HANDBALLWOCHE GmbH
Fördestraße 20, 24944 Flensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Janina Vach seit 14.8.2023 | Prokura |
Mahelia Thomssen seit 14.8.2023 | Prokura |
Jürgen Muhl seit 23.8.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.76% | |
| 49.76% | |
medien holding:nord gmbhEigenbeteiligung | 0.47% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NOZ MEDIEN Holding GmbHOsnabrückKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des KonzernsDie NOZ MEDIEN Holding GmbH wurde am 11. Januar 2016 gegründet. Der Konzern umfasst zum Jahresende insgesamt 24 konsolidierte Unternehmen. Die Tätigkeit des Konzerns umfasst die Redaktion, die Herstellung und den Vertrieb zahlreicher Tageszeitungen und Regionalbeilagen sowie die Herausgabe von Wochenblättern und Journalen in Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Daneben werden Dienstleistungen im Bereich Druck und Versand sowie Redaktion erbracht. Mit den 33 Tageszeitungstiteln und einer Auflage von rund 230.000 Exemplaren steht der Konzern für lokale Nachrichtenkompetenz sowie überregionale Themenvielfalt und ist eine der größten Verlagsgruppen im Norden. Der NOZ MEDIEN Holding Konzern ist Teil der Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN. Diese ist Anwender des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. 1 Beginnend mit dem Berichtsjahr 2019 hat NOZ/mh:n MEDIEN erfolgreich eine DNK-Erklärung veröffentlicht. Diese wurde für das Berichtsjahr 2021 fortgeschrieben. Im DNK berichtet die Mediengruppe anhand der 20-DNK-Kriterien über ihre Nachhaltigkeitsleistungen. Maßnahmen im NOZ MEDIEN Holding Konzern: 2 Die nachhaltigkeitsbezogene Berichterstattung spielt in der Mediengruppe bereits heute eine große Rolle. So hat die sh:z Redaktion im Jahr 2022 ein Klima-Ressort für die redaktionelle Berichterstattung etabliert. Das Konzept beruht unter anderem auf einer Grundlagenforschung des HHLab aus dem Jahr 2020. Ziel ist es, die Leserschaft darüber zu informieren, wie sich die Klimakrise auf ihr Leben in Schleswig-Holstein auswirkt. In den Druckereien werden ausschließlich zertifizierte Papiere verdruckt, die zu etwa 80 Prozent aus Altpapier hergestellt sind. Das darüber hinaus für die Produktion des Zellstoffes erforderliche Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, die FSC- bzw. PEFC-zertifiziert sind. 90 Prozent der Druckerfarben bestehen aus pflanzlichen Rohstoffen. Die Rohmaterialien müssen den Vorgaben der REACH-Verordnung entsprechen. Die Produktion der Druckfarben erfolgt in geschlossenen Systemen, um Emissionen zu vermeiden. Farbkanister wurden durch Farbtanks ersetzt, die im Sinne der Kreislaufwirtschaft ausgetauscht werden können. Das Wasser wird in Osmose-Anlagen aufbereitet. Modernste Techniken beim Druckvorgang sorgen dafür, dass die Wasserverbräuche gering gehalten werden. Neue Techniken in der Rotation und im Versand sorgen für hohe Energieeinsparungen und eine Reduzierung der bezogenen Strommenge. Die Druckplatten bestehen aus Aluminium und können zu 100% recycelt werden. Alle für die Zeitungsproduktion eingesetzten Stoffe werden nach der Produktion wiederverwertet oder fachgerecht entsorgt. Grundsätzlich wird darauf geachtet, möglichst umweltschonende Materialien einzusetzen. Im kommenden Berichtszeitraum soll auf mineralölfreie Farben umgestellt werden. Zudem sollen lösungshaltige Reinigungsmittel reduziert werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für die Unternehmensgruppe relevanten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind trotz des Konfliktes in der Ukraine und steigenden Energiepreisen im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um +1,9 %. 3 Die privaten Konsumausgaben (preisbereinigt) stützen das Wirtschaftswachstum im Jahr 2022. Vor allem durch Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen ist ein Anstieg von ca. 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Konsumausgaben des Staates stiegen vor allem durch Ausgaben für Schutzsuchende aus der Ukraine um 1,1 % an. Der Außenhandel mit Exporten stieg preisbereinigt um 3,2 %. Die Importe allerdings sind gegenüber dem Vorjahr mit preisbereinigten 6,7 % stärker angestiegen. Daraus resultiert ein negativer Außenbeitrag, der das BIP Wachstum in 2022 dämpft. 4 Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland ist auf einen Rekordwert von 45,6 Millionen angestiegen (2021 = 44,9 Millionen). Die Erwerbslosenquote lag in 2022 bei 2,8 % und ist gesunken (Vorjahr: 3,3 %). 5 Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % (2021 um +3,1 %). Verantwortlich dafür ist die hohe Inflationsrate seit Beginn des Ukraine-Konfliktes. Daraus resultieren höhere Preise für Energie und Nahrungsmittel. Der Höhepunkt mit 10,4 % war im Oktober 2022 und lag im Dezember 2022 bei 8,6 %. 