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55118 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 42921
Vorher
ABBI Waiblingen GmbH Personalservice(S)tegIN GmbH7(S) Inkasso GmbH7 (S) AAnderSSon GmbH7(S) AAnderSSon GmbHPharma Concept (S)olutions GmbHStegpharm GmbH
Eingetragen
17.1.2001
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit nicht elektrischen Haushaltsgeräten, Haushaltswaren aus Metall sowie sonstigen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern a. n. g.
Gegenstand
Geändert, nun: Der Groß- und Einzelhandel mit Waren jeglicher Art mit und ohne Lager, sowie Sortierung, Verteilung und Zustellung von Waren jeder Art einschließlich Handelshilfsleistungen und Qualitätskontrollen. Der Handel mit Waren und Erzeugnissen, die hierzu einer besonderen Genehmigung bedürfen, ist ausgeschlossen. Die Gesellschaft kann auch Arbeitnehmerüberlassung betreiben.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Peters
seit 28.12.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Herwarth Brune
seit 8.6.2016
Geschäftsführer
Thomas Stratmann
seit 25.6.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: ManpowerGroup Deutschland GmbH)

Frankfurt am Main (vormals: Eschborn)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

A. Grundlagen des Konzerns

Die ManpowerGroup ist in Deutschland seit 1965 im Bereich der Personaldienstleistungen tätig und zählt seither in dieser Branche zu den führenden Unternehmen. Als "Workforce Solutions Company" ist die ManpowerGroup in den Bereichen Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Training, Consulting, Outsourcing, Solutions und IT-Services tätig. Die ManpowerGroup verfügt über ein breites und tiefes Angebotsportfolio und zählt zu den Top 3 der Personaldienstleistungsbranche in Deutschland (s. Lünendonk). Die ManpowerGroup ist einer der bevorzugten Anbieter in der Abwicklung großer und personalintensiver Projekte.

Am 25. September 2017 wurde durch das Tochterunternehmen Proservia Field Services GmbH ein weiteres IT Outsourcing Geschäft mit der ES Field Delivery Deutschland GmbH (DXC Technology Gruppe), Böblingen, abgeschlossen, und mit Wirkung ab dem 01. November 2017 wurden 245 IT-Service Mitarbeiter von dieser Gesellschaft übernommen."

B. Wirtschaftsbericht

(1) Gesamtwirtschaftliche Lage

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2% höher als im Vorjahr (+1,9%) 1. Dies führte zu einem Anstieg der Beschäftigung und somit ebenfalls zu einer erhöhten Nachfrage nach Zeitarbeitskräften.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich in 2017 positiv. Trotz Flüchtlingszuwanderung und weltwirtschaftlicher Risiken erwies sich der deutsche Arbeitsmarkt als konjunktureller Stabilitätsanker. Profitiert hat der Arbeitsmarkt 2017 sowohl von der guten Binnenkonjunktur als auch vom starken Export.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag zum Jahresende 2017 bei 44,6 Mio. Personen (2016: 43,9 Mio.). Dies entspricht einem Plus von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr (+1,4%). Damit setzte sich der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. 2 Die bereinigte Erwerbslosenquote stieg leicht auf 3,6%, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von ca. 1%-Punkt entspricht (Vorjahr: 3,5%). 3

Die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche ist laut Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit 4 um ca. 4% gegenüber dem Vorjahr gewachsen und lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 1,03 Mio. (Vorjahr: 0,99 Mio.). Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung lag wieder bei etwa 2,8% und somit weiterhin unter 3%. Die Anzahl der Betriebe mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung erhöhte sich um 1%, wobei der Anteil der Verleihbetriebe mit 100 und mehr Arbeitnehmern weiterhin konstant bei 5% lag 5.

Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland war auf Grund der Vielzahl von Anbietern (51.400 Lizenzinhaber, davon ca. 2.600 mit mehr als 100 Mitarbeitern) 6 weiterhin von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Trotz zunehmender Komplexität des Geschäfts ist der Konzentrationsprozess auf Anbieterseite nicht wesentlich fortgeschritten. Die TOP 10 Anbieter vereinen wie in den letzten Jahren rund ein Viertel des Marktes auf sich (s. Lünendonk).

1 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2018/BIP2017/Statement_BIP2017_PDF.pdf?__blob=publicationFile
2 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/01/PD18_033_132.html
3 Ebenda
4 https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Branchen/generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf
5 Ebenda
6 Ebenda

(2) Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung des Manpower Konzerns wurde im Berichtsjahr 2017 durch eine konstante Nachfrage nach Leistungen der Personaldienstleistungsbranche und durch Tariferhöhungen beeinflusst.

Die Manpower Group steuert ihre operative Geschäftstätigkeit insbesondere anhand des Konzernumsatzes und der Kennzahl Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation (EBITDA).

Die Umsatzrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis beträgt -0,43 % nach 0,19 % im Vorjahr.

Der Anstieg der Konzern-Umsatzerlöse um 75,9 Mio. € bzw. 7,8 % resultiert mit einem Anstieg von 67,0 Mio. € weitestgehend aus der ganzjährigen Einbeziehung des Geschäftsbereichs der Proservia GmbH & Co. KG (ehemals Proservia GmbH), welcher in der Vergleichsperiode 2016 mit dem zum 1. August 2016 übernommenen IT Outsourcing Geschäft (30,0 Mio. € Umsatzerlöse in 2016) nur für fünf Monate in den Konzernabschluss einbezogen war. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Berichtsjahr um 26,8 Mio. € gestiegen, hiervon entfallen 23,0 Mio. € auf die Proservia GmbH & Co. KG aufgrund der ganzjährigen Einbeziehung. Die Aufwendungen für das Zeitpersonal sind um 2,4 % angestiegen, deren Hauptursache im Wesentlichen in den Tariferhöhungen liegt. Die Aufwendungen für das Stammpersonal sind um 39,8 Mio. € (29,6 %) angestiegen. Der Anstieg resultiert in Höhe von 36,6 Mio. € aus den zum 1. August 2016 im Zuge des Betriebsüberganges (§ 613a BGB) übernommenen Mitarbeiter in der Proservia GmbH & Co. KG, die im Wesentlichen in ihrer Funktion als Berater und nicht als Zeitpersonal tätig sind und deren Kosten in 2017 für das komplette Jahr angefallen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 28,9 Mio. € sind gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Mio. € gestiegen, was hauptsächlich aus vertraglich vereinbarten Aufwandszuschüssen der Entserv Deutschland GmbH, Böblingen (vormals erhalten von Hewlett Packard GmbH, Böblingen) sowie der ES Field Delivery GmbH, Böblingen, resultiert, welche im Berichtsjahr um 14,2 Mio. € auf 18,4 Mio. € angestiegen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 13,0 Mio. € auf 83,1 Mio. € gestiegen. Die Gründe für die Steigerung liegen im Wesentlichen in den Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 9,7 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) und im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. € gestiegenen Aufwendungen für Beratung und IT-Dienstleistungen und IT-Consulting.

Das EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) der Manpower Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Mio. € auf 16,4 Mio. € verringert. Haupttreiber der signifikanten EBITDA-Verschlechterung waren die im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Mio. € höheren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen.

Der Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen um 3,6 Mio. ist hauptsächlich die Folge von immateriellen Vermögensgegenständen des Geschäftsbereichs der 7S Group, welche das Ende ihrer Nutzungsdauer innerhalb des Geschäftsjahres hatten.

Im Jahr 2017 hat sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 14,6 Mio. € ergeben nach einem Konzernjahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von 17,1 Mio. €. Dies entspricht einer Verbesserung des Konzernergebnisses um 2,5 Mio. €. Nach den dargestellten Effekten aus dem Betriebsergebnis resultiert die Verbesserung vor allem aus den um 7,8 Mio. € gesunkenen Steuern vom Einkommen und Ertrag, die im Vorjahr im Wesentlichen aus einer Neubewertung der Feststellung aus der steuerlichen Betriebsprüfung entsprechend erhöht waren.

Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Erwartungen hinsichtlich der Umsatzerlöse aus der Vorjahresprognose erfüllt, jedoch blieb das Ergebnis vor Steuern hinter unseren Erwartungen zurück. Gründe hierfür waren höhere Restrukturierungs- und Beratungskosten für Anpassungen in allen Geschäftsbereichen. Im Lagebericht des Vorjahres wurde ein EBITDA von ca. 14,0 Mio. € und ein ausgeglichenes Konzernergebnis erwartet. Tatsächlich wurde ein EBITDA von 16,4 Mio. € und ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -14,6 Mio. € erzielt.

