Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 8172
Vorher
Culina Logistik GmbH
Eingetragen
22.12.1981
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
Abfertigung von Transporten im Güterfernverkehr, insbesondere die Beförderung von Gütem im Auftrag und Interesse Dritter sowie die mit dem Speditionsauftrag zusammenhängenden Aufgaben wie Lagerung, auch Zwischenlagerung, Verzollung, Warenkontrolle und Ausführung von Inkassoaufträgen sowie Organisation und Abfertigung von Verkehren, mit allen Frachtführern sowie die Übernahme von Transportversicherungen, Abwicklung von Export- und Importspedition. Die Aufgaben der Firma richten sich insbesondere nach der Verordnung über die Werbe- und Abfertigungsvergütung im Güterfernverkehr vom 29.05.1985.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Berl
seit 18.1.2023
Geschäftsführer
Martin Pirschel
seit 18.1.2023
Prokura
Jens Wilde
seit 20.1.2020
Prokura
Bernd Mattmer
seit 12.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA
Germany
172.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Luxemburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Geschäftstätigkeit und Geschäftsbereiche

1.1 Überblick

Die Unternehmensgruppe Theo Müller ist ein international agierender Lebensmittelkonzern mit ca. 32.000 Mitarbeitern und ist in 15 Ländern in Europa und Asien vertreten. Die Konzernaktivitäten der Unternehmensgruppe Theo Müller untergliedern sich in die Geschäftsbereiche Molkerei, Feinkost und Dienstleistungen. Konzernmutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., mit Sitz in Luxemburg. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. vereint die operativen Tätigkeiten der drei Geschäftsbereiche und fungiert als Beteiligungs- und Managementholding.

Im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. zum 31. Dezember 2021 werden insgesamt 148 vollkonsolidierte Gesellschaften erfasst sowie 8 Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert.

1.2 Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe

Molkerei

Im Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien.

Feinkost

Der Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden.

Bis zum 31. Dezember 2021 beinhaltete der Geschäftsbereich Feinkost zudem die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten. Dieser Produktbereich wurde zum Bilanzstichtag erfolgreich an zwei externe Investoren veräußert, die das ehemalige Produktsegment weiterführen.

Dienstleistungen

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie sowohl Marktführer im Bereich der 3PL-Logistik für Fast Moving Consumer Goods (FMCG), und seit Übernahme der Greenwhitestar Gruppe auch einer der drei größten Lösungsanbieter im gesamten Logistik- und Lagerbereich in Großbritannien ist. Bei 3PL- oder auch Third Party Logistics-Anbietern handelt es sich um Logistikunternehmen, die sich auf integrierte, individualisierbare Lager- und Transportdienstleistungen spezialisiert haben. Mit dem erfolgreichen Erwerb der A.I.M. Logistics Limited in Evesham / England, zum 30. April 2021 und der Greenwhitestar Gruppe mit Hauptsitz in Warrington / England, zum 1. Juli 2021 hat die CULINA Gruppe ihre Akquisitionsstrategie der vergangenen Jahre erfolgreich fortgesetzt. Das Logistikgeschäft der CULINA Gruppe wächst damit auf ca. 22.000 Mitarbeiter, 5.500 Fahrzeuge und rund 2 Millionen Quadratmeter Lagerfläche.

Darüber hinaus umfasst der Geschäftsbereich Dienstleistungen neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie einen Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt für den Geschäftsbereich Molkerei ein zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum im Technikum Freising, Freising / Deutschland. Daneben werden Forschungs- und Entwicklungsleistungen in diversen Tochtergesellschaften erbracht. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen insbesondere Produkt- und Verfahrensinnovationen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 17.649 (Vorjahr: T€ 17.189) an.

2. Markt- und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem das Jahr 2020 in Folge der Corona-Pandemie von einem der stärksten globalen Wirtschaftseinbrüche geprägt war, stand das Jahr 2021 ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. Laut Internationalen Währungsfonds (IWF) konnte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr um 6,1 % zulegen. Positiv wirkten sich die Fortschritte vieler Länder bei der Verabreichung von Impfstoffen aus, während im Gegensatz dazu das Auftreten neuer Virusvarianten in einigen Ländern erneut zu steigenden Infektionszahlen führte.

Die Regierungen und Notenbanken zahlreicher Länder hielten an ihrer expansiven Fiskal- und Geldpolitik fest. In der zweiten Jahreshälfte verlangsamte sich die Erholung aufgrund von gestörten Lieferketten, Engpässen auf dem Arbeitsmarkt sowie von neuen Virusvarianten, die für Verunsicherungen in der Bevölkerung sorgten. Die Knappheit an Rohstoffen und anderen Vorprodukten sowie höhere Energiepreise haben die Inflation im Jahresverlauf bereits deutlich ansteigen lassen.

Die US-Wirtschaft konnte laut IWF im abgelaufenen Jahr um 5,7 % zulegen. Das Wachstum ist insbesondere durch gestiegene Verbraucherausgaben, Anlageinvestitionen, Exporte und Investitionen in Lagerbestände angetrieben worden. Der coronabedingte Einbruch aus dem Jahr 2020 wurde auch dank billionenschwerer Konjunkturpakete und einer freundlichen Geldpolitik schnell aufgeholt. Die Arbeitslosenquote konnte in Folge der starken Nachfrage im Dezember 2021 auf 3,9 % fallen. Die chinesische Wirtschaft konnte im Jahr 2021 ebenfalls stark wachsen. Im Vergleich zum Vorjahr belief sich das Wachstum auf 8,1 %, der höchste Wert seit dem Jahr 2012. Der starke Zuwachs beruht jedoch vornehmlich auf Nachholeffekten, nach einem pandemiebedingt schwächeren Jahr 2020.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte sich die Konjunktur in den für die Unternehmensgruppe Theo Müller relevanten Märkten stark erholen. So konnte die Wirtschaftsleistung im Euroraum um insgesamt 5,3 % wachsen.

Die deutsche Wirtschaft legte im Jahr 2021 um 2,8 % zu und damit deutlich geringer als ursprünglich erwartet. Die deutsche Bundesregierung hatte für das vergangene Jahr ursprünglich ein Wachstum von 3,0 % prognostiziert. Lieferengpässe bei Mikrochips, Bauteilen und anderen Rohstoffen, die insbesondere die Industriekonjunktur belasteten, bremsten die deutsche Wirtschaft in vielen Branchen aus.

Die relevantesten Wirtschaftsindikatoren haben sich gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht 2022 der deutschen Bundesregierung wie folgt entwickelt:

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) um 2,7 %

Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,7 %

Nahezu konstanter privater Konsum

Anstieg der Inflationsrate auf 3,1 % (Jahresdurchschnitt)

Das britische Bruttoinlandsprodukt ist laut dem Office for National Statistics (UK) im Geschäftsjahr 2021 so stark gewachsen, wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Wirtschaftsleistung legte um 7,3 % zu und damit deutlich stärker als in anderen großen Industrienationen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die britische Wirtschaft im Jahr 2020 auch besonders stark von einem pandemiebedingten Abschwung betroffen war. Mit dem im Jahr 2021 erzielten starken Wirtschaftswachstum liegt die Wirtschaftsleistung nur noch 0,4 % unter dem Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren in Großbritannien haben sich im Jahr 2021 wie folgt entwickelt:

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) um 7,1 %

Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,5 %

Anstieg des privaten Konsums (preisbereinigt) um 6,2 %

Anstieg der Inflationsrate auf 2,5 % (Jahresdurchschnitt)

2.2 Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 war das zweite Jahr, das in einem erheblichen Maß von der Corona-Pandemie beeinflusst war. Die Zulassungen verschiedener Impfstoffe weckten zunächst die Hoffnung, dass mit dem Beginn von Impfungen in breiten Bevölkerungsschichten das Infektionsgeschehen nachhaltig eingedämmt werden könnte und eine schnelle Rückkehr zur Normalität möglich sei. Immer wieder neue Virusvarianten, Impfdurchbrüche und die Verweigerung bestimmter Teile der Bevölkerung eine Impfung wahrzunehmen, führten allerdings dazu, dass die Infektionszahlen in der fünften Welle der Corona-Pandemie zum Jahresende auf einem neuen Rekordhoch lagen. Aufgrund der erfolgten Impfungen und der milderen Krankheitsverläufe wurde das Gesundheitssystem aber nicht in dem Maße belastet, wie es die steigenden Infektionszahlen zunächst befürchten ließen.

Die mit dem Ausbruch der Pandemie im März 2020 begonnene Entwicklung zu einem verstärkten In-Haus-Konsum infolge der verordneten Kontaktbeschränkungen sowie der Trend zu höherwertigen Markenprodukten hat sich auch im Jahr 2021 weiter fortgesetzt. Zudem war das Jahr 2021 auch von steigenden Preisen geprägt. Die Inflationsraten in Deutschland kletterten zwischen Januar und Dezember 2021 von 1,0 % auf 5,3 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat und lagen zum Ende des Jahres auf dem höchsten Stand seit Juni 1992. Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze im 2. Halbjahr des Jahres 2020 und insbesondere die niedrigen Preise für Mineralölprodukte, die im November 2020 Tiefststände erreichten, wirkten sich erhöhend auf die Gesamtteuerung im Geschäftsjahr aus. Neben diesen temporären Basiseffekten wirkten sich aber auch u.a. krisenbedingte Lieferengpässe aufgrund der Knappheit von Rohstoffen und Vorprodukten für die industrielle Weiterverarbeitung deutlich auf die Preisentwicklung aus, was zu außergewöhnlichen Preisanstiegen führte.

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (LEH) konnte seine Umsätze im Jahr 2021 mit +1,1 % gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. Dies ist ein deutlich schwächeres Wachstum, aber angesichts des außergewöhnlichen und historisch einmaligen Anstiegs von 11,3 % im Vorjahr, ein erneut sehr gutes Ergebnis.

Das erzielte Wachstum resultierte allerdings im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr aus einem Mengen- und Umsatzwachstum. Im Jahr 2021 verlief das Mengenwachstum mit -2,4 % negativ, so dass der Umsatzanstieg allein auf einen Anstieg der bezahlten Preise von +3,6 % zurückzuführen war. Zudem resultierte der Anstieg in zeitlicher Hinsicht allein aus dem 1. Quartal des Jahres 2021, da sich coronabedingte Umsatzeffekte noch nicht in der Vergleichsperiode des Vorjahres widerspiegelten.

Die LEH-Food-Vollsortimenter profitierten erneut am stärksten von dieser Entwicklung und erzielten ein Umsatzplus von +4,3 %. Dies ist besonders bemerkenswert, da die LEH-Food-Vollsortimenter schon im Vorjahr mit +16,7 % den deutlichsten Anstieg verzeichnen konnten. Bei den Discountern, die im Vorjahr mit +8,8 % ebenfalls ein starkes, aber deutlich schwächeres Wachstum verzeichneten, zeigte sich die Umsatzentwicklung im Jahr 2021 sogar mit -0,9 % leicht negativ. Damit zeigen die LEH-Food-Vollsortimenter weiterhin Stärke gegenüber dem Discount. Der Erfolg der LEH-Food-Vollsortimenter ist vermutlich auf das pandemiebedingt unveränderte Bedürfnis der Verbraucher zurückzuführen, alle Einkäufe in einem Geschäft zu erledigen. Obwohl die Discounter auch Markenprodukte führen, ist das Angebot dem der LEH-Food-Vollsortimenter in Breite und Tiefe des Sortiments unterlegen.

Korrespondierend hierzu hat sich die bestehende Entwicklung zur Herstellermarke weiterhin verfestigt. Der Marktanteil der Herstellermarken ist von 66,8 % auf 67,5 % im Jahr 2021 erneut gestiegen. Auffallend ist, dass sich bei den LEH-Food-Vollsortimentern sowohl Handels- als auch Herstellermarken mit +4 % bzw. +5 % positiv entwickelten, während sich im Discount die Herstellermarken mit +3 % positiv entwickeln, die Handelsmarken im Gegensatz hierzu mit - 4 % aber deutlich abfallen und sogar ein Minus verzeichnen mussten. Die Schwäche der Handelsmarken resultiert daher in weiten Teilen aus dem Discount, bei dem zudem die Handelsmarken dominieren.

Molkerei

Die Entwicklung bei dem weltweiten Milchaufkommen war von Land zu Land sehr heterogen und es nahm gegenüber dem Vorjahr nur marginal zu. Vor allem in Nordamerika ist das Milchaufkommen um +1,9 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr gestiegen und hat sich im Vergleich zu den übrigen Regionen positiv abgesetzt. Speziell in den USA war die mengenmäßige Entwicklung des Milchaufkommens im Jahresmittel expansiv und stieg gegenüber dem Vorjahr um +1,6 %. Daneben trugen Kanada (+2,3 %) sowie Mexiko (+2,8 %) zur Steigerung der Milchproduktion bei. Demgegenüber ist das Milchaufkommen in Südamerika als auch Ozeanien leicht gesunken. Die stärksten Rückgänge wurden in Brasilien (-2,4 %) sowie in Australien (-0,6 %) verzeichnet.

In Europa (EU-27) blieb das Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (+0,0 %). Mengenmäßig ergab sich eine Abnahme der Milchmenge von -0,5 Mio. Tonnen. In fast allen EU-27 Mitgliedstaaten veränderte sich das Milchaufkommen im Kalenderjahr 2021 sehr heterogen. Die größte mengenmäßige Zunahme um +0,5 Mio. Tonnen (+5,8 %) hat in Irland stattgefunden, gefolgt von Italien (0,4 Mio. Tonnen / +3,4 %) und Ungarn (0,1 Mio. Tonnen / +6,5 %). Gegenläufig reduzierte sich das Milchaufkommen im Wesentlichen in Deutschland um -0,6 Mio. Tonnen (-1,6 %), den Niederlanden um -0,4 Mio. Tonnen (-2,5 %) sowie in Frankreich um -0,4 Mio. Tonnen (-1,3 %). In den übrigen Ländern waren die Zuwächse bzw. Abnahmen des Milchaufkommens in Relation zur Gesamtmenge vergleichsweise unbedeutend.

Die Milchanlieferungsmenge im Vereinigten Königreich betrug per Dezember 2021 1.218 Mio. Liter und lag damit um -36 Mio. Liter unter der angelieferten Milchmenge des Vorjahresvergleichsmonats von 1.254 Mio. Liter. Dies entspricht einer Abnahme gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat von -2,9 %. Für den Zeitraum Januar 2021 bis Dezember 2021 ist die Milchanlieferung (in Mio. Liter) gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit einer Abnahme um -0,1 % nahezu konstant geblieben; dies entspricht mengenmäßig -0,02 Mio. Tonnen.

Während die Corona-Pandemie Europa im Jahr 2021 weiter fest im Griff hatte, haben sich die Verzehrgewohnheiten gegenüber dem Vorjahr wieder zu einem gewissen Maß normalisiert. Dies führte aufgrund einer gesunkenen Nachfrage zu einem leichten Rückgang in der Herstellung von Konsummilch (-0,7 %). Ebenfalls wurde die Butterproduktion (-3,0 %) sowie die Produktionsmengen bei Milchpulver (Vollmilchpulver -10,7 % / Magermilchpulver -5,8 %) gedrosselt. Dem Gegenüber wurde im Vergleich zum Vorjahr mehr Rohstoff in die Käseerzeugung (+1,5 %) sowie in die Herstellung von Sahne (+2,7 %) und Kondensmilch (+0,6 %) gelenkt.

Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis in der EU-27 betrug im Median für das Jahr 2021 36,8 ct/kg und lag damit um +7,8 % über dem Vorjahreswert.

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland lagen ab April 2021 für das verbleibende Kalenderjahr deutlich über dem Vorjahr und erreichten ihren Höchststand im Dezember 2021 mit 40,4 ct/kg. Dies entspricht einem Preisanstieg für das Jahr 2021 von +7,6 ct/kg bzw. 23,1 %. Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis für Rohmilch (bei standardisierten Inhaltsstoffen von 4,0 % Fett / 3,4 % Eiweiß) betrug in Deutschland ca. 36,3 ct/kg und lag somit um +10,48 % über dem Vorjahreswert (32,9 ct/kg).

Im Vereinigten Königreich stieg der durchschnittliche Milchpreis im Jahr 2021 bei standardisierten Inhaltsstoffen (Fett 4,0 %, 3,3 % Eiweiß) gegenüber dem Vorjahr um +8,8 % und betrug 31,1 ppl (pence per liter).

In Tschechien war eine Zunahme des Milchpreises um +13,1 % von 8,6 CZK/Liter im Januar auf 9,8 CZK/Liter im Dezember 2021 zu verzeichnen.

Feinkost

Die Kategorie der gekühlten Feinkost, die sich in die Segmente Feinkostsalate, Marinaden und Spezialitäten unterteilen lässt, hat sich ebenso wie die Kategorie Saucen und Dressings erneut positiv entwickelt, wenngleich die Kategorie der gekühlten Feinkost deutlich hinter dem Wachstum der Kategorie Saucen und Dressings zurückblieb.

Die einzelnen Produktsegmente der Kategorie gekühlter Feinkost entwickelten sich bei der Betrachtung des Gesamtmarktes im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Das umsatzmäßig größte Segment Feinkostsalate, steht mit 46,6 % für knapp die Hälfte der Umsatzerlöse des Gesamtmarktes in der Kategorie gekühlter Feinkost. Der Gesamtmarkt musste in diesem Segment mit -2,2 % leichte Einbußen hinnehmen, schnitt damit aber dennoch geringfügig besser ab als das Produktsegment Marinaden mit Einbußen von -2,7 %. Wachstumstreiber war erneut das Produktsegment Spezialitäten mit +8,9 %. Auf das Produktsegment Spezialitäten entfallen dabei 38,7 % und auf das Produktsegment Marinaden 14,8 % der Umsatzerlöse in der Kategorie gekühlter Feinkost.

Die Kategorie Saucen und Dressings wuchs gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich und stieg um insgesamt 7 % an. Das Wachstum verteilt sich sehr differenziert auf die einzelnen Produktsegmente: Dabei heben sich Fast Food Saucen deutlich von den anderen Segmenten ab. Mit einem Wachstum von 14 % sind sie erneut deutlicher Spitzenreiter, wenngleich sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr (2020: 33 %) abgeschwächt hat. Während die Grillsaucen mit 10 % und Mayonnaisen mit 8 % ebenfalls ein sehr starkes Wachstum verzeichnen konnten, wuchs das Segment der Kochsaucen mit 6 % bereits etwas moderater.

Ein im Vergleich hierzu relativ geringes Wachstum erzielten die klassischen Segmente Ketchup mit 3 % und flüssige Salatsaucen mit 2 %.

Insgesamt wird der Markt von den Markenprodukten dominiert. Während die Handelsmarken den Umsatz im Jahr 2021 mit +1,3 % leicht gegenüber dem Vorjahr steigern können, erhöhte sich der Umsatz der Marken im gleichen Zeitraum mit +8,1 % deutlich dynamischer. Dies spiegelt sich auch in den Marktanteilen wider. Im Ergebnis konnten Marken ihren Marktanteil im Segment Feinkost von 74,5 % im Jahr 2020 auf 75,7 % im Jahr 2021 steigern.

Der Beschaffungsmarkt zeigte sich im Geschäftsjahr 2021 in der Entwicklung der einzelnen Warengruppen erneut sehr heterogen, wobei die Entwicklung in vielen Bereichen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war.

Rapsöl, als einer der wesentlichen Rohstoffe, stand aufgrund eines dürrebedingten Ausfalls von ca. 25 % der kanadischen Ernte, insbesondere im 2. Halbjahr 2021 unter erheblichen Preisdruck. Nachdem bereits im Vorjahr unerwartet schlechte Ernten in den Erzeugerländern erzielt wurden, führte die global reduzierte Verfügbarkeit im Jahresverlauf nahezu zu einer Verdoppelung der Notierungen am Beschaffungsmarkt. Die global bestehende Versorgungslücke im Bereich der Tomatenprodukte konnte durch die Ernte des Jahres 2021 ebenfalls nicht geschlossen werden. Grund für die schwache Ernte war ein überregionaler Wassermangel in den Anbaugebieten. In der Folge hat sich die Unterversorgung weiter verschärft, so dass für Tomatenmark deutliche Preissteigerungen akzeptiert werden mussten. Erschwerend kommen in diesem Bereich neben gestiegenen Arbeitskosten insbesondere auch erhöhte Logistik- und Verpackungsmaterialkosten zum Tragen.

Günstige Wetterbedingungen für die europäischen Ernten machten sich hingegen im Bereich der Wintergemüse bemerkbar. Kohl-Produkte und Wurzelgemüse trugen positiv zum Ergebnis bei. Aber auch die Kosten für Gewürzgurken konnten trotz erhöhter Arbeitskosten gegenüber Budget reduziert werden. Die Kartoffelpreise blieben aufgrund der langfristig ausgerichteten Beschaffungspolitik weitgehend stabil.

Die Preise für Rübenzucker haben sich im Geschäftsjahr auf dem hohen Niveau des Vorjahres stabilisiert. Die hohe globale Nachfrage nach Ethanol aus Zuckerrohr (Brasilien), auch getrieben durch den Bedarf an Desinfektionsmitteln, trug signifikant zu einer Stabilisierung bei. Die hohe Ethanol-Nachfrage wirkt sich zudem negativ auf die Preise im Bereich Branntwein-Essig aus, da Ethanol als Ausgangsrohstoff den wesentlichen Kostenfaktor darstellt.

Die Beschaffungssituation bei Verpackungsmaterialien wurde durch zahlreiche Force-Majeure-Erklärungen der Rohstoff-Lieferanten in Europa zu Jahresbeginn geprägt, die einen starken Preisanstieg in Gang setzten, der das ganze Jahr 2021 über anhielt und sich in den sehr deutlich gestiegenen Kosten für Kunststoffverpackungen bemerkbar machte. Hintergrund der angespannten Versorgungslage waren u.a. eine unerwartet schnelle Erholung und Nachfrage im Automobilbereich, aber auch anderen Industrien und gleichzeitig ausbleibende Rohstoff-Importe aus den USA und Saudi-Arabien, die vor allem nach Asien umgelenkt wurden. Besonders betroffen von dieser Entwicklung waren Polypropylen (PP), welches für Eimer, Flaschen und Verschlüsse eingesetzt wird sowie Polyethylenterephthalat (PET), aus dem ein Großteil der Kunststoffflaschen gefertigt wird. Der Preis für PET stieg erst im 2. Halbjahr 2021 deutlich an, setzte seinen Anstieg aber bis zum Jahresende kontinuierlich fort.

Steigende Papierpreise machten sich in steigenden Kosten für Verpackungen aus Wellpappe bemerkbar. Treiber für die Papierpreiserhöhungen waren der coronabedingte starke Anstieg des E-Commerce, eine steigende Nachfrage aus China für Primärfaser-Papiere, nachdem der Import von recyceltem Papier dort zum Ende des Jahres 2020 untersagt wurde, steigende Altpapierpreise sowie stark steigende Kosten für Energie und Gas.

Die im Laufe des Jahres 2021 bereits anziehenden Energiepreise wirkten sich aufgrund günstiger vertraglicher Regelungen noch nicht auf die Beschaffungskosten für Glas aus. Auch bei den Preisen für sog. Twist-off-Verschlüsse aus Weißblech kam es im Jahr 2021 zu keinen Veränderungen.

Dienstleistungen

Der britische Logistikmarkt ist nach Deutschland und Frankreich unverändert der drittgrößte in Europa. Die britische Wirtschaft konnte im Jahr 2021 wieder ein deutliches Wachstum von +7,3 % erzielen, nachdem aufgrund der Corona-Pandemie im Vorjahr ein sehr starker Einbruch von -9,9 % hingenommen werden musste.

Damit übertraf das Wachstum der britischen Wirtschaft das der deutschen Wirtschaft, welche nur einen Anstieg von +2,7 % erzielen konnte, sehr deutlich. Es ist aber anzumerken, dass der Rückgang in Deutschland im Jahr 2020 auch deutlich geringer ausfiel als im Vereinigten Königreich. Für das Jahr 2022 wird erwartet, dass die britische Wirtschaft wieder auf das Niveau zurückkehren wird, welches vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie bestand.

Der britische Lebensmitteleinzelhandel verharrte auf dem Niveau des Jahres 2020, wo ein Wachstum von über 4 % gegenüber dem Jahr 2019 zu verzeichnen war. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die geänderten Verbrauchergewohnheiten hin zu mehr Essen und Trinken im eigenen zu Hause zurückzuführen. Die im Jahr 2020 im Zuge des Ausbruches der Corona-Pandemie beobachteten Panikkäufe traten im Jahr 2021 nicht mehr in einem solchen Ausmaß auf, obwohl die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel insgesamt hoch blieb.

Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, insbesondere von Fahrern, war in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2021 ein wichtiges und bestimmendes Thema im Logistiksektor. Die Gründe für den akuten Mangel an Arbeitskräften sind im Wesentlichen auf eine Kombination verschiedener Gründe zurückzuführen. Zum einen liegen die Ursachen in einer alternden Belegschaft und dem Ausscheiden von Fachkräften aus dem Erwerbsprozess begründet, zum anderen sind dies die Folgen des Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union, da ausländische Arbeitskräfte dem britischen Arbeitsmarkt nicht länger zur Verfügung standen.

Als Folge dieser Entwicklung waren erhebliche Lohnerhöhungen notwendig, damit insbesondere in der nachfragestarken Vorweihnachtszeit auf eine ausreichende Zahl an Arbeitskräften zurückgegriffen werden konnte. Dies führte in verschiedenen Bereichen der Logistik zu Lohnsteigerungen von mehr als 10 %. Es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung im ersten Quartal 2022 aufgrund der in diesem Zeitraum bereits erfolgten Anpassungen der Durchschnittslöhne in der Branche, wieder abschwächen und auf einem niedrigeren Niveau einpendeln werden.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 4.678.295 (Vorjahr: T€ 2.989.064) setzen sich im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 1.194.680 (Vorjahr: T€ 563.879), Sachanlagen in Höhe von T€ 1.966.287 (Vorjahr: T€ 1.736.339) und Nutzungsrechten in Höhe von T€ 1.006.652 (Vorjahr: T€ 341.801) zusammen.

Während sich die immateriellen Vermögenswerte um T€ +630.801 und die Nutzungsrechte um T€ +664.851 gegenüber dem Vorjahr signifikant erhöhten, stiegen die Sachanlagen um T€ +229.948 deutlich geringer an. Die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte und der Nutzungsrechte, ist im Wesentlichen auf den Erwerb der englischen Greenwhitestar Gruppe sowie eines weiteren englischen Logistikdienstleister zurückzuführen. In diesem Zusammenhang haben sich zum Zeitpunkt des jeweiligen Erwerbs der Geschäfts- oder Firmenwert um T€ 394.944, der Kundenstamm um T€ 191.155 und die Markenrechte um T€ 45.908 erhöht. Die Veräußerung der Salatsparte im Geschäftsbereich Feinkost führte gegenläufig zu einem Teilabgang von Markenrechten in Höhe von T€ 22.025. Der Anstieg der Nutzungsrechte entfällt mit T€ 687.803 nahezu vollständig auf die Greenwhitestar Gruppe, während sich die Nutzungsrechte bei den übrigen Konzerngesellschaften im Gegenzug um T€ 22.952 reduzierten.

Der Anstieg der Sachanlagen resultiert ebenfalls zu einem großen Teil aus dem Erwerb der Greenwhitestar Gruppe, aber auch aus hohen Investitionen an den Produktionsstandorten sämtlicher Geschäftsbereiche. Eine herausragende Einzelinvestition betraf den Geschäftsbereich Feinkost mit der Erweiterung der Dressing-Produktion sowie den Bau eines Hochregallagers am Standort Lintorf, Deutschland, die eine Verdoppelung der Produktionskapazitäten ermöglicht. Die Investitionen des laufenden Geschäftsjahres beliefen sich in der Unternehmensgruppe Theo Müller insgesamt auf T€ 305.565 (Vorjahr: T€ 277.278). Hiervon entfallen allein T€ 120.097 auf Technische Anlagen und Maschinen und T€ 119.452 auf Anlagen im Bau.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen betragen insgesamt T€ 212.881 (Vorjahr: T€ 229.948), von denen T€ 2.644 auf außerplanmäßige Abschreibungen entfallen. Diese betreffen im Wesentlichen den Geschäftsbereich Molkerei und in einem deutlich geringeren Umfang den Geschäftsbereich Feinkost.

Eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen in Dresden / Deutschland. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag T€ 21.951 (Vorjahr: T€ 22.414).

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.588 auf T€ 5.589 ebenfalls deutlich erhöht. Der Anstieg entfällt zum einen auf zugegangene Beteiligungen im Zuge des Erwerbs der Greenwhitestar Gruppe, zum anderen auf den Zugang einer weiteren Beteiligung im Rahmen eines Immobilienerwerbs.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag T€ 210.763 (Vorjahr: T€ 142.356) und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ +68.407 ebenfalls deutlich. Neben Beteiligungen in Höhe von T€ 7.228 (Vorjahr: T€ 4.214) beinhalten die langfristigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 126.111 (Vorjahr: T€ 87.467), sonstige Ausleihungen in Höhe von T€ 44.534 (Vorjahr: T€ 31.548), und Ausleihungen an assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 23.510 (Vorjahr: T€ 0).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um T€ +342.354 und beliefen sich auf insgesamt T€ 1.653.022 (Vorjahr: T€ 1.310.668). Der Anstieg im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ +186.699), einem Zuwachs der Vorräte (T€ +64.274) sowie gestiegenen sonstigen Forderungen (T€ +49.191). Gegenläufig entwickelten sich nur die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich im Geschäftsjahr um T€ -5.496 reduzierten und einen Wert von T€ 84.041 auswiesen.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich infolge der Veräußerung von zwei englischen Depots des Geschäftsbereichs Molkerei und eines deutschen Produktionsstandortes im Geschäftsbereich Feinkost um T€ -2.905 und beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 492 (Vorjahr: T€ 3.397).

Das Konzerneigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um T€ +207.666 auf T€ 2.390.510. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich erhöhten Konzernjahresüberschuss von T€ 159.705 und den im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen von T€ 75.492.

Die dem Gesellschafter zustehende erfolgsabhängige Vergütung aus den CPECs (yield) belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 7.084 und wurde durch Ausgabe neuer CPECs beglichen. Bei einer gleichzeitig um T€ +2.028.680 gestiegenen Bilanzsumme von T€ 6.331.809 (Vorjahr: T€ 4.303.129) reduzierte sich die Eigenkapitalquote um -12,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert und betrug zum Bilanzstichtag 37,8 % (Vorjahr: 50,7 %).

Die langfristigen Schulden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ +960.591 und beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 1.837.585 (Vorjahr: T€ 876.994). Der Anstieg resultiert mit T€ +604.714 aus der Zunahme der langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten, mit T€ +230.629 aus der Zunahme der Finanzverbindlichkeiten und mit T€ +135.364 aus dem Anstieg der latenten Steuerverbindlichkeiten.

Während der Anstieg der langfristigen Leasingverbindlichkeiten mit T€ 623.919 und der latenten Steuerverbindlichkeiten mit T€ 104.136 auf die Greenwhitestar Gruppe entfällt, ist der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten auf die Ausgabe von Schuldverschreibungen zurückzuführen. Die Schuldverschreibungen in Höhe von € 250,0 Mio. haben Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren und wurden von der Molkerei Alois Müller GmbH & Co.KG, Fischach / Deutschland, an institutionelle Anleger aus den USA und Europa begeben.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um T€ +860.423. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Finanzverbindlichkeiten (T€ +492.592), sonstigen Verbindlichkeiten (T€ +146.210) sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ +112.411) zurückzuführen. Gegenläufig reduzierten sich lediglich die Ertragssteuerverbindlichkeiten (T€ -5.448). Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Aufnahme kurzfristiger Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 440.463 zur Akquisitionsfinanzierung sowie der Umgliederung kurzfristiger Anleiheverbindlichkeiten zurückzuführen. Gegenläufig wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 119.644 getilgt.

Finanzlage

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vgl. Tz. [28]) betrugen in der Unternehmensgruppe Theo Müller T€ -18.531 (Vorjahr: -110.715) und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ +92.184. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit verringerte sich um T€ 236.611 und lag bei T€ 322.064 (Vorjahr: T€ 558.675).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit T€ -794.701 um T€ -425.528 über dem Vorjahreswert in Höhe von T€ -369.173.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 564.306 (Vorjahr: Mittelabfluss T€ -199.166) hat sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um T€ 763.472 verändert.

