Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 28381
Eingetragen
19.12.2013
Branche
Herstellung von SportgerätenHerstellung von Reisegepäck, Handtaschen, Sattlerwaren und Geschirren aus Stoffen aller ArtGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Gegenstand
Herstellung von, sowie Handel mit Planen, Zelten aller Art, Reisegepäck, Taschen, Kleinlederwaren und Rucksäcken, sowie sonstigen Sportartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kuball
seit 3.5.2021
Prokura
Robert Schieferle
seit 10.8.2020
Geschäftsführer
Sebastian Götz Meyer
seit 19.12.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schwanhäuser Industrie Holding GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG

Heroldsberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

KONZERNLAGEBERICHT

SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

Struktur der Unternehmensgruppe

Die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG ist vollständig in Familienbesitz und führt eine international aktive Unternehmensgruppe. Ihre Geschäftstätigkeit ist auf drei Teilkonzerne verteilt: Kosmetik, STABILO und Outdoor.

Die Aktivitäten des Teilkonzerns Kosmetik umfassen die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Kosmetikprodukten und Serviceleistungen als Private-Label-Geschäft für Kunden in der Kosmetikindustrie. Hierzu unterhält der Teilkonzern acht Produktionswerke weltweit. Die größten Fertigungsstätten befinden sich in Deutschland, Tschechien, den USA und Mexiko. Die Regionalität ermöglicht effiziente Prozesse zum Kunden und damit auch kurze Lieferwege.

Der Teilkonzern STABILO entwickelt, produziert und vertreibt Schreibgeräte, digitale Produkte und Lehrmaterial unter der gleichnamigen Marke. Die Produkte werden an drei Standorten weltweit hergestellt und zum Teil fremdgefertigt; hinzu kommen 15 Vertriebseinheiten. Diese Struktur ermöglicht die Fokussierung der Fertigungsstandorte auf einzelne Produktsegmente und versetzt STABILO in die Lage, sich auf unterschiedliche Kosten- bzw. Preisanforderungen einzustellen. Im Vertrieb ist insbesondere die Marktnähe entscheidend. Eigene Vertriebseinheiten und Gesellschaften decken vor allem Europa und Asien ab.

Der Teilkonzern Outdoor umfasst vier Marken: deuter, ORTOVOX sowie Maier Sports und GONSO. Diese entwickeln und verkaufen Produkte für verschiedene Outdoor-Sportarten. deuter vermarktet insbesondere Rucksäcke und Schlafsäcke, ORTOVOX Produkte der Lawinensicherheit sowie ebenfalls Rucksäcke und Outdoor-Bekleidung für den anspruchsvollen Bergsport im Winter und im Sommer. Maier Sports verkauft unter der gleichnamigen Marke Bekleidung für Outdoor-Aktivitäten im Sommer und im Winter und für das alpine Skifahren sowie - über die Marke GONSO - Bekleidung für den Fahrradsport. Hergestellt werden die Produkte im Teilkonzern Outdoor sowohl von Kooperationspartnern als auch von Unternehmen, an denen der Teilkonzern beteiligt ist. Produktionsstandorte sind vorwiegend in Asien angesiedelt. Eigene Vertriebsstandorte bestehen in den Ländern Österreich, Frankreich, Italien, USA, Kanada und China. Ansonsten erfolgt der internationale Vertrieb über eigenständige Agenten und Importeure. Mit dem Erwerb einer Beteiligung an der Doghammer GmbH, Rosenheim, erweiterte der Teilkonzern Outdoor den Produktbereich um Schuhe.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Konzern ist in vielen Ländern der Welt in unterschiedlichen Segmenten des Konsumgüterbereichs tätig. Unsere wirtschaftliche Lage ist vom weltwirtschaftlichen Konsumverhalten abhängig, aber auch von individuellen Markteinflüssen. Die Corona-Pandemie hat sich auf das Wirtschaftsgeschehen weltweit ausgewirkt. Auch wir waren im Geschäftsjahr 2021/22 von den anhaltenden Auswirkungen der Pandemie betroffen. In allen Ländern gab es sogenannte Lockdowns des stationären Einzelhandels und zum Teil Ausgangs- und Reisebeschränkungen, die unser Geschäft in den betreffenden Regionen maßgeblich beeinflusst haben. Die Märkte erholten sich in mehreren Ländern und in unserem Geschäft zeigten sich Nachholeffekte im Geschäftsjahr 2021/22. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Engpässe in der Rohstoff- und in der Energieversorgung und in den Lieferketten weiter verschärft.

Die folgenden Aussagen des Kieler Konjunkturberichts vom Juni 2022 des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Nr. 91 2022/Q2 erläutern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen der Konzern agiert:

- Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die Null-Covid-Politik in China haben die Inflation weltweit verstärkt und dazu geführt, dass Lieferengpässe wieder zugenommen haben. Die Reallöhne gehen in vielen Ländern zurück und dämpfen den privaten Konsum.

- Der kräftige Aufschwung der Weltwirtschaft des Jahres 2021 wird sich im Jahr 2022 nicht fortsetzen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft wird mit 3 % zulegen. Auch im Jahr 2023 wird die weltwirtschaftliche Aktivität mit 3,2 % voraussichtlich nur moderat steigen.

- In der Europäischen Union wird die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um 3,3 % und im Jahr 2023 um 2,8 % zulegen.

- In den USA dürfte das BIP des Jahres 2022 um 2,4 % steigen, während für das Jahr 2023 ein Wachstum von 1,9 % prognostiziert wird.

- Asien verzeichnet für das Jahr 2021 einen Anstieg des BIP von 7,4 %. Mit einer BIP-Steigerung von 5 % setzt Asien im Jahr 2022 das Wachstum fort, China entwickelt sich dabei mit 4,2 %. Für das Jahr 2023 wird in Asien mit einem Anstieg von 5,7 % und in China von 5,8 % gerechnet.

Wir sind als Unternehmen in unterschiedlichen Branchen, jedoch immer im Konsumgüterbereich und insbesondere in den oben genannten Regionen aktiv. Unser Absatz ist grundsätzlich von der Kaufkraft und dem Wachstum dieser Volkswirtschaften abhängig. Deshalb waren auch unsere Teilkonzerne - wenn auch in unterschiedlichem Maße - von der Pandemie betroffen.

Die Weltwirtschaft konnte sich im Kalenderjahr 2021 wieder spürbar von dem konjunkturellen Einbruch des Vorjahres erholen, angetrieben durch umfangreiche Konjunkturprogramme wichtiger Volkswirtschaften wie etwa der USA, China und der EU, Fortschritte bei den weltweiten Impfkampagnen sowie eine deutliche Belebung des globalen Konsumklimas nach Beendigung der Lockdowns. Gegen Ende des Kalenderjahres 2021 bremsten die Ausbreitung der Omikron-Virusvariante sowie eine stärker als erwartet ausfallende Inflation die wirtschaftliche Erholung ein Stück weit ab.

Trotz der negativen Einflüsse pandemiebedingter Lockdowns im Herbst und Winter des Kalenderjahres 2021 mit einschlägigen Nachwirkungen sowie dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und dem damit verbundenen entgangenen Geschäft in Russland und Weißrussland konnte die Kosmetikbranche erfreulicherweise wieder wachsen. Gemäß offiziellen Marktdaten von Euromonitor verzeichnete die Kosmetikbranche ein weltweites Wachstum von 10 %. Diese Entwicklung spiegelt sich in einem deutlich erhöhten Auftragsbestand im Teilkonzern Kosmetik wider.

Die Schreibgerätebranche entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021/22 gemäß GfK-Panel in den für den Markt wesentlichen europäischen Ländern und in den relevanten Produktsegmenten im Zeitraum Juli 2021 bis Juni 2022 mit plus 1,8 % leicht verbessert. In den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas setzte sich der negative Trend des Vorjahres noch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres angesichts von Lockdown-Phasen fort. Im Falle von China war dies noch deutlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres spürbar. Wir konnten aber aufgrund der besonderen Stärke der Marke im Marktanteil in Europa und Asien überproportional wachsen.

Der Verband der europäischen Outdoor-Unternehmen, die European Outdoor Group, berichtete für das Jahr 2021 einen Anstieg des Marktvolumens von 20 % bei Bekleidung und von 6,8 % bei Rucksäcken und Reisegepäck. Diese positive Marktentwicklung hat uns in den entsprechenden Produktsegmenten wesentlich gestärkt und spiegelt sich in Umsatz und Ergebnis wider.

Umsatzentwicklung

Im Berichtsjahr konnte der Umsatz um 122,1 Mio. EUR auf 745,3 Mio. EUR (Vorjahr: 623,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 19,6 %. Alle Teilkonzerne konnten zu diesem Umsatzwachstum beitragen.

Der Umsatz hat sich in allen Regionen positiv entwickelt, insbesondere aber in Nordamerika und Europa.

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Der Teilkonzern Kosmetik hat das Berichtsjahr 2021/22 mit einem Umsatz von 312,3 Mio. EUR abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von 37 % gegenüber dem Vorjahr. Nachdem bereits im letzten Quartal des Vorjahres eine erste Erholung der Geschäftsentwicklung durch Lockerungen der weltweit strengen Corona-Lockdown-Maßnahmen spürbar war, hat sich diese Erholung fortgesetzt und deutlich verstärkt, sodass jedes Quartal jeweils stärker als das vorherige war. Nachdem im Vorjahr die Region Nordamerika ihren Platz als größte Region an Europa abgeben musste, hat hier die Erholung auf den Absatzmärkten zum höchsten Zuwachs unter den Regionen geführt. Nordamerika nimmt wieder die Position als wichtigster Absatzmarkt für Kosmetik ein. Aber auch Europa konnte deutlich wachsen. Auch die kleineren Regionen zeigen Wachstum.

Der Teilkonzern STABILO konnte im Geschäftsjahr 2021/22 auf einen Umsatz von 215,8 Mio. EUR weiterwachsen. Damit stieg der Umsatz erneut gegenüber dem starken Vorjahr um 6,5 Mio. EUR bzw. 3,1 %. Der Teilkonzern STABILO konnte seinen Marktanteil in Europa weiter ausbauen und in Asien überdurchschnittlich wachsen. Außerhalb von Europa und Asien setzte sich die Erholung weiter fort, und es wurden gute Zuwächse im Agenturgeschäft erzielt.

Der Teilkonzern Outdoor hat im Geschäftsjahr 2021/22 mit 216,9 Mio. EUR Umsatz erneut eine Bestmarke erreicht. Alle Markengruppen haben zu diesem Wachstum beigetragen, allen voran ORTOVOX mit 36 %, Maier Sports mit 10 % und deuter mit 7 %. Der Ergebnisbeitrag zum Konzernjahresüberschuss wurde um 72,6 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. All dies wurde trotz der Herausforderungen, die sich in der Lieferkette infolge des aktuellen Corona-Umfeldes und der geopolitischen Situation in der Ukraine ergeben haben, erreicht.

Ertragslage

Im Berichtsjahr konnten sowohl der Umsatz als auch der Konzernjahresüberschuss erneut gesteigert werden. Bei einem Umsatz von 745,3 Mio. EUR (Vorjahr: 623,2 Mio. EUR) hat der Konzern im Berichtsjahr einen Überschuss von 33,2 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) erwirtschaftet.

Die Umsatzrendite hat sich nach 1,3 % im Vorjahr auf nun 4,5 % verbessert und damit deutlich stabilisiert. Durch eine gute Auftragssituation konnten vorhandene Ressourcen - im Wesentlichen Personalkapazitäten - besser genutzt werden.

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Auch das EBITDA stieg deutlich um 29,8 Mio. EUR auf 92 Mio. EUR, das sind 12,3 % vom Umsatz (Vorjahr: 10 %).

Der Materialaufwand ist um 65,3 Mio. EUR auf 289,6 Mio. EUR gestiegen. Dabei hat sich die Materialaufwandsquote im Wesentlichen aufgrund von Preiseffekten erhöht.

Der Personalaufwand liegt mit 240,5 Mio. EUR um 21,8 Mio. EUR über dem Vorjahresaufwand. Der Anstieg ist durch die üblichen Tarifsteigerungen sowie durch einen Personalaufbau im In- und Ausland begründet. Die im Vorjahr erhaltenen coronabedingten Kurzarbeitergelder mussten im Berichtsjahr nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Bedingt durch eine zurückhaltende Investitionstätigkeit reduzierten sich die Abschreibungen im Konzern um 2,7 Mio. EUR auf 31,7 Mio. EUR.

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Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 163,6 Mio. EUR, das sind 21,8 Mio. EUR mehr als im Vorjahr. Wesentliche Effekte ergaben sich aus einem gestiegenen Aufwand für Instandhaltungen sowie gestiegenen Kosten für Vertrieb und für IT-Infrastruktur.

