Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 5225
Vorher
Donath Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
8.3.1972
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Brunnen- und Rohrleitungsbau einschl. aller damit verbundenen Dienstleistungen für Wartung, Instandhaltung und Sanierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hannes Schmidt
seit 12.3.2025
Prokura
Prokura
Saskia Proske
seit 28.1.2020
Prokura
Ralph Dr. Donath
seit 10.3.2004
Geschäftsführer
Bettina Senske
seit 10.3.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eugen Engert Beteiligungs GmbH & Co. KG
Germany
1.200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eugen Engert GmbH

Minden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Aktivitäten der Gesellschaft umfassen den Brunnenbau und den Rohrleitungsbau für Energienetzbetreiber, Wasserversorgungs- und Industrieunternehmen. Die Aktivitäten erstrecken sich auf einen deutlich überregionalen Radius vom Hauptsitz in Minden und der Niederlassung in Leipzig.

2. Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen werden laufende Verbesserungen im Rahmen des Managementsystems generiert und umgesetzt. Dieses besteht aus der Qualitätssicherung gemäß ISO 9001, der Arbeitssicherheit gemäß SCC (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) sowie seit dem Jahr 2020 auch auf den betrieblichen Umweltschutz gemäß ISO 14001. Die genannten Bereiche befinden sich unter einer einheitlichen Leitung, um dem integrativen Charakter zu unterstreichen. Im Rahmen von mehr als 308 Baustellenbegehungen (Vorjahr 336), von denen 161 durch externe Auditoren erfolgten (Vorjahr 165) sowie 14 interne Audits (Vorjahr 10), sind eine Vielzahl von Verbesserungsvorschlägen unterbreitet und in die Praxis umgesetzt worden. Im Berichtsjahr hat die jährliche Überprüfung des Managementsystems - die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2015, des Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagementsystems nach SCC** und ISO 14001 umfassend - im Februar 2024 erfolgreich stattgefunden.

Es werden technische Zulassungen im Rohrleitungsbau und Brunnenbau gehalten. Im Rohrleitungsbau bildet die GW 301 des DVGW (Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) den Kern der fachlichen Qualifikationen. Diese wird in der höchsten Güteklasse G1/W1 gehalten, womit alle Nennweiten, Druckstufen und Materialien verlegt werden dürfen. 1 Das gilt auch für den Bereich Fernwärmeleitungsbau, für den ebenfalls die höchste Zulassungsstufe FW 1 vorliegt. Das Qualifikationsprofil umfasst ferner Zulassungen im Bereich der GW 302 für die grabenlose Neuverlegung im Horizontalspülbohrverfahren sowie die GW 381 für den Tiefbau. Die seit langen Jahren bestehende Schweißzulassung gemäß DIN EN 3834-2 wird ergänzt durch die AD 2000/HP0 für Druckbehälter im Bereich der industriellen Anwendungen.

1 Vgl. hierzu und im Folgenden: https://www.dvgw-cert.com/de/Verzeichnisse/Fachunternehmen, abgerufen am 13.08.2024 um 04.35 Uhr.

Für den Brunnenbau wird die DVGW Zulassung W120-1 in der höchsten Anforderungsstufe für alle Bohr-, Sanierungs- und Regenerierungsverfahren gehalten.

Die vor diesem Hintergrund definierten Entwicklungsaktivitäten sind auch im Berichtsjahr kontinuierlich weiterentwickelt und um Aktivitäten im Bereich Lean Management - im Berichtsjahr als interne Projektgruppe mit Mitgliedern aus dem Brunnenbau, Rohrleitungsbau und der Maschinen Technischen Abteilung besetzt - ergänzt worden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der baugewerbliche Umsatz für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten ist im Berichtsjahr preisbereinigt um 5% gesunken. 2 Auch der Auftragsbestand ist real um 4,4% zurück gegangen. Vor diesem Hintergrund wurden nur 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen nach 15.200 im Vorjahr. Für das laufende Jahr wird mit einem demographisch bedingten Rückgang um 10.000 auf dann 918.000 Beschäftigte gerechnet. Diese Entwicklungen betreffen insbesondere den Wohnungsbau, der besonders von steigenden Baupreisen und Zinsen getroffen wurde. Demgegenüber werden in den Tiefbausparten Mitarbeiter eingestellt. Denn von den Bauinvestitionen von insgesamt 487 Mrd. € entfielen 6,6% auf den Wirtschaftstiefbau und 7,9% auf den öffentlichen Tiefbau. Gegenüber 2021 mit 414 Mrd. € Investitionen und einem Anteil von 6,2% Wirtschaftstiefbau und 7,9% öffentlicher Tiefbau ist eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Diese ist auch auf die Investitionen in Ver- und Entsorgungsnetze zurückzuführen.

2 Vgl. hierzu und im Folgenden: Bauindustrie, Bauwirtschaft im Zahlenbild 2023, Ausgabe 2024, S.4 ff. abgerufen am 13.08.2024 um 05.59 Uhr.

In den vergangenen drei Jahren legten die Preise im Bauhauptgewerbe um 35% zu, was vor allem auf deutliche Preisveränderungen bei Baumaterialien (bspw. Erzeugerpreisindex für Bitumen plus 79%) und Energie (plus 103%) zurückzuführen ist. 3

3 Vgl. hierzu und im Folgenden: Bauindustrie, Bauwirtschaft im Zahlenbild 2023, Ausgabe 2024, S. 11, abgerufen am 13.08.2024 um 05.59 Uhr.

Für den Bereich der regulierten Energienetze hat die Monopolkommission bereits im Jahr 2017 festgestellt, dass die vollzogene Hinwendung der Netzregulierung zu einem jährlichen Kapitalkostenabgleich die Investitionsaktivitäten auf Verteilnetzebene beflügelt hat. 4 Im Berichtsjahr haben die Investitionen der deutschen Gasversorger 3,8 Mrd. € (Vorjahr 3,0 Mrd. €) betragen - davon 3,1 Mrd. € in das Rohrnetz nach 2,4 Mrd. € und 2,5 Mrd. € in den Vorjahren. 5

4 Vgl. hierzu und im Folgenden: Energie 2017: Gezielt vorgehen, Stückwerk vermeiden Sondergutachten 77 der Monopolkommission, Bonn, 2017, Tz. 385 ff.

5 Vgl. www.BDEW.de\Service\Daten und Grafiken\Investitionen der deutschen Gaswirtschaft, abgerufen am 13.08.2024, 06.04 Uhr.

Im Zuge der Umstellung der Energieversorgung auf eine klimaneutrale Basis kommt dem bestehenden Gasnetz mit insgesamt 550.000 km Leitungslänge (davon 40.000 km Gashochdruck) eine wesentliche Bedeutung zu. Auf der Basis des Gesetzes zur Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze sind Rahmenbedingungen für die verbindliche Einführung einer flächendeckenden Wärmeplanung geschaffen worden. Durch die Verankerung der Technologieoffenheit hierbei wird auch der Einsatz von klimaneutralen Gasen wie grüner Wasserstoff ermöglicht. 6 Nach langen Jahren der ausschließlich auf Strom ausgerichteten Energiewende ist es unterdessen gelungen, gasförmige Energieträger bzw. Wasserstoff als langfristig notwendigen Bestandteil der Energieversorgung in Deutschland - mit einem deutlich steigenden Anteil grüner Gase - auch in die Diskussion zu rücken. 7 Wesentliche Bausteine zur Umsetzung sind der sog. "fuel switch", d.h. die Ablösung emissionsintensiverer Energieträger Kohle und Erdöl, der sog. "content switch", d.h. die Erhöhung des Anteils grüner Gase sowie der sog. "modal switch", d.h. die intelligente intersektorale Verknüpfung der bestehenden Infrastrukturen (Strom und Gas). 8 Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass aufgrund der Bedarfsstruktur im Wärmemarkt (Spitzenlast im Winter) die Ablösung des fossilen Energieträgers Erdgas auch klimaneutral erzeugten Wasserstoff berücksichtigen sollte, um eine ausreichende Versorgung sicherstellen zu können. 9 Unterdessen haben die Ferngasnetzbetreiber den Antrag für das 10 tkm umfassende Wasserstoffkernnetz bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Bis 2032 bzw. 2037 sollen die dort verankerten Umstellungs-, und Neubaumaßnahmen umgesetzt werden. Dabei ist allerdings auch die Integration der Verteilnetze mit den dort angeschlossenen 1,8 Mio. Industriekunden und den rd. 70 Tsd. betriebenen Blockheizkraftwerken zwingend geboten. 10

6 Vgl. www.fnb-gas.de\ueber-fnb-gas\wissenswertes, abgerufen am 13.08.2024, 06.22 Uhr sowie www.fnb-gas.de\Energiezukunft\Wärmemarkt, abgerufen am 13.08.2024, 06.24 Uhr.

7 Vgl. www.fnb-gas.de\Veröffentlichungen\Pressemitteilungen\10.10.2019\Verbände der Gaswirtschaft begrüßen Ergebnisse des Dialogprozesses Gas 2030, abgerufen am 05.04.2020, 15.42 Uhr.

8 Vgl. www.DVGW.de\Themen\Energiewende\Energieimpuls\Broschüre "Der Energie-Impuls", abgerufen am 13.08.2024, 06.28 Uhr.

9 Vgl. Frontier Economics, Der Wert von Wasserstoff im Wärmemarkt, Studie für FNB Gas, August 2021, S. 3-10.

10 Vgl. www.fnb-gas,de\Wasserstoffnetz\Wasserstoff-Kernnetz, abgerufen am 13.08.2024, 06.58 Uhr.

Auch im Bereich der öffentlichen Wasserversorgung ist eine aufsteigende Tendenz zu erkennen, die sog. Trockenjahre seit 2018 haben gezeigt, dass die Infrastruktur vielerorts an die Kapazitätsgrenze der Anlagen und Netze gelangt ist. 11 Die lange Zeit vernachlässigte Infrastruktur für die Wassergewinnung, - speicherung, -aufbereitung und -verteilung gerät wieder mehr in den Fokus, für die Jahre 2019-2023 sind hier mit 3,0-3,1 Mrd. € die bisher höchsten jährlichen Investitionsvolumina prognostiziert. 12 Im Jahr 2022 ist eine weitere Steigerung auf 3,5 Mrd. € zu verzeichnen gewesen, von denen 62% auf das Rohrnetz und 15% in die Wassergewinnung verwendet wurden. 13 Zudem wurde die "Nationale Wasserstrategie" der Bundesregierung mit dem Ziel verabschiedet, durch eine zukunftsfeste Wasserwirtschaft den zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel erfolgreich zu begegnen. 14 Im Fokus stehen der Schutz, die Wiederherstellung sowie die dauerhafte Sicherung eines natürlichen Wasserhaushalts. In diesem Zusammenhang ist auch der Handlungsbedarf bei den Wasserinfrastrukturen erneut klar adressiert.

11 Vgl. www.DVGW.de\Themen\Wasser\Wasser-Impuls\dvgw-wasser-impuls-broschuere.pdf, abgerufen am 13.08.2024, 06.43 Uhr.

12 Vgl. www.BDEW.de\media\documents\200622_BDEW_Grafik_Investitionen_der_öffentlichen_WV.pdf, abgerufen am 05.06.2023, 20.45 Uhr.

13 Vgl. www.BDEW.de\Pressecenter\Presseinformationen\Zahl_der_Woche\abgerufen am 13.08.2024, 06.49 Uhr.

14 Vgl. www.dvgw.de/der-dvgw/aktuelles/presse/presseinformationen/dvgw-presseinformation-vom-15032023-nachhaltige-wasserwirtschaft.pdf, abgerufen am 05.06.2023, 20545 Uhr.

Vor diesem Hintergrund wird die Nachfrage auf den angestammten Märkten sowohl im Rohrleitungsbau als auch im Brunnenbau als sehr lebendig in den kommenden Jahren eingeschätzt.

2. Geschäftsverlauf

Auf der Basis des stabilen Auftragsbestandes, der zum Anfang 2023 auf dem guten Vorjahresniveau von mehr als 13 Mio. € lag und der Vielzahl zusätzlich avisierter Projekte für das Geschäftsjahr 2023, wurde von einer Planleistung in Höhe von 28 Mio. € ausgegangen, von denen 8 Mio. € auf den Brunnenbau und 20 Mio. € auf den Rohrleitungsbau entfallen sollten. Während im erstgenannten Bereich dieser Plan auf Ebene Umsatz und Rohergebnis übertroffen werden konnte, führten Steigerungen bei internen variablen und fixen Kosten zu einer Planabweichung von rd. 14%. Ähnlich konnte im Rohrleitungsbau Umsatz und Rohertrag erreicht werden, aufgrund deutlicherer Abweichungen im Bereich der internen Kosten wurde das Spartenergebnis um rd. 30% verfehlt. Als wesentliche Ursache sind hier die beiden Großprojekte Sanierung HD Leitung Düren (Auftragssumme 4,5 Mio. €) und Sanierung FGL 201 (Auftragssumme 3,7 Mio. €) zu nennen. Zum einen führte ein deutlich geringerer als geplanter Baufortschritt zu Umsatz- und Ergebniseinbußen, zum anderen konnten erhebliche Planungsmängel auf Kundenebene und damit verbundene Kostensteigerungen nicht vollständig an den Kunden weitergegeben werden.

