Goldschmitt techmobil GmbH
Goldschmitt-Technik-Park 1, 74746 Höpfingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Siegel seit 13.11.2015 | Geschäftsführer |
Markus Hermann Mairon seit 14.4.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Goldschmitt techmobil GmbHHöpfingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 20231 Grundlagen des Unternehmens Die Goldschmitt techmobil GmbH (im Folgenden kurz: Goldschmitt) ist Teil der Erwin-Hymer-Gruppe (kurz: EHG), Bad Waldsee, einer europaweit tätigen Gruppe im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von Freizeitfahrzeugen. Die Gruppe beschäftigt insgesamt knapp 8.900 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von über Mrd. EUR 2,8. Zur EHG gehören neben Goldschmitt auch weitere Marken, wie Hymer, Dethleffs, Bürstner, Sunlight, Niesmann + Bischoff, LMC, Laika, und andere. Die Erwin Hymer Group gehört seit 2019 zur amerikanischen Thor-Gruppe (Börse: Kürzel THO). Goldschmitt ist ein Hersteller von Fahrwerkstechnik, Nivellierungssystemen und Auflastungen für Reisemobile und Transporter sowie für Ambulanz-, Industrie- und Sonderfahrzeuge. In den firmeneigenen Montagezentren - den Goldschmitt Technik Centern - in Walldürn im Odenwald, Polch in der Eifel und Leutkirch im Allgäu werden Freizeit- und Gewerbefahrzeuge mit hochwertiger Fahrzeugtechnik ausgestattet. Die innovativen Goldschmitt-Produkte sorgen für bessere Fahreigenschaften, mehr Zuladung, besseren Komfort und mehr Sicherheit. Mit einer Vielzahl an zertifizierten Partnern bietet Goldschmitt ein flächendeckendes Service-Netzwerk in Deutschland und Europa. Die Hauptkundengruppen sind Endkunden, Händler und Fahrzeugbauer. Danach folgen Umsätze mit Konzernunternehmen. Für uns sind in Deutschland zum 31.07.2023 rund 115 Mitarbeitende an den Standorten in Höpfingen, Walldürn, Leutkirch und Polch tätig. Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2023, ifo Schnelldienst Sommerausgabe Juni 2023) Die Weltwirtschaft gewann im ersten Quartal als Folge der guten Entwicklung in China zwar wieder etwas an Schwung. Dennoch liegt die Inflation sowohl in den USA als auch im Euroraum weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, obwohl zwischenzeitlich eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist. Dazu beigetragen hat insbesondere die sich abschwächende Preisdynamik der Energiekomponente. Zwar tragen Industriegüter und Nahrungsmittel im Vorjahresvergleich nach wie vor beträchtlich zur Inflation bei, jedoch konnte auch hier ein Abebben des Inflationsbeitrages verzeichnet werden. Entsprechend ist auch die Kerninflationsrate zuletzt nicht weiter gestiegen, liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau. Zudem kommt die Rückführung der während der Corona-Krise gebildeten Ersparnisse der privaten Haushalte, wie auch die nach wie vor günstige Arbeitsmarktsituation, welche die Konsumnachfrage stärker als in den Vorquartalen expandieren ließ. Dies spiegelte sich vor allem in der kräftigen Nachfrage nach Dienstleistungen wider. Die als Reaktion auf die hohe Inflation restriktiver gewordene Geldpolitik wirkt und wirkte sich vermehrt bremsend auf die Weltkonjunktur aus. Die von einigen Vorlaufindikatoren aufgezeigte bevorstehende Rezession blieb bislang zwar aus, steht aber vermutlich kurz bevor. Die Konjunkturumfragen unter US-Industrieunternehmen deuten bereits seit einiger Zeit auf eine bevorstehende Rezession hin. Der ISM-Index, der die Auftragseingänge in der Industrie abbildet, schwenkte 2021 auf einen abwärts gerichteten Trend ein und weist seit Ende 2022 auf eine schrumpfende Industrieproduktion hin. Der European Economic Sentiment Indicator (ESI) zeigte eine anhaltende Verschlechterung der Konjunktur an, und der PMI-Einkaufmanagerindex ging im Mai, nach sechs Monaten leichter Zuwächse in Folge, etwas zurück. Die Verbesserung dieses Index in den Vormonaten steht in direktem Zusammenhang mit der guten Ent-wicklung in den Dienstleistungsbereichen, während sich für die Unternehmen der Warenproduktion der Ausblick seit dem Jahresende 2022 zunehmend verdüstert. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr. Dabei schlug sich insbesondere der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 deutlich nieder; im zweiten Quartal 2023 ist das BIP nicht weiter gesunken. Das anhaltend hohe Zinsniveau hat sowohl die Investitionstätigkeit als auch den Konsum der privaten Haus-halte beeinträchtigt. Für das Gesamtjahr 2023 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von nur 0,6 % gerechnet, wobei Mitgliedstaaten mit einem höheren Dienstleistungsanteil sich dabei etwas besser entwickeln dürften als der Durchschnitt. Auch die deutsche Wirtschaft erfuhr im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. In Deutschland litt vor allem der private Konsum. Trotz spürbar steigender Löhne und umfangreicher staatlicher Entlastung kam es ins-gesamt zu einem Rückgang der realen Haushaltseinkommen. Als Reaktion schränkten die Haushalte im zurückliegenden Winterhalbjahr vor allem ihren Warenkonsum ein, während der Konsum bei den Dienstleistungen sogar leicht ausgeweitet wurde. Dies dürfte eine der Spätfolgen der Corona-Krise sein, denn nach Jahren des Verzichts beim Konsum von Dienstleistungen scheint in diesem Bereich der Aufholbedarf groß und die Bereitschaft zu Einschränkungen gering zu sein. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte preis-, saison- und kalenderbereinigt zwei Quartale in Folge und lag zu Jahresbeginn 2023 um 0,9 % niedriger als im Sommer 2022. Maßgeblich hierfür war eine spürbare Abschwächung der Nachfrage, die immer mehr Unternehmen als produktionsbehindernden Faktor benennen. Der Rückgang der Nachfrage dürfte eine Folge der hohen Inflation sein, die sowohl in Deutschland als auch in vielen Absatzmärkten die Kaufkraft sinken und die Finanzierungskosten steigen ließ. Die deutlichsten Auswirkungen zeigten sich im Handel, wo Umsätze und Wertschöpfung preisbereinigt in der Tendenz bereits seit Anfang 2022 zurückgehen. Im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft ist es nur dem hohen Rückstau bei den Auftragsbeständen zu verdanken, dass die seit nunmehr über einem Jahr sinkenden Auftragseingänge die Produktion nicht stärker belasten. Alles in allem ist zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl um 0,4 % zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,5 % zunehmen wird. 2.2 Branchensituation Die nachfolgenden Angaben basieren auf vorläufigen Statistiken des Europäischen Caravaning Verbandes (ECF) und des deutschen Caravaning Industrie Verbandes (CIVD). Unser Geschäftsmodell ist eng mit dem Markt für Freizeitfahrzeuge verbunden. Daher ist die Entwicklung dieser Branche von besonderer Bedeutung für Goldschmitt. Im Berichtszeitraum von August 2022 bis Juli 2023 ist die Entwicklung des europäischen Marktes für Freizeitfahrzeuge weiterhin durch die begrenzte Verfügbarkeit von Fahrzeugchassis negativ beeinflusst worden. Auch deutlich verschlechterte Konsumindikatoren in Kombination mit dem hohen Preisniveau haben zu einem europaweiten Rückgang des Marktes geführt. Positiven Effekt auf die Zulassungszahlen hat der hohe Auftragsbestand bei den Händlern, der weiterhin zu hohen Fahrzeugauslieferungen führt. Trotz des schwierigen Umfeldes ist das Interesse an Caravaning weiterhin hoch. In den letzten 12 Monaten wurden in Europa insgesamt 205.827 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von -10,3 % (229.451 Fahrzeuge im gleichen Zeitraum der Vorperiode). Die drei größten Märkte für Freizeitfahrzeuge sind Deutschland mit 89.422 Fahrzeugen (-6,7 %), Frankreich mit 30.599 Fahrzeugen (-8,1 %) und UK mit 25.074 Fahrzeugen (-9,9 %). In unserem Kernmarkt Deutschland wurden im Berichtszeitraum 66.841 Reisemobile neu zugelassen (Vorperiode: 71.710). Das ist ein Rückgang von -6,8 %. In Europa wurden in den letzten 12 Monaten wurden 142.586 Reisemobile neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von -9,0 % (Vorperiode: 156.620 Reisemobile). 2.3 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowie den geopolitischen Entwicklungen war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft geprägt von einem insgesamt positiven Verlauf. Der hohe Anstieg der Neuzulassungen während der COVID-19-Pandemie beeinflusst uns insbesondere im After-Sales-Geschäft weiterhin positiv. Der bereits im Vorjahr deutlich gesteigerte Umsatz konnte im Geschäftsjahr 22/23 weiter gesteigert werden. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % erhöht und liegen damit über der Planung, die von Umsatzerlösen auf dem Niveau des Vorjahres ausgegangen war. Das Ergebnis war auf hohem Niveau leicht rückläufig und setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
