Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 12451
Vorher
Reckmann Sensor GmbH
Eingetragen
23.8.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb oder die Geschäftsführung von sowie die Beteiligung an Unternehmen, die den Handel, die Herstellung und Reparaturen auf dem Gebiet der Mess- und Regeltechnik zum Gegenstand haben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Gibietz
seit 5.4.2024
Prokura
Jörg Erich Bittorf
seit 18.10.2023
Geschäftsführer
Pietro Noli
seit 15.6.2023
Geschäftsführer
Mario Noli
seit 15.6.2023
Geschäftsführer
Christian Witte
seit 13.10.2022
Prokura
Andre Windgätter
seit 13.10.2022
Prokura
Herbert Neumann
seit 13.10.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ITALCOPPIE SENSORI S.R.L.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ITALCOPPIE SENSORI S.R.L.
Italy
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reckmann GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Reckmann GmbH ist ein mittelständisches, nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen, seit 2023 eingebunden in einem italienischen Familienunternehmen, mit einem motivierten und qualifizierten Team von derzeit rd. 150 Mitarbeitern. Seit 1970 produzieren wir am Standort Hagen (NRW) für alle Industriebereiche Temperatursensoren wie Mantelthermoelemente, Thermoelemente und Widerstandsthermometer in Standard- sowie Sonderausführung und als explosionsgeschützte Bauform. In unserer Branche gehören wir zu den namhaftesten Unternehmen in Deutschland, sind aber auch zunehmend international tätig. Das bestehende Qualitätsmanagement-System gewährleistet unseren Kunden und Anwendern ein Höchstmaß an Qualität.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 war von einigen wichtigen Faktoren geprägt. Hier sind die relevanten Informationen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands verzeichnete im Jahr 2023 einen leichten Rückgang von 0,3 %. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,8 %. Diese Aussage wurde bereits revidiert und auf 0,2 % gesenkt. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland stieg um 0,3 %. Die Konsumausgaben privater Haushalte und privater Organisationen ohne Erwerbszweck stiegen um 0,2 %. Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen um 3,3 % zu. Die Bauinvestitionen verzeichneten einen Anstieg von 2,8 %, während die Inlandsnachfrage um 0,2 % zurückging. Die Exporte stiegen um 2,2 %, während die Importe um 1,6 % zunahmen und der Außenbeitrag (Impuls) betrug 1 %.

Quellen: Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland
Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung
Aktualisierte Konjunkturprognose 2023 und 2024
BMF-Monatsbericht Februar 2023 - Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland

Die Covid-19-Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf die Metall- und Elektroindustrie, die zum Teil noch nachwirken und durch den Krieg in der Ukraine verstärkt wurden. Besonders zu erwähnen sind:

Lieferkettenunterbrechungen: Die Schließung von Fabriken und Grenzen führte zu Unterbrechungen in den globalen Lieferketten. Viele Unternehmen hatten Schwierigkeiten, Rohstoffe und Komponenten zu beschaffen.

Nachfrageeinbruch: Die Nachfrage nach Produkten aus der Metall- und Elektroindustrie ging zurück, da viele Branchen, wie die Automobilindustrie, ihre Produktion drosselten oder einstellten.

Arbeitskräftemangel: Aufgrund von Quarantänemaßnahmen und Arbeitsplatzschließungen hatten Unternehmen Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und zu halten.

Finanzielle Unterstützung: Die Bundesregierung und die EU stellten finanzielle Unterstützung für Unternehmen bereit, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

Quellen: Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 7 / 2023
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 8 / 2023
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 4 / 2023

Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland einen Jahresumsatz von 1,4 Billionen Euro, was sie zur größten Industriebranche Deutschlands macht. Etwa zwei Drittel der industriellen Wertschöpfung stammen aus dieser Branche, und über die Hälfte des Umsatzes wird im Ausland generiert. Trotz Herausforderungen hat die Branche ihre Position gestärkt. Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte mehrere Wirtschaftsberichte im Jahr 2023. Die Inflationserwartungen lagen bei rund 2 %, und das Wirtschaftswachstum wurde für 2023 auf 0,9 % geschätzt. Die zugrunde liegende Inflation hat weiter nachgelassen.

