Plukon Storkow GmbH
Fürstenwalder Straße 55, 15859 Storkow (Mark), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Bernd Sperveslage seit 22.7.2022 | Prokura |
Rainer Dullweber seit 6.1.2022 | Geschäftsführer |
Peter Schenk seit 11.9.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Plukon Food Group B. V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plukon Storkow GmbHStorkow (Mark)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023A. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Plukon Storkow GmbH wird nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen der §§ 242-256a und §§ 264-288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist unter der Firma Plukon Storkow GmbH mit Sitz in Storkow im Unternehmenssregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 214 FF eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 3 bis 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 30 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 5 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Anlagengegenstände mit einem Anschaffungswert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre mit jeweils 20 % p. a. abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. .Die Finanzanlagen sowie sonstigen Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Waren werden zu Anschaffungskosten in Form von durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag bilanziert. Es wird verlustfrei bewertet und dem strengen Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszulagen/-zuschüsse stellt den korrespondierenden Posten zu den mit Investitionszulagen und -zuschüssen finanzierten Sachanlagen dar. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der mit den Zulagen und Zuschüssen finanzierten Sachanlagen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. Angaben zum Anteilsbesitz
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 5.852 (Vj.: TEUR 11.428) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 740 (Vj.: TEUR 793) Forderungen aus Weiterbelastungen, mit TEUR 13 (Vj.: TEUR 1.630) Forderungen aus Ergebnisübernahme und mit TEUR 8.800 (Vj.: TEUR 0) Forderungen aus Cash-Pooling. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuerforderungen in Höhe von TEUR 829 (Vj. TEUR 1.378) sowie Forderungen aus Stromsteuererstattung/Energiesteuerentlastung in Höhe von TEUR 61 (Vj. TEUR 88) ausgewiesen. 3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 1.995. 4. Sonderposten für Investitionszulagen/-zuschüsse Der Sonderposten für Investitionszulagen/-zuschüsse stellt den korrespondierenden Posten zu den mit Investitionszulagen und -zuschüssen finanzierten Sachanlagen dar. Die Auflösung der Sonderposten erfolgt entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der mit den Zulagen und Zuschüssen finanzierten Sachanlagen. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen mit TEUR 1.723 (Vj.: TEUR 1.801), sowie den Personalbereich mit TEUR 425 (Vj.: TEUR 595). 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus einem Darlehen in Höhe von TEUR 22.500 (Vj.: TEUR 22.500), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.876 (Vj.: TEUR 10.951) sowie Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 1.887). 7. Haftungsverhältnisse Zwischen der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, und einem Bankenkonsortium besteht eine Kreditvereinbarung, in der das Bankenkonsortium der Bankiva B.V. und ihren Tochtergesellschaften einen Finanzierungsrahmen über maximal TEUR 450.000 zur Verfügung stellt. Der Finanzierungsrahmen wurde am 31. Dezember 2023 mit EUR 170 Mio. in Anspruch genommen. Gemäß der Vereinbarung haften alle Unternehmen der Gruppe für die erhaltenen Kredite gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird in Ansehung der wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen: Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres entfallen mit TEUR 211.542 (Vj.: TEUR 197.765) auf das Inland und mit TEUR 16.510 (Vj.: TEUR 15.263) auf Europa (EU). 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 459 (Vj.: TEUR 220). Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 50 (Vj.: TEUR 22), Erträge aus Anlageabgängen mit TEUR 323 (Vj.: TEUR 128) sowie sonstige periodenfremde Erträge mit TEUR 86 (Vj.: TEUR 70)., Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 2.778 (Vj.: TEUR 2.879) Intercompany Weiterbelastungen bezüglich des Programmentgelts der Initiative Tierwohl Geflügel und mit TEUR 246 (Vj.: TEUR 284) Erträge im Zusammenhang mit der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen/-zuschüsse. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 330 (Vj. TEUR 125) enthalten. Davon entfallen TEUR 286 (Vj.: TEUR 24) auf Anlagenabgänge. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 2.778 (Vj.: TEUR 2.879) Intercompany Weiterbelastungen bezüglich des Programmentgelts der Initiative Tierwohl Geflügel, mit TEUR 4.050 (Vj.: TEUR 3.660) Reparaturen und Instandhaltungen, mit TEUR 3.006 (Vj.: TEUR 2.498) Reinigung, mit TEUR 1.950 (Vj.: TEUR 1.872) Wasser, Müll und Wachschutz, mit TEUR 5.327 (Vj.: TEUR 4.249) Fahrzeugaufwand, mit TEUR 1.516 (Vj.: TEUR 1.115) Personalleasing und Werkverträge und mit TEUR 1.638 (Vj.: TEUR 780) Management Fees. 4. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 1.339 mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen. E. Sonstige Angaben 1. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gem. § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB in Anspruch, da die Honorarangaben im Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, enthalten sind. 2. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
3. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer Herr Rainer Dullweber ist für die Plukon Storkow und andere Gesellschaften der Plukon-Gruppe tätig. Er erhält keine Bezüge von der Plukon Storkow GmbH. Im Übrigen wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Plukon Food Group Deutschland GmbH & Co. KG, Visbek, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Es erfolgt keine Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses im Unternehmensregister, da dieser seinerseits in den Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, einbezogen wird, der in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt wird. Der Konzernabschluss der Plukon Food Group B.V., Wezep, Niederlande, wird wiederum in den Konzernabschluss der Bankiva B.V., Wezep, Niederlande, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen (größter Kreis von Unternehmen), welcher im niederländischen Handelsregister offengelegt wird. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Bezüglich der Unsicherheiten aus dem Ukrainekrieg verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Storkow, den 21. August 2024 Rainer Dullweber, Geschäftsführer Peter Schenk, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231 Grundlagen der Gesellschaft Die Plukon Storkow GmbH hat ihren Sitz in Storkow/Mark und betreibt auf eigenem Grund und Boden eine Hähnchenschlachterei. Die Gesellschaft schlachtet und verarbeitet Hähnchen. Die geschlachteten Tiere werden zu einem kleinen Teil als ganze Hähnchen verkauft. Der größte Teil wird weiterverarbeitet bzw. teilzerlegt frisch oder in geringem Umfang tiefgefroren vermarktet. Ferner werden in geringem Umfang von Schwesterunternehmen Geflügelfleischprodukte zugekauft, um das komplette Sortiment vom Produktionsstandort Storkow aus für die Kundschaft anbieten zu können. Zum 1. Januar 2014 wurde die Fri-Ki-Frisch GmbH als Vertriebsorganisation von der Muttergesellschaft übernommen, dadurch war die Plukon Storkow GmbH eigenverantwortlich für alle Entwicklungen des Geschäftes im deutschen Markt. Der Vertrieb von Geflügelprodukten durch die Fri-Ki-Frisch GmbH gehörte somit auch zu den Kerngeschäften der Gesellschaft. Die operative Geschäftstätigkeit der Fri-Ki-Frisch GmbH wurde per August 2022 eingestellt und der Kundenstamm auf die Plukon GmbH übertragen. Es ist geplant, die Fri-Ki-Frisch im Laufe des Geschäftsjahres 2024 auf die Plukon Storkow GmbH zu verschmelzen. Gegenüber Retailkunden trat als Vermarktungsgesellschaft bis August 2022 im Wesentlichen die Fri-Ki-Frisch GmbH auf. Ab August 2022 wurden die Vertriebsaktivitäten durch die Plukon GmbH übernommen. Nicht-Retailkunden werden von der Gesellschaft direkt fakturiert und vor Ort komplett betreut. Die Beschaffung der Lebendtiere erfolgt ausschließlich über die Plukon Agri Deutschland GmbH, Visbek. Die Plukon Agri Deutschland GmbH ist die zentrale Einkaufsgesellschaft von Lebendtieren für sämtliche