Großhandel mit Anstrichmitteln
Schaumaplast Reilingen GmbH
Industriestraße 5, 68799 Reilingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marius Sebastian Michael Botasow seit 11.11.2024 | Prokura |
Thomas Plautz seit 4.7.2024 | Geschäftsführer |
Barbara, geb. Nyga Nyga-Müller seit 9.2.2016 | Prokura |
Markus Michael Hoffmann seit 9.2.2016 | Prokura |
Bernhard Heinrich Hauck seit 1.8.2012 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schaumaplast Reilingen GmbHReilingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30.06.2023der Schaumaplast Reilingen GmbH, ReilingenAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.07.2022 - 30.06.2023der Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023der Schaumaplast Reilingen GmbH, ReilingenI. Allgemeines Der Jahresabschluss der Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen, Amtsgericht Mannheim, HRB 421564, zum 30. Juni 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit der Darstellung werden "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang vorgenommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss erfolgte gegenüber dem Vorjahr folgende Änderung bei der Bilanzierung: Die Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtung wurde im Gegensatz zum Vorjahr mit dem Deckungsvermögen saldiert. Eine Anpassung des Vorjahresausweises wurde vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear und geometrisch degressiv nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Soweit niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorliegen, werden diese unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für die zu erwartenden Skonto- inanspruchnahmen, das allgemeine Kreditrisiko und den Zinsverlust wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 14.073,79 (Vorjahr: € 8.432,08) enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S. d. § 246 Abs 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegendem Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der dabei entstandene Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird als separater Posten gezeigt. Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 1.416.664,00 (Vorjahr: € 1.733.332,00) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 3.859.351,80 (Vorjahr: € 3.815.995,37) enthalten. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Die Forderungen haben insgesamt - wie im Vorjahr - eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben T-EUR 108 (Vj. T-EUR 30) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ansonsten sind sie - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Einzelheiten über die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in vollem Umfang durch Sicherungsübereignungen von Maschinen und Mithaftung der Gesellschafterin gesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin Schaumaplast GmbH & Co. KG, Reilingen, in Höhe von EUR 3.858.008,21 (Vorjahr: EUR 3.799.664,21) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 46.804,26 (Vorjahr: EUR 30.655,03) enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen EUR 130.254,42 (Vorjahr: EUR 51.520,80) auf verbundene Unternehmen sowie auf die Aufzinsung von Rückstellungen aus der Verpflichtung von Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von EUR 233,62 (Vorjahr: EUR 702,83). Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge, enthalten in den sonstigen betrieblichen Erträgen, in Höhe von EUR 356.944,72 angefallen. Die außergewöhnlichen Erträge betreffen im Wesentlichen Entlastungsbeträge für Strom und Gas. V. Ergänzende Angaben 1. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 war
als Geschäftsführer bestellt. 2. Anzahl Mitarbeiter Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Unterschrift der Geschäftsführung
Reilingen, den 18. Dezember 2023 Bernhard Heinrich Hauck Entwicklung des Anlagevermögensder Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023der Schaumaplast Reilingen GmbH, ReilingenI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Schaumaplast Reilingen GmbH, ein Konzernunternehmen der Schaumaplast GmbH & Co. KG mit Sitz in Reilingen, produziert und vertreibt an ihrem Standort in Reilingen Formteile und andere Erzeugnisse überwiegend aus Partikelschäumen wie EPS (expandierbares Polystyrol) und EPP (expandierbares Polypropylen) sowie Kühlelementen und Thermoboxen. Die Produkte werden überwiegend nach Kundenwunsch gefertigt und in unterschiedlichen Anwendungsbereichen eingesetzt. Hauptabsatzmärkte sind Deutschland und Europa. Im Mai 2022 wurde eine Produktionserweiterung zur Fertigung von EPP-Produkten in Betrieb genommen. Diese stärkt den Geschäftsbereich EPP und ermöglicht dem Unternehmen die Eigenfertigung von EPP Formteilen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat der russische Krieg gegen die Ukraine die geopolitische Lage grundlegend verändert und die globale Wirtschaft beeinträchtigt. Aus dem Konflikt ergaben sich ein massiver Anstieg der Preise für Energien und Rohstoffe, eine höhere Inflation und ein schwächeres Wachstum der deutschen Wirtschaft. Zwar konnten die Umsätze in der kunststoffverarbeitenden Industrie in 2022 preisbedingt gesteigert werden. Die Menge der im Jahr 2022 in Deutschland verarbeiteten Kunststoffe ging nach Auswertung des Gesamtverbandes der kunststoffverarbeitenden Industrie im Vergleich zum Vorjahr jedoch von 14 Mio. t auf 13,6 Mio. t zurück. Der Mengenrückgang bezog sich insbesondere auf die Bereiche Verpackung, Bau und technische Teile. 1
