Pon.Bike Performance GmbH

Hauptstraße 17-19, 55120 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 50203
Vorher
Cervelo Europe GmbH
Eingetragen
2.4.2012
Branche
Herstellung von SportgerätenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Sportgeräten aller Art, insbesondere von Fahrrädern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mario Herbold
seit 8.5.2025
Geschäftsführer
Jens Haug
seit 4.4.2022
Prokura
Stefan Warzecha
seit 23.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DERBY CYCLE AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pon.Bike Performance GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 643.508,25 882.861,02
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.398,17 188.823,42
973.906,42 1.071.684,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 36.200.300,56 18.390.352,40
2. Geleistete Anzahlungen 77.179,80 36.277.480,36 965.395,30 19.355.747,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.074.526,47 6.856.118,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.276.439,83 4.182.850,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.375.508,85 30.726.475,15 2.177.225,96 13.216.194,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 41.781,93 2.829.790,44
67.045.737,44 35.401.732,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.939,01 5.949,79
68.054.582,87 36.479.367,22

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 49.735,92 49.735,92
74.735,92 74.735,92
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.070.975,83 5.404.194,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.063.215,04 2.049.340,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.889.272,99 28.715.890,44
3. Sonstige Verbindlichkeiten 956.383,09 235.206,05
- davon aus Steuern EUR 32.081,27 (i. Vj. EUR 66.221,94) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.123,54 (i. Vj. EUR 10.173,87) -
65.908.871,12 31.000.436,92
68.054.582,87 36.479.367,22

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 77.907.927,42 44.686.260,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.357.860,06 3.117.718,28
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 64.950.281,27 32.047.314,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.264.733,30 3.585.856,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 599.666,03 3.864.399,33 539.565,38 4.125.421,40
- davon für Altersversorgung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 54,00) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 355.198,96 346.219,52
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.585.891,68 10.029.941,40
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.952.234,04 365.363,59
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.952.234,04 (i. Vj. EUR 365.363,59) -
8. Ergebnis nach Steuern 557.782,20 889.718,57
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 557.782,20 889.718,57
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Pon.Bike Performance GmbH hat ihren Sitz in Mainz und ist unter der Nummer HRB 50203 im Register des Amtsgerichtes Mainz eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 267 Abs. 3 HGB um eine große Kapitalgesellschaft, bei der die Rechtsfolgen aus § 267 Abs. 3 HGB allerdings erst eintreten, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren die Merkmale überschreitet.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Unter Berücksichtigung von § 275 Abs. 2 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bezüglich der Ereignisse und Gegebenheiten, die das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zeigen, wird auf den Lagebericht verwiesen (Abschnitt "C. Chancen- und Risikobericht" im Unterabschnitt "2. Risiken der künftigen Entwicklung und Finanzrisiken").

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nicht gesetzlich geboten ist.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Rückstellungen, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und pauschal über die Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern betragen: Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 4 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenpreisminderungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert. Für bestehende Einzelrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben gebildet, die erst nach dem Abschlussstichtag zu Aufwand führen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, werden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden grundsätzlich auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- und -entlastungen ergeben. Auf Grund einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der Pon Holding Germany GmbH sind latente Steuern im Jahresabschluss der Pon.Bike Performance GmbH nicht zu bilanzieren.

III. Grundsätze für die Fremdwährungsumrechnung in Euro

Unterjährig werden Geschäftsvorfälle in fremden Währungen zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung umgerechnet.

Zum Abschlussstichtag werden kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sowie kurzfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet.

Mittel- und langfristige Vermögensgegenstände in fremden Währungen werden mit dem niedrigeren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt.

Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 11.276 (Vorjahr TEUR 4.183) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Forderung aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 6.220 (Vorjahr TEUR 2.018).

