Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 103648
Eingetragen
21.12.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
die Beratung, die Entwicklung und der Vertrieb einschließlich der Linzenzierung im IT-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stefan Risse
seit 10.1.2023
Geschäftsführer
Christiaan Carstens
seit 30.9.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leogistics GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.466,67 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 106.122,21 204
122.588,88 204
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 267.418,00 48
2. Geleistete Anzahlungen 434,72 34
267.852,72 82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.409.025,88 2.723
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 948.911,18 304
3. Sonstige Vermögensgegenstände 204.751,20 226
4.562.688,26 3.253
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.294.876,52 1.396
7.124.982,78 4.697
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.075,35 154
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.083.329,49 981,00
8.379.411,22 6.070

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklage 4.003.000,00 4003
III. Gewinnvortrag -5.034.377,44 -335
IV. Jahresfehlbetrag -101.952,05 -4.699
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.083.329,49 981
0,00 0
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.465,64 6
2. Sonstige Rückstellungen 1.908.525,53 2.801
1.912.991,17 2.807
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 221.500,65 765
3. Verbindlichkeiten geg. verbund. Unternehmen 5.801.266,23 2.173
4. Sonstige Verbindlichkeiten 443.653,17 290
6.466.420,05 3.263
8.379.411,22 6.070

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.-31.12. 2023 01.01.-31.12. 2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 15.948.456,35 13.907
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 219.467,00 48
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.962.071,62 7.780
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 846,98 (Vj. TEUR 7)
18.129.994,97 21.735
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.975.719,30 5.570
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.909.626,13 13.737
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung 1.536.022,60 2.394
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 96.372,13 122
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.641.988,58 4.553
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 5.894,52 (Vj. TEUR -13)
18.159.728,74 26.376
8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.383,63 0
davon verbund. Unternehmen EUR 30.732 (Vj. EUR 17)
9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.400,24 -53
10. Ergebnis vor Steuern -101.750,38 -4.694
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 201,67 5
12. Jahresfehlbetrag -101.952,05 -4.699

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundsätzliche Angaben

Die Leogistics GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 (2) HGB und hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 103648 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den deutschen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Davon-Vermerke sowie Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz teilweise in den Anhang aufgenommen worden.

Die Bilanz auf den 31. Dezember 2023 schließt in vollem Umfang an den Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2022 an.

Aufgrund der Veräußerung des verlustbringenden Geschäftsbereichs "myleo" in 2022 sind die Zahlen der Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 nur bedingt mit dem Geschäftsjahr 2022 vergleichbar. Der Umsatzrückgang durch Wegfall des myleo Geschäftes beträgt 2.681 TEUR und wird über eine signifikante Senkung der Aufwendungen für bezogene Leistungen (4.116 TEUR) sowie die Senkung der Personalkosten (4.280 TEUR) überkompensiert. Die Aufwendungen aus der Übernahme von Rechtsrisiken aus in der Vergangenheit gemeinsam abgeschlossenen Verträgen betragen 1.706 TEUR.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zum 31.12.2023 weist die Bilanz einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von 1.083 TEUR (Vj 981 TEUR) aus. Zur Abwendung der Überschuldung wurde von unserer Gesellschafterin cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH, Heidelberg gemäß Rangrücktrittsvereinbarung vom 31.01.2023 erklärt, dass sie mit ihren Ansprüchen hinter sämtliche Forderungen zurücktritt. Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 101 TEUR (Vj Jahresfehlbetrag 4.699 TEUR) aus. Der Jahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten im Zusammenhang mit defizitären Vertragsbeziehungen aus dem Geschäftsbereich "myleo", der bei Veräußerung des Geschäftsbereiches zum 31.12.2022 bei der Leogistics GmbH verblieben ist. Mit sukzessivem Auslaufen der defizitären Vertragsbeziehungen bzw. Projekten ist zu erwarten, dass deutliche Jahresüberschüsse erwirtschaftet werden. Zum 31.12.2023 wurden sämtliche Risiken, soweit ersichtlich, berücksichtigt. Demnach wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern) bilanziert.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage der voraussichtlichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Anlagegegenstände. Bei immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die Nutzungsdauer üblicherweise drei Jahre, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei bis zehn Jahren. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr sofort als abgeschrieben, falls diese die Anschaffungskosten von 800 EUR nicht überschreiten. Ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde nicht gebildet.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB Einzelkosten, angemessene Teile der Gemeinkosten und teilweise Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zu niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Die ausgewiesenen Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Verpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Ergänzende Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 673 TEUR (VJ 304 TEUR) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich von 2.801 TEUR im Vorjahr um 893 TEUR auf 1.909 TEUR im Berichtsjahr. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf einer Abnahme der Rückstellungen für Prämien der Arbeitnehmer von 1.736 TEUR im Vorjahr um 1.030 TEUR auf 706 EUR im Berichtsjahr. Die sonstigen Rückstellungen betreffen des Weiteren die Rückstellungen für Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer mit 105 TEUR (VJ 105 TEUR), Rückstellungen für Drohverluste 483 TEUR (VJ 812 TEUR) sowie Rückstellungen für Schadenersatz 543 T€ (VJ 0 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 925 TEUR (VJ 103 TEUR), davon gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 747 TEUR (VJ 75 TEUR). Darüber hinaus bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 4.876 TEUR (VJ 2.070 TEUR). Hierin enthalten sind 695 TEUR (VJ 2.070 TEUR) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Steuern belaufen sich auf 420 TEUR (VJ 250 TEUR).

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit davon besichert
31.12.2023 Insgesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 221.433,15 221.433,15 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten geg. verbundenen Unternehmen 5.801.266,23 5.106.492,99 694.773,24 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 439.008,58 439.008,58 0,00 0,00 0,00
Total 6.461.707,96 5.766.934,72 694.773,24 0,00 0,00
Restlaufzeit davon besichert
31.12.2022 Insgesamt bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 35.340,00 35.340,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 765.176,24 765.176,24 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten geg. verbundenen Unternehmen 2.172.895,17 103.233,20 2.069.661,97 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 289.686,98 289.686,98 0,00 0,00 0,00
Total 3.263.098,39 1.193.436,42 2.069.661,97 0,00 0,00

IV. Ergänzende Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge veränderten sich von 7.780 TEUR im Vorjahr um 5.818 TEUR auf 1.962 TEUR im Berichtsjahr. Die Veränderung betrifft im Wesentlichen den Veräußerungserlös für den Kundenstamm sowie die Software im Rahmen der Veräußerung des Geschäftsbereichs "myleo" in Höhe von 7.225 TEUR, der im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten war. Im Berichtsjahr entfallen die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen mit 743 TEUR.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 103 TEUR (VJ 196 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kfz-Steuern betragen 21 TEUR (VJ 23 TEUR). Außerdem sind hier Rückstellungsbildungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 360 TEUR (Vj 813 TEUR) sowie Rückstellungen für Schadenersatz in Höhe von 543 TEUR (VJ 0 TEUR) enthalten.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Art 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Miete Geschäftsräume 61.648 181.918
davon gegenüber Gesellschafter cbs 6.961 6.961
Leasing 499.646 451.154
Sonstiges 96.632 93.335
Total 657.926 726.406

Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften in Höhe von 30 TEUR. Am Bilanzstichtag ist mit dem Eintritt der Verpflichtung nicht zu rechnen.

VI. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft im Durchschnitt 108 Angestellte (VJ: 190).

Geschäftsführung und Vertretung:

Rainer Wittwen (seit 01.01.2023)

Stefan Risse (seit 01.01.2023)

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Organbezüge

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zum Mutterunternehmen / Konzernabschluss

Der Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 der Leogistics GmbH wird in den Konzernabschluss der Materna Information und Communications SE mit dem Sitz in 44141 Dortmund, Voßkuhle 37 (Oberste Muttergesellschaft der Leogistics GmbH) für das Geschäftsjahr 2023 einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 101.952,05 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.394,43 19.760,00 231.154,43
Summe: 211.394,43 19.760,00 0,00 231.154,43
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 577.326,92 41.260,72 93.934,99 524.652,65
Summe: 577.326,92 41.260,72 93.934,99 524.652,65
Insgesamt: 788.721,35 61.020,72 93.934,99 755.807,08
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.394,43 3.293,33 214.687,76
Summe: 211.394,43 3.293,33 0,00 214.687,76
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.907,54 93.078,80 47.455,90 418.530,44
Summe: 372.907,54 93.078,80 47.455,90 418.530,44
Insgesamt: 584.301,97 96.372,13 47.455,90 633.218,20
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.466,67 0,00
Summe: 16.466,67 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.122,21 204.419,38
Summe: 106.122,21 204.419,38
Insgesamt: 122.588,88 204.419,38

