Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 6639
Vorher
Blitz F12-sieben-zwei GmbH
Eingetragen
14.12.2012
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
die Erbringung von kaufmännischen und technischen Dienstleistungen sowie produktbezogenen Test- und Entwicklungsleistungen an Gesellschaften der Hi-Lex Gruppe, sowie an konzernexterne Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tadashi Adachi
seit 6.8.2024
Geschäftsführer
Takuji Murayama
seit 20.2.2023
Geschäftsführer
Taro Teraura
seit 18.1.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HI-LEX CORPORATIONJPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HI-LEX CORPORATION
Japan
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hi-Lex Europe GmbH

Schweinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die HI-LEX Europe GmbH ist eine 100-%ige Tochtergesellschaft der HI-LEX Corporation, Japan und wurde am 11.12.2012 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz und ihre Geschäftsleitung in Schweinfurt.

Neben der Erbringung von kaufmännischen und technischen Dienstleistungen umfasst die Geschäftstätigkeit der HI-LEX Europe GmbH produktbezogene Test- und Entwicklungsleistungen an Gesellschaften der HI-LEX Gruppe sowie an konzernexterne Dritte. Die Spezialisierung wurde hierbei auf Dienstleistungen im Bereich der Forschung und Entwicklung (nachfolgend: F&E) in der Automobilindustrie gelegt. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 nicht verändert.

2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts Deutschland (Destatis) betrug im Jahr 2023 das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ca. 4,19 Billionen Euro. Damit ist das BIP gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 % gefallen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich daher in einer Rezession. Diese Rezession hat ihre Ursache in steigenden Energiepreisen, einer sehr hohen Inflation von 5,9 % im Jahr 2023 und dem noch immer anhaltenden Ukrainekrieg. Dies wird durch sinkende Investitionen aufgrund gestiegener Zinsen weiter verstärkt.

Demgegenüber entwickelte sich die Weltwirtschaft deutlich besser. Nach Angaben des internationalen Währungsfonds (IWF) lag das Wachstum des globalen BIP im Jahr 2023 bei 3 %. In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft jedoch deutlich verhaltener und erreichte lediglich ein Wachstum von 0,4 %.

Entwicklung der Branche:

Trotz der oben genannten schwierigen Rahmenbedingungen wuchs der weltweite Automobilmarkt auf 75,7 Millionen Fahrzeuge um etwa 10 %. In Europa stiegen die Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahr um etwa 14 % auf ca. 12,8 Mio. Fahrzeuge an. Trotz dieser Verbesserung bewegt sich das Niveau deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Die HI-LEX Europe GmbH blickt im Berichtsjahr 2023/2023 auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück. Aufgrund der Transformation in der Automobilbranche hin zur Elektromobilität verlängern sich unter anderem Laufzeiten für bestehende Modelle. Hinzukommen die in vielen Märkten bestehenden hohen Inflationsraten, die von einem steigenden Zinsniveau begleitet werden und das Konsumklima belasten.

Einschätzung der Unternehmensleitung:

Die Geschäftsentwicklung der HI-LEX Europe GmbH war im Wirtschaftsjahr 2022/2023 negativ. Der Umsatz lag mit 8.765.764,75 EUR unter dem Vorjahreswert von 11.277.780,48 EUR. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 22,3 %. Dieser Rückgang führte zu einem negativen Ergebnis in Höhe von 1.089.575,24 EUR.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HI-LEX Europe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 negativ entwickelt.

1. Ertragslage

Die HI-LEX Europe GmbH erzielte einen Umsatz von 8.765.764,75 EUR (Vorjahr 11.277.780,48 EUR) für das Geschäftsjahr 2022/23. Dies entspricht einem Rückgang von 22,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist unter anderem längeren Modelllaufzeiten von Seiten der Hersteller aufgrund der Transformation zur Elektromobilität geschuldet. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 451.113,41 EUR auf 5.174.586,86 EUR angestiegen. Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben haben wir einen hohen Bedarf an gut ausgebildetem Personal, das wir einsetzen, um unseren Kunden weiterhin gezielte Engineering Dienstleistungen anbieten zu können.

Die Material- und sonstigen Betriebskosten sind im Berichtzeitraum trotz der weiterhin hohen Inflation leicht um 1,89 % gefallen. Im gesamten Geschäftsjahr wurde ein negatives Ergebnis in Höhe von 1.089.575,24 EUR erwirtschaftet.

