Bonner Fahnenfabrik GmbHLiquidiert
53117 Bonn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Busch seit 24.7.2002 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bonner Fahnenfabrik GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008Bonner Fahnenfabrik GmbH, BonnAllgemeiner Überblick, GeschäftsverlaufDie deutsche Wirtschaft durchlief im Jahr 2008 nach zwei soliden Wachstumsjahren erstmals eine Periode konjunktureller Abschwächung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wies zwar im Jahresdurchschnitt noch ein verbliebenes Wachstum um 1,3 % (preisbereinigt) gegenüber dem Vorjahr auf. Dies lag allerdings zu einem nicht unwesentlichen Teil daran, dass die Industrie vielfach aufgrund noch ansehnlicher Auftragsbestände aus 2007 die Erzeugung bis in die Sommermonate hinein hoch halten konnte. Neubestellungen waren indessen schon seit der Jahreswende 2007/2008 spürbar rückläufig. Im Zuge der Eintrübung der Weltkonjunktur, begleitet durch eine weitere Verschärfung der internationalen Finanzkrise, beschleunigte sich im Herbst 2008 die Talfahrt der Geschäftsabschlüsse sowohl mit inländischen als auch mit ausländischen Kunden nochmals so drastisch, dass es im Produzierenden Gewerbe bereits zu verlängerten Betriebsferien um die Weihnachtszeit und zu ersten Maßnahmen von Kurzarbeit kam. Ausschlaggebend für die konjunkturelle Wende in Deutschland war, dass die für die deutsche Wirtschaft traditionell sehr wichtigen Impulse von der Exportseite (insbesondere: Automobil-Export) seit dem Frühjahr 2008 ausblieben. Ebenfalls bereits seit dem Frühjahr prägte zunehmende Vorsicht die unternehmerischen Investitionsplanungen. Als Konsequenz der Nachfrageabschwächung bestand einerseits kein Bedarf zur Erweiterung von Produktionskapazitäten. Zum anderen verschlechterten sich nach der Jahresmitte - bedingt durch die Finanzmarktkrise - die Finanzierungsbedingungen erheblich, wenn es auch keine Kreditklemme im Sinne einer allgemeinen angebotsseitigen Verknappung gegeben haben mag. Die Bonner Fahnenfabrik produziert und vertreibt ganz überwiegend textile Werbemittel für den Außeneinsatz (Fahnen, Spannbänder) und für Innendekorationswerbung individuell nach Kundenwünschen. In diesem Produktbereich werden ca. 95 % des Jahresumsatzes generiert. Nationalfahnen und Fahnen der Bundesländer sind von untergeordneter Bedeutung. Die allgemeine Investitionszurückhaltung spiegelte sich im Jahr 2008 schon frühzeitig auch bei der Ordertätigkeit für textile Werbemittel bei der Bonner Fahnenfabrik wider. Neubestellungen waren hier bereits ab der Jahreswende 2007/2008 rückläufig. In der ersten Jahreshälfte reduzierten sich die Auftragseingänge bereits um knapp 10 %, im zweiten Halbjahr sogar um 12,8 %, so dass mit 7,9 Mio. EUR zum Jahresende 2008 die Auftragseingänge des Vorjahrs (8,9 Mio. EUR) um 1 Mio. EUR (-11,28 %) verfehlt wurden. Die Umsatzerlöse gingen im Berichtszeitraum dementsprechend ebenfalls um 11 % zurück (von 9,48 auf 8,44 Mio. EUR). Die nachfolgenden Analysen berücksichtigen Bereinigungen einzelner Aufwands- und Ertragsposten um Sondereffekte. Die Betriebsleistung - einschließlich einer Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 214 - sank um 6,8 % auf 8,68 Mio. EUR (Vorjahr: 9,31 Mio. EUR). Der Materialkostenanteil zur Betriebsleistung reduzierte sich von 44,2 % (2007) auf 41,9 %. Bei um TEUR 104 reduziertem Personalaufwand stieg angesichts reduzierter Betriebsleistung der Personalkostenanteil zur Betriebsleistung von 42,2 % (2007) auf 44,1 % an. Löhne und Gehälter (80,7 % der Personalkosten) reduzierten sich um 4,35 %, im Wesentlichen bedingt durch einzelne Personalabgänge. Sozialaufwendungen einschließlich Altersversorgung (19,3 % der gesamten Personalkosten) gingen um 1,8 % zurück. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen wurden in 2008 um 18,2 % (TEUR 240) auf 1,08 Mio. EUR gemindert. Das Betriebsergebnis verbesserte sich gegenüber 2007 um TEUR 222 auf TEUR -317 und - nach Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses (TEUR -71) - das Geschäftsergebnis um TEUR 220 auf TEUR -388. Das Geschäftsjahr 2008 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von EUR -390.403,77 abgeschlossen. Investitionen in das Anlagevermögen der Gesellschaft beliefen sich im Berichtszeitraum auf knappe TEUR 20 und blieben nochmals deutlich hinter den Investitionen des Vorjahrs (TEUR 150) zurück. Nach Abschreibungen in Höhe von TEUR 433 ergab sich per 31. Dezember 2008 eine Minderung des Anlagevermögens um TEUR 414 auf nunmehr 2,014 Mio. EUR. Lage des UnternehmensDer Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2008 belief sich auf 1,0 Mio. EUR und lag damit um 7,6 % unter dem des Vorjahres. Entsprechend dem Umsatzrückgang um 11 % verringerte sich der Materialaufwand um 11,8 % (TEUR 485) gegenüber Vorjahr. Der Personalaufwand wurde um 2,6 % im Vergleich zu 2007 reduziert. Zum 1. Juli 2008 traten nach lang andauernden Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern tarifliche und betriebliche Vereinbarungen in Kraft, auf deren Grundlage die Mitarbeiter der Bonner Fahnenfabrik sich zur Leistung einer wöchentlichen gesonderten Mehrarbeit von 2,25 Std. verpflichteten, die bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen nicht zusätzlich zu vergüten ist. Hierdurch wurde die Möglichkeit eröffnet, eine Vielzahl positiver, für die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Effekte zu erzeugen: Intensivierung der Kundenpflege und anderer Vertriebsaktivitäten zur Steigerung von Auftragseingang und Umsatz; Beschleunigung des Produktionsdurchlaufs und Ausschussreduzierung zur Verringerung von Lieferzeiten und Stückkosten. Das Zusammenwirken aller dieser Potenziale ließ eine nachhaltige Ergebnisverbesserung erwarten. Die erste Umsetzungsphase dieses Konzepts fiel mit der sich zum Herbst 2008 hin rasch verschärfenden Wirtschaftskrise zeitlich zusammen. Unmittelbar spürbarer Nachfrageeinbruch im Bereich Werbung/Werbeartikel hatte deutliche Auftragsrückgänge zur Folge. Gesonderte Mehrarbeit mit ihren genannten Potenzialen konnte in dieser Zeit, in der von anderen Unternehmen bereits die staatlich geförderte Kurzarbeit in größerem Umfang in Anspruch genommen wurde, ihre grundsätzlich unbestreitbaren Vorteile nicht ausspielen. Statt einer geplanten Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2008 gab es für die Bonner Fahnenfabrik eine beschleunigte Talfahrt, die im Ergebnis für 2008 zu dem Jahresfehlbetrag von TEUR -390,4 führte. Nach nunmehr einigen Verlustjahren in Folge ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 insgesamt als schwierig zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote liegt zwar noch bei 40 %, die aus der fortgesetzt schlechten Ertragslage in Verbindung mit der laufenden Tilgung der Bankdarlehen resultierenden Mittelabflüsse erschweren jedoch zunehmend die Finanzierung. Dies führte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer verstärkten Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten. Insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden Wirtschaftskrise erscheinen zum Stichtag Restrukturierungsmaßnahmen als unumgänglich. Voraussichtliche EntwicklungIn Reaktion auf die beschriebene schwierige wirtschaftliche Gesamtsituation der Bonner Fahnenfabrik wurden bereits im Dezember 2008 einige Sofortmaßnahmen zur Optimierung des Einkaufs ergriffen, die zu jährlichen Einsparungen von TEUR 50-60 führen werden. Darüber hinaus wurde dazu übergegangen, durch Reduzierung der gesamten Lagerbestände die Kapitalbindung zu verringern. In den Monaten April und Mai 2009 hat die Geschäftsführung dann ein Restrukturierungskonzept erarbeitet, das sich auf nahezu sämtliche betrieblichen Abläufe erstreckt. Dieses Konzept umfasst zunächst diverse, sofort verwirklichte bzw. eingeleitete Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs von Gas, Wasser und elektrischem Strom in der Produktion, die - unter Zugrundelegung der tatsächlichen bzw. voraussichtlichen Verhältnisse - weitere Kostenminderungen von mindestens TEUR 25 pro Jahr ergeben werden. Im Mittelpunkt des Konzepts stehen jedoch Effizienzsteigerungen durch Umstellungen in der Produktion, denn in der Zukunft erwartet die Bonner Fahnenfabrik in ihrem Produktbereich eine durch die technologische Entwicklung beschleunigte Hinwendung zu Digitaldruckverfahren auf textilen Trägermaterialien und eine wachsende Substitution des Siebdrucks. Mit dem im März 2009 begonnenen Einsatz einer Digitaldruckmaschine der neuesten Generation verdeutlicht die Bonner Fahnenfabrik ihre Vision schneller und kostengünstiger Herstellung von "flags an demand" im unteren und mittleren Losgrößenbereich und sieht sich insoweit für die künftige Entwicklung des für sie relevanten Marktes gut aufgestellt. Neben weiteren, für Ende 2009 vorgesehenen Effizienzverbesserungen durch Ausweitung der Automation in der Fertigung gehört auch eine völlige Neuorganisation des Vertriebs zu dem genannten Konzept. Darüber hinaus ist vorgesehen, eine Reihe von bereits identifizierten Möglichkeiten zur Erweiterung des Angebots der Bonner Fahnenfabrik durch neuartige Produkte konsequent zu verfolgen. Das Restrukturierungskonzept enthält insbesondere verschiedene personalwirtschaftliche Maßnahmen, zu denen neben Personalabbau im Zusammenhang mit den Umstellungen in Produktion und Vertrieb auch diverse Mitarbeiterbeiträge gehören. Alle diese Maßnahmen sind bereits durchgeführt bzw. fest vereinbart. Sie werden insgesamt - nach Saldierung mit den zusätzlichen Aufwendungen aller Art aus der Restrukturierung - zu Kosteneinsparungen in Höhe von annähernd TEUR 200 noch im Geschäftsjahr 2009 führen; ab 2010 wird die jährliche Ergebnisverbesserung hieraus noch deutlich höher ausfallen. Zum Konzept gehört eine mit der Absatz,- Produktions- und Personalplanung abgestimmte integrierte Ertrags-, Vermögens- und Finanzplanung für die Geschäftsjahre 2009 bis 2011. Als wesentliche Annahmen sind Umsatzerwartungen von ca. 7,7 Mio. EUR für 2009 sowie je ca. 7,6 Mio. EUR für 2010 und 2011 zu nennen. Hierbei sind vorsichtigerweise keinerlei Erhöhungen im Zusammenhang mit etwaigen neuen Produkten oder der beabsichtigten Verbesserung der Vertriebsleistung allgemein berücksichtigt. Sämtliche in der Planung angesetzten Aufwendungen sind, unter Berücksichtigung sowohl der Erfahrungen aus der Vergangenheit als auch der genannten Restrukturierungsmaßnahmen detailliert und vorsichtig ermittelt. Dasselbe gilt für die zusätzlichen Annahmen zur Bilanz- bzw. Liquiditätsplanung. Aus den integrierten Planungsrechnungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 noch einmal ein Jahresfehlbetrag von ca. TEUR -440, für die Jahre ab 2010 werden nachhaltige Jahresüberschüsse - zunächst im niedrigen dreistelligen Bereich - erwartet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist danach während des gesamten Planungszeitraums bis Ende 2011 gesichert. Etwaige Liquiditätsengpässe sind durch Finanzierungszusagen von Dritter Seite bzw. der Hausbank ausreichend abgedeckt. Wesentliche Chancen und RisikenAls Hersteller anspruchsvoller gedruckter Textilwerbemittel ist die Bonner Fahnenfabrik im Markt bekannt und anerkannt. Zu ihren Kunden gehören viele namhafte Markenunternehmen, vornehmlich aus dem Konsumgüterbereich, sowie staatliche und halbstaatliche Institutionen. Es gibt keine einseitige Abhängigkeit von einem oder einzelnen Größtkunden. Absolut dominant für die mittelfristige Entwicklung der Bonner Fahnenfabrik - und Ihrer gesamten Branche - wird allerdings die konjunkturelle Entwicklung und insbesondere das Ausmaß und die Fortdauer der anhaltenden und seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beispiellosen Wirtschaftskrise wirken. Diesem Szenario haben sich alle Unternehmensstrategien bis auf Weiteres unterzuordnen und anzupassen. Hier liegen auch für die Bonner Fahnenfabrik die konkreten - im Extremfall bestandsgefährdenden - Risiken für die künftige Entwicklung insbesondere der Ertrags- und Finanzlage. In früheren konjunkturschwachen Zeiten teilte sich der Markt regelmäßig auf in solche Kunden, die extreme Einsparungen im Bereich Werbung vornahmen, einerseits und solche, die gerade in jener Schwächephase ihre Werbeaktivitäten deutlich verstärkten, andererseits. Das führte bei der Bonner Fahnenfabrik meist zu einer gewissen ausgleichenden Wirkung in der Auftragslage bei Werbefahnen. In der derzeitigen Wirtschaftskrise steht hingegen die Masse der Unternehmen unter einem so eindeutigen Sparzwang, dass es zu massiven Streichungen der Werbebudgets für sie keine Alternative gibt. Der Nachfrageeinbruch und deutliche Auftragsrückgang bei Werbefahnen ist daher unmittelbar der allgemeinen Wirtschaftskrise geschuldet. So überaus schnell der Auftragseingang an Werbefahnen bei der Bonner Fahnenfabrik bereits im Herbst 2008 krisenbedingt einbrach, so rasch wird umgekehrt bei Erholung der Konjunktur die Nachfrage nach Werbung - und somit auch nach Werbefahnen und sonstigen textilen Werbemitteln - anspringen und die Auftragseingänge bei der Bonner Fahnenfabrik steigern. Dann wird sich zeigen, dass die Bonner Fahnenfabrik die Phase der Krise wirkungsvoll zur eigenen Restrukturierung genutzt hat. Wann dies sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar, so dass hier Chancen und Risiken nahe beieinander liegen.
Bonn, im August 2009 Bonner Fahnenfabrik GmbH gez. Dr. Uwe Busch, Geschäftsführer BilanzBonner Fahnenfabrik GmbH, BonnJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008AKTIVA
Jahresabschluss für das GeschäftsjahrBonner Fahnenfabrik GmbH, BonnJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008
AnhangBonner Fahnenfabrik GmbH, BonnJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 20081. Gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Bonner Fahnenfabrik GmbH ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. 2. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften in § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens - mit Ausnahme des Verwaltungsgebäudes - erfolgt seit 1998 nach der linearen Methode. Das Verwaltungsgebäude wird gemäß § 7 Abs. 5 EStG abgeschrieben. Zugänge der technischen Anlagen und Maschinen von 1993 bis 1996 sowie Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung von 1993 bis 1997 wurden nach der degressiven Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungswerten bis zu je EUR 150,00 wurden in voller Höhe gemäß § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben, für solche mit höheren Anschaffungswerten bis zu jeweils EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der gemäß dieser Vorschrift über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und der notwendigen Fertigungsgemeinkosten. Soweit erforderlich, erfolgten Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich mit ihrem Nominalbetrag. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen ausgebucht. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung eines Zinsfußes von 6 % gebildet. Der Ermittlung dieser Rückstellung liegen die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zugrunde. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Abgesehen von den durch Änderungen im EStG ausgelösten Anpassungen der Abschreibungsmethoden für die Sachanlagen, sind die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr unverändert. 4. Anlagevermögen Anlagenspiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB
5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 689 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 511 sowie sämtliche übrigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.016 durch Grundschuldeintragungen im Erbbaugrundbuch besichert. Weitere Sicherheiten bestehen, außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen ein Erbbaurechtsvertrag und ein Mietvertrag mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2020. Die jährlich zu zahlenden Beträge an Erbbau- und Mietzins belaufen sich auf ca. TEUR 146. Aus zwei Maschinenleasingverträgen, die im Februar bzw. im August 2012 auslaufen, ergeben sich darüber hinaus jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von netto insgesamt TEUR 80. 7. Mitarbeiterzahl ohne Auszubildende im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 53 (Vorjahr: 55) gewerbliche Mitarbeiter und 36 (Vorjahr: 38) Angestellte beschäftigt. 8. Geschäftsführung
Bonn, den 11. August 2009 Bonner Fahnenfabrik GmbH gez. Dr. Uwe Busch, Geschäftsführer Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 30. September 2009 den Jahresabschluss 2008 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 390.403,77 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Bonn, den 30. September 2009 Bonner Fahnenfabrik GmbH gez. Dr. Uwe Busch, Geschäftsführer Der vorstehende nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss 2008 ist zur Offenlegung bestimmt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bonner Fahnenfabrik GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in 'Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bonn, den 29. September 2009 BDO
Deutsche Warentreuhand
gez. ppa. Brings, Wirtschaftsprüfer gez. Hanses, Wirtschaftsprüfer |
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