Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 19607
Eingetragen
28.9.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit und die Instandsetzung von Kraftfahrzeugen mit allen im Bereich des Kraftfahrzeuggewerbes anfallenden entsprechenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hermsdorfer Straße 22, 49324 Melle
1.300.000 €
50.00%
Krameramtsstraße 20, 49324 Melle
1.300.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Pietsch GmbH

Melle

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Jahr 2023 ist die Gesamtleistung der deutschen Volkswirtschaft gegenüber dem Vorjahr entsprechend der Erwartungen preisbereinigt um 0,3% (Destatis, Pressemitteilung 38 v. 30.01.2024) gesunken. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich damit weiter deutlich abgeschwächt. Im 4. Quartal 2023 ist das BIP preis-, saison- und kalenderbereinigt um -0,3% gesunken. (Destatis Pressemitteilung 30.01.2024). Die Gesamtlage der deutschen Wirtschaft war maßgeblich geprägt von hoher Inflation (Jahresdurchschnitt 2023 5,9% Destatis, Pressemitteilung 20 v. 16.01.2024) und einem hohen Zinsniveau. Beides hemmte die Investitionsbereitschaft in der Wirtschaft und die Konsumbereitschaft im privaten Sektor erheblich. Die mit dem Nahostkonflikt weiter gewachsene weltpolitische Unsicherheit und Instabilität trug zusätzlich zur Zurückhaltung in beiden Sektoren bei.

Nachdem die Zahl der Neuzulassungen in 2021 und 2022 bedingt durch Corona und Lieferengpässe auf 2,62 Mio. (2021) und 2,65 Mio. (2022) Neuzulassungen gesunken war, hat sich diese in 2023 wieder erholt und ist auf 2.844.609 Neuzulassungen gestiegen (+7,3 % ggü. 2022). Mit besserer Verfügbarkeit der Baukomponenten in den Lieferketten konnte der in den letzten 2 Jahren überproportional gewachsene Auftragsbestand in 2023 deutlich abgebaut werden. Allerdings erreicht die Zahl der Neuzulassungen auch in 2023 nicht annähernd das Vor-Corona-Niveau aus 2019 (3,61 Mio. Fzg.). Eine Sondersituation gab es im Jahr 2023 im Bereich der Elektromobilität. Nachdem die Förderung für gewerbliche Kunden mit dem Zulassungsdatum 30.08.2023 auslief, wurde die Förderung im Privatkundenbereich ohne Vorankündigung und Übergangsfrist am 17.12.2023 (Einreich- und Zulassungsfrist) gestrichen. Damit verloren viele Privatkunden mit laufenden Bestellungen ihren Anspruch auf staatliche Förderung.

Die Zahl der Besitzumschreibungen KFZ stieg in 2023 ggü. 2022 (6,6 Mio. Fahrzeuge, davon 5,64 Mio. PKW) um 5,7% auf 7,02 Mio. Fahrzeuge - davon 6,03 Mio. PKW - an. Eine bessere Verfügbarkeit bei gleichzeitig - auch aufgrund der hohen Finanzierungskosten - verhaltene Nachfrage, hat aber zu einer Verschlechterung der Gebrauchtwagenergebnisse geführt. Das Preisniveau im Gebrauchtwagensegment hat in 2023 wieder deutlich nachgegeben, der Risikobestand an Gebrauchtfahrzeugen nahm entsprechend wieder zu.

Die beschriebene gesamtwirtschaftliche Entwicklung prägte auch den Geschäftsverlauf unseres Unternehmens. Durch den hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2022 verlief das Jahr 2023 bezogen auf die Neuwagenauslieferungen in Summe zufriedenstellend. Insbesondere ab Frühjahr 2023 bis in den Herbst kam es durch die verstärkte Anlieferung von Neufahrzeugen aber zu erheblichen Logistik- und Kapazitätsproblemen. Viele Fahrzeuge mit langen Lieferzeiten wurden zeitgleich angeliefert. Auch von den Kunden aufgrund der Lieferprobleme 2021 und 2022 sehr frühzeitig georderte Fahrzeuge wurden kurzfristig geliefert, so dass sowohl die Platz- als auch die Personalkapazitäten für die Menge der Fahrzeuge nicht ausreichte. Der Auslieferungsdruck zum einen durch die Hersteller für die von ihnen vorfinanzierten Fahrzeuge (Agenturvertrieb!), zum anderen durch den Auslauf der E-Fahrzeugförderung für gewerbliche Abnehmer zum 30.08.2023, war insbesondere in den Sommermonaten enorm und hat einen Großteil der betrieblichen Werkstatt- und Aufbereitungskapazität gebunden. So konnten in dieser Zeit viele Gebrauchtwagen nicht verkaufsfertig gemacht werden.