Ertragslage

Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe Theo Müller beträgt im Geschäftsjahr 2021 T€ 6.979.366 und konnte damit um +17,6 % gegenüber dem Vorjahreswert gesteigert werden (Vorjahr: T€ 5.933.408). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Dienstleistungen zurückzuführen, zu dem das Logistikgeschäft der englischen CULINA Gruppe gehört. Neben einem weiterhin sehr starken organischen Wachstum der englischen Tochtergesellschaften, trug insbesondere die zum 1. Juli 2021 akquirierte Greenwhitestar Gruppe, aber auch der Erwerb der A.I.M. Logistics Limited zum 30. April 2021 zu dem Anstieg der Umsatzerlöse bei. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse der englischen CULINA Gruppe dadurch verdoppelt. Positiv entwickelte sich auch der Geschäftsbereich Molkerei, der insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg von 6,0 % verzeichnen konnte. Über alle Produktionsstandorte hinweg konnten Umsatzsteigerungen erzielt werden. Der Geschäftsbereich Feinkost entwickelte sich, nach einem moderaten Umsatzanstieg im Vorjahr, deutlich schwächer. Diese Entwicklung ist ursächlich auf die zum 31. Dezember 2021 erfolgte Veräußerung der Salatsparte zurückzuführen. Im Zuge des Verkaufsprozesses wurden Vermarktungen im Handel reduziert und das umsatzstarke Jahresendgeschäft nur mit Basisprodukten bedient.

Der Rohertrag des Konzerns entwickelte sich überproportional zu den Umsatzerlösen und konnte um 24,6 % bzw. T€ 645.408 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Materialaufwendungen betrugen T€ 3.901.030 (Vorjahr: T€ 3.450.905) und erhöhten sich mit 13,0 % leicht unterproportional, was zu einem Rückgang der Materialaufwandsquote auf 55,9 % (Vorjahr: 58,2 %) führte. Der Anstieg der im Rohertrag ebenfalls enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ +35.091 (Geschäftsjahr: T€ 160.861, Vorjahr: T€ 125.770) ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und den Erträgen aus der Fremdwährungsbewertung zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg deutlich um T€ 358.622 auf insgesamt T€ -1.593.064 (Vorjahr: T€ -1.234.442), was trotz gestiegener Umsatzerlöse zu einer höheren Personalaufwandsquote von 22,8 % (Vorjahr: 20,8 %) führte. Insbesondere die Personalaufwendungen im Geschäftsbereich Dienstleistungen haben sich durch die Ausweitung des Logistikgeschäftes aufgrund der vorgenommenen Akquisitionen sowie als Folge des akuten Mangels an Fahrern in England deutlich erhöht.

Die Abschreibungen sind im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls signifikant gestiegen und haben sich um T€ 41.161 auf insgesamt T€ -378.324 (Vorjahr: T€ -337.163) erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ -1.151.354 (Vorjahr: T€ -908.548) erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls sehr deutlich und stiegen um T€ 242.806 gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist in Höhe von T€ 141.929 im Wesentlichen auf die sprunghaften gestiegenen Energiekosten zurückzuführen.

Da der sehr deutlich verbesserten Gesamtleistung ein Anstieg der gesamten betrieblichen Aufwendungen in nahezu gleicher Höhe gegenübersteht, hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres nur leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Es betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 143.937 (Vorjahr: T€ 141.117), was einem Anstieg von T€ 2.820 entspricht.

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 19.517 (Vorjahr: T€ -18.249) verbesserte sich um T€ +37.767 gegenüber dem Vorjahr. Während sich das Zinsergebnis in Höhe von T€ -33.209 gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ -17.242) um T€ -15.967 deutlich verschlechterte, verbesserte sich das übrige Finanzergebnis um T€ +53.042 deutlich und lag zum Bilanzstichtag bei T€ 52.551 (Vorjahr: T€ -491). Der deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Wertpapiererträgen in Höhe von T€ 21.939 und Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ 32.994. Gegenläufig entstanden Währungsverluste aus der Bewertung der USPP-Anleihe in Höhe von T€ 25.045.

Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt für das Geschäftsjahr 2021 ein Konzernjahresüberschuss von T€ 159.705. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht dies einem Anstieg von +46,7 %. Für das Geschäftsjahr 2020 belief sich der Konzernjahresüberschuss auf T€ 108.839.

4. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

In der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements.

5. Risikobericht

Im Folgenden werden die wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken erläutert.

Beschaffungs- und Absatzmarkt

Als Kernrisikofelder sind der Beschaffungs- und der Absatzmarkt zu nennen. Auf dem Beschaffungsmarkt sind alle Konzerngesellschaften unter Führung des international operierenden zentralen Einkaufsmanagements der Unternehmensgruppe Theo Müller in die proaktive Steuerung des Lieferantenportfolios eingebunden. Dadurch kann die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduziert und die Verfügbarkeit benötigter Güter und Dienstleistungen jederzeit sichergestellt werden.

Milchlieferverträge mit Landwirten decken einen wesentlichen Teil des Einkaufsbedarfes ab. Der Pflege und Ausweitung der Milchlieferantenbeziehungen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Auch unterliegen Milchlieferungen einer strengen Qualitätskontrolle. Die Basis für ein erfolgreiches Risikomanagement liefert ein umfassendes Einkaufsinformationssystem, das die permanente Transparenz über das Einkaufsvolumen sicherstellt. In interdisziplinären Teams wird zudem intensiv an alternativen Rezepturen und Verpackungen gearbeitet, um auf unvorhersehbare Schwankungen bei Rohstoffpreisen reagieren zu können. Mit innovativen Lösungen und durch kreative Ideen sieht die Unternehmensgruppe zusätzliche Chancen, auf Kundenbedürfnisse besser reagieren sowie neue Marktanteile gewinnen zu können.

Im Absatzbereich liegen unternehmerische Risiken primär in der steigenden Wettbewerbsintensität und dem wachsenden Preis- / Konditionendruck durch die Kunden. Diesen Risiken begegnet die Unternehmensgruppe im Markengeschäft durch Produktinnovationen, eine hohe Marken-, Media- und Vertriebsunterstützung sowie die fortgesetzte Pflege und Stärkung der Kundenbeziehungen. Parallel bewirkt das Geschäft mit Handelsmarken eine bessere Kapazitätsauslastung und Kostensituation. Auch führt der Ausbau der Geschäftsbereiche Käse, Basis- und Industrieprodukte zu einer optimierten Verwertung aller Milchbestandteile sowie einer gestiegenen Eigenversorgung mit Rahm, Buttermilch und Molke.

Die Lieferungen der Konzerngesellschaften an den Handel und industrielle Kunden sind bis auf wenige Ausnahmen, bei denen das Ausfallrisiko als äußerst gering eingeschätzt wird, durch Kreditversicherungen abgesichert. Die Kundenstruktur der Unternehmensgruppe Theo Müller setzt sich aus Großhandel, Verteilern, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Polen und in Italien besteht -entgegen dem Bereich Commodities -eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur. Unter normalen Marktbedingungen besteht bei den Forderungen somit ein Ausfallrisiko lediglich in Höhe des Eigenanteils. Das Forderungsmanagement gewährleistet aktuelle Informationen, um drohende Forderungsausfälle rechtzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können.

Investitionen

Für Investitionen besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen nicht wie geplant eintreten und es zu Fehlinvestitionen kommt, die wiederum die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe belasten. Um diesem Risiko angemessen zu begegnen, richten sich Entscheidungen über Investitionen in Sachanlagen nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachbereiche einbeziehen und in einer internen Richtlinie geregelt sind. Dabei werden Investitionen im Vorfeld detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Projektbegleitende Prüfungen bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und eine wirksame Risikoreduzierung.

Produktion

Risiken im Produktionsbereich werden durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards, Qualitätsüberwachung und die regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle können durch eine flexible Produktionssteuerung aufgefangen und durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert werden.

Finanzielle Risiken

Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Finanzielle Risikopositionen entstehen als Marktrisiken infolge von Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Die zentrale Treasury Abteilung der Unternehmensgruppe verfolgt daher genau die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um Chancen zu identifizieren und im Sinne der gesamten Gruppe zu nutzen.

Währungsrisiken

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich den Milcheinkauf in Polen und Tschechien, den Einkauf von Waren in Großbritannien sowie Kapitalzahlungen in USD. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit stellt ein wichtiges Ziel der Unternehmensgruppe dar. Mögliche Engpässe werden in einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis rechtzeitig transparent gemacht und es werden entsprechende Schritte eingeleitet. Liquiditätsbedarfe werden durch die Zusage von ausreichenden Kreditlinien abgedeckt.

Ausfallrisiken

Zur Minimierung von Ausfallrisiken werden als Kontraktpartner nur Banken ausgewählt, die in Übereinstimmung mit der Treasury-Richtlinie der Unternehmensgruppe regelmäßig in Bezug auf Bonität und Qualität der Quotierungen überprüft werden. Das Risiko, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist daher zu vernachlässigen.

Rechtliche Risiken

Rechtlichen Risiken wird durch entsprechende verbindliche Leitlinien, Verhaltensanweisungen und Schulungsmaßnahmen begegnet. Durch den Kontakt zur zentralen Rechtsabteilung der Unternehmensgruppe Theo Müller und durch das gesonderte Berichtssystem werden laufende Verfahren und potenzielle Risiken erfasst. Für bestimmte rechtliche Risiken wurden branchenübliche Versicherungen abgeschlossen, die als angemessen angesehen werden. Für Rechtsstreitigkeiten werden Rückstellungen gebildet, sofern es nach Einschätzung der Unternehmensgruppe wahrscheinlich ist, dass entsprechende, nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckte Verpflichtungen entstehen und eine adäquate Schätzung der Schadenshöhe möglich ist. Dennoch können aus Rechtsstreitigkeiten Verluste entstehen, die nicht durch den vorhandenen Versicherungsschutz oder durch Rückstellungen abgedeckt sind.

IT-Sicherheits-Risiken

Bei der Unternehmensgruppe Theo Müller kommt der Informationstechnologie (IT) eine hohe Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme in Folge von Angriffen, Störungen oder Katastrophen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einem grundlegenden IT-Sicherheitsmanagement und dem Einsatz von verschiedenen IT-Sicherheitstechnologien. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu werden im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel eingesetzt.

Externe Risiken aufgrund des Ukraine-Krieges

Der Ukraine-Krieg hat wesentliche Auswirkungen auf die gesamte europäische Wirtschaft, woraus sich weitreichende Risiken ergeben können. Die Unternehmensgruppe Theo Müller unterhält in den vom Krieg betroffenen Regionen keine eigenen Standorte und Niederlassungen und keine nennenswerten Kundenbeziehungen. Daher besteht kein unmittelbares Absatz- und Produktionsrisiko. Allerdings wird sich der Krieg negativ auf die Versorgung mit Rohstoffen und Energie sowie die Inflation auswirken und möglicherweise die Verbrauchernachfrage belasten. Es besteht die Gefahr, dass sich infolge der Unterbrechung von Lieferketten, der Verknappung oder der Nicht-Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen und anderen Ressourcen weitere erhebliche Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ergeben, die nicht oder nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Ebenso kann die Zusammenarbeit mit Lieferanten mit höheren Risiken behaftet sein. Es besteht zudem das Risiko, dass es bei einem teilweisen oder vollständigen Ausfall russischer Öl- und Gaslieferungen zu weiteren erheblichen Kostensteigerungen kommt. Bei einem vollständigen Ausfall dieser Energielieferungen drohen Einschränkungen in den Produktionsabläufen und Logistikprozessen, sofern geeignete alternative Energieträger nicht in einem ausreichenden Maße zur Verfügung stehen, um den Ausfall kompensieren zu können. Das genaue Ausmaß der möglichen Belastungen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Komplexität der Lieferketten und der ungewissen und dynamischen Entwicklung nur schwer abschätzen. Den möglichen Risiken wurde unmittelbar bei Kriegsbeginn durch die Gründung eines zentralen Krisenstabes begegnet, der fortlaufend die möglichen Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe Theo Müller analysiert, alternative Beschaffungs- und Versorgungsmöglichkeiten identifiziert und geeignete Gegenmaßnahmen zielgerichtet koordiniert und steuert.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. Die Risikoanalyse zeigt, dass weder Einzelrisiken noch das aggregierte Gesamtrisiko nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe Theo Müller beeinträchtigen.

7. Prognosebericht

7.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur
7.1.1 Ausblick für die Weltwirtschaft

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wird aus wirtschaftlicher Sicht zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums führen und die bereits eingetretene hohe Inflation weiter verstärken. Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften sind dabei so wesentlich, dass der IWF in seiner jüngsten Veröffentlichung vom April 2022, seine ursprüngliche Prognose vom Beginn des Jahres 2022 noch einmal deutlich reduziert hat.

Doch auch diese bereits korrigierte Prognose des IWF ist mit zahlreichen und außergewöhnlich hohen Unsicherheiten behaftet. Die Prognose basiert im Hinblick auf den Ukraine -Krieg u.a. auf den Annahmen, dass der Konflikt auf die Ukraine beschränkt bleibt und der Energiesektor bei weiteren Sanktionen gegen Russland ausgenommen ist. Unsicherheit besteht aber auch im Hinblick auf die noch andauernde Corona-Pandemie. Diesbezüglich wird unterstellt, dass die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie im Laufe des Jahres 2022 abklingen. Aktuell scheint die akute Phase der Corona-Pandemie überwunden zu sein, allerdings könnte ein neuer Virusstamm erneut zu einem Aufflammen der Pandemie führen.

Weitere Risiken für das Wirtschaftswachstum bestehen zudem in der strikten Null-Covid Strategie der chinesischen Regierung. Die angeordnete Abriegelung von wichtigen Produktions- und Handelszentren in China führt dazu, dass wichtige Lieferketten unterbrochen werden und Versorgungsunsicherheiten zunehmen. Dadurch verschärft sich die bestehende Angebotsknappheit zum einen kriegsbedingt, was insbesondere Agrar-Rohstoffe, Dünger, Öl und Gas betrifft, zum anderen aber auch pandemie- bzw. lockdownbedingt bei Waren und Produkten aus China. Diese Entwicklung führt dabei nicht nur zu weiter steigenden Preisen, sondern aufgrund der steigenden Lebensmittel- und Energiepreise erhöht sich künftig auch die Wahrscheinlichkeit größerer sozialer Spannungen.

Der IWF erwartet daher für das Jahr 2022 in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften eine Inflation von +5,7 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern von +8,7 %. Damit liegt die Inflation in der aktuellen Prognose bereits +1,8 bzw. +2,8 Prozentpunkte höher, als noch im Januar vom IWF prognostiziert.

Ausgehend von einem Wachstum von +6,1 % im Jahr 2021 prognostiziert der IWF in seiner aktuellen Prognose nunmehr nur noch ein Weltwirtschaftswachstum von voraussichtlich +3,6 % in den Jahren 2022 und 2023. Das sind 0,8 bzw. 0,2 Prozentpunkte weniger, als im Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2022 prognostiziert. Zudem wird nach dem Jahr 2023 das globale Wirtschaftswachstum mittelfristig voraussichtlich auf etwa +3,3 % zurückgehen.

Die Prognose für die USA wurde ebenfalls deutlich nach unten korrigiert und beläuft sich auf +3,7 % für das Jahr 2022 und auf +2,3 % für das Jahr 2023. Auch für China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und dem zweitgrößten Handelspartner Deutschlands, senkte der IWF die Prognose auf 4,4 % für das Jahr 2022, nachdem im Jahr 2021 noch ein Wachstum von +8,1 % erzielt wurde. Ursächlich für die deutlich reduzierte Prognose sind Probleme im chinesischen Immobiliensektor sowie potenzielle Lockdowns in Folge weiterer Corona-Wellen.

Die Wirtschaft in der gesamten Europäischen Union dürfte nach Einschätzung des IWF im Jahr 2021 um +2,8 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Für das Jahr 2023 wird ein leicht schwächeres Wachstum von +2,3 % erwartet.

In Deutschland soll die Wirtschaftsleistung nach der Prognose des IWF im Jahr 2022 nur um +2,1 % zulegen und sich damit deutlich schwächer als in der Europäischen Union insgesamt entwickeln. Insbesondere die anhaltenden Lieferkettenprobleme und die neuerlichen Corona-Infektionswellen wirken sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung aus. Für das Jahr 2023 wird wiederum ein stärkeres Wachstum von +2,7 % erwartet.

Für Großbritannien geht der IWF in seiner jüngsten Prognose von einem Wirtschaftswachstum von +3,7 % für das Jahr 2022 aus. Dieses wird sich aber im Folgejahr deutlich abschwächen. Für das Jahr 2023 wird nur noch ein schwaches Wirtschaftswachstum von +1,2 % prognostiziert. Damit bildet Großbritannien neben San Marino eines der Schlusslichter in Europa.

7.1.2 Branchenausblick

Die Einschätzung der künftigen Entwicklung gestaltet sich angesichts der aktuellen Entwicklungen und der Vielzahl und Intensität der Ereignisse ausgesprochen schwierig. Neben der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie ist nun auch der Ukraine-Krieg ein wesentlicher und prägender Einflussfaktor.

Die Folgen beider Ereignisse sind bereits deutlich spürbar und drücken sich nicht nur allein in steigenden Preisen aus. Der Ukraine-Krieg hat die Konsumstimmung einbrechen lassen: die Verbraucher sind in ihrem Grundvertrauen erschüttert, der erreichte Wohlstand scheint gefährdet zu sein und es ist davon auszugehen, dass sich der Lebensstil und das Konsumverhalten der Verbraucher aufgrund dieser Ereignisse verändern wird.

Die hohe Inflation, im Wesentlichen verursacht von steigenden Preisen für Energie, wirken sich bereits unmittelbar negativ auf das verfügbare Haushaltseinkommen und den Konsum aus. Angebotsknappheit und gestiegene Kosten in der Produktion, die an die Verbraucher in den nächsten Monaten weitergegeben werden müssen, werden diese Situation künftig noch weiter verschärfen.

Der Wegfall der coronabedingten Einschränkungen wirkt sich ebenfalls auf die Präferenzen der Verbraucher aus, die während der Corona-Pandemie vorherrschend und bestimmend waren. Nach zwei Jahren der Einschränkung werden die Out-of-Home-Umsätze wieder steigen, was im Gegenzug zu Lasten des In-Home-Konsums gehen und sich negativ auf die Umsätze im LEH auswirken wird. Die inflationsbedingten Preisanstiege, gerade bei höherpreisigen Artikeln, die während der Pandemie gerne als Ausgleich für fehlende Restaurantbesuche gekauft wurden, stellen nun eine zusätzliche Kaufhürde dar was sich schon jetzt in einem trading-down beim Einkauf von Gütern des täglichen Bedarfs beobachten lässt. Es ist zu erwarten, dass Handelsmarken und Discounter von dieser Entwicklung profitieren werden.

7.2 Wirtschaftlicher Ausblick

Die Unternehmensgruppe Theo Müller ist aufgrund ihrer starken Marktstellung und ihrer Finanzkraft in allen bestehenden Geschäftsbereichen sehr gut positioniert. Kunden- und Verbraucherorientierung besitzen für die Unternehmensgruppe höchste Priorität und sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld.

Die Strategie der Unternehmensgruppe Theo Müller basiert auf drei Säulen und zielt neben einer Stärkung und Ausweitung des Kerngeschäftes auch darauf ab, neue Märkte und damit neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. Unverändertes Ziel ist es, in den bestehenden Märkten, in denen die Unternehmensgruppe Theo Müller aktiv ist, Marktführer zu sein. Die Unternehmensstrategie bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe und wird bei Bedarf den bestehenden Gegebenheiten angepasst. Bei der Umsetzung dieser Unternehmensstrategie hat die Unternehmensgruppe Theo Müller bereits große Fortschritte erzielt, die sich nicht nur in den bereits erreichten finanziellen Ergebnissen widerspiegeln. Auch in den kommenden Jahren wird ein weiteres profitables Wachstum erwartet.

Derzeit bergen allerdings die geopolitischen Entwicklungen infolge des Ukraine-Krieges sowie die noch weiterhin andauernde Corona-Pandemie sowohl für sich allein, als auch im Zusammenwirken erhebliche Unsicherheiten und Risiken.

Aufgrund der eingetretenen Entwicklungen gehen wir für das kommende Geschäftsjahr von einem sehr herausfordernden Marktumfeld aus. Wesentliche externe Einflussfaktoren sind die fragilen Lieferketten, weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die hohen Inflationsraten. Angesichts der weiter steigenden Inflationsraten und konjunkturellen Unsicherheiten können zudem negative Auswirkungen auf die Verbrauchernachfrage nicht ausgeschlossen werden. Notwendige Preiserhöhungen, ausgelöst durch die bereits eingetretenen sprunghaften Kostensteigerungen entlang der Wertschöpfungskette, werden erst im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wirksam werden und sich daher nur unvollständig im gesamten Geschäftsjahr 2022 widerspiegeln. Zudem gehen wir hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie davon aus, dass der konjunkturelle Tiefpunkt durchschritten ist und sich die bereits eingetretenen Erholungstendenzen im neuen Geschäftsjahr weiter fortsetzen werden. Die neu eingetretenen Risiken durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges sind im Gegensatz zu den wahrscheinlichen Folgen der Corona-Pandemie in den nachfolgenden Prognosen nicht enthalten und können zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend genau quantifiziert werden.

Dennoch erwartet die Unternehmensgruppe Theo Müller, aufgrund ihrer Marktposition und eines effizienten Kostenmanagements im kommenden Geschäftsjahr für sämtliche Geschäftsbereiche eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Im Geschäftsbereich Molkerei geht die Unternehmensgruppe Theo Müller von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse aus, im Wesentlichen getrieben durch notwendig gewordene Preisanpassungen, infolge gestiegener Kosten auf der Beschaffungsseite.

Das Absatzvolumen soll ebenfalls über alle Produktionsstandorte hinweg leicht gesteigert werden, was in Kombination mit weiteren Effizienzverbesserungen zu einem verbesserten EBIT beitragen wird.

Im Geschäftsbereich Feinkost wird aufgrund der Veräußerung der Salatsparte zum 31. Dezember 2021 ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet. Ab dem Geschäftsjahr 2022 fokussiert sich der Geschäftsbereich Feinkost allein auf die Produktion und den Vertrieb von Dressings und Saucen sowie Fischdelikatessen. Für beide verbleibenden Sparten wird mit ebenfalls deutlich gestiegenen Umsatzerlösen gerechnet. Infolge der entstandenen Kostensteigerungen und der daraus resultierenden notwendigen Preissteigerungen wird auch hier das Umsatzwachstum, das Mengenwachstum übertreffen. Nach der vollzogenen Veräußerung der Salatsparte wird der Geschäftsbereich Feinkost ab dem Geschäftsjahr 2022 wieder auf den Pfad zu einem langfristigen und profitablen Wachstum zurückkehren und sein EBIT deutlich verbessern.

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen wird wesentlich von der Entwicklung der englischen CULINA Gruppe geprägt. Nach der Akquisition der Greenwhitestar Acquisitions Limited und der A.I.M. Logistics Limited im Geschäftsjahr 2021, werden diese Gesellschaften im kommenden Geschäftsjahr 2022 erstmalig für das ganze Jahr in den Konzernabschluss einbezogen. Insbesondere die Greenwhitestar Acquisitions Limited, die zum 1. Juli 2021 erworben wurde und ca. 50 % des Umsatzvolumens der englischen CULINA Gruppe ausmacht, wird mit seinen 40 Gesellschaften zu einem wesentlichen Anstieg des Geschäftsvolumens beitragen. In der Folge werden sich der Umsatz und das EBIT der CULINA Gruppe signifikant erhöhen.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird für den Konzern daher insgesamt eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse bei einem überproportional verbesserten EBIT erwartet.

In den darauf folgenden Geschäftsjahren erwartet die Unternehmensgruppe Theo Müller für den Gesamtkonzern ebenfalls einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, bei einem deutlich erhöhten Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT). Mit gezielten Akquisitionen soll die Markt- und Wettbewerbsposition auch in der Zukunft weiter gestärkt und zusätzliches profitables Wachstum entsprechend der Unternehmensstrategie erzielt werden.

 

Luxemburg, 23. Mai 2022

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.,
diese vertreten durch ihre Komplementäre,
die Unternehmensgruppe Theo Müller S.a r.l.,

diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer

Marcus Almeling

Michael Singer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Aktiva

Anhang Tz. 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Langfristige Vermögenswerte   4.678.295 2.989.064
1. Immaterielle Vermögenswerte 1 1.194.680 563.879
2. Sachanlagen 3 1.966.287 1.736.339
3. Nutzungsrechte 30 1.006.652 341.801
4. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4 21.951 22.414
5. At Equity bilanzierte Beteiligungen 5 5.589 3.001
6. Finanzielle Vermögenswerte 6 210.763 142.356
  (31)    
7. Leasing-Forderungen 30 13.526 906
8. Sonstige Vermögenswerte 7 3.588 4.148
9. Latente Steueransprüche 27 255.259 174.220
B. Kurzfristige Vermögenswerte   1.653.022 1.310.668
1. Vorräte 8 357.319 293.045
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 998.297 811.598
  (31)(32)    
3. Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen (31)(32) 386 14
4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 36.557 28.237
  (31)    
5. Leasing-Forderungen 30 0 3
6. Laufende Ertragsteueransprüche 11 29.413 6.788
7. Sonstige Forderungen 12 100.909 51.718
  (31)    
8. Sonstige Vermögenswerte 13 46.100 29.728
  (31)    
9. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28 84.041 89.537
  (31)    
C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 14 492 3.397
Gesamtvermögen   6.331.809 4.303.129

Passiva

     
Anhang Tz. 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
A. Eigenkapital 15 2.390.510 2.182.844
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital      
I. Kapitalanteile   1.201 1.201
II. Kapitalrücklage   31.094 31.091
III. Gewinnrücklage   2.325.556 2.101.603
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens   2.357.851 2.133.895
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter   32.659 48.949
B. Langfristiges Fremdkapital   1.837.585 876.994
1. Rückstellungen für Pensionen 16 56.004 71.278
2. Sonstige Rückstellungen 17 25.736 21.042
3. Finanzverbindlichkeiten 18 577.987 347.358
  (31)    
4. Leasing-Verbindlichkeiten 30 943.148 338.434
  (31)    
5. Sonstige finanzielle Schulden 18 687 279
  (31)    
6. Sonstige Verbindlichkeiten   1.652 1.596
7. Latente Steuerverbindlichkeiten 27 232.371 97.007
C. Kurzfristiges Fremdkapital   2.103.714 1.243.291
1. Sonstige Rückstellungen 17 103.781 79.543
2. Finanzverbindlichkeiten 18 719.147 226.555
  (31)    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31 556.099 443.688
4. Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen   729 292
5. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 20 10.855 16.303
6. Leasing-Verbindlichkeiten 30 118.015 32.650
  (31)    
7. Sonstige finanzielle Schulden 18 7.461 2.843
  (31)    
8. Sonstige Verbindlichkeiten 19 587.627 441.417
  (31)    
Fremdkapital gesamt   3.941.299 2.120.285
Gesamtkapital   6.331.809 4.303.129

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 2021
T€
2020
T€
1. Umsatzerlöse 21 6.979.366 5.933.408
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   27.481 12.997
3. Sonstige betriebliche Erträge 22 160.861 125.770
Gesamtleistung   7.167.708 6.072.175
4. Materialaufwand 23 -3.901.030 -3.450.905
Rohertrag   3.266.678 2.621.270
5. Personalaufwand 24 -1.593.064 -1.234.442
6. Abschreibungen 1 (3) -378.324 -337.163
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 -1.151.353 -908.548
Gesamte betriebliche Aufwendungen   -7.023.771 -5.931.058
Betriebsergebnis (EBIT)   143.937 141.117
8. Zinserträge 31 2.211 1.437
9. Zinsaufwendungen 31 -35.420 -18.679
10. Übriges Finanzergebnis 26 (31) 52.551 -491
11. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 5 175 -516
Finanzergebnis   19.517 -18.249
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 -3.749 -14.029
13. Konzernjahresüberschuss 15 159.705 108.839
Konzernjahresüberschuss der Periode, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist 15 159.376 107.350
nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 15 329 1.489

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 2021
T€
2020
T€
Konzernjahresüberschuss   159.705 108.839
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge      
Posten, die (in Folgeperioden) in die GuV umgegliedert werden können (recycling)      
Änderung aus Fremdwährungsumrechnung (15) 75.492 -59.999
Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden können (non recycling)      
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionsplänen (16) 5.229 -2.962
Latente Steuern auf erfolgsneutral (direkt im Eigenkapital) erfasste Beträge (15) -1.787 854
= Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (other comprehensive income) nach Ertragsteuern (15) 78.934 -62.107
= Konzerngesamtergebnis (total comprehensive income)   238.639 46.732
Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist   1.162 1.234
Konzerngesamtergebnis, das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist   237.477 45.498

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
1. Betriebsergebnis (EBIT)   143.937 141.117
2. Erhaltene Zinsen 31 725 596
3. Gezahlte Zinsen 31 -12.494 -10.194
4. Sonstige Einzahlungen übriges Finanzergebnis   6.237 4.903
5. Abschreibungen / Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte   364.860 332.791
6. Veränderung langfristiger Rückstellungen   -12.523 4.659
7. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge   934 852
8. Gewinn (-) / Verlust (+) Abgang langfristiger Vermögenswerte   19.082 -1.919
9. Gezahlte Ertragsteuern 27 -42.834 -25.349
10. Brutto Cashflow   467.924 447.455
11. Veränderung der Vorräte 8 -54.459 2.256
12. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 (31) -69.069 15.564
13. Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31 8.772 -22.728
14. Veränderung übriges Working Capital   -31.104 116.129
15. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto Cashflow)   322.064 558.675
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten   21.457 10.848
17. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Leasing)   -305.564 -277.278
18. Einzahlungen aus staatlichen Zuwendungen   0 538
19. Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte   -9.713 -6.618
20. Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten   20.218 8.109
21. Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte   -74.763 -12.335
22. Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) aus Kapitalveränderungen at Equity bilanzierter Unternehmen   -913 0
23. Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen   -444.468 -90.470
24. Auszahlungen aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen   0 -253
25. Einzahlungen aus Leasingforderungen   466 370
26. Auszahlungen aus der Gewährung von Darlehen   -1.757 -2.318
27. Einzahlungen aus der Gewährung von Darlehen   337 233
28. Cashflow aus der Investitionstätigkeit   -794.701 -369.173
29. Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten   -224.924 -151.731
30. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   960.270 51.000
31. Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter   -895 -598
32. Auszahlungen an / Entnahmen durch Gesellschafter   -9.011 -17.547
33. Tilgung von Leasingverbindlichkeiten   -145.794 -80.109
34. Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) für den Erwerb / die Veräußerung von Anteilen, ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses   -15.340 -181
35. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   564.306 -199.166
36. Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   91.669 -9.664
37. Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   515 -1.505
38. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 28 -110.715 -99.547
39. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 28 -18.531 -110.715

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

In T€ Kapitalanteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage
2021 Kommanditkapital Gesetzliche Rücklage Übrige Gewinnrücklagen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
1. Januar 1.201 31.091 1.049.217 -24.836
Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung 0 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 -48.811 0
Einlagen Gesellschafter 0 0 41.161 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 3 -10.657 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 3.098
Konzernergebnis 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
31. Dezember 1.201 31.094 1.030.910 -21.738
In T€ Gewinnrücklage
2021 Währungsrücklage CPEC
1. Januar -168.557 2.886.537
Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0
Einlagen Gesellschafter 0 7.084
Abgang Konsolidierungskreis 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 75.002 0
Konzernergebnis 0 0
Ergebnisverwendung 0 0
31. Dezember -93.555 2.893.621
In T€ Gewinnrücklage Gesamt
2021 Ergebnisvortrag Konzernergebnis Summe Gewinnrücklagen Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
1. Januar -1.748.107 107.350 2.101.603 2.133.895
Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung 107.350 -107.350 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 -48.811 -48.811
Einlagen Gesellschafter 0 0 48.245 48.245
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 10.654 0 -3 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust -5.871 0 -5.871 -5.871
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 78.100 78.100
Konzernergebnis 0 159.376 159.376 159.376
Ergebnisverwendung -7.084 0 -7.084 -7.084
31. Dezember -1.643.058 159.376 2.325.556 2.357.851
In T€ Gesamt
2021 Anteil im Fremdbesitz Eigenkapital
1. Januar 48.949 2.182.844
Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 -48.811
Einlagen Gesellschafter 0 48.245
Abgang Konsolidierungskreis 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust -16.558 -22.429
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 834 78.934
Konzernergebnis 329 159.705
Ergebnisverwendung -895 -7.979
31. Dezember 32.659 2.390.510

(siehe Tz. [15])

In T€ Kapitalanteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage
2020 Kommanditkapital Gesetzliche Rücklage Übrige Gewinnrücklagen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
1. Januar 1.201 30.284 787.440 -22.149
Jahresergebnis 2019 auf neue Rechnung 0 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 -10.368 0
Einlagen Gesellschafter 0 0 61.278 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 807 210.868 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 -2.687
Konzernergebnis 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
31. Dezember 1.201 31.091 1.049.217 -24.836
In T€ Gewinnrücklage
2020 Währungsrücklage CPEC
1. Januar -109.392 2.885.106
Jahresergebnis 2019 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 -5.000
Einlagen Gesellschafter 0 6.431
Abgang Konsolidierungskreis 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) -59.165 0
Konzernergebnis 0 0
Ergebnisverwendung 0 0
31. Dezember -168.557 2.886.537
In T€ Gewinnrücklage Gesamt
2020 Ergebnisvortrag Konzernergebnis Summe Gewinnrücklagen Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
1. Januar -1.557.312 91.117 2.074.809 2.106.294
Jahresergebnis 2019 auf neue Rechnung 91.117 -91.117 0 0
Entnahmen Gesellschafter -63.800 0 -79.168 -79.168
Einlagen Gesellschafter 0 0 67.709 67.709
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen -211.675 0 -807 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust -6 0 -6 -6
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 -61.852 -61.852
Konzernergebnis 0 107.350 107.350 107.350
Ergebnisverwendung -6.431 0 -6.431 -6.431
31. Dezember -1.748.107 107.350 2.101.603 2.133.895
In T€ Gesamt
2020 Anteil im Fremdbesitz Eigenkapital
1. Januar 48.323 2.154.617
Jahresergebnis 2019 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 -79.168
Einlagen Gesellschafter 0 67.709
Abgang Konsolidierungskreis 164 164
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust -175 -181
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) -254 -62.106
Konzernergebnis 1.489 108.839
Ergebnisverwendung -598 -7.029
31. Dezember 48.949 2.182.844

(siehe Tz. [15])

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Allgemeine Erläuterungen

Abkürzungen

3-M-Euribor Euro Interbank Offered Rate für eine Laufzeit von 3 Monaten
AB Anfangsbestand
AC Amortized cost
AG Aktiengesellschaft
a.s. Akciovä spolecnost (Aktiengesellschaft nach dem tschechischen Handelsgesetzbuch)
a.T.W. am Teutoburger Wald
AUD Australien Dollar (Australischer Dollar)
B.V. Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (Niederländische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
BVG Berufliches Vorsorge Gesetz (Schweiz)
bzw. beziehungsweise
ca. circa
CHF Swiss Franc (Schweizer Franken)
CPEC Convertible Preferred Equity Certificate
ct/kg Cent pro Kilogramm
CZK Czech Koruna (Tschechische Krone)
d.h. das heißt
Dr. Doktor
E-Banking Elektronisches Bankgeschäft
EBIT Earnings before interest and taxes
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation
ECL Expected credit loss
EDV-Software Software zur elektronischen Datenverarbeitung
EONIA Euro OverNight Index Average
€STR Euro Short-Term Rate
EU Europäische Union
f. folgende
finanz. finanzielle
FVOCI Fair Value through Other Comprehensive Income
FVtPL Fair Value through Profit or Loss
FX-Swaps Devisenswaps
GBP British Pound (Britisches Pfund)
GewSt Gewerbesteuer
ggf. gegebenenfalls
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht
GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft
GmbH & Co. KGaA Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft auf Aktien
GRW Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens
GT Generationentafel
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
Heubeck RT 2018G Heubeck Richttafeln 2018 Generationentafel
HGB Handelsgesetzbuch
HKD Hongkong Dollar
HPK Hamburger Pensionskasse von 1905
HUF Hungarian Forint (Ungarischer Forint)
IAS International Accounting Standards
IASB International Accounting Standards Board
IFRS International Financial Reporting Standards
IFRS IC International Financial Reporting Standards Interpretations Committee
ILS Israeli Shekel (Israelischer Schekel)
ImmoWertV Immobilienwertermittlungsverordnung
Inc. Incorporated (Gesellschaftsform)
InvZulG Investitionszulagengesetz
i. S.d. im Sinne des
IT-Tools Informationstechnik-Tools
IWF Internationaler Währungsfonds
Kft. Korlâtolt Felelôsségü Târsasâg (Ungarische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
KG Kommanditgesellschaft
k.s. Komanditni spolecnost (Tschechische Kommanditgesellschaft)
LEH Lebensmitteleinzelhandel
lfd. laufend
LIBOR London Interbank Offered Rate
LJ Laufendes Jahr
LKW Lastkraftwagen
LLC Limited Liability Company (Kapitalgesellschaft nach britischem / US-amerikanischem Recht)
LLP Limited Liability Partnership (Personengesellschaft nach britischem / US-amerikanischem Recht)
Ltd. Limited (Gesellschaftsform)
mbH mit beschränkter Haftung
Mio. Millionen
n.a. nicht anwendbar
neg. negativ
NOK Norwegian Krone (Norwegische Krone)
Nr. Nummer
OCI other comprehensive income
PKW Personenkraftwagen
PLN Polish Zloty (Polnischer Zloty)
pos. positiv
ppl. pence per liter
R.C.S. Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg
RT Realtime
S.A. Société anonyme (Luxemburgische Aktiengesellschaft)
S.à r.l. Société à responsabilité limitée (Luxemburgische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
SCA Société en commandite par actions (Luxemburgische Kommanditgesellschaft auf Aktien)
S.e.c.s. Société en commandite simple (Luxemburgische Kommanditgesellschaft)
SONIA Sterling Overnight Index Average
S.p.r.l. Société Privée à Responsabilité Limitée (Belgische Personengesellschaft mit beschränkter Haftung)
Sp. z o.o. Spötka z ograniczona odpowiedzialnoscia (Polnische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
Sp. z o.o. sp.k. Spotka z ograniczona odpowiedzialnoscia Spotka komandytowa
s.r.o. (Polnische Kommanditgesellschaft, deren Komplementär eine juristische Person ist) Spolecnost s rucenim omezenym (Tschechische Gesellschaft mit
T€ beschränkter Haftung) Tausend Euro
Tz. Textziffer
u.a. unter anderem
UK United Kingdom
US United States
USA United States of America
USD United States Dollar
USPP US Private Placement
UTM Unternehmensgruppe Theo Müller
vgl. vergleiche
VVaG Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Währungsdiff. Währungsdifferenz
z.B. zum Beispiel
ZGE zahlungsmittelgenerierende Einheit

Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. für das Geschäftsjahr 2021 wurde von der Geschäftsführung am 23. Mai 2022 zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., die am 14. September 2011 gegründet und am 30. September 2011 beim Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg unter B 163670 eingetragen worden ist.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der 2b, rue Albert Borschette in L-1246 Luxemburg.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Beträge werden in tausend Euro (T€) angegeben, soweit nicht anders vermerkt. Sämtliche Werte wurden entsprechend kaufmännischer Rundung auf T€ auf- oder abgerundet, sodass sich einzelne Zahlen unter Umständen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., liegt im Wesentlichen in der Ausführung von Aktivitäten, die direkt oder indirekt mit der Gründung, Akquisition und dem Halten von luxemburgischen und / oder ausländischen Unternehmen zusammenhängen, der Erbringung zentraler Dienstleistungen an Konzernunternehmen sowie in der Verwaltung, Geschäftsleitung, Kontrolle und Verwertung dieser Beteiligungen. Darüber hinaus kann die Gesellschaft ihre Mittel einsetzen, um sich an der Gründung, dem Erwerb, der Entwicklung und Kontrolle jeglichen Unternehmens zu beteiligen sowie um Wertpapiere, geistiges Eigentum und Immobilien durch Einlage, Zeichnung oder im Wege einer Kaufoption zu erwerben und weiterzuentwickeln.

Die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns lassen sich in die folgenden Geschäftsbereiche untergliedern:

Molkerei

Im Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien.

Feinkost

Der Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden.

Bis zum 31. Dezember 2021 beinhaltete der Geschäftsbereich Feinkost zudem die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten. Dieser Produktbereich wurde zum Bilanzstichtag erfolgreich an zwei externe Investoren veräußert, die das ehemalige Produktsegment weiterführen.

Dienstleistungen

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie sowohl Marktführer im Bereich der 3PL-Logistik für Fast Moving Consumer Goods (FMCG), als auch einer der drei größten Lösungsanbieter im gesamten Logistik- und Lagerbereich in Großbritannien ist und einen hohen Umsatzanteil im Geschäft mit Drittkunden erzielt. Bei 3PL- oder auch Third Party Logistics-Anbietern handelt es sich um Logistikunternehmen, die sich auf integrierte, individualisierbare Lager- und Transportdienstleistungen spezialisiert haben. Hinzu kommen neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie ein Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz.

Die nachfolgenden in den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als obersten Mutternehmen einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2021 von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch.

i. S. d. § 264 Abs. 3 HGB:

1. Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH, Fischach / Deutschland

2. Alois Müller Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Fischach, OT Aretsried / Deutschland

3. August Loose Verwaltungs-GmbH, Wachau / Deutschland

4. Culina Logistics GmbH, Fischach / Deutschland

5. Emhage Transportgesellschaft mbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland)

6. Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH, Fischach / Deutschland

7. Gloria Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland)

8. Hamker Vertriebsgesellschaft mbH, Bad Essen / Deutschland

9. HK Food GmbH, Fischach / Deutschland

10. Homann Chilled Food GmbH, Düsseldorf / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland)

11. HOMANN Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen a.T.W. / Deutschland

12. HOMANN Service GmbH, Düsseldorf / Deutschland

13. Käserei Rusack GmbH, Leppersdorf / Deutschland

14. Molkerei Alois Müller Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fischach / Deutschland

15. Müller Iberica GmbH, Wachau / Deutschland

16. Müller Sachsen GmbH, Wachau / Deutschland

17. Müller Service GmbH, Fischach / Deutschland

18. Nadler Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland)

19. Optipack GmbH, Fischach / Deutschland

20. Pfennigs Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland)

21. Plantopia GmbH, Garching b. München / Deutschland

22. Sachsen Frischprodukte Komplementär GmbH, Wachau / Deutschland

23. Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, Wachau / Deutschland

24. Sachsenmilch Investitions-GmbH, Wachau / Deutschland

25. Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Wachau / Deutschland

26. Sachsenmilch Molke GmbH, Wachau / Deutschland

27. Salat- und Mayonnaisenfabrik Hermann Ofterdinger GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland)

28. SAM Molkerei GmbH, Wachau / Deutschland

29. T.M.A. Handelsgesellschaft mbH, Wachau / Deutschland

30. Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland

31. TMI Dairy GmbH, Wachau / Deutschland

32. Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach / Deutschland

33. Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär GmbH, Fischach / Deutschland

34. Voss Feinkost und Lebensmittel GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland)

35. Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland

36. WSF Fischfeinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen aTW / Deutschland)

i. S. d. § 264b HGB:

1. Käserei Loose GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland

2. Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland

3. Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG, Freising / Deutschland

4. Sachsenmilch Molkenderivate GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Commitee (IFRS IC) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Going Concern

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) aufgestellt. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. erwirtschaftete per 31. Dezember 2021 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, in Höhe von T€ 159.376. Die unter dem langfristigen und kurzfristigen Fremdkapital ausgewiesenen US Private Placements werden nach Ansicht des Managements planmäßig zurückgezahlt. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens sowie des Konzerns gefährden könnten.

Neue sowie geänderte Standards und Interpretationen -verpflichtend anzuwenden seit 1. Januar 2021

Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2021 erstmals angewendet:

Verlautbarung Bezeichnung
IFRS 16 Änderungen des IFRS 16: Auf die COVID-19-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021
IFRS 9 / IAS 39 / IFRS 7 / IFRS 4 / IFRS 16 Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16: Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2)
IFRS 4 Änderungen des IFRS 4: Versicherungsverträge - Verschiebung der Erstanwendung von IFRS 9

Die dargestellten Standards haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Neue Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2021 noch nicht angewendet wurden und die erst mit Datum der verpflichtenden Anwendung umgesetzt werden, existieren wie folgt:

Norm Bezeichnung Verpflichtend anzuwenden ab *
In EU-Recht übernommene Standards und Interpretationen    
    EU-Recht
IFRS 3 Änderungen des IFRS 3: Verweis auf das Rahmenkonzept der IFRS 1. Januar 2022
IAS 16 Änderungen des IAS 16: Sachanlagen - Erlöse vor beabsichtigter Nutzung 1. Januar 2022
IAS 37 Änderungen des IAS 37: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung 1. Januar 2022
Diverse Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018 - 2020) 1. Januar 2022
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2023
IAS 1 Änderungen des IAS 1 und IFRS-Leitliniendokument 2: Angaben von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Januar 2023
IAS 8 Änderungen des IAS 8: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1. Januar 2023
Noch nicht in EU-Recht übernommene Standards und Interpretationen    
    Zeitlicher Anwendungsbereich
IAS 1 Änderungen des IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1. Januar 2023
IAS 12 Änderungen des IAS 12: Gegenläufige latente Steuerpositionen aus derselben Transaktion 1. Januar 2023
IFRS 17 Änderungen des IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen 1. Januar 2023

* Für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

Die Unternehmensgruppe analysiert die Auswirkungen der oben dargestellten Standards und Interpretationen und wird diese in dem Geschäftsjahr der verpflichtenden Anwendung umsetzen. Aktuell erwartet der Konzern aus den oben dargestellten Standards und Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen.

Es gibt keine weiteren Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

Aufstellungsgrundsätze des IFRS Konzernabschlusses

Konsolidierungskreis

Neben der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Mutterunternehmen wurden zum 31. Dezember 2021 die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, ab dem erstmalig eine Beherrschung ausgeübt werden kann, vollkonsolidiert. Eine Vollkonsolidierung kann unterbleiben, sofern die Gesellschaft für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Vollkonsolidierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Beteiligungsquote
in %
2021 2020
1. Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg - Mutterunternehmen Mutterunternehmen
2. UTM Luxemburg SCA, Luxemburg 1. / 52. 100,00 100,00
3. UTM Belgium Finance S.r.l., Arlon / Belgien 2. 100,00 100,00
4. Mueller Asia Ltd., Hong Kong / China 3. 100,00 100,00
5. Molkerei Alois Müller Komplementär GmbH, Mödling / Österreich 3. 100,00 100,00
6. Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär GmbH, Fischach / Deutschland 3. 100,00 100,00
7. Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach / Deutschland 3. 100,00 100,00
8. Optipack GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
9. Culina Logistics GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
10. Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
11. Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
12. Alois Müller Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Fischach, OT Aretsried / Deutschland 7. 100,00 100,00
13. Plantopia GmbH, Garching b. München / Deutschland 7. 100,00 100,00
14. HOMANN Service GmbH, Düsseldorf / Deutschland 7. 100,00 100,00
15. HOMANN Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen a.T.W. / Deutschland) 14. 89,90 89,90
16. Hamker Vertriebsgesellschaft mbH, Bad Essen / Deutschland 15. 100,00 100,00
17. Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland) 15. 100,00 100,00
18. Pfennigs Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland) 15. 100,00 100,00
19. Nadler Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Bottrop / Deutschland) 15. 100,00 100,00
20. WSF Fischfeinkost GmbH, Düsseldorf / Deutschland (vormals: Dissen aTW / Deutschland) 15. 100,00 100,00
21. Voss Feinkost und Lebensmittel GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland) 15. 100,00 100,00
22. Gloria Feinkost GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland) 21. 100,00 100,00
23. Salat- und Mayonnaisenfabrik Hermann Ofterdinger GmbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland) 21. 100,00 100,00
24. Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland 5. / 7. 100,00 100,00
25. Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, Wachau / Deutschland 24. / 52. 100,00 100,00
26. Sachsenmilch Aktiengesellschaft, Leppersdorf / Deutschland 25. / 128. 100,00 97,92
27. Sachsenmilch Investitions-GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
28. Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland 24. 100,00 100,00
29. Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG, Freising / Deutschland 24. / 28. 100,00 100,00
30. August Loose Verwaltungs-GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
31. Käserei Loose GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland 24. / 30. / 36. 100,00 100,00
32. Käserei Rusack GmbH, Leppersdorf / Deutschland 31. 100,00 100,00
33. Sachsen Frischprodukte Komplementär GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
34. TMI Dairy GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
35. Molkerei Alois Müller Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fischach / Deutschland 24. 100,00 100,00
36. Müller Iberica GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
37. T.M.A. Handelsgesellschaft mbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
38. Müller Sachsen GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
39. Müller Dairy CR/SR s.r.o., Prag / Tschechien 24. 100,00 100,00
40. Müller Dairy Polska Sp. z o.o., Poznan / Polen 24. 100,00 100,00
41. Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Wachau / Deutschland 24. / 38. 100,00 100,00
42. SAM Molkerei GmbH, Wachau / Deutschland 41. 100,00 100,00
43. Sachsenmilch Molke GmbH, Wachau / Deutschland 41. 100,00 100,00
44. Sachsenmilch Molkenderivate GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland 41. / 43. 100,00 100,00
45. Müller CR/SR k.s., Prag / Tschechien 39. / 41. 100,00 100,00
46. Müller Dairy Polska Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 40. / 41. 100,00 100,00
47. Mlekarna Pragolaktos a.s., Prag / Tschechien 41. 100,00 100,00
48. Sachsenmilch Formaggi Italia S.r.l., Verona / Italien 41. 100,00 100,00
49. MWI Australia Pty Ltd., T rinity Gardens / Australien 41. 100,00 --
50. UTM Finance S.a r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
51. UTM Hungary Finance Kft., Budapest / Ungarn 50. 100,00 100,00
52. TM Dairy Finance S.a r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
53. TM Corporate Holdings UK Limited, Market Drayton / England 52. 100,00 100,00
54. Muller Service Limited, Market Drayton / England 53. 100,00 100,00
55. Müller Service GmbH, Fischach / Deutschland 54. 100,00 100,00
56. TM UK Production Limited, Market Drayton / England 53. 100,00 100,00
57. Muller Investments Limited, Market Drayton / England 56. 100,00 100,00
58. Muller Dairy (U.K.) Limited, Market Drayton / England 53. 100,00 100,00
59. TM Telford Dairy Limited, Market Drayton / England 58. 100,00 100,00
60. Mueller US LLC, Delaware / USA 58. 100,00 100,00
61. Muller Dairy Ireland Limited, Dublin / Irland 58. 100,00 100,00
62. Muller UK & Ireland Group LLP, Market Drayton / England 56. / 58. / 67. 100,00 100,00
63. MoreCo Property Limited, Market Drayton / England 58. 100,00 --
64. Müller Wiseman Dairies Limited, East Kilbride / Schottland 58. 100,00 100,00
65. Müller Wiseman Leasing Limited, East Kilbride / Schottland 64. 100,00 100,00
66. Müller Wiseman T rust Company Limited, East Kilbride / Schottland 64. 100,00 100,00
67. Robert Wiseman & Sons Limited, East Kilbride / Schottland 58. 100,00 100,00
68. Philpot Dairy Products Limited, Market Drayton / England 67. 100,00 100,00
69. Culina Group Limited, Market Drayton / England 53. 100,00 100,00
70. Culina Logistics Limited, Market Drayton / England 69. 100,00 100,00
71. Integrated Packing Services Limited, Market Drayton / England 69. 100,00 100,00
72. IPS at Eddie Stobart Limited, Market Drayton / England 71. / 120. 100,00 50,00
73. Foodpack Limited, Market Drayton / England 71. 100,00 100,00
74. CML F&L (Telford) Ltd, Telford / England 69. 100,00 100,00
75. Telford Transport Ltd, Telford / England 69. 100,00 100,00
76. Great Bear Holdings Limited, Tattenhall / England 69. 100,00 100,00
77. Great Bear Distribution Limited, Tattenhall / England 76. 100,00 100,00
78. Morgan McLernon Telford Ltd, Lurgan / Nordirland 69. 100,00 75,00
79. Morgan McLernon Limited, Lurgan / Nordirland 69. 100,00 75,00
80. Warrens Warehousing Group Limited, Tattenhall / England (vormals: Sidcup / England) 69. 100,00 75,00
81. Warrens' Warehousing & Distribution (Midlands) Limited, Tattenhall / England (vormals: Sidcup / England) 80. 100,00 100,00
82. Unity Resourcing Solutions Limited, Telford / England 69. 100,00 85,00
83. A2Z Supply Chain Solutions Limited, Spalding / England 69. 100,00 100,00
84. Fowler Welch Limited, Spalding / England 69. 100,00 100,00
85. Fowler Welch (Felixstowe) Limited, Spalding / England 84. 100,00 100,00
86. A.I.M. Logistics Limited, Evesham / England 84. 100,00 --
87. Culina Asset Management Limited, Warrington / England (vormals: MMI Distribution Limited, Market Drayton / England) 69. 100,00 100,00
88. Greenwhitestar Acquisitions Limited, Warrington / England 69. 100,00 --
89. ESLL Group Limited, St Peter Port / Guernsey 88. 100,00 --
90. iForce Group Limited, Warrington / England 89. 100,00 --
91. Buyforce Limited, Manchester / England 90. 100,00 --
92. iForce Holdings Limited, Manchester / England 90. 100,00 --
93. iForce Auctions Limited, Warrington / England 90. 100,00 --
94. iForce Limited, Warrington / England 90. 100,00 --
95. iForce Trading Limited, Warrington / England 90. 100,00 --
96. Bluewhitestar Developments Limited, Warrington / England 89. 100,00 --
97. Stobart Rail Freight Limited, Manchester / England 89. 100,00 --
98. Westlink Storage & Shipping Company Limited, Manchester / England 89. 100,00 --
99. Stobart Transport & Distribution Limited, Manchester / England 89. 100,00 --
100. AHL Anglia Limited, Warrington / England 89. 100,00 --
101. Autoteq Limited, Manchester / England 100. 100,00 --
102. Acumen Distribution Services Holdings Limited, Warrington / England 100. 100,00 --
103. AIL Anglia Limited, Warrington / England 100. 100,00 --
104. Autologic Services Limited, Manchester / England 103. 100,00 --
105. Eddie Stobart Europe Holding B.V., Breda / Niederlande 103. 100,00 --
106. Stobart Automotive CZ s.r.o, Prag / Tschechien 105. 100,00 --
107. Stobart Automotive Belgium N.V., Genk / Belgien 100. / 105. 100,00 --
108. Stobart Automotive NL B.V., Breda / Niederlande 105. 100,00 --
109. Eddie Stobart Logistics Germany GmbH, Aachen / Deutschland 105. 100,00 --
110. Walon Poland Sp. z o.o., Warschau / Polen 105. / 108. 100,00 --
111. Eddie Stobart Logistics Romania SRL, Ciorogarla / Rumänien 105. 100,00 --
112. Eddie Stobart Logistics Bulgaria EOOD, Sevlievo / Bulgarien 105. 100,00 --
113. Stobart Automotive Europe N.V., Genk / Belgien 100. 100,00 --
114. The Logistics People Limited, Warrington / England 100. 100,00 --
115. The Logistic People Ltd, Corby / England 114. 100,00 --
116. Logistics Security Ltd, Warrington / England 114. 100,00 --
117. Eddie Stobart Group Limited, Warrington / England 89. 100,00 --
118. Stobart (Ireland) Limited, Dublin / Irland 117. 100,00 --
119. Stobart (Ireland) Driver Services Limited, Dublin / Irland 118. 100,00 --
120. Eddie Stobart Limited, Warrington / England 117. 100,00 --
121. Eddie Stobart Distribution Limited, Warrington / England 120. 100,00 --
122. Stobart Truckstops Limited, Warrington / England 120. 100,00 --
123. Eddie Stobart Logistics Europe N.V., Genk / Belgien 117. / 120. 100,00 --
124. Eddie Stobart Logistics Limited, Warrington / England 89. 100,00 --
125. The Pallet Network Group Limited, Sutton Coldfield / England 89. 100,00 --
126. Eezehaul Limited, Crawley / England 125. 100,00 --
127. The Pallet Network Limited, Sutton Coldfield / England 125. 100,00 --
128. TML-Invest S.a r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
129. Theo Müller Holding (Schweiz) AG, Zürich / Schweiz 128. 100,00 100,00
130. Müller Media & Service AG, Zürich / Schweiz 129. 100,00 100,00
131. Müller Einkauf & Service AG, Zürich / Schweiz 129. 100,00 100,00
132. müller milch management ag, Zürich / Schweiz 129. 100,00 100,00
133. Müller Ventures AG, Zürich / Schweiz 129. 100,00 100,00
134. TM Property S.a r.l., Luxemburg 128. 90,00 90,00
135. TM-Immobilien S.a r.l., Luxemburg 128. 100,00 --
136. Lisner Holding Sp. z o.o., Poznan / Polen 128. 100,00 100,00
137. Lisner Service Sp. z o.o., Poznan / Polen 136. 100,00 100,00
138. Lisner Poznan Sp. z o.o., Poznan / Polen 136. 100,00 100,00
139. Nordfish Polska Sp. z o.o., Charzyno / Polen 136. 100,00 100,00
140. Lisner Service Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 136. / 137. 100,00 100,00
141. Lisner Poznan Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 136. / 138. 100,00 100,00
142. Nordfish-Foodmark Sp. z o.o., Charzyno / Polen 136. / 139. 100,00 100,00
143. Nordfish-Charzyno Sp. z o.o., Charzyno / Polen 142. 100,00 100,00
144. International Food Retail Capital S.A., Luxemburg 1. 94,17 94,17
145. Kamps Food Retail Investments S.A., Luxemburg 144. 100,00 100,00
146. HK Food GmbH, Fischach / Deutschland 145. 100,00 100,00
147. Homann Chilled Food GmbH, Düsseldorf / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland) 146. 100,00 100,00
148. Emhage Transportgesellschaft mbH, Bad Essen / Deutschland (vormals: Dissen / Deutschland) 147. 100,00 100,00

Die Unternehmensgruppe hält keine Anteile an Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Folgende Gesellschaften, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mittelbar die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen, werden nach der Equity-Methode bilanziert:

At Equity bilanzierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2021 Beteiligungsquote in % 2020
1. Culina Logistics Ireland Limited, Dublin / Irland 1 69. 50,00 50,00
2. Integrated Service Solutions Limited, Teynham / England 1 84. 50,00 50,00
3. TSL Transport Service & Logistics GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 1 100. 50,00 --
4. TSK Transport Service & Koordination GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 1 100. 50,00 --
5. MK Waldschlösschen GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland 1 135. 50,00 --
6. MK WAD GmbH, Dresden / Deutschland (vormals: Sachsenmilch Vertriebs GmbH, Wachau / Deutschland) 1 135. 50,00 100,00
7. Transport Service & Releasing Iberia S.L., Madrid / Spanien 2 100. 33,33 --
8. OrgaNext Life Science B.V., Arnheim / Niederlande 2 128. 25,00 25,00

1 Gemeinschaftsunternehmen
2 Assoziiertes Unternehmen

Die nachfolgenden Gesellschaften werden als Beteiligungen ausgewiesen:

Beteiligung Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2021 Beteiligungsquote in % 2020
1. Yamo AG, Zug / Schweiz 133. 9,80 9,80
2. Yofix Probiotics Limited, Ashdod / Israel 133. 6,80 --
3. YooMee Africa Inc., Republic of Mauritius 129. 5,10 5,10
4. e4 Umwelt- und Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung, Dissen / Deutschland 15. 4,00 4,00
5. Seedhouse Beteiligungs GbR, Osnabrück / Deutschland 15. 3,13 3,23
6. Future Meat Technologies Limited, Reovot / Israel 133. 0,60 --
7. Bre Holding AG, Zug / Schweiz 129. -- 18,02

Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

Nicht konsolidierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2021 Beteiligungsquote in % 2020
1. MoreCo Group Limited, Camberley / England 62. 100,00 --
2. Morgan McLernon Holdings Limited, Lurgan / Nordirland 69. 100,00 100,00
3. Morgan McLernon (ROI) Limited, Dublin / Irland 79. 100,00 100,00
4. Solstice Zone A Management Company Limited, Yeovil / England 67. 49,80 49,80

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2021 sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31.12.2020 Gründung Erwerb Liquidation Zugang aus Statuswechsel Abgang aus Statuswechsel
Vollkonsolidierte Unternehmen 110 3 41 7 2 1
31.12.2021
Vollkonsolidierte Unternehmen 148

Gründung

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt der Neugründung
1. MWI Australia Pty Ltd., T rinity Gardens / Australien 41. 100,00 10.06.2021
2. MoreCo Property Limited, Market Drayton / England 58. 100,00 29.07.2021
3. TM-Immobilien S.à r.l., Luxemburg 128. 100,00 28.10.2021

Erwerb

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt des Erwerbs
1. A.I.M. Logistics Limited, Evesham / England 84. 100,00 30.04.2021
2. Greenwhitestar Acquisitions Limited, Warrington / England 69. 100,00 01.07.2021
3. ESLL Group Limited, St Peter Port / Guernsey 88. 100,00 01.07.2021
4. iForce Group Limited, Warrington / England 89. 100,00 01.07.2021
5. Buyforce Limited, Manchester / England 90. 100,00 01.07.2021
6. iForce Holdings Limited, Manchester / England 90. 100,00 01.07.2021
7. iForce Auctions Limited, Warrington / England 90. 100,00 01.07.2021
8. iForce Limited, Warrington / England 90. 100,00 01.07.2021
9. iForce Trading Limited, Warrington / England 90. 100,00 01.07.2021
10. Bluewhitestar Developments Limited, Warrington / England 89. 100,00 01.07.2021
11. Stobart Rail Freight Limited, Manchester / England 89. 100,00 01.07.2021
12. Westlink Storage & Shipping Company Limited, Manchester / England 89. 100,00 01.07.2021
13. Stobart Transport & Distribution Limited, Manchester / England 89. 100,00 01.07.2021
14. AHL Anglia Limited, Warrington / England 89. 100,00 01.07.2021
15. Autoteq Limited, Manchester / England 100. 100,00 01.07.2021
16. Acumen Distribution Services Holdings Limited, Warrington / England 100. 100,00 01.07.2021
17. AIL Anglia Limited, Warrington / England 100. 100,00 01.07.2021
18. Autologic Services Limited, Manchester / England 103. 100,00 01.07.2021
19. Eddie Stobart Europe Holding B.V., Breda / Niederlande 103. 100,00 01.07.2021
20. Stobart Automotive CZ s.r.o, Prag / Tschechien 105. 100,00 01.07.2021
21. Stobart Automotive Belgium N.V., Genk / Belgien 100. / 105. 100,00 01.07.2021
22. Stobart Automotive NL B.V., Breda / Niederlande 105. 100,00 01.07.2021
23. Eddie Stobart Logistics Germany GmbH, Aachen / Deutschland 105. 100,00 01.07.2021
24. Walon Poland Sp. z o.o., Warschau / Polen 105. / 108. 100,00 01.07.2021
25. Eddie Stobart Logistics Romania SRL, Ciorogarla / Rumänien 105. 100,00 01.07.2021
26. Eddie Stobart Logistics Bulgaria EOOD, Sevlievo / Bulgarien 105. 100,00 01.07.2021
27. Stobart Automotive Europe N.V., Genk / Belgien 100. 100,00 01.07.2021
28. The Logistics People Limited, Warrington / England 100. 100,00 01.07.2021
29. The Logistic People Ltd, Corby / England 114. 100,00 01.07.2021
30. Logistics Security Ltd, Warrington / England 114. 100,00 01.07.2021
31. Eddie Stobart Group Limited, Warrington / England 89. 100,00 01.07.2021
32. Stobart (Ireland) Limited, Dublin / Irland 117. 100,00 01.07.2021
33. Stobart (Ireland) Driver Services Limited, Dublin / Irland 118. 100,00 01.07.2021
34. Eddie Stobart Limited, Warrington / England 117. 100,00 01.07.2021
35. Eddie Stobart Distribution Limited, Warrington / England 120. 100,00 01.07.2021
36. Stobart Truckstops Limited, Warrington / England 120. 100,00 01.07.2021
37. Eddie Stobart Logistics Europe N.V., Genk / Belgien 117. / 120. 100,00 01.07.2021
38. Eddie Stobart Logistics Limited, Warrington / England 89. 100,00 01.07.2021
39. The Pallet Network Group Limited, Sutton Coldfield / England 89. 100,00 01.07.2021
40. Eezehaul Limited, Crawley / England 125. 100,00 01.07.2021
41. The Pallet Network Limited, Sutton Coldfield / England 125. 100,00 01.07.2021

Durch die Akquisition der Greenwhitestar Acquisitions Limited wurden folgende At Equity bilanzierte Unternehmen erworben:

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt des Erwerbs
1. TSL Transport Service & Logistics GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 100. 50,00 01.07.2021
2. TSK Transport Service & Koordination GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 100. 50,00 01.07.2021
3. IPS at Eddie Stobart Limited, Market Drayton / England 120. 50,00 01.07.2021
4. Transport Service & Releasing Iberia S.L., Madrid / Spanien 100. 33,33 01.07.2021

A.I.M. Logistics Limited, Evesham / England:

Am 30. April 2021 erwarb der Konzern über seine Tochtergesellschaft Fowler Welch Limited 100 % der Gesellschaftsanteile und erlangte die Beherrschung an der A.I.M. Logistics Limited. Die Hauptaktivität von A.I.M. Logistics Limited ist die Erbringung von Transportdienstleistungen mit Spezialisierung auf den Bereich gekühltes Obst und Gemüse.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

In T€ Buchwert Fair Value Anpassungen Fair Value
Immaterielle Vermögenswerte - 9.783 9.783
Sachanlagen 1.429 - 1.429
Nutzungsrechte 1.058 - 1.058
Vorräte 38 - 38
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 2.951 - 2.951
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.978 - 1.978
Langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 1.058 - 1.058
Latente Steuerverbindlichkeiten 108 2.348 2.456
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 4.545 - 4.545
Nettovermögen 1.744 7.435 9.179
Gegenleistung     25.450
Geschäfts- oder Firmenwert     16.271

Die Anschaffungskosten für den Erwerb der Anteile beliefen sich auf T€ 25.450 und wurden mit liquiden Mitteln beglichen. Unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel von T€ 1.978 ergab sich ein Nettozahlungsmittelabfluss in Höhe von T€ -23.472.

Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten in Höhe von T€ 226, die im Wesentlichen aus im Zusammenhang mit der Akquisition stehenden Steuern und Kosten für die Due Diligence resultierten, wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Da die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses die Anteile an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden überstiegen, wurde der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 16.271 gemäß IFRS 3.32 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Mit dem Erwerb von A.I.M. Logistics Limited baut die Culina Gruppe ihre marktführende Position in Großbritannien weiter aus, indem eine geographische Präsenz in einer neuen und wachsenden Region aufgebaut wird sowie Synergieeffekte und eine Wertsteigerung für beide Seiten erzielt werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den zu erwartenden Synergieeffekten aus der Eingliederung in die Culina Gruppe.

Seit dem Erwerbszeitpunkt hat die erworbene Gesellschaft zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen T€ 12.470 beigetragen. Der Anteil am Konzernergebnis für den gleichen Zeitraum betrug T€ +1.057.

Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden, hätte sich das Konzernergebnis um T€ +1.585 verbessert und die Umsatzerlöse hätten sich um T€ 18.706 erhöht.

Greenwhitestar Acquisitions Limited, Warrington / England:

Am 1. Juli 2021 erwarb der Konzern über seine Tochtergesellschaft Culina Group Limited 100 % der Gesellschaftsanteile und erlangte die Beherrschung an der Greenwhitestar Acquisitions Limited sowie deren Tochtergesellschaften. Die Hauptaktivität der Greenwhitestar Gruppe ist die Erbringung von Logistik-, Vertriebs- und Lagerdienstleistungen in einer Vielzahl von Dienstleistungsbereichen und Branchen.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Greenwhitestar Gruppe zum Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

In T€ Buchwert Fair Value Anpassungen Fair Value
Immaterielle Vermögenswerte 135.118 96.379 231.497
Sachanlagen 70.216 12.281 82.497
Nutzungsrechte 673.671 - 673.671
At Equity bilanzierte Beteiligungen 1.568 - 1.568
Leasing-Forderungen 13.000 - 13.000
Latente Steueransprüche 43.770 - 43.770
Vorräte 2.838 - 2.838
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte 104.582 - 104.582
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 38.648 - 38.648
Sonstige langfristige Rückstellungen 7.172 - 7.172
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 123.141 - 123.141
Langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 683.247 - 683.247
Latente Steuerverbindlichkeiten 70.045 40.219 110.264
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 17.689 - 17.689
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.329 - 3.329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 169.527 - 169.527
Nettovermögen 9.260 68.441 77.701
Gegenleistung     456.374
Geschäfts- oder Firmenwert     378.673

Die Anschaffungskosten für den Erwerb der Anteile beliefen sich auf T€ 456.374 und wurden mit liquiden Mitteln beglichen. Unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel von T€ 35.319 ergab sich ein Nettozahlungsmittelabfluss in Höhe von T€ -421.055.

Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten in Höhe von T€ 4.496, die im Wesentlichen aus im Zusammenhang mit der Akquisition stehenden Steuern und Kosten für die Due Diligence resultierten, wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Da die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses die Anteile an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden überstiegen, wurde der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 378.673 gemäß IFRS 3.32 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Mit dem Erwerb der Greenwhitestar Gruppe baut die Culina Gruppe ihre marktführende Position in Großbritannien weiter aus, indem Größenvorteile generiert und Synergieeffekte erzielt werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den zu erwartenden Synergieeffekten aus der Eingliederung in die Culina Gruppe.

Seit dem Erwerbszeitpunkt hat die erworbene Gesellschaft zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen T€ 558.111 beigetragen. Der Anteil am Konzernergebnis für den gleichen Zeitraum betrug T€ +17.609.

Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden, hätte sich das Konzernergebnis um T€ +35.218 verbessert und die Umsatzerlöse hätten sich um T€ 1.116.221 erhöht.

Liquidation

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt der Liquidation
1. Culina Ambient Limited, Market Drayton / England 69. 100,00 05.01.2021
2. Robsons of Spalding Limited, Market Drayton / England 69. 100,00 12.01.2021
3. MMCC Limited, Telford / England 69. 100,00 26.01.2021
4. Culina Ambient Holdings Limited, Market Drayton / England 69. 100,00 16.03.2021
5. The Devon Dairy Limited, Market Drayton / England 64. 100,00 18.05.2021
6. The Cornish Dairy Limited, Market Drayton / England 64. 100,00 18.05.2021
7. Aberdeen Milk Co. Limited, East Kilbride / Schottland 64. 100,00 18.05.2021

Zugang aus Statuswechsel

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2021 Beteiligungsquote in % 2020 Zeitpunkt des Statuswechsels
1. IPS at Eddie Stobart Limited, Market Drayton / England 71./120. 100,00 50,00 01.07.2021
2. Culina Asset Management Limited, Warrington / England (vormals: MMI Distribution Limited, Market Drayton / England) 69. 100,00 100,00 01.10.2021

Im Rahmen der Akquisition der Greenwhitestar Acquisitions Limited am 1. Juli 2021 wurden über deren Tochtergesellschaft Eddie Stobart Limited weitere 50 % der Anteile an der IPS at Eddie Stobart Limited erworben. Durch die bereits von der Integrated Packing Services Limited gehaltenen 50 % der Anteile an der IPS at Eddie Stobart Limited ergibt sich daher im Konzern eine Beteiligungsquote von insgesamt 100 %, sodass die Gesellschaft seit dem 1. Juli 2021 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wird.

Die bis zum 30. September 2021 inaktive und daher bisher nicht konsolidierte Gesellschaft MMI Distribution Limited wurde am 1. Oktober 2021 in Culina Asset Management Limited umbenannt und hat seit diesem Zeitpunkt ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Daher wird die Gesellschaft seit dem 1. Oktober 2021 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Abgang aus Statuswechsel

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2021 Beteiligungsquote in % 2020 Zeitpunkt des Statuswechsels
1. MK WAD GmbH, Dresden / Deutschland (vormals: Sachsenmilch Vertriebs GmbH, Wachau / Deutschland) 135. 50,00 100,00 08.11.2021

Mit Wirkung zum 8. November 2021 hat die Sachsenmilch Leppersdorf GmbH 50 % der Anteile an der Sachsenmilch Vertriebs GmbH an die TM-Immobilien S.a r.l., einem am 28. Oktober 2021 gegründeten Tochterunternehmen der TML-Invest S.a r.l., und weitere 50 % an externe Dritte veräußert. Nachfolgend wurde die Sachsenmilch Vertriebs GmbH in die MK WAD GmbH umbenannt. Seit dem 8. November 2021 zählt die Gesellschaft daher nicht mehr zu den vollkonsolidierten Unternehmen, sondern wird als At Equity bilanzierte Beteiligung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die MK WAD GmbH bildet die Komplementärin zur am 8. November 2021 neugegründeten MK Waldschlösschen GmbH & Co. KG deren Anteile ebenfalls zu 50 % von der TM-Immobilien S.a r.l. und zu 50 % von externen Dritten gehalten werden. Die MK Waldschlösschen GmbH & Co. KG wird daher auch seit dem 8. November 2021 als At Equity bilanzierte Beteiligung in den Konzernabschluss einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird grundsätzlich nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt der Begründung der Beherrschung (Erwerbszeitpunkt) durchgeführt. Danach werden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und ansatzfähigen Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der sich bei der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft.

Bei einem Unternehmenszusammenschluss werden nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet.

Änderungen bei der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als ergebnisneutrale Transaktionen zwischen Eigentümern behandelt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert.

In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. Im vorliegenden Abschluss wurden Zwischenergebnisse in Höhe von T€ 118 (Vorjahr: T€ 59) eliminiert.

Common Control Transaktionen

Da IFRS 3 Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle (common control transactions) nicht regelt, wählt die Unternehmensgruppe als Form der Beteiligungsübertragung die Übernahme zu Buchwerten (predecessor accounting). Im Rahmen des predecessor accounting werden die übernommenen Vermögenswerte und Schulden nicht neu zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sondern anhand der bestehenden Buchwerte der erworbenen Unternehmen erfasst. Die übernommenen Vermögenswerte beinhalten bereits existierende Geschäfts- oder Firmenwerte, sofern eine konsolidierte Unternehmensgruppe übernommen wird. Eine etwaige Differenz zwischen hingegebener Gegenleistung und übernommenen Vermögenswerten und Schulden führt nicht zu einer Schaffung eines neuen Geschäfts- oder Firmenwertes, sondern wird innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft, aufgestellt.

Die zum Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbstständige Teileinheiten. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung.

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Währungskursgewinne (+) und -verluste (-) werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 sind Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 12.906 (Vorjahr: T€ -3.631) entstanden. Hiervon wurden T€ 9.164 (Vorjahr: T€ 1.215) im übrigen Finanzergebnis und T€ 3.742 (Vorjahr: T€ -4.846) im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Für die Einbeziehung der Fremdwährungsbilanzen in die Konzernbilanz werden die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung und die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgen zu historischen Kursen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ +75.492 ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt (Vorjahr: T€ -59.999) (Tz. [15]).

Die Währungsumrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Fremdwährungsabschlüsse erfolgt zu den monatlich gültigen Durchschnittskursen.

Für die Währungsumrechnung bezüglich der relevanten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, werden folgende Stichtagskurse zugrunde gelegt:

Wechselkurse
in €
Stichtagskurs zum 31.12.
Währung 2021 2020
1 britisches Pfund (GBP) 1,19008 1,11231
100 tschechische Kronen (CZK) 4,02285 3,81069
100 polnische Zloty (PLN) 21,75379 21,93127
1 US-Dollar (USD) 0,88292 0,81493
100 Hongkong-Dollar (HKD) 11,32080 10,51061
1 schweizer Franken (CHF) 0,96796 0,92575

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Der Konzernabschluss ist in T€ und mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente (FVtPL) sowie als Eigenkapital- oder Schuldinstrument klassifizierter Wertpapiere (FVtPL) und Beteiligungen (FVtPL) nach dem Anschaffungskostenprinzip aufgestellt. Es wurden für alle Konzerngesellschaften einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden festgelegt, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben.

Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden nicht miteinander saldiert, soweit die Saldierung nicht von einem Standard bzw. einer Interpretation nach IFRS gefordert oder erlaubt wird.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die zugrunde liegenden Schätzannahmen werden im Folgenden zusammengefasst:

Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte, ohne Entwicklungskosten)

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung bei Erwerb zu Anschaffungskosten bzw. bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten zu Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer beinhalten Milcheinstandsgelder, EDV-Software, Kundenbeziehungen und vorteilhafte Verträge. Milcheinstandsgelder werden als Vertragsbonus ausbezahlt und dienen zur Sicherung der benötigten Milch an den jeweiligen Produktionsstandorten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte beinhalten selbst entwickelte Software, die aus der Akquisition der Greenwhitestar Gruppe, Warrington / England, zum 01. Juli 2021 stammt. Der Buchwert der selbsterstellten Software beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 837 und wird in den immateriellen Vermögenswerten als Entwicklungskosten ausgewiesen (vgl. Tz [1]).

Des Weiteren werden unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten Grunddienstbarkeiten mit unbestimmter Nutzungsdauer ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Kundenbeziehungen 5 - 20 Jahre
Vorteilhafte Verträge 5 - 18 Jahre
Software 3 - 8 Jahre
Milcheinstandsgelder 3 - 5 Jahre

Die Restnutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:

Immaterielle Vermögenswerte Restnutzungsdauer
Kundenbeziehungen 1 - 14 Jahre
Vorteilhafte Verträge 1 - 7 Jahre
Software 1 - 7 Jahre
Milcheinstandsgelder 1 - 4 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte von unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der der Kaufpreis dem neu bewerteten, anteiligen Netto-Reinvermögen des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt wird. Dabei sind die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt zugrunde zu legen, der dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden grundsätzlich mit ihren Fair Values in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 entspricht einem positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmens und dem erworbenen neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen. Die existierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (impairment only approach). Etwaige Wertminderungen aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Position Abschreibungen ausgewiesen.

Wenn die Anschaffungskosten niedriger sind als der beizulegende Zeitwert des Netto-Reinvermögens des Unternehmens, wird der Überschuss der Anteile des Erwerbers am beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens über die Anschaffungskosten direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Marken

Die im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. bilanzierten Marken wurden nach der Relief from Royalty Method bewertet und haben sowohl bestimmte als auch unbestimmte Nutzungsdauern.

Marken Nutzungsdauer
Polarica 25 Jahre
Great Bear 17 Jahre
CML Fulfilment & Logistics 17 Jahre
Morgan McLernon 17 Jahre
Fowler Welch 15 Jahre
Eddie Stobart 15 Jahre
iForce 15 Jahre
The Pallet Network 15 Jahre
Philpot 10 Jahre
FRijj 10 Jahre
Warrens 10 Jahre
Robsons 10 Jahre
Foodpack 7 Jahre
Homann unbestimmt
Nadler unbestimmt
Hamker unbestimmt
Lisner unbestimmt

Die Voraussetzungen für die Annahme einer unbestimmten Nutzungsdauer gemäß IAS 38.90 beziehen sich auf eine erfolgreiche unternehmerische Historie, die Existenz von Markteintrittsbarrieren für die Wettbewerber der Gesellschaft sowie die Absicht der Unternehmensgruppe Theo Müller, die Marken auf unbestimmte Zeit zu nutzen. Die Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt dazu eine intensive Markenpflege.

Forschung und Entwicklung

Nach IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer erforderlich, wenn die technische und ressourcenmäßige Realisierbarkeit der Fertigstellung und die Absicht und Möglichkeit zur Nutzung des immateriellen Vermögenswertes gegeben sind sowie ein voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen werden kann und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien nach IAS 38 kumulativ erfüllt sein. In der Unternehmensgruppe Theo Müller fallen überwiegend Forschungskosten an. Da der überwiegende Teil der neuen Produkte nicht bis zur Markteinführungsphase gelangt, fehlt ein Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Zudem ist die Trennung zwischen der Forschungs- und der Entwicklungsphase durch das eingerichtete System nicht gewährleistet, sodass eine Aktivierung von Entwicklungsleistungen nach IAS 38 auch aufgrund fehlender verlässlicher Bewertung zurechenbarer Entwicklungsausgaben nicht möglich ist.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:

Sachanlagen Nutzungsdauer
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 50 Jahre
Gebäude 33,3 und 50 Jahre
Laboreinrichtung 13 Jahre
Lagervorrichtungen 12 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8-15 Jahre
T ransportvorrichtungen 8-14 Jahre
PKW 6 Jahre
LKW 4-7 Jahre
Maschinen 3-10 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis verrechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungsmethode als auch die Nutzungsdauern werden mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres hinsichtlich des künftigen wirtschaftlichen Nutzungsverlaufs überprüft und ggf. angepasst. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei Durchführung einer Großinspektion werden die Kosten dementsprechend im Buchwert einer Sachanlage als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Gleiches gilt für die Kosten einer Generalüberholung. Andere Instandhaltungsaufwendungen werden nur dann aktiviert, wenn der innewohnende zukünftige Nutzen des betreffenden Anlagegegenstandes erhöht wird.

Verpflichtungen zum Rückbau von angemieteten Geschäftsräumen auf den ursprünglichen Stand werden in voller Höhe zurückgestellt und in korrespondierender Höhe aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den um die aktivierten Beträge erhöhten Buchwerten.

Finanzierungskosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb von qualifizierten Vermögenswerten anfallen, sind weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr gegeben.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für Investitionen im Fördergebiet Sachsen wurden Zulagen gemäß Investitionszulagengesetz (InvZulG) sowie Zuschüsse gemäß Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gewährt. Öffentliche Zuschüsse und Zulagen für getätigte Investitionen werden als Zuwendungen für Vermögenswerte erfasst, sobald eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt sind. Sie werden entsprechend IAS 20.24 direkt von den entsprechenden Vermögenswerten abgesetzt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten.

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (cost model), vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen. Die Nutzungsdauer der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt 50 Jahre.

Die vom Konzern als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird ausschließlich vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen und die direkt im Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Leasingverhältnisse
Die Unternehmensgruppe als Leasingnehmer:

Leasingverhältnisse sind Vereinbarungen, bei denen der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Recht auf Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum und gegen Zahlung eines Entgelts überträgt. Ein Leasingverhältnis liegt nur dann vor, wenn der Leasingnehmer die Kontrolle über das Nutzungsrecht erlangt. Kontrolle ist gegeben, wenn der Leasingnehmer im Wesentlichen den gesamten wirtschaftliche Nutzen aus der Verwendung des identifizierten Vermögenswerts zieht und allein über die Nutzung des Vermögenswerts entscheidet.

In der Unternehmensgruppe werden zum Bereitstellungsdatum alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und als Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der ausstehenden Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst.

Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird hinsichtlich der Leasingzahlungen von der Möglichkeit auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten, kein Gebrauch gemacht.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf die Unternehmensgruppe über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass die Unternehmensgruppe eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der hinreichend sichere Zeitraum, über den der Vermögenswert angemietet wird. Neben der unkündbaren Grundmietzeit werden Verlängerungszeiträume einbezogen, sofern ihre Inanspruchnahme mit Nutzungsbeginn hinreichend sicher ist und Kündigungszeiträume, sofern ihre Ausübung nicht hinreichend sicher ist. Die Einschätzung wird überprüft, wenn entweder nicht in der Kontrolle der Unternehmensgruppe liegende Ereignisse oder wesentliche Änderungen der Umstände eintreten, welche eine Änderung der Laufzeit notwendig machen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird und diese in der ursprünglichen Einschätzung nicht berücksichtigt waren. Die Änderung der Leasinglaufzeit führt zu einer geänderten künftigen Zahlungsreihe und somit zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit unter Verwendung des aktuellen Grenzfremdkapitalzinssatzes. Der entstandene Differenzbetrag wird erfolgsneutral im Nutzungsrecht erfasst. Ausbuchungsbeträge, die den Buchwert des Nutzungsrechts übersteigen, werden erfolgswirksam innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen über die hinreichend sichere Nutzungsperiode erfasst. Leasingzahlungen umfassen alle fixen und quasi-fixen Zahlungen, reduziert um künftige Anreizzahlungen des Leasinggebers. Darüber hinaus werden variable Zahlungen, die an eine Rate oder einen Index gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien sowie Zahlungen für die Ausübung von hinreichend sicheren Kauf- und Kündigungsoptionen angesetzt.

Die Leasingzahlungen werden mit den Grenzfremdkapitalzinssätzen der Unternehmensgruppe (Leasingnehmer) abgezinst. Die Grenzfremdkapitalzinssätze der Unternehmensgruppe werden auf Basis risikoloser Zinssätze über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt.

Jede Leasingrate wird in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.

Eine Änderung des Leasingvertrages (sog. "Vertragsmodifikation"), die den Umfang des ursprünglichen Vertrages wesentlich erhöht, wird als gesondertes Leasingverhältnis erfasst, wenn der Unternehmensgruppe ein zusätzliches Recht auf Nutzung eines oder mehrerer zugrunde liegender Vermögenswerte eingeräumt wird und das hierfür zu zahlende Entgelt dem Einzelveräußerungspreis entspricht, den die Unternehmensgruppe andernfalls für die Nutzung zahlen müsste, wenn sie diese Vermögenswerte in einem separaten Leasingvertrag von einer dritten Partei angemietet hätte.

Vertragsänderungen, die den Vertragsumfang zwar erhöhen, aber nicht zu einem gesonderten Leasingverhältnis führen, werden erfolgsneutral im Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit des bestehenden Leasingverhältnisses erfasst. Wird durch eine Vertragsänderung der Umfang der Leasingvereinbarung reduziert, dann sind sowohl das Nutzungsrecht als auch die Leasingverbindlichkeit neu zu bewerten. Die hieraus resultierenden anteiligen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst. Die modifizierten Beträge werden dann im Zeitpunkt der Änderung mit dem dann gültigen neuen Zinssatz bewertet.

Die Unternehmensgruppe nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten mit geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese linear als Aufwand innerhalb des Betriebsergebnisses.

Sale-and-Leaseback Transaktionen kommen in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung.

Die Unternehmensgruppe als Leasinggeber:

In seltenen Fällen tritt die Unternehmensgruppe im Rahmen von Untervermietungen als Leasinggeber auf. Hierbei werden Teile von Gebäuden oder auch gesamte Immobilien an externe Leasingnehmer untervermietet.

Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (finance lease), so setzt der Leasinggeber nicht mehr das Leasingobjekt / Nutzungsrecht, sondern eine Leasingforderung an. Die Höhe der Leasingforderung entspricht im Zugangszeitpunkt dem Nettoinvestitionswert des Leasingobjekts.

Die von den Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. In der Folgebewertung wird die Forderung aus dem Leasingverhältnis um die erhaltenen Tilgungsanteile vermindert. Der Zinsanteil der erhaltenen Zahlungen wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Zinsertrag im Zinsergebnis erfasst.

At Equity bilanzierte Beteiligungen

Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wurden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert.

In den Folgeperioden werden die Buchwerte jährlich um die auf den Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ergebniswirksam erhöht oder vermindert. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) wird der Buchwert eines at Equity bilanzierten Unternehmens mit dessen erzielbarem Betrag verglichen. Falls der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, ist eine Wertminderung (impairment) in Höhe des Differenzbetrages vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung. Zwischengewinne und -verluste aus Verkäufen zwischen Konzerngesellschaften und der at Equity bilanzierten Gesellschaft werden in Höhe des Beteiligungsprozentsatzes eliminiert.

Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines at Equity bilanzierten Unternehmens den Wert einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst. Die Anteile werden mit einem Buchwert von Null ausgewiesen. Die überschießenden Verluste werden in einer Nebenrechnung festgehalten. Die in der Folgezeit erzielten Gewinne werden zunächst in der Nebenrechnung zur Verlustverrechnung verwendet. Anteile an künftigen Gewinnen werden erst dann bilanziell erfasst, wenn der Gewinnanteil die in der Nebenrechnung ermittelten Verluste übersteigt.

Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an at Equity bilanzierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle nicht derivative Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus Wertpapieren, Aktien, Beteiligungen, Ausleihungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Mietkautionen, Baukostenzuschüsse, dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, Altersteilzeit Erstattungsanspruch) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Nach den Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 wird in der Unternehmensgruppe zwischen zwei Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL)

Die Kategorie

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI)

kommt in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung.

Die Zuordnung in die jeweilige Klassifizierungskategorie erfolgt auf Basis:

des Geschäftsmodells der Unternehmensgruppe zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und

der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts.

Finanzielle Vermögenswerte, die Fremdkapitalinstrumente gemäß IAS 32 sind, werden anhand des Geschäftsmodells und der Struktur der vertraglichen Zahlungsströme klassifiziert. Fremdkapitalinstrumente werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) klassifiziert, wenn das Geschäftsmodell auf die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme abzielt ("Hold to Collect") und die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen.

Finanzielle Vermögenswerte, bei denen entweder das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt ist oder die zu Handelszwecken gehalten werden (weder das Geschäftsmodell "Halten" noch "Halten und Verkaufen"), sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, sind der Kategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust zugeordnet (FVtPL).

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst.

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit von deren Klassifizierung:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC): Zinserträge aus diesen

finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Finanzergebnis ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL): Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten werden im Gewinn oder Verlust saldiert unter dem übrigen Finanzergebnis in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. Im Rahmen der Folgebewertung werden alle Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden ebenfalls saldiert unter dem übrigen Finanzergebnis in der Periode dargestellt, in der sie entstehen.

Kredite und Forderungen sind finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungsbeträgen, die an keinem aktiven Markt gehandelt werden. Diese sind dem Geschäftsmodell "Halten" mit dem Ziel zugeordnet, die vertraglichen Geldflüsse zu realisieren. Die vertraglichen Geldflüsse stellen dabei ausschließlich Zins und Tilgung auf die ausstehende Kapitalsumme dar. Diese Vermögenswerte werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen.

Daneben werden die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (fremdverwaltete Mandate) als zu Handelszwecken gehalten (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert (abgeleitet aus Börsenwerten respektive net asset value) bilanziert. Transaktionskosten werden sofort aufwandswirksam innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Klassifizierung als zu Handelszwecken gehalten ist gegeben, wenn ein finanzieller Vermögenswert hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, diesen kurzfristig zu verkaufen oder es in der jüngsten Vergangenheit nachweislich kurzfristige Gewinnmitnahmen gab. Im Geschäftsjahr 2021 wurden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten keine Wertpapiere als zu Handelszwecken gehalten, ausgewiesen.

Für Investition in Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung ein einmaliges Wahlrecht, diese zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) zu bewerten. Die Unternehmensgruppe hat dieses Wahlrecht nicht in Anspruch genommen. Die Beteiligungen werden als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen bzw. Darlehen sowie Cashpooling Forderungen werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) klassifiziert und bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung oder Uneinbringlichkeit der Ausleihungen bzw. Darlehen vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung auf den voraussichtlich noch zu erzielenden Betrag vorgenommen. Dafür wird das 3-Stufen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 verwendet. Im Geschäftsjahr 2021 sind keine wesentlichen Wertminderungen bei Ausleihungen und Darlehen entstanden.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden dabei zum Barwert unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die Bilanzierung originärer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Wert des Erfüllungstags (settlement day), das heißt zu dem Wert des Tages, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Dagegen erfolgt die Bilanzierung der verwalteten Portfolien zum Handelstag (trade day).

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Maßgeblich für die Entscheidung über die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes ist der Übergang der mit diesen verbundenen Risiken und Chancen (risks and rewards approach).

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermingeschäfte, Rohstoffderivate, FX Optionen und FX-Swaps, werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren bzw. die daraus resultierenden Finanzierungserfordernisse abzudecken. Darüber hinaus werden Zinsswaps eingesetzt, um sich gegen Zinsänderungsrisiken aus Finanzierungsgeschäften abzusichern.

Eine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting) erfolgt dabei im Konzernabschluss nicht.

Die derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und nach IFRS 9 mit ihrem beizulegenden Zeitwert (FVtPL) bilanziert, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden.

Als Quellen für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte werden aktuelle und beobachtbare Marktparameter für Zinssätze und Wechselkurse verwendet. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Anwendung von Bewertungstechniken ermittelt (z.B. Discounted Cashflow Verfahren, Optionspreismodelle).

Eventuelle Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Handelstag (trade day), das heißt, sobald die Unternehmensgruppe Vertragspartner wird.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert ist der voraussichtliche, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird auf Basis einer gleitenden Durchschnittswertmethode bzw. zu Stichtagswerten ermittelt. Durch angemessene Bildung von Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken Rechnung getragen.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden angesetzt, sofern es sich um produktionsbezogene Kosten handelt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht mit einbezogen, sondern werden nach IAS 23.7 f. in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Forderungen und sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Forderungen stellen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen und bestimmbaren Zahlungen dar, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach IFRS 9 werden diese Instrumente in die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) eingestuft und unterliegen der Effektivzinsmethode.

In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, da diese Instrumente mit dem Ziel zur Vereinnahmung von vertraglichen Zahlungsströmen gehalten werden und deren Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Kapital darstellen.

Die Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss (ECL)-Modell gemäß IFRS 9 an. Danach ermittelt die Unternehmensgruppe die Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für jeden einzelnen Kunden bzw. für jede Kundengruppe. Hierbei wird jedem Kunden bzw. jeder Kundengruppe ein Rating zugeordnet, welches neben vergangenen und gegenwertigen Bedingungen auch Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen berücksichtigt. Die Höhe der als Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle erfassten Wertberichtigungen hängt grundsätzlich davon ab, inwieweit sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz verschlechtert hat. Eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-ECL (Wertberichtigung für die innerhalb der nächsten 12 Monate erwarteten Kreditausfälle) wird ab dem erstmaligen Ansatz des Fremdkapitalinstruments erfasst. Sofern sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, wird eine Wertberichtigung für die erwarteten Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit des Fremdkapitalinstruments erfasst. Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos wird angenommen, sobald sich das Rating eines Kunden außerhalb des "Investmentgrades" befindet.

Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag durch Bildung einer individuellen Risikovorsorge (separates Wertberichtigungskonto) nach Betrachtung des Einzelfalles und unter Berücksichtigung des Umfangs der Kreditversicherung angesetzt.

Eine Ausbuchung der Forderung erfolgt, wenn die Uneinbringlichkeit der Forderung feststeht. Individuelle Risikovorsorgen werden bei Zahlung ausgebucht. Eine Inanspruchnahme liegt bei Uneinbringlichkeit vor. Ein aus der Ausbuchung resultierender Gewinn oder Verlust sowie Wertminderungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den kurzfristigen Forderungen und sonstigen Forderungen stellen die ausgewiesenen Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Die Unterscheidung zwischen sonstigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten basiert darauf, ob der Anspruch der Gegenleistung auf Geld gerichtet ist oder nicht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Schecks, Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine Fälligkeit von maximal drei Monaten. Die Nominalbeträge entsprechen wegen der kurzen Fälligkeit den beizulegenden Zeitwerten. Die Bildung einer Risikovorsorge nach IFRS 9 findet aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der hohen Bonität der Kreditinstitute nicht statt.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung entsprechen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente den ausgewiesenen Beständen in der Bilanz abzüglich Kontokorrent-Verbindlichkeiten und Cashpooling, die zum integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition der Unternehmensgruppe gehören.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden

Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppe) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die im Zusammenhang mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden unsaldiert als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden" als kurzfristig ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen und nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit bzw. aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung dagegen im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne (defined benefit plans) basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method).

Die Bruttopensionsverpflichtung resultiert dabei aus dem Barwert bereits erdienter Pensionsansprüche unter Berücksichtigung finanzieller und demografischer Annahmen. Gleichzeitig erfolgt eine Neubewertung des Planvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Der Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens werden pro Plan saldiert und ergeben die leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert. Übersteigt der Fair Value des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, wird unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (asset ceiling) ein Nettovermögenswert ausgewiesen, sofern die Unternehmensgruppe Verfügungsmacht über diese wirtschaftlichen Vorteile hat.

Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, dem Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und dem zu Periodenbeginn herangezogenen Rechnungszinssatz sowie gegebenenfalls den Auswirkungen aus der Änderung eines asset ceiling, sofern diese nicht bereits im Nettozinsaufwand enthalten sind. Die Neubewertungen werden erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern in einer gesonderten Position im Eigenkapital ausgewiesen und zu keinem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (recycled).

Der Nettozinsaufwand / -ertrag wird im Finanzergebnis ausgewiesen und durch Anwendung des Rechnungszinssatzes auf die zum Jahresanfang bestehende leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert unter Berücksichtigung von unterjährigen Veränderungen durch Beitrags- und Leistungszahlungen bestimmt. Der Rechnungszinssatz für die Berechnung der Pensionsrückstellung orientiert sich an dem langfristigen Zinssatz für hochwertige Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag.

Der Dienstzeitaufwand ist Teil des Personalaufwands und setzt sich aus dem laufenden Dienstzeitaufwand, dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie Gewinnen / Verlusten aus Abgeltungen eines Plans zusammen.

Bei beitragsorientierten Pensionsplänen (defined contribution plans) werden eindeutig festgelegte Beträge an einen externen Versorgungsträger entrichtet. Für die Unternehmensgruppe entsteht über die Erbringung dieser Beträge hinaus keine weitergehende Zahlungsverpflichtung. Die zu leistenden Zahlungen werden mit Fälligkeit im Personalaufwand der Berichtsperiode erfasst.

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger bestehen für die Unternehmensgruppe keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen leistungs- und beitragsorientierte Versorgungszusagen, die von der Betriebszugehörigkeit und dem Lohn bzw. Gehalt des Mitarbeiters abhängig sind.

Bei dem beitragsorientierten Plan zahlt die Unternehmensgruppe aufgrund einer Betriebsvereinbarung Beiträge an die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK), Hamburg / Deutschland. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Für bestehende Verpflichtungen aufgrund von Altersteilzeitregelungen sowie Dienstjubiläen werden entsprechende Rückstellungen in Übereinstimmung mit IAS 19 gebildet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie auftreten.

Altersteilzeitverpflichtungen

Die in der Unternehmensgruppe abgeschlossenen Altersteilzeitprogramme sind überwiegend nach dem sogenannten "Blockmodell" vereinbart. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und bilanziert werden.

Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktivphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge).

Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Zahlung des Arbeitgebers von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge müssen aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge beginnt bei Anwendung des Blockmodells mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Passivphase.

Dienstjubiläen

Es bestehen Verpflichtungen gegenüber einem Teil der Mitarbeiter auf Zuwendungen anlässlich von Dienstjubiläen. Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und wird zum Teil durch einen versicherungsmathematischen Gutachter berechnet.

Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Rückstellungen für das Jubiläumsgeld werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

Sterbegeldverpflichtungen

Es besteht gegenüber einem Teil der Mitarbeiter die Verpflichtung auf Zahlung von Sterbegeld. Beim Tod eines Arbeitnehmers erhalten der überlebende Ehegatte, die unterhaltsberechtigten Kinder oder die unterhaltenen Eltern ein Sterbegeld in Höhe jenes Betrages, der dem Monatsverdienst des Verstorbenen für den Zeitraum zwischen Todestag und dem letzten Tag des Monats entspricht.

Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Sterbegeldverpflichtungen werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

Abfindungszahlungen

Abfindungszahlungen werden gegebenenfalls fällig, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis austritt. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, entweder das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend eines detaillierten formalen Plans, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden oder Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt, die Verpflichtung wird unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

Managementboni und Mitarbeitererfolgsbeteiligungen

Für Managementboni und erfolgsabhängige Mitarbeitertantiemen wird eine Rückstellung basierend auf den entsprechenden Vereinbarungen gebildet. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt.

Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Rückstellungen werden auch für nachteilige Verträge gebildet. Ein Vertrag ist nachteilig, wenn die unvermeidbaren Kosten den aus dem Vertrag erwarteten wirtschaftlichen Nutzen übersteigen.

Sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der -sofern im Einzelfall erforderlich -die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen im Finanzergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen

Rückstellungen für Restrukturierungen werden bilanziert, sobald die Unternehmensgruppe einen detaillierten und formellen Restrukturierungsplan verabschiedet und die Restrukturierungen entweder bereits begonnen oder öffentlich bekannt gegeben hat. Aufwendungen für die fortlaufenden Aktivitäten des Konzerns werden nicht zurückgestellt.

Ertragsteuern / latente Steuern

Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung betreffen Steuern aus der laufenden Veranlagung sowie latente Steuern. Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesen Fällen werden diese Steuern mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung des IAS 12 auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem IFRS-Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für zukünftig nutzbare steuerliche Verluste gebildet. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen des IAS 12.74 erfüllt sind.

Finanzverbindlichkeiten / sonstige finanzielle Verbindlichkeiten / sonstige Verbindlichkeiten

Die Position setzt sich zusammen aus Darlehens- und USPP-Anleiheverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen, sonstigen finanziellen Schulden sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Die nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC). Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Die ausgewiesenen Buchwerte stellen dabei einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung eines marktadäquaten Zinssatzes mit dem Barwert bilanziert, der dem beizulegenden Zeitwert annähernd entspricht. Sofern der im Zusammenhang mit der Abzinsung ermittelte Differenzbetrag zwischen Barwert und Nominalbetrag aus einem Gesellschafterdarlehen resultiert, wird dieser Differenzbetrag im Eigenkapital berücksichtigt. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie zurückgezahlt wird oder durch den Gläubiger oder durch Gesetz erlassen wird.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden gemäß IFRS 15 erfasst. Danach werden anhand eines fünfstufigen vertragsbasierten Modells zunächst die relevanten Verträge mit Kunden identifiziert und abgegrenzt. Anschließend werden die im Vertrag explizit oder implizit vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert und das Vertragswerk wird auf fixe und variable Vergütungsbestandteile untersucht, um auf dieser Grundlage den jeweiligen Transaktionspreis zu bestimmen. Dabei werden mögliche Restriktionen der Schätzbarkeit von variablen Gegenleistungen angemessen berücksichtigt. Sofern in einem Vertragswerk mehr als eine separate Leistungsverpflichtung identifiziert wird, erfolgt anschließend die Allokation des Transaktionspreises auf die definierten Leistungsverpflichtungen nach der Methode der relativen Einzelveräußerungspreise, die in der Regel als Preise auf den für die jeweiligen Kunden relevanten Märkten bestimmt werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Sofern erforderlich, werden auch die im IFRS 15 dargestellten umfangreichen Prinzipal-Agent-Überlegungen angemessen in der Vertragsanalyse berücksichtigt.

Die Gewichtung der fünf Stufen hängt von der Ausgestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells ab. Auf Basis der zugrunde liegenden Erlösquellen in der Unternehmensgruppe werden im Rahmen der Umsatzrealisierung folgende wesentliche Aspekte beachtet:

Produkte und Waren: Die aus diesen Verträgen resultierenden Umsatzerlöse werden bei Übertragung der Kontrolle grundsätzlich zeitpunktbezogen erfasst. Dies ist bei einer Auslieferung an den Kunden und in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Lieferbedingungen regelmäßig dann der Fall, wenn der Kunde den Nutzen über die Leistung (den Vermögenswert) erlangt.

Dienstleistungen: Grundsätzlich werden Dienstleistungen über einen Zeitraum erbracht und der Umsatz wird unter Berücksichtigung einer angemessenen output- oder inputbasierten Methode zur Messung des Leistungsfortschritts erfasst. Sofern zulässig, werden Umsatzerlöse in der Unternehmensgruppe in Höhe des Rechnungsbetrags erfasst, wenn dieser Betrag dem Wert der erbrachten Leistung entspricht.

Lizenzen: Bei umsatzabhängiger Lizenzierung erfolgt die Umsatzrealisierung, wenn die gebührenbegründenden Umsätze des Kunden anfallen.

Zahlungen an Kunden einschließlich Gutschriften oder nachträgliche Preisnachlässe werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst, es sei denn, die Zahlung ist eine Gegenleistung für eine eigenständig abgrenzbare, angemessen bewertbare Lieferung oder Leistung des Kunden.

In der Unternehmensgruppe sind Zahlungen im Durchschnitt nach 41 Tagen fällig.

Ein Vertragsvermögenswert (contract asset) ist anzusetzen, sofern die Unternehmensgruppe aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst hat, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. bevor -unabhängig von der Fälligkeit -die Voraussetzungen für eine Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen.

Eine Vertragsverbindlichkeit (contract liability) ist anzusetzen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. eine Forderung gegenüber dem Kunden fällig wird, bevor die Unternehmensgruppe eine vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt und damit Erlöse erfasst hat. Vertragsverbindlichkeiten sind innerhalb eines Kundenvertrags mit Vertragsforderungen zu saldieren.

Aktuell liegen keine Sachverhalte vor, die die Definition von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten erfüllen.

IFRS 15 ermöglicht einige Erleichterungen, von denen in der Unternehmensgruppe die Folgenden angewendet werden:

Vertragskosten umfassen Kosten der Vertragsanbahnung sowie Vertragserfüllungskosten. Diese sind zu aktivieren, wenn davon auszugehen ist, dass die Kosten durch künftige Erlöse aus dem Vertrag kompensiert werden. Kosten der Vertragsanbahnung sind zusätzliche Kosten, die ohne den Vertragsabschluss nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten sind nach Vertragsbeginn anfallende, direkt zurechenbare Kosten, die der Vertragserfüllung dienen, dieser jedoch zeitlich vorgelagert sind und nicht unter einem anderen Standard zu aktivieren sind. Die Unternehmensgruppe macht von dem Wahlrecht Gebrauch, Vertragskosten, deren Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde, grundsätzlich sofort als Aufwand zu erfassen.

Bei der Ermittlung des Transaktionspreises ist der Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen, sofern der zeitliche Anfall der Zahlungen entweder dem Kunden (Zahlung nach Erhalt der Leistung) oder dem leistenden Unternehmen (Zahlung vor Erbringung der Leistung) einen signifikanten Finanzierungsvorteil verschafft. Als Erleichterungsvorschrift kann von einer Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes abgesehen werden, wenn zwischen der Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Zahlung nicht mehr als ein Jahr liegt. In der Unternehmensgruppe wird der Wert der Gegenleistung nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente angepasst, sofern sich die Finanzierungskomponente auf einen Zeitraum von nicht mehr als zwölf Monaten bezieht.

Betriebliche Aufwendungen und Erträge werden mit Inanspruchnahme bzw. Erbringung der Leistung erfasst. Zinsaufwendungen bzw. sonstige Fremdkapitalkosten und Zinserträge werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode erfasst.

Wertminderung

Die Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss-Model gemäß IFRS 9 an (siehe auch "Forderungen und sonstige Forderungen").

Der Ansatz erwarteter Kreditverluste (ECL) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen:

Stufe 1: Erwartete Kreditausfälle innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag

Die Stufe 1 beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung. Es wird eine Risikovorsorge für einen erwarteten Kreditverlust über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, erfasst.

Stufe 2: Erwartete Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit

Sofern ein finanzieller Vermögenswert nach seinem erstmaligen Ansatz eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, wird er in Stufe 2 eingeordnet. Hierbei wird eine Risikovorsorge über die erwarteten Kreditausfälle erfasst, welche über mögliche Zahlungsausfälle über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts bemessen wird. Eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos wird angenommen, wenn das Finanzinstrument nicht mehr als investment grade bewertet wurde.

Stufe 3: Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit -bonitätsbeeinträchtigt

Sofern ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Finanzielle Vermögenswerte werden als bonitätsbeeinträchtigt betrachtet, wenn objektive Hinweise gegeben sind, dass ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die zukünftig erwarteten Cashflows aus dem Vermögenswert haben. Objektive Hinweise können sich z.B. aus der Altersstruktur der Forderungen bzw. wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners ergeben.

Der Wertminderungsaufwand von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ermittelt sich als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsströme über die erwartete Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, die nicht Vorräte, latente Steueransprüche oder Finanzinstrumente sind, wird an jedem Bilanzstichtag geprüft, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag (als höherer der Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert) ermittelt und mit dem bilanzierten Buchwert verglichen. Ist dieser geringer als der Buchwert, erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden angepasst, um so den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Nutzungsdauer zu verteilen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich -bei Vorliegen von Anhaltspunkten einer Wertänderung auch unterjährig -auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zur Ermittlung eines Wertminderungsaufwands wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst, der zunächst vollständig zu Lasten des Geschäfts- oder Firmenwertes gebucht wird. Im Berichtsjahr entstand -wie im Vorjahr -kein Wertminderungsaufwand. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird bei Erhöhung des erzielbaren Betrags in den Folgejahren nicht aufgeholt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung der Konzernbilanz sind vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund aktueller Kenntnisse von Sachverhalten, die sich naturgemäß durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze können sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Prämissen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Annahmen zukünftiger Zahlungsströme (z.B. Mittelabfluss bei Rückstellungen) und versicherungsmathematischer Annahmen, die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Planungsprämissen und Abzinsungssätze zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test), die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern.

Grundlegende Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend vom Management bewertet und überprüft. Sobald Änderungen bezüglich bilanzierter Schätzungen von dem Erwarteten abweichen, werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen angepasst.

Die Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt jährlich auf Grundlage von aus der Ertragsplanung abgeleiteten Cashflow-Prognosen. Die tatsächliche Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1].

Die Anwendung der Erwerbsmethode beinhaltet die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte sowie der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Zur Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte muss die Unternehmensgruppe die erwarteten künftigen Cashflows aus einigen dieser Vermögenswerte schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Vermögenswerte zu ermitteln.

Im Rahmen der Bewertung der Marken wurden Annahmen über Umsatzentwicklung, Lebenszyklen von Produkten und Lizenzentgelte von Markenrechten getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) bzw. der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1].

Hinsichtlich der Bilanzierung von Kundenstämmen wurden Annahmen über kundenbezogene Umsatzentwicklungen, EBITDA-Margen und vermögenswertspezifische Risikozuschläge getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint, das heißt, wenn in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Die Festlegung von individuellen Risikovorsorgen auf Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung der Altersstruktur der Forderungen sowie des Umfangs der Kreditversicherung der jeweiligen Forderung auf Basis einer Einzelfallbetrachtung.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeitsraten und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen gewissen Unsicherheiten. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [16].

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, sodass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung in der Konzernbilanz auszugehen ist.

Angaben zur Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

[1] Immaterielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist im nachfolgenden Konzernanlagespiegel dargestellt:

In T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Geschäfts- oder Firmenwert Entwicklungskosten Gesamt
Anschaffungskosten 581.665 1.528 308.813 0 892.006
Stand 01.01.2021          
Währungsdifferenzen 26.070 0 25.687 219 51.976
Zugänge 5.808 3.297 0 608 9.713
Zugänge Konsolidierungskreis * 242.451 0 395.237 9.179 646.867
Umbuchungen 331 -74 0 0 257
Abgänge -31.452 0 0 0 -31.452
Nachaktivierungen 98 0 0 0 98
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 824.972 4.750 729.737 10.005 1.569.464
Kumulierte Abschreibungen -329.241 0 1.114 0 -328.127
Stand 01.01.2021          
Währungsdifferenzen Bestand -11.020 0 -14 -190 -11.224
Abschreibungen -32.856 0 0 -989 -33.845
Wertminderungen 0 0 0 0 0
Zugänge Konsolidierungskreis * -2.374 0 0 -7.976 -10.350
Umbuchungen -2 0 0 0 -2
Abgänge 9.146 0 0 0 9.146
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zuschreibungen 249 0 0 0 249
Nachaktivierungen -98 0 0 0 -98
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -520 0 0 -13 -533
Stand 31.12.2021 -366.716 0 1.100 -9.168 -374.785
Restbuchwert 31.12.2020 252.424 1.528 309.927 0 563.879
Restbuchwert 31.12.2021 458.256 4.750 730.837 837 1.194.680

* Die Zugänge zum Konsolidierungskreis werden brutto dargestellt, d.h. auf die Verrechnung der zum Erstkonsolidierungszeitpunkt entstandenen kumulierten Abschreibungen mit den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten wird verzichtet.

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.

Im laufenden Geschäftsjahr ist kein Wertminderungsaufwand entstanden.

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Geschäfts- oder Firmenwerte Gesamt
Anschaffungskosten 579.335 488 307.859 887.682
Stand 01.01.2020        
Währungsdifferenzen -15.729 -4 -12.503 -28.236
Zugänge 5.419 1.199 0 6.618
Zugänge Konsolidierungskreis 16.634 0 15.186 31.820
Umbuchungen -1.621 -128 0 -1.749
Abgänge -2.143 0 0 -2.143
Abgänge Konsolidierungskreis -230 -27 -1.729 -1.986
Stand 31.12.2020 581.665 1.528 308.813 892.006
Kumulierte Abschreibungen -306.140 0 -626 -306.764
Stand 01.01.2020        
Währungsdifferenzen Bestand 7.991 0 11 8.002
Abschreibungen -29.844 0 0 -29.844
Wertminderungen -3.886 0 0 -3.886
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Umbuchungen 38 0 0 38
Abgänge 2.139 0 0 2.139
Abgänge Konsolidierungskreis 206 0 1.729 1.935
Zuschreibungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 255 0 0 255
Stand 31.12.2020 -329.241 0 1.114 -328.127
Restbuchwert 31.12.2019 273.195 488 307.233 580.915
Restbuchwert 31.12.2020 252.424 1.528 309.927 563.879

Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten gliedert sich wie folgt auf:

In T€ Software Milcheinstandsgelder Markenrechte Kundenstämme Mietverträge Sonstige
Anschaffungskosten            
Stand 01.01.2021 122.445 2.331 203.984 212.205 14.843 25.856
Währungsdifferenzen 3.312 0 8.176 13.533 1.038 12
Zugänge 3.210 2.083 15 0 0 500
Zugänge Konsolidierungskreis 5.301 0 45.996 191.155 0 0
Umbuchungen -624 0 0 0 0 956
Nachaktivierung 0 0 0 0 0 98
Abgänge -1.531 -1.820 -28.101 0 0 0
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 132.112 2.595 230.069 416.894 15.881 27.421
Kumulierte Abschreibungen            
Stand 01.01.2021 -106.431 -1.933 -68.320 -121.375 -10.498 -20.682
Währungsdifferenzen Bestand -2.565 0 -3.763 -3.947 -734 -12
Abschreibungen -6.970 -309 -6.160 -17.056 -1.389 -971
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Zugänge Konsolidierungskreis -2.286 0 -88 0 0 0
Abgänge 1.250 1.820 6.076 0 0 0
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen -2 0 0 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 249
Nachaktivierungen 0 0 0 0 0 -98
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -112 0 -125 -251 -33 0
Stand 31.12.2021 -117.116 -422 -72.380 -142.629 -12.654 -21.514
Restbuchwert 31.12.2020 16.014 398 135.664 90.830 4.345 5.173
Restbuchwert 31.12.2021 14.996 2.173 157.689 274.265 3.227 5.907
In T€ Gesamt
Anschaffungskosten  
Stand 01.01.2021 581.665
Währungsdifferenzen 26.070
Zugänge 5.808
Zugänge Konsolidierungskreis 242.451
Umbuchungen 331
Nachaktivierung 98
Abgänge -31.452
Abgänge Konsolidierungskreis 0
Stand 31.12.2021 824.972
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 01.01.2021 -329.241
Währungsdifferenzen Bestand -11.020
Abschreibungen -32.856
Wertminderungen 0
Zugänge Konsolidierungskreis -2.374
Abgänge 9.146
Abgänge Konsolidierungskreis 0
Umbuchungen -2
Zuschreibungen 249
Nachaktivierungen -98
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -520
Stand 31.12.2021 -366.716
Restbuchwert 31.12.2020 252.424
Restbuchwert 31.12.2021 458.256

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Software Milcheinstandsgelder Markenrechte Kundenstämme Mietverträge Sonstige
Anschaffungskosten            
Stand 01.01.2020 122.075 3.648 203.821 208.086 15.684 26.021
Währungsdifferenzen -2.629 0 -5.498 -6.752 -841 -9
Zugänge 4.961 428 31 0 0 0
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 5.630 11.004 0 0
Umbuchungen -1.705 84 0 0 0 0
Abgänge -182 -1.828 0 -133 0 0
Abgänge Konsolidierungskreis -74 0 0 0 0 -156
Stand 31.12.2020 122.445 2.331 203.984 212.205 14.843 25.856
Kumulierte Abschreibungen            
Stand 01.01.2020 -97.071 -3.004 -66.703 -113.057 -9.636 -16.667
Währungsdifferenzen Bestand 1.697 0 2.818 2.952 517 9
Abschreibungen -11.404 -755 -4.495 -10.327 -1.395 -1.469
Wertminderungen -20 0 0 -1.172 0 -2.694
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Abgänge 180 1.826 0 133 0 0
Abgänge Konsolidierungskreis 68 0 0 0 0 138
Umbuchungen 38 0 0 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 81 0 61 97 16 0
Stand 31.12.2020 -106.431 -1.933 -68.320 -121.375 -10.498 -20.682
Restbuchwert 31.12.2019 25.003 644 137.118 95.029 6.048 9.353
Restbuchwert 31.12.2020 16.014 398 135.664 90.830 4.345 5.173
In T€ Gesamt
Anschaffungskosten  
Stand 01.01.2020 579.335
Währungsdifferenzen -15.729
Zugänge 5.419
Zugänge Konsolidierungskreis 16.634
Umbuchungen -1.621
Abgänge -2.143
Abgänge Konsolidierungskreis -230
Stand 31.12.2020 581.665
Kumulierte Abschreibungen  
Stand 01.01.2020 -306.140
Währungsdifferenzen Bestand 7.991
Abschreibungen -29.844
Wertminderungen -3.886
Zugänge Konsolidierungskreis 0
Abgänge 2.139
Abgänge Konsolidierungskreis 206
Umbuchungen 38
Zuschreibungen 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 255
Stand 31.12.2020 -329.241
Restbuchwert 31.12.2019 273.195
Restbuchwert 31.12.2020 252.424

Die Markenrechte sind den unten genannten ZGE wie folgt zugeordnet:

Markenrechte
in T€
31.12.2021 31.12.2020
ZGE Homann 65.981 1 88.072
ZGE Culina UK 89.559 45.083
ZGE Müller Milk & Ingredients 2.122 2.480
ZGE Plantopia 27 30
Gesamt 157.689 135.664

1 davon Marke Homann T€ 45.209, Marke Nadler T€ 14.354, Marke Lisner T€ 4.670, Marke Hamker T€ 920 und Marke Polarica T€ 828

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den unten genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Geschäfts- oder Firmenwerte
in T€
31.12.2021 31.12.2020
ZGE Culina UK 567.680 152.196
ZGE Müller Milk & Ingredients 83.607 78.144
ZGE Homann 73.479 73.516
ZGE Zweigniederlassung Veenendal 6.071 6.071
Gesamt 730.837 309.927

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten, die als erzielbarer Betrag verwendet werden, erfolgt auf Basis künftiger diskontierter Cashflows unter Verwendung von Eingangsparametern (inputs) des Levels 3 der Fair Value Hierarchie (vgl. Tz. [31]).

ZGE Zweigniederlassung Veenendal

Die Werthaltigkeitsprüfung für den Geschäfts- oder Firmenwert wird für die Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, als zahlungsmittelgenerierende Einheit auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten jährlich zum 30. November durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- und Firmenwertes ist die Mittelfristplanung (Detailplanungsphase) über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements der zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit für die Zweigniederlassung Veenendal stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Zweigniederlassung Veenendal 2021 2020
Bewertungsstichtag 30.11.2021 30.11.2020
Abzinsungssatz nach Steuern 1,96 % 5,46 %
Nachhaltige Wachstumsrate 1,00 % 1,00 %

Aufgrund der positiven Entwicklung der Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, ergibt sich -wie bereits im Vorjahr -kein Wertminderungsbedarf.

Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

ZGE Müller Milk & Ingredients

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Akquisition der Robert Wiseman Dairies plc wurde auf Basis der ZGE Müller Milk & Ingredients, die auch den ehemaligen Geschäftsbereich Wiseman umfasst, durchgeführt. Die Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf eine Wertminderung basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, der durch diskontierte Cashflow-Prognosen (Zeitraum fünf Jahre) geschätzt wurde. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements zur zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Müller Milk & Ingredients 2021 2020
Bewertungsstichtag 31.12.2021 31.12.2020
Abzinsungssatz nach Steuern 3,87 % 6,19 %
Nachhaltige Wachstumsrate 1,00 % 1,00 %

Aufgrund der geplanten Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients ergibt sich -wie bereits im Vorjahr -kein Wertminderungsbedarf. Die Veränderung im Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Umrechnung mit dem aktuellen Stichtagskurs.

Zur Validierung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten wurden weitere Szenarien bezüglich den oben beschriebenen wesentlichen Bewertungsparametern durchgeführt. Dabei wurde vom Management eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet.

In keinem der dargestellten Szenarien hätte eine Veränderung der zugrunde gelegten Bewertungsparameter zu einem Wertminderungsbedarf geführt.

ZGE Culina UK

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie des Markenrechtes der ZGE Culina UK wurde zuletzt auf den 31. Dezember 2021 durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes der ZGE Culina UK, die auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes erfolgt, ist eine von der Unternehmensführung genehmigte Mittelfristplanung über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Culina UK stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Culina UK 2021 2020
Bewertungsstichtag 31.12.2021 31.12.2020
Abzinsungssatz nach Steuern 5,96 % 8,00 %
Nachhaltige Wachstumsrate 2,50 % 2,50 %

Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes.

Für 2021 wurde, wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt.

Da der Nutzungswert den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

ZGE Homann

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie der Markenrechte der ZGE Homann wurde zuletzt auf den 30. September 2021 durchgeführt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann wird auf Basis der Berechnung eines beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf Finanzplänen basieren, die von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigt wurden.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Homann 2021 2020
Bewertungsstichtag 30.09.2021 30.09.2020
Abzinsungssatz nach Steuern 3,87 % 3,40 %
Nachhaltige Wachstumsrate 1,00 % 1,00 %

Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes. Die für die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen unterstellen eine bestimmte Umsatzentwicklung der Geschäftseinheit, die in den folgenden Jahren Steigerungsraten zwischen 0,0 % und 16,3 % aufweisen. Diese Umsatzsteigerungen wurden aus dem aktuellen Geschäftsplan entnommen.

Für 2021 wurde, wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten bzw. Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren beizulegenden Wert wesentlich übersteigt. Dabei wurde von der Unternehmensleitung eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet.

[2] Forschung und Entwicklung

In der Unternehmensgruppe fallen zentrale Forschungs- und Entwicklungskosten primär im Technikum Freising, Freising / Deutschland, an. Des Weiteren fallen Forschungs- und Entwicklungskosten direkt in einzelnen Konzerngesellschaften für die Entwicklung und Veränderung von Produkten und Produktrezepturen an. Im Geschäftsjahr sind im Konzern T€ 17.649 (Vorjahr: T€ 17.189) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die -da die Kriterien für eine Aktivierung von Entwicklungskosten nicht erfüllt waren -während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden.

[3] Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen zeigt der folgende Anlagespiegel:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungswerte          
Stand 01.01.2021 896.255 2.449.153 384.045 264.075 3.993.528
Währungsdifferenzen 34.262 64.578 18.648 3.977 121.465
Zugänge 22.161 120.097 43.856 119.452 305.565
Nachaktivierungen 7 422 0 0 429
Zugänge Konsolidierungskreis * 76.384 45.748 31.775 1.291 155.198
Umbuchungen 45.773 113.445 13.052 -171.401 869
Umgliederungen nach IFRS 5 0 0 0 0 0
Abgänge -9.409 -131.751 -18.370 -1.796 -161.325
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 1.065.433 2.661.692 473.006 215.598 4.415.729
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 01.01.2021 -319.114 -1.696.666 -232.160 -9.249 -2.257.189
Währungsdifferenzen Bestand -7.418 -42.386 -10.039 -643 -60.486
Abschreibungen -25.759 -140.867 -43.611 0 -210.237
Wertminderungen -832 -1.749 0 -63 -2.644
Nachaktivierungen -2 -137 0 0 -139
Zugänge Konsolidierungskreis * -20.610 -30.403 -20.259 0 -71.273
Umbuchungen -1.607 33 124 49 -1.401
Umgliederungen nach IFRS 5 0 0 0 0 0
Zuschreibungen 4.106 9.109 0 0 13.215
Abgänge 5.336 121.563 16.194 0 143.094
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -302 -1.343 -727 -11 -2.382
Stand 31.12.2021 -366.202 -1.782.845 -290.478 -9.917 -2.449.442
Restbuchwert 31.12.2020 577.141 752.488 151.885 254.826 1.736.339
Restbuchwert 31.12.2021 699.231 878.847 182.528 205.681 1.966.287

* Die Zugänge zum Konsolidierungskreis werden brutto dargestellt, d.h. auf die Verrechnung der zum Erstkonsolidierungszeitpunkt entstandenen kumulierten Abschreibungen mit den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten wird verzichtet.

Die Wertminderungen in der Berichtsperiode belaufen sich auf T€ 2.644 (Vorjahr: T€ 42.609) und stellen die Wertminderung von bestimmten Sachanlagen auf ihren erzielbaren Betrag dar. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes bestimmt.

Die Wertminderungen betreffen in Höhe von T€ 929 (Vorjahr: T€ 33.815) den Geschäftsbereich Feinkost und stehen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Salatsparte. Weiterhin betreffen die Wertminderungen in Höhe von T€ 1.715 (Vorjahr: T€ 8.794) den Geschäftsbereich Molkerei und entfallen im Wesentlichen auf Gebäude und technische Anlagen am Standort Aretsried / Deutschland sowie auf technische Anlagen und Maschinen am Produktionsstandort Foston / England.

Zum Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 28.492 (Vorjahr: T€ 25.753) zum Erwerb von Sachanlagen.

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungswerte          
Stand 01.01.2020 849.852 2.321.617 386.125 224.906 3.782.499
Währungsdifferenzen -24.802 -49.858 -14.068 -3.737 -92.465
Zugänge 15.639 113.424 23.677 124.538 277.278
Nachaktivierungen 0 44 0 0 44
Zugänge Konsolidierungskreis 63.521 18.285 4.426 0 86.232
Umbuchungen -3.533 68.560 4.829 -75.875 -6.019
Umgliederungen nach IFRS 5 -3.893 0 0 0 -3.893
Abgänge -529 -22.919 -20.866 -5.757 -50.071
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 -78 0 -78
Stand 31.12.2020 896.255 2.449.153 384.045 264.075 3.993.528
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 01.01.2020 -278.151 -1.582.969 -215.046 -18.210 -2.094.375
Währungsdifferenzen Bestand 5.016 31.823 6.767 971 44.577
Abschreibungen -22.270 -126.437 -38.630 -1 -187.339
Wertminderungen -15.912 -26.606 -42 -49 -42.609
Nachaktivierungen 0 -44 0 0 -44
Zugänge Konsolidierungskreis -12.840 -12.429 -3.329 0 -28.598
Umbuchungen 1.269 -286 -20 110 1.073
Umgliederungen nach IFRS 5 3.448 0 0 0 3.448
Zuschreibungen 2 216 11 4.143 4.372
Abgänge 199 19.426 17.768 3.753 41.146
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 47 0 47
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 125 640 313 34 1.112
Stand 31.12.2020 -319.114 -1.696.666 -232.160 -9.249 -2.257.189
Restbuchwert 31.12.2019 571.701 738.648 171.079 206.696 1.688.124
Restbuchwert 31.12.2020 577.141 752.488 151.885 254.826 1.736.339

[4] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Der Konzern hält eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt. Die Immobilie befindet sich im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Deutschland, in guter Wohnlage und 1b Geschäftslage. Der ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 21.951 (Vorjahr: T€ 22.414). Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 56.900 (Vorjahr: T€ 56.900) und wurde durch einen externen Gutachter anhand vergleichbarer Marktmieten sowie eines Bewertungsmodells (Ertragswertermittlung) gemäß Wertermittlungsverordnung mit Stichtag zum 3. Januar 2019 (ImmoWertV) ermittelt.

Aus der als Finanzinvestition angesetzten Immobilie wurden insgesamt Mieteinnahmen in Höhe von T€ 2.554 (Vorjahr: T€ 2.707) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 800 (Vorjahr: T€ 739).

Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie entwickelte sich wie folgt:

In T€ Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie
Anschaffungswerte Stand 01.01.2021 27.111
Zugänge 0
Stand zum 31.12.2021 27.111
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2021 4.697
Zugänge 463
Stand zum 31.12.2021 5.160
Restbuchwert zum 31.12.2020 22.414
Restbuchwert zum 31.12.2021 21.951

[5] At Equity bilanzierte Beteiligungen

Die folgenden Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bilanziert:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Integrated Service Solutions Limited, Teynham / England 1 3.449 2.933
IPS at Eddie Stobart Limited, Market Drayton / England 1 - 68
Culina Logistics Ireland Limited, Dublin / Irland 1 0 0
TSL Transport Service & Logistics GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 1 638 -
TSK Transport Service & Koordination GmbH, Garmisch-Partenkirchen / Deutschland 1 487 -
MK Waldschlösschen GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland 1 893 -
MK WAD GmbH, Dresden / Deutschland 1 12 -
TSL Transport Service & Logistics GmbH Madrid / Spanien 2 110 -
OrgaNext Life Science B.V., Arnheim / Niederlande 2 0 0
Buchwert der At Equity bilanzierten Beteiligungen 5.589 3.001

1 Gemeinschaftsunternehmen
2 Assoziiertes Unternehmen

Zusammengefasste Informationen zu Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln unwesentlich sind:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Anteil des Konzerns am Gewinn / Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen 277 -519
Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis 16 3
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 293 -516
Währungsdifferenz 63 1
Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 5.479 3.001

Zusammengefasste Informationen zu assoziierten Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind:

In T€ (Basis: letzter vorliegender Abschluss) 31.12.2021 31.12.2020
Anteil des Konzerns am Gewinn / Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen -118 0
Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis 0 0
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis -118 0
Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 110 0

[6] Finanzielle Vermögenswerte

Die Veränderung der finanziellen, nicht derivativen Vermögenswerte stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

In T€ Beteiligungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere des Anlagevermögens Ausleihungen Ausleihungen an At Equity bilanzierte Unternehmen
Anschaffungswerte          
Stand 01.01.2021 4.245 1.318 76.472 37.428 0
Währungsumrechnungsdifferenz 190 4 0 85 0
Zugänge 0 7.418 23.160 23.217 23.510
Umbuchungen 1.347 0 0 0 0
Abgänge -2.900 -65 -8.435 -10.316 0
Stand 31.12.2021 2.882 8.675 91.197 50.414 23.510
Kumulierte Wertminderungen / -aufholungen          
Stand 01.01.2021 -31 -45 10.995 -5.880 0
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 0 0
Wertminderungen (-) / -aufholungen (+) 4.377 0 23.918 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 -19 0 0 0
Stand 31.12.2021 4.346 -64 34.913 -5.880 0
Restbuchwert 31.12.2020 4.214 1.273 87.467 31.548 0
Restbuchwert 31.12.2021 7.228 8.611 126.111 44.534 23.510

Im Vorjahr war die Entwicklung wie folgt:

In T€ Beteiligungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere des Anlagevermögens Ausleihungen
Anschaffungswerte        
Stand 01.01.2020 4.224 1.366 55.209 38.537
Währungsumrechnungsdifferenz 20 0 0 -25
Zugänge 1 11 11.505 377
Umbuchungen 0 -10 15.991 0
Abgänge 0 -50 -6.233 -1.461
Stand 31.12.2020 4.245 1.318 76.472 37.428
Kumulierte Wertminderungen / -aufholungen        
Stand 01.01.2020 -31 -64 24.724 -5.880
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 0
Wertminderungen (-) / -aufholungen (+) 0 0 3.722 0
Umbuchungen 0 0 -15.991 0
Abgänge 0 19 -1.460 0
Stand 31.12.2020 -31 -45 10.995 -5.880
Restbuchwert 31.12.2019 4.193 1.302 79.933 32.656
Restbuchwert 31.12.2020 4.214 1.273 87.467 31.548

Die als Beteiligungen ausgewiesenen Gesellschaften sind in dem Abschnitt "Konsolidierungskreis" aufgeführt. Die Anteile an der BRE Holding AG, Zug / Schweiz, die im Vorjahr mangels maßgeblichen Einflusses aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarungen als Beteiligung in Höhe von T€ 2.773 ausgewiesen wurde, sind im Geschäftsjahr 2021 veräußert worden.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen eine Garantieverpflichtung in Höhe von T€ 6.450 (Vorjahr: T€ 0) und nicht verpfändetes Planvermögen in Höhe von T€ 1.591 (Vorjahr: T€ 1.178).

