Merkur Spielbank Siegburg Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laura Gosewehr seit 8.7.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter HaftungEspelkampJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Bilanz zum 31. Dezember 2008AKTIVSEITE
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
Anhang für das Geschäftsjahr 2008I. Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss 2008 wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum 1. Januar 2008 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen. Im Berichtsjahr sind Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr nicht vorgenommen worden. Das Gliederungsschema der Bilanz ist wie in Vorjahren um die Position "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" erweitert. Dadurch erhöht sich die Klarheit und die Aussagefähigkeit des Jahresabschlusses. II. Erläuterung einzelner Posten der Bilanz zum 31. Dezember 2008Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe ein zu 6 % verzinsliches, unbefristetes Darlehen an die Alleingesellschafterin Merkur Spielothek GmbH & Co. KG. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zum Nennwert. Wertberichtigungen waren nicht zu bilden. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 52.000,00 (Handelsregistereintragung vom 23. September 2002). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die voraussichtlichen Steuernachzahlungen für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 455.840,00 und Gewerbesteuer in Höhe von EUR 532.299,00 für das Jahr 2008 und Vergnügungssteuer in Höhe von EUR 306.193,07, die für zu erwartende Nachzahlungen aufgrund der in vielen Gemeinden eingeführten Besteuerung nach dem Wirklichkeitsmaßstab gebildet wurde. Rückstellungen zur Erfassung latenter Steuerbelastungen waren nicht zu bilden. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe desjenigen Betrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sein wird. Rückstellungen nach § 249 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 HGB sind nicht gebildet worden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. III. Erläuterung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008Außerordentliche Erträge Die außerordentlichen Erträge enthalten die vom Finanzamt erstattete Umsatzsteuer sowie darauf entfallende Steuererstattungszinsen für die Jahre 2003 bis 2006 aufgrund der Umsatzsteuerfreiheit der Geldspielerlöse. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und das außerordentliche Ergebnis. IV. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten1. Geschäftstätigkeit Die Geschäftsaktivität der Gesellschaft besteht wie bisher im Betreiben von Geldspielgeräten in Spielstätten der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG. 2. Umsatzsteuer Seit dem 18. Juni 2002 besteht zwischen der KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG umsatzsteuerliche Organschaft. 3. GewinnverwendungsvorschlagDer Gewinnverwendungsvorschlag lautet: " Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 3.409.580,31 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 8.084.030,18 auf neue Rechnung vorzutragen." 4. Mitglieder der Geschäftsführung - Frau Simone Skubowius (Kaufmännische Angestellte) (bis 1. Oktober 2008) - Herr Rainer Backhaus (Kaufmännischer Angestellter) (bis 1. Oktober 2008) - Frau Manuela Freggi (Kaufmännische Angestellte) (ab 1. Oktober 2008) - Frau Karin Wittenbreder (Kaufmännische Angestellte) (ab 1. Oktober 2008) Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen an die Geschäftsführer betrug EUR 3.098,28. 5. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren einerseits aus der Anmietung von Geschäftsräumen (für Spielstätten) von der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG in Höhe von jährlich ca. TEUR 2.846 sowie andererseits aus der Anmietung von Geldspielgeräten in Höhe von jährlich ca. TEUR 3.113. Für die Ermittlung dieser Verpflichtungen wurde der durchschnittliche Mietvertragsstand des Jahres 2008 zugrunde gelegt. Die Mietverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen (Geschäftsräume mit beidseitiger Kündigungsmöglichkeit mit einer Frist von einem halben Jahr am Ende eines Kalenderjahres, Geräte ohne Kündigungsfrist, Pachtzeit pro Gerät jedoch höchstens 48 Monate). b) Außerdem resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Verwaltervertrag und aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG. Die Verwaltergebühren und die Dienstleistungsvergütung sind umsatzabhängig. 7. Angaben zum Mutterunternehmen Die Muttergesellschaft der KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist die Merkur Spielothek GmbH & Co. KG, Espelkamp. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.
Espelkamp, 5. März 2009 KASINO-Gastronomische
Betriebe
Manuela Freggi Karin Wittenbreder Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Wirtschaftliches Umfeld In Deutschland ist die Konjunktur seit Mitte 2008 deutlich abwärts gerichtet. In der ersten Jahreshälfte hatte die Wirtschaft noch einmal ein kräftiges Zwischenhoch durchlaufen. Seit dem Sommer kam dann aber die massive Verschlechterung des außenwirtschaftlichen Umfeldes mehr und mehr zur Wirkung; zudem verschärfte sich die Finanzkrise außerordentlich. Die Wertschöpfung in Deutschland ist im 3. Quartal erstmalig deutlich gesunken. Die Arbeitsmarktentwicklung blieb bis zuletzt außerordentlich robust. Hierzu trug der Ausgleich von Arbeitszeitkonten bei. Allerdings hat inzwischen das Stellenangebot abgenommen und die Meldungen für Kurzarbeit, insbesondere in der KFZ-Industrie und ihren Zulieferern, sind spürbar angestiegen und für 2009 ist mit einer deutlichen Erhöhung der Arbeitslosenzahl zu rechnen. Die verfügbaren Konjunkturindikatoren sprechen dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion im letzten Quartal 2008 beschleunigt gesunken ist. Den vergleichbaren Vorjahresstand unterschritt die Produktion wohl um - 0,5 %. Zugleich ist der Auslastungsgrad im Verlauf des 4. Quartals unter den langjährigen Durchschnittswert gefallen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in der Rezession. Im Durchschnitt 2008 dürfte - aufgrund des starken ersten Halbjahres - das reale Bruttoinlandsprodukt dennoch um 1,5 % gewachsen sein, nach 2,5 % im Vorjahr. Der private Konsum trat im Jahresdurchschnitt 2008 auf der Stelle; der bis Herbst andauernde Höhenflug der Energie- und Kraftstoffpreise sowie die Teuerung bei Nahrungsmitteln schmälerte per Saldo die Kaufkraft. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird 2009 kräftig weiter sinken. Im Jahresdurchschnitt wird das reale Bruttoinlandsprodukt um mehr als 2 % abnehmen. Der private Konsum dürfte trotz steigender realer Durchschnittslöhne nur wenig vorankommen. Ausschlaggebend wird der deutliche Rückgang der Beschäftigung sein, zudem bleibt die Sparquote angesichts der Finanz- und Vertrauenskrise hoch. Die Inflationsrate wird im Jahresdurchschnitt 2009 rund 1 % betragen; in einzelnen Monaten können die Raten sogar merklich unter dieser Marke liegen. Das Volkseinkommen stieg 2008 um 2,8 % an, nach 3,5 % im Vorjahr. Diese Entwicklung war stark von einer steigenden Beschäftigung getragen, die im Herbst des Jahres wohl ihren Höhepunkt erreicht hat. Dies schlug sich in einem starken Anstieg von 4 % der Bruttolöhne und -gehälter nieder. Pro Beschäftigten waren es nur 2,3 % brutto und netto blieb jedem Arbeitnehmer nicht mehr als ein Zuwachs von 1,4 %. Die Ausgaben für den privaten Verbrauch erhöhten sich um 2,0 % bei steigender Sparquote von 10,8 % auf 11,5 %. Aufgrund der Energie- und Rohstoffpreise 2008 ging der Konsum real leicht um - 0,1 % zurück. 2. Branchenumfeld Die Perspektiven für die Aufstellunternehmen im Jahr 2009 werden weiter als gut eingeschätzt. Hierfür spricht vor allem das attraktive Angebot an neuen Geld - Gewinnspielgeräten sowie die zunehmend positiven Ausbauten von Spielstätten, die sich im Wettbewerb mit konkurrierenden Freizeitbeschäftigungen gut behaupten können. Es ist allerdings zu beachten, dass die Effekte aus dem Inkrafttreten der neuen Spielverordnung weitgehend ausgelaufen sind und sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Konsumenten bis zum Jahresende verschlechtern werden. In den vergangenen Jahren sind zunehmend bildschirmbasierte Geldspielgeräte in den Markt gekommen, die über eine Vielzahl unterschiedlicher Spielangebote verfügen. Es wird auf einen weltweiten Fundus von Spielen zurückgegriffen, die softwarebasiert sind. Das Ergebnis ist ein breites Spektrum von Unterhaltungsangeboten, die schnell ausgetauscht werden können. Neue Produkte werden nicht mehr nur über den Verkauf von Geräten in den Markt gebracht, sondern auch über den Vertrieb entsprechender Softwarepakete. Die videobasierten Geräte bieten 20 und mehr zum Teil dreidimensionale Spiele mit einem intensiveren Handlungserlebnis. Sie sprechen ein breites Publikum an. Bemerkenswert ist der steigende Anteil von Frauen, die Freude am Geldgewinnspiel finden, was bisher eine Männerdomäne war. Der Anteil der spielenden Frauen in Spielstätten an allen Spielern ist von 2007 auf 2008 von 10,3 % auf 13,9 % gestiegen. Die interessantere Spielqualität der neuen Geräte hat aber auch dazu geführt, dass nicht mehr wie nach der alten Spielverordnung durchschnittlich 2,57 Geräte bespielt wurden, sondern nur noch 1,38 je Kunde. Die neuen Geldgewinnspiele treffen wegen ihres hohen Unterhaltungswertes auf großes Interesse und die Auslastung der Geräte ist erheblich angestiegen. Die Spiele sind abwechselungsreicher geworden und lassen den Spieler länger an den Geräten verweilen. Gleichzeitig haben sich die Auszahlquoten erhöht, so dass sich die Kasseneinnahmen nicht in entsprechender Weise verbessert haben. Während 2007 der Spieler im Mittel für eine Stunde durchschnittlich etwa 20 € bis 25 € für das Geldgewinnspiel ausgeben musste, lag dieser Wert in 2008 im Bereich von 10 € bis 15 € die Stunde, d.h. weit unter der in § 12 Abs. 2a SpielV gesetzten Obergrenze für den langfristigen durchschnittlichen Verlust von 33 €. Die steigende Auslastung wirkte bezüglich der steigenden Auszahlquoten kompensatorisch. Bezogen auf den Umsatz entfaltete die neue Spielverordnung ihre positiven Effekte erstmals 2007. Der Umsatzzuwachs von 11 % bei den Geld-Gewinnspielgeräten konnte die Rückgänge bei Unterhaltungsautomaten ohne Geldgewinn mehr als kompensieren. Insgesamt hatte der Umsatz der Aufstellunternehmen um 6,5 % zugenommen. 2008 setzte sich die Aufwärtsentwicklung nach vorläufigen Zahlen mit einem Plus von 5,5 % auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro fort. In der Unterhaltungsautomatenwirtschaft sind - wie in anderen Branchen auch - Tendenzen zu größeren Einheiten festzustellen. Dies betrifft sowohl die Betriebsstätten, hier die Größe eines Spielstättenkomplexes, als auch das Entstehen von Unternehmen, die ihre Expansion über den Ausbau von Filialnetzen vorantreiben. Parallel zu diesem Prozess ist eine Zunahme der Kapitalintensität zu beobachten. Für die Mehrheit der Aufstellunternehmer, die von mittlerer Größe ist, stellt diese Tendenz eine Herausforderung dar, der sie mit einer Anpassung ihres Geschäftsmodells begegnen müssen. Es können z. B. Kooperationen mit mittelständischen Unternehmen aus anderen Freizeitbereichen eingegangen werden, um mit komplementären Angeboten einen breiten Zuspruch zu gewinnen (z. B. Betreiber von Kinos und Bowlingbahnen). 3. Geschäftsverlauf Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen und anderen Anstalten der Kommunikation. Die KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung betätigte sich im Jahr 2008 als Konzessionsträgergesellschaft und Aufstellerin von Geldgewinnspielgeräten in den Spielstätten der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG, Espelkamp. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie insbesondere die Entwicklung innerhalb der Branche und die hohe Kundenbindung der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG haben sich auch in 2008 auf den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv ausgewirkt. So konnte im vergleichbaren Filialbestand bei den Kasseneinnahmen der Geldspielgeräte eine über dem Branchendurchschnitt liegende Steigerungsrate erzielt werden. Der gesamte Gerätebestand wurde zu ca. 80 % im Durchschnitt aller Konzessionsträger durch Neugeräte ersetzt. Im Vorjahr wurde der Gerätebestand mehr als einmal durchgetauscht. II. Wirtschaftliche Lage1. Ertragslage Die Umsatzentwicklung des Jahres 2008 der Gesellschaft im Bereich des Betriebs von Geld-Gewinnspielgeräten ist insgesamt als positiv zu bezeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze um TEUR 545 (1,5 %). Der Gerätebestand im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich von durchschnittlich 1.318 Geldgewinnspielgeräten um 83 Geräte auf durchschnittlich 1.235 Geldgewinnspielgeräten. Die Gerätereduzierung ist auf die bundesweite Reduzierung des Filialbestandes im Rahmen eines größeren Spielstättenverkaufs zurückzuführen, wobei Neueröffnungen kompensatorisch wirkten. Das operative Ergebnis unter Berücksichtigung der Vergnügungssteuer verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.764 auf TEUR 3.052. Das Jahresergebnis verbesserte sich um TEUR 2.525 auf TEUR 3.410. Die Umsatzrendite erhöhte sich dementsprechend von 2,4 % auf 9,1 %. Hierbei haben sich neben der erzielten Umsatzsteigerung weitere Sondereinflüsse ausgewirkt. Auf EUGH-Rechtsprechung beruhende Umsatzsteuererstattungen und Erstattungszinsen wurden per 8.12.2008 als außerordentlicher Ertrag i.H.v. TEUR 1.625 vereinnahmt. Mit Vertrag vom 1.1.2008 wurde die monatlich an Merkur Spielothek GmbH & Co. KG abzuführende Gebäudeflächenmiete aufgrund der strukturellen Änderungen reduziert. Ebenfalls wurde vertraglich ab dem 1.1.2008 geregelt, dass die Firma KASINO-Gastronomische Betriebe GmbH die Kosten der Reklamations- und Testmünzungen, die angepasste Gerätemiete sowie die volle Vergnügungssteuer trägt und insoweit nicht mehr Merkur Spielothek GmbH & Co. KG. Im Gegenzug wurde der an Merkur Spielothek GmbH & Co. KG abzuführende Auslagenersatz reduziert. Diese vertraglichen Änderungen führten bei den Umsatzerlösen zu einer Reduzierung von rund TEUR 592 sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einer Reduzierung von TEUR 2.034. 2. Finanzlage Das Finanzmanagement für die Konzerngesellschaften wird zentral von der Gauselmann-Gruppe vorgenommen. Es umfasst Finanzpläne und detaillierte Investitionsplanungen, die jeweils regelmäßig aktualisiert werden. Die Finanzlage der Gesellschaft wurde außerhalb des operativen Geschäfts im Wesentlichen durch die Auszahlung der Umsatzsteuerforderungen laut EUGH Urteil per 8.12.2008 beeinflusst. Aufgrund dessen fand eine Erhöhung der langfristigen verzinslichen Ausleihung an Merkur Spielothek GmbH & Co. KG statt, was zu einer Erhöhung der Finanzanlagen um TEUR 8.300 auf TEUR 12.500 und zu einer entsprechenden Auszahlung der zuvor in vergleichbarer Höhe vereinnahmten Finanzmittel führte. Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der erhöhten Zinserträge ebenfalls positiv entwickelt (Steigerung um TEUR 88). Verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten zur Finanzierung der Gesellschaft existieren im Geschäftsjahr nicht. Investitionen in Sachanlagen erfolgen im Geschäftsjahr ebenso nicht. Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr insgesamt um TEUR 345 auf TEUR 1.044 reduziert. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt. Wie im Vorjahr sind die Forderungen innerhalb eines Jahres fällig. 3. Vermögenslage Das ausschließlich aus Ausleihungen an Gesellschafter bestehende Anlagevermögen ist zu 92,4 % (i. Vj. 193,7 %) durch das Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt 84,5 % (i.Vj. 88,4 %). Wesentliche Änderungen in der Vermögenslage ergeben sich auf der Aktivseite der Bilanz aus der Erhöhung der Finanzanlagen um TEUR 8.300 auf TEUR 12.500 (bedingt durch die Darlehenserhöhung an Merkur Spielothek GmbH & Co. KG), bei gleichzeitiger Verringerung der übrigen Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen um TEUR 3.436 auf TEUR 74. Auf der Passivseite ergibt sich die Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 732 auf TEUR 1.294. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung einhergehend mit einer erheblichen Ergebnisverbesserung ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv zu beurteilen. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. IV. Risiken und ChancenNachdem bereits in 2006 in einigen Gemeinden bezüglich der Vergnügungssteuer der sogenannte Wirklichkeitsmaßstab Einzug in die Satzungen der Gemeinden fand, setzt sich dieser Trend auch in 2008 weiterhin fort. Statt einer pauschalen Steuer je Gerät bildet der Kasseninhalt oder der Spieleinsatz des Kunden die Bemessungsgrundlage für die Steuerermittlung. Auf alle Fälle führen die veränderten Bemessungsgrundlagen und die damit verbundenen Satzungsänderungen in der Regel zu einer deutlichen Erhöhung der Vergnügungssteuer, wodurch ein nennenswertes Risiko für die Gesellschaft entsteht. Außerdem sind die noch nicht absehbaren Folgen der Finanzkrise auf das Kundenverhalten und damit die Umsatzentwicklung als Risiko mit nur schwer einzuschätzenden Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung zu nennen. Bestandsgefährdende Risiken in der künftigen Geschäftsentwicklung sind nicht zu erkennen. Die Chancen der Gesellschaft liegen in den neuen Geldgewinnspielgeräten, die auch neue Kunden wie Best Agers und auch Frauen ansprechen. In dem vermehrten Angebot an qualitativen Großstandorten sowie in einem optimalen Serviceangebot bestehen weitere Chancen. Es existiert ein konzernweites leistungsfähiges Risikomanagement-System. In diesem Rahmen werden Risiken definiert, mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet und die finanzielle Auswirkung eingeschätzt. Auf dieser Grundlage erfolgt eine Zuordnung zu verschiedenen Risikoklassen mit unterschiedlichen vordefinierten Konsequenzen. Zur Identifikation möglicher wesentlicher Risiken werden entsprechende kritische Analysen durchgeführt. Ziel ist es, auf Grund der permanenten Überwachung zeitnah Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse ergreifen zu können. V. PrognoseberichtFür 2009 und 2010 erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung der positiven Umsatzentwicklung bei den Geldgewinnspielgeräten, die wieder signifikant über dem Branchendurchschnitt erwartet wird.
Espelkamp, 5. März 2009 KASINO-Gastronomische
Manuela Freggi Karin Wittenbreder Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 (Bilanzsumme EUR 13.655.700,44; Jahresüberschuss EUR 3.409.580,31) und zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 der KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Espelkamp hat der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: " Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KASINO-Gastronomische Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt: Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Köln, den 6. März 2009 PKF
HERFORT VAN KERKOM STREIT
W. Streit, Wirtschaftsprüfer ppa. M. Zünkler, Wirtschaftsprüfer Protokoll der ordentlichen GesellschafterversammlungIn den Geschäftsräumen der Merkur Spielothek GmbH & Co. KG in 32339 Espelkamp, Merkur-Allee, erschien heute unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Einberufung die alleinige Gesellschafterin Merkur Spielothek GmbH & Co. KG vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Merkur Spielothek Verwaltungsgesellschaft mbH vertreten durch die Geschäftsführer Herrn Thomas Niehenke, Ostercappeln, Herrn Dieter Kuhlmann, Lübbecke zu einer ordentlichen Gesellschafterversammlung. Es wurden folgende Beschlüsse gefasst: 1. Der Jahresabschluss 2008, dessen Bilanz zum 31. Dezember 2008 mit einer Bilanzsumme von EUR 13.655.700,44 endet und dessen Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 einen Jahresüberschuss von EUR 3.409.580,31 ausweist, wird festgestellt. 2. Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 8.084.030,18 auf neue Rechnung vorgetragen: 3. Den Geschäftsführern, Herrn Rainer Backhaus (bis 1. Oktober 2008), Frau Simone Skubowius (bis 1. Oktober 2008), Frau Manuela Freggi (seit 1. Oktober 2008) und Frau Karin Wittenbreder (seit 1. Oktober 2008), wird für das Geschäftsjahr 2008 Entlastung erteilt. 4. Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF HERFORT VAN KERKOM STREIT, Köln, bestellt.
Espelkamp, 16. April 2009 Thomas Niehenke Dieter Kuhlmann |
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