zur Plukon Food Group Deutschland gehörenden Schlachtbetriebe. Durch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge der Plukon Agri Deutschland GmbH mit landwirtschaftlichen Erzeugern ist die Belieferung mit der Lebendware gesichert. Sofern möglich, sollen sämtliche Tiere aus der Region Brandenburg stammen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 und damit niedriger als im Vorjahr (2022: +6,9%). Bei näherer Betrachtung der Inflationsrate nach Monaten ist ein Rückgang der Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte 2023 festzustellen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 12, %. Im Jahr 2022 lag die Preissteigerung bei +13,4%. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preissteigerungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils+15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7%) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um +8,3 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5%, darunter Butter: -17,8%).Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2023 erneut deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2023 nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 4,0 % oder 280.200 Tonnen weniger als im Vorjahr. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) im siebten Jahr in Folge. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Die Menge an erzeugtem Geflügelfleisch stieg im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 1,4 % auf 1,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg ist insbesondere die um 1,1 % auf 1,1 Millionen Tonnen gestiegene Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch. Die Produktion von Putenfleisch (Truthahnfleisch) stieg um 2,7 % auf 417.000 Tonnen. Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. Im Bereich des gesellschaftlichen Umfeldes sind Änderungen in den Bereichen Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung im Jahr 2023 deutlich stärker umgesetzt worden. Neben der "Initiative Tierwohl", welches man als Standard im Lebensmitteleinzelhandel ansehen kann, gibt es unterschiedliche Haltungsformen, welche sich mit mehr Tierschutz/Tierwohl beschäftigen. Der Markt, aber auch jeder einzelne Marktteilnehmer, stellt sich der gesellschaftlichen Herausforderung und ist mit unterschiedlichen Haltungs-systemen am Markt vertreten. Sollte der Markt andere neue Haltungsformen wünschen, sieht sich die Branche aufgrund der unterschiedlichsten Bezugsquellen sowohl national wie auch international in der Lage, sich den Herausforderungen zu stellen. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war entlang der gesamten Wertschöpfungskette von durchschnittlich höheren Preisen geprägt. Während der andauernde Russland-Ukraine-Krieg der Gesellschaft keine größeren Probleme in Bezug auf den Futtermittelpreis bereitete, so waren die Preissteigerungen bei anderen Betriebsmitteln maßgeblich für die Entwicklung des Geschäftes. Die Gesellschaft hat das Marktgeschehen sehr eng beobachtet und auf Entwicklungen umgehend reagiert. Auch entstanden der Gesellschaft deutlich höhere Kosten für Personal, Verpackungen und Transport. Für die Gesellschaft bedeutete das im abgelaufenen Geschäftsjahr, das in allen Bereichen eine erhöhte Aufmerksamkeit notwendig war, um auf die Markveränderungen reagieren zu können. So konnte aufgrund von kürzeren Kontraktlaufzeiten mit den Kundeneine angepasste Preisstrategie verhandelt werden. Die von der Geschäftsführung installierten Instrumentarien haben sich bewährt und ließen die Gesellschaft auf Marktverschiebungen 2023 mit einer positiven Entwicklung reagieren. Schlachttiere Die Kapazitäten an Hähnchenfleisch waren im Geschäftsjahresverlauf konstant. Trotz einzelner Ausbrüche der Geflügelgrippe H5N1 hatte diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Angebotsmenge 2023. Die Importmengen an Filetprodukten sind auf dem geringen Niveau 2022 geblieben, diese geringere Menge an Filet-Importen resultierte aus der erhöhten Nachfrage nach deutschen Produkten. Ferner stieg die Inlandsnachfrage nach deutschen Hähnchen aufgrund der Selbstverpflichtung des Handels auch Tiefkühlprodukte mit Fleisch aus dem Ursprungsland Deutschland einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen die Auszahlungspreise für lebende Tiere