Im Gegensatz zu den Auslieferungen verlief der Auftragseingang für Neufahrzeuge im Jahr 2023 sehr verhalten. Ursächlich dafür war zum einen eine große Verunsicherung der Privatkunden aufgrund der hohen Inflationsrate und der Energiepreise, zum anderen lagen die Finanzierungsraten für ein Neufahrzeug aufgrund des hohen Zinsniveaus erheblich über dem Ratenniveau der Vorjahre. Zusätzlich gab es seitens der Fahrzeughersteller aufgrund des nach wie vor hohen Auftragsbestandes keine nennenswerten Budgets für Verkaufsfördermaßnahmen für Einzelkunden (privat und gewerblich). Erst zum Jahresende starteten die einzelnen Marken wieder Aktionen zur Aktivierung in diesem Geschäftsbereich (z.B. Volkswagen Cyberweeks). Auch Lagerfahrzeuge zur kurzfristigen Realisierung von Aufträgen standen im Jahr 2023 bei den meisten Marken (ausgenommen Audi) kaum zur Verfügung. Durch den kurzfristigen Wegfall der staatlichen Förderung zum Jahresende für Privatkunden wurde unser Betriebsergebnis für das Jahr 2024 bereits im Vorfeld ungeplant belastet. Während die Marken Volkswagen, Audi und Seat den Wegfall der staatlichen Förderung für Fahrzeuge im Bestellvorlauf in den meisten Fällen übernommen haben, hat die Marke Skoda für den Ausgleich vor Kunde eine 50%ige Händlerbeteiligung für den Bestellvorlauf Enyaq-Privatkunden eingefordert. Aufgrund einer im 2. Halbjahr 2023 besonders beworbenen Leasingaktion war dieser Vorlauf höher als im Normalfall.

Im Gebrauchtwagenbereich spiegelte sich die bundesweite Entwicklung auch bei uns wider. Die Gebrauchtwagenpreise gaben im Laufe des Jahres deutlich nach. Aufgrund der z.T. noch hohen Einkaufspreise und dem zeitlichen Versatz von ca. 3 Monaten für die Bewertung der Fahrzeuge in den Leasingrestwertmodellen ging der in 2022 überproportional hohe Ergebnisbeitrag dieses Bereichs bereits in 2023 deutlich zurück. Ein großes Risiko stellen dabei gebrauchte E- und Hybridfahrzeuge dar, die zum Jahresende noch im Bestand waren. Insbesondere bei den gebrauchten Audi E-Tron zeichnen sich sehr hohe Verluste bei einzelnen Fahrzeugen ab.

Das Servicegeschäft lief im Jahr 2023 weiterhin sehr erfreulich und stellt eine stabile Säule des Gesamtgeschäftes dar.

Aufgrund der stabilen Finanzlage des Unternehmens, einem guten Auftragsbestand aus 2022, sehr guter Steuerung der bonusrelevanten Kennzahlen sowie einem guten Kostenmanagement im Energiebereich ist es uns trotz der schlechteren Rahmenbedingungen gelungen, auch das Jahr 2023 erfolgreich zu bewältigen. Insgesamt konnten wir uns daher auch im Jahr 2023 erfolgreich behaupten. Aufgrund der nach neuester Steuerrechtsprechung notwenigen Auflösung von Verbindlichkeiten aus Restwertabsicherungsmodellen für Leasingfahrzeuge haben wir das Geschäftsjahr 2023 noch einmal mit einem deutlich höheren Ergebnis abgeschlossen als 2022. Das operative Ergebnis für 2023 ohne diesen Sondereffekt lag insbesondere aufgrund der negativen Entwicklung im Gebrauchtwagenbereich jedoch deutlich unter dem Ergebnis von 2022.

Nach Steuern können wir ein Jahresergebnis von 3.194.132,32 € ausweisen. Dieses Ergebnis übertrifft aufgrund des oben beschriebenen Sondereffektes bei weitem die im Lagebericht ausgeführten Erwartungen.

Die Auslieferungen konnten im Neuwagenverkauf in 2023 aufgrund des guten Auftragsbestandes aus 2022 weiter gesteigert werden. So lag der Absatz von Neufahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und VW-Nutzfahrzeuge mit 1440 Fahrzeugen über dem Vorjahr (1361 Fzg.) und erreichte somit wieder annähernd das Niveau wie vor der Coronapandemie.