 

Hamburg, den 13. Mai 2024

Rainer Wittwen, Geschäftsführer

Stefan Risse, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Über leogistics GmbH

Die leogistics GmbH, Hamburg (nachfolgend auch "leogistics") leistet für internationale Industrie- und Logistikunternehmen umfassende logistische Beratungsservices und bietet auf Basis von SAP-Technologie und in der Cloud Softwarelösungen für operative Logistik und Supply Chain Management. Als Innnovationsführer und Softwareanbieter transformiert die leogistics die Welt des Transportmanagements sowie der Werks-, Bahn- und Lagerlogistik.

Auf diesem Weg definiert die leogistics mit den Kunden deren Supply Chain Operations von Anfang bis Ende neu. Im Fokus stehen primär produzierende Groß- als auch Mittelstandsunternehmen mit oder ohne SAP-Systemlandschaft.

Nach Ende 2022 erfolgtem myleo-Verkauf konnte sich leogistics vollumfänglich auf ihre Kunden fokussieren. leogistics operierte im Berichtsjahr 2023 mit 2 Geschäftsbereichen:

SAP Beratungs- und Entwicklungs- Dienstleistungen

leogistics erbringt durch sein Spezial Know-how Dienstleistungen zur Implementierung von SAP-Produkten in den Bereichen Lager und Transport Management (SAP WM, SAP EWM und SAP TM). Dabei kann es sich um eigene Projekte handeln, oder um unterbeauftragte Aufgaben beispielsweise in Projekten der Muttergesellschaft cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH, Heidelberg (nachfolgend "cbs").

Zur Abrundung des Gesamtportfolios im Bereich TM hat leogistics eine eigene Lösungskomponente für das YARD Management auf Basis von SAP Technologien entwickelt.

2. Ziele und Strategie

Die leogistics ist Teil eines integrierten Gesamtportfolios für Industriekunden im Beratungsfeld Sustainable Supply Chain & Manufacturing der cbs. Hier bündelt die cbs eigene Fähigkeiten der Geschäftsprozessgestaltung mit der Expertise von:

im Geschäftsjahr 2022 akquirierten Tochterunternehmen Trebing & Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (T+H KG). cbs hat hiermit das eigene Angebot im Produktionsumfeld um Beratung zur automatisierten Fertigungs- und Maschinensteuerung und Integration von Produktionsleitsystemen (Manufacturing Execution Systemen, MES) sowie Industrial Internet of Things (IIoT) ergänzt. Das Traditionsunternehmen ist spezialisiert auf die digitale Transformation zu intelligenten Fabriken und intelligenten Produkten, beschäftigt rund 60 Mitarbeitende und sitzt in Schwerin, Berlin und Stuttgart.

leogistics GmbH. Über das Unternehmen erhalten internationale Industrie- und Logistikunternehmen umfassende logistische Beratungsservices und Softwarelösungen für operative Logistik und Supply Chain Management, auf Basis von SAP-Technologie und in der Cloud.

Die leogistics sieht sich als ganzheitlicher Beratungs- und Software Partner in der operativen Logistik von internationalen Konzernen und gehobenen Mittelständlern. Im Bereich der operativen Logistik dieser Zielgruppe, entwickeln sich zunehmend hybride Systemarchitekturen aus klassischen SAP-Anwendungen und agilen, moderneren Cloud Anwendungen.

Im Bereich SAP Standard Lösungen sehen wir einen weiter steigenden Bedarf an Dienstleistungen zur Implementierung von innovativen Lager- und Transportprozessen vor allem im Zusammenhang mit S/4 HANA-Transformationen, Lager Automatisierungsprojekten und Modernisierungsanforderungen im Bereich der Transportlogistik. Die Strategie sieht hier vor, unseren Marktanteil stetig weiter auszubauen und durch den ganzheitlichen Ansatz von leogistics, cbs und der Schwestergesellschaft Trebing & Himstedt GmbH und Co. Kommanditgesellschaft, Schwerin, zu forcieren.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im zurückliegenden Jahr weiterhin durch Energiethemen, Lieferkettenproblematiken, Ukraine-Krieg und neue geopolitische Herausforderungen beeinflusst. Inflation und Kostensteigerungen trugen zu einem höheren, unsicheren Umfeld bei. Hohe Preise dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch das bestehende Zinsniveau und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 setzte sich daher nur verhalten fort. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ab.