Das Ergebnis des Geschäftsjahrs wurde im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch erhöhte Rückstellungen beeinflusst und liegt damit unter der Planung, die von einem gleichbleibenden Ergebnis ausgegangen war. Die Abweichung liegt insbesondere and gestiegenen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Auf weitere Einzelheiten gehen wir im Folgenden ein: 2.3.1 Ertragslage Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) hat sich um 1,8 %-Punkte auf 52,9 % vermindert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren positiven Bestandsveränderung. Die Personalaufwendungen betragen TEUR 5.662 (Vj.: TEUR 5.262). Die Personalaufwendungen haben sich insbesondere durch gestiegene Mitarbeiteranzahl und Inflationsausgleich erhöht. Die Personaleinsatzquote - bezogen auf die Gesamtleistung - blieb mit 20,3 % annähernd stabil. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um Mio. EUR 1.093 über Vorjahreswert. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Aufwendungen für Gewährleistungen, verstärkter Messeteilnahme nach der COVID-19-Pandemie und erhöhter Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten. Im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen dadurch von 12,4 % im Vorjahr auf 15,6 % erhöht. 2.3.2 Finanzlage Das Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 3.013. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme 30,2 % nach 33,0 % im Vorjahr. Die Gesellschaft finanziert sich weitgehend selbst sowie ggf. durch konzerninterne Darlehen bei der EHG SE. Im Rahmen der Konsortialkreditfinanzierung der EHG bestehen für die Gruppe zugesagte Kreditlinien, die größtenteils nicht ausgenutzt wurden. Zum Stichtag ist die Entnahme des Gewinnes durch die Gesellschafter noch nicht abgeflossen. Darüber hinaus bestehen keine extern zugesagten Kreditlinien bzw. Inanspruchnahmen. Wir waren jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte trotz des rückläufigen Jahresergebnisses von TEUR 2.654 im Vorjahr auf TEUR 3.888 im Berichtsjahr gesteigert werden. Ursächlich hierfür ist insbesondere der starke Bestandsaufbau im Vorjahr. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich am Bilanzstichtag um TEUR 855 auf TEUR 9.974 (Vj.: TEUR 9.119). Diese Veränderung resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inklusive verbundene Unternehmen). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch die Umsatzentwicklung gegen Ende des Geschäftsjahres angestiegen. Im Juli 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 3.018 (Vorjahreszeitraum: TEUR 1.901) erzielt. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen im Wesentlichen durch die abermalige Zuführung zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie höhere Garantierückstellungen angestiegen. Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut betrachtet. 2.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Kennzahlen beobachten wir auch nichtfinanzielle Indikatoren, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit (Unfallhäufigkeit, Unfallschwere), Produktion (Produktivität, Flexibilität) und Qualität (Anzahl Belastungsanzeigen, Gewährleistungsquote). Hieraus werden Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung für die jeweiligen Bereiche abgeleitet. 2.3.5 Investitionen Die Investitionen ins Anlagevermögen betrugen insgesamt TEUR 319. Sie liegen damit über Vorjahresniveau sowie TEUR 112 über den Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres von insgesamt TEUR 206. 2.3.6 Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 115 Mitarbeitende (Vj.: 100) und zum 31. Juli 2023 119 Mitarbeitende (Vj.: 110). 2.3.7 Produktion und Qualität Neben der Weiterentwicklung unserer Produkte arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unserer Produktionssysteme, des Materialflusses und der Logistik sowie an Standardisierungsprojekten, um die Produktivität weiter zu verbessern, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Bestände zu reduzieren. Die Verbesserung der Qualität der Produkte und der Prozesse trägt maßgeblich zu Umsatzwachstum und der Erhöhung des Konzernergebnisses bei. Es ist unser Anspruch, Qualitätsführer in allen Tätigkeitsbereichen und in jeder Region zu sein. 2.3.8 Beschaffungsmarkt Dem Risiko steigender Beschaffungskosten oder fehlender Materialverfügbarkeit bzw. kurzfristigen Ausfällen, die unverändert bestehen und sich infolge des Ukraine-Krieges auf den Energiesektor massiv ausgeweitet haben, wird durch das konsequente Verfolgen der konzernweiten Lieferantenstrategie sowie mit hoher Flexibilität in Produktion und Preisanpassungsmechanismen im Vertrieb begegnet. 2.3.9 Forschung und Entwicklung Die Entwicklung von Innovationen hat für die Marken der Erwin Hymer Group traditionell einen hohen Stellenwert. Im Mittelpunkt der innovativen Lösungen für Freizeitfahrzeuge stehen Anwendungslösungen, die dem Kunden praktischen Nutzen in Bezug auf Komfort, Sicherheit und Nutzlasterhöhung bringen. Bei den Entwicklungsaktivitäten arbeiten wir eng mit den Entwicklungsabteilungen aller Gesellschaften unserer Gruppe zusammen. Es gibt eine gemeinsame Grundlagenforschung für innovative Konzepte und eine gemeinsame Erprobung neuer Technologien in Funktionsträgern. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Den nachhaltigen Erfolg können wir nur sicherstellen, indem wir die Risiken und Chancen aus unserer Geschäftstätigkeit frühzeitig identifizieren, zutreffend bewerten sowie effektiv und effizient steuern. Die Geschäftsführung beobachtet laufend nach strategischen, mittelfristigen oder quantitativen Gesichtspunkten die Kennzahlen, Marktentwicklung und Prozesse. Weiterhin werden Soll-Ist-Analysen durchgeführt. Dadurch können mögliche Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden. Die Geschäftsführung stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab, nimmt die Gesamtsteuerung, die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von eingeleiteten Maßnahmen vor. Das Risikomanagement im Finanzbereich beruht auf der Sicherungsstrategie der Unternehmensgruppe und wird ferner zentral durch die EHG SE koordiniert und überwacht. Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Kundenstruktur schätzen wir das Ausfallrisiko der Forderungen als gering ein. Eine Verschlechterung der Zahlungsmoral durch unsere Kunden auf Grund der hohen Inflation konnte bis Dato nicht festgestellt werden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten sowie Fremdwährungspositionen bestehen nicht. Derivatgeschäfte wurden nicht getätigt. Als Unternehmen der in den USA börsennotierten Thor-Gruppe unterliegen wir zudem den strengen Anforderungen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Hierzu zählt insbesondere auch die Einrichtung eines Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung, deren Wirksamkeit regelmäßigen internen und externen Prüfungen unterzogen wird. Mit der Implementierung des Kontrollsystems wurde unverzüglich nach der Übernahme der Gruppe durch Thor begonnen; sie wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 abgeschlossen und seither weiter optimiert. IT-Risiken sehen wir im allgemeinen Hinblick auf Geheimhaltung, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Anfälligkeit gegen Cyber-Attacken. Wir begegnen diesen Risiken durch den gruppenweiten Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, die wir fortlaufend erneuern, standardisieren und weiterentwickeln. Die technischen Maßnahmen ergänzen wir mit konsequenter Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Operative Risiken sehen wir in den technisch immer ausgereifteren Basismodellen der Hersteller. Bei anstehenden Modellwechseln sind unsere Produkte seltener technisch notwendig oder der Hersteller bietet ab Werk eigene Produkte an. Diesen Risiken begegnen wir, neben der Weiterentwicklung unserer Produkte sowie der Verbesserung deren Qualität und der Prozesse, durch die Erweiterung unseres Produktangebots. Die Gesellschaft ist unterschiedlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft sowie dem Personalbereich ausgesetzt. Für Rechtsrisiken wurden insgesamt Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Auf dem Beschaffungsmarkt ergeben sich zunehmende Risiken durch die weltweite Verknappung von Rohstoffen, von Energie und von Produktions- und Transportkapazitäten. Dies geht einher mit teils hohen Kostensteigerungen in der Materialbeschaffung, um die Verfügbarkeit überhaupt absichern zu können. Auch wenn wir dem Beschaffungsrisiko durch ein aktives Lieferantenmanagement begegnen, werden diese Rahmenbedingungen über weite Strecken des Kalenderjahres 2023 erhalten bleiben und sind insgesamt schwer zu kalkulieren. Den Fachkräftemangel sehen wir weiterhin als problematisch an, der nicht nur in der eigenen Firma, sondern auch in unseren zahlreichen Partnerbetrieben kein volles Ausschöpfen des Potenzials erlaubt. Insbesondere mit einer Erhöhung der Ausbildungsquote versuchen wir hier gegenzusteuern. Die seit Beginn des Kalenderjahres 2022 rasant angestiegen Inflation birgt ein erhebliches Risiko auch im Zusammenhang mit dem einhergehenden Anheben des Leitzinses durch die Notenbanken und der somit verteuerten Kreditaufnahmen auf dem Absatzmarkt. Insgesamt sind die möglichen Folgen derzeit nicht vollumfänglich absehbar. Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich insgesamt trotzdem keine wesentlichen Veränderungen in der Risikoeinschätzung; insbesondere liegen derzeit unverändert keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens oder der Unternehmensgruppe gefährden könnten. 3.1.1 Gesamtaussage zur Risikosituation der Gruppe Uns sind aktuell auch unter dem Einfluss der geopolitischen Spannungen sowie dem Risiko steigender Zinsen und erhöhter Inflation insgesamt keine Entwicklungen bekannt, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der Gesellschaft und der Gruppe gewährleistet. Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa beeinflusst. Daneben kann die Gesellschaft durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten eröffnen, die Entwicklung positiv zu gestalten. Im Rahmen der Jahresplanung für 2023/24 wurden hierzu konkrete Ziele in allen Bereichen definiert, die Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Weitere Chancen ergeben sich aus Plattformstrategien und der Nutzung von Synergiepotenzialen innerhalb der Gruppe sowie mit Thor. 3.2 Prognose und voraussichtliche Entwicklung Trotz des schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds, der hohen Inflation und der stark gestiegenen Zinskosten gehen wir von einer weiteren Steigerung unserer Umsätze aus. Insbesondere in unserem Hauptgeschäftsfeld der Freizeitfahrzeuge gehen wir von weiterem Wachstum aus, da ein beträchtlicher Anteil unseres Umsatzes im After-Sales-Geschäft der Hersteller von Reisemobilen getätigt wird. Die hohen aktuellen Zulassungszahlen der Vorjahre insbesondere im Kernmarkt Deutschland lassen uns daher optimistisch in die Zukunft schauen. Kurz- und mittelfristig planen wir daher unverändert mit stabiler Geschäftslage und erwarten für das Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Höpfingen 14. Dezember 2023 Goldschmitt techmobil GmbH Die Geschäftsführung Markus Mairon Markus Siegel Bilanz zum 31. Juli 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023A. RECHNUNGSLEGUNG Die Firma Goldschmitt techmobil GmbH hat ihren Sitz in 74746 Höpfingen, Dornberger Straße 8 - 10 und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 719427). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der Größenkriterien des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Restlaufzeiten in diesem Anhang gemacht. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - sofern nicht nachfolgend gesondert dargestellt - im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und sieben Jahren. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern werden bei den einzelnen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens zugrunde gelegt:
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Abschreibungen in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Nennenswerte Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht, so dass aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Abzinsung weiterhin verzichtet wird. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Aufgrund Ihrer Eigenschaft als Organgesellschaft werden auf Ebene der Gesellschaft keine latenten Steuern bilanziert. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenstände haben TEUR 15 (Vj.: TEUR 15) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten - wie im Vorjahr - keine Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Der erwirtschaftete Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 2.918 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die EHG SE, Bad Waldsee, abgeführt. Die Abführung umfasst dabei auch grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (Urlaub, Zeitkonten, Sonderzahlungen), Rechtsstreitigkeiten, Gewährleistungsansprüche und ausstehende Lieferantenrechnungen. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 2.918 (Vj.: TEUR 3.290). D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt auf:
2. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremder Natur Periodenfremde Erträge betragen TEUR 92 (Vj.: TEUR 355). Die Erträge betreffen insbesondere Auflösung von Rückstellungen sowie Versicherungsentschädigungen. Periodenfremde Aufwendungen betragen TEUR 9 (Vj.: TEUR 2) und betreffen ausschließlich Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. 3. Steuern vom Ertrag Aufgrund Ihrer Eigenschaft als Organgesellschaft werden auf Ebene der Gesellschaft keine laufenden Steuern vom Ertrag und/oder latente Steuern ausgewiesen. E. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Aus einer Finanzierung der Thor Industries (Asset Based Loan - ABL) besteht eine gesamtschuld-nerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der EHG-Gruppe für die gesamten in der Gruppe zum Stichtag bestehenden Inanspruchnahmen. Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft ist begrenzt auf die Höhe der verpfändeten Vermögensgengenstände. Das Volumen der ABL-Revolver-Fazilität beträgt unverändert Mio. USD 1.000; zum 31. Juli 2023 war der ABL - wie im Vorjahr - nicht in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG- und Thor-Gruppe nicht gerechnet. F. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Zum 31. Juli 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.922 (Vj.: TEUR 3.649), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 47 (Vj.: TEUR 0). Die Miet- und Leasingverpflichtungen verteilen sich nach Fälligkeiten zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die Mietverpflichtungen von entfallen hauptsächlich auf gemietete Gebäude und Lagerflächen. Der Abschluss der Mietverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Vermieter. Die Mietverträge haben eine unbefristete Laufzeit mit jährlicher Kündigungsoption. Besondere Chancen sowie weitere Risiken bestehen hieraus nicht. Die Leasingverpflichtungen resultieren aus Operating-Lease-Verträgen für Fahrzeuge und Büro- und Geschäftsausstattung. Der Abschluss der Leasingverträge dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Verwertungsrisiko auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis ma-ximal 2028. Besondere Chancen sowie weitere Risiken bestehen hieraus nicht. Das Bestellobligo für Wareneinkäufe und aus Investitionen hält sich wie im Vorjahr im geschäftsüblichen Rahmen. H. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Schwestergesellschaften und unserer Muttergesellschaft beziehen sich hauptsächlich auf Kauf- und Verkauf von Fertigteilen und Komponenten sowie die Erbringung oder den Erhalt von Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen. Nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt. I. SONSTIGE ANGABEN 1. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr:
Auf die Angabe der Bezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Zum Bilanzstichtag wurden den Mitgliedern der Geschäftsführung keine Kredite oder sonstige Vorschüsse gewährt. 3. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist in den Konzernverbund der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, eingebunden. Die Erwin Hymer Group SE ist Tochterunternehmen der Thor Industries, Inc., Elkhart, Indiana/USA. Die Erwin Hymer Group SE stellt mit Verweis auf § 292 HGB keinen eigenen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft selbst ist nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 wird in den nach US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss der Thor Industries, Inc., Elkhart/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, latenten Steuern und den Pensionsrückstellungen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft und im Internet unter https://ir.thorindustries.com/investor-tools erhältlich und wird von der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, im elektronischen Bundesanzeiger in englischer Sprache offengelegt. J. NACHTRAGSBERICHT Im August 2023 bestätigte sich der Vorwurf einer Gebrauchsmusterverletzung, wodurch es zu Schadenersatzforderungen kommen kann. Für diesen Fall wurden vorsorgliche Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ereignet, über die zu berichten wäre.
Höpfingen, 14. Dezember 2023 Goldschmitt techmobil GmbH Die Geschäftsführung Markus Mairon Markus Siegel Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Goldschmitt techmobil GmbH, Höpfingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Goldschmitt techmobil GmbH, Höpfingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Goldschmitt techmobil GmbH, Höpfingen, für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 14. Dezember 2023 Deloitte
GmbH
Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer Arno Böhmerle, Wirtschaftsprüfer |
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