Insgesamt wurden im Jahr 2023 über alle Marken inkl. ID-Familie 1088 Auftragseingänge verzeichnet, das sind rund 25% weniger als im Jahr 2022. Dieser Trend spiegelt sich auch in den uns zur Verfügung stehenden bundesweiten Vergleichszahlen wider. So hatte beispielsweise die Marke Volkswagen in 2023 bundesweit einen AE-Rückgang von 30 % zu verzeichnen.Trotz diesem alarmierenden Rückgang haben die Hersteller es mit dem Hinweis auf die hohen, noch nicht ausgelieferten Auftragsbestände versäumt, die Auftragseingänge mit attraktiven Verkaufsfördermaßnahmen auf einem stabilen Niveau zu halten.Somit schmolzen die Auftragsbestände aller Marken zum 31.12.2023 ggü. den Vorjahren deutlich.

Auch im Gebrauchtwagenbereich konnten die Stückzahlen im Jahr 2023 nur leicht von 1400 auf 1448 gesteigert werden. Nach wie vor waren Jahreswagen nur in begrenzter Stückzahl auf einem hohen Preisniveau verfügbar. Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 ist eine Kehrtwende auf dem Gebrauchtwagenmarkt spürbar. Bei langsam steigender Verfügbarkeit ist ein deutlicher Rückgang der erzielbaren Margen zu verzeichnen. Der prozentuale Bruttogewinn aus dem Jahr 2022 konnte im Gebrauchtwagenbereich daher nicht gehalten werden.

Die Netto-Erlöse im Servicebereich lagen 2023 mit TSD € 5.961 mit 2,6% leicht über dem Vorjahresniveau (TSD €5.808). Aufgrund der in 2023 weniger stark gestiegenen Kosten im Personalbereich (+ 1,8%) und leichter Kostensenkung bei den übrigen Kosten, stieg der absolute DB III etwas stärker (+3,8%). Die Zahl der verkauften Stunden konnte aufgrund der hohen Fehlzeiten nicht gesteigert werden. Sie sank leicht auf 59.261 (Vorjahr 60.416).Im Teiledienst stiegen die Nettoerlöse leicht um 2,9% auf 6.008 Tsd.€.Der absolute DBIII sank aufgrund der in diesem Bereich stärker gestiegenen Personalkosten (+11,4%) um 14,2%. Trotzdem möchten wir auch zukünftig nicht mit einem Teilezuschlag für Endverbraucher arbeiten, sondern allen unseren Kunden faire und vertretbare Servicepreise anbieten.

Für den Gesamtbetrieb betrugen die Umsatzerlöse (inkl. Vorführwagen) im Jahr 2023 64.135 T€ (2022 63.887 T€). Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt damit 248 T€ oder 0,39%.

Die Umsatzrendite liegt im Berichtsjahr bei 5,0% (Vorjahr 4,5%).

Der Wareneinsatz lag bei 75,7% (Vorjahr: 75,8%) der Gesamtleistung. Die Personalkostenquote ist von 13,9% im Vorjahr auf 14,2% im Berichtsjahr gestiegen.

Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 489 T€ auf 4.589 T€.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 73% im Vorjahr auf 77% im laufenden Jahr erhöht.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut. Wir rechnen damit, auch zukünftig unsere finanziellen Verpflichtungen voll erfüllen zu können.

Das langfristig gebundene Vermögen (8.707 T€) ist durch Eigenkapital (22.354 T€) und langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital (480 T€) in Höhe von 14.127 T€ überdeckt.

Im kurzfristigen Bereich sind die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten in voller Höhe durch kurzfristig liquidierbares Vermögen gedeckt.

Die Umschlagsdauer der Vorräte erhöhte sich im Berichtsjahr um 7 Tage auf 88 Tage.

Das Debitorenziel beläuft sich in 2023 auf 16 Tage (Vorjahr: 12 Tage).

Die Zahl der Beschäftigten hat sich zum Stichtag 31.12.2023 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag mit 195 Mitarbeitern um 4 Mitarbeiter erhöht (Vorjahr 191 MA, einschließlich der Auszubildenden und geringfügig Beschäftigten). Die Absicherung der bestehenden Beschäftigungsverhältnisse steht für uns im Vordergrund, jedoch wird es auch für unseren Betrieb schwieriger, Fachkräfte für unser Haus zu gewinnen und langfristig zu binden. Daher ist es weiterhin unser Ziel, unseren langfristigen Personalbedarf durch die Entwicklung und Ausbildung von geeigneten Mitarbeitern in unserem Hause zu decken.

Auch im Jahr 2023 hat sich unsere Investition in ein fest etabliertes, firmeninternes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bewährt. Es umfasst ein umfangreiches Präventionsprogramm (z.B. Hautkrebsvorsorge, Gesundheitschecks, Impfungen, betriebsärztliche Untersuchungen) und Sport- und Ernährungsprogramme (z.B. Yoga, bewegte Mittagspause, Kochworkshop für Azubis). Es besteht ein umfangreiches Netzwerk aus Ärzten, Apotheken, Krankenkasse, Physiotherapeuten, psychologischen Beratern, Sportvereinen und Ernährungsberatern, von dem unsere Mitarbeiter sowohl präventiv als auch bei akuten Problemen profitieren. Zusätzlich besteht seit 2022 ein Vertrag mit der Diakonie zur Sozial- und Gesundheitsberatung mit einem umfangreichen Leistungsspektrum (z.B. auch Suchtberatung, Schuldnerberatung, Ehe/-Partnerberatung, Erziehungsberatung usw.), das die Mitarbeiter anonym in Anspruch nehmen können, um private Probleme zu bewältigen. Somit bleibt die Gesundheit unserer Mitarbeiter ein wichtiger Grundstein für unseren Unternehmenserfolg.

Ziel des umfangreichen Programmes zum BGM ist es, Gesundheit und Fitness der Belegschaft zu fördern, um einerseits krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren, anderseits durch präventive Maßnahmen die Arbeitsfähigkeit gut ausgebildeter Fachkräfte zu erhalten. Das ist zum einen für unsere Mitarbeiter persönlich aufgrund der verlängerten Lebensarbeitszeit und dem späteren gesetzlichen Renteneintrittsalter wichtig, zum anderen möchten wir als Gesamtbetrieb mit dem langfristigen Einsatz unserer fachlich ausgebildeten Mitarbeiter dem unausweichlichen Fachkräftemangel vorbeugen. Allerdings haben wir unser Ziel der Reduzierung der Ausfallzeiten im Jahr 2023 nicht erreichen können. Neben einigen Langzeiterkrankungen haben eine Vielzahl von Ausfällen aufgrund von Infektionskrankheiten zu einer deutlichen Erhöhung der Krankheitsquote im Jahr 2023 geführt. Außerdem kam es in 2023 zu erheblichen Fehlzeiten durch die Inanspruchnahme von Elternzeit.

In 2023 wurden wieder vermehrt Präsenzschulungen für unsere Mitarbeiter im Verkauf angeboten. Im Werkstattbereich wurde das Online-Training für Fahrzeug- und Reparaturtechniken weiter fortgeführt. Auch das Führungskräftecoaching im Service wurde online durchgeführt. Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der technischen Schulungen auch zukünftig aus Kostengründen online angeboten wird. Produktschulungen und Fahrzeugpräsentationen im Verkauf finden in der Regel wieder in einer Kombination aus Online und Präsenz statt.

Die Geschäftsleitung spricht an dieser Stelle allen Betriebsangehörigen Dank und Anerkennung für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus

Investitionstätigkeit

Im Jahr 2023 wurden umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung und Instandhaltung der Geschäftsausstattung durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben mit einer Fertigstellung in 2024. So wurden zwei Personalaufenthaltsräume neu ausgestattet, im Service wurde eine vollautomatische Serviceannahmestation installiert, eine Wärmepumpe wurde in Verbindung mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Volkswagenausstellung installiert. Damit sind jetzt alle geschlossenen Büros im Haus klimatisiert. Außerdem wurde kontinuierlich in die Werkzeugausstattung investiert, mehrere Sektionaltore wurden erneuert. Folgende Projekte wurden konkret für 2024 projektiert bzw. bereits begonnen und in 2024 abgeschlossen: Modernisierung der Videoüberwachungsanlage, Beleuchtung der Lackiererei, Erneuerung von 6 Hebebühnen in der VW-Werkstatt, Umsetzung des neuen Volkswagen CI-Konzeptes mit Highlightfläche, Modernisierung des Kundenwartebereichs, Willkommenswand und Showroomkonfigurator, neue Achsvermessung und neue CI für zertifizierte Gebrauchtwagen VW PKW. Im Bereich Human Resources sind wir im Dezember 2023 mit einem umfassenden Workshop "Führungskräfteentwicklung" gestartet, der im Mai 2024 abgeschlossen wurde. In Summe nehmen 18 Mitarbeiter zzgl. Geschäftsleitung an diesen Workshops teil.

Umweltschutz

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Alle gesetzlichen Bestimmungen zum Thema Umweltschutz und Entsorgung werden jederzeit eingehalten. Alle Abfallprodukte werden ordnungsgemäß entsorgt und wenn möglich dem Recycling zugeführt.

Darüber hinaus haben wir bereits vor über 12 Jahren umfangreiche Maßnahmen zur umweltfreundlichen Energiegewinnung getroffen. Auf unseren Dächern sind zwei Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 128 und 50 kWp installiert. Wir verbrauchen etwa 70% des durch die größere Anlage gewonnenen Stroms selbst, von der kleineren Anlage können wir ca. 50% selber nutzen. Bisher ist es uns nicht gelungen, den außerhalb unserer Öffnungszeiten produziert Strom für uns zu nutzen, da ein Großteil unseres E-Fuhrparks abends und am Wochenende nicht vor Ort ist. Nach wie vor sind wir daher in Überlegungen bzgl. alternativer Speichermöglichkeiten. Auch eine Erweiterung unserer Photovoltaikanlage ist weiterhin angedacht.

Alle Mitarbeiter des Betriebes sind angehalten, mit Energie und Wasser sparsam und umweltbewusst umzugehen. Die Beleuchtung ist komplett auf LED umgestellt.So ist es uns gelungen, den Stromverbrauch unserer Hauptabnahmestelle in 2023 noch einmal um 7,6% zu senken (Stromabnahme + Eigenverbrauch Photovoltaik).

Zur Einsparung von Papier und anderen Druckmaterialien wurde in 2023 die Digitalisierung der Verkaufsvorgänge und -akten weiter ausgebaut.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten entsprechend den Planungen in gewohntem Rahmen entwickelt.

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Bundesregierung hat in der Herbstprojektion 2023 einen leichten Aufschwung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 und damit eine preisbereinigte Steigerung des Bruttoinlandproduktes um ca. 1,3% prognostiziert. Nach wie vor belasten jedoch das hohe Zinsniveau und der anhaltende Fachkräftemangel die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Der ZDK erwartete für 2024 daher einen rückgängigen Gesamtmarkt auf weiterhin niedrigem Niveau von ca. 2,65 Mio. Neuzulassungen ggü. 2,85 Mio. Fahrzeugen in 2023. Der VDA prognostizierte in seiner Jahrespressekonferenz am 30.01.2024 dagegen einen Gesamtmarkt von 2,8 Mio. Neuzulassungen. Die Besitzumschreibungen werden laut dem ZDK im Jahr 2024 wohl das dritte Jahr in Folge nicht den Umfang der vorherigen Jahre erreichen, aber trotzdem wieder leicht wachsen, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten - in Summe rechnet der ZDK mit 6,2 Mio. Besitzumschreibungen ggü. 6,0 Mio. in 2023. Die Gesamtprognose für die KFZ-Branche in 2024 ist eher negativ.

In Summe wurden mit den Automobilherstellern für 2024 Jahresziele leicht unter dem Niveau des Jahres 2023 abgeschlossen, obwohl unsere Prognosen aufgrund abschmelzender Auftragsbestände und fehlender Auftragseingänge deutlich schlechter sind. Die Hersteller berufen sich bei ihren Planungen nach wie vor auf den Auftragsbestand und positive Gesamtmarktprognosen (VDA). Aufgrund der nach wie vor schlechten Rahmenbedingungen wie Zinsniveau und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung sowie den fehlenden Impulsen für Auftragseingänge seitens der Hersteller gehen wir jedoch davon aus, dass die mit den Herstellern abgeschlossenen Ziele für 2024 nur eingeschränkt erreicht werden.

Aufgrund der o.g. Entwicklungen ist es für uns nach wie vor schwierig, die Entwicklung unseres Unternehmens in diesem Jahr abzusehen. In den ersten 2 Monaten des Jahres 2024 wurden über alle Marken 6% mehr Neufahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Die Auftragseingänge sind in diesem Zeitraum allerdings zurückgegangen. Über alle Marken wurden in den ersten zwei Monaten des Jahres 2023 188 Auftragseingänge generiert, damit liegen diese noch einmal unter denen des Vorjahres. Dieser Trend spiegelt sich auch in den bundesweiten Auftragseingängen der Hersteller nieder. Aufgrund der hohen Zinsen, wirtschaftlicher Unsicherheit und den zu Jahresbeginn eher verhaltenen Verkaufsfördermaßnahmen der Hersteller ist weiterhin eine erhebliche Kaufzurückhaltung sowohl im Privat- als auch im gewerblichen Bereich zu verspüren. Auch die in den vergangenen Jahren stabilen und zuverlässigen Bestelleingänge der Großkunden sind zu Jahresbeginn 2024 deutlich rückläufig.

Der Gebrauchtwagenverkauf hat sich in den ersten beiden Monaten diesen Jahres dagegen zumindest von den Absatzzahlen besser entwickelt. Mit 298 Fahrzeugen wurden über 100 Fahrzeuge mehr als im Vorjahreszeitraum abgesetzt. Die Bruttoerträge sind dagegen sowohl absolut als auch prozentual stark gesunken. Es wurden zum Jahresbeginn deutliche Wertberichtigungen bei der vorrätigen Ware realisiert. Diese beruhten in erster Linie auf dem zu hohen Preisniveau zum Beschaffungs- bzw. Rücknahmezeitpunkt im Jahr 2023. Besonders hohe Wertberichtigungen mussten wie erwartet bei Elektrofahrzeugen der Marke Audi realisiert werden. Wir gehen davon aus, dass nach der Bestandbereinigung wieder Margen auf normalem "Vor-Corona"-Niveau realisiert werden können.

Im Servicebereich konnten die Umsätze in den ersten beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Zahl der verkauften Stunden für die Monate Januar und Februar blieb mit 8.159 Stunden weitgehend stabil, das hohe Niveau des Vorjahres konnte gehalten werden. Die Auslastung ist weiter sehr gut, der DB III konnte allerdings ggü. dem Vorjahr aufgrund der großen Steigerungen bei den Personalkosten nicht gehalten werden. Trotzdem gehen wir davon aus, dass der Service wieder eine wichtige Säule des Betriebsergebnisses bilden wird und wir dort ein gutes Ergebnis erzielen werden. Die Kaufzurückhaltung wird weiterhin zu einem erhöhten Reparaturbedarf führen. Die Teileerlöse konnten in den ersten 2 Monaten um 9% gesteigert werden, der DBII dagegen nur um 3,7%. Auch hier schlagen sich die deutlich gestiegenen Personalkosten nieder.

Für den Gesamtbetrieb rechnen wir in 2024 aufgrund der schlechten konjunkturellen Aussichten und der damit verbunden Kaufzurückhaltung mit einem zurückgehenden Umsatz und einem sehr deutlich rückläufigen Betriebsergebnis. Neben einer sehr angespannten Wettbewerbssituation mit stark rückläufigen Margen sind dafür insbesondere die stark gestiegenen Personalkosten ausschlaggebend. Zusätzlich entfällt in 2024 der Sondereffekt aus der Auflösung von Verbindlichkeiten für Leasingrestwertmodelle wie anfangs beschrieben. Wir werden unsere Kosten daher äußerst genau kontrollieren und begrenzen, um den herausfordernden Rahmenbedingungen angemessen zu begegnen. Durch unsere finanziellen Rücklagen und Reserven sehen wir uns gut abgesichert gegen negative Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung.

Der Personalbestand ist im Geschäftsjahr 2024 bedingt durch Ausbildungsende und einige Wechsel in andere Branchen wieder leicht gesunken (Beschäftigte zum 28.02.2024 190). Unser Ziel ist es, die vorhandenen qualifizierten Mitarbeiter langfristig an uns zu binden und neues Fachpersonal durch eine professionelle Ausbildung zu gewinnen. Dazu gehört auch die konstante Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch gezielte Fortbildungs- und Coachingprogramme. Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) wird fortlaufend weiterentwickelt und ausgebaut, da die Akzeptanz bei den Mitarbeitern nach wie vor sehr hoch ist und die verschiedenen Angebote ihnen einen deutlichen Mehrwert bieten. Um neue Auszubildende zu gewinnen, nutzen wir vielfältige Möglichkeiten: neben Ausbildungsmessen, Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen, diversen Praktikums- und Kennenlernangeboten nutzen wir umfangreiche Personalmarketingtools in den sozialen Medien.

Allerdings werden wir weiterhin die Personalkosten sorgfältig kontrollieren, um auch zukünftig ein rentables Verhältnis zwischen diesen und dem Umsatz beizubehalten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.707.121,21 7.438.526,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.078,00 19.462,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.078,00 19.462,00
II. Sachanlagen 8.363.023,66 7.163.294,58
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.640.695,30 3.881.484,30
2. technische Anlagen und Maschinen 146.580,00 168.932,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.256.619,00 640.779,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 3.292.119,40 2.458.594,30
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.009,96 13.504,98
III. Finanzanlagen 324.019,55 255.769,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 253.667,50 253.667,50
2. Beteiligungen 70.352,05 2.102,05
B. Umlaufvermögen 20.219.656,83 20.822.590,91
I. Vorräte 15.448.962,71 15.611.729,88
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.711,82 26.518,65
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 53.428,18 58.489,14
3. fertige Erzeugnisse und Waren 15.364.822,71 15.489.722,09
4. geleistete Anzahlungen 0,00 37.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.603.931,19 2.850.954,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.779.597,25 2.176.433,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 575.359,70 604.580,87
3. sonstige Vermögensgegenstände 248.974,24 69.939,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.166.762,93 2.359.906,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.096,42 192.579,64
Aktiva 29.016.874,46 28.453.696,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 22.353.595,75 20.659.463,43
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Gewinnvortrag 16.559.463,43 15.161.672,49
III. Jahresüberschuss 3.194.132,32 2.897.790,94
B. Rückstellungen 1.613.123,96 890.567,65
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 185.830,00 179.306,00
2. Steuerrückstellungen 805.693,96 301.161,65
3. sonstige Rückstellungen 621.600,00 410.100,00
C. Verbindlichkeiten 5.050.154,75 6.903.665,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 891.033,44 1.059.192,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 858.513,44 902.126,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 32.520,00 157.066,24
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 207.845,75 247.576,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 207.845,75 247.576,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.298.563,08 3.167.531,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.195.095,32 2.903.597,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 103.467,76 263.934,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 128.388,76 107.145,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 128.388,76 107.145,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.524.323,72 2.322.219,96
davon aus Steuern 634.430,34 367.708,84
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.968,79 8.390,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.366.597,23 1.362.359,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 157.726,49 959.860,49
Passiva 29.016.874,46 28.453.696,68

Angaben unter der Bilanz

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen -6.635,00 -28.658,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 64.134.773,00 63.887.421,96
2. sonstige betriebliche Erträge 1.150.472,91 1.223.491,32
3. Materialaufwand 48.553.098,49 48.419.760,30
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 46.694.672,86 46.777.072,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.858.425,63 1.642.687,57
4. Personalaufwand 9.075.452,79 8.902.572,04
a) Löhne und Gehälter 7.401.096,14 7.069.933,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.674.356,65 1.832.638,28
davon für Altersversorgung 70.033,98 80.486,55
5. Abschreibungen 1.089.147,07 1.014.708,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.089.147,07 1.014.708,08
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.978.354,48 2.673.411,33
7. Erträge aus Beteiligungen 330,29 327,25
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.466,47 5.648,37
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.365,26 13.439,84
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.842,00 7.366,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.343.273,86 1.139.903,50
11. Ergebnis nach Steuern 3.240.350,72 2.953.093,81
12. sonstige Steuern 46.218,40 55.302,87
13. Jahresüberschuss 3.194.132,32 2.897.790,94

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Autohaus Pietsch GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Autohaus Pietsch GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Melle
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Osnabrück
Register-Nr.: 19607

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Aktivenbestand) verwendet. Für die Abzinsung wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Er beträgt gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (Stand Dezember 2022) 1,82% p.a.. Da es sich um Festzusagen handelt, wurden keine Gehalts- und Rentenanpassungen eingerechnet.

Zur Ermittlung der Ausschüttungssperre wurde der entsprechende Zinssatz zu Grunde gelegt, der sich bei einer 7-Jahres-Durchschnittsberechnung ergibt. Dieser beträgt gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (Stand Dezember 2022) 1,74 %.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungszinssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die geringwertigen Anlagegüter werden auf Grund einer unterstellten durchschnittlich 5-jährigen Nutzungsdauer mit ihren Anschaffungskosten 5 Jahre im Anlagenspiegel geführt und dann als Abgang ausgewiesen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.532,78 37.175,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 58.532,78 37.175,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.790.810,81 3.560,01 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 546.222,91 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.712.053,30 995.570,54 78.166,22
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 3.796.772,25 2.781.414,77 1.997.834,79
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.504,98 13.504,98 0,00
Summe Sachanlagen 17.859.364,25 3.794.050,30 2.076.001,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 253.667,50 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.102,05 68.250,00 0,00
Summe Finanzanlagen 255.769,55 68.250,00 0,00
Summe Anlagevermögen 18.173.666,58 3.899.475,30 2.076.001,01
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 95.707,78
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 95.707,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.794.370,82
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 546.222,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.629.457,62
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 0,00 4.580.352,23
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.009,96
Summe Sachanlagen 0,00 19.577.413,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 253.667,50
2. Beteiligungen 0,00 70.352,05
Summe Finanzanlagen 0,00 324.019,55
Summe Anlagevermögen 0,00 19.997.140,87
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.070,78 36.559,00 0,00 0,00 75.629,78
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.070,78 36.559,00 0,00 0,00 75.629,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.909.326,51 244.349,01 0,00 0,00 6.153.675,52
2. technische Anlagen und Maschinen 377.290,91 22.352,00 0,00 0,00 399.642,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.071.274,30 364.829,29 63.264,97 0,00 3.372.838,62
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.338.177,95 421.057,77 471.002,89 0,00 1.288.232,83
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.696.069,67 1.052.588,07 534.267,86 0,00 11.214.389,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 10.735.140,45 1.089.147,07 534.267,86 0,00 11.290.019,66
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 20.078,00 19.462,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 20.078,00 19.462,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.640.695,30 3.881.484,30
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 146.580,00 168.932,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.256.619,00 640.779,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 0,00 3.292.119,40 2.458.594,30
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.009,96 13.504,98
Summe Sachanlagen 0,00 8.363.023,66 7.163.294,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 253.667,50 253.667,50
2. Beteiligungen 0,00 70.352,05 2.102,05
Summe Finanzanlagen 0,00 324.019,55 255.769,55
Summe Anlagevermögen 0,00 8.707.121,21 7.438.526,13

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von Euro 248.974,24 (Vorjahr: Euro 69.939,89) sind debitorische Kreditoren in Höhe von Euro 140.437,77 (Vorjahr: Euro 38.522,42) enthalten, die im Wesentlichen auf Boni und sonstige Gutschriften des VW-Konzerns entfallen.

Aktive latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Es bestehen bei der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie bei den sonstigen Rückstellungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten hinsichtlich der Bewertung von Verbindlichkeiten aus Geschäften mit geleasten bzw. finanzierten Kraftfahrzeugen Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB führen. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuerbeträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht. (Steuersätze der Berechnung: Gewerbesteuer 13,48%; Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 15,83%).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafel 2018 G Prof. Dr. Heubeck

Da es sich um Festzusagen handelt, wurden keine Lohn- und Rentensteigerungen berücksichtigt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 6.635. Dieser Betrag ist mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 442.805,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 256.975,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 256.975,00
verrechnete Aufwendungen 17.400,00
verrechnete Erträge 10.876,00

Bei dem Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte handelt es sich um das versicherungsmathematische Deckungskapital.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Wesentliche Positionen unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von Euro 621.600,00 (Vorjahr: Euro 410.100,00) sind Rückstellungen für Händlerbeteiligungen am Restwertrisiko von Leasingfahrzeugen in Höhe von rd. Euro 266.000,00 (Vorjahr: rd. Euro 91.000,00),

Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von rd. Euro 311.000,00 (Vorjahr: Euro 274.500,00) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von Euro 33.600,00 (Vorjahr: Euro 33.600,00).

Betrag der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 156.346,30 (Vorjahr: EUR 279.820,87).

Es handelt sich um Grundschulden, die auf den Grundstücken der Gesellschaft lasten sowie um Sicherungsübereignungen.

Diese Sicherungsrechte betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.756.440,50 EUR (Vorjahr: 5.522.804,08 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 293.714,25 EUR (Vorjahr: 1.380.861,52 EUR).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (TEUR 440,4). Von den Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten betreffen TEUR 440,4 verbundene Unternehmen. Die zugunsten Dritter eingegangenen Haftungsverhältnisse waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich durch die Dritten erfüllt werden können. Mit einer Inanspruchnahme der Autohaus Pietsch GmbH, Melle, ist daher nicht zu rechnen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Erlöse Verkauf Neuwagen 15.429.671,82
Erlöse Verkauf Gebrauchtwagen 32.090.176,80
Erlöse Werkstatt 10.725.135,22
Sonstige Umsatzerlöse 5.889.789,16

Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist zu 100% am Stammkapital (TEUR 250) der Autohaus Pietsch.Bünde GmbH, Melle, beteiligt. Die Tochtergesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 118) und zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 191) aus.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 45
Angestellte 98
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 145
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 125
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 20

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Christine Pietsch-Heine Diplom-Kauffrau
Annette Pietsch-Teders M.A., Betriebswirtin (BA)

Angaben über die Bezüge der Geschäftsführerinnen wurden unter Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HBG unterlassen.

Für das Unternehmen wurde ein Beirat eingerichtet. Dem