Schenker Direct Production GmbHLiquidiert

45128 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 4774 HL
Vorher
BTL Nord GmbH
Eingetragen
16.11.2005
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Das Betreiben eines Speditionsgeschäftes sowie die Tätigkeit als Kombioperateur

Historie

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Management

NameRolle
Rüdiger Münch
seit 17.8.2016
Geschäftsführer
Prokura
Kathrin Raithel
seit 4.1.2016
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

BTL Nord GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Branche

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der BTL International AB, Göteborg / Schweden, Teil des Konzerns der Deutschen Bahn AG und ist als Speditionsunternehmen insbesondere im Bereich Fuhrparkdienstleistungen und Trailerdisposition für die Schenker OY Helsinki im Trailerverkehr zwischen Finnland und dem Kontinent sowie im Bereich Werkstattdienstleistungen als Markenwerkstatt für Volvo und Renault tätig.

Das Jahr 2010 war durch die sich langsam verbessernde Wirtschaftslage geprägt, was in gesamtem Jahr zu leicht steigenden Zahlen der zu transportierenden Einheiten führte.

Im ersten Halbjahr waren zunächst der harte Winter und danach, im März, ein Streik der finnischen Hafenarbeiter die prägenden Faktoren für die BTL NORD GmbH. Beides führte dazu, dass die Rundläufe im Trailerverkehr schlecht planbar waren, was zu einer schlechten Auslastung des Fuhrparks führte, da auch weniger attraktive Touren vom eigenen Fuhrpark übernommen werden mussten, um die Zugmaschinen zu beschäftigten.

Ende März wurde die Fuhrpark-Disposition nach Lübeck verlegt, um damit den Informationsaustausch zwischen der Trailer- und den Zugmaschinen-Disponenten zu verbessern. Die Entwicklung der Kilometerleistung pro Zugmaschine bestätigt den positiven Effekt dieser Maßnahme. So wurden bis zum Jahresende trotz einer Reduktion der Zugmaschinen auf 55 annähernd die Kilometerleistung des Vorjahres (2009 8.027.000 km, 2010 7.801.000 km, -2,8%) erreicht. Die zweite Jahreshälfte war bei guter Auslastung des Fuhrparks von steigenden Kraftstoffpreisen geprägt, welche zunächst nur unzureichend kompensiert werden konnten. Insgesamt ergaben sich Mehrkosten für Diesel in Höhe von 553 TEUR für das Jahr 2010. Erst im Oktober wurde der Kilometerpreis wieder auf das Niveau des Sommers 2009 angehoben.

Der im Vorjahr begonnene Stellenabbau wurde im Frühjahr abgeschlossen, was in Verbindung mit einem wie im Vorjahr auf die tarifliche Höhe gesenktem Weihnachtsgeld zu Einsparungen in Höhe von 328 TEUR gegenüber 2009 geführt hat.

Vermögens-, Finanz - und Ertragslage der Gesellschaft

2010 ergab sich durch die geringere Gesamtkilometerleistung, die erwähnte spätere Angleichung der Truckingraten und einen Rückgang im eigenen Speditionsgeschäft, ein im Vergleich zum Vorjahr um 379 TEUR geringerer Umsatz.

Der Materialaufwand stieg um 46 TEUR, so dass der Rohertrag um 425 TEUR auf 8.328 TEUR sank.

Die erwähnten Einsparungen im Personalbereich wurden durch die gestiegenen Kraftstoffkosten überkompensiert, so dass ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von 400 TEUR (Vorjahr +55 TEUR) ausgewiesen wird.

Das Ergebnis wurde zusätzlich aus der Umstellung auf die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften durch außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 218 TEUR belastet. Diese resultieren aus der Anpassung der Pensions- Sterbegeld- und Jubiläumsrückstellungen.

Die Zinserträge sanken, bedingt durch das gesunkene Zinsniveau um 138 TEUR.

Die Vermögens- und Finanzlage ist unverändert zum Vorjahr neben dem zum operativen Geschäftsbetrieb benötigten Fuhrpark insbesondere durch Cash Pool- Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Konzern der DB AG geprägt. Durch die sehr hohe Eigenkapitalquote von 87 % (Vorjahr 88 %) und das Fehlen von Krediten sind keine Auswirkungen der Finanzkrise im Bereich der Vermögens- und der Finanzlage zu erwarten.

Im Bereich der Forderungen sind durch den sehr hohen Anteil der konzerninternen Umsätze, welche intern verrechnet werden, keine wesentlich höheren Ausfallrisiken zu erwarten.