3. Lage

Die skizzierte Entwicklung des Geschäftsverlaufes hat sich im Einzelnen wie folgt niedergeschlagen:

a) Ertragslage

Mit einem Rohergebnis von 21,5 Mio. € wurde das Vorjahr um 4% übertroffen. In Verbindung mit einem erhöhten Personalbestand und Sonderzahlungen ist ein Anstieg des Personalaufwandes um 11% auf 10,7 Mio. € zu verzeichnen. Der Betriebsaufwand erhöhte sich um 10% oder 910 T€ auf 9,7 Mio. €. Steigerungen sind hier in den Bereichen Abschreibungen, Reparaturen/Instandhaltung und übrige betriebliche Aufwendungen zu verzeichnen, denen Rückgänge bei Leasing und Mieten sowie Kraftstoffen gegenüberstehen. In Verbindung mit ebenfalls deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen über insgesamt 550 T€ beträgt das Jahresergebnis vor Ertragssteuern 585 T€ und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr von 1,7 Mio. €.

b) Finanzlage

Die Kapitalstruktur zeigt aufgrund des im Berichtsjahr abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ein unverändertes Eigenkapital von 2,3 Mio. €, das sich aus dem gezeichneten Kapital von 1,2 Mio. € und einem Gewinnvortrag über 1,1 Mio. € zusammen setzt. Vor dem Hintergrund einer um 2 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme von 16,6 Mio. € beträgt die Eigenkapitalquote damit 14%.

Im Bereich des langfristigen Fremdkapitals ist eine Steigerung um 1 Mio. € auf 6,7 Mio. € zu verzeichnen, die auf erhöhte langfristige Bankverbindlichkeiten infolge der Investitionstätigkeit zurückzuführen ist.

Auch beim kurzfristigen Fremdkapital ist eine Steigerung um 1 Mio. € festzustellen, rückläufigen Bankverbindlichkeiten, sonstigen Rückstellungen und erhaltene Vorauszahlungen stehen hier erhöhte Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten, im Wesentlichen Umsatzsteuer, gegenüber.

Die Bankverbindlichkeiten werden monatlich planmäßig zurückgeführt. Die eingeräumten Kontokorrentkreditlinien wurden auch im Jahr 2023 in Anspruch genommen.

Die Investitionen in den Fuhr- und Gerätepark belaufen sich auf 3.828 T€ (Vorjahr 1.521 T€).

Insgesamt wurden 1.086 T€ (Vorjahr 72 T€) im Leasing bzw. über Dauermietverträge finanziert. Von den weiteren Investitionen über 2.742 T€ (Vorjahr 1.449 T€) wurden 2.361 T€ durch Mietkäufe (Vorjahr 1.143 T€) und 381 T€ (Vorjahr 306 T€) eigenfinanziert getätigt.

Für die Beurteilung der Liquidität unserer Gesellschaft ziehen wir die nachfolgenden Kennzahlen heran:

Der operative Cash Flow (Ergebnis + Abschreibungen + Veränderungen Rückstellungen + Ergebnis aus Anlagenabgängen) lag aufgrund des Jahresergebnisses und geringerer Rückstellungen bei 2.066 T€ (Vorjahr 3.226 T€). In Verbindung mit Erhöhungen der Forderungen und Vorräte um 524 T€ (Vorjahr 1.305 T€) und der Verbindlichkeiten (Lieferanten und erhaltene Anzahlungen) um 1.217 T€ (Vorjahr 310 T€) beträgt der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.759 T€ (Vorjahr 2.231 T€).

Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von -2.742 T€ (Vorjahr -1.401 T€) wird ergänzt um den positiven Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von 160 T€ (Vorjahr -1.154 T€). Letzterer geht vor allem zurück auf Kreditaufnahmen über 2.699 T€ (1.259 T€), Mittelabflüsse an die Gesellschafterin sowie im Vorjahresvergleich um rd. 200 T€ erhöhte Kredittilgungen über -1.571 T€.

Im Ergebnis ist eine zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel von 178 T€ (-342 T€) zu verzeichnen, die sich unter Berücksichtigung des negativen Anfangsbestandes von -1.499 T€ auf -1.321 T€ verringern.

c) Vermögenslage

Die genannte Erhöhung der Bilanzsumme um 2.049 T€ auf 16.571 T€ ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf das um 1.176 T€ erhöhte langfristig gebundene Vermögen zurückzuführen.

Ferner ist das kurzfristig gebundene Vermögen um 907 T€ auf 10.002 T€ gestiegen. Maßgeblich sind hier die Positionen Vorräte (+405 T€), Forderungen gegen Gesellschafter (+383 T€), sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten (+179 T€). Demgegenüber sind geringere Kundenforderungen (-60 T€) zu verzeichnen. Insgesamt weist das kurzfristig gebundene Vermögen einen Anteil von 60% an der Bilanzsumme auf (Vorjahr 63%), gleichzeitig wurden die liquiden Mittel von -1.499 T€ auf -1.321 T€ verringert unter Nutzung der bestehenden Kontokorrent-Linien.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die unterjährige, interne Unternehmenssteuerung auf Basis der Kostenrechnung ziehen wir verschiedene Kennzahlen heran:

Unsere unternehmensinternen Projektanalysen basieren auf einer Deckungs-beitragsrechnung, die nach technischen und kundensegmentbezogenen Kriterien differenziert wird. Anhand von Kennzahlen werden Erkenntnisse für die Dimensionen Wertschöpfung, Produktivität, Rentabilität und Kostenstrukturen gewonnen. Auf Ebene der Baustellen sind das der Deckungsbeitrag I (Gesamtleistung abzüglich direkte externe Kosten - Fremdleistungen und Materialaufwand - sowie direkte interne Kosten - Lohn, Geräte, Baustellengemeinkosten). Als Kennzahl wird der Deckungsbetrag I in Relation zur Gesamtleistung gesetzt und die Wertschöpfung pro Produktivstunde betrachtet. Für die Geschäftsbereiche werden die Baustellen verdichtet und die zusätzliche Ebene Deckungsbetrag II (einschl. Fixkosten des Geschäftsbereiches) ermittelt und ebenfalls in Relation zur Gesamtleistung gesetzt. Auf dieser Ebene zeigt der ebenfalls monatlich ermittelte Auftragsbestand in Verbindung mit der zum Stichtag erbrachten Leistung an, wieviel Auftragseingang und anschließende Projektausführung bis zur Erreichung der Jahresziele notwendig sind.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich diese Kennzahlen mit zunehmender Bautätigkeit im zweiten Halbjahr zufriedenstellend.

5. Gesamtaussage

Insgesamt ist für das GJ 2023 festzuhalten, dass die anziehende Nachfrageentwicklung im Brunnenbau zu einem verbesserten Preisniveau geführt hat, so dass bei Eintritt der klassischen Bohrrisiken in einzelnen Projekten das Gesamtergebnis nur noch gering belastet wird. Im Rohrleitungsbau zeigt sich, dass das unterdessen erreichte Umsatzvolumen und die damit einhergehenden Losgrößen von 3-5 Mio. € eine Erweiterung der bislang nur in Einzelprojekten angewendeten digitalen Projektsteuerung erforderlich macht.

