Knappschaft Kliniken Saar GmbH

In der Humes 35, 66346 Püttlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 100111
Vorher
Knappschaftsklinikum Saar GmbH
Eingetragen
9.3.2012
Branche
Krankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenSonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Der Betrieb mehrer Krankenhäuser oder eines Krankenhauses mit den Betriebsteilen Knappschaftskrankenhaus Püttlingen und Knappschaftskrankenhaus Sulzbach einschließlich Ausbildungsstätten sowie sonstiger Nebeneinrichtungen und Nebenbetriebe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Bock
seit 5.11.2025
Prokura
Stephan Kolling
seit 2.12.2024
Geschäftsführer
Mario Schüller
seit 21.1.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Deutsche Rentenversicherung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Deutsche Rentenversicherung
Germany
1.700.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knappschaftsklinikum Saar GmbH

Püttlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.068.484,00 383.275,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.068.484,00 0,00 383.275,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 57.430.374,00 46.240.472,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 196.849,00 206.223,00
3. Technische Anlagen 2.169.971,00 2.479.351,00
4. Einrichtungen und Ausstattungen 10.762.265,00 10.086.466,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.315.170,70 77.874.629,70 11.957.088,60 70.969.600,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.089.200,00 1.080.450,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.500.000,00 10.589.200,00 5.500.000,00 6.580.450,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.236.459,22 1.977.163,17
2. Unfertige Leistungen 2.786.000,00 5.022.459,22 1.929.000,00 3.906.163,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.581.668,93 17.832.511,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00)
2. Forderungen an Gesellschafter 719,10 719,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00)
3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 28.051.541,44 20.340.425,22
davon nach dem KHEntgG: € 28.051.541,44 (Vj. € 18.590.425,22)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00)
4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.251.453,61 1.736.361,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00)
5. Sonstige Vermögensgegenstände 7.507.606,98 7.298.971,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00) 60.392.990,06 47.208.989,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.332.401,37 26.513.123,40
C. AUSGLEICHSPOSTEN NACH DEM KHG
Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung 2.797.807,77 2.797.807,77
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.429,63 29.984,97
165.096.401,75 158.389.394,11

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
1. Gezeichnetes Kapital 1.700.000,00 1.700.000,00
2. Kapitalrücklagen 50.714.918,95 50.714.918,95
3. Gewinnrücklagen 190.597,17 190.597,17
4. Bilanzgewinn 39.338.729,38 91.944.245,50 32.914.448,98 85.519.965,10
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES SACHANLAGEVERMÖGENS
1. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG 30.941.940,86 30.197.096,14
2. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand 1.616.088,00 1.741.200,00
3. Sonderposten aus Zuwendungen Dritter 295.331,00 32.853.359,86 462.096,00 32.400.392,14
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.370.000,00 1.887.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.595.900,00 12.965.900,00 10.160.400,00 12.047.400,00
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.098.193,02 4.737.941,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.098.193,02 (Vj. € 4.737.941,53)
2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 4.783.154,92 4.069.126,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.783.154,92 (Vj. € 4.069.126,61)
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 10.569.521,54 12.433.745,60
davon nach dem KHEntgG: € 6.226.288,63 (Vj. € 5.973.545,17)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 10.569.521,54 (Vj. € 12.433.745,60)
4. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.363.819,18 1.288.271,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.363.819,18 (Vj. € 1.288.271,17)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 787.198,86 424.932,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 787.198,86 (Vj. € 424.923,28)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.301.984,97 2.422.838,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.301.984,97 (Vj. € 2.422.838,68)
davon aus Steuern: € 1.758.115,76 (Vj. € 1.859.398,89)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 311.341,33 (Vj. € 315.485,09) 23.903.872,49 25.376.855,87
E. AUSGLEICHSPOSTEN AUS DARLEHENSFÖRDERUNG 2.910.046,00 3.044.781,00
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 518.977,90 0,00
165.096.401,75 158.389.394,11

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 154.589.122,77 147.694.631,61
2. Erlöse aus Wahlleistungen 7.164.863,94 5.670.292,51
3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 14.303.295,59 15.427.814,94
4. Nutzungsentgelte der Ärzte 2.629.437,92 2.329.785,40
4a. Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 des Handelsgesetzbuches, soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 18.097.104,82 16.897.652,08
- davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre: € 0,00 (Vj. € 0,00)
5. Verminderung bzw. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 857.000,00 275.000,00
6. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand, soweit nicht unter Nr.10 8.905.043,34 130.342,53
7. Sonstige betriebliche Erträge 9.888.727,71 10.084.379,81
216.434.596,09 198.509.898,88
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 107.632.272,14 98.290.579,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 20.912.615,02 19.908.570,13
- davon für Altersversorgung: € 3.460.191,46 (Vj. € 3.356.955,23) 128.544.887,16 118.199.149,74
9. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.388.808,57 38.671.012,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.572.224,45 10.948.542,85
55.961.033,02 184.505.920,18 49.619.555,59 167.818.705,33
Zwischenergebnis 31.928.675,91 30.691.193,55
10. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 1.944.288,79 1.871.963,82
- davon Fördermittel nach dem KHG: € 1.870.873,98 (Vj. € 1.774.946,58)
11. Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung 0,00 0,00
12. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 2.944.114,40 3.202.895,65
13. Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens für Darlehensförderung 134.735,00 134.735,00
14. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten / Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.351.974,76 1.350.131,80
15. Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen 644.704,93 3.026.458,50 458.317,22 3.401.145,45
16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.625.948,26 5.049.676,43
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.029.898,69 28.655.846,95 22.986.638,61 28.036.315,04
- davon aus Ausgleichsbeträgen für frühere Geschäftsjahre: € 0,00 (Vj. € 0,00)
Zwischenergebnis 6.299.287,46 6.056.023,96
18. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 145.829,86 106.368,75
- davon aus verbundenen Unternehmen : € 145.829,86 (Vj. € 106.368,75)
19. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 306.196,65 108.592,60
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 304.848,16 (Vj. € 0,00)
20. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 452.026,51 5.486,00 209.475,35
21. Steuern 327.033,57 474.471,48
- davon vom Einkommen und vom Ertrag: € 315.261,83 (Vj. € 469.761,31)
22. Jahresüberschuss 6.424.280,40 5.791.027,83
23. Gewinnvortrag 32.914.448,98 27.123.421,15
24. Entnahme aus den Gewinnrücklagen 0,00 0,00
25. Bilanzgewinn 39.338.729,38 32.914.448,98