Das Mutterunternehmen ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH übernimmt eine Holdingfunktion. Im Folgenden wird die Entwicklung der Geschäftsbereiche bzw. der wesentlichen operativ tätigen Manpower Tochtergesellschaften geschildert.

Geschäftsbereich Manpower Personaldienstleistungen

ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) (Manpower KG)

Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im Personalbereich, die vorwiegend das Volumengeschäft im Zeitarbeitssektor betreffen, und erbringt zudem Verwaltungsdienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften.

Die Umsatzerlöse der Manpower KG haben sich im Berichtsjahr um 40,6 Mio. € auf 460,3 Mio. € erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 9,7 %, die im Wesentlichen auf einen Anstieg der Anzahl der eingesetzten Zeitarbeitnehmer zurückzuführen ist, aber auch auf die Weitergabe der Tarifanpassungen beim Zeitpersonal über erhöhte Stundenverrechnungssätze.

Auch die Erlöse im Bereich der Arbeitsvermittlung konnten erfolgreich um 48,8 % auf 5,9 Mio. € gesteigert werden und hatten einen positiven Effekt auf die Margenentwicklung, die belastet war durch die Tarifanpassung beim Zeitpersonal.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 33,5 % (10,1 Mio. €) gestiegen. Dies liegt zum einen an den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für Beratung, wie auch der Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung für Prozessautomation.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen Finanzsektor

Bankpower GmbH Personaldienstleistungen (Bankpower)

Die BANKPOWER GmbH Personaldienstleistungen ist seit 1998 ein Joint Venture der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) und der Deutsche Bank AG.

Die Gesellschaft stellt Finanzdienstleistungsunternehmen sowie Versicherungen Zeitarbeitskräfte und im Rahmen der Personalvermittlung Kandidaten zur Festanstellung zur Verfügung.

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. € auf 67,9 Mio. € gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem engen Bewerbermarkt, Verschiebungen der Kundenbedarfe hin zu schwieriger zu rekrutierenden Qualifikationen und Kapazitätsengpässen innerhalb des Geschäftsbereichs. Außerdem gab es erhöhte Übernahmequoten im November und Dezember aufgrund der Einführung von Equal Pay zum 01.01.2018.

Der Beitrag zum Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr bemerkbar gesunken. Mit nunmehr 4,8 Mio. € gegenüber 6,3 Mio. € im Vorjahr beträgt die Reduktion 1,4 Mio. €, dies entspricht einer Verminderung um 23,2 %. Die zu niedrige Anzahl an Mitarbeitern im Kundeneinsatz konnte auch durch einen höheren durchschnittlichen Stundenverrechnungssatz nicht ausgeglichen werden.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen IT-Spezialisten und Personalvermittlung für bestimmte Segmente

Experis GmbH

Im Wesentlichen stellt die Gesellschaft mit Schwerpunkt auf IT-Spezialisten Projektmitarbeiter zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Rahmen der Personalvermittlung Kandidaten zur Erbringung von Ingenieurdienstleistungen und Projektunterstützung im Finanz- und Rechnungswesen sowie zur Ausführung von kaufmännischen und verwaltungstechnischen Aufgaben einschließlich der Durchführung von Reparaturen und Wartungen zur Verfügung gestellt.

Kunden sind insbesondere die großen IT-Dienstleister sowie renommierte Konzerngesellschaften der Branchen Energie, Pharmazie, Chemie und Automotive. Das Serviceportfolio besteht unter anderem aus IT-Strategieberatung (inkl. Hard- und Software), Software Entwicklung, IT Projektplanung und -durchführung, Systemintegration und -wartung sowie der Durchführung von Schulungsmaßnahmen.

Die Umsatzerlöse der Experis GmbH belaufen sich im Berichtsjahr auf 51,2 Mio. € gegenüber 59,6 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang von 8,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Erlösen aus der Arbeitnehmerüberlassung (6,0 Mio. €) und niedrigeren Umsatzerlösen im Freelancer-Geschäft (2,1 Mio. €).

Der Beitrag zum Betriebsergebnis ist von 0,9 Mio. € auf -2,0 Mio. € gesunken. Ursachen für das um 2,9 Mio. € niedrigere Betriebsergebnis sind neben dem Rückgang der Umsatzerlöse auch die um 1,5 Mio. € höhere Restrukturierungsaufwendungen im Vergleich zu 2016.

Geschäftsbereich MSP (Managed Service Provider)

ManpowerGroup Solutions GmbH (ManpowerGroup Solutions)

Die Gesellschaft entwickelt, implementiert und betreibt das folgende Portfolio an innovativen HR-Lösungen. Die wesentlichen HR-Lösungen umfassen Recruitment Process Outsourcing (RPO) bzw. die Übernahme des Rekrutierens von Stammpersonal unserer Kunden, Talent Based Outsourcing (TBO - bezeichnet die Übernahme personalintensiver Prozesse im Rahmen von Dienst- und Werkverträgen), Managed Service Provider (MSP - repräsentiert das Management externer HR-Dienstleister unserer Kunden) sowie Borderless Talent Solutions (BTS - bezieht sich auf internationale Kandidatenrekrutierung).

Das Geschäftsjahr wurde mit einem deutlich verbesserten Beitrag zum Betriebsergebnis von 0,8 Mio. € (im Vorjahr -0,5 Mio. €) abgeschlossen.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen in der Luftfahrt

AviationPower GmbH

Die AviationPower GmbH ist ein Joint Venture zwischen der Lufthansa Technical Training GmbH, Hamburg, und der Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf Personaldienstleistungen für Luftfahrtunternehmen.

AviationPower erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Beitrag zum Jahresergebnis von 3,1 Mio. € (Vj. 2,8 Mio. €). Die Umsätze sind um 1,6 % auf 60,3 Mio. € (Vj. 59,3 Mio. €) gestiegen, lagen aber um 3,1 % unter dem Budget.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr an. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus einmaligen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. €, die für die personelle, organisatorische und strukturelle Optimierung der Gesellschaft in Abstimmung mit den Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat eingesetzt wurden.

Geschäftsbereich Personaldienstleistungen Telekommunikationsmarkt

VIS GmbH (ehemals Vivento Interim Services GmbH)

Die VIS GmbH war bis zum 31. Dezember 2016 ein Joint Venture zwischen der Deutsche Telekom AG (DTAG), Bonn, und der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen). Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hat die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG den 49% Minderheitenanteil der Deutschen Telekom AG an der Vivento Interim Services GmbH übernommen. Dadurch ist die Gesellschaft eine 100% Beteiligung der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG.

Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 15,1 % von 24,1 Mio. € (Vorjahr) auf 20,5 Mio. € gesunken. Grund für den Rückgang von 3,6 Mio. € sind niedrigere Erlöse im Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft.

Der Rückgang der Aufwendungen für das Zeitpersonal von 20,3 Mio. € auf 17,4 Mio. € entspricht im Wesentlichen dem Rückgang der Umsatzerlöse.

Das Betriebsergebnis war mit -1,9 Mio. € negativ (Vorjahr: negativ mit -0,8 Mio. €). Haupttreiber der Verschlechterung des Betriebsergebnisses waren Restrukturierungsaufwendungen von 1,1 Mio. € im Berichtsjahr.

Geschäftsbereich IT Outsourcing

Proservia GmbH & Co. KG

Die Proservia GmbH & Co. KG wurde innerhalb des Manpower-Konzerns in 2016 als IT-Unternehmen im Wesentlichen für Infrastrukturmanagement und Anwendersupport ausgebaut und nahm zum 1. August 2016 ihren vorgesehenen operativen Betrieb in vollem Umfang auf.

Die Basis des Betriebs der Proservia GmbH & Co. KG bilden die von der Hewlett Packard GmbH im Zuge eines Betriebsüberganges (§ 613a BGB) übernommenen 734 IT-Service Mitarbeiter. Spezialisiert auf Infrastrukturmanagement und Anwendersupport unterstützt die Proservia GmbH & Co. KG in den Bereichen Architektur, Transformation und Outsourcing Unternehmen bei den täglichen Herausforderungen im IT-Umfeld.

Im Betrachtungszeitraum 2017 erzielte die Proservia GmbH & Co. KG Umsatzerlöse in Höhe von 97,0 Mio. € nach 30,0 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der kürzeren Vergleichsbasis (5 Monate Geschäftstätigkeit nach Betriebsübergang) im Vorjahr und darüber hinaus aus im Wesentlichen aus Mehrabnahmen durch unseren Hauptkunden EntServ Deutschland GmbH. Dies entspricht einer Steigerung von 223,4 % und hatte somit einen materiellen Anteil an der Umsatzsteigerung des Konzerns.