Die Inflationsrate betrug im Dezember 3,7 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise um 5,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften und blicken skeptischer auf das erste Halbjahr 2024.

Zum Jahresende erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 0,7% oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die Arbeitskräfteknappheit wird allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank im Dezember 2023 um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insbesondere der Dienstleistungssektor sucht jedoch nach wie vor nach neuen Mitarbeitern.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gemäß den Ifo Umfragen im Dezember 2023 leicht eingetrübt. Der Ifo Geschäftsklima Index ist im Dezember 2023 auf 86,4 Punkte nach 87,2 Punkten im Vormonat gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 um 0,3 Prozentpunkte gesunken.

Die Konjunkturerholung verzögert sich und die Haushaltslücke birgt neue Risiken. Es mehren sich jedoch die Anzeichen dafür, dass die Weichen für die deutsche Wirtschaft auf Erholung gestellt sind. Die Inflation ist auf dem Rückzug und die Beschäftigung ist nach wie vor relativ hoch. Laut der Ifo Konjunkturprognose aus dem Frühjahr 2024 wird das preisbereinigte BIP in 2024 um 0,2 % steigen und die Konjunktur im Jahr 2025 dürfte sich wieder normalisieren.

3.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Trend zur Digitalisierung ist bei vielen Unternehmen unverändert hoch. 2023 stieg der Umsatz auf dem Informations- und Telekommunikations-Markt wiederum deutlich. Das Volumen wuchs laut Bitkom e.V. um 2,1 Prozent auf 213,2 Milliarden Euro, was vor allem am guten Geschäft mit IT-Hardware und Software sowie IT-Services lag. Für 2024 geht Bitkom von einem Wachstum von 4,4 Prozent auf dann 224,3 Milliarden Euro aus. Der Bitkom-ifo-Digitalindex der Geschäftslage lag im November 2023 bei 21,5 Punkten.

Fortune Business Insights ging bereits im Jahr 2021 von einer globalen Marktgröße für Lagerverwaltungssysteme mit einem angenommenen Wachstum bis auf 9,14 Mrd. USD im Jahre 2029 aus. Der weiterhin rasche Anstieg im E-Commerce Sektor und das gestiegene Bewusstsein der Unternehmen für Lagerlösungen unterstützen die Marktexpansion. Die Erkenntnisse aus der Pandemie beschleunigte die Einführung von Tools zur Lagerautomatisierung. Die steigende Nachfrage u.a. von E-Commerce Organisationen nach Lagern und die Einführung digitaler Technologien in Lieferketten sind treibende Faktoren der Branche. Die Verbindung zwischen Lager, Lieferkette und Verbraucher wird weiterhin digitalisierte Lagerverwaltungssysteme vorantreiben.

Laut Statista wird der europäische Supply Chain Software Markt in Europa bereits für das Jahr 2024 mit 4,18 Mrd. € geschätzt. Bis zum Jahre 2028 wird mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,36% bis auf ein prognostiziertes Marktvolumen von 5,15 Mrd. € ausgegangen.

Der Gipfel der Logistikweisen im September 2023 betont auch aktuelle Entwicklungen wie gestiegene Personalkosten und negative Mengenentwicklungen in Schlüsselbereichen der Logistikbranche wie Maschinenbau und der Bauwirtschaft, geht jedoch immer noch von einer nominalen Entwicklung von 2,5% für das Jahr 2023 und 0,8% für das Jahr 2024 aus.

Gardner und IDC haben SAP-Lösungen für das Supply Chain Management und u.a. Warehouse Management Systemen zu den führenden Anbietern in diesem Marktsegment gewählt.

Von daher ist leogistics nach Normalisierung der derzeit weltweiten Entwicklungen mit seiner Produktpalette gut im Markt positioniert.

3.3. Geschäftsverlauf

Durch die Strategie, ein ganzheitliches Leistungsportfolio im Bereich Supply Chain Execution Software und Beratung anzubieten, konnte der Umsatz auch im Jahr 2023 trotz Pandemie und damit verbundenen Disruptionen in den globalen Lieferketten nicht nur auf einem stabilen Niveau gehalten, sondern sogar um 15% gegenüber Vorjahr gesteigert werden.