Die Liquidität war jederzeit gewährleistet. Im Jahr 2010 wurden 10 neue Zugmaschinen angeschafft um einerseits den Fuhrpark zu erneuern, andererseits wurden Zugmaschinen der Klasse Euro3 durch solche der emissionsärmeren Klasse Euro5 ersetzt. Die Investitionen konnten aus eigenen Mitteln getätigt werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Zum 1.1.2011 erfolgte ein Eigentümerwechsel, die neue Eigentümerin ist die Schenker AG in Essen, ebenfalls Teil des DB Konzerns. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre 2011 und 2012

Für das Jahr 2011 ist eine Zusammenlegung der Standorte nach Travemünde geplant. Die Büroflächen werden direkt im Hafenhochhaus angemietet, Stellflächen für die LKW auf einem Hafengrundstück. Dafür wird die Werkstatt an eine Tochterfirma der LHG abgegeben. Die Vorteile liegen in der Reduktion der Fixkosten durch geringere Mietzahlungen (ca. 50 TEUR p.a.), sowie sowohl der Minimierung der Anfahrt zur Aufnahme der Trailer (ca. 50 km pro Woche und Zugmaschine), als auch der Einsparung von Fahrt- und Arbeitszeit beim Fahrpersonal, was ca. 1-2 Stunden pro Woche durch den Wegfall der Anfahrt und der Möglichkeit die Trailer im Voraus im Hafen aufzusatteln, da wir die Zugmaschinen im Hafengelände parken werden. Die in dieser Zeit gefahrenen Kilometer, einschließlich der Anfahrt, können dann abgerechnet werden, in Gegensatz zur jetzigen Anfahrt aus Stockelsdorf, für die niemand aufkommt.

Darüber hinaus wurden zum November 2010 die Truckingraten um 4 ct angehoben, so dass der Stand vom Jahresbeginn 2009 wieder erreicht wird (ca. 320 TEUR bei 8 Mio km p.a.). Die momentan stark gestiegenen Kraftstoffkosten werden durch die "Dieselklausel" im nächsten Monat kompensiert, da die Kilometerpreise für den kommenden Monat an die Kraftstoffpreise des alten Monats angepasst werden (4 ct je Liter Änderung der Dieselpreise entspricht 1 ct Änderung der Truckingraten).

Ein weiterer Punkt ist die Zusammenführung aller Kollegen in einem Gebäude, wodurch die Wochenendarbeit, welche jetzt an 3 Standorten geleistet wird, besser koordiniert werden kann. Darüber hinaus wird sich die Zusammenlegung positiv auf das Arbeitsklima, die Kommunikation untereinander und das Zusammengehörigkeitsgefühl auswirken.

Durch diese Maßnahmen gehen wir davon aus, dass in Zukunft wieder positive operative Ergebnisse erzielt werden..

Die Positionierung des Unternehmens am Markt, lässt, insbesondere bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der geplanten Umstrukturierung durch die Konzentration auf Travemünde große Chancen auf eine erfolgversprechende Zukunft erwarten.

Die personelle Ausstattung und Motivation erlaubt die Bewältigung und Anpassung auch an sich verändernden Gegebenheiten unseres Leistungsangebotes.

Weiterhin stehen sämtliche Kosten im Focus, um in diesem Bereich größtmögliche Einsparungen zu erzielen.

Für die Jahre 2011 und 2012 wird eine Rückkehr zu positiven operativen Ergebnissen in Höhe von rd. 60 TEUR bzw. rd. 90 TEUR erwartet.

Risiken, die den aktuellen Status und die weitere Entwicklung belasten können, sind nach unserer jetzigen Einschätzung nicht erkennbar, da im Zuge der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung die Volumen nicht sinken werden und darüber hinaus das Steigen der Kraftstoffpreise im wesentlichen durch die Koppelung der Truckingraten an die Dieselpreise kompensiert wird.

 

Lübeck, 5. Mai 2011

BTL NORD

 

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010 31.12.2009
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und    
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an    
solchen Rechten und Werten 8.366,50 10.561,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-    
ausstattung 1.939.105,50 1.713.244,51
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 16.000,00 16.000,00
  1.963.472,00 1.739.805,51
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.150,81 36.193,47
2. Waren 300.842,34 292.890,91
  313.993,15 329.084,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226.409,81 299.811,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.614.604,82 20.092.884,14
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen    
ein Beteiligungsverhältnis besteht 35.373,46 35.471,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 473.703,62 488.214,23
  20.350.091,71 20.916.381,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 73.799,07 74.807,91
  20.737.883,93 21.320.273,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.790,81 34.817,92
  22.712.146,74 23.094.896,77

 

Passiva

  31.12.2010 31.12.2009
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital (DM 20.000.000,00) 10.225.837,62 10.225.837,62
II. Gewinnrücklagen 10.150.416,01 10.148.083,01
III. Verlustvortrag -6.227,93 0,00
IV. Jahresfehlbetrag -641.444,22 -6.227,93
  19.728.581,48 20.367.692,70
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 1.515.388,00 1.254.735,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 208.245,81
3. Sonstige Rückstellungen 622.487,81 754.373,56
  2.137.875,81 2.217.354,37
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und    
Leistungen 733.701,94 334.510,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen    
Unternehmen 73.804,38 130.745,38
3. Sonstige Verbindlichkeiten 38.183,13 44.594,15
(davon aus Steuern € 27.720,80; Vorjahr € 34.710,01)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit    
€ 783,33; Vorjahr € 161,15)    
  845.689,45 509.849,70
  22.712.146,74 23.094.896,77

 

Gewinn- und Verlustrechnung

  2010 2009
 
1. Umsatzerlöse 13.917.372,28 14.296.399,51
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.220,54 20.566,82
3. Sonstige betriebliche Erträge 361.110,62 196.331,05
  14.283.703,44 14.513.297,38
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.527.026,85 1.349.752,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.062.504,17 4.193.679,50
  5.589.531,02 5.543.432,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.420.053,37 3.701.952,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 795.326,02 965.727,54
und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung € 76.231,91; Vorjahr € 170.794,40)    
  4.215.379,39 4.667.680,22
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen 619.152,89 690.623,24
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.260.162,23 3.556.309,94
8. Erträge aus Beteiligungen 353,11 532,44
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.311,19 252.859,83
(davon aus verbundenen Unternehmen € 112.586,58;    
Vorjahr € 251.638,81)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.559,60 391,38
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 92.558,00;    
Vorjahr € 0,00)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -377.417,39 308.252,44
12. Außerordentliche Aufwendungen 218.399,00 0
13. Außerordentliches Ergebnis 218.399,00 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19,15 277.041,37
15. Sonstige Steuern 45.646,98 37.439,00
16. Jahresfehlbetrag -641.444,22 -6.227,93

 

Anhang

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 ist erstmalig unter Anwendung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt worden.

Aus der Umstellung auf die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften haben sich außerordentliche Aufwendungen von € 218.399,00 ergeben. Diese resultieren aus der Anpassung der Pensions- Sterbegeld- und Jubiläumsrückstellungen. Außerdem wurden insgesamt € 2.333,00 ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Betrag resultiert aus der Auflösung der nach BilMoG niedrigeren ATZ- Rückstellung sowie Rückstellung für eine Kaufpreisrente.

Die Vorjahreszahlen wurden nach Artikel 67 Absatz 8 EGHGB nicht angepasst.

1. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Blatt 14 und 15 dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Software und andere Lizenzen werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren angesetzt.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Sachanlagen vorgenommen.

Bei dem ab 2008 gebildeten Sammelposten für Anlagegegenstände im Wert von € 150,00 bis € 1.000,00 wird eine Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 150,00 werden in der Finanzbuchhaltung auf einem gesonderten Konto erfasst, welches den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet ist.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen eine Minderheitsbeteiligung an der Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co KG, Frankfurt am Main, und sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte betreffen ausschließlich Ersatzteile sowie Schmier- und Treibstoffe, die zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt sind. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nennwerten abzüglich einer Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die zu Nennwerten angesetzten Forderungen resultieren aus Festgeldanlagen und Cashpool-Guthaben T€ 17.598 (Vorjahr T€ 17.999) sowie aus Lieferungen und Leistungen T€ 2.007 (Vorjahr T€ 2.094).

Sonstige Vermögensgegenstände/ Flüssige Mittel

Der Ansatz erfolgte zu Nennwerten.

Eigenkapital

Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres wurde auf Beschluss der Gesellschafterversammlung in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsverpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) angesetzt. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienst­zeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 (G)" von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p.a.: 5,17%
Gehaltstrend p.a.: 2,50%
Rententrend p.a.: 2,00%
Inflationstrend p.a.: 2,00%
Beitragsbemessungsgrenzen-Trend p.a.: 2,50%

 

Für die Fluktuation wurden die von der Gesellschaft vorgegebenen unternehmensspezifischen Prozentsätze verwendet.

Im Vorjahr wurden die Pensionsrückstellungen mit dem Teilwert gemäß § 6a EStG bei einem Rechnungszinsfuß von 6,0% p.a. bilanziert. Der Differenzbetrag aus der Umstellung der Bewertung zum 01.01.2010 in Höhe von T€ 201 wurde direkt in voller Höhe zugeführt und als außerordentlicher Aufwand berücksichtigt.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen für die Handelsbilanz erfolgte nach versichrungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des BilMoG und der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW vom 18.11.1998. Bei der Bewertung des Erfüllungsrückstands ist der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre anzusetzen, sofern die Laufzeit der Verpflichtung mehr als 12 Monate beträgt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 (G)" von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Der Rechnungszinssatz wurde mit 4,00% p.a., der Gehaltstrend mit 2,5% p.a. und der BBG-Trend mit 2,0% berücksichtigt.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden ebenfalls nach den versicherungs-mathematischen Grundsätzen mittels der "PUC-Methode" berechnet. Der Rechnungszinssatz wurde mit 4,00% p.a., der Gehaltstrend mit 2,5% p.a. und der Beitragsbemessungsgrenzen-Trend mit 2,0% berücksichtigt.

Kaufpreisrentenverpflichtung

Für die Kaufpreisrentenverpflichtung wurde der Barwert ermittelt. Hierfür wurde ein Rechnungszinssatz von 5,17% berücksichtigt. Weiterhin wurde eine Rentendynamik von 0,0% unterstellt.

Übrige Rückstellungen

Die Bewertung der übrigen Rückstellungen erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, wobei den erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen worden ist. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich zum Bilanzstichtag noch ausstehende Rechnungen T€ 104 (Vorjahr T€ 230), sowie ausstehende Urlaubstage T€ 83 (Vorjahr T€ 43).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Restlaufzeiten

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 87 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten haben ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Bereich Fuhrpark € 8,0 Mio (Vorjahr € 8,2 Mio) und Speditionsleistungen € 3,9 Mio (Vorjahr € 4,1 Mio).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 186 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 62 enthalten.

3. Ergänzende Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat keine wesentlichen nicht in der Bilanz enthaltenen unüblichen Geschäfte getätigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die Betriebsgrundstücke in Lübeck, Stockelsdorf und Travemünde, Speditionssoftware sowie Lastkraftfahrzeuge und bestehen ausschließlich gegenüber Fremden.

  T€
Fällig in 2011 236
Fällig in 2012 103
Fällig in 2013 17
Fällig in 2014 12
Fällig in 2015 12
  380

 

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

  2010 2009
Arbeiter 72 77
Angestellte 38 45
  110 122

 

Zur Ausbildung beschäftigte Mitarbeiter und Geschäftsführer werden bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen nicht berücksichtigt.

Muttergesellschaft

Die BTL International AB, Göteborg/Schweden, besitzt Geschäftsanteile im Gesamtbetrag von DM 20.000.000,00 (T€ 10.226).

Die Deutsche Bahn AG, Berlin, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, während die Schenker AG, Essen, einen Teilkonzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss der Deutschen Bahn AG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

Beteiligungsbesitz

Die Gesellschaft hält einen Kommanditanteil an der Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co KG, Frankfurt am Main, in Höhe von nominal T€ 16.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

 

Stefan Eriksson, Västra Frölunda, Göteborg/Schweden, Vice President Networks der Schenker AG Landtransporte

 

Thomas Groke, Horsdorf, hauptamtlicher Geschäftsführer der BTL Nord GmbH

Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB (Gesamtbezüge, frühere Geschäftsführerbezüge) wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Lübeck, den 5. Mai 2011

Thomas Groke

(Geschäftsführer)

Stefan Eriksson

(Geschäftsführer)

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
 
I. Immaterielle Vermögens-        
gegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche        
Schutzrechte und ähnliche        
Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten        
und Werten 161.757,16 1.724,00 0,00 163.481,16
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs-        
und Geschäftsausstattung 4.873.106,19 846.210,19 601.756,45 5.117.559,93
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 16.000,00 0,00 0,00 16.000,00
  5.050.863,35 847.934,19 601.756,45 5.297.041,09

 

  Abschreibungen
  01.01.2010 Abschreibungen
des Geschäftsjahres
Abgänge 31.12.2010
 
I. Immaterielle Vermögens-        
gegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche        
Schutzrechte und ähnliche        
Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten        
und Werten 151.196,16 3.918,50 0,00 155.114,66
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs-        
und Geschäftsausstattung 3.159.861,68 615.234,39 596.641,64 3.178.454,43
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.311.057,84 619.152,89 596.641,64 3.333.569,09

 

  Restbuchwerte
  31.12.2010 31.12.2009
 
I. Immaterielle Vermögens-    
gegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche    
Schutzrechte und ähnliche    
Rechte und Werte sowie    
Lizenzen an solchen Rechten    
und Werten 8.366,50 10.561,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs-    
und Geschäftsausstattung 1.939.105,50 1.713.244,51
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 16.000,00 16.000,00
  1.963.472,00 1.739.805,51

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss  bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BTL Nord GmbH, Lübeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführersowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Kiel, den 6. Mai 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ludwig Fink, Wirtschaftsprüfer

ppa. Michael Golz, Wirtschaftsprüfer

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