1 K-Zeitung "Kunststoffverarbeitung in 2022",
GKV Auswertung 27. Februar 2023
2. Geschäftsverlauf Die dargestellten wirtschaftlichen Entwicklungen spiegelten sich auch bei Schaumaplast Reilingen GmbH wieder. Insbesondere die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2022/2023 waren geprägt von enormen Kostensteigerungen aufgrund angestiegener Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten. Die starken Preissteigerungen konnten am Markt nur mit Verzögerung weitergegeben werden, was in Kombination mit Mengenrückgängen zu einer erheblichen Kostenbelastung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres führte. Die Hochlaufphase der neu installierten EPP-Produktion führte zu zusätzlichen Belastungen, die insbesondere im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 nicht durch entsprechende Umsätze gedeckt werden konnten. Durch die Anpassungen der Produktionskapazitäten, Preissteigerungen gegenüber den Kunden und die staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für den Strom- und Gaseinsatz konnte der Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres insgesamt stabilisiert werden. Zudem konnten die Preissteigerungen für Energie durch die staatlichen Energiepreisbremsen gestoppt werden. 3. Darstellung der Lage Das Ergebnis der Gesellschaft liegt trotz gestiegener Umsatzerlöse aufgrund gestiegener Beschaffungspreise und Kosten unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Finanzlage ist stabil und die Gesellschaft verfügt über eine ausreichende Eigenkapitalisierung. a) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 7.864 (Vorjahr: TEUR 8.157). Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 63 auf TEUR 4.351 verringert (Vorjahr: TEUR 4.414). Dies liegt im Wesentlichen an der Abschreibung. Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 3.425 (Vorjahr: TEUR 3.656) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 231 verringert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden um TEUR 107 auf TEUR 618 und die Unfertigen Erzeugnisse um TEUR 23 auf TEUR 32 reduziert. Die Fertige Erzeugnisse und Waren wurden um TEUR 214 auf TEUR 762 erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.703 und sind um TEUR 144 reduziert. Das liegt im Wesentlichen an verringerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Bankbestände haben sich um TEUR 168 auf TEUR 309 reduziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit TEUR 77 auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 gestärkt werden und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.899. Die Rückstellungen wurden um TEUR 30 reduziert auf TEUR 233. Im Wesentlichen liegt die Reduktion bei den Personalrückstellungen. b) Finanzlage Es stehen ausreichende Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes zur Verfügung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten begleicht die Gesellschaft innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Die Finanzlage des Unternehmens ist gesichert. Die Liquiditätslage ist stabil. Die Kontokorrentlinie bei Kreditinstituten ist ausreichend und wurde im ablaufenden Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 5.731 (Vorjahr: TEUR 6.019). Diese wurden zur Finanzierung des Anlagevermögens aufgenommen und wurden entsprechend den Tilgungsplänen bedient. Die Eigenkapitalquote hat sich leicht erhöht und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 24,2 % (Vorjahr: 24 %). c) Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2022/2023 vor allem durch Preissteigerungen und dem Vertrieb von Handelsware erhöht werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhen sich auf TEUR 468 (Vorjahr: TEUR 71) und beinhalten auch Erstattungen im Rahmen der Energiepreisbremse. Aufgrund gestiegener Rohmaterial- und Energiepreise erhöhte sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich (rd. +17,2 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022). Dem um TEUR 316,3 gestiegenen Rohertrag steht ein Anstieg im Bereich Personalaufwendungen, Abschreibungen sowie Finanzaufwand entgegen. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Jahresergebnis von EUR 25.392,89 (Vorjahr: EUR 155.451,61) ab. 4. Leistungsindikatoren Wichtige Steuerungskennzahlen der Schaumaplast Reilingen GmbH sind Umsatz, EBITDA und EBIT. Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere durch Preiserhöhungen sowie Handelsware gesteigert werden. Das EBITDA hat sich vom Vorjahr mit TEUR 671 auf TEUR 848 im aktuellen Geschäftsjahr um TEUR 177 erhöht. Das EBIT beläuft sich auf TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 281) und hat sich somit um TEUR 65 reduziert. Das lag im Wesentlichen an erhöhten Abschreibungen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose zum Geschäftsverlauf Die Verunsicherung aufgrund des Ukraine Krieges und des Nahostkonfliktes sowie das hohe Preis- und Zinsniveau führen weiterhin zu einer gedämpften Nachfrage. Schaumaplast Reilingen GmbH hat über die Stabilisierung der Energiebeschaffungspreise und der Sicherung der Rohstoffversorgung jedoch die kurzfristigen Abwärtsrisiken für das Kalenderjahr 2024 reduzieren können. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine Stabilisierung der Stückzahlen auf dem Vorjahresniveau. Unsere Umsatzerwartung liegt auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Aufgrund der eingeleiteten Erweiterungen der EPP Produktion und der verbesserten Prozessabläufe erwarten wir ein leicht steigendes Jahresergebnis. 2. Chancenbericht Durch den Einsatz von innovativen Fertigungstechniken können wir den Energieeinsatz in unseren Produkten reduzieren und einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Auch die Möglichkeit des Einsatzes von Recyclingmaterialien für unsere Kunden berücksichtigt den Wunsch der Nachhaltigkeit und der Reduzierung von CO 2. Der Einsatz von Alternativmaterialien, insbesondere im Bereich der Schutzverpackungen, trägt den Markterwartungen an die Reduzierung von Kunststoffverpackungen Rechnung und bietet Chancen für innovative Produkte. Die Forschung und Entwicklung wird in der Schaumaplast-Gruppe zentral durch Schaumaplast GmbH & Co. KG durchgeführt und gesteuert. Schaumaplast Reilingen GmbH kann benötigte Beratungs- und Entwicklungsleistungen jederzeit abrufen und Kundenprojekte sowie eigene Innovationen in Zusammenarbeit mit den Entwicklern, Ingenieuren und Verfahrenstechnikern der Schaumaplast-Gruppe durchführen. Die Entwicklung innovativer Lösungen und deren Markteinführung ist ein wichtiger Bestandteil zur Festigung und Erweiterung der Absatzmärkte der Schaumaplast-Gruppe. Im Beschaffungsbereich ergeben sich aufgrund der geringeren Nachfrage im Markt Chancen, die im Rahmen unserer Mehrlieferantenstrategie umgesetzt werden können. Die gezielten Investitionen und Weiterentwicklungen im Bereich EPP und Cold-Chain werden diese Unternehmensbereiche stärken und zu einem weiteren Ausbau von Eigenprodukten und Funktionsteilen führen. 3. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Die geopolitischen Risiken und die nicht vorhersehbare Entwicklung führt zu einer anhaltenden Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft und bei den Konsumenten. Dies kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Weiterhin findet ein gesellschaftlicher Wandel statt, bei welchem Kunststoffverpackungen in Frage gestellt werden. Dies kann zu Risiken auf der Absatzseite führen. Daher arbeitet das Unternehmen aktiv an der Erhöhung des Einsatzes von Recyklaten und Marktveränderungen werden permanent beobachtet. Die Verarbeitung von EPS und EPP ist energieintensiv. Steigende Energiepreise führen zu einer Kostenbelastung für das Unternehmen. Die Energiebeschaffung erfolgt daher auf Basis von Lieferverträgen unter einer permanenten Beobachtung des Marktes. Dem Risiko einer Gasmangellage in den Wintermonaten können wir durch den Einsatz von alternativen Energieträgern für die Bearbeitungsprozesse begegnen. Eine Reduktion der Produktion aufgrund einer Gasmangellage ist daher als gering zu bewerten. Die Rohstoffversorgung hat sich aktuell stabilisiert. In der aktuellen Wirtschaftslage gibt es keine Anzeichen einer Materialknappheit. Eine Minimierung des Versorgungsrisikos erfolgt durch den Rohmaterialbezug von verschiedenen Lieferanten und dem Abschluss von Rahmenverträgen. Ein weiterführender regulatorischer Eingriff der Gesetzgebung für den Bereich Verpackung könnte die Marktfähigkeit von einzelnen Produkten beeinflussen oder zu Änderungen des Designs und der Verpackungslösungen unserer Kunden führen. Zur Bewertung und Minimierung dieser Risiken arbeitet das Unternehmen aktiv mit Verbänden und Organisationen zusammen und entwickelt Alternativlösungen. b) Ertragsorientierte Risiken Die anhaltend hohen Energiepreise sowie die gestiegenen Arbeitskosten erfordern hohe Verkaufspreise, was bei einer niedrigen Auslastung am Markt zu einem Verdrängungswettbewerb führen kann. Es besteht