Eigenkapital

Das Stammkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Sämtliche Anteile werden von der Pon Holding Germany GmbH, Emstek, gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 1.834 (Vorjahr TEUR 5.089) und Verpflichtungen im Personalbereich TEUR 237 (Vorjahr TEUR 315).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

davon mit einer Restlaufzeit
Stand 31.12.2023 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.063 7.063 0 0
Vorjahr 2.049 2.049 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.889 57.889 0 0
Vorjahr 28.716 28.716 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 956 956 0 0
Vorjahr 235 235 0 0
Summe 65.908 65.908 0 0
Vorjahr 31.000 31.000 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 57.889; (Vorjahr TEUR 28.716). TEUR 47.731 (Vorjahr TEUR 20.670) entfallen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool, der mit der Gesellschafterin besteht. Zudem betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.601 (Vorjahr TEUR 7.156) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten auf Grund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin bestehen in einer Höhe von TEUR 558 (Vorjahr TEUR 890) und sind auch in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 32 66
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4 10
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 920 159
956 235

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 29.518 17.364
Europäische Union ohne Inland 31.005 17.595
Sonstiges Ausland 17.385 9.727
77.908 44.686

In den Umsatzerlösen sind Weiterbelastungen an die Schwestergesellschaft Pon.Bike Performance Operations GmbH i.H.v. TEUR 586 (Vorjahr TEUR 2.781) enthalten. Zudem enthalten die Umsatzerlöse eine Distribution Fee (Ertrag) in Höhe von TEUR 13.271 (Vorjahr TEUR 5.941). Ferner enthält der Materialaufwand eine Distribution Fee (Aufwand) von TEUR 1.354 (Vorjahr TEUR 1.406). Hierbei handelt es sich um Erträge bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung, die markenbezogen gewährt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 482 (Vorjahr TEUR 1.748) aus Währungsumrechnungen sowie TEUR 118 (Vorjahr TEUR 772) aus periodenfremden Erträgen, die im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen TEUR 16 (Vorjahr TEUR 1.413) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.010 (Vorjahr TEUR 365), die im Wesentlichen auf Einzelwertberichtigungen von Forderungen sowie im Berichtsjahr auf eine nachträgliche Anpassung von Preisdifferenzen entfallen.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

 

Herr Nate Brown, Santa Cruz / USA - Vereinigte Staaten (CFO North America)

 

Herr Joe Graney, Santa Cruz / USA - Vereinigte Staaten (CEO North America) (bis 05. März 2024)

 

Herr Stefan Warzecha, Frankfurt am Main / Deutschland (EMEA Finance Director)

 

Herr Folkert Lamsvelt, Santa Cruz / USA - Vereinigte Staaten (CEO North America) (ab 05. März 2024)

Da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft ein Gehalt bezieht, wird aufgrund des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:

2023 2022
Gewerblich 0 0
Kaufmännisch 49 54
49 54

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar von TEUR 251 berechnet. Dabei beziehen sich TEUR 78 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 173 auf Steuerberatungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen insgesamt sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 4.854. Die zugrunde liegenden Verträge sind spätestens zum April 2034 kündbar. Die Verträge entfallen hauptsächlich auf Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen für Büro- und Lagerräumlichkeiten, PKWs sowie das ERP-System.

Mit den Vertragsverhältnissen, insbesondere beim Leasing von Maschinen und technischen Anlagen, sichern wir uns die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen.

Der Vorteil der Anmietung der Gebäude besteht darin, dass eine schnellere Veränderung in räumlicher Hinsicht ermöglicht wird. Daneben ergeben sich Vorteile aus einem ausgelagerten zentralisierten Gebäudemanagement. Risiken können sich im Hinblick auf Fragen der Kostenübernahme, insbesondere bei Erhaltungsmaßnahmen und aus unerwarteten Mieterhöhungen ergeben.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens Pon Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, als kleinster und größter Konsolidierungskreis, einbezogen. Die Offenlegung erfolgt bei der Kamer van Koophandel (niederländisches Unternehmensregister).

Ergebnisabführung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 557 (Vorjahr TEUR 890) wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die PON Holding Germany GmbH, Emstek, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

Nachtragsbericht

Die Pon.Bike-Gruppe hat am 5. November 2024 bekanntgegeben, dass eine Konsolidierung der Produktion in Deutschland geplant ist. Die Produktion und der Geschäftsbetrieb der Pon.Bike Performance Operations GmbH mit Sitz in Mainz sollen Ende April 2025 eingestellt werden. Aus Gründen der "Skalierbarkeit und Effizienz" werde Pon.Bike die Produktion in das weitere deutsche Werk nach Emstek, verlagern, um dort die Montage der beiden Marken Cervélo und Santa Cruz an einem Ort zu konsolidieren. Diese Entscheidung hat auf die Geschäftstätigkeit der Pon.Bike Performance GmbH keine wesentliche Auswirkung, da der Warenbezug anstatt über die Pon.Bike Performance Operations GmbH fortan über Emstek organisiert wird. Für weitere Informationen verweisen wir auf die öffentlich verfügbaren Pressemitteilungen zu diesem Sachverhalt.

