wegen gesunkener Verkaufspreise und langer Lagerdauer in Höhe von T€ 279 vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen wurden ausschließlich an die Valmet AUT Oy geleistet. Diese stehen im Zusammenhang mit unter Führung der Valmet AUT Oy organisierten und noch nicht fertig gestellten Großaufträgen, für die in der Regel Kundenanzahlungen in ähnlicher Höhe angefordert werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Abwertungen für kundenbezogene und allgemeine Risiken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Forderungen gegen die Gesellschafterin    
aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) 488 0
Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen    
aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) 11.187 18.440
aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 6.169 819
  17.356 19.259
  17.844 19.259

Die Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen aus dem Finanzverkehr bestehen gegen die Valmet Oyj, Espoo/Finnland. Die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr bestehen mit T€ 5.682 gegen die Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland. Im Gegensatz zu Vorjahren wurden im Geschäftsjahr keine Abschlagszahlungen auf die Provisionen für den Geschäftsbereich Capital Sales geleistet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Vorsteuererstattungsansprüche Ausland 228 68
Mietkautionen 32 30
Übrige 17 113
  277 211

Mit Ausnahme der Mietkautionen sind die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Gesellschafterin ist die Valmet Deutschland GmbH, Darmstadt.

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.300 und ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Verschmelzungen und setzt sich wie folgt zusammen:

Jahr T€
Metso Paper Vertrieb GmbH, Pfungstadt 2002 132
Valmet Panelboard GmbH, Pfungstadt 2016 8.874
Valmet Automation GmbH, Leverkusen 2019 547
    9.553

Rückstellungen für Pensionen

Pensionsverpflichtungen bestanden zum Abschlussstichtag in Höhe von T€ 2.400 (Vorjahr T€ 2.408). Eine Saldierung mit den in den Finanzanlagen gesondert ausgewiesenen Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen ist nicht erfolgt, da die zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen nicht verpfändet und somit die gesetzlichen Voraussetzungen zur Saldierung der Pensionsrückstellungen mit Deckungsvermögen nicht erfüllt sind.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des Zehnjahresdurchschnittszinssatzes im Vergleich zum Siebenjahresdurchschnittszinssatz ergibt, ermittelt sich wie folgt.

7 Jahre
10 Jahre
Unterschiedsbetrag
Pensionsverpflichtung 31.12.2020 2.568.992 2.399.724 169.268
Pensionsverpflichtung 31.12.2019 2.587.179 2.408.347 178.832

Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden folgende sich verändernde Parameter verwendet:

Abzinsungssatz 2020
%
2019
%
Durchschnitt sieben Jahre 1,60 1,97
Durchschnitt zehn Jahre 2,31 2,71
erwartete Rentensteigerung 1,75 1,75

Die Steuerrückstellungen betreffen die vormalige Valmet Automation GmbH, die im Vorjahr rückwirkend zum 1. Januar 2019 auf die Gesellschaft verschmolzen wurde.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Personalverpflichtungen    
Abfindungen 911 60
Dienstjubiläen 852 683
Mitarbeiterboni 427 407
Noch nicht genommener Urlaub 316 334
Sonstige personalbezogene Rückstellungen 28 26
  2.534 1.510
Ausstehende Rechnungen für Waren und Dienstleistungen 1.350 1.128
Garantieleistungen 470 491
Kundenboni 351 177
Aufwendungen für Projektnacharbeiten 128 104
Übrige 416 373
  5.249 3.783

Die Kalkulation der Rückstellung für Dienstjubiläen erfolgte unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,60 % p.a. (Vorjahr 1,97 % p.a.). Zudem wurden, unverändert zum Vorjahr, eine künftige Entgeltsteigerung von 2,5 % p.a. sowie Standardwerte für geschlechterspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellung für Garantieleistungen enthält neben einzelfallbezogenen Risiken vor allem eine pauschale Rückstellung in Höhe von T€ 278 (Vorjahr T€ 245), die mit 1 % bzw. 2 % der Umsätze der Tätigkeitsbereiche kalkuliert wird.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Berichts- und des Vorjahres haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten zum Bilanzstichtag Kundenanzahlungen für Projekte, deren Fertigstellung erst im Folgejahr erfolgt ist. Sie enthalten einen Großauftrag in Höhe von T€ 2.398, der Mitte 2021 abgerechnet wurde. Im Vorjahr waren die Anzahlungen durch zwei Großprojekte, die im Jahr 2020 abgeschlossen wurden, erheblich beeinflusst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin    
aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 1.985 1.508
im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft 1.661 607
aus Gewinnabführung 350 912
aus dem Finanzverkehr (Cash-Pool) 0 5.683
  3.996 8.710
Verbindlichkeiten gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr 1.729 2.233
  5.725 10.943

In den Verbindlichkeiten gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr hauptsächlich Warenlieferungen und Serviceleistungen für Projekte enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten die folgenden Posten:

31.12.2020
T€
31.12.2019
T€
Steuerverbindlichkeiten (Lohnsteuer) 272 283
Kreditorische Debitoren 0 55
Übrige 63 45
  335 383

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach den folgenden Geschäftsbereichen:

2020
T€
2019
T€
Sparte Paper    
MIL (Service) 13.938 12.932
Rolls (Service) 5.511 7.826
Power 8.489 762
Provisionen (Capital Sales) 6.454 6.691
Weiterbelastete Personalaufwendungen 2.948 2.426
  37.340 30.637
Sparte Automation    
Service (Reparaturen, Ersatzteile, Wartung, After Sales) 9.233 9.245
Capital (Neuanlagen) 7.274 6.397
Sonstige 966 545
  17.473 16.187
  54.813 46.824

Die Capital Sales werden mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, erlöst. Die weiterbelasteten Personalaufwendungen resultieren aus erbrachten Dienstleistungen und betreffen ebenfalls überwiegend verbundene Unternehmen im Ausland.