im Jahresverlauf um ca. 14 %. Auf der Erzeugerseite konnten trotz gestiegener Kosten im Bereich der Betriebsmittel sowie der Energie als Kostentreiber der Erzeugung, bei gesunkenen Futtermittelpreisen, kostendeckende Erträge erzielt werden. Trotz der volatilen Auszahlungspreise hatten unsere Vertragsmäster unserer Ansicht nach keine wirtschaftlichen Probleme im Betriebszweig der Hähnchenhaltung. Die Versorgung mit ausreichend lebende Ware war jederzeit sichergestellt. Die oben beschriebenen Kosten führten bei der Gesellschaft insgesamt zu sinkenden Einkaufspreisen für den Rohstoff Fleisch. Haltungsstufen Mit einer Kennzeichnung "Tierhaltung" informiert der Lebensmitteleinzelhandel seit sechs Jahren Ihre Kunde über die Haltungsform der abgepackten Fleischprodukte. Dabei wird zwischen der Stufe 1: "Stallhaltung", 2 "StallhaltungPlus", 3 "Außenklima" und 4 "Premium" unterschieden. Haltungsstufe 1 Tiere aus der Haltungsstufe 1 werden in der Gesellschaft nur noch in sehr geringem Umfang geschlachtet und verarbeitet. Plukon hat sich in Deutschland bewusst dazu entschieden, Tiere aus anderen Haltungsformen bevorzugt zu schlachten und zu verarbeiten. Haltungsstufe 2 Im Jahr 2018 hat der Lebensmitteleinzelhandel die Stufe II der "Initiative Tierwohl" eingeführt. Im Rahmen dieses vom Lebensmitteleinzelhandel vorangetriebenen Projektes an geänderte Haltungsstandards mit dem Konzept "Initiative Tierwohl" wurde die sonst übliche gesetzlich erlaubte Besatzdichte reduziert. Für Tiere der Haltungsform "Initiative Tierwohl" gilt seit April 2018 das Nämlichkeitsprinzip. In unserem Unternehmen führte dieses strenge Nämlichkeitsprinzip zu nicht unerheblichen Kosten, welche nicht durch Mehrerlöse der "Initiative Tierwohl" gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel ausgeglichen werden konnten. Sämtliche Modifikationen der Initiative Tierwohl wurden wie gefordert umgesetzt. Haltungsstufe 3 Im Jahr 2023 wurde in der Öffentlichkeit weiterhin über die Haltungsformen diskutiert. Sämtliche großen Retailer beabsichtigen mehr Tiere aus der Haltungsstufe 3 zu vermarkten. Unser Unternehmen war in der Lage, sämtliche Kundenanfragen mit Tieren aus dieser Haltungsstufe zu beliefern. Das Tierhaltungskonzept "Fairmast", welche Plukon seit Jahren den Kunden anbietet, konnte die Tiere der Haltungsstufe 3 bedienen. Unsere Mengenverfügbarkeit wurde im Jahresverlauf planmäßig verbessert und ausgebaut. Haltungsstufe 4 Im Jahr 2023 wurde in Öffentlichkeit über die Haltungsformen diskutiert. Auch hier war unser Unternehmen in der Lage die mehrten Kundenanfragen der Haltungsstufe 4 zu beliefern. Unsere Mengenverfügbarkeiten wurden verbessert und ausgebaut. Allgemeine Beschaffungskosten In der Berichtsperiode 2023 stiegen die Frachtraten der Spediteure erwartungsgemäß zwischen 8 und 10 Prozentpunkte. Wesentlicher Faktor waren dabei die deutlich gestiegenen Treibstoff- und Lohnkosten im Jahresverlauf 2023. Die Kosten der anderen Beschaffungsbereiche für Hilfs- und Betriebsstoffe verzeichneten zum Teil deutliche Kostensteigerungen im Jahresverlauf (8-10%). Einzelne ungeplante Abweichungen lassen sich erklären. Im Jahr 2021 wurde das Kostpreisplus Modell eingeführt. Nach diesem Modell erhalten die Intercompany Zulieferbetriebe immer den normalisierten Kostpreis zuzüglich eines Aufschlages. Das für das Geschäftsjahr 2023 geplante positive Jahresergebnis konnte trotz der Preissteigerungen im Beschaffungsbereich aufgrund der marktbedingten kürzeren Kontraktlaufzeiten mit dem Handel und der damit einhergehenden Preisverhandlungsstrategie verbessert werden. Im Jahresverlauf 2023 wurden sämtliche geplanten Investitionen planmäßig abgeschlossen. Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei ca. TEUR 8.974. 