Die Ertragsteuern stiegen um 6,6 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR an. Wesentliche Ursache für den Anstieg ist die verbesserte Ertragslage des Konzerns.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Bilanz

Die Bilanzsumme des Konzerns war zum Ende des Geschäftsjahres 2021/22 mit 659,3 Mio. EUR um 53 Mio. EUR höher als im Vorjahr (606,3 Mio. EUR). Auf der Aktivseite haben sich insbesondere die Anteile des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme erhöht. Der Anteil der liquiden Mittel hat sich hingegen reduziert. Die übrigen Aktivposten zeigen nur geringfügige strukturelle Veränderungen. Die Passivseite hat sich in ihrer strukturellen Zusammensetzung gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1,1 Mio. EUR auf 170 Mio. EUR. Den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 31,7 Mio. EUR stehen Investitionen von 27,1 Mio. EUR sowie Währungseffekte von 7,5 Mio. EUR gegenüber.

Die Vorräte haben sich um 57,9 Mio. EUR auf 183,4 Mio. EUR erhöht. Die Bestände an Fertigerzeugnissen und Waren erhöhten sich aufgrund der vorliegenden Kundenaufträge. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden vor dem Hintergrund der anhaltenden Störungen in den Lieferketten und damit einhergehenden Beschaffungsrisiken zur Sicherstellung der Verfügbarkeit für die Produktion ebenfalls aufgebaut.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich am Bilanzstichtag auf 202,8 Mio. EUR (Vorjahr: 176 Mio. EUR). Dabei erhöhten sich im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in allen drei Teilkonzernen durch den gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Umsatz.

Die für das Wachstum erforderliche Finanzierung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte zu einem Rückgang der liquiden Mittel um 33,5 Mio. EUR auf 97,3 Mio. EUR.

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Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um 22,9 Mio. EUR auf 313,3 Mio. EUR (Vorjahr: 290,4 Mio. EUR) verbessert. Die Entwicklung des Eigenkapitals wurde durch den Konzernjahresüberschuss, die Gewinnausschüttungen des Vorjahres, durch Währungseffekte und den Erwerb weiterer 20 % der Stimmrechte an der Cosmetic Colors S.A. de C.V., Toluca (Mexiko), geprägt.

Die Eigenkapitalquote hat sich durch die gestiegene Bilanzsumme leicht von 47,9 % auf 47,5 % vermindert.

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Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um 12,2 Mio. EUR auf 152,9 Mio. EUR. Die Pensionsrückstellungen stiegen um 9,6 Mio. EUR auf 91,4 Mio. EUR. Gründe waren die laufende Zuführung vor allem zur Rückstellung für beitragsorientierte Altersversorgung sowie die weitere Absenkung des Bewertungszinses. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 1,2 Mio. EUR auf 55,3 Mio. EUR. Wesentlich für den Anstieg der sonstigen Rückstellungen waren Rückstellungen für Vertriebsaufwendungen und Personalkosten. Die Steuerrückstellungen stiegen aufgrund des verbesserten Vorsteuerergebnisses um 1,5 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR.

Zum Bilanzstichtag stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Mio. EUR auf 192 Mio. EUR. Kreditverbindlichkeiten wurden vor allem im Ausland in Höhe von 4,3 Mio. EUR getilgt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 10,7 Mio. EUR. Gesellschafterdarlehen stiegen um 13,9 Mio. EUR, weisen eine kurz- bis mittelfristige Laufzeit auf und werden fest verzinst.

Investitionen

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: 21,3 Mio. EUR). Neben Investitionen in Maschinen sowie Formen für neue Produkte wurde auch in IT-Infrastruktur investiert. Im Berichtsjahr wurden 4,5 Mio. EUR in Beteiligungen und in eine Darlehensgewährung investiert.

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Liquidität

Zum Ende des Berichtsjahres verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von 97,3 Mio. EUR (Vorjahr: 130,8 Mio. EUR).

Trotz der hohen Wachstumsfinanzierung der Vorräte (57,9 Mio. EUR) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (29 Mio. EUR) wurde ein operativer Cashflow in Höhe von 12,4 Mio. EUR erwirtschaftet.

Die Investitionstätigkeit führte im Geschäftsjahr zu einem Mittelabfluss von 42,2 Mio. EUR. Im Wesentlichen wurden die Mittel in Sachanlagen sowie in den Erwerb weiterer 20 % der Stimmrechte an der Cosmetic Colors S.A. de C.V., Toluca (Mexiko), investiert.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Saldo ein Mittelabfluss in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Neben den Zahlungen an Gesellschafter*innen wurden im Ausland Kredite getilgt.

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Zielerreichung im Geschäftsjahr 2021/22

Die von uns für das Geschäftsjahr 2021/22 gesetzten Ziele wurden sowohl im Umsatz als auch im Konzernjahresüberschuss deutlich übertroffen. Hierzu haben alle Teilkonzerne beigetragen. Die zu diesem Zweckinitiierten Maßnahmen und Projekte konnten erfolgreich umgesetzt werden.

Den Teilkonzern Kosmetik betreffend war das letzte Geschäftsjahr von anspruchsvollen Monaten geprägt. Vor allem die Verfügbarkeit von ausreichendem Personal in der Produktion stellte den Teilkonzern vor große Herausforderungen. Dennoch haben wir uns diesen angenommen und die Chance genutzt, uns durch eine kontinuierliche Organisations- und Prozessoptimierung weiterzuentwickeln. Das bestätigt die Agilität des Teilkonzerns, auf sich verändernde Rahmenbedingungen kurzfristig reagieren zu können. Weiterhin konnten auch wieder Geschäftsreisen getätigt und es konnte an Messen teilgenommen werden und damit nach langer Zeit ein persönlicher Kundenkontakt stattfinden. Trotz anhaltenden beschwerlichen Einflüssen konnten wir effizienter wirtschaften, indem weltweite Synergien aus unserem globalen Netzwerk verstärkt genutzt wurden. Durch die erfolgten Maßnahmen konnte der Teilkonzern Kosmetik seine Ziele erreichen und entgegen allen genannten Herausforderungen mit einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr abschließen.

Der Teilkonzern STABILO konnte trotz verschiedener Lockdowns und negativen Einflüssen aus dem Ukraine-Krieg erneut den Wachstumspfad beschreiten. Insbesondere in Asien führten die strategischen Anpassungen zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit und zu steigenden Marktanteilen. China erzielte trotz einem harten Lockdown die geplanten Ziele und partizipierte von der raschen Erholung im Onlinehandel. Der weitere globale Ausbau von Know-how und Fähigkeiten in der Marktbearbeitung der Onlinevertriebskanäle wurde strategiegemäß durchgeführt. Erfreulicherweise konnten die Bereiche Highlighting, Writing und Learning to write alle zum Wachstum beitragen. Wertmäßig verzeichnete Highlighting den größten Zuwachs. Nur im Bereich Coloring gelang es nicht, an den hohen Vorjahreswert anzuknüpfen. Auch bei den strategischen Projekten zeigten sich erfreuliche Ergebnisse. Im Bereich Digitalisierung konnte mit dem Projekt MES ein wichtiger Meilenstein zum Datenaustausch von Produktionsmaschinen erfolgreich abgeschlossen werden. Das mehrjährige Projekt B4ckbone zur Aktualisierung des Enterprise-Resource-Planning-Systems (ERP-Systems) erreichte inhaltlich die geplanten Ziele. Im Bereich Nachhaltigkeit wurden im Projekt "Together" die Maßnahmen und Bereichsziele für die Zeit bis zu der für 2025 geplanten Klimaneutralität von STABILO erarbeitet und implementiert. Die Ziele des Teilkonzerns wurden voll erreicht.

Der Teilkonzern Outdoor hatte sich für das Geschäftsjahr 2021/22 ebenfalls hohe Ziele gesteckt und sie auch erreicht. Es wurde erstmals die Marke von 200 Mio. EUR Umsatz überschritten. Alle Marken haben aufgrund ihrer gestiegenen Attraktivität zu diesem Umsatzwachstum beigetragen.

Forschung und Entwicklung sowie neue Prozesse

Der Konzern hat große Anstrengungen unternommen, um die führenden Marktpositionen der drei Teilkonzerne durch innovative Produkte zu halten bzw. auszubauen.

Die im vorausgegangenen Jahr im Teilkonzern Kosmetik eingeführten neuen Prozesse wurden in der Entwicklung implementiert und werden heute standardmäßig gelebt. Erstmalig war es uns möglich, die Umsetzungsqualität und Performance für Neuprodukte zu messen, und eine gewisse "Pipeline" an Innovationen für die nächsten Jahre vorzuplanen. Es konnten im Verhältnis vier von fünf Projekte in dem geplanten Zeit- und Budgetrahmen und mit entsprechender Qualität industrialisiert werden. In der Vorentwicklung wurden potenzielle Projekte bezüglich Zeit-, Budget- und/oder Qualitätszielen stark vorselektiert.

Erstmalig seit der Corona-Pandemie, fand im März die mit Spannung erwartete Kosmetik-Leitmesse Cosmoprof in Bologna statt. Was hat der Wettbewerb in den letzten zwei Jahren des Lockdowns erreicht? Wie hat sich der Markt verändert? Haben wir die richtigen Innovationen? Insgesamt war die Kundenrückmeldung zu unseren Innovationen sehr positiv. Die vorgestellten Produkte mit Fokus auf Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz, bei gleichbleibender Leistungsfähigkeit, mündeten in einem guten Kundenecho.

In der Forschung und Entwicklung wurde der Bereich "Color&Care" definiert und besetzt. Die Zusammenarbeit zwischen den globalen Entwicklungsbereichen und den Tochtergesellschaften konnte weiter verbessert und gefestigt werden. Im Rahmen der "oneschwan"-Strategie wollen wir die Stärken jeder Tochtergesellschaft sowie die regionalen Marktkenntnisse noch besser in die Entwicklung neuer globaler Produkte einbinden.

Der Teilkonzern STABILO erweitert kontinuierlich seine Produkte und Sortimente im Segment "Schreibgeräte". Inspiriert von globalen Trends und neuen Technologien steht die Entwicklung von Produktinnovationen für den Lebensalltag der Konsument*innen im Vordergrund. In der klassisch-analogen Welt konzentrieren sich alle Aktivitäten auf die Entwicklung neuer Funktionen und Farbwelten sowie auf einzigartige Produkt- bzw. Verpackungsdesigns. Der Mut, neue Wege zu gehen, gepaart mit einem ausgeprägten Verständnis für Performance, Qualität und Nachhaltigkeit spiegelt sich in den Erfolgen der Produkte wider. Der Einsatz von nachwachsenden oder recycelten Materialien spielt aber auch bei der kontinuierlichen Optimierung der Bestandsprodukte eine wichtige Rolle. Zusätzlich ist der reichhaltige Erfahrungsschatz aus der analogen Welt eine wertvolle Grundlage für den digitalen Bereich, um mit neuen Angeboten wie Schreiblern-Apps die Zielgruppe zu erreichen und zu begeistern.

Auch der Teilkonzern Outdoor mit seinen vier Marken deuter, ORTOVOX, Maier Sports und GONSO arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung seines Produktsortiments. So entstanden im vergangenen Geschäftsjahr vor allem innovative Produkte für den Bergsport in den Sortimenten Bekleidung, Rucksäcke und Lawinensicherheit. Die neuen elektronisch betriebenen Lawinenrucksäcke Litric (ORTOVOX) und Alproof (deuter) erhielten beide auf der Messe (ISPO) eine Produktauszeichnung. Im Bereich Bekleidung geht es schon heute und künftig noch mehr darum, die Performance der Produkte hinsichtlich Klimakomfort, Leichtigkeit und Langlebigkeit weiterzuentwickeln. Dabei werden ebenfalls in immer höherem Maße nachhaltige Materialien eingesetzt mit dem Ziel, den CO 2-Fußabdruck stetig zu verringern. Dies soll künftig durch die eigenen Wiederverwertungs-Kreislaufkonzepte in Form intelligenten Recyclings noch konsequenter unterstützt werden.

Mitarbeiter*innen

Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich die Anzahl unserer Mitarbeiter*innen um 477 auf 5.132 erhöht - 2.140 Mitarbeiter*innen waren im Inland und 2.992 im Ausland beschäftigt. Die Veränderung beruht hauptsächlich auf einer höheren Beschäftigung im Ausland, vor allem in der Fertigung des Teilkonzerns Kosmetik zum Ende des Geschäftsjahres.

