Bonalytic GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
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Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Dickhaus seit 8.7.2013 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Huelsenberg Holding GmbH & Co. KGPinnebergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Darstellung der Geschäftstätigkeit des Konzerns Der Huelsenberg-Konzern ist eine über die Jahre planvoll diversifizierte Unternehmensgruppe, die sich auf die folgenden vier Geschäftsbereiche konzentriert: 1. Agrar 2. Biotechnologie 3. Erneuerbare Energien 4. Industrielle Mess- und Regelungstechnik. Die operative Führung der vier Geschäftsbereiche des Huelsenberg-Konzerns erfolgt durch vier Aktiengesellschaften, die der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, durch Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge untergeordnet sind. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG mit den die Geschäftsbereiche führenden Tochtergesellschaften stellt sich dementsprechend wie folgt dar:
In dem Geschäftsfeld Agrar führt die UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, Bereiche für die nationale und internationale Produktion und den Vertrieb von Tierernährung, Hygiene, Konservierung und sonstiger Produkte zur artgerechten und qualitativ hochwertigen Haltung und Fütterung von Nutztieren. Die Biotic Science Holding AG, Pinneberg, ist in dem Geschäftsfeld der probiotischen Biotechnologie tätig, in dem innovative Produkte für die Ergänzung oder Konservierung von Tiernahrung und zunehmend für den Einsatz in agrarfremden Bereichen erforscht, entwickelt und produziert werden. Die Enbycon Holding AG, Pinneberg, betreibt die Konzernaktivitäten im Geschäftsbereich der Erneuerbaren Energien. Dabei konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten auf die dem Agrarbereich naheliegenden Biogasanlagen. Schwerpunkte sind die Betriebsoptimierung durch den Vertrieb von Bioreaktoren und Enzymen mit ergänzender Beratung der Anlagenbetreiber. In dem Geschäftsfeld Industrielle Mess- und Regelungstechnik führt die DURAG Holding AG, Hamburg, eine Anzahl von national und international angesiedelten Tochtergesellschaften, die als weltweit aufgestellte Anbieter in Nischenmärkten der Umweltüberwachungs- und Feuerungstechnik erfolgreich tätig sind. Die Huelsenberg-Gruppe verfolgt die Strategie, gesundes Wachstum durch lösungs- und kundenorientierte Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei darin, organisch zu wachsen und die damit verbundenen Synergien zu nutzen, wobei auch Akquisitionen und Kooperationen, sofern sie sinnvoll die bestehenden Geschäftsbereiche ergänzen, getätigt werden. Ein besonderer Fokus liegt in der weiteren Globalisierung der Tätigkeiten, um damit den wachsenden Ansprüchen der Kunden und des Marktes gerecht zu werden. Dementsprechend werden die historisch gewachsenen Strukturen ständig den markt- und kundenspezifischen Anforderungen sowohl operativ als auch strukturell angepasst. 1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchen Die Weltwirtschaft ist in 2017 mit 3,5 % stärker als in 2016 (2,3 %) gewachsen. Maßgeblich zum Wachstum beigetragen haben die Entwicklungs- und Schwellenländer, die um 4,5 % nach 4,3 % im Jahr 2016 wachsen konnten. Die zu Beginn des Jahres 2017 durch das Brexit-Votum und den Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA geschürte wirtschaftspolitische Unsicherheit hatte keine merklichen negativen Auswirkungen auf die Finanzmärkte oder die Realwirtschaft. In der Europäischen Union hat sich die konjunkturelle Erholung verfestigt. Die Entwicklung gestaltet sich unter den Mitgliedstaaten jedoch sehr uneinheitlich. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 um 2,2 % gestiegen und lag damit auf Durchschnittsniveau. Getragen wurde der Wirtschaftsaufschwung, wie schon im Vorjahr, von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach Produkten "Made in Germany" ankurbelte. So bleibt auch die Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft weiterhin groß. Während die Wirtschaft in Italien (1,5 %), Frankreich (1,6 %) und Großbritannien (1,6 %) nur ein geringes Wachstum erreichte, konnten Rumänien (5,7 %), Slowenien (4,7 %), Estland (4,4 %) und Tschechien (4,3 %) deutlich stärker wachsen. Insgesamt wuchs die Wirtschaftsleistung der EU-28 um 2,3 % nach 1,9 % in 2016. In den USA wuchs die Wirtschaft im Jahr 2017 stärker als erwartet um etwa 2,3 %, nachdem das Wirtschaftswachstum im Vorjahr nur bei 1,6 % lag. Grund hierfür sind die rückläufige Arbeitslosenquote, die den privaten Konsum stützt, sowie die zunehmenden Anlageninvestitionen. In den asiatischen Schwellenländern entwickelte sich das Wachstum 2017 mit einigen Ausnahmen leicht schwächer als im Vorjahr. Obwohl weiterhin ein relativ hohes Wirtschaftswachstum erzielt wird, liegt das Wachstum in China, dem wirtschaftsstärksten Land der Gruppe, mit 6,8 % auf Vorjahresniveau und damit so niedrig wie in den letzten 25 Jahren nicht mehr. Stabilisierend wirkte sich die expansive Geld und Fiskalpolitik aus. Sorge bereitet vor allem Chinas weiter rasant steigende Staatsverschuldung. Das Wirtschaftswachstum in Indien hat sich auf 6,4 % reduziert, nachdem es in den Vorjahren stets bei mehr als 7 % lag und das Land damit zu den am stärksten expandierenden Volkswirtschaften der Welt zählte. Grund für diese Entwicklung ist die in 2017 eingeführte "Goods and Service Tax", eine landesweit einheitliche Umsatzsteuer. Sie stellt einen wichtigen Schritt zur Schaffung eines landesweiten Binnenmarktes dar und soll die Schattenwirtschaft, durch die Möglichkeit eines Vorsteuerabzugs, eindämmen. Die somit steigenden Steuereinnahmen sollen die Investitionsmöglichkeiten der öffentlichen Hand stärken. Ebenfalls bremsend wirkte sich die im November 2016 beschlossene Demonetisierung auf das Wachstum aus. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden die zwei Geldscheine mit den höchsten Werten, die ca. 86 % der gesamten im Umlauf befindlichen Bargeldmenge ausmachen, entwertet. Mittel- bis langfristig werden von beiden Maßnahmen jedoch positive Auswirkungen erwartet. Ebenfalls zum Wachstum beitragen wird die expansive Geldpolitik der Reserve Bank of India sowie die weiterhin stark zunehmenden ausländischen Direktinvestitionen. Nach dem die Wirtschaft in Lateinamerika im Vorjahr noch geschrumpft war, konnte sie sich in 2017 etwas erholen und ist laut der UN-Wirtschaftskommission um 1,3 % gewachsen. Dazu trugen insbesondere stabilere Rohstoffpreise sowie die Überwindung der Wirtschaftskrise in Brasilien, dem Land, das die Hälfte des südamerikanischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, bei. Die Wirtschaftsleistung ist in 2017 um 1,0 % gewachsen nach dem sie im Vorjahr noch um 3,5 % gesunken war. Neben der Kfz-Produktion verkünden auch der Chemiesektor und die Pharmaindustrie wieder steigende Produktionszahlen. Ebenfalls zur Überwindung der Rezession beigetragen hat eine deutlich bessere Ernte als im Vorjahr. In Russland konnte - nach mehreren Jahren Rezession - im Berichtsjahr trotz der andauernden Handelssanktionen der westlichen Industrienationen wieder ein Wirtschaftswachstum von 1,9 % verzeichnet werden. Gestützt wurde das Wachstum durch stabilere