Im Berichtsjahr weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 102 TEUR (Vj Jahresfehlbetrag 4.699 TEUR) aus. Der Jahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten im Zusammenhang mit defizitären Vertragsbeziehungen aus dem Geschäftsbereich "myleo", die bei Veräußerung des Geschäftsbereiches zum 31.12.2022 bei der Leogistics GmbH verblieben sind. Mit sukzessivem Auslaufen der defizitären Vertragsbeziehungen bzw. Projekte ist zu erwarten, dass deutliche Jahresüberschüsse erwirtschaftet werden. Zum 31.12.2023 wurden sämtliche Risiken, soweit ersichtlich, berücksichtigt. Demnach wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern) bilanziert.

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

4.1. Ertragslage

Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sind die entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren der leogistics GmbH.

Aufgrund der Veräußerung des verlustbringenden Geschäftsbereichs "myleo" in 2022 sind die Zahlen der Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 nur bedingt mit dem Geschäftsjahr 2022 vergleichbar. Der Umsatzrückgang durch Wegfall des myleo Geschäftes beträgt 2.681 TEUR und wird über eine signifikante Senkung der Aufwendungen für bezogene Leistungen (4.116 TEUR) sowie die Senkung der Personalkosten (4.280 TEUR) überkompensiert. Die Aufwendungen aus der Übernahme von Rechtsrisiken aus in der Vergangenheit gemeinsam abgeschlossenen Verträgen betragen 1.706 TEUR.

leogistics konnte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 15.948 TEUR (VJ 13.907 TEUR) erzielen. Der Umsatz ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 14,68% gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 1.962 TEUR (VJ 7.780 TEUR). Im Vorjahr war der Veräußerungserlös für den Kundenstamm sowie die Software im Rahmen der Veräußerung des Geschäftsbereichs "myleo" in Höhe von 7.267 TEUR enthalten. Der restliche Betrag im Berichtsjahr entfällt insbesondere auf die Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand verringerte sich absolut auf 1.976 TEUR (VJ 5.570 TEUR). Die Materialeinsatzquote verringerte sich somit um 27,7 Prozentpunkte auf 12,2% (VJ 40,1%). Die Höhe der Kosten im Vorjahr waren durch die Investitionen in "myleo" begründet.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist um 45,3% gesunken (von 190 auf 104 Mitarbeiter). Der Personalaufwand (2023: 10.446 TEUR; VJ 16.131 TEUR) hat sich absolut daher um 5.685 TEUR und relativ um 35,2% verringert. Diese Entwicklung resultiert aus der gesunkenen Mitarbeiterzahl im Zuge der Veräußerung des Geschäftsbereichs "myleo".

Die Abschreibungen belaufen sich auf 96 TEUR (VJ 122 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 23,93% (1.089 TEUR) von im Vorjahr 4.553 TEUR auf 5.642 TEUR erhöht. Die Raumkosten blieben auf Vorjahresniveau. Die Reisekosten inklusive der Fahrzeugkosten erhöhten sich wegen des Wegfalls der meisten Corona-bedingten Einschränkungen um 119 TEUR auf 1.396 TEUR. Kosten für Nutzungsrechte und Lizenzen sanken um 124 TEUR. Rekrutierungskosten verringerten sich um 118 TEUR. Die Werbung ist um 146 TEUR gesunken, insbesondere Werbe- und Messekosten. Die Kommunikationskosten reduzierten sich um 78 TEUR, Fortbildungskosten für Mitarbeiter nahmen um 97 TEUR und freiwillige soziale Aufwendungen um 113 TEUR ab. Ein weiterer Effekt entstand aus Wertberichtigungen auf Forderungen (624 TEUR; VJ 384 TEUR). Die Position verschiedene betriebliche Kosten stieg auf einen absoluten Betrag von 2.528 TEUR, insbesondere durch Übernahme von Rechtsrisiken aus den in der Vergangenheit gemeinsam mit "myleo" eingegangenen Verträgen 1.163 TEUR.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) beträgt -30 TEUR (VJ -4.642 TEUR) und stellt im Vergleich zum Vorjahr eine wesentliche Verbesserung dar und bildet eine solide Basis für die weitere Entwicklung der leogistics.

Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinsaufwendungen resultieren überwiegend aus Zinsen für Gesellschafterdarlehen (72 TEUR; VJ 46 TEUR). Es sind im Berichtsjahr keine Aufwendungen für Verwahrentgelte angefallen.