Vor dem Hintergrund der anhaltend positiven Marktentwicklung ist ein Fokus auf die Verbesserung der internen Abläufe und Projektsteuerung zu legen.

III. Prognosebericht

Die wesentlichen Annahmen für das Planjahr 2024 können wie folgt zusammengefasst werden:

Beschäftigung

Der Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2024 liegt mit 25 Mio. € um mehr als 90% über dem Vorjahr; weitere Auftragseingänge werden im ersten Quartal erwartet. Gleichzeitig beginnt das Projektgeschäft im Rohrleitungsbau erst im Verlaufe des ersten Quartals. Daher besteht im ersten Halbjahr temporärer zusätzlicher Finanzierungsbedarf, der durch die erneute Erhöhung der Kontokorrentlinie von 3.000 T€ auf 4.000 T€ von der Hausbank zur Verfügung gestellt worden ist.

Investitionen und ihre Finanzierung

Es sind Anschaffungen über 2,5 Mio. € vorgesehen, die überwiegend auf Ersatzmaßnahmen entfallen. Im Vordergrund stehen verschiedene Geräte aber auch Fahrzeuge; lange Lieferzeiten erschweren die Umsetzung. Der überwiegende Teil der Investitionen soll finanziert werden.

Belegschaft

Der Jahresdurchschnitt von rd. 140 Mitarbeitern (ohne Auszubildende) - berechnet nach unseren Angaben im Anhang dieses Jahresabschlusses - ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und wird auf über 155 steigen.

Umsatz

Für das Gesamtunternehmen wird mit einer Leistung von 30 Mio. € geplant. Aufgrund des guten Auftragsbestandes sind wir ursprünglich von einer planmäßigen Geschäftsentwicklung für das gesamte Jahr ausgegangen. Allerdings mussten wir feststellen, dass kundenbezogen verschiedene Projekte im Rohrleitungsbau erst im zweiten Halbjahr realisiert werden können, die zudem sehr gute Margen aufweisen. Insofern sind wir weiterhin zuversichtlich, den schleppenden Geschäftsverlauf in diesem Bereich bis Jahresende auf Umsatz- und Ergebnisebene in den Bereich der Base Case Planung zu führen.

Kosten

Aufgrund der Investitionen und der steigenden Zinsen wird mit einer Steigerung der lfd. Finanzierungskosten gerechnet. Ferner sind weitere Tariferhöhungen im Personalbereich berücksichtigt. Die Personalstruktur wird mit einem Anteil von knapp 80% gewerblicher Mitarbeiter konstant bleiben.

Erträge

In beiden Geschäftsbereichen wird mit steigenden Preisen gerechnet.

Geschäftsergebnis

In der Summe erwarten wir bei einer Gesamtleistung (im o.g. base case) von 30 Mio. € und optimierter Rohertragsquote aufgrund des Einsatzes eigener Technik und Personal eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte Marge und rechnen mit einem ebenfalls verbesserten Ergebnis vor Steuern von 1,1-1,4 Mio.€.

IV. Chancen- und Risikobericht

Im Chancen- und Risikobericht werden zunächst allgemeine Überlegungen angestellt und anschließend die beiden Dimensionen Umfeld/Umwelt-Faktoren sowie die interessierten Parteien unterschieden. Diese Betrachtungsweise ist seit 2018 auch in unserem Managementsystem verankert. Dabei erstrecken sich die Umfeld-/Umwelt-Faktoren auf die in der Reihenfolge ihrer Nennung gewichteten Bereiche Technik, Kunden, Wettbewerb, Lieferanten und interne Prozesse. Analog umfassen die interessierten Parteien Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter.

1. Risikobericht

Der deutschen Wirtschaft gelingt es erst langsam, sich aus den Krisen der vergangenen Jahre (Corona, Ukrainekrieg) herauszuarbeiten. Für das Bruttoinlandsprodukt wird mit Steigerungen von 0,4% in diesem Jahr und 1,5% im Folgejahr gerechnet. Die Inflationsrate soll im gleichen Zeitraum auf 2,2% und 1,7% zurückgehen. Der anhaltende Ukrainekrieg und der Konflikt in Nahost beeinträchtigen die Weltwirtschaft und damit auch das exportorientierte Deutschland. Neben möglicher Energiepreissteigerungen in der kurzen Frist führt die Transformation in eine CO 2 neutrale Wirtschaft zu weiteren Risiken und Belastungen insbesondere in Deutschland da hier zum Teil schärfere Zieldaten und Standards politisch gefordert werden. 15

15 Vgl. www.ifo.de\ Ifo Konjunkturprognose Sommer 2024, abgerufen am 03.09.2024, 15:43 Uhr sowie www.Statista.de\ Wirtschaft&Politik\Konjunktur&Wirtschaft\Wie ist die konjunkturelle Lage in Deutschland, abgerufen am 03.09.2024, 15:38 Uhr. .

Branchenspezifische Risiken

Die veränderten geopolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben in Verbindung mit der notwendigen Dekarbonisierung wirtschaftlichen Handelns besondere Herausforderungen in der Zukunft. Die einseitig auf eine regenerative Stromerzeugung ausgerichtete Energiewende der aktuellen Regierung erfasst wesentliche energiewirtschaftliche Zusammenhänge nicht. Nachdem im letzten Jahr der Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes in Richtung Technologieoffenheit in letzter Minute modifiziert wurde, ist unterdessen der Antrag der Ferngasnetzbetreiber für das Wasserstoffkernnetz eingereicht worden und befindet sich im Abstimmungsverfahren mit der Bundesnetzagentur. Allerdings wird in dieser gesamten Phase nur auf Ebene Transportnetz agiert und das Verteilnetz völlig außer Acht gelassen. Dabei bestehen hier mit 1,8 Mio. Industriekunden und rd. 70 Tsd. BHKW erhebliche Potentiale, die bestehende Gasinfrastruktur hin zu einer zukunftsträchtigen Wasserstoffinfrastruktur zu transformieren. Gleichzeitig sind auch hier langfristige Investitionen in Richtung CO 2 Neutralität zu konzipieren und umzusetzen. Bei weiterhin fehlender regulatorischer Perspektive gehen hier ggf. wichtige Potentiale verloren. 16

16 Vgl. Christian Geinitz, Autobahnen für das Wundergas, FAZ Nr. 170, 24.07.2024, S. 16 und Benjamin Wagener. Der Mittelstand geht still und leise, Interview mit Rainer Neske, FAZ Nr. 191, 17.08.2024, S. 24. .

Leistungs- bzw. ertragsorientierte Risiken

Der Auftragsbestand Ende Juni beträgt 24,2 Mio. € und liegt 10% über dem Vorjahreswert. Die Marktposition des Unternehmens konnte damit weiter gefestigt werden. Gleichzeitig weisen die Projekte eine deutlich verbesserte Margenstruktur auf, so dass wir zuversichtlich sind, die im ersten Halbjahr eher schleppende Entwicklung insbesondere im Rohrleitungsbau kompensieren und unsere Umsatz- und Ertragsziele für dieses Jahr weitestgehend erreichen zu können.

Vor dem Hintergrund der wöchentlichen Überprüfung der Leistungs- und Abrechnungsprognose sowie des Fortgangs der lfd. Projekte und der grundsätzlichen Aussichten für 2024 verfolgen wir weiterhin die Umsatz- und Ergebnisplanungen. Hierzu haben wir nunmehr ein technisches Projektcontrolling aufgesetzt, mit dem wir wesentliche Baustellen auf Wochenbasis verfolgen. Nach Ablauf des dritten Quartals werden wir deren Erreichbarkeit aufgrund aktueller Entwicklungen überprüfen.

Bestandteil unseres Managementsystems ist die regelmäßige Überprüfung und Bewertung der für das laufende Geschäft relevanten Risiken. Folgende Bereiche werden dabei - geordnet nach ihrer Bedeutung - angesprochen:

Technische Risiken, welche die grundlegende Funktionsfähigkeit der Leistungserstellung sowie deren Sauberkeit und Ordnung betreffen

Kundenbezogene Risiken und zwar temporär oder konjunkturell das Risiko der Auslastung betreffend

Wettbewerbsbezogene Risiken beinhalten die Betonung unterschiedlicher Schwerpunkte im Marktverhalten vom traditionellen Preiswettbewerb bis hin zum Qualitätswettbewerb, wobei realiter in der Regel Mischformen eine Rolle spielen

Auf Lieferantenebene können Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten auftreten, die im Extremfall zur Erpressbarkeit bei Qualität, Terminen und Preisen führen können.

Die Risiken interner Prozesse stellen ab auf die Leistungsfähigkeit der Prozesse und die Motivation der Mitarbeiter.

Finanzrisiken basieren auf Planverfehlungen und negativen Ergebnisentwicklungen, welche die Liquidität so einengen können, dass bei Mitarbeitern, Lieferanten und vor allem Banken notwendiges Vertrauen schwindet, was schließlich existenzgefährdend wirken kann.

Der Eintritt der genannten Risiken kann zu Ausfall und Stillstand, verringerte Motivation, Kostensteigerung und Ergebnisverringerung bis hin zur Abwanderung von Personal, Kunden und Banken führen. Wir erkennen keine über das Normalmaß hinausgehenden Risiken in diesen Bereichen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der seit Anfang 2016 allein fungierenden Hausbank konnte auch im Berichtsjahr fortgesetzt und vertieft werden. Gleichzeitig ist die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten analog zum Vorjahr geplant.

Im ersten Quartal 2024 wurde die in 2023 zuletzt erhöhte KK-Linie auf nunmehr 4.000 T€ erweitert.

Vor diesem Hintergrund bestehen keine über das Normalmaß hinausgehenden Risiken in diesem Bereich.

Darüber hinaus ist für das zweite Halbjahr eine deutliche Rückführung der Lieferantenverbindlichkeiten bis zum Jahresende geplant.

2. Chancenbericht

Nach aktualisierten Angaben der Bundesnetzagentur und der Branchen, die den Ausbau umsetzen, beträgt der Investitionsbedarf für den Bau von Strom- , Wärme-, Wasserstoff- und Co 2 Netze mehr als 600 Mrd. €. 17 Hiervon entfallen 328 Mrd. € auf Stromübertragungsnetze, 200 Mrd. € auf Stromverteilnetze, 43,5 Mrd. € auf Wärmenetze, 19,7 Mrd. auf das Wasserstoffkernnetz und 14 Mrd. auf CO 2 Netze.

17 Vgl. www.handelsblatt.de\Politik\Deutschland\Energiewende\Investitionen von mehr als 600 Mrd. € in Netze nötig, Klaus Stratmann, abgerufen am 04.09.2024, 6:19 Uhr.

Gleichzeitig erscheint ein Technologiemix bei der Dekarbonisierung des Wärmemarktes sinnvoll. Zum einen greift hier die Fokussierung auf Energieeffizienzmaßnahmen und einzelne strombasierte Techniken zu kurz, denn der heterogene Gebäudebestand beinhaltet unterschiedliche Herausforderungen bei der energetischen Sanierung. Des Weiteren besteht eine hohe Marktdurchdringung bei Öl und Gas und schließlich verbleibt geringe Zeit zur Erreichung der Klimaneutralität. Zum anderen wird die bislang geplante Steigerung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (EE) in Größenordnungen von 250 TWh in 2020 über 380 TWh in 2030 bis zu 2.000 TWh in 2050 beschränkt durch Flächenbegrenzungen, Akzeptanzprobleme und Genehmigungsverfahren aber auch technologische Grenzen wie Dunkelflauten, der Bedarf an flexiblen Kraftwerkskapazitäten, die fehlende Speicherbarkeit von Strom und insbesondere die Spitzenlast im Winter, die 250 GW im Gassystem gegenüber 80 GW Stromsystem beträgt. Ferner eröffnen begrenzte Importmöglichkeiten (25 GW Strom ggü. 350 GW Gas) und Transportkapazitäten für Strom Perspektiven für Wasserstoffimporte. Denn die geplante heimische Wasserstofferzeugung beträgt 14 TWh bis 2030, denen eine erwarteter Nachfrage von bis zu 110 TWh gegenüber steht. Damit könnten wirtschaftliche und technische Rahmenbedingungen im Ausland unter Einbindung des bestehenden Gasnetzes in Europa und Deutschland genutzt werden. 18 Der Antrag zum Wasserstoffkernnetz der Ferngasnetzbetreiber umfasst daher 9.666 km, von denen 60% umgestellte Erdgasleitungen sind. 19 Das Wasserstoffkernnetz soll bis 2032 in Betrieb gehen, der Finanzierungs-mechanismus ist unterdessen klar, das Konsultationsverfahren mit der Bundesnetzagentur soll bis Ende September 2024 abgeschlossen werden. 20

18 Vgl. Frontier Economics, Der Wert von Wasserstoff im Wärmemarkt, Studie für den FNB Gas, Köln, August 2021, S. 3-26, https://www.frontier-economics.com/media/4828/der-wert-von-wasserstoff-im-waermemarkt.pdf, abgerufen am 13.07.2022 um 14.56 Uhr und Schiffer, H.-W., Ulreich, S., Perspektiven der Energieversorgung in Deutschland, in: atw, Vol. 67 (2022), Ausgabe 3, Mai 2022.

19 Vgl. www.fnb-gas.de/wasserstoffnetz\wasserstoff-kernnetz, abgerufen 04.09.2024, 06:38 Uhr.

20 Vgl. Prof. Dr. Gerald Linke, Ankerpunkte finden: Wo Unsicherheiten in der Energietransformation bestehen und was unumstößlich klar ist, Vortrag auf der RBV Jahrestagung am 19.04.2024 in Braunschweig.

Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht erscheint dieser Schritt zwingend notwendig. Zum einen, um hiermit ein zuverlässiges und gleichzeitig umsetzbares Rückgrat für die Energiewende zu schaffen. Denn mit dem Leitungssystem über insgesamt 550.000 km werden 50% aller Haushalte mit Wärme und über 1,8 Mio. € Industrie- und Gewerbekunden mit Energie beliefert. Zum anderen sprechen wir hier über ein volkswirtschaftliches Vermögen von rd. 300 Mrd. €, dessen künftiger Fortbestand auch einfach wirtschaftlichen Überlegungen bei der sehr herausfordernden Transformation in Richtung einer klimaneutralen nationalen und Europäischen Energie- , Wirtschafts- und Mobilitätsstruktur. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen und Studien, die in diese Richtung weisen. Konkrete Umstellungspläne für die Transportebene und 50% der Verteilnetzebene existieren bereits. 21 Und es gibt mehrere Projekte auf der Transportstufe im Nordwesten, Nordosten und Westen der Republik, die sich kurz vor dem Übergang von der Planungs- zur Realisierungsphase befinden. Treiber sind in der Regel die energieintensiven Industrien Stahl, Chemie und Zement. Die betroffenen Netzgesellschaften gehen hier in ein eigenes unternehmerisches Risiko, da die Frage der Rahmensetzung insbesondere der Netzregulierung weder auf EU noch auf nationaler Ebene geklärt ist. Hier ist bereits wertvolle Zeit verloren gegangen. 22 Auf der anderen Seite setzen 95% der Kommunen langfristig auf klimaneutrale Gase und planen 70% der Industriekunden eine Umstellung auf Wasserstoff, so dass eine stufenweise Umstellung auch des Verteilnetzes als zwingend erscheint. 23

21 Vgl. www.dvgw.de\Presseinformationen\Gasverteilnetze starten in die Klimaneutralität, abgerufen am 18.04.2023, 21:43 Uhr.

22 Vgl. Burger, R., Soldt, R., FAZ, Nr. 72, 25.03.2023, S. 3

23 Vgl. Prof. Dr. Gerald Linke, Ankerpunkte finden: Wo Unsicherheiten in der Energietransformation bestehen und was unumstößlich klar ist, Vortrag auf der RBV Jahrestagung am 19.04.2024 in Braunschweig.

Der häufige Einwand, woher künftig grüner Wasserstoff bezogen werden kann, ist eine Frage der Perspektive: zum einen wird es sicherlich eine Übergangszeit geben, in der auch anderer als grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen wird. Neuerdings wird daher auch blauer Wasserstoff aus Norwegen seitens der Regierung berücksichtigt, bei dem freigesetztes CO 2 eingelagert wird. 24 Zum anderen wird Deutschland auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf den Energieimport richten, so dass auch internationale Quellen wie Australien, Chile, Namibia aber auch Norwegen mit entsprechenden Lieferwege für grünen und blauen Wasserstoff aufzubauen sind. 25

24 Vgl. Geinitz, C., Neue deutsche Abhängigkeiten, FAZ, Nr. 5, 06.01.2023, S. 17

25 Vgl. ebenda und Fieten, R. Der grüne Wasserstoff, FAZ, Nr. 89, 17.04.2023, S. 18

Gleichzeitig wird es aus heutiger Sicht - und auch das ist aus der Politik zunehmend zu hören - ebenso notwendig sein, die gerade abgeschalteten Grundlastkapazitäten der Kernenergie nicht dauerhaft durch emissionsintensive Kohlekraftwerke zu ersetzen sondern hier in wasserstofffähige Gaskraftwerke zu investieren. Hier wird davon ausgegangen, dass bis 2030 Kapazitäten von 20-25 GW notwendig sind. 26

26 Theurer, M., Ein Plan für die Energie der Zukunft, FAS, Nr. 15, 16.04.2023, S. 20

Die sechs größten Mitgliedsunternehmen des FNB Gas, die 74% des deutschen Leitungsnetzes betreiben, zählen zu den aktiven Engert-Kunden. Bislang lag unser Schwerpunkt im Bereich der Netzsanierungen, was als technisch und terminlich sehr anspruchsvolles Geschäft eingeordnet werden kann. Ziel ist daher, im Rahmen der anstehenden Netzentwicklungsprogramme auch größere Leitungsbauprojekte zu realisieren.

Aber auch auf Ebene der Stromübertragungs- und Stromverteilungsnetze hat unser Haus neue Kundenkontakte aus bestehenden und neu geschaffenen Arbeitsgemeinschaften gewonnen und bisherige Kontakte in der Region Minden wieder intensiviert.

Auf der technischen Ebene führen die Einhaltung der Vorgaben aus dem internen HSEQ Managementsystem sowie den verschiedenen Unternehmenszertifikaten zu einer Stabilisierung und ständigen Verbesserung der Bauabläufe. Durch Termineinhaltung, zuverlässige Qualität und Innovationen wird der Ruf bei Kunden gemehrt und künftige Beauftragungen abgesichert. Das ermöglicht wiederum die Akquisition neuer Mitarbeiter und Kunden. Hieraus erwachsen verbesserte Möglichkeiten zur kontinuierlichen Auslastung bei verbesserten Preisen insbesondere dann, wenn eigene technische Konzeptionen Alleinstellungsmerkmale beinhalten und der Qualitätswettbewerb anstelle des Preiswettbewerbs tritt. Hieraus können partnerschaftliche Verbindungen zu Auftraggebern aber auch die für die Baustellenprozesse notwendigen Lieferanten gleichermaßen aufgebaut und vertieft werden. Je weiter sich diese Differenzierung am Markt verfestigt, desto mehr werden Mitarbeiter begeistert, an diesen Entwicklungen als Team zu partizipieren und in den jeweiligen Verantwortungsbereichen zu gestalten.

Die im Berichtsjahr und künftig zu tätigenden Investitionen schaffen die technischen Voraussetzungen für die skizzierte Entwicklung. Vermehrt verzeichnen wir auch ganz konkrete Rückmeldungen von Seiten der Auftraggeber, dass die Qualität der Technik, der Leistungserstellung, die Qualifikation des Personals und das Projektmanagement als ausgesprochen partnerschaftlich und zukunftsträchtig angesehen wird. Gleichzeitig wird in den absoluten Ausnahmefällen, in denen konkrete Probleme auftreten, mit Transparenz und Zuverlässigkeit agiert, offene Fragen zeitnah behoben und erneutes Vertrauen für die Zukunft aufgebaut.

Wachsende Bedeutung erlangt hierbei die Weiterentwicklung der Baustellen- und Unternehmensprozesse mit dem Ziel, neben technischen und terminlichen Anforderungen eine möglichst schlanke Vorgehensweise zu wählen. Die weitere Vertiefung dieser Prozeßebenen, die auch Aspekte der Digitalisierung im Bereich der Administration und Baustellensteuerung beinhaltet, wird künftig durch die neu geschaffene Stelle des Leiters Technischer Service verantwortet, der ebenfalls auch die bislang eigenständigen Bereiche Beschaffung/IT, Maschinen Technische Abteilung und Managementsysteme unter einem einheitlichen Dach führt. Damit sollen alle technischen, interne Prozesse stabilisiert und konsequent auf die Belange der Baustellen ausgerichtet werden. Für diese wesentliche Führungsaufgabe, die auch als Mitglied der Geschäftsleitung fungiert, konnte mit Gregor Donath ein gleichermaßen qualifizierter wie führungserfahrener Vertreter der sechsten Familiengeneration gewonnen werden.

Die Konzeption weiterer Standortinvestitionen in Minden und Leipzig ist aufgrund des nicht planmäßigen Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr verschoben worden, wird aber für 2024/2025 vorbereitet. Ferner wird das bestehende Managementsystem vermehrt um Umweltdimensionen nach der neu erlangten DIN ISO 14001 Zertifizierung weiter entwickelt.

3. Gesamtaussage

Insgesamt wird eine langfristig ausgerichtete Unternehmenspolitik im Umgang mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Banken und allen weiteren Stakeholdern verfolgt. Derzeit werden keine spezifischen Risiken aus der Geschäftstätigkeit mit Auswirkungen auf die finanziellen Leistungsindikatoren identifiziert, denn die typischen Risiken des Ukrainekrieges betreffen unser Haus nur am Rande. Umgekehrt erwachsen aus der kurzfristigen Diversifizierung der Gasbezugsquellen und der vorzuziehenden Maßnahmen zur Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung insbesondere durch Wasserstoff erhebliche Chancen im Segment des Gashochdruckleitungsbaus.

Der aktuelle Auftragsbestand zum Ende Juli 2024 bestätigt die strategische Ausrichtung des Unternehmens als überregionaler Dienstleister im qualitätsorientierten Projektgeschäft. Das Kundenportfolio stabilisiert sich weiter wohldiversifiziert. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich, mit dauerhaften Erfolgen weitere Stabilität zu erlangen, die - nach Aufbau einer entsprechenden Eigenkapitalausstattung - sowohl bei positiven Weiterentwicklungen als auch bei möglichen Einbußen zu mehr Vertrauen und damit unternehmerischen Handlungsspielräumen führen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die im Unternehmen vorhandenen Instrumente zielen ab auf die Steuerung der drei Ebenen Forderungen gegenüber Kunden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der laufende Baufortschritt wird in Verbindung mit der regelmäßigen Rechnungslegung und der Entwicklung der Forderungen gegenüber Kunden insgesamt wöchentlich zwischen Geschäftsführung und Spartenleitung überprüft. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, ganz überwiegend aus dem Bereich der Energie- und Wasserwirtschaft. Forderungsausfälle sind daher die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine über mehrere Jahre bzw. Jahrzehnte langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien der Hausbanken. Verbindlichkeiten werden überwiegend zum Zeitpunkt der Fälligkeit, bei verzögerten Zahlungseingängen der Kunden (u.a. im Falle von Nachträgen) auch abgestimmt mit Verzögerungen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden wöchentliche Liquiditätspläne erstellt, die auf Tagesbasis aktualisiert werden und so die Steuerung der Geldaus- und -eingänge sicherstellt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung mittels Auskunfteien stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Den Schwerpunkt der Aktivitäten am Standort Leipzig bildet der überregionale Rohrleitungsbau. Aufgrund des guten Kundenzuspruches konnten die Ende 2019 erweiterten Kapazitäten stabil gehalten werden. Hinsichtlich der Investitionen in diesen Standort befindet sich der Ende 2023 eingereichte Bauantrag aktuell in Überarbeitung. Eine Umsetzung sollte in Kürze erfolgen können.

 

Minden, den 03. September 2024

Eugen Engert GmbH

Gez. Dr. Ralph Donath, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.593,14 45.219,76
II. Sachanlagen 6.556.098,33 5.379.821,61
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
6.567.941,47 5.425.291,37
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 703.128,49 298.775,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.849.673,01 8.501.072,89
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 588,85 1.779,12
9.553.390,35 8.801.627,16
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 449.467,35 295.336,33
16.570.799,17 14.522.254,86

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 1.137.190,81 9.364,58
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 1.127.826,23
2.337.190,81 2.337.190,81
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.711.012,17 2.826.804,36
C. VERBINDLICHKEITEN 11.522.596,19 9.358.259,69
16.570.799,17 14.522.254,86

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
Rohergebnis 21.536.429,50 20.565.903,49
1. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.828.196,80 -7.102.576,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.911.252,67 -2.627.967,26
- davon für Altersversorgung: EUR 21.290,69 (Vorjahr: EUR 78.762,13)
2. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.597.838,30 -1.264.522,61
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.035.155,73 -7.462.616,74
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.393,91 10.864,58
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 12.889,14 (Vorjahr: EUR 9.477,52)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -550.439,83 -416.486,11
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 20.394,00 (Vorjahr: EUR 22.964,00)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -534.622,05
7. Ergebnis nach Steuern 626.940,08 1.167.977,20
8. Sonstige Steuern -41.812,30 -40.150,97
9. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -585.127,78 0,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 1.127.826,23

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Vorbemerkungen

Die Eugen Engert GmbH hat ihren Sitz in Minden und ist unter der Registernummer HR-B 5225 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften zur Rechnungslegung nach dem HGB ohne Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten worden.

Seit dem 05.12.2023 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit unserer Muttergesellschaft, der Donath Beteiligungs GmbH, 32429 Minden, der für das Geschäftsjahr 2023 zur Anwendung kam. Wir verweisen auf die Position Nr. 14 unserer Gewinn- und Verlustrechnung.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungswahlrechte:

Sachanlagevermögen

Für die im Sachanlagevermögen enthaltenen Werkzeuge und Absperrmaterialien wurden Festwerte gem. § 240 Abs. 3 HGB von 14,0 und 36,0 TEUR gebildet.

Vorräte

Für die in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen enthaltenen Kleinteile wurde ein Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB von 14,6 TEUR angesetzt.

Bewertungsgrundsätze:

Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei erstmaligen Ansatz zu ihren Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen für unbewegliches Sachanlagevermögen erfolgen basierend auf den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern, bzw. den Vorgaben der steuerlichen branchenspezifischen Abschreibungstabellen linear pro rata temporis.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände der unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung des pflichtgemäßen Ansatzes von Fertigungs- und Materialeinzelkosten, angemessener Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens bilanziert. Sofern nötig, erfolgte eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert.

Der Teilwert der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der neuen Sterbetafeln 2018 G auf der Basis eines Zinsfußes von 1,82% (Vj 1,78%) p.a. errechnet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung ist nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages erfolgt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden - sofern vorhanden - abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens i.S. des § 284 Abs. 3 HGB ist in dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen gegen Gesellschafter

Diese Position beinhaltet in voller Höhe Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Pensionsrückstellungen

Die Berechnungen erfolgten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Barwertmethode und beruhen auf nachstehenden Grundlagen:

• Richttafeln: Dr. Klaus Heubeck 2018 G

• durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82% (Vj 1,78%) bei 15 Jahren Restlaufzeit aus dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre

• Entgelttrend: keiner

• Rententrend: 1,25% bzw. 2,0%

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB n.F. zu der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren beträgt 9 TEUR (Vj 42 TEUR).

Verbindlichkeiten

Dieser Posten enthält:

Vj.
TEUR TEUR
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6900 5951

Die Höhe der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit

TEUR
- bis zu 1 Jahr beträgt 7485
- von mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren beträgt 3795
- von mehr als 5 Jahren beträgt 243

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 6900 TEUR durch Sicherungsabtretungen gesichert.

Hinsichtlich des Ausweises der von Kunden erhaltenen Anzahlungen differenzieren wir projektbezogen zwischen Abschlagszahlungen und Vorauszahlungen. Nur insoweit den je Auftrag empfangenen Nettobeträgen (ohne Umsatzsteuer) mindestens gleich hohe unfertige Leistungen gegenüberstehen, haben wir diese Abschlagszahlungen offen von den aktivierten Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Beträge (Vorauszahlungen) sind als "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" passiviert.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse i.S. der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB:

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen (Bürgschaften Dritter) 4.101.662,16 3.577.833,66
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.848.030,31 2.038.138,48
-davon für verbundene Unternehmen EUR 1.848.030,31 (Vorjahr: EUR 2.038.138,48)
5.949.692,47 5.615.972,14

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit und unserer Ertragskraft als gering ein.

Sonstige Angaben

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beruhen aus vor dem Bilanzstichtag abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen über Maschinen und Gebäude. Diese führen zu folgenden Auszahlungen:

für Maschinen für Gebäude
TEUR TEUR
fällig in 2024 505 210
fällig in 2025 378 210
fällig in 2026 208 210
fällig in 2027 125 210
fällig in 2028 62 210
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (p.a.) 0 210

Bei den vorstehenden Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die Vorteile dieser Verträge im Vergleich zum Erwerb liegt in der geringeren Kapitalbindung und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken aus diesen Verträgen sind nicht zu erkennen.

Aus bis zum Bilanzstichtag erfolgten verbindlichen Bestellungen für Fuhrpark und Geräte resultieren darüber hinaus Verpflichtungen für 2024 in Höhe von 1.618 TEUR; die Finanzierung dieser Investitionen ist über Darlehensverträge sichergestellt.

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der insgesamt während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 140 (Vorjahr 136). Davon entfallen auf Gehaltsempfänger 34 (Vorjahr: 32) und auf Lohnempfänger 106 (Vorjahr: 104) Mitarbeiter. Außerdem werden 12 (Vorjahr: 13) Auszubildende beschäftigt.

Name des Geschäftsführers

Geschäftsführer ist - unverändert gegenüber dem Vorjahr -

 

Dr. Ralph Donath, Minden

Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder

Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung - § 285 Nr. 9a HGB - verzichtet.

 

Minden, den 05. September 2024

Eugen Engert GmbH

vertreten durch die Geschäftsführung

gez. Dr. Ralph Donath

Datum der Feststellung des obigen Jahresabschlusses: 30.09.2024

Entwicklung des Anlagevermögens

(Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen)

Anschaffungskosten = AK Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Abschreibungen = A
Buchwert = B
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten AK 293.761,51 0,00 0,00
A 248.541,75 33.626,62 0,00
B 45.219,76 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände AK 293.761,51 0,00 0,00
A 248.541,75 33.626,62 0,00
B 45.219,76 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen AK 8.659.171,22 2.309.456,71 -10.131,34
A 5.154.053,75 1.050.187,57 -8.326,59
B 3.505.117,47 -1.804,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung AK 4.588.024,72 421.031,67 -48.630,26
A 2.713.320,58 514.024,11 -48.625,75
B 1.874.704,14 -4,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau AK 0,00 11.809,28 0,00
A 0,00 0,00 0,00
B 0,00 0,00
Summe Sachanlagen AK 13.247.195,94 2.742.297,66 -58.761,60
A 7.867.374,33 1.564.211,68 -56.952,34
B 5.379.821,61 -1.809,26
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile AK 250,00 0,00 0,00
A 0,00 0,00 0,00
B 250,00 0,00
Summe Finanzanlagen AK 250,00 0,00 0,00
A 0,00 0,00 0,00
B 250,00 0,00
Summe Anlagevermögen AK 13.541.207,45 2.742.297,66 -58.761,60
A 8.115.916,08 1.597.838,30 -56.952,34
B 5.425.291,37 -1.809,26
Anschaffungskosten = AK Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2023
Abschreibungen = A
Buchwert = B
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten AK 0,00 0,00 293.761,51
A 0,00 0,00 282.168,37
B 0,00 11.593,14
Summe immaterielle Vermögensgegenstände AK 0,00 0,00 293.761,51
A 0,00 0,00 282.168,37
B 0,00 11.593,14
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen AK 0,00 0,00 10.958.496,59
A 0,00 0,00 6.195.914,73
B 0,00 4.762.581,86
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung AK 0,00 0,00 4.960.426,13
A 0,00 0,00 3.178.718,94
B 0,00 1.781.707,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau AK 0,00 0,00 11.809,28
A 0,00 0,00 0,00
B 0,00 11.809,28
Summe Sachanlagen AK 0,00 0,00 15.930.732,00
A 0,00 0,00 9.374.633,67
B 0,00 6.556.098,33
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile AK 0,00 0,00 250,00
A 0,00 0,00 0,00
B 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen AK 0,00 0,00 250,00
A 0,00 0,00 0,00
B 0,00 250,00
Summe Anlagevermögen AK 0,00 0,00 16.224.743,51
A 0,00 0,00 9.656.802,04
B 0,00 6.567.941,47

Vorstehender Jahresabschluss wurde unter Inanspruchnahme der gesetzlichen Erleichterungen bei der Offenlegung sowie den rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen aus dem vollständigen Jahresabschluss abgeleitet. Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende BESTÄTIGUNGSVERMERK erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eugen Engert GmbH, 32429 Minden:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eugen Engert GmbH, 32429 Minden, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilan-zierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eugen Engert GmbH, 32429 Minden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein-schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Ge-schäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Geset-zesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, den 05. September 2024

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