fuchs.maucher.generalplaner gmbh
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Michael Küssner seit 26.3.2026 | Geschäftsführer |
Stefan Rohrer seit 8.8.2023 | Prokura |
Christian Michael Geißler seit 8.8.2023 | Prokura |
Ulrich Bullinger seit 7.10.2022 | Prokura |
Jan Hendrik Vlijt seit 15.7.2022 | Geschäftsführer |
Peter Pendt seit 24.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MIGATI Beteiligungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ganter Interior GmbH (vormals: Ganter Construction & Interiors GmbH)WaldkirchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DER GANTER INTERIOR GMBH (VORMALS GANTER CONSTRUCTION & INTERIORS GMBH), WALDKIRCHAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023DER GANTER INTERIOR GMBH(VORMALS GANTER CONSTRUCTION & INTERIORS GMBH), WALDKIRCH
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Hinweise Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Darüber hinaus wurden die bislang angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich beibehalten. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 4. Juli 2023 sowie der am 12. Juli 2023 erfolgten Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister der Ganter Construction & Interiors GmbH (übernehmende Rechtsträgerin) ist das Tochterunternehmen Ganter Interior GmbH (übertragende Rechtsträgerin) mittels Up-Stream Merger auf die Gesellschaft verschmolzen worden. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend auf den 1. Januar 2023. Daneben wurde die Ganter Construction & Interiors GmbH umfirmiert und ist nun unter der Firma Ganter Interior GmbH mit Sitz in Waldkirch im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 716437 eingetragen. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, ist dem Anhang eine Drei-Spalten- Bilanz (IDW RS HFA 39 Tz 12 i.V.m. IDW RS HFA 44) als Anlage beigefügt. Bei den Vorjahresangaben im Anhang handelt es sich grundsätzlich um die Vorjahresangaben gemäß Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Bei wesentlichen Auswirkungen aufgrund der Verschmelzung werden zusätzliche Angaben getätigt. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Im Rahmen der sogenannten "Purchase Price Allocation" (PPA) der Verschmelzung sind die als selbständig verkehrsfähigen und bewertbaren Vermögensgegenstände (Arbeitsvorrat, Marke und als Vorratsvermögen ausgewiesene in Arbeit befindliche Projekte) identifiziert und bewertet worden. Die der Unternehmensbewertung zugrunde liegende integrierte Planungsrechnung und die der Bewertung im Rahmen der PPA zugrundeliegenden Annahmen als auch die zur Bestimmung der Parameter Anwendung findenden Diskontierungszinssätze sind ermessensbehaftet. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB planmäßig über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagesbzw. beizulegenden Werten angesetzt. Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden auf Grundlage der vorliegenden Auftragsbearbeitungsstände ermittelt. Sie wurden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden die direkt zuordenbaren (Sonder-) Einzelkosten einbezogen. Die Herstellungskosten beinhalten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Es werden die den voraussichtlichen Verkaufspreis übersteigenden künftigen Kosten von den zu aktivierenden Herstellungskosten abgezogen. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden bis zur Höhe der Vorräte offen von dem Posten Vorräte abgesetzt und im Übrigen unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden grundsätzlich nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 finden bei der Bewertung der Rückstellungen für rückgedeckte Direktzusagen Anwendung. Die kongruent rückgedeckten Anteile dieser Zusagen wurden nach dem Aktivprimat und dem Deckungskapitalverfahren bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % verwendet. Die erwartete Rentensteigerung wurde mit 2,00 % die Gehaltssteigerung mit 0,00 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die unterjährige Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Brief- beziehungsweise Geldkurs am Entstehungstag. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 29 % zugrunde gelegt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. C. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSDER GANTER INTERIOR GMBH(VORMALS GANTER CONSTRUCTION & INTERIORS GMBH), WALDKIRCH
1) Aufdeckung stille Reserven resultierend aus
der Verschmelzung
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen unter der Position "Entgeltlich erworbene Software, Softwarelizenzen und gewerbliche Schutzrechte" handelt es sich im Wesentlichen um die im Rahmen der Verschmelzung aufgedeckten stillen Reserven der Marke der Ganter Interior GmbH (übertragender Rechtsträger). Für die Marke wurde gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angenommen. Die Abschreibung erfolgt linear. Der aus der Aufdeckung der stillen Reserven verbleibende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 15.427 wurde als "Geschäfts- oder Firmenwert" aktiviert. Gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angenommen. Die Abschreibung erfolgt linear. Bei dem im Finanzanlagevermögen ausgewiesene Abgang aus Verschmelzung in Höhe von TEUR 4.867 handelt es sich um die Ausbuchung des Beteiligungsbuchwerts des übertragenden Rechtsträgers (ehemalige Ganter Interior GmbH). Der verbleibende Restbuchwert zum Stichtag in Höhe von TEUR 834 betrifft ausschließlich die Ganter Suisse. Der Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das Eigenkapital sowie das Ergebnis des Geschäftsjahres wurden mit dem jeweils maßgeblichen Wechselkurs zum Stichtag in volle EUR umgerechnet. Die Höhe des Anteils am Kapital wird nach mathematischem Runden in vollen Prozentpunkten angegeben. In den in Arbeit befindlichen Aufträgen sind schlussgerechnete sowie abgegrenzte Lieferantenrechnungen erfasst, auf die anteilige aktivierungspflichtige Materialgemeinkosten in Höhe von TEUR 514 erfasst wurden. Hierin sind im Berichtsjahr anteilige Gemeinkosten auf abgegrenzte Leistungsstände in Höhe von TEUR 186 enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr in vollem Umfang eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der Vorjahresbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde im Berichtsjahr angepasst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen im Vorjahr vor Anpassung TEUR 3.172. Zur besseren Darstellung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage wurde der Vorjahressaldo in Höhe von TEUR 414 korrigiert und aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in den Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen umgegliedert. Dabei handelt es sich dem Grunde nach um eine Forderung gegen Gesellschafter mit einem Soll-Saldo, der im Vorjahresabschluss in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfasst war. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.351 (Vj TEUR 0) sowie Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 250 (Vj TEUR 250) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 2 (Vj TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Eigenkapital Die Vorjahresbeträge der Gewinnrücklagen sowie der Kapitalrücklage wurden im Berichtsjahr angepasst. Die Gewinnrücklagen betrugen im Vorjahr vor Anpassung TEUR 10.333. Diese wurden, gemäß ihrer Verursachung, zur besseren Darstellung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage, vollständig in die Kapitalrücklage umgegliedert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), ergibt sich die nachfolgende Berechnung. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt TEUR 27. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt nach § 255 Abs. 4 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten, da für verpfändete Rückdeckungsversicherungen kein aktiver Markt besteht. Daher gilt dieser Wert als beizulegender Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 1.468 / Vj TEUR 257): Diese Rückstellungen betreffen Aufwendungen für rückständigen Arbeitnehmerurlaub, Überstunden, Jubiläen, Abfindungen, Gewinnbeteiligungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Schwerbehindertenabgabe. Rückstellungen im Vertriebsbereich (TEUR 603 / Vj TEUR 0): Diese Rückstellungen betreffen Beträge für nachlaufende Kosten im Rahmen der Projektabwicklung, Gewährleistungen sowie Kundenvereinbarungen. Rückstellungen im Projektbereich (TEUR 6.684 / Vj TEUR 56): Diese Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen, Prozessrisiken sowie drohende Verluste. Im Berichtsjahr wurden die geleisteten Anzahlungen je Lieferantenbestellung vollständig mit den projektbezogenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen verrechnet. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte keine besonderen Sicherheiten gewährt. Der Vorjahresbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr angepasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen im Vorjahr vor Anpassung TEUR 414 im Soll. Diesbezüglich verweisen wir auf vorstehende Erläuterung des Sachverhalts im Abschnitt "Forderungen gegen verbundene Unternehmen". Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vorjahr in Höhe von TEUR 13.605 handelt es sich ausschließlich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der übertragenden Rechtsträgerin, welche in Folge der Verschmelzung durch Konfusion erloschen sind. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.162 (Vj TEUR 514) auf Verbindlichkeiten aus Steuern. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Rohergebnis Im Rohergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 62 (Vj TEUR 1) enthalten. Darüber hinaus sind im Rohergebnis Erträge aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 16.532 sowie Erträge aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens in Höhe von TEUR 612 enthalten. Personalaufwand In den Aufwendungen für Altersversorgungen sind Erträge aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 101 (Vj TEUR 0) enthalten. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 34 (Vj TEUR 21) angefallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Vorjahresbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde im Berichtsjahr angepasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Vorjahr vor Anpassung TEUR 1.237. Zur besseren Darstellung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage wurden TEUR 230 von den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Die umgegliederten Aufwendungen betreffen die Abschreibung von Forderungen an verbundene Unternehmen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 121 (Vj TEUR 1) enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit TEUR 178 (Vj TEUR 82) verbundene Unternehmen bzw. Gesellschafter. Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 30 (Vj TEUR 0) den Zinsaufwand aus Auf- und Abzinsungen. Von den Zinsaufwendungen betreffen TEUR 44 (Vj TEUR 126) verbundene Unternehmen bzw. Gesellschafter. In der Veränderung aktivierter latenter Steuern sind latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 223 (Vj TEUR 0) enthalten. E. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Dauerschuldverhältnisse aus Miet-, Leasing- und (Wartungs- bzw.) Serviceverpflichtungen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Diese Verträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Bei den gemieteten bzw. geleasten Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebsgebäude und Fuhrpark. Bei den Serviceverpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Softwarewartungsverträge sowie um Leasingverträge für Drucker und Plotter. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zudem bestehen zum Stichtag langfristige Mietverträge mit einer jährlichen Kündigungsfrist von zwölf Monaten zum Geschäftsjahresende. Die erstmalige Kündigung ist zum 30. Juni 2027 möglich. Die Mietverpflichtung aus diesen Verträgen liegt im Geschäftsjahr bei TEUR 930 und erhöht sich alle zwei Jahre um ca. 5 %. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Es liegen keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte vor. Gesamtschuldnerische Haftungsverhältnisse aus Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsverträgen (Bankavale) verbundener Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.754. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für verbundene Unternehmen wird als gering angesehen, da die Planungen von der Möglichkeit zur Erfüllung durch die betroffenen Unternehmen ausgehen. Darüber hinaus bestehen Haftungsverhältnisse der Gesellschaft aus Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsverträgen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 7.548. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird mangels Kenntnis über bei den Avalgebern angemeldete Ansprüche als gering angesehen. Weitere Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Ausschüttungssperre Zum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB sowie § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 713 (Vj TEUR 0) der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in Höhe von TEUR 686 (Vj TEUR 0) aktive latente Steuern und in Höhe von TEUR 27 (Vj TEUR 0) den Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. F. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Der Beruf ist mit ihrer Organstellung identisch. Auf die Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmer waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
3. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Bilanzverlust ermittelt sich wie folgt:
Der Jahresabschluss 2023 wurde aufgrund der im Dezember 2023 vorgenommenen Vorabausschüttung in Höhe von TEUR 1.100 unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Der Gesellschafter ist bei Durchführung des Gesellschafterbeschlusses über die Vorabausschüttung davon ausgegangen, dass zum Bilanzstichtag 2023 ein Bilanzgewinn in ausreichender Höhe vorhanden sein wird. Unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes 2022 (TEUR -17.114), der in 2023 vorgenommenen Auflösung der freien Kapitalrücklagen (TEUR 1.710), dem erzielten Jahresüberschuss 2023 (TEUR 16.312) und der in 2023 vorgenommenen Vorabausschüttung (TEUR 1.100) ergibt sich in Summe eine zum Bilanzstichtag unzulässige Unterdeckung des Bilanzgewinns in Höhe von TEUR 192. Die Unterdeckung kann durch Auflösung weiterer freier Kapitalrücklagen per Gesellschafterbeschluss im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses 2023 durch die Gesellschafterversammlung in 2024 geheilt werden. 4. Konzernzugehörigkeit Die Ganter Interior GmbH ist ein Tochterunternehmen der Mutares SE & Co. KGaA, München, und wird in deren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen wird von der Mutares SE & Co. KGaA erstellt und im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Ganter Interior GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.
Waldkirch, den 10. April 2024 Ganter Interior GmbH Peter Pendt Jan Hendrik Vlijt DREI-SPALTEN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023Bei der nachstehenden Aufstellung handelt es sich um die nach § 265 Abs. 2 HGB geforderten Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 39 i.V.m. IDW RS HFA 44. Da die Vergleichbarkeit Vorjahresbeträge aufgrund der erfolgten Verschmelzung nicht mehr gewährleistet ist, wurde die nachfolgende Drei-Spalten-Form mit der ergänzenden Spalte "Angepasstes Vorjahr § 265 II HGB" aufgestellt. Die ergänzende Spalte "Angepasstes Vorjahr § 265 II HGB" stellt das Vorjahr so dar, als wäre die Verschmelzung bereits zum 31. Dezember 2022 erfolgt. AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Die Ganter Interior GmbH (kurz: Ganter) ist ein Unternehmen der Baubranche, spezialisiert auf den Innenausbau. Unser Leistungsspektrum umfasst sämtliche Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette, von der Machbarkeitsanalyse über die Projektplanung bis hin zum Ausbau von Objekten. Wir inszenieren und realisieren individuelle Räume für unsere Kunden aus dem gewerblichen, öffentlichen und privaten Bereich. Dabei erbringen wir sämtliche Generalunternehmerleistungen und entwickeln technische Prototypen bis zur Serienreife nach den Entwürfen unserer Kunden und in enger Zusammenarbeit mit Architekten, Designern und Projektteams im Bereich des Innenausbaus. Gegründet wurde das Unternehmen als Ganter Construction & Interiors GmbH im Jahr 2017 als Holding für operativ im Innenausbau tätige Unternehmen im In- und Ausland. Im Juli 2023 erfolgte die Verschmelzung der bereits in 1995 gegründeten operativen Gesellschaft Ganter Interior GmbH mittels Upstream-Merger auf das Mutterunternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2023. In der Folge wurde die nun verschmolzene Ganter Construction & Interiors GmbH in Ganter Interior GmbH umfirmiert. Ganter nutzt weitere Tochtergesellschaften in der Schweiz und Italien für den Ausbau der eigenen Geschäftsfelder. Auch mit den Möglichkeiten, international tätige Markenkunden weltweit mit individuellen Leistungspaketen genauso zu bedienen wie den lokalen Einzelhandel oder sonstige Auftraggeber, konzentriert sich die Ganter seit einiger Zeit zusammen mit ihren Tochtergesellschaften vermehrt auf den europäischen Markt. Unser Ziel ist es, qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal zu beschäftigen. Mit gruppenweit durchschnittlich rund 150 Mitarbeitern, die sich an der Ganter Akademie bedarfsorientiert weiterbilden, profitiert auch die Ganter mit ihren durchschnittlich rund 131 Mitarbeitern (inklusive Azubis) von diesem Netzwerk. Zur zielgerichteten Bearbeitung der Märkte mit unserem Leistungsspektrum werden die einzelnen Marktsegmente Retail, Commercial und Residential in der Kundenkommunikation spezifisch bearbeitet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der ifo Geschäftsklimaindex hat sich von Dezember 2022 (88,6) bis Dezember 2023 (86,4) leicht verringert. Der Geschäftsklimaindikator des Bauhauptgewerbes hingegen hat sich wesentlich verschlechtert (Dezember 2022 bis Dezember 2023 -11,8). Die Baubranche scheint in ihrer Entwicklung sehr differenziert betroffen zu sein. Insbesondere ist die Nachfrage im Wohnungsneubau weggebrochen, was auf die letzten Zinserhöhungen und Preissteigerungen im Material und der Dienstleistungen zurückzuführen ist. Das hohe Zinsniveau hat insbesondere bei einigen großen Projektentwicklern zu einer wahren Pleitewelle geführt. Der Innenausbau im Bestand scheint derzeit noch nicht in diesem Maße betroffen, entsprechend ist die Nachfrage nach ausführenden Kapazitäten weiterhin auf einem hohen Niveau. Hierzu hat sich der Markt für die Ganter, sowohl bezogen auf den Auftragseingang als auch die Kapazitätsauslastung der Mitarbeiter, im und für das Geschäftsjahr gegenläufig entwickelt. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem soliden Arbeitsvorrat begonnen werden. In diesem Zeitraum konnte ein leicht verringerter Auftragseingang als im Plan für diese Periode vorgesehen, generiert werden. Das Geschäftsjahr war branchenüblich volatil und konnte mit einem Arbeitsvorrat abgeschlossen werden, der in Summe erst einmal auskömmlich, jedoch unter dem Vorjahr lag. Wesentliche Treiber des Auftragseinganges kamen aus den Büroumbauten und dem Bereich Retail. Residential war eher untergeordnet zu betrachten. Mit einem Großteil der Aufträge konnten gute Ergebnisse erzielt werden. Leider mussten in einem Fall nennenswerte Verluste in Kauf genommen werden, die aber mit anderen Projekten kompensiert werden konnten. Dies dokumentiert die wieder erreichte Leistungsfähigkeit und Stabilität des Unternehmens, wobei man sich der möglichen Projektrisiken stets bewusst ist. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile (100%) an der vormals bestehenden Beteiligung an der Ganter France s.a.r.l. mit einem sechsstelligen Buchwertgewinn veräußert. 2.3. Ertragslage Die Vergleichbarkeit der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage mit den absoluten Zahlen des Vorjahres ist aus folgenden Gründen nicht gegeben: Zum einen handelt es sich beim Vorjahr um ein Rumpfgeschäftsjahr mit einem Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Zum anderen wurde die Ganter Interior GmbH (ehemaliges Tochterunternehmen) rückwirkend zum 1. Januar 2023 mittels Up-Stream-Merger auf die Gesellschaft (Mutterunternehmen) verschmolzen. Um dennoch eine Vergleichbarkeit zwischen dem Geschäftsjahr 2023 und dem Vorjahr gewährleisten zu können, werden die Ergebnisse des Geschäftsjahres entweder mit den angepassten Vorjahreszahlen der Drei-Spalten-Bilanz (siehe Anlage zum Anhang) oder mit den Planwerten für 2023 der ehemaligen Ganter Interior GmbH (übertragende Rechtsträgerin) verglichen und analysiert. Die angepassten Vorjahreszahlen der Drei-Spalten-Bilanz stellen das Vorjahr so dar, als wäre die Verschmelzung bereits zum 31.12.2022 erfolgt. Sämtliches operatives Geschäft der übertragenden Rechtsträgerin (ehemalige Ganter Interior GmbH) ist auf die Gesellschaft übergegangen. Da die Gesellschaft in den Vorjahren lediglich eine Holding-Funktion ausübte, ist der Vergleich des Geschäftsjahres 2023 mit den angepassten Vorjahreszahlen am naheliegendsten. Da es sich auch bei den angepassten Vorjahreszahlen um ein Rumpfgeschäftsjahr handelt, wird für den Vergleich, sofern notwendig, die Periode Juli bis Dezember herangezogen. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 16.312. Dies ist im Wesentlichen auf die nichtoperativen Auswirkungen der Verschmelzung des ehemaligen Tochterunternehmens Ganter Interior GmbH (übertragende Rechtsträgerin) auf die Gesellschaft und der damit verbundenen gutachterlichen Neubewertung des Unternehmens zurückzuführen. Das Jahresergebnis wurde in diesem Zuge mit Effekten in Höhe von TEUR 16.532 positiv beeinflusst, welche sich auf das Rohergebnis auswirken. Das operative Jahresergebnis der Gesellschaft, ohne Berücksichtigung der ergebnisrelevanten Aufdeckung der stillen Reserven aus der durchgeführten Verschmelzung, ist positiv. Aus diesem Grunde ist im Folgenden die Ertragssituation mit Blick auf die operative Leistungsfähigkeit dargestellt. Im Geschäftsjahr konnte im Zeitraum von Juli bis Dezember 2023 im Vergleich zum angepassten Vergleichszeitraum Juli bis Dezember 2022 eine erhebliche Steigerung des Umsatzes verzeichnet werden. Allerdings konnte der Planwert für das Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Bei der Gesamtleistung konnte eine Stabilisierung erreicht werden. Diese konnte gegenüber der angepassten Vergleichsperiode Juli bis Dezember 2022 nochmals gesteigert werden, wobei der Planwert für das Geschäftsjahr ebenfalls unterschritten wurde. Die Rohergebnismarge (Rohergebnis ohne sonstige betriebliche Erträge im Verhältnis zur Gesamtleistung) bewegt sich mit rd. 28,5% auf dem Niveau des angepassten Vorjahres und hat die Erwartungen der Planung leicht überschritten. Für die Stabilisierung der Margenqualität sind die verbesserten Deckungsbeiträge in einigen abgeschlossenen Aufträgen anzuführen, durch die es gelungen ist, einige wenige realisierte Projektverluste auszugleichen. Die Gesamtmitarbeiterzahl war im Geschäftsjahr leicht rückläufig. Die Mitarbeiterproduktivität (Gesamtleistung/FTE) im Vergleich zum Plan konnte nahezu exakt erreicht werden. Dies ist auf eine sehr gute Auslastung der Mitarbeiter aber auch auf die Auftragsstruktur zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) erhöhte sich leicht um 0,6%, was mit der Rückstellung für Mitarbeiterbeteiligung aufgrund des guten Ergebnisses zusammenhängt. Durch die gesunkene Mitarbeiterzahl lag unter Berücksichtigung höherer Durchschnittskosten für die Mitarbeiter der Personalaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Absolutbetrag mit rund TEUR 8.613 um TEUR 749 unter dem Budgetansatz. Der sonstige betriebliche Aufwand konnte im Zeitraum Juli bis Dezember 2023 im Vergleich zum angepassten Vergleichszeitraum Juli bis Dezember 2022 erheblich reduziert werden. Im Geschäftsjahr ist dies im Wesentlichen auf gesunkene Beratungskosten und Mietaufwendungen zurückzuführen. Einhergehend mit der Stabilisierung im Rohergebnis sowie der sich überschaubar entwickelnden Personalkosten, konnte ein EBIT (bereinigt um den Verschmelzungsertrag) in Höhe von TEUR 943 erreicht werden. Das EBIT liegt somit deutlich über Planniveau (TEUR 722). Der operative EBIT (bereinigt um die Abschreibungen auf die aktivierten stillen Reserven aus der Verschmelzung) beläuft sich auf TEUR 3.388. Die selbstgesteckten Umsatzziele konnten nicht erreicht werden, die Leistungsziele bezogen auf die Mitarbeiterkapazität wurden jedoch erreicht. Die abgewickelten Projekte zeigen in Summe die erwartete Marge. Dies bestätigt die Vorgehensweise bei der Projektselektion aber auch die erreichte Qualität sowohl in der Kalkulation als auch der Abwicklung. Der angestrebte Auftragsmix zwischen größeren und kleineren Projekten trägt zur Stabilisierung bei. Aus diesem Grund wird weiterhin nur eine beschränkte Anzahl an größeren Aufträgen angeboten und angenommen. Mit dem verbesserten Mix aus kleineren und größeren Aufträgen sollen die Ertragsschwankungen im Zeitverlauf weiter reduziert werden. 2.4. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist äußerst solide. Das Unternehmen war auch unter den Einflüssen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Konflikts stets in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Finanzmittelbestand ist zum Stichtag mit TEUR 7.741 im Vergleich zum angepassten Vorjahr (TEUR 5.098) deutlich gestiegen. Die Schwankung des Liquiditätsbestands ist stichtagsbedingt und wird aktuell positiv beeinflusst durch Vorfinanzierung der Projekte durch Kunden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, bereinigt um die Effekte aus der Verschmelzung, in Höhe von TEUR 2.150 erwirtschaftet. Liquidität ist somit auch für die Finanzierung der weiteren Stabilisierung in ausreichendem Maß vorhanden, so dass die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein wird, ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Die Gesellschaft verfügt über eine Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 2.000, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen ist. Kundenforderungen werden teilweise durch eine Factoringgesellschaft angekauft. Neben der Verbesserung der Liquidität führt diese Maßnahme auch zu einer Verbesserung der Bilanzkennzahlen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 100 von der Factoringgesellschaft angekauft. Erwähnenswerte Investitionen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt. 2.5. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 29.149 (Vorjahr TEUR 15.501). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert und der Marke aus der Verschmelzung. Im Vergleich zum angepassten Vorjahr (TEUR 28.379) ist die Bilanzsumme leicht gestiegen, was auf einen höheren Finanzmittelbestand zurückzuführen ist. Zum Stichtag bestehen Forderungen aus einem an die Gesellschafterin gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 250). Der Arbeitsvorrat zum 31. Dezember 2023, den die Ganter in das neue Geschäftsjahr mitgenommen hat, deckt die geplante Gesamtleistung für die nächsten Monate ab. Im Geschäftsjahr 2023 ist der Bestand an in Arbeit befindlichen Aufträgen im Vergleich zum angepassten Vorjahr deutlich gesunken. Der niedrigere Auftragsbestand ist durch die Fertigstellung und Verumsatzung großer Projekte zum Jahresende zu erklären. Nichtsdestotrotz sind die erhaltenen Kundenanzahlungen im Vergleich auf einem sehr hohen Niveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen im Geschäftsjahr in etwa dem angepassten Vorjahr, obwohl insbesondere in den letzten Monaten des Geschäftsjahres hohe Verumsatzungen stattgefunden haben. Dies ist auf eine gute Vorfinanzierung der Projekte zurückzuführen, welche sich mindernd auf den Forderungsbestand auswirken. Der Anstieg der Rückstellungen im Vergleich zum angepassten Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht wurden darüber hinaus weitere Rückstellungen für eventuelle Gewährleistungsansprüche gebildet. Ein weiterer wesentlicher Effekt im Anstieg der Rückstellungen resultiert aus der Erhöhung der Rückstellung für Mitarbeiterboni. Eine leichte Verringerung der Rückstellungen für drohende Verluste der sich im Auftragsbestand befindlichen Aufträge dokumentiert zusätzlich die Stabilisierung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Drohende Verluste wurden zunächst im Rahmen von Abschreibungen auf die in Arbeit befindlichen Aufträge abgebildet. Der darüberhinausgehende Betrag wurde für einzelne Projekte als Rückstellung gezeigt. Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund der positiven Entwicklung und des damit einhergehenden positiven Ergebnisses erhöht. Unter Berücksichtigung dieser Effekte ergibt sich eine Eigenkapitalquote (Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme) von rd. 40,4% (angepasstes Vorjahr rd. 44,5%). Das mittelfristige Ziel ist die Eigenkapitalquote trotz erheblicher Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts und der Marke auf diesem Niveau zu halten. Aufgrund der verbesserten Ertragslage und der auskömmlichen Auslastungssituation trotz des anhaltenden Ukraine-Konfliktes sowie der allgemeinen Marktsituation in der Baubranche, stellt sich die Vermögenslage geordnet dar. 2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen werden der Umsatz, die Gesamtleistung, das EBIT sowie die Liquidität - nicht nur auf Unternehmens- sondern auch auf Projektebene - betrachtet. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Absatz- und umfeldbezogene Chancen und Risiken Die sich fortwährend verändernde COVID-19-Pandemie stellte die Gesellschaft sowie die Weltwirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 kaum noch vor Herausforderungen. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise mit den anhaltenden Preissteigerungen für Material, Subunternehmerleistungen aber auch für Energie und die daraus entstandenen Effekte sind schwerwiegender und damit nicht zu vernachlässigen. Ebenso trägt der eskalierte Nahostkonflikt zur Verunsicherung am Markt. Als wesentlich beeinflussend jedoch ist die aktuelle Zinsentwicklung und deren Einfluss auf den Wohnungsbau sowie die Insolvenzen bei Projektentwicklern zu sehen. Dem vorhandenen Marktrisiko begegnet das Unternehmen mit gezielter Diversifizierung der Kundenstruktur und reduziert somit die Gefahr der Unterauslastung. Das Risiko schätzen wir derzeit als managebar ein, da sich der vorhandene Auftragsbestand sowie die Sales Pipeline für das kommende Geschäftsjahr stabilisiert hat. Durch die Krise am Finanzmarkt und deren Auswirkung auf Bauinvestitionen sind bereits Risiken eingetreten, die insbesondere in fehlenden Investitionen im Wohnungsbau und bei Projektentwicklern zu sehen sind. Dies hat einen erhöhten Wettbewerb bei anderen Bautätigkeiten zur Folge. Bisher konnte das Unternehmen die Probleme durch einen hohen Stammkundenanteil und konsequentem Risikomanagement sowie verstärken Vertriebsaktivitäten begegnen. Wie sich die weitere Entwicklung gestalten wird, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen beobachtet dies permanent, um auf Änderungen sofort reagieren zu können. Weiter zu beobachten ist die Lage bei der Beschaffung. Extrem volatile und hohe Materialsowie Subunternehmerpreise sowie deren Verfügbarkeit belasten die Lieferketten zunehmend und erschweren (weiterhin) das Tagesgeschäft. Insbesondere ist das Insolvenzrisiko bei Subunternehmern zu beobachten, speziell bei Nachunternehmern, die größere Engagements im Wohnungsbau oder bei Projektentwicklern haben. Das Risiko von Baustellenverzögerungen sowie der Kalkulationsunsicherheit durch Ersatzvornahmen aufgrund Insolvenz der Nachunternehmer steigt. Ganter ist von dieser Entwicklung bislang verschont, jedoch wird dem Risiko durch bewusste Lieferantenauswahl und Absicherungsmaßnahmen begegnet. Die Auswirkungen der Digitalisierung im Handel sind weiterhin nicht absehbar. Zwar ist eine Tendenz zum Onlinehandel spürbar, andererseits gibt es auch Ansätze zur Digitalisierung in der Verkaufsfläche, welche wiederum Investitionen auslösen können. Diese Entwicklung beobachten wir sorgfältig. Ebenso ist derzeit ein Trend zu erleben, dass mittlerweile Marken, die bisher lediglich online am Markt vertreten waren, sich um lokale Präsenzen kümmern, in denen die Kunden die Produkte real erleben dürfen. Die strategische Entscheidung, in das Geschäftsfeld Commercial zu investieren, hat zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Dieses Geschäftsfeld ist derzeit vom Volumen her stärker als der Bereich Retail. Zurückzuführen ist das sicherlich auf die größeren Auftragsvolumina im Commercial. Wie nachhaltig diese Entwicklung ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft eine sehr hohe Auslastung verzeichnen. Die Projektmöglichkeiten am Markt sind derzeit gegeben, jedoch wird der Markt genauestens beobachtet. Die Situation bezüglich des Fachkräftemangels scheint sich derzeit am Markt leicht zu entspannen. Es fällt dem Unternehmen zusehends leichter, die Kapazitäten auf die aktuelle Nachfragesituation anzupassen. Durch geeignete Rekrutierungsmaßnahmen in allen Medien, jedoch mit Schwerpunkt in den sozialen Medien, sind Erfolge in der Besetzung von Positionen zu verzeichnen. Erhöhte Beschaffungsrisiken sehen wir lediglich eingeschränkt. Aufgrund unserer individuellen Auftragsfertigung greifen wir auf ein großes Lieferantennetzwerk zurück. Insgesamt sehen wir das Risiko hinsichtlich möglicher Lieferengpässe und mangelnder Lieferbereitschaft bei Produkten und Leistungen diverser Lieferanten als gering an. Sollte die Lieferbereitschaft oder Lieferfähigkeit eines Lieferanten beeinträchtigt sein, wären wir mit großer Wahrscheinlichkeit in der Lage, Alternativen ausfindig zu machen. Zusätzlich fordern wir vermehrt auftragsbezogene Vertragserfüllungsbürgschaften bei Lieferanten ab, um das Ausfallrisiko abzusichern. Möglichen Ausfallrisiken wird durch eine Warenkreditversicherung und durch Kreditauskünfte über unsere Kunden und Lieferanten begegnet. Bei negativen Kreditentscheidungen haben wir bereits in der Auftragsannahme einen Indikator für die Risikoeinschätzung der Geschäftsverbindung. Grundsätzlich beurteilen wir das Ausfallrisiko als gering, da ein Großteil der Forderungen warenkreditversichert oder mittels Zahlungsbürgschaft abgesichert ist. Dem Restrisiko begegnen wir mit einer sehr kritischen Risikobewertung sowie einem strikten Forderungsmanagement. 3.2. Chancen und Risiken aus Aufbau- und Ablauforganisation Bei den Commercial-Kunden erzielt die Gesellschaft Erfolge im Ausbau der Kundenbeziehungen sowie der angestrebten Diversifizierung des Kundenportfolios zum klassischen Ladenbaumarkt (Retail-Kunden). Es ist beabsichtigt, trotz der bereits erarbeiteten Erfolge, dieses Geschäftsfeld weiterhin vertriebsseitig strukturierter zu bearbeiten. Zu Beginn des letzten Geschäftsjahres konnte man noch von einer Knappheit an kurzfristig verfügbaren Kapazitäten zur Realisierung von Innenausbauprojekten sprechen. Dies hat sich zum Ende des Jahres hin merklich relativiert. So wird der Wettbewerb derzeit stark über vorhandene Kundenbeziehungen und natürlich, in geringerem Umfang immer noch über den Preis ausgetragen. Mit der permanenten Anpassung der Ablauforganisation, das heißt der permanenten Optimierung unserer internen Prozesse und deren stetiger Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen, soll den Marktveränderungen weiter entgegengewirkt werden. Neben dem Risiko des Absatzmarktes besteht ein wesentliches Risiko im Prozess der Auftragsakquise mit nicht erkannten Projektrisiken, die zu Falscheinschätzungen in der Leistungserbringung führen können. Um dieses Risiko eindämmen zu können, wurden die Kontrollmechanismen in der Angebotserstellung weiter verbessert. Der zu diesem Zwecke installierte Legal Counsel zeigt Wirkung. Es werden sowohl die allgemeinen juristischen Problemstellungen als auch die spezifischen Probleme proaktiv gelöst. Mögliche projektbezogene Prozessrisiken werden bei Bedarf durch entsprechende Rückstellungen abgesichert. Durch den Aufbau der Vertriebs- und Kalkulationskapazitäten wird dem Risiko der Unterauslastung begegnet. Auch durch weitere Stärkung des zentralen Projektcontrollings wollen wir frühzeitig Projektrisiken durch Projektreviews erkennen, um diesen bereits bei anlaufenden Projekten gezielte Aufmerksamkeit zu widmen sowie korrigierend eingreifen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt ist dabei auch das Nachtragsmanagement. Zum einen sind die Mitarbeiter der Projektteams für Nachträge sensibilisiert und geschult worden und zum anderen werden zeitnah Soll- Ist-Abweichungsanalysen durch das zentrale Projektcontrolling erstellt, um den Projektteams zusätzliche Nachtragspotentiale zeitnah aufzuzeigen. Im Rahmen eines Risikomanagementsystems werden Risiko-Chancen-Betrachtungen durchgeführt. Dabei werden Risikofaktoren, wie insbesondere Projektabwicklung, Personal, Beschaffung, IT und Finanzen, in einer Matrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung betrachtet. Risikofaktoren mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie hoher wirtschaftlicher Auswirkung im Falle eines Eintretens werden mit gezielten Maßnahmen und Zuständigkeiten gemindert bzw. durch z.B. Abschluss von Versicherungen abgewälzt. Als eine gezielte Maßnahme zur Reduzierung des Risikos aus der Projektabwicklung wurden zur Verhinderung von fehlerhaften Kalkulationen die Befugnisregelungen gestrafft und das 4-Augen-Prinzip konsequenter durchgesetzt. Ziel des Risikomanagementsystems ist, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen im Falle eines Schadeneintritts für das Unternehmen zu bewältigen sind und der Fortbestand nicht gefährdet ist. 3.3. Finanzwirtschaftliche Risiken Den Risiken auf der Absatzseite begegnet Ganter unter anderem durch eine breit gestreute Kundenstruktur. Ziel ist es, die Risiken hinsichtlich eines eventuellen Zahlungsausfalls möglichst klein zu halten. Außerdem sind fast sämtliche Forderungen durch eine Kreditversicherung abgesichert. Alle Kunden werden einer Bonitätsprüfung unterzogen, was direkten Einfluss auf die jeweiligen Zahlungskonditionen hat. Die Kreditversicherung aktualisiert ihre Kreditentscheidungen regelmäßig, so dass uns Auswirkungen bei Kunden zeitnah mitgeteilt werden. Dies kann bis zu einer fast vollständigen Vorauszahlung von Aufträgen oder auch zu Absicherung durch Bürgschaften führen. Ganter versucht durch diesen Prozess, die Ausfallrisiken in einem engen Rahmen zu halten. Ebenso setzt Ganter ein großes Augenmerk auf die Überwachung der Forderungen durch ein kontinuierliches Mahnwesen. Dennoch existieren durch die Schnelligkeit der Veränderung der Absatzmärkte und -wege unserer Kunden sowie die Tendenz zu immer mehr verlängerten Zahlungszielen gestiegene Risiken, die durch ein effizientes Controlling und den Verkauf von Kundenforderungen an eine Factoringgesellschaft gemindert werden können. Eine vollständige Sicherheit vor Zahlungsausfällen bieten jedoch auch diese Instrumente nicht. Bedingt durch die Beschaffungs- sowie Absatzrisiken und konjunkturelle Risiken können sich für die Gesellschaft Liquiditätsrisiken ergeben. Weiterhin wird monatlich eine 13- bzw. 18-Wochen-Liquiditätsplanung sowie eine zeitnahe Abweichungsanalyse erstellt. Anhand dieser können eventuell auftretende kurzfristige Liquiditätsabweichungen und somit eventuell entstehende Engpässe frühzeitig aufgezeigt und Abweichungen insbesondere von Zahlungseingängen erkannt werden, so dass ein frühzeitiges Handeln möglich ist. Durch ein aktives Projektmanagement der einzelnen Aufträge werden ggf. vorhandene Projektrisiken hinsichtlich der Nichterreichung von budgetierten Projektergebnissen früher erkannt. Durch diese Maßnahme lassen sich schneller Gegenmaßnahmen ab- und einleiten und negative Auswirkungen auf die Projekte entweder korrigieren, zumindest aber reduzieren. Im Ergebnis wurden im Geschäftsjahr nur noch eine überschaubare Anzahl an größeren Projekten generiert, um einen guten Auftragsmix an großen, mittleren und kleinen Projekten im Portfolio zu haben. Diesen Mix sieht die Gesellschaft als ideal an, um zum einen Risiko zu streuen und zum anderen eine längerfristige Auslastung zu gewährleisten. 3.4. Zusammenfassende Sicht der Chancen und Risiken Die Ganter verfügt über keine eigene kapitalintensive Fertigung. Damit hat die Gesellschaft einen vergleichsweise kleinen Fixkostenblock und kann bei einem sich abzeichnendem Nachfragerückgang sehr schnell reagieren. Zudem ermöglicht die dadurch bestehende Offenheit für verschiedenste Materialien und Fertigungsmethoden, den Kunden unterschiedliche Konzepte und Lösungsvorschläge unterbreiten zu können, ohne in kostspielige und risikobehaftete Anlagen investieren zu müssen. Aktiv wird vertriebsseitig verstärkt nach möglichen Kunden gesucht, die Alternativen zu den unter den Krisen leidenden Kunden wie z.B. Projektentwickler darstellen. Wir sind bestrebt, mit einem permanenten Informationsaustausch insbesondere durch monatliche Review-Gespräche für alle Business-Units zwischen den Bereichsleitern und der Geschäftsleitung umgehende Lösungen bei Problemstellungen zu ermöglichen. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, welche eine Bestandsgefährdung durch diese Risiken ausschließen. Wir sehen weiterhin gute Chancen, den starken Wettbewerb im Geschäftsfeld des klassischen niedrigpreisigen Retails, der die Marge und das Umsatzwachstum unter Druck setzt, zu umgehen und wieder größere Wachstumszahlen zu erzielen. Die Sparte Commercial, die neu am Markt aufschlagenden Marken aus dem Nichttextilbereich und auch der hochpreisige Retailmarkt werden nach unserer aktuellen Einschätzung deutlich zu einer positiven Umsatzentwicklung beitragen. 4. Prognosebericht Insbesondere wird das kommende Geschäftsjahr aus unserer Sicht bestimmt durch die noch nicht abzusehenden weiteren Auswirkungen der Ukraine-Krise und der damit einhergehenden Energiekrise, des aktuellen Nahostkonflikts, des aktuellen Zinsniveaus sowie der weltweiten Lieferketten- bzw. Logistikprobleme und der daraus resultierenden Belastung der Weltwirtschaft. Die kommenden Jahre werden bestimmt durch die Stabilisierung im Geschäftsfeld klassischer Retail und den Fokus auf die Gewinnung neuer Kunden im Geschäftsfeld Commercial sowie neuen Marktteilnehmern im nicht-textilen Retail. Dies erlaubt es der Ganter, neben dem stark unter Druck geratenen klassischen textilen Retail-Geschäft, in diesen anderen Segmenten Wachstum zu generieren. Die Ganter wird weiterhin ihr Leistungsspektrum als Generalunternehmer oder Totalunternehmer für Dritte anbieten. Hier wird jedoch ein verstärkter Fokus auf die Auswahl der Projekte gelegt, so dass die Organisation nicht überfordert wird, d.h. der Schwerpunkt liegt im Innenausbau. Randgewerke werden lediglich zur Arrondierung angeboten, soweit erforderlich und beherrschbar. Nach unserer Einschätzung bewegt sich die Investitionsneigung und die Nachfrage im Immobiliensektor insgesamt nach wie vor auf einem guten Niveau. Hiervon ausgenommen scheint der Wohnimmobilienneubau sowie der Bereich der Projektentwickler, der gerade unter den steigenden Zinsen und den hohen Baukosten leidet. Aktuell konzentriert sich das Geschäft auf die Sanierung und Umnutzung von Bestandsimmobilien. Der Fachpresse nach ist von einer Erholung des Marktes jedoch bereits in 2025 auszugehen, da die Bedarfe nach Wohnraum und ökologisch vorteilhafteren Gebäuden auch heute bereits vorhanden da sind. Die aktuelle Situation stellt Ganter insbesondere im Geschäftsjahr 2024 vor zwei wesentliche Herausforderungen. Dies ist zum einen der Auftragseingang sowie die daraus resultierende Auslastungssituation zur Erfüllung der Umsatz- und Ertragsziele. Mit den bereits installierten Prozessen und der soliden Ausgangssituation bezüglich des Auftragsbestands und der Sales Pipeline sollte die Gesellschaft in der Lage sein, diese Problemstellungen zu bewältigen. Da sich die Marktsituation der Bauwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr doch etwas unter Druck befindet, sehen wir der Entwicklung des neuen Geschäftsjahres 2024 zwar positiv, aber gespannt, entgegen. Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir mit einer Verringerung des Umsatzes um rund 15% und einem gleichbleibenden Niveau der Gesamtleistung. Wesentliches Element wird dabei die angestrebte Stabilität im Auftragseingang sein. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023 erwarten wir unter Einbeziehung der zuvor aufgeführten Teilaspekte im folgenden Geschäftsjahr 2024 einen um die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts und der Marke bereinigten positiven operativen EBIT in Höhe von TEUR 716. Darüber hinaus erwarten wir einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.384, was einem um die oben genannten Abschreibungen bereinigten operativen Jahresüberschuss von TEUR 244 entspricht.
Waldkirch, den 10. April 2024 Ganter Interior GmbH Peter Pendt Jan Hendrik Vlijt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ganter Interior GmbH (vormals Ganter Construction & Interiors GmbH), Waldkirch Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ganter Interior GmbH (vormals Ganter Construction & Interiors GmbH), Waldkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ganter Interior GmbH (vormals Ganter Construction & Interiors GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss der Ganter Interior GmbH (vormals Ganter Construction & Interiors GmbH), Waldkirch, für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangabe im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist, wurde nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 10. April 2024 BANSBACH
GmbH
Schell, Wirtschaftsprüfer Neininger, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19. September 2024 festgestellt. |
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