 

Mainz, den 14. November 2024

Pon.Bike Performance GmbH

Nate Brown, Geschäftsführer

Folkert Lamsvelt, Geschäftsführer

Stefan Warzecha, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.571.950,19 60.255,00 0,00 1.632.205,19
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.460,58 197.165,94 0,00 494.626,52
1.869.410,77 257.420,94 0,00 2.126.831,71
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 689.089,17 299.607,77 0,00 988.696,94
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.637,16 55.591,19 0,00 164.228,35
797.726,33 355.198,96 0,00 1.152.925,29
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 643.508,25 882.861,02
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.398,17 188.823,42
973.906,42 1.071.684,44

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A) Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen, die Pon.Bike Performance GmbH (im Folgenden "Pon.Bike Performance"), ist tätig im Vertrieb von Fahrrädern aus dem Premiumsegment über den qualifizierten Fachhandel im In- und Ausland (hauptsächlich EU) für die Marken Santa Cruz Bicycles, Cervelo Cycles und Reserve Wheels. Die Produktpalette beläuft sich dabei im Wesentlichen auf die Kategorien Mountainbike, E-MTB, Rennrad und E-Rennrad, Gravel, E-Gravel und Triathlon. Die Produktion erfolgt innerhalb von Deutschland durch unsere Schwestergesellschaften, die Kalkhoff Werke GmbH, durch die Pon.Bike Performance Operations GmbH am Standort in Mainz, als auch durch Zukauf über Santa Cruz Bicycles LLC und einen Outsourcepartner sitzend in Taiwan.

Die Pon.Bike Performance ist Teil des Pon-Konzerns. Sämtliche Anteile gehören der Pon Holding Germany GmbH. Der Abschluss der Pon.Bike Performance wird in den niederländischen Konzernkreis der Pon Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen.

B) Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftsentwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 eine Phase der wirtschaftlichen Stagnation, begleitet von hohen, jedoch rückläufigen Inflationsraten. Diese Entwicklung, die im Vergleich zu den Erwartungen zu Jahresbeginn schwächer ausfiel, wurde hauptsächlich durch die Auswirkungen der massiven Kaufkraftverluste infolge der Energiepreiskrise verursacht, die den privaten Konsum beeinträchtigten. Zusätzlich wurden die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft, ungünstige Finanzierungsbedingungen und dämpfende Effekte durch geopolitische Spannungen und Krisen als Faktoren genannt.

Insgesamt schwächelt die deutsche Wirtschaftslage im Vergleich zu den meisten europäischen Nachbarn. So stieg das BIP laut Angabe des statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr von Frankreich um 0,9 %, Italien um 0,9 % und Spanien sogar um 2,5 %. Für das Jahr 2023 insgesamt stieg das BIP sowohl in der Eurozone als auch in der EU um 0,4 %, während die Bundesrepublik sich gegenüber dem Vorjahr um -0,2% verschlechtert. 1

Trotz des schwierigen Konsumklimas und den Herausforderungen aus den Corona-Jahren konnte in 2023 ein hohes Verkaufsniveau erreicht werden. Gemäß Statistik des Zweirad Industrie Verbands konnten im Jahr 2023 in Deutschland 4 Mio. Fahrräder (1,9 Millionen klassische und 2,1 Millionen E-Bikes) verkauft werden. Der Anteil der E-Bikes am Gesamtmarkt hat sich damit auf 53 % erhöht. Das E-Bike ist somit, wie auch im Vorjahr, der wesentliche Treiber für den erneut sehr hohen Umsatz gemessen an dem Verkaufswert von Fahrrädern in Deutschland mit 7,06 Mrd. Euro (Vorjahr 7,4 Mrd. Euro). 2

Dies entspricht einem Gesamtumsatz von 7,06 Mrd. Euro und somit einem Rückgang von 4% gegenüber dem Rekordvorjahr. Dennoch bleibt die deutliche Steigerung gegenüber ,vor Corona' erhalten. Während die Lieferkettenprobleme der Fahrradbranche weitestgehend gelöst werden konnten, kämpfen mittlerweile die meisten Lieferanten und Fachhändler mit Überkapazitäten und entsprechenden Preiskämpfen.

1 Statistisches Bundesamt Deutschland im EU-Vergleich von 25.07.2024 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Basistabelle/Uebersicht.html#396382

2 ZIV-Marktdatenpräsentation 2024 für 2023 vom 13.03.2023, https://www.zivzweirad.de/2024/03/13/marktdaten-2023-fahrradbranche-trotzt-negativem-konsumklima/

2. Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und nicht finanzieller Leistungsindikatoren

Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres, wobei die Umsatzerlöse und der EBIT die für die interne Steuerung verwendeten bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Es werden keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft verwendet.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 77.908 (Vorjahr TEUR 44.686) erzielt. Darin enthalten sind Weiterbelastungen an Schwesterunternehmen in Höhe 13,3 Mio Euro (Vorjahr 8,7 Mio Euro). Die Umsatzprognose von 50 Mio Euro bis 60 Mio Euro für das Geschäftsjahr 2023 wurde somit übererfüllt. Der gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Umsatz ist durch den erfolgreichen Start der EU-Produktion an den beiden deutschen Standorten zu begründen. Das offene Orderbuch durch Kunden für Kompletträder und Rahmensets konnte dadurch abgebaut werden und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf TEUR 47.492 (Vorjahr TEUR 74.402).

Im Heimatmarkt Deutschland wurden im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.518 (Vorjahr TEUR 17.364) - und damit 37,9 % (Vorjahr 38,9 %) an den gesamten Umsatzerlösen - realisiert. Dies wird ergänzt durch Umsatzerlöse aus den restlichen EU-Ländern in Höhe von TEUR 31.005 (Vorjahr TEUR 17.595) (Anteil am Gesamtumsatz: 39,8 %; Vorjahr 39,4 %) und nicht-EU Ländern von TEUR 17.385 (Vorjahr TEUR 9.727) (Anteil am Gesamtumsatz: 22,2%; Vorjahr 21,8 %).

Die um die Distribution Fee bereinigte Materialaufwandsquote betrug in 2023 98,4 % (Vorjahr: 79,1 %). Ursächlich für den Anstieg sind die zum Vorjahr erhöhten Logistik- und Importkosten, insbesondere durch den Zukauf von US-produzierten Rädern, um Produktionsengpässe in Europa zu decken, als auch erhöhte Materialkosten und Bereitstellungskosten von Lieferanten, die nicht an den Kunden weitergegeben worden sind.

Der Personalaufwand ist hauptsächlich aufgrund der unterjährigen Abgänge im Berichtszeitraum um TEUR 261 auf TEUR 3.864 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.444 auf TEUR 7.586 gesunken, was hauptsächlich den niedrigeren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung geschuldet ist.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein EBIT von TEUR 2.510 (Vorjahr TEUR 1.255) erwirtschaftet werden, das damit auch der Vorjahresprognose entspricht.

Der Zinsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.587 gestiegen. Diese Entwicklung resultiert aus einer höheren Inanspruchnahme des Cash Pools sowie gestiegener Zinssätze.

Der im Jahr 2023 erzielte Gewinn vor der Ergebnisabführung beträgt TEUR 558 (Vorjahr Gewinn TEUR 890). Dieser wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Pon Holding Germany GmbH, Emstek, abgeführt.

Der Liquiditätsstatus der Gesellschaft, der hauptsächlich vom Cash Pool geprägt ist, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 negativ. Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft eine Verbindlichkeit gegenüber der Cash Pool-Führerin in Höhe von TEUR 47.731 (Vorjahr TEUR 20.670). Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Finanzierung der um TEUR 18.222 gestiegenen Vorräte und dem Anstieg der Forderungen durch den gestiegenen Umsatz. Die Gesellschaft ist dem "Cash Pool" der Pon Holding Germany GmbH angeschlossen und wird von dort aus verzinslich finanziert. Über weitere Kreditlinien bei fremden Kreditinstituten verfügt die Gesellschaft nicht. Die Gesellschaft verfügte darüber hinaus zum Bilanzstichtag über einen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 42 Der Zinssatz für die "Cash Pool"- Verbindlichkeit lag im Durchschnitt bei rd. 4,9 % (Euro) bzw. 6,98 % (US $) (Vorjahr 2,0 %), wobei der Zinssatz am Ende des Geschäftsjahres 5,7 % (Euro) bzw. 7,3 % (US $) (Vorjahr 3,5 %) betrug.