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Weltweite Verantwortung und Risikomanagement

Corporate Social Responsibility (CSR)

Alle Unternehmensbereiche betreiben ein aktives Umweltmanagement und nehmen ihre soziale Verantwortung wahr. Das gilt nicht nur für die inländischen Werke, sondern auch für die ausländischen Betriebsstätten und Tochtergesellschaften sowie für die Hauptlieferanten des Konzerns. Der Konzern strebt weitere Verbesserungen beim Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz an, trägt zu fairen und sicheren Arbeitsbedingungen weltweit bei und fördert gesellschaftliche Teilhabe. Schwerpunkte der Arbeit im Bereich CSR in allen Teilkonzernen sind nachhaltige Lieferketten und der Einsatz von recyceltem Material. Einzelne Standorte haben Initiativen gestartet, um CO 2-neutral zu werden. Unser Engagement für faire Arbeitspraktiken und sichere Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten unserer Beschaffungskette ist ein grundlegender Bestandteil unserer Verpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte. Dazu gehört auch, dass die Einhaltung sozialer Standards durch eigene Beschäftigte oder anerkannte externe Prüfer*innen in Audits überprüft werden.

Risikomanagement

Risikopolitik

Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen ist die Gruppe Schwan-STABILO vielfältigen Risiken ausgesetzt. Im Konzern wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um strategische und operative Risiken transparent zu machen. Die Unternehmenssteuerung ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert jedes Teilkonzerns und jeder einzelnen Unternehmenseinheit dauerhaft zu steigern. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir sich uns bietende Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab. Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sowie Compliance-Verstöße sind zwingend zu vermeiden.

Risikomanagement

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Aktivitäten zur Verbesserung der Effektivität und Effizienz der Governance, Risk und Compliance im Unternehmen weiter vorangetrieben und in einem in der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG angesiedelten Bereich Governance gebündelt. Die Leitung der Konzernfunktion Governance berichtet direkt an die Konzerngeschäftsführung.

Die Identifizierung von Risiken für Geschäftsaktivitäten, die im folgenden Wirtschaftsjahr geplant sind, ist in den jährlichen Budgetplanungsprozess eingebettet und umfasst weltweit alle Tochtergesellschaften der Gruppe Schwan-STABILO. Das Management der Tochtergesellschaften in den Teilkonzernen identifiziert und bewertet Chancen und Risiken systematisch und steuert sie. Für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken der Tätigkeitsfelder der Holdinggesellschaft, insbesondere des Finanzrisikomanagements, ist der*die Verantwortliche in der Konzernfunktion Finance zuständig.

Der Bereich Governance unterstützt die Verantwortlichen bei der Beschreibung der identifizierten Risiken und deren Zuordnung zu Risikokategorien sowie bei der Erfassung risikokompensierender Maßnahmen. Risiken werden anlässlich des Planungsprozesses nach ihrer monetären Auswirkung, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und unter Berücksichtigung des Effekts etwaiger risikokompensierender Maßnahmen bewertet. Ziele der Risikoaggregation sind die Bestimmung der Gesamtrisikoposition der Gruppe und das Herausarbeiten der relativen Bedeutung von Einzelrisiken.

Durch die im Zuge des Planungsprozesses dargestellten Risiken ist sichergestellt, dass die Konzernleitung beim Besprechen der Budgets der Teilkonzerne mit allen notwendigen Informationen zur Risikosituation der geplanten Geschäftsaktivitäten versorgt ist. Über den Bericht der Konzerngeschäftsführung ist auch der Beirat in die Berichterstattung eingebunden. Ferner wird durch das Management im Rahmen der periodischen Berichterstattung über unterjährig erkannte Risiken berichtet.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Die Gruppe Schwan-STABILO verfügt unter anderem über ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem, mit dem die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung gewährleistet wird.

Die Konzerngeschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Berichtsorganisation und die Grundsätze, die in der Konzernbilanzierungsrichtlinie festgehalten sind, sind alle Geschäftsbereiche in das System eingebunden.

Compliance-Management-System

Die Einhaltung der auf die Gruppe Schwan-STABILO anwendbaren gesetzlichen Vorschriften ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Neben den Unternehmensleitsätzen kommt dies insbesondere in dem für alle Mitarbeiter*innen geltenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) zum Ausdruck.

Im Berichtsjahr wurde das Compliance-Management-System (CMS) weiter ausgebaut, um ein verantwortungsvolles, regelkonformes Verhalten in der Unternehmensgruppe sicherzustellen und zu überwachen.

Das CMS besteht aus den drei Säulen Vorbeugen, Erkennen und Reagieren ("Prevent, Detect, Respond").

Die erste Säule - die Vorbeugung ("Prevent") - dient dazu, mögliche Verletzungen geltender Rechtsbestimmungen zu vermeiden, insbesondere mit Blick auf geltende Gesetze zu Korruption, Geldwäsche, Datenschutz, Kartellrecht, Exportkontrolle und Steuerrecht. Sie umfasst die rechtliche und steuerliche Beratung der Geschäftseinheiten zu konkreten Sachverhalten und die unternehmensinterne Veröffentlichung von Leitlinien, etwa zum Datenschutz.

Die zweite Säule - das Erkennen ("Detect") - umfasst Maßnahmen zur Früherkennung möglicher Fehlentwicklungen. Um Mitarbeiter*innen und Menschen außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Unternehmenswerte zu melden, hat die Gruppe Schwan-STABILO zusätzlich zu bestehenden Meldekanälen ihr elektronisches Hinweisgebersystem über eine internetbasierte Plattform weiter fortgeführt. Über diese Hinweisgeber-Plattform können auch anonym Informationen über potenzielle Rechtsverletzungen mitgeteilt werden. Hinweise über die Hinweisgeber-Plattform wurden von der Compliance-Abteilung im Bereich Governance geprüft, weiterverfolgt und - soweit erforderlich - mit Unterstützung anderer Funktionen bearbeitet.

Die dritte Säule - das Reagieren ("Respond") - befasst sich mit den Folgen festgestellter Compliance-Verstöße. Die angemessene und zeitnahe Reaktion auf Compliance-Verstöße, einschließlich arbeitsrechtlicher Sanktionen, ist von zentraler Bedeutung. Erkenntnisse aus den Ermittlungen zu Verstößen sollen auch weiterhin genutzt werden, um das Compliance-Management-System fortlaufend zu verbessern.

Chancen- und Risikolage

Nachstehend werden bedeutsame Risiken erläutert, bei deren Eintritt die Möglichkeit erheblicher nachteiliger Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation der Gruppe Schwan-STABILO besteht.

Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 ist das allgemeine Wirtschafts- und Marktumfeld durch beträchtliche Risiken und Unsicherheiten gekennzeichnet gewesen. Der Krieg in der Ukraine hat das Vertrauen der Konsument*innen - insbesondere in Europa und Amerika - erschüttert und die Energiepreise deutlich ansteigen lassen. Weitere Lockdowns in China im Zuge der Null-Covid-Politik haben die bereits angespannten globalen Lieferketten zusätzlich belastet, zu Engpasssituationen an wichtigen Häfen geführt und den Kostendruck verstärkt.

Vor dem Hintergrund der hohen Inflationsraten haben die Notenbanken ihre Geldpolitik verändert und in unterschiedlichem Ausmaß die Leitzinsen erhöht. All dies hat bereits Veränderungen der Wechselkurse zur Folge gehabt und kann nach Einschätzung führender deutscher Wirtschaftsinstitute, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank dazu führen, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft und damit auch in den Regionen und Märkten, in denen die Gruppe Schwan-STABILO operiert, deutlich verlangsamt.

Anhaltende geopolitische Spannungen insbesondere mit China und eine weitere Eskalation handelspolitischer Konflikte könnten den negativen Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Situation auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Teilkonzernen im laufenden Geschäftsjahr weiter verstärken und auch Investitionsrisiken im Zusammenhang mit unseren eigenen Standorten in China bergen.

Während die direkten und indirekten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sich zum aktuellen Zeitpunkt nur schwer vorhersagen lassen, hat die gegenwärtige Inflation u. a. zu wesentlichen Kostensteigerungen für Energie, Rohstoffe und den Transport geführt und könnte dies auch weiterhin tun. Wir betrachten auch Risiken im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie durch mögliche Produktionsstopps, unterbrochene Lieferketten und eine rückläufige Nachfrage sowie den schwelenden China-Taiwan-Konflikt als weitere wesentliche Risiken für den Erfolg der Teilkonzerne der Gruppe Schwan-STABILO.

Zu den möglichen Reaktionen auf einen konjunkturbedingten Nachfragerückgang zählt insbesondere eine verstärkte Kostenkontrolle. Um die Inflationsrisiken abzumildern, wird es außerdem weiterhin notwendig sein, steigende Beschaffungskosten an unsere Kund*innen weiterzugeben.

Um Engpässen bei bestimmten Rohstoffen und Materialien entgegenzuwirken, überprüfen und erweitern wir in allen Teilkonzernen unser Lieferantennetzwerk und bauen zusätzliche Vorräte auf, wo es möglich und sinnvoll ist.

An den Produktionsstandorten in Weißenburg und Heroldsberg haben wir neben der Einführung diverser Energiesparmaßnahmen zudem Vorbereitungen getroffen, um den Wärme- und künftig auch den Strombedarf auf alternative Energiequellen umzustellen. Dadurch können wir die Auswirkungen einer möglichen Gasverknappung auf unsere Produktionsprozesse in Deutschland weitestgehend eindämmen.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden bereits zu einem frühen Zeitpunkt verschiedene Task Forces und Krisenteams eingerichtet, um die unterschiedlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sorgfältig zu überwachen und abzumildern. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter*innen sowie der Geschäftskontinuität.

Strategische Risiken

Sich verändernde Trends (u. a. Lifestyle- und Beauty-Trends) können Risiken in Hinblick auf die relevanten Zielgruppen und Absatzmärkte der Teilkonzerne mit ihren unterschiedlichen Produkten verursachen. Die Herausforderung besteht vor allem darin, Trends frühzeitig zu erkennen und sie im Rahmen der Entwicklungsarbeit schnellstmöglich in kommerziell erfolgreiche Produkte einfließen zu lassen. Durch unsere starke Nähe zu unseren Kunden und Geschäftspartnern, der intensiven Analyse von Trends und der weiteren Stärkung unseres Kundenbeziehungsmanagements sind wir bestrebt, Veränderungen in den Bedürfnissen und Kaufverhalten unserer Kund*innen frühzeitig zu erkennen und die Entwicklungszeiten möglichst kurz zu gestalten.

Alle drei Teilkonzerne beobachten die geopolitischen und marktbezogenen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ende Februar 2022 ausgebrochenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine sehr genau. Aufgrund der andauernden Auseinandersetzung ist es wahrscheinlich, dass auch künftig Umsätze aus Kundengeschäften mit Russland wegfallen. Die Auswirkungen einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs auf die Umsätze in anderen Märkten können jedoch derzeit nicht verlässlich vorhergesagt werden. Die Risiken, die sich in diesem Zusammenhang ergeben, werden fortlaufend überwacht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ziel des Finanzrisikomanagements des Konzerns ist es, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Beim Management der Finanzinstrumente (Festgeldanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition, Darlehen und kurzfristige Kredite sowie derivative Finanzinstrumente) verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik.

Liquiditätsrisiken

Die Muttergesellschaft überwacht die Steuerung der Finanzströme in der Gruppe. Dadurch können Liquiditätsrisiken erkannt und gesteuert werden, ohne dass die lokale Verantwortung für den Cashflow der jeweiligen Gesellschaft aufgehoben wird. Zur Absicherung und Überwachung des Risikos, dass der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen kann, wird regelmäßig ein Liquiditätsbericht erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge gibt. Durch die vorhandenen Kreditlinien in Verbindung mit dem Cash-Pooling sowie aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln ist eine ausreichende Finanzierung des laufenden Geschäfts und notwendiger Investitionen gesichert.

Währungsrisiken

Der Konzern ist international tätig; dadurch bestehen grundsätzlich Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und der Absatzseite. Die größten Währungsrisiken resultieren aus den in US-Dollar zu zahlenden Beschaffungsvorgängen, da der Bedarf auf der Beschaffungsseite das Währungsangebot in US-Dollar aus Verkäufen übersteigt.

Währungsrisiken des Konzerns werden durch die Muttergesellschaft kontinuierlich und durch genaue Marktbeobachtung überwacht. Das Management der Währungsrisiken erfolgt zentral durch die Muttergesellschaft. Im Zentrum des Währungsrisikomanagements steht die Absicherung eines wesentlichen Teils des für die Beschaffung vor allem im Teilkonzern Outdoor erforderlichen hohen US-Dollar-Jahresnettobedarfs zu einem erwarteten Wechselkurs für das jeweilige Geschäftsjahr. Das Ziel dabei ist, das Risiko zu vermeiden, gegenüber diesem erwarteten Wechselkurs bei festerem US-Dollar zu nachteiligeren Kursen einzukaufen. Die Umsetzung der Maßnahmen zur Sicherung des erwarteten Wechselkurses bedeutet allerdings auch, dass für die abgesicherten Umfänge bei schwächerem US-Dollar etwaige zusätzliche Chancen nicht realisiert werden können. Beim Einsatz von Finanzinstrumenten zur Währungssicherung gilt also, dass bei Abschluss eines Sicherungsgeschäfts je nach Marktlage möglichst der erwartete Wechselkurs erreicht werden soll.

Um den Wechselkurs abzusichern, werden entweder zu geeigneten Zeitpunkten US-Dollar eingekauft oder Devisentermingeschäfte (USD-Forwards) abgeschlossen. Diese Maßnahmen dienen vor allem zur Sicherung kurzfristiger Bedarfsspitzen. Da der Markt auch im Geschäftsjahr 2021/22 sehr volatil war, wurden zur Absicherung des Bedarfs strukturierte Devisentermingeschäfte - sogenannte Target-Profit-Devisentermingeschäfte - eingesetzt. Als Vertragspartner dieser Finanzinstrumente dienen ausschließlich große deutsche Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität.

Mit diesen Instrumenten ist es dem Konzern im Berichtsjahr gelungen, das Risiko von Währungsverlusten aus festeren US-Dollarkursen als den erwarteten Wechselkursen wirksam zu vermeiden.

Die Struktur der Target-Profit-Devisentermingeschäfte ermöglicht es uns, während deren Laufzeit US-Dollar zu einem festgelegten Sicherungskurs am monatlichen Fixingtermin des Geschäfts bis zum Aufbrauchen des verfügbaren Rahmens, des Targets, zu beschaffen. Dieser festgelegte Sicherungskurs wird bei Abschluss des Geschäfts vertraglich fixiert und soll möglichst dem erwarteten Wechselkurs entsprechen. Das Devisentermingeschäft sieht monatliche Auszahlungen zu einem bestimmten Termin vor. Wenn der Tageskurs fester - also für uns nachteiliger -als der im Geschäft verankerte Sicherungskurs ist, werden die US-Dollar zum vereinbarten Sicherungskurs umgetauscht. Dadurch gelingt die beabsichtigte Währungssicherung gegen einen festeren US-Dollar im Einkauf. Nach einer vorher definierten Anzahl vorteilhafter Auszahlungen der Fremdwährung ist der Kontrakt vor dem Ende seiner vertraglichen Gesamtlaufzeit automatisch beendet.

In diesem strukturierten Devisentermingeschäft ist neben dem Sicherungskurs ein zweiter, deutlich schwächerer US-Dollar-Kurs als zweite Schwelle festgelegt. Wenn der Tageskurs des US-Dollar zwischen dem Sicherungskurs und dieser zweiten Schwelle liegt, findet regelmäßig kein Umtausch statt. Falls der Tageskurs zum monatlichen Fixingtermin für den US-Dollar schwächer als diese zweite Schwelle ist, muss der Konzern anstelle des günstigeren Tageskurses US-Dollar zum festeren Sicherungskurs erwerben. Das strukturierte Devisentermingeschäft schützt also vor Verlusten bei festerem US-Dollar, gewährt aber nicht die zusätzliche Chance bei schwächerem US-Dollar. Sollte der Tageskurs über der zweiten Schwelle liegen, besteht grundsätzlich das Risiko, dass über die Gesamtlaufzeit des Kontrakts durch die höhere Anzahl von Umtauschvorgängen mehr US-Dollar abzunehmen sind, als es dem Nettobedarf entspräche. Daraus ergäbe sich in Form eines Anlagerisikos in Fremdwährung ein Verlustrisiko.

Dieses weitere Anlagerisiko mindern wir, indem bei Abschluss dieser Target-Profit-Devisentermingeschäfte die Termine, die vorteilhaften Bezüge und die Korridore der beiden Schwellenwerte so abgestimmt werden, dass die für uns vorteilhaften Bezüge kurzfristig realisiert werden können. Dadurch können wir das Anlagerisiko vermeiden und für den erwarteten Wechselkurs die gewünschte Stabilität bei der Währungssicherung erzielen.

Die US-Dollar Bedarfe und die abgeschlossenen Target-Profit-Termingeschäfte wurden im Konzernabschluss in einen antizipativen Portfolio-Hedge zusammengefasst. Dadurch wird zum Stichtag ein Bewertungsrisiko der strukturierten Devisentermingeschäfte vermieden.

Zinsrisiken

Zinsrisiken ergeben sich aus Änderungen des Marktzinses, wenn Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen angelegt oder aufgenommen werden. Das aus Zinsänderungen resultierende Risiko wird zentral gesteuert.

Durch die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank per Ende Juli 2022 ist das Risiko durch Negativzinsen entfallen. Auf der anderen Seite haben steigende Kreditzinsen keinen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis, da wir keine Kreditlinien in Anspruch nehmen und über ausreichend positive Bankguthaben verfügen.

Kreditrisiken aus Kundenforderungen

Aus unseren Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergeben sich Kreditausfallrisiken aufgrund der potenziellen Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz einzelner Kunden. Deshalb verfolgen wir die Entwicklung der Bonität unserer Geschäftspartner*innen und die Altersstruktur unserer Forderungen im Zuge eines verstärkten Debitorenmanagements. Die Kreditwürdigkeit beurteilen wir vor und während der Geschäftsbeziehung insbesondere auf Basis extern verfügbarer Informationen, z. B. der Einschätzung von Ratingagenturen. Für Kunden wird vor Auftragsannahme ein Kreditlimit festgelegt und bei Veränderungen der Bonität, sofern erforderlich, angepasst. Solche Risiken werden zum Teil durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Besondere Ausfallrisiken wegen der Corona-Krise und infolge möglicher Sanktionen im Geldverkehr gegenüber Geschäftsbanken unserer Kunden wurden und werden weiterhin gesondert überwacht.

Risiken aus Altersvorsorgeverpflichtungen

Der Konzern hat in einzelnen Unternehmen einen hohen Bestand an Altersvorsorgeverpflichtungen. Um deren Höhe zu ermitteln, werden versicherungsmathematische Bewertungen vorgenommen; sie basieren auf Annahmen, etwa zur künftigen Entwicklung des Abzinsungsfaktors oder von Gehältern und Pensionen, oder auf statistisch ermittelten Lebenserwartungen. Die Veränderung all dieser Parameter kann Auswirkungen auf die finanzielle Belastung der Unternehmensgruppe durch Altersvorsorgeverpflichtungen haben.

Steuerrisiken

Die Gruppe unterliegt weltweit und in Deutschland regelmäßigen Prüfungen durch Finanzbehörden. In laufenden oder zukünftigen Prüfungen könnten die Steuerbehörden Steuergesetze oder Sachverhalte anders interpretieren als die Unternehmensgruppe. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Verrechnungspreise, die für Lieferungen und Leistungen zwischen den Gesellschaften des Konzerns vereinbart sind. In der Folge könnte die Steuerbemessungsgrundlage angepasst werden, sodass sich die Steuerschuld erhöht.

Informationstechnische Risiken

Möglichen Ausfallrisiken im Bereich der IT-Infrastruktur begegnen wir mit umfangreichen technischen wie organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen. Diese umfassen u. a. die physische Sicherung der eingesetzten IT-Hardware (Server, Rechenzentrum), die Sicherung vor unberechtigtem Zugriff von innen und von außen, ein kontinuierliches sogenanntes Patch-Management unserer eingesetzten Software sowie die laufende Aktualisierung des Virenschutzes. Ferner betreiben die Teilkonzerne dezentrale Systeme, die ein Gesamtrisiko für den Konzern verringern.

Die Bedrohungslage durch Cyber-Kriminalität ist unverändert hoch. Die kriminellen Handlungen zielen dabei nicht nur auf versuchten Identitätsdiebstahl, sondern auch auf den Bereich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten, IT-Systemen und IT-Netzwerken ab. Um die Wirksamkeit unserer Absicherungsmaßnahmen gegen Cyber-Kriminalität zu überprüfen, werden regelmäßig z. B. spezifische Audits, vorbeugende Systemwartungen und Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt, funktionsspezifische Zugriffsrechte vergeben oder auch sogenannte Penetrationstests durchgeführt. In regelmäßigem Turnus werden die Mitarbeiter*innen speziell zu spezifischen IT-Sicherheitsthemen geschult, um ihr Bewusstsein für die zunehmende Bedrohung durch Cyber-Kriminalität zu schärfen. Darüber hinaus sollen eine redundante Energieversorgung der IT-Systeme an zentralen Servern in den einzelnen Teilkonzernen die IT-Sicherheit erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2021/22 haben wir in allen drei Teilkonzernen zielgerichtet unsere Weiterentwicklung der IT-Sicherheitsarchitektur gestärkt und werden weitere Maßnahmen durchführen.

Effiziente Prozesse und ein reibungsloser Geschäftsablauf sind in hohem Maße von einer leistungsstarken IT-Infrastruktur abhängig. Alle Teilkonzerne betreiben daher Projekte zur Überführung ihrer alten ERP-Systeme in neue ERP-Systeme. Diese werden ebenfalls zur Stabilität der Prozesse und zur Betriebssicherheit beitragen.

Personalrisiken

Die Erreichung der Ziele der Gruppe Schwan-STABILO ist in hohem Maß von seinen Beschäftigten und der Bewahrung unserer wertebasierten Unternehmenskultur abhängig. Personalrisiken können sich im Wesentlichen durch Fachkräftemangel und Engpässe bei der Besetzung entscheidender Schlüsselpositionen ergeben. Die Unternehmensgruppe begegnet diesem nicht nur durch eine vorausschauende Personalplanung, sondern auch mit zahlreichen Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Compliance-Risiken

Als globale Akteure unterliegen die Teilkonzerne zahlreichen Gesetzen und Bestimmungen. Verstöße gegen derartige Rechtsnormen könnten zu erheblichen Strafen und Bußgeldern sowie Reputationsschäden führen. Beispielsweise besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter*innen oder Mitglieder des Managements eines Geschäftsbereichs der Teilkonzerne gegen Rechtsnormen oder Standards für ein angemessenes und verantwortungsbewusstes Geschäftsgebaren verstoßen. Dazu zählen auch die Risiken von Betrug, wettbewerbswidrigem Verhalten, Korruption, Manipulation von Finanzdaten, Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz oder Verstöße gegen Menschenrechte.

Alle Beschäftigten der Gruppe Schwan-STABILO sind dazu verpflichtet, den konzernweit geltenden Verhaltenskodex, den Code of Conduct, einzuhalten. Die Konzerngeschäftsführung macht durch ihren "Tone from the Top" deutlich, dass sie auf die Einhaltung von Regeln Wert legt.

Unser Compliance-Rahmenwerk, das wir sukzessive aufbauen, hilft der Konzerngeschäftsführung und den Verantwortlichen in den Teilkonzernen, Compliance-Risiken vorzubeugen, sie zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Neben der Beratung durch eine Reihe bereits ernannter lokaler Compliance-Manager*innen setzen wir derzeit Aktivitäts- und Kontrollschwerpunkte im Bereich Tax Compliance, Exportkontrolle und Sanktionsbestimmungen, Geldwäsche und Datenschutz, damit der Grad der Implementierung transparent wird und berichtet werden kann.

Leistungswirtschaftliche Risiken in den Teilkonzernen

Im Teilkonzern Kosmetik kam es trotz der zunächst anhaltenden Unsicherheit aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ab dem Ende der ersten Hälfte des Berichtszeitraums zu einer spürbaren Erholung der Branche und einem starken Wachstum unseres Auftragseingangs durch Nachholbedarfseffekte bei unseren Kunden. Infolge des starken Umsatzanstiegs wurde die vorausschauende Planung der Produktionskapazitäten, die Nutzung unseres weltweiten Netzwerks von Produktionsstandorten und die Verfügbarkeit geschulten Personals zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil für den Teilkonzern. Sofern es nicht weiterhin gelingt, die Kundenaufträge termingetreu und den spezifischen Anforderungen der Kunden entsprechend zu erfüllen, könnten daraus projektspezifische Kostenrisiken resultieren und unser künftiges Geschäft leiden.

Die Einführung neuer Produkte erfordert auch ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung. Da sowohl Produkte als auch Fertigungsprozesse immer anspruchsvoller werden, können sich aus der Innovationsgeschwindigkeit und den kundenspezifischen Anforderungen betriebliche Risiken, etwa Qualitätsrisiken, ergeben. Diesen begegnet der Teilkonzern Kosmetik durch eine Stärkung ihres Kundenbeziehungsmanagements, ein intensives Prozessmanagement und eine kontinuierliche Verbesserung der Produkt- und Prozessreife mit dem Ziel, die Produktintegrität abzusichern.

Bei der Herstellung seiner Produkte ist der Teilkonzern Kosmetik abhängig von der Verfügbarkeit, der rechtzeitigen Lieferung und der Preisentwicklung von Rohmaterialien und Komponenten. Im vergangenen Geschäftsjahr war der Teilkonzern noch stärker als im Vorjahr Materialengpässen ausgesetzt, dem er durch ein intensives Lieferantenmanagement, der Diversifizierung der Bezugsquellen, dem Aufbau kritischer Sicherheitsbestände sowie einer flexiblen Produktionsplanung entgegenzuwirken versucht hat. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass weiterhin Engpässe bei der Rohstoffversorgung entstehen, Produktionen unterbrochen werden müssen oder Qualitätsmängel bei den beschafften Rohmaterialien und Komponenten auftreten und zu Mehrkosten sowie Lieferverzögerungen führen. Daraus können sich Reputationsschäden und Verluste von Aufträgen sowie potenziell weitere Risiken wie Produkthaftungs-, Arbeitssicherheits-, Compliance- oder Umweltrisiken ergeben.

Durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Weltwirtschaft und die ohnehin pandemiebedingt schon gestörten Lieferketten könnten sich zudem Preissteigerungen für wesentliche Rohstoffe und Materialien ergeben. Die Möglichkeiten zur Weitergabe solcher Preissteigerungen werden von der Preissensitivität der jeweiligen Kunden und den Dynamiken auf ihren Märkten abhängen, was zu einer Ergebnisbelastung führen kann.

Der Teilkonzern STABILO profitierte im vergangenen Geschäftsjahr dank seiner gut eingeführten Marke und der Breite seines Sortiments von einer starken Nachfrage der Konsument*innen. Er konnte trotz der Corona-Krise abermals seinen Umsatz steigern und seine Marktposition weiter ausbauen. Die Konsumentennachfrage kann sich jedoch ändern, insbesondere in den eher trendbezogenen Produktbereichen, wenn es nicht gelingt, neue Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen oder die Konsument*innen mit unserem Produktangebot und unseren Marketingaktivitäten kontinuierlich erfolgreich anzusprechen. Um dieses Risiko zu mindern und die Markenattraktivität auf einem konstant hohen Niveau zu halten, entwickeln wir neue Produkte sehr sorgfältig und investieren viel Energie in ihre Präsentation auf unseren Märkten und über unsere Vertriebskanäle.

Auch Veränderungen im Wettbewerbs- und Einzelhandelsumfeld sind mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Einige der Kunden des Teilkonzerns kämpfen derzeit insbesondere infolge der Corona-Krise darum, ihre Position gegen den Onlinehandel zu verteidigen, oder sind infolge der sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unter Druck, was Forderungsausfälle zur Folge haben könnte. Um diese Risiken zu begrenzen, analysieren wir Daten über unsere Märkte und Kunden, passen unsere Vertriebsstrategie entsprechend an und betreiben ein aktives Forderungsmanagement.

Als einen unserer strategischen Märkte legen wir auch einen großen Fokus auf den chinesischen Markt, der im Zusammenhang mit den Risiken aus der Konsumentennachfrage, dem Produktangebot, der anhaltenden Coronavirus-Pandemie und den Unsicherheiten in der Lieferkette von besonderer Bedeutung ist. Auch Änderungen des geopolitischen Umfelds und eine mögliche Eskalation handelspolitischer Konflikte stellen in diesem Zusammenhang bedeutsame Risiken für die Entwicklung des Teilkonzerns STABILO dar.

Wie auch bei den anderen Teilkonzernen bestehen für den Teilkonzern STABILO lieferanten- und beschaffungsmarktbezogene Risiken. Der Teilkonzern wirkt diesen Risiken u. a. durch einen ausbalancierten Mix an Lieferanten, Bevorratung kritischer Rohmaterialien und bestehenden Notfallplänen entgegen.

Lohnerhöhungen vor allem an den heimischen und europäischen Standorten können zu höheren Produktkosten führen und so die Profitabilität negativ beeinflussen, wenn sie nicht an die Kund*innen weitergegeben werden können. Der Teilkonzern unterzieht seine Preispolitik daher einer regelmäßigen Überprüfung.

Der Teilkonzern Outdoor legt großen Wert auf eine sorgfältige Lieferantenauswahl und den Aufbau sowie Erhalt langfristiger strategischer Beziehungen zu seinen Produktionspartnern. Im Berichtsjahr ergaben sich im Wesentlichen Risiken aufgrund regionaler Ereignisse bei diesen Lieferanten, allen voran den mehrmonatigen Produktionsstopps wichtiger Schlüssellieferanten in Asien zur Eindämmung der dort in der zweiten Jahreshälfte von 2021 grassierenden Delta-Variante des Coronavirus und der durch die strikte Null-Covid-Politik in China bedingten Schließung wichtiger Häfen für den Transport der Produkte in die Absatzmärkte, insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2022. Damit unmittelbar verbunden waren Risiken einer verspäteten Produktverfügbarkeit.

Der Teilkonzern Outdoor profitierte nach Aufhebung der Lockdown-Maßnahmen in Asien wieder von seinen langjährigen strategischen Partnerschaften mit Lieferanten, die die Produktion zügig hochfahren konnten. Ausfälle bei mittelbaren Lieferanten infolge des Ukraine-Kriegs konnten durch die Flexibilität der unmittelbaren Lieferanten aufgefangen werden. Dem Risiko knapper Transportkapazitäten begegnet der Teilkonzern bei Bedarf und wo sinnvoll durch eine Verlagerung von See- auf Luftfracht.

Weitere Beschaffungsrisiken gehen auf Engpässe beim Bezug bestimmter Aluminiumprodukte für die Herstellung von Kindertragen und Lawinenschaufeln sowie von Elektronikbauteilen, die für die Produktion von Lawinensicherheitsausrüstung notwendig sind, zurück. Die Knappheit kann einerseits zu rückläufigen Produktionsvolumina sowie andererseits zu höheren Kosten durch steigende Materialpreise führen. Weitere Risiken ergeben sich aus dem inflations- und währungsbedingten Anstieg der Produktionskosten durch die eigene Produktionsstätte in der Türkei.

Gesamtbeurteilung

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts ließen sich keine Risiken allein oder in ihrer Gesamtheit erkennen, die den Konzern in seinem Bestand gefährden könnten. Für die beschriebenen Einzelrisiken wurden Maßnahmen getroffen, die adäquat gesteuert werden. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, aufgrund derer wir unsere Beurteilung der Lage anpassen müssten.

Ausblick

Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/23

Es ist davon auszugehen, dass der Aufschwung der Weltwirtschaft des Geschäftsjahres 2021/22 sich im laufenden Geschäftsjahr 2022/23 nicht fortsetzen wird. Die weltwirtschaftliche Aktivität wird voraussichtlich, wenn überhaupt, nur moderat steigen.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die Null-Covid-Politik in China haben die Inflation weltweit verstärkt und dazu geführt, dass Lieferengpässe wieder zugenommen haben. Die Reallöhne gehen in vielen Ländern zurück und dämpfen den privaten Konsum.

Diese Ereignisse gefährden das Eintreten unserer Planannahmen genauso wie schon im Geschäftsjahr 2021/22. Wir begegnen der schlechten Planbarkeit der Ereignisse mit schnellem Handeln und einer größtmöglichen Flexibilität.

Der Gruppe Schwan-STABILO ist im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres ein guter Start gelungen. Dies stimmt uns dahingehend positiv, dass die gesetzten Ziele trotz der widrigen weltwirtschaftlichen Umstände erreicht werden können. Wir gehen daher für das laufende Geschäftsjahr von einem Anstieg des Umsatzes um einen einstelligen Prozentsatz aus. Das Geschäftsjahr 2022/23 wird aufgrund der bestehenden Unsicherheiten gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 voraussichtlich mit einem geringfügig niedrigeren Konzernjahresüberschuss abschließen.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Teilkonzern Kosmetik hat im Geschäftsjahr 2022/23 gute Chancen, den eingeschlagenen Wachstumstrend fortzusetzen. Dies soll gelingen, indem insbesondere Kundensegmente mit Wachstumspotenzial fokussiert werden. Dabei dürfen anhaltende Einflüsse wie beispielsweise die steigende Inflation, Lieferkettenprobleme und übermäßig zunehmende Energiekosten nicht außer Acht gelassen werden.

Für den Teilkonzern STABILO konnte der Verkauf im Schulgeschäft 2022 planmäßig abgeschlossen werden. Die Umsätze der ersten beiden Monate des neuen Geschäftsjahres bestätigen das avisierte Wachstum. Entscheidend für die weitere Umsatzentwicklung wird auch die Marktakzeptanz der globalen Preisanpassung in Europa sein. Kritisch bleibt, dass in den ersten Monaten des Geschäftsjahres weiterhin eine hohe Dynamik bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie und Logistik vorherrscht. Die hohe Inflationsrate wird sich auch im anstehenden Tarifabschluss widerspiegeln. Der ungewisse Fortgang des Kriegs in der Ukraine, die volatilen Lieferketten und die weiterhin andauernde Corona-Pandemie machen Prognosen schwierig.

Für den Teilkonzern Outdoor ist ebenfalls ein weiterhin starkes Wachstum geplant. Alle Marken sollen zu dieser positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Voraussetzung dafür ist die weitere internationale Expansion des eigenen Vertriebs. Allerdings ist zu erwarten, dass durch die konjunkturelle Eintrübung die Umsatzsteigerungen nicht wie geplant realisiert werden können. Daher sind Prognosen in Bezug auf das nationale und internationale Geschäft schwierig. Auf der Beschaffungsseite bestehen Herausforderungen durch inflationäre Preisentwicklungen. Unabhängig davon ist mit dem ersten Quartal ein erfolgreicher Start in das neue Geschäftsjahr gelungen.

Alle Teilkonzerne werden im Geschäftsjahr 2022/23 weiteres Wachstum anstreben und sich mit nachhaltigen Angeboten und Produkten gut im Wettbewerb behaupten können. Investitionsschwerpunkte sind u. a. die Stärkung der internationalen Marktbearbeitung und die weitere Digitalisierung. Dank unserer finanziellen Stärke werden wir dies aus eigener Kraft bewerkstelligen können.

Neben anhaltenden Corona-Auswirkungen, dem Ukraine-Krieg und steigender Inflation sehen wir Risiken in den Lieferketten durch die nicht rechtzeitige Belieferung und durch signifikante preisliche Aufschläge. Durch umsichtiges Krisenmanagement haben wir weitgehende Maßnahmen ergriffen, diesen Risiken zu begegnen und damit den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Die Konzerngeschäftsführung ist sich sicher, dass das Unternehmen die beschriebenen Herausforderungen aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewältigen wird.

Dank des außerordentlichen Engagements unserer Mitarbeiter*innen ist es uns gelungen, mit viel Flexibilität und persönlichem Einsatz nicht nur das abgelaufene Geschäftsjahr zu meistern, sondern auch den Grundstein für ein erfolgreiches weiteres Geschäftsjahr zu legen.

An dieser Stelle danken wir insbesondere der Belegschaft und der Unternehmerfamilie für ihr Engagement und Vertrauen in diesen schwierigen Zeiten.

 

Heroldsberg, 10. Oktober 2022

Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG
vertreten durch die Schwanhäußer Industrie Holding Verwaltungs GmbH

diese wiederum vertreten durch

gez. Sebastian Schwanhäußer, Geschäftsführer

KONZERNBILANZ für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

der SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

AKTIVA

in EUR Anhang 30.06.2022 30.06.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 20.519.879 21.207.880
Sachanlagen 2 141.412.844 143.726.726
Finanzanlagen 3 8.058.835 3.951.493
Anlagevermögen   169.991.558 168.886.099
Vorräte 4 183.376.745 125.500.231
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5 202.795.566 175.989.969
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   97.302.574 130.825.284
Umlaufvermögen   483.474.885 432.315.484
Rechnungsabgrenzungsposten   2.886.485 2.346.986
Aktive latente Steuern 6 2.958.338 2.723.445
Bilanzsumme   659.311.266 606.272.014

PASSIVA

     
Kommanditeinlagen   105.000.000 105.000.000
Rücklagen   172.150.440 186.030.125
-davon satzungsmäßige Rücklagen   (28.271.615) (13.472.742)
-davon andere Gewinnrücklagen   (143.878.825) (172.557.383)
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung   1.460.612 -10.375.690
Konzernbilanzgewinn   30.695.985 6.692.695
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile   3.952.173 3.034.601
-davon am Konzernjahresüberschuss   (2.506.817) (1.201.530)
Eigenkapital 7 313.259.210 290.381.731
Rückstellungen für Pensionen   91.438.137 81.863.899
Steuerrückstellungen   6.162.061 4.669.740
Sonstige Rückstellungen   55.261.982 54.103.707
Rückstellungen 8 152.862.180 140.637.346
Verbindlichkeiten 9 191.982.786 173.805.868
Rechnungsabgrenzungsposten   91 5.822
Passive latente Steuern 10 1.206.999 1.441.247
Bilanzsumme   659.311.266 606.272.014

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

der SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

in EUR Anhang 2021/22 2020/21
Umsatzerlöse 12 745.259.198 623.207.815
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   14.631.441 -70.711
Andere aktivierte Eigenleistungen   1.819.721 2.135.865
Gesamtleistung   761.710.360 625.272.969
Sonstige betriebliche Erträge 13 24.409.233 21.680.433
Materialaufwand 14 -289.584.557 -224.325.826
Personalaufwand 15 -240.488.081 -218.722.532
Abschreibungen   -31.680.318 -34.376.863
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16 -163.553.262 -141.729.007
Erträge aus Beteiligungen   404.287 348.162
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   8.316 19.583
Zinsergebnis 17 -9.151.231 -8.507.475
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18 -18.363.769 -11.782.396
Ergebnis nach Steuern   33.710.979 7.877.048
Sonstige Steuern   -508.177 17.177
Konzernjahresüberschuss   33.202.802 7.894.225
Nicht beherrschende Anteile am Konzernjahresüberschuss   -2.506.817 -1.201.530
Gewinnvortrag   6.692.695 2.572.048
Gewinnausschüttung   -4.348.162 -2.572.048
Einstellung in die Rücklagen   -2.344.533 0
Konzernbilanzgewinn   30.695.985 6.692.695

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

der SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

Allgemeine Angaben

Die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Heroldsberg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Registernummer HRA 6622 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG aufgestellt.

Die Konzernbilanz wurde nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB aufgestellt, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Darüber hinaus sind im Konzernanhang nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringende Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Konzernbilanz oder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden.

Aus technischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (EUR, %) auftreten.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Für die Unternehmen des Konzerns liegen einheitliche Gliederungs- und Bewertungsvorschriften vor.

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 Abs. 2 HGB) wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben.

In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind die Materialkosten, die Fertigungskosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Finanzanlagevermögen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt.

Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit den gleitenden Durchschnittswerten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial und den Kosten für Fertigungslöhne die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerreichweite, aus verminderter Verwertbarkeit und aus erwarteten niedrigeren Verkaufspreisen ergeben, wird durch Abschreibungen Rechnung getragen.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert - ggf. umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags (§§ 256a, 308a HGB) - bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch individuelle und pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Schecks werden grundsätzlich zu Nominalwerten bilanziert. Bei der Umrechnung von in Fremdwährung lautenden Guthaben wird der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag (§§ 256a, 308a HGB) zugrunde gelegt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sogenanntes "temporary concept").

Aus den Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergab sich zum Bilanzstichtag insgesamt eine Steuerentlastung (aktive latente Steuern). Das Wahlrecht zur Nichtaktivierung von aktiven latenten Steueransprüchen gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so wird eine sich ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt.

Die latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag auf Basis kombinierter, unternehmensindividueller Ertragsteuersätze bewertet, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich gelten. Latente Steuern, die sich aus Bewertungsunterschieden im Zusammenhang mit der Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB) ergeben, werden mit dem kombinierten Ertragsteuersatz des Tochterunternehmens, das die Lieferung empfängt, bewertet. Die Bewertung der latenten Steuern beruht auf Ertragsteuersätzen zwischen 12 und 34 %.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft wird dem Gesellschaftsvertrag entsprechend auf Kapital- und Rücklagenkonten erfasst. Die Kapitalkonten beinhalten die Kommanditeinlagen. Das im Handelsregister eingetragene Haftkapital der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG beträgt 105 Mio. EUR.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Dieser Posten beinhaltet auch die hierauf entfallenden Währungsumrechnungsdifferenzen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Rückstellungen für die beitrags- und erfolgsorientierte Altersversorgung wurden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten der Mercer Deutschland GmbH bewertet. Die Gutachten berücksichtigen die handelsrechtlichen Vorgaben sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung erfolgte anhand des Teilwert- bzw. des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Als Parameter liegen der Berechnung ein Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 2,09 %), ein Rententrend von 1 bis 1,75 % (Vorjahr: 1 bis 1,75 %) sowie eine Fluktuation von 0 bis 5 % (Vorjahr: 0 bis 5 %) zugrunde.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Für alle erkennbaren Risiken werden Rückstellungen in Höhe der voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbeträge gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken aus der Beschaffung von Rohstoffen und Waren in US-Dollar eingesetzt.

Geplante Einkaufsgeschäfte für Rohstoffe und Handelswaren, die in US-Dollar im Geschäftsjahr 2022/23 abgeschlossen werden, sind als Grundgeschäfte designiert und werden mit derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung des beschaffungsseitigen US-Dollar-Währungsrisikos (Sicherungsinstrumente) zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Zahlungsströme aus den Grund- und den Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst.

Derivate, die nicht in eine Bewertungseinheit einbezogen sind, werden zum Marktwert am Stichtag unter Beachtung des Realisations- bzw. Imparitätsprinzips bewertet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG als Muttergesellschaft sowie sämtliche konsolidierungspflichtigen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen.

Tochterunternehmen, die auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

In der Anlage zum Anhang "Konsolidierungskreis der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG" sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie alle assoziierten Unternehmen aufgeführt.

Bezüglich der Angaben zu weiteren Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird vom Wahlrecht gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht, da diese Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Verbundene Unternehmen

Am 27. Juli 2021 wurde die Schwan STABILO Outdoor Italia s.r.l., Bergamo (Italien), gegründet und zum selben Datum erstmalig in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Schwan-STABILO GmbH, Heroldsberg, wurde zum 1. Juli 2021 auf die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg, verschmolzen.

Am 23. August 2021 wurden weitere Stimmrechte an der Cosmetic Colors S.A. de C.V., Toluca (Mexiko), erworben. Diese Transaktion wurde als Kapitalvorgang im Konzernabschluss abgebildet, wobei die Anschaffungskosten dieser Stimmrechte mit dem hierauf entfallenden Anteil der Fremdgesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet wurden. Der nach dieser Verrechnung entstandene Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet.

Die Most Creative Development Ltd., Hongkong (China), ist am 31. Dezember 2021 durch Liquidation aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Die Creative Colors S.A., Bogotá (Kolumbien), wird in den Konsolidierungskreis voll einbezogen, da der Konzern einen beherrschenden Einfluss auf das Vermögen und die Geschäftsführung der Gesellschaft ausübt.

Die Tianjin Kerma Laboratories Co., Ltd., Tianjin (China), ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, da sie kein operatives Geschäft betreibt.

Assoziierte Unternehmen

Zum 1. Juli 2021 wurden weitere Stimmrechte an der Hermann Kuhn AG, Bassersdorf (Schweiz), erworben.

Am 17. Dezember 2021 wurden Stimmrechte an der Doghammer GmbH, Rosenheim, erworben.

Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen Doghammer GmbH, Rosenheim, Hermann Kuhn AG, Bassersdorf (Schweiz), PT Kirana Anindita, Jakarta (Indonesien), Sino Champ Investment Ltd., Hongkong (China), und High International Co., Ltd., Hongkong (China), sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung, da der Umfang der Geschäftstätigkeit einzeln als auch insgesamt gemessen am Umsatz der Gruppe Schwan-STABILO nicht wesentlich ist. Sie werden gemäß § 311 Abs. 2 HGB mit den Anschaffungskosten bewertet.

Stichtag für die Aufstellung

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG (30. Juni 2022) aufgestellt.

Die Abschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden ebenfalls zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Dabei wurden einzelne Gesellschaften auf Basis eines zum Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellten Zwischenabschlusses in den Konzernabschluss einbezogen.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. Für Erwerbe nach Inkrafttreten des BilMoG findet die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB Anwendung.

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden entsprechend §§ 301 Abs. 3 und 309 HGB behandelt.

Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die sich hieraus ergebenden Aufrechnungsdifferenzen wurden ergebniswirksam behandelt.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf diese entfallenden Aufwendungen verrechnet.

In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz mit den Konzern-Herstellungskosten bewertet. Zwischenergebnisse aufgrund von konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen werden nur insoweit eliminiert, wie es gemäß § 304 Abs. 2 HGB für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig ist.

Währungsumrechnung

Gemäß § 256a HGB werden alle auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden in den Einzelabschlüssen mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. des Realisations- und Imparitätsprinzips. Die Differenzen aus dieser Umrechnung werden gesondert gemäß § 277 Abs. 5 S. 2 HGB in Verbindung mit § 284 Abs. 1 HGB im Konzernanhang angegeben.

Umrechnungsdifferenzen der auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ergeben, wurden ergebniswirksam erfasst.

Gemäß § 308a HGB erfolgte die Umrechnung der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in den Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, die ihren Abschluss nicht in Euro aufstellen, auf Basis des Devisenkassamittelkurses zum Bilanzstichtag. Bei der Umrechnung des Konzerneigenkapitals wurden historische Kurse verwendet, bei den Aufwendungen und Erträgen Durchschnittskurse. Sich ergebende Umrechnungsdifferenzen werden unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Im Einzelnen wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

Währung Bilanzkurs (1 EUR =) GuV-Kurs (1 EUR =)
BRL 5,3965 5,8756
CAD 1,3451 1,4256
CNY 6,9723 7,2818
COP 4.286,8700 4.396,3800
CZK 24,7200 25,0800
HKD 8,1650 8,8070
MXN 21,0703 22,9374
MYR 4,5893 4,7667
SGD 1,4499 1,5326
TRY 17,3150 13,7369
USD 1,0397 1,1280

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Aktiva

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände ist in dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt.

In EUR 30.06.2022 30.06.2021
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.336.062 10.542.760
Firmenwert 1 1
Goodwill 3.915.111 5.485.988
Geleistete Anzahlungen 6.268.706 5.179.130
Gesamt 20.519.879 21.207.879

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter dem Posten "Goodwill" und die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften unter dem Posten "Firmenwert" ausgewiesen. Der Goodwill und der Firmenwert werden über einen Zeitraum von zehn und 15 Jahren abgeschrieben. Das entspricht der jeweiligen tatsächlichen Nutzungsdauer im Konzern.

Erworbene Markenwerte und Kundenstämme werden unter "Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte" ausgewiesen.

2. Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der Sachanlagen ist in dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt.

In EUR 30.06.2022 30.06.2021
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.318.516 55.033.391
Technische Anlagen und Maschinen 57.594.390 64.970.647
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.718.465 16.794.574
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.781.473 6.928.114
Gesamt 141.412.844 143.726.726

3. Finanzanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der Finanzanlagen ist in dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzern-Anlagenspiegel dargestellt.

In EUR 30.06.2022 30.06.2021
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
Beteiligungen 4.799.187 3.193.048
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (4.063.330) (1.867.118)
davon sonstige Beteiligungen (735.857) (1.325.930)
Wertpapiere des Anlagevermögens 9.285 9.285
Sonstige Ausleihungen 3.250.363 749.159
Gesamt 8.058.835 3.951.493

Eine Aufstellung des unmittelbaren und des mittelbaren Anteilsbesitzes der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG ist dem Konzernanhang als Anlage "Konsolidierungskreis" beigefügt.

4. Vorräte

In EUR 30.06.2022 30.06.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 60.667.547 37.931.396
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.638.808 13.925.913
Fertige Erzeugnisse und Waren 89.501.283 64.865.813
Geleistete Anzahlungen 15.569.107 8.777.109
Gesamt 183.376.745 125.500.231

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In EUR 30.06.2022 davon Restlaufzeit> 1 Jahr 30.06.2021 davon Restlaufzeit>1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.089.646 0 154.079.311 0
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 501.119 0 666.037 0
davon aus Lieferungen und Leistungen (501.119) (0) (666.037) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 19.204.801 5.530.332 21.244.621 5.614.847
Gesamt 202.795.566 5.530.332 175.989.969 5.614.847

6. Aktive latente Steuern

Der Posten enthält aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen und setzt sich wie folgt zusammen:

In EUR 30.06.2022 30.06.2021 Veränderung
Aktive latente Steuern aus Zwischenergebniseliminierung 2.905.704 2.677.272 228.432
Aktive latente Steuern aus Schuldenkonsolidierung 52.634 46.173 6.461
Gesamt 2.958.338 2.723.445 234.893

Passiva

7. Eigenkapital

Die Kommanditeinlagen betreffen die Einlagen der Gesellschafter*innen bei der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG (105 Mio. EUR).

Die satzungsmäßigen Rücklagen betreffen die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG. Sie beinhalten die Anteile des Gewinns des Mutterunternehmens, die der Gesellschaft auf Dauer zur Verfügung stehen.