Darüber hinaus konnten sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 23,8 Mio. € nach 8,0 Mio. € im Vorjahr erzielt werden, deren Anstieg im Wesentlichen aus den mit der Entserv Deutschland GmbH (vormals erhalten von Hewlett Packard GmbH, Böblingen) vereinbarten Aufwandszuschüssen resultiert, die erstmals für das vollständige Geschäftsjahr erhalten wurden.

Die Personalaufwendungen insgesamt sind von 29,4 Mio. € im Vorjahr auf 66,9 Mio. € angestiegen, da die Mitarbeiter im Zuge des Betriebsüberganges (§ 613a BGB) im Vorjahr erst zum 1. August 2016 übernommen wurden. Das Betriebsergebnis der Proservia GmbH & Co. KG war mit 11,5 Mio. € positiv, welches eine Steigerung um 8,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ist.

Geschäftsbereich 7S Group

Die 7S Group mit der 7S Group GmbH als Obergesellschaft wurde zum 1. September 2015 erworben und wird seither in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH einbezogen. Die Gruppe ist einer der bevorzugten Anbieter für die Abwicklung großer und personalintensiver Projekte. Die Unternehmen der 7S Group erbringen Dienstleistungen im Bereich Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung und Coaching.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs sind im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 46,2 Mio. € auf 234,2 Mio. € gesunken. Die Gründe hierfür waren insbesondere die organisatorische Verschiebung des Luftfahrtgeschäfts durch den konzerninternen Verkauf der Stegmann Aircraft Maintenance GmbH aus dem Geschäftsbereich der 7S Group an die Aviation Power GmbH zum 30. Juni 2017.

Die Aufwendungen für Zeitpersonal sind im Berichtszeitraum um 16,7 % auf 172,5 Mio. € gefallen. Die Minderung basiert insbesondere auf der geringeren Anzahl der Zeitarbeitnehmer. Ebenso sind die Aufwendungen für das Stammpersonal um 12,2 % auf nunmehr 32,3 Mio. € gesunken und sind primär auf die geringere Anzahl der angestellten Mitarbeiter zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis beträgt 3,1 Mio.€. Es ist im Vergleich zum Vorjahr (6,3 Mio. €) um 3,2 Mio. gesunken. Wesentliche Gründe waren die konzerninterne Verlagerung des Luftfahrtgeschäfts, Rückgänge im hochmargigen Personalvermittlungsgeschäft sowie in Höhe von 2,2 Mio.€ für Restrukturierungsaufwendungen. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 eine Umsatzrentabilität bezogen auf das Betriebsergebnis von 1,3 % (Vorjahr: 2,3 %).

(3) Investitionen

Im Konzern wurden im Geschäftsjahr 2017 keine wesentlichen Investitionen getätigt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen.

(4) Personal

Der Ansatz der ManpowerGroup in Bezug auf soziale Verantwortung wird bestimmt von unseren Unternehmenswerten, unserer Vision und unserer Strategie. Unsere Werte "Menschen - Wissen - Innovation" stehen über allem, was Manpower seit Jahrzehnten am deutschen Markt ausmacht. Wir begegnen allen Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, mit Respekt; wir teilen unser Wissen und unsere Expertise, um nachhaltige Personallösungen zu entwickeln; durch Innovation streben wir nach Exzellenz mit dem Ziel, nachhaltige Arbeitsumgebungen ohne soziale Ausgrenzung zu schaffen. Unser Verhaltens- und Ethikkodex fördert ehrliches und ethisches Verhalten im ganzen Unternehmen.

Da sich die ManpowerGroup auch weltweit für ethisches Handeln einsetzt, erhielt der Konzern 2017 zum wiederholten Mal in Folge die Auszeichnung als eine der "World's Most Ethical Companies" vom Ethisphere Institut. Die Einhaltung ethischer Standards wird durch den Code of Business Conduct and Ethics gewährleistet. Jeder Mitarbeiter durchläuft jährlich eine Online-Schulung zu den Verhaltens- und Ethikgrundsätzen für geschäftliches Handeln mit anschließender Wissensabfrage. Eine kostenfreie Hotline ermöglicht es jedem Mitarbeiter, Bedenken oder Verstöße gegen den Ethikkodex anonym zu melden.

Die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen wurde auch im Jahr 2017 erfolgreich fortgeführt, wobei Gesundheitstage in Niederlassungen oder bei Kunden durchgeführt wurden.

Die Zahl der Stammmitarbeiter lag am Jahresende bei 2.780 (Vorjahr: 2.520). In den Stammmitarbeitern sind die Mitarbeiter von Proservia enthalten, da diese im Wesentlichen in ihrer Funktion als Berater und nicht als Zeitpersonal tätig sind.

Die Zahl der Beschäftigten, die bei Kundenunternehmen im Einsatz waren, verringerte sich im Jahresdurchschnitt von 24.590 im Vorjahr auf 22.893 im Berichtsjahr. Im Geschäftsjahr 2017 hat die ManpowerGroup deutschlandweit 9.000 Qualifizierungs-, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt und dadurch vielen Personen mit geringer beruflicher Qualifizierung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Es wurde in fast allen Berufssegmenten qualifiziert. Die unterschiedlichen Maßnahmen wurden sowohl vor als auch während der Einsätze im Kundenunternehmen durchgeführt. Qualifizierungsschwerpunkte lagen im Bereich Lager und Logistik, in der Luftfahrtbranche (Aviation) sowie im Metall- und Elektrobereich. Manpower stellt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenfreie eLearning - Angebote zur Verfügung. Diese Angebote wurden auch im Jahr 2017 wieder im großen Umfang genutzt und werden im Jahr 2018 fortgeführt.

(5) Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag belief sich die Eigenkapitalquote auf 9,2 % nach 13,4 % im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Bilanzsumme und einem aufgrund des Bilanzverlustes rückläufigen Eigenkapital.

Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme beträgt 48,8 % nach 42,0 % im Vorjahr. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 50,7 Mio. € auf nunmehr 243,5 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Umsatzerlöse um 7,8 % im Vergleich zum Vorjahr und prozessbedingt durch Verzögerungen der Abrechnungen im Dezember 2017.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. € vermindert und belaufen sich nunmehr auf 62,9 Mio. Dieser Rückgang resultiert mit 3,3 Mio. € im Wesentlichen aus einer langfristigen Forderung aus einer Vereinbarung zwischen der Proservia GmbH & Co. KG und der Hewlett Packard GmbH über den Ausgleich der nicht durch Deckungsvermögen abgedeckten Pensionsverpflichtungen gegenüber übernommenen Mitarbeitern. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind darüber hinaus Steuererstattungsansprüche in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) enthalten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert reduziert sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um 16,0 Mio. € auf 117,2 Mio. €.

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2017 hat sich um 5,3 Mio. € auf 52,3 Mio. € erhöht. Dies liegt bei erhöhtem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (-43,5 Mio. €) im Wesentlichen an Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -43,5 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €) negativ. Dies ist vor allem auf die laufenden Cashabflüsse für die Bezahlung von Aufwendungen (im Wesentlichen Personalaufwendungen) zurückzuführen, denen aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 50,7 Mio.€ nicht in entsprechendem Umfang Zahlungseingänge von Kunden gegenüberstehen.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt -5,4 Mio. € nach -3,4 Mio. € im Vorjahr und betrifft im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für EDV-Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 54,2 Mio. € nach 22,5 Mio. € im Vorjahr und resultiert in Höhe von 3,0 Mio. € aus Nettoeinzahlungen für Aufwandszuschüsse und in Höhe von 53,5 Mio. € aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools.

Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von 7,7 Mio. € ausgewiesen nach 6,1 Mio. € im Vorjahr. Die aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, die auf Basis der aktuellen Planung über die folgenden 5 Jahre genutzt werden sollen, sowie temporäre Differenzen aus personalbezogenen Rückstellungen wie z. B. der Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben.

Die Rückstellungen insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. € auf 142,1 Mio. € gesunken. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um 5,0 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus den von der Proservia Field Services GmbH übernommenen und nicht mit Deckungsvermögen verrechneten Pensionsverpflichtungen, deren handelsrechtlicher Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag 2,1 Mio. € beträgt, und dem um 3,0 Mio. € höheren handelsrechtlicher Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen der Proservia GmbH & Co. KG. Für Steuern (inklusive steuerliche Risiken) wurden Rückstellungen in Höhe von 5,0 Mio. € gebildet, dies entspricht einem Rückgang um 8,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Zahlung und Verbrauch der Rückstellungen für die Feststellungen aus der steuerlichen Betriebsprüfung aus dem Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 1,5 Mio. € unwesentlich auf 112,7 Mio. € erhöht.

Die Verbindlichkeiten insgesamt sind im Berichtsjahr um 58,3 Mio. € auf einen Betrag von 275,6 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Rahmen des weltweiten Manpower Cashpools in Höhe von 53,5 Mio. €.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um 0,5 Mio. € auf 35,9 Mio. € verringert. Dieser Rückgang resultiert aus der Auflösung der Abgrenzung von Einnahmen für entgeltlich erworbene und den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag übersteigende Pensionsverpflichtungen der Proservia GmbH & Co. KG in Höhe von 2,4 Mio. €. Die Auflösung dieser Rechnungsabgrenzung erfolgt aufgrund der Anwendung des Vereinfachungsverfahrens gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den Altersversorgungsverpflichtungen analog pauschal über 15 Jahre. Gegenläufig war die Zuführung der Abgrenzung von Einnahmen für entgeltlich erworbene und den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag übersteigende Pensionsverpflichtungen der Proservia Field Services GmbH in Höhe von 2,0 Mio. €.

Das Anlagevermögen wird zu 35,2 % (Vorjahr: 42,4 %) vom Eigenkapital gedeckt.

Die ManpowerGroup ist in den weltweiten Cash-Pool der Manpower Inc., Milwaukee/USA, eingebunden und weist zum Bilanzstichtag Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von 202,5 Mio. € aus. Im Rahmen des weltweiten Cash-Pool-Systems der Manpower Inc., Milwaukee/USA werden die Banksalden der beteiligten Konzernunternehmen fiktiv (Notional Pooling) auf einem Master Account zusammengerechnet.

Die Cash-Pool Salden der ManpowerGroup verbleiben dabei jedoch Salden gegenüber der Bank. Darüber hinaus hat die ManpowerGroup Kreditlinien in Höhe von 9,3 Mio. € bei Banken, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.

C. Chancen- und Risikobericht

(1) Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Wir erwarten, dass die Einführung des Equal Pay nach 9 Monaten zu deutlich steigenden Löhnen bei Personaldienstleistern führen wird. Weitere, darüberhinausgehende neue gesetzliche Mindestlöhne beobachten wir im Rahmen unseres Risikomanagementsystems, sehen solche momentan aber nicht für uns als wesentliche Risiken an. Branchenrisiken erwarten wir vor allem in Wirtschaftskrisen, Preisdumping, Fusionen von Wettbewerbern sowie dem nationalen und internationalen Wettbewerb in der Branche. Des Weiteren erwarten wir eine dramatisch erhöhte Anzahl von Übernahmen ehemaliger Zeitarbeitnehmer durch Kundenunternehmen aufgrund der neuen gesetzlichen Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer, die 2018 greift. Dadurch wird der Aufwand für Recruiting deutlich erhöht, um die absolute Zahl an Mitarbeitern halten zu können. Das Ganze wird noch erschwert, durch die (an sich positive) niedrige Arbeitslosigkeit, die es für uns schwerer macht, gute Mitarbeiter zu finden und für uns zu gewinnen.

Das laufende interne Reporting, in dem relevante Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Geschäftseinheiten abgefragt, beurteilt und kommuniziert werden, erlaubt eine pro-aktive Einflussnahme auf unerwünschte Entwicklungen. Insbesondere werden wirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Wettbewerbsrisiken, Geschäftsrisiken, Zins- und Liquiditätsrisiken, Rechtsrisiken, IT-Risiken und Managementrisiken näher betrachtet.

Die ManpowerGroup verfügt über ein Risikomanagementsystem, das der lokalen und globalen Ausrichtung des Manpower Inc. Konzerns gerecht wird. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Damit soll sichergestellt werden, dass die Konzernleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann. Der Manpower "President EMEA" (ohne Verantwortung für Manpower Frankreich) hält regelmäßig Kontakt mit der deutschen Geschäftsführung und der US-Muttergesellschaft, um mit ihr neben der Strategie und der Geschäftsentwicklung des Unternehmens auch Fragen des Risikomanagements zu erörtern. Die Interne Revision der US-Muttergesellschaft überwacht die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Unternehmensstandards mit zielgerichteten Prüfungen und initiiert bei Bedarf entsprechende Maßnahmen.

Das interne Kontrollsystem bezogen auf die Konsolidierung beinhaltet konzerninterne Richtlinien zur Abstimmung konzerninterner Leistungsbeziehungen, beispielsweise für Zwecke der Eliminierungen. Darüber hinaus gibt es eine Aufgabenzuordnung bei der Erstellung der Konzernabschlüsse (z.B. Abstimmung (konzern-) interner Salden, Kapitalkonsolidierung, Nutzung einheitlicher IT Systeme (PeopleSoft/HFM) und einheitlicher Kontenrahmen auf Konsolidierungsebene).

Die Zugriffsvorschriften im Konsolidierungs-EDV-System (Schreib-, Leseberechtigungen auf Ebene von einbezogenen Unternehmen oder auf Ebene des Konzerns oder Teilkonzernen/Segmenten) ebenfalls einheitlich geregelt und werden überwacht und bei allen Kontrollprozessen hinsichtlich der Konzernrechnungslegung gilt das Vier-Augen-Prinzip).

Risiken in Bezug auf die Ergebnisbeiträge der Konzernunternehmen werden durch ein stringentes Beteiligungscontrolling gesteuert. Ausfallrisiken sind für die Gesellschaft unwesentlich; dies resultiert insbesondere auch aus der hohen Bonität unserer Großkunden und einer konsequenten Kreditlimitprüfung. Besondere Preisänderungsrisiken bestehen nicht. Ebenso sind Fremdwährungsrisiken von keiner praktischen Relevanz.

In einzelnen Tochterunternehmen der ManpowerGroup Deutschland GmbH gibt es Risiken aus der Abhängigkeit von Großkunden. Diesen wird teilweise durch Abschluss längerfristiger Verträge begegnet. Gleichzeitig werden die Geschäfte mit Großkunden im Rahmen des Berichterstattungsprozesses durch die deutsche Geschäftsführung analysiert.

Von unseren Kunden werden wir als fachkundiger und vertrauenswürdiger Partner gesehen. Durch Fach- und Branchenspezialisierung innerhalb der einzelnen Gesellschaften, eine verstärkte Ansprache qualifizierter Kandidaten und das Vorantreiben innovativer Lösungen sind wir heute breiter aufgestellt und können unsere Kunden in allen Personalfragen kompetent beraten. Durch die Tatsache, dass die ManpowerGroup nicht auf eine bestimmte Branche spezialisiert ist, sondern für Kunden in vielen Branchen tätig ist und weitere Lösungen im Personalbereich anbietet, die weit über die Zeitarbeitsleistung hinausgehen, werden die Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung vermindert.

Auch spielt die Zufriedenheit unserer Kunden und damit verbunden eine gewisse Kundenbindung für uns eine wichtige Rolle. Unsere langfristige positive Entwicklung hängt davon ab, inwiefern es gelingt, Kunden zu akquirieren und an uns zu binden. Um die Kundenzufriedenheit zu monitoren, machen wir regelmäßige NPS (Net Promoter Score) Umfragen.

(2) Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Obwohl es aufgrund der historisch niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland immer schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter für Kundeneinsätze zu finden, rechnet der Konzern mit einem weiterhin kontinuierlichen Wachstum. Die Zeitarbeit wird auch in Zukunft weiterhin eines der wichtigsten Flexibilisierungsinstrumente auf dem deutschen Arbeitsmarkt sein. Die Rahmenbedingungen der Zeitarbeit sind komplex und schwer abzuschätzen:

Stärkere Regulierung des Arbeitsmarktes: Wie es sich bereits in den vergangenen Jahren abzeichnete, hat die Politik weiterhin starken Einfluss auf die Zeitarbeit. Dies wird sich weiterhin dämpfend auf die Branche auswirken und Zeitarbeit grundsätzlich teurer und komplexer, auch in Hinblick auf die AÜG Reform mit Equal Pay ab Januar 2018 und der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten, die ab Oktober 2018 greift.

Preisdruck auf dem Absatzmarkt: Unsere Kunden sind weiterhin bestrebt, ihre Fixkosten so gering wie möglich zu halten. Des Weiteren wird von Ihnen eine hohe Flexibilität bezüglich der Beschaffung von Arbeitnehmern von uns erwartet.

Fachkräftemangel: Der zunehmende Mangel an Fachkräften kann dazu führen, dass die Nachfrage an höherqualifizierten Zeitarbeitnehmern aufgrund ihrer höheren Flexibilität zunimmt. Derzeit gibt es in Deutschland 1,2 Mio. offene Stellen, die nicht besetzt werden können.

Aufgrund der zunehmenden Regulierung und des gleichzeitigen Fachkräftemangels erwartet die ManpowerGroup für das kommende Jahr ein Abflachen der Anzahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland. U.a. mit neuen Vertragsmodellen, wie Werkverträgen und Personalvermittlungen, aber auch IT-Dienstleistungen soll entgegengesteuert werden.

(3) Prognosebericht

Für 2018 rechnen wir mit einem leichten Umsatzrückgang für die Gruppe. Umsatzhemmend wird sich weiterhin die Regulierung durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz auswirken, zwar mit positiven Auswirkungen in der Personalvermittlung und Nachfrage nach Outsourcing Lösungen, jedoch werden diese die Rückgänge im Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft nicht kompensieren können. Die Margen in der Arbeitnehmerüberlassung werden durch die vergleichsweisen hohen tariflichen und marktbedingten Lohnerhöhungen weiter unter Druck sein. Die Integration des Geschäftsbereichs 7S Group sowie des neu aufgebauten Geschäftsbereiches bei der Proservia GmbH & Co. KG erfordert Investitionen in Systeme und Prozesse sowie Anpassungen der Stammbelegschaft, um die internen Kostenstrukturen an die sich schnell ändernden und herausfordernden Markterfordernisse anzupassen.

Für 2018 rechnet die ManpowerGroup mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau und einem negativen EBITDA im hohen einstelligen Mio. €-Bereich.

Für 2019 rechnet die ManpowerGroup mit Rückgängen bei den Umsatzerlösen von ca. 10% gegenüber 2018 und einem leicht positiven EBITDA.

(4) Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ManpowerGroup ist mit stabil einzustufen. Die ManpowerGroup ist mit der Spezialisierung durch die Aktivitäten im Geschäftsbereich 7S Group und das in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 akquirierte IT-Outsourcing- und IT-Lösungs-Geschäfts der Proservia GmbH & Co. KG gut aufgestellt, um im zukünftigen Marktumfeld zu bestehen.

Das implementierte Risikomanagement-System bildet die Grundlage für die Einschätzung unseres Gesamtrisikos. Es fasst alle wesentlichen Risiken und Chancen zusammen, die von den Geschäftsbereichen, den Tochtergesellschaften und den administrativen Bereichen gemeldet werden. Momentan sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit den Bestand des Konzerns nachhaltig gefährden könnten. Wir bleiben zuversichtlich, dass wir strategisch und finanziell so aufgestellt sind, dass wir die bestehenden Risiken beherrschen und die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Anhang unter Abschnitt VI. Sonstige Angaben erläutert.

 

Frankfurt am Main, den 26. März 2019

Frederikus Scholte

Terry Cade

Dr. Alexander Wurdack

Anke Anderie

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 2.261.584,62 3.089.465,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 117.205.995,31 133.183.592,88
3. Geleistete Anzahlungen 3.087.673,11 2.532.348,34
  122.555.253,04 138.805.406,52
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 660.869,82 166.943,06
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.729.098,26 6.420.382,17
3. Geleistete Anzahlungen 33.185,73 22.542,78
  7.423.153,81 6.609.868,01
  129.978.406,85 145.415.274,53
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 956.784,58 671.591,26
  956.784,58 671.591,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 243.492.969,70 192.800.772,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 933.618,78 733.659,41
3. Sonstige Vermögensgegenstände    
(davon aus Steuern T€ 5.899; Vorjahr T€ 3.567) 62.886.529,39 65.021.330,09
  307.313.117,87 258.555.762,01
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 52.336.675,48 46.998.522,50
  360.606.577,93 306.225.875,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 749.240,35 1.216.203,50
D. Aktive latente Steuern 7.705.564,96 6.123.641,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 331.168,06 0,00
  499.370.958,15 458.980.994,80

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 72.424.435,00 71.430.397,31
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 0,00 -22.621,38
IV. Bilanzverlust -34.743.479,23 -16.978.210,34
V. Nicht beherrschende Anteile 8.087.568,74 7.208.949,80
  45.793.524,51 61.663.515,39
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 24.421.110,12 19.451.225,00
2. Steuerrückstellungen 4.973.348,33 12.998.520,52
3. Sonstige Rückstellungen 112.748.297,42 111.211.973,80
  142.142.755,87 143.661.719,32
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.460.640,28 148.949.899,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.888.825,21 2.600.449,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.400.156,82 2.438.314,01
4. Sonstige Verbindlichkeiten 64.818.975,99 63.327.591,07
(davon aus Steuern T€ 33.041; Vorjahr T€ 30.622)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 420; Vorjahr T€ 1.621)    
  275.568.598,30 217.316.253,90
D. Rechnungsabgrenzungsposten 35.866.079,47 36.339.506,19
  499.370.958,15 458.980.994,80

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 1.046.023.213,38 970.112.862,26
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 285.193,32 -332.898,29
3. Sonstige betriebliche Erträge 28.899.683,45 17.434.272,18
  1.075.208.090,15 987.214.236,15
4. Materiallaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -274.826,51 -228.658,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -83.964.998,26 -57.165.607,65
  -84.239.824,77 -57.394.266,16
5. Personalaufwand    
a) Aufwendungen für Zeitpersonal    
aa) Löhne und Gehälter -592.153.464,53 -577.087.212,43
ab) Soziale Abgaben -125.016.148,03 -122.998.547,65
  -717.169.612,56 -700.085.760,08
b) Aufwendungen für Stammpersonal    
ba) Löhne und Gehälter -142.625.713,02 -113.272.326,76
bb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -31.721.527,87 -21.297.714,60
  -174.347.240,89 -134.570.041,36
6. Abschreibungen    
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -19.658.296,62 -23.267.021,43
  -19.658.296,62 -23.267.021,43
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -83.098.353,18 -70.088.673,57
8. Betriebsergebnis -3.305.237,87 1.808.473,55
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 181.155,23 128.001,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.950.453,68 -5.772.853,92
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen T€ 4.950; Vorjahr: T€ 2.113))    
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.522.570,86 -13.284.600,86
(davon Ertrag aus latenten Steuern T€ 1.536; Vorjahr Aufwendungen T€ -3.350)    
12. Ergebnis nach Steuern -14.597.107,18 -17.120.979,61
13. Sonstige Steuern -24.419,88 44.463,83
14. Konzernjahresfehlbetrag -14.621.527,06 -17.076.515,78
15. Verlustvortrag (Vorjahr Gewinnvortrag) aus dem Vorjahr -16.978.210,34 2.100.268,32
16. Gewinnanteile anderer Gesellschafter -2.149.704,14 -2.996.000,57
17. Zuführung zur Kapitalrücklage Komplementär (Vorjahr: Entnahmen aus Kapitalrücklage Komplementär) -993.940,71 993.940,71
18. Zuführung zur Kapitalrücklage Kommanditist (Vorjahr: Entnahmen aus Kapitalrücklage Kommanditist) -96,98 96,98
18. Bilanzverlust -34.743.479,23 -16.978.210,34

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2017

I. Allgemeine Angaben und rechtliche Grundlagen Konzernabschluss

Die Manpower Group Deutschland Verwaltungs GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55967) ist Mutterunternehmen des vorliegenden Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017. Dieser wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt, insbesondere unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB.

II. Angaben zur Konsolidierung

Konsolidierungskreis und Angaben zum Beteiligungsbesitz

Der Konzernabschluss umfasst die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH sowie die in der nachfolgenden Tabelle angegebenen Unternehmen.

