BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG
Schwäbisch HallStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Schneider seit 23.7.2019 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
BAG Raiffeisen Ostalb Vertriebs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 50.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eGSchwäbisch HallJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1897 zurück. Im Laufe der Jahre hat sich die BAG- Hohenlohe-Raiffeisen eG vom klassischen Lagerhaus zu einem modernen Handels-, Logistik- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Die Genossenschaft betreibt landwirtschaftliche Lagerhäuser und/oder Raiffeisen Märkte in Schwäbisch Hall, Öhringen, Eckartshausen, Neuenstein, Sulzdorf, Ellwangen und Fichtenberg. Werkstätten werden unterhalten in Öhringen, Hessental, Hohebuch und Ilshofen. Der Maschinenverkauf wird von Hessental aus gesteuert. Ein wichtiges Standbein für die BAG Hohenlohe ist das Agrargeschäft. Dieses beinhaltet die Beschaffung und den Vertrieb von Futter- und Düngemitteln, Sämereien, Saatgut, Pflanzenschutzmitteln sowie Betriebsbedarf für den Obst- und Weinbau. Des Weiteren erfassen und vermarkten wir landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Getreide, Raps, Leguminosen und Körnermais. In unseren Raiffeisenmärkten erhalten Kunden alles rund um Haus, Garten, Floristik, Heimtier sowie Berufs- und Freizeitbekleidung. Dies umfasst auch Düngemittel, Sämereien, Pflanzen, Erden und Gartengeräte. Ergänzt wird unser Sortiment durch eine reichhaltige Auswahl an Getränken. Neben Mineralwasser, alkoholfreien Getränken, verschiedenen Biersorten und Säften finden Sie bei uns auch ein großes Angebot an Wein und Sekt aus der Region. Als Besonderheit bieten wir Ihnen regionale Spezialitäten wie Nudeln, Eier, Honig, Wurstwaren, Spirituosen u.v.m. in unseren Märkten an. Das BAG-Technikgeschäft gliedert sich in verschiedene Bereiche. In der Außentechnik bieten wir technologisch führende und qualitativ hochwertige Produkte an. Wir sind in unserem Vertriebsgebiet Partner von AGCO mit den Marken Fendt, Valtra und Massey Ferguson. In unserem Forst- und Gartentechniksortiment haben wir ebenfalls technologisch führende Hersteller im Angebot. Dieses ist auf den Kommunal- und Privatkundenbereich abgestimmt. Unsere zertifizierten Werkstätten mit hoch qualifizierten Mitarbeitern gewährleisten einen flächendeckenden Service in der Region und einen ganzjährigen Notdienst. Mit der R+V-Generalvertretung sind wir seit über 60 Jahren der Versicherungs-Dienstleister für Privatkunden, Landwirte und Firmenkunden in der Region. Die BAG-R+V Generalvertretung ist heute eine der größeren R+V-Generalagenturen in Deutschland und betreut derzeit mit ihren 7 Mitarbeiter/-innen ca. 5.000 Kunden. Wir sehen uns als starker und kompetenter Anbieter von Sachversicherungen aller Art, Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen, sowie Firmen- und Landwirtschaftsversicherungen. Wir halten bedeutsame Beteiligungen an vier Unternehmen. EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH, Öhringen (kurz: Edi): Die EDi ist ein mittelständisches Energiehandelsunternehmen mit Sitz in Öhringen, das neben den klassischen Sparten Heizöl, Tankstellen und Diesellogistik auch mit den innovativen Sparten Holzpellets, synthetische Kraftstoffe und eigenen Strom-Schnellladesäulen ihre Kunden beliefert. Koch-BAG-Auto GmbH, Ellwangen: Das Unternehmen ist ein Automobilhandels- und Serviceunternehmen mit den Fahrzeugen von Volkswagen und Audi mit seinen Kunden in und um Ellwangen. STEBAG Land- und Nutzfahrzeugtechnik GmbH, Ellwangen (kurz STEBAG): Ebenfalls in Ellwangen betreibt die STEBAG eine Vertragswerkstatt für Fendt, Valtra, Massey Fergusson, MAN, Scania und Stihl für ihre Kunden im Ostalbkreis. Versicherungs- und Finanzmakler BAG Hohenlohe GmbH, Öhringen: Diese Gesellschaft ist als Makler Ansprechpartner für Versicherungen und Finanzprodukte für Ihre Kunden aus Gewerbe, Landwirtschaft und Mittelstand. 2. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht. 3. Ziele und Strategien Gemäß unserem Leitbild sichern wir als starker Partner der Landwirtschaft die Zukunftsfähigkeit der Genossenschaft. Dabei ist unser Handeln langfristig ausgerichtet und geprägt von der Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden. Über eine spartenspezifische Strategie der selektiven Qualitätsführerschaft bzw. selektiven Kostenführerschaft stellen wir den wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft sicher. Zukünftig sollen durch gute Kundenbeziehung und Marktbearbeitung Umsatz- und Marktanteile in Agrarhandel und -technik auch bei rückläufigen Marktvolumina gehalten werden. Durch die gezielte Stärkung unserer Agrarzentren und der von dort ausgehenden leistungsfähigen Logistik werden wir unsere landwirtschaftlichen Kunden versorgen sowie den weiter anhaltenden Strukturwandel in der Landwirtschaft aktiv mitbegleiten. Mit modernen und bedarfsorientierten Sortimenten erfolgreicher Hersteller bedienen wir sowohl im Agrarhandel als auch in der Landtechnik unsere Landwirte optimal. Für die Raiffeisenmärkte ist es unser Ziel, unseren Kunden und Mitgliedern neben der verlässlichen Versorgung mit Qualitätsprodukten ein schönes Einkaufserlebnis zu bieten. Im Verwaltungsbereich sollen schlanke Prozesse und flache Hierarchien zu einer hohen Effizienz führen. Nicht mehr fürs operative Geschäft benötigte Liegenschaften wollen wir entwickeln und könnten die bisherige Geschäftstätigkeit so weiter diversifizieren. 4. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, über die zu berichten wäre, waren nicht zu verzeichnen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen (Quelle: "Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023", Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken) Konjunktur in Deutschland Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Dämpfende Einflüsse überlagern sich Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Inflation hemmt den Privatkonsum Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von minus 0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Gespaltene Investitionskonjunktur Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,1 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen kaum Impulse für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Robuste Arbeitsmarktlage Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen. Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr. Finanzmärkte Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei mehr als doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich an zulegten. Branchenbezogene Rahmenbedingungen (Quellen: "Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023", Deutscher Raiffeisenverband e.V.) Internationale Agrarmärkte Der Preisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse (FFPI) erreichte für das Jahr 2023 ein Ergebnis von 124 Punkten. Dieser sank um 13,7 % im Vergleich zum Jahr 2022. Der FAO-Preisindex sank im Dezember um 1,5 % im Vergleich zum November. Gesunkene Preisindexe von Zucker, Pflanzenölen und Fleisch wurden von den gestiegenen Indexen bei Milch und Getreide fast ausgeglichen. Der FAO-Getreidepreisindex lag 2023 im Durchschnitt bei 130,9 Punkten. Dies stellt einen Rückgang von 15,4 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2022 dar. Nach dem Rekordjahr 2022 spiegelt der Getreidepreisindex trotzdem weiterhin gut versorgte Märkte wider. Der FAO-Pflanzenölpreisindex erreichte 2023 einen Jahresdurchschnittswert von 126,3 Punkten. Dies entspricht einem Verlust von 32,7 % im Vergleich zu 2022. Der FAO-Milchpreisindex lag im Durchschnitt für das Gesamtjahr 2023 mit einem Verlust von 17,3 % bei 123,7 Punkten. Diese Entwicklung ist auf die schwache Importnachfrage aufgrund hoher Mengen in den eigenen Ländern zurückzuführen. Preisrückgänge ergaben sich über alle Milchprodukte hinweg. Auch der FAO-Fleischpreisindex sank im Jahr 2023. Er erreichte ein Jahresdurchschnitt von 114,6 Punkten und damit einen Verlust von 3,5 %. Der Rückgang ist auf höhere Exportmöglichkeiten von führenden Exportländern parallel zu einer verhaltenen Importnachfrage zurückzuführen. Getreide Der weltweite Getreidemarkt wurde im Jahr 2023 weiterhin von den Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine und Wetterunbilden in wichtigen Anbaugebieten überschattet. Besonders herausfordernd waren erneut die Getreideexporte aus der Ukraine, die nach dem Ende des Schwarzmeerabkommens und durch einseitige Grenzschließungen von Anrainerstaaten zu erheblichen Unsicherheiten am Markt führten. Die weltweite Getreideernte lag laut US-amerikanischem Landwirtschaftsministerium (USDA) mit 2,23 Mrd. t über dem Vorjahresniveau (+60 Mio. t). Grund für das insgesamt zufriedenstellende Ergebnis waren insbesondere gute Maiserträge in den USA und gute Ernten in der Schwarzmeerregion. Die weltweite Nachfrage stieg aber ebenfalls an und wird auf 2,21 Mrd. t und damit knapp unter der Produktion prognostiziert. Die Endbestände sinken jedoch auf 598 Mio. t. Allerdings gibt es dabei Unterschiede zwischen den beiden wichtigsten Getreidearten. Beim Mais wird nicht zuletzt aufgrund der guten Ernte in den USA mit einem positiven Saldo und damit einem Anstieg der Endbestände gerechnet. Beim Weizen hingegen dürfte die Nachfrage das Angebot nicht decken und die Endbestände leicht zurückgehen. Rechnerisch decken die gesamten Endbestände beim Getreide zirka 28 % des weltweiten Verbrauchs. Dieser Wert allein betrachtet, lässt den Schluss auf eine insgesamt weiterhin komfortable Versorgung zu, verkennt allerdings, dass weltweit mehr als die Hälfte der Weizen- und zwei Drittel der Maisvorräte in China gebunden sind und dem Weltmarkt damit nicht zur Verfügung stehen. Trotz einer insgesamt komfortableren Versorgungsbilanz als im Vorjahr zeigte sich der Getreidemarkt auch weiterhin volatil. Preissprünge in einem Umfang wie im Vorjahr waren allerdings nicht zu verzeichnen. Sie waren auch nicht fundamental zu erklären, sondern vielmehr mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine und den damit verbundenen Befürchtungen für den Getreidemarkt zu begründen. Diese Sorgen waren auch mehr als berechtigt, denn die Schwarzmeerregion liefert rund 20 % der weltweiten Weizenexporte. Die Getreidepreise sanken im ersten Halbjahr 2023 deutlich, nicht zuletzt aufgrund der kontinuierlichen Exporte aus der Schwarzmeerregion, die in der Summe auf dem Vorjahresniveau lagen. Politische Entscheidungen hinterließen trotzdem Spuren am Markt. So zogen nach dem Auslaufen des Getreidekorridors durch das Schwarze Meer im Juli die Notierungen kurzfristig wieder deutlich an. In der Folgezeit fielen sie wieder, auch weil die Exportmengen per Binnenschiff, Bahn und Lkw ausgebaut werden konnten. Für weitere Turbolenzen sorgten die einseitigen Grenzschließungen der Ukraine-Anrainerstaaten. In der EU wurde nach Angaben der Europäischen Kommission (EU-Kommission) 2023 mit 269 Mio. t ein insgesamt enttäuschendes Ergebnis eingefahren, das dem des Dürrejahres 2018 entspricht. Wohl selten zuvor hatte die Branche mit Wetterunbilden in einem solchen Ausmaß zu kämpfen. Auf ein insgesamt feuchtes Frühjahr folgte in weiten Teilen Europas (u. a. Spanien und Italien, aber auch in weiten Teilen Zentraleuropas) eine große Trockenheit, die teilweise von massiven Regenfällen während der Ernte abgelöst wurden. Die Versorgungsbilanz weist aber weiterhin ein positives Ergebnis auf. Der Getreideverbrauch in der EU wird im Wirtschaftsjahr 2023/2024 mit gut 257 Mio. t auf Vorjahresniveau prognostiziert. Die Endbestände sinken auf 47 Mio. t. Während die Nachfrage für die Ernährung weitgehend identisch ist, sinkt sie im Futtersektor spürbar. Steigende Umweltauflagen und ein sich zunehmend veränderndes Ernährungsverhalten führen zu weiter sinkenden Tierbeständen, insbesondere in Deutschland. In Deutschland schloss die Getreideernte 2023 erneut ein Anbaujahr mit erheblichen witterungsbedingten Herausforderungen ab. Die Herbstaussaat 2022 erfolgte weitgehend ohne Probleme, allerdings erwies sich die Frühjahrsaussaat aufgrund teilweise starker Niederschläge als schwierig. Eine sich anschließende Trockenphase wurde zur Erntezeit von teilweise massiven Niederschlägen abgelöst. In der Folge erwies sich die Getreideernte oftmals als extrem schwierig, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Während im Westen und Süden die Ernte oftmals ohne große Einbußen eingefahren werden konnte, gelang dies im Norden und Osten nur verspätet und mit erheblichen Qualitätseinbußen. Teilweise waren die Äcker aber auch durch den Regen nicht mehr mit schweren Maschinen befahrbar, sodass die Ernte komplett ausfiel. Trotzdem konnte mit 42,3 Mio. t eine insgesamt noch knapp durchschnittliche Ernte eingefahren werden, allerdings mit in vielen Fällen enttäuschenden Qualitäten. Insbesondere Roggen- und Weizenpartien erreichten oftmals nur noch Futterqualitäten. Auch litt die Braugerste in weiten Teilen erheblich unter Aufwuchs. Die Erfassung war für die Genossenschaften vor diesem