Knappschaft Kliniken Solution GmbH

In der Schornau 23, 44892 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 12025
Vorher
KBS Organisations-GmbHKIT Services GmbHKnappschaft Kliniken Service GmbH
Eingetragen
24.2.2009
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Nach Änderung: § 2 Gegenstand des Unternehmens (1) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). (2) Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Berufsbildung, des Wohlfahrtswesens sowie die selbstlose Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 Nr. 1 AO, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind. (3) Die Gesellschaft verwirklicht die in Absatz 2 genannten Zwecke auch im Rahmen eines planmäßigen Zusammenwirkens mit weiteren steuerbegünstigten Körperschaften, die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen, durch das Erbringen oder die Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere von Dienstleistungen aller Art, durch Nutzungsüberlassungen, durch Lieferungen oder durch Personaldienstleistungen. Zu den vorgenannten Leistungen gehören vor allem Geschäftsführungs- und Managementdienstleistungen sowie Beratungsleistungen von Krankenhausgesellschaften und anderen in der Gesundheitsbranche tätigen Dienstleistungsgesellschaften, an denen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit mindestens 50 % der Gesellschaftsanteile beteiligt ist, Verwaltungsdienstleistungen, zentrale Service- und IT-Leistungen sowie Einkaufsund Logistikleistungen. Das planmäßige Zusammenwirken erfolgt insbesondere mit den zum Unternehmensverbund um die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gehörenden Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen, dazu gehören derzeit die folgenden Körperschaften: - Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH -Klinikum Westfalen GmbH - Klinikum Vest GmbH -Knappschaftsklinikum Saar GmbH - Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH -Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH -Rhein-Maas Klinikum GmbH Krankenhaus der Knappschaft und der StädteRegion Aachen -Knappschaft Kliniken GmbH -DSL- Dienst u. Serviceleistungen GmbH - Klinikum Vest Service GmbH -KW Service GmbH -RMK-Service GmbH - Knappschaftsklinikum Saar Service GmbH -MVZ Klinikum Westfalen GmbH -MVZ Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch weitere Kooperationen im Sinne eines planmäßigen Zusammenwirkens mit anderen als den genannten Körperschaften eingehen, sofern diese die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen. Zu diesem Zweck kann sie auch andere Funktions- und Dienstleistungen als die vorgenannten erbringen oder empfangen. (4) Der Gesellschaftszweck kann gemäß § 58 Nr. 1 AO auch verwirklicht werden durch die Weitergabe bzw. Zuwendung eigener Mittel zur Förderung der in der Abgabenordnung genannten steuerbegünstigten Zwecke, soweit diese durch andere steuerbegünstigte Körperschaften oder durch Körperschaften des öffentlichen Rechts verfolgt werden. Die Förderung kann auch durch die vergünstigte Überlassung von Gütern und Leistungen an andere steuerbegünstigte Körperschaften für deren steuerbegünstigte Zwecke erfolgen. Diese haben die ihnen zugewandten Mittel ausschließlich und unmittelbar für ihre steuerbegünstigten Zwecke zu verwenden. (5) Die Gesellschaft ist zu Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Geschäftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen und nach Maßgabe der für den Gesellschafter geltenden gesetzlichen Bestimmungen zulässig sind. Sie dient der Aufgabenstellung des beteiligten Sozialversicherungsträgers (§§ 30, 85 SGB IV, 140 SGB V). (6) Die Gesellschaft ist berechtigt Zweigniederlassungen zu errichten. Ihr ist untersagt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen sowie Unternehmen zu gründen oder zu erwerben. Anzuzeigen sind den für die Gesellschafter zuständigen Aufsichtsbehörden Maßnahmen der Gesellschaft, die nach § 85 Abs. 1 bis 4 SGB IV anzeige- oder genehmigungspflichtig wären (§ 85 Abs. 5 SGB IV). § 2a Steuerbegünstigte Zwecke (1) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. (2) Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Gesellschafter dürfen keine Gewinnanteile und auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft erhalten. (3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. (4) Die Gesellschafter erhalten in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung der Gesellschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank-Michael Frede
seit 13.1.2026
Geschäftsführer
Dennis Knoop
seit 23.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (15)