Anhang für 2023

A. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Knappschaftsklinikum Saar GmbH mit Sitz in 66346 Püttlingen im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 100111 eingetragen.

B. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern (KHBV) unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft hat als große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB den Jahresabschluss generell nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufzustellen. In Ausübung des Wahlrechts nach § 1 Abs. 3 KHBV werden bei der Aufstellung nicht die Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB angewendet. Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagennachweises als Bestandteil dieses Anhangs erfolgt entsprechend den Anlagen 1 bis 3 der KHBV.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang aufgenommen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Etwaige Bestandsrisiken werden angemessen berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe frei von Rechten Dritter.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, mit ihren Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht einzelwertberichtigt wurden, wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % vorgenommen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter werden in der Bilanz als ein separater Bilanzposten ausgewiesen.

Bei den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen geht die Gesellschaft von einer über den Wortlaut hinausgehenden Interpretation des Begriffes verbundene Unternehmen (vgl. § 271 Abs. 2 HGB) aus, so dass die Mehrheitsbeteiligungen der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See im Krankenhausbereich darunter subsumiert werden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, angesetzt.

Der Ausgleichsposten aus Eigenmittelförderung wird entsprechend den Vorschriften des § 5 Abs. 5 KHBV bilanziert. Der Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung ist im handelsrechtlichen Sinne kein Vermögensgegenstand und daher als Korrekturposten zum Eigenkapital anzusehen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden in Höhe des Buchwertes der Finanzierungsbeträge gebildet, die auf die jeweils finanzierten Anlagegegenstände entfallen und entsprechend den auf diese Anlagegegenstände vorgenommenen Abschreibungen über die Nutzungsdauer aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit fristadäquaten Zinsen abgezinst, die von der deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in der Bilanz als ein separater Bilanzposten ausgewiesen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht die Gesellschaft von einer über den Wortlaut hinausgehenden Interpretation des Begriffs verbundene Unternehmen (vgl. § 271 Abs. 2 HGB) aus, so dass die Mehrheitsbeteiligungen der Knappschaft-Bahn-See im Krankenhausbereich darunter subsumiert werden.

Der passive Ausgleichsposten aus Darlehensförderung wird entsprechend den Vorschriften des § 5 Abs. 4 KHBV bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite der Bilanz Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, angesetzt.

D. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Lizenzen und Rechte.

Unter den Finanzanlagen werden als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

Name und Sitz des Unternehmens Anteile am Kapital
in v.H.
Eigenkapital
TEUR
Jahres-Ergebnis
TEUR
KKS Service GmbH, Püttlingen 100 851 66
Knappschaftsklinikum Saar MVZ-GmbH, Püttlingen 100 1.196 191
Knappschaft Kliniken Solution GmbH, Bochum 5 1.221 15
Knappschaft Kliniken Akademie GmbH, Bochum 5 206 6

Vorräte

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Materialien des medizinischen Bedarfs sowie Leistungen für am Bilanzstichtag noch nicht entlassenen Patienten (Überlieger).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen in Höhe von TEUR 4.417 Forderungen gegenüber dem Gesellschafter.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.275 (Vorjahr TEUR 1.736) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet kein Disagio nach § 250 Abs. 3.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.700 und ist vollständig eingezahlt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 32.914 (Vorjahr TEUR 27.123) enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Ergebnisverwendung verwiesen.

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens beinhalten zweckentsprechend zu verwendende Fördermittel gemäß § 9 Abs. 1 und 3 KHG, sowie Zuschüsse der öffentlichen Hand und Dritter.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Verpflichtungen gegenüber Personal TEUR 6.374 (Vorjahr TEUR 5.937), aus ausstehenden Rechnungen TEUR 4.140 (Vorjahr TEUR 4.028) und sonstige Positionen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr TEUR 188) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2023

Restlaufzeit 31.12.2023
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
davon gesichert Gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.098.193,02 0,00 0,00 0,00 4.098.193,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.783.154,92 0,00 0,00 0,00 4.783.154,92
4. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 10.569.521,54 0,00 0,00 0,00 10.569.521,54
5. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.363.819,18 0,00 0,00 0,00 1.363.819,18
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 787.198,86 0,00 0,00 0,00 787.198,86
7. Sonstige Verbindlichkeiten 2.301.984,97 0,00 0,00 0,00 2.301.984,97
23.903.872,49 0,00 0,00 0,00 23.903.872,49
Restlaufzeit 31.12.2022
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
Gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.737.941,53 0,00 4.737.941,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.069.126,61 0,00 4.069.126,61
4. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 12.433.745,60 0,00 12.433.745,60
5. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.288.271,17 0,00 1.288.271,17
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 424.932,28 0,00 424.932,28
7. Sonstige Verbindlichkeiten 2.422.838,68 0,00 2.422.838,68
25.376.855,87 0,00 25.376.855,87

Abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten sind die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen frei von Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von TEUR 4.783 (Vorjahr TEUR 4.069) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Darlehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 787 (Vorjahr TEUR 425) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) Darlehen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse geht aus der Gewinn- und Verlustrechnung hervor. Die Umsätze resultieren aus der medizinischen Leistungserbringung und werden vollständig im Inland erzielt.

2023 2022
1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 154.589.122,77 147.694.631,61
2. Erlöse aus Wahlleistungen 7.164.863,94 5.670.292,51
3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 14.303.295,59 15.427.814,94
4. Nutzungsentgelte der Ärzte 2.629.437,92 2.329.785,40
4a. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches, sowie nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 18.097.104,82 16.897.652,08
Summe 196.783.825,04 188.020.176,54
davon periodenfremde Umsatzerlöse (4a) nach § 277 Abs. 1 HGB 276.333,22 1.339.201,79

In den Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr TEUR 1.339) enthalten. Diese betreffen betriebsbedingte Einzahlungen des Vorjahres.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus dem Ausgleichsfonds und Ausbildungsfonds in Höhe von TEUR 6.166 (Vorjahr TEUR 5.630) sowie Erträge aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEUR 1.563 (Vorjahr TEUR 1.161) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1.898 (Vorjahr TEUR 1.556) für Erträge aus Auflösung von anderen Rückstellungen erfasst.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine außergewöhnlichen Erträge enthalten.

Die Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand betreffen mit T€ 6.448 Ausgleich für Steigerungen der Kosten für den Bezug von Erdgas, Wärme und Strom sowie T€ 1.799 Zuweisungen nach dem KHZG.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.030 handelt sich im Wesentlichen um Verwaltungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 9.729 und Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 7.991.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.325 (Vorjahr TEUR 2.474) enthalten. Diese betreffen betriebsbedingte Nachzahlungen des Vorjahres.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten.

F. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat für PKW, medizinisch-technische Geräte sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung Standard Leasing Verträge (Operating-Leasing) abgeschlossen. Der Zweck ist die Vermeidung der Kapitalbindung sowie die Planbarkeit der Leasingraten über die Laufzeit des Leasingvertrages.

Der finanzielle Handlungsspielraum für künftige Entscheidungen wird hierdurch erweitert. Wesentliche Risiken sind nicht ersichtlich. Finanzielle Auswirkungen ergeben sich in Höhe der Leasingzahlungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 2.716 sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 602.

Organe

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr:

Andreas Schlüter Hauptgeschäftsführer der KKG (AR-Vorsitzender)
Dietmar Geuskens Bezirksleiter der IG BCE
Michael Kolorz stv. Vorsitzender Hauptpersonalrat KBS
Uwe Penth Rentner Ruhrkohle AG
Andreas Detemple Betriebsrat Kraftwerk Fenne
Michael Weberink Hauptgeschäftsführer Gesamtverband Steinkohle e.V.
Andreas Gülker Geschäftsführung KBS
Armin Beck ltd. Regierungsdirektor KBS Regionaldirektion SB i.R.
Volker Menne ltd. Regierungsdirektor KBS
Roman Schmidt stv. Betriebsratsvorsitzender KH Sulzbach
Maria Koch Betriebsratsvorsitzende KH Püttlingen

Die Aufwandsentschädigungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 24.

Geschäftsführung

Andrea Massone

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter setzt sich nach Gruppen wie folgt zusammen:

Köpfe
Ärztlicher Dienst 299
Pflegedienst 1.103
Medizinisch-Technischer Dienst 297
Funktionsdienst 198
Hauswirtschaftsdienst 2
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 9
Technischer Dienst 18
Verwaltungsdienst 116
Sonderdienst 6
Personal der Ausbildungsstätten 11
Sonstiges Personal 38
Summe 2.079

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 37
Andere Bestätigungsleistungen 6
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
43

Betriebliche Zusatzleistungen

Die Rentenzusatzversicherung der Knappschaft-Bahn-See (RZV) ist eine Zusatzversorgungseinrichtung der Knappschaft-Bahn-See. Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Renten-Zusatzversicherung gehört dem Verbund der KBS an. Zum Verbund gehören auch die Gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung, die Gesetzliche Rentenversicherung, die Minijob-Zentrale, die Seemannskasse und ein eigenes medizinisches Netz.

Die Renten-Zusatzversicherung ist eine eigenständige betriebliche Altersversorge des öffentlichen Dienstes. Sie führt nicht nur die Zusatzversorgung für die Beschäftigten der ehemaligen Deutschen Bundesbahn fort, sondern stellt auch die betriebliche Altersversorgung von weiteren beteiligten Arbeitgebern sicher. Der Pflichtversicherung in der Renten-Zusatzversicherung unterliegen grundsätzlich alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eines beteiligten Arbeitgebers, soweit aufgrund des Tarifrechts oder des Arbeitsvertrages Anspruch auf eine zusätzliche Versorgung besteht. Die Betriebsrente aus der Pflichtversicherung umfasst Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten. Die Finanzierung der Leistungen erfolgt im Umlage- und/oder im Kapitaldeckungsverfahren.