Quellen: Metall- und Elektro-Industrie in der Bundesrepublik Deutschland
Jahreswirtschaftsbericht 2023 der Bundesregierung
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 7 / 2023
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 8 / 2023
EZB Wirtschaftsbericht, Ausgabe 4 / 2023

Der Geschäftsverlauf der Reckmann GmbH war im Jahr 2023 maßgeblich durch die Anteilsübernahme der italienischen Firma Italcoppie Sensori Srl im Januar 2023 geprägt. Hierzu wurde eine neue GmbH gegründet, in welche das operative Geschäft der Reckmann GmbH ausgegliedert wurde. Durch die stufenweise Umbenennung beider Gesellschaften trägt die Firma auch nach dem Verkauf weiterhin den Namen Reckmann GmbH und ist weiterhin im Besitz aller Akkreditierungen.

Durch die Veränderungen hat es eine gewisse Personalfluktuation in unterschiedlichen Bereichen gegeben, die erst über das gesamte Jahr hinweg kompensiert wurden. So wurden im April ein neuer Vertriebsleiter mit langjähriger Branchenerfahrung, im Mai eine versierte Personalerin und im September ein erfahrener Generalist als Geschäftsführer in organisierter Nachfolge eingestellt. Entsprechend standen somit im gesamten Jahr mehr die organisatorischen Themen im Vordergrund. Damit wurde jedoch der Grundstein gelegt, mit erneuter Stärke direkt in das Jahr 2024 zu starten.

Die Schwäche der deutschen Wirtschaft ist im 2. Halbjahr 2023 gewachsen und führte gegen Ende des Jahres zu einem Rückgang des Auftragsbestands und zu einem Umsatzrückgang zum Vorjahr. Damit konnte die Reckmann GmbH nicht dem Branchentrend folgen. Laut dem AMA-Fachverband für Sensorik und Messtechnik e.V. hat die Sensorik und Messtechnik im Jahr 2023 zwar sehr unterschiedliche Umsatzquartale erlebt, bis zum 3. Quartal aber einen stabilisierten Auftragseingang mit einem Plus um 1% und ein Umsatzplus von 4 % verzeichnet.

Quelle: https://www.ama-sensorik.de/verband/brancheninformationen/branchenstatistik-2023/

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Erkennung möglicher Risiken werden verschiedene Kontrollinstrumente zur kontinuierlichen Überwachung des Geschäftsverlaufs eingesetzt. Wesentliche Überwachungsgrößen sind hierbei der Auftragseingang, die Umsatzerlöse; erzielte Margen, das Monats- bzw. Jahresergebnis sowie die Bestandsveränderungen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt. Während die Bilanzsumme um 4,5 % zurückging, erhöhte sich das Eigenkapital um 4,9 % auf rd. € 15 Mio. Auf der Aktivseite ging insbesondere der Buchwert der Vorräte um 28 % auf 8.651 T€ zurück, da im Edelmetallbereich die Bevorratungsmenge deutlich abgebaut wurde. Durch die verringerte Kapitalbindung erhöhten sich die liquiden Mittel um 2.924 T€ auf 4.362 T€ zum 31. Dezember 2023. Auf der Passivseite gingen die Rückstellungen um rd. 35 % auf T€ 2.621 zurück. Dies ist hauptsächlich auf die Erfüllung der edelmetallbezogenen Sachleistungsverpflichtungen ggüb. Kunden zurückzuführen. Das Eigenkapital erhöhte sich hauptsächlich durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 651 T€ auf 15.008 T€. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich um 7,3%-Punkte auf 81,2 %.

Finanzlage

Die Entwicklung der Liquidität ergibt sich aus der folgenden Kapitalflussrechnung:

2023 2022
T€ T€
Jahresergebnis 651 -241
Brutto-Cashflow 1.143 490
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.820 1.080
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -945 -378
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 49 -954
Veränderung des Finanzmittelfonds 2.924 -252
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.438 1.690
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.362 1.438

*) https://www.ama-sensorik.de/verband/brancheninformationen/branchenstatistik-2021/

Der Finanzmittelfonds setzt sich jeweils aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Das Finanzmanagement unserer Gesellschaft ist auf eine Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsverpflichtungen bei einer Minimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet.