das Risiko, Aufträge an Wettbewerber zu verlieren. Durch eine gezielte Ansprache unserer Kunden sowie eine transparente Darlegung der Kostensituation versucht das Unternehmen, dieses Risiko zu minimieren. Durch eine stetige Analyse und Bewertung der Fertigung und Produktivität des Unternehmens werden zudem Abläufe angepasst und Prozesse optimiert. Die Auswirkungen der geopolitischen Risiken auf die Wirtschaft führen zu einem erhöhten Ausfallrisiko. Die Bewertung und Minimierung des Ausfallrisikos erfolgt kontinuierlich durch das zentrale Debitorenmanagement der Schaumaplast-Gruppe auch unter Nutzung von am Markt zugänglicher Daten. Aufgrund der zunehmenden Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich Risiken durch den Ausfall zentraler IT-Systeme, Preisgabe von vertraulichen Daten oder eine Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken. Die Schaumaplast-Gruppe betreibt mit Unterstützung von Dienstleistern organisatorische und technische Maßnahmen, um die Firmen-IT vor Angriffen und Ausfällen zu schützen. Schaumaplast arbeitet auf Basis redundant ausgelegte Server und investiert regelmäßig in Schulungen sowie Hard- und Softwarelösungen zur Risikominimierung. Der Erfolg des Unternehmens wird maßgeblich von der Kompetenz und dem Engagement der Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter geprägt. Der Personalmarkt ist gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb bei der Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte und Talente sowie durch die Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Region- und industriespezifische Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend identifiziert und gezielt gesteuert werden, um erfolgs- und geschäftskritische Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten gehören zu den hohen Prioritäten des Unternehmens und werden u.a. durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen und Kooperationen mit Hochschulen gesteuert. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben, die sich auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Wir bewerten potenzielle Auswirkungen auf der qualitativen Bewertungsskala als hoch. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Es sind aktuell keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Die Finanzierung über Darlehen im Langfrist- bzw. Kurzfristbereich erfolgt über Kreditinstitute sowie über Darlehen der Schaumaplast GmbH & Co. KG. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Finanzplanung und -überwachung des Unternehmens umfasst auch Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Das Unternehmen verfolgt eine kontinuierliche und ausgewogene Risikopolitik. Risiken werden laufend analysiert, bewertet und fließen in die Unternehmensplanung ein. Finanzwirtschaftliche Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. d) Beurteilung des Gesamtrisikos Das Unternehmen arbeitet mit einem in den Betriebsablauf integriertes Monatsreporting, das kurzfristig auf Veränderungen in den Bereichen Produktion, Personal, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Finanzen hinweist. Das zeitnahe erkennen von Chancen und Risiken ermöglicht, Risiken zu erkennen, zu analysieren und diesen nach Bewertung zielgerichtet entgegenzuwirken. Die geopolitischen Risiken mit den Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, das Risiko der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften sowie die verstärkten Eingriffe durch Regulierungen in den Verpackungsbereich im Zusammenspiel mit einem gesellschaftlichen Wandel bewerten wir auch im Vergleich zum Vorjahr weiterhin als hoch. Wesentliche Risiken, welche den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung indes nicht erkennbar. 4. Gesamtaussage Trotz der aktuell geminderten Nachfrage kann sich Schaumaplast Reilingen GmbH auch aufgrund der in den vergangenen Jahren durchgeführten strategischen Investitionen in wichtigen Zukunftsbereichen gut positionieren. Hierdurch besteht eine gute Chance, dass das Unternehmen weiterhin Marktanteile gewinnen und diese zukünftig bei wachsender Nachfrage weiter ausbauen kann. Die eingeleiteten Erweiterungen verbessern die Wettbewerbsfähigkeit und lassen eine leichte Steigerung des operativen Ergebnisses erwarten. Trotz der Risiken erwarten wir einen positiven Geschäftsverlauf und sehen positiv in die Zukunft.
Reilingen, den 18. Dezember Bernhard Heinrich Hauck In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schaumaplast Reilingen GmbH, Reilingen, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, 18. Dezember 2023 Dr.
Möller Treuhand GmbH
Ph. Kellner, Wirtschaftsprüfer J. Kaufmann, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.06.2023Der Jahresabschluss wurde am 15.02.2024 festgestellt. |
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