Momentan wird ein Beitragssatz in Höhe von 3,99 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts vom Arbeitgeber und ein Beitragssatz in Höhe von 2,81 % vom Arbeitnehmer erhoben. Für übergeleitete Mitarbeiter beträgt der Beitragssatz des Arbeitgebers (alleinig) momentan 6,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beträgt TEUR 80.363.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 6.424 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Püttlingen, den 28.03.2024

Geschäftsführung

Andrea Massone

Anlagennachweis für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

Bezeichnung Anschaffungs- / Herstellungskosten
Anfangsstand Zugang Umbuchung Umgliederung U Ug Abgang Umbuchung Umgliederung U Ug Endstand
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.953.803,27 565.988,68 -- 3.865.129,95
345.338,00 U
2. Geleistete Anzahlungen -- -- -- --
Gesamt 1. + 2. 2.953.803,27 565.988,68 -- 3.865.129,95
345.338,00 U
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 87.467.573,51 7.207.012,46 55.195,18 100.734.978,17
6.115.587,38 U
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 468.692,15 -- -- 468.692,15
3. Technische Anlagen 21.174.216,30 173.101,93 -- 21.347.318,23
0,00 U
4. Einrichtungen und Ausstattungen 54.925.564,51 3.181.573,17 -- 58.431.835,50
324.697,82 U
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.957.088,60 2.143.705,30 0,00 U 7.315.170,70
6.785.623,20 U
Gesamt 1. - 5. 175.993.135,07 12.705.392,86 55.195,18 188.297.994,75
6.440.285,20 U 6.785.623,20 U
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.080.450,00 10.000,00 1.250,00 1.089.200,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.500.000,00 5.000.000,00 1.000.000,00 9.500.000,00
Gesamt 1. - 2. 6.580.450,00 5.010.000,00 1.001.250,00 10.589.200,00
Gesamt I. - III. 185.527.388,34 18.281.381,54 1.056.445,18 202.752.324,70
6.785.623,20 U 6.785.623,20 U
Bezeichnung Abschreibungen
Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.570.528,27 226.117,68 -- 2.796.645,95
2. Geleistete Anzahlungen -- -- -- --
Gesamt 1. + 2. 2.570.528,27 226.117,68 -- 2.796.645,95
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 41.227.101,51 2.077.502,66 -- 43.304.604,17
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 262.469,15 9.374,00 -- 271.843,15
3. Technische Anlagen 18.694.865,30 482.481,93 -- 19.177.347,23
4. Einrichtungen und Ausstattungen 44.839.098,51 2.830.471,99 -- 47.669.570,50
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -- -- -- --
Gesamt 1. - 5. 105.023.534,47 5.399.830,58 -- 110.423.365,05
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -- -- -- --
Beteiligungen -- -- -- --
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -- -- -- --
Gesamt 1. - 2. -- -- -- --
Gesamt I. - III. 107.594.062,74 5.625.948,26 -- 113.220.011,00
Bezeichnung Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.068.484,00 383.275,00
2. Geleistete Anzahlungen -- --
Gesamt 1. + 2. 1.068.484,00 383.275,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 57.430.374,00 46.240.472,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 196.849,00 206.223,00
3. Technische Anlagen 2.169.971,00 2.479.351,00
4. Einrichtungen und Ausstattungen 10.762.265,00 10.086.466,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.315.170,70 11.957.088,60
Gesamt 1. - 5. 77.874.629,70 70.969.600,60
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.089.200,00 1.080.450,00
Beteiligungen -- --
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.500.000,00 5.500.000,00
Gesamt 1. - 2. 10.589.200,00 6.580.450,00
Gesamt I. - III. 89.532.313,70 77.933.325,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Knappschaftsklinikum Saar GmbH wurde zum 6.3.2012 gegründet. Die Gesellschaft betreibt das Knappschaftsklinikum, mit den Krankenhäusern Püttlingen und Sulzbach.

Die Gesellschaft ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbesteuer befreit, weil Sie ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung verfolgt.

Gesellschafter der Knappschaftsklinikum Saar GmbH ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit 100 %.

Die Gesellschaft hält laut Krankenhausplan insgesamt 735 stationäre Betten vor. Die Verteilung auf die einzelnen Disziplinen stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Fachbereich Anzahl der Planbetten
Augenheilkunde 66
CH-Allgemeine Chirurgie 79
(Schwerpunkt Orthopädie/Unfallchirurgie/endokrine Chirurgie)
IM-Innere Medizin (allgemein) 155
(10 Betten Gastroenterologie, 4 Betten Angiologie, Schwerpunkt Kardiologie)
Intensivmedizin 45
Neurologie 135
(12 Betten Stroke Unit, 24 Betten neurologische Frühreha, 10 Betten Schwerpunkt Palliativmedizin)
Strahlentherapie 3
Urologie 45
CH-Gefäßchirurgie 49
CH-Orthopädie u. Unfallchirurgie 76
Frauenheilkunde 11
IM-Rheumatologie (Schwerpunkt Kinderrheumatologie) 34
Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie 22
Spezielle Schmerztherapie 15
Gesamt 735

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur war im Geschäftsjahr 2023 durch die hohen Inflationsraten, die fiskalpolitischen Entscheidungen und geopolitischen Krisen belastet. Dabei war die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im europäischen Vergleich besonders stark betroffen. Insbesondere waren hierfür der geschwächte private Konsum infolge erheblicher Kaufkraftverluste im Zusammenhang mit der Energiepreiskrise sowie die schwache Auslandsnachfrage ursächlich, welche die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands neben den gestiegenen Energiekosten deutlich belastet hat. Mit einer allmählichen Erholung der deutschen Volkswirtschaft wird seitens der Experten erst im Verlauf des Jahres 2024 gerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der Anstieg des privaten Konsums reichte dabei zum Jahresende nicht aus, um die negativen Auswirkungen der rückläufigen Investitionen auszugleichen. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahr 2023 um 5,9 % gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. Die Inflationsrate lag somit zwar auf einem hohen Niveau jedoch unter dem historischen Höchststand des Vorjahres.

Der ifo Geschäftsklimaindex als Indikator für die Stimmung unter den Unternehmen ging von 90,1 Punkten im Januar 2023 auf 86,3 Punkte im Dezember 2023 zurück. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fallen pessimistisch aus. Zudem hat sich die Konjunkturkrise auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. So ist die Arbeitslosigkeit in 2023 durchschnittlich um 0,4 Prozentpunkte gestiegen und die Arbeitslosenquote lag durchschnittlich bei 5,7%.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mündeten in negativen Implikationen für die Krankenhauslandschaft und führten zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Branche. Die angespannte finanzielle Situation der Mehrheit der deutschen Krankenhäuser war dabei gemäß einer Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger GmbH insbesondere auf den Personalmangel, Unsicherheiten bei der Finanzierung, inflationsbedingt steigenden Preisen und einen zunehmenden Investitionsstau zurückzuführen. Wichtige Trends für die Gesundheitswirtschaft werden in der Studie neben der Spezialisierung des Leistungsangebots und der Optimierung von Sekundär- und Tertiärleistungen (unterstützende und administrative Dienstleistungen) - auch unter Nutzung künstlicher Intelligenz - in Kooperationen und Fusionen mit anderen Leistungserbringern gesehen. Darüber hinaus ist perspektivisch von einer Reduktion stationärer Kapazitäten infolge des Trends zur Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen auszugehen. Zudem wird gemäß der Studie dem Fachkräftemangel, insbesondere im Pflegekräftebereich, durch Setzung zusätzlicher nicht-finanzieller Anreize und dem Ausbau eigener Ausbildungskapazitäten zu begegnen sein, wobei auch die zunehmenden Anforderungen an eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu berücksichtigen sind.

Die Politik reagiert auf die aktuellen Herausforderungen mit Reformvorhaben auf der Bundes- und Landesebene. Auf der Bundesebene haben sich Bund und Länder im Juli 2023 auf die Eckpunkte für die Krankenhausreform geeinigt. Diese Einigung sieht vor, auf dem Planungsansatz nach den Leistungsgruppen des Landes Nordrhein-Westfalen aufzubauen. Zudem soll das bisherige System der Fallpauschalen hierbei durch sogenannte Vorhaltepauschalen ergänzt werden. Diese Vorhaltepauschalen sollen dabei an von den Ländern zugeordneten Leistungsgruppen sowie der Einhaltung von Qualitätskriterien gekoppelt werden, während die bisherigen Fallpauschalen gesenkt werden sollen. Die Selbstverwaltungsparteien werden dabei auf Bundesebene gesetzlich verpflichtet, die Vorhaltekosten der Krankenhausbehandlungen auf der Basis der Leistungsgruppen zu kalkulieren. Das Pflegebudget bleibt dabei unberührt. Eine vollumfängliche Beantwortung der Fragen zur geplanten Umsetzung und Finanzierung gibt der derzeitige Gesetzentwurf noch nicht, sodass gemäß der oben genannten Studie erst mittelfristig (ab 2028) mit Entlastungen durch die Reform gerechnet wird.

Im Oktober 2023 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Förderung der Qualität der stationären Versorgung durch Transparenz (Krankenhaustransparenzgesetz) beschlossen. Durch das Gesetz sollen die Krankenhäuser verpflichtet werden, Daten zu ihren Leistungen und ihrer Qualität umfangreicher als bisher zu erheben und zu berichten. Hiermit soll es für Patientinnen und Patienten einfacher werden, das Leistungsangebot, die Qualität und die ärztliche und pflegerische Personalausstattung der Krankenhäuser in ihrer Nähe zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist die Einrichtung eines im Internet abrufbaren Transparenzverzeichnisses durch das Bundesministerium für Gesundheit vorgesehen. Die Bundesländer haben im November 2023 im Bundesrat den Vermittlungsausschuss angerufen. Dieser hat das Gesetz im Februar 2024 ohne Änderungen bestätigt. Das Krankenhaustransparenzgesetz sieht zudem vor, dass zukünftig die Tariflohnsteigerungen des Pflegepersonals frühzeitig refinanziert werden.

b) Darstellung des Geschäftsverlaufes des Unternehmens

Umsatz- und Leistungsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse (Pos. 1-4) um EUR 7,6 Mio. auf EUR 178,7 Mio. angestiegen.

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin durch geopolitische Risiken infolge des Krieges in der Ukraine geprägt.

Insgesamt behandelte die Knappschaftsklinikum Saar GmbH mit Ihren Standorten Püttlingen und Sulzbach im Geschäftsjahr 2023 30.717 stationäre Patienten und beschäftigte 1.456,2 Vollzeitkräfte.

Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten lag bei 5,77 Tagen; die durchschnittliche Fallschwere bei 0,797.

Die Knappschaftskliniken Saar GmbH schloss den Berichtszeitraum mit einem Jahresüberschuss von 6.424 TEUR ab.

Der Jahresüberschuss liegt um TEUR 941 über der Hochrechnung vom 3. Quartal 2023. Hauptursache hierfür sind die höheren Erlöse aus Krankenhausleistungen, Erlöse aus Wahlleistung und ambulanten Leistungen von TEUR 3.680 und einem höheren Materialaufwand von TEUR 2.100.

Investition und Finanzierung

Die Knappschaftsklinikum Saar GmbH wird aufgrund ihrer Stellung in der Krankenversorgung nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht gefördert. Im Berichtszeitraum erhielt die Gesellschaft pauschale Fördermittel nach § 31 SKHG von TEUR 1.664.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr TEUR 17.281 investiert. Die Zugänge wurden dabei in Höhe von TEUR 3.189 aus Fördermitteln, in Höhe von TEUR 13.885 aus Eigenmitteln, in Höhe von TEUR 207 aus Zuschüssen der öffentlichen Hand, sowie in Höhe von TEUR 1 Zuwendungen Dritter finanziert.

Zu den größten Baumaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 gehörten in Püttlingen die Fertigstellung der zentralen Notaufnahme mit TEUR 6.432, die Fertigstellung und der Bezug der Komfortstation mit TEUR 3.032 im März 2023 sowie der Beginn der Planungen zur zentralen Speisenversorgung im Dezember 2023.

Im Finanzanlagenbereich wurde dem Klinikum Westfalen ein neues Darlehen von TEUR 5.000 gewährt bei gleichzeitiger Tilgung der beiden Darlehen von TEUR 1.000 insgesamt.

In Sulzbach gehörten zu den größten Projekten die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Links-Herz-Katheter Messplatzes mit TEUR 2.816, die Errichtung der Chest-Pain-Unit im U1 und die Verlegung der PDL in U2 mit TEUR 338, die Errichtung der urologischen Akutambulanz mit TEUR 231, die Maßnahmen zur Verlegung der Stroke-Unit vom 6. OG ins 8. OG. Ferner ist der Stromgenerator ausgetauscht worden mit TEUR 129 sowie der Schaltschrank der Gebäudeleittechnik Augen-OP mit TEUR 113 und die Aufzugsanlage der Augenklinik mit TEUR 64. Des Weiteren ist die Demontage der Sterilisation erfolgt mit TEUR 11 sowie der Austausch von Drucklustkompressoren mit TEUR 10.

In die Erneuerung der medizinisch-technischen Ausstattung flossen TEUR 1.948 und in die Erweiterung der IT Infrastruktur TEUR 356 ein.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1.456 Vollkräfte.

Dies ist ein Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 von insgesamt 57 Vollkräften.

Dienstart Vollkräfte 2022 Vollkräfte 2023 Differenz
Ärztlicher Dienst 245,18 245,97 0,79
Pflegedienst 626,27 696,43 70,16
Medizinisch-technischer Dienst 199,72 195,20 -4,52
Funktionsdienst 141,81 147,38 5,57
Klinisches Hauspersonal 3,69 0,29 -3,40
Wirtschafts- u. Versorgungsdienst 17,83 7,29 -10,54
Technischer Dienst 18,41 16,57 -1,83
Verwaltungsdienst 98,64 97,10 -1,54
Sonderdienst 5,46 4,98 -0,48
Personal der Ausbildungsstätten 9,68 10,21 0,53
Sonstiges Personal 32,84 34,76 1,92
Gesamt 1.399,52 1.456,18 56,65

c) Darstellung der Lage des Unternehmens

Ertragslage

Im Bereich der Umsatzerlöse (Pos. 1-4) konnte das Unternehmen eine Steigerung um 7.564 TEUR gegenüber dem Vorjahr erzielen. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung um 4,42 % und resultiert aus der Steigerung des Landesbasisfallwertes um 4,43 % sowie der Steigerung der Erlöse aus Krankenhausleistungen.

Die Corona-Freihaltepauschalen und der Zuschlag für Preis und Mengensteigerung COVID betrugen in 2023 TEUR 0 (in 2022 TEUR 10.704).

Der Krieg in der Ukraine verursachte Störungen in den Lieferketten und führte damit u.a. zu einer allgemeinen Steigerung des Preisniveaus. Die Konfrontation mit den Preissteigerungen führt zu einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden sonstige Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von TEUR 6.448 für krankenhausindividuelle Erstattungsbeiträge zum Ausgleich der Energiekostensteigerungen erfasst.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 6.335 bzw. 12,77 % erhöht. Die Materialquote ist von 29,0 % auf 31,2 % gestiegen.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 um TEUR 10.346 auf TEUR 128.545 gestiegen. Ursächlich für den Anstieg des Personalaufwandes sind umgesetzte Tarifsteigerungen für die Beschäftigten, sowie der Anstieg der Beschäftigtenanzahl.

Die Sachkosten sind um TEUR 6.335 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Steigerung resultiert aus dem Anstieg im Bereich Medizinischer Bedarf (TEUR 3.718 gegenüber dem Vorjahr) und im Bereich der bezogenen Leistungen (TEUR 2.617 gegenüber dem Vorjahr).