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 Anlagen im Rahmen des Asset Managements in Höhe von T€ 126.111 (Vorjahr: T€ 87.467).

Die Ausleihungen enthalten ein Darlehen an Landwirte, Mitarbeiterdarlehen sowie Darlehen an Dritte in Höhe von T€ 44.534 (Vorjahr: T€ 31.548), die zu marktüblichen Bedingungen ausgegeben werden. Die vereinbarten Zinssätze für Mitarbeiterdarlehen und Darlehen an Landwirte liegen zwischen 0,0 % und 3,0 %. Darlehen an fremde Dritte werden mit dem 3-M-Euribor zuzüglich Marge verzinst.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten außerdem diverse Devisentermingeschäfte mit Fälligkeiten bis Februar 2027 zur Absicherung der Darlehensrückzahlungen der USPP-Anleihen mit positivem beizulegendem Zeitwert in Höhe von T€ 769 (Vorjahr: T€ 17.854).

[7] Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Wertguthaben Altersteilzeit 3.081 3.406
Übrige 507 742
Gesamt 3.588 4.148

Kurzfristige Vermögenswerte

[8] Vorräte

Im Einzelnen gliedern sich die Vorräte wie folgt:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 195.900 161.477
Unfertige Erzeugnisse / Leistungen 16.426 16.170
Fertige Erzeugnisse und Waren 144.992 115.398
Gesamt 357.319 293.045

Im Geschäftsjahr 2021 beträgt die Abwertung von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert T€ 12.805 (Vorjahr: T€ 12.161). Diese verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vorratsbestände:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 11.717 8.610
Unfertige Erzeugnisse / Leistungen 27 27
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.061 3.524
Gesamt 12.805 12.161

Die Veränderungen der Abwertungen wurden in der jeweiligen Berichtsperiode aufwandswirksam erfasst.

Der Betrag der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt T€ 3.972.125 (Vorjahr: T€ 3.515.144).

[9] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken sind in der Tabelle "Risikomanagement / Kreditrisiko" unter Tz. [31] dargestellt. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

[10] Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Derivate (FVtPL) 32.597 2.601
Darlehen (AC) 1.909 1.524
Forderungen aus Cashpooling gegen Komplementärgesellschaft 1.314 23.278
Darlehen an At Equity bilanzierte Unternehmen 737 834
Gesamt 36.557 28.237

Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Derivate, deren Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, werden unter "Finanzinstrumente" Tz. [31] näher erläutert.

[11] Laufende Ertragsteueransprüche

Die laufenden Ertragsteueransprüche setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Körperschaftsteuer oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer 20.169 2.180
Gewerbesteuer 9.244 4.608
Gesamt 29.413 6.788

[12] Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Vorsteuer / Quellensteuer 43.956 19.663
Im Folgemonat abziehbare Vorsteuer 10.391 8.101
Stromsteuer- / Energiesteuererstattung 9.639 8.438
Debitorische Kreditoren 7.988 4.541
Werbekostenzuschüsse / Bonusforderungen 2.762 2.562
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten 1.504 1.391
Übrige 24.669 7.022
Gesamt 100.909 51.718

[13] Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Vorauszahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungen 45.524 29.728
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 576 0
Gesamt 46.100 29.728

[14] Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 wurden im Geschäftsbereich Molkerei zwei Depots in Höhe von T€ 1.592 sowie ein Produktionsstandort im Geschäftsbereich Feinkost in Höhe von T€ 1.450 veräußert. Aus den Veräußerungen ergab sich insgesamt ein Gewinn in Höhe von T€ 147, der innerhalb des Betriebsergebnisses ausgewiesen wird.

Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr keine Vermögenswerte aus dem Anlagevermögen umgegliedert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert.

Für ein weiteres zur Veräußerung gehaltenes Depot im Geschäftsbereich Molkerei, das zum Ende des Geschäftsjahres einen Wert von T€ 492 aufwies, wird eine Veräußerung im Geschäftsjahr 2022 erwartet. Der Vermögenswert wird aktiv am Markt angeboten, sodass mit einem Verkauf im Geschäftsjahr 2022 zu rechnen ist. Für Vermögenswerte, die bereits als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert sind, ergab sich kein Wertminderungsaufwand.

Bei den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten handelt es sich um nicht wiederkehrende beizulegende Zeitwerte, die auf Schätzungen von fremden Dritten unter Verwendung von beobachtbaren Marktpreisen basieren bzw. anhand aktiver Verkaufsverhandlungen bestätigt wurden. Daher sind die beizulegenden Zeitwerte in der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte einzuordnen.

[15] Eigenkapital

Unter dem Posten Kommanditkapital werden zum 31. Dezember 2021 die voll eingezahlten Kommanditanteile der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mit T€ 1.201 (Vorjahr: T€ 1.201) ausgewiesen.

Herr Theobald Müller hielt zum Bilanzstichtag als Kommanditist direkt und indirekt 94,00 % der Anteile an der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. Das Kommanditkapital in Höhe von € 1.200.999,99 setzt sich aus 120.099.999 Anteilen mit einem Nennwert von je € 0,01 zusammen. Die Gliederung der Anteile stellt sich wie folgt dar:

Betrag /
Anzahl
Kommanditkapital 1.200.999,99
Anzahl Anteile - Klasse A 1
Nennwert je Anteil - Klasse A 0,01 €
Anzahl Anteile - Klasse B 120.099.998
Nennwert je Anteil - Klasse B 0,01 €

Die Anteile A und B sind hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten identisch.

Die ausgegebenen CPECs werden bei der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Eigenkapital qualifiziert, da für den Halter kein Anspruch auf Rückzahlung des der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Kapitals in Form von flüssigen Mitteln besteht.

Dem Inhaber der CPECs steht je abgelaufenem Geschäftsjahr eine erfolgsabhängige Vergütung (yield) zu, die sich auf die Erträge aus den Vermögenswerten, die durch die CPECs finanziert sind, (underlying returns) bezieht. Die underlying returns werden durch korrespondierende Kosten und eine Marge reduziert. Die Gesellschaft kann den yield nach eigenem Ermessen durch Zahlung von flüssigen Mitteln oder durch Ausgabe neuer CPECs begleichen. Des Weiteren vermitteln die CPECs dem Inhaber keine Stimmrechte und sind sämtlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Dritten nachrangig.

Die Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Wert der CPECs im Geschäftsjahr. Die erfolgsabhängige Vergütung (yield) aus den CPECs belief sich im Jahr 2021 auf T€ 7.084. Der yield wurde gegen Ausgabe neuer CPECs an Herrn Theobald Müller in betragsmäßig gleicher Höhe beglichen.

Falls Verluste in einer CPEC-Klasse entstehen, werden Herr Theobald Müller als Inhaber der CPECs und die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. einen Forderungsverzichtsvertrag mit Besserungsklausel (waiver) abschließen, in dem sich Herr Müller verpflichtet, auf eine bestimmte Anzahl von CPECs zu verzichten. Die Höhe des Forderungsverzichts wird dem Verlust der CPEC-Klasse (vor Forderungsverzicht) zuzüglich der Marge entsprechen. Die Anzahl der CPECs der betreffenden Klasse wird dann dementsprechend erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals durch Korrektur der anderen Gewinnrücklagen reduziert. Wenn am Ende des folgenden Jahres festgestellt wird, dass der Ertrag der betreffenden CPEC-Klasse ausreicht, um die CPECs, die Gegenstand des Forderungsverzichtsvertrages waren, ganz oder teilweise wieder aufleben zu lassen, wird eine entsprechende Anzahl von CPECs der betreffenden Klasse neu ausgegeben.

Auf den Kapitalkonten II werden die auf die Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile, sonstigen Einlagen und Entnahmen entsprechend des Gesellschaftsvertrages erfasst. Im Geschäftsjahr wurden den Kapitalkonten II Einlagen gemäß Gesellschaftsvertrag in Höhe von T€ 939 (Vorjahr: T€ 0) und im Rahmen der Gewinnverwendung des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von T€ +40.222 (Vorjahr: T€ +61.278) zugeführt. Entnahmen wurden in Höhe von T€ -1.011 (Vorjahr: T€ -10.368) vorgenommen, sodass sich der Bestand der Kapitalkonten II der Kommanditisten im Jahresverlauf insgesamt um T€ 40.150 (Vorjahr: T€ 50.910) erhöht hat.

Unter den Rücklagen werden neben den Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ -93.555 (Vorjahr: T€ -168.557), die gesetzliche Rücklage in Höhe von T€ 31.094 (Vorjahr: T€ 31.091) sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 1.009.172 (Vorjahr: T€ 1.024.381) ausgewiesen. Letztere beinhalten sowohl die von der Unternehmensgruppe erwirtschafteten und in die anderen Gewinnrücklagen eingestellten Gewinne, Gesellschafterentnahmen und Einlagen, als auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede aus der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS. Darüber hinaus werden direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von insgesamt T€ -21.738 (Vorjahr: T€ -24.836) ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt die Steuereffekte der direkt im Eigenkapital berücksichtigten Aufwendungen und Erträge für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember dar:

In T€ 2021 2020
Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern
Änderungen aus Fremdwährungsumrechnung 75.492 0 75.492 -59.999 0 -59.999
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen 5.229 -1.787 3.442 -2.962 854 -2.108
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (other comprehensive income) 80.721 -1.787 78.934 -62.961 854 -62.107

[16] Rückstellungen für Pensionen

In der Unternehmensgruppe Theo Müller bestehen sowohl Beitragszusagen (vgl. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze), als auch leistungsbasierte Pensionszusagen, die im Wesentlichen die deutschen Gesellschaften der Geschäftsbereiche Molkerei und Feinkost betreffen.

Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs Molkerei

Die betriebliche Altersversorgung im Geschäftsbereich Molkerei beruht auf einem leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) und ist auf die deutschen Unternehmen beschränkt. Der leistungsorientierte Plan basiert größtenteils auf Pensionszusagen durch Entgeltverzicht (deferred compensation). Die Beschäftigten verzichten auf einen Teil ihrer variablen Bruttobezüge und erhalten hierfür von den Unternehmen eine wertgleiche Pensionszusage, die von Beginn an gesetzlich unverfallbar ist. Der Versorgungsplan sieht bei Erreichen der Altersgrenze bzw. im Todesfall des begünstigten Arbeitnehmers eine Kapitalzahlung vor. Eine Ratenzahlung in bis zu zehn Raten ist ebenfalls möglich. Die Finanzierung erfolgt extern über eine Rückdeckungsversicherung, die in Abhängigkeit der umgewandelten Beträge, die Höhe des Versicherungskapitals bestimmt. Folglich stimmt der Beitrag zur Rückdeckungsversicherung mit dem Entgeltumwandlungsbetrag überein.

Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung werden von den Unternehmen als wirtschaftliche Eigentümer an den Versorgungsberechtigten zur Sicherung der Versorgungsansprüche verpfändet. Des Weiteren ist für gesetzlich unverfallbare Ansprüche die Insolvenzsicherung durch den Pensions-Sicherungsverein gesetzlich vorgeschrieben.

Das Planvermögen setzt sich aus Rückdeckungsversicherungen zusammen. Aufgrund der Diversifikation der Vermögenslage des Versicherers und den Auffangmechanismen bei deutschen Versicherungsunternehmen entsteht für die Unternehmen kein gesondertes Risiko.

Daneben bestehen vereinzelt Zusagen für Rentenleistungen in Abhängigkeit des pensionsfähigen Jahresgehalts. Die deutschen Zusagen unterliegen den gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes, was alle drei Jahre eine Rentenanpassungspflicht (Inflationsrisiko) zur Folge hat.

Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs Feinkost

Des Weiteren bestehen für den Geschäftsbereich Feinkost leistungsorientierte Pensionspläne für Mitarbeiter im Falle der Pensionierung. Mitarbeiter konnten nur am leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) teilnehmen, wenn sie vor dem 31. Juli 2000 Mitglieder der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG, Hamburg / Deutschland, bzw. vorher der Berolina VVaG, Hamburg / Deutschland, waren. Eine weitere Pensionsordnung wurde zum 31. Januar 2003 geschlossen. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die einen Pensionsanspruch aufgrund von Einzelzusagen haben. Das Planvermögen beinhaltet an die Begünstigten verpfändete Gruppenversicherungsverträge. Die erwartete Rendite aus diesem Planvermögen bestimmt sich nach der Verzinsung der Versicherungsgesellschaft.

in T€ Überleitung der Pensionsverpflichtung Überleitung des Planvermögens Nettoschuld/ -vermögenswert
01.01.2021 96.732 25.454 71.278
Laufender Dienstzeitaufwand 1.414 - 1.414
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Gewinne / Verluste aus Abgeltungen -1.761 - -1.761
Zinsaufwand /-ertrag 416 77 339
Gesamtbetrag, erfasst in GuV 69 77 -8
Neubewertungen -4.987 206 -5.193
davon aus dem Planvermögen, ohne der im Zins erfassten Erträge - 206 -206
davon aus der Änderung finanzieller Annahmen -3.836 - -3.836
davon aus der Änderung demografischer Annahmen -383 - -383
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen -768 - -768
davon aus asset ceiling - - -
Gesamtbetrag, erfasst im sonstigen Gesamtergebnis -4.987 206 -5.193
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen - 636 -636
Beiträge der Teilnehmer des Plans -56 -56 0
Leistungszahlungen aus dem Plan -13.169 -2.209 -10.960
Währungsunterschiede in ausländischen Plänen 387 327 60
Abgang aus dem Konsolidierungskreis - - -
Sonstige Überträge 986 -477 1.463
31.12.2021 79.962 23.958 56.004
in T€ Überleitung der Pensionsverpflichtung Überleitung des Planvermögens Nettoschuld/ -vermögenswert
01.01.2020 92.269 23.688 68.581
Laufender Dienstzeitaufwand 1.899 - 1.899
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Gewinne / Verluste aus Abgeltungen 40 - 40
Zinsaufwand /-ertrag 601 84 517
Gesamtbetrag, erfasst in GuV 2.540 84 2.456
Neubewertungen 3.463 481 2.982
davon Erträge aus dem Planvermögen, ohne der im Zins erfassten Erträge - 481 -481
davon Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen 3.619 - 3.619
davon Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen 5 - 5
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen -161 - -161
davon asset ceiling - - -
Gesamtbetrag, erfasst im sonstigen Gesamtergebnis 3.463 481 2.982
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen - 946 -946
Beiträge der Teilnehmer des Plans 586 586 0
Leistungszahlungen aus dem Plan -2.127 -369 -1.758
Währungsunterschiede in ausländischen Plänen 23 29 -6
Abgang aus dem Konsolidierungskreis - - -
Sonstige Überträge -22 9 -31
31.12.2020 96.732 25.454 71.278

Bei den in der Unternehmensgruppe gewährten Pensionszusagen ist für die Höhe der Pensionsleistung die Entwicklung der Versicherungsleistung maßgeblich. Die Versicherungsleistung richtet sich nach der Garantieverzinsung sowie der jährlichen Überschussrendite. Im Geschäftsjahr lag der Garantiezins zwischen 0,4 % und 4,00 %.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung hängt im Wesentlichen von folgenden Parametern ab:

Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusage durch Entgeltverzicht)

Geschäftsbereiche Molkerei, Feinkost und Dienstleistungen 31.12.2021 31.12.2020
Rechnungszins 0,42 %, 1,00 %, 0,30 % 0,07 %, 0,51 %, 0,80 %
Biometrische Annahmen Heubeck RT 2018G, BVG2020 GT Heubeck RT 2018G, BVG2015 GT

Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusagen ohne Entgeltverzicht)

Geschäftsbereich Feinkost 31.12.2021 31.12.2020
Rechnungszins 1,00 % 0,51 %
Gehaltstrend 2,00 % 2,00 %
Rententrend 1,50 % 1,50 %
Biometrische Annahmen Heubeck RT 2018G Heubeck RT 2018G

Aufteilung des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens nach Anlageklassen

In % 31.12.2021 31.12.2020
Rückdeckungsversicherungen (nicht aus Marktpreisen ableitbar) 100 100

Die "Sonstigen Überträge" in der Pensionsverpflichtung resultieren im Wesentlichen daraus, dass Pensionsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2021 auf Basis des Rechnungszinses zum 31.12.2020 veräußert wurden. In den "Sonstigen Überträgen" wird daher der Differenzbetrag zu einer Ermittlung mit dem aktuellen Rechnungszins ausgewiesen.

Die Position "Sonstige Überträge" im Planvermögen beinhaltet im Wesentlichen Entnahmen aus der Rückdeckungsversicherung wegen interner Vertragsteilungen hinsichtlich des Versorgungsausgleichs sowie Rückdeckungsversicherungen, die aufgrund von Verpfändungen im Geschäftsjahr 2021 als Planvermögen ausgewiesen werden. Für die Rückdeckungsversicherungen liegen keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt vor. Die beizulegenden Zeitwerte werden von den Versicherungsunternehmen ermittelt.

Die Unternehmensgruppe profitiert nicht von einer Planüberdotierung, da die Planvermögensüberschüsse den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat als wesentliche Bewertungsparameter den Rechnungszins und die Biometrie identifiziert. Aufgrund der Zusagestruktur ist der versicherungsmathematische Bewertungsparameter Rententrend als nicht signifikant anzusehen. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Pensionsverpflichtung -bei einer möglichen Änderung des Rechnungszinses oder der Biometrie -am Bilanzstichtag ändern würde. Die Sensitivitätsanalyse ist nur auf den Barwert der Pensionsverpflichtung anwendbar und nicht auf die Nettoverpflichtung, da diese neben den versicherungsmathematischen Annahmen auch das Planvermögen bewertet zum Fair Value beinhaltet. Aufgrund der unterschiedlichen Pensionspläne wurde die Sensitivitätsanalyse für den Rechnungszinssatz und die Biometrie je Geschäftsbereich ermittelt.

In T€ 31.12.2021
Pensionsverpflichtung bei pos. Veränderung bei neg. Veränderung
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.514 21.936 23.138
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Feinkost) 50.012 46.385 54.102
Rechnungszinssatz (+/-25 Basispunkte) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 7.436 7.172 7.720
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.514 22.514 -
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Feinkost) 50.012 50.012 -
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 7.436 7.436 -
In T€ 31.12.2020
Pensionsverpflichtung bei pos. Veränderung bei neg. Veränderung
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.693 22.069 23.298
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Feinkost) 65.281 59.810 71.534
Rechnungszinssatz (+/-25 Basispunkte) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 8.758 8.202 8.874
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.693 22.693 -
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Feinkost) 65.281 65.281 -
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 8.758 8.758 -

Die Sensitivitätsanalyse beruht auf realistisch möglichen Änderungen und wurde analog zur originären Bewertung, d.h. mittels Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr gab es weder Veränderungen an der Bewertungssystematik noch an der Ableitung der zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen.

Bei den in der Unternehmensgruppe vorhandenen Pensionszusagen handelt es sich überwiegend um rückgedeckte Zusagen. Die Finanzierungsleistung über die abgeschlossenen Versicherungen und die Versorgungsleistungen sind aufeinander abgestimmt.

Erwartete Beträge oder Zuwendungen an das Planvermögen in der kommenden Berichtsperiode

In T€ 2022 2021
Beträge oder Zuwendungen 924 1.248

Planteilnehmer und Informationen über das Fälligkeitsprofil (undiskontierte Leistungsauszahlungen)

in Jahren 2021 2020
Durchschnittliche Kapitalbindungsdauer des Gesamtbestands der Pensionsverpflichtung    
Geschäftsbereich Molkerei 5 6
Geschäftsbereich Feinkost 16 18
Geschäftsbereich Dienstleistungen 15 16

Erwartete Leistungszahlungen

In T€ 2021 2020
2021 - 2.217
2022 4.184 5.619
2023 5.198 3.352
2024 5.859 3.243
2025 4.886 5.347
2026 (Vorjahr: 2026 - 2030) 2.527 16.922
2027 - 2031 15.562 -

Ein Großteil der Leistungszahlungen wird aus Rückdeckungsversicherungen finanziert.

[17] Sonstige Rückstellungen (lang- und kurzfristig)

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

In T€ Vortrag zum 01.01.2021 Währungsdifferenz Verbrauch/ Inanspruchnahme Zuführung
AB
Personal 62.865 1.773 -52.380 57.553
- Jubiläum 3.839 2 -511 293
- Altersteilzeit 4.925 0 -2.120 2.033
-sonst. Personalverbindlichkeiten 54.101 1.771 -49.749 55.227
Übrige 37.720 1.636 -16.141 29.991
- Prozesse 2.193 75 -612 953
-nachteilige Verträge 386 0 -386 1.117
- Schadensfälle 3.110 301 -4.790 4.829
- Rückbauverpflichtung 6.110 754 -587 3.573
- Sonstiges 25.921 506 -9.766 19.538
Gesamt 100.586 3.410 -68.521 87.544
In T€ Umbuchung Zugang Konsolidierungskreis
Personal 0 1.584
- Jubiläum 0 94
- Altersteilzeit 0 0
-sonst. Personalverbindlichkeiten 0 1.490
Übrige 0 23.274
- Prozesse 0 0
-nachteilige Verträge 0 0
- Schadensfälle 0 7.487
- Rückbauverpflichtung 0 13.755
- Sonstiges 0 2.032
Gesamt 0 24.858
In T€ Auflösung Aufzinsung Währungsdifferenz Stand zum 31.12.2021 Davon Restlaufzeit
LJ > 1 Jahr
Personal -7.520 4 -4 63.876 7.814
- Jubiläum -645 4 0 3.077 2.760
- Altersteilzeit -396 0 0 4.442 2.505
-sonst. Personalverbindlichkeiten -6.480 0 -4 56.357 2.549
Übrige -11.384 586 -41 65.642 17.923
- Prozesse -547 0 -6 2.038 0
-nachteilige Verträge 0 0 0 1.118 0
- Schadensfälle -572 0 0 10.365 0
- Rückbauverpflichtung -416 586 -12 23.763 14.503
- Sonstiges -9.849 0 -23 28.359 3.420
Gesamt -18.904 590 -45 129.518 25.736

Die Rückstellungen für sonstige Personalverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen und für variable Vergütungen in Höhe von T€ 31.681 (Vorjahr: T€ 38.915) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von T€ 23.741 (Vorjahr: T€ 13.866).

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen 0,42 % und 1,00 % (Vorjahr: 0,07 % und 0,51 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird während der nächsten 10 Jahre als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen zukünftige Fluktuationen und Lebenserwartungen.

Die Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen -0,04 % und 1,00 % (Vorjahr: -0,21 % und 0,51 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird in den nächsten Jahren als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen die Lebenserwartungen.

In den übrigen Rückstellungen sind unter Sonstiges Rückstellungen für Milchgeldnachzahlungen in Höhe von T€ 6.035 (Vorjahr: T€ 10.663) enthalten. Die Rückstellung für Milchgeldnachzahlungen resultiert daraus, dass der endgültige Milchauszahlungspreis im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch nicht vorliegt und somit eine Schätzung erfordert. Die extreme Schwankung der Milchpreise erschwert diese Schätzung. Des Weiteren beinhalten die übrigen Rückstellungen unter Sonstiges eine Rückstellung in Höhe von T€ 7.368 (Vorjahr: T€ 2.671) für die Verpflichtung zur Rückgabe von CO 2 Emissionsrechten entsprechend des prognostizierten CO 2 Ausstoßes im Jahr 2022.

Die bilanzierten Rückstellungen stellen faktische und rechtliche Verpflichtungen dar, deren Fälligkeit verlässlich geschätzt werden kann. Hinsichtlich der Höhe stellen die Rückstellungen zum Zeitpunkt der Bildung die bestmöglich, verlässliche Schätzung dar.

[18] Finanzverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Schulden (lang- und kurzfristig)

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Finanzverbindlichkeiten langfristig 577.987 347.358
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 328.717 205.585
USPP-Anleihen 248.520 141.773
Sonstiges 750 0
Sonstige finanzielle Schulden langfristig 687 279
Derivate 0 1
Sonstiges 687 278
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 719.147 226.555
USPP-Anleihen 154.512 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 544.349 223.530
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 17.500 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen 2.486 2.539
Sonstiges 300 486
Sonstige finanzielle Schulden kurzfristig 7.461 2.843
Derivate 7.461 2.843

[19] Sonstige Verbindlichkeiten

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Bonus, Rückvergütung 111.554 109.067
Passive Rechnungsabgrenzung 58.979 11.612
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 57.911 49.582
Personalverbindlichkeiten 48.103 45.950
Messen, Provisionen, Aktionsrabatte, Promotion 24.370 32.358
Werbekostenzuschüsse 17.833 20.562
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 16.167 8.647
T ransportvergütung 15.734 9.867
Beratungs- und Abschlusskosten 5.395 7.638
Marketing 5.225 9.176
Zinsverbindlichkeiten 3.999 2.706
Listungskosten 487 940
Übrige 221.870 133.312
Gesamt 587.627 441.417

[20] Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Körperschaftsteuer oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer 7.440 10.093
Gewerbesteuer 3.415 6.210
Gesamt 10.855 16.303

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[21] Umsatzerlöse

in T€ 2021 2020
aus dem Verkauf von Waren 5.405.323 5.104.571
aus der Erbringung von Dienstleistungen 1.568.302 822.927
aus Nutzungsentgelten / Lizenzen 3.188 3.203
aus Vermietung und Verpachtung 2.553 2.707
Gesamt 6.979.366 5.933.408

Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Waren in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern sowie die Erbringung von Dienstleistungen und verteilen sich auf folgende Kategorien:

Umsatzerlöse nach Kategorien
in T€
2021 2020
Molkereiprodukte 4.408.833 4.233.254
Feinkost 606.096 641.476
Dienstleistungen / Sonstiges 1.964.437 1.058.678
Gesamt 6.979.366 5.933.408

[22] Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Posten enthalten:

In T€ 2021 2020
Erträge aus Währungsdifferenzen 58.154 54.634
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten 38.733 24.358
Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistung 6.917 6.157
Erträge aus Schadenersatz / Pönalen 5.231 2.160
Miet- und Leasingerträge 5.225 4.398
Provisionserträge aus Delkredere-Abkommen 5.022 4.866
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 3.731 3.182
Erträge aus Nebengeschäften 966 0
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 604 947
Franchiseerlöse 6 19
Sonstige 36.272 25.049
Gesamt 160.861 125.770

[23] Materialaufwand

In T€ 2021 2020
Aufwendungen für Roh- und Hilfsstoffe sowie für bezogene Waren -3.472.068 -3.251.459
Aufwendungen für bezogene Leistungen -428.962 -199.446
Gesamt -3.901.030 -3.450.905

[24] Personalaufwand

In T€ 2021 2020
Löhne und Gehälter -1.545.768 -1.199.786
Sonstiger Personalaufwand -47.296 -34.656
Gesamt -1.593.064 -1.234.442

Der Personalaufwand für beitragsorientierte Altersversorgungspläne betrug im Berichtsjahr T€ -26.968 (Vorjahr: T€ -21.060). Ferner wurden die an die gesetzlichen Rentenversicherungen erbrachten Arbeitgeberbeiträge aufwandswirksam erfasst. Diese betreffen in Höhe von T€ -263 (Vorjahr: T€ -261) Luxemburg, in Höhe von T€ -23.148 (Vorjahr: T€ -22.075) Deutschland und in Höhe von T€ -20.897 (Vorjahr: T€ -20.728) das übrige Ausland.

[25] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

In T€ 2021 2020
Energie -356.433 -214.504
Instandhaltung -188.253 -159.066
Beiträge, Mieten, Versicherungen -143.905 -106.815
Logistikkosten -93.949 -112.366
Betriebsstoffe -71.095 -64.239
Werbekosten -57.455 -62.774
Aufwendungen aus Währungsdifferenzen -54.412 -59.479
Beratungskosten -36.760 -35.306
Pachten -22.830 -9.662
Vertriebsgemeinkosten -8.164 -9.373
Sonstige Gemeinkosten -118.097 -74.966
Gesamt -1.151.353 -908.548

[26] Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen folgende Positionen:

In T€ 2021 2020
Ertrag (+) / Aufwand (-) aus Fremdwährungsbewertung 21.056 -11.938
Kursgewinne (+) / -Verluste (-) aus Sicherungsgeschäften 8.322 -7.872
Währungsgewinn (+) / -Verlust (-) aus Bewertung USPP-Anleihe -11.892 13.153
Gewinn (+) / Verlust (-) aus Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) 1.094 5.043
Gewinn (+) / Verlust (-) aus Wertpapieren (Schuldinstrumente) 22.871 -3.018
Zuschreibungen (-) / Abschreibungen (+) von Disagien anhand der Effektivzinsmethode -334 -99
Bewertung Finanzanlagen 5.214 -771
Dividendenerträge 6.437 4.872
Beteiligungserträge 22 31
Finanzierungsgebühren und sonstige Aufwendungen (-) und Erträge (+) -239 108
Gesamt 52.551 -491

[27] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Diese Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern. Die Ertragsteuern in der Unternehmensgruppe setzen sich wie folgt zusammen:

In T€ 2021 2020
Tatsächliche Steuern -16.391 -33.548
Körperschaftsteuer -13.554 -21.134
Gewerbesteuer -2.837 -12.414
Latente Steuern 12.642 19.519
Gesamt -3.749 -14.029

In den Ertragsteuern sind Steuernachzahlungen (-) / Steuererstattungen (+) für Vorjahre in Höhe von T€ +2.009 (Vorjahr: T€ +5.110) enthalten.

Aus der Veränderung des Bestands an aktiven und passiven latenten Steuern entfallen T€ +1.981 (Vorjahr: T€ -2.987) auf Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden. Hierbei handelt es sich um die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von Pensionszusagen in Höhe von T€ -1.787 (Vorjahr: T€ 854) und den Effekt aus der Währungsumrechnung der latenten Steuern in Höhe von T€ +3.768 (Vorjahr: T€ -3.841). Darüber hinaus resultiert die Veränderung aus Zugängen zum Konsolidierungskreis in Höhe von T€ -68.949 (Vorjahr: T€ -7.477) und aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ -2).

Überleitung vom Konzernergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand:

In T€ 2021 2020
Periodenergebnis vor Ertragsteuern 163.454 122.868
Anzuwendender Steuersatz (GewSt) 6,75 % 6,75 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand -11.033 -8.294
Steuereffekt aufgrund unterschiedlicher Steuersätze    
Steuereffekt aus Steuersatzänderung 21.347 -1.766
Steuereffekte aus Abweichungen unterschiedlicher Ertragsteuersätze -17.631 -9.910
Steuereffekt aufgrund unterschiedlicher Steuerbemessungsgrundlage    
Steuereffekt auf steuerfreie Erträge 13.650 3.956
Steuereffekt auf steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -8.072 -7.527
Ansatz und Bewertung aktiver latenter Steuern    
Wertberichtigungen / Wertaufholungen auf aktive latente Steuern -11.522 -14.957
Steuereffekt auf aperiodische Steueraufwendungen und -erträge 9.424 23.889
Sonstiges 89 580
Ausgewiesene Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.749 -14.029
Effektiver Steuersatz 2,29 % 11,42 %

Der anzuwendende Steuersatz für die Unternehmensgruppe Theo Müller berücksichtigt die Gewerbesteuer von durchschnittlich 6,75 % (Vorjahr: 6,75 %). Der Steuersatz entspricht der nominalen Steuerbelastung des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. in Luxemburg.

Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern

In T€ 2021 2020
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 7 -99.167 6 -41.872
Geschäfts- oder Firmenwert 5.549 -1.566 6.063 -1.518
Sachanlagen 57.065 -44.236 55.336 -28.359
Nutzungsrechte 0 -61.584 0 -13.307
Finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -10.896 0 -4.567
Finanzielle Vermögenswerte - Übrige 0 0 0 0
Leasing-Forderungen langfristig 0 -191 0 -172
Derivate langfristig positive Zeitwerte 0 -214 0 -4.954
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 -481 5 0
Vorräte 672 -57 940 -33
Forderungen 615 0 642 -81
Leasing-Forderungen kurzfristig 0 0 0 -1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Übrige 0 -48 1 -28
Derivate kurzfristig positive Zeitwerte 0 -8.844 0 -403
Sonstige Forderungen / Sonstige Vermögenswerte 2.232 -26 38 -466
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0
Pensionsrückstellungen 9.562 -28 13.686 -18
Sonstige Rückstellungen langfristig 864 0 862 0
Leasing-Verbindlichkeiten langfristig 42.978 0 12.416 -5
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 60 -1.347 47 -1.165
Sonstige Rückstellungen kurzfristig 2.756 -1.221 2.213 0
Leasing-Verbindlichkeiten kurzfristig 4.064 -1 3.705 0
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 18.071 -2.465 9.630 -58
Verlustvorträge 110.764 0 68.630 0
Bestand 255.259 -232.371 174.220 -97.007

Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 161.104 (Vorjahr: T€ 143.581) wurden wegen fehlender Werthaltigkeit nicht gebildet. Davon entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 158.050 (Vorjahr: T€ 140.781). Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen wurden in Höhe von T€ 3.054 (Vorjahr: T€ 2.800) nicht gebildet.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit bilanziert, als auch eine wahrscheinliche zukünftige Nutzbarkeit -entweder auf Basis vorhandener passiver latenter Steuern oder, darüber hinaus, auf Basis vom wahrscheinlichen steuerlichen Ergebnis, nachgewiesen werden kann.

Für den Unterschied zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochtergesellschaften (outside basis differences) in Höhe von T€ 90.727 (Vorjahr angepasst: T€ 90.664) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da der Umkehreffekt gesteuert werden kann und es daher wahrscheinlich ist, dass sich in dem oben genannten Unterschiedsbetrag je nach Steuerrechtsjurisdiktion enthaltene temporäre zu versteuernde Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen

In T€ 2021 2020
Gewerbesteuer 443.423 392.836
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 0 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 136.445 131.442
davon unbegrenzt vortragsfähig 288.117 242.533
davon in laufenden Rechtsbehelfsverfahren 18.861 18.861
Körperschaftssteuer 1.065.834 925.898
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 497 3
davon über 5 Jahre vortragsfähig 266.152 248.790
davon unbegrenzt vortragsfähig 799.186 677.105
davon in laufenden Rechtsbehelfsverfahren 0 0

Die Vortragsfähigkeit von Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch bilanziert wurde, stellt sich wie folgt dar:

In T€ 2021 2020
Gewerbesteuer 379.863 336.725
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 0 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 136.445 130.466
davon unbegrenzt vortragsfähig 224.556 187.398
davon in laufenden Rechtsbehelfsverfahren 18.861 18.861
Körperschaftssteuer 598.925 591.402
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 4 3
davon über 5 Jahre vortragsfähig 266.152 247.814
davon unbegrenzt vortragsfähig 332.768 343.585
davon in laufenden Rechtsbehelfsverfahren 0 0

Sonstige Angaben

[28] Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 erstellt und zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu drei Monaten Fälligkeit abzüglich Kontokorrentkredite, zuzüglich Commercial Papers) der Unternehmensgruppe Theo Müller im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Innerhalb der Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit wird der Bruttocashflow, der internen Steuerungszwecken dient, als Zwischensumme definiert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 in die drei Bereiche betriebliche Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Kasse 238 145
Guthaben bei Kreditinstituten 86.535 81.778
Geldtransitkonto -4.700 3.853
Schecks 1.968 3.761
Zwischensumme 84.041 89.537
abzüglich Kontokorrentkredite (-) -103.886 -223.530
zuzüglich Cashpooling (+) 1.314 23.278
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -18.531 -110.715

Die Buchwerte der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, getrennt nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Buchwertänderungen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

In T€ Stand zum 1. Jan.2021 Zahlungswirksame Buchwertänderungen Erwerb Wechselkurs bedingte Wertänderungen
Finanzierungsleasing 371.084 -145.794 84.563 41.742
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 141.773 250.000 0 11.892
Darlehen von nahestehenden Personen 2.539 -129 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 486 440.040 0 44
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 205.585 45.435 0 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 721.467 589.552 84.563 53.679
In T€ Zuschreibung Transaktionskosten Zugang Konsolidierungskreis
Finanzierungsleasing 0 688.925
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 321 0
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 13 101.234
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 334 790.159
In T€ Abgang Konsolidierungs -kreis Umbuchung Zinsaufwand Stand zum 31. Dez. 2021
Finanzierungsleasing 0 -511 21.152 1.061.162
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 0 -954 0 403.032
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 75 2.486
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 943 0 441.513
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 0 -23.550 0 328.717
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 0 -24.072 21.227 2.236.909
In T€ Stand zum 1. Jan.2020 Zahlungswirksame Buchwertänderungen Erwerb Wechselkurs bedingte Wertänderungen
Finanzierungsleasing 277.079 -80.109 135.129 -9.294
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 155.578 0 0 -13.153
Darlehen von nahestehenden Personen 2.469 -5 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 48.760 -45.477 0 -305
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 260.800 -55.250 0 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 744.686 -180.841 135.129 -22.751
In T€ Zuschreibung Transaktionskosten Zugang Konsolidierungskreis
Finanzierungsleasing 0 47.220
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 64 0
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 35 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 99 47.220
In T€ Abgang Konsolidierungs -kreis Umbuchung Zinsaufwand Stand zum 31. Dez. 2020
Finanzierungsleasing 0 -6.693 7.751 371.084
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 0 -716 0 141.773
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 75 2.539
Sonstige Finanzverbindlichkeiten -1.750 -769 27 486
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten > 1 Jahr 0 0 0 205.585
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit -1.750 -8.178 7.853 721.467

[29] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus im Jahr 2021 abgeschlossenen Terminkontrakten für Energiebezüge des Jahres 2022 (Strom, Gas), die unter die own use exemption des IFRS 9 fallen, bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.269. Im Vorjahr betrugen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Terminkontrakten für Energiebezüge T€ 9.612.

Weiterhin existieren nicht bilanzierte Zeichnungsverpflichtungen (commitments) von T€ 20.322 (Vorjahr: T€ 22.269) für Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 besteht zudem ein steuerliches Risiko hinsichtlich der ertragssteuerlichen Abzugsfähigkeit von in der Vergangenheit vorgenommenen Abschreibungen aus der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit einer Restrukturierung. Im Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses geht die Geschäftsführung davon aus, dass es diesbezüglich nicht zu einem Abfluss finanzieller Ressourcen kommen wird.

[30] Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Fuhrpark Sattelzugmaschinen und -auflieger Rechenzentrum und Hardware Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Stand 01.01.2021 174.228 89.596 8.766 69.188 0 23
Währungsdifferenzen 24.423 6.381 479 7.453 3 15
Zugänge 19.883 16.206 4.942 51.540 0 2
Zugänge Konsolidierungskreis 543.536 16.239 4.857 109.422 108 566
Nachaktivierung 63 5 113 1.665 0 0
Abgänge -1.674 -853 -261 -7.064 0 0
Umbuchungen -141 433 0 -96 81 0
Planmäßige Abschreibungen -52.036 -26.255 -7.318 -45.305 -129 -92
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -930 -495 -109 -799 -2 -1
Stand 31.12.2021 707.351 101.257 11.468 186.004 60 512
In T€ Gesamt
Stand 01.01.2021 341.801
Währungsdifferenzen 38.754
Zugänge 92.573
Zugänge Konsolidierungskreis 674.728
Nachaktivierung 1.845
Abgänge -9.855
Umbuchungen 277
Planmäßige Abschreibungen -131.135
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -2.337
Stand 31.12.2021 1.006.652

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Fuhrpark Sattelzugmaschinen und -auflieger Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Stand 01.01.2020 152.589 49.578 12.905 21.945 140 237.157
Währungsdifferenzen -7.934 -2.388 -509 -1.084 -7 -11.922
Zugänge 49.374 60.954 6.761 28.981 44 146.133
Zugänge Konsolidierungskreis 2.188 0 0 45.152 0 47.340
Abgänge -5.300 -863 -3.078 -1.743 0 -10.984
Abgänge Konsolidierungskreis -37 0 0 0 0 -37
Umbuchungen 6.542 840 9 -735 0 6.656
Planmäßige Abschreibungen -23.427 -18.626 -7.399 -23.412 -156 -73.019
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 234 100 76 85 3 497
Stand 31.12.2020 174.228 89.596 8.766 69.188 23 341.801

Die folgende Tabelle stellt die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte dar:

Klasse von Nutzungsrechten In Jahren
Grundstücke und Bauten 24 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 7 Jahre
Fuhrpark 3 Jahre
Sattelzugmaschinen und -auflieger 3 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6 Jahre

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Beträge erfasst:

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge
in T€
2021 2020
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten -21.152 -7.753
Ertrag aus dem Unterleasingverhältnis von Nutzungsrechten 57 29
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse -12.920 -1.396
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen 0 -150
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert vom geringen Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert 0 -16

In der Kapitalflussrechnung wurden folgende Beträge ausgewiesen:

In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge
in T€
2021 2020
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse -145.794 -80.109

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Die Unternehmensgruppe hat im Rahmen eines Finanzierungsleasings eine Immobilie untervermietet, welches als Nutzungsrecht innerhalb der Grundstücke und Bauten ausgewiesen wird.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Zinserträge aus Leasingforderungen in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 29) erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst.

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.

In T€ 31.12.2021 31.12.2020
Bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag 2.579 380
Zwischen einem und fünf Jahren 8.643 556
Länger als fünf Jahre 3.787 0
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen 15.008 936
Nicht realisierter Zinsertrag -1.482 -27
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis 13.526 909

[31] Finanzinstrumente

Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten:

Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 der Unternehmensgruppe Theo Müller, dar.

In T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9
Aktiva Buchwert 31.12.2021 keine Kategorie des IFRS 9 / nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte      
- Beteiligungen FVtPL 7.228 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) FVtPL 21.705 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) FVtPL 104.406 0
- Ausleihungen AC 44.534 0
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen AC 23.510 0
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 769 0
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte n.a. 12.199 5.178
- Leasing-Forderungen n.a. 13.526 13.526
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 998.298 0
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 386 0
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 32.597 0
- Darlehen AC 2.646 0
- Cashpooling extern AC 1.314 0
- Leasing-Forderungen n.a. 0 0
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte AC 146.432 117.634
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 84.041 0
Summe Aktiva   1.493.591 136.338
Passiva      
1) Finanzverbindlichkeiten      
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) AC 403.032 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) AC 328.717 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) AC 103.886 0
- Darlehen von nahestehenden Personen (kurzfristig)   2.486 0
- Sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) AC 0 0
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) AC 441.513 0
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 556.099 0
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 729 0
4) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (kurzfristig) AC 17.500 0
5) Sonstige finanzielle Schulden      
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVtPL 7.461 0
- Sonstige (langfristig) AC 687 0
6) Sonstige Verbindlichkeiten      
- Abgegrenzte Schulden n.a. 395.303 395.303
- Sonstige AC 192.324 133.730
7) Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 1.061.163 1.061.163
Summe Passiva   3.510.899 1.590.197
In T€ Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva (Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2021 * 1
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte      
- Beteiligungen 0 7.228 7.228
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) 0 21.705 21.705
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) 0 104.406 104.406
- Ausleihungen 44.534 0 48.390
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 23.510 0 --
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 769 769
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.021 0 --
- Leasing-Forderungen 0 0 16.883
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 998.298 0 --
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 386 0 --
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 32.597 32.597
- Darlehen 2.162 484 --
- Cashpooling extern 1.314 0 --
- Leasing-Forderungen 0 0 --
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 28.798 0 --
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 84.041 0 --
Summe Aktiva 1.190.064 167.189 231.978
Passiva      
1) Finanzverbindlichkeiten      
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) 403.032 0 396.988
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 328.717 0 330.337
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) 103.886 0 104.606
- Darlehen von nahestehenden Personen (kurzfristig) 2.486 0 --
- Sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) 0 0 --
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) 441.513 0 --
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 556.099 0 --
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 729 0  
4) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (kurzfristig) 17.500 0 --
5) Sonstige finanzielle Schulden      
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 7.461 7.461
- Sonstige (langfristig) 687 0 --
6) Sonstige Verbindlichkeiten      
- Abgegrenzte Schulden 0 0 --
- Sonstige 58.594 0 --
7) Leasing-Verbindlichkeiten 0 0 --
Summe Passiva 1.913.242 7.461 839.392

*1 Für die Angabe der beizulegenden Zeitwerte wird die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen. Wenn der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht, wird auf eine Angabe des Fair Values verzichtet.

In T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9
Aktiva Buchwert 31.12.2020 keine Kategorie des IFRS 9 / nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte      
- Beteiligungen FVtPL 4.214 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) FVtPL 23.146 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) FVtPL 64.321 0
- Ausleihungen AC 31.548 0
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen AC 0 0
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 17.854 0
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte n.a. 5.420 5.420
- Leasing-Forderungen n.a. 906 906
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 811.598 0
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 14 0
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 2.601 0
- Darlehen AC 2.358 0
- Cashpooling extern AC 23.278 0
- Leasing-Forderungen n.a. 3 3
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte AC 81.445 67.650
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 89.538 0
Summe Aktiva   1.158.244 73.979
Passiva      
1) Finanzverbindlichkeiten      
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) AC 141.773 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) AC 205.585 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) AC 223.530 0
- Darlehen von nahestehenden Personen (kurzfristig) AC 2.539 0
- Sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) AC 0 0
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) AC 486 0
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 443.688 0
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 292 0
4) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (kurzfristig) AC 0 0
5) Sonstige finanzielle Schulden      
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVtPL 2.844 0
- Sonstige (langfristig) AC 278 0
6) Sonstige Verbindlichkeiten      
- Abgegrenzte Schulden n.a. 333.675 333.675
- Sonstige AC 107.741 71.951
7) Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 371.084 371.084
Summe Passiva   1.833.515 776.710
In T€ Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva (Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Fair Value 31.12.2020 * 1
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte      
- Beteiligungen 0 4.214 4.214
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) 0 23.146 23.146
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) 0 64.321 64.321
- Ausleihungen 31.548 0 31.684
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 17.854 17.854
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0 --
- Leasing-Forderungen 0 0 910
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 811.598 0 --
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 14 0 --
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 2.601 2.601
- Darlehen 961 1.397 --
- Cashpooling extern 23.278 0 --
- Leasing-Forderungen 0 0 --
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 13.795 0  
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 89.538 0 --
Summe Aktiva 970.732 113.533 144.730
Passiva      
1) Finanzverbindlichkeiten      
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) 141.773 0 151.761
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 205.585 0 209.350
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) 223.530 0 223.530
- Darlehen von nahestehenden Personen (kurzfristig) 2.539 0 --
- Sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) 0 0 --
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) 486 0 --
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.688 0  
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 292 0  
4) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (kurzfristig) 0 0 --
5) Sonstige finanzielle Schulden      
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 2.844 2.844
- Sonstige (langfristig) 278 0 --
6) Sonstige Verbindlichkeiten      
- Abgegrenzte Schulden 0 0 --
- Sonstige 35.790 0 --
7) Leasing-Verbindlichkeiten 0 0 --
Summe Passiva 1.053.961 2.844 587.485

*1 Für die Angabe der beizulegenden Zeitwerte wird die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen. Wenn der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht, wird auf eine Angabe des Fair Values verzichtet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt und spiegeln die Preise wider, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten aus diesen Finanzinstrumenten von einer unabhängigen Partei übernehmen würde.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle Schulden

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten neben Beteiligungen auch Portfolios im Rahmen des Asset Managements. Die beizulegenden Zeitwerte von börsennotierten Wertpapieren und Fondsanteilen basieren auf Kursnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Marktbewertung der durch Fondsgesellschaften verwalteten Portfolios erfolgt anhand veröffentlichter Net Asset Values, Brokerpreisinformationen, respektive zu den Börsenkursen zum jeweiligen Bilanzstichtag. Für die auf Brokerinformationen basierten Preisfeststellungen werden für jede Portfolioposition drei unterschiedliche Preisquellen herangezogen. Die Bewertung der Einzelposition reflektiert den jeweils höchsten Geldkurs (bid price) aus diesen Preisquellen. Weichen der höchste und der durchschnittliche Geldkurs um mehr als 5 % voneinander ab, wird der Durchschnitt aus den drei Kursen für die Bewertung der Position herangezogen.

Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden, gelten auch als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich die Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit den jeweiligen Anschaffungskosten bilanziert. Es ist nicht geplant, von den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Beteiligungen wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen. Im Berichtsjahr sind die Beteiligungsanteile an der BRE Holding AG, Zug / Schweiz mit Gewinn veräußert worden. Das aus diesem Verkauf resultierende Ergebnis wurde im übrigen Finanzergebnis erfasst. Im Vorjahr gab es keine Abgänge von Anteilen verfügbarer Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair Values bestehen, werden diese angesetzt.

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihr beizulegender Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Hinsichtlich des Währungsrisikos werden strukturierte Optionen, FX-Swaps sowie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte dieser Sicherungsinstrumente durch externe Partner mittels anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt, wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die Bewertung einfließen. Die Optionen werden auf Basis von Garman-Kohlhagen Modellen von den jeweiligen Banken berechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der anderen derivativen Finanzinstrumente werden nach der Barwertmethode durch Diskontierung der kontrahierten Zahlungsströme ermittelt. Inputfaktoren der Bewertungsmodelle sind am Markt beobachtbare Marktpreise, Zinssätze und Volatilitäten, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden. Dabei finden zum Bilanzstichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / gegenüber assoziierten Unternehmen

Aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den Buchwerten entsprechen.

Die Gliederung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht überfälliger sowie überfälliger Forderungen sowie der Überfälligkeit ist unter dem Kreditrisiko dargestellt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle Schulden

Die Darlehen an Dritte und Darlehen an nahestehende Unternehmen sind variabel, zu marktgerechten Konditionen verzinst, weswegen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten beinhalten die USPP-Anleihen sowie langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Aufgrund der kurzfristigen Laufzeit wird für die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie für die Darlehen von nahestehenden Personen unterstellt, dass die Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Leasingforderungen

Die beizulegenden Zeitwerte der Leasingforderungen werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen Einzahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt.

Fair Value Hierarchie

Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair Value Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Diese Hierarchiestufe beinhaltet Aktien, Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere, für die entweder ein Börsenkurs verfügbar ist oder für die die Preise von einem unabhängigen Preisanbieter zur Verfügung gestellt werden, die auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Des Weiteren sind börsengehandelte Derivate der Stufe 1 zugeordnet.

Stufe 2: Andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) zu beobachten sind. Diese Stufe beinhaltet nicht börsengehandelte Derivate und nicht börsentäglich gehandelte Wertpapiere sowie Private Equity Fonds.

Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Bei den Beständen, die dieser Bewertungsstufe zugeordnet werden, handelt es sich um Investitionen in Hedgefonds.

Welcher Hierarchiestufe die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt zugeordnet wird, richtet sich nach der niedrigsten Stufe, deren Eingangsparameter für die Bewertung als Ganzes erheblich sind. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese zum Stichtag umgegliedert.

Zum 31. Dezember 2021 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten.

In T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete        
- Derivative finanzielle Vermögenswerte (FVtPL) 0 33.366 0 33.366
- Beteiligungen (FVtPL) 0 7.228 0 7.228
- Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL)) 2.452 123.609 49 126.111
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete        
- Derivative finanzielle Schulden (FVtPL) 0 7.461 0 7.461
In T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete        
- Derivative finanzielle Vermögenswerte (FVtPL) 0 20.455 0 20.455
- Beteiligungen (FVtPL) 0 4.214 0 4.214
- Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL)) 4.002 83.414 51 87.467
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete        
- Derivative finanzielle Schulden (FVtPL) 0 2.844 0 2.844

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente aus oder in die Stufe 3 der Fair Value Hierarchie umgegliedert. Die Gewinne und Verluste in Verbindung mit Finanzinstrumenten der Stufe 3 der Bemessungshierarchie werden erfolgswirksam im übrigen Finanzergebnis als Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des Anlagevermögens (Schuldinstrument) erfasst.

In T€ Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Wertpapiere des Anlagevermögens (Asset Management)
01.01.2021 51
Veräußerungen -7
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+) / 14
Verluste (-) aus Wertpapieren des Anlagevermögens (Schuldinstrument) -9
Umgliederungen aus (-) / in (+) Stufe 3 0
31.12.2021 49
Summe der in der Periode aufwands- oder ertragswirksam erfassten Gewinne oder Verluste der am Abschlussstichtag gehaltenen Vermögenswerte 9
In T€ Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Wertpapiere des Anlagevermögens (Asset Management)
01.01.2020 103
Veräußerungen -19
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+) / 55
Verluste (-) aus Wertpapieren des Anlagevermögens (Schuldinstrument) -88
Umgliederungen aus (-) / in (+) Stufe 3 0
31.12.2020 51
Summe der in der Periode aufwands- oder ertragswirksam erfassten Gewinne oder Verluste der am Abschlussstichtag gehaltenen Vermögenswerte -33

Bei den Finanzinstrumenten, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden, handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, deren Sensitivität sich nicht verlässlich bestimmen lässt. Risiken hieraus resultieren im Wesentlichen aus Zins- und Fremdwährungsänderungen sowie aus Wertänderungen, die durch Immobilien- und Rohstoffpreise beeinflusst werden.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden, stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

In T€ 21.12.2021
Stufe 1: Stufe 2: Stufe 3:
Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Andere Eingangsparamter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
Aktiva        
Ausleihungen 0 48.390 0 48.390
Leasingforderungen 0 13.533 0 13.533
Passiva        
USPP-Anleihen 0 396.988 0 396.988
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 330.337 0 330.337
In T€ 21.12.2020
Stufe 1: Stufe 2:
Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Andere Eingangsparamter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Aktiva    
Ausleihungen 0 31.684
Leasingforderungen 0 910
Passiva    
USPP-Anleihen 0 151.761
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 209.129
In T€ 21.12.2020
Stufe 3:
Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
Aktiva    
Ausleihungen 0 31.684
Leasingforderungen 0 910
Passiva    
USPP-Anleihen 0 151.761
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 209.129

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

31.12.2021
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value erhaltener finanz. Sicherheiten Gesamt-Nettogröße
Derivative finanzielle Vermögenswerte 33.366 0 33.366 -1.443 0 31.923
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.028.631 -30.333 998.298 583 0 998.881
Finanzverbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value gestellter finanz. Sicherheiten Gesamt-Nettogröße
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 7.461 0 7.461 -1.443 0 6.018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 586.432 -30.333 556.099 583 0 556.682
31.12.2020
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value erhaltener finanz. Sicherheiten Gesamt-Nettogröße
Derivative finanzielle Vermögenswerte 20.455 0 20.455 -1.456 0 18.999
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 829.428 -17.830 811.598 -10 0 811.588
Finanzverbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value gestellter finanz. Sicherheiten Gesamt-Nettogröße
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 2.844 0 2.844 -1.456 0 1.388
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 461.518 -17.830 443.688 -10 0 443.678

Bilanzielle Saldierungen treten bei Forderungen und Verbindlichkeiten auf, bei welchen Gutschriften gewährt bzw. erhalten werden.

Bei nicht bilanziell saldierungsfähigen Beträgen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehende Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, sodass lediglich eine Forderung bzw. Verbindlichkeit in Höhe des Saldos verbleibt. Kollateralverträge, die das Ausfallrisiko der Unternehmensgruppe reduzieren, wurden in diesem Zusammenhang nicht abgeschlossen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Nettogewinne oder -verluste

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar:

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien nach IFRS 9: 2021 2020
Finanzielle Vermögenswerte Amortized Cost (AC) 23.500 -19.350
Finanzielle Verbindlichkeiten Amortized Cost (AC) -11.101 11.019
Fair Value through P&L (FVtPL) 37.705 -5.846

Das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost (AC) beinhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (AC) sowie der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (AC) und betrifft Währungsumrechnungseffekte aus der Stichtagsbewertung sowie unterjährig realisierte Währungskursgewinne / -verluste. Des Weiteren beinhaltet das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen (AC), die die im Betriebsergebnis erfasste Veränderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausbuchungen von Forderungen und Krediten enthalten.

Das Nettoergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten Amortized Cost (AC) beinhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (AC), welche die Währungsumrechnungseffekte der USPP-Anleihen sowie die Zuschreibung eines Disagios anhand der Effektivzinsmethode betreffen. Zudem werden in dieser Kategorie die im Betriebsergebnis erfassten Währungseffekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (AC) dargestellt.

Das Nettoergebnis aus Fair Value through Profit & Loss (FVtPL) enthält Effekte aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen finanziellen Vermögenswerten und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten, Effekte aus der erfolgswirksamen Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam erfassten Bewertungen von als Eigenkapital- und Schuldinstrument kategorisierten Wertpapieren und Veräußerungs- und Bewertungsgewinne auf Beteiligungen.

b) Zinserträge und -aufwendungen der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente

Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinserträgen und Zinsaufwendungen entfallen auf finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, folgende Beträge:

In T€ 2021 2020
Zinserträge 2.211 1.437
Zinsaufwendungen -35.420 -18.679
Zinsergebnis -33.209 -17.242
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 (mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten)    
Darlehen und Forderungen (AC) 1.741 1.177
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten (AC) -13.105 -9.964
Zinserträge auf Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente (AC) 581 115

Zinserträge der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind ein Bestandteil des Nettoergebnisses von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) zuzuordnen sind. Dabei umfassen die Zinserträge der Kategorie "Darlehen und Forderungen (AC)" hauptsächlich Zinsen aus ausgereichten Darlehen und sonstigen Ausleihungen. In den Zinsaufwendungen der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten (AC)" sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen enthalten, die im Zusammenhang mit den US Private Placements entstanden sind sowie Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Risikomanagement

In der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf das Finanz- und Rechnungswesen die Funktion, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegungs- und Finanzberichtserstattungsprozesse zu gewährleisten. Das System beinhaltet Grundsätze und Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu minimieren.

Unter anderem wird regelmäßig geprüft, ob konzerneinheitliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Kontierungsvorgaben angewendet werden, konzerninterne Transaktionen vollständig erfasst und im Konzernabschluss entsprechend eliminiert werden, bilanzierungsrelevante Sachverhalte erkannt und entsprechend abgebildet werden sowie die Prozesse zur Funktionstrennung und zum Vier-Augen-Prinzip eingehalten werden.

Kapitalmanagement

Ziele der Kapitalmanagementstrategie des Konzerns sind, Erträge durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren und die Sicherung des Geschäftsbetriebes (Unternehmensfortführung) zu gewährleisten. Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, Eigenkapitalmaßnahmen sowie eine ausgewogene Finanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA. Im Mittelpunkt des Kapitalmanagements steht die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote beschreibt die Beziehung zwischen Eigen- und Gesamtkapital und errechnet sich aus deren Buchwerten. Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmensverbundes und desto unabhängiger ist der Konzern von Kapitalgebern. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einem Eigenkapital von T€ 2.390.510 (Vorjahr: T€ 2.182.844) und einem gestiegenen Gesamtkapital 37,8 % (Vorjahr: 50,7 %).

Während in Luxemburg keine gesetzlichen Regelungen zu einem Mindestkapital bestehen, unterliegt die Unternehmensgruppe Theo Müller hinsichtlich der begebenen USPP-Anleihen bestimmten Financial Covenants, die seit Begebung der Anleihe eingehalten wurden. Die Covenants beziehen sich im Wesentlichen auf den Verschuldungsgrad. In einem halbjährigen Reporting werden diese auf ihre Einhaltung geprüft und den Anleihegläubigern berichtet. Ein Bruch der Covenants hätte zur Folge, dass die Investoren die USPP-Anleihen sofort fällig stellen könnten.

Des Weiteren ist die Unternehmensgruppe hinsichtlich des zweckgebundenen Tilgungsdarlehens während der Laufzeit an die Einhaltung von Covenants (Verschuldungsgrad und Zinsdeckungsfaktor) gebunden, deren Nichteinhaltung zur sofortigen Fälligkeit führen könnte.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei in der Unternehmensgruppe unter anderem aus dem operativen Geschäft sowie einer vorzeitigen Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten bei Nichteinhaltung von Financial Covenants.

Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko) oder aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten aufgelöst bzw. glattgestellt werden können (Marktliquiditätsrisiko).

Die Unternehmensgruppe generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft sowie durch das Halten von Beteiligungen als auch durch externe Finanzierungen. Die Unternehmensgruppe steuert ihre Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit die Zahlungsmittel auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung steuert und auch Kreditlinien bei Banken in Anspruch nimmt, um den finanziellen Verpflichtungen unter normalen Marktbedingungen und Konditionen nachzukommen.

Die liquiden Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Festgelder sowie Sicht- und Termineinlagen). Zum Jahresende 2021 bestanden für die Unternehmensgruppe 11 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 335 Mio. € bei unabhängigen Banken (Vorjahr: 12 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 692 Mio. €), von denen 177 Mio. € (Vorjahr: 611 Mio. €) nicht in Anspruch genommen waren. Der zu zahlende Zinssatz für eine Inanspruchnahme von Kreditlinien basiert im Wesentlichen auf dem €STR / SONIA plus Marge. Zum Bilanzstichtag bestehen Avalkredite in Höhe von T€ 16.014 (Vorjahr: T€ 25.301), die zum Teil an die Kreditlinien angerechnet werden.

Daneben überwacht der Konzern in den einzelnen operativen Geschäftseinheiten das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels IT-Tools, E-Banking und Cash-Management-Systemen. Eine auf Teilkonzernplanung basierende Liquiditätsplanung zeigt über einen Zeitraum von über einem Jahr die zu erwartende Entwicklung der Liquidität auf. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien ein.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen der Unternehmensgruppe sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sowie Schätzungen der operativen Cashflows einbezogen.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert. Kann eine Gegenpartei wählen, zu welchem Zeitpunkt ein Betrag gezahlt wird, ist die Verbindlichkeit der frühesten Periode zuzuordnen. Für die derivativen Finanzinstrumente, bei denen generell ein Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist, werden im Rahmen der Fälligkeitsanalyse die Bruttozahlungsströme angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die undiskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden. Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.

In T€ zum 31. Dezember 2021 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
Buchwert <1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Bruttoabfluss
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten          
Finanzverbindlichkeiten          
USPP-Anleihe kurz- und langfristig 403.032 162.811 7.653 260.025 430.489
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 432.603 135.820 294.524 6.954 437.299
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 441.513 440.763 0 750 441.513
Darlehen von nahestehenden Personen 2.486 1 0 2.485 2.486
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 556.099 556.099 0 0 556.099
Sonstige finanzielle Schulden          
Übrige sonstige Schulden 2.339 687 1.652 0 2.339
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.500 17.500 0 0 17.500
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen 729 729 0 0 729
Sonstige Verbindlichkeiten          
Sonstige 587.627 580.265 4.445 2.917 587.627
Leasing-Verbindlichkeiten 1.061.163 210.028 414.131 437.525 1.061.683
Summe 3.505.091 2.104.703 722.405 710.656 3.537.764
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Bruttoausgleich -6.049 -6.427 -3 0 -6.430
- cash outflow   -585.087 -224 0 -585.311
- cash inflow   578.660 221 0 578.881
In T€ zum 31. Dezember 2020 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
Buchwert <1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Bruttoabfluss
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten          
Finanzverbindlichkeiten          
USPP-Anleihe kurz- und langfristig 141.773 5.305 147.918 0 153.223
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 429.115 262.192 158.669 13.297 434.158
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Darlehen von nahestehenden Personen 2.539 1 0 2.538 2.539
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.688 443.688 0 0 443.688
Sonstige finanzielle Schulden          
Übrige sonstige Schulden 764 764 0 0 764
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen 292 292 0 0 292
Sonstige Verbindlichkeiten          
Sonstige 441.416 438.900 1.216 1.300 441.416
Leasing-Verbindlichkeiten 371.083 65.284 164.667 150.824 380.775
Summe 1.830.670 1.216.426 472.470 167.959 1.856.855
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Bruttoausgleich -1.851 -1.767 21 0 -1.746
- cash outflow   -98.949 -2.632 0 -101.581
- cash inflow   97.182 2.653 0 99.835

Es wird nicht erwartet, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungen in der Restlaufzeitenanalyse erheblich früher als angegeben zu Mittelabflüssen führen, noch, dass diese in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl Termingeschäfte und -optionen, als auch Swaps (Währungsswaps) sowie Rohstoffderivate. Die vertragliche Gestaltung legt fest, ob diese miteinander verrechnet werden und damit zu einem Nettoausgleich führen oder ob beide Vertragsparteien ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen haben (Bruttoausgleich). Terminkontrakte mit negativem Marktwert werden mit den Bruttobeträgen aus Zahlungsmittelabflüssen und -Zuflüssen dargestellt. Zinsswaps werden mit den Nettobeträgen aus zu zahlenden Zinsen in die Laufzeitbänder eingeordnet. Optionen mit Stilhalterposition werden aufgrund bisheriger Nichtausübung keinem Laufzeitband zugeordnet und betragen zum Stichtag T€ 1.012 (Vorjahr: T€ 1.362).

Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen wie auch der liquiden Mittel sieht sich die Unternehmensgruppe keinem Konzentrationsrisiko im Bereich der Liquidität ausgesetzt.

Marktrisiken

Marktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Die Unternehmensgruppe ist aufgrund ihrer europaweiten Geschäftsaktivitäten Marktrisiken hauptsächlich aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Daneben ist der Konzern dem Risiko ausgesetzt, dass sich der beizulegende Zeitwert sowie die künftigen Zahlungsströme von Finanzinstrumenten aufgrund von Schwankungen der Marktpreise ändern. Diese Marktrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben. Ziel des gruppenweiten Risikomanagements der Unternehmensgruppe ist es, diese Marktrisiken über ihre gewöhnlichen operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten sowie, falls geeignet, über den Kauf und Verkauf derivativer Finanzinstrumente zu steuern und zu überwachen. Sämtliche Aktivitäten stehen im Einklang mit den gruppenweiten Richtlinien des Risikomanagements. Die zentrale Finanzabteilung beurteilt Risiken regelmäßig, indem Änderungen ökonomischer Schlüsselindikatoren sowie Marktinformationen verfolgt werden. Hedge Accounting findet in der Unternehmensgruppe keine Anwendung.

a) Währungskursrisiken

Währungskursrisiken im Sinne von IFRS 7 resultieren aus der Denominierung von Finanzinstrumenten in einer Fremdwährung, die nicht der funktionalen Währung der Unternehmensgruppe entspricht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Finanzinstrumente in funktionaler Währung sowie nicht-monetäre Positionen weisen hingegen kein Währungsrisiko auf.

In der Unternehmensgruppe resultieren Währungsrisiken aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese bestehen vor allem zwischen dem US-Dollar, dem britischen Pfund, schweizer Franken, den norwegischen und tschechischen Kronen sowie polnischen Zloty gegenüber dem Euro. Bei den Währungskursrisiken werden Zahlungsströme aus zukünftigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung nach dem Grundsatz "Keine Absicherung ohne Grundgeschäft" und nach einer internen Richtlinie zwischen 0 % bis 100 % vom Exposure (Bedarf für einen definierten Zahlungszeitraum) abgesichert.

Die der Absicherung künftiger Zahlungsströme dienenden Finanzinstrumente werden ergebniswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Betrag, den die Unternehmensgruppe bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts am Stichtag zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente wird auf Basis verfügbarer Marktnotierungen berechnet, ohne dass eine Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen der Grundgeschäfte erfolgt. Zur Sicherung dieses Risikos werden neben marktüblichen Instrumenten wie Devisentermingeschäfte bzw. Devisenoptionen auch exotische Optionen im Währungsbereich eingesetzt. Zum Stichtag sind Optionen mit Barrier und Window Double Barrier Eigenschaften im Bestand, die ebenfalls zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen dienen. Die exotischen Optionen ermöglichen eine Kursverbesserung bzw. Partizipation an besseren Kursen, sofern die Barriers halten.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich Milcheinkäufe in Tschechien und Polen sowie Euro-Einkäufe der englischen Gesellschaften. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus den USPP-Anleihen auf dem US-amerikanischen Markt. Davon sind zum Bilanzstichtag 100 % für bilanzierte Anleihen, das heißt 182 Mio. USD von 182 Mio. USD (Vorjahr: 100 %; 188 Mio. USD von 188 Mio. USD; Zinszahlungen und Kapitalbetrag) sowie 90 Mio. USD für abgeschlossene Anleihen durch den Einsatz von Währungsderivaten abgesichert.

Die folgende Tabelle stellt das Nominalvolumen sowie die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate zum Bilanzstichtag dar. Unter Nominalwert ist dabei der auf die funktionale Währung denominierte Gegenwert von abgesicherten, gekauften oder verkauften Fremdwährungsbeträgen mit konzernexternen Vertragspartnern zu verstehen.

In T€ Nominalwerte Marktwerte
Fremdwährungsderivate Kauf Verkauf Summe 31.12.2021
CHF 0 0 0 32.048
PLN -25.063 -6.000 -31.063 738
NOK -11.669 -6.000 -17.669 331
HKD -325 0 -325 15
HUF -1.619 0 -1.619 4
AUD 0 193 193 2
SEK -391 0 -391 -1
USD -194.653 37.752 -156.900 -34
ILS 0 1.813 1.813 -114
EUR 0 -7.077 -7.077 -1.927
GBP 43.500 547.029 590.529 -5.156
CZK -44.364 -12.000 -56.364 -5.156
  -234.583 555.711 321.128 20.750
In T€ Nominalwerte Marktwerte
Fremdwährungsderivate Kauf Verkauf Summe 31.12.2020
CHF -927 0 -927 -1
PLN -46.690 -51.120 -97.810 -1.196
NOK -8.244 -5.000 -13.244 244
HKD -646 0 -646 -19
HUF 142 4.000 4.142 -44
AUD 0 248 248 -3
SEK -388 0 -388 10
USD -181.546 56.973 -124.573 17.171
ILS 0 1.324 1.324 34
EUR 534 -1.327 -793 -93
GBP 31.251 145.128 176.379 779
CZK -33.491 0 -33.491 728
  -240.006 150.226 -89.780 17.610

Die in der Tabelle aufgeführten Marktwerte stellen derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. Schuldposten der Unternehmensgruppe dar. Die Nominalwerte beschreiben hingegen das Sicherungsvolumen (abgesichertes, künftiges Exposure), ausgedrückt in Euro. Die Restlaufzeit der derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungsrisiken zum Bilanzstichtag beträgt maximal 14 Monate. Einzige Ausnahme bildet hier das Sicherungsinstrument für das USPP mit einer Restlaufzeit von 61 Monaten.

Die folgende Tabelle zeigt die Auflistung der wesentlichen Fremdwährungen der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Schulden zum Bilanzstichtag, welche aus Sicht der jeweiligen Konzerngesellschaft einem Währungsrisiko unterliegen. Die Euro-Exposure von Fremdwährungsgesellschaften wurden den jeweiligen funktionalen Währungen der Konzerngesellschaften zugeordnet.

In T€ - 2021 Währungsrisiko Gesamt USD GBP CHF NOK CZK
Barreserve 24.861 433 8.949 11.758 2.591 216
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 28.721 12.993 10.048 329 0 2.739
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 58.746 55.989 0 2.757 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Sonstige 6.450 0 0 6.450 0 0
USPP-Anleihen -153.032 -153.032 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -58.354 1.696 -63.583 -514 7.075 -2.610
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -13.817 -531 -17.492 -338 0 6.520
Netto Exposure -106.425 -82.451 -62.078 20.443 9.666 6.864
In T€ - 2021 PLN ILS HUF AUD HKD SEK
Barreserve 777 4 101 0 32 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 1.378 720 227 285 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 0 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Sonstige 0 0 0 0 0 0
USPP-Anleihen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -781 1 355 -54 23 40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -353 -1.621 0 -2 0 0
Netto Exposure 1.021 -897 683 230 55 40
In T€ - 2020 Währungsrisiko Gesamt USD GBP CHF NOK CZK
Barreserve 49.612 541 27.111 15.902 2.472 1.085
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 32.798 10.463 12.969 281 0 2.123
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 33.809 32.125 0 1.684 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Sonstige 0 0 0 0 0 0
USPP-Anleihen -141.773 -141.773 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -63.687 -60.032 -7.119 39 70 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -30.616 -1.055 -19.290 -782 0 86
Netto Exposure -119.857 -159.731 13.671 17.124 2.542 3.294
In T€ - 2020 PLN ILS HUF AUD HKD SEK
Barreserve 2.436 0 32 0 33 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 5.616 702 423 221 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 0 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Sonstige 0 0 0 0 0 0
USPP-Anleihen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.932 0 136 70 1 217
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -9.575 0 0 0 0 0
Netto Exposure 1.408 702 591 291 34 217

Sensitivitätsanalyse

Aus den verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat die Unternehmensgruppe ein auf der Sensitivitätsanalyse basierendes System implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht den Risikomanagern die Identifizierung der Risikopositionen der einzelnen Geschäftseinheiten. Bei einer Sensitivitätsanalyse wird berechnet, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital haben. Neben Währungsrisiken unterliegt die Unternehmensgruppe auch Zinsänderungsrisiken. In die Sensitivitätsanalyse werden sämtliche Finanzinstrumente der Unternehmensgruppe einbezogen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risikoabschätzung hinsichtlich des Währungsrisikos unterstellt hierbei eine Auf- / Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 %. Es gelten grundsätzlich alle Finanzinstrumente dem Währungsrisiko als ausgesetzt, welche nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften denominiert sind. Hierbei sind insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, finanzielle Vermögenswerte des Asset Managements, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden enthalten.

Wenn der Euro gegenüber den folgenden Währungen um 10 % auf- bzw. abgewertet wird, hat das den in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Aufstellung unterstellt, dass sämtliche Parameter -vor allem der Zinssatz -unverändert geblieben wären. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode. In der Sensitivitätsanalyse werden alle Währungspaare gegen den Euro sensitiviert.

In T€ - 2021 -10 % GuV +10 % GuV
GBP -53.491 48.692
USD 7.352 -6.034
CZK 5.162 -4.556
PLN -2.748 2.179
NOK 2.080 -1.692
CHF 1.411 -1.852
HUF 197 -157
ILS -134 109
AUD 109 -90
SEK 48 -39
HKD 37 -30
  -39.977 36.532

Das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

In T€ - 2020 -10 % GuV +10 % GuV
GBP -4.464 -6.022
USD 5.888 -4.867
CZK 3.479 -2.788
PLN -1.367 -687
NOK 759 -621
CHF -891 1.259
HUF 175 -135
ILS -65 53
AUD 4 -3
SEK 68 -56
HKD 67 -54
  3.653 -13.921

Die wesentlichen Wechselkurse des Berichtsjahres sind unter dem Punkt "Währungsumrechnung" dargestellt.

b) Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen aus bilanzierten sowie nicht bilanzierten zinstragenden Finanzinstrumenten und sind von den Marktzinsvolatilitäten abhängig. Die Marktzinsvolatilitäten stellen sowohl Zinsniveauveränderungen als auch Drehungen der Zinsstruktur dar. Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Gesamtauswirkung bezieht sich auf den zinstragenden Bestand an Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag und zeigt den Effekt auf das Zinsergebnis durch eine Parallelverschiebung der Zinskurve und eine Neubewertung festverzinslicher zum Fair Value bewerteter Finanzinstrumente. Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wirken sich in der Sensitivitätsanalyse auf das Zinsergebnis aus. Festverzinsliche Finanzinstrumente haben generell keine ergebniswirksame Auswirkung auf das Zinsergebnis. Sie haben nur dann eine ergebniswirksame Auswirkung im übrigen Finanzergebnis, wenn sie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Bestand an zinstragenden Finanzinstrumenten setzt sich zum Bilanzstichtag für die wesentlichen Währungen wie folgt zusammen:

Angabe in T€ - 2021 Gesamt EUR GBP USD NOK CHF
Langfristige finanzielle Vermögenswerte            
• sonstige Ausleihungen 44.534 43.677 857 0 0 0
• Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 23.510 23.510 0 0 0 0
• ausgereichte Darlehen 0 0 0 0 0 0
• sonstige langfristige Vermögenswerte 7.047 6.947 0 0 0 100
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte            
• ausgereichte Darlehen 2.162 1.397 737 0 0 0
• sonstige kurzfristige Vermögenswerte 298 0 298 0 0 0
Leasingforderungen            
• Leasingforderungen langfristig 13.526 200 13.327 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 82.700 18.489 59.631 459 -2.415 4.733
Finanzverbindlichkeiten            
• USPP-Anleihen 403.032 250.000 0 153.032 0 0
• Aufgenommene Darlehen 459.013 458.713 300 0 0 0
• Darlehen von nahestehenden Personen 2.485 2.485 0 0 0 0
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 433.323 360.600 77.233 -1.696 -7.075 514
Gesamt: 1.471.630 1.166.018 152.381 151.795 -9.490 5.346
Angabe in T€ - 2021 CZK PLN HKD HUF AUD SEK
Langfristige finanzielle Vermögenswerte            
• sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
• Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0 0
• ausgereichte Darlehen 0 0 0 0 0 0
• sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte            
• ausgereichte Darlehen 28 0 0 0 0 0
• sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Leasingforderungen            
• Leasingforderungen langfristig 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 222 1.321 1 101 158 0
Finanzverbindlichkeiten            
• USPP-Anleihen 0 0 0 0 0 0
• Aufgenommene Darlehen 0 0 0 0 0 0
• Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 0 0 0 0
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 2.610 781 697 -355 54 -40
Gesamt: 2.860 2.103 698 -254 213 -40
Angabe in T€ - 2020 Gesamt EUR GBP USD NOK CHF
Langfristige finanzielle Vermögenswerte            
• sonstige Ausleihungen 22.621 22.008 613 0 0 0
• Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0 0
• ausgereichte Darlehen 8.000 8.000 0 0 0 0
• sonstige langfristige Vermögenswerte 126 30 0 0 0 95
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte            
• ausgereichte Darlehen 931 77 834 0 0 0
• sonstige kurzfristige Vermögenswerte 18 0 10 0 0 0
Leasingforderungen            
• Leasingforderungen langfristig 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 81.778 22.709 48.554 554 2.472 2.760
Finanzverbindlichkeiten            
• USPP-Anleihen 141.773 0 0 141.773 0 0
• Aufgenommene Darlehen 2.538 2.538 0 0 0 0
• Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 0 0 0 0
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 429.110 365.424 7.119 60.032 -70 -39
Gesamt: 686.895 420.787 57.130 202.359 2.402 2.816
Angabe in T€ - 2020 CZK PLN HKD HUF AUD SEK
Langfristige finanzielle Vermögenswerte            
• sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
• Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0 0
• ausgereichte Darlehen 0 0 0 0 0 0
• sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte            
• ausgereichte Darlehen 19 0 0 0 0 0
• sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 8 0 0 0 0
Leasingforderungen            
• Leasingforderungen langfristig 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 212 4.122 363 32 0 0
Finanzverbindlichkeiten            
• USPP-Anleihen 0 0 0 0 0 0
• Aufgenommene Darlehen 0 0 0 0 0 0
• Darlehen von nahestehenden Personen 0 0 0 0 0 0
• Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 0 -2.932 -1 -136 -70 -217
Gesamt: 231 1.199 362 -104 -70 -217

Für das Zinsrisiko wird durch die Sensitivitätsanalyse der Effekt einer Änderung der Marktzinssätze auf das Jahresergebnis dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente unter folgenden Bedingungen: Eine Veränderung (+ / -) des Marktzinsniveaus zum 31. Dezember um 100 Basispunkte hätte das Ergebnis wie folgt verbessert (verschlechtert). Alle anderen Variablen, insbesondere Währungskurse, bleiben unverändert. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode.

In T€ GuV
+100 Basispunkte paralleles Ansteigen -100 Basispunkte paralleles Absinken
31.12.2021    
Langfristige finanzielle Vermögenswerte    
- Sonstige Ausleihungen 228 -228
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 235 -235
- Sonstige Vermögenswerte 1 -1
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 402 -402
Finanzverbindlichkeiten    
- Aufgenommene Darlehen -2.255 950
- Darlehen von nahestehenden Personen -25 25
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) -910 910
Cashflow Sensitivität -2.324 1.019
31.12.2020    
Langfristige finanzielle Vermögenswerte    
- Sonstige Ausleihungen 87 -87
- Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0
- Sonstige Vermögenswerte 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 600 -600
Finanzverbindlichkeiten    
- Aufgenommene Darlehen -25 25
- Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) -651 651
Cashflow Sensitivität 11 -11

c) Andere Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Eine Änderung dieser Risikovariablen nimmt Einfluss auf die als FVtPL kategorisierten Wertpapiere und Portfolios (Asset Management).

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung bei als Eigenkapital- oder Schuldinstrument eingestuften Wertpapieren des Anlagevermögens, wenn der Realtime-Kurs (RT-Kurs) gegenüber dem Bilanzstichtag um (+ / -) 10 % gestiegen / gesunken wäre.

In T€ - 2021 GuV
RT + 10
%
RT- 10
%
Langfristige finanzielle Vermögenswerte    
Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL) 11.777 -11.777
davon    
- Aktien 638 -638
- Fonds 11.139 -11.139

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass eine Vertragspartei ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Die Unternehmensgruppe ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt.

a) Liquide Mittel

Bei der Anlage von liquiden Mitteln werden Finanzinstitute und Emittenten von Wertpapieren sorgfältig ausgewählt. Das Ausfallrisiko wird vermindert, indem als Gegenpartei nur Banken und Finanzinstitute ausgewählt werden, die beim Abschluss einer Transaktion kurzfristig mindestens ein A2 (Standard & Poor's) bzw. P2 - Rating (Moody's) und langfristig mindestens ein BBB (Standard & Poor's) bzw. Baa2 - Rating (Moody's) aufweisen. Zur weiteren Risikobegrenzung werden die Vermögenswerte auf mehrere Bankinstitute aufgeteilt. Diese Bonitätsrisiken werden streng überwacht und innerhalb vorgegebener Parameter gehalten. Konzernrichtlinien sorgen dafür, dass das Kreditrisiko gegenüber Finanzinstituten begrenzt ist. Das maximale Ausfallrisiko aus Anlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Die Unternehmensgruppe Theo Müller erwartet keine Verluste aufgrund der Tatsache, dass die Gegenparteien ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen könnten.

Die Banken, bei denen Guthaben und Kontokorrentkredite bestehen, haben folgende langfristige Emittenten Ratings:

in T€
Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich Kontokorrentkredite 31.12.2021 31.12.2020
A1 109 0
A2 2.029 1.173
A3 22.402 -34.840
Bai 0 -20.405
Baal 2.766 48.875
Baa2 -48.845 -50.682
Baa3 2.181 13.421
n/a 2.006 -99.294
Gesamt -17.352 -141.752

b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Molkereiprodukten und Feinkostartikeln aller Art sowie deren Vertrieb als auch aus der Erbringung von Dienst- und Transportleistungen.

Die Kunden des Geschäftsbereichs Molkerei setzen sich aus Großhandel, Verteiler, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte besteht in Deutschland, in Großbritannien, in Polen und in Italien -entgegen dem Bereich Commodities -eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur.

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen setzen sich die Kunden der dort zugeordneten Logistikunternehmen im Wesentlichen aus Lebensmittelproduzenten und im Geschäftsbereich Feinkost aus Einzel- und Großhändlern sowie Copackern zusammen. Sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland besteht eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur.

Das Kreditrisiko beinhaltet das Zahlungsausfallrisiko jedes einzelnen Kunden. Die Unternehmensgruppe steuert das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis interner Richtlinien. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte oder historische Daten aus den bisherigen Geschäftsbeziehungen herangezogen. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Ausnahme einiger Einkaufskooperationen anhand einer Kreditversicherung abgesichert und reduzieren folglich das maximale Kreditausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag sind T€ 84.487 (Vorjahr: T€ 186.561) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen versichert. Der Selbstbehalt beträgt 0 - 5 %.

Insgesamt wurde für einen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 10.719 (Vorjahr: T€ 10.576) eine individuelle Risikovorsorge erfasst. Für die unter die Ausnahme fallenden Einkaufskooperationen besteht ein internes, vom Management Board genehmigtes Kreditlimit. Somit sind circa 99 % aller Forderungen durch das interne Risikomanagement abgesichert.

Ausfallrisiken wird mittels einer Risikovorsorge über erwartete Kreditausfälle nach IFRS 9 Rechnung getragen. Die historischen Forderungsausfälle waren unwesentlich. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildete Risikovorsorge für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Generell unterliegen verkaufte Güter bis zur Bezahlung einer Eigentumsvorbehaltsklausel, sodass für die Unternehmensgruppe im Fall der Nichtbezahlung ein gesicherter rechtlicher Anspruch besteht. Daneben entfalten Kreditversicherungen sowie eventuell geforderte Bankbürgschaften risikomindernde Wirkung. Geschäfte mit Neukunden, für die keine Kreditversicherung abgeschlossen werden konnte bzw. die als risikoreich eingestuft wurden, werden nur auf Vorauszahlungsbasis abgeschlossen.

Unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise entfallen auf 8 Kundengruppen etwa 51 % (Vorjahr: 54 %) des Konzernnettoumsatzes. Keine andere Kundengruppe macht mehr als 11 % (Vorjahr: 10 %) des Konzernnettoumsatzes aus. Der höchste Betrag für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht rund 9 % (Vorjahr: 10 %) der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2021. Folglich bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken.

Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus derivativen Sicherungsgeschäften infolge positiver beizulegender Zeitwerte wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Folgende Abbildungen stellen die Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Überleitung der Brutto-Forderung auf die Netto-Forderung sowie durch Überleitung der gesamten Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:

in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 1.010.551 825.046
Abzüglich Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen 12.253 13.448
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 998.298 811.598

Die Wertberichtigungen entwickelten sich dabei wie folgt:

T€ Anfangsbestand 01.01.2021 Zugang Kons-Kreis Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Umrechnungsdifferenz
individuelle Risikovorsorge 10.573 3.034 -4.642 -1.464 442 884
ECL 2.875 1.095 0 -930 239 147
Gesamt 13.448 4.129 -4.642 -2.394 681 1.031
T€ Endbestand 31.12.2021
individuelle Risikovorsorge 8.827
ECL 3.426
Gesamt 12.253
T€ Anfangsbestand 01.01.2020 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Umrechnungsdifferenz Endbestand 31.12.2020
individuelle Risikovorsorge 6.909 -190 -443 4.668 -371 10.573
ECL 3.405 0 -912 533 -151 2.875
Gesamt 10.314 -190 -1.355 5.201 -522 13.448

Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2021:

Externes Rating Zuordnung zum internen Rating Bruttobuchwert Wertberichtigung ECL Ermittlung
AAA bis BBB- Performing 801.586 T€ 1.978 T€ 12-Monats ECL
BB+ bis D Underperforming 114.006 T€ 1.448 T€ Lifetime ECL

Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2020:

Externes Rating Zuordnung zum internen Rating Bruttobuchwert Wertberichtigung ECL Ermittlung
AAA bis BBB- Performing 677.891 T€ 2.007 T€ 12-Monats ECL
BB+ bis D Underperforming 70.662 T€ 868 T€ Lifetime ECL

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenden Kreditrisiken:

Buchwerte
in T€
2021 2020
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 805.685 715.460
Überfällige Forderungen, ohne individuelle Risikovorsorge, davon    
-weniger als 30 Tage 140.521 60.160
- 30 bis 60 Tage 18.783 11.538
- 61 bis 90 Tage 6.478 4.443
-mehr als 90 Tage 7.814 9.474
Gesamt 979.281 801.075
Bestand Forderungen vor individueller Risikovorsorge 10.719 10.576
Individuelle Risikovorsorge auf Forderungen -8.826 -10.573
Risikovorsorge nach IFRS 9 (Stufe 1 & 2) -3.427 -2.875
Kreditorische Debitoren 20.673 13.795
Fremdwährungsbewertung -122 -400
Buchwert (netto) 998.298 811.598

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus Forderungen und sonstigen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Die Unternehmensgruppe erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend.

Finanzielle Vermögenswerte

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditausfallrisiko dar.

Maximales Ausfallrisiko

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzinstrumente und der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben.

[32] Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Mittelbar und unmittelbar nahestehende Unternehmen und Personen sind assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und nicht konsolidierte Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller sowie Personen, die über einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Unternehmensgruppe Theo Müller verfügen. Dies sind insbesondere die Geschäftsführer des Mutterunternehmens und die Mitglieder des Aufsichtsrates.

Transaktionen aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller empfangen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit auch Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Preisen wie mit Dritten abgewickelt. Darüber hinaus bestehen zwischen den Konzerngesellschaften und den Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen aus dem Erbringen und Beziehen von Dienstleistungen.

Im Folgenden wird eine Übersicht über die Geschäftsvorfälle mit den oben genannten nahestehenden Personen und Unternehmen gegeben. Hierbei wird nach Art der Geschäftsvorfälle untergliedert. Zudem wird auf die Tz. [15] Eigenkapital verwiesen.

Transaktionsvolumen Forderungen Verbindlichkeiten
2021
T€
2020
T€
31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Verkauf / Kauf            
Vermögensgegenstände            
an sonstige nahestehende Unternehmen 0 0 0 0 0 0
von sonstigen nahestehenden Unternehmen 0 0 0 0 0 0
an Gemeinschaftsunternehmen 1 0 0 0 0 0 0
von Gemeinschaftsunternehmen 1 0 0 0 0 0 0
Geleistete oder bezogene Dienstleistungen            
an sonstige nahestehende Unternehmen 0 607 0 317 0 0
von sonstigen nahestehenden Unternehmen -3.678 -4.253 0 0 113 285
an Gemeinschaftsunternehmen 1 60 117 386 14 0 0
von Gemeinschaftsunternehmen 1 0 0 0 0 729 292
Darlehen            
von sonstigen nahestehenden Personen 0 0 0 0 2.486 2.539
Gewährte Darlehen            
an sonstige nahestehende Unternehmen 0 0 20.727 20.727 0 0
an Gemeinschaftsunternehmen 1 0 0 24.247 834 0 0

(Ertrag (+) / Aufwand (-))

1 beinhaltet neben direkten Transaktionen zwischen dem Beteiligungsunternehmen und dem jeweiligen Mutterunternehmen auch sämtliche weitere Transaktionen mit sonstigen Konzernunternehmen

Bezüge der Geschäftsführung und leitender Angestellter in Schlüsselpositionen

Der Geschäftsführung und anderen leitenden Angestellten in Schlüsselpositionen der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurden im Verlauf des Geschäftsjahres die folgenden Bezüge gewährt:

In T€ Aufwand 2021 Offene Posten 31.12.2021 Aufwand 2020 Offene Posten 31.12.2020
kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 4.889 1.135 5.362 826
Andere langfristig fällige Leistungen 291 0 0 0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.325 0 342 0
Gesamt 6.505 1.135 5.704 826

[33] Durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten

Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter und deren Aufteilung stellt sich in der Unternehmensgruppe Theo Müller wie folgt dar:

Durchschnittliche Anzahl Beschäftigte 2021 2020
Angestellte 7.865 6.755
Gewerbliche Mitarbeiter 19.539 17.488
Auszubildende 236 238
Sonstige 330 336
Leiharbeiter 1.032 1.218
Gesamt 29.002 26.035

[34] Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2021 ist für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. folgender Aufwand erfasst:

Abschlussprüferhonorar
in T€
2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 2.156 1.728
davon Vorjahr 9 72
Andere Bestätigungsleistungen 0 22
Sonstige Leistungen 0 55
Gesamt 2.156 1.805

[35] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Februar 2022 hat Russland einen flächendeckenden Angriff auf die Ukraine gestartet und damit weltweites Entsetzen ausgelöst. Die NATO hat als unmittelbare Gegenreaktion seine Verteidigungspläne aktiviert und die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben am gleichen Tag in einer Sondersitzung ein umfangreiches Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Dieses Paket sieht Sanktionen in den Bereichen Energie, Finanzen, Transport, Exportkontrollen und Visabeschränkungen vor. Weitere Sanktionen folgten im Zeitverlauf.

Mit dem Beginn des Krieges haben sich die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Europa grundlegend verändert. In der Folge ergeben sich erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Insbesondere die hohen und weiterhin stark steigenden Preise für Energie- und Rohstoffe, Störungen der Lieferketten durch Produktionsausfälle sowie starke Beeinträchtigungen im internationalen Zahlungsverkehr treffen auch die europäische Wirtschaft. Die Wachstumsaussichten, der durch die Corona-Pandemie bereits geschwächten Wirtschaft, werden hierdurch deutlich gedämpft. Aufgrund der hohen Komplexität der Lieferketten und der indirekten Abhängigkeiten ist das genaue Ausmaß im Hinblick auf die künftige Entwicklung zum jetzigen Zeitpunkt allerdings schwer zu prognostizieren.

Für die Unternehmensgruppe Theo Müller besteht kein direktes Umsatz- und Produktionsrisiko, allerdings wird sich die schon bestehende angespannte Versorgungslage mit Rohwaren und Verpackungen weiter verschlechtern und zunehmend zu Lieferengpässen und höheren Risiken, bei gleichzeitig steigenden Kosten führen. Sprunghafte Preissteigerungen im Energiesektor werden zudem das Ergebnis belasten.

Um die unmittelbaren Auswirkungen des Krieges für die gesamte Unternehmensgruppe Theo Müller, aber auch um die humanitäre Hilfe für die ukrainischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Wesentlichen an unseren polnischen Produktionsstandorten beschäftigt sind, koordiniert und zielgerichtet steuern zu können, wurde in der Unternehmensgruppe Theo Müller unmittelbar nach Kriegsausbruch ein zentraler Krisenstab gebildet.

Für die Unternehmensgruppe Theo Müller ergeben sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit und geografischen Aufstellung keine unmittelbaren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und die zukünftige Entwicklung. Die weitere Entwicklung wird in der Unternehmensgruppe sehr genau beobachtet.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 erwarb die Fowler Welch Ltd. mit Sitz in Spalding / England alle Anteile an der Vitrans Ltd. und ihrem Tochterunternehmen Robert Burns Ltd., beide mit Sitz in Braxburn / Schottland. Mit insgesamt ca. 90 Mitarbeitern erbringen die Gesellschaften Dienstleistungen im Bereich der temperaturgeführten Logistik für Kunden in Großbritannien.

Zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe ergaben sich keine weiteren signifikanten Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation.

 

Luxemburg, 23. Mai 2022

diese vertreten durch ihre Komplementäre,
die Unternehmensgruppe Theo Müller S.a r.l.,

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.,

diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer

Marcus Almeling

Michael Singer

BERICHT DES "REVISEUR D'ENTREPRISES AGREE"

An die Gesellschafter der

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

2b, rue Albert Borschette

L-1246 Luxemburg

Bericht über die Konzernabschlussprüfung

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. und der Tochtergesellschaften (der "Konzern") -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, mit einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft.

Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsflüsse für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz über die Prüfungstätigkeit (Gesetz vom 23. Juli 2016) und nach den für Luxemburg von der "Commission de Surveillance du Secteur Financier" (CSSF) angenommenen internationalen Prüfungsstandards (ISA) durch. Unsere Verantwortung gemäss dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und den ISA-Standards wird im Abschnitt "Verantwortung des "réviseur d'entreprises agréé" für die Konzernabschlussprüfung weitergehend beschrieben. Wir sind unabhängig von dem Konzern in Übereinstimmung mit dem "International Code of Ethics for Professional Accountants, including International Independence Standards", herausgegeben vom "International Ethics Standards Board for Accountants'" (IESBA Code) und für Luxemburg von der CSSF angenommen, zusammen mit den beruflichen Verhaltensanforderungen, welche wir im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Hinweis bezüglich Vergleichsinformationen

Der Konzernabschluss für das zum 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 19. Mai 2021 ein uneingeschränktes Prüfungsurteil erteilt hat.

Sonstige Informationen

Die persönlich haftende Gesellschafterin (die "Komplementärin") ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Konzernlagebericht enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Konzernabschluss oder unseren Bericht des "réviseur d'entreprises agréé" zu diesem Konzernabschluss.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen.

Im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Konzernabschlusses oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Verantwortung der Komplementärin und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Konzernabschluss

Die Komplementärin ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und für die internen Kontrollen, die die Komplementärin als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Komplementärin verantwortlich, für die Beurteilung der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und -sofern einschlägig - Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht die Komplementärin beabsichtigt den Konzern zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit einzustellen oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Konzernabschlusserstellungsprozesses.

Verantwortung des "réviseur d'entreprises agréé" für die Konzernabschlussprüfung

Die Zielsetzung unserer Prüfung ist es eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist und darüber einen Bericht des "réviseur d'entreprises agréé", welcher unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen. Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden, aufdeckt. Falsche Darstellungen können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt, die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

Identifizieren und beurteilen wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen im Konzernabschluss aus Unrichtigkeiten oder Verstößen, planen und führen Prüfungshandlungen durch als Antwort auf diese Risiken und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für das Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.

Beurteilen wir die Angemessenheit der von der Komplementärin angewandten Bilanzierungsmethoden, der rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und den entsprechenden Anhangsangaben.

Schlussfolgern wir über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die Komplementärin sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Sollten wir schlussfolgern, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet im Bericht des "réviseur d'entreprises agréé" auf die dazugehörigen Anhangsangaben zum Konzernabschluss hinzuweisen oder, falls die Angaben unangemessen sind, das Prüfungsurteil zu modifizieren. Diese Schlussfolgerungen basieren auf der Grundlage der bis zum Datum des Berichts des "réviseur d'entreprises agréé" erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses, einschließlich der Anhangsangaben, und beurteilen, ob dieser die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse sachgerecht darstellt.

Erlangen wir angemessene und ausreichende Prüfungsnachweise in Bezug auf die Finanzinformationen der Gesellschaften und der Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abgeben zu können. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentliche Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, welche wir im Rahmen der Prüfung identifizieren.

Bericht über weitere gesetzliche und aufsichtsrechtliche Verpflichtungen

Der Konzernlageberichtsteht im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.

 

Luxemburg, 23. Mai 2022

BDO-Audit

Cabinet de revision agréé

vertreten durch Christoph Schmitt

Nachrichten & Medien

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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17 nahegelegene Organisationen

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