Die anderen Gewinnrücklagen umfassen die Gewinnrücklagen und kumulierten Bilanzgewinne und -verluste der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen. Darüber hinaus enthalten sie Effekte aus bestimmten erfolgsneutralen und erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen.

8. Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB bei einer Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Siebenjahres-Durchschnittszinssatz und zum Zehnjahres-Durchschnittszinssatz beträgt 5.488 Tsd. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 35.049 Tsd. EUR, für Vertriebsaufwendungen in Höhe von 13.504 Tsd. EUR und für Garantieverpflichtungen in Höhe von 1.053 Tsd. EUR.

9. Verbindlichkeiten

In EUR 30.06.2022 davon Restlaufzeit= 1 Jahr davon Restlaufzeit> 1-5 Jahre 30.06.2021 davon Restlaufzeit= 1 Jahr davon Restlaufzeit> 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 145.410 145.410 0 4.485.151 4.485.151 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.874.210 2.874.210 0 3.221.117 3.221.117 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.441.215 32.441.215 0 21.778.606 21.763.717 14.889
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel 803.331 803.331 0 179.376 179.376 0
Sonstige Verbindlichkeiten 155.718.620 112.980.925 42.737.695 144.141.618 100.474.584 43.667.034
davon gegenüber Gesellschaftern (137.112.370) (94.374.675) (42.737.695) (123.235.697) (79.568.663) (43.667.034)
davon aus Steuern (7.683.321) (7.683.321) (0) (8.649.850) (8.649.850) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.602.566) (1.602.566) (0) (1.375.227) (1.375.227) (0)
Gesamt 191.982.786 149.245.091 42.737.695 173.805.868 130.123.945 43.681.923

10. Passive latente Steuern

Der Posten enthält passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen und setzt sich wie folgt zusammen:

In EUR 30.06.2022 30.06.2021 Veränderung
Passive latente Steuern aus Kapitalkonsolidierung 1.168.673 1.429.607 -260.934
Passive latente Steuern aus Schuldenkonsolidierung 38.326 11.640 26.686
Gesamt 1.206.999 1.441.247 -234.248

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden offene Verpflichtungen im In- und Ausland in Höhe von 56.450 Tsd. EUR. Davon entfallen 24.332 Tsd. EUR auf Miet- und Leasingverträge, 11.008 Tsd. EUR auf Software-Serviceverträge und 19.344 Tsd. EUR auf Bestellobligos für Rohstoffe.

Wesentliche Mietverträge betreffen mit 18.341 Tsd. EUR die Gebäudemieten. Die Mietzinsvereinbarungen haben in der Regel Laufzeiten von bis zu 36 Monaten. Änderungen in der Höhe der monatlichen Mietzahlungen sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Über die Zahlungsverpflichtungen hinaus ergeben sich aus diesen Verträgen keine weiteren Risiken.

Wesentliche Leasingverträge betreffen mit 3.444 Tsd. EUR das Leasing von Kraftfahrzeugen. Diese Leasingverträge haben in der Regel eine Laufzeit von bis zu 48 Monaten. Änderungen in der Höhe der monatlichen Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Über die Zahlungsverpflichtungen hinaus ergeben sich aus diesen Verträgen keine weiteren Risiken.

Das Mieten von Gebäuden und das Leasing von Kraftfahrzeugen ist hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote infolge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Leasingvertragsparameter vorteilhaft.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

12. Umsatzerlöse

Zusammensetzung nach Sparten

in EUR 2021/22 2020/21
Teilkonzern Kosmetik 312.305.807 227.294.468
Teilkonzern STABILO 215.803.465 209.274.554
Teilkonzern Outdoor 216.869.346 186.330.795
Sonstiges 280.580 307.998
Gesamt 745.259.198 623.207.815

Zusammensetzung nach Regionen in EUR

in EUR 2021/22 2020/21
Deutschland 177.509.607 167.466.548
EU (ohne Deutschland) 328.654.849 279.029.643
Nordamerika 137.700.055 95.097.497
Südamerika 45.269.196 33.860.519
Asien 50.545.138 43.319.534
Übrige Regionen 5.580.354 4.434.074
Gesamt 745.259.198 623.207.815

13. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von 18.140 Tsd. EUR (Vorjahr: 12.086 Tsd. EUR) sowie aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.728 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.098 Tsd. EUR) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 1.027 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.181 Tsd. EUR).

14. Materialaufwand

In EUR 2021/22 2020/21
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 259.123.140 197.122.440
Aufwendungen für bezogene Leistungen 30.461.417 27.203.386
Gesamt 289.584.557 224.325.826

15. Personalaufwand

In EUR 2021/22 2020/21
Löhne und Gehälter 188.660.462 173.411.992
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 51.827.619 45.310.540
davon für Altersversorgung (10.699.774) (7.810.670)
Gesamt 240.488.081 218.722.532
Mitarbeiter*innen (im Jahresdurchschnitt) 2021/22 2020/21
Teilkonzern Kosmetik 2.838 2.602
Teilkonzern STABILO 1.503 1.485
Teilkonzern Outdoor 476 420
Holding 67 64
Gesamt 4.884 4.571

Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 4.884 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 4.571) beschäftigt, davon im Inland 2.106 (Vorjahr: 2.098).

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In diesem Posten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 9.283 Tsd. EUR (Vorjahr: 11.354 Tsd. EUR) enthalten.

17. Zinsergebnis

In EUR 2021/22 2020/21
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 364.509 234.843
davon aus Abzinsung (351) (270)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.515.740 -8.742.318
davon aus Aufzinsung (-1.746.511) (-1.968.509)
Gesamt -9.151.231 -8.507.475

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der inländische Ertragsteueraufwand beinhaltet im Wesentlichen Gewerbeertragsteuern, da die bedeutenden Inlandsgesellschaften die Rechtsform der Personenhandelsgesellschaft haben.

Der ausländische Ertragsteueraufwand beinhaltet Körperschaftsteuern bzw. vergleichbare Ertragsteuern der ausschließlich in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft organisierten Auslandsgesellschaften.

Darüber hinaus sind latente Steuererträge auf Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von 434 Tsd. EUR (Vorjahr: Steuererträge von 1.381 Tsd. EUR) enthalten.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen, deren Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt maximal drei Monate beträgt. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

In EUR 2021/22 2020/21
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 97.302.574 130.825.284
- Finanzmittel mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten 0 0
- Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutensowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen 0 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 97.302.574 130.825.284

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung hat im Berichtsjahr die Schwanhäußer Industrie Holding Verwaltungs GmbH wahrgenommen. Hier waren zu Geschäftsführern bestellt:

Sebastian Schwanhäußer, Diplom-Kaufmann

Martin Reim, Diplom-Kaufmann (bis zum 7. Dezember 2021)

Beirat

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

Martina Sandrock, Beirätin (Vorsitzende)

Felix Grummt, Unternehmer (stellvertretender Vorsitzender)

Klaus Bauer, Aufsichtsrat und Beirat

Thomas König, Unternehmer

Marcus Learoyd, Unternehmer

Henning Schwanhäußer, Unternehmer

Josef Stettner, Wirtschaftsprüfer

Gesamtbezüge von Geschäftsführung und Beirat

Bezüglich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge (Ruhegehälter) der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 2.042 Tsd. EUR (Vorjahr: 810 Tsd. EUR). Die für diese Personen gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen betrugen zum Bilanzstichtag 4.337 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.294 Tsd. EUR).

Die Mitglieder des Beirats erhielten im Geschäftsjahr 2021/22 Vergütungen in Höhe von insgesamt 243 Tsd. EUR (Vorjahr: 176 Tsd. EUR).

Vergütung für den Konzernabschlussprüfer

In der folgenden Tabelle ist das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg, dargestellt.

In Tsd. EUR 2021/22
Abschlussprüfungsleistungen 302
Andere Bestätigungsleistungen 22
Steuerberatungsleistungen 17
Sonstige Leistungen 5
Gesamt 346

Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des Finanzrisikomanagements, das im Konzernlagebericht näher beschrieben ist, setzt die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG in ihrer Funktion als Konzernmutterunternehmen mit Banken derivative Finanzinstrumente, vor allem strukturierte Devisentermingeschäfte und Devisentermingeschäfte (Währungsswaps), zur Steuerung bzw. Sicherung von Risiken aus Währungsschwankungen ein.

Am Bilanzstichtag verfügte der Konzern über folgende derivative Finanzinstrumente, die nicht in Bewertungseinheiten zusammengefasst sind:

NominalbetragTsd.
USD
MarktwertTsd.
EUR
BuchwertTsd.
EUR
Bilanzposten
Devisentermingeschäfte (Währungsswaps) 1.000 -4 -4 Sonstige Rückstellungen

Der Marktwert der Derivate wurde anhand der Marktbewertungsmethode unter Anwendung aktueller Marktdaten ermittelt.

Bewertungseinheiten

Der Bedarf an US-Dollar, der sich aus dem geplanten Einkauf von Rohstoffen und Handelswaren des Geschäftsjahres 2022/23 ergibt, wird teilweise durch strukturierte Devisentermingeschäfte (Target-Profit-Devisentermingeschäfte) abgesichert und zu einer Bewertungseinheit in einem sogenannten antizipativen Portfolio-Hedge zusammengefasst.

Antizipative Portfolio-Hedges werden nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Zur Messung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die "critical terms match"-Methode verwendet, wobei sich die Wirksamkeit aus der Identität der wesentlichen Parameter der Sicherungsbeziehung (Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft) ergibt. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen, der je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum bis März 2023 erfolgt (Volumenkongruenz und Laufzeitkongruenz durch zum Teil rollierende Absicherung), wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet. Die bisher verwendeten und designierten Sicherungsbeziehungen werden als hochwirksam eingeschätzt.

Art der Sicherungsbeziehung Art des Grundgeschäfts Sicherungsinstrument Art des gesicherten Risikos
Antizipativer Portfolio-Hedge Geplante USD-Wareneinkäufe 2022/23 Target-Profit-Devisentermingeschäfte Währung/USD
Art der Sicherungsbeziehung Nominalbetrag der GrundgeschäfteTsd.
USD
Nominalbetrag der SicherungsgeschäfteTsd.
USD
Höhe des gesicherten Risikos Tsd. EUR
Antizipativer Portfolio-Hedge 69.384 60.000 8.118

Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird unter Anwendung marktüblicher Bewertungsmethoden ermittelt. Das in der Tabelle ausgewiesene Risiko wird durch den antizipativen Portfolio-Hedge im folgenden Geschäftsjahr vollständig eliminiert. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Bewertung von Derivaten mit Optionscharakter erfolgt unter Anwendung entsprechender Optionsbewertungsmodelle auf Basis aktueller Marktdaten. Aus den abgeschlossenen Sicherungsgeschäften ergibt sich zum Bilanzstichtag ein abgesichertes Risiko in Höhe von 8.118 Tsd. EUR.

Konzernabschluss

Dieser Konzernabschluss hat befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB für folgende Gesellschaften:

Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Schwan-STABILO Business-Partner GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Schwan-STABILO Cosmetics GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Schwan Cosmetics Germany GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Schwan Cosmetics International GmbH, Heroldsberg

Schwan Cosmetics Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Weißenburg i. Bay.