Hintergrund sehr herausfordernd. Oftmals mussten von den Landwirten alle verfügbaren Erntefenster genutzt werden. Dies führte dazu, dass verschiedene Getreidearten unterschiedlicher Qualitäten zur selben Zeit bei den Genossenschaften angeliefert wurden. Die Vermarktung war für die Raiffeisen-Genossenschaften erneut herausfordernd. Zum einen wurden die Risikomanagementsysteme durch Kursschwankungen gefordert. Auch zeigten sich Engpässe in der Logistik. Die Aussaat zur Ernte 2024 verlief witterungsbedingt teilweise ebenfalls herausfordernd. Insbesondere späträumende Kulturen wie Kartoffeln und Zuckerrüben konnten wegen starker Regenfälle nicht mehr geerntet werden. Damit war auch eine Aussaat von Winterweizen auf diesen Flächen nicht mehr möglich. Insgesamt ist die Aussaatfläche von Wintergetreide im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamts um insgesamt 4 % gesunken, beim Winterweizen sogar um gut 7 %. Ölsaaten In Deutschland wurde trotz der teilweise knappen Wasserversorgung mit knapp 4,2 Mio. t ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Die Hektarerträge erreichten zwar nicht das Niveau des Vorjahres, allerdings wurde dieser Umstand durch eine leicht gestiegene Anbaufläche kompensiert. Der Tiefpunkt des Rapsanbaus aus dem Jahr 2019 scheint damit überwunden zu sein. In jenem Jahr lag die Erntemenge lediglich bei 2,8 Mio. t. Allerdings wurde die Ernte 2023 von dem unbeständigen Wetter überschattet. Vielen Partien konnten nur mit Verspätung gedroschen werden und zeigten teilweise Auswuchs. Die Aussaat zur Ernte 2024 erfolgte in der Summe weitergehend problemfrei. In verschiedenen Regionen konnten die Flächen aufgrund der späten Ernte und den Niederschlägen allerdings erst zum Ende des optimalen Aussaatfensters bestellt werden. Die Anbaufläche wird derzeit auf 1,1 Mio. ha prognostiziert. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 5 %. Futterwirtschaft Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lag im vergangenen Wirtschaftsjahr (WJ) 2022/2023 die Mischfutterproduktion bundesweit bei 21,8 Mio. t und sank somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 %. Vor allem im Bereich des Schweinefutters ist ein deutlicher Produktionsrückgang im Vergleich zum Wirtschaftsvorjahr zu verzeichnen. Dies zeichnet die prekäre wirtschaftliche Situation der schweinehaltenden Betriebe ab. Rasant steigende Kosten für Betriebsmittel und zunehmende gesetzliche Anforderungen standen wenig kostendeckenden Schlachttierpreisen gegenüber. Aus diesen Gründen ging die Produktionsmenge an Schweinefutter mit 8,89 % über alle Tierarten hinweg am stärksten zurück. Die hergestellten Mischfuttermengen für den Rinder- (-0,15 %) und Geflügelbereich (-1,59 %) blieben hingegen auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Trotz der Produktionsrückgänge im Bereich des Schweinefutters machte dieser Sektor mit 40 % der nationalen Produktion nach wie vor mengenmäßig den größten Anteil in der deutschen Mischfutterproduktion aus. So wurden nach Tierarten betrachtet, im WJ 2022/2023 etwa 8,2 Mio. t in der Schweinefütterung, 6,4 Mio. t in der Rinderfütterung und 6,2 Mio. t in der Geflügelfütterung eingesetzt. In der Schweinehaltung führt die toxische Kombination aus steigenden Preisen für Betriebsmittel, der anhaltenden Ausbreitung von Tierseuchen (Afrikanische Schweinepest (ASP), Aviäre Influenza (AI)), fehlender Finanzierungskonzepte zum Umbau der Tierhaltung und letztlich der kontinuierlich reduzierten Verbrauchernachfrage bereits kurzfristig zu einer deutlichen Reduktion der Bestände. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). So standen im November 2023 nur noch 21,2 Mio. Schweine in den Ställen. Das ist ein Rückgang von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr und 25 % weniger als vor zehn Jahren. Gegenüber dem Stichtag 3. Mai 2023 nahm der Schweinebestand allerdings um 1,3 % zu. Dies ist seit November 2020 der erste Anstieg des Bestandes. Die Rinderbestände werden voraussichtlich konstant bleiben. Für die Geflügelbestände wird grundsätzlich eine leichte Steigerung prognostiziert. Dünger Gemäß Angaben des Statistischen Bundesamtes ging der Verbrauch an N- und K-Düngern im Wirtschaftsjahr (WJ) 2022/23 weiter zurück. Stabil zeigte sich lediglich der Phosphatdünger-Absatz. Die Mengen im Einzelnen: - 1,04 Mio. t Stickstoffdünger (Vj. 1,10 Mio. t; -5,3 %) - 0,12 Mio. t Phosphatdünger (Vj. 0,11 Mio. t; +1,4 %) - 0,24 Mio. t Kalidünger (Vj. 0,38 Mio. t; -21,8 %) - 2,69 Mio. t Kalkdünger (Vj. 2,75 Mio. t; -2,0 %) Der Aufwand an Nährstoffen je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche aus Handelsdüngern verringerte sich 2022/23 im Vergleich zu 2021/22 bei Stickstoff von gut 66 kg auf nur noch 62,5 kg, ein Niveau aus den 1960er Jahren! Kali und Phosphat sind bereits auf einem Allzeittief (abgesehen von 2008/09): Kali sank von 18,4 auf 14,4 kg, Phosphat stagniert mit etwa 7 kg auf Vorjahresniveau. Die Menge an ausgebrachtem Kalk variiert vor allem witterungsbedingt. 2022/23 lag diese mit 158,4 kg nur leicht unter dem Vorjahreswert von rund 161,6 kg/ha. Die Ausgaben der Landwirtschaft für zugekaufte Düngemittel werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) jeweils für Kalenderjahre ermittelt und auf Wirtschaftsjahre hochgerechnet. Demnach gaben die Landwirte im WJ 2022/23 insgesamt 3,2 Mrd. EUR für Handelsdünger aus, davon alleine 2,3 Mrd. EUR für Stickstoffdüngemittel, 304 Mio. EUR für Phosphat- und 148 Mio. EUR für Kalidünger, bevor die Preise im 2. Halbjahr 2023 wieder deutlich nachgaben. Entsprechend gute Erlöse für landwirtschaftliche Erzeugnisse bis zur Ernte 2023 glichen die hohen Düngerkosten in etwa aus. Das betriebswirtschaftliche Risiko für Landwirte und Genossenschaften steigt jedoch mit der Variabilität der Preise. Pflanzenschutzmittel: Das Handelspanel der Raiffeisen Service GmbH (RSG) nutzt unmittelbar die Werte aus den Verkäufen genossenschaftlicher Agrarhändler an die Landwirtschaft. Die Gesamtmenge hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (plus 1 %). Zuwächse gab es bei Fungiziden (+7,1 %). Herbizide gingen um 5,8 % zurück. Die eingesetzten Mengen hängen in erster Linie von Witterungseinflüssen und dadurch induziertem Krankheits- und Schädlingsdruck ab. 3 % Preissteigerung führten zu einem Umsatzanstieg um etwa 4 %. Für reichlich Diskussionsstoff sorgte der Mitte 2022 von der Europäischen Kommission (EU-Kommission) vorgelegte Vorschlag für eine neue EU-Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (SUR). Danach sollte der