SBH Fahrschule Rheinland GmbH
Selbe AdresseAllgemeinbildende weiterführende Schulen des Sekundarbereichs II
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Klaus seit 3.4.2025 | Prokura |
Markus Foltin seit 7.7.2023 | Prokura |
Susanne Dr. Wendroth seit 6.5.2022 | Prokura |
René Seifert seit 6.5.2022 | Prokura |
Marcus Schwanke seit 30.12.2021 | Prokura |
Marcus Grünert seit 9.3.2021 | Prokura |
Michael Herbert Lutter seit 18.1.2021 | Geschäftsführer |
Stephan Hirschhäuser seit 3.6.2019 | Prokura |
Sonja Becker seit 24.10.2017 | Prokura |
Thomas Rohde seit 24.10.2017 | Prokura |
Peter Niemann seit 23.3.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stiftung Bildung und Handwerk | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SBH West GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Gemeinnützige Zwecke der Körperschaft Die SBH West GmbH (im Folgenden SBH West), mit Unternehmenssitz in Paderborn, ist eine rechtlich sowie wirtschaftlich eigenständige, gemeinnützige GmbH, deren Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigen oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Die Gesellschaft gehört zur ebenfalls gemeinnützigen Stiftung Bildung & Handwerk mit Unternehmenssitz in Paderborn und ist seit ihrer Gründung auf dem Gebiet der beruflichen Bildung für Jugendliche und Erwachsene sowie der Förderung des Wohlfahrtswesens tätig. Das Gebiet, in welchem die SBH West GmbH im Jahr 2023 ihre Aktivitäten entfaltet, erstreckt sich über das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Gegenstand der Gesellschaft ist es, die Berufsausbildung, die berufliche Fort- und Umschulung zu fördern und als Träger von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen aufzutreten. Im Rahmen des Gesellschaftszwecks fördert die Gesellschaft die Integration von gesellschaftlichen Gruppen in das Berufsleben und den Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen. Sie verwirklicht ihre wohlfahrtspflegerischen Zwecke durch die Sorge für erwerbsfähige Hilfsbedürftige, die ihren Lebensunterhalt und ihre Eingliederung in Arbeit nicht aus eigenen Mitteln und Kräften sichern können. Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, den Trägern der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege, Schulen und Verbänden sowie der Wirtschaft in allen Fragen der beruflichen Ausbildung, Fortbildung, Umschulung und Integration in das Arbeitsleben. Sie kann zudem als Träger von Kindertagesstätten, Horten und Kindergärten auftreten. Ebenso leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und damit in den Arbeitsmarkt, dies insbesondere durch (berufsorientierte) Sprachvermittlung und weitergehende Qualifizierungsangebote. Der überwiegende Anteil der Bildungsmaßnahmen wird weiterhin durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Jobcenter finanziert. Zusätzliche finanzielle Mittel werden aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) sowie Bundes- und Landesmitteln für Projekte bezogen. Weitere Kostenträger sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Deutsche Rentenversicherung (DRV), Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD). 2. Projektentwicklung Im Rahmen der Verwirklichung der steuerbegünstigten, satzungsmäßigen Qualifizierungszwecke entwickelt die Gesellschaft Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Bildung nach den Bedürfnissen der Betroffenen. Es können weiter- bzw. neuentwickelte Bildungsangebote sein. Darüber hinaus führt die Stiftung Bildung & Handwerk für alle Tochtergesellschaften zugängliche Entwicklungen zur technischen und inhaltlichen Weiterentwicklung vorhandener Projekte sowie Neueinführungen durch. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Am 13.12.2023 veröffentlicht das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) die aktuelle Konjunkturprognose mit Stand Winter 2023 Das Bild, welches in diesem Statement gezeichnet wird, ist stark eingetrübt und einerseits durch die allgemein weltpolitische Lage andererseits durch die unsichere Haushaltslage in Deutschland geprägt. Im Einzelnen: "Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise eingetrübt. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2024 mit einem ähnlichen Expansionstempo wie im Jahr 2023 in Höhe von 2 1⁄2 Prozent moderat zulegen. Beim globalen Warenhandel ist von einer schwachen Erholung im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 1 Prozent auszugehen, nach einer Schrumpfung um 1 1⁄2 Prozent in diesem Jahr. Darüber hinaus schafft die unsichere Haushaltslage des Staates in Deutschland hausgemachte Verunsicherungen über die fiskalischen Effekte im kommenden Jahr und sie gefährdet die Zeitkonsistenz der Wirtschaftspolitik. In diesem Umfeld wird es der deutschen Wirtschaft nicht gelingen, sich aus ihrer langjährigen Schwäche zu befreien. Nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts von fast 1⁄2 Prozent im Jahr 2023 wird die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 in ähnlicher Größenordnung sinken. Mit Blick auf die letzten sieben Dekaden sank das reale Bruttoinlandsprodukt nur 2002 und 2003 in zwei aufeinander folgenden Jahren. Das Rezessionsjahr 2024 reflektiert das schwache globale Umfeld, was wiederum den deutschen Außenhandel und damit die Investitionen in Deutschland belastet. Darüber hinaus hat der institutionelle Schock in Form der unsicheren staatlichen Haushaltslage in Deutschland deutliche Bremseffekte auf die gesamte Investitionstätigkeit." Bezogen auf die Förderkulisse im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik durch die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter lässt sich für das Jahr 2023 feststellen, dass in der ersten Hälfte ein Hauptaugenmerk auf Sprachförderung für zugewanderte Menschen, gerade auch aus der Ukraine, lag. Bereits seit Sommer 2023 ließ sich beobachten, dass sich die Förderpolitik änderte: wurde in 2022 und zu Beginn 2023 noch die Leitlinie ausgegeben, dass zunächst eine intensive und nachhaltige sprachliche Integration bei den zugewanderten Menschen das erste Ziel und erst im Anschluss eine entsprechende berufliche Integration zu realisieren sei, konnten wir seit dem Spätsommer 2023 eine Abkehr von dieser Leitlinie beobachten: Ziel war es jetzt, die Kundinnen und Kunden möglichst schnell in Arbeit zu vermitteln, auch in Helfertätigkeiten, um darüber eine erste Integration in den Arbeitsmarkt realisieren zu können. Diese Tätigkeiten sollen dann durch entsprechende Teilzeit Sprach Angebote ergänzt werden. Der entsprechende politische Anstoß dazu lief unter dem Label JobTurbo. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Institut der deutschen Wirtschaft davon ausgeht, dass auch in 2024, ähnlich wie in 2023, mit einem Rezessionsjahr zu rechnen ist. Aufgrund der unsicheren Kassenlage der öffentlichen Hand stellt sich das Jahr 2024 problematischer dar. Wir dürfen also damit rechnen, dass auch im Jahr 2024 keine "Füllhörner" über den Bereich der Arbeitsmarktförderung ausgeschüttet werden können. Zu Beginn des Jahres 2024 beobachten wir, dass insbesondere bereits ausgeschriebene Maßnahmen, welche im Jahr 2023 begonnen haben, vorrangig bedient werden. Eine Förderbereitschaft besteht ansonsten eher bei den Pflichtaufgaben wie zum Beispiel der Pflichtversorgung von beruflichen Rehabilitand :innen sowie bei der Ausbildung beziehungsweise Weiterbildung in Mangelberufen. Die Angebote der SBH West GmbH werden nach unserer Einschätzung im Jahr 2024 wieder stärker nachgefragt werden. Bilden wir hier doch Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Mangel Beruf Berufskraftfahrer und Triebfahrzeugführer aus, welche am Markt stark nachgefragt werden, wodurch sich die Förderbereitschaft der Agentur für Arbeit dann auch erhöht. Ebenso sehen wir eine steigende Nachfrage nach unseren Angeboten im Bereich der Aufstiegsfortbildungen zum Industriemeister. Aktuelle Zahlen zur Auftragsvergabe im Jahr 2023 und zu den geplanten Ausschreibungen für das Jahr 2024 werden bei einem Bildungsträger Treffen im April 2024 bekannt gegeben. 2. Satzungsmäßige Tätigkeit Der Einstieg in das Geschäftsjahr 2023 fand mit einem höheren Auftragsvorlauf als im Vorjahr statt. Wie auch in den Vorjahren konzentrierte sich die Haupttätigkeit weiterhin auf den Bereich der beruflichen Bildungsmaßnahmen, der Grundversorgung für sozial benachteiligte Jugendliche im Bereich der Berufsvorbereitung und der kooperativen und integrativen außerbetrieblichen Berufsausbildung und Maßnahmen der Berufsorientierung für Schüler, wobei in diesem Segment weiterhin ein Rückgang zu vermerken war. Die Angebote im Bereich der Verkehrslogistik konnten weiter ausgebaut werden. 3. Lage a) Ertragslage Der betriebliche Rohertrag beträgt 40,8 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rohertrag um 3,3 % gesunken. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 lag bei 610 T€. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von: • einem volatilen Arbeitsmarkt mit zunächst niedrigen Arbeitslosenquoten und den damit einhergehenden schwierigen Marktbedingungen für Träger der beruflichen Bildung • der Auseinandersetzung mit Industrie 4.0, lebenslangem Lernen und digitalisierten Lernformaten • den intensiven Bemühungen um den weiteren Ausbau und Stabilisierung des Geschäftsfeldes Verkehrslogistik • dem Ausbau des Bereichs der Aufstiegsfortbildungen zum Industriemeister • dem Ukrainekrieg mit allen daraus, auch für uns, sich ergebenden Folgekosten wie Steigerung der Energiekosten, gestiegene Lohnforderungen für außertariflich bezahlte MitarbeiterInnen aufgrund steigender Inflation etc. Wie schon in den Vorjahren verteilen sich die Umsätze noch stärker auf unterschiedliche Marktsegmente. In den einzelnen Produktbereichen wiederum verteilen sich die Umsätze auf eine Vielzahl von Einzelaufträge mit einer kürzeren Laufzeit als in der Vergangenheit. Durch den Produktwandel hin zu kurz angelegten Qualifizierungsangeboten resultiert erneut eine geringere Auftragsbindung für die Folgejahre. Weiterhin führt die beschriebene größere Stückelung der Umsätze und die Umsatzarten zu einem weiter steigenden Aufwand in der Bewältigung der Verwaltungsaufgaben im Rahmen der Angebotsdurchführung sowie der Abrechnung. Der Trend zur Veränderung unserer Angebote der letzten Jahre weg von den klassischen Ausschreibungen im Jugendbereich hin zu den Maßnahmen nach § 45 mit der Schwerpunktzielgruppe der schwer vermittelbaren SGB II Kunden hat sich in 2023 weiter fortgesetzt. Die in 2016 neu dazugekommen Zielgruppe der Zuwanderer bildet weiterhin einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit, der Anteil geht jedoch stark zurück. Gute Akquiseerfolge konnten wir in den Produkten der Verkehrslogistik verzeichnen. Der Trend der Vorjahre zu kleinteiligen, individuell nach Wünschen der Bedarfsträger ausgestalteten Vergaben, hat sich weiterhin verstärkt. Die Umsatzverteilung und Entwicklung der SBH West GmbH stellt sich wie folgt dar: Ausbildung In der Produktgruppe Ausbildung setzte sich 2023 der rückläufige Trend der Vorjahre fort. Der Umsatz sank 2023 gegenüber 2022 um 23,1 %. Insbesondere sind die Umsatzrückgänge bei den Produktbereichen Berufsvorbereitung, Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen und ausbildungsbegleitende Hilfen zu verzeichnen. Absolut hatte der Produktbereich Berufsvorbereitung im Jahr 2023 den höchsten Umsatzrückgang. Dies begründet sich dadurch, dass an dem Ausschreibungsverfahren KAoA NRW (Potentialanalysen an Schulen) aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit nicht mehr teilgenommen wurde, so dass ein Umsatz wie im noch im Jahr 2022 nicht mehr realisiert wurde. Aufgrund des demografischen Wandels und der guten Situation am Ausbildungsmarkt werden Produkte in dieser Produktgruppe immer weniger nachgefragt. Weiterbildung In der Produktgruppe Weiterbildung verbuchen wir 2023 gegenüber 2022 einen Umsatzanstieg von 5,5 %. Diese Umsatzsteigerung spiegelt sich insbesondere in den Produktbereichen Meistervorbereitung und Fahrschule wieder. Im Produktbereich Meistervorbereitung konnten im Jahr 2023 durch die Anhebung des Werbebudgets für Goggle Adwords höhere Klickzahlen auf unsere Industriemeister-Internetseite und insgesamt höhere Anmeldezahlen bzw. Teilnehmerzahlen generiert werden. Im Produktbereich Fahrschule begründet sich der Umsatzanstieg im Jahr 2023 durch mehr Kunden von der Bundesagentur für Arbeit sowie mehr Umsatz mit Firmenkunden. Im Marktsegment Ausschreibung/Weiterbildung sank der Umsatz im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022, verursacht durch das Auslaufen von mehreren Vergabemaßnahmen. Integration-Reha / Betreutes Wohnen In der Produktgruppe Integration Reha verbuchen wir im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 einen Umsatzanstieg von 3,5 %. Insbesondere im Produktbereich Reha Jugendliche konnte der Umsatz durch gewonnene Ausschreibungen (BvB Reha, Reha BaE koop, Reha BaE int) gesteigert werden. Der Umsatz im Produktbereich Reha Erwachsene sank, da die Belegungszahlen für Integrationsmaßnahmen und Arbeitserprobungen an unseren Beruflichen Trainingszentren (BTZ) in Bielefeld und Paderborn im Jahr 2023 geringer waren als im Jahr 2022. Durch die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung Rheinland und Westfalen wurden hier weniger Teilnehmer zugewiesen. Migration In der Produktgruppe Migration konnte im Jahr 2023 der rückläufige Trend der Vorjahre gestoppt werden. Aufgrund steigender Migrantenzahlen vorwiegend aus der Ukraine und somit höherer Nachfrage nach Sprachkursen, stieg der Umsatz im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um 8,5%. Der für das Jahr 2023 geplante Umsatz konnte insbesondere in den Produktbereichen Berufsvorbereitung und Reha Erwachsene nicht erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Budgetplanung war die weitere Entwicklung in diesen Bereichen, wie oben beschrieben, nicht vollumfänglich abzusehen. Entsprechend konnte das prognostizierte Ergebnis von 1.053 T€ nicht erreicht werden. Die Materialeinsatzquote ist um 0,5 Prozentpunkt im Jahr 2023 angestiegen. Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um 2.573 T€ gesunken. Maßgeblich hierfür ist der Rückgang von personalintensiven Maßnahmen, insbesondere im Bereich Ausbildung. Die Personaleinsatzquote hat sich, bezogen auf das Rohergebnis, von 69,9 % im Jahr 2022 auf 66,7 % im Jahr 2023 reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendung sind im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 absolut um 179 T€ gestiegen. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen. Das Fremdkapital beinhaltet ausschließlich kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 8 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Steuern und Sozialabgaben werden laufend und fristgerecht entrichtet. Entsprechende Bestätigungen der Finanzbehörden und Sozialversicherungsträger, wie sie für die Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen benötigt werden, liegen vor. Für die Investitionen wird weiterhin insbesondere die Bedeutung der beiden Instrumente Cash-Pool und Leasing / Mietverträge mit der Muttergesellschaft Stiftung Bildung & Handwerk im Vordergrund stehen. Die Liquidität war und ist durch die mit der Stiftung Bildung & Handwerk vorgenommene Cash-Pool-Vereinbarung stets gegeben gewesen. Die Stiftung Bildung & Handwerk hat auch in diesem Jahr der Gesellschaft eine Kontokorrent- und Avallinie eingeräumt. Die Kontokorrentlinie ist durch die Gesellschaft nicht in Anspruch genommen worden, die Avallinie wurde zur Absicherung von EU-Projekten und für Mietbürgschaften anteilig in Anspruch genommen. Wesentliche Einzelpositionen im Rahmen unserer Investitionstätigkeiten beziehen sich, neben dem Aufbau und der Einrichtung neuer Standorte, auf den Ersatz von EDV-Ausstattungen und Ausstattungen im Bereich der Bildungsangebote in Werkbereichen und Investitionen in den Fuhrpark der Fahrschulen. Zusätzlich haben wir Investitionen im Bereich der Digitalisierung realisiert, um unsere Angebote zukunftsfähig zu gestalten. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt eine ausreichende Vermögensbindung wider, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert hat. Die Gesellschaft weist weiterhin ein positives Eigenkapital aus. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. In dem Bildungssegment, das auch anerkannte Abschlüsse vor IHK bzw. Handwerkskammern einschließt, ist die Ausstattung auf dem Stand der zeitgemäßen Entwicklung zu halten. Somit wird bei dem Ersatz und der Erweiterung der Ausstattung neben dem technischen Verschleiß auch der technologische Fortschritt berücksichtigt. Aus Gründen der Flexibilität im Falle von Marktveränderungen führt die SBH West ihre Umsätze in angemieteten Räumen und Gebäuden durch und least eine Vielzahl von Ausstattungsgegenständen. Besonders hervorzuheben sind im Jahr 2023 umfangreiche Investitionen für: • EDV Hard- und Software (Austausch und Erweiterung) • Fuhrpark im Produktbereich Fahrschulen • Unterhalt, Wartung und Weiterentwicklung der Simulatoren, Mobilpulte und VR im Produktbereich Transport und Verkehr • Aufbau neuer oder Erweiterung bestehender Standorte 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsätze sowie die Kennzahlen Material- und Personaleinsatzquote heran. Der Umsatz im Jahr 2023 ist gegenüber dem Jahr 2022 um 3,2 % gesunken. Die Materialeinsatzquote ist um 0,5 Prozentpunkt im Jahr 2023 gestiegen. Die Personaleinsatzquote hat sich, bezogen auf das Rohergebnis, von 69,9 % auf 66,7 % reduziert. 5. Gesamtaussage Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und dem Ergebnis nicht vollumfänglich zufrieden. Insbesondere die "schleppende" Ausgabe der Bildungsgutscheine, teils resultierend aus dem Mangel an potentiellen Klient:innen der Agenturen für Arbeit und Jobcenter, teils aus dem mangelnden Interesse von Firmen, Bestandsmitarbeiter:innen im Rahmen von Beschäftigtenförderung freizustellen und in Weiterbildungen zu entsenden, teils weil die Agenturen und Jobcenter vorrangig die ausgeschriebenen Maßnahmen vorrangig bestücken und teils führten fehlende Beratungskapazitäten der öffentlichen Hand dazu, dass freie Lehrgangsplätze zum Beispiel in den BTZ'en nicht belegt werden konnten. Die oben beschriebenen so nicht absehbaren und durch uns nicht beinflussbaren Faktoren führten zu einer Umsatz- und Ergebnisminderung ggü. unserer ursprünglichen Planung für das Jahr 2023. IV. Prognosebericht Mit der Budgetplanung 2024 wurde für das Geschäftsjahr 2024 ein um ca. 4,3 Mio. Euro höherer Umsatz gegenüber dem Jahr 2023 und ein Ergebnis von 2,3 Mio. Euro geplant. Berücksichtigt hierbei ist: • die weitere Durchführung von Maßnahmen in alternativer Form • Kostensteigerungen insbesondere in den Bereichen Miete, Energie und Lehrgangskosten • Haushaltssperren in diversen Agenturbezirken zu Beginn des Jahres 2024 • Auflösung von Rückstellungen durch den Abbau von Resturlauben • Die Neuausschreibung der Jugendlichen-Regelmaßnahmen • Besonders positive Auswirkung hat die Steigerung der Umsätze in den margenträchtigen Bereichen Förderung der beruflichen Weiterbildung (da insbesondere im Bereich der Verkehrslogistik), Ausbildung in den Aufstiegsfortbildungen und Rehabilitation für Erwachsene Wir haben zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Kosten zu minimieren und Investitionen auf einem möglichst geringen, notwendigen Level zu halten. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Coronakrise mit den damit verbundenen Beeinträchtigungen für den Bildungsbereich insgesamt und im Speziellen für den Fahrschulbereich ist weitestgehend überwunden. Weiterhin müssen aber die Folgen des Krieges in der Ukraine verarbeitet werden. Die Inflationsrate hat sich gegenüber dem Jahr 2023 auf zur Zeit (Mai 2024) 2,4 % etwas abgeschwächt. Dennoch liegen die Preise für z. B. Kraftstoffe und Verbrauchsmaterialien über dem Niveau der Vorkriegsjahre. Mieten und Mietnebenkosten können aufgrund von Indexmietklauseln in den Mietverträgen sowie inflationsbedingter Energiepreiserhöhungen weiter steigen. Die Abschlüsse für die Tarifrunde sehen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die nächsten 3 Jahre Gehaltssteigerungen von effektiv bis zu 12,75 % (4,0% in 2024, 4,25% in 2025 und 4,5% in 2026) vor. Auch diese Steigerung ist so nicht in allen Angebotspreisen, die aufgrund von Zertifizierungen längerfristig festgelegt sind, hinterlegt. Da der Wettbewerb um die besten Ausbilderinnen und Ausbilder, wie in den letzten Jahren schon, nicht nachgelassen hat, wird unter der o.g. Prämisse die Neuakquise von Personal weiter schwierig bleiben. Die in den Vorjahren vorbereiteten Anpassungen in den Hauptkostenpositionen Personal und Raum sind weitestgehend vollzogen. Hier wird der zukünftige Schwerpunkt insbesondere darin liegen, diese Kostenpositionen bei regional rückläufigen Märkten zeitnah anzupassen. Im Bereich der Befristung von Verträgen drohen uns zukünftig höhere Risiken. Im Personalbereich wird die Quote der unbefristet Beschäftigten wegen des Fachkräftemangels in den nächsten Jahren steigen müssen. Zudem werden wir zum Aufbau neuer Produktbereiche in zusätzliches Personal investieren. Bei der Anmietung von Objekten lassen sich zunehmend Vermieter aufgrund der positiven Entwicklung bei der Vermietung von Gewerbeflächen nicht mehr auf passgenaue Anmietungen ein. Zudem müssen wir aufgrund der Gewerberaumknappheit in Ballungsgebieten mit deutlichen Steigerungen im Bereich der Raumkosten rechnen. Ebenfalls rechnen wir, wie oben dargestellt, bedingt durch den Krieg in der Ukraine mit höheren Energiekosten. Zunehmend sehen wir uns mit dem Problem konfrontiert, dass die Agentur für Arbeit und Job Center für die speziellen Produkte, welche wir im Unternehmen anbieten, keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber haben. Auch die Agenturen konzentrieren sich zunehmend darauf, die Fördermittel im Bereich der Beschäftigtenförderung zu allokieren. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Die Liquiditätslage ist ausreichend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Im Rahmen der Unternehmensgruppe kann auf die vertraglich gesicherte Möglichkeit der Cash-Pool-Inanspruchnahme zurückgegriffen werden. 2. Chancenbericht Im Personal- und Sozialbereich haben sich die strukturellen Veränderungen seit 2015 bewährt. Dem Geschäftsführer direkt angegliedert ist die kaufmännische Leitung sowie die Stabsstellen Business Development, Marketing, Produktverantwortliche Verkehrslogistik, Produktverantwortlicher Eddi, Produktverantwortliche Recuris, Produktverantwortliche Unternehmenskooperation, Produktverantwortlicher Aufstiegsqualifizierung, Qualitätsmanagementbeauftragter, Datenschutzbeauftragter, IT Verantwortlicher und Sicherheitsfachkräfte. Der Einsatz von Produktverantwortlichen zum Aufbau neuer Geschäftsfelder wurde beibehalten. Die Steuerung des Unternehmens über eine zentrale Verwaltung und drei Gebiete mit den jeweils eingesetzten Gebietsleitungen/ Gebietsverwaltungen und den daran angegliederten Niederlassungsleitungen/ Niederlassungsleitungsverwaltungen hat sich etabliert. Auch die bereits erfolgreich eingeführte Ebene der Koordinatoren sowie der Lehrgangsleiter wurde beibehalten. Zusätzlich wurde die Ebene der Standortkoordination sowie der operativ tätigen Verwaltungskräfte eingeführt. Die einheitliche Führung und Anleitung für die Sachbearbeiter im Bereich Kreditoren und Debitoren hat sich bewährt. Wie schon in den Vorjahren wurden die maßgeblichen Personalentscheidungen in Gelsenkirchen getroffen sowie das Vertragsmanagement in den Bereichen Personal, Mieten und Leasing abgewickelt. Das bewährte System der zentralen Verwaltung wird daher auch weiterhin beibehalten und der Bereich Controlling ausgebaut. Die neue Struktur der Gebietsverwaltungen und der Niederlassungsverwaltungen sowie die definierten Prozessbeschreibungen haben sich bewährt. Zur Einarbeitung von Mitarbeitenden wurden zusätzlich zu den internen Einarbeitungsschulungen die zentral durch die SBH organisierten Einarbeitungsseminare weitergeführt und ausgebaut. Im Bereich der internen Weiterbildung setzten wir in 2024 weiterhin verstärkt Webinare und Online-Schulungen ein. Darüber hinaus wurden die zur Verbesserung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit eingeführten Formate Geschäftsführersitzungen, SBH weite Führungskräftetreffen sowie um die Gebietsleitungen erweiterte Geschäftsführersitzungen auf virtuellem Weg weiter beibehalten. Im Jahr 2019 wurde ein Traineeprogramm für zukünftige Führungskräfte implementiert und Ende 2020 abgeschlossen. Hieraus konnten für die SBH West GmbH bereits drei Teilnehmer als Niederlassungsleiter gewonnen werden. Im Jahr 2024 hat der nächste Durchgang gestartet. Die Mindestlohnverordnung in der Weiterbildungsbranche wurde auch in 2023 weiterhin in allen Betriebsstätten der SBH West GmbH umgesetzt. Darüber hinaus wurde die Zahlweise mit verstetigtem Mindestlohn beibehalten. Betriebsräte existieren in allen Niederlassungen. Ebenso haben die Betriebsräte einen Gesamtbetriebsrat gegründet. Am 03. Juni 2024 kündigte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, Herr Schüssler, in einer Veranstaltung des BBB (Bundesverband berufliche Bildung e.V.) massive Finanzprobleme bei der Aufstellung des Haushalts für das Jahr 2025 im Bereich SGB II an. Allein in Nordrhein-Westfalen rechnet Herr Schüßler zur Zeit damit, dass sich gegenüber dem Vorjahr der Haushalt um circa 1 Milliarde € reduzieren wird. Dies führt dazu, dass in den Jobcentern in NRW aufgrund lang laufender Verträge im Bereich der Mieten und Beschäftigten der Eingliederungstitel praktisch keine Mittel mehr im Bereich der nicht ausgeschriebene Produkte aufweisen wird. Ebenso ist im Haushalt SGB III damit zu rechnen, dass auch hier reduziert werden muss. Bundesweit hatte die Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2024 in der ursprünglichen Finanzplanung einen Überschuss von 4 Milliarden € geplant. Dieser Überschuss sollte dann entsprechenden Rücklagen für Krisenzeiten zugeführt werden. Aufgrund der sich negativ entwickelnden Beschäftigungssituation in Deutschland geht die Bundesagentur für Arbeit im Mai 2024 davon aus, dass sich der Überschuss lediglich in Richtung 600 Millionen € entwickelt. Für die Mitte des Jahres 2024 ist geplant, dass die komplette Förderung der beruflichen Weiterbildung der Jobcenter an die Agentur für Arbeit übergeben wird. Alle Kunden der Jobcenter, die ab dann an einer Förderung der beruflichen Weiterbildung teilnehmen wollen, müssen dann eine zweite Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit bekommen. Hier wird mit Friktionsverlusten gerechnet. Da dies so ist, werden bestimmte Standardprodukte unserer Einschätzung nach im Laufe des Jahres 2024 eher schwächer nachgefragt werden. Insbesondere Lehrgang Produkte, die der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen, namentlich Weiterbildung im Bereich Pflege, öffentliche Transporte etc., werden weiterhin auf hohem Niveau, zumindest im Laufe des Jahres 2024, gefördert werden. Ob sich dieser Trend im Jahr 2025 fortsetzt, kann laut Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen, Herrn Schüßler, zur Zeit noch nicht prognostiziert werden. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; offene Forderungen werden durch abgestufte außergerichtliche und gerichtliche Aktivitäten gezielt eingetrieben. Außergerichtliche Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Paderborn, 06. Juni 2024 gez. Michael H. Lutter, Geschäftsführer gez. Peter Niemann, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 242 ff., § 267 ff. HGB) sowie des GmbHG. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres entspricht in Ausweis und in der Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften. Sofern in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst sind, sind diese Positionen im Anhang erläutert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend steuerlicher Höchstsätze linear vorgenommen. Zugänge zu Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen aktiviert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von Euro 800,00 des Geschäftsjahres werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Ausweis lt. Handelsregister. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden, soweit sie erwartet werden, Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Maßnahmen für Folgezeiträume betreffen. Im Rahmen der langfristigen Bildungsmaßnahmen wird unterstellt, dass es sich um Dauerschuldverhältnisse handelt. Entsprechend werden, maßnahmenbezogen und entsprechend der Teilnehmerzahlen, die Erlöse - unabhängig vom Zahlungsfluss - monatlich nach der wirtschaftlichen Verursachung erfasst. Soweit die Maßnahmen im Rahmen von Projekten durchgeführt werden, gelten die Grundsätze zur Bewertung von teilfertigen Arbeiten. Umsätze werden erst im Zeitpunkt der vorliegenden Endabrechnung realisiert. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel. Die beiden aktivierten entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von jeweils 10 Jahren abgeschrieben. Die erworbenen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen den Kundenstamm sowie das Know-How, denen eine entsprechende Nutzungsdauer beigelegt wurde. Die Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden ebenso wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht. Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 4). Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden in Höhe von TEuro 622 und betreffen Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von Euro 20,02 (Vorjahr: Euro 62,05) einbezogen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen (Urlaub/Überstunden, Leistungsprämien, Jubiläumszuwendungen) sowie zur Abdeckung von Risiken bereits abgeschlossener Maßnahmen, für Rückbau-/Auszugsverpflichtungen, Drohverluste, ausstehende Rechnungen und Nebenkostenabrechnungen, Prozesskosten für bestehende Rechtsstreitigkeiten und Aufwendungen der Jahresabschlussprüfung gebildet. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in 2023 weiterhin erhaltene SodEG-Zuschüsse, die im Rahmen der Schlussabrechnung noch zurückzuzahlen sind. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 240 (Vorjahr: TEuro 1.536) und zwischen 1-5 Jahren in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 1.480). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen darüber hinaus Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 22) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 16). Die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern von TEuro 339 (Vorjahr: TEuro 363). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen vorausgezahlte Lehrgangsgebühren für das Folgejahr. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 84 (Vorjahr: TEuro 91) enthalten. Sonstige Erträge aus verbundenen Unternehmen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 0) aus verbundenen Unternehmen. Sonstige Aufwendungen an verbundene Unternehmen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEuro 50 (Vorjahr: TEuro 24) aus verbundenen Unternehmen. Zinsaufwand aus der Abzinsung Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEuro 5 (Vorjahr: TEuro 5) aus der Abzinsung der Rückstellung für zukünftige Jubiläumszuwendungen. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Unterhalb des Ergebnisses nach Steuern sind Aufwendungen in Höhe von TEuro 550 (Vorjahr: TEuro 307) enthalten, die auf die Bedienung des Besserungsscheins entfallen. Hierzu wird auf die ausführlichen Erläuterungen unter den sonstigen Pflichtangaben verwiesen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus der Anmietung diverser Objekte sowie geleasten Fahrzeugen und Geräten. Die Mietverträge haben variable Laufzeiten. Die finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEuro 7.886, davon bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 1.266. Zweckbindungsfristen Zum Stichtag war für TEuro 10 die Bindungsfrist noch nicht abgelaufen. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 669 (Vj. 812) Mitarbeiter. Es handelt sich sämtlich um Angestellte. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Peter Niemann, Kaufmann, Bochum Herr Michael H. Lutter, Diplom-Betriebswirt, Paderborn Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Besserungsschein Aus abgeleiteten Rechten nach der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG, München, besteht gegen die SBH West GmbH eine Darlehensforderung in Höhe von DM 40 Mio. (Euro 20,5 Mio.) der Kreishandwerkerschaft Paderborn. Auf Grund der wirtschaftlichen Lage wurde mit Datum vom 11. Dezember 1996 zwischen der Kreishandwerkerschaft Paderborn und der SBH West GmbH (vormals: InBIT Institut für Betriebsorganisation und Informationstechnik gGmbH) ein Forderungsverzicht vereinbart, da mit einer Tilgung langfristig nicht gerechnet werden konnte. Im gleichen Zuge wurde ein Besserungsschein unterzeichnet, in dem der Forderungserlass unter einer auflösenden Bedingung steht, sobald die Gesellschaft in der Lage ist, ohne Gefährdung des Stammkapitals das Darlehen aus künftigen Gewinnen etc. zu tilgen. Mit Errichtung der Stiftung Bildung und Handwerk ist diese Darlehensforderung per Vertrag vom 21. Dezember 2000 von der KH auf die SBH übergegangen. Mit Gewinnverwendungsbeschlüssen der Jahre 2004 bis 2005 und 2017 bis 2022 konnten insgesamt TEuro 8.503 auf Basis des Besserungsscheins bereits getilgt werden. Insoweit beläuft sich der aktuelle Darlehensbetrag zum Jahresende auf Euro 11,9 Mio. Da die Voraussetzungen für die Bedienung des Besserungsscheins im Geschäftsjahr 2023 vorliegen, wird aus dem Jahresüberschuss 2023 planmäßig ein Betrag in Höhe von TEuro 550 getilgt. Das kapitalersetzende Gesellschafterdarlehen ist lt. Vertrag unverzinslich. Ergebnisverwendung Mit Gesellschafterbeschluss vom 05. Juni 2024 wurde beschlossen aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von Euro 60.987,07 sowie dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von Euro 20,02 Euro 61.000,00 in die freie Rücklage einzustellen. Der Restbetrag (Bilanzgewinn) in Höhe von Euro 7,09 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Paderborn, 06. Juni 2024 gez. Peter Niemann, Geschäftsführung gez. Michael H. Lutter, Geschäftsführung Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS"An die SBH West GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SBH West GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SBH West GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Detmold, 07. Juni 2024 HWP
Audit GmbH
gez. Karsten Röhrich, Wirtschaftsprüfer |
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