Aufgrund des um 892 T€ gesteigerten Jahresergebnisses und bei geringeren Abschreibungen auf Anlagevermögen ist der Brutto-Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um rd. 653 T€ gestiegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte im Vergleich zum Vorjahr um 2.740 T€ auf 3.820 T€ gesteigert werden. Dieser Verbesserung ist insbesondere auf den Abbau der Finanzmittelbindung im Bereich der Vorräte und Forderungen um 4.259 T€ zurückzuführen, während die operativen Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 1.574 T€ zurückgegangen sind.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -945 T€ beinhaltet fast ausschließlich die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen (958 T€).

Da sich die Gesellschaft ausschließlich durch die erwirtschafteten Überschüsse finanziert, bestehen keine Kreditlinien seitens der Geschäftsbanken. Vielmehr wurden 2.250 T€ Liquidität in kurzfristiges Tagesgeld über einen Zeitraum von drei bis neun Monate angelegt.

Ertragslage

Die wesentlichen Kennziffern der Ertragslage zeigt die nachfolgende Tabelle:

2023 2022
T€ T€
Rohergebnis 11.929 11.225
Betriebsergebnis 987 -245
Finanzergebnis 0 4
Ertragsteuern 336 0
Jahresergebnis 651 -241

Das Rohergebnis liegt mit 11.929 T€ um rd. 6 % über dem des Vorjahres. Diese Entwicklung ergibt sich maßgeblich aus einer Steigerung der Rohertragsmarge. Das Niveau des Umsatzerlöse, die als Folge des Nachholbedarfs der Kunden pandemiebedingt im Vorjahr stark angestiegen waren, konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht vollständig erreicht werden. Der Materialaufwand ging leicht überproportional zurück.

Neben dem verbesserten Rohergebnis konnten Kosteneinsparungen bei den betrieblichen Aufwendungen, insbesondere im Personalbereich (-275 T€) durch eine Verringerung der Mitarbeiterzahl, umgesetzt werden. Dadurch konnte das im Vorjahr negative Betriebsergebnis um 1.232 T€ auf 987 T€ gesteigert werden. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 unter Berücksichtigung der Ertragsteuerbelastung ein um 892 T€ höheres Jahresergebnis in Höhe von 651 T€ erwirtschaftet.

Gesamtaussage der Geschäftsführung

Zusammenfassend stellt sich die wirtschaftliche Lage für das Geschäftsjahr 2023 bedingt zufriedenstellend dar. Obwohl die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen sind, wurde ein deutlich verbessertes, positives Jahresergebnis in Höhe von 651 T€ im Vergleich zu -241 T€ im Vorjahr erwirtschaftet. Beide Jahresergebnisse waren allerdings beeinflusst von Edelmetallnotierungen.

Nach einem nennenswerten Personalverlust wurden in der Geschäftsführung, im Personal und in der Vertriebsleitung alle Schlüsselpositionen nachbesetzt. Lediglich die Position des Leiters Controlling ist erst zum 1. Mai 2024 besetzt. Abschließend sieht die Geschäftsführung eine sich verändernde Strategie auf mehr Wertschöpfung mit einer entsprechenden Positionierung im Markt als eingeleitet.

B. Chancen- und Risikobericht

Durch die neuen Gesellschafter wird ein größerer Fokus auf Wertschöpfung und klarer Strategie gelegt. Insbesondere mit einer eindeutigen Positionierung mit Qualität in einer festgelegten Produktauswahl, Innovationstätigkeit und der Überarbeitung innerbetrieblicher Strukturen sowie Prozesse.

Darüber hinaus bringt die neue Gesellschafterin Italcoppie Sensori Srl selbst erhebliches Wissen und technische Kompetenz aus jahrelanger Markttätigkeiten im Segment Thermoelemente ein. Weitere Produktionsstandorte in Tunesien oder Brasilien bieten große Chancen in der Ausnutzung von Synergien.

Als größte Risiken werden intern die Behandlung von Edelmetallen des Kunden in den Büchern der Gesellschaft gesehen sowie die allgemeine Wirtschaftslage im industriellen Umfeld. Durch Notierungsschwankungen sind bei den Edelmetallen unbeeinflussbare Ergebnisauswirkungen möglich. An einer veränderten Behandlung wird bereits gearbeitet, jedoch ist der Zeitpunkt der Realisierung noch ungewiss. Die Markt- und Wirtschaftslage kann nicht beeinflusst werden.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen aufgrund der sehr guten Eigenkapitalstruktur und der vorhandenen Liquidität nicht. Die Anteilsübernahme durch die Italcoppie Srl hat bereits erheblich positiven Einfluss.