Rohstoffpreise sowie eine steigende Produktion als Reaktion auf die verhängten Embargos. Die Märkte der DURAG-Gruppe sind global, insofern nimmt die DURAG-Gruppe grundsätzlich an den allgemeinen Entwicklungen dieser Regionen teil. Allerdings sind die Produkte der Gruppe als Teil langfristiger Investitionsgüter in der Regel in ausgedehnte zyklische Projekte eingebunden, die zwar auch von den Bedingungen der Kapitalmärkte beeinflusst werden, aber weniger starken Schwankungen unterliegen als kurzfristige Investitions- oder Konsumgüter. Die anderen drei Geschäftsbereiche Agrar, Biotechnologie und Erneuerbare Energien sind vorwiegend von den Entwicklungen in der Landwirtschaft sowie den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Nach vier Jahren deutlich gestiegener Produktion, ist die weltweite Getreideernte 2017 um rund 2 % geringer ausgefallen als im Vorjahr. In der EU erhöhte sich die produzierte Getreidemenge auf 298,6 Mio. t bzw. um rund 1,5 %. Bei einer etwas verringerten Anbaufläche ist das größere Getreideaufkommen auf höhere Hektarerträge zurückzuführen, und zwar vor allem in Frankreich, wo die Ernte im Vorjahr extrem schlecht ausgefallen war. Die bundesdeutsche Getreideernte lag mit 45,6 Mio. t knapp über dem niedrigen Ergebnis des Vorjahres, aber um fast 3 % unter dem langjährigen Mittel. Ausschlaggebend für das niedrige Ernteergebnis waren ungünstige Vegetationsbedingungen. Die globale Fleischproduktion ist im Jahr 2017 um 1,1 % auf 325 Mio. t angestiegen. Auf Wachstumskurs ist vor allem die Rindfleischerzeugung (+1,7 %). Die EU ist nach wie vor mit rund 48 Mio. t der weltweit zweitgrößte Fleischerzeuger nach China. Die deutsche Fleischerzeugung hat in 2017 erneut moderat abgenommen und beträgt 8,6 Mio. t. Rückläufig waren vor allem die Schweine- und Rindfleischproduktion. Gut 57 % der Inlandserzeugung entfallen auf Schweinefleisch, Rindfleisch hat einen Anteil von rund 14 % und Geflügelfleisch von 21 %. Der starke Wettbewerb in der Schlachtbranche um die zur Verfügung stehenden Tiere führte im Jahr 2017 zu deutlichen Preisanstiegen. Im Jahresdurchschnitt lag der Preis für Schweine der Handelsklasse E in Deutschland bei € 1,63 je kg Schlachtgewicht und damit rund 14 Cent höher als im Vorjahr. Im Herbst nahm der Preisdruck deutlich zu und führte im November 2017 zu Kursen von nur noch € 1,46 je kg Schlachtgewicht. In der EU lag der Durchschnittspreis bei € 1,58 je kg Schlachtgewicht für Schweine der Handelsklasse E und damit 15 Cent über dem Vorjahreswert. Bei nahezu unveränderter Erzeugung und einer teils rückläufigen Nachfrage gewinnt der Außenhandel für die EU weiter an Bedeutung. Die chinesische Nachfrage nach Schweinefleisch aus der EU ist im Geschäftsjahr jedoch deutlich gesunken. Grund hierfür ist die erhöhte Eigenproduktion und die damit verbundenen niedrigeren Schweinepreise in China. Die Erzeugerpreise für Ferkel sind in 2017 von anfänglich € 50,00 je 25-kg-Ferkel kontinuierlich bis zur Jahresmitte auf € 63,00 angestiegen, danach sank der Preis jedoch recht schnell wieder und lag zum Jahresende bei nur noch € 42,00. Weltweit ist die produzierte Milchmenge in 2017 um 1,4 % auf 834 Mio. t gestiegen. Die größten Zunahmen fanden in Asien und Amerika statt, während die Milcherzeugung in Europa und Afrika eher stagnierte und in Ozeanien sogar zurückging. Größter Milcherzeuger im weltweiten Vergleich ist seit 2017 nicht mehr die EU (164,5 Mio. t) sondern Indien (169,3 Mio. t). Die EU konnte allerdings Neuseeland vom Platz des weltgrößten Exporteurs von Milch und Milchprodukten verdrängen. Absatzmöglichkeiten bestehen vor allem in den Ländern Asiens. Die EU-weit deutlich höheren Milchpreise gegenüber dem Vorjahr kurbelten die Produktion an, wobei die in Deutschland erzeugte Milchmenge auf Vorjahresniveau liegt. Im Oktober 2017 lag der Preis bei € 0,39 je kg konventionell erzeugter Milch und damit 10 Cent höher als im Oktober 2016. Die Erlössituation in der Bullenmast war im Jahr 2017 in Europa und auch in Deutschland zufriedenstellend. Der Erzeugerpreis für Schlachtbullen der Handelsklasse R3 ist um knapp 4 % auf € 3,84 je kg Schlachtgewicht gestiegen. Für das Jahr 2018 rechnet die Agrarmarkt Informationsgesellschaft mbH, Bonn bei einem stagnierenden Angebot und einem etwas höheren Rindfleischkonsum mit stabilen bzw. etwas erhöhten durchschnittlichen Jungbullenpreisen in Europa. 1.3 Entwicklung der Geschäftstätigkeit - Konzern Der Huelsenberg-Konzern konnte sich im Jahr 2017 in allen Geschäftsbereichen positiv entwickeln. Die folgenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016:
Der Umsatz des Huelsenberg-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 um € 27,7 Mio. bzw. 6,4 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2016. Im Berichtsjahr konnten die Bereiche Biotechnologie und industrielle Mess- und Regelungstechnik ihre positive Entwicklung fortsetzen. Während die Bereiche Agrar und Erneuerbare Energien im Vorjahr noch einen zum Teil rohstoffpreisbedingten Umsatzrückgang verkraften mussten, trugen sie im Berichtsjahr zum Wachstum des Konzernumsatzes bei. Der Konzernjahresüberschuss von € 40,6 Mio. liegt € 2,9 Mio. oder 7,7 % über dem Vorjahr, zurückzuführen maßgeblich auf den um € 16,6 Mio. höheren Rohertrag. Gegenläufig wirkten sich vor allem die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ € 5,5 Mio.) sowie der höhere Personalaufwand (+ € 4,6 Mio.) aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem durch höhere Vertriebsaufwendungen in Folge der Umsatzausweitung gestiegen. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Gehaltsanpassungen sowie Einstellungen zum Ausbau der Aktivitäten. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Thesaurierung eines wesentlichen Teils des Konzernjahresüberschusses um € 21,7 Mio. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %-Punkte verbessert und beträgt 79,3 %. 1.3.1 Entwicklung Konzernbereich Agrar Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Agrar, und hier insbesondere die des deutschen Teils, war im Geschäftsjahr 2017 geprägt durch die verbesserte Erlössituation in der Schweine- und Milchproduktion. Der Rohstoffbedarf wird durch langjährige nachhaltige Lieferantenbeziehungen und eine proaktive risikominimierende Einkaufspolitik abgedeckt. Der Einkauf der Unternehmen des Agrarbereichs ist maßgeblich von den Rohstoffen zur Herstellung von Misch- und Mineralfutter bestimmt. Diese umfassen vor allen Dingen Soja- und Rapsschrot, Getreide, Aminosäuren, Vitamine und Phosphate. Die Rohstoffbeschaffung stellte sich im Geschäftsjahr deutlich schwieriger dar als in den Vorjahren. Nach einem Brand im Ludwigshafener BASF-Werk kam es zu Engpässen und starken Preisanstiegen bei den Vitaminen A und E. Engpässe gab es auch bei Ameisen- und Propionsäure sowie Rohglycerin. In der Folge waren Rezepturanpassungen erforderlich. Eine andere Entwicklung zeigte sich bei den Eiweißkomponenten, so waren Raps- und Sojaschrot im Herbst 2017 so günstig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das Geschäft in der Landwirtschaft ist durch kurzfristige Bestellungen geprägt. Dementsprechend besteht kein Auftragsbestand, der eine nennenswerte Umsatzreichweite darstellt. 1.3.2 Entwicklung Konzernbereich Biotechnologie Im Vorjahr hat der Konzernbereich im Rahmen der Neuausrichtung der Exportstrategie diverse neue Aufgabenbereiche übernommen, hierzu gehört unter anderem die Übernahme der Verantwortung für den nordamerikanischen Markt. Der Verantwortung folgend wurde die Biotic Science-Gruppe durch die Neugründung der Provita Supplements Austria GmbH & Co. KG, Brunn am Gebirge, Österreich, sowie die Übernahme sämtlicher Anteile an der Provita Supplements Inc. (vormals: Schaumann Inc.), Mendota Heights, USA, gestärkt. Seit dem 1. September 2017 hält die Biotic Science Holding AG zudem sämtliche Anteile an der Tilco-Alginure GmbH, Reinfeld. Die produzierenden Unternehmen der Biotic Science-Gruppe, die LACTOSAN GmbH & Co. KG, Kapfenberg (Österreich) und die Senzyme GmbH in Troisdorf, Deutschland, produzieren beide hauptsächlich für konzerninterne Kunden. Die Tilco-Alginure GmbH vertreibt ihre Bodenverbesserer, Pflanzenschutz-, Dünge- und Futtermittel sowie Produkte für den Einsatz in Biogasanlagen, Kläranlagen und zur Tankreinigung auch direkt an fremde Dritte. Die Umsätze mit Dritten aus dem Verkauf von Futtersäuren und Futterkonservierung, Enzymen, Spurenelementen und Siliermitteln sowie Probiotika konnten im Geschäftsjahr um 38,2 % gesteigert werden. Der höhere Rohertrag und die geringeren Abschreibungen auf das Umlaufvermögen führten dazu, dass sich das Betriebsergebnis trotz der gestiegenen Aufwendungen für das Personal und der höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich verbessert hat. Für das Geschäftsjahr 2018 werden eine Steigerung der Auftragseingänge von Dritten und ein fortlaufend stabiler Auftragseingang aus dem Konzern erwartet. 1.3.3 Entwicklung Konzernbereich Erneuerbare Energien Das Jahr 2017 entwickelte sich für die gesamte deutsche Biogasbranche - so wie bereits die beiden Vorjahre - eher negativ. In 2017 waren in Deutschland 9.348 Biogasanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 4.497 Megawatt installiert. Der Zuwachs in 2017 betrug lediglich 260 Megawatt und diente fast ausschließlich der Flexibilisierung. Da zudem 75 % der Biogasanlagen in Deutschland an landwirtschaftliche Betriebe angeschlossen sind, wirken sich niedrige Erzeugerpreise, insbesondere bei Milch und Schweinefleisch, direkt auf die wirtschaftliche Lage der Biogasanlagen aus. Trotz der höheren Erzeugerpreise setzte sich die auf den Betrieben zu beobachtende Tendenz, Liquidität von der Biogasanlage in den Stall zu verlagern und z.B. den Einsatz von Prozesshilfsmitteln zu reduzieren, auch im Jahr 2017 fort. Durch die Novellierung des EEG im Sommer 2016 und die sich hieraus ergebenden Weiterführungsmöglichkeiten für ältere Biogasanlagen verbesserte sich die Grundstimmung bei den deutschen Biogasanlagenbetreibern. Diese eher optimistische Grundstimmung war auch in 2017 zu beobachten. Die Einspeisevergütung, der am Netz befindlichen Biogasanlagen war von Beginn an für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Anlagen, die nach 20 Jahren aus diesem Tarif herausfallen, können sich jetzt in einem Ausschreibungsverfahren neu bewerben. Durch diese Anschlussregelung ist davon auszugehen, dass die Anzahl und elektrische Leistung der Biogasanlagen in Deutschland in den nächsten acht Jahren nicht wesentlich, danach jedoch deutlich, sinken wird. In diesem schwierigen Umfeld konnte sich die Enbycon-Gruppe behaupten und ihren Umsatz um 6,1 % steigern. Der Einkauf der relevanten Optimierungs-Produkte beschränkt sich im Wesentlichen auf Rohstoffe, die im Huelsenberg-Konzern hergestellt werden. Damit besteht eine hohe Liefersicherheit, die die Enbycon-Gesellschaften hervorragend beim weiteren Ausbau der Marktpräsenz unterstützt. Der Auftragseingang des Geschäfts zur Optimierung von bestehenden Biogasanlagen sowie mit Siliermitteln lag im Geschäftsjahr 2017 über dem des Vorjahres. 1.3.4 Entwicklung Konzernbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik Die DURAG-Gruppe erzielt einen großen Teil ihres Umsatzes aus dem Projektgeschäft. Global gesehen ist das Geschäftsjahr 2017 für die DURAG-Gruppe positiv verlaufen. So konnte der Außenumsatz um 2,7 % gesteigert werden. Die größten Umsatzzuwächse konnten in Deutschland mit Produkten zur Staub- und Quecksilbermessung, sowie in Österreich, Frankreich und Spanien erwirtschaftet werden. Insgesamt ist der Umsatz in den EU-Ländern um 11,0 % angestiegen und trägt mit 56 % (Vorjahr: 51,3 %) zum Gesamtumsatz der DURAG-Gruppe bei. Umsatzeinbußen von rd. 25 % mussten in Nord- und Südamerika verkraftet werden. Das Geschäft in Asien war im Berichtsjahr leicht rückläufig, trägt jedoch mit 26,3 % (Vorjahr: 27,5 %) einen erheblichen Teil zu den Gesamtumsätzen der DURAG-Gruppe bei. Der Auftragseingang lag in 2017 über Vorjahresniveau und leicht oberhalb des erzielten Umsatzes. Die Materialverfügbarkeit war durchweg gut und die Liefertreue und Lieferqualität der Zulieferer war, wie auch in 2016, unproblematisch. Die kontinuierliche und zeitgerechte Belieferung der Produktion war zu jeder Zeit sichergestellt. Zu Lieferantenausfällen aufgrund von Insolvenzen oder Qualitätsproblemen kam es in 2017 nicht. 1.4 Investitionen Der Konzern verfügt über ein Anlagevermögen, das bei Anschaffungskosten in Höhe von € 338,2 Mio. aktuell einen Buchwert von € 144,4 Mio. aufweist. Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände Anschaffungskosten in Höhe von € 25,6 Mio. und Buchwerte von € 8,7 Mio. Auf Sachanlagen entfallen Anschaffungskosten in Höhe von € 302,7 Mio. und Buchwerte von € 125,8 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf € 16,9 Mio. Die Investitionen der Huelsenberg-Gruppe in das Anlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 21,8 Mio., damit € 4,9 Mio. über den verbuchten Abschreibungen. Im Rahmen des Erwerbs sämtlicher Anteile an der Tilco-Alginure GmbH wurde zudem Anlagevermögen mit historischen Anschaffungskosten von € 1,3 Mio. und einem Buchwert von € 0,6 Mio. übernommen. Für zukünftige Investitionen wird angemessene Liquidität bereitgehalten. 1.5 Personal Der Huelsenberg-Konzern ist einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte ausgesetzt, welche die gesuchten wissenschaftlichen, technologischen oder marktspezifischen Fähigkeiten mitbringen müssen, um den über die Jahre erreichten hohen Qualitätsstandard zu sichern, nachhaltig in den Märkten zu agieren und neue Kunden gewinnen bzw. bestehenden Kunden dienen zu können. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass leistungsbereite Mitarbeiter die Grundlage der erreichten Erfolge und des hohen Ansehens sind. So verfügen die Gesellschaften des Konzerns über betriebstreue Belegschaften, die sich überwiegend langfristig für die Huelsenberg-Gruppe engagieren und flexibel sind. Dadurch kann den steigenden Ansprüchen des Marktes durch Leistungsbereitschaft, langjährige Erfahrung und Kompetenz entsprochen werden. Um Mitarbeiter zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme unterhalten und vielfältige Möglichkeiten angeboten, sich in den Geschäftsfeldern fort- und weiterzubilden. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, wird auch die intensive Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten und Berufsverbänden genutzt. Dabei ist die Anzahl der durchschnittlich im Jahr festangestellten aktiven Mitarbeiter im Konzern um 14 Personen (1,0 %) von 1.452 auf 1.466 gestiegen. 2. Ertrag-, Vermögens- und Finanzlage 2.1 Ertragslage Die Konzern-Umsatzerlöse i.H.v. € 460,6 Mio. konnten im Berichtsjahr um € 27,7 Mio. (+6,4 %) erneut gesteigert werden. Die Erhöhung ist insbesondere durch organisches Wachstum erlangt worden. In Deutschland sind die Umsätze insgesamt um € 18,8 Mio. (+7,6 %) gestiegen. Im übrigen Europa sind die Umsätze um € 7,1 Mio. (+5,0 %) gestiegen. Außerhalb von Europa stieg der Umsatz um € 1,8 Mio. (4,2 %). Der Rohertrag, der die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen und die anderen aktivierten Eigenleistungen unter Berücksichtigung der Materialaufwendungen beinhaltet, hat sich um € 16,6 Mio. (+7,8 %) auf € 228,4 Mio. verbessert. Der Personalaufwand ist durch die Einstellung neuer Mitarbeiter und vertragliche bzw. tarifliche Anpassungen um € 4,6 Mio. (+5,1 %) auf € 94,0 Mio. angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 5,5 Mio. (+8,6 %) gestiegen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern im Konzern ist um € 4,9 Mio. (+10,4 %) auf € 51,7 Mio. und der Konzernjahresüberschuss um € 2,9 Mio. (+7,7 %) auf € 40,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr und gegenüber der im Vorjahr getroffenen Prognose für 2017 gestiegen. 2.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 2,2 % auf € 144,4 Mio. gewachsen und hat damit einen Anteil von 34,3 % an der Bilanzsumme. Den zweithöchsten Anteil weisen die liquiden Mittel mit € 141,7 Mio. (33,6 %) auf, die um 14,2 % angestiegen sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 3,2 % auf € 59,9 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 14,2 %) gestiegen. Die Vorräte liegen mit € 57,0 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 13,5 %) unter Vorjahresniveau. Die Ertragskraft der Gruppe ermöglichte es auch in diesem Geschäftsjahr, die gesamthändisch gebundene Rücklage erneut deutlich zu erhöhen und das Eigenkapital zu stärken. Die Konzern-Bilanzsumme ist um € 21,7 Mio. auf jetzt € 421,2 Mio. gestiegen, mit einem Anteil des Eigenkapitals an der Konzern-Bilanzsumme von 79,3 % (Vorjahr: 77,8 %). Das langfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 9,3 % an der Bilanzsumme und hat sich absolut um € 2,2 Mio. auf € 39,2 Mio. erhöht. Darin enthalten sind im Wesentlichen Pensionsrückstellungen. Das kurzfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 11,3 % (Vorjahr: 12,8 %) an der Bilanzsumme und hat sich um € 3,8 Mio. auf € 47,5 Mio. vermindert. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.3 Finanzlage Der Huelsenberg-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 erneut erhebliche Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit generiert und sich damit einen hohen Grad an Liquidität und Flexibilität für die laufenden Geschäftstätigkeiten sowie für Investitionen und Finanzaktivitäten bewahrt. Der Konzern ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur und finanzielle Flexibilität geprägt ist. Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, dass mittels einer konzernspezifischen Innenfinanzierung aus Eigenkapital, Darlehen und Cash Pooling-System die Finanzausstattung stets den Kapitalerfordernissen angepasst werden kann. Die Gruppe hat weder kurz- noch langfristige Finanzschulden. Im Berichtsjahr sind im Konzernabschluss lediglich niedrig verzinsliche Darlehen mit einer Restsumme in Höhe von € 0,5 Mio. auszuweisen, mit denen eine Tochtergesellschaft im Ausland ihre Betriebsstättenimmobilie finanziert hat. Die Finanzierung der Pensionspläne und Abfertigungen erfolgt über Rückstellungen, die sich im Berichtsjahr auf insgesamt € 39,2 Mio. belaufen. Die Huelsenberg-Gruppe arbeitet mit ihren Hausbanken unverändert sehr eng zusammen. Dabei bestehen in Deutschland wie in Österreich mit diesen Instituten Vereinbarungen über Cash Pooling-Systeme. Bestehende Rahmenkreditverträge werden allein für Avale in Anspruch genommen. Obwohl der Konzern wirtschaftlich gesund und zukunftsfähig ist, wird seine Tätigkeit mit Problemen konfrontiert, die die Zinspolitik und die Bankenkrise auch den Hausbanken bereitet und unter anderem deren Zukunft und Handlungsfähigkeit sowie ihre Bonität beeinträchtigen kann. Somit muss sich die Konzernmuttergesellschaft, die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Sorgen um die Sicherheit und Wertsicherung der Liquidität der Huelsenberg-Gruppe machen und sich mit der Absicherung der Einlagen und der Zinserträge beschäftigen. 3. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung wird im Huelsenberg-Konzern durch die verschiedenen Konzernbereiche durchgeführt. Dabei werden die jeweiligen Forschungsressourcen übergreifend in den einzelnen Geschäftsbereichen zielorientiert genutzt und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 als eine Einheit in diesem Lagebericht dargestellt. Die bereits in den Vorjahren planmäßig erweiterten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in konzerneigenen Unternehmen wie der deutschen ISF GmbH, Wahlstedt, der Senzyme GmbH, der österreichischen LACTOSAN GmbH & Co. KG und in dem Geschäftsbereich der DURAG-Gruppe gesellschaftsübergreifend in der Umweltmess- und Feuerungstechnik, wurden mit der Einstellung von zusätzlichem Personal und Kooperationen mit Universitäten und forschenden Unternehmen weiter fortgesetzt. Die Konzerngesellschaften stimmen ihre Strategie und Forschungsprojekte mit der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG als Konzernmuttergesellschaft und auch mit den Vertriebs- und Produktionsunternehmen der Huelsenberg-Gruppe ab, auch um die Produktion effizienter zu gestalten und die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Instituten sichern einen erfolgreichen Entwicklungsprozess. Jede neue Produktidee oder Änderungsanforderung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement einem Screening unterzogen, das Projekte priorisiert und danach in den Entwicklungsprozess eingebunden. Die Neu- und Weiterentwicklung der Produkte bilden die Basis für den bisherigen Erfolg der Gruppe und sind für die zukünftige Entwicklung am Markt unerlässlich. Hierfür werden die Entwicklungsaufwendungen zumindest auf dem bereits hohen Niveau gehalten und falls erforderlich auch gesteigert. Die ISF GmbH entwickelte in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und konzernforschenden Gesellschaften neue Produktideen und Konzepte, von denen nachfolgend nur wenige stichwortartig genannt werden:
Die Produkte der DURAG-Gruppe sind eng mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Einhaltung von Emissions- und Immissionsrichtwerten verbunden. Das gilt für die Produkte der Flammenüberwachung und Zündung von Flammen, für die Messung von Emissionen und Immissionen, für die Sicherheitsüberwachung in Verkehrstunneln und die entsprechende Aufzeichnung und Aufbereitung von Messdaten. Die Steigerung der Effizienz von Verbrennungsprozessen, steigende Sicherheitsanforderungen und der zunehmende Einsatz regenerativer Energien, die nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, stellen zukünftig erhöhte Anforderungen an die Mess- und Regeltechnik von Kraftwerken, Raffinerien, Zement- und Müllverbrennungsanlagen und somit auch an die Forschung und Entwicklung der DURAG-Gruppe. Weltweit an Bedeutung gewinnt zudem der Bereich der Feinstaubbelastung und diesbezügliche Immissionsdatenmessung als Teil der Umweltüberwachung und der qualitativen Raumluftkontrolle im Rahmen von Arbeitsschutzprogrammen. Ausgehend von den Bedürfnissen der weltweit ansässigen Kunden realisiert die DURAG-Gruppe innovative und technologisch führende Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen. Charakteristisch ist daher für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, dass die jeweiligen Gegebenheiten des Marktes und länderspezifische Vorschriften und Regeln berücksichtigt werden müssen. Die Vielfalt einzuhaltender Normen und Richtlinien nimmt mit der technologischen Entwicklung der Exportmärkte kontinuierlich zu. Aus diesem Grund fließt ein nicht unerheblicher und steigender Anteil der vorhandenen personellen Kapazität und der Gesamtentwicklungskosten in die Anpassung der Produkte sowie die erforderlichen nationalen und internationalen Zulassungen und Zertifizierungen ein. Trotz dieser hohen Markteintrittshürden für die einzelnen Produkte sehen sich die Gesellschaften der DURAG-Gruppe insbesondere in den Wachstumsmärkten einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Die Entwicklung von kostenoptimierten Produkten mit erweiterten Produkteigenschaften für die einzelnen Märkte und Einsatzgebiete gewinnt entsprechend an Bedeutung. In den Geschäftsfeldern Umweltmess- und Feuerungstechnik wurden in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und dem Produktmanagement eine Reihe von Produkt- und Komponentenideen entwickelt, von denen nachstehend nur einige stichwortartig genannt werden:
4. Chancen- und Risikobericht Die Zusammenarbeit der Konzerngesellschaften im Vertrieb, in der Produktion sowie Forschung und Entwicklung bietet eine sehr gute Grundlage, neue Chancen zu erkennen und diesbezüglich Lösungen zu entwickeln und anzubieten. Die sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen für Erzeuger, Handel und Konsumenten stellen sowohl Chancen als auch Risiken dar. Auch in diesem Jahr hat der Huelsenberg-Konzern auf diese Herausforderungen durch einen flexiblen, kreativen Lösungsansatz angemessen reagieren und den Kunden effektive Lösungen anbieten können. Die Stärke der Huelsenberg-Gruppe ist dabei ihr kompetentes, hochqualifiziertes sowie innovatives Personal, das ungehindert der gesellschaftsrechtlichen oder geographischen Gegebenheiten als Team kundenorientierte Lösungsansätze erarbeitet und umsetzt. Dieses hat dem Huelsenberg-Konzern grundlegend geholfen, Chancen zu identifizieren, die assoziierten Risiken zu bewerten und, wenn es angemessen war, die Gelegenheiten wahrzunehmen, um die Aktivitäten des Konzerns zu erweitern. Die Risikopolitik des Huelsenberg-Konzerns entspricht dem Bestreben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei versucht wird, Risiken adäquat zu bewerten. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Gesellschaft bedient sich einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, die unterstützen, das Maß der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu antizipieren, zu messen und zu überwachen. Besonderes Gewicht haben dabei die sich weiter entwickelnde konzernweite strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und die Zusammenarbeit mit externen qualifizierten Partnern. Nachfolgend werden wesentliche Risikofelder benannt, die das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können, wobei unverkennbar ist, dass dies nicht die einzigen Risiken sind, denen der Konzern ausgesetzt ist. Geschäftsrisiken Die Unternehmensgruppe wird von Unwägbarkeiten der politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Dies gilt insbesondere für den von der EU und den agrar- und energiepolitischen Rahmenbedingungen abhängigen Agrarbereich sowie den Bereich Erneuerbare Energien. Hinzu kommt, dass die weltweiten Märkte, in denen Konzerngesellschaften auch wegen der Beschaffung von Rohstoffen tätig sind, ebenfalls hochgradig wettbewerbsintensiv bei Preisbildung, Produkt- und Servicequalität sind. So ist die Unternehmensgruppe immer wieder Preisdruck, Marktrückgängen oder geringerem Wachstum ausgesetzt. Ebenso können neuartige Technologien und Geschäftsmodelle einen großen Einfluss auf die bis dato durchgeführten Aktivitäten haben und somit tiefgreifende Umgestaltungen erforderlich machen. Operative Risiken Die Unternehmensgruppe ist diversen operativen Risiken ausgesetzt. So konkurriert sie systemimmanent mit "klassischen Produkten", wie z.B. im Agrarbereich mit Herstellern von Misch- und Fertigfutter, wobei der Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue auch durch die vom Weltmarkt bestimmten Rohstoffpreise entschieden wird. Für den Bereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik bilden Langzeitverträge nur ausnahmsweise die Basis des Geschäfts, wie z.B. bei Kooperationen im Rahmen der Entwicklung neuartiger Technologien mit großen Anlagenbauern bzw. Systemanbietern. Dabei kommen Großprojekte nach zum Teil wettbewerbsintensiven Angebotsphasen zustande. Zu den Risiken solcher Projekte gehören auch unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten oder mit den Partnern sowie Produktsicherheits-, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken. Durch das hohe Qualitätsniveau der Produkte hat sich die Unternehmensgruppe die Anerkennung von Kunden, Lieferanten, Verbänden und Wissenschaft erworben. Dieser Erfolg ist jedoch nicht selbstverständlich und bedarf kontinuierlichem Bestreben, ihn zu erhalten. So besteht die Pflicht, das zur natürlichen Grundlage des Geschäfts gewordene hohe Niveau in keinem Moment zu gefährden, sondern - wo immer möglich - noch zu steigern. Dabei sind alle Konzerngesellschaften grundsätzlich allen Risiken ausgesetzt, die Innovationen innewohnen, insbesondere dem Produktrisiko und dem Risiko der Fehlentwicklung. Lieferantenrisiken Besondere Risiken liegen im Einkauf - neben der vertraglich vereinbarten Preisbindung zunehmend auch in der Sicherstellung der Qualität - der aufgrund der Produkthaftung zukünftig noch mehr Beachtung zu schenken ist. Dabei werden die Preise für die wichtigsten agrarischen und chemischen Produkte nicht nur von ihrer aktuellen Verfügbarkeit oder der zukünftigen Lieferbarkeit bestimmt, sondern zunehmend und nicht unwesentlich durch die Versuche kapitalkräftiger Investoren, aus ihren Aktivitäten größtmögliche Spekulationsgewinne im Rohstoffhandel zu generieren. Hieraus resultiert eine überhöhte Volatilität der Notierung agrarischer Rohstoffe mit entsprechender Planungsunsicherheit. Zu einer weiteren Einflussgröße für die Preisbildung wichtiger Rohstoffe sind im Agrarbereich Zulassungsbeschränkungen bzw. Freigaben von Rohstoffen mit gentechnischen Veränderungen geworden. Der Verkehrsfähigkeit dieser Rohstoffe liegen zum Teil kaum vorhersehbare politische Entscheidungen der EU zugrunde, die zu Marktverwerfungen führen können. Diesen Risiken wird vorgesorgt, indem - wenn möglich - keine langfristigen Einkaufsverpflichtungen eingegangen werden. Nachdem vielfältigste, hochwertige Rohstoffe in den Produkten eingesetzt werden, müssen sich die Unternehmen mit dieser Entwicklung bestmöglich arrangieren und aus Kostengründen bei