Sitz der Gesellschaft Anteil
in %
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Man- power GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) 5 Frankfurt am Main (ehemals Eschborn) 100,00
Bankpower GmbH Personaldienstleistungen 1 Frankfurt am Main 70,00
Experis GmbH 1,6 Eschborn 100,00
ManpowerGroup Solutions GmbH 1,6 Eschborn 100,00
AviationPower GmbH 1 Hamburg 51,00
AviationStaffManagement GmbH 2 Hamburg 51,00
AviationPower UK Ltd 2 London, Großbritannien 51,00
AviationPower TechnicalServices GmbH 2 Mörfelden-Walldorf 51,00
Manpower Beteiligungsgesellschaft mbH 6 Eschborn 100,00
Proservia GmbH & Co. KG (ehemals Proservia GmbH) 1,6 Eschborn 100,00
VIS (ehemals Vivento Interim Services) GmbH 1,6 Bonn 100,00
7 S Group GmbH 1,6 Jena 100,00
Stegmann Personaldienstleistung GmbH 3,6 Mainz 100,00
Edwork GmbH & Co. KG 3,5 Fulda 100,00
Shoga GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
Splu Experts GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
Stegmed GmbH 3,6 Stuttgart 100,00
FAO Office GmbH 3,6 Frankfurt am Main 100,00
Montaplan GmbH 3,6 Wesseling 100,00
Wolleschensky Personalmanagement GmbH 3,6 Nürnberg 100,00
K&K HR-Services GmbH 3,6 Jena 100,00
Arcqus GmbH 3,6 Hamburg 100,00
Arcqus Professionals GmbH 3 Reichelsheim 100,00
Stegdoc GmbH 3,6 Mainz 100,00
Siebenlist, Grey & Partner GmbH 3,6 Düsseldorf 100,00
Manpower GmbH & Co. KG (ehemals OnYourSite GmbH) 3,5 Mainz 100,00
Proservia Field Services GmbH 4,6 München 100,00
PADES Personalservice GmbH 3,6 München 100,00
ManpowerGroup Financial Services GmbH 3 Stuttgart 100,00
jenovation GmbH i. L. 3 Jena 100,00
Stegmann Personaldienstleistung GmbH 3 Wien, Österreich 100,00
MONTAPLAN Elektro Verkehrstechnik GmbH 3 Wien, Österreich 100,00
Stegmann Polska Sp. z.o.o. 3 Poznan, Polen 100,00
Stegmann Personal Polska Sp. z.o.o. 3 Poznan, Polen 100,00
Stegmann Czech s.r.o. 3 Prag, Tschechische Republik 100,00
Stegmann Services s.r.o. 3 Bratislava, Slovakei 100,00
Stegmann Nederland B.V. 3 Rotterdam, Niederlande 100,00

1) mittelbare Beteiligung über die ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
2) mittelbare Beteiligung über die AviationPower GmbH
3) mittelbare Beteiligung über die 7S Group GmbH
4) mittelbare Beteiligung über die Proservia GmbH & Co. KG
5) Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten hinsichtlich der Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls Lageberichts gemäß § 264b HGB
6) Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 HGB.

Für den nicht dem Mutterunternehmen gehörenden 30 %-igen Anteil an der Bankpower GmbH Personaldienstleistungen und den 49 %-igen Anteilen an der Aviation-Power GmbH, AviationStaffManagement GmbH, AviationPower UK Ltd und der AviationPower TechnicalServices GmbH wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Posten "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen.

Die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen, Eschborn).

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um die Proservia Field Services GmbH erweitert und um die Verwaltung Stegmann GmbH, Fink Personallogistik GmbH & Co. KG, (S) teg LOG Verwaltungs-GmbH, AIM GmbH & Co. KG, IMS Industrie und Montage Service Verwaltungs GmbH, Verwaltung 7 (S) Engineering GmbH, Verwaltung S.I.T. Stegmann Informations Technologie GmbH, Datos GmbH, 7 (S) Bildung & Integration GmbH, Friendly People GmbH, MFP Production GmbH & Co. KG, Fink Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Splu Projects GmbH, ED WORK Verwaltungs-GmbH, dactylo GmbH, Servitus Haus- und Küchendienste GmbH und P+P Personal + Projekt GmbH reduziert . Die nicht mehr einbezogenen Gesellschaften sind im Geschäftsjahr innerhalb des Konzerns übertragen worden, insofern ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr nicht eingeschränkt.

Zugehörigkeit zu einem übergeordneten Konzernkreis

Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, dem die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH angehört, wird von der Manpower Inc., Milwaukee/USA, aufgestellt. Dieser wird bei der Securities und Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, veröffentlicht (CIK 0000871763).

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 basiert auf den HGB-Einzelabschlüssen der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH und der einbezogenen Tochtergesellschaften. Der Abschlussstichtag der einbezogenen Konzerngesellschaften ist einheitlich der 31. Dezember 2017.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung vorgenommen. Sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge werden - sofern vorhanden - durch die Aufdeckung stiller Reserven verringert; der Restbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen. Ein sich aus der Erstkonsolidierung der VIS (ehemals Vivento Interim Services) GmbH ergebender passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 1 T€ wurde als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB zum 31.12.2013 erfolgswirksam aufgelöst.

Die Kapitalkonsolidierung der Elan Computing (Deutschland) GmbH und der Elan Telecommunications GmbH wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2011. Diese Gesellschaften wurden zum 1. Januar 2012 auf die Experis GmbH verschmolzen.

Die Kapitalkonsolidierung der AviationStaffManagement GmbH wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2012.

Die Kapitalkonsolidierung der AviationPower UK Ltd. wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2014.

Die Kapitalkonsolidierung der 7S Group GmbH erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte aus Vereinfachungsgründen auf Basis eines Zwischenabschlusses zum 1. September 2015.

Die Kapitalkonsolidierung der Proservia Field Services GmbH wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH erfolgte zum 31. Dezember 2017.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie alle Aufwendungen und Erträge zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Zwischen den einbezogenen Gesellschaften gibt es keine zu eliminierenden Zwischengewinne.

Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist der Euro. Die Währungsumrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß § 308a HGB nachfolgenden Grundsätzen (modifizierte Stichtagskursmethode):

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH einbezogenen Unternehmen wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt.

Abweichend von DRS 4 und. DRS 23.34 wurde für Erwerbsvorgänge, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, die Kapitalkonsolidierung auf Basis der Buchwertmethode durchgeführt; abweichend vom DRS 18 enthält der Konzernanhang keine Darstellung des Zusammenhangs zwischen erwartetem und ausgewiesenem Steueraufwand in Form einer Überleitungsrechnung; und abweichend von DRS 7.15 und DRS 22.60 wurde die Angabe des Betrags des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, unterlassen.

Im Einzelnen wurden nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) abgeschrieben.

Im Rahmen des Erwerbs der 7S Gruppe wurden Marken in Höhe von 3.684 T€ als entgeltlich erworbene Marken aktiviert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eingetragene Marken. Auf Basis der voraussichtlichen Dauer der Eigenständigkeit auf den Absatzmärkten, werden diese Marken über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Der im Jahr 2003 aus der Erstkonsolidierung der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG resultierende Firmenwert von 106.144 T€ ergab sich aus der Differenz zwischen dem Wert, mit dem die Beteiligung von der früheren Alleingesellschafterin Manpower Inc., Milwaukee/USA, auf die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH übertragen wurde (122.425 T€, Ermittlung auf Basis eines Gutachtens) abzüglich des Eigenkapitals der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG zum Konsolidierungszeitpunkt (16.281 T€). Der Firmenwert wird in den Folgejahren (unter Berücksichtigung einer im Jahr 2004 erfolgten geringfügigen Korrektur) über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2017 ergibt sich ein Buchwert von 7.133 T€ (Vorjahr: 14.265 T€). Zum Zeitpunkt der Einbringung der Beteiligung an der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG in die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH wurde aufgrund der Marktstellung, des bekannten Markennamens Manpower und in Anbetracht der in Deutschland tendenziell steigenden Nachfrage nach Personaldienstleistungen davon ausgegangen, dass der Markenname sowie die bestehende Organisations- und Kundenstruktur der Gesellschaft 15 Jahre genutzt wird.

Aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der 7S Group GmbH resultierte ein Firmenwert in Höhe von.130.344 T€, der sich aus der Differenz zwischen dem Beteiligungsbuchwert (153.677 T€) und dem Eigenkapital zum Konsolidierungszeitpunkt (19.649 T€) unter Berücksichtigung der im Rahmen des Erwerbs separat aktivierten Marken (3.684 T€) ergab. Zum 31. Dezember 2017 ergibt sich für den Geschäftswert bei einer Nutzungsdauer von 15 Jahren und linearer Abschreibung ein Restbuchwert von 110.068 T€ (Vorjahr 118.757 T€). Hinsichtlich der Nutzungsdauer des im Zusammenhang mit dem Erwerb der 7S Gruppe entstandenen Firmenwerts wird davon ausgegangen, dass die bestehende Organisations- und Kundenstruktur der 7S Gruppe aufgrund der Marktstellung sowie der Einbindung in den Manpower Konzern über 15 Jahre genutzt wird.

Sachanlagen

Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert.

Die Abschreibungen wurden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwei bis dreizehn Jahre) linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen AfA-Tabellen angegebenen Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Einbauten in fremde Gebäude wurden über die Dauer der abgeschlossenen Mietverträge abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode monatsgenau vorgenommen. Die Zugänge des laufenden Jahres wurden einheitlich linear abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2010 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 410 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ausnahmen waren Büromöbel, diese wurden seit dem 1. Januar 2012 nur bis zu 150 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2014 werden alle Anlagegegenstände, die 150 € im Wert überschreiten, aktiviert und planmäßig über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel.

Umlaufvermögen

Vorräte

Vorräte werden zu den Herstellungskosten gemäß § 253 HGB bewertet, wobei die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergebenden Bestandsrisiken durch angemessene Abschläge (niedriger Wertansatz) berücksichtigt werden, soweit hierfür die Gründe bestehen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt grundsätzlich zu den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Einzelkosten zzgl. angemessener Gemeinkosten. Die Herstellungskosten enthalten daneben auch gemäß handelsrechtlichen Wahlrechten aktivierbare angemessene Teile der Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Diese wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für bekannte Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit einem Betrag von 1.971 T€ (Vorjahr: 999 T€) den Minderheitsgesellschafter der Bankpower GmbH, die Deutsche Bank AG, und mit einem Betrag von 14 T€ (Vorjahr: 23 T€) den Minderheitsgesellschafter der AviationPower GmbH, die Lufthansa Technical Training GmbH. Im Vorjahr betraf ein Betrag von 374 T€ den damaligen Minderheitsgesellschafter der VIS GmbH, die Deutsche Telekom AG.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind langfristige Forderungen in Höhe von 48.754 T€ (Vorjahr: 52.082 T€) enthalten, die auf einen Anspruch des Tochterunternehmens Proservia GmbH & Co. KG auf den Ausgleich der nicht durch Deckungsvermögen abgedeckten Pensionsverpflichtungen gegenüber von der Hewlett Packard GmbH übernommenen Mitarbeiter beruhen. Diese Forderungen haben eine Laufzeit bis 16. Juni 2021. Darüber hinaus haben die sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Diese wurden für vorausbezahlte Wartungsrechnungen, Lizenzgebühren für Software und Versicherungsbeiträge gebildet.

Aktivierung und Saldierung latenter Steuern

Aktive und passive latente Steuern wurden nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept ermittelt. Der Aktivüberhang der latenten Steuern wird in der Bilanz ausgewiesen, gemäß Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Bewertung erfolgte zu einem Steuersatz in Höhe von 30,485 %, der die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer beinhaltet.

Die aktiven latenten Steuern betreffen weitestgehend den gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag, temporäre Differenzen aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen sowie sonstige temporäre Differenzen aus anderen personalbezogenen Rückstellungen wie etwa Differenzen beim Urlaubs- und Zeitkonto sowie latente Steuern aus der Aktivierung und Abschreibung diverser immaterieller Vermögensgegenstände aus früheren steuerlichen Ergänzungsbilanzen.

Die verrechneten passiven latenten Steuern betreffen weitestgehend temporäre Differenzen aus steuerlichen Rücklagen für im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613 BGB übernommene Pensionsverpflichtungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensumrechnung resultiert aus dem Deckungsvermögen für das Lebenszeitkonto, welches die Rückstellungen um 331 T€ übersteigt.

Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitmodellen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 6.922 T€. Diese wurden mit Deckungsvermögen (7.253 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen und CTA-Verträge mit der CommerzTrust GmbH, Frankfurt, als Treuhänder klassifiziert.

Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens der Proservia GmbH & Co. KG betragen 6.724 T€. Der beizulegende Zeitwert ist 7.253 T€ und die Erträge aus dem Deckungsvermögen belaufen sich auf 129 T€.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage betrifft die in 2003 erfolgte Einlage sämtlicher von der Manpower Inc., Milwaukee/USA, gehaltener Anteile an der früheren Konzernobergesellschaft ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG in die ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für dem Grunde oder der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten gebildet, sofern mit der Inanspruchnahme zu rechnen ist; sie sind in der Höhe des Betrages der wahrscheinlichen Inanspruchnahme, der dem Erfüllungsbetrag entspricht, angesetzt.

Rückstellungen für die Altersversorgungsverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB vereinfachend angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Manpower Konzern liegen Pensionspläne in folgenden Tochterunternehmen vor.

Hinsichtlich des Pensionsplans der ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG (ehemals Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen) gilt Folgendes: Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinses von 3,68 % p.a. unter Zugrundelegung der aktuellen Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0% und eine Fluktuation von 0,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 1,75 %.

Für die bei der 7S Group GmbH bilanzierten Pensionsrückstellungen gilt Folgendes: Die Pensionsrückstellung wird auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,68 % bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und eine Fluktuation von 0,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 0,0 %. Die Pensionsrückstellung ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen wird (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Für die bei der Proservia GmbH & Co. KG und bei der Proservia Field Services GmbH bilanzierten Pensionsrückstellungen gilt Folgendes: Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,68 % bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und eine Fluktuation von 2,0 % unterstellt. Der zugrunde gelegte Rententrend beträgt 1,75 %. Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen wird (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einem Zinsfuß von 2,8 % beträgt 13.487 T€.

Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 64.064 T€. Diese wurden mit Deckungsvermögen (39.643 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen und CTA-Verträge mit der CommerzTrust GmbH, Frankfurt, und der AXA Lebensversicherung AG, Köln, als Treuhänder klassifiziert.

Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens der Proservia GmbH & Co. KG und der Proservia Field Services GmbH betragen 35.799 T€. Der beizulegende Zeitwert ist 39.660 T€ und die Erträge aus dem Deckungsvermögen belaufen sich auf 1.763 T€.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt 64.064 T€. Zur Fortschreibung der Verpflichtungsseite im Geschäftsjahr 2017 wurden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.429 T€ vorgenommen, die nach reinen Personalaufwendungen (2.486 T€) und Zinsaufwendungen (4.943 T€) getrennt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (1.763 T€) sind mit den Zinszuführungen (4.943 T€) verrechnet und in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung des Versicherers. Der beizulegende Zeitwert der saldierten CTA-Ansprüche entspricht dem Nominalwert der vom Treuhänder verwalteten CTA-Gelder zum Bilanzstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen wurden größtenteils für personalbezogene Verpflichtungen (55.322 T€; Vorjahr: 56.799 T€) gebildet wie Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubsansprüche des Zeit- und Stammpersonals, Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe sowie Zeitguthaben. Die Urlaubsrückstellungen wurden gemäß der Auffassung des Instituts der Wirtschaftsprüfer auf der Grundlage der Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage (220) berechnet. Weitere 22,4 Mio. € (Vorjahr: 19,4 Mio. €) betreffen Rückstellungen für übernommene Verpflichtungen zur Durchführung von Struktur- und Transformationsmaßnahmen der Proservia GmbH & Co. KG und Proservia Field Services GmbH.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Beträge aus der Personalabrechnung wie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt für Zeitpersonal in Höhe von 29.306 T€ (Vorjahr: 29.898 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von 17.968 T€ (Vorjahr: 13.218 T€).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten in Höhe von 35.863 T€ (Vorjahr: 36.318 T€) eine Abgrenzung von Einnahmen für entgeltlich erworbene und den handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag übersteigende Pensionsverpflichtungen der Proservia GmbH & Co. KG und der Proservia Field Services GmbH. Die Auflösung dieser Rechnungsabgrenzung erfolgt aufgrund der Anwendung des Vereinfachungsverfahrens gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den Altersversorgungsverpflichtungen analog pauschal über 15 Jahre.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden im Einklang mit § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen

31.12.2017 31.12.2016
T€ % T€ %
Erlöse aus der Zurverfügungstellung von Arbeitskräften, von technischem Personal, gewerblichen Arbeitnehmern und Büroarbeitskräften 857.155 81,94 841.811 86,77
Arbeitskräftevermittlung 15.747 1,51 14.397 1,48
Weiterbelastete Kosten (Verpflegungsmehraufwendungen und Fahrgeld) 2.875 0,27 1.596 0,16
Übrige Umsätze (im Wesentlichen Umsätze aus Talent Based Outsourcing und Managed Services Provider) 175.081 16,74 116.823 12,04
  1.050.858 100,46 974.627 100,47
Kundenboni und Kundenskonti -4.835 -0,46 -4.514 -0,47
  1.046.023 100,00 970.113 100,00

Aufgliederung nach Regionen

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr zu über 98 % in der Bundesrepublik Deutschland erzielt, der Rest verteilt sich weltweit.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.629 T€ (Vorjahr: 3.475 T€).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 83.965 T€ (Vorjahr: 57.166 T€) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Subunternehmerleistungen und Aufwendungen für freie Mitarbeiter im Geschäftsbereich IT Outsourcing der Proservia GmbH & Co. KG.

Beim Personalaufwand erfolgte eine Trennung zwischen den Aufwendungen für Zeitpersonal und für Stammpersonal. Die Aufwendungen für Zeitpersonal wurden in Löhne und Gehälter und soziale Abgaben unterteilt. In den Aufwendungen für soziale Abgaben für das Stammpersonal sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 7.131 T€ (Vorjahr: 1.754 T€) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr die Vergütung für das Genussrechtskapital in Höhe von 425 T€. Nach Rückzahlung des Genussrechtskapitals im Vorjahr entfielen entsprechende Vergütungen in 2017.

Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von insgesamt 5.523 T€ (Vorjahr: 13.285 T€) enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.552 T€ (Vorjahr: 8.064 T€), die im Wesentlichen aus den strittigen Bereichen der in 2017 gezahlten Steuerbescheide für die Veranlagungszeiträume 2005 bis 2009 der letzten Betriebsprüfung und Zuführungen der Steuerrückstellungen für steuerliche Risiken resultieren. Aus latenten Steuern resultieren Erträge in Höhe von 1.536 T€ (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 3.350 T€).

V. Angaben zur Kapitalflussrechnung gemäß DRS 21

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: Der Finanzmittelfonds entspricht dem Betrag des Bilanzpostens "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" und entfällt fast ausschließlich auf Guthaben bei Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus Salden gegenüber der Bank aus dem weltweiten Cash-Pool (Notional Pooling) der Manpower Inc., Milwaukee/USA. Da diese Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten faktisch der mittel- und langfristigen Finanzierung dienen, werden sie nicht dem Finanzmittelfonds zugeordnet.

VI. Sonstige Angaben

Beschäftigte

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 25.673 Arbeitnehmer (Vorjahr 27.110), davon entfallen 22.893 Mitarbeiter (Vorjahr: 24.590) auf das Zeitpersonal und 2.780 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.520) auf das Stammpersonal.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Auf der Basis der bestehenden Mietverträge für Büroräume ergeben sich derzeit sonstige finanzielle Verpflichtungen von 16.421 T€. Aus den bestehenden Leasingverträgen für Geschäftswagen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von 5.876 T€. Aus den bestehenden Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von 877 T€. Insgesamt belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf 23.174 T€.

Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Der Konzern hat Tagesgeldkonten in Höhe von insgesamt 254 T€ (Vorjahr: 563 T€) als Sicherheit für Avale an Kreditinstitute abgetreten.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses in Höhe von 483 T€ setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen: 483 T€

Geschäftsführer der Konzernobergesellschaft

(ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH) sind

Frederikus Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, seit 05. Dezember 2018

Terry Cade, Managing Director Finance, seit 21. Februar 2019

Dr. Alexander Wurdack, Managing Director

Anke Anderie, Managing Director Human Resources, seit 01. November 2017

Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, bis 01. Dezember 2018

Hansjörg Votteler, Geschäftsführer ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH, bis 02. Februar 2019

Christian Peters, Managing Director Finance, bis 10. August 2018

Ralph Burkhardt, Managing Director, bis 06. Februar 2017

Für das Geschäftsjahr 2017 wurden der Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von 1.255 T€ gewährt.

In der Pensionsrückstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG sind 736 T€ für einen ehemaligen Geschäftsführer enthalten. In 2017 wurden Bezüge in Höhe von 60 T€ ausgezahlt.

Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, gab es nicht.

 

Frankfurt am Main, den 26. März 2019

Frederikus Scholte

Terry Cade

Dr. Alexander Wurdack

Anke Anderie

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 28.811.350 259.622 -23.133.904 5.937.068
2. Geschäfts- und Firmenwert 236.912.164 0 -395.951 236.516.213
3. Geleistete Anzahlungen 2.532.349 555.324 0 3.087.673
  268.255.863 814.946 -23.133.904 245.540.954
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 634.292 965.898 -517.670 1.082.520
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.661.224 3.733.430 -5.407.304 13.987.350
3. Geleistete Anzahlungen 22.543 29.731 -19.088 33.186
  16.318.059 4.729.059 -5.944.062 15.103.056
  284.573.922 5.544.005 -29.077.966 260.644.010
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017
Zugänge
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 25.721.885 1.087.502 -23.133.904 3.675.483
2. Geschäfts- und Firmenwert 103.728.571 15.829.484 -247.837 119.310.218
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
  129.450.456 16.916.986 -23.381.741 122.985.701
II. Sachanlagen        
1. Mietereinbauten 467.349 167.826 -213.525 421.650
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.240.842 2.573.484 -4.556.074 7.258.252
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
  9.708.191 2.741.310 -4.769.599 7.679.902
  139.158.647 19.658.296 -28.151.340 130.665.603
Bilanzwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Marken und EDV-Software 2.261.585 3.089.465
2. Geschäfts- und Firmenwert 117.205.995 133.183.593
3. Geleistete Anzahlungen 3.087.673 2.532.349
  122.555.253 138.805.407
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 660.870 166.943
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.729.098 6.420.382
3. Geleistete Anzahlungen 33.186 22.543
  7.423.154 6.609.868
  129.978.407 145.415.275

Konzernkapitalflussrechnung

2017
T€
2016
T€
Konzern-Jahresfehlbetrag -14.622 -17.077
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 19.658 23.267
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen -10.274 16.228
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-) 1.582 3.914
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -48.367 -28.900
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.050 5.015
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 927 54
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 820 3.532
Ertragsteueraufwand 7.059 9.935
Ertragsteuerzahlungen -10.367 -9.608
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -43.534 6.360
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -815 -2.180
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.729 -1.344
erhaltene Zinsen 181 128
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.363 -3.396
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 53.511 13.309
Einzahlungen aus Aufwandszuschüssen 2.996 19.367
Auszahlungen aus der Tilgung von Genussrechtskapital 0 -5.000
gezahlte Zinsen -1.001 -3.660
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -1.271 -1.529
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 54.235 22.487
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 5.338 25.451
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 6
Finanzmittelbestand am 01.01.2017 46.999 21.542
Finanzmittelbestand am 31.12.2017 (= Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) 52.337 46.999

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung
Stand 1.1.2016 25.000,00 72.424.435,00 -28.575,39
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 0,00 5.954,01
Entnahme aus Kapitalrücklage 0,00 -994.037,69 0,00
Veränderungen nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2016 25.000,00 71.430.397,31 -22.621,38
Stand 1.1.2017 25.000,00 71.430.397,31 -22.621,38
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 0,00 22.621,38
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 994.037,69 0,00
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2017 25.000,00 72.424.435,00 0,00
Mutterunternehmen
Bilanzgewinn/Bilanzverlust
Summe
Stand 1.1.2016 2.100.268,32 74.521.127,93
Ausschüttungen 0,00 0,00
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 5.954,01
Entnahme aus Kapitalrücklage 994.037,69 0,00
Veränderungen nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) -20.072.516,35 -20.072.516,35
Stand 31.12.2016 -16.978.210,34 54.454.565,59
Stand 1.1.2017 -16.978.210,34 54.454.565,59
Ausschüttungen 0,00 0,00
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen -22.621,38 0,00
Zuführung zur Kapitalrücklage -994.037,69 0,00
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) -16.748.609,82 -16.748.609,82
Stand 31.12.2017 -34.743.479,23 37.705.955,77
Minderheitsgesellschafter Konzern
Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital
Stand 1.1.2016 5.741.986,55 80.263.114,48 Stand 1.1.2016
Ausschüttungen -1.529.037,32 -1.529.037,32 Ausschüttungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 5.954,01 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Entnahme aus Kapitalrücklage 0,00 0,00 Entnahme aus Kapitalrücklage
Veränderungen nicht beherrschende Anteile 432.573,46 432.573,46 Veränderungen nicht beherrschende Anteile
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) 2.563.427,11 -17.509.089,24 Jahresüberschuss/fehlbetrag (-)
Stand 31.12.2016 7.208.949,80 61.663.515,39 Stand 31.12.2016
Stand 1.1.2017 7.208.949,80 61.663.515,39 Stand 1.1.2017
Ausschüttungen -1.271.085,20 -1.271.085,20 Ausschüttungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 0,00 0,00 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Zuführung zur Kapitalrücklage 0,00 0,00 Zuführung zur Kapitalrücklage
Jahresüberschuss/fehlbetrag (-) 2.149.704,14 -14.598.905,68 Jahresüberschuss/fehlbetrag (-)
Stand 31.12.2017 8.087.568,74 45.793.524,51 Stand 31.12.2017

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH (ehemals ManpowerGroup Deutschland GmbH, Eschborn), Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ManpowerGroup Deutschland Verwaltungs GmbH (ehemals ManpowerGroup Deutschland GmbH, Eschborn), Frankfurt am Main, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 26. März 2019

Deloitte GmbH
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