Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 17842
Vorher
LEO II.-VV11 GmbH
Eingetragen
11.7.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Das Halten von Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Kohn
seit 6.9.2023
Geschäftsführer
Rolf Brueck
seit 6.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.51% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (13)

NameAnteil
70.00%
Qualitas Mutual Private Equity Program IV, FCRESP
5.50%
Qualitas Funds Direct I, SCR, S.A.ESP
5.50%
QF Direct I, FCRESP
5.00%
Qualitas Mutual Private Equity Program V, FCRESP
4.99%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Emitec Holding GmbH

Lohmar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Heute ist die Emitec Technologies Unternehmensgruppe auf dem Sektor Metallträger für Abgas-Katalysatoren für Kraftfahrzeuge und mobile Maschinen ein führender Anbieter mit mehr als 35-jähriger Expertise am Markt.

Darüber hinaus ist die Emitec Technologies Gruppe langjähriger Entwicklungspartner der Motoren- und Automobilhersteller ‒ vom Zweirad über PKW zum Nutzfahrzeug ‒ und auch für die Land- und Baumaschinenindustrie. Mit diesen Kunden werden Produkt- und System-Entwicklungen im eigenen Entwicklungs- und Testzentrum in der Regel gemeinschaftlich durchgeführt.

Etwa 1.000 Mitarbeiter/innen (inklusive Leihkräften) sind an den Standorten in Lohmar und Eisenach (Deutschland) und in Pune (Indien) beschäftigt. Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland. Vertriebsunterstützung erfolgt durch Büros in Japan und Italien. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in Europa, Nordamerika und Asien.

Zu den Kunden zählen sehr viele namhafte PKW-, LKW- und Motorradhersteller der Welt sowie im Non-Road-Bereich die Produzenten von Traktoren, Land- und Baumaschinen, Schiffsmotoren und Diesellokomotiven.

Am 1. August 2023 erwarb die Emitec Holding GmbH 100% der Anteile an der Emitec Technologies GmbH (ehemals Vitesco Technologies Emitec GmbH) von der Vitesco Technologies GmbH, Regensburg, durch die Leo II - VV12 GmbH (Acquico).

Zum Erwerbszeitpunkt wurden durch die Transaktion auch die Tochterunternehmen der Emitec Technologies GmbH neu in den Emitec Konzern eingebunden.

Dies waren 99,999% der Anteile an der Emitec Technologies India Pvt. Ltd., Pune/Indien (im Folgenden "Emitec Indien"), 100% der Anteile an der Emitec Technologies Italia S.r.l., Brixen/Italien, 100% der Anteile an der Emitec Technologies Japan KK, Tokio/Japan, und 100% der Anteile an der Emitec Technologies Verwaltungs GmbH, Lohmar.

Weitere 0,001% der Anteile an der Emitec Indien hat die Leo II - VV12 GmbH (AcquiCo) von der Vitesco Technologies Eisenach Verwaltungs GmbH, Eisenach, im Rahmen der Transaktion erworben.

Basis für zukünftiges Wachstum stellt die immer strikter werdende Abgasgesetzgebung dar. In Zukunft wird es weltweit noch breitere Analyse-Anforderungen wie zum Beispiel "Real Driving Emission Tests" und "On-road Tests", nicht nur im PKW-Bereich, sondern auch für Off-Road, Marine, Nutzfahrzeuge, etc. geben.

Hierfür müssen die passenden Systeme und Komponenten rechtzeitig und wirtschaftlich zur Verfügung gestellt werden.

Forschung und Entwicklung

Die zukünftigen, aber auch die schon heute gültigen Abgasgesetzgebungen haben für die Motorenhersteller folgende Herausforderungen:

Einhaltung der zukünftigen Emissionsgrenzwerte nicht nur im Abgaszyklus, sondern auch unter realen Fahrbedingungen RDE

"On-Road" Messungen der Emissionen unabhängig vom Fahrer und der Fahrsituation bis hin zu -7°C - + 30°C Fahrten

Übergang von der On-Board Diagnose auf On-Board Monitoring

Reduktion des Verbrauchs bzw. der CO 2 -Emissionen auf Basis des "Fit for 55" Paketes der Europäischen Kommission und im Speziellen der darin enthaltenden Revision der CO 2 -Emissionen für den Automotive Bereich

neue Grenzwerte - für heute in Europa noch nicht regulierte Gase - wie zum Beispiel Ammoniak für PKW und Methan

Verlängerung der Dauerhaltbarkeit auf bis zu 200.000 km oder zehn Jahre.

Damit stehen die Automobilhersteller und die Zulieferer vor der Herausforderung, im Umfeld einer zunehmenden Elektrifizierung robuste und kostengünstige Abgasnachbehandlungssysteme zu entwickeln und gleichzeitig die CO 2 -Emissionen zu verringern. Durch die neuen Grenzwertszenarien (Europa, USA, China, etc.). werden die Anforderungen sowohl bei PKW als auch bei Nutzfahrzeugen in Richtung Kaltstartemissionen nochmals verschärft. Auch die besonderen Anforderungen von elektrifizierten Antriebssträngen hinsichtlich Emissionen bei Motorstart mit erhöhter Beschleunigung (Autobahnauffahrt) oder längerem "Motor aus" stehen im Fokus.

Die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren wird weitergeführt und bringt insbesondere mit dem Trend zur Elektrifizierung der Antriebe noch große Potentiale. Durch die vermutlich auch in der Zukunft erwarteten höheren Kraftstoffpreise und die schärferen zukünftigen CO 2 -Normen amortisieren sich komplexere Systeme schneller. Für die spezielle Problemstellung Kaltstarteffektivität der Katalysatorsysteme und Thermomanagement des Abgasnachbehandlungs-Systems hat die Emitec Technologies Gruppe Lösungen verfügbar. Die zukünftige, höhere Bordnetzspannung von 48V wirkt als Enabler für den Elektrisch Heizbaren Katalysator (EHC) und die Elektrisch Heizbare Scheibe (EHD). Sowohl EHC als auch EHD werden in Abhängigkeit der zukünftigen weltweiten Gesetzgebungen sowohl für PKW mit Dieselmotoren, aber auch für leichte und schwere Nutzfahrzeuge eine wirkungsvolle Komponente sein, die Emissionen zu senken.

Schwerpunkt der Entwicklung liegt zum einen auf der Weiterentwicklung des EHD mit dem Ziel der Kostenreduktion und der Vorbereitung auf die Massenproduktion. Zusätzlich werden auch die "normalen" metallischen Katalysatorträger weiterentwickelt. Schwerpunkt der Arbeiten hier liegt in der Verbesserung des Kaltstartverhaltens. Als Beispiel sind die neue Kreuz-Struktur CS als auch der mantellose Katalysator zu nennen.

In 2023 wurde weiter an Industriekatanwendungen und Katalysatoren für Kamine gearbeitet. Der sogenannte Kaminfilterkat wird seit Ende 2023 in vielen Baumärkten als Nachrüstlösung angeboten.

Aufgrund des in Europa politisch geplanten Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor arbeitet die Emitec Technologies Gruppe verstärkt an Produkten für den Non-Automotive Bereich.

Neben der Nutzung der Wabenkörpertechnologie für andere Anwendungsbereiche, z.B. für Wärmetauscher und Solarreceiver, wurden in 2023 mit Unterstützung externer Firmen die gezielte Auswahl neuer Beschäftigungsfelder und Produkte insbesondere für die deutschen Werke gestartet.

In diesem Rahmen werden bei der Emitec Technologies Gruppe Produkte von der Ideenfindung bis zur Überprüfung der Dauerhaltbarkeit entwickelt und in die Serienfertigung überführt.

Diese Produktentwicklungen sowohl auf dem Gebiet der Benzin- und Dieselmotorabgassysteme als auch im Non-Automotive Bereich werden durch 17 neue Patentanmeldungen (Familien) im abgelaufenen Jahr flankiert (Vorjahr 17 Patentanmeldungen), die in relevanten Industrie- und Schwellenländern registriert werden oder wurden. Die zugehörigen Innovationsprojekte werden meist in Zusammenarbeit mit internationalen Leitkunden industrialisiert.

Die Patentstrategie soll auch künftig sicherstellen, dass bestehende und zukünftige Produkte in relevanten Märkten patentrechtlich abgesichert sind. Somit sichert diese Patentstrategie unsere Position als Marktführer auf dem Gebiet der metallischen Katalysatorträger für die Abgasnachbehandlung mobiler On- und Off-Road-Motorapplikationen als auch auf dem Gebiet der zu entwickelnden Produkte für Non-Automotive Anwendungen um, trotz Einführung von batterieelektrischen Fahrzeugen, langfristig die Produktionsstandorte speziell in Deutschland zu sichern.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung 1

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD sieht für Deutschland nur ein geringes Wirtschaftswachstum für 2024 voraus. Es wird von einem Wachstum von lediglich 0,6% ausgegangen. Das Jahr 2023 hat für Deutschland gemäß dem Statistischen Bundesamt eine Bruttoinlandsproduktentwicklung von -0,3% ausgewiesen.

Nach zehn Jahren mit dynamischem exportinduziertem Wachstum, sinkender Arbeitslosigkeit und Haushaltsüberschüssen zeigten die Pandemie und die Energiekrise, dass Deutschland strukturelle Schwachstellen aufweist und seine ökologische und digitale Transformation unbedingt beschleunigen muss. Gleichzeitig erhöht die rasche Bevölkerungsalterung den Druck auf die öffentlichen Finanzen und verschärft den Fachkräftemangel.

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht aber auch Hoffnungszeichen aus - er sieht die weltweite Wirtschaftsleistung leicht im Aufwind. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen.

Deutschland leide jedoch als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr.

In Deutschland sind 2023 etwas mehr Neuwagen zugelassen worden als ein Jahr zuvor. Gemäß Informationen des Kraftfahrtbundsamtes (KBA) kamen im Gesamtjahr 2,84 Millionen Neuwagen zur Anmeldung. Im Vorjahr waren es 2,65 Millionen Neuwagen.

Die drei großen Automobilmärkte Europa, China und Amerika sind im vergangenen Jahr gewachsen - allerdings mit unterschiedlichem Tempo. Während China ein Allzeithoch bei den Neuzulassungen verbuchte, lief die Erholung in Europa und den USA deutlich schleppender.

In Europa rollten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) im vergangenen Jahr gut 12,8 Millionen PKW neu auf die Straße, 14 % mehr als im Vorjahr.

In den USA stiegen die Neuzulassungen ebenfalls zweistellig: 15,5 Millionen PKW entsprechen einem Plus von 12 % im Vergleich zum Vorjahr.

Mit Bestwerten schloss trotz allgemein lahmender Konjunktur der chinesische PKW-Markt ab. Insgesamt wurden 25,8 Millionen PKW verkauft, mehr als in jedem anderen Jahr zuvor. Gegenüber dem Vorjahr steht ein Plus von 11 % in der Bilanz.

Auch auf den übrigen großen PKW-Märkten verkauften sich Neuwagen besser als im Vorjahr. Indien legte um knapp 8 % auf 4,1 Millionen Fahrzeuge zu, Japan kam nach einem Plus von rund 16 % auf knapp vier Millionen Einheiten. In Brasilien gab es einen Zuwachs um 11 % auf knapp 2,2 Millionen Fahrzeuge.

Geschäftsverlauf

Am 6. Oktober 2022 wurde durch notariell beurkundete Vertragsunterzeichnung ein Eigentümerwechsel des Emitec Geschäftsbereichs von der Vitesco Technologies Gruppe an die in München ansässige Lenbach Equity Opportunities II GmbH & Co KG (LEO II), beraten durch die Dubag Gruppe, eingeleitet.

Finalisiert wurde dieser Eigentümerwechsel am 1. August 2023. Die Emitec Holding GmbH als oberste Konzernmuttergesellschaft erwarb durch ihre direkte Tochtergesellschaft, die Leo II.-VV12 GmbH (Acquico) 100% der Anteile an der Emitec Technologies GmbH (ehemals Vitesco Technologies Emitec GmbH) von der Vitesco Technologies GmbH, Regensburg.

Zum Erwerbszeitpunkt wurden durch die Transaktion auch die Tochterunternehmen der Emitec Technologies GmbH neu in den Emitec Konzern eingebunden. Hierbei handelte es sich um 99,999% der Anteile an der Emitec Technologies India Pvt. Ltd., Pune/Indien (im Folgenden "Emitec Indien"), 100% der Anteile an der Emitec Technologies Italia S.r.l., Brixen/Italien, 100% der Anteile an der Emitec Technologies Japan KK, Tokio/Japan, und 100% der Anteile an der Emitec Technologies Verwaltungs GmbH, Lohmar. Weitere 0,001% der Anteile an der Emitec Indien wurden durch die Leo II - VV12 GmbH (AcquiCo) von der Vitesco Technologies Eisenach Verwaltungs GmbH, Eisenach, im Rahmen der Transaktion erworben.

Durch die allgemeine Verbesserung in den Lieferkettenprozessen konnten wir eine Entspannung des Marktes registrieren. Dies hat zu Umsätzen geführt, welche über den Planumsätzen für 2023 lagen.

Im November 2023 wurde durch die EU-Behörden der erste Entwurf der zukünftigen EURO 7 Abgasnorm vorgestellt. Dieser wird nun zwischen den EU-Institutionen (Kommission, Council und Parlament) im sogenannten Trialog verhandelt und abgestimmt.

Im Jahr 2024 wird die Veröffentlichung der China 7 Abgasnorm erwartet. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Norm strikter ausfallen wird als die EURO 7 Abgasnormen.

Das Unternehmen wird hauptsächlich durch die Kennzahlen Umsatz, EBITDA und liquide Mittel gesteuert. Im folgenden Abschnitt wird darauf entsprechend eingegangen.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf in 2023 zufrieden - insbesondere mit Blick auf die letzten fünf Monate des Jahres, in denen die erworbenen Gesellschaften neu in den Emitec Konzern eingebunden waren.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Infolge des Erwerbs der Emitec Technologies Gruppe zum 1. August 2023 ist die Vergleichbarkeit der beiden Geschäftsjahre eingeschränkt.

Die Bilanz schließt mit einer Bilanzsumme von T€ 152.090 (i. Vj. T€ 693).

Die Aktivseite ist geprägt durch langfristige Vermögenswerte (T€ 106.873; i. Vj. T€ 265)), die wiederum im Wesentlichen aus Sachanlagen (T€ 81.168; i. Vj. T€ 30) und immateriellen Vermögenswerten (T€ 24.413; i. Vj. T€ 0) bestehen. Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen T€ 45.217 (i. Vj. 428); die Hauptbestandteile sind die Vorräte mit T€ 15.146 (i. Vj. T€ 0), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (T€ 14.310; i. Vj. T€ 11) sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (T€ 10.010; i. Vj. T€ 154).

Dem stehen auf der Passivseite langfristige Schulden von T€ 111.498 (i. Vj. T€ 1.500) - im Wesentlichen aus Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer (T€ 52.116; i. Vj. T€ 0), sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (T€ 36.783; i. Vj. T€ 1.500) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (T€ 20.429; i. Vj. T€ 0) - gegenüber. Kurzfristige Schulden (T€ 35.213; i. Vj. T€ 451) umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten von T€ 29.763 (i. Vj. T€ 451). Das Konzerneigenkapital beträgt T€ 5.380 (i. Vj. T€ -1.259).

Den Umsatzerlösen von T€ 70.428 (i. Vj. T€ 0) stehen Umsatzkosten von T€ 51.805 (i. Vj. T€ 0) gegenüber, was zu einem Bruttogewinn von T€ 18.623 (i. Vj. T€ 0) führte. Die sonstigen Erträge von T€ 19.608 (i. Vj. T€ 0) sind maßgeblich durch die Erträge aus der Auflösung eines Badwills (T€ 15.549) geprägt. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stehen mit T€ 10.228 (i. Vj. T€ 0) zu Buche. Unter Berücksichtigung von - unter anderem - Finanzierungsaufwendungen (T€ 2.985; i. Vj. T€ 0) und Ertragsteueraufwendungen (T€ 2.087; i. Vj. T€ 0) ergibt sich ein Gewinn der Periode von T€ 13.762 (i. Vj. Verlust von T€ 1.320).

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt T€ 37.575 (i. Vj. T€ -1.143). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ -61.627 (i. Vj. T€ -265) ist wesentlich durch den Erwerb eines Tochterunternehmens geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ 30.354 (i. Vj. T€ 1.549) beinhaltet - wie im Vorjahr - im Wesentlichen Einzahlungen aus Krediten und Fremdkapitalaufnahmen.

Nachfolgend werden ergänzend die erzielten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA und liquide Mittel im Vergleich zu den entsprechenden Forecastwerten für den Zeitraum 1. August bis zum 31. Dezember 2023 (FC 08-12/2023) betrachtet. Ab dem 1. August 2023 gehörten die großen operativen Emitec Technologies-Einheiten der neuen Konzerngruppe an, welche maßgeblich die Finanzkennzahlen des gesamten Emitec-Konzerns beeinflussen.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 um € 4,3 Mio. im Vergleich zum FC 08-12/2023 und erreichten € 70,4 Mio.

Umsätze mit Komponenten für Motorradanwendungen stiegen im Vergleich zum FC 08-12/2023 leicht an und trugen mit 46,9% (FC 08-12/2023 = 45,9%) zum Gesamtumsatz bei.

PKW-Anwendungen entwickelten sich positiv und hatten einen Anteil am Gesamtumsatz von 41,2% gegenüber einem Umsatzanteil von 39,1% im FC 08-12/2023.

Die Umsätze mit Applikationen für Nutzfahrzeuge und im Off-Road-Geschäft fielen im Vergleich zum Vorjahr etwas ab. Der Umsatzanteil am Gesamtumsatz im Jahr 2023 belief sich auf 12,0%.

Darüber hinaus konnten Umsätze im Bereich Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen erwirtschaftet werden. Im Jahre 2023 machte dies 5,1% vom Gesamtumsatz aus.

Das EBITDA 2023 des Emitec-Konzerns beläuft sich auf € 23,1 Mio. unter Berücksichtigung von angefallenen Abschreibungen in Höhe von € 4,5 Mio. Der entsprechende FC 08-12/2023-Vergleichswert ging von € 7,2 Mio. aus. Die Differenz ergibt sich hauptsächlich aus der ertragswirksamen Auflösung des Badwills als Resultat aus der Purchase Price Allocation (Badwill = € 15,5 Mio.).

Der Konzern weist zum 31. Dezember 2023 einen Stand an flüssigen Mitteln in Höhe von € 10,0 Mio. aus. Die liquiden Mittel haben sich vom 1. August bis zum 31. Dezember 2023 um € -6,0 Mio. verändert. Die Entwicklung in den liquiden Mitteln wurde hauptsächlich aus den Transaktionen des Konzernzusammenschlusses beeinflusst.

Die Anzahl der Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) beläuft sich zum 31. Dezember 2023 im neugeformten Emitec-Konzern auf 759, einschließlich der zwei Geschäftsführer. Zum 31. Dezember 2023 befanden sich 21 Auszubildende in der Unternehmensgruppe.

Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird entscheidend vom globalen Konjunkturverlauf, dem Krieg in der Ukraine und vom Israel-Gazastreifen Konflikt beeinflusst. Reibungslos funktionierende Lieferketten, höhere Material-, Energie- und Personalkosten sowie die Umstrukturierung in der Automobilindustrie in Richtung elektrischer Antriebe werden einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.

Im Rahmen der weltweiten geschäftlichen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Abgasnachbehandlung von Automobilen, Lastkraftwagen, Zweirädern und Off-Road-Anwendungen ist die Emitec Technologies Gruppe einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Im Rahmen unserer Strategie-, Planungs- und Budgetprozesse sowie in der Unternehmensberichterstattung werden diese Risiken laufend beobachtet und bewertet.

Die Emitec Technologies Gruppe hat sich in den letzten Jahren in den Märkten differenziert, sodass eine einseitige Kundenabhängigkeit vermieden wird. Geschäfte mit PKW-, Motorrad- und Nutzfahrzeugkunden wurden weiter auf mehrere Kunden ausbalanciert, die ihrerseits in unterschiedlichen Regionen tätig sind.

Durch aktuell in der Entscheidungsphase befindliche verschärfte Abgasgesetzgebungen wie EU7 / VII, China 7, CARB ACC2 sowie in den Schwellenländern werden in den nächsten Jahren sowohl neue Märkte entstehen als auch bestehende Wachstumsimpulse generiert. Die Emitec Technologies Gruppe investiert zurzeit primär in Produktionsmaschinen für den Serieneinsatz des EHC und EHD. Für die Entwicklung neuer Non-Automotive Produkte sind erhebliche Entwicklungsleistungen und im weiteren Verlauf Investitionen notwendig.

Es erfolgt eine jährliche Überprüfung unserer ISO/TS-Zertifizierung sowie eine regelmäßige Überprüfung unserer IT-Infrastruktur & IT-Sicherheit. Darüber hinaus werden im Rahmen der vorhandenen internen Kontrollprozesse fortwährend die Maßnahmen zur Kontrolle von Risiken überprüft und verbessert. Das Risikomanagement ist Teil der Emitec Corporate Governance.

Folgenden Risikokategorien wird weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen in abnehmender Reihenfolge genannt sind:

Strategische Risiken

Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt: Dies gilt insbesondere für Technologie, Preise, Produktqualität sowie Entwicklungs- und Markteinführungszeit. Die Abgastechnologie ist darüber hinaus stark abhängig von den jeweiligen gesetzlichen Regelungen der Länder/Regionen. Durch den Ausbau unserer globalen Vertriebsaktivitäten sind wir verstärkt auch den Risiken ausgesetzt, die aus politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in bestimmten Weltregionen erwachsen. Die in einigen Ländern verstärkt politisch gewollte und geförderte Einführung der Elektromobilität reduziert die Gesamtanzahl der Verbrennungsmotoren und damit den potenziellen Markt für Katalysatoren.

Dazu zählen auch unvorhersehbare Preissteigerungen bei Material und Energie sowie Lohnsteigerungen. Wir beobachten diese Risiken intensiv, um gegen bedrohliche Entwicklungen gewappnet zu sein und um mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen gegebenenfalls angemessen reagieren zu können.

Operative Risiken

Entsprechend den positiven Erwartungen gegenüber unseren Märkten werden wir unsere Produktpalette fortlaufend weiterentwickeln. Dazu dienen unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die im Rahmen der strategischen Planung jährlich überprüft werden.

Um Prozess- und Wertschöpfungsrisiken zu begegnen, haben wir umfassende Verfahrensvorgaben zu Projekt- und Qualitätsmanagement, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz festgelegt.

Die Zertifizierung des Qualitätsmanagements nach ISO/TS 16949 und die des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 werden jährlich neu bestätigt.

Zudem werden unsere Produktionsverfahren, Herstellungstechniken und Abläufe in der Verwaltung ständig weiterentwickelt und verbessert, unsere Anlagen sorgfältig gewartet und unsere Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet.

Die IT-Zuverlässigkeit und -Sicherheit hat einen hohen Stellenwert und wird ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Eine IT-Security-Policy wurde eingeführt und wird laufend verbessert.

Lieferantenrisiken

Bei der Versorgung mit Vormaterial und Investitionsgütern sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter reduziert unsere Einflussmöglichkeiten auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Ein potenzielles Risiko für die Ergebnisse der Gesellschaft ist das schwankende Preisniveau in den Energie- und Rohstoffmärkten, insbesondere bei den Stahlfolien.

Diesen Risiken begegnen wir durch intensive Marktbeobachtung, eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie langfristige Lieferverträge und Überwachung der gesamten Lieferkette. Wo möglich werden entsprechende Preisanpassungsvereinbarungen mit unseren Kunden getroffen.

Zur zumindest teilweisen Kompensation der steigenden Energiekosten wurde und wird in Solarfelder und Blockheizkraftwerke investiert, womit auch der CO 2 -Ausstoß der Produktionsstätten vermindert wird.

Personalrisiken

In unserem Geschäftsfeld herrscht ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte; dies betrifft insbesondere Mitarbeiter mit wissenschaftlichem, technischem und branchenspezifischem Hintergrund für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Der Trend hin zur Elektromobilität und damit das Entstehen neuer Industrien verschärft noch einmal den Wettbewerb und macht es für Firmen, die überwiegend an klassischen Antriebskonzepten arbeiten, schwieriger. Unser zukünftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir in der Lage sind, qualifizierte Fach- und Führungskräfte einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die Entwicklung von neuen Produkten für den Non-Automotive Bereich erhöht die Attraktivität.

Chancen

Das Jahr 2024 wird einige schwere Aufgaben für die Emitec Technologies Gruppe bereithalten, die bereits in Angriff genommen wurden. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten unserer Gesellschaft wird auch im kommenden Geschäftsjahr die weitere Vorbereitung der Serienfertigung von EHC/EHD-Produkten sowie die Steigerung der Produktivität der Produktionswerke sein. Ebenso wird unsere Systemkompetenz, auch in weltweiten Partnerschaften, für die komplette Abgasnachbehandlung weiterentwickelt. Damit wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

Mittel- und langfristig wird der Unternehmenserfolg der Emitec Technologies Gruppe durch die in Vorbereitung befindende Abgasgesetzgebung (Euro 7 / VII) in Europa als auch eine weitere Verschärfung der Vorschriften für PKW, LKW und NRMM ("Non Road Mobile Machinery") in wichtigen Ländern und Regionen wie NAFTA, China (China 7), Russland, Brasilien oder Indien flankiert. Die erste Bekanntgabe der EU7-Gesetzgebung erfolgte im Dezember 2023. Für 2024 wird die Bekanntgabe der China 7 Gesetzgebung erwartet.

Auch diese zukünftigen Anforderungen bieten weiteres Wachstumspotential für die Emitec Technologies Gruppe.

Für alle neuen und innovativen Lösungen gilt, dass bereits vorhandene Motoren nachgerüstet werden können. Somit wird sich immer wieder eine Möglichkeit für ein Zusatzgeschäft durch Nachrüstungsanwendungen in diesem Markt ergeben.

Durch den Verkauf des Emitec Geschäftsfeldes an einen Private Equity Fund und der "Etablierung" der Emitec Technologies Gruppe ergeben sich neue Möglichkeiten, das Geschäft insbesondere in den Non-Automotive Bereich zu erweitern. Der Wechsel erfolgte ohne Änderung der Produktionsstätten, des Managements und des Personals, womit das gesamte Know-How erhalten werden konnte.

Prognose / Ausblick

Für 2024 erwarten wir nach dem durch den "Carve-Out" geprägten Jahr 2023 (Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Carve-Out des Emitec Geschäfts aus der Vitesco Technologies Unternehmensgruppe) ein herausforderndes Jahr als eigenständige Emitec Technologies Unternehmensgruppe.

Die Aussichten für das erste Quartal 2024 entsprechen gegenwärtig unseren Erwartungen, die in unseren Budgetplanungen für die ersten drei Monate des Jahres 2024 Berücksichtigung gefunden haben.

Darüber hinaus ist es gegenwärtig sehr schwierig, Prognosen abzugeben. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2024 werden letztlich von verschiedenen Faktoren abhängen. Aus heutiger Sicht ist noch nicht abzusehen, wie sich die Material- und Energiekosten weiter- entwickeln. Auch die Entwicklungen in den aktuellen Krisenherden - wie dem Ukraine/Russland Konflikt und dem Israel/Gazastreifen Konflikt- mit den diversen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, erschweren es, Prognosen für die Emitec Geschäftsentwicklung abzugeben.

Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche zusätzlichen konjunkturbelebenden Maßnahmen die deutsche Bundesregierung sowie die Europäische Union verabschieden werden und wie die Europäische Zentralbank die Zinspolitik betreiben wird.

Unsere Erwartungen hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA und liquide Mittel für das Jahr 2024 entsprechen weiterhin den für das Jahr 2024 budgetierten Werten. Wir gehen dabei von einem Gesamtkonzernumsatz in Höhe von € 156,1 Mio. aus. Das geplante EBITDA des Emitec-Konzerns zielt für das Jahr 2024 auf € 20,5 Mio. ab; der Endbestand an liquiden Mitteln soll € 9,8 Mio. betragen.

 

Lohmar, den 29. Februar 2024

Emitec Holding GmbH

Geschäftsführung

Rolf Brück

Martin Kohn

In Übereinstimmung mit den von der EU zur Anwendung

freigegebenen International Financial Reporting Standards

IFRS Konzernbilanz

in TEUR Anhangangaben 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
Vermögenswerte
Sachanlagen (18) (27) 81.168 30 0
Immaterielle Vermögenswerte (19) 24.413 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (16) 1.287 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 234 0
Latente Steueransprüche (14) 5 0 0
Langfristige Vermögenswerte 106.873 265 0
Vorräte (15) 15.146 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (16) 14.310 11 0
Steuererstattungsansprüche (14) 5.751 263 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (17) 10.010 154 12
Kurzfristige Vermögenswerte 45.217 428 12
Bilanzsumme 152.090 693 12
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (20) 25 12 12
Kapitalrücklage (20) 49 49 0
Gewinnrücklagen (20) 5.726 (1.320) 0
Sonstige Rücklagen (420) 0 0
Eigenkapital 5.380 (1.259) 12
Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (22) 20.429 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (23) 36.783 1.500 0
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer (13) 52.116 0 0
Sonstige langfristige Rückstellungen (24) 2.051 0 0
Latente Steuerschulden (14) 119 0 0
Langfristige Schulden 111.498 1.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (22) 29.763 451 0
Steuerschulden (22) 3.471 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (23) 765 0 0
Sonstige Rückstellungen (24) 1.214 0 0
Kurzfristige Schulden 35.213 451 0
Schulden 146.711 1.951 0
Bilanzsumme 152.090 693 12

IFRS Konzerngesamtergebnisrechnung (Umsatzkostenverfahren)

in TEUR Anhangangaben 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
Fortzuführende Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse (10) 70.428 0
Umsatzkosten (11) (51.805) 0
Bruttogewinn 18.623 0
Sonstige Erträge (11) 19.608 0
Vertriebskosten (11) (2.481) 0
Verwaltungsaufwendungen (11) (4.995) 0
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (11) (10.228) 0
Sonstige Aufwendungen (11) (1.896) (1.320)
Betriebsergebnis 18.630 (1.320)
Finanzerträge (12) 204 0
Finanzierungsaufwendungen (12) (2.985) 0
Finanzergebnis (2.781) 0
Gewinn vor Steuern 15.849 (1.320)
Ertragsteueraufwendungen (14) (2.087) 0
Gewinn (Verlust) der Periode 13.762 (1.320)
Sonstiges Ergebnis 1
Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (13) (6.716) 0
Währungsumrechnungsdifferenzen (420) 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (7.136) 0
Gesamtergebnis 6.626 (1.320)

1 Das Sonstige Ergebnis umfasst ausschließlich Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden.

IFRS Konzernkapitalflussrechnung

in TEUR Anhangangaben 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
Gewinn (Verlust) der Periode 13.762 (1.320)
Abschreibungen und Amortisationen (18) (19) 4.511 0
Finanzaufwendungen (-erträge) 2.782 0
Ertragssteueraufwendungen (-erträge) (14) 2.087 0
Minderung (Erhöhung) der der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (15) (16) 14.650 (274)
Erhöhung (Minderung) der Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, (22) (24) 17.002 451
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (Aufwendungen) (17.066) 0
Gezahlte Ertragsteuern (165) 0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 37.575 (1.143)
Erwerb eines Tochterunternehmens (26) (53.061) 0
Erwerb von Sachanlagen (18) (8.166) (30)
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (19) (1.621) 0
Erwerb von Finanzanlagen 0 (234)
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen (18) 1.221 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (61.627) (265)
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 13 49
Einzahlungen aus Krediten und Fremdkapitalaufnahmen (23) 33.005 1.500
Rückzahlung von Krediten und Fremdkapitalaufnahmen (23) (875) 0
Auszahlung für Leasingverbindlichkeiten (23) (487) 0
Gezahlte Zinsen (1.289) 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 30.354 1.549
Nettozu- oder (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (17) 6.302 142
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (140) 0
Zugänge zu Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten durch den Erwerb von Tochterunternehmen (26) 3.849 0
Netto-Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 0 12
Netto-Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 10.010 154
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (17) 10.010 154
Netto-Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 10.010 154

IFRS Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 31.12.2022 12 49 (1.320) 0 (1.259)
Gesamtergebnis
Gewinn (Verlust) der Periode 0 0 13.762 0 13.762
Sonstiges Ergebnis 0 0 (6.716) (420) (7.136)
Gesamtergebnis 0 0 7.046 (420) 6.626
Transaktionen mit Eigentümern
Kapitalerhöhungen 13 0 0 0 13
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 13 0 0 0 13
Stand zum 31.12.2023 25 49 5.726 (420) 5.380

IFRS Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 07.07.2022 12 0 0 0 12
Gesamtergebnis
Gewinn (Verlust) der Periode 0 0 (1.320) 0 (1.320)
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 (1.320) 0 (1.320)
Transaktionen mit Eigentümern
Kapitalerhöhungen 0 49 0 0 49
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 0 49 0 0 49
Stand zum 31.12.2022 12 49 (1.320) 0 (1.259)

Anhang zum Konzernabschluss

1. Berichtendes Unternehmen

Die Emitec Holding GmbH, Lohmar (bis 6. September 2023: LEO II.-VV11 GmbH, München), im Folgenden "Emitec" oder "die Gesellschaft", ist eine in Deutschland gegründete Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegburg unter der Nummer HRB 17842 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Hauptstraße 1b, 53797 Lohmar, Deutschland. Die Gesellschafterversammlung vom 1. August 2023 hat mit der Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs. 1 (Firma) die Änderung der Firma (vormals: LEO II.-VV11 GmbH) sowie in § 1 Abs. 2 (Sitz) die Sitzverlegung von München (bisher Amtsgericht München HRB 277547) nach Lohmar beschlossen. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "der Konzern" oder "Emitec Technologies Gruppe" bezeichnet).

Die Emitec Technologies Gruppe ist langjähriger Entwicklungspartner der Motoren- und Automobilhersteller ‒ vom Zweirad über PKW zum Nutzfahrzeug ‒ und auch für die Land- und Baumaschinenindustrie. Mit diesen Kunden werden Produkt- und System-Entwicklungen im eigenen Entwicklungs- und Testzentrum in der Regel gemeinschaftlich durchgeführt. Darüber hinaus gehören Kaminofenfilterkomponenten, Wärmetauscher und Solarreceiverkomponenten zum Produktportfolio. Zu den Kunden zählen sehr viele international, namhafte PKW-, LKW- und Motorradhersteller sowie im Non-Road-Bereich die Produzenten von Traktoren, Land- und Baumaschinen, Schiffsmotoren und Diesellokomotiven. Seit mehr als 35 Jahren sind innovative Produkte und Lösungen die Garanten für eine stabile Geschäftsentwicklung der Emitec.

Die folgenden Gesellschaften gehören zum 31. Dezember 2023 zur Emitec Technologies Gruppe:

Emitec Holding GmbH

Emitec Real Estate Lohmar GmbH

Emitec Real Estate Eisenach GmbH

LEO II - VV12 GmbH (Acquico)

Emitec Technologies GmbH

Emitec Technologies India Pvt. Ltd.

Emitec Technologies Japan KK

Emitec Technologies Italia GmbH

Emitec Technologies Verwaltungs GmbH

Alle Gesellschaften wurden ab dem jeweiligen Erwerbszeitpunkt voll konsolidiert und damit in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen. Weitere Informationen über den Erwerb von Tochtergesellschaften finden sich in der Anhangangabe 26.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Konzernabschluss ist der erste Konzernabschluss von Emitec nach IFRS. Er umfasst das aktuelle Berichtsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 mit dem Vergleichszeitraum vom 7. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie einer Eröffnungsbilanz zum 7. Juli 2022. Die Emitec Holding GmbH hat aufgrund Neugründung am 7. Juli 2022 mit der gleich datierten Eintragung in das Handelsregister vom 7. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt.

Die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzernkapitalflussrechnung sowie die Anhangangaben zum Konzernabschluss, einschließlich der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden und sonstiger erläuternder Angaben, sind für den aktuellen Berichtszeitraum und den Vergleichszeitraum sowie für die Eröffnungsbilanz dargelegt. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres ist eine direkte Vergleichbarkeit der beiden Geschäftsjahre gegebenenfalls eingeschränkt. Der Konzernabschluss von Emitec wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und von der Europäischen Union mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 übernommen wurden, aufgestellt. Der Begriff IFRS umfasst auch alle geltenden International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC). Der Abschluss wurde unter der Absicht erstellt, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild zu vermitteln. Der Abschluss wurde vom Management am 29. Februar 2024 genehmigt.

Emitec hat sich für die Darstellung der Konzerngesamtergebnisrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren entschieden.

Emitec hat sich für die Darstellung der Konzerngesamtergebnisrechnung in einem "one-statement approach" entschieden. Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsanforderungen von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Bei der Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses werden die Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, getrennt von den Posten dargestellt, die niemals umgegliedert werden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind nach Fälligkeit gegliedert. Emitec erfasst die konsolidierten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode. Einzelne Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz werden zur besseren Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden in den Anhangangaben zum Konzernabschluss erläutert.

3. Erstmalige Anwendung der Internationalen Financial Reporting Standards

Dies ist der erste Konzernabschluss von Emitec, der in Übereinstimmung mit IFRS aufgestellt wird. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses hat Emitec IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der Internationalen Financial Reporting Standards" angewendet.

Da es sich um die Erst-Aufstellung eines Konzernabschlusses handelt und kein vergleichbarer Abschluss vorliegt, hat Emitec gemäß IFRS 1.23 in Verbindung mit IFRS 1.24 ff. auf die Angabe von Überleitungsrechnungen für den Übergang zur Rechnungslegung nach IFRS oder die Erläuterung der Auswirkungen der Umstellung von vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen auf IFRS auf die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Cashflow verzichtet.

Aufgrund der Erst-Aufstellung des Konzernabschlusses ergeben sich keine Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden zu einem Vergleichs-Konzernabschluss aus dem Vorjahr im Sinne des IAS 8.19.

4. Funktions- und Darstellungswährung

Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung von Emitec, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, wurden alle Beträge auf den nächsten Tausender gerundet. Da Beträge in Tausend Euro angegeben sind, kann die Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen zu Rundungsdifferenzen führen. In einigen Fällen entsprechen solche gerundeten Beträge und Prozentsätze bei der Addition nicht zu 100 % den angegebenen Summen und die Zwischensummen in den Tabellen können geringfügig von den nicht gerundeten Zahlen abweichen.

5. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt von der Geschäftsführung Ermessensentscheidungen und Schätzungen mit Bezug auf die Zukunft, einschließlich klimabezogenen Risiken und Chancen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft und stehen entsprechend im Einklang mit dem Risikomanagement bzw. mit den Verpflichtungen des Konzerns. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

5.1. Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, welche die im Abschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 27- Laufzeit des Leasingverhältnisses: Bestimmung, ob die Ausübung von Kündigungsoptionen hinreichend sicher ist.

5.2. Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum Abschlussstichtag, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Anhangangabe 13 - Bewertung leistungsorientierter Verpflichtungen: wesentliche versicherungsmathematische Annahmen.

Anhangangabe 14 - Tatsächliche Steuern: Schätzungsunsicherheiten bei unsicheren Steuerpositionen: im Wesentlichen abweichende Rechtsfolgeauffassungen von zuständigen Finanzbehörden im Rahmen von Betriebsprüfungen.

Anhangangabe 14 - Latente Steuern: Hinsichtlich der Verfügbarkeit von künftig zu versteuernden Ergebnissen, gegen die abzugsfähige temporäre Differenzen und die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können, wird jeweils das Best-Estimate-Verfahren verwendet.

Anhangangabe 15 - Bewertung von Vorratsvermögen: Abschlagssätze für Gängigkeitsanalysen werden auf Basis von betrieblichen Verhältnissen ermittelten Umschlagshäufigkeiten vorgenommen.

Anhangangaben 22, 23 und 24 - Ansatz und Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten: wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenzuflusses oder -abflusses.

Anhangangaben 26 - Erwerb von Tochterunternehmen: Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden.

6. Unternehmensfortführung

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des IAS 1.25 erstellt.

7. Bewertungsgrundlage

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Eine entsprechende Erläuterung wird im Rahmen der jeweiligen Rechnungslegungsmethoden angeführt.

8. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden

Der Konzern hat die folgenden Rechnungslegungsmethoden einheitlich auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt.

Darüber hinaus wendet der Konzern auf Angaben zu Rechnungslegungsmethoden die Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 an. Die Änderungen schreiben "wesentliche Angaben zu Rechnungslegungsmethoden" anstelle von "Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden" vor. Obwohl die Änderungen nicht zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethoden selbst führten, wirkten sie sich in bestimmten Fällen auf die im Konzernabschluss vorgenommenen Anhangangaben zu den Rechnungslegungsmethoden aus.

Die nachfolgenden Seiten enthalten Einzelheiten zu den im nachstehenden Inhaltsverzeichnis aufgeführten wesentlichen Rechnungslegungsmethoden:

8.1 Konsolidierungsgrundsätze

8.2 Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen

8.3 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

8.4 Leistungen an Arbeitnehmer

8.5 Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen

8.6 Ertragsteuern

8.7 Vorräte

8.8 Sachanlagen

8.9 Immaterielle Vermögenswerte

8.10 Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

8.11 Wertminderung

8.12 Sonstige Rückstellungen

8.13 Leasingverhältnisse

8.1. Konsolidierungsgrundsätze

8.1.1. Unternehmenszusammenschlüsse

Der Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die erworbenen Aktivitäten und Vermögenswerte die Kriterien eines Unternehmens erfüllen und die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Um festzustellen, ob eine bestimmte Gruppe von Aktivitäten und Vermögenswerten ein Unternehmen darstellt, prüft der Konzern, ob die erworbene Gruppe von Vermögenswerten und Aktivitäten mindestens einen Ressourceneinsatz und ein substanzielles Verfahren umfasst und ob die erworbene Gruppe die Fähigkeit hat, Leistungen zu erzeugen.

Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung wird in der Regel zum beizulegenden Zeitwert bewertet, ebenso wie die erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und bei auslösenden Ereignissen auf Ad-hoc-Basis. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter Marktwert werden nach weiterer Prüfung ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand verbucht, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Schuldtiteln oder Aktienpapieren.

8.1.2. Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die von dem Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

8.1.3. Im Rahmen der Konsolidierung eliminierte Geschäftsvorfälle

Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen (mit Ausnahme von Gewinnen oder Verlusten aus Geschäftsvorfällen in Fremdwährung) aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden eliminiert.

8.2. Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden in Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung des Konzerns umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, werden mit dem Kurs zum Abschlussstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden zu dem Kurs in die funktionale Währung umgerechnet, der am Tag der Ermittlung des Zeitwertes gültig war. Nicht monetäre Posten, die auf Basis von historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden im Allgemeinen erfolgswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den Sonstigen Rücklagen (Währungsumrechnungsrücklage) im Eigenkapital ausgewiesen.

8.3. Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden zugesagten Gegenleistung bewertet. Hiervon ausgenommen sind Beträge, die im Namen Dritter eingezogen werden. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut auf einen Kunden überträgt.

Weitere Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze für die Umsatzrealisation sind in Anhangangabe 10 beschrieben.

8.4. Leistungen an Arbeitnehmer

8.4.1. Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag zu erfassen, wenn der Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

8.4.2. Leistungsorientierte Pläne

Es bestehen leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen bei der Emitec Technologies GmbH und bei der Emitec Technologies India Pvt. Ltd. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen unterscheiden sich nicht in ihrer Art und Berechnungsmethode. Folgende Angaben gelten für Versorgungsverpflichtungen beider Unternehmen.

Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden gemäß IAS 19.67 nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) bewertet. Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen wird jährlich von einem anerkannten Versicherungsmathematiker durchgeführt. Dabei werden die bereits erdienten (und somit den vergangenen und der laufenden Berichtsperiode zuzurechnenden) Ansprüche mit dem Barwert (Defined Benefit Obligation, DBO) bewertet. Anschließend wird der beizulegende Zeitwert eines etwaigen Planvermögens davon abgezogen.

Den Verpflichtungen liegen Annahmen u. a. über die erwartete Gehalts- und Rentenentwicklung, die Entwicklung der Krankheitskosten, Sterberaten und die Berechtigten-Struktur zugrunde.

Der Rechnungszins, auf dessen Basis der versicherungsmathematische Barwert der zugesagten Versorgungsleistungen bestimmt wird, ist auf der Grundlage der Renditen zu bestimmen, die am Abschlussstichtag für hochwertige festverzinsliche Unternehmensanleihen (High Quality Corporate Bonds) am Markt erzielt werden. Währung und Fristigkeit der Anleihen sollen konsistent sein mit denjenigen der zum Bewertungsstichtag erdienten Versorgungsansprüche.

Der Ermittlung des Dienstzeitaufwands und der Nettozinsen auf die Nettoverpflichtung liegen die Annahmen zum Bilanzstichtag des Vorjahres zugrunde.

Bei der Bestimmung der zu passivierenden Verpflichtung (Nettoschuld) aus einem leistungsorientierten Plan eines Unternehmens ist der beizulegende Zeitwert (Fair Value) des ggf. vorhandenen Planvermögens (Plan Assets) von der berechneten DBO des Unternehmens abzuziehen (IAS 19.8, 19.113).

Laufender und nachträglicher Dienstzeitaufwand sowie Effekte aus Planabgeltungen werden im operativen Ergebnis erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoverpflichtung werden in den sonstigen finanziellen Aufwendungen im Finanzergebnis erfasst. Die Ergebnisse aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung werden in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst. Sie setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, dem Ertrag aus Planvermögen und den Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenze abzüglich der bereits in den Nettozinsen berücksichtigten Beträge sowie zugehöriger latenter Steuern zusammen.

8.5. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen des Konzerns umfassen:

Zinserträge

Zinsaufwendungen

Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn oder Verlust erfasst. Dividendenerträge werden im Gewinn oder Verlust zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem der Rechtsanspruch des Konzerns auf Zahlung besteht.

Der Effektivzinssatz ist jener Zinssatz, der exakt die geschätzten künftigen Zahlungsaus- oder -eingänge während der voraussichtlichen Lebensdauer des Finanzinstruments

auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder

auf den Restbuchwert der finanziellen Verbindlichkeit abzinst.

Bei der Berechnung der Zinserträge und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn dieser nicht in der Bonität beeinträchtigt ist) oder auf den Restbuchwert der Verbindlichkeit angewendet. Für finanzielle Vermögenswerte, die nach der erstmaligen Erfassung in der Bonität beeinträchtigt werden, werden die Zinserträge hingegen durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswertes berechnet. Wenn der Vermögenswert nicht mehr in der Bonität beeinträchtigt ist, wird die Berechnung der Zinserträge wieder auf der Bruttobasis vorgenommen.

8.6. Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Der Konzern hat festgelegt, dass Zinsen und Strafen auf Ertragsteuern, einschließlich unsicherer Steuerposten, nicht die Definition von Ertragsteuern erfüllen und deshalb nach IAS 37 bilanziert werden.

8.6.1. Tatsächliche Steuern

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernden Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert.

Erwartete Auswirkungen ungewisser latenter und laufender Ertragsteuerpositionen werden gemäß IFRIC 23 (Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung) anhand der besten Schätzung bzw. des wahrscheinlichsten Betrags geschätzt. Es wird jeweils das Best-Estimate-Verfahren verwendet. Die mit Abstand wichtigste Ursache für Schätzungsunsicherheiten bei unsicheren Steuerpositionen sind Betriebsprüfungen, bei denen die zuständigen Finanzbehörden eine von der Rechtslage von Emitec abweichende Auffassung vertreten können. Unsichere Steuerpositionen werden unter der Annahme berücksichtigt, dass die Steuerbehörden alle relevanten Angelegenheiten untersuchen werden und dass sie über alle relevanten Informationen verfügen.

8.6.2. Latente Steuern

Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für

temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall,

bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und

der zum Zeitpunkt der Transaktion (i) weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst und (ii) nicht zu gleichhohen zu versteuernden und abzugsfähigen temporären Differenzen führt;

temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden, und

zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Temporäre Differenzen in Bezug auf ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit für ein bestimmtes Leasingverhältnis werden zum Zwecke der Erfassung latenter Steuern zusammengefasst (das Leasingverhältnis) betrachtet.

Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, ungenutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernden Ergebnissen zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der Umkehr zu versteuernden temporären Differenzen ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, um latente Steueransprüche vollständig zu aktivieren, werden die zukünftig zu versteuernden Gewinne - unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen - auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen ermittelt. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernden Ergebnissen verbessert.

Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben.

Die Bewertung latenter Steuern erfolgt anhand der Steuersätze, die voraussichtlich für die Periode gelten, in der die temporären Differenzen aufgelöst werden. Dabei werden die Steuersätze berücksichtigt, die zum Abschlussstichtag gültig oder gesetzlich angekündigt sind. Etwaige Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Ertragsteuern werden dabei ebenfalls berücksichtigt. Die Bewertung latenter Steuern berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seiner Schulden zu erfüllen.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Voraussetzungen des IAS 12.74 erfüllt sind.

8.7. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten basieren auf dem First-in-first-out-Zuordnungsverfahren. Im Fall hergestellter Erzeugnisse beinhalten die Herstellungskosten einen angemessenen Anteil an den auf der normalen Betriebskapazität basierenden Produktionsgemeinkosten. Wertminderungen aufgrund der eingeschränkten Vermarktbarkeit von Posten werden durch Wertminderungen berücksichtigt.

8.8. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als gesonderte Posten (Hauptbestandteile) von Sachanlagen bilanziert. Jeder Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Nachträgliche Ausgaben werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit den Ausgaben verbundene, künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird.

Planmäßige Abschreibungen werden berechnet, um die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen abzüglich ihrer geschätzten Restwerte linear über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern abzuschreiben. Die Abschreibung wird grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr und Vergleichsjahre von bedeutenden Sachanlagen betragen:

- Gebäude: 25 Jahre
- Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5-10 Jahre
- Einbauten und Zubehör: 4-10 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus ihrer weiteren Nutzung kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne oder Verluste, die bei Veräußerung oder Stilllegung von Sachanlagen entstehen, werden als Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts bestimmt und erfolgswirksam unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen erfasst

8.9. Immaterielle Vermögenswerte

Ausgaben für Forschungstätigkeiten werden im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn sie anfallen. Entwicklungsausgaben werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte, die vom Konzern erworben werden und begrenzte Nutzungsdauern haben, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Nachträgliche Aufwendungen werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des Vermögenswertes, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle sonstigen Ausgaben werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die geschätzten Nutzungsdauern betragen:

- Software 3-6 Jahre
- Patente, Lizenzen sowie ähnliche Rechte und Werte: 4-18 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Ein immaterieller Vermögenswert ist bei Abgang, oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, auszubuchen. Die aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste, gemessen als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts, werden bei der Ausbuchung des Vermögenswerts erfolgswirksam erfasst. Die Erfassung erfolgt unter den sonstigen Erträgen oder sonstigen Aufwendungen.

8.10. Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

8.10.1. Ansatz und erstmalige Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldinstrumente werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.

8.10.2. Einstufung und Folgebewertung

Beim erstmaligen Ansatz wird ein finanzieller Vermögenswert grundsätzlich als zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Es erfolgt eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bei Schuldinstrumenten; eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bei Eigenkapitalinstrumenten.

Finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz nicht umgegliedert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell für die Verwaltung finanzieller Vermögenswerte; in diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der ersten Berichtsperiode nach der Änderung des Geschäftsmodells umgegliedert.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert ist:

Der finanzielle Vermögenswert wird innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, Vermögenswerte zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme zu halten, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert ist:

Es wird innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und der Verkauf von finanziellen Vermögenswerten ist, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dazu gehören alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern einen finanziellen Vermögenswert, der ansonsten die Voraussetzungen für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfüllt, unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet einstufen, wenn dadurch eine ansonsten entstehende Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert wird.

Nettogewinne und -verluste von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, einschließlich etwaiger Zins- oder Dividendenerträge, werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden, werden um Wertminderungsaufwendungen reduziert. Zinserträge, Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste bei einer Ausbuchung werden erfolgswirksam erfasst.

Schuldinstrumente werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet. Nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge, Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Sonstige Nettogewinne und -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung werden die im sonstigen Ergebnis kumulierten Gewinne und Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft ist, es sich um ein Derivat handelt oder sie beim erstmaligen Ansatz als solches designiert wird. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne und -verluste, einschließlich etwaiger Zinsaufwendungen, werden erfolgswirksam erfasst. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste bei einer Ausbuchung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

8.10.3. Ausbuchung

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte an den Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden, oder der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des übertragenen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er keine Verfügungsmacht über den finanziellen Vermögenswert behält.

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, gekündigt oder abgelaufen sind. Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit ebenfalls aus, wenn sich ihre Bedingungen ändern und die Cashflows der geänderten Verbindlichkeit substanziell verschieden sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf Grundlage der geänderten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem getilgten Buchwert und dem erhaltenen Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) erfolgswirksam erfasst.

8.11. Wertminderung

8.11.1. Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

8.11.1.1. Finanzinstrumente

Der Konzern erfasst Wertminderungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit (vereinfachter Ansatz) in Bezug auf Folgendes:

finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Bei der Feststellung, ob sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem erstmaligen Ansatz wesentlich erhöht hat, und bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Kosten- oder Arbeitsaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf den historischen Erfahrungen des Konzerns und einer informierten Bonitätsbeurteilung beruhen, die auch zukunftsgerichtete Informationen enthält.

Der Konzern geht davon aus, dass sich das Ausfallrisiko bei einem finanziellen Vermögenswert wesentlich erhöht hat, wenn er überfällig ist.

Der Konzern erachtet einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Konzern vollständig nachkommen kann, ohne dass der Konzern auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (sofern vorhanden) zurückgreift.

Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren.

Die für die nächsten zwölf Monate erwarteten Kreditverluste sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen können (oder eines kürzeren Zeitraums, wenn die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als zwölf Monate beträgt).

Der maximale Zeitraum, über den die erwarteten Kreditverluste bemessen werden, entspricht der maximalen Vertragslaufzeit, über die der Konzern dem Ausfallrisiko ausgesetzt ist.

8.11.1.2. Bemessung der erwarteten Kreditverluste

Die erwarteten Kreditverluste sind eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung der Kreditverluste. Die Kreditverluste werden als Barwert aller Zahlungsausfälle gemessen (d. h. als Differenz zwischen den Zahlungen, die dem Unternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen, die der Konzern voraussichtlich erhalten wird). Erwartete Kreditverluste werden mit dem Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst.

8.11.1.3. Finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität

Der Konzern prüft zu jedem Abschlussstichtag, ob die Bonität von zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzten finanziellen Vermögenswerten beeinträchtigt ist. Die Bonität eines finanziellen Vermögenswerts ist beeinträchtigt, wenn ein oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten künftigen Zahlungsströme dieses finanziellen Vermögenswerts eingetreten sind.

Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität eines finanziellen Vermögenswerts sind u. a. die folgenden beobachtbaren Daten:

erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners,

ein Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von mehr als 30 Tagen,

die Umstrukturierung eines Darlehens oder Kredits durch den Konzern zu Bedingungen, die der Konzern unter normalen Umständen nicht gewähren oder akzeptieren würde,

hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, oder

das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Markts.

8.11.1.4. Darstellung der Wertminderung für erwartete Kreditverluste in der Bilanz

Wertminderungen für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen.

8.11.1.5. Abschreibung

Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts wird abgeschrieben, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. Bei Einzelkunden schreibt der Konzern den Bruttobuchwert ab, wenn der finanzielle Vermögenswert zwei Jahre überfällig ist. Dies stützt sich auf historische Erfahrungen mit der Realisierung ähnlicher Vermögenswerte. Bei Firmenkunden beurteilt der Konzern individuell den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung, je nachdem, ob der Konzern nach angemessener Einschätzung davon ausgeht, dass ein finanzieller Vermögenswert realisierbar ist. Der Konzern erwartet keine signifikante Realisierung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können jedoch weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen unterliegen, um die Verfahren des Konzerns zur Realisierung fälliger Beträge einzuhalten.

8.11.2. Nicht-finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns (mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen) werden an jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt.

Zur Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in die kleinste Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen und weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGEs) sind.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer ZGE ist der höhere Wert aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst, wobei ein Abzinsungssatz vor Steuern angewendet wird, der gegenwärtige Marktbewertungen des Zinseffekts und der speziellen Risiken des Vermögenswerts oder der ZGE widerspiegelt.

Ein Wertminderungsaufwand wird angesetzt, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE seinen bzw. ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Bei nicht-finanziellen Vermögenswerten kann ein Wertminderungsaufwand nur insoweit aufgeholt werden, als dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Betrag des Buchwerts übersteigt, der für den Vermögenswert bestimmt worden wäre, abzüglich der Abschreibung oder Amortisation, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

8.12. Sonstige Rückstellungen

Eine Rückstellung ist eine Schuld, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss ist. Der Konzern bildet Rückstellungen, wenn er auf Grundlage eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten hat, ein Abfluss von Mitteln zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden abgezinst, wenn die Wirkung wesentlich ist.

Rückstellungen, bei denen der Abfluss von Mitteln wahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahres erfolgen wird, werden als kurzfristig eingestuft, alle anderen Rückstellungen als langfristig.

Die Höhe der Rückstellungen wird ermittelt, indem die zu erwartenden zukünftigen Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst werden, der die gegenwärtigen Marktbewertungen im Hinblick auf den Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Schuld widerspiegelt. Eine Aufzinsung wird als Finanzierungsaufwand erfasst.

Eine Rückstellung für Gewährleistungen wird gebildet, wenn die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden, basierend auf den historischen Gewährleistungsdaten sowie der Gewichtung möglicher Ergebnisse nach ihren damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten.

8.13. Leasingverhältnisse

Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag den Konzern dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Der Konzern tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf.

Zu Bereitstellungsbeginn oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt jeder Leasingkomponente auf der Grundlage ihrer relativen Einzelveräußerungspreise zu.

Der Konzern erfasst Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Bereitstellungsbeginns. Nutzungsrechte werden bei der erstmaligen Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, die sich aus dem Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller ursprünglich angefallenen direkten Kosten und einer Schätzung der Kosten für Demontage und Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder für die Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet, abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize, zusammensetzen.

Das Nutzungsrecht wird anschließend vom Bereitstellungsbeginn bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder es ist in den Kosten des Nutzungsrechts berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben, wobei die Nutzungsdauer auf der gleichen Grundlage wie bei den Sachanlagen festgelegt wird. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht regelmäßig um etwaige Wertminderungen verringert und bei bestimmten Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten angepasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Bewertung zum Barwert der zu Bereitstellungsbeginn noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst auf Basis des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz.

Der Konzern bestimmt seinen Grenzfremdkapitalzinssatz anhand der Zinssätze von verschiedenen externen Finanzierungsquellen, an denen er bestimmte Anpassungen vornimmt, um die Bedingungen des Leasingverhältnisses und die Art des geleasten Vermögenswerts zu berücksichtigen.

Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit werden folgende Leasingzahlungen berücksichtigt:

feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen),

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder Zinssatzes erfolgt,

Beträge, die im Rahmen einer Restwertgarantie voraussichtlich zu entrichten sind, und

der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, dass er diese auch tatsächlich ausüben wird,

Leasingzahlungen während eines optionalen Verlängerungszeitraums, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, dass er eine Verlängerungsoption ausüben wird, und

Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung eines Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, dass er nicht vorzeitig kündigen wird.

Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn bei den künftigen Leasingzahlungen bedingt durch eine Veränderung bei einem Index oder (Zins-)Satz eine Veränderung eintritt, wenn bei den vom Konzern geschätzten Beträgen, die im Rahmen einer Restwertgarantie voraussichtlich zu entrichten sind, eine Änderung eintritt, wenn der Konzern seine Einschätzung ändert, ob er eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausüben wird, oder wenn eine Änderung der de facto festen Leasingzahlungen stattfindet.

Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts vorgenommen oder erfolgswirksam erfasst, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf null verringert.

Um zu beurteilen, ob ein Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren, prüft der Konzern, ob:

der Vertrag die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts beinhaltet. Dies kann explizit oder implizit angegeben werden und der identifizierte Vermögenswert sollte physisch unterscheidbar sein oder den wesentlichen Kapazitätsanteil eines physisch unterscheidbaren Vermögenswerts darstellen. Besitzt der Lieferant das substanzielle Substitutionsrecht, dann ist der Vermögenswert nicht identifiziert,

der Konzern berechtigt ist, während des gesamten Verwendungszeitraums im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung des Vermögenswerts zu ziehen, und

der Konzern berechtigt ist, über die Verwendung des Vermögenswerts zu entscheiden. Der Konzern ist dazu berechtigt, wenn er über die für die Änderung der Art und des Zwecks der Verwendung des Vermögenswerts während des gesamten Verwendungszeitraums maßgeblichen Entscheidungsrechte verfügt. Wenn sämtliche Entscheidungen darüber, wie und für welchen Zweck der Vermögenswert eingesetzt wird, vorab bestimmt sind, ist der Konzern berechtigt, über die Verwendung des Vermögenswerts zu entscheiden, wenn er entweder:

berechtigt ist, den Vermögenswert zu betreiben, oder

den Vermögenswert in einer Weise gestaltet hat, die bereits vorgibt, wie und für welchen Zweck er eingesetzt wird.

Der Konzern weist seine Leasingverhältnisse in der Bilanz unter "Sachanlagen" aus.

Der Konzern hat sich dafür entschieden, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse über geringwertige Wirtschaftsgüter und kurzfristige Leasingverhältnisse, einschließlich IT-Ausrüstung, nicht zu erfassen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand.

9. Neue Standards, die noch nicht angewendet werden

Eine Reihe neuer Standards ist in der ersten Berichtsperiode eines nach dem 1. Januar 2023 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Emitec hat auf die Anwendung der neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses verzichtet.

Die folgende Tabelle zeigt die jüngsten Änderungen der IFRS, die für Geschäftsjahre, die nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen, angewendet werden müssen. Es wird erwartet, dass die geänderten Standards und Interpretationen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von Emitec haben werden.

Standard (Änderungen) Titel des Standards oder der Änderungen Inkrafttreten
IAS 1 Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen und Klassifizierung von Schulden als kurz-bzw. langfristig 1. Januar 2024
IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion 1. Januar 2024
IAS 7 und IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 1. Januar 2024
IAS 21 Fehlende Umtauschbarkeit 1. Januar 2025
IFRS 10 und IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen noch offen

10. Umsatzerlöse

10.1. Umsatzerlösströme

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.3.

Der Konzern erzielt Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Metallsubstrat-Produkten, die in diversen Applikationen zur Verringerung von Abgasemissionen Anwendung finden sowie aus dem Vertrieb von Metallfilterprodukten und aus dem Vertrieb von Metallträgern zur Verwendung in Wärmetauschern und in Solarreceivern.

Die Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden zugesagten Gegenleistung bewertet. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut auf einen Kunden überträgt.

Der Konzern erzielt Umsätze ausschließlich aus Verträgen mit Kunden und hat keine weiteren Erlösquellen.

Emitec agiert überwiegend als Tier 3-Zulieferer in der Automotive Lieferkette. Die direkten Liefer- und Rechnungsempfänger von Emitec sind namhafte Unternehmen der Chemischen Industrie. Diese tragen in Ihrer Funktion des Tier 2-Zulieferers in der Lieferkette eine Edelmetall-Beschichtung auf die von Emitec gelieferten Metallsubstrate. Die Beschichter liefern im nächsten Schritt die beschichteten Metallträger an die sogenannten Canner, an die Tier 1-Zulieferer in der Lieferkette, welche die komplett montierten Abgasnachbehandlungssysteme an die Montagelinien in den Produktionswerken der Automobil-, LKW- und Motorradhersteller liefern.

Auch wenn die Liefer- und Leistungsverrechnung zwischen den einzelnen Unternehmen in der Lieferkette schrittweise von einem Unternehmen zum nächsten Unternehmen erfolgt, so erarbeitet und verhandelt jedes Unternehmen in der Lieferkette die technischen Spezifikationen und die Preiskonditionen direkt mit dem finalen Endkunden in der Lieferkette, mit den Fahrzeugherstellern.

Die wichtigsten Absatzmärkte des Konzerns liegen in Europa, Nordamerika und Asien.

10.2. Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden

In den folgenden Tabellen sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden aufgeschlüsselt nach geografischen Hauptmärkten dargestellt 2 :

2 Aufgrund der Homogenität der Produktgruppen hinsichtlich des wirtschaftlichen Einflusses auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Risiko der zugrunde liegenden Umsatzrealisierung und Zahlungsströme wurde auf eine Aufgliederung nach Produktgruppen verzichtet.

Umsatzerlöse 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Geografische Hauptmärkte
Europa 32.779 0
Nordamerika 1.966 0
Asien 31.409 0
Sonstige 4.274 0
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 70.428 0
Gesamte Umsatzerlöse 70.428 0

10.3. Leistungsverpflichtungen und Methoden für die Erfassung der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden zugesagte Gegenleistung bewertet. Emitec erfasst Umsatzerlöse, wenn sie die Verfügungsgewalt über ein Gut auf einen Kunden überträgt. Etwaige Rückgabeoptionen werden in entsprechenden Fällen und bei Wesentlichkeit berücksichtigt. Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundene Methodik für die Umsatzrealisierung.

Ausführliche Würdigung zu Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung IFRS 15.119

Produktart Art und Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen Methode der Erlösrealisierung
Katalysatoren für Automobil- und Nicht-Automobilprodukte Kunden erhalten die Verfügungsgewalt über Katalysatoren, wenn die Güter aus dem Lager des Konzerns versandt werden. Zu diesem Zeitpunkt werden Rechnungen erstellt und Umsätze realisiert. Rechnungen sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen zahlbar. Für die Waren werden keine Rabatte, Treuepunkte oder Retouren angeboten. Leistungsverpflichtungen, bei denen ein Dritter mit der Übertragung der Güter beauftragt wird, finden keine Anwendung. Bei den Waren werden keine Rücknahme-, Erstattungs-, und ähnliche Verpflichtungen, sowie Arten von Garantien vereinbart. Es kommen die regulären Emitec Terms & Conditions zur Anwendung. Die Umsatzerlöse werden erfasst, sobald das Produkt den Gefahrenübergang von Emitec zum Kunden erfahren hat und vom Kunden akzeptiert wird.

11. Erträge und Aufwendungen

11.1. Sonstige Erträge

Sonstige Erträge 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Erträge aus der Auflösung eines Badwills 15.549 0
2. Erträge aus Nebengeschäften 479 0
3. Erträge aus Fakturierung 112 0
4. Erträge aus Währungsumrechnung 141 0
5. Erträge aus Erstattungen 3.309 0
6. Sonstige Erträge 19 0
Summe 19.608 0

Zum Ertrag aus der Auflösung eines Badwills siehe Anhangangabe 26.5. Bei den Erträgen aus Erstattungen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Musterteilverkäufen.

11.2. Sonstige Aufwendungen

Sonstige Aufwendungen 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen 130 0
2. Aufwand aus Währungsumrechnung 130 0
3. Abfindungen 277 0
4. Rechts- und Beratungsaufwand 1.234 1.316
5. Sonstige 126 4
Summe 1.896 1.320

11.3. Bestandsveränderung und Aufwendungen nach Aufwandsarten

Bestandsveränderung und Aufwendungen nach Aufwandsarten 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Bestandsveränderung bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen (9.832) 0
2. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.151 0
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.011 0
4. Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 19.994 0
5. Planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 4.511 0
6. Aufwendungen für Instandhaltung 2.425 0
7. Honorare für Gutachten 2.235 0
8. Sonstige Personalnebenkosten 518 0
9. Fremdleistungen 3.804 0
10. Aufwendungen für Verpackung und Transport 861 0
11. Rechts- und Beratungsaufwand 1.234 1.316
12. Andere Aufwendungen 3.495 4
Summe der Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 71.406 1.320

11.4. Personalaufwand

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der die zugrunde liegende Arbeitsleistung erbracht wurde. Der Konzern setzt eine Verbindlichkeit an, wenn aufgrund von vom Arbeitnehmer in der Vergangenheit erbrachten Arbeitsleistungen eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung dieses Betrags besteht und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Die Personalaufwendungen setzen sich aus den folgenden Posten zusammen:

Personalaufwand 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Löhne und Gehälter 16.905 0
2. Sozialversicherungsbeiträge 2.948 0
3. Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 141 0
Summe 19.994 0

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigt Emitec im Durchschnitt 751 Mitarbeiter (2022: 0). Die Mitarbeiter teilen sich auf folgende Gruppen auf:

Sonstige Angaben 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
FTE FTE
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 751 0
Gruppierung
Inland 518 0
Ausland 233 0

12. Finanzergebnis

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.5.

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzergebnis 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzerträge
Zinsen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 145 0
Sonstige Zinserträge 59
Summe Finanzerträge 204 0
Finanzaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Leistungen an Arbeitnehmern 673 0
Zinsaufwendungen aus Leasing 170 0
Zinsaufwendungen aus Kontokorrentkonten und Bankdarlehen 2.143 0
Summe Finanzaufwendungen 2.985 0
Finanzergebnis (2.781) 0

Alle Finanzerträge und -aufwendungen ergeben sich aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Weitere Informationen über das Zinsrisiko von Emitec befinden sich in Anhangangabe 23.4.2.

13. Leistungen an Arbeitnehmer

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.4.

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Beschäftigten ab. Pensionsrückstellungen werden in den Tochterunternehmen Lohmar und Indien gewährt. Die unterschiedlichen Annahmen sowie die Sensitivitätsanalyse finden auf Landesebene statt.

Jeder regelmäßig beschäftigte Mitarbeiter, der bei Inkrafttreten dieses Versorgungsplanes in einem Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen steht oder danach mit dem Unternehmen ein Arbeitsverhältnis begründet, erwirbt mit dem Tag seines Eintritts in das Unternehmen eine Anwartschaft auf betriebliche Versorgungsleistungen nach Maßgabe dieses Versorgungsplanes. Mitarbeiter, die bei Eintritt in das Unternehmen das 55. Lebensjahr vollendet haben, sowie aushilfsweise, befristet bzw. geringfügig oder unregelmäßig Beschäftigte sind von der Aufnahme in das Versorgungswerk ausgeschlossen.

Es wird nur dann eine Versorgungsleistung gewährt, wenn der Mitarbeiter, der Anspruch darauf hat, mindestens zwei Jahre anrechnungsfähige Dienstzeit (Wartezeit) bis zum Eintritt des Versorgungsfalls geleistet hat und aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.

Das Unternehmen gewährt folgende Versorgungsleistungen:

a.

Altersrenten

b.

vorgezogene Altersrenten

c.

Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten

d.

Witwen-/Witwerrenten

e.

Waisenrenten

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage-)Risiko.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteilen.

Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspläne Leistungsorientierte Verpflichtung
2023 2022
TEUR TEUR
Stand zum 1. Januar 2023 / 7. Juli 2022 0 0
Zugang aus Konsolidierungskreisänderung 46.165 0
Laufender Dienstzeitaufwand 773 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 1.614 0
Erfasst im Gewinn oder Verlust 2.387 0
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) 2.767 0
finanzielle Annahmen 3.949 0
Ertrag aus Planvermögen ohne Zinserträge (111) 0
Erfasst im sonstigen Ergebnis 6.605 0
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge (834) 0
Sonstiges (834) 0
Währungsdifferenzen
Stand zum 31. Dezember 54.323 0
Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspläne Beizulegender Zeitwert des Planvermögens
2023 2022
TEUR TEUR
Stand zum 1. Januar 2023 / 7. Juli 2022 0 0
Zugang aus Konsolidierungskreisänderung 2.239 0
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 79 0
Erfasst im Gewinn oder Verlust 79 0
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) 0 0
finanzielle Annahmen 0 0
Ertrag aus Planvermögen ohne Zinserträge (111) 0
Erfasst im sonstigen Ergebnis (111) 0
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0
Sonstiges 0 0
Währungsdifferenzen
Stand zum 31. Dezember 2.207 0
Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspläne Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
2023 2022
TEUR TEUR
Stand zum 1. Januar 2023 / 7. Juli 2022 0 0
Zugang aus Konsolidierungskreisänderung 43.926 0
Laufender Dienstzeitaufwand 773 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 1.535 0
Erfasst im Gewinn oder Verlust 2.308 0
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) 2.767 0
finanzielle Annahmen 3.949 0
Ertrag aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0
Erfasst im sonstigen Ergebnis 6.716 0
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge (834) 0
Sonstiges (834) 0
Währungsdifferenzen
Stand zum 31. Dezember 52.116 0

Bei dem oben gelisteten Planvermögen handelt es sich um eine verpfändete Rückdeckungsversicherung. Das Planvermögen wird von einer von Emitec unabhängigen Einheit gehalten und steht für den Zugriff von Gläubigern nicht zur Verfügung.

Im Folgenden sind die wesentlichsten, zum Abschlussstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen (in Form von gewichteten Durchschnittswerten) aufgeführt. Die Annahmen hinsichtlich der künftigen Lebenserwartung beruhen auf veröffentlichten Statistiken und Sterbetafeln. Dabei werden für die deutschen Pensionsrückstellungen die "Richttafel Heubeck 2018 G" verwendet. Für die indischen Pensionsrückstellungen wird die IALM (2012-14) Ult. verwendet. Die Lebenserwartungen liegen den Werten der leistungsorientierten Verpflichtung zum Abschlussstichtag zugrunde. Daneben werden folgende Werte verwendet:

Leistungsorientierte Verpflichtung 2023 2022
Deutschland
Abzinsungssatz 3,1 % 0 %
Zukünftige Gehaltstrends 3,0 % 0 %
Zukünftige Rententrends 2,2 % 0 %
zahlungsgewichtete Duration des Verpflichtungsumfangs 16,52 Jahre 0 Jahre
Indien
Abzinsungssatz 7,5 % 0 %
Zukünftige Gehaltstrends 10,0 % 0 %
Zukünftige Rententrends 0 % 0 %
zahlungsgewichtete Duration des Verpflichtungsumfangs 19,12 Jahre 0 Jahre

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Sensitivitätsanalyse 31.12.2023 31.12.2022
Deutschland Erhöhung Minderung Erhöhung Minderung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Abzinsungssatz (0,50% Veränderung) (4.048) 4.563 0 0
Zukünftige Gehaltstrends (0,50% Veränderung) 910 (866) 0 0
Zukünftige Rententrends (0,50% Veränderung) 3.597 (3.277) 0 0
Sensitivitätsanalyse 31.12.2023 31.12.2022
Indien Erhöhung Minderung Erhöhung Minderung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Abzinsungssatz (0,50% Veränderung) (69) 35 0 0
Zukünftige Gehaltstrends (0,50% Veränderung) 30 (65) 0 0
Zukünftige Rententrends (0,50% Veränderung) 30 (7) 0 0

Übrige Leistungen an Arbeitnehmer werden in den sonstigen Rückstellungen gelistet (siehe Anhangangabe 24).

14. Ertragsteuern

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.6.

14.1. Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge

Folgende Beträge wurden im Gewinn oder Verlust erfasst:

Im Gewinn oder Verlust erfasste Steuern 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand
1. laufendes Jahr (1.968) 0
2. Anpassung für Vorjahre
Summe (1.968) 0
Latenter Steueraufwand
1. Entstehung bzw. Auflösung temporärer Differenzen (119) 0
2. Reduzierung des Steuersatzes
3. Ansatz von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten
4. Ansatz von bislang nicht erfassten (Ausbuchung von bislang erfassten) abzugsfähigen temporären Differenzen
Summe (119) 0
Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (2.087) 0

14.2. Überleitung des effektiven Steuersatzes

Im Geschäftsjahr betrug der geltende Einkommenssteuersatz 31,49 % (2022: 31,52%). Die Überleitung des effektiven Steuersatzes ist wie folgt:

Überleitung des effektiven Steuersatzes 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Gewinn vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 15.849 (1.320)
Steuer unter Verwendung des inländischen Steuersatzes der Gesellschaft (4.991) 416
Auswirkung der Steuersätze in ausländischen Rechtsordnungen 464
Senkung des Steuersatzes 0
Steuerliche Auswirkung von:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen (132)
Steuerbefreitem Einkommen 4.896
Steuerliche Anreize 0
Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueranspruch ausgewiesen wird (2.025) (416)
Anerkennung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten 0
Erfassung bisher nicht erfasster abzugsfähiger temporärer Differenzen (94)
Änderungen von Schätzungen in Bezug auf frühere Jahre 0
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen (60)
Steuern aus dem Vorjahr 0
Sonstige (145)
Summe (2.087) 0

14.3. Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz während des Jahres

Latente Steueransprüche und Steuerschulden Stand zum 07.07.2022 Erfasst im Gewinn oder Verlust Erfasst im sonstigen Ergebnis Direkt im Eigenkapital erfasst Erworben durch Unternehmenszusammenschluss
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 0 0 0 0 0
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden 0 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0 0
Nicht erfasste Steueransprüche 0 0 0 0 0
Saldo 0 0 0 0 0
Stand zum 07.07.2022
Latente Steueransprüche und Steuerschulden Netto Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 0 0 0
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden 0 0 0
Summe 0 0 0
Nicht erfasste Steueransprüche 0 0 0
Saldo 0 0 0
Latente Steueransprüche und Steuerschulden Stand zum 31.12.2022 Erfasst im Gewinn oder Verlust Erfasst im sonstigen Ergebnis Direkt im EK erfasst Erworben durch Unternehmenszusammenschluss
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge 416 416
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 416 416 0 0 0
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden 0 0 0 0 0
Summe 416 416 0 0 0
Nicht erfasste Steueransprüche (416) (416) 0 0 0
Saldo 0 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022
Latente Steueransprüche und Steuerschulden Netto Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge 416 416
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 416 416 0
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden 0 0 0
Summe 416 416 0
Nicht erfasste Steueransprüche (416) (416) 0
Saldo 0 0 0
Latente Steueransprüche und Steuerschulden Stand zum 31.12.2023 Erfasst im Gewinn oder Verlust Erfasst im sonstigen Ergebnis Direkt im Eigenkapital erfasst Erworben durch Unternehmenszusammenschluss
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing 332 3 329
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen 8.190 (197) 2.171 6.216
6. Sonstige Rückstellungen 177 (35) 212
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert 10.748 (746) 11.494
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge 5.061 2.352 2.710
12. Sonstige Vermögenswerte 5 5
Latente Steueransprüche 24.513 1.382 2.171 0 20.961
1. Sachanlagen (6.600) (76) (6.524)
2. Immaterielle Vermögenswerte (1.507) (1.507)
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung (33) (16) (17)
8. Sonstige Verbindlichkeiten (124) (124)
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden (8.264) (216) 0 0 (8.048)
Summe 16.249 1.166 2.171 0 12.913
Nicht erfasste Steueransprüche (16.368) (1.285) (2.171) 0 (12.913)
Saldo (119) (119) 0 0 0
Stand zum 31.12.2023
Latente Steueransprüche und Steuerschulden Netto Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
TEUR TEUR TEUR
1. Sachanlagen
2. Immaterielle Vermögenswerte
3. Leasing 332 332
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen 8.190 8.190
6. Sonstige Rückstellungen 177 177
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung
8. Sonstige Verbindlichkeiten
9. Firmenwert 10.748 10.748
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge 5.062 4.645
12. Sonstige Vermögenswerte 5 5
Latente Steueransprüche 24.514 24.097 0
1. Sachanlagen (6.600) (6.600)
2. Immaterielle Vermögenswerte (1.507) (1.507)
3. Leasing
4. Vorräte
5. Pensionsverpflichtungen
6. Sonstige Rückstellungen
7. Forderungen aus Lieferung und Leistung (33) (33)
8. Sonstige Verbindlichkeiten (124) (124)
9. Firmenwert
10. Konsolidierung
11. Steuerliche Verlustvorträge
12. Sonstige Vermögenswerte
Latente Steuerschulden (8.264) 0 (8.264)
Summe 16.250 24.097 (8.264)
Nicht erfasste Steueransprüche (16.369) (24.092) 8.140
Saldo (119) 5 (124)

14.4. Nicht erfasste latente Steueransprüche

Latente Steueransprüche wurden im Hinblick auf folgende Posten nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steueransprüche verwenden kann.

Nicht erfasste latente Steueransprüche 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Abzugsfähige temporäre Differenzen 16.368 (416) 0

15. Vorräte

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.7.

Die Vorräte gliedern sich in die folgenden Posten:

Vorräte 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
1. Rohstoffe und Verbrauchsgüter 5.124 0 0
2. Unfertige Erzeugnisse 1.829 0 0
2. Fertigerzeugnisse und Handelswaren 8.192 0 0
Summe 15.146 0 0

Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 3.253 berücksichtigt (2022: TEUR 0). Die Wertminderungen wurden aufgrund von Gängigkeitsanalysen ermittelt und entsprechend gebucht.

Die oben dargestellten Werte beinhalten bereits die folgenden Wertminderungen:

Vorräte 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Wertminderung auf Rohstoffe und Verbrauchsgüter 2.060 0
2. Wertminderung auf unfertige Erzeugnisse 0 0
3. Wertminderung auf Fertigerzeugnisse (FE) 1.194 0
4. Wertaufholung von Wertminderungen auf FE 0 0
Summe 3.253 0

Zur Realisation des Umsatzes in Höhe von TEUR 70.428 betrug der Aufwand in den Vorräten TEUR 28.319.

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 8.10 und 8.11.1

16.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.621 11 0
Summe 13.621 11 0
davon langfristig 0 0 0
davon kurzfristig 13.621 11 0

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen ausschließlich Forderungen gegen Handelskunden und fremden Dritten.

16.2. Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Konzern hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Bank gegen flüssige Mittel übertragen. Die Forderungen wurden nicht ausgebucht, da aufgrund eines Rückgriffsrechtes im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, in erster Linie das Ausfallrisiko, beim Konzern verbleiben. Der bei der Übertragung erhaltene Betrag ist als Korrekturposten in den Forderungen erfasst worden. Gemäß Vereinbarung mit der Bank begleichen die Kunden ihre Verbindlichkeiten durch Zahlung direkt an den Konzern und dieser leitet die Finanzmittel an die Bank weiter.

Die Forderungen werden in einem Geschäftsmodell zur Vereinnahmung von Zahlungsströmen gehalten, was mit dem fortgeführten Ansatz der Forderungen konsistent ist.

Die nachstehende Tabelle zeigt den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende, die zwar übertragen, aber nicht ausgebucht worden sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1. Buchwert der auf eine Bank übertragenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.034 0 0
2. Buchwert der entsprechenden Verbindlichkeiten 4.388 0 0

16.3. Sonstige Forderungen

Sonstige Forderungen 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Sonstige finanzielle Forderungen
1. Geleistete Anzahlungen 368 0 0
2. Mietkautionen 102 0 0
3. Forderungen gegen Versicherungen 1.185 0 0
4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 224 0 0
Summe der sonstigen finanziellen Forderungen 1.879 0 0
Sonstige nicht-finanzielle Forderungen
1. Forderungen gegen Arbeitnehmer 97 0 0
2. Forderungen aus Vorsteuer und Mehrwertsteuer 5.751 263 0
Summe der sonstigen nicht-finanziellen Forderungen 5.848 263 0
Summe der sonstigen Forderungen 7.727 263 0
davon langfristig 6.440 0 0
davon kurzfristig 1.287 263 0

16.4. Kreditrisiken und Wertminderungen

Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns. Der Konzern überwacht seine Risiken regelmäßig.

Der Konzern ordnet jeder Kategorie ein Ausfallrisiko zu. Dies geschieht auf Grundlage von Daten, die für die Vorhersage des Verlustrisikos als geeignet erachtet werden.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Kautionen, geleistete Anzahlungen und Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte wird als sehr gering angesehen. Daher wurden für keinen der Berichtszeiträume wesentliche Wertminderungsaufwendungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte identifiziert.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben und kurzfristige Wertpapieranlagen. Die entsprechende Bonität wird regelmäßig überwacht. Aufgrund der sehr guten Bonität der Banken haben die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ein sehr geringes Ausfallrisiko. Daher wurden für keinen der Berichtszeiträume wesentliche Wertminderungsaufwendungen identifiziert.

Der Konzern wendet auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den so genannten "vereinfachten Ansatz" an und erfasst die erwarteten Kreditverluste bereits bei Zugang über die gesamte Restlaufzeit. Im Rahmen des vereinfachten Ansatzes ermittelt der Konzern die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kategorien. Dabei werden die historischen Ausfallquoten auf Basis historischer Ausfälle der letzten drei Geschäftsjahre sowie unter Berücksichtigung zukunftsorientierter makroökonomischer Indikatoren ermittelt.

Im Rahmen des vereinfachten Ansatzes wird eine Wertminderung auf Einzelbasis vorgenommen, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die sich negativ auf die Bonität des Schuldners auswirken. Diese Ereignisse sind unter anderem Zahlungsverzögerungen, eine drohende Insolvenz oder Konzessionen des Schuldners aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden direkt abgeschrieben, wenn ihre Realisierbarkeit nach vernünftigem Ermessen nicht mehr zu erwarten ist. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Schuldner als zahlungsunfähig eingestuft wird.

Zur Überwachung des Ausfallrisikos werden die Kunden hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit in Gruppen eingeteilt. Dabei werden auch Faktoren, wie geografischer Standort, Branche, Altersstruktur sowie Auftreten und Dauer von Zahlungsproblemen. Der Konzern rechnet zur Überwachung der Altersstruktur der Forderungen mit einer Zielaltersstruktur bezüglich Forderungen, die älter als 120 Tage sind, von kleiner 0,4%. Die Ausfallrisiko-Einstufungen werden mittels quantitativer Faktoren in Mahnstufen gegliedert, die auf die Ausfallrisiken hinweisen und auf den Überziehungszeitraum angelehnt sind. Grundsätzlich bestehen vier Mahnstufen. Der Konzern mahnt ab Fälligkeit die Kunden in einem 14-tägigen Rhythmus an. Auf Basis verlässliche analysierter Vergangenheitswerte geht der Konzern von keinem wesentlichen Ausfallrisiko aus. Mit einem Großteil der Kunden unterhält Emitec seit mehr als zehn Jahren Geschäftsbeziehungen. Für keinen dieser Kunden wurden in der Vergangenheit Beträge ausgebucht oder wurde eine beeinträchtigte Bonität festgestellt. Der Konzern hat im Berichtsjahr keine erwarteten Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst.

17. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 8.10 und 8.11.1.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 10.010 (31. Dezember 2022: TEUR 154; 7. Juli 2022 TEUR 13) umfassen ausschließlich Bankguthaben.

Das Bankguthaben wird bei Banken und Finanzinstituten hinterlegt, die ein Rating von A1 bis Aa2 aufweisen, basierend auf dem Rating von Ratingagentur Moody's.

Eine geschätzte Wertminderung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten ermittelt und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein lediglich geringes Ausfallrisiko aufweisen.

18. Sachanlagen

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 8.8, 8.11.2 und 8.13.

Die Sachanlagen gliedern sich in die folgenden Posten:

Sachanlagen Nutzungs-rechte Grundstücke und Gebäude Maschinen
Anschaffungs- und Herstellungskosten TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Zugänge 4.970 0 1.045
Abgänge 0 0 2
Umgliederungen 0 30 399
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 31.697 25.381
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 (609)
Stand zum 31.12.2023 4.970 31.727 26.214
Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Zugänge 0 30 30
Abgänge 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 30 30
Zugänge 1.226 925 8.166
Abgänge 138 140
Umgliederungen 838 (1.267) 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 4.305 15.306 76.689
Währungsumrechnungsdifferenzen (26) (23) (658)
Stand zum 31.12.2023 6.205 14.971 84.087
Sachanlagen Nutzungs-rechte Grundstücke und Gebäude Maschinen
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Abschreibungen 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Abschreibungen 284 413 2.033
Abgänge 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 (310)
Stand zum 31.12.2023 284 413 1.723
Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0
Abschreibungen 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Abschreibungen 559 0 3.289
Abgänge (42) 0 (42)
Währungsumrechnungsdifferenzen (18) 0 (328)
Stand zum 31.12.2023 499 0 2.919
Buchwerte Nutzungs-rechte Grundstücke und Gebäude Maschinen
TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 4.686 31.314 24.491
Buchwerte Betriebs- und Geschäftsausstattung Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 30 30
Stand zum 31.12.2023 5.706 14.971 81.168

Der Wertminderungsaufwand der Gebäude, der technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde in den Umsatzkosten erfasst (siehe Anhangangabe 11).

Im Sachanlagevermögen befinden sich im Übrigen Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 4.652 (31. Dezember 2022: TEUR 0; 7. Juli 2022: TEUR 0) im Zusammenhang mit Leasingobjekten, die nicht die Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfüllen (siehe Anhangangabe 27).

Zum Abschlussstichtag beliefen sich die angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten für Anlagen im Bau (im Wesentlichen Maschinen und Anlagen der Fertigung) auf TEUR 14.971 (31. Dezember 2022: TEUR 30).

19. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 8.9, 8.11.2 und 8.11.2.

19.1. Überleitung des Buchwerts und Amortisationen

Die immateriellen Vermögenswerte gliedern sich in die folgenden Posten:

Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen Software Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Zugänge 0 1.621 1.621
Abgänge 0 (111) (111)
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 18.865 5.149 24.014
Stand zum 31.12.2023 18.865 6.659 25.524
Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen Software Summe
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Abschreibungen 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Abschreibungen 983 239 1.222
Abgänge 0 (111) (111)
Stand zum 31.12.2023 983 128 1.111
Buchwerte Lizenzen Software Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 17.882 6.531 24.413

Im Laufe des Berichtsjahres wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (31. Dezember 2022: 0 TEUR).

20. Eigenkapital

Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangaben 8.1 und 8.2.

Die Veränderungen der verschiedenen Komponenten des Eigenkapitals vom 7. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2023 sind in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung von Emitec dargestellt. Es bestehen 25.000 gezeichnete Anteile (2022: 25.000 gezeichnete Anteile). Der Nennwert jedes Anteils beträgt EUR 1. Alle Anteile waren am Ende des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 25 voll eingezahlt (31. Dezember 2022: TEUR 13). Die Kapitalrücklage spiegelt die Einlage in Form von Vermögenswerten in die Emitec Holding GmbH wider (31. Dezember 2023: TEUR 49; 31. Dezember 2022: TEUR 49; 7. Juli 2022: TEUR 0).

Die in den sonstigen Rücklagen enthaltene Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben.

21. Kapitalmanagement

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Gesellschafter, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Der Konzern überwacht das Kapital mithilfe eines Verhältnisses von Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital. Die Nettoverschuldung umfasst in der Emitec Gruppe die Pensionsrückstellungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Banken abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Bestandteile des Eigenkapitals.

Der Konzern strebt eine stetige Reduzierung der Nettoverschuldung durch Tilgung der Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten an. Aufgrund der Neugründung der Gesellschaft im dem Berichtsjahr vorangehenden Geschäftsjahr, würde eine quantitative Angabe des Verhältnisses von Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital einem Abschlussadressaten ein verzerrtes Bild über die Kapitalressourcen des Unternehmens vermitteln, weswegen auf quantitative Angaben verzichtet wurde.

22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Zu Rechnungslegungsmethoden siehe in Anhangangabe 8.10.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.875 451 0
Summe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.875 451 0
davon langfristig 0 0 0
davon kurzfristig 25.875 451 0
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
TEUR TEUR TEUR
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1. Leasingverbindlichkeiten 4.742 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 9.930 1.500 0
3. Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute 22.875 0 0
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 37.547 1.500 0
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
1. Steuerschulden 3.471 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Personal 4.290 0 0
3. Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge 372 0 0
4. Verbindlichkeiten aus Abfindungen 295 0 0
5. Lizenzverbindlichkeiten 19.268 0 0
6. Übrige sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 92 0 0
Summe sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 27.788 0 0
Summe Sonstige Verbindlichkeiten 65.336 1.500 0
davon langfristig 57.211 1.500 0
davon kurzfristig 8.125 0 0

Bei den ausgewiesenen Lizenzverbindlichkeiten handelt es sich um Lizenzzahlungen für vertragliche Verpflichtungen aus dem Erwerb von IP-Lizenzen, die im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen (siehe Anhangangabe 26) vom ursprünglichen Anteilseigner übernommen wurden.

Für Angaben zu den Währungs- und Liquiditätsrisiken des Konzerns wird auf Anhangangabe 23.4 verwiesen. Sämtliche Zahlungen an die Bank sind im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit enthalten, da sie weiterhin Teil des normalen betrieblichen Zyklus des Konzerns sind und ihr wesentlicher Charakter betrieblich bleibt, also Zahlungen für den Kauf von Gütern und Dienstleistungen darstellen.

23. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

23.1. Kredite und Fremdkapitalaufnahmen

Die Kredite und Fremdkapitalaufnahmen setzen sich wie folgt zusammen:

Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Währung Fälligkeit Art der Verzinsung
Stand zum 31.12.2023
1. Besicherte Bankdarlehen EUR 31.07.2027 variabel
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen EUR 07.11.2029 unverzinslich
3. Leasingverbindlichkeiten EUR 31.03.2039 fest
Summe
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Effektivzinssatz Nominalwert Buchwert
Stand zum 31.12.2023 in % TEUR TEUR
1. Besicherte Bankdarlehen 8,46 25.000 22.875
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 0,00 9.930 9.930
3. Leasingverbindlichkeiten 3,60 4.742 4.742
Summe 39.672 37.547
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Währung Fälligkeit Art der Verzinsung
Stand zum 31.12.2022
1. Besicherte Bankdarlehen
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen EUR 07.11.2029 unverzinslich
3. Leasingverbindlichkeiten
Summe
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Effektivzinssatz Nominalwert Buchwert
Stand zum 31.12.2022 in % TEUR TEUR
1. Besicherte Bankdarlehen
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 0,00 1.500 1.500
3. Leasingverbindlichkeiten
Summe 1.500 1.500

Zum 31. Dezember 2023 hatte Emitec ausstehende Kreditfazilitäten aus besicherten Bankdarlehen in Höhe von TEUR 22.875 (31. Dezember 2022: TEUR 0; 7. Juli 2022: TEUR 0).

Die besicherten Bankdarlehen sind mit den gesamten Vermögen der Gesellschaften (Emitec Holding GmbH, Emitec Real Estate Lohmar GmbH, Emitec Real Estate Eisenach GmbH, Leo II.-VV12 GmbH, Emitec Technologies GmbH) besichert. Sollten die Zahlungsverpflichtungen (Zinsen und Tilgung) nicht fristgerecht erfüllt werden, können die Gläubiger auf das Vermögen der aufgeführten Gesellschaften zurückgreifen.

23.2. Kreditauflagen (Covenants)

Emitec ist im berichtenden Geschäftsjahr nicht dazu verpflichtet, bestimmte Finanzkennzahlen in Bezug auf besicherte Bankdarlehen einzuhalten.

23.3. Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung zwischen den Eröffnungs- und Schlusssalden in der Konzernbilanz. Die Veränderungen der Cashflows aus der Finanzierung, von Krediten und Fremdkapitalaufnahmen sowie von Leasingverbindlichkeiten werden gesondert dargestellt:

Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Besicherte Bankdarlehen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen Leasing- Verbindlichkeiten Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0 0
Veränderung aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 0 0 0 0
Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Krediten und Fremdkapitalaufnahmen 0 1.500 0 1.500
Rückzahlung von Fremdkapitalaufnahmen 0 0 0 0
Auszahlung für Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0
Gezahlte Zinsen 0 0 0 0
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 0 1.500 0 1.500
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Neue Leasingverhältnisse 0 0 0 0
Summe sonstige Änderungen bezogen auf Schulden 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 1.500 0 1.500
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Besicherte Bankdarlehen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen Leasingverbindlichkeiten Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand zum 31.12.2022 0 1.500 0 1.500
Veränderung aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 441 23 0 464
Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Krediten und Fremdkapitalaufnahmen 24.598 8.407 0 33.005
Rückzahlung von Fremdkapitalaufnahmen (875) 0 0 (875)
Auszahlung für Leasingverbindlichkeiten 0 0 (487) (487)
Gezahlte Zinsen (1.289) 0 0 (1.289)
Gesamtveränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit 22.434 8.407 (487) 30.3354
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Neue Leasingverhältnisse 0 0 5.229 5.229
Summe sonstige Änderungen bezogen auf Schulden 0 0 5.229 5.229
Stand zum 31.12.2023 22.875 9.930 4.742 37.547

23.4. Liquiditäts-, Markt- und Zinsrisiken

23.4.1. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Emitec möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Das Ziel des Konzerns ist es, den Bestand an Zahlungsmitteln auf einem Niveau zu halten, das über den erwarteten Mittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten liegt.

In der folgenden Tabelle sind die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten von Emitec zum Abschlussstichtag dargestellt. Die Beträge werden brutto und nicht abgezinst dargestellt und beinhalten die vertraglichen Zinszahlungen:

Liquiditätsrisiko Buchwert Summe < 1 Jahr 1-2 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022
Überziehungskredite 0 0 0 0
Besicherte Bankdarlehen 0 0 0 0
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Summe 07.07.2022 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022
Überziehungskredite 0 0 0 0
Besicherte Bankdarlehen 0 0 0 0
Darlehen von nahestehenden Personen 1.500 1.500 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 451 451 451 0
Summe 31.12.2022 1.951 1.951 451 0
Stand zum 31.12.2023
Überziehungskredite 203 203 203 0
Besicherte Bankdarlehen 22.875 25.000 3.500 3.500
Darlehen von nahestehenden Personen 9.930 9.930 0 0
Leasingverbindlichkeiten 4.742 4.742 765 725
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 25.875 25.875 25.875 0
Summe 31.12.2023 63.625 65.750 30.343 4.225
Liquiditätsrisiko 2-5 Jahre > 5 Jahre Zinssatz
TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022
Überziehungskredite 0 0 -
Besicherte Bankdarlehen 0 0 -
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 -
Leasingverbindlichkeiten 0 0 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0 0 -
Summe 07.07.2022 0 0
Stand zum 31.12.2022
Überziehungskredite 0 0 -
Besicherte Bankdarlehen 0 0 -
Darlehen von nahestehenden Personen 0 1.500 -
Leasingverbindlichkeiten 0 0 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0 0 -
Summe 31.12.2022 0 1.500
Stand zum 31.12.2023
Überziehungskredite 0 0 8,46%
Besicherte Bankdarlehen 18.000 0 8,46%
Darlehen von nahestehenden Personen 0 9.930 -
Leasingverbindlichkeiten 1.951 1.301 3,60%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0 0 -
Summe 31.12.2023 19.951 11.231

Emitec hat ein wöchentliches Cash-Reporting eingeführt, um einen Überblick über die kurzfristige Liquidität im Vergleich zu den geplanten Mittelabflüssen sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält der Konzern Kreditlinien, um kurzfristige Liquiditätsprobleme ausgleichen zu können.

Die Zinszahlungen für die besicherten Bankdarlehen in der obigen Tabelle entsprechen dem Zinssatz zum Abschlussstichtag. Der Zinssatz kann sich ändern, wenn sich die Marktzinsen ändern und eine bestimmte Verschuldungsquote nicht eingehalten wird.

23.4.2. Marktrisiko

Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Erträge von Emitec oder der Wert seines Bestands an Finanzinstrumenten durch Veränderungen der Marktpreise, wie z. B. Wechselkurse oder Zinssätze, nachteilig beeinflusst werden. Die vom Marktrisiko betroffenen Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

23.4.2.1. Zinsänderungsrisiko

Das Risiko spiegelt das Risiko wider, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze verändern. Emitec verfügte über Kredite und Fremdkapitalaufnahmen in der Bilanz, die Zinssätze mit variablen Parametern aufweisen.

Die folgende Tabelle zeigt die festverzinslichen oder unverzinslichen Verbindlichkeiten und die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten:

Buchwerte verzinslicher finanzieller Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2023 31.12.2022
Festverzinsliche Instrumente Variabel verzinsliche Instrumente Festverzinsliche Instrumente Variabel verzinsliche Instrumente
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen 0 22.875 0 0
Sicherungsgeschäfte (Zinsswap) 0 0 0 0
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen (nach Sicherungsgeschäften) 0 22.875 0 0
Buchwerte verzinslicher finanzieller Verbindlichkeiten (in TEUR) 07.07.2022
Festverzinsliche Instrumente Variabel verzinsliche Instrumente
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen 0 0
Sicherungsgeschäfte (Zinsswap) 0 0
Kredite und Fremdkapitalaufnahmen (nach Sicherungsgeschäften) 0 0

Eine für möglich gehaltene Veränderung der Zinssätze von 50 Basispunkten (BP) zum Abschlussstichtag hätte das Eigenkapital und den Gewinn oder Verlust um die unten aufgeführten Beträge erhöht oder vermindert. Bei dieser Analyse wurde unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem die Wechselkurse, konstant bleiben. Die Zinssensitivität stellt sich für die besicherten und unbesicherten Bankdarlehen wie folgt dar:

Gewinn oder Verlust Eigenkapital, nach Steuern
Kredite und Fremdkapital-aufnahmen (+50 BP) Kredite und Fremdkapital-aufnahmen (-50 BP) Kredite und Fremdkapital-aufnahmen (+50 BP) Kredite und Fremdkapital-aufnahmen (-50 BP)
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.2023 (114) 114 5.303 5.456
31.12.2022 0 0 0 0
07.07.2022 0 0 0 0

Zum 31. Dezember 2023 wurden keine Sicherungsinstrumente gehalten (31. Dezember 2022: TEUR 0).

23.4.2.2. Währungsrisiko

Emitec ist bei Geschäftsvorfällen insoweit einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, als dass die Währungen, auf die die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lauten, und die jeweilige funktionale Währung von Emitec nicht übereinstimmen. Die funktionale Währung von Emitec ist Euro (EUR). Die Umsatzerlöse lauten teilweise auf US-Dollar (USD), Japanischer Yen (JPY) und Indische Rupie (INR) während der größte Teil der Umsatzerlöse nach wie vor in Euro erzielt wird. Auch die Beschaffung erfolgt zum Teil in ähnlichen Währungen.

Die folgende Tabelle zeigt die Währungsrisiken von Emitec:

Währungsrisiko 07.07.2022
In Tausend USD INR JPY
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Nettorisiko in der Bilanz 0 0 0
Voraussichtliche Verbindlichkeiten der nächsten sechs Monate 0 0 0
Voraussichtliche Forderungen der nächsten sechs Monate 0 0 0
Prognostiziertes Netto-Transaktionsrisiko 0 0 0
Devisentermingeschäft 0 0 0
Nettorisiko 0 0 0
Währungsrisiko 31.12.2022
In Tausend USD INR JPY
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Nettorisiko in der Bilanz 0 0 0
Voraussichtliche Verbindlichkeiten der nächsten sechs Monate 0 0 0
Voraussichtliche Forderungen der nächsten sechs Monate 0 0 0
Prognostiziertes Netto-Transaktionsrisiko 0 0 0
Devisentermingeschäft 0 0 0
Nettorisiko 0 0 0
Währungsrisiko 31.12.2023
In Tausend USD INR JPY
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.278.059 660.645.723 501.691.981
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 756.579.990 21.737.287
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30.000) (294.285.919) (15.020.115)
Nettorisiko in der Bilanz 1.248.059 1.122.939.794 508.409.153
Voraussichtliche Verbindlichkeiten der nächsten sechs Monate 0 0 0
Voraussichtliche Forderungen der nächsten sechs Monate 0 0 0
Prognostiziertes Netto-Transaktionsrisiko 0 0 0
Devisentermingeschäft 0 0 0
Nettorisiko 1.248.059 1.122.939.794 508.409.153

Die folgenden wesentlichen Wechselkurse wurden in den folgenden Abschlüssen angewendet:

Durchschnittskurs
31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
USD 1,0816 1,0530 1,0566
INR 89,3249 82,7145 82,5112
JPY 151,9421 138,0051 141,5700
Kassakurs am Abschlussstichtag
31.12.2023 31.12.2022 07.07.2022
USD 1,1050 1,0666 1,0180
INR 91,9045 88,1710 80,6000
JPY 156,3300 140,6600 138,1100

Im Jahr 2023 ergaben sich aus der Währungsumrechnung Erträge in Höhe von TEUR 113 (2022: TEUR 0) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (2022: TEUR 0).

Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Aufwertung (Abwertung) des USD, der INR und des JPY gegenüber allen anderen Währungen zum 31. Dezember 2023 hätte sich auf die Bewertung der auf eine Fremdwährung lautenden Finanzinstrumente ausgewirkt und das Periodenergebnis um die unten aufgeführten Beträge beeinflusst. Bei dieser Analyse wurde angenommen, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.

in TEUR Gewinn oder Verlust Eigenkapital, nach Steuern
Stärkung Schwächung Stärkung Schwächung
31.12.2023 1.509 (1.844) 6.386 4.765
USD (10% Bewegung) 103 (125)
INR (10% Bewegung) 1.111 (1.358)
JPY (10% Bewegung) 296 (361)
31.12.2022 0 0 0 0
USD (10% Bewegung) 0 0
INR (10% Bewegung) 0 0
JPY (10% Bewegung) 0 0
07.07.2022 0 0 0 0
USD (10% Bewegung) 0 0
INR (10% Bewegung) 0 0
JPY (10% Bewegung) 0 0

23.4.2.3. Sonstige Marktrisiken

Die weltweiten Märkte für Emitec Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt: Dies gilt insbesondere für Technologie, Preise, Produktqualität sowie Entwicklungs- und Markteinführungszeit. Die Abgastechnologie ist darüber hinaus stark abhängig von den jeweiligen gesetzlichen Regelungen der Länder/Regionen. Durch den Ausbau der globalen Vertriebsaktivitäten ist Emitec verstärkt auch den Risiken ausgesetzt, die aus politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in bestimmten Weltregionen erwachsen. Die in einigen Ländern verstärkt politisch gewollte und geförderte Einführung der Elektromobilität reduziert die Gesamtanzahl der Verbrennungsmotoren und damit den potenziellen Markt für Katalysatoren.

Dazu zählen auch unvorhersehbare Preissteigerungen bei Material, Energie und Lohnsteigerungen. Emitec beobachtet diese Risiken intensiv, um gegen bedrohliche Entwicklungen gewappnet zu sein und um mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen gegebenenfalls angemessen reagieren zu können.

Entsprechend den positiven Erwartungen gegenüber den Märkten wird Emitec die Produktpalette fortlaufend weiterentwickeln. Dazu dienen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die im Rahmen der strategischen Planung jährlich überprüft werden.

24. Sonstige Rückstellungen

Zu Rechnungslegungsmethoden siehe in Anhangangabe 8.12.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen Personalrückstellungen Übrige Rückstellungen Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand zum 07.07.2022 0 0 0
Gebildete Rückstellungen 0 0 0
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen 0 0 0
Verwendete Rückstellungen 0 0 0
Aufgelöste Rückstellungen 0 0 0
Aufzinsung 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
davon kurzfristig 0 0 0
davon langfristig 0 0 0
Sonstige Rückstellungen Personalrückstellungen Übrige Rückstellungen Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand zum 31.12.2022 0 0 0
Gebildete Rückstellungen 1.916 54 1.970
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen 1.623 1.233 2.856
Verwendete Rückstellungen (1.362) (22) (1.384)
Aufgelöste Rückstellungen (118) (118)
Aufzinsung (59) 0 (59)
Stand zum 31.12.2023 2.118 1.147 3.265
davon kurzfristig 67 1.147 1.214
davon langfristig 2.051 0 2.051

25. Anteilsbesitzliste

In der folgenden Tabelle sind die Finanzkennzahlen der einzelnen Gesellschaften gemäß den jeweils geltenden lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgeführt:

01.01.2023 - 31.12.2023
Name der Gesellschaft Gesellschaftssitz Land Ergebnis Eigenkapital Anteile
TEUR TEUR in %
Emitec Technologies India Pvt. Ltd Pune Indien 4.693 24.832 100
Emitec Technologies Italia S.r.l Brixen Italien 11 41 100
Emitec Technologies Japan KK Tokio Japan 64 203 100
Emitec Technologies Verwaltungs GmbH Lohmar Deutschland (8) 132 100
Emitec Real Estate Eisenach GmbH Lohmar Deutschland 171 7.193 100
Emitec Real Estate Lohmar GmbH Lohmar Deutschland 426 3.449 100
Leo II - VV12 GmbH Lohmar Deutschland (1.710) (2.992) 100
Emitec Technologies GmbH Lohmar Deutschland (2.483) 12.592 100
07.07.2022 - 31.12.2022
Name der Gesellschaft Gesellschaftssitz Land Ergebnis Eigen-
kapital
Anteile
TEUR TEUR in %
Emitec Real Estate Eisenach GmbH München Deutschland (3) 22 100
Emitec Real Estate Lohmar GmbH München Deutschland (2) 23 100
Leo II - VV12 GmbH München Deutschland (1.307) 25 100

Bei den Gesellschaften Emitec Technologies India Pvt. Ltd., Emitec Technologies Italia S.r.l., Emitec Technologies Japan KK und Emitec Technologies Verwaltungs GmbH wurden aufgrund des Anteilserwerbs (siehe Anhangangabe 26) erst ab dem 1. August 2023 in den Konsolidierungskreis des Konzerns aufgenommen.

Die Emitec Technologies India Pvt. Ltd. verfügt aufgrund lokaler Regulatorik ein abweichendes Geschäftsjahr mit Bilanzstichtag 31. März. Die Angaben zu Ergebnis und Eigenkapital beziehen sich auf die Finanzkennzahlen der einzelnen Gesellschaften gemäß den jeweils geltenden lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen.

Die Emitec Technologies GmbH nimmt die Erleichterungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Aufstellung eines Lageberichtes. Darüber hinaus ist die Gesellschaft von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss (und einen Lagebericht) offenzulegen.

26. Erwerb Tochterunternehmen

Zu Rechnungslegungsmethoden siehe in Anhangangabe 8.1.2.

Am 1. August 2023 erwarb die Emitec Holding GmbH 100 % der Anteile an der Emitec Technologies GmbH (ehemals Vitesco Technologies Emitec GmbH) von der Vitesco Technologies GmbH, Regensburg, durch die Leo II - VV12 GmbH (Acquico).

Zum Erwerbszeitpunkt wurden durch die Transaktion auch die Tochterunternehmen der Emitec Technologies GmbH neu in den Emitec Konzern eingebunden. Hierbei handelte es sich um 99,999 % der Anteile an der Emitec Technologies India Pvt. Ltd., Pune/Indien (im Folgenden "Emitec Indien"), 100 % der Anteile an der Emitec Technologies Italia S.r.l., Brixen/Italien, 100 % der Anteile an der Emitec Technologies Japan KK, Tokio/Japan und 100 % der Anteile an der Emitec Technologies Verwaltungs GmbH, Lohmar. Weitere 0,001 % der Anteile an der Emitec Indien wurden durch die Leo II - VV12 GmbH (Acquico) von der Vitesco Technologies Eisenach Verwaltungs GmbH, Eisenach, im Rahmen der Transaktion erworben.

Das Management verspricht sich von den Zukäufen ein dynamisches Wachstum in Form von steigenden Umsätzen und Ergebnissen und eine damit verbundene Steigerung des Unternehmenswertes.

26.1. Übertragene Gegenleistung

Die übertragene Gegenleistung wurde in voller Höhe aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 37.512 erbracht.

26.2. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten

Im Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von TEUR 2.884 für beispielsweise Steuerberatung, für Rechtsberatung und für Dienstleistungen im Rahmen der Due Diligence angefallen. Diese Kosten sind im Wesentlichen in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.

26.3. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und Schulden 01.08.2023
TEUR
Sachanlagen 76.689
Immaterielle Vermögenswerte 24.014
Vorräte 14.477
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.239
Sonstige Vermögensgegenstände 2.496
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.059
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (23.948)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (23)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (441)
Lizenzverbindlichkeiten (18.865)
Sonstige Rückstellungen (2.856)
Sonstige Verbindlichkeiten (6.576)
Pensionsrückstellungen (46.165)
Verb. aus Steuern (39)
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 53.061

26.4. Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren wie folgt:

Erworbene Vermögenswerte Bewertungstechnik
Sachanlagen Marktvergleichsverfahren und Kostenverfahren: Das Bewertungsmodell berücksichtigt Marktpreise für ähnliche Gegenstände, wenn diese verfügbar sind, und gegebenenfalls fortgeführte Wiederbeschaffungskosten. Fortgeführte Wiederbeschaffungskosten spiegeln Anpassungen für eine physische Verschlechterung sowie funktionale Überholung und wirtschaftliche Veralterung wider.
Immaterielle Vermögenswerte Marktvergleichsverfahren: Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.
Vorräte Marktvergleichsverfahren: Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.

26.5. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:

Geschäfts- oder Firmenwert 01.01.2023 - 31.12.2023
TEUR
Übertragene Gegenleistung 37.512
Beizulegender Zeitwert der identifizierten Nettovermögen 53.061
Geschäfts- oder Firmenwert (Badwill) (15.549)

Aus dem Erwerb der Tochterunternehmen entsteht ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert (im Folgenden Badwill) in Höhe von TEUR 15.549 (31. Dezember 2022: TEUR 0). Der Badwill wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ergebniswirksam erfasst (siehe hierfür Anhangangabe 11.1). Der Badwill resultiert im Wesentlichen aus der neugefassten langfristigen Strategieausrichtung des Veräußerers und des daraus resultierenden Veräußerungswillens, der zu einem Veräußerungspreis unter Marktpreis führte.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Umsatzerlöse und der Gewinn bzw. Verlust der erworbenen Unternehmen seit dem Erwerbszeitpunkt dargestellt. Des Weiteren werden die Erlöse und die Gewinne oder Verluste der erworbenen Unternehmen für die aktuelle Periode so dargestellt, als ob der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse, die während des Geschäftsjahrs stattgefunden haben, am Anfang der Periode des laufenden Geschäftsjahrs gewesen wäre.

Erlöse und Gewinne 01.08.2023 - 31.12.2023 01.01.2023 - 31.12.2023
Umsatzerlöse Gewinn (Verlust) Umsatzerlöse Gewinn (Verlust)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Emitec Technologies India Pvt. Ltd. 29.474 4.693 30.951 5.416
Emitec Technologies Italia S.r.l. 0 11 0 11
Emitec Technologies Japan KK 1.750 64 1.750 64
Emitec Technologies Verwaltungs GmbH 0 (8) 0 (8)
Emitec Technologies GmbH 44.517 (2.483) 108.382 (2.804)
Gesamt 75.741 2.277 141.083 2.679

27. Leasingverhältnisse

Zu Rechnungslegungsmethoden siehe in Anhangangaben 8.13.

Emitec mietet zwei Liegenschaften. Die Mietdauer beträgt zwischen zwei und zehn Jahren.

Darüber hinaus mietet der Konzern Dienst- und Flurförderfahrzeuge. Die Mietdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren, sowie ein Solarfeld im Mietverhältnis mit einer Nutzungsdauer von 18 Jahren.

Der Konzern mietet diverse Ausstattungen und Geräte mit vertraglichen Laufzeiten bis zu einem Jahr. Diese Leasingvereinbarungen sind kurzfristig bzw. ihnen liegen Gegenstände von geringem Wert zugrunde. Der Konzern hat beschlossen, für diese Leasingvereinbarungen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Informationen über Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, werden nachfolgend dargestellt.

27.1. Nutzungsrechte

Leasingverhältnisse Grundstücke und Gebäude BGA Fuhrpark Summe
Nutzungsrechte TEUR TEUR TEUR TEUR
2022
Stand zum 07.07.2022 0 0 0 0
Abschreibungsbetrag des Geschäftsjahres 0 0 0 0
Zugänge zu Nutzungsrechten 0 0 0 0
Abgänge von Nutzungsrechten 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 0 0 0 0
2023
Stand zum 01.01.2023 0 0 0 0
Zugänge zu Nutzungsrechten 3.713 979 278 4.970
Abgänge von Nutzungsrechten 0 0 0 0
Erwerb durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0
Abschreibungsbetrag des Geschäftsjahres 107 26 151 284
Stand zum 31.12.2023 3.606 953 127 4.686

In der folgenden Tabelle sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge für Leasingverhältnisse dargestellt:

Leasingverhältnisse 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
1. Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 150 0
2. Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 38 0
3. Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert 0 0
In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse 311 0

Hinsichtlich der Fälligkeitsanalyse für Leasingverhältnisse wird auf Anhangangabe 23.4.1 verwiesen.

27.2. Kündigungsoptionen

Ein Immobilienmietvertrag enthält eine Kündigungsoption, die vom Konzern bis zu sechs Monate vor automatischer Verlängerung der Vertragslaufzeit um weitere zwei Jahre ausgeübt werden kann.

Der Konzern prüft zu Beginn des Leasingverhältnisses, ob es hinreichend sicher ist, wann die Kündigungsoption ausgeübt wird. Emitec prüft erneut, ob es hinreichend sicher ist, dass die Optionen ausgeübt werden, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände in ihrem Einflussbereich eintritt.

Der Konzern schätzt, dass die potenziellen zukünftigen Leasingzahlungen bei Nicht-Ausübung der Kündigungsoption zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeit in Höhe TEUR 122 führen würden.

28. Künftige Zahlungsverpflichtungen

Emitec hat zum Bilanzstichtag keine über die bereits aufgeführten Zahlungsverpflichtungen hinausgehende nicht passivierungsfähige Zahlungsverpflichtungen

29. Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

Emitec hat zum Bilanzstichtag keine ausstehenden Eventualforderungen und -verbindlichkeiten. Aus dem Erwerb der Tochtergesellschaften (siehe Anhangangabe 26) wurden keinerlei Bürgschaften oder Rückstellungen aus Klage- oder Drohverlustsachverhalten übernommen.

30. Nahestehende Unternehmen und Personen

30.1. Mutterunternehmen und oberstes beherrschendes Unternehmen

Am 1. August 2023 erwarb die Leo II - VV12 GmbH (Acquico) 100% der Anteile der Emitec Technologies GmbH. Die Muttergesellschaft der Leo II - VV12 GmbH (Acquico), die Emitec Holding GmbH, wurde ganzjährig von der Leo II - VV10 GmbH, München, als oberstes, beherrschendes Unternehmen gehalten.

Emitec wird derzeit als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der LEO II.-VV10 GmbH einbezogen.

30.2. Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Zum 31. Dezember 2023 bestand die Geschäftsführung aus den beiden Geschäftsführern Herr Rolf Brück, Diplom Ingenieur, Bergisch Gladbach, und Herr Martin Kohn, Diplom Kaufmann, Bonn. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 1. August 2023 leitete Herr Florian Hitzer, Wirtschaftsingenieur, München, als alleiniger Geschäftsführer das Unternehmen.

Vom 1. August 2023 bis zum 30. November 2023 bestand die Geschäftsführung aus drei Geschäftsführern, aus den Herren Hitzer, Brück und Kohn. Am 30. November 2023 schied Herr Florian Hitzer aus der Geschäftsführung des Unternehmens aus.

30.3. Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasste Folgendes:

Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Kurzfristig fällige Leistungen 273 0
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.939 0
Andere langfristig fällige Leistungen 165 0
Summe 3.377 0

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst ausschließlich Gehälter und Sachleistungen.

30.4. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen 01.01.2023 - 31.12.2023 07.07.2022 - 31.12.2022
Werte der Geschäftsvorfälle Werte der Geschäftsvorfälle
Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen
TEUR TEUR TEUR TEUR
Transaktionen mit Hitzer GmbH 0 53 0 0
Transaktionen mit Leo II - VV10 GmbH 0 193 0 0
Summe 0 246 0 0
Nahestehende Unternehmen und Personen 31.12.2023 31.12.2022
Ausstehende Salden Ausstehende Salden
Forderungen Verbindlichkeiten Forderungen Verbindlichkeiten
TEUR TEUR TEUR TEUR
Transaktionen mit Hitzer GmbH 0 16 0 0
Transaktionen mit Leo II - VV10 GmbH 0 0 0 0
Summe 0 16 0 0

Alle ausstehenden Salden mit diesen nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind innerhalb der vereinbarten vertraglichen Zahlungsfristen bar zu begleichen. Keiner der Salden ist gesichert.

Im laufenden Jahr und im Vorjahr wurde kein Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen im Hinblick auf die Beträge erfasst, die von nahestehenden Unternehmen und Personen geschuldet werden.

30.5. Sonstige Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In den in diesem Abschluss dargestellten Geschäftsjahren fanden keine weiteren Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen oder anderen nahestehenden Unternehmen und Personen statt.

Für ehemalige Geschäftsführer der Emitec Technologies GmbH bestehen Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 5.768 (31. Dezember 2022: TEUR 0).

31. Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare für die vom Abschlussprüfer erbrachten Dienstleistungen für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 beliefen sich auf:

Honorar des Abschlussprüfers 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023 7. Juli 2022 - 31. Dezember 2022
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 169 4
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 2
Summe 169 6

32. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf das Nettovermögen, die Finanzlage und die Betriebsergebnisse von Emitec eingetreten.

 

Lohmar, den 29. Februar 2024

Rolf Brück, Geschäftsführer

Martin Kohn, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Emitec Holding GmbH, Lohmar

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Emitec Holding GmbH, Lohmar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Emitec Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung‌‌ für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 29. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obergarz, Wirtschaftsprüfer

Offermann, Wirtschaftsprüferin

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