Im Berichtsjahr betrugen die Investitionen insgesamt TEUR 258. Diese bestehen zum Großteil (TEUR 177) aus dem Erwerb von neuer Betriebsausstattung, welche im Wesentlichen bei Kunden zur Produktpräsentation verwendet wird (Shop in Shop).

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 68.107 (Vorjahr: TEUR 36.479). Die Bilanzkennzahlen entwickelten sich wie folgt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2023 2022 2021
Anlagenintensität 1,4 % 2,9 % 6 %
Vorratsintensität 55,2 % 53,1 % 22 %
Eigenkapitalquote 0,1 % 0,2 % 0 %
Verschuldungsgrad 99,9 % 99,8 % 99 %

Das Anlagevermögen verringerte sich durch Zukauf und Abschreibungen um TEUR 98 und beträgt TEUR 974 (Vorjahr TEUR 1.072).

Die Vorräte erhöhten sich auf TEUR 36.277 (Vorjahr: TEUR 19.356) durch den erfolgreichen Start der EU-Produktion in Kombination mit neuen Herausforderungen am Markt aufgrund von Überkapazitäten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 11.276 (Vorjahr TEUR 4.183). Getrieben ist dieser Anstieg durch eine Akquisition der PON-Gruppe eines größeren Kunden der Gesellschaft, der nunmehr verbundenes Unternehmen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren durch die Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr, einem umsatzstarken H2 2023, als auch verlängerten Zahlungszielen, um TEUR 6.218 höher als im Vorjahr und betrugen TEUR 13.075. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Forderung aus Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 6.220 (Vorjahr TEUR 2.018).

Die Eigenkapitalquote hat sich zum Vorjahr nahezu nicht verändert. Absolut betrachtet hat es keine Veränderung im Eigenkapital gegeben. Der erzielte Gewinn wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Pon Holding Germany GmbH, Emstek, abgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 57.889 (Vorjahr TEUR 28.716). TEUR 47.731 (Vorjahr TEUR 20.670) entfallen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool, der mit der Gesellschafterin besteht. Zudem betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.601 (Vorjahr TEUR 7.156) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der stichtagsbezogene Personalbestand 47 Mitarbeiter (Vorjahr: 55). Der durchschnittliche Bestand an Mitarbeitern betrug 49 Mitarbeiter (Vorjahr: 54). Somit sank der Personalaufwand von TEUR 4.125 im Vorjahr auf TEUR 3.864 im Jahr 2023.

Die Hauptkunden der Pon.Bike Performance sind die qualifizierten Fahrrad-Fachhändler. An die Produkte und Produktionsverfahren werden sehr hohe Qualitätsansprüche gestellt, welche sich auch in einer lebenslangen Garantie unserer Produkte aus eigenem Haus widerspiegelt. Der gleiche Anspruch besteht bezüglich der Beratung und des Verkaufs der Fahrräder, was auf hohem Niveau durch den kompetenten Fachhandel geleistet wird. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen auf eine kontinuierliche Partnerschaft mit Fahrrad-Fachhändlern.

National sowie international werden Fachhändler direkt von Pon.Bike Performance als auch mit Hilfe von Distributoren betreut. So ist sichergestellt, dass Fachhändlern immer ein sachkundiger Ansprechpartner zur Seite steht und Endverbraucher stets einen kompetenten Fahrrad-Fachmann in ihrer Nähe haben.

3. Gesamtaussage zum Geschäftsverlaufs

Während die Lieferketten weitestgehend wieder intakt sind und die Produktionsstätten in den in Deutschland ansässigen Standorten bis zum Jahresende wieder ausgelastet waren, um das Orderbuch weitestgehend zu erfüllen, war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von Überkapazitäten am Markt, insbesondere für das Segment MTB und E-MTB.

Dieses Überangebot am Fahrradmarkt war dadurch gekennzeichnet, dass es letztendlich zu Preiskämpfen kam, die zwar kurzfristig für den Verbraucher attraktiv sind, aber zwangsläufig dazu führten, dass nicht alle Händler und Wettbewerber diese Krise überstehen konnten.

Während die Nachfrage nach Fahrrädern und E-Bikes ähnlich wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau war und die Umsatzprognose insgesamt erreicht werden konnte, belasteten jedoch die niedrigeren Margen das Unternehmen.

Auch wenn die Einführung unserer neuen Modelle insbesondere im Light E-MTB Segment einen positiven Ausblick gegeben haben, hat das Geschäftsjahr insgesamt nicht den Erwartungen der Geschäftsführung entsprochen.

Ein absolutes Highlight dennoch und ein noch nie dagewesener Erfolg in der Geschichte des Rennradsports, war der sportliche Gewinn aller drei Grand Touren mit Cervelo. Auch Santa Cruz Bicycles, insbesondere mit der deutschen Profisportlerin Nina Hoffman, hat mit mehreren Podiumsgewinnen im UCI Downhill Worldcup dazu beigetragen, dass die Marken weiterhin für Radfahrliebhaber attraktiv sind.

Aufgrund des Ausbaus unserer Kernmärkte, eine Erweiterung des qualifizierten Händlernetzwerks, als auch insbesondere die Erweiterung des E-Bike Segments wird für die kommenden Jahre ein stabiler Absatzmarkt in Gesamtsumme erwartet, allerdings mit deutlich zurückgehender Dynamik, insbesondere im MTB-Sektor.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsjahr solide. Aufgrund der Eingliederung in die PON-Gruppe war eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft jederzeit gewährleistet.

C) Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Pon.Bike Performance ist als international agierender Vertreiber von hochwertigen Fahrrädern neben allgemeinen wirtschaftlichen Risiken auch spezifischen Produkt- sowie Finanzrisiken ausgesetzt.

Potenzielle unternehmensrelevante Risiken werden bei Pon.Bike Performance auf Geschäftsführungsebene diskutiert, ggf. notwendige Maßnahmen zur Risikoabwehr umgehend eingeleitet und deren Umsetzung stetig geprüft. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst dies Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Im Rahmen von SOLL-IST-Vergleichen werden auf allen Führungsebenen der Erreichungsgrad der, z. B. im Budgetplanungsprozess, gesetzten Ziele regelmäßig überprüft und die Wirksamkeit von ggf. eingeleiteten Gegenmaßnahmen verfolgt. Die Organisationsstruktur der Pon.Bike Performance GmbH ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Risiken und bietet durch die Abgrenzung von Verantwortungsbereichen sowie verschiedener Kontroll- und Überprüfungsmechanismen deren Sicherstellung.

2. Risiken der künftigen Entwicklung und Finanzrisiken

Die Reihenfolge der Risiken erfolgt qualitativ in den Abstufungen hoch / moderat / gering gemäß der aktuellen Bedeutung für die Pon.Bike Performance GmbH.

Die Risiken mit hoher Bedeutung für das Unternehmen liegen im Konsumverhalten der Kunden. Dieses wird in der Fahrradindustrie sowohl durch die konjunkturelle Entwicklung als auch durch die Witterungsverhältnisse im Frühjahr stark beeinflusst. Für 2024 wird eine Stagnation in Deutschland erwartet und die Konjunkturprognose für die EU laut der Europäischen Kommission nur moderat mit 0,9 % angenommen. 3

Ein weiteres Risiko mit hoher Bedeutung ist der Anstieg der Inflation, welchen die EU- Kommission um 2,3 % 4 für die Eurozone im Jahr 2024 prognostiziert. Dies kann sowohl negativen Einfluss auf die Beschaffungsseite als auch Nachfrageseite haben.

Ein weiteres hohes Risiko, welches die Geschäftsleitung erwartet, wird weiterhin die Überkapazität am Markt sein, welche Preiskämpfe und entsprechende Margeneinbußen zur Folge haben wird, insbesondere bei Lagerware.

Ein potenzieller Konflikt in Taiwan hätte kurzfristig einen hohen Einfluss auf die Beschaffungssituation von taiwanesischen und regional anliegenden Lieferanten. Dies könnte zu Lieferengpässen und temporären Preissteigerungen führen. Politische Spannungen werden als hoch erachtet.

Die Pon.Bike Performance GmbH hat weder einen Beschaffungs- noch einen Absatzmarkt in der Ukraine oder in Russland. Die kriegerische Auseinandersetzung und die verhängten Sanktionen gegenüber Russland haben somit keinen unmittelbaren Einfluss auf das Kerngeschäft. Jedoch können hierdurch mittelbar weitere moderate Risiken in den Lieferwegen und Preissteigerungen im Bereich Rohstoffe und Energie eintreten.

Des Weiteren ist Pon.Bike Performance GmbH moderaten Wechselkursrisiken sowie Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt ausgesetzt. Währungsrisiken bestehen vor allem aus der Warenbeschaffung in Asien, die vornehmlich in US-Dollar und Yen erfolgt. Um Wechselkursschwankungen im Exportgeschäft zu vermeiden, hat die Geschäftsleitung entschieden, ausschließlich Warengeschäfte in Euro zu fakturieren.

Im Rahmen der internationalen Aktivitäten ist Pon.Bike Performance Risiken aufgrund der jeweils geltenden nationalen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Aktuell bewertet das Unternehmen diese Risiken als gering. Pon.Bike Performance ist wettbewerbsrechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken werden zurzeit eher als gering eingeschätzt. Hier arbeitet das Unternehmen sehr eng mit der Pon.Bike Gruppe und den zugehörigen Fachabteilungen zusammen.

Allgemein werden Finanzrisiken durch eine zeitnahe und transparente Berichterstattung überwacht. Diese beinhalten eine monatlich zu erstellende Gewinn- und Verlustrechnung sowie die dazugehörige Bilanz. Des Weiteren erfolgt auf Monatsbasis eine Cash-Flow- Planung zur Erkennung von Liquiditätsrisiken. Neben den bekannten Zahlungsverzögerungen bei Kunden sind im Geschäftsjahr keinerlei Ausfall- oder Liquiditätsrisiken kundenseitig zu erkennen. Das Risiko für das Unternehmen wird daher als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft plant aufgrund der wirtschaftlichen Situation auch in den kommenden Jahren mit einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung, die durch die Zurverfügungstellung von Liquidität durch den unmittelbaren oder mittelbaren Gesellschafter geschlossen werden muss. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft in das Cash-Pooling der Pon Holding Germany GmbH einbezogen. Darüber hinaus hat die Pon Holding Germany GmbH gegenüber der Gesellschaft eine betraglich unbeschränkte, aber zeitlich bis zum 31. Dezember 2025 befristete Finanzierungszusage erteilt. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir erwarten aufgrund der bestehenden Verträge und der oben beschriebenen fortwährenden Unterstützung durch die PON-Gruppe, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Die verbleibenden finanziellen Risiken sind als gering einzustufen.

3 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-surveillance-eu-economies/economic-forecasteu_en?prefLang=de&etrans=de (Stand:15.05.2024; Abruf 09.09.2024)
4 https://www.ifo.de/fakten/2024-06-20/ifo-konjunkturprognose-sommer-2024-neue-hoffnung-aber-noch-kein-sommermaerchen (Stand 20 Juni 2024; Abruf 09.10.2024)

3. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Die Gesamtrisikoposition der Pon.Bike Performance und die Auswirkungen des Russland- Ukraine Krieges, ein potenzieller Taiwankonflikt, als auch das Risiko der weiteren Inflation sowie der Überkapazitäten am Markt sieht die Geschäftsleitung als nicht bestandsgefährdend und beherrschbar an. Der Markt für Fahrräder und Elektrofahrräder im Premiumsektor ist trotz der Risiken grundsätzlich intakt, auch wenn insbesondere im MTB-Sektor eine sinkende Nachfrage erwartet wird, sind die Wachstumschancen insbesondere im E-MTB-Sektor und Rennradbereich langfristig weiterhin sehr attraktiv. Die hinter der Pon.Bike Performance stehenden Marken verfügen über ein sehr positives Marken- und Qualitätsimage. So wurde die Marke Santa Cruz Bicycles durchgehend seit 2018 5 in einer Umfrage, welche mit bis zu 30.000 Teilnehmern als die größte und repräsentativste internationale Befragung in der Branche gilt, als "Beste Marke" gewählt. 6 Die sportlichen Erfolge wie konstante Podiumsgewinne im Downhillsport, als auch für die Rennradmarke Cervelo der Gewinn der Tour de France, Giro d'Italia und der Vuelta in 2023 tragen ihren Teil dazu bei. Die Geschäftsleitung sieht die Unternehmung damit gut positioniert für die zukünftige Marktentwicklung. Trotz größter Sorgfalt kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich bedeutende bislang nicht erkannte Risiken negativ auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Weder im Geschäftsjahr 2023 noch zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts waren zusätzlich zu obigen Ausführungen bestandsgefährdende Risiken zu erkennen.

5 https://enduro-mtb.com/ergebnisse-leserumfrage-2018/
6 https://enduro-mtb.com/best-brands-2023/

4. Chancen und Prognosebericht

Das Marktsegment E-Bike wird auch im Jahr 2024 sowohl im Inland als auch in den benachbarten europäischen Ländern weiter der treibende Motor der Fahrradindustrie sein. 7

Sämtliche branchenbezogenen Prognosen sehen für die Fahrradindustrie aufgrund der E-Bike Entwicklung auch für die Zukunft einen weiterwachsenden Markt. Das Wachstum ist begründet im allgemeinen Trend zum E-Bike sowie getrieben durch Nachhaltigkeitsaspekte im Verkehr. Dies wird auch den Premiumsektor weiter beflügeln. Die Märkte erweitern sich und der E- Antrieb etabliert sich auch im sportlichen/performance Bereich. Die Geschäftsführung sieht in diesem Trend eine hohes Wachstumspotenzial.

Die Unternehmensstrategie mit der Konzentration auf den qualifizierten Fachhandel in unseren Kernmärkten, der Erweiterung der Märkte und der Stärkung der Marktposition durch gezieltes und lokal ausgerichtetes Marketing, ausgebauten Kundenservice und Optimierung der Marken- und Produktpalette wird sich in den kommenden Jahren positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Die Geschäftsführung hält diese Strategien weiterhin als die beste Ausrichtung für die Marken.

Um den wachsenden Anforderungen an den Markt und insbesondere der Lieferkette gerecht zu werden, wird mit der Pon.Bike Performance Operations GmbH ein weiterer Ausbau der Produktionsstätten mit Spezialisierung insbesondere auf den E-MTB Sektor in Deutschland erfolgen. Dadurch erwartet man eine Sicherstellung der Produktion und Stabilisierung der Lieferkette. Die Geschäftsführung sieht dies als eine hohe Chance. Die Ausrichtung des Unternehmens und Investitionen in den Produktionsstandort seit 2022 werden das Geschäftsmodel, welches in den letzten Jahren zu einem Aufbau eines nachhaltig starken Markenimages geführt hat, weiter stärken.

Ergänzend dazu werden Synergieeffekte innerhalb der Pon.Bike Gruppe insbesondere im Bereich Einkauf und IT weiter vorangetrieben. Die Geschäftsführung sieht hier eine hohe Chance, interne Prozesse zu verbessern und weiter auszubauen, insbesondere im Bereich des ERP-Systems.

Risiken mit bestandsgefährdenden Auswirkungen sind für das Management des Unternehmens nicht erkennbar, soweit die notwendigen finanziellen Mittel unverändert durch die Konzerngesellschaften im Rahmen des Cash Pools zur Verfügung gestellt werden. Die gesamtwirtschaftliche Lage wird für die Folgejahre von Seiten der Geschäftsleitung als stabil eingeschätzt.

Die Pon.Bike Performance GmbH sieht sich insbesondere mit den dahinterstehenden Marken für die Zukunft mit ihrem Geschäftsmodell sehr gut aufgestellt und erwartet daher ein stetiges Volumenwachstum über das gesamte Produktportfolio. Die Geschäftsleitung plant für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse zwischen 90 Mio Euro bis 100 Mio Euro sowie gegenüber dem Vorjahr einen leicht verbesserten EBIT.

7 ZIV-Marktdatenpräsentation 2024 für 2023 vom 13.03.2023 -, https://www.zivzweirad.de/2024/03/13/marktdaten-2023-fahrradbranche-trotzt-negativem-konsumklima/

 

Mainz, den 14. November 2024

Pon.Bike Performance GmbH

Folkert Lamsvelt, Geschäftsführer

Nate Brown, Geschäftsführer

Stefan Warzecha, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pon.Bike Performance GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pon.Bike Performance GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pon.Bike Performance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt "I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "C.2. Risiken der künftigen Entwicklung und Finanzrisiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Situation auch in den kommenden Jahren mit einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung plant, die durch die Zurverfügungstellung von Liquidität durch den unmittelbaren oder mittelbaren Gesellschafter geschlossen werden muss. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft in das Cash-Pooling der Pon Holding Germany GmbH einbezogen. Darüber hinaus hat die Pon Holding Germany GmbH gegenüber der Gesellschaft eine betraglich unbeschränkte, aber zeitlich bis zum 31. Dezember 2025 befristete Finanzierungszusage erteilt. Wie in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang und in Abschnitt "C.2. Risiken der künftigen Entwicklung und Finanzrisiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 22. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lutz Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Meike Moritz, Wirtschaftsprüferin

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