Pflanzenschutzmittel-Einsatz bis 2030 halbiert, in "sensiblen Gebieten" gänzlich verboten werden. Außerdem weigerten sich verschiedene EU-Staaten - allen voran Deutschland - die EU-weite Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat zu verlängern. Auch das sorgte für Verunsicherung. Bei eindeutiger Faktenlage musste die EU-Kommission die positive Entscheidung schließlich ohne eine qualifizierte Mehrheit im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) treffen. Daraufhin war das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gezwungen, das nationale Glyphosat-Verbot mittels Eilverordnung aus der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung zu streichen. Nun dürfen entsprechende Mittel - unter strengen Auflagen - weiterverwendet werden. Auch der SUR-Entwurf ist vorerst gestoppt. Im Europaparlament konnte keine Einigung zwischen den festgefahrenen Fronten erzielt werden. Allerdings hat das BMEL nun eine eigene nationale Reduktionsstrategie angekündigt. Ziel ist auch hier die Reduktion um 50 % bis 2030. Saatgut: Den Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurde im Jahr 2023 Sommergerste auf einer Fläche von 321.600 ha angebaut und verzeichnete damit einen Rückgang. Die Anbaufläche von Hafer ging ebenfalls zurück, auf 141.400 ha. Bundesweit wurde eine Fläche von 472.200 ha mit Körnermais bestellt, was eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der Anbau von Silomais und Grünmais ging auf 1,98 Mio. ha zurück. Wie den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen ist, ging die Aussaatfläche bei der Herbstaussaat zur Ernte 2024 von Wintergetreide ebenso wie die von Winterraps zurück. Regional teils sehr feuchte Böden erschwerten die Aussaat. Nach Hochrechnungen von Destatis wurde im Herbst 2023 Wintergetreide für die Ernte 2024 auf 4,9 Mio. ha ausgesät. Das ist ein Rückgang von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Aussaatfläche von Winterweizen sank voraussichtlich um 203.800 ha auf 2,6 Mio. ha (-7,3 %). Bei der Aussaatfläche von Roggen und Wintermenggetreide wird von einer Abnahme um 4,4 % (-27.400 ha) auf 600.700 ha ausgegangen. Die Aussaat von Triticale erfolgte auf 333.500 ha und bleibt damit auf dem Vorjahresniveau. Beim Anbau von Wintergerste ist eine geringe Vergrößerung der Aussaatfläche um 2,5 % (+31.500 Hektar) auf 1,3 Mio. ha festzustellen. Mit Winterraps haben die landwirtschaftlichen Betriebe 1,1 Mio. ha Fläche bestellt. Damit verringert sich die Fläche um 4,7 % beziehungsweise um 54.800 ha. Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. (GFZS) gab es im Betrachtungszeitraum 2022/2023 ein Z-Saatgutwechsel bei Getreide von 58 % und damit einen Prozentpunkt weniger als im vorangegangenen Wirtschaftsjahr. Für die Marktgrößen und -entwicklungen liegen für das Kalenderjahr 2023 Daten aus dem Handelspanel der Raiffeisen Service GmbH vor. Die verkaufte Menge an Saatgut- Sommerungen lag 15,8 % unter dem Vorjahr. Besonders stark betroffen waren der Sommerweizen mit -24,2 % und der Hafer mit -20,3 %. Etwas besser verkaufte sich die Sommergerste. Sie verzeichnete nur ein Minus von 13,7 %. Insgesamt lag der Umsatz mit Sommerungen 6,6 % unter Vorjahr. Ebenfalls rückläufig war die Menge des verkauften Maissaatguts mit einem Minus von 2,5 % und des Rapssaatguts mit -5,4 %. Die verkaufte Menge bei Saatgut-Winterungen insgesamt lag auf Vorjahresniveau, wobei die Wintergerste 6,6 % Zuwachs verzeichnete. Rückgänge gab es entsprechend bei Roggen (-11,7 %) und Triticale (-8,7 %). Der Umsatz mit Saatgut-Winterungen lag in Summe um 3,9 % unter 2022. Landtechnik Quelle: VDMA (Pressemeldung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, zur Agritechnica 2023 am 26.09.23) Die Landtechnikindustrie am Standort Europa zeigt sich in bester Verfassung. "Wir kommen mit einem Rekordergebnis nach Hannover", sagte Dr. Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA Landtechnik, auf der Vorpressekonferenz zur weltgrößten Landtechnikmesse Agritechnica, die vom 12. bis 18. November in Hannover stattfinden wird. "Kontinuierlich hohe Zuwachsraten im Auftragseingang haben dafür gesorgt, die Landtechnikindustrie über mehr als drei Jahre in der Spitzengruppe der Wachstumsbranchen des Maschinen- und Anlagenbaus positionieren." Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Milliarden Euro. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Sehr gutes Ergebnis im ersten Halbjahr Das erste Halbjahr 2023 bescherte der Branche ein sehr gutes Ergebnis. Segmentübergreifend gelang es den Landmaschinen- und Traktorenherstellern, ihren Umsatz im hohen zweistelligen Prozentbereich auf knapp 6 Milliarden Euro zu steigern. Die Hersteller freuten sich über volle Auftragsbücher; der Auftragsbestand lag im Frühjahr bei nahezu 7 Monaten, was einen Höchstwert darstellt. Die branchenweite Hochkonjunktur spiegelt sich entlang der gesamten landwirtschaftlichen Produktionskette wider. Gute Geschäfte machte die Industrie in sämtlichen Techniksegmenten: "Ob Bodenbearbeitung oder Düngung, Pflanzenpflege oder Ernte, Melken oder Füttern - überall sind moderne Technologien gefragt, die höchsten Standards gerecht werden", resümierte der Verbandsgeschäftsführer das Nachfragehoch der vergangenen Monate. Den Landtechnikherstellern gelang es, mit ihrem Innovationsportfolio auch auf internationalem Parkett souverän zu punkten. Mit einer Ausfuhrquote von durchschnittlich 75 Prozent sind die heimischen Hersteller erneut Exportweltmeister im internationalen Landtechnikgeschäft. Entspannung auf der Lieferseite Die lange Zeit angespannte Situation auf den internationalen Rohstoff- und Zuliefermärkten entspannte sich im Laufe des Frühjahrs in hohem Tempo. "Gut gefüllte Händlerlager haben aktuell eine bremsende Wirkung auf das Bestellverhalten, weshalb sich die Nachfrage des Landmaschinenhandels zuletzt verlangsamt hat", sagte Ehrhard. Auf der Habenseite der Industrie steht die anhaltend gute Einkommenssituation der Landwirte. "Auf nahezu allen Schlüsselmärkten profitieren wir von der hohen Liquidität, Investitions- und Innovationsfreude der Landwirte und Lohnunternehmer", sagte Ehrhard. 