Der sonstige betriebliche Aufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um TEUR 43 erhöht.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 576 angestiegen.

Die Umsatzerlöse (Pos. 1-4) entwickelten sich in 2023 leicht über Plan und stiegen um 4,42 Prozent auf TEUR 178.687. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf höhere Erlöse aus Krankenhausleistungen von TEUR 6.894 zurückzuführen. Im Berichtsjahr hat die Knappschaftskliniken Saar GmbH ein positives Rechnungsergebnis in Höhe von TEUR 6.424 erzielt und liegt damit über dem für das Jahr 2023 prognostizierten Ergebnis. Die Abweichung zur Prognose des Vorjahres ist insbesondere auf höhere Umsatzerlöse zurückzuführen.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 7.332.

Der Cash-Flow im engeren Sinne (TEUR 8.561) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.460 verbessert. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -5.296 (Vorjahr TEUR 515), der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -13.883 (Vorjahr - TEUR 7.950) und der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

Die Gesellschaft hat keine externen Darlehen aufgenommen.

Die Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2023 keine Budgetvereinbarung mit den Krankenkassen vereinbart. Daher musste das Pflegebudget aus der operativen Liquidität der Gesellschaft vorfinanziert werden. Daher wurde die Liquidität der Gesellschaft In Höhe von TEUR 16.150 negativ beeinflusst.

Während des Geschäftsjahres 2023 war die Gesellschaft stets in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme (ohne den Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung) hat sich im Berichtszeitraum um TEUR 6.707 auf TEUR 162.299 erhöht.

Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 78.943 ist in einer Größenordnung von TEUR 32.853 durch Zuschüsse finanziert.

Das Umlaufvermögen zuzüglich der Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.892 verringert. Wesentliche Veränderungen gab es durch den Anstieg bei den Forderungen nach dem KHG um TEUR 7.711 und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.749 sowie der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 484 und den sonstigen Forderungen um TEUR 209. Demgegenüber sind die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 19.181 gesunken.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 54,93 % bezogen auf die Bilanzsumme abzüglich des Ausgleichspostens für Eigenmittelförderung und ist somit bezogen auf das Vorjahr um 1,76 % gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Rückstellungen um TEUR 919 auf TEUR 12.966 und die Verbindlichkeiten verminderten sich um TEUR 1.473 auf TEUR 23.904.

Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus den Verpflichtungen für Steuern und Personalaufwendungen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten nach dem KHG.

d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Fallzahl, CM- Punkte sowie CM-Index) haben sich wie folgt entwickelt:

Fallzahl nach KHEntgG (einschl. Überlieger) Summe der BewRel (einschl. Überlieger) CMI (einschl. Überlieger)
2023 2022 2023 2022 2023 2022
30.909 28.735 24.659,277 23.640,886 0,798 0,822

Der vereinbarte Basisfallwert hat sich auf 4.030,64 EUR erhöht.

Die Arbeitnehmerbelange stellen aufgrund des Fachkräftemangels einen wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. Wir begegnen diesen Anforderungen mit zahlreichen Maßnahmen wie beispielsweise zeitgemäßen Vergütungsstrukturen, Unterstützung bei der Wohnungssuche, Fortbildungsmaßnahmen sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld.

3. Prognose, Chancen und Risiken

Die Geschäftsführung geht weiterhin von einer Fortführung des Unternehmens aus. Derzeit sind keine singulären bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.

Die wirtschaftliche Lage der Krankenhausträgergesellschaften ist geprägt durch die vorgenannten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und damit einhergehenden Chancen und Risiken. So ergeben sich beispielsweise Risiken aus der Störung der Lieferketten infolge der geopolitischen Lage und der allgemeinen Entwicklung des Preisniveaus.

Unser Geschäftsumfeld ist geprägt von gesundheitspolitischen Regulationseinflüssen. Zudem nimmt die Nachfrage nach medizinischen, insbesondere nach spitzenmedizinischen, Leistungen weiter zu. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach medizinischen / spitzenmedizinischen Leistungen wieder das Niveau von vor der Covid-19-Pandemie erreichen wird. Inwieweit die Vergütung der erbrachten Leistungen vor dem Hintergrund der geplanten Krankenhausreform angemessen angepasst wird, bleibt abzuwarten.

Leistungsschwankungen im Krankenhaus, Leistungsverschiebungen in den ambulanten Bereich bzw. in den neuen Entgeltbereich der Hybrid-DRG's, die regulierte Preissetzung sowie die Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen können im Ergebnis zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen. Diesen Risiken wird durch die Strukturen im Verbund sowie der fortlaufenden Anpassung und der damit einhergehenden Effizienzsteigerung aller Prozesse begegnet. Zudem wurden im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2024 im Erlösbereich Risikoabschläge für die möglichen Leistungsverschiebungen in den ambulanten Bereich bzw. den Bereich der Hybrid-DRG's berücksichtigt.

Der Fachkräftemangel in Deutschland und das damit einhergehende Risiko der Nichtbesetzung offener Stellen im Bereich der Pflege sowie im ärztlichen Bereich wird mit zahlreichen Maßnahmen angegangen.

Beschaffungsrisiken (Lieferschwierigkeiten, Qualitätsprobleme) werden durch einen verbundweiten Einkauf sowie durch die permanente Optimierung der Beschaffungsprozesse minimiert.

Wie sich der weitere Verlauf des Ukraine Krieges sowie die Krise im Nahen Osten auswirken wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht im Detail beurteilen.

Aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung sowie der Innenfinanzierungskraft verfügt die Gesellschaft über eine gute Liquiditätssituation.

Chancen bieten sich für die Gesellschaft zum einen in einer konsequenten Weiterentwicklung der medizinischen Bereiche, zum anderen aber auch in der Vernetzung innerhalb des Verbundes der Knappschaftskrankenhäuser. Hierzu wurde die Knappschaft Kliniken GmbH geschaffen, die eine Stärkung des Verbundes auch hinsichtlich der Standardisierung im Sachmittelbereich und Kostenoptimierungen durch Benchmarks erreichen soll.

Mit dem "Krankenhauszukunftsgesetz" wurden die Fördermittel für Investitionsvorhaben in einem ersten Schritt erhöht. Jedoch reichen die darin vorgesehenen Investitionen nicht aus, um die Versäumnisse der Finanzierung aus dem Krankenhausfinanzierungsgesetz der Vergangenheit auszugleichen. Auch in Zukunft muss die duale Finanzierung aus dem Krankenhausfinanzierungsgesetz zwingend beibehalten werden.

Die geplante Krankenhausreform könnten zu weitrechenden Veränderungen in der Krankenhauslandschaft führen. Es sollen drei bundeseinheitliche Krankenhaus-Versorgungsstufen definiert werden. Hierzu werden Mindeststrukturvoraussetzungen zugeordnet. Die Vergütung erfolgt je Versorgungsstufe. Die Gesellschaft ist aufgrund der medizinischen Expertise, des umfangreichen Leistungsportfolios sowie der eingeleiteten Optimierungsprozesse gut auf die Veränderungen der Branche vorbereitet. Weitere Chancen sehen wir durch die fortschreitende Digitalisierung.

Die Gesellschaft verfügt über eine gesunde Liquiditätssituation. Aus diesem Grund laufen begonnene Baumaßnahmen weiter. Zu diesen gehören unter anderem der Umbau des Bettenhauses und der Bau einer Intensivstation in einem Erweiterungsgebäude unter Vorbehalt der Zusage der Fördermittel sowie der Nichtbeanstandung des Bundesamtes für soziale Sicherung (BAS).

Aufgrund der Schließung der Augenkliniken an den Standorten Saarbücken und Trier wird mit einer Erhöhung der Fallzahlen und Casemixpunkten in der Augenheilkunde gerechnet. Im Bereich der Urologie in Sulzbach wird es auf Grund der Ambulantisierung zu Erlösverlusten im stationären Bereich und demgegenüber niedrigeren Erlösen aus Hybrid DRG's kommen.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem steigenden Umsatz aus und erwarten steigende Personalkosten. Wir planen für das kommende Jahr mit einem leichten Rückgang des Jahresergebnisses.

Die Geschäftsentwicklung kann sich aufgrund der aktuell nicht abschließend vorhersehbaren Auswirkungen infolge der Umsetzung der geplanten Krankenhausreform, der potentiellen Eingriffe des Gesetzgebers in die Vergütungsstruktur des Geschäftsjahres sowie den weiteren Verlauf der Konflikte in der Ukraine und dem Nahen Osten in 2024 anders als geplant entwickeln.

 

Püttlingen, 28.03.2024

Andrea Massone, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Knappschaftsklinikum Saar GmbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Knappschaftsklinikum Saar GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Knappschaftsklinikum Saar GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knappschaftsklinikum Saar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 1. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 20.07.2024

W+ST PUBLICA REVISIONSGESELLSCHAFT MBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Richard Boßlet, Wirtschaftsprüfer

Philipp Gödicke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung ausführlich über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie über Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik informiert. Über die Geschäfte, die nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages und den Geschäftsordnungen der Zustimmung des Aufsichtsrates unterliegen, hat der Aufsichtsrat Beschluss gefasst. Im Rahmen der Berichterstattungen wurden außerdem regelmäßig der Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Situation dargelegt. Im Geschäftsjahr 2023 fanden drei Sitzungen statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung. Er wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle zeitnah unterrichtet.

Jahresabschlussprüfung

Der Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht der Knappschaftsklinikum Saar GmbH ist durch den gewählten Abschlussprüfer, die W+ST Publica Revisionsgesellschaft mbH, Saarbrücken, geprüft worden. Der Prüfer hat den Jahresabschluss als mit den ordnungsgemäß geführten Büchern und mit den gesetzlichen Vorschriften übereinstimmend befunden und festgestellt, dass im Lagebericht die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Er hat dies in einem uneingeschränkten Testat bestätigt.

Die Jahresabschlussprüfung wurde um die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse gemäß § 53 HGrG erweitert. Die W+ST Publica Revisionsgesellschaft mbH hat diese Prüfung auf der Grundlage des IDW-Prüfungsstandards 720, Fragebogen zur Prüfung nach § 53 HGrG durchgeführt. Nach dem abschließenden Ergebnis der so erweiterten Prüfung ergaben sich keine Beanstandungen.

Sämtliche Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und deren Anlagen sowie der Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden geprüft und in der Sitzung am 28.08.2024 im Beisein des Prüfers ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis angeschlossen und es gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Knappschaftsklinikum Saar GmbH für ihren außerordentlichen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Püttlingen, 28.08.2024

Der Aufsichtsrat

Andreas Schlüter, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 im Umlaufverfahren vom 03.09.2024 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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