2.2.1 Retailabsatz In einigen Wochen des Geschäftsjahres stieg der Umsatz unerwartet an. In diesen Wochen konnten die Bestellungen nur bedingt ausgeliefert werden. Es gab geringe Fehlmengen bei der Auslieferung. Teilweise gab es aber auch Wochen, in denen der Absatz deutlich unter der üblichen saisonalen Erwartung lag. Insgesamt lag der Retailabsatz im Frischebereich unter den Planungen. Dies lag an dem verringerten Bestellvolumen aufgrund von weniger zugeordneten Zentrallägern gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz von Tiefkühlprodukten sank ggü. dem Vorjahr um ca. 12%. Der Geschäftsverlauf unterlag den erwarteten Schwankungen und die bestellten Mengen konnten ausgeliefert werden. Der Absatzrückgang im Tiefkühlbereich ist durch den starken Wettbewerb und den damit einhergehenden Preisdruckbegründet. In den eher kalten Monaten des Jahres lag die Absatzmenge über dem Jahresdurchschnitt. In den Sommermonaten lag die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten eher unter dem Jahresdurchschnitt. Aufgrund der gestiegenen und zum Teil volatilen Beschaffungspreise in sämtlichen Bereichen wurden mit den Kunden zeitnahe Verhandlungen geführt und Preiserhöhungen verhandelt. 2.2.2 Großverbraucher, Gastronomie, Export Der Absatz im Bereich Großverbraucher, Gastronomie und Export verlief wie erwartet auf einem höheren Niveau ggü. dem Vorjahr und entsprach dem geplanten Absatzmengen. Notwendige Preisanpassungen konnten kurzfristig mit den Kunden verhandelt werden. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Ertragslage Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres, wobei die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Die Plukon Storkow GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von TEUR 228.052 (Vj.: TEUR 213.028) erreicht, das sind TEUR 15.024 mehr als 2022. Ursächlich für diese Entwicklung ist die zusätzliche Belieferung von Kunden der Plukon GmbH und Frischekunden sowie durchgesetzte Preiserhöhungen. Der Materialaufwand beträgt TEUR 167.878 (Vj.: TEUR 172.988) und ist somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.110 gesunken. Der Personalaufwand steigt deutlich um 24% von TEUR 20.717 auf TEUR 25.636 Ursächlich ist im Wesentlichen der Anstieg der Mitarbeiterzahlen aufgrund der Einführung einer weiteren Schicht in 2022 sowie Entgelterhöhungen. Die Mitarbeiterzahlen sind im Anhang aufgeführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 24% von TEUR 21.603 auf TEUR 26.793. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Einführung der zweiten Schicht im Jahre 2022 und der damit einhergehenden Produktionserhöhung. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.339 (Vj.: TEUR 5.038) erzielt. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Fri-Ki-Frisch GmbH resultieren Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vj.: TEUR 1.630). 2.3.2 Vermögenslage Nachfolgende Aufstellung verdeutlicht die wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die Bilanzsumme belief sich am 31. Dezember 2023 auf TEUR 58.429 (Vj.: TEUR 58.636). Der Rückgang resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den gesunkenen fertigen Erzeugnissen und Waren bei gegenläufiger Entwicklung des Anlagevermögens. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang im Wesentlichen aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bei gegenläufiger Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote (Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) ist im Berichtsjahr leicht gestiegen 24,8 % (Vj. 22,5 %). 2.3.3 Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft wurde durch einen Kontokorrentrahmen bei der ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, Niederlande, abgesichert. Des Weiteren ist die Plukon Storkow GmbH in ein grenzüberschreitendes Zero-Balancing im Konzern eingebunden. Der Finanzmittelfonds von TEUR 8.802 (Vj.: TEUR -1.881) setzt sich zusammen aus unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Cash-Pooling-Forderungen von TEUR 8.800 (Vj.: TEUR -1.886) sowie aus liquiden Mitteln von TEUR 2 (Vj.: TEUR 5). Die Plukon Storkow GmbH war zudem jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 228.052 und einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.339. Die Prognosen des Vorjahres konnten damit erfüllt werden. Insgesamt kann die Entwicklung des Geschäftes als sehr zufriedenstellend betrachtet werden. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass europaweit, aber auch global gesehen, der Konsum von Hähnchenfleisch weiterwachsen und eine zentrale Rolle in der Proteinversorgung der Menschen einnehmen wird. Nach unserer Einschätzung wird der Konsum von Geflügelfleisch in Deutschland im Jahr 2024 auch weiterhin wachsen. Hähnchenfleisch ist mittlerweile etabliert und als vollwertiges Pendant zu Rind- und Schweinefleisch angesehen und kann hier als Substitution gesehen werden. Mittelfristig gehen wir von einer Verknappung des Geflügelfleisches aus deutscher Herkunft aus. Mit der weiteren Abnahme der Besatzdichte pro Quadratmeter werden sich die Tierzahlen reduzieren. Aufgrund der in der Bevölkerung vorhandenen ablehnenden Haltung zur Massentierhaltung und der hohen Anforderungen im Genehmigungsrecht wird sich das Angebot an deutschem Geflügelfleisch kaum erhöhen. Die vom Handel aktuell diskutiere Haltungsstufe 3 und 4 wird zusätzlich das Mengenangebot verknappen. Hier bleibt jedoch abzuwarten, ob der Konsument bereit ist für diese neuen Konzepte mehr zu zahlen, als er es im Moment gewohnt ist. Die im Verhältnis zu anderen Tierarten günstigeren Produktionskosten von Geflügelfleisch und daher auch der günstigere Preis für den Konsumenten wird den Konsum von Geflügelfleisch fördern. Generell hat der Bereich Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert in allen sozialen Schichten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Themen ebenso wie die GMO-Freiheit politisch weiter ausgebaut werden. Im Bereich der Beschaffung von Frachtraten gehen wir im Jahr 2024 von weiteren Steigerungen der Kosten aus. Die Versorgungssicherheit steht im Vordergrund. Geforderte Aufschläge der Spediteure müssen teilweise trotz bestehender Vereinbarungen akzeptiert werden, da ansonsten keine Auslieferung der Waren sichergestellt werden kann. Das Unternehmen geht jedoch davon aus, dass sich sämtliche Kunden mit sich veränderten Situation arrangieren und Preisanpassungen partnerschaftlich diskutiert und akzeptiert werden. Durch die Einbindung in die Plukon Food Group sehen wir eine gute nachhaltige Vermarktungsmöglichkeit der Produkte im Inlands-, aber auch im Exportbereich als gewährleistet. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiter steigenden Kostenstruktur für das Unternehmen. Die Personalkosten als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden erwartungsgemäß steigen oder aber auf einem erhöhten Niveau stagnieren. Aufgrund der o. g. Erwartungen plant die Geschäftsführung für 2024 mit leicht höheren Umsatzerlösen und mit einem leicht höheren Jahresergebnis. 3.2 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement basiert auf einem periodischen Berichtswesen, das alle wesentlichen Kennzahlen wie beispielsweise Gross Margin, EBIT und EBITDA beinhaltet, sowie auf periodischem Vergleichen und Analysen der finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Die Abweichungsanalysen dienen der Geschäftsführung als Instrument der Unternehmenssteuerung. Regelmäßige Orientierungsgespräche mit den Verantwortlichen zur Umsatz- und Kostenentwicklung ermöglichen es, die Geschäftsführung und die Gesellschafterin über die wirtschaftliche Entwicklung vollständig zu informieren und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einzuleiten. Das Unternehmen ist auf Grund der Einbindung in die Plukon Food Group in der Lage, bei Eintritt der oben beschriebenen Risiken kurzfristig zu reagieren sowie Maßnahmen zur Kostenanpassung einzuleiten. Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt. Russland-Ukraine-Konflikt Die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts können die Plukon-Gruppe in erster Linie im Bereich der Beschaffung treffen. Gegebenenfalls könnten Rohware, Verpackungsmaterialien und Handelswaren nicht in ausreichender Menge oder nicht zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Ferner wird das Preisrisiko der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen deutlich im Vordergrund stehen. In den Bereichen Produktion und Logistik besteht das Risiko, dass es Verzögerungen in der Bereitstellung von Personal kommen kann. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu minimieren. Daneben werden in der deutschen Geflügelbranche vor allem zwei Themen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben - zum einen die anhaltende Mediendiskussion um Tierwohl und Tierhaltung - zum anderen der verstärkt auftretende Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern. Hier ist insbesondere Polen zu nennen. Verstärkt auftretender internationaler Wettbewerb mit anderen Ländern In Polen ist die Geflügelerzeugung preislich günstiger, dadurch ist dort seit Jahren ein immenses Wachstum der Geflügelwirtschaft vorhanden. Der Selbstversorgungsgrad in Polen liegt bei deutlich über 100 %. Es werden immer mehr Absatzkanäle auch nach Deutschland erschlossen, insbesondere im Convenience Bereich. Sollte der Handel von der "Tierwohl-Hähnchenfleisch" Strategie abweichen, könnte es zu einem verschärften Wettbewerb bei Hähnchenfleisch aus Deutschland und "preisgünstigem normalen Hähnchenfleisch" aus Polen kommen. Kurzfristig sehen wir dies jedoch als geringes Risiko an. Die nachfolgenden Chancen sind in der Reihenfolge Ihrer Bedeutung dargestellt. Marktwachstum Der Geflügelkonsum hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Es wird von einem moderaten Wachstum von etwa 1 % in der gesamten Geflügel-branche ausgegangen. Das Wachstum ist aber nur durch Verdrängung der anderen Fleischarten möglich. Der Wettbewerb innerhalb der Branche wird auf dem bestehenden hohen Niveau bleiben, es wird vor allem in Polen mehr Geflügelfleisch produziert und damit auch international angeboten. Die Gesellschaft sieht sich durch das gewählte Iniative-Tierwohl-Konzept aber ausreichend durch die Anbieter aus dem EU-Ausland geschützt. Zusätzlich hebt sich die Gesellschaft gegenüber Mitbewerbern dadurch ab, dass es in der Lage ist, ausreichend Tiere der Haltungsform 3 anbieten zu können. Neben den normalen in unseren Umsatz- und Beschaffungsmärkten liegenden Unsicherheiten sind uns über das oben Erwähnte hinaus keine Risiken bekannt. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind uns derzeit ebenfalls nicht bekannt. Einbindung in den Plukon-Konzern Durch die angestrebte ständige Verbesserung der Produktionsrahmenbedingungen gehen wir von einer stetigen Steigerung der Produktionsqualität aus. Durch die vom Unternehmen vorgegebenen hohen Qualitätsansprüche an die Endprodukte sehen wir eine Chance uns von Wettbewerbern abzuheben. Ebenso ist es der Plukon GmbH aufgrund ihrer Einbindung in die Rohstoffbeschaffungsstrategie der deutschen Schwesterbetriebe möglich, den aufkommenden Trend "Fleisch aus regionaler Produktion" zu bedienen. Hier erwarten wir deutliche Vorteile gegenüber Mitbewerbern aufgrund der möglichen Belieferung mit Rohstoffen durch Schwesterbetriebe. 4 Erklärung zur Unternehmensführung Die Anforderungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sind von der Plukon Storkow GmbH zu erfüllen. Mit Beschluss vom 20. August 2024 hat die Gesellschafterversammlung der Plukon Storkow GmbH eine Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung von 0% bis zum 31. Dezember 2028 bestimmt. Die Festlegung einer Frauenquote für eine erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung war dabei bei der Gesellschaft nicht möglich, da es mit einer flachen Führungsstruktur keine relevante Führungsebene (mit relevanter Personal- und Führungskompetenz) unterhalb der Geschäftsführung gab. Für die Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung als Zielgröße bis zum 31.12.2028 0% festgesetzt. Die Gesellschafterversammlung hält diese Quote für sachgerecht. Die Geschäftsführung besteht lediglich aus zwei Mitgliedern. Eine Frauenquote von mehr als 0% würde bei einer solchen Gremiengröße nach Auffassung der Gesellschafterversammlung dazu führen, dass bei Neubesetzungen das Geschlecht die Auswahlentscheidung zwischen möglichen Kandidaten übermäßig stark vorbestimmt. Die Festlegung einer höheren Frauenquote würde die Gesellschafterversammlung dazu veranlassen, entweder das Organ zu vergrößern oder mittelbar schon jetzt die Entscheidung beinhalten, das Mandat eines der heutigen Geschäftsführer zu beenden bzw. nicht weiter fortzuführen. Beides stellen weitreichende Entscheidungen dar, bei denen die Gesellschafterversammlung eine vorzeitige Festlegung für nicht im Interesse der Gesellschaft erachtet.
Storkow, den 21. August 2024 Rainer Dullweber, Geschäftsführer Peter Schenk, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Plukon Storkow GmbH, Storkow Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Plukon Storkow GmbH, Storkow, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plukon Storkow GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 22. August 2024 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Kurt, Wirtschaftsprüfer |
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