NameAnteil
Deutsche Rentenversicherung
65.00%
5.00%
Deutsche Rentenversicherung
5.00%
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Körperschaft des öffentlichen Rechts
5.00%
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
4.75%

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 8 angezeigt

Knappschaft Kliniken GmbH
Germany
130.000 €
65.00%
Knappschaft Kliniken Vest GmbH
Germany
10.000 €
5.00%
Knappschaft Kliniken Westfalen GmbH
Germany
10.000 €
5.00%
Knappschaft Kliniken Saarbrücken Saar GmbH
Germany
10.000 €
5.00%
Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH
Germany
10.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Knappschaft Kliniken Solution GmbH (vormals: Knappschaft Kliniken Service GmbH)

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 92.669,00 167.742,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.850,00 1.029.459,00
894.519,00 1.197.201,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 222.662,02 378.972,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.030,10 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.933.177,23 740.877,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 24.377,57 74.981,96
2.958.584,90 815.859,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.165.430,89 482.300,29
6.346.677,81 1.677.132,71
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.284.148,56 1.106.006,61
8.525.345,37 3.980.340,32

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 1.005.507,08 694.362,24
III. Jahresüberschuss 15.496,71 311.144,84
1.221.003,79 1.205.507,08
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES SACHANLAGEVERMÖGENS 79.236,54 103.411,54
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 35.132,00 30.000,00
2. Steuerrückstellungen 175.864,00 1.800,00
3. Sonstige Rückstellungen 637.031,70 445.037,63
848.027,70 476.837,63
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 856.984,40 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 856.984,40 (Vj.: € 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.512.435,28 1.379.948,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.381.134,18 (Vj.: € 1.007.191,30)
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaftern 600.090,02 554.052,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 600.090,02 (Vj.: € 554.052,89)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 205.096,53 156.442,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 205.096,53 (Vj.: € 156.442,55)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 202.471,11 104.139,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 202.471,11 (Vj.: € 104.139,96) 6.377.077,34 2.194.584,07
davon aus Steuern € 194.402,38 (Vj.: € 97.123,08)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (Vj.: € 0,00)
8.525.345,37 3.980.340,32

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. UMSATZERLÖSE 44.021.204,50 23.624.110,15
2. Sonstige betriebliche Erträge 139.580,06 44.160.784,56 77.084,69 23.701.194,84
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.785.275,42 4.500.929,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.384.747,65 26.170.023,07 6.540.325,18 11.041.254,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.020.853,21 6.466.598,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.078.249,73 12.099.102,94 1.392.303,93 7.858.902,59
- davon für Altersversorgung und Unterstützung € 249.200,42 (Vj: € 154.603,91)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 696.847,96 645.608,11
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 32.082,40 32.082,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.022.818,55 3.787.465,25
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.777,33 0,00
- davon von Gesellschafter € 60.777,33 (Vj: € 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.814,26 32.292,61
- davon an Gesellschafter € 0,00 (Vj: € 25.680,35)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 174.064,00 -7.867,57
10. Ergebnis nach Steuern 15.808,71 311.456,84
11. Sonstige Steuern 312,00 312,00
12. JAHRESÜBERSCHUSS 15.496,71 311.144,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Knappschaft Kliniken Solution GmbH mit Sitz in Bochum im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter der Nummer HRB 12025 eingetragen.

B. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft zählt zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See hat die Gesellschaft jedoch gemäß des § 25 Abs.1 Nr. 2 SVHV den Jahresabschluss und den Lagebericht entsprechend den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 (zzgl. Umsatzsteuer) werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung erfolgt demzufolge nach dem Niederstwertprinzip.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen angesetzt.

Zweckentsprechend verwendete Fördermittel werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ausgewiesen und analog zu den korrespondierenden Abschreibungen ertragswirksam aufgelöst.

Die Knappschaft Kliniken Solution GmbH bewertet die Altersversorgungsverpflichtungen aus Nachschusspflichten aus einem in der Vergangenheit zu Gunsten der Mitarbeitenden abgeschlossenen Vertrag mit einer Pensionskasse zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Methode) ermittelten und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaften berücksichtigt. Für die Abzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen wird ein laufzeitadäquater Zinssatz (1,82%) verwendet. Der angenommene Rententrend liegt bei 1%, der Einkommenstrend und der Fluktuationstrend wurden mit 0 % angenommen. Darüber hinaus wurden Textband und Richttafeln 2018 G, sowie Programm HEURIKA der Heubeck Richttafeln GmbH zur Bewertung verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 1.105 (VJ: EUR 3.430). Der Ausweis erfolgt unter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

D. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 2.933 (Vorjahr T€ 741) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Analog zum Vorjahr liegen keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr vor.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Mehrarbeitsstunden und Urlaubsansprüche der Mitarbeitenden gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Geschäftsjahr (Vorjahr)
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr > 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
Gesamt 6.245.776,24 131.301,10 0,00 6.377.077,34
Vorjahr 1.821.826,70 372.757,37 0,00 2.194.584,07

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vollständig Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegengenüber der Gesellschafterin beinhalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 593 (Vorjahr T€ 153) und Personalkosten für gestellte Mitarbeiter T€ 7 (Vorjahr T€ 0). Das von der Knappschaft-Bahn-See aufgenommene Darlehen zur Finanzierung der IT-Konsolidierung wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten sind die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen frei von Sicherheiten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betreffen in voller Höhe die Vergütung für die Berechnung der Leistungen der schon im Vorjahr etablierten Geschäftsbereiche IT und Einkauf als auch der neu im Berichtsjahr aufgebauten Bereiche Servicecenter Personal, PflegeFlex, Servicecenter Patient, Marketing und Kommunikation sowie Servicecenter Finanzen an die Gesellschaften des Verbundes der Knappschaft Kliniken. Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 52) enthalten. Diese betreffen nachträgliche UST-Erstattungen der Prospitalia GmbH und Auflösungen von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 41) enthalten. Diese betreffen im wesentlichen nachlaufende Rechnungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem Veranlagungszeitraum 2022 ist die Gesellschaft gemeinnützig und somit grundsätzlich nicht steuerpflichtig. Es sind Steueraufwendungen aus Nachzahlungen für Vorjahre gem. Betriebsprüfung in Höhe von T€ 172 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemäß § 285 Nr. 3a HGB betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die folgenden drei Jahre, die nicht in der Bilanz enthalten sind im Gesamtbetrag T€ 9.108 (Vorjahr T€ 5.653).

Bei diesen Verpflichtungen handelt es sich um längerfristige Miet-, und Wartungsverträge.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Christian Bauer

Kaufmännischer Geschäftsführer Operatives Geschäft der Knappschaft Kliniken GmbH

(Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Andreas Schlüter

Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH

(stellv. Vorsitzender bis zum 30. September 2023)

Herr Igor Levit

Kaufmännischer Geschäftsführer Finanzen der Knappschaft Kliniken GmbH

(Aufsichtsratsmitglied und stellv. Vorsitzender seit dem 1. Oktober 2023)

Herr Dr. Hans Christian Atzpodien

Hauptgeschäftsführer der Klinikum Vest GmbH

Herr Michael Kleinschmidt

Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH

Herr Marco Kempka

Geschäftsführer der Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH

Herr Dr. Patrick Frey

Geschäftsführer der Rhein-Maas Klinikum GmbH

(Aufsichtsratsmitglied bis zum 31. März 2023)

Herr Jonas Wintz

Geschäftsführer der Rhein-Maas Klinikum GmbH

(Aufsichtsratsmitglied seit dem 01. April 2023)

Herr Stefan Grave

Geschäftsführer der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH und der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH

Frau Andrea Massone

Geschäftsführerin der Knappschaftsklinikum Saar GmbH

Herr Paul Kudlich

Hauptgeschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH (Aufsichtsratsmitglied bis zum 30. November 2023)

Frau Daniela Derscheid

Geschäftsführerin der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH

(Aufsichtsratsmitglied seit dem 01. Dezember 2023)

Geschäftsführung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Igor Levit, Bochum (1. März 2023 bis 30. September 2023)

Herr Thorsten Hahn, Bochum

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde Herr Ansgar Hermeier, Teltow, zum Hauptgeschäftsführer der Gesellschaft bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Anzahl der Beschäftigten 31.03 30.06 30.09 31.12 Durchschnitt Vorjahr
Beschäftigte 117 183 212 216 182 110,75
Aushilfen (Minijob) 0 0 0 0 0 0
117 183 212 216 182 110,75
Anzahl der Vollkräfte 31.03 30.06 30.09 31.12 Durchschnitt Vorjahr
Vollkräfte 111,07 169,42 195,02 195,70 167,80 106,37
Aushilfen (Minijob) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
111,07 169,42 195,02 195,70 167,80 106,37

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Bochum, den 28. März 2024

Ansgar Hermeier, Hauptgeschäftsführer

Thorsten Hahn, Geschäftsführer

Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2023

Bezeichnung: Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugang Umbuchung Abgang Umbuchung Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.686.311,70 54.788,54 -- 1.741.100,24
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.176.934,10 339.377,42 -- 7.516.311,52
Gesamt I. + II. 8.863.245,80 394.165,96 -- 9.257.411,76
Bezeichnung: Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Zugang Abgang Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.518.569,70 129.861,54 -- 1.648.431,24
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.147.475,10 566.986,42 -- 6.714.461,52
Gesamt I. + II. 7.666.044,80 696.847,96 -- 8.362.892,76
Bezeichnung: Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 92.669,00 167.742,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.850,00 1.029.459,00
Gesamt I. + II. 894.519,00 1.197.201,00

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Knappschaft Kliniken Solution GmbH (vormals Knappschaft Kliniken Service GmbH, im Folgenden auch kurz "KKSG" oder "Gesellschaft" genannt) ist im Handelsregister unter HR B 12025, beim Amtsgericht Bochum eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbesteuer befreit, weil Sie ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 ff. der Abgabenordnung verfolgt.

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, des öffentlichen Gesundheitswesens, der Berufsbildung, des Wohlfahrtswesens sowie die selbstlose Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im Sinne des § 53 Nr. 1 AO, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Die Gesellschaft verwirklicht die o.g. genannten Zwecke auch im Rahmen eines planmäßigen Zusammenwirkens mit weiteren steuerbegünstigten Körperschaften, die die Voraussetzungen der §§ 51 bis 68 AO erfüllen, durch das Erbringen oder die Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere von Dienstleistungen aller Art, durch Nutzungsüberlassungen, durch Lieferungen oder durch Personaldienstleistungen. Zu den vorgenannten Leistungen gehören vor allem Managementdienstleistungen sowie Beratungsleistungen von Krankenhausgesellschaften und anderen in der Gesundheitsbranche tätigen Dienstleistungsgesellschaften, an denen die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit mindestens 50 % der Gesellschaftsanteile beteiligt ist, Verwaltungsdienstleistungen, zentrale Service- und IT-Leistungen, Einkaufs- und Logistikleistungen, Marketing und Personaldienstleistungen.

