Firat pack GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jules Paul Bernhardt seit 23.12.2022 | Prokura |
Dirk Felix Achhammer seit 7.4.2017 | Geschäftsführer |
Guido Wolf seit 6.6.2011 | Prokura |
Mathis Menzel seit 22.5.2007 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Menzel Elektromotoren GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Menzel Elektromotoren GmbH ist ein unabhängiges, mittelständisches und international agierendes Unternehmen der Antriebstechnik. Seit 90 Jahren produzieren, handeln und liefern wir Elektromotoren und artverwandte Produkte für unterschiedlichste Industrieanwendungen. Von zwei Standorten in Deutschland aus bedient die Gesellschaft dabei neben dem Inland auch die europäischen und internationalen Absatzmärkte. Zum umfangreichen Lieferprogramm gehören Elektromotoren verschiedenster Art und Größe - vom Niederspannungs-Normmotor bis hin zum individuell projektierten Hochspannungsmotor mit bis zu 20.000 kW Leistung. Das Produktionsspektrum umfasst Kurzschlussläufermotoren, Schleifringläufermotoren, Gleichstrommotoren und Sonderantriebe mit verschiedensten Kühl- und Schutzarten. Der Produktionsschwerpunkt liegt auf der Fertigung von Einzelstücken für spezielle Anwendungen, als Reserve oder Ersatz, die im Ergebnis mechanisch und elektrisch austauschbar zu vorhandenen Motoren beim Kunden sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die schnelle Lieferung größerer Elektromaschinen und Sonderausführungen aus Lagerhaltung. Notwendige Umbaumaßnahmen nach Kundenwunsch werden dabei binnen kürzester Zeit in der unternehmenseigenen Werkstatt durchgeführt. Über vier eigene Vertriebsgesellschaften mit Sitz in Schweden, Frankreich, Großbritannien und Italien erzielt die Gesellschaft eine hohe Präsenz in wichtigen lokalen Absatzmärkten des europäischen Auslands und steigert damit nachhaltig den eigenen Absatz. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Berichtsgesellschaft unternimmt fortlaufende Maßnahmen zur technischen Weiterentwicklung, Anpassung und Verbesserung ihres Produkt- und Leistungsportfolios. Dazu gehören neben dem Kerngeschäft der Elektromotoren auch eine stetige Weiterentwicklung des hauseigenen Prüffelds, dessen Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und die Effizienz unter Kosten und Umweltaspekten weiter gesteigert werden konnte. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In einem immer noch von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr 2021 stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 2,7%. Das verarbeitende Gewerbe hat sich 2021 wieder etwas erholt. Die Produktion lag um 3% höher als in 2020. Vor allem im dritten Quartal gelang der Industrie ein Aufholungsprozess. Der niedrige Basiseffekt aus 2020 hat sich hier allerdings entsprechend ausgewirkt. Im Bereich der Industrieunternehmen trübte sich die Stimmung dennoch seit Sommer 2021 auf hohem Niveau etwas ein. Während im Sommer noch 59% mit einem Zuwachs der Produktion rechneten, waren es im Herbst 2021 nur noch 55% und 14% gingen von einem Rückgang der Produktion aus. In der für das Berichtsunternehmen maßgeblichen Metall- und Elektroindustrie (M+E Industrie) war die Entwicklung in 2021 wieder positiv: Nach einem Rückgang der Gesamtproduktion im Jahr 2019 um 4,5% und einem noch stärkeren Einbruch in 2020 um 13,9%, stieg im Berichtsjahr die Produktion um ordentliche 4,6%. Eine Erholung in der Automobilindustrie aber auch im Maschinenbau haben stabilisierend gewirkt, gestützt durch eine höhere inländische Konsumnachfrage. Zur Wettbewerbssituation und Marktstellung der Gesellschaft sowie den Auswirkungen der Marktsituation auf die Gesellschaft nehmen wir unter 2.2. Stellung. Für das Jahr 2022 wird davon ausgegangen, dass die Konjunktur durch eine kräftige Nachfrage gestützt wird. Insbesondere die Auftragsbücher der Industrieunternehmen befänden sich auf einem Rekordniveau. Selbst wenn Russland als Absatzmarkt