6 Für das Jahr 2023 wird laut Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz mit einem geringeren BIP Wachstum von 0,2 % gerechnet. Dies wird vor allem durch geringere Konsumausgaben von privaten Haushalten und geringerer Bauwirtschaft im Zusammenhang mit den steigenden Energiekosten und höherem Zinsniveau begründet. Trotzdem soll sich in 2023 das Wachstum der Erwerbstätigen im Inland fortsetzen. Die Arbeitslosenquote allerdings soll nahezu stabil bleiben. Der Anstieg der Verbraucherpreise soll im Jahr 2023 auf +6 % im Vergleich zum Vorjahr sinken. 7 Die Digitalisierung, der Strukturwandel im Printbereich und der Preisdruck stellen die grafische Industrie weiterhin vor große Herausforderungen. Speziell im Tageszeitungsbereich sanken die Produktionswerte 2021 laut Bundesverband Druck und Medien im Durchschnitt branchenweit um ca. 8,3 % im Vergleich zum Vorjahr. 8 Im Oktober 2022 sanken sowohl der Index für die Geschäftslage als auch das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche auf historische Tiefstände. Grund waren hohe Preise für Vorleistungsgüter. Seit November steigt der Geschäftsklimaindex und ab Januar auch der Index zur Geschäftslage an. Grund sind vor allem die von der Bundesregierung angekündigten Entlastungen und die nicht mehr so starken rezessiven Konjunkturaussichten. 9 2.2. Geschäftsverlauf Für das Jahr 2022 wurde eine leicht positive Umsatzentwicklung erwartet und die Gesamtkosten wurden ebenfalls auf leicht höherem Niveau erwartet. Für das Konzernjahresergebnis wurde insgesamt ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die leicht positive Umsatzentwicklung ist eingetreten. Im Rahmen der Prognose für das Jahr 2022 waren die Auswirkungen der Ukraine-Krise und die danach folgende Energiekrise in ihrem Ausmaß nicht vollständig vorhersehbar. Zusammen mit der Inflation haben die Krisen zu einem deutlichen Anstieg der Gesamtkosten geführt. Aus diesem Grund ist der Rückgang des Konzernjahresergebnisses deutlicher ausgefallen als erwartet. Unter Berücksichtigung dieser Punkte hat der operative Geschäftsverlauf die Erwartungen der Unternehmensgruppe dennoch erfüllt. Die Tageszeitungstitel des Konzerns erreichten per Jahresende eine verkaufte Auflage von 230.617 Exemplaren. Darin enthalten sind 59.171 ePaper. Digitale Produkte und Angebote werden weiter forciert, um den sich ändernden Anforderungen des Marktes Rechnung zu tragen. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage Die Umsätze aus dem Zeitungsgeschäft (Vertriebs-, Anzeigen- und Beilagenumsätze) betragen € 178,0 Mio. Die Vertriebserlöse haben sich aufgrund deutlicher Verluste im Bereich des Printgeschäfts rückläufig entwickelt. Die Erlöse aus dem Digitalgeschäft konnten einen Teil des Printverlustes kompensieren. Die Lohndruckerlöse liegen mit € 24,8 Mio. deutlich über Vorjahr, was vor allem durch die Weitergabe von steigenden Materialkosten an die Kunden sowie einen zusätzlichen Druckauftrag getrieben ist. Insgesamt sind die Umsatzerlöse um € 6,7 Mio. auf € 211,4 Mio. gestiegen. Die Aufwendungen für Material inklusive bezogener Leistungen haben sich krisen- und inflationsbedingt im Geschäftsjahr um € 12,9 Mio. erhöht und betragen nun 40,2 % (Vorjahr 35,2 %) der Umsatzerlöse. Im Geschäftsjahr waren im Konzern durchschnittlich 1.423 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalaufwendungen sind mit € 55,9 Mio. auf Vorjahresniveau. Die Personalaufwandsquote hat sich auf 26,5 % (Vorjahr 27,4 %) leicht verbessert. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen € 21,9 Mio. und liegen damit auf Vorjahresniveau. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 42,6 Mio. sind im Wesentlichen Aufwendungen für den Verkauf und das Marketing, laufende Betriebskosten für Reparatur und Instandhaltung, die Kommunikation sowie Verwaltungskosten inklusive Beratungskosten enthalten. Der Anstieg um € 7,5 Mio. resultiert vor allem aus der notwendigen Neuordnung der Verwaltungsleistungen aufgrund der Mitte 2021 erfolgten Ausgliederung der Verwaltungsbereiche in die Schwestergesellschaft NEXT NOZ Expert Team GmbH & Co. KG. Die Zinsbelastung konnte in Folge von Tilgungen weiter reduziert werden. Die Erträge aus Beteiligungen inklusive Ergebnis aus assoziierten Unternehmen liegen insgesamt auf Vorjahresniveau, sodass auch das Finanzergebnis mit € 2,6 Mio. dem des Vorjahres entspricht. Die Steuerbelastungen korrespondieren mit dem geringeren Ergebnis. Der Konzernjahresüberschuss beträgt € 5,7 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis von € 15,8 Mio. 2.3.2. Finanzlage Das bilanzielle Eigenkapital ist trotz