der Beschaffung neue Quellen nutzen, von denen immer mehr in die Märkte eintreten und zu denen noch keine gewachsenen Beziehungen bestehen. So birgt jede durch Preisdruck initiierte Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung die Gefahr von Qualitätsverlusten und nachlassender Zuverlässigkeit in der Verfügbarkeit wesentlicher Rohstoffe. Personalrisiken Es besteht Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die die technischen Anlagen und Systeme beherrschen sowie über die zur Führung und Motivation von Mitarbeitern erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Um Mitarbeiter langfristig zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme angeboten. In Anbetracht der großen Betriebstreue und langjährigen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit der Belegschaft ist Fluktuation kein aktuelles Problem. Kreditrisiken Angesicht der guten Bonität vieler Geschäftspartner werden mit der Finanzierung von Kunden und auch Lieferanten vor allen Dingen im Inland nur überschaubare Risiken eingegangen, die durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit und, wo als angemessen betrachtet, durch Warenkreditversicherungen gesteuert werden. Soweit ein Teil der Verkäufe im Agrarbereich über Handel und Genossenschaften abgewickelt werden kann, werden diese zum Minimieren des finanziellen Risikos genutzt. Dagegen nehmen die Risiken im Direktkundengeschäft aufgrund des verschlechterten Zahlungsverhaltens, insbesondere in Ost- und Südeuropa, ständig zu. Dabei werden in begründeten Fällen verlängerte Zahlungsziele gewährt. Diesem Risiko wird durch verschärfte Anforderungen der Sicherung von Forderungen und der Limitierung der Höhe der ausstehenden Forderungen entgegengewirkt. Das Bestreben ist, stets eine verantwortungsbewusste Risikovorsorge zu treffen, die es ermöglicht, die betreffenden Großbetriebe im Agrarbereich weiter beliefern zu können. Ein Ausstieg wäre zum jetzigen Zeitpunkt sowie unter langfristigen marktstrategischen Gesichtspunkten nicht angebracht bzw. zu vertreten. Denn Kunden, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation im Stich gelassen fühlen, sind in der Regel für zukünftige Geschäfte verloren. In diesem Zusammenhang ist die Bonitätsbewertung der Kreditversicherer von besonders hohem Wert. Betriebsunterbrechungsrisiken Nachdem die Gesellschaften des Agrarbereichs ihren Absatz steigern konnten und immer mehr Produkte in Eigenfertigung erstellt werden, wurden die Grenzen der in den Produktionsstätten installierten Kapazitäten zeitweise erreicht. Dabei kann, unter bestimmten Voraussetzungen, die Produktion spezialisierter Werke bei einem Ausfall durch freie Kapazitäten anderer Werke übernommen bzw. können andere Ausweichmöglichkeiten genutzt werden. Der Gewährleistung der Betriebsbereitschaft und der Sicherung der Werkserhaltung kommt besondere Bedeutung zu. Investitionsrisiken Es wird seit jeher planmäßig in Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und auch in die Verwaltung investiert. Dabei werden in der Regel nur geringe, überschaubare Risiken eingegangen. Naturgemäß beurteilen die Vorstände der Konzernbereiche die von ihnen beabsichtigten, in die Zukunft gerichteten Investitionen in neue Produkte, Fertigungskapazitäten (Eigenfertigung oder Fremdbezug), Rechte, Erwerb von Unternehmen, Gründung von Auslandsgesellschaften und Personalentwicklung als erforderlich. Gleichwohl genehmigt die Muttergesellschaft die vorgelegten Investitionsanträge nur nach sorgfältiger Prüfung und in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsräten der Holdinggesellschaften. Dies garantiert, dass Investitionen zukunftsorientiert und zielweisend durchgeführt werden und damit nachhaltig eine positive Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns gesichert wird. Finanzielle Risiken Die Unternehmen des Konzerns verfolgen mit ihrem Risikomanagement das Ziel, gefährdende Entwicklungen von Finanzrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsumfeld, von vornherein auszuschließen oder zumindest frühzeitig zu erkennen, um ihnen durch angemessene Entscheidungen und Handlungen effektiv begegnen zu können. Es ist organisatorisch und personell sichergestellt, dass nur Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Verantwortung für erforderliche organisatorische Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzrisiken trägt die Geschäftsführung der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG gemeinsam mit ihren Gesellschaftern sowie den Vorständen und Geschäftsführern der Holdinggesellschaften und ihrer Tochtergesellschaften. Dabei bedienen sie sich auch der Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, und der österreichischen Betriebsstätte der Schaumann Holding GmbH, Pinneberg. Die Konzernleitung hat in diesem Zusammenhang Geschäftsordnungen erlassen, in denen Vorständen und Geschäftsführern aller Konzerngesellschaften verbindlich klare Grenzen gesetzt und Verpflichtungen auferlegt werden. Liquiditätsrisiken können durch die Konzernleitung und das Berichtswesen frühzeitig erkannt und korrigierende Maßnahmen definiert und umgesetzt werden. Die Liquidität wird durch die Konzernleitung zentral überwacht. Sie ist durch die bestehenden liquiden Mittel und die kontinuierliche Darstellung und Überprüfung ihrer Entwicklung gesichert. Finanzielle Risiken, die aus dem Forderungs- oder Einkaufsrisiko entstehen können, werden durch regelmäßige, interaktive Abstimmungen zwischen den operativen Bereichen und den Holdinggesellschaften gesteuert und sind in den jeweiligen Abschnitten beschrieben. Kontinuierlich erweitert die Konzernleitung gemeinsam mit den Vorständen der jeweiligen Holdinggesellschaften der vier Unternehmensbereiche die Risiko-Frühwarnsysteme. Dazu werden Konzernbereichssysteme standardisiert und konsolidiert, so dass ein konzernübergreifend einheitliches Risiko-Controlling und Managementsystem die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. 5. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für die Jahre 2018 und 2019 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von jeweils 3,9 %. Getrieben wird das Wachstum vom derzeitigen Aufschwung in Europa und Asien sowie der Steuerreform in den USA. Allerdings gibt der Internationale Währungsfonds zu bedenken, dass insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern noch immer viele Menschen von dem Wachstum und der Erholung ausgeschlossen sind. Zudem bereitet der weltweite Anstieg der Schulden Sorge. Ein wachsendes Risiko stellen zudem der sich verschärfende Handelsstreit zwischen den USA und China und die Erhöhung der Zölle dar. Die Zunahme protektionistischer Maßnahmen hätte deutlich negative Auswirkungen auf die deutsche und die globale Wirtschaft. Aufgrund der weltweiten Präsenz der Huelsenberg-Gruppe ist zu erwarten, dass es den Konzerngesellschaften gelingen wird, mögliche Auswirkungen auf die Ertragslage zu kompensieren. Die durch Spekulation bewegten globalen Rohstoff- und Finanzmärkte, die wachsende Weltbevölkerung, das schneller wechselnde Weltklima, geprägt von extremeren Konditionen und die sich bestätigenden strukturellen Probleme in den Weltmärkten, vor allen Dingen in den BRICS Ländern, werden das Weltwirtschaftswachstum für die nächsten Jahre weiterhin beeinflussen. Dieses bietet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, die es zu nutzen gilt, wobei die Erfolge oftmals erst zeitversetzt in der Zukunft spürbar werden. Die Konzernentwicklung wird von dem Konzerngeschäftsführungskreis als grundsätzlich stabil gesehen, für das Jahr 2018 wird ein Ergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Der Huelsenberg-Konzern geht die zu bewältigenden Herausforderungen mit Flexibilität und Kreativität an. Dabei hilft die Erfahrung, in der Vergangenheit unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich gearbeitet und gerade dann sich bewährt zu haben. Sie gibt das Vertrauen, auch das Geschäftsjahr 2018 positiv gestalten und mit angemessenen Umsatzerlösen und Ergebnissen abschließen zu können. Dieses wird erreicht durch die intensiv betriebene Forschung & Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und der Produktion kontinuierlich Ergänzungen zum Angebot mit neuen Produkten, Zusätzen und Verfahren bereitstellt. Auch die Stärkung des Vertriebs durch tatkräftige, gut ausgebildete und kompetente neue Mitarbeiter sowie die ständigen Weiterschulungen und das Bestreben zu wachsen und sich nachhaltig in bestehenden und neuen Märkten als langfristiger Partner zu festigen oder zu etablieren, sind wichtige Bestandteile, um die bestehenden Ergebnisse auch in der Zukunft zu erzielen. Es wird sowohl im Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik als auch im Geschäftsbereich Agrar weiterhin eine besondere Fokussierung auf die Expansion in Schwellenländer gelegt. In einigen von diesen Ländern, wie z. B. Brasilien, Russland, Indien und China, sind diese Konzernbereiche schon tätig und werden durch verstärkte, jedoch vorsichtige Aktivitäten ihre Präsenz weiter ausbauen oder den Gegebenheiten entsprechend anpassen. Damit wird nicht nur die Fähigkeit des Huelsenberg-Konzerns gestärkt, global zu agieren und marktfähige Produkte anzubieten, sondern auch der Ausbau des Geschäftsmodells nachhaltig fortgeführt, um an den weiterhin noch verhältnismäßig hohen Wachstumsraten der Schwellenländer zu partizipieren. Es werden zu jedem Zeitpunkt die Auswirkungen von Währungsrisiken abgewogen und Expansionstätigkeiten nur in so einem Umfang durchgeführt, dass sie dem Gruppenwachstum insgesamt nicht schaden können. Dies ist vor allen Dingen vor dem Hintergrund wichtig, dass die für einige Volkswirtschaften nicht mehr tragbaren Schulden auch das Risiko der Zahlungsunfähigkeit von in diesen Ländern ansässigen Kunden erhöht. Dementsprechend wird der Vertrieb international unter Deckelung der finanziellen Risiken planvoll ausgebaut. All dies ist notwendig, um die mit hohen Investitionen verbundenen Kapazitäten, die der Konzern in Forschungs- und Produktionsstätten schafft, weiterhin auf hohem Niveau auszulasten. Prognosen sind für den Agrar-Geschäftsbereich aufgrund des sich schnell wechselnden Klimas und der globalen Marktwirtschaft nur eingeschränkt aussagekräftig. Nachdem sich die Preise für Schlachtschweine, Ferkel und Milch im Geschäftsjahr deutlich erholt haben, wird für 2018 von stabilen Erzeugerpreisen für Schweinefleisch und leicht gefallenen Milchpreisen ausgegangen. Unsere Erfahrungen, die geprägt sind durch stark schwankende Rohstoffpreise, verschärfte Gesetzesauflagen und das aus der Finanzkrise resultierende und weiterhin aktuelle Zahlungsunfähigkeits- und Wechselkursrisiko, bestätigen, dass der Agrarbereich fortlaufend anspruchsvollen Herausforderungen ausgesetzt ist. Aufgrund seiner in der Vergangenheit gezeigten Fähigkeit, sich den wechselnden Rahmenbedingungen flexibel durch neue Produkte und Geschäftsmodelle anzupassen, sind wir positiv gestimmt, im Geschäftsjahr 2018 bei Umsätzen in vergleichbarer Höhe ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres zu erzielen. Der Geschäftsbereich Biotechnologie ist aufgrund der in den letzten Jahren getätigten Investitionen eine wachsende Unternehmung, die sich auch in 2018 weiter positiv entwickeln sollte. Ihr wird insbesondere das hohe Niveau der Forschungs- und Produktionsprozesse zugutekommen, neue Produkte für unterschiedliche Industrien zu entwickeln, die vor allen Dingen in der sogenannten weißen Biotechnologie zusätzliche Kunden und damit spürbare Umsatz- und Ergebnissteigerungen generieren. Der Geschäftsbereich der Erneuerbaren Energien wird sich in Deutschland aufgrund der politischen Rahmenbedingungen langfristig rückläufig entwickeln. Vermehrt werden Biogasanlagenbetreiber mit unerwarteten Wartungs- und Verschleißkosten konfrontiert, die das Risiko des Betreibens einer Anlage gravierend erhöhen. Durch die Einschränkung und Neuausrichtung der EEG Förderung ist die erwartete Gewinnmarge erheblich reduziert worden, so dass nur noch eine geringe Anzahl potenzieller Kunden bereit ist, in eine Biogasanlage zu investieren. Hieran hat sich auch durch die Novellierung des EEG im Sommer 2016 und die sich hieraus ergebenden Weiterführungsmöglichkeiten für ältere Biogasanlagen grundsätzlich nichts geändert. Der Markt des Biogasanlagen-Optimierungsgeschäfts ist für die nächsten Jahre, aufgrund der festgelegten Vertragslaufzeiten gegeben, jedoch nicht unendlich. Es gilt, das Geschäftsmodell weiterhin ständig zu überprüfen und den Marktgegebenheiten anzupassen. Es wird für diesen Geschäftsbereich ein moderates Umsatzwachstum und ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2017 erwartet. Im Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik ist durch das Weltbevölkerungswachstum und steigenden Wohlstand weiterhin eine positive Stimmung bezüglich des Baus von neuen, durch fossile Brennstoffe befeuerte Kraftwerke, aber auch der Modernisierung der in vielen Ländern in die Jahre gekommenen, konventionellen fossilen Kraftwerke zu verspüren. Die steigende Notwendigkeit, Emissionen und Immissionen zu kontrollieren, die in den industriell wachsenden und sich entwickelnden Ländern - hier vor allen Dingen China - aufgrund der sich zunehmend verschlechternden Luftqualität an Bedeutung gewinnen, wird die Nachfrage nach Umweltmessgeräten und Datenauswertungssystemen verstärken. Allerdings unterliegt dieser Geschäftsbereich auch dem globalen Wettbewerb und den in der internationalen Ausrichtung der Projekte begründeten politischen und finanziellen Risiken. So werden geplante Großprojekte immer wieder verschoben oder Zahlungsvereinbarungen abgeändert, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Bei den Produkten und der Markterschließung wird Entwicklungs- und Ausbaupotenzial gesehen. Nach Abwägung der Chancen und Risiken erwartet die DURAG-Gruppe für das Jahr 2018 bei moderat steigenden Umsätzen ein stabiles Ergebnis. Somit erwartet die Geschäftsführung des Huelsenberg-Konzerns für alle Geschäftsbereiche eine positive Entwicklung, so dass ein vergleichbares Konzernergebnis bei leicht steigendem Umsatz in 2018 erzielt werden sollte. Allerdings kann, durch die bestehende Ungewissheit der zukünftigen globalen Wirtschaftskonjunktur, die sich weiter ausbreitende Staatsverschuldung und die anhaltende Volatilität der Finanz- und Rohstoffmärkte, das Ergebnis unerwartet beeinflusst werden. Es wird unverändert unsere Philosophie, mit einem soliden und nachhaltigen Geschäftsmodell zu agieren, im Vordergrund stehen.