C. Aussagen von besonderer Bedeutung

Mit Datum 15.06.2023 sind Herr Pietro Noli, Techniker und Herr Mario Noli, Techniker in die Geschäftsführung eingetreten. Beide Personen handeln in Geschäftsführeridentität mit der Gesellschafterin Italcoppie Srl. Mit Datum 18.10.2023 ist Jörg Bittorf, Kaufmann in die Geschäftsführung eingetreten. Mit Datum 20.11.2023 ist die Prokura von Manuela Montefalcone-Ribjitzki gelöscht worden.

Der Vertriebsleiter Jörg Gibietz hat zum 01.04.2024 Prokura erhalten. Der Geschäftsführer und Verkäufer der Reckmann GmbH, Ulrich Born, ist zum 01.04.2024 planmäßig aus dem Unternehmen ausgeschieden.

D. Prognosebericht

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 ist mit einem niedrigen Auftragsbestand und einem nicht ausreichenden Auftragseingang gestartet. Umfangreiche Vertriebsaktivitäten, meist bereits in der Vergabephase, stellen deutliche Verbesserung in Aussicht. Ferner sind für das 2. Halbjahr 2024 die Teilnahmen an drei Fachmessen in den Segmenten Glas und Automobil gebucht. Dazu sind umfangreiche Produktentwicklungen gestartet, um diese zu den Messen präsentieren zu können.

Intern sind viele Aktivitäten in der Organisation und den Prozessen aufgenommen, die im weiteren Verlauf 2024 die Kosten deutlich optimieren sollen. Die neue Vorgehensweise mit beigestellten Edelmetallen unserer Kunden führt dazu, dass kein bedeutender und liquiditätszehrender Bestandsaufbau mehr erfolgen muss. Der Zeitpunkt zur Aufstellung des Jahresabschlusses ist zu früh, um eine gesamtwirtschaftliche oder branchenspezifische Aussage zu treffen. Darüber hinaus gibt es zu viele politische Einflüsse, Energiefragen, Kriegsgeschehen oder die anstehenden Wahlen in Amerika.

Die organisatorischen Aktivitäten in der Gesellschaft sind im Jahr 2024 agil gestartet. Gesellschafter und Geschäftsführung bringen Optimierungsideen ein. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 ist hingegen gemäß der allgemeinen wirtschaftlichen Lage gestartet. Bei rückläufigem Auftragseingang und Umsatz wurde der Anteil der wertschöpfenden Produkte erhöht und der Anteil niedriger Wertschöpfung verringert, so dass der Start 2024 unter Berücksichtigung der Wirtschaftslage noch zufriedenstellend ist.

Gemäß der aktualisierten Jahresplanung und unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung ist davon auszugehen, dass die Umsatzerlöse 2024 unter denen des Vorjahres 2023 liegen werden. Unter dieser Voraussetzung gehen wir davon aus, im Geschäftsjahr 2024 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern erzielen zu können.

 

Hagen, 13. Mai 2024

gez. Pietro Noli als Geschäftsführer

gez. Mario Noli als Geschäftsführer

gez. Jörg Bittorf als Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 18.485,00 7.041,00
2. Geleistete Anzahlungen 312.754,84 0,00
331.239,84 7.041,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.439.314,00 1.309.372,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.501,00 313.830,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.576,82 12.301,85
1.772.391,82 1.635.504,35
2.103.631,66 1.642.545,35
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.966.052,85 9.931.008,13
2. Unfertige Erzeugnisse 750.140,46 604.400,47
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 935.127,76 1.419.362,21
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 57.078,30
8.651.321,07 12.011.849,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.972.060,31 3.674.856,48
2. Sonstige Vermögensgegenstände 334.988,18 527.957,91
3.307.048,49 4.202.814,39
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.361.866,34 1.437.878,47
16.320.235,90 17.652.541,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 55.215,72 58.203,17
18.479.083,28 19.353.290,49

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 14.571.124,62 14.521.799,85
III. Verlustvortrag -240.645,08 0,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 651.220,90 -240.645,08
15.007.700,44 14.307.154,77
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.908,68 26.356,55
2. Sonstige Rückstellungen 335.485,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.252.833,31 4.020.155,81
2.621.226,99 4.046.512,36
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 209.221,96 501.162,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.944,98 26.071,96
3. Sonstige Verbindlichkeiten 543.988,91 472.389,25
- davon aus Steuern: € 176.087,21 (Vorjahr: € 236.450,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 5.110,19 (Vorjahr: € 7.578,18) 850.155,85 999.623,36
18.479.083,28 19.353.290,49

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 11.928.018,95 11.225.189,65
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.727.582,26 7.130.170,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.616.896,57 1.489.137,35
8.344.478,83 8.619.308,01
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagemögens und Sachanlagen 486.158,87 704.093,16
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.107.532,20 2.143.279,74
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 397,40 4.865,70
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 441,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 335.489,55 -86,48
8. Ergebnis nach Steuern 654.756,90 -236.980,08
9. Sonstige Steuern 3.536,00 3.665,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 651.220,90 -240.645,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Reckmann GmbH (Amtsgericht Hagen, HRB 12451) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Geschäftsbetriebs. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

B. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Sachanlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von € 800,00 sind voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang behandelt worden.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittswertmethode; bei den Edelmetallen in Beistellung vom Kunden wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Das Altersstrukturrisiko wurde durch eine Wertberichtigung angemessen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Wertberichtigungen wurden im notwendigen Ausmaß gebildet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Flüssige Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, werden durch aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

II. Passiva

Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken sowie künftige Preis- und Kostenverhältnisse berücksichtigt.

Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine entsprechende Abzinsung vorgenommen. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrages wurden die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssätze verwendet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Sachleistungsverpflichtungen aus der Rücknahme von Edelmetall (1.658 T€), Personalkosten und Jubiläumsrückstellungen (270 T€), Gewährleistungen (106 T€), Kosten für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (72 T€) sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (25 T€).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über dem Erfüllungsbetrag lagen, wurden die Verbindlichkeiten mit dem höheren Tageswert angesetzt. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

C. Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB sind nicht vorhanden.

D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zukünftige Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 274 T€ und aus Immobilienmietverträgen in Höhe von 5.825 T€.

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Mario Noli, technischer Ingenieur, Cremona/Italien,

Herr Pietro Noli, technischer Ingenieur, Cremona/Italien,

Herr Ulrich Born, Dipl.-Ingenieur, Hagen,

Herr Jörg Bittorf, Kaufmann, Hagen (ab 18.10.2023).

Auf die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 651.220,90 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Hagen, 13. Mai 2024

gez. Mario Noli

gez. Pietro Noli

gez. Jörg Bittorf

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 84.167,37 16.880,00 0,00 0,00 101.047,37
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 312.754,84 0,00 0,00 312.754,84
84.167,37 329.634,84 0,00 0,00 413.802,21
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.645.394,63 493.754,00 0,00 100.191,61 6.038.957,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.128.082,47 130.494,87 0,00 588.284,23 1.670.293,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.301,85 4.288,67 0,00 2.013,70 14.576,82
7.785.778,95 628.537,54 0,00 690.489,54 7.723.826,95
7.869.946,32 958.172,38 0,00 690.489,54 8.137.629,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 77.126,37 5.436,00 0,00 82.562,37
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
77.126,37 5.436,00 0,00 82.562,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.336.022,63 355.440,00 91.819,61 4.599.643,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.814.251,97 125.282,87 587.742,73 1.351.792,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.150.274,60 480.722,87 679.562,34 5.951.435,13
6.227.400,97 486.158,87 679.562,34 6.033.997,50
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und ähnliche Rechte 18.485,00 7.041,00
2. Geleistete Anzahlungen 312.754,84 0,00
331.239,84 7.041,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.439.314,00 1.309.372,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.501,00 313.830,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.576,82 12.301,85
1.772.391,82 1.635.504,35
2.103.631,66 1.642.545,35

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Reckmann GmbH, Hagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reckmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reckmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bochum, 16. Mai 2024

Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Markus Keller, Wirtschaftsprüfer

Klaus Orzehsek, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 1. Dezember 2024 festgestellt.

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