Der Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres beläuft sich auf -102 TEUR (VJ. - 4.699 TEUR).

4.2. Vermögens- und Finanzlage

Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus den Bilanzen der beiden letzten Geschäftsjahre. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt. Der Anhang enthält weitere Aufgliederungen und Erläuterungen von ausgewählten Posten des Jahresabschlusses.

12/31/2023 12/31/2022
TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 122.6 1.5% 204.0 3.4%
Vorräte 267.8 3.2% 82.0 1.4%
Kurzfristige Forderungen 4,562.7 54.5% 3,253.0 53.6%
Flüssige Mittel 2,294.9 27.4% 1,396.0 23.0%
Übrige Aktiva 48.1 0.6% 154.0 2.5%
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1,083.3 12.9% 981.0 16.2%
8,379.4 100.0% 6,070.0 100.0%
Kapital
Eigenkapital 0.0 0.0% 0.0 0.0%
Langfristige Verbindlichkeiten 694.8 8.3% 2,069.5 34.1%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7,684.6 91.7% 4,000.5 65.9%
8,379.4 100.0% 6,070.0 100.0%
Veränderung
TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen -81.4 -39.9%
Vorräte 185.8 > 100,0
Kurzfristige Forderungen 1,309.7 40.3%
Flüssige Mittel 898.9 64.4%
Übrige Aktiva -105.9 -68.8%
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 102.3 0.0%
2,309.4 38.0%
Kapital
Eigenkapital 0.0 0.0%
Langfristige Verbindlichkeiten -1,374.7 -66.4%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3,684.1 92.1%
2,309.4 38.0%

Die Vorräte bestehen aus unfertigen Leistungen sowie aus geleisteten Anzahlungen an Lieferanten.

Die kurzfristigen Forderungen setzen sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.409 TEUR; VJ 2.723 TEUR), den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (949 TEUR; VJ 304 TEUR) und den sonstigen Vermögensgegenständen (205 TEUR; VJ 226 TEUR) zusammen.

Die flüssigen Mittel sind im Vorjahresvergleich von 1.396 TEUR auf 2.295 TEUR gestiegen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 1.083 TEUR (VJ -981 TEUR). Eine Rangrücktrittserklärung der Gesellschafterin liegt vor.

Die Veränderung bei den langfristigen Verbindlichkeiten (695 TEUR; VJ 2.070 TEUR) beruht hauptsächlich auf der planmäßigen Tilgung des Gesellschafterdarlehen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (221 TEUR; VJ 765 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (4.412 TEUR, sowie sonstige Verbindlichkeiten (444 TEUR; VJ 290 TEUR).

5. Forschung und Entwicklung

Angefallene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtzeitraum 2023 rd. 315 T€ (Vj. 7,9 Mio. €). Die Aufwendungen des Berichtsjahres der leogistics GmbH betreffen überwiegend primäre Personalkosten zu den Themen im Bereich OCR, Projekte zur weiteren Digitalisierung im Bereich LKW- und Eisenbahnabwicklung und Weiterentwicklung des Produktes "leogistics Yard Management" sowie zu einem geringeren Teil auf den Transfer dieses Produktes in Richtung Cloud.

Im Berichtsjahr reduzierten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten signifikant zum Vorjahr, da der in den Vorjahreszahlen enthaltene Geschäftsbereich leoquantum als eigenständige Gesellschaft leoquantum GmbH zum 1.1.2023 ausgegründet wurde. Der Verkauf des Geschäftsbereichs an die leoquantum GmbH wurde im Wege eines Asset Deals noch in 2022 abgewickelt. Die leoquanatum GmbH agiert jetzt als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Materna Gruppe.

6. Risikobericht

6.1. Risikomanagement

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist leogistics naturgemäß verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dabei werden Risiken nur dann eingegangen, wenn ihnen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung gegenübersteht und sie mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb der Organisation beherrschbar sind. Im Rahmen des Risikomanagements führt leogistics zur Beherrschung und Steuerung der identifizierten Risiken sowie zur transparenten Darstellung von sich bietenden Chancen eine laufende Beobachtung und Bewertung durch.

Hierzu werden die risikorelevanten Faktoren aus den Bereichen Vertrieb, Vertragsmanagement, Finanzen, Projektentwicklung, Personal und Recht unter Beachtung der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeiten, Schadenshöhen und Wechselwirkungen fortlaufend überprüft, um negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Geschäftsführung, die regelmäßig und insbesondere im Rahmen des monatlichen Berichtswesens über eine eventuelle Überschreitung festgelegter Risikogrenzwerte informiert wird, stehen somit die notwendigen Entscheidungskriterien zur Verfügung, um zeitnah angemessene Maßnahmen einzuleiten.

6.2. Relevante Risikofaktoren

6.2.1. Gesamtwirtschaftliches Risiko

Unternehmen und die gesamte Wirtschaft werden weiterhin durch ein Konglomerat verschiedenster Risiken beeinflusst. Kostensteigerungen, Inflation, demografischer Wandel und insbesondere Fachkräftemangel im IT-Beratungsmarkt. Daneben sind Hersteller weiterhin von Lieferkettenproblematiken und von Materialknappheiten betroffen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Produktionsketten. Die geopolitischen Risiken haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht wesentlich entschärft. Der Krieg in der Ukraine dauert an. Andere Krisenherde sind noch hinzugekommen, wodurch sich die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich verschlechtert hat. Dies hat Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung der Kunden und kann die Vergabe von Entwicklungs- / IT-Budgets beeinflussen. Hieraus ergibt sich für leogistics ein bestehendes Risiko für Projektstopps und -verschiebungen.

Daher beobachtet und analysiert leogistics die aktuellen Marktgegebenheiten sehr intensiv, um auf zukünftige Entwicklungen bestmöglich vorbereitet zu sein und der jeweiligen Situation bedingte, notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen zu können.

6.2.2. Personalrisiken

leogistics verfolgt Personalrisiken mit größter Aufmerksamkeit und begegnet diesen mit zahlreichen Maßnahmen der Personalentwicklung. Im Fokus steht dabei die Qualifikation der Mitarbeiter, der Erhalt einer niedrigen Fluktuationsrate sowie die langfristige Bindung der Führungskräfte an das Unternehmen. Das Knowhow der Mitarbeiter ist ein entscheidendes Element für die hohe Qualität der Dienstleistungen. Zur langfristigen Sicherung dieser Qualität wird den Mitarbeitern ein breites Angebot an Einarbeitungs-, Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen zur Verfügung gestellt, das auch im Geschäftsjahr 2023 in dem aktuell möglichen Rahmen sehr lebhaft wahrgenommen wurde.

6.2.3. IT-Risiken

leogistics ist zur Abwicklung der Geschäftstätigkeit auf die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der IT-Systeme angewiesen. Diese können aufgrund technischer Störungen ausfallen oder durch externe Ereignisse wie Computerviren, schädliche Codes oder Cyberangriffe, welche von leogistics ggf. nur bedingt abgewendet werden können, gestört werden. Mögliche Auswirkungen dieser externen Angriffe sind unbefugte Zugriffe oder Datenverluste.

Um dies zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme zu garantieren, investiert leogistics kontinuierlich in eine moderne Hard- und Software-Infrastruktur und nimmt regelmäßige Datensicherungen vor. Hierbei werden Produkte der führenden Hersteller eingesetzt und geltende Sicherheitsrichtlinien und Verfahren fortlaufend den neuesten technischen Entwicklungen angepasst.

6.2.4. Rechtliche Risiken

Zur Bewältigung und Vermeidung rechtlicher Angelegenheiten hat leogistics sich personell entsprechend aufgestellt und bedient sich im Einzelfall externer anwaltlicher Beratung. Wenn Risiken aus Rechtsstreitigkeiten erkennbar sind, werden sie im angemessenen Umfang durch Bildung entsprechender Rückstellungen berücksichtigt. Der endgültige Ausgang einzelner Verfahren kann zwar Einfluss auf das Ergebnis nehmen, jedoch sind aus heutiger Sicht keine rechtlichen Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage haben und nicht bereits im Jahresabschluss zum 31.12.2023 abgebildet wurden.

6.2.5. Finanzrisiken

Finanzielle Risiken, zu denen Liquiditäts-, Zins- und Ausfallrisiken zählen, überwacht leogistics mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Das Berichtswesen des Materna-Mutterkonzerns gewährleistet eine regelmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken.

Die Liquiditätsrisiken werden bei leogistics auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung zentral überwacht und gesteuert. Zudem wird die Liquiditätsversorgung der leogistics durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln sichergestellt, um Liquiditätsengpässe bestmöglich auszuschließen.

Ausfallrisiken, den Forderungsbestand betreffend, werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden.

6.3. Chancen

Chancen ergeben sich aus dem wirtschaftlichen Wandel und der einhergehenden Digitalisierung. Die Pandemie hat diesen Trend nicht unterbrochen, sondern weiter verstärkt. Industriekunden brauchen nachhaltige, global steuerungsfähige und agile digitale Unternehmenslösungen, um ihr Geschäft in einer sich rapide wandelnden und von geopolitischen Krisen und Disruptionen in den Lieferketten geprägten Geschäfts- und Umwelt erfolgreich zu gestalten. Dieser robuste Bedarf konnte die negativen Auswirkungen einer Abschwächung der Weltwirtschaft auf das leogistics Geschäft bislang kompensieren.

Entsprechend erwartet die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr eine konstante Nachfrage nach den Kernleistungen von leogistics und geht davon aus, den Wachstumskurs kontrolliert fortführen zu können. Neben der Nutzung der Marktpotentiale und der Suche nach neuen Mitarbeitern für das Beratungsgeschäft auf internationaler Ebene stehen interne qualitätssichernde und strukturstärkende Maßnahmen auf der Agenda, um die Organisation nachhaltig weiterzuentwickeln und auszubauen.

7. Prognosebericht

7.1. Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz eines Abflachens der Auswirkungen der Coronapandemie bleiben die wirtschaftlichen Herausforderungen in Deutschland bestehen und sind vielschichtig. Die unklare Haushaltslage aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes, der anhaltende Ukraine-Krieg und neue geopolitische Spannungen setzen der Weltwirtschaft zu, belasten den exportorientierten Industriestandort Deutschland und trüben die Erwartungen seiner Weltmarktführer. Viele Unsicherheiten verzögern eine Erholung.

Das Ifo-Institut hat deshalb im Frühjahr 2024 seine Vorausschau für 2024 deutlich abgeschwächt. Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) senkte das Institut für 2024 nunmehr seinen Ausblick auf das Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent auf lediglich 0,2 Prozent. Erst im Jahr 2025 soll der Zuwachs wieder bei 1,5 Prozent liegen.

Dem stehen steigende Ausgaben für Informationstechnologie und Telekommunikation gegenüber. Im laufenden Jahr werden sie im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen.

In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 29,9 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 51,7 Milliarden Euro auch im Jahr 2024 (+4,8 Prozent) direkt nach der IT-Hardware den größten Anteil des IT-Markts ab. Die Ausgaben für IT-Hardware steigen im laufenden Jahr um 4,6 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro.

7.2. Prognose für die Gesellschaft

Die Projektpipeline 2024 ist für den SAP EWM Bereich bereits sehr gut gefüllt, hinzu kommt eine hohe Anzahl von Anfragen, so dass von einer hohen Auslastung ausgegangen werden kann. Im Bereich TM haben wir ebenfalls eine gute Anzahl an Projektanfragen, viele Projekte aus dem Jahr 2023 laufen noch bis mindestens Mitte 2024. Im Bereich SAP Yard Management konnten neue Projekte für 2024 gewonnen werden und es gibt auch neue große Opportunities. Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter wird auch 2024 wieder eine Herausforderung bleiben. Intensiviert wird die Ausbildung junger Talente von der Hochschule. Im Jahr 2024 wird mit einer moderaten Steigerung des Umsatzes und EBITs gerechnet.

Die tatsächliche Entwicklung im Jahr 2024 kann von der Prognose abweichen.

 

Hamburg, den 13. Mai 2024

leogistics GmbH

Rainer Wittwen, Geschäftsführer

Stefan Risse, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leogistics GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der

Leogistics GmbH

Hamburg

- bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leogistics GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhaltes - Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und im Lagebericht zum Geschäftsverlauf und zur Vermögenslage, in denen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft auf den "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEuro 1.083 hinweisen, die mit der Gesellschafterin geschlossene Rangrücktrittsvereinbarung zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung sowie die Belastung der Jahresergebnisses 2023 durch Sondereffekte, welche aus defizitären Vertragsbeziehungen betreffend "myleo" resultieren. Für die Geschäftsjahre 2024 ff. wird mit deutlichen Jahresüberschüssen gerechnet. Demnach wurde entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (going concern) bilanziert. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche

falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

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