Die Umsätze gliedern sich nach folgenden Märkten:

2020
T€
2019
T€
Inland 44.944 32.824
Ausland 9.869 14.000
  54.813 46.824

Der Anstieg der Inlandsumsätze steht im Zusammenhang mit den beiden im Jahr 2020 abgeschlossenen Großprojekten der Sparte Paper-Power und Paper-MIL-Service. Der Rückgang der Auslandsumsätze ist vor allem auf im Vorjahr abgeschlossene Projekte der Sparte Automation zurückzuführen, denen im Geschäftsjahr ein Anstieg der Aufträge im Inland gegenübersteht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2020
T€
2019
T€
Geldwerter Vorteil Kfz 837 717
Rückstellungsauflösung (periodenfremd) 124 262
Sonstige periodenfremde Erträge 103 68
Übrige 11 21
  1.075 1.068

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2020
T€
2019
T€
Kfz-Kosten 1.457 1.563
Kosten für Beratung und ähnliche Dienstleistungen * 1.236 1.354
EDV-Aufwendungen 910 834
Reisekosten 816 1.311
Miete und sonstige Raumkosten 679 658
Sonstige Personalaufwendungen 251 326
Aufwendungen für Gewährleistungen 55 74
Concept Fee 2 1.118
Übrige 490 467
  5.896 7.705

*: Ohne EDV-Aufwendungen.

Die Kosten für Beratung und ähnliche Dienstleistungen sowie die EDV-Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die regelmäßigen Belastungen von verbundenen Unternehmen im Rahmen von Serviceverträgen. Diese beinhalten neben Personalgestellungen und Dienstleistungen der Shared-Service-Center auch administrative Tätigkeiten von osteuropäischen verbundenen Unternehmen.

Die Reisekosten haben sich durch die Corona-Pandemie und die aus Vorsichtsgründen verminderte Reisetätigkeit erheblich reduziert.

Die Mieten und sonstigen Raumkosten resultieren überwiegend aus der Vermietung der Räumlichkeiten und Ausstattung durch die Gesellschafterin.

Die Aufwendungen für die überwiegend ergebnisabhängige Concept Fee resultieren aus Verträgen mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, und der Valmet Automation Oy, Helsinki/ Finnland. Die Aufwendungen sind aufgrund des im Jahr 2020 erwirtschafteten niedrigen Ergebnisses auf den Mindestbetrag gesunken.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag insgesamt auf T€ 2.022 mit Restlaufzeiten zwischen einem und vier Jahren.

2021
T€
Folgejahre
T€
Kfz und sonstige Miete 555 408
Büro- und Lagermiete    
Verbundene Unternehmen 408 238
Dritte 160 253
  1.123 899

Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Der Vorteil der Leasingverträge ("Operating Leasing") liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit aber keine Anzeichen gibt.

Mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden keine weiteren Pfand- oder ähnlichen Rechte zu Gunsten Dritter.

Die durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ergeben sich wie folgt:

2020 2019
Geschäftsbereich Paper 108 97
Geschäftsbereich Automation 58 54
  166 151

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Frank Merl, Pfungstadt, Kaufmann, Business Controller CEN.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da während des Geschäftsjahres nur ein Geschäftsführer bestellt war und von der Gesellschaft Gehalt bezogen hat.

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen vorgenommen worden.

Die Angaben zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind in den oben aufgeführten Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:

Seit dem Jahr 2021 werden die Geschäftsbeziehungen innerhalb des Valmet-Konzerns bzw. mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, sowie der Valmet Automation Oy, Helsinki/Finnland, neu geregelt. Insbesondere wird eine neue geographische Kundenzuordnung vorgenommen. Während vor allem Kostenerstattungen (Bereich Provision Capital Sales) zunehmend entfallen, werden unter anderem Ersatzteillieferungen an Kunden in Deutschland über die Gesellschaft abgewickelt.

Die Anfang 2020 eingetretene weltweite Corona-Pandemie, die die Entwicklung Deutschlands und Europas beeinflusst hat, setzte sich auch nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2021 fort. Neben den Warenströmen waren auch die Produktion und das Verbraucherverhalten betroffen. Die Auswirkungen haben sich zwischenzeitlich abgeschwächt. Bisher konnte die Gesellschaft keine relevanten Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit verzeichnen.

Anfang 2022 eskalierte der kriegerische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Der Ukrainekrieg führte neben Flüchtlingsströmen, Sanktionen und allgemeiner Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges sehr schnell zu stark gestiegenen Preisen für Energie und Rohstoffe. Die deutsche, die europäische und die weltweite Wirtschaft wurden deutlich negativ beeinflusst. In welchem Ausmaß diese negative Entwicklung im Jahr 2022 und ggf. darüber hinaus anhalten bzw. sich weiter entwickeln wird, ist nicht vorhersehbar. Die Gesellschaft rechnet für 2022 und 2023 neben steigenden Preisen mit keinen relevanten Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Valmet Oyj, Espoo/ Finnland, (größter und gleichzeitig kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlageberichtsind am Sitz der Valmet Oyj in englischer Sprache erhältlich.

 

Darmstadt, den 16. Dezember 2022

Frank Merl, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Valmet GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Valmet GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Valmet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 16. Dezember 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 19.12.2022 festgestellt.

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