Unter dem Dach der Knappschaft Kliniken Solution GmbH wurden im Geschäftsjahr 2023 die IT-Dienstleistungen (KIT), der strategische Einkauf (E.log) für die Krankenhäuser im Management-Verbund der Knappschaft Kliniken erbracht. Der Geschäftsbereich Marketing wurde neu etabliert, das Servicecenter Patient mit der Service Hotline eröffnet und auch das Servicecenter Personal wurde gestartet und hat in 2023 begonnen Personaldienstleistungen für verschiedene KHTG im Verbund zu erbringen. Mit PflegeFlex wurde ein verbundinterner Pool von Leihkräften für die Intensiv- und OP-Pflege gegründet.

Die sich dadurch ergebenden Synergien verschaffen unserem Verbund die notwendige Umsetzungsgeschwindigkeit für die Herausforderungen des aufregenden Gesundheitsmarktes. In einem von kurzen Entwicklungszyklen und Reaktionen geprägten Umfeld liegt die Stärke von Management-Verbünden, wie dem der Knappschaft Kliniken, in einer schlanken Organisation und flexiblen Prozessen.

2. Ziele und Strategien

Unser Bestreben ist es, die besten Prozesse und Anwendungen für unsere Kunden zu entwickeln. Ein wesentliches Ziel der Gesellschaft ist daher der Erhalt und Ausbau einer hervorragenden Prozesstauglichkeit der Anwendungen und Systeme unter Beachtung der gesetzlichen Normen und Regelungen und der ständigen Suche nach Verbesserungen und Innovationen. Dazu werden u. a. proaktiv gemeinsame hausübergreifende Prozesse für die Kunden-Krankenhäuser auf Basis von Standards und der gemeinsamen technischen und organisatorischen Infrastruktur gestaltet.

Im Bereich der strategischen Beschaffung verfolgen wir das Ziel der Optimierung der Beschaffungskosten durch die Bündelung der Bedarfe, Erhöhung der Verbindlichkeit der Abnahmezusagen und die Reduzierung der Produktvarianz im Verbund aller Krankenhausgesellschaften unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, d.h. bedarfsgerechte Qualität bei guten Konditionen und gesicherter Refinanzierung der eingesetzten Produkte.

Die Übernahme weiterer operativer Dienstleistungen im Bereich Personal, Marketing und Hotline und weiterer Dienstleistungen im Sinne des Gesellschaftszwecks dient der Stärkung der Gesellschaften des Verbundes des Knappschaft Kliniken.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur war im Geschäftsjahr 2023 durch die hohen Inflationsraten, die fiskalpolitischen Entscheidungen und geopolitischen Krisen belastet. Dabei war die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im europäischen Vergleich besonders stark betroffen. Insbesondere waren hierfür der geschwächte private Konsum infolge erheblicher Kaufkraftverluste im Zusammenhang mit der Energiepreiskrise sowie die schwache Auslandsnachfrage ursächlich, welche die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands neben den gestiegenen Energiekosten deutlich belastet hat. Mit einer allmählichen Erholung der deutschen Volkswirtschaft wird seitens der Experten erst im Verlauf des Jahres 2024 gerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Der Anstieg des privaten Konsums reichte dabei zum Jahresende nicht aus, um die negativen Auswirkungen der rückläufigen Investitionen auszugleichen. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahr 2023 um 5,9 % gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. Die Inflationsrate lag somit zwar auf einem hohen Niveau jedoch unter dem historischen Höchststand des Vorjahres.

Der ifo Geschäftsklimaindex als Indikator für die Stimmung unter den Unternehmen ging von 90,1 Punkten im Januar 2023 auf 86,3 Punkte im Dezember 2023 zurück. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fallen pessimistisch aus. Zudem hat sich die Konjunkturkrise auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. So ist die Arbeitslosigkeit in 2023 durchschnittlich um 0,4 Prozentpunkte gestiegen und die Arbeitslosenquote lag durchschnittlich bei 5,7%.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mündeten in negativen Implikationen für die Krankenhauslandschaft und führten zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Branche. Die angespannte finanzielle Situation der Mehrheit der deutschen Krankenhäuser war dabei gemäß einer Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger GmbH insbesondere auf den Personalmangel, Unsicherheiten bei der Finanzierung, inflationsbedingt steigenden Preisen und einen zunehmenden Investitionsstau zurückzuführen. Wichtige Trends für die Gesundheitswirtschaft werden in der Studie neben der Spezialisierung des Leistungsangebots und der Optimierung von Sekundär- und Tertiärleistungen (unterstützende und administrative Dienstleistungen) - auch unter Nutzung künstlicher Intelligenz - in Kooperationen und Fusionen mit anderen Leistungserbringern gesehen. Darüber hinaus ist perspektivisch von einer Reduktion stationärer Kapazitäten infolge des Trends zur Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Leistungen auszugehen. Zudem wird gemäß der Studie dem Fachkräftemangel, insbesondere im Pflegekräftebereich, durch Setzung zusätzlicher nicht-finanzieller Anreize und dem Ausbau eigener Ausbildungskapazitäten zu begegnen sein, wobei auch die zunehmenden Anforderungen an eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu berücksichtigen sind.

Die Politik reagiert auf die aktuellen Herausforderungen mit Reformvorhaben auf der Bundes- und Landesebene. Seit dem Jahr 2022 läuft in Nordrhein-Westfalen bereits ein neues Krankenhausplanungsverfahren. Die Landesplanung in Nordrhein-Westfalen soll zukünftig nicht mehr nach Bettenkapazitäten erfolgen. Erstmals sollen die tatsächlichen Fallzahlen als Planungsgrundlage herangezogen werden. Dafür hat das Land sogenannte Leistungsbereiche und Leistungsgruppen erarbeitet und ausgewiesen, die die medizinischen Fachgebiete und Unterdisziplinen abbilden sollen. Auf der Bundesebene haben sich Bund und Länder im Juli 2023 auf die Eckpunkte für die Krankenhausreform geeinigt. Diese Einigung sieht vor, auf dem Planungsansatz nach den Leistungsgruppen des Landes Nordrhein-Westfalen aufzubauen. Zudem soll das bisherige System der Fallpauschalen hierbei durch sogenannte Vorhaltepauschalen ergänzt werden. Diese Vorhaltepauschalen sollen dabei an von den Ländern zugeordneten Leistungsgruppen sowie der Einhaltung von Qualitätskriterien gekoppelt werden, während die bisherigen Fallpauschalen gesenkt werden sollen. Die Selbstverwaltungsparteien werden dabei auf Bundesebene gesetzlich verpflichtet, die Vorhaltekosten der Krankenhausbehandlungen auf der Basis der Leistungsgruppen zu kalkulieren. Das Pflegebudget bleibt dabei unberührt. Eine vollumfängliche Beantwortung der Fragen zur geplanten Umsetzung und Finanzierung gibt der derzeitige Gesetzentwurf noch nicht, sodass gemäß der oben genannten Studie erst mittelfristig (ab 2028) mit Entlastungen durch die Reform gerechnet wird.

Im Oktober 2023 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Förderung der Qualität der stationären Versorgung durch Transparenz (Krankenhaustransparenzgesetz) beschlossen. Durch das Gesetz sollen die Krankenhäuser verpflichtet werden, Daten zu ihren Leistungen und ihrer Qualität umfangreicher als bisher zu erheben und zu berichten. Hiermit soll es für Patientinnen und Patienten einfacher werden, das Leistungsangebot, die Qualität und die ärztliche und pflegerische Personalausstattung der Krankenhäuser in ihrer Nähe zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist die Einrichtung eines im Internet abrufbaren Transparenzverzeichnisses durch das Bundesministerium für Gesundheit vorgesehen. Die Bundesländer haben im November 2023 im Bundesrat den Vermittlungsausschuss angerufen. Dieser hat das Gesetz im Februar 2024 ohne Änderungen bestätigt. Das Krankenhaustransparenzgesetz sieht zudem vor, dass zukünftig die Tariflohnsteigerungen des Pflegepersonals frühzeitig refinanziert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Knappschaft Kliniken Solution GmbH die Krankenhausträgergesellschaften weiterhin intensiv bei der Umsetzung der verschiedenen Projekte im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes unterstützt.

Die Bewilligung der Anträge im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes ist im Jahr 2023 abgeschlossen worden und insgesamt wurden 49 Anträge bewilligt. So konnten ca. 37,5 Mio. € Fördermittel akquiriert werden. Die Projekte sind erfolgreich begonnen, Ausschreibungen abgeschlossen und die laufende Umsetzung wird mit einem regelmäßigen Reporting und Controlling überwacht.

2. Geschäftsverlauf und Lage: Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind von T€ 23.624 um T€ 20.397 auf T€ 44.021 angestiegen. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen auf Erlöse aus den neuen Geschäftsbereichen Servicecenter Personal, PflegeFlex, Marketing Servicecenter Patient sowie einem Anstieg der IT Dienstleistungen und Erlöse aus Weiterberechnungen für IT und insbesondere Strom zurück zu führen. Ebenfalls führten Weiterverrechnungen von Energieaufwendungen zu einer Steigerung der Umsatzerlöse.

Die Materialaufwendungen sind um T€ 15.133 auf T€ 26.217 angestiegen. Neben dem allgemeinen Anstieg des Preisniveaus wirkten sich insbesondere Beschaffungen im Zusammenhang mit KHZG Projekten aber auch die deutlichen Steigerungen für Strom aufwandserhöhend aus.

Die Personalaufwendungen sind um T€ 4.241 auf T€ 12.100 angestiegen. Der Anstieg ist neben Lohn- und Gehaltssteigerungen im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg der Mitarbeitenden zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 1.230 auf T€ 4.975 angestiegen. Der Anstieg entfällt insbesondere auf Fremdleistungen und Softwareaufwendungen.

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren im Wesentlichen aus Nachzahlungen für Vorjahre aufgrund der im Berichtsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 und deren Auswirkungen bis 2021 einschließlich. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit der Gesellschaft erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2022.

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 15 (Vorjahr T€ 311). Damit liegt das Ergebnis unterhalb des prognostizierten Jahresüberschusses in Höhe von T€ 29.

2.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um T€ 4.545 auf T€ 8.525 erhöht.

Auf der Aktivseite der Bilanz hat sich das langfristige Anlagevermögen im Wesentlichen abschreibungsbedingt um T€ 303 vermindert. Den Anlagezugängen in Höhe von T€ 394 standen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 697 gegenüber.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich kumuliert um T€ 4.670. Dem Rückgang der Vorräte um T€ 156 und der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 51 stand ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 2.192 und der Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 2.683 gegenüber.

Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresergebnisses um T€ 15 auf T€ 1.221. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag rd. 14,3% der Bilanzsumme.

Der bereits im Vorjahr bilanzierte Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens beläuft sich auf T€ 79 nach T€ 103 im Vorjahr.

Die Steuerrückstellung erhöht sich um T€ 174 ebenso wie die sonstigen Rückstellungen um T€ 192 und die im Vorjahr bilanzierte Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 5. Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen damit auf T€ 848 nach T€ 477 im Vorjahr.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um T€ 4.183 ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ +3.132) und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (T€ +857) zurückzuführen. Aber auch die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern steigen um T€ +46 ebenso wie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+T€ 49) und die Sonstigen Verbindlichkeiten (+T€ 98).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von T€ 885 um T€ 2.592 auf T€ 3.477 angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem starken Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. Gegenläufig wirkt sich der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ein Rückgang des Jahresüberschusses aus.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit T€ -394 im Vergleich zum Vorjahr (T€ -243) angestiegen und im Wesentlichen auf den Rückgang der erhaltenen Zuschüsse und Fördermitteln bei einem gleichzeitigen leichten Anstieg der Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ - 400 (Vorjahr -T€ 396) ist auf die Tilgung eines Darlehens gegenüber der Gesellschafterin zurückzuführen.

Insgesamt ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Anstieg des Finanzmittelfonds um T€ 2.683 auf T€ 3.165.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt.

3. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Entwicklung des Betriebsergebnisses und

• Liquiditätsentwicklung

Die Arbeitnehmerbelange stellen aufgrund des Fachkräftemangels einen wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer weiteren Steigerung der Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen € Mio.-Bereich und einem leicht positiven Jahresergebnis aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen erwartet die Geschäftsführung aus der Ausweitung des Umfangs der bestehenden Geschäftsfelder und der Erbringung neuer Dienstleistungen innerhalb des Verbunds der Knappschaft Kliniken.

Hierbei werden bei bestehenden Geschäftsfeldern sowohl die fortschreitende Digitalisierung, die Optimierung der Einkaufsorganisation als auch der weitere Ausbau der im Berichtsjahr neu geschaffenen Leistungsbereiche zum weiteren Wachstum der Gesellschaft beitragen.

Weitere Potentiale für neue Dienstleistungen können sich insbesondere aus der Bündelung von verbundweiten operativen Dienstleistungen innerhalb der KKSG ergeben.

Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft können sich aus grundsätzlich aus den Bereichen Personalrisiken, Beschaffungsrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken ergeben.

Für die Erbringung unserer Dienstleistungen benötigen wir engagierte und qualifizierte Mitarbeitende. Der steigende Bedarf an Fachkräften betrifft die KKSG in Analogie zu anderen Unternehmen der Branche. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit zahlreichen Maßnahmen wie beispielsweise einer zeitgemäßen Vergütungsstruktur, Fortbildungsmaßnahmen sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld. Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Arbeitgeberattraktivität müssen weiterhin rechtzeitig geplant und umgesetzt werden.

Beschaffungsrisiken können sich aus Lieferengpässen und Preissteigerungen ergeben. Diesen Risiken gilt es mit einer vorrausschauenden Verbundübergreifenden Strategie und täglicher Kontrolle der Reichweiten zu begegnen. Es bestehen keine unmittelbaren wesentlichen Beschaffungsrisiken infolge des Kriegs in der Ukraine.

Durch die Gesellschafter- und damit auch Kundenstruktur bestehen für die Gesellschaft keine wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

 

Bochum, den 28. März 2024

Ansgar Hermeier, Hauptgeschäftsführer

Thorsten Hahn, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Knappschaft Kliniken Solution GmbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Knappschaft Kliniken Solution GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Knappschaft Kliniken Solution GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knappschaft Kliniken Solution GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 02.05.2024

W+ST PUBLICA REVISIONSGESELLSCHAFT MBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Roman Woll, Wirtschaftsprüfer

Richard Boßlet, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Gesellschaft regelmäßig überwacht. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat, insbesondere in den gemeinsamen Sitzungen zu denen der Aufsichtsrat zusammentrat, in Form von schriftlichen und mündlichen Berichten. Im Rahmen der Berichterstattung wurde regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wirtschaftliche Situation informiert. Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei Sitzungen statt.

In Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Über Geschäfte, die nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages und der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrates unterliegen, hat der Aufsichtsrat Beschluss gefasst.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, einschließlich Lagebericht, ist von der W + ST Publica Revisionsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung der Buchführung und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lag allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung am 23.08.2024 vor und wurde in der Sitzung erörtert. Der Aufsichtsrat hat die Ergebnisse der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresergebnisses geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfungen sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Lagebericht sowie den Jahresabschluss zum 31.12.2023 und schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Feststellung des Jahresabschlusses und über die Ergebnisverwendung an.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Bochum, den 23.08.2024

Christian Bauer, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung der Knappschaft Kliniken Solution GmbH hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 in ihrer Sitzung am 27.08.2024 festgestellt und beschlossen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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