2. Geschäftsverlauf a) Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 wurde weiterhin vom Ukrainekrieg mit den volatilen Energie- und Rohstoffpreisen, von den nachlassenden Lieferketten-Problemen, der sich deutlich verbesserten Situation auf dem Milch- und Schweinefleischmarkt sowie dem extremen Witterungsverlauf beeinflusst. Diese Faktoren bestimmten maßgeblich die Absatz- und Umsatzentwicklung. b) Absatz- und Umsatzentwicklung Landwirtschaftliche Erzeugnisse: Das Jahr 2023 war wieder mal geprägt von einem extremen Witterungsverlauf. Im Frühjahr hatten wir hohe Niederschlagsmengen, gefolgt von einer mehrwöchigen Trockenphase. Braugerste und Weizen wurden in der Ernte wiederum durch enorme Niederschlagsmengen so negativ beeinflusst, dass nur noch Futterqualitäten erfasst werden konnten. Die Vermarktungsmenge bei Mostobst lag bei lediglich 2.427t und damit 36% unter dem Vorjahr. Die Erzeugerpreise lagen mit ca. 200 EUR/t für Weizen und 400 EUR/t für Raps ca. 100 EUR/t bzw. 200 EUR/t unter dem Vorjahr. Aufgrund der seit der Ernte rückläufigen Marktpreise für Getreide und Ölsaaten wurden die Inventurbestände vorsichtig bewertet. Trotz diesem schwierigen Witterungsverlauf konnte der Rohertrag deutlich gesteigert werden und lag bei 1.170,8 TEUR und somit 571,2 TEUR über dem Vorjahr. Lagerhaus Bedarfsartikel: Die Düngermengen lagen mit -4% leicht unter dem Vorjahr, dies entspricht der allgemeinen Marktentwicklung. Bei Futtermitteln konnte trotz rückläufiger Tierzahlen durch eine gute Logistik die Absatzmenge um 5,6% gesteigert werden. Beim Rohertrag konnten die sehr guten Vorjahreszahlen nicht erreicht werden. Dabei gab es deutliche Unterschiede in den einzelnen Produktgruppen. So stieg der Rohertrag bei Pflanzenschutzmitteln um 15% auf TEUR 882, während der Ertrag bei Dünger um 25% auf TEUR 767 einbrach. Auch bei Futtermitteln musste ein Rückgang des Rohertrages um 11% auf TEUR 1.076 verzeichnet werden. In Summe lag der Rohertrag bei TEUR 3.426 um somit bei -7,6% unter Vorjahr. Raiffeisenmarktartikel: Die Raiffeisenmärkte mussten einen Umsatzrückgang in Höhe von 206 TEUR hinnehmen und erreichten einen Gesamtumsatz von 11.023 TEUR. Grund hierfür war eine gewisse Kaufzurückhaltung wegen den inflationsbedingten Preissteigerungen. Der Umsatz ist aber immer noch höher als vor der Coronakrise. Der Rohertrag fiel lediglich um 22 TEUR auf 3.992 TEUR. Kraftstoffe: Mit 295 TEUR Rohertrag erreichte der Kraftstoffbereich wieder einen guten Wert und lag damit 171 TEUR besser als zum Vorjahr. Agrartechnik: Auch im Maschinenhandel konnte der Umsatz um 540 TEUR gesteigert werden, während das Segment Reifen im Umsatz leicht um 73 TEUR auf 970 TEUR zurückfiel. Sehr erfreulich war der Umsatz mit Ersatzteilen. Diese konnten im Umsatz um 388 TEUR zulegen. In Summe lag der Umsatzzuwachs im Technikbereich bei 870 TEUR. Der Rohertrag war weitgehend auf Vorjahresniveau. Während der Maschinenhandel um 153 TEUR zurückfiel, konnte dies der Ersatzteilhandel mit + 193 TEUR ausgleichen. Leistungserlöse/Provisionen: Die Leistungserlöse/Provisionen erreichten mit 2.472 TEUR knapp das Vorjahresergebnis. Während die Trocknungserlöse aufgrund der schwachen Körnermaisernte deutlich geringer ausfielen, konnten im Versicherungsbereich durch inflationsbedingte Prämienanpassungen höhere Provisionen erzielt werden. Warenrückvergütung: Der Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Warenrückvergütung in Höhe von 0,5% vom Umsatz beschlossen. Diese liegt im Jahr 2023 bei 184 TEUR. Zusammenfassend stellt sich die Absatz- und Umsatzentwicklung der wichtigsten Artikelgruppen und der Dienstleistungssparte wie folgt dar:
c) Personal- und Sozialbereich Im Berichtsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 164,4 (Vj. 173,2) Mitarbeiter beschäftigt. Diese gliedern sich zum 31. Dezember 2023 in 126 (129) Vollzeit- und 80 (72) Teilzeitbeschäftigte, außerdem hatte die BAG 13 (17) Auszubildende und 6 Mitarbeitende im Mutterschutz. Der Personalaufwand reduzierte sich in Summe um 52 TEUR auf 9.726 TEUR. Loyalität und Verbundenheit spiegelt sich wie in den Vorjahren auch 2023 durch eine große Anzahl langjähriger Mitarbeiter wider. Die Betriebszugehörigkeit lag bei 13,4 (14) Jahren. Die Fluktuation lag mit 10,84% unter dem vergangenen Jahr. Durch geschickten Einsatz und Verschiebung des Personals konnte dieser Rückgang ohne Schwierigkeiten gut aufgefangen werden. Den Weiterbildungswünschen der Mitarbeiter und deren Qualifizierung kommt eine große Bedeutung zu. Sinnvolle Schulungsmaßnahmen werden in die Wege geleitet. Unser Vertriebs- und Werkstattpersonal nimmt regelmäßig an Produkt- und technischen Schulungen unserer Kernlieferanten teil. Die große Herausforderung war und ist, sich der rasant verändernden Arbeitswelt anzupassen. So wurde z.B., soweit möglich, mobiles Arbeiten eingeführt oder Arbeitszeiten flexibilisiert. Auch Teilzeit Tätigkeiten gewinnen immer mehr an Bedeutung. Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal ist nach wie vor hoch. Aktuell gibt es ein paar wenige offene Stellen. Vor allem im gewerblichen Bereich können Stellen nicht in kürzester Zeit nachbesetzt werden. Uns gelingt es, fast alle unserer Auszubildenden in ein festes Arbeitsverhältnis bei der BAG zu übernehmen. d) Umweltbelange Die Tankanlagen, die Düngemittel- und Pflanzenschutzläger der BAG entsprechen dem derzeitigen Stand der Technik. Der Fuhrpark ist modern und erfüllt die aktuellen Emissionsnormen. Es bestehen zudem die üblichen Versicherungen, um auch Umweltrisiken finanziell bewältigen zu können. Die behördlichen Auflagen für den Umweltschutz wurden im Berichtsjahr erfüllt. e) Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Keine nennenswerten sonstigen wichtigen Vorgänge im Geschäftsjahr. f) Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Der Umsatz verminderte sich um 6.553 TEUR auf 90.067 TEUR. Dieser Rückgang ist vor allem preisbedingt, da die abgesetzten Mengen leicht über dem Vorjahr liegen. Das Rohergebnis lag mit 16,9 Mio. EUR über dem guten Vorjahresniveau. Trotz teilweiser sehr volatiler Märkte mit sinkenden Preisen zum Beispiel im Getreide und Dünger konnten gute Erträge erwirtschaftet werden. Alle Bestände wurden mit der notwendigen kaufmännischen Vorsicht bewertet. Im Jahr 2023 gab es keine tariflichen Lohnanpassungen. Es wurde hingegen die Möglichkeit der Inflationsausgleichsprämie genutzt, welche bereits im Jahr 2022 zurückgestellt wurde. Die Personalkosten lagen mit 9.726 TEUR ganz leicht unter dem Vorjahr. Die Abschreibungen erhöhten sich um 117 TEUR auf 1.523 TEUR. Dies kommt hauptsächlich durch mehr Miet- und Vorführtraktoren im Anlagebereich und eine generell kontinuierliche Investitionspolitik. Alle sonstigen Betriebsaufwendungen sind weitestgehend inflationsbedingt um 318 TEUR auf 4.245 TEUR gestiegen. Mit -151 TEUR war das Finanzergebnis nach einigen Jahren erstmals wieder negativ. Dies ist vor allem durch deutlich gestiegene Zinsaufwendungen in Höhe von 506 TEUR (Vorjahr 334 TEUR), infolge der Aufnahme von Darlehen für Investitionen, begründet. Im Jahr 2023 erfolgte keine Ausschüttung des Autohauses. Das klar positive geplante Jahresergebnis für das Jahr 2023 von 450 TEUR konnte übertroffen werden. Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 im Mehrjahresvergleich in Summe als gut. 3. Lage der Genossenschaft a) Ertragslage Folgende Tabelle stellt die nach betriebswirtschaftlichen Kriterien aufbereitete Ertragslage dar:
Die Umsatzerlöse sanken preisbedingt um 6,7% auf 90.178,8 TEUR. Das gute Rohergebnis lag mit 16.744,9 TEUR um 537,8 TEUR über dem Vorjahresniveau. Die ordentlichen betrieblichen Aufwendungen stiegen inflationsbedingt um 304,9 TEUR auf 15.294,5 TEUR. Mit -150,7 TEUR ist das Finanzergebnis negativ, dies liegt zum einen an den Zinsen für die Aufnahme von Darlehen, welche um 172,2 TEUR gestiegenen sind, zum anderen daran, dass im Jahr 2023 keine Ausschüttung des Autohauses erfolgte. Der Jahresüberschuss liegt bei 869,2 TEUR und somit leicht unter dem Vorjahresniveau, aber über den im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten 450 TEUR. Rentabilitätskennziffern
Die Umsatzrentabilität ist mit 1,0% branchenüblich. Die Gesamtkapitalrentabilität ist aufgrund der deutlich gestiegenen Verbindlichkeiten etwas zu niedrig. Die Eigenkapitalrentabilität ist im Vergleich zum derzeitigen Kapitalmarktzins zufriedenstellend. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 ist gut. b) Finanzlage Aufgrund gestiegener Warenbestände und der Erweiterung des Raiffeisenmarktes in Öhringen erhöhten sich im Jahr 2023 die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.140,5 TEUR auf 14.981,1 TEUR. Die BAG Hohenlohe finanziert sich derzeit zum großen Teil kurz- und mittelfristig im Wesentlichen über Terminkredite und Darlehen ihrer Hausbanken. Durch einen geplanten Abbau der Warenbestände und unverändert zeitnaher Rechnungsstellung wird eine Reduzierung der kurzfristigen Finanzmittel angestrebt. Zusätzlich bestehen sogenannte Mitgliederdarlehen, die mit den formellen Anforderungen der BaFin im Einklang stehen. Die Darlehen unserer Mitglieder haben sich leicht um 234,2 TEUR verringert auf 6.602,1 TEUR. Im Rahmen unserer Finanzplanung sehen wir diese Mittel wegen ihres kontinuierlichen Bestandes teilweise als mittelfristiges Kapital an. Unsere Finanzierung ist fristenkongruent. Die eingeräumten Kreditlinien reichen aus, um das operative Geschäft zu finanzieren und denkbare Unwägbarkeiten abzudecken. Die Finanzlage der Genossenschaft ist weiterhin geordnet. c) Vermögenslage Die wichtigsten Daten der Vermögens- und Finanzlage der letzten zwei Jahre zeigt nachfolgende Übersicht:
Die Liquiditätsausstattung der Genossenschaft ist gut. Der Vorstand beurteilt die Vermögenslage als geordnet. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind das Betriebsergebnis, die Eigenkapitalrendite und die Eigenkapitalquote, wie sie bereits dargestellt worden sind. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Neben diesen Indikatoren ist für die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG die Aufrechterhaltung der folgenden Zertifizierungen wichtig: - GMP B3 + GMP B4 - REDcert - EU-Bio-Zertifikat III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Preise für Getreide, Ölsaaten, Futtermittel und Dünger sind im ersten Quartal 2024 niedriger als im Durchschnitt des Jahres 2023. Die allgemeine Inflation beträgt Anfang des Jahres 2024 ca. 2,2%. Die Absatzmengen werden 2024 in etwa so hoch sein wie im Vorjahr. Wenn man diese Einflussfaktoren zusammenfasst und gewichtet, wird der Umsatz wieder in etwa um die 90 Mio. EUR betragen. Für die landwirtschaftlichen Kulturen war der Witterungsverlaufes so weit gut. Bis in den März gab es keine Frostschäden und auch die Bodenfeuchtigkeit ist sehr gut, oftmals leidet sogar die Befahrbarkeit unter der Nässe. Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse, vor allem für Getreide, sind an der Matif teilweise unter 200 EUR/t gesunken. Auf diesem Preisniveau lässt sich nicht immer ein rentabler Ackerbau darstellen. Dieses Preisniveau hilft aber den vielen Veredelungsbetrieben in unserem Arbeitsgebiet, da die Milch- und Fleischproduktion wirtschaftlich sehr interessant ist. Nach sehr guten Jahren des Landtechnikabsatzes hat sich dieser wieder auf ein normales Niveau eingependelt. Staatliche Subventionsprogramme wie die "Bauernmilliarde" sind ausgelaufen, Veredelungsbetriebe lösen teilweise ihren Investitionsstau auf. Die rückläufige Inflation führt in den Raiffeisenmärkten zu einem verhaltenen Optimismus. Der bisherige Witterungsverlauf im Jahr 2024 sorgte für ein befriedigendes Einkaufsverhalten unserer Einzelhandelskundschaft. Die hohe Inflation im Jahr 2023 verteuerte deutlich die Versicherungsprämien, vor allem im KFZ- und Immobilienbereich. Die Zielmarke für die Rohergebnisse bildet das in den Jahren 2022 und 2023 erwirtschaftete Niveau. Es wird ein Rohertrag von 16,4 Mio. EUR angestrebt. Die Personalkosten werden aufgrund der Tarifabschlüsse um etwa 0,2 Mio. EUR steigen. Durch die Tatsache, dass sich die Inflation der 2%-Marke nähert, wird auch der Aufwandbereich im Jahr 2024 nicht mehr überproportional ansteigen. Aufgrund des zu hohen Technikbestandes und den aktuell noch hohen Fremdkapitalzinsen wird das Finanzergebnis im Jahr 2024 voraussichtlich wieder negativ sein. Durch den nach wie vor andauernden Russland-Ukraine-Krieg und weiteren geopolitischen Spannungen können sich nach wie vor nachhaltige Risiken und Chancen auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Genossenschaft ergeben. In welchem Umfang sich die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Genossenschaft niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt weiter nur schwer abzuschätzen. Aus diesen Überlegungen ergibt sich folgende Einschätzung der voraussichtlichen Entwicklung der Genossenschaft für das Geschäftsjahr 2024: Aufgrund der dargestellten Prognosen erwarten wir ein positives Jahresergebnis in Höhe 400.000 EUR. 2. Chancenbericht Chancen ergeben sich für die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG u.a. aufgrund der grundsätzlichen Abhängigkeit vom Verlauf der Witterung und den Entwicklungen auf den ausschlaggebenden Weltmärkten. Bei entsprechend positivem Witterungsverlauf bestehen insbesondere Chancen hinsichtlich der Qualitäten und der Preise der vermarkteten Erzeugnisse. Des Weiteren hat sich die Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft in der Coronapandemie verbessert. Dieses positive Image hat sich ebenfalls im Verständnis der Bevölkerung für die "Bauernproteste" im Frühjahr 2024 gezeigt. Auch der Krieg in der Ukraine rückt die Versorgungssicherheit der eigenen Bevölkerung mehr ins Bewusstsein. In direktem Maße profitieren wir vom gesellschaftlichen Trend der Regionalität und der Nachhaltigkeit. Regionale Lebensmittel werden stark nachgefragt und es wird in eigene Gemüse- und Obstgärten investiert. Durch den Bruch von Lieferketten, zum Beispiel bei Ersatzteilen und Pflanzenschutzmittel, gewinnt die Lagerhaltung vor Ort wieder an Bedeutung. Hier können wir durch schnelle und zuverlässige Belieferung unserer Kunden Umsatz und ausgiebige Margen generieren. Als Handelshaus ist es auch wichtig, Zugang zu am Markt stark positionierten Marken zu haben. Hier haben wir sowohl in der Genossenschaft selbst, aber auch in den Tochtergesellschaften viele Marktführer in den jeweiligen Segmenten im Portfolio: BASF, Bayer, Yara, Compo, Fendt, Valtra, Stihl und andere, um nur einige zu nennen. 3. Risikobericht Grundzüge des Risikomanagements: Es finden regelmäßige Sitzungen von Führungsteam, Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Genossenschaft. Die Berichterstattung wird dokumentiert. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Genossenschaft ein System entwickelt, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumentarien aufbaut: - Umsatz- und Ertragsmanagement - Kostenmanagement - Kostenstellenrechnung für die Betriebszweige - Warenbestandsführungssystem mit Mengendifferenzfortschreibung - Produktivitätsnachweis für die Werkstätten und den Fuhrpark - Mahn- und Forderungsüberwachungsstatistiken - Planrechnungen (teilweise in Szenarien) - Regelmäßige Diskussion der aktuellen Umsatz-, Ertrags- und Aufwandsentwicklung durch die Abteilungsleiter mit den entsprechenden Standortverantwortlichen. Vom Grundsatz basiert das Risikomanagement der BAG Hohenlohe-Raiffeisen eG auf einer Risikoinventur. Alle aus Sicht der Geschäftsleitung relevanten Risiken werden definiert und auf mögliche Auswirkungen auf die BAG hin analysiert. Gleichzeitig werden die Methoden der Risikoüberwachung und -handhabung skizziert. Das Risikomanagement-Instrumentarium wird laufend überprüft und ergänzt. In der Summe sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Grundsätzlich betreibt die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG eine risikoaverse Geschäftspolitik. Unverhältnismäßig hohe Risiken werden vermieden. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht eingegangen. Überschaubare und damit vertretbare Risiken werden dort ausnahmsweise eingegangen, wo der Erwartungswert des erzielbaren Ertrages den entsprechenden Erwartungswert eines Verlustes deutlich übertrifft. Wesentliche Geschäftsvorfälle werden auch anhand ihrer Risikosumme beurteilt. Kompetenzregelungen für die jeweiligen Entscheidungsträger wirken unterstützend. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale: Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale bestehen nicht. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Rahmen der Risikoinventur zum Bilanzstichtag nicht festgestellt worden. Sonstige Risiken: Investitions-, Beschaffungs- und Absatzrisiko: Größere Investitionen werden planmäßig und vorausschauend getätigt, die Finanzierung erfolgt langfristig. Grundsätzlich hängt die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens stark von den jährlichen Witterungsverläufen ab. Daher haben extreme Wetterereignisse, wie zum Beispiel Trockenheit, Hagel oder Starkregen direkten Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Bei den stark schwankenden Preisen für Getreide und auch bei Düngemitteln ist ein gewisses Bestandsrisiko vorhanden. Durch Kontrakte und gesplittete Einkäufe wird es auf ein beherrschbares Maß reduziert. Durch die breite Diversifikation im Warensortiment und aufgrund des vorhandenen Kundenkreises sehen wir für unsere Genossenschaft nur ein geringes Absatzrisiko. Preisänderungsrisiken wird im Bezugsgeschäft durch eine risikominimierende Einkaufspolitik, die große unverkaufte Positionen vermeidet, vorgebeugt. Verkaufte Mengen werden in der Regel durch Einkaufskontrakte abgedeckt. Im Absatzgeschäft werden über das Jahr hinweg zu verschiedenen Zeitpunkten Verkäufe getätigt. Getreideabrechnungen erfolgen erst, wenn ein ausreichend großer Anteil der erfassten Mengen verkauft wurde. Grundsätzlich werden größere spekulative Positionen vermieden. Den Verkaufspreisen liegen kaufmännisch zweckmäßige Kalkulationen zugrunde. Im Bereich der Landtechnik bestehen Risiken der Lagerverweildauer sowie der Überalterung. Diesem versuchen wir durch ein aktives Vorratsmanagement zu begegnen. Dem Debitorenausfallrisiko wird durch permanente Überwachung der Forderungen Rechnung getragen. In begründeten Fällen werden Sicherheiten eingefordert und/oder erfolgt Lieferung nur gegen Barzahlung. Insgesamt genießt die Risikominimierung eine hohe Priorität. Das Risiko durch Forderungsausfälle ist bei Geschäften mit Landwirten grundsätzlich sehr gering. Allerdings führt die Preisentwicklung bei zentralen landwirtschaftlichen Erzeugnissen in den letzten Jahren zu deutlich erhöhten Risiken. Diesem Risikopotenzial wird durch ein intensives Forderungsmanagement und ein angemessenes Mahnwesen Rechnung getragen. Liquiditäts- und Cashflowrisiken wird durch ausreichende Kreditlinien begegnet. Die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG setzt sich im Rahmen ihres Finanzmanagements mit Liquiditäts-, Marktpreis- und Ausfallrisiken auseinander. Durch ein umfangreiches Cash-Management-System und eine langfristig angelegte Zusammenarbeit mit den Banken wird solchen Risiken gezielt gegengesteuert. Ein Risiko aus unseren Beteiligungen ist derzeit nicht absehbar. Fremdwährungsrisiken oder das branchenübliche Ausmaß übersteigende Ausfallrisiken bestehen nicht. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die BAG Hohenlohe ist in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten restriktiv. Transaktionen werden in der Regel durch physische Gegengeschäfte abgedeckt. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten wird daher verzichtet. Im Ergebnis bestehen die Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten insbesondere aus dem unvermeidbaren Forderungsausfallrisiko. Dieses wird durch die beschriebenen Maßnahmen im Bereich des Forderungsmanagements auf ein vertretbares Maß reduziert. Die verbleibenden Risiken werden durch die Genossenschaft in Übereinstimmung mit den Zielen des Risikomanagements getragen.
Schwäbisch Hall, den 19. April 2024 Für den Vorstand VV Ulrich Kühnle stv. VV Sven Schneider Dieter Biermann Ulrike Lösch Hugo Sekler Hannes Zipfel Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand und der Geschäftsleitung mündlich und schriftlich über die Geschäftsvorgänge und über die Lage des Unternehmens sowie über die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik unterrichtet. Dazu haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter nahmen weiterhin an fünf Vorstandssitzungen teil. Auf der Grundlage, der ihm nach Satzung und Gesetz auferlegten Aufgaben, hat der Aufsichtsrat die erforderlichen Beschlüsse gefasst und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Aufsichtsrat hat durch einzelne Mitglieder Belegprüfungen durchführen lassen und die Ergebnisse dem Gesamtaufsichtsrat in der darauffolgenden Sitzung zur Kenntnis gebracht. Weiterhin hat der Aufsichtsrat an der Inventur zum Jahresende die ordnungsgemäße Durchführung überwacht. Der Jahresabschluss 2023, der Lagebericht sowie das Rechnungswesen wurden vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V., Karlsruhe, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Der Prüfungsverband hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat vom Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus. Den Mitgliedern dankt er für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Schwäbisch Hall, den 19. April 2024 ARV Volker Baumann BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Allgemeine Angaben Die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG mit Sitz in Schwäbisch Hall ist registriert beim Amtsgericht in Stuttgart und eingetragen unter der Registernummer GnR 570037. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Genossenschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Genossenschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Leerposten wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Von dem mit Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 oder Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung oder nach den §§ 254, 279 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung basieren, wurde Gebrauch gemacht. Die Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung betragen unverändert TEUR 430,0. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren. Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände werden dem tatsächlichen Werteverzehr entsprechend überwiegend linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter des Fuhrparks und der Miet- und Vorführmaschinen werden nach deren Inanspruchnahme abgeschrieben. Die im Wirtschaftsjahr zugegangenen Miet- und Vorführmaschinen werden degressiv abgeschrieben. Übersicht über die Nutzungsdauer der Sachanlagen: Gebäude 25 bis 40 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 25 Jahre Miet- und Vorführmaschinen 4 bis 12 Jahre Fuhrpark 6 bis 11 Jahre Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von EUR 250,00 werden als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und bei dauerhafter Wertminderung abgeschrieben. Soweit Gründe für frühere Abschreibungen wegfallen, werden Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittswertverfahren ermittelt. Von den Anschaffungskosten wurden in Abhängigkeit von der Lagerdauer pauschale Wertabschläge für Verwertungs- und Lagerrisiken vorgenommen. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich. Zur Risikovorsorge besteht unverändert ein pauschaler Wertabschlag gemäß § 253 Abs. 4 HGB a.F. in Höhe von TEUR 330,0. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet soweit bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen keine Einzelwertberichtigung abgesetzt wurde. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel abgezogen. Zur weiteren Risikovorsorge besteht eine versteuerte Wertberichtigung § 253 Abs. 4 HGB a.F. in Höhe von TEUR 100,0. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser beträgt 1,83 %. Künftig zu erwartende Rentensteigerungen werden bei der Bewertung durch einen Rententrend von 2,0 % p.a. berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristig Anpassungsbedarfs aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen in Abhängigkeit vom nächsten Anpassungstermin fiktiv um 5,0 % bei Pensionären und um 11,0 % bei der Witwenrente erhöht. Unter Ansatz der bisherigen Betrachtung (durchschnittlicher Marktzinssatz der letzten 7 Jahre) ergibt sich ein Rechnungszins von 1,76 %. Die Differenz der Rückstellungswerte der beiden unterschiedlichen Zinssätze für eine 7-Jahresbetrachtung bzw. eine 10-Jahresbetrachtung ergibt einen Betrag von EUR 1.590. Dieser Betrag unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Die nach der geplanten Gewinnverwendung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen sind jedoch höher als die berechnete Ausschüttungssperre. Eine Beschränkung der Ausschüttungshöhe ist daher nicht erforderlich. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitentsprechenden Zinssatz auf deren Barwert diskontiert. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. Das Disagio einer Verbindlichkeit wurde aktiv abgegrenzt. Von dem Wahlrecht einen Überhang aktiver latenter Steuern in der Bilanz anzusetzen, ist kein Gebrauch gemacht worden. Passive latente Steuern resultieren aus den Differenzen der steuerlich niedrigeren Bewertung von Grundstücken (quasi-permanent) und Gebäuden (zeitlich). Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den Differenzen der handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze anderer Gebäude (zeitlich), einer Beteiligung (quasi-permanent), des Warenbestandes (quasi-permanent), der Forderungen (quasi-permanent), der Drohverlustrückstellungen (zeitlich) und der Pensionsrückstellungen (zeitlich). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer von 28,8 % (Vorjahr 28,8 %). C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt oder ein solcher Anteil von einer Person für Rechnung der Genossenschaft gehalten wird:
1) Nicht geprüfter Jahresabschluss. 2) Die Gesellschaft ist im Jahr 2023 gegründet worden. Ein Jahresabschluss für 2023 liegt noch nicht vor. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den geleisteten Anzahlungen auf Vorräte und den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio einer Verbindlichkeit mit EUR 11.117,70 (Vorjahr EUR 13.410,00) enthalten. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den Posten "Bilanzgewinn" wurde ein vorhandener Gewinnvortrag in Höhe von EUR 473.379,00 einbezogen. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: Rückstellungen für Personalaufwendungen, für Risiken aus Nutzungsbeschränkungen bei Ausbruch der afrikanischen Schweinepest und für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr, mehr als 1 Jahr bzw. über 5 Jahre:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt EUR 4.480.342,86 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Ferner bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist die Warenrückvergütung (netto) 2023 von 184.337,33 EUR als antizipativer Posten größeren Umfangs enthalten. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Der als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz ausgewiesene Betrag ist, wie auch im Vorjahr, den sonstigen Verbindlichkeiten zugehörig. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Für die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme ergeben sich folgende Gründe: Im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH, Öhringen, der Koch-BAG-Auto-GmbH, Ellwangen, und der STEBAG Land- und Nutzfahrzeugtechnik GmbH, Ellwangen wird nicht von einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften ausgegangen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse werden dem Vorstand regelmäßig offengelegt. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
In dem Posten 'Zinsen und ähnliche Aufwendungen' sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 4.225,46 (VJ EUR 5.759,88) enthalten. Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind, wie im Vorjahr, keine angefallen. Betrag und Art der in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen periodenfremden Erträge und Aufwendungen:
D. Sonstige Angaben Aus Dauermietverhältnissen für betrieblich genutzte Immobilien, Hardware, Software und Fahrzeuge mit einer Laufzeit von maximal 5 Jahren ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen von EUR 226.326,69, die nicht in der Bilanz enthalten sind und die nicht nach § 268 Abs. 7 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind. Hiervon betreffen EUR 0,00 die Altersversorgung. EUR 0,00 entfallen auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 13,0 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Eine Haftsumme besteht nicht. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands (Vor- und Zuname): Kühnle, Ulrich - Vorsitzender Schirrle, Tobias - stellv. Vorsitzender (bis 20.06.2023) Schneider, Sven - Geschäftsführer Zipfel, Hannes - Geschäftsführer weitere Mitglieder Biermann, Dieter Lösch, Ulrike Sekler, Hugo Mitglieder des Aufsichtsrats (Vor- und Zuname): Baumann, Volker - Vorsitzender Tobias Schirrle - stellv. Vorsitzender (seit 20.06.2023) Thomas Karle - stellv. Vorsitzender (bis 20.06.2023) weitere Mitglieder Biermann, Simone Brenner-Schmid, Armin Bühl, Volker Eiberger, Jürgen Götz, Gerhard Karle, Dieter Kieß, Christian Kolb, Eberhard Schuler, Roland Söllner, Gerhard Weik, Christian Wiedenhöfer, Michael Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:
Angabe von Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind - unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen: Der seit dem letzten Geschäftsjahr andauernde Russland-Ukraine-Krieg führte zu einer Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf unseren Absatz- und Beschaffungsmärkten. Die Dauer dieser Ausnahmesituation sowie die sich daraus ergebende nachhaltige Belastungen auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Genossenschaft im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus sind nur schwer abzuschätzen. Zur Verwendung des Bilanzgewinns von EUR 502.536,70, zusammengesetzt aus den Gewinnvortrag des Vorjahres von EUR 473.379,00, dem Jahresüberschuss von EUR 869.157,70, den Vorwegzuweisungen in die gesetzliche Rücklage von EUR 140.000,00 und in die anderen Ergebnisrücklagen von EUR 700.000,00 wird folgender Vorschlag gemacht:
Schwäbisch Hall, den 19. April 2024 BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG Der Vorstand Ulrich Kühnle Sven Schneider Zipfel Hannes Dieter Biermann Ulrike Lösch Hugo Sekler Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 25.06.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen. Entwicklung des Anlagevermögens(in EUR)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG, Schwäbisch Hall Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BAG Hohenlohe - Raiffeisen - eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 16. Mai 2024 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Thomas Köhler, Verbandsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen