Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 722868
Vorher
Blitz 07-458 GmbHLPW-Reinigungssysteme GmbH
Eingetragen
26.2.2007
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Herstellung und Vertrieb von Anlagen und Apparaten für die industrielle Teilereinigung einschließlich aller Anlagen für die Ver- und Entsorgung sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Konzok
seit 16.2.2021
Prokura
Claudia Stehlig
seit 16.2.2021
Prokura
Christian Koblenzer
seit 16.2.2021
Prokura
Gerhard Koblenzer
seit 7.5.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
24.750 €
99.00%
Germany
250 €
1.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LPW Reinigungssysteme GmbH

Riederich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der LPW Reinigungssysteme GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Die LPW Reinigungssysteme GmbH ist Hersteller hochwertiger Systeme und Verfahrenstechnologien in der industriellen Reinigungstechnik sowie in Prozessen, die sich mit der Herstellung und Aufrechterhaltung von technischer Sauberkeit befassen. Unsere Produkte und Dienstleistungen kommen zum einen im Umfeld des Maschinenbaus, in der allgemeinen teileproduzierenden Industrie sowie der klassischen Automobilindustrie zum Einsatz. Der Schwerpunkt liegt jedoch in dem Unternehmensbereich High Purity, der sich mit jenen Branchen und deren Prozessen auseinandersetzt, die deutlich höhere und anspruchsvollere Anforderungen an den Grad der technischen Sauberkeit in den Produktionsprozessen haben. Dazu gehören u.a. die Medizintechnik, die optische und die Halbleiter-Zulieferindustrie.

LPW bietet sowohl Standardlösungen als auch angepasste kundenspezifische Lösungen zur Optimierung von Produktionsprozessen. Wir verbinden bewährte Reinigungs- und Trocknungsverfahren mit neuen, hochmodernen Technologien und entwickeln so Lösungen, welche die Prozessanforderungen in Bezug auf unerwünschte Verunreinigungen (partikulär, organisch oder biologisch oder auf der Ebene atomarer Restlagen) unserer Kunden meist noch übertreffen. Schlüssel dazu sind unter anderem unsere hermetisch geschlossenen Prozesskammern, die störende Umgebungseinflüsse komplett ausschließen. Die Kombination physikalischer Faktoren wie Druck, Vakuum, Sprühtechnik und Strömungsdynamik eröffnen weitere Möglichkeiten und optimieren so den gesamten Prozess. Intelligente Verfahrenstechnik in Verbindung mit der Kunden-Expertise stellt ein wesentliches Element unserer kontinuierlichen F&E-Arbeit dar.

Technologiesprünge und neue Fertigungsmethoden und -verfahren in vielen Industriebereichen sorgen tendenziell für steigende Anforderungen an die technische Sauberkeit von Produkten und deren Herstellungs- und Handlingsprozessen, auch auf den Kern-Auslandsmärkten in Nordamerika und Asien. Das führt auch weiter zu einem deutlichen Anstieg des Marktvolumens und wachsendem Exportanteil.

Die LPW Reinigungssysteme GmbH betreibt eine konsequente Diversifizierung in Branchen und regionale Märkte. Die sehr enge Zusammenarbeit der LPW Reinigungssysteme GmbH mit den Partnern der Surface Alliance schafft die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Marktbearbeitung auch auf spezifischen Auslandsmärkten in Europa, Nordamerika und in Asien.

Der Nachfragerückgang an Investitionsgütern in der klassischen Automobilindustrie und die problematische Auftragslage im Maschinenbau beeinflussen auch weiterhin indirekt die Aktivitäten der LPW stark. Das ist stark an dem Rückgang der Anfragen mittlerer und kleiner Unternehmen festzustellen.

Der Wettbewerbsdruck der Vorjahre hält auf weiterhin sehr hohem Niveau an. Gerade jene Wettbewerber aus dem deutschsprachigen Raum, deren Kernkompetenz in hohem Maße auf den Erfahrungen der Automobilindustrie und deren Zulieferern beruht, haben in den vergangenen zwei Jahren den Nachfrage- und Auftragsrückgang gespürt und ihre Aktivitäten speziell in den High-Purity-Geschäftsfeldern deutlich verstärkt.

Die Anpassung und Optimierung der Produktpalette sowie der Ausbau der Fähigkeiten auf spezielle Kundenbedürfnisse eingehen zu können, hat der LPW Reinigungssysteme GmbH in hohem Maße geholfen, in diesem schwierigen Marktumfeld zu bestehen und die eigenen Ziele autonom weiterverfolgen zu können. Auch der Ausbau der erweiterten Dienstleistungs- und Beratungsangebote im Umfeld der Serviceaktivitäten, zum Beispiel durch die Business-Unit Applikations-Engineering, trägt stark zur hohen Akzeptanz des LPW-Portfolios bei.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

a. Auftragseingang

Die Gesellschaft hat im gesamten Jahr 2023 eine Projekt- und Anfragetätigkeit auf hohem Niveau verzeichnet, die sich im zweiten Halbjahr auch spürbar im Auftragseingang widergespiegelt hat.

Die LPW Reinigungssysteme GmbH verfügte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 über einen Auftragsbestand von ca. 14,1 Mio €, zu dem im ersten Halbjahr 2024 ca. 3,8 Mio € hinzukamen. Insgesamt erwartet das Unternehmen erneut einen Auftragseingang von insg. ca. 10 Mio € in 2024 (zum Vergleich AE 2023: 13,4 Mio €). Der Auftragsbestand setzt sich zusammen aus Bestellungen von Kunden aus dem Inland und dem Ausland und ist auch diversifiziert auf verschiedene Branchen.

b. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Steuerung der Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

c. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.

Das Stammkapital beträgt unverändert 100 TEUR. Das Eigenkapital insgesamt erhöhte sich durch das Jahresergebnis um 282,7 TEUR. Eine Ausschüttung findet nicht statt. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 36,0 %.

Im Berichtsjahr haben die Investitionen die Abschreibungen überstiegen und in der Folge erhöhte sich der Buchwert des (Sach-)Anlagevermögens von 1.019 TEUR im Vorjahr auf 1.458 TEUR zum 31.12.2023. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Neubeschaffung eines Reinraums im LPW-Test- und Dienstleistungszentrum sowie der zugehörigen Infrastruktur zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber 2022 von 3.034 TEUR auf 4.058 TEUR deutlich gestiegen, was insbesondere auf die hohen Umsätze des 4. Quartals, insbesondere im Dezember, zurückzuführen ist.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist gut und die Gesellschaft war im Berichtsjahr zu jeder Zeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

d. Ertragslage

Der Umsatz der LPW Reinigungssysteme GmbH hat sich im Berichtsjahr mit 20,0 Mio € gegenüber dem Vorjahresumsatz um rund 10% erhöht. Der Umsatzanstieg lag damit über der prognostizierten Entwicklung, was insbesondere auf normale Schwankungen bei der Umsetzung von Großprojekten zurückzuführen ist.

Starke Auswirkungen auf die Ertragslage hatten die in 2023 deutlich gestiegenen Personalkosten sowie ein leicht erhöhter Materialkostenanteil. Die Gesamtbetriebsleistung lag mit 18,59 Mio € um 5 % über dem Vorjahresniveau.

Der Materialaufwand ist im Jahr 2023 relativ konstant geblieben. Auch die Liefer- und Fertigungszeiten sind deutlich gesunken. Die Materialaufwendungen sind um ca. 11,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Prozentual zur Betriebsleistung ist die Relation mit ca. 54,6 % schlechter als im Vorjahr (51,7 %). Zum Teil ist das jedoch auf höhere Nachlässe bei den Verkaufspreisen zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist um 6,6 % absolut höher als 2022, was im Wesentlichen auf deutlich höhere Gehaltsanpassungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um fast 3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Der Jahresüberschuss liegt mit 283 TEUR um rund 196 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahres.

Die EBIT-Marge hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 3,37 % (2,05 % in 2022) verbessert. Die LPW Reinigungssysteme GmbH hat damit die Ergebniserwartungen in 2023, unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, erfüllt.

3. Prognosebericht

a. Chancen

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag sorgt in Verbindung mit den bisher in 2023 erhaltenen Aufträgen im Geschäftsjahr 2024 für eine gute Auslastung, auch perspektivisch in 2025. Das erste Halbjahr 2024 war geprägt durch ein sehr hohes Aktivitätsniveau bei den Anfragen und einer Zurückhaltung bei den tatsächlichen Investitionen. Die Erwartung an die Betriebsleistung ist auf dem Niveau des Vorjahrs. Die Service- und Dienstleistungsumsätze sind stabil mit einer leichten Tendenz anzusteigen.

b. Risiken

Die Risiken wie auch die Chancen sind weiter hoch und weder in ihrem zeitlichen Eintreffen noch in ihrer Stärke kalkulierbar. Die grundlegenden technologischen und branchenabhängigen Veränderungstendenzen sind deutlich in Art und mittelfristigem Umfang erkennbar und werden in der Unternehmensausrichtung und -planung umfassend berücksichtigt.

Kritisch sind aktuell die Einflüsse durch eine weiterhin spürbare rezessive Stimmung in wesentlichen Branchen, die sich gerade auf die Nachfrage durch kleinere und mittlere Unternehmen auswirkt. Das betrifft in vergleichbarer Form die Märkte in Asien und Nordamerika. Hinzu kommen zunehmend politische Unwägbarkeiten, wie zum Beispiel die Präsidentschaftswahlen in der Vereinigten Staaten im November.

Tendenziell ist zudem festzustellen, dass die einzelnen Aufträge deutlich höhere Umsatzanteile tragen und sehr kundenspezifische Lösungen erfordern. Das hat Auswirkungen auf die Auftragsabwicklung und verursacht starke Schwankungen bei der Kapazitätsbindung.

Eine Prognose über Dauer und Stärke der negativen Auswirkungen lässt sich seriös auch weiterhin nicht erstellen. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2023 und 2024 auf den Kernmärkten in Europa, Asien und Nordamerika lässt sich auch weiter nur schwer prognostizieren. Klar ist jedoch, dass der Fokus weiterhin auf den neuen Geschäftsfeldern, wie z.B. der Halbleiterindustrie, der Sensor- und Analsysegerätetechnik, der Anwendungen im Umfeld neuer Mobilitätskonzepte oder auch bei Lösungen für die Anforderungen bei Additiven Fertigungsverfahren liegen muss.

Die generelle Zurückhaltung der Industrie bei der Beschaffung von Investitionsgütern wirkt sich jedoch nicht auf die Anfrage- und Projekttätigkeit aus, die Auftragsvergaben verzögern sich jedoch auch weiterhin spürbar.

Eine Gefahr von wesentlichen Forderungsausfällen sehen wir aktuell nicht.

Der sehr gute Auftragsbestand des Unternehmens für das Jahr 2024, der bereits gute Bestand für 2025 sowie eine positive Auftragserwartung für die folgenden Monate lassen weiterhin eine optimistische Sicht auf den weiteren Geschäftsverlauf in 2024 und 2025 zu. Der Lieferzeitdruck nimmt ab, während der Preisdruck durch den Wettbewerb zunimmt. Dieser Druck entsteht vor allem durch die schlechte Auslastung in der Branche und durch die weiterhin bestehende fachliche Unsicherheit in den neuen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen hat auch in diesem Jahr keine nennenswerten Auftragsverluste zu verzeichnen.

c. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

Die mittelfristige Entwicklung der Gesellschaft wird weiterhin positiv gesehen. Dennoch sind die Jahre 2024/25 weiterhin durch starke Schwankungen beim Auftragseingang sowie dem Preisdruck nur schwer kalkulierbar.

Wir erwarten für das Jahr 2024 aufgrund der oben beschriebenen Auftragslage bei leicht sinkenden Umsätzen eine stabile Betriebsleistung und somit einen EBIT auf Vorjahresniveau. Daran sind die mittelfristige Personalplanung und Organisationsstruktur des Unternehmens auszurichten. Das erfordert die Fortsetzung der Personalbindungsmaßnahmen sowie der Aktivitäten, den eigenen Nachwuchs zu gewinnen und auszubilden.

 

Riederich, den 26. Juli 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.527.011,76 1.106.711,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 58.961,00 78.328,00
II. Sachanlagen 1.458.425,00 1.018.758,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.387,00 12.114,00
2. technische Anlagen und Maschinen 734.494,00 476.198,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 708.532,00 530.446,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.012,00
III. Finanzanlagen 9.625,76 9.625,76
1. Beteiligungen 9.625,76 9.625,76
B. Umlaufvermögen 7.178.277,68 7.295.932,00
I. Vorräte 1.945.320,31 3.116.647,92
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.798.619,74 4.521.831,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.226.378,72 4.172.163,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 982.104,82 874.918,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.578,65 7.120,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.984,51 20.222,48
Aktiva 8.738.273,95 8.422.866,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.134.763,39 2.852.079,32
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 2.752.079,32 2.665.496,73
III. Jahresüberschuss 282.684,07 86.582,59
B. Rückstellungen 430.796,91 278.891,90
C. Verbindlichkeiten 5.172.713,65 5.291.895,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.466.195,73 3.197.377,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.007.870,24 1.521.264,85
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.458.325,49 1.676.110,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 765.000,00 765.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 765.000,00 765.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 941.517,92 1.329.517,93
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 941.517,92 1.329.517,93
Passiva 8.738.273,95 8.422.866,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.246.548,98 8.689.413,13
2. Personalaufwand 5.551.214,15 5.205.970,17
a) Löhne und Gehälter 4.627.321,01 4.331.410,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 923.893,14 874.559,71
davon für Altersversorgung 46.673,87 44.912,11
3. Abschreibungen 187.213,62 198.963,28
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 187.213,62 198.963,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.835.669,01 2.919.850,74
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 451,13
5. Erträge aus Beteiligungen 25.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.524,62 4.788,61
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 294.304,26 234.947,62
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.181,46 36.592,98
9. Ergebnis nach Steuern 300.491,10 97.876,95
10. sonstige Steuern 17.807,03 11.294,36
11. Jahresüberschuss 282.684,07 86.582,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

LPW Reinigungssysteme GmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Davon-Vermerke werden teilweise auch im Anhang erläutert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: LPW Reinigungssysteme GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Riederich
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 722868

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Verrechnungsvorschriften des § 246 HGB wurden beachtet.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Einzelne Positionen werden wie folgt bewertet.

Anlagevermögen

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.520,08 13.336,28 134.727,36 32.703,28 58.961,00 78.328,00
-14.168,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 194.520,08 13.336,28 134.727,36 32.703,28 58.961,00 78.328,00
-14.168,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.811,13 2.424,13 727,00 11.387,00 12.114,00
2. technische Anlagen und Maschinen 786.899,31 381.027,85 330.886,36 53.546,25 734.494,00 476.198,00
-102.546,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 929.662,66 547.543,09 362.169,92 100.237,09 708.532,00 530.446,00
-406.503,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.012,00 0,00 4.012,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.730.373,10 932.582,94 695.480,41 154.510,34 1.458.425,00 1.018.758,00
-509.050,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 9.625,76 0,00 9.625,76 9.625,76
Summe Finanzanlagen 9.625,76 0,00 9.625,76 9.625,76
Summe Anlagevermögen 1.934.518,94 945.919,22 830.207,77 187.213,62 1.527.011,76 1.106.711,76
-523.218,63

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis 800,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. ggfs. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Entfallen die Gründe für die Wertminderung, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, ggf. zum niedrigeren Stichtagspreis bewertet. Der Umfang der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse richtet sich nach § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch aktivisch abgesetzte Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
TEUR
davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.058 0 3.034 0
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(davon gegen Gesellschafter) 0 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.169 982 1.138 875
Summe 5.227 982 4.172 875

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, unverändert zum Vorjahr, ein an die Geschäftsführung gewährtes Darlehen in Höhe von 125.000,00 Euro, welches mit 3,5% p.a. verzinst wird.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt Euro 100.000,00 und ist voll einbezahlt

Gesellschafter/-in: Euro %
HEMO GmbH, Ötisheim 40.000,00 40,0
Gerhard Koblenzer, Nürtingen 51.000,00 51,0
Dieter Göller, Neuhausen 9.000,00 9,0
100.000,00 100,0

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2023
EUR
Inanspruchnahme
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand zum 31.12.2023
EUR
Gewerbesteuer 12.836,00 4.254,00 0,00 25.005,00 33.587,00
Körperschaftssteuer incl. SolZ 26.967,90 26.967,90 0,00 32.427,50 32.427,50
Montagen 10.000,00 10.000,00 0,00 15.000,00 15.000,00
Provisionen 135.360,00 117.886,00 0,00 156.756,97 174.230,97
Personalkosten 23.175,00 23.175,00 0,00 78.994,00 78.994,00
Urlaubsrückstellung 24.553,00 24.553,00 0,00 48.557,44 48.557,44
Abschluss und Prüfung 36.000,00 36.000,00 0,00 38.000,00 38.000,00
Aufbewahrung von Unterlagen 10.000,00 10.000,00 0,00 10.000,00 10.000,00
Summe 278.891,90 252.835,90 0,00 404.740,91 430.796,91

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 3.466,2 2.007,9 908,3 550,0
Vorjahr 3.197,4 1.521,3 926,1 750,0
aus Lieferungen und Leistungen 826,1 826,1 0,0 0,0
Vorjahr 1.093,3 1.093,3 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 765,0 765,0 0,0 0,0
Vorjahr 765,0 765,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 115,5 115,5 0,0 0,0
Vorjahr 236,3 236,3 0,0 0,0
Summe 5.172,8 3.714,5 908,3 550,0
Vorjahr 5.292,0 3.615,9 926,1 750,0

Gesellschafterdarlehen

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Darlehen der Gesellschafter sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und teilen sich wie folgt auf:

HEMO GmbH Euro 601.000,00
Dieter Göller Euro 124.000,00
Gerhard Koblenzer Euro 40.000,00

Die Darlehen werden mit 5% bzw. 6% p.a. verzinst.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Versicherungsentschädigungen auf Grund des Brandes in Höhe von TEUR 580.0 (Vorjahr TEUR 0,0), Beteiligung an den durch den Brand entstandenen Schaden durch den Vermieter in Höhe von TEUR 53,6 (Vorjahr TEUR 0,0), Kfz-Nutzungen in Höhe von TEUR 50,6 (Vorjahr TEUR 35,5) sowie Forschungszulagen in Höhe von TEUR 17,2 (Vorjahr TEUR 32,3).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Kfz- und EDV-Leasingverträgen in Höhe von rund TEUR 133 sowie aus Mietverhältnissen in Höhe von TEUR 198.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 83,25 Arbeitnehmer beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Gerhard Koblenzer

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Eigenkapital
EUR
Ergebnis
EUR
Inline UG 50,00% 111.188,42 € 15.414,61 €

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 282.684,07 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu erwarten ist.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Riederich, den 26 Juli 2024

Gerhard Koblenzer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LPW Reinigungssysteme GmbH, Riederich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LPW Reinigungssysteme GmbH, Riederich - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LPW Reinigungssysteme GmbH, Riederich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 26. Juli 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

Peter Schill, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer

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