2. Finanzlage

Die HI-LEX Europe GmbH besitzt derzeit drei Darlehen, die aus Investitionsgründen aufgenommen wurden. Die Höhe und Entwicklung der Darlehen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Übersicht finanzielle Verbindlichkeiten

In Tsd. € 2022/2023 2021/2022 Veränderung
MUFG Bank 2.200 1.800 +400
TSK of America 3.151 3.307 -156
HI-LEX Corporation 1.680 1.660 +20

Bei den Darlehen der TSK of America und der HI-LEX Corporation handelt es sich um verbundene Unternehmen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der HI-LEX Europe GmbH belief sich für das Wirtschaftsjahr 2022/23 zum Bilanzstichtag auf 8.445.446,46 EUR. Das Gesamtvermögen hat gegenüber dem Vorjahr 2021/22 (8.616.563,86 EUR) leicht abgenommen.

Der Anteil vom Anlagevermögen am Gesamtvermögen liegt bei ca. 35,2 %. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich dieser Anteil um ca. 39,7 %. Diese Erhöhung ist auf Investitionen zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um insgesamt 1.447.420,11 EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen im Berichtszeitraum um 375.594,16 EUR bzw. 7,7 % auf 4.521.563,09 EUR ab.

Die negative Geschäftsentwicklung führte zu einem nicht vom Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 472.856,72 EUR. Aufgrund des Geschäftsverlaufs ist die Eigenkapitalquote auf -5,60 % gefallen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.089.575,24 führte zu dieser Entwicklung.

In Kennzahlen stellt sich die Vermögens- und Kapitalstruktur wie folgt dar:

- Eigenkapitalquote: -5,6 %
- Rückstellungsquote: 3,8 %
- Verbindlichkeitenquote: 96,2 %
- Verbindlichkeitenquote Lieferungen und Leistungen: 8,5 %

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Die Entwicklung der HI-LEX Europe GmbH ist eng mit der Automobilindustrie und ihrer Auswirkung auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verbunden. Dementsprechend ist für das kommende Geschäftsjahr 2023/24, aufgrund weiterhin hoher Inflation und hohen Zinsen, mit einen Investitionsrückgang zu rechnen. Dies könnte bei unseren Kunden zu weiteren Verschiebungen von Investitionen bzw. Laufzeitverlängerungen von bestehenden Modellen führen.

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der HI-LEX Europe GmbH im Lagebericht basiert auf Annahmen, die Beurteilungsspielraum zulassen. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

Die europäische Kommission erwartet für das kommende Jahr ein Wachstum der europäischen Wirtschaft von einem Prozent. Damit wird ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet. Diese Entwicklungen können jedoch durch eine Abschwächung der Investitionssummen negativ beeinflusst werden. Dies könnte dazu führen, dass die Zinsen langsamer gesenkt werden als erwartet.

Der Internationale Währungsfonds gibt seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 mit 2,9 % an. Damit wird sich das globale Wachstum im Vergleich zum Vorjahr weiter abschwächen und liegt weiterhin deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 %. Der weiterhin bestehende Krieg in der Ukraine, eine weitere hohe Inflation sowie hohe Zinsen können sich auf das globale Wirtschaftswachstum negativ auswirken und die Nachfragesituation negativ beeinflussen. Dies dürfte auf die Investitionsbereitschaft sowie den Kostendruck unserer Kunden weiter starke Auswirkungen haben.

Für das Berichtsjahr 2023/2024 gehen wir von Umsatzerlösen im Bereich von etwa 8,5 Millionen EUR aus. Die Grundlage für diese Prognose ist das aufgestellte Budget des laufenden Wirtschaftsjahres. Aufgrund der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen gehen wir von zusätzlich weiterhin steigenden Kosten aus. Ein Nachfragedämpfer kann sich durch weiterhin hohe Zinsen der Zentralbanken ergeben.

5. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit Chancen und Risiken:

Die Prognosen sowie die Chancen und Risiken der HI-LEX Europe GmbH geben die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023/2024 aus Sicht der Unternehmensleitung wieder. Dies beinhaltet in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Prognosen der HI-LEX Europe GmbH beruhen. Unterschiedliche bekannte als auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und weitere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Vermögens-, Finanz, und Ertragslage, die Entwicklung oder die Leistung des Unternehmens wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen.

In Anbetracht des gegenwärtigen Umfeldes und der zuvor beschriebenen konjunkturellen Entwicklung ist eine Geschäftsentwicklungsprognose nur unter Vorbehalt möglich. Trotz langfristiger Planungsabläufe innerhalb der Automobilbranche sind Entwicklungen und Risiken vorstellbar, die sich nicht von uns beeinflussen lassen und die die Erstellung einer Prognose für die kommenden Jahre erschweren. Vor allem die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der HI-LEX Europe GmbH. Folgende Einschätzungen lassen sich aus dem momentanen Kenntnisstand, basierend auf dem Budget des laufenden Jahres und dem letzten langfristigen Plan geben:

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Entwicklung des Unternehmens HI-LEX Europe GmbH wird mit einem Umsatz von 8,5 Millionen EUR für das Jahr 2023/2024 gerechnet.

Zu den Risiken gehören vor allem:

- Umfeld, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

- Finanzrisiken

- Investitionsrisiken

- Unterbrechung der Entwicklung neuer Projekte von Kunden

- Zinsänderungsrisiken

- Wechselkursrisiken

- Qualitätsrisiken aus der Qualitäts-Vorausplanung (Entwicklung)

- Personalrisiken

Die Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen dagegen in:

- der Erschließung neuer Absatzmärkte und Kunden

- einer stabilen finanziellen Situation

- neuen innovativen Produkten

Mit der bisherigen Geschäftspolitik ist es gelungen, das Unternehmen sicher durch aufkommende Risiken zu steuern. Daher sind keine Änderungen diesbezüglich geplant. Wir weisen dennoch nochmals darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung von den obigen Prognosen abweichen kann.

6. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden:

Das Unternehmen HI-LEX Europe GmbH hat Maßnahmen getroffen, um Risikoerkennung, Risikoanalyse und Risikokommunikation weiterhin sicherzustellen. So wurde in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das potenzielle Risiken erkennt, beurteilt und beobachtet. Dadurch entspricht das Risikomanagementsystem den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Diese werden ununterbrochen weiterentwickelt. Als Teil des Risikomanagementsystems tragen sie dazu bei, dass Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufgedeckt und rechtzeitig vermieden werden. Wesentlich für das Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem.

Die fünf Elemente unseres Risikomanagementsystems sind:

- Risikoidentifikation

- Risikoanalyse

- Risikobewertung

- Risikosteuerung

- Risikocontrolling

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören:

- Anwendung einheitlicher Richtlinien

- Einsatz zuverlässiger Software

- Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- laufende Prüfungen durch interne Revision der Prozesse

- Arbeitsanweisungen

- Maßnahmen zur Funktionstrennung

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken:

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch Cloud-Nutzungs-Maßnahmen reduziert. Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen typischen Wechselkursrisiken ausgesetzt.

Weitere wesentliche Risiken:

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die HI-LEX Europe GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingen zu sehen. Dadurch, dass die HI-LEX Europe GmbH technischen Support für das verbundene Unternehmen HI-LEX Russland leistet, ist das Unternehmen direkt vom Ukraine-Krieg betroffen. Da der Auftrag allerdings ein geringes Umsatzvolumen umfasst, ist auch das Risiko entsprechend gering.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet:

v Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens

v fehlende Kreditsicherheiten

v steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele

v steigende Zinsen

Personalrisiken

Die HI-LEX Europe GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Vor allem in der Entwicklung besteht großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Eine weitreichende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichert dementsprechend die fachliche Kompetenz des Personals.

Bestandsgefährdende Risiken:

Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 2022/23 hat sich das Eigenkapital negativ entwickelt. Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.089.575,24 EUR ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 472.856,72 EUR entstanden.

Die weitere Entwicklung des Unternehmens hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale:

- negative Entwicklung der Zahlungsfähigkeit

- langfristige Vermögensverluste

- langfristige Verluste der Ertragsquellen

- dynamische Wettbewerbssituation

- Verschärfung der Wettbewerbssituation

- Wechselkursrisiken

- angespannte wirtschaftliche Verhältnisse

- Geschäfte in Krisensituationen

- Geschäfte mit Rücknahmeklauseln

- Geschäfte mit Vertragsstrafen-Klauseln

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale

- Rücknahme von Bestands- oder Ertragsgarantien

- Schadensersatzklagen

- Beschwerdeverfahren

- Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften

7. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung waren in Deutschland im Geschäftsjahr 33 Mitarbeiter beschäftigt.

8. Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen des Unternehmens HI-LEX Europe GmbH.

 

Schweinfurt im Dezember 2024

Geschäftsführung der HI-LEX Europe GmbH

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.972.824,00 2.169.378,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.121.312,00 76.503,00
II. Sachanlagen 1.851.512,00 2.092.875,01
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 772.125,00 800.930,00
2. technische Anlagen und Maschinen 869.027,00 1.051.368,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.360,00 216.537,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.040,01
B. Umlaufvermögen 4.964.529,33 6.333.902,43
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.521.563,09 4.897.157,25
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.768.490,38 1.255.399,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.753.072,71 3.641.757,50
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 21.091,02 21.030,52
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 442.966,24 1.436.745,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.236,41 113.283,42
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 472.856,72
Summe Aktiva 8.445.446,46 8.616.563,86