Pinneberg, den 26. Juni 2018 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017(Amtsgericht Pinneberg, HRA 2276)AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Zeit vom 31. Dezember 2015 bis 31. Dezember 2017
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, PinnebergRECHTLICHE GRUNDLAGENDer Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. ANTEILSBESITZ UND KONSOLIDIERUNGSKREISDie Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, hält 53 % der Anteile sowohl an der UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, der DURAG Holding AG, Hamburg, und der Enbycon Holding AG, Pinneberg. Die jeweils übrigen 47 % der Anteile werden von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gehalten. Aufgrund von Personenidentität zwischen den Kommanditisten der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG und den Gesellschaftern der GbR werden bis auf eine Ausnahme im Konzern keine Minderheiten ausgewiesen. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hält direkt oder über verbundene Unternehmen Anteile - und zwar mit wenigen Ausnahmen jeweils 100 % des Nominalkapitals - an 83 Konzerngesellschaften, von denen 60 Gesellschaften auf dem Agrarsektor (inklusive Biotechnologie und erneuerbare Energie) und 23 Gesellschaften im Bereich industrielle Mess- und Regelungstechnik tätig sind. 37 Gesellschaften haben ihren Sitz im Ausland und 46 Gesellschaften sind im Inland ansässig. Die Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, wird gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurde die in 2017 gegründete DURAG SEA Pte. Ltd., Singapur (SG), und die Tilco-Alginure GmbH, Reinfeld, die im Geschäftsjahr erworben wurde. Folgende Gesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Unterstützungseinrichtungen sind wegen fehlender Berechtigung des Konzerns am Vermögen der Unterstützungskassen nicht einbezogen worden, § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNGDas Kapital der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG ist ungeschmälert in die Konzernbilanz eingegangen. Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Kapitalkonsolidierungen, bei denen in der Vergangenheit (bis 31. Dezember 2009) die Buchwertmethode angewandt wurde, werden gemäß Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB auch in der Zukunft fortgeführt, da Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB die ausschließliche Anwendung der Neubewertungsmethode nur für Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 vorschreibt. In dem mehrstufigen Konzern werden zunächst im Wege der Kettenkonsolidierung die den Aktiengesellschaften UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, DURAG Holding AG, Enbycon Holding AG und Biotic Science Holding AG, Pinneberg, gehörenden Anteile an den Tochterunternehmen auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung mit den vier Aktiengesellschaften erfolgt ausschließlich mit deren Nennkapital, da die weiteren Eigenkapitalposten nach Begründung der Konzernrechnungslegungspflicht der Muttergesellschaft in Vorjahren entstanden sind. Bei Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie bei Zwischenergebnissen wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle eliminiert. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse von einbezogenen Unternehmen, die in einer anderen als der Berichtswährung aufgestellt sind, erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode, § 308a HGB. Dabei werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ SOWIE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie auf den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden - soweit im Folgenden nicht anders dargestellt - beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung Rechnung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 in Höhe von T€ 193 enthalten. Diese ergeben sich aus der Inanspruchnahme des Wahlrechts, die Zuführung aufgrund der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen auf höchstens 15 Jahre zu verteilen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten gemäß §§ 253 bis 255 HGB vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear oder - falls gesetzlich zulässig - degressiv vorgenommen. Die Nutzungsdauer der gewerblichen Schutzrechte beträgt durchweg drei Jahre. Die als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Firmenwerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Erbbaurechte werden über 100 Jahre sowie Fabrik- und Verwaltungsgebäude zwischen 15 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die übrigen Sachanlagen erfolgen über einen Zeitraum zwischen zwei und zwanzig Jahren. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Zinslose Darlehensforderungen werden zu Barwerten angesetzt. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Das Vorratsvermögen wird grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode bewertet. Soweit die Börsen- oder Marktpreise am Abschlussstichtag unter den ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegen, werden niedrigere Börsen- oder Marktpreise der Bilanzierung zugrunde gelegt. Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbar gebotenen Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 HGB beinhaltet im Voraus bezahlten Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Für künftige Steuerentlastungen wurde ein aktiver Abgrenzungsposten in Höhe von T€ 1.572 gebildet. Die Veränderung der Gewinnrücklagen des Konzerns beruht im Wesentlichen auf der Einstellung in die gesamthändisch gebundene Rücklage. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) bei den Entgelten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und dem der vergangenen zehn Jahre T€ 4.511. In der Pensionsrückstellung ist ein Posten in Höhe von T€ 3.077 für die hauptsächlich in Österreich bestehende gesetzliche Verpflichtung enthalten, Abfertigungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter zu leisten. Von der Möglichkeit, den Unterschiedsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 auf höchstens fünfzehn Jahre zu verteilen, hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Der Unterschiedsbetrag für Folgejahre beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 1.353. Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei den Rückstellungen handelt es sich vorwiegend um Personalrückstellungen, Gewährleistungs- und Garantierückstellungen sowie Abschluss- und Beratungsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen zinsgünstige Darlehen für den Kauf einer Immobilie. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen beiden Unterstützungseinrichtungen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (14 % - 25 %) bewertet und nicht abgezinst. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen, wurden ebenfalls mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Im Konzern wurden im Jahre 2017 folgende konsolidierte Umsatzerlöse erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Vertriebsaufwendungen sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Gesamtjahr 2017 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 228. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen in Rechnung gestellt. Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt T€ 2.770. Durch den Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen gehören wesentliche einbezogene deutsche Kapitalgesellschaften zum gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organkreis der Muttergesellschaft Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, so dass lediglich die Gewerbesteuer der betreffenden Gesellschaften als Steueraufwand gezeigt wird. Die kumulierten Jahresergebnisse der einbezogenen Tochtergesellschaften ergeben durch die Konsolidierungsvorgänge einen konsolidierten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 40.648. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENAufgrund eines Stiftungserrichtungsgeschäftes des Konzerngründers H. Wilhelm Schaumann haben verschiedene Tochtergesellschaften der H. Wilhelm Schaumann Stiftung, Hamburg, jährlich 4 % ihrer Jahresergebnisse als Spende zu überlassen. Die Aufwendungen aus unbefristeten Leasing-, Miet-, und Pacht- und ähnlichen Verträgen belaufen sich auf jährlich T€ 1.357. Für befristete belaufen sich die Verpflichtungen auf T€ 1.723. Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Vorräte in Höhe von T€ 61.156 überschritten den betriebsgewöhnlichen Umfang nicht. Die Verpflichtungen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionen betragen T€ 16.516. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat als Konzernholding Organschaftserklärungen gegenüber der HSH Nordbank AG, Hamburg (T€ 10; Vorjahr: T€ 58), und der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (T€ 560; Vorjahr: T€ 788), zur Besicherung von Avalkreditlinien abgegeben. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat gegenüber der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Magdeburg, eine Patronatserklärung in Höhe von T€ 10.900 abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten (ausschließlich verbundene Unternehmen) als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. BESONDERE SACHVERHALTEPersönlich haftende Gesellschafterin ist die Huelsenberg Holding GmbH, Pinneberg, mit einem gezeichneten Kapital von € 51.129,19, vertreten durch ihre Geschäftsführer: Andrés Pinter, Hamburg Olivier M. Seiller, Hamburg Dr. Jörg Janiszewski, Wachtberg. Der Konzern beschäftigt im Berichtsjahr 2017 durchschnittlich 1.466 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 1.073 Angestellte und 393 gewerbliche Arbeitnehmer. Ferner befinden sich durchschnittlich 29 Personen in der Berufsausbildung. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG nimmt als Einzelgesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen im Konzernabschluss enthalten.
Pinneberg, im Juni 2018 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB
Für alle inländischen Gesellschaften (inklusive der Mutter Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG) mit Ausnahme der DURAG process & systems technology gmbh, der "Grimm Mess & Control GmbH", der Gerswalder Mühle Verwaltungs GmbH, der Hülsenberg Energie 75 GmbH, der Hülsenberg Energie 250 GmbH, der Schaumann Biogas GmbH, der Schaumann Biotic Systems GmbH & Co. KG, der Schaumann Biotic Systems Verwaltungs GmbH sowie der beiden Unterstützungseinrichtungen wurde die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen. In einem Fall kam § 313 Abs. 3 HGB zur Anwendung. Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern zum 31. Dezember 2017
[1] Davon aus Zugängen zum
Konsolidierungskreis € 583.611,30
BestätigungsvermerkWir haben den von der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 29. Juni 2018 TREUHANSA
GmbH Doctores Völschau
Dr. Klaus Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer |
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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen