AZ-SGD Classic Infrastrukturfonds GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Ströbele seit 11.7.2016 | Prokura |
Jacqueline Hunt seit 11.7.2016 | Vorstandsmitglied |
Sabine Pischke seit 25.5.2016 | Prokura |
Jenny Bootz seit 9.2.2016 | Prokura |
Andreas Utermann seit 9.2.2016 | Vorstandsmitglied |
John Viggiano seit 9.2.2016 | Prokura |
Alexandra Beate Auer seit 17.8.2015 | Prokura |
Markus Dr. Deliano seit 23.9.2013 | Prokura |
Isaline Marcel seit 7.2.2013 | Prokura |
Judy Ginder seit 2.8.2010 | Prokura |
Michael Douglas Hodge seit 8.12.2009 | Vorstandsmitglied |
Sven Dr. Piegsa seit 23.10.2007 | Prokura |
Erick R. Holt seit 29.6.2006 | Prokura |
Jürgen Dr. Lange seit 21.8.2003 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Allianz Asset Management AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Inhalt Bericht des Aufsichtsrats Aufsichtsrat und Vorstand Lagebericht Jahresabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anteilsbesitzliste Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat befasste sich auch im Geschäftsjahr 2014 intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens. Wir berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, überwachten die Geschäftsführung entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben und waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden. Im Berichtsjahr fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt. Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung und Diskussion im Aufsichtsrat war die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Tochtergesellschaften PIMCO und Allianz Global Investors. Ferner ließen wir uns über die Entwicklungen im Vergütungssystem der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften berichten. Zudem erhielt der Aufsichtsrat regelmäßige Berichte über die wesentlichen Themen, die im Finanz- und Risikoausschuss und dem Audit-Ausschuss des Vorstandes behandelt wurden. Schließlich haben wir uns über Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Governance-Systems der Gesellschaft berichten lassen. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der Allianz Asset Management AG und den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Über diese Dokumente haben wir in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2015 intensiv beraten. An den Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil. Auf Grund eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts haben wir dem Ergebnis der KPMG-Abschlussprüfung zugestimmt. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss haben wir gebilligt und damit festgestellt. Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand.
München, 23. Februar 2015 Für den Aufsichtsrat Michael Diekmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats Aufsichtsrat und VorstandMitglieder des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands
Lagebericht 2014WirtschaftsberichtAllianz Asset Management im Überblick Allianz Asset Management (AAM) repräsentiert als Vermögensverwalter der Allianz Gruppe eines der Kerngeschäftsfelder des Allianz Konzerns. AAM verwaltete über ihre operativen Tochtergesellschaften zum Jahresende 2014 ein Vermögen von 1,8 Billionen EUR (Vorj. 1,7 Billionen EUR) und zählt damit weiterhin zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich des aktiven Asset Managements. Unter dem Dach der Holdinggesellschaft Allianz Asset Management AG agieren die beiden operativen Geschäftsbereiche Pacific Investment Management Company (PIMCO) und Allianz Global Investors (AllianzGI) selbständig voneinander mit jeweils getrennten Produkt- und Dienstleistungsangeboten sowie Vertriebswegen. Die Allianz Asset Management AG fungiert als Finanz- und Governance-Holding dieser beiden Geschäftsbereiche. Soweit im folgenden Bericht auf das verwaltete Vermögen Bezug genommen wird, umfasst dieses auch das von den amerikanischen Asset Management Einheiten verwaltete Vermögen, über die die Allianz Asset Management AG die Kontrolle ausübt, auch wenn diese mehrheitlich von anderen Tochtergesellschaften des Allianz Konzerns gehalten werden. Soweit im Folgenden über die Ergebnisentwicklung der Allianz Asset Management AG berichtet wird, sind in dieser nicht die Ergebnisse der Allianz Asset Management of America LLC und deren Tochtergesellschaften enthalten. Wesentliche Ereignisse in 2014 Das allgemeine Wirtschaftswachstum lag auch in 2014 unterhalb des langfristigen Trends in den OECD-Ländern, mit entsprechend niedrigeren Wachstumsperspektiven für die Asset-Management-Branche. Die Aktienmärkte waren im Jahr 2014 recht volatil. Besonders die europäischen Indizes waren anfällig für starke Bewegungen in der zweiten Jahreshälfte. Gegen Ende 2014 korrigierten die Märkte wegen fallender Ölpreise, der Aussicht auf eine Zinsanhebung der US Federal Reserve im ersten Halbjahr 2015 sowie der Erwartung einer geldpolitischen Lockerung in der Euro-Zone und in Japan. In diesem Umfeld erreichte der US-Dollar in der letzten Woche 2014 ein 9-Jahreshoch und stieg im Vorjahresvergleich um 12 %. Im Berichtsjahr hat PIMCO seine Führung neu geordnet. Mohamed A. El-Erian, Chief Executive Officer und Co-Chief Investment Officer, ist im März ausgeschieden. William H. Gross, einer der Gründer von PIMCO und Chief Investment Officer, verließ das Unternehmen Ende September. Neuer CEO wurde unser Vorstandsmitglied Douglas M. Hodge; Daniel J. Ivascyn wurde zum Group Chief Investment Officer berufen. In diesem Umfeld entwickelten sich die Geschäftsbereiche von AAM unterschiedlich. Während PIMCO im Berichtsjahr für das Drittkundenvermögen Nettomittelabflüsse in Höhe von -251,0 Mrd. EUR verzeichnete, konnte AllianzGI im gleichen Zeitraum Nettomittelzuflüsse von Drittkunden in Höhe von +10,7 Mrd. EUR realisieren. Die Abflüsse bei PIMCO erfolgten insbesondere im vierten Quartal. Von verbundenen Unternehmen der Allianz Gruppe sind AAM neue Mittel in Höhe von netto +4,6 Mrd. EUR zugeflossen. Entwicklung der verwalteten Vermögen Die von den operativen Tochtergesellschaften verwalteten Vermögen (Assets under Management) sind ein nicht-finanzieller Leistungsindikator von AAM. Die operativen Tochtergesellschaften verwalteten zum Stichtag 31. Dezember 2014 ein Vermögen von 1.801,2 Mrd. EUR (Vorj. 1.737,7 Mrd. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von +63,5 Mrd. EUR bzw. +3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei hat die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro zu einem positiven Effekt von +154,7 Mrd. EUR geführt. Von den verwalteten Vermögen entfielen 1.312,9 Mrd. EUR (Vorj. 1.328,9 Mrd. EUR) auf Drittkunden (73 %) und 488,3 Mrd. EUR (Vorj. 408,8 Mrd. EUR) auf Kapitalanlagen von Unternehmen der Allianz Gruppe (27 %). Die durch PIMCO und AllianzGI verwalteten Vermögen entwickelten sich wie folgt: PIMCO PIMCO verwaltete zum 31. Dezember 2014 ein Vermögen von 1.388,7 Mrd. EUR (Vorj. 1.393,1 Mrd. EUR). Davon entfielen 335,7 Mrd. EUR (Vorj. 279,1 Mrd. EUR) oder 24 % auf Kapitalanlagen von Unternehmen der Allianz Gruppe. Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2014 1.053,0 Mrd. EUR (Vorj. 1.114,0 Mrd. EUR) für Drittkunden verwaltet, dies entspricht 76 % des von PIMCO verwalteten Vermögens. Von den Drittkundengeldern entfallen 715,1 Mrd. EUR (Vorj. 738,9 Mrd. EUR) auf vorwiegend von institutionellen Kunden genutzte Investment-Vehikel, sowie 337,9 Mrd. EUR (Vorj. 375,1 Mrd. EUR) auf vorwiegend von Privatkunden genutzte Vehikel. Das Drittkundenvermögen verringerte sich im Jahr 2014 per Saldo um -61,0 Mrd. EUR (-5,5 %), eine Entwicklung, die aus Nettomittelabflüssen in Höhe von -251,0 Mrd. EUR (Vorj. -20,1 Mrd. EUR) resultierte. Die Nettomittelabflüsse wurden vor allem durch die traditionellen Produkte, insbesondere den Total Return Fund verursacht. Dem gegenüber stehen Zuflüsse bei einigen nicht-traditionellen Produkten, wie z. B. dem PIMCO Income Fund. Diese Zuflüsse konnten allerdings die Abflüsse aus traditionellen und anderen nicht-traditionellen Produkten nicht ausgleichen. Dem gegenüber steht ein Anstieg des Marktwerts der verwalteten Vermögen in Höhe von 54,0 Mrd. EUR, welcher positiv durch das Niedrigzinsumfeld (besonders in den USA) beeinflusst wurde. Die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro im Jahr 2014 hat zu einem positiven Effekt in Höhe von 134,7 Mrd. EUR geführt. Im Berichtszeitraum ergaben sich darüber hinaus positive Konsolidierungseffekte von netto +1,3 Mrd. EUR, im Wesentlichen bedingt durch Umklassifizierungen von "Assets under Advisory". AllianzGl AllianzGI verwaltete zum 31. Dezember 2014 ein Vermögen von 412,5 Mrd. EUR (Vorj. 344,6 Mrd. EUR). Davon entfielen 152,6 Mrd. EUR (Vorj. 129,7 Mrd. EUR) oder 37 % auf Kapitalanlagen von Unternehmen der Allianz Gruppe. Insgesamt wurden zum 31. Dezember 2014 259,9 Mrd. EUR (Vorj. 214,9 Mrd. EUR) für Drittkunden verwaltet, dies entspricht 63 % des verwalteten Vermögens. Von den Drittkundengeldern entfallen 130,5 Mrd. EUR (Vorj. 112,6 Mrd. EUR) auf vorwiegend von institutionellen Kunden genutzte Investment-Vehikel, sowie 129,4 Mrd. EUR (Vorj. 102,3 Mrd. EUR) auf vorwiegend von Privatkunden genutzte Vehikel. Das Drittkundenvermögen erhöhte sich im Jahr 2014 um +45,0 Mrd. EUR (+20,9 %). Der Zuwachs resultierte aus Nettomittelzuflüssen von +10,7 Mrd. EUR (Vorj. 4,6 Mrd. EUR) sowie einem Anstieg der Marktwerte des verwalteten Vermögens von +16,0 Mrd. EUR. Der Bewertungsanstieg ist vor allem auf die positive Entwicklung der Aktienmärkte im Berichtsjahr zurückführen. Ferner waren ein positiver Währungseffekt aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro in Höhe von +11,3 Mrd. EUR sowie Effekte aus der erstmaligen Einbeziehung von Dachfondsinvestitionen in externe Zielfonds von +7,0 Mrd. EUR in das ausgewiesene verwaltete Vermögen zu verzeichnen 1. Performance-Entwicklung
Von dem durch die AAM Gruppe verwalteten Vermögen für Drittkunden lagen zum 31. Dezember 2014 für den 3-Jahres-Anlageerfolg insgesamt 84 % (31. Dezember 2013: 85 %) über den jeweiligen Vergleichswerten. Hierbei übertrafen 88 % der von PIMCO und 55 % der von AllianzGI verwalteten Anlagen die jeweilige Benchmark. Änderungen in der BeteiligungstrukturPIMCO Die in München ansässige Betriebsstätte der PIMCO Europe Ltd., London wurde am 28. Juli 2014 geschlossen. AllianzGl Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Struktur wurden im Berichtsjahr weitere europäische Gesellschaften auf die Allianz Global Investors GmbH 3 verschmolzen und im Gegenzug das Netz der Zweigniederlassungen erweitert. Im Detail stellen sich die Maßnahmen wie folgt dar:
1 Das ausgewiesene verwaltete Vermögen ist
definiert als Summe der mit dem Zeitwert bewerteten
Kapitalanlagen, die von AAM aktiv gesteuert werden. Neben
Kapitalanlagen für Dritte zählen hierzu
konzerneigene Kapitalanlagen.
Europa Gesellschaften / Beteiligungen: Folgende Gesellschaften wurden mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2014 auf die Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt verschmolzen:
Am 19. November 2014 wurde eine neue Gesellschaft in Zürich unter der Firma "Allianz Global Investors Schweiz AG" gegründet. Ferner wurde die Allianz Global Investors Capital Ltd., London am 30. Dezember 2014 liquidiert. Am 30. Juli 2014 verkaufte die Allianz Global Investors GmbH ihre Beteiligung (49 %) an der Fondsdepotbank GmbH, Hof, an die Xchanging Gruppe, London. Betriebsstätten: Am 13. August 2014 wurde eine Betriebsstätte der Allianz Global Investors GmbH in Brüssel gegründet. Die in London bestehende Betriebsstätte der ehemaligen Allianz Global Investors GmbH wurde am 8. Oktober 2014 aufgelöst, nachdem alle Rechtsverhältnisse auf die in London bestehende Betriebsstätte der neuen Allianz Global Investors GmbH übertragen wurden. Asien Gesellschaften: Die RCM Capital Management Pty Ltd., Sydney ist am 25. Februar 2014 aufgelöst worden. Betriebsstätten: Am 23. September 2014 wurde die in Hong Kong bestehende Betriebsstätte der ehemaligen Allianz Global Investors GmbH aufgelöst, nachdem alle Rechtsverhältnisse auf die in Hong Kong am 23. September 2014 neu gegründete Betriebsstätte der neuen Allianz Global Investors GmbH übertragen worden waren. Die Beteiligungsstruktur stellt sich zum 31. Dezember 2014 vereinfacht wie folgt dar:
Darüber hinaus sind folgende Transaktionen beschlossen worden, die im Folgejahr 2015 umgesetzt werden: In Asien soll durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen die Komplexität verringert werden. In diesem Rahmen sollen die RCM Asia Pacific Ltd., Hong Kong und die Allianz Global Investors Hong Kong Ltd., Hong Kong, zusammengeführt werden. Die zusammengeführte Gesellschaft soll dann unter Allianz Global Investors Asia Pacific Ltd., Hong Kong, firmieren. Die bisher bestehende Betriebsstätte der Allianz Global Investors GmbH in Zürich soll in Folge der Gründung der Allianz Global Investors Schweiz AG, Zürich, geschlossen werden. Die in Singapur bestehende Betriebsstätte der Allianz Global Investors GmbH soll aufgelöst werden. Bilanzstruktur der Allianz Asset Management AGVerkürzte Bilanz Aktiva
Finanzanlagen Die Finanzanlagen blieben im Geschäftsjahr unverändert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Aus der Ergebnisübernahme im Rahmen bestehender Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften ergeben sich, abzüglich bereits geleisteter Vorauszahlungen im Geschäftsjahr, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Hohe von 230,9 Mio. EUR (Vorj. 179,2 Mio. EUR). Sonstige Wertpapiere: Zum Bilanzstichtag befinden sich PIMCO Fondsanteile (USD) im Bestand der Allianz Asset Management AG. Eigenkapital
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Allianz Gruppe in Höhe von 662,9 Mio. EUR (Vorj. 513,9 Mio. EUR) sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorj. 0,3 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition der Vermögensverwaltungsaktivitäten der AllianzGl in Frankreich und in Italien in Vorjahren (zusammen 264,4 Mio. EUR). Des Weiteren besteht eine Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Allianz SE in Höhe von 397,3 Mio. EUR (Vorj. 230,1 Mio. EUR). Rückstellungen Zur Abdeckung möglicher Risiken aus einer laufenden Betriebsprüfung bei der Allianz Global Investors GmbH bestehen bei der Allianz Asset Management AG als Organträgerin zum 31. Dezember 2014 Steuerrückstellungen in Höhe von 62,9 Mio. EUR (Vorj. 109 Mio. EUR). Liquiditätsmanagement und Finanzierung der Allianz Asset Management AG Die Allianz Asset Management AG stellt sicher, dass ihre Tochtergesellschaften jederzeit über eine angemessene Liquiditäts- und Kapitalausstattung verfügen. Aufgabe der Allianz Asset Management AG ist es zudem, den Kapitalbedarf der AAM Gruppe zu koordinieren, ihren Zugang zu Liquiditätsquellen zu optimieren und die Finanzierungskosten gleichzeitig möglichst niedrig zu halten. Die liquiden Mittel der Allianz Asset Management AG stammen in erster Linie aus Gewinnabführungen sowie Dividendeneinnahmen ihrer Tochtergesellschaften. Weiterhin hat die Allianz SE als Muttergesellschaft der Allianz Asset Management AG und deren Tochtergesellschaften über die Teilnahme am Allianz Cash Pooling eine ausreichende Liquiditätslinie eingeräumt, die die Liquiditätsausstattung der Unternehmen der AAM Gruppe unterstützt. Eine Inanspruchnahme von externen Finanzierungsquellen erfolgte im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht. Ergebnisentwicklung bei der Allianz Asset Management AGDie Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr einen Aufwand aus Gewinnabführung in Höhe von 322,3 Mio. EUR (Vorj. 185,8 Mio. EUR) gegenüber der Allianz SE aus; in Folge des Ergebnisabführungsvertrages werden auch Steuerumlagen in Höhe von 74,9 Mio. EUR (Vorj. 44,3 Mio. EUR) an die Muttergesellschaft abgeführt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Allianz Asset Management AG im Geschäftsjahr 2014 betrug 400,8 Mio. EUR (Vorj. 346,3 Mio. EUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft spiegelt neben den Aufwendungen zur Durchführung der Holdingaufgaben im Wesentlichen die Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften wider, die mit der Allianz Asset Management AG durch Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Die Personal- und Sachaufwendungen zur Durchführung der Holdingaufgaben sowie die Erträge aus verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden von der Gesellschaft als finanzielle Leistungsindikatoren angesehen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr vereinnahmte die Allianz Asset Management AG einen Gewinn aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Allianz Global Investors GmbH in Höhe von 139,9 Mio. EUR (Vorjahr 188,4 Mio. EUR Ergebnisabführung von der ehemaligen Allianz Global Investors GmbH). Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist wesentlich beeinflusst durch die Verschmelzung der ehemaligen Allianz Global Investors GmbH, der Allianz Global Investors France S.A, Paris, und der Allianz Global Investors Luxembourg, S. A., Luxembourg, auf die Allianz Global Investors GmbH. Das Verschmelzungsergebnis betrug -76,7 Mio. EUR. Allianz Global Investors GmbH erzielte 2014 Erträge aus Dividenden und Ergebnisabführung ihrer Tochtergesellschaften in Höhe von 50,5 Mio EUR verglichen mit 242.5 Mio. EUR, die die ehemalige Allianz Global Investors GmbH im Vorjahr erzielte. Die Verminderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, das die ehemalige Allianz Global Investors GmbH im Vorjahr einen Ertrag aus Ergebnisabführung der Allianz Global Investors Europe GmbH in Höhe von 178,9 Mio. EUR erzielte; im Berichtsjahr entfällt dieser Ertrag aufgrund Verschmelzung. Außerdem sind im Berichtsjahr sowohl der Gewinn der PIMCO Deutschland GmbH in Höhe von 44,3 Mio. EUR (Vorj. 35,0 Mio. EUR) als auch der Verlust der Allianz Climate Solutions GmbH in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorj. 1,4 Mio. EUR) im Jahresergebnis der Allianz Asset Management AG enthalten. Die Erträge aus von Organgesellschaften abgeführten Steuerumlagen erhöhen sich von 56,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 101,8 Mio. EUR in 2014. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf Steuerumlageeffekte aus einer laufenden Betriebsprüfung bei der Allianz Global Investors GmbH zurückzuführen. Darüber hinaus erhielt die Allianz Asset Management AG im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von insgesamt 153,0 Mio. EUR. Davon entfielen 86,6 Mio. EUR (Vorj. 102.6 Mio. EUR) auf die Allianz Asset Management US Holding II LLC, 1,8 Mio. EUR (Vorj. 1,8 Mio. EUR) auf die Allianz Asset Management US Holdings Inc. sowie 2,4 Mio. EUR (Vorj. 2,0 Mio. EUR) auf die Allianz Asset Management of America LLC. Die Ergebnisse der Allianz Asset Management of America LLC und deren amerikanischen Tochtergesellschaften sind - mit Ausnahme des vorgenannten Beteiligungsertrages in Höhe von 2,4 Mio. EUR - nicht im Jahresergebnis der Allianz Asset Management AG enthalten. Weitere Beteiligungserträge resultieren aus der Ausschüttung von Gewinnrücklagen sowie des bestehenden Gewinnvortrags in Höhe von 62,3 Mio. EUR von der Allianz Global Investors GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Allianz Asset Management AG sanken von 19,0 Mio. EUR (Vorjahr) auf insgesamt 17,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014. Der Personalaufwand ist von 19,4 Mio. EUR (Vorjahr) auf 15,7 Mio. EUR im Berichtsjahr zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer niedrigeren Mitarbeiterzahl. Aus der Neubewertung von Steuerrisiken im Zusammenhang mit einer laufenden Betriebsprüfung bei der Allianz Global Investors GmbH erhöhte sich im Berichtsjahr bei der Allianz Asset Management AG als Organträgerin der Gesamtsteueraufwand um 46,7 Mio. EUR. Demgegenüber bilanziert die Allianz Asset Management AG zu erwartende Steuererstattungen aus einer Forderungsabtretung der Allianz Global Investors GmbH gegenüber den Steuerbehörden in Luxembourg in Höhe von 64,3 Mio. EUR. MitarbeiterUnsere Mitarbeiter sind der Schlüssel unseres Erfolges. Motivierte, flexible und fachlich kompetente Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Asset Management. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern hohes Engagement und die Bereitschaft, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten kontinuierlich weiter zu entwickeln. Wir bieten dafür anspruchsvolle und eigenverantwortliche Tätigkeiten, teamorientiertes Arbeiten sowie Entwicklungsmöglichkeiten und Einkommensperspektiven, die sich am Erfolgsbeitrag des Einzelnen, ihrer Abteilung sowie am Gesamterfolg des Unternehmens orientieren. Wir bilden unsere Mitarbeiter in internen und externen Schulungen und Seminaren weiter, und geben ihnen durch lokale, regionale und globale Einsätze die Möglichkeit der Weiterentwicklung. Unser Unternehmensleitbild definiert diesen Anspruch und legt fest, dass die Gesellschaft in professioneller und werteorientierter Weise agiert. Die Potenziale und Leistungen unserer Mitarbeiter wurden auch in 2014 auf allen Ebenen umfassend analysiert. So kann dem Anspruch des Unternehmensleitbildes auch zukünftig Rechnung getragen, und der Bedarf an Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen exakt bestimmt werden. Unsere Mitarbeiter werden nach leistungsorientierten Gesichtspunkten bezahlt. Inwieweit die individuellen Ziele erreicht wurden, bemisst sich an der Art und Weise der Leistungserbringung, insbesondere auch daran, ob die Firmenwerte beachtet bzw. gelebt wurden. Die Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten stellt sich folgendermaßen dar: Insgesamt waren in der AAM Gruppe zum 31. Dezember 2014 5.469 Mitarbeiterkapazitäten (Full Time Equivalents; Vorj. 5.447) beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt waren bei der Allianz Asset Management AG 71 Mitarbeiterkapazitäten (Full Time Equivalents; Vorj. 83) angestellt. Risikobericht1. Risikostrategie und Rahmenwerk Das Risikomanagement ist für AAM von zentraler Bedeutung. Risiken sind mit allen Aspekten der Unternehmenstätigkeit verbunden und können von daher sowohl Auswirkungen auf die Kundenbeziehungen als auch auf das gesamte Unternehmen haben. AAM hat sich zum Ziel gesetzt, alle wesentlichen Unternehmensrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu steuern sowie die verschiedenen Geschäftsbereiche angemessen mit Eigenkapital auszustatten. Das Rahmenwerk von AAM fördert das aktive Steuern von Risiken und legt den Risikoappetit fest. Damit sollen das Risikobewusstsein, die Risikotransparenz und die Risikoverantwortung bei allen Mitarbeitern geschärft werden. Die Risikostrategie legt die Risikoneigung für relevante Risikoarten fest und definiert das "Earnings-at-Risk"-Modell, die Stresstestszenarien, die Liquiditätsberechnungen auf Gesellschaftsebene, die Produkt- und Prozesstoleranzen sowie die Risikotragfähigkeit. Darüber hinaus werden alle Geschäftsentscheidungsprozesse im Einklang mit der Risikostrategie festgelegt und umgesetzt. Die Verantwortung für ein aktives Risikomanagement besteht auf allen Managementebenen. Die Einhaltung des Risikomanagement-Rahmenwerks fließt in die Entscheidung über eine leistungsabhängige Vergütung auf allen Managementebenen von AAM mit ein. Die durch den Vorstand verabschiedete Risikotragfähigkeit wird wie folgt definiert und vierteljährlich gemessen: Die Risikotragfähigkeit entspricht dem Anteil des möglichen operativen Einkommensverlustes (ermittelt durch geeignete Stresstestszenarien) am geplanten operativen Gesamteinkommen. Der Vorstand verantwortet darüber hinaus den adäquaten Aufbau der Risikomanagement-Organisation sowie die Weiterentwicklung und Überwachung der Wirksamkeit des gesamten Risikomanagements, damit die Risiken in AAM identifiziert und gesteuert werden können. Die Risikofunktion ist in die Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse von AAM integriert und überwacht die wesentlichen Unternehmensrisiken. Die Risikofunktion wird dabei von den jeweiligen Risikofunktionen in den Geschäftsbereichen PIMCO und AllianzGI unterstützt. Es wird ein global implementiertes Risikomanagementprogramm verwendet, mit dem über geeignete Prozesse, Systeme und Methoden alle wesentlichen, mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens verbundenen Risiken identifiziert, analysiert, überwacht sowie gesteuert werden. In regelmäßigen Abständen wird eine aggregierte Auswertung der Risiken unter Berücksichtigung der definierten Risikoneigung an das AAM Finanz- und Risikokomitee sowie den Vorstand berichtet. Die interne Revision prüft regelmäßig gruppenweit, ob die vorhandenen Risikokontrollen geeignet und wirksam sind, und ob die dazugehörigen Steuerungssysteme den AAM Standards entsprechen. 2. Risikoarten AAM hat seine wesentlichen Risikokategorien im Risiko-Rahmenwerk wie folgt definiert: Operationelle Risiken Operationelle Risiken beschreiben mögliche Verluste, die durch das Versagen von Prozessen oder Systemen, durch fehlerhaftes Verhalten von Menschen oder durch externe Ereignisse auftreten können. AAM hat Prozesse zur Identifizierung und Überwachung von operationellen Risiken installiert, um diese zu steuern und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Insbesondere die Einhaltung der Fondsanlagerichtlinien wird in den jeweiligen Geschäftsbereichen PIMCO und AllianzGI kontinuierlich überwacht. AAM hat für Störungen des Geschäftsbetriebes die Fortführungsprozesse und Infrastrukturanforderungen in Notfallplänen beschrieben und getestet. Daneben werden laufend zusätzliche Datensicherungen vorgenommen. Zusätzlich bestehen für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen von AAM Nachfolgeplanungen. Marktrisiken Marktrisiken sind potentielle Verluste aufgrund von ungünstigen Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern. Die in jedem Produkt bzw. Portfolio existierenden spezifischen Marktrisiken werden von den operativen Einheiten identifiziert, um die Performance im Detail zu überwachen, zu analysieren und zu berichten. Garantiefonds und andere Fonds mit komplexen Strategien unterliegen ebenfalls einer gesonderten Überwachung durch die operativen Einheiten, unter Berücksichtigung der definierten Risikoneigung für diese Produkte. Kreditrisiken AAM unterscheidet bei Kreditrisiken zwischen Kontrahenten- und Emittentenrisiko. Ein Kontrahentenrisiko tritt auf, wenn ein Geschäftspartner seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt bzw. nach erbrachter Vorleistung von AAM seine vereinbarte Gegenleistung nicht erbringt. Das Emittentenrisiko wird als Verlustrisiko aus Wertpapieranlagen definiert, z. B. durch eine mögliche Überschuldung, eine Insolvenz oder den Ausfall des Schuldners. AAM hat Prozesse zur Identifizierung, Steuerung und Begrenzung von Kreditrisiken definiert, dokumentiert und entsprechend umgesetzt, was sich u. a. in der internen Kreditlimitvergabe widerspiegelt. Liquiditätsrisiken Unter dem Unternehmensliquiditätsrisiko versteht AAM das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht oder nicht vollständig zu bedienen (Finanzierungsrisiko) oder bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). Die Liquiditätslage und Einhaltung von internen Liquiditätsrichtlinien wird kontinuierlich auf lokaler und globaler Ebene überwacht und regelmäßig an den Vorstand der Allianz Asset Management AG berichtet. Darüber hinaus werden regelmäßig Liquiditätsstresstests durchgeführt. Damit wird sichergestellt, dass die Allianz Asset Management AG jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Im Jahr 2014 wurden die Liquiditätsrichtlinien durch alle operativen Einheiten jederzeit eingehalten. Die Allianz Asset Management AG verfügt über ausreichend Liquiditätslinien bei der Allianz SE. Der Zugang zu Fremdkapitalmärkten oder externen Finanzierungen wird nicht genutzt. Unter dem Fondsliquiditätsrisiko versteht AAM das Risiko, aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Wertpapierbestände auf Fondsebene nicht oder nur mit Verlusten verkaufen zu können. Die Liquiditätsrisikoanalyse auf Fondsebene ist innerhalb des Produktbewilligungsprozesses für alle neuen Produkte verpflichtend. Identifizierte Liquiditätsrisiken werden fortlaufend mit Hilfe von Konzentrations- und Szenarioanalysen der Kundeneinlagen in den Geschäftsbereichen überwacht. Reputationsrisiken Unter dem Reputationsrisiko versteht AAM die negative Beeinflussung von bestehenden oder von neu zu schaffenden Geschäftsbeziehungen oder die Einschränkung von Zugängen zu Finanzierungsquellen. Dies könnte durch eine negative Wahrnehmung bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Investoren oder Regulierungs- bzw. Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit verursacht werden. AAM und ihre Geschäftsbereiche analysieren fortlaufend mögliche neue Reputationsrisiken, um gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen unter Einbeziehung des Vorstands einzuleiten. Aufsichtsrechtliche Anforderungen Aufgrund der Neuerungen, die aus der Capital Requirements Directive IV (CRD IV) sowie der daraus abgeleiteten Verordnung (Capital Requirements Regulation, CRR) resultieren, qualifiziert die AAM Gruppe seit dem 1. Januar 2014 nicht mehr als Finanzholding-Gruppe. Damit sind die aufsichtsrechtlichen Anforderungen auf AAM Gruppen-Ebene, einschließlich der Überwachung und Meldung von Großkrediten nach der Groß- und Millionenkreditverordnung entfallen. Unabhängig davon bleibt AAM in die Pflichten der Allianz Gruppe als Finanzkonglomerat sowie in die Solvency II Verpflichtungen der Allianz Gruppe eingebunden. Der Bestand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation der Allianz Asset Management AG, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden wesentlichen Risiken bestehen. Künftige bestandsgefährdende Risiken oder nachhaltig negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind gegenwärtig nicht zu erkennen. Interne Kontrollen der FinanzberichterstattungDie Finanzberichterstattung von AAM genügt sowohl internen als auch gesetzlichen Anforderungen. Die Prozesse sind so gestaltet, dass das Risiko für wesentliche Fehler in den Jahresabschlüssen erkannt und vermieden werden kann. Das interne System zur Kontrolle der Finanzberichterstattung bei AAM beruht auf dem Regelwerk, das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" entwickelt wurde. AAM überprüft und aktualisiert dieses System regelmäßig. Bilanzierungsprozesse: Die Bilanzierungsprozesse zur Erstellung dieses Abschlusses basieren auf einer zentralen IT-Berichterstattung sowie auf einer lokalen Hauptbuchlösung. Letztere verwendet standardisierte Prozesse, Stammdaten, Buchungsregeln und Schnittstellen für die Lieferung der Daten an den Allianz Konzern. Zugriffsrechte für die Buchhaltungssysteme werden nach strengen Genehmigungsverfahren vergeben. In die Bilanzierungsprozesse sind interne Kontrollen integriert, die die Richtigkeit, Vollständigkeit und Einheitlichkeit der Angaben im Abschluss gewährleisten. Das IKS lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: AAM wendet einen risikobasierten Ansatz an, um top-down jene Abschlussposten zu ermitteln, die in den Anwendungsbereich des IKS fallen. Dazu führt AAM jährlich eine qualitative und quantitative Analyse der Abschlüsse der in das Kontrollumfeld einbezogenen AAM Gesellschaften durch. Daran anschließend werden Risikoszenarien identifiziert, die zu wesentlichen Falschdarstellungen der im Jahresabschluss zu berichtenden Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage führen könnten. Dabei wird auch berücksichtigt mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Risiko eintreten und wie gravierend sich daraus entstehende Fehler auswirken könnten.
An relevanten Punkten des Berichterstattungsprozesses werden Schlüsselkontrollen durchgeführt. Dadurch wird gewährleistet, dass Falschdarstellungen weniger wahrscheinlich werden. Sollte das potenzielle Risiko tatsächlich eintreten, würde sich dieses auch weniger stark auf die Berichterstattung auswirken. Diese gezielten Kontrollen werden durch weitere Sicherungsmaßnahmen ergänzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Kontrollumfeld, der Effektivität der Informations- und Kommunikationsflüsse, dem Risikobewertungsprozess sowie auf der laufenden Überwachung des internen Kontrollsystems selbst. Da die Finanzberichterstattung in hohem Maße von IT-Systemen abhängt, sind auch diese Systeme ein Teil des Kontrollumfelds. Kontrollen müssen jedoch nicht nur angemessen gestaltet sein, um Risiken zu vermindern, sondern auch effektiv ausgeführt werden. Daher werden alle Komponenten des internen Kontrollsystems wie etwa Prozesse, entsprechende Schlüsselkontrollen und deren Ausführung laufend und vollständig dokumentiert. Um die Effektivität des Kontrollsystems in den einbezogenen AAM Gesellschaften zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern, wird es einer regelmäßigen Prüfung durch die interne Revision unterzogen. ChancenberichtDie Allianz Asset Management-Gruppe wird auch weiterhin drei wesentliche operative Ziele verfolgen:
Um auch zukünftig nachhaltiges Wachstum zu fördern, werden weiterhin Chancen und Risiken sowohl in Bezug auf die verschiedenen Anlageklassen, als auch hinsichtlich der regionalen Geschäftsstruktur diversifiziert. Die AAM Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 einen operativen Gewinn von 2,6 Mrd. EUR erzielt. Der Gewinn lag somit in der im Chancenbericht 2013 prognostizierten Bandbreite. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Allianz Asset Management AG im Berichtsjahr 2014 lag bei 400,8 Mio. EUR und entsprach damit der Prognose. Für das Geschäftsjahr 2015 bestehen folgende Erwartungen:
Infolge der anhaltenden Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und der politischen Rahmenbedingungen ist davon auszugehen, dass die Finanzmärkte bis auf absehbare Zeit schwankungsanfällig bleiben. Dies wirkt sich auch auf die Erwartungen der Asset Management Branche aus. Unter der Annahme, dass sich das Wirtschaftswachstum in den OECD-Ländern infolge hoher Staatsverschuldungen weiterhin unterhalb des langfristigen Trends bewegen wird, erscheinen die kurzfristigen Wachstumsperspektiven von AAM den Verhältnissen des Marktumfeldes entsprechend verhalten. Des Weiteren ist die Entwicklung im Bereich der festverzinslichen Anlageklassen in hohem Maße beeinflusst durch die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken. Für 2015 erwarten wir weitere Nettomittelabflüsse, die sich im Jahresverlauf abschwächen sollten. Der Vorstand erwartet für die AAM Gruppe einen operativen Gewinn im Bereich von 2,2 Mrd. EUR bis 2,8 Mrd. EUR für das Geschäftsjahr 2015. Diese Bandbreite berücksichtigt das geringere verwaltete Vermögen und für das Geschäftsjahr 2015 erwartete Nettomittelabflüsse. Dieser Effekt wird teilweise kompensiert durch höhere erwartete Performance Fees und einen günstigeren US-Dollar/Euro-Wechselkurs. Die vorstehend genannte Bandbreite beruht auf einem US-Dollar/Euro-Wechselkurs von 1,26 USD. Für die Allianz Asset Management AG erwartet der Vorstand gegenüber dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2014 ein gleichbleibendes oder leicht steigendes Ergebnis in 2015. 4 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014In der Zeit nach dem Abschlussstichtag 31.12.2014 bis zur Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind, eingetreten.
München, 9. Februar 2015 Der Vorstand
4 Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Der Jahresabschluss wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt. 1. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss der Allianz Asset Management AG (nachfolgend AAM AG) zum 31.12.2014 wurde unter Beachtung der anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB (BilMoG) aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und erworbene geringwertige Wirtschaftsgüter vollständig abgeschrieben. Für die Geschäftsjahre 2008 - 2010 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von über 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR ein Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2, 2a Einkommensteuergesetz (EStG) gebildet, welcher entsprechend den steuerlichen Regelungen über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Für außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung wird entweder der beizulegende Wert oder eine Bewertung auf Basis der Discounted Cash Flow Methode zugrunde gelegt. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand kann auf bis zu 15 Jahre verteilt werden. In den Jahren bis einschließlich 2013 hat die AAM AG von diesem Verteilungswahlrecht zum Teil Gebrauch gemacht und im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrages als außerordentlichen Aufwand erfasst. Im Jahr 2014 wurden dann alle noch ausstehenden Raten voll als außerordentlicher Aufwand erfasst. Der Umstellungsaufwand resultiert aus Pensionszusagen, die zentral bei der Allianz SE bilanziert werden (siehe Abschnitt Haftungsverhältnisse). Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen, wobei im Gegensatz zum Vorjahr ein zum Bilanzstichtag prognostizierter Zinssatz zugrunde gelegt wurde. Hintergrund ist das deutliche Absinken des Diskontierungszinssatzes im Jahresverlauf 2014. Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen sind unter "Angaben zu den Passiva" und unter "Sonstige Angaben" dargestellt. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten werden gemäß §§ 249 und 253 HGB abgezinst. Für die Ermittlung des Abzinsungsbetrages wurden die von der Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätze herangezogen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten auf fremde Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Stichtagskurs). Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Anteile an verbundenen Unternehmen in fremder Währung werden zum Anschaffungszeitpunkt in Euro umgerechnet; bei der Folgebewertung findet das gemilderte Niederstwertprinzip Anwendung. Zur klaren und übersichtlichen Darstellung sowie entsprechend unseres Geschäftszwecks werden Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften in der Gewinn- und Verlustrechnung vorangestellt ausgewiesen. Aus Transparenzgründen werden die über die Ergebnisabführung erhaltenen bzw. abzuführenden anrechenbaren Steuern in den ausgewiesenen Steuerumlagen berücksichtigt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die sich ergebenden aktiven latenten Steuern in der Bilanz nicht auszuweisen. Die Latenzen beziehen sich im Wesentlichen auf unterschiedliche Wertansätze der Pensionsrückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 31 % zugrunde. 2. Angaben zu den AktivaAufstellung des Anteilsbesitzes Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der AAM AG gemäß § 285 Nr. 11, 11a HGB ist im Anhang als Anlage enthalten. Derivative Finanzinstrumente Die als sonstige Vermögensgegenstände bilanzierten Optionen werden durch die Allianz SE verwaltet und dienen der Absicherung zukünftiger Verpflichtungen aus im Rahmen von aktienbasierten Vergütungsplänen (Group Equity Incentive - GEI) ausgegebenen Stock Appreciation Rights (SAR). Diese Optionen werden mit ihrem Kaufpreis aktiviert und nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Die zur Absicherung zukünftiger Verpflichtungen aus ausgegebenen Restricted Stock Units (RSU) erworbenen strukturierten Produkte (Hedge RSU) werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, da ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Kategorie, Art, Umfang, Zeit- und Buchwerte (in EUR) zum 31.12.2014
Angaben zu den Aktiva
* Abgänge inkl. AfA auf Abgänge
Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die Laufzeit der aktienbasierten Vergütungspläne (RSU) wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (= Critical-Term- Match-Methode) nachgewiesen. Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 3.090 TEUR. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 2.000 TEUR abgesichert. Der beizulegende Zeitwert der bilanzierten Optionen entspricht dem anzusetzenden Fair Value (IFRS). 3. Angaben zu den PassivaKapital- und Gesellschaftsverhältnis Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2014 83.255,00 EUR. Es ist eingeteilt in 83.255 Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich um Namensaktien. Die Aktien befinden sich zu 74,47 % in unmittelbarem Besitz der Allianz SE, München. Weitere 25,53 % hält die Allianz SE mittelbar über die Allianz Finanzbeteiligungs GmbH, München. Die gesetzliche Rücklage blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit der Allianz Global Investors GmbH, der PIMCO Deutschland GmbH und der Allianz Climate Solutions GmbH. Für das Geschäftsjahr 2014 wurden von den vorgenannten deutschen Tochtergesellschaften insgesamt Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von insgesamt 184,3 Mio. EUR (nach Steuerumlagen) vereinnahmt sowie Verluste aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. EUR ausgeglichen. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres beträgt 0,00 EUR. Aufgrund des mit der Allianz SE geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages werden für das Geschäftsjahr 2014 insgesamt 397,3 Mio. EUR (inkl. Steuern) abgeführt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines "Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected Unit Credit- Methode (Anwartschaftsdeckungsverfahren bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.
Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent pro Jahr und die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden. Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.
Das im Methusalem Trust e. V. für das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert grundsätzlich der Marktwert zugrunde gelegt wird. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Steuerrückstellungen Aus der Neubewertung möglicher Risiken aus einer laufenden Betriebsprüfung der Allianz Global Investors GmbH ergibt sich eine potenzielle Nachzahlung an die deutschen Steuerbehörden in Höhe von 155,7 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr leistete die AAM AG hierauf freiwillige Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 92,8 Mio. EUR. Der verbleibende Gesamtbetrag der Steuerrückstellungen am Bilanzstichtag beläuft sich auf 62,9 Mio. EUR (Vorjahr 109,0 Mio. EUR). Für eine weitere Steuerrückstellung für Betriebsprüfungsrisiken, welche zur Absicherung von Mehrbelastungen insbesondere im Zusammenhang mit Betriebsstätten der Allianz Global Investors GmbH in Singapur und Hong Kong bestand, wurde im Geschäftsjahr ebenfalls eine freiwillige Abschlagszahlung in Höhe von 12,3 Mio. EUR geleistet. Der verbleibende Gesamtbetrag der Steuerrückstellung am Bilanzstichtag beläuft sich auf 0 Mio. EUR (Vorjahr 9 Mio. EUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen (4,0 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Long-Term Incentive Pläne der Allianz SE (2,1 Mio. EUR; LTIP- SAR/RSU) bzw. Long-Term Incentive Programme (2,0 Mio. EUR; LTIPA) von AAM. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten weitere Personalrückstellungen (1,2 Mio. EUR), Rückstellungen zur Abwicklung des Domizil-Komplexes (0,2 Mio. EUR) sowie diverse Rückstellungen für Verbindlichkeiten aus noch ausstehenden Rechnungen für das Geschäftsjahr 2014 (0,8 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 260.534.190,49 EUR. 4. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungErträge aus Beteiligungen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie von Organgesellschaften abgeführte Steuerumlagen im Rahmen der Gewinnabführungsverträge wurden, wie auch im Vorjahr, unter der Position "Erträge aus Beteiligungen" ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr vereinnahmte die AAM AG Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 153,0 Mio. EUR. Diese entfielen im Wesentlichen auf Ausschüttungen der Allianz Asset Management US Holding II LLC sowie auf die Ausschüttung aus Gewinnrücklagen und eines bestehenden Gewinnvortrags durch die Allianz Global Investors GmbH in Höhe von 62,3 Mio. EUR. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Im Geschäftsjahr 2014 waren Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 18.684,14 EUR erforderlich. Realisierte Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens Aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens ergaben sich im Geschäftsjahr realisierte Verluste in Höhe von 48.495,71 EUR. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen in Höhe von 40 TEUR aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Ergebnis der Fremdwährungsumrechnung Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Fremdwährungsumrechnung Aufwendungen in Höhe von 860.841,17 EUR (Ausweis unter den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen") sowie Erträge in Höhe von 743.923,19 EUR (Ausweis unter den "Sonstigen betrieblichen Erträgen"). 5. Sonstige AngabenAnzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr 2014 waren bei der AAM AG durchschnittlich 87 (Vorjahr: 101) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 43 (Vorjahr: 51) männlich und 44 (Vorjahr: 50) weiblich. Mitglieder des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands
Vorstandsgehälter (Organbezüge) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse aus betrieblicher Altersversorgung und ähnliche Verpflichtungen a) Pensionszusagen Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert. Zu den Trägergesellschaften gehört neben der Allianz SE, der Allianz Deutschland AG, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die AAM AG. Die AAM AG ist verpflichtet, anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen und entsprechend den Rechtsgrundlagen gegebenenfalls Zuschüsse zu leisten. Außerdem leisten die Trägergesellschaften Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine kongruent rückgedeckte Konzern-Unterstützungskasse. Die Allianz SE hat durch Schuldbeitritt die gesamtschuldnerische Haftung für einen Teil der Pensionszusagen der AAM AG übernommen. Diese erstattet die Kosten; die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE und nicht bei der AAM AG bilanziert. Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:
b) Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 7.338 EUR (Vorjahr 8.267 EUR), die nicht in der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichhohe Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenüber steht. c) Pensionszusagen und ähnliche Verpflichtungen an ehemalige Vorstandsmitglieder/Geschäftsführer beziehungsweise deren Hinterbliebene Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder/Geschäftsführer beziehungsweise deren Hinterbliebene stellen sich wie folgt dar:
Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt. Eventualverbindlichkeiten Am Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten bis zu einer Höhe von maximal 27.396.477,01 EUR.
Nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern) ist grundsätzlich von der vertragsgemäßen Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die jeweiligen Tochtergesellschaften auszugehen. Das Risiko der Inanspruchnahme der AAM AG wird somit als sehr gering eingeschätzt. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Berichtsjahr bestand ein umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis der AAM AG zur Allianz SE, München, als Organträger. Die AAM AG hat zur Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt (vormals Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt), zur Allianz Climate Solutions GmbH, München, sowie zur PIMCO Deutschland GmbH, München unmittelbare umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaftsverhältnisse; darüber hinaus hat die AAM AG mittelbar über die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt ein umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis zur risklab GmbH, München. Im Geschäftsjahr wurde die Allianz Global Investors GmbH, München auf die Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt verschmolzen. Im Anschluss hat die aufnehmende Gesellschaft in Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt umfirmiert. Die auf die oben genannten Gesellschaften entfallenden Beträge wurden jeweils per Umlage entsprechend beglichen. Die Steuern aus dem Einkommen und Ertrag der AAM AG (ohne Steuerumlagen) verringerten das Ergebnis der Gesellschaft um insgesamt 2,7 Mio. EUR; davon waren 14,3 Mio. EUR periodenfremder Ertrag. Abschlussprüferhonorar Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB sind die Angaben bzgl. des Abschlussprüferhonorars im Anhang des Konzernabschlusses der Allianz SE enthalten. Konzernzugehörigkeit Die AAM AG gehört zum Allianz-Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März 2015 veröffentlicht und nach deren Hauptversammlung im Mai 2015 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Er kann dort eingesehen oder bei der Allianz SE angefordert werden. Die AAM AG wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz Gruppe einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE haben für die AAM AG befreiende Wirkung, so dass kein eigener Konzernabschluss und -lagebericht erstellt wird.
München, 9. Februar 2015 Der Vorstand Jay Ralph, Vorsitzender Elizabeth Corley Douglas M. Hodge Dr. Thomas Naumann Anteilsbesitzliste der Allianz Asset Management AG, München per 31. Dezember 2014
* Verlustübernahme bzw.
Gewinnabführung aufgrund
Ergebnisabführungsvertrag 30
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Asset Management AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 12. Februar 2015 KPMG
AG
Warnke, Wirtschaftsprüfer Nägele, Wirtschaftsprüferin |
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