Schwan-STABILO Schwanhäußer GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Schwan-STABILO Promotion Products GmbH & Co. KG, Heroldsberg

STABILO International GmbH, Heroldsberg

Schwan-STABILO Outdoor GmbH, Heroldsberg

Deuter Sport GmbH, Gersthofen

Maier Sports GmbH, Stuttgart

ORTOVOX Sportartikel GmbH, Taufkirchen

Nachtragsbericht

Zwischen Ende des Geschäftsjahres 2021/22 und dem Aufstellungsdatum des Konzernabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Heroldsberg, 10. Oktober 2022

Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG
vertreten durch die Schwanhäußer Industrie Holding Verwaltungs GmbH

diese wiederum vertreten durch

gez. Sebastian Schwanhäußer, Geschäftsführer

KONSOLIDIERUNGSKREIS DER SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

Inland

VERBUNDENE KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (§ 313 ABS. 2 NR. 1 HGB) Kapitalanteil 30.06.2022
in %
1. Schwan-STABILO Cosmetics GmbH & Co. KG, Heroldsberg 100
2. Schwan-STABILO Cosmetics Verwaltungs GmbH, Heroldsberg 100
3. Schwan-STABILO Promotion Products GmbH & Co. KG, Heroldsberg 100
4. Schwan-STABILO Promotion Products Verwaltungs GmbH, Heroldsberg 100
5. Schwan-STABILO Schwanhäußer GmbH & Co. KG, Heroldsberg 100
6. Schwan-STABILO Schwanhäußer Verwaltungs GmbH, Heroldsberg 100
7. Schwan Cosmetics Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Weißenburg i. Bay. 100
8. Schwan Cosmetics Kunststofftechnik Verwaltungs GmbH, Heroldsberg 100
9. Schwan Cosmetics Germany GmbH & Co. KG, Heroldsberg 100
10. Schwan Cosmetics Germany Verwaltungs GmbH, Heroldsberg 100
11. Schwan-STABILO Business-Partner GmbH & Co. KG, Heroldsberg 100
12. Schwan-STABILO Business-Partner Management GmbH, Heroldsberg 100
13. STABILO International GmbH, Heroldsberg 100
14. Schwan-STABILO Schwanhäußer Finanzholding GmbH, Heroldsberg 100
15. Schwan Cosmetics International GmbH, Heroldsberg 100
16. Schwan-STABILO Outdoor GmbH, Gersthofen 100
17. Deuter Sport GmbH, Gersthofen 100
18. ORTOVOX Sportartikel GmbH, Taufkirchen 100
19. Maier Sports GmbH, Stuttgart 100

Ausland

VERBUNDENE KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (§ 313 ABS. 2 NR. 1 HGB) Kapitalanteil 30.06.2022
in %
20. Swan MALAYSIA Sendirian Berhad, Johor Bahru (Malaysia) 100
21. Schwan-STABILO Marketing Sendirian Berhad, Johor Bahru (Malaysia) 100
22. STABILO International Sales Office Asia Pacific Sendirian Berhad, Johor Bahru (Malaysia) 100
23. Schwan-STABILO Singapore Pte. Ltd., Singapur (Republik Singapur) 100
24. Schwan-STABILO CR, s.r.o., Cesky Krumlov (Tschechische Republik) 100
25. STABILO Shanghai Commercial Company Ltd., Shanghai (China) 100
26. Schwan Cosmetics USA Inc., Murfreesboro (USA) 100
27. Tianjin Schwan Cosmetics Co., Ltd., Tianjin (China) 100
28. Schwan Cosmetics CR, s.r.o., Cesky Krumlov (Tschechische Republik) 100
29. Schwan Cosmetics do Brasil Ltda., Sao Jose dos Pinhais (Brasilien) 100
30. Creative Colors S.A., Bogota (Kolumbien) 49
31. Schwan-STABILO Creative Colors Mexico S.A. de C.V., Mexiko-Stadt (Mexiko) 100
32. Cosmetic Colors S.A. de C.V., Toluca (Mexiko) 100
33. Schwan-STABILO Outdoor USA, Inc. Longmont (USA), (vormals: Deuter USA, Inc.) 100
34. ORTOVOX Vertriebs GmbH, Schladming (Österreich) 100
35. ORTOVOX Canada Ltd., Calgary (Kanada) 100
36. Germaturk Spor Giyim Sanayi ve Ticaret, Limited Sirketi, Izmir (Türkei) 100
37. Schwan-STABILO Outdoor (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (China) 100
38. Schwan-STABILO Outdoor France S.A.S., Annecy (Frankreich) 100
39. Schwan-STABILO Outdoor Italia s.r.l., Bergamo (Italien) 100
VERBUNDENE NICHT KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (§ 313 ABS. 2 NR. 1 HGB)
40. Tianjin Kerma Laboratories Co., Ltd., Tianjin (China) 67
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (§ 313 ABS. 2 NR. 2 HGB)
41. Doghammer GmbH, Rosenheim 49
42. PT Kirana Anindita, Jakarta (Indonesien) 23
43. Sino Champ Investment Ltd., Hongkong (China) 30
44. High International Co., Ltd., Hongkong (China) 45
45. Hermann Kuhn AG, Bassersdorf (Schweiz) 20

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.07.2021 Währungsdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 30.06.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE            
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 72.878.470 555.508 1.464.510 1.895.518 -1.970.517 74.823.490
Firmenwert 1.234.815 94.253 0 0 0 1.329.068
Goodwill 35.292.386 0 0 0 0 35.292.386
Geleistete Anzahlungen 5.405.791 720 2.998.492 -1.903.097 -6.539 6.495.367
Summe 114.811.462 650.481 4.463.002 -7.579 -1.977.056 117.940.311
SACHANLAGEN            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.350.373 5.201.125 112.194 67.223 -1.449 85.729.465
Technische Anlagen und Maschinen 343.390.797 9.059.294 5.617.140 2.025.967 -16.534.373 343.558.824
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.063.577 840.125 5.299.671 1.696.152 -6.139.695 74.759.830
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.928.114 154.139 7.041.794 -3.781.762 -560.813 9.781.473
Summe 503.732.861 15.254.683 18.070.799 7.579 -23.236.330 513.829.592
FINANZANLAGEN            
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.109.395 0 0 0 0 1.109.395
Beteiligungen 3.193.048 77.625 1.528.514 0 0 4.799.187
Wertpapiere des Anlagevermögens 9.285 0 0 0 0 9.285
Sonstige Ausleihungen 749.159 4.778 3.000.000 0 -503.574 3.250.363
Summe 5.060.888 82.402 4.528.514 0 -503.574 9.168.230
ANLAGEVERMÖGEN DES KONZERNS 623.605.211 15.987.567 27.062.315 0 -25.716.960 640.938.133
Abschreibungen
in EUR Stand am 01.07.2021 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am 30.06.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE            
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 62.335.709 438.325 3.627.883 -1.914.490 0 64.487.428
Firmenwert 1.234.814 94.253 0 0 0 1.329.067
Goodwill 29.806.398 0 1.570.877 0 0 31.377.275
Geleistete Anzahlungen 226.662 0 0 0 0 226.662
Summe 93.603.582 532.579 5.198.760 -1.914.490 0 97.420.431
SACHANLAGEN            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.316.982 1.363.359 2.732.056 -1.448 0 29.410.949
Technische Anlagen und Maschinen 278.420.150 5.944.756 17.723.921 -16.080.857 -43.536 285.964.434
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.269.003 676.320 6.025.581 -5.929.539 0 57.041.365
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe 360.006.135 7.984.436 26.481.557 -22.011.844 -43.536 372.416.748
FINANZANLAGEN            
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.109.395 0 0 0 0 1.109.395
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
Summe 1.109.395 0 0 0 0 1.109.395
ANLAGEVERMÖGEN DES KONZERNS 454.719.112 8.517.014 31.680.318 -23.926.334 -43.536 470.946.574
Buchwerte
in EUR Stand am 30.06.2022 Stand am 30.06.2021
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.336.062 10.542.760
Firmenwert 1 1
Goodwill 3.915.111 5.485.988
Geleistete Anzahlungen 6.268.706 5.179.130
Summe 20.519.879 21.207.879
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.318.516 55.033.391
Technische Anlagen und Maschinen 57.594.390 64.970.647
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.718.465 16.794.574
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.781.473 6.928.114
Summe 141.412.844 143.726.726
FINANZANLAGEN    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 1
Beteiligungen 4.799.187 3.193.048
Wertpapiere des Anlagevermögens 9.285 9.285
Sonstige Ausleihungen 3.250.363 749.159
Summe 8.058.835 3.951.493
ANLAGEVERMÖGEN DES KONZERNS 169.991.558 168.886.099

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

der SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

in EUR 2021/22 2020/21
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 33.202.802 7.894.225
+/- Abschreibung / Zuschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 31.636.781 34.376.863
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 12.372.724 11.335.331
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte -57.876.514 -625.980
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -29.010.336 -6.347.069
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 164.918 -585.844
-/+ Zunahme / Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände 1.846.592 -19.996
-/+ Zunahme / Abnahme der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten -539.499 -257.221
+/- Zunahme / Abnahme der erhaltenen Anzahlungen -346.908 573.452
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.662.610 5.587.079
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Wechseln 623.955 23.358
+/- Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -161.692 1.807.455
+/- Zunahme / Abnahme der passiven Rechnungsabgrenzungsposten -5.731 5.822
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 310.735 628.704
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 7.444.380 6.399.165
- Sonstige Beteiligungserträge -404.287 -348.162
+/- Aufwendungen / Erträge aus außerordentlichen Posten -599.295 -1.020.334
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 18.363.769 11.782.396
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten -1.040.915 -5.531.649
-/+ Ertragsteuerzahlungen -16.993.830 -9.790.357
+/- Währungsbedingte Änderungen der Bilanzposten 2.766.842 1.052.749
= CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 12.417.101 56.939.987
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 57.634 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.463.002 -4.621.337
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 918.683 781.494
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.070.799 -16.664.102
+ Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 503.574 506.272
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -4.528.514 0
- Auszahlungen aus Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen -17.100.619 0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 89.667.401 170.500.000
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -89.667.401 -123.500.000
+ Erhaltene Zinsen 108.860 88.405
+ Erhaltene Dividenden 404.287 348.162
= CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -42.169.896 27.438.894
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 3.143 91.496
- Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.466.052 -8.213.123
- Gezahlte Zinsen -7.553.239 -6.487.570
- Ausschüttung an Gesellschafter des Mutterunternehmens -4.348.162 -2.572.048
- Ausschüttung an andere Gesellschafter -1.737.890 -1.527.310
+/- Einstellungen in Gesellschafterkonten / Entnahmen aus Gesellschafterkonten 13.876.673 7.524.019
+/- Ein- / Auszahlungen aus Finanzierungsvorgängen mit nahestehenden Unternehmen und Personen (Saldo) -1.575.685 606.761
= CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -5.801.212 -10.577.775
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -35.554.007 73.801.106
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2.031.297 214.216
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 130.825.284 56.809.962
= FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 97.302.574 130.825.284

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

der SCHWANHÄUßER INDUSTRIE HOLDING GMBH & CO. KG

für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022

EIGENKAPITAL DES MUTTERUNTERNEHMENS
in EUR Kommanditeinlagen Satzungsmäßige Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Summe Rücklagen
Stand am 30.06.2020 105.000.000 11.207.089 174.823.035 186.030.124
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Gewinnausschüttung 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 2.265.653 -2.265.653 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 1 1
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 30.06.2021 105.000.000 13.472.742 172.557.383 186.030.125
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Gewinnausschüttung 0 0 0 0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 14.798.873 -12.454.340 2.344.533
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 15.210 15.210
Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 -16.239.428 -16.239.428
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 30.06.2022 105.000.000 28.271.615 143.878.825 172.150.440
EIGENKAPITAL DES MUTTERUNTERNEHMENS
in EUR Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn
Stand am 30.06.2020 -11.996.303 2.572.048
Kapitalerhöhung 0 0
Gewinnausschüttung 0 -2.572.048
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0
Währungsumrechnung 1.620.613 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 6.692.695
Stand am 30.06.2021 -10.375.690 6.692.695
Kapitalerhöhung 0 0
Gewinnausschüttung 0 -4.348.162
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 -2.344.533
Währungsumrechnung 12.008.914 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen -172.612 0
Konzernjahresüberschuss 0 30.695.985
Stand am 30.06.2022 1.460.612 30.695.985
AUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
in EUR Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
Stand am 30.06.2020 281.605.869 3.302.532 -1.944.693 1.277.883
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Gewinnausschüttung -2.572.048 0 0 -705.927
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 571.956 0 -571.956
Währungsumrechnung 1.620.613 0 -96.724 0
Sonstige Veränderungen 1 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 6.692.695 0 0 1.201.530
Stand am 30.06.2021 287.347.130 3.874.488 -2.041.417 1.201.530
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Gewinnausschüttung -4.348.162 0 0 -1.022.031
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 179.499 0 -179.499
Währungsumrechnung 12.008.914 0 121.364 0
Sonstige Veränderungen 15.210 1 0 0
Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen -16.412.040 -861.191 172.612 0
Konzernjahresüberschuss 30.695.985 0 0 2.506.817
Stand am 30.06.2022 309.307.037 3.192.797 -1.747.441 2.506.817
AUSGLEICHSPOSTEN FÜR NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE KONZERN-EIGENKAPITAL
in EUR Eigenkapital
Stand am 30.06.2020 2.635.722 284.241.591
Kapitalerhöhung 0 0
Gewinnausschüttung -705.927 -3.277.975
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0
Währungsumrechnung -96.724 1.523.889
Sonstige Veränderungen 0 1
Konzernjahresüberschuss 1.201.530 7.894.225
Stand am 30.06.2021 3.034.601 290.381.731
Kapitalerhöhung 0 0
Gewinnausschüttung -1.022.031 -5.370.193
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0
Währungsumrechnung 121.364 12.130.278
Sonstige Veränderungen 1 15.211
Aufstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen -688.579 -17.100.619
Konzernjahresüberschuss 2.506.817 33.202.802
Stand am 30.06.2022 3.952.173 313.259.210

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 10. Oktober 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss zum 30.06.2022 wurde am 15.11.2022 gebilligt.

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