wegbricht, können die Unternehmen andere Aufträge abarbeiten, so dass kurzfristige Auswirkungen der Sanktionen eher gering bleiben dürften. Einen kräftigen Schub erwarte das Ifo-Institut durch die Normalisierung des privaten Konsums, wenn sich die Corona-Situation im Lauf des Jahres verbessert. In vielen kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen sind die Umsätze aktuell immer noch deutlich niedriger als vor Ausbruch der Coronakrise, so dass dort ein erhebliches Aufholpotenzial bestehe. Auf der anderen Seite dämpfen die Folgen des russisch-ukrainischen Krieges die deutsche Konjunktur. Das Risikopotential hänge aber von der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise ab. Im Bereich der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich für 2022 ein ambivalentes Bild: Einerseits lag der Auftragseingang im ersten Quartal bereits um 4,3% über dem bereits verbesserten Schlussquartal aus 2021. Die Produktion stieg in der Metall- und Elektroindustrie allerdings nur um 0,7% im ersten Quartal 2022. Die Produktion bleibt damit weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage In einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte sich die Gesellschaft sehr gut behaupten und profitierte dabei von ihrer internationalen Ausrichtung und einer hohen Branchendiversifikation im Kundenportfolio. Die Rahmenbedingungen, unter denen die Berichtsgesellschaft agierte, waren durchgehend von der Corona-Pandemie geprägt. So musste sich die Gesellschaft fortwährend an die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes anpassen. In diesem Zusammenhang wurde ein Hygienekonzept umgesetzt, die Arbeitsbedingungen an die gestiegenen Anforderungen des Gesundheitsschutzes angepasst und weiter in notwendige Schutzausrüstung für die Mitarbeiter investiert. Insgesamt spielten die Belastungen aber eine untergeordnete Rolle und hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, allerdings zogen ab Mitte des Jahres die Preise für Vorprodukte und den Güterverkehr an. Da auch die Lieferketten zunehmenden Verzögerungen unterlagen, führte dies zu einer Verlängerung der Lieferzeiten und in der Folge zu einer deutlichen Erhöhung des Auftragsbestands. Diese Tendenz setzt sich bisweilen im aktuellen Geschäftsjahr weiter fort. Auf politischer Seite hatte der Brexit keine spürbaren Auswirkungen auf die Geschäfte der Gesellschaft und auch bei der Wettbewerbssituation gab es keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr. Im Rahmen des Projektes zur Umsiedlung der Gesellschaft in einen modernen und zukunftsweisenden Neubau laufen alle Vorbereitungen planmäßig. Mittels einer Schwestergesellschaft wurde ein entsprechendes Grundstück erworben und im Berichtsjahr eine Baugenehmigung erlangt. a) Finanzlage Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte neben der bestehenden Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft über Kreditlinien und mittel- bis langfristige Darlehen der Hausbanken. Darüber hinaus stellten die Mitglieder der Familie Menzel, zumeist ehemalige Gesellschafter, nach wie vor Darlehen mit mittelfristiger Perspektive zur Verfügung. Die in 2019 und im Berichtsjahr erhaltenen Teilzahlungen auf die Veräußerung des Grundstücks Neuer Ufer 19-25 führte im Berichtsjahr temporär zu einer erhöhten Liquiditätsausstattung und unbeanspruchten Kreditrahmen. Ein Großteil dieser Liquidität wurde von der Gesellschaft vorübergehend und zweckgebunden für den Neubau eines Produktionsstandortes vorgehalten. Die Investition erfolgt in mehreren Stufen über eine Zweckgesellschaft der Unternehmensgruppe in den Jahren 2020-2023; eine Baugenehmigung wurde erteilt. Ebenfalls entlastend auf der Finanzierungsseite wirkt sich weiterhin der Bürgschaftsrahmen der R+V Versicherung aus. Die hohe Zahl an zu stellenden Avalen im Geschäftsverkehr ging damit nicht in voller Höhe zu Lasten der Kreditlinien. Zur Finanzierung des Umlaufvermögens sowie zur Refinanzierung endfälliger Kredittranchen wurden zusätzliche Fremdmittel in Form von kurz- und langfristigen Krediten verwendet. Bereits bestehende Kreditverbindlichkeiten aus Vorjahren wurden hingegen planmäßig getilgt. Der positive Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde zu weiteren Investitionen ins Anlage- und Umlaufvermögen und der Finanzierung von Tochter- und Schwestergesellschaften verwendet. Eine Liquiditätsplanung auf Monatsbasis stellt die Kontinuität der soliden Finanzlage sicher. Die Gesellschaft kann ihre laufenden fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen. b) Vermögenslage Infolge der Sondereffekte im Berichtsjahr sowie der erneuten vollständigen Thesaurierung des Gewinns lag die Eigenkapitalquote des Unternehmens trotz des erheblichen Anstiegs der Bilanzsumme bei sehr hohen 71,96 % und damit deutlich über Vorjahr. Die Forderungsquote (aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zur Bilanzsumme) konnte aufgrund eines gut funktionierenden Debitorenmanagements nochmals verbessert werden und liegt bei 3,5% (Vorjahr: 6,5%), wobei auch die deutlich erhöhte Bilanzsumme hierbei eine Rolle spielt. 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Hauptaugenmerk auf der Entwicklung des Umsatzes, des Ertrags und der Eigenkapitalrendite. Im Bereich der Früherkennung und Risikosteuerung liegt der Fokus auf der Betrachtung des Auftragseingangs und der Liquiditätsplanung. Beide Instrumente eignen sich auf Grund ihrer langfristigen Betrachtungsweise ideal und ermöglichen eine dementsprechende Steuerung der Gesellschaft. 2.4. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Berichtgesellschaft ist sehr stabil. Der Jahresüberschuss wurde erneut thesauriert und das Eigenkapital massiv aufgebaut. Zum Stichtag beläuft sich das Eigenkapital nunmehr auf über € 22,7 Mio. EUR. Gleichzeitig verfügt die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel und einen sehr hohen Auftragsbestand. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen der weltweiten Pandemie hat die Berichtsgesellschaft ein hervorragendes Jahresergebnis erzielen können, was insbesondere einem guten operativen Geschäft sowie dem Einmaleffekt aus der Veräußerung des Grundstücks Neues Ufer geschuldet war. Die Anlagendeckung I beträgt 478,78%, das Anlagevermögen ist damit langfristig finanziert und komplett durch Eigenkapital gedeckt. Der Nutzen-Lasten-Wechsel im Rahmen der Veräußerung des alten Betriebsgrundstücks sowie der Erhalt der Baugenehmigung für den neuen Standort markieren Meilensteine zur Schaffung einer zukunftsweisenden Aufstellung des Unternehmens. In der Bauphase bis Ende 2023 produziert die Gesellschaft weiterhin am bisherigen Standort "Neues Ufer" in Berlin. Darüber hinaus legt die Umsetzung des Erwerbs eines Büro- und Geschäftshauses in Berlin mittels einer neu gegründeten Tochtergesellschaft den Grundstein für ein konstantes zukünftiges Ertragspotential und eine weitere Diversifikation der Geschäfte der Gesellschaft. Im aktuellen Geschäftsjahr werden die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen maßgeblich von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges geprägt sein. Grundsätzlich hat die Gesellschaft bisher jedoch gezeigt, dass sie wirtschaftlich kaum negativ von den Folgen beeinflusst wird. 3. Zweigniederlassungsbericht Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich Neues Ufer 19-25 10553 Berlin Daneben besteht eine weitere Betriebsstätte in der Senefelderstr. 17 in 30880 Laatzen sowie Außenlager in Freienhufen und Brieske. In der Betriebsstätte Laatzen arbeiteten im Berichtsjahr durchschnittlich 9 Mitarbeiter (Vorjahr 8). 4. Prognosebericht Obwohl die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachwievor angespannt sind, verstetigt sich der Auftragseingang der Gesellschaft auf einem stabil hohen Niveau. Alle Unternehmensbereiche sind derzeit gut ausgelastet. Der hohe Auftragsbestand sorgt für eine gute Planbarkeit der kommenden Monate und stellt eine solide Basis für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft im aktuellen Geschäftsjahr dar. Belastend wirken sich hierbei die hohe Inflation sowie in der Folge anziehende Preise für Logistik, Vorprodukte und Personalkosten aus. Preissteigerungen auf der Absatzseite können diese Effekte zumindest in weiten Teilen ausgleichen. Freier Cashflow wird weiterhin konsequent reinvestiert und damit eine stabile Basis für die Zukunft geschaffen. Im Personalbereich werden die Löhne und Gehälter auch weiterhin im Wesentlichen nach ERA - der Entgelttabelle des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Berlin/Brandenburg e.V. gezahlt. Die Entwicklung der Löhne und Gehälter basiert daher maßgeblich auf den Tarifabschlüssen der Metall- und Elektroindustrie, dessen laufender Tarifvertrag im September 2022 endet. Für den kommenden Tarifabschluss ist auf Grund der Inflation von einer deutlichen Erhöhung des Tarifentgelts auszugehen. Die Gesellschaft hat für ihre Mitarbeiter im Berichtsjahr auch weiterhin freiwillige Leistungen in den Bereichen arbeitgeberfinanzierter, betrieblicher Metallrente, für Fortbildungsmaßnahmen sowie für fachspezifische Kurse und Ausbildungen übernommen. Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen bekommt die 100%ige Tochter Menzel Skandinavien AB ab Juni 2022 einen neuen Geschäftsführer, nachdem der bisherige Geschäftsführer im Januar diesen Jahres nach längerer Krankheit verstorben ist. Für das laufende Jahr ist daher mit einer geringeren Geschäftstätigkeit zu rechnen. Ab dem kommenden Jahr sollte die Gesellschaft dann jedoch wieder Umsätze auf dem bisherigen Niveau erwirtschaften können. Im Zuge des geplanten Standortwechsels der Gesellschaft wurde seitens der zuständigen Behörden eine Baugenehmigung erteilt. Zudem gelang es im Februar diesen Jahres mit einem Generalübernehmer einen Vertrag über den schlüsselfertigen Bau der Gebäude - und Außenanlagen zu schließen. Mit einem Umzug an den neuen Standort ist nach aktuellem Stand im vierten Quartal 2023 zu rechnen. Bis zum Umzug ist die Berichtsgesellschaft vertraglich dazu berechtigt, den aktuellen Produktionsstandort Neues Ufer 19-25 uneingeschränkt in der bisherigen Form weiterhin zur Erfüllung ihrer geschäftlichen Aktivitäten vollumfänglich zu nutzen. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1 Ukrainekonflikt Der Krieg in der Ukraine dominiert die allgemeinen wirtschaftlichen Risiken und überlagert aktuell sogar die noch nicht vollständig überwundene Pandemie (Corona/Covid-19). Die Auswirkungen der umfassenden Sanktionen gegenüber Russland sind sofort über eine erhebliche Verteuerung der Energiekosten zu spüren, die sich bei der Berichtsfirma u.a. direkt auf die Logistikkosten auswirken. Darüber hinaus sind die Risiken für die Konjunktur in Deutschland durch diesen militärischen Konflikt massiv gestiegen und erscheinen aus Sicht der Menzel Elektromotoren GmbH kaum vorhersehbar. Insbesondere droht nicht nur die Gefahr weiterer Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten (u.a. Industriemetalle verteuern sich massiv), sondern die Grundversorgung mit Öl und Gas und infolgedessen die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt scheinen bedroht. Nicht ausgeschlossen werden können zudem zukünftige Engpässe bei einzelnen Materialien, zum Beispiel Kupfer. Über diese allgemeinen Risiken hinaus ist eine direkte Betroffenheit der Berichtsfirma durch den Ukraine-Krieg nicht erkennbar. Es gibt keine Abhängigkeiten zu Auftraggebern aus Russland oder der Ukraine der Menzel Elektromotoren GmbH. Auch die wesentlichen Lieferanten weisen nach verfügbarem Wissen der Geschäftsführung weder direkt noch indirekt betroffen einen Russland oder Ukraine-Bezug auf. Insbesondere durch den Ukraine-Krieg kann das Risiko eines Abbruchs von Lieferketten nicht ausgeschlossen werden. Wenn einzelne Transportwege abgeschnitten oder Vormaterialien nicht mehr verfügbar wären, hätte dies ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Liefer- und Leistungsfähigkeit der Berichtsfirma. Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes lagen hierfür aber noch keine Indizien vor. In den letzten 24 Monaten waren die (wirtschaftlichen) Auswirkungen der Pandemie und neuerlich auch des Ukraine Konfliktes auf die Berichtsfirma beherrschbar, weil das Geschäft international ausgerichtet ist und die Nachfrage nach Industriemotoren entweder mittelfristig geplant werden oder im Havarie Geschäft kurzfristig ersetzt werden muss. Anziehende Rohstoffpreise als Folge dieser besonderen äußeren Umstände erhöhen zwar grundsätzlich den Wareneinsatz, haben allerdings tendenziell einen positiven Einfluss auf die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft. Im Hinblick auf die Verbesserung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten geht die Geschäftsführung der Menzel Elektromotoren GmbH davon aus, dass sich im Bereich der Corona-Pandemie eine Normalisierung der Gesamtsituation abzeichnen wird. Hinsichtlich des Ukraine Konfliktes lassen sich hingegen aktuell keine Aussagen zu möglichen Änderungen der Rahmenbedingungen treffen. 5.2 Marktchancen und -risiken Die volatile Entwicklung der Rohstoffpreise birgt Chancen und Risiken gleichermaßen. Unabhängig von dieser Entwicklung kann sich die Berichtsgesellschaft auf ein stabiles und breit aufgestelltes Geschäftsmodell mit einer ausreichenden Länderdiversifikation mittels ihrer vier ausländischen Vertriebsgesellschaften stützen, die sich jeweils zu 100 % im Besitz der Menzel Elektromotoren GmbH befinden. Generell profitiert die Gesellschaft vom bisherigen niedrigen Zinsniveau. Aktuell nehmen im inflationären Umfeld die Zinsänderungsrisiken zu, werden von der Berichtsgesellschaft aber als verkraftbar eingeschätzt. Zum einen werden relevante langfristige Investitionen jeweils mit Festzinsdarlehen finanziert, zum anderen wird der zukünftige Fremdfinanzierungsbedarf tendenziell abnehmen, weil alle wichtigen Großinvestitionen bereits durchfinanziert wurden. Der zukünftige Investitionsaufwand wird also deutlich geringer ausfallen. Forderungsausfallrisiken werden weitestgehend über die bestehende Kreditausfallversicherung sowie weiteren Sicherungsinstrumenten im Zahlungsverkehr (Akkreditive, Bürgschaften etc.) abgesichert sowie angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Für Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiken wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Weitere wesentliche Risiken sind nicht erkennbar. Zusammengefasst sind die operativen Risiken im Zusammenhang mit der Corona Pandemie deutlich gesunken. Die Risiken im Bezug auf den Russland-Ukraine-Krieg sind aktuell beherrschbar und haben sich bis auf eine deutliche Erhöhung der Preise für Vorprodukte und Energie bislang noch nicht negativ auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ausgewirkt. Es bestehen keine Abhängigkeiten zu Lieferanten oder Kunden mit Ukraine- oder Russlandbezug. Die Gesellschaft befindet sich in zudem weiterhin in einem sehr stabilen Zustand und verfügt über ausreichend finanzielle Mittel zum Umgang mit den aktuellen äußeren Bedingungen. Möglichen Risiken wird aktiv entgegengewirkt oder entsprechende Absicherungen getroffen. Insgesamt besteht derzeit ein Spannungsfeld zwischen weiterhin erhöhten Marktrisiken bei gleichzeitig guten Chancen auf einen Nachhol- und Aufholeffekt im Zuge der Bewältigung der Pandemie und dem Ende des Krieges. 6. Sonstige Angaben Wesentliche Änderungen haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
Berlin, 27. Mai 2022 gez. Dirk Achhammer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Menzel Elektromotoren GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Absatz 2 HGB Gebrauch gemacht. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Menzel Elektromotoren GmbH Firmensitz laut Registergericht: Berlin Registereintrag: Handelsregister Berlin (Charlottenburg) HRB 22534 B Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Die Darlehen an die Menzel Industrieholding GmbH, an die Menzel Betriebsimmobilien GmbH und an die MeWö Beteiligungsgesellschaft mbH wurden im Berichtsjahr erstmalig unter dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" berücksichtigt. Im Vorjahr waren diese Darlehen unter dem Posten "Sonstige Ausleihungen" enthalten. Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert angepasst. Die Forderung gegenüber der Pawils Elektromaschinenbau GmbH wurde im Berichtsjahr unter dem Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" berücksichtigt. Im Vorjahr war die Forderung unter dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" enthalten. Zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr wurde diese Änderung auch im Jahr 2020 nachvollzogen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 800,00 Euro nicht übersteigt, wird als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten gemäß § 255 Absätze 2 bis 3 HGB angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Dabei wurden Nutzungsdauern zwischen einem und 23 Jahren zu Grunde gelegt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen (hier Anteile an verbundenen Unternehmen) wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind werthaltig. Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen und an weitere Unternehmen innerhalb der Gruppe wurden in Höhe ihres Nennwertes bilanziert. Die Ausleihungen sind werthaltig. Die Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Das bereits in den Vorjahren ausgeübte Wahlrecht zum aktivischen Ausweis von erhaltenen Anzahlungen bei der Bilanzposition Vorräte wurde im Berichtsjahr beibehalten. Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aufgrund von Abweichungen im handels- und steuerrechtlichen Bilanzansatz wurden passive latente Steuern gebildet. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die gemäß § 256 a HGB in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens
Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Absatz 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 32.208,98 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 46.439,00 Euro. Angaben zu weiteren Altersvorsorgeleistungen Seit dem 1. Januar 2012 besteht eine betriebliche Altersversorgung im Rahmen einer nicht rückgedeckten Unterstützungskasse. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Fehlbetrag des Kassenvermögens 11.783,47 Euro. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 17.394,01 Euro (passive latente Steuer). Die Bildung erfolgte unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 30,642 % - weitestgehend im Rahmen der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellung nach Handels- und Steuerbilanz (aktive latente Steuer) und der Bildung einer Rücklage nach § 6b EStG im Steuerrecht (passive latente Steuer). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Eine Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten besteht gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.157.186,28 Euro. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Sonstige Angaben Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Der Geschäftsführung gehörten an:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss für 2021 in Höhe von 14.284.942,37 Euro wird zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 5.921.389,15 Euro auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 11. Juli 2022 Menzel Elektromotoren GmbH Geschäftsführer gez. Mathis Menzel gez. Dirk Achhammer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2022 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Menzel Elektromotoren GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Menzel Elektromotoren GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.
Berlin, 11. Juli 2022 Schulz, Wirtschaftsprüfer |
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