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 616.718,52
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 6.000.000,00
III. Verlustvortrag 5.408.281,48 6.791.225,20
IV. Jahresfehlbetrag 1.089.575,24 -1.382.943,72
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 472.856,72
B. Rückstellungen 322.927,84 348.934,31
C. Verbindlichkeiten 8.122.518,62 7.650.911,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.200.000,00 6.766.892,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.200.000,00 1.800.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 4.966.892,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.015.755,91 19.367,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 184.879,41 19.367,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.830.876,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 906.762,71 864.651,18
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 906.762,71 864.651,18
Summe Passiva 8.445.446,46 8.616.563,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.031.466,99 9.328.385,62
2. Personalaufwand 5.174.586,86 4.723.473,45
a) Löhne und Gehälter 4.338.887,03 3.900.721,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 835.699,83 822.752,42
davon für Altersversorgung 123.914,13 72.175,88
3. Abschreibungen 632.522,75 426.581,53
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 632.522,75 426.581,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.182.038,12 2.812.999,22
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 654.084,93 173.646,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.910,88 164.234,84
davon aus verbundenen Unternehmen 28.910,88 164.234,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 133.651,20 75.837,90
davon an verbundene Unternehmen 51.983,86 39.732,18
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.828,37 70.263,77
8. Ergebnis nach Steuern -1.089.249,43 1.383.464,59
9. sonstige Steuern 325,81 520,87
10. Jahresfehlbetrag 1.089.575,24 -1.382.943,72

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hi-Lex Europe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schweinfurt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schweinfurt
Register-Nr.: HRB 6639

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten bilanziert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2022/2023
EUR
2021/2022
EUR
Ausleihungen 0,00 0,00
Forderungen 1.421.901,94 0,00
Verbindlichkeiten 1.679.737,84 1.659.901,84

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 21.091,02 EUR (Vorjahr: 21.030,52 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 3.291.642,12 EUR (Vorjahr: 2.684.018,39 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 4.830.876,50 EUR (Vorjahr: 4.966.892,64 EUR).

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: 5.015.755,91 EUR (Vorjahr: 19.367,21 EUR)

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 54.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 53
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 54

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Juli 2021 bis Aug. 2024: Shinkai, Takahiro ausgeübter Beruf: Geschäftsführung des Unternehmens
Geschäftsführer Januar 2016 bis heute: Teraura, Taro ausgeübter Beruf: Geschäftsführung des Unternehmens
Geschäftsführer Februar 2023 bis heute: Murayama, Takuji ausgeübter Beruf: Geschäftsführung des Unternehmens

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde verzichtet, da sich anhand der Angabe die Bezüge eines Mitgliedes dieses Organes feststellen lassen.

Konzernzugehörigkeit

Die Hi-Lex Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss der Hi-Lex Corporation in Japan einbezogen.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist in Japan erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Vortrag auf neue Rechnung

Auf neue Rechnung werden -1.089.575,24 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schweinfurt im Dezember 2024

Anlagenspiegel zum 30.09.2023

Hi-Lex Europe GmbH, Schweinfurt

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 696.709,14 1.337.134,00 10.000,00 922.531,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 696.709,14 1.337.134,00 10.000,00 922.531,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 943.356,04 171.231,04
2. technische Anlagen und Maschinen 1.931.468,44 1.207,55 15.806,47 1.079.455,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.271.781,85 74.638,66 32.854,67 1.168.915,18
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.040,01 25.233,52 49.273,53- 0,00
Summe Sachanlagen 4.170.646,34 101.079,73 612,39- 2.419.601,68
Summe Anlagevermögen 4.867.355,48 1.438.213,73 9.387,61 3.342.132,82
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.10.2022 bis 30.09.2023
EUR
Buchwert 30.09.2023
EUR
Buchwert 30.09.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.325,00 1.121.312,00 76.503,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 302.325,00 1.121.312,00 76.503,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.805,00 772.125,00 800.930,00
2. technische Anlagen und Maschinen 199.355,02 869.027,00 1.051.368,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.670,33 210.360,00 216.537,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.040,01
Summe Sachanlagen 341.830,35 1.851.512,00 2.092.875,01
Summe Anlagevermögen 644.155,35 2.972.824,00 2.169.378,01

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. die Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wude am 10.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hi-Lex Europe GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hi-Lex Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hi-Lex Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der nachfolgenden Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Es sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 2.768.490,38 Euro sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen i.H.v. 5.015.755,91 Euro bilanziert. Das Vorhandensein und die Werthaltigkeit dieser Forderungen und Verbindlichkeiten konnten nicht vollständig nachgewiesen werden. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass das Vorhandensein und der Ausweis der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 30.09.2023 insoweit fehlerhaft sind.

Dieser Sachverhalt betrifft auch die Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft als auch die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mägel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schweinfurt, den 13. Dezember 2025

C.M. Scheerer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Claudia M. Scheerer, Wirtschaftsprüferin

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