des positiven Jahresergebnisses 2022 in Folge von Ausschüttungen gesunken. Die bilanzielle Eigenkapitalquote steigt aufgrund der rückläufigen Bilanzsumme leicht auf 47,0 % (Vorjahr 44,9 %). Die Rückstellungen sind vor allem aufgrund des Rückgangs bei den Steuerrückstellungen gesunken. Die Tilgungen der Bankdarlehen führen zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Quote der Verbindlichkeiten befindet sich mit 34,1 % auf Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 21,7 Mio. beinhaltet im Wesentlichen den Konzernjahresüberschuss sowie die Abschreibungen. Aufgrund des deutlich geringeren Konzernjahresüberschusses liegt dieser ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt € 2,0 Mio. und ist durch erhaltene Gewinnausschüttungen geprägt. Daneben sind erhaltene Zinsen und Investitionen in das Anlagevermögen enthalten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -18,8 Mio. Die zwei großen Positionen sind die Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter und die Tilgungen der in 2021 neu aufgenommenen Finanzkredite. Eine trotz Ergebnisrückgang weiterhin stabile Ertragslage sowie eine abgestimmte Finanzierung sichern die Liquidität des Konzerns. Die Möglichkeit zu Sondertilgungen erlaubt eine variable Steuerung gerade in Zeiten steigender Zinsen. 2.3.3. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist durch eine Anlagenquote von 78,3 % gekennzeichnet. Wesentliche Aktiva betreffen dabei mit € 60,5 Mio. die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, deren Rückgang im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen resultiert. Darüber hinaus umfasst das Anlagevermögen mit € 40,2 Mio. das zum überwiegenden Teil aus Grundstücken und Gebäuden bestehende Sachanlagevermögen und mit € 17,9 Mio. die Finanzanlagen. Das Umlaufvermögen beträgt € 31,3 Mio., wovon € 9,9 Mio. auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen. Die liquiden Mittel zum Jahresende haben sich auf € 12,4 Mio. erhöht. Ansonsten haben sich keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. 2.3.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die in 2021 prognostizierte leicht positive Entwicklung der Umsatzerlöse hat in 2022 die Erwartungen übertroffen. Aufgrund der inflationsbedingten deutlichen Kostensteigerungen vor allem für Papier und Energie, die in diesem Umfang nicht absehbar waren, sowie des Anstiegs des Mindestlohns liegt das Jahresergebnis dennoch deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres und auch unter den ursprünglichen Erwartungen. 3. Chancen- und RisikoberichtEin wesentliches Risiko des Konzerns resultiert aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, insbesondere der Entwicklung des Werbemarktes und des Lesermarktes. Aufgrund der starken Abhängigkeit zwischen der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und den Werbebudgets besteht grundsätzlich die Gefahr von Erlösrückgängen im Anzeigen- und Beilagenbereich. Diese Erlösrückgänge können gegebenenfalls nicht in jedem Szenario in vollem Umfang kurzfristig durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden, sodass sich hieraus das Risiko einer Ertragsentwicklung unter Plan ergeben kann. Diesem Risiko wird insbesondere durch eine Diversifizierung der Produkte begegnet. Aufgrund der strukturellen Veränderungen des Werbeverhaltens der Kunden muss mittelfristig mit weiteren Rückgängen, insbesondere in den Anzeigen- und Beilagenmärkten, gerechnet werden. Auf diese Herausforderung hat sich der Konzern eingestellt. Große Handelskunden testen in unregelmäßigen Abständen alternative Werbeformen, was im Falle einer Negativentscheidung für die Zeitungsmedien zu empfindlichen Einbußen führen würde. Veränderte Konsum- und Lesegewohnheiten, die sowohl durch den demografischen Wandel als auch den technischen Fortschritt bedingt sind, können ein mittel- bis langfristiges Risiko darstellen. Hier gilt es, junge Menschen über Aktionen wie Zeitung in der Schule an die Printausgabe wie auch an die digitalen Angebotsformen heranzuführen. Die fortschreitende Digitalisierung wird darüber hinaus zu einer weiteren strukturellen Veränderung im Werbemarkt führen. Diesen Risiken begegnet die Unternehmensgruppe durch eigene Aktivitäten in diesen neuen Geschäftsfeldern sowie den entsprechenden neuen Angebotsformen. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in dem Konzern vorhandene und nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Die Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt mithilfe verschiedener ineinandergreifender Teilsysteme: Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen, Mengen und Kosten im Budget, den Forecasts und dem monatlichen Berichtswesen erfasst und gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld im Rahmen der Investitionsplanung identifiziert und bewertet sowie im Berichtswesen verfolgt. Interne Abläufe, das Vertragsmanagement sowie Berechtigungskonzepte der eingesetzten Softwarepakete werden periodisch geprüft und aktualisiert. Cyberrisiken gehören zu den wesentlichen Risiken eines jeden Unternehmens. Zudem ist aufgrund der geringen Aufklärungsquote von Hackerangriffen zukünftig mit einer wachsenden Bedrohung zu rechnen. Um den steigenden Risiken durch Cyberkriminalität zu begegnen, werden laufend Maßnahmen umgesetzt. Zur Minimierung der Restrisiken eines umfangreichen Sicherheitsvorfalls wurde eine Cyberversicherung abgeschlossen. Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Entwicklung der Inflation beeinflussen auch weiterhin das Konzernergebnis. So bestehen Kostenrisiken bezüglich Rohstoffpreiserhöhungen und Lieferengpässen. Das Thema Energiebeschaffung steht nach wie vor im Fokus, da dieses nicht vollumfänglich aufgrund der Lieferengpässe und der Unsicherheiten umgesetzt werden konnte. Zur Risikominimierung bei der Energiebeschaffung wird der Einkauf von Energie strategisch neu ausgerichtet. Hierbei wird das Know-how der Gruppe gebündelt. Durch die Zusammenarbeit mit einem professionellen Partner werden die Beschaffungsrisiken durch zeitnahe Informationen und Einkauf reduziert. Die Lieferverträge für 2023 sind geschlossen und durch die Preisbremse gedeckelt. Entsprechende Preissteigerungen sind in der Unternehmensplanung berücksichtigt. Aufgrund der zum Jahresende beschlossenen Strom- und Gaspreisbremse bestehen jedoch Chancen einer Entspannung am Papiermarkt und damit sinkenden Materialkosten gegenüber den Planungen für das Geschäftsjahr 2023. Ein weiteres potenzielles Risiko besteht durch mögliche Mindestlohnsteigerungen und dadurch steigende Druck- und Logistikkosten. In den nächsten Jahren werden weiterhin Produktionskostensteigerungen aufgrund von Mindestlohneffekten erwartet. Aufgrund rückläufiger Print-Auflagen und damit sinkenden Auslastungen in den Druckereien, finden in der gesamten Druckbranche aktuell Konsolidierungsprozesse statt. Die Druckereien des Konzerns erwarten in den kommenden Jahren zusätzliche Druckaufträge von Fremdkunden, die zu einer Sicherung der Ertragslage führen. Das veränderte Nutzungsverhalten unserer Kunden bietet auch neue Chancen. Gute Entwicklungsmöglichkeiten für den Konzern ergeben sich durch den weiteren Ausbau der digitalen Angebote und deren Vermarktung. Daneben sollten neue Produkte und Vermarktungskonzepte in einem weiterhin stabilen konjunkturellen Umfeld zu positiven Ergebnissen führen. Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikosituation gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. 4. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2023 wird von einer weiteren Erholung im Werbeerlösbereich ausgegangen. Gleichzeitig rechnet der Konzern durch Preiserhöhungen und den Ausbau des digitalen Verlagsgeschäftes mit einem leichten Anstieg der Vertriebserlöse. Insgesamt erwartet der Konzern für das Jahr 2023 eine leicht positive Umsatzentwicklung. Die Gesamtkosten des Konzerns werden auf deutlich höherem Niveau erwartet. Die zum Oktober 2022 umgesetzte Steigerung des Mindestlohns führt zu stark steigenden Druck- und Logistikkosten, die vollumfänglich in der Planung berücksichtigt sind. In den nächsten Jahren werden weiterhin steigende Produktionskosten aufgrund von Mindestlohneffekten erwartet. Aus diesem Grund wird die (Weiter-) Entwicklung von digitalen Produkten und das verstärkte Heranführen der Leserschaft an ebendiese Produkte ein wesentlicher Fokus für die nächsten Jahre sein. Mittelfristig können damit entsprechende Kostenrisiken reduziert werden. Aufgrund der weiterhin hohen Inflation besteht für den Konzern das Risiko von leicht schwindenden Werbeerlösen, da die Verschlechterung der Geschäfts- und Finanzsituation der Werbekunden nicht verlässlich eingeschätzt werden kann. Vor dem Hintergrund der unverändert guten finanziellen Lage des Konzerns sehen wir allerdings aus diesen Krisen keine existenzbedrohenden Auswirkungen. Vor allem das operative Ergebnis wird weiterhin als nachhaltig positiv angesehen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird für das Konzernjahresergebnis ein signifikanter Rückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet.
Osnabrück, den 7. Juni 2023 Axel Gleie Jens Wegmann
1 https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie NOZ MEDIEN Holding GmbH hat ihren Sitz in Osnabrück und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (HRB 210317). Der aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitgehend im Anhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Konsolidierungskreis und KonzernstichtagMit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 wurden die Verschmelzungen der
vollzogen. Die übertragenden Rechtsträger sind im Handelsregister gelöscht. In den Konzernabschluss sind somit neben der NOZ MEDIEN Holding GmbH als Muttergesellschaft die folgenden Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen der NOZ MEDIEN Holding GmbH jeweils unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB zusteht:
Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden einheitlich zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Für ein assoziiertes Unternehmen wird von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 S. 1 HGB Gebrauch gemacht. Das assoziierte Unternehmen wendet deutsche handelsrechtliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Aufgrund untergeordneter Bedeutung wurden die folgenden Anteile als Beteiligung bilanziert:
III. Angewandte KonsolidierungsmethodenBei der nach § 301 HGB vorzunehmenden Kapitalkonsolidierung ist die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens angewendet worden. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag aus den Erstkonsolidierungen der NOZ MEDIEN Verlags GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zum 13. Mai 2016 wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Abweichend davon wird der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der NOZ MEDIEN Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zum 1. Januar 2021 über eine Nutzungsdauer von 64 Monaten abgeschrieben. Aus dem Hinzuerwerb von Minderheitenanteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden nicht mit den Konzernrücklagen verrechnet, sondern unter der Position Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Nicht dem Konzern zuzurechnende Anteile am Eigenkapital der Tochterunternehmen sind in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten sind, soweit erforderlich, konsolidiert worden. Eine Zwischengewinneliminierung wird gemäß § 304 Abs. 1 HGB für konzerninterne Lieferungen und Leistungen aus Absatzgeschäften vorgenommen. Soweit sich aus der Veräußerung bzw. Übertragung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwischen einzelnen Tochterunternehmen des Konzerns Buchgewinne bzw. Buchverluste ergeben haben, werden diese im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung zurückgenommen. Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet worden ( Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Die für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an einbezogenen Tochterunternehmen sowie der auf diese Gesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis des jeweiligen Tochterunternehmens werden innerhalb des Eigenkapitals unter den Posten "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe-/ -entlastungen werden stets miteinander verrechnet. Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode gemäß §§ 311, 312 HGB. Die Anteile sind mit dem anteiligen Eigenkapital des betreffenden Unternehmens angesetzt. Zwischengewinne aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden nicht eliminiert. IV. Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt worden. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, soweit erforderlich, vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, soweit erforderlich, vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, werden abweichend von den ertragsteuerlichen Regelungen als Aufwand behandelt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Belieferungsrechte werden über 10 Jahre linear abgeschrieben, da in der Zeitungsbranche eine hohe Stabilität in der Verbreitung und Auflage gegeben ist. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Erstkonsolidierungen zum 1. Januar 2021 wird aufgrund der geringeren Stabilität des Geschäfts mit Wochenblättern und Journalen eine Nutzungsdauer von 64 Monaten angesetzt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten/Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich nach der Methode der fortgeführten Durchschnittswerte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Ein untergeordneter Teilbereich der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie der Vorräte wird abweichend von den vorgenannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach der Festwertmethode gemäß § 240 Abs. 3 HGB mit einer gleichbleibenden Menge und einem gleichbleibenden Wert angesetzt. Es handelt sich hierbei um Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das jeweilige Unternehmen bzw. den Konzern von nachrangiger Bedeutung ist. Diese Festwertbestände werden in Zeitabständen von drei Jahren durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt, fortgeschrieben und bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem Barwert bewertet. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Verpflichtungen wurden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 % für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit bis zu 1,75 % p. a., die Fluktuation altersbedingt berücksichtigt. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. V. Angaben zur Konzernbilanz1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Der Konzernanlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert werden auch aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Der Posten entwickelte sich wie folgt:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Rückstellungen Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 224. 4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022 ersichtlich:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 835 (Vorjahr T€ 2.079) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 94). 5. Latente Steuern In der Konzernbilanz werden latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft-und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen und nach § 306 HGB zu bildende latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern haben sich wie folgt fortentwickelt:
Aus der Fortentwicklung der latenten Steuern resultiert ein Ertrag in Höhe von T€ 2.761 (Vorjahr T€ 2.227). Die temporären Differenzen aus Bilanzunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen im Wesentlichen die folgenden Bilanzposten:
Darüber hinaus resultieren aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen Der Berechnung der latenten Steuern auf die temporären Differenzen aus Bilanzunterschieden liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,2 % und auf Verlustvorträge ein durchschnittlicher Steuersatz von 15,8 % zugrunde. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden vollumfänglich im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 228 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 67 periodenfremde Aufwendungen enthalten. 3. Aufwendungen aus Altersversorgung Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von T€ 340. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 154 ausgewiesen. 5. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresergebnis entfallen insgesamt auf Gewinne, die anderen Gesellschaftern zustehen. VII. Sonstige Angaben1. Angaben zu Beteiligungen
* Inanspruchnahme Schutzklausel nach § 313 Abs 3. S. 5 HGB und keine Angabe des Eigenkapitals und Jahresergebnisses, da die Gesellschaft den Jahresabschluss nicht offenzulegen hat. ** Inanspruchnahme Schutzklausel nach § 313 Abs 3. S. 5 HGB und keine Angabe des Jahresergebnisses, da die Gesellschaft die Gewinn- und Verlustrechnung nicht offenzulegen hat. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 1.500 pro Jahr. Der Einsatz von Mietverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel in künftigen Perioden stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar. 3. Arbeitnehmer Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich folgende Mitarbeiter:
4. Abschlussprüferhonorar Das vom Konzernabschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft sowie den Tochtergesellschaften berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt T€ 187 für Abschlussprüferleistungen, sowie T€ 62 für Steuerberatungsleistungen. 5. Angaben zur Stellung als persönlich haftender Gesellschafter Die einbezogenen Tochterunternehmen sind persönlich haftende Gesellschafter folgender Unternehmen, die auch in den Konzernabschluss einbezogen werden:
6. Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung nehmen wir die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 i. V. m. § 286 HGB in Anspruch. 7. Inanspruchnahme von Befreiungen Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch offengelegt. Er dient somit für die folgenden einbezogenen Gesellschaften als Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den Vorschriften der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB:
Osnabrück, den 7. Juni 2023 NOZ MEDIEN Holding GmbH gez. Gleie gez. Wegmann Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die NOZ MEDIEN Holding GmbH, Osnabrück Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der NOZ MEDIEN Holding GmbH, Osnabrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NOZ MEDIEN Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 7. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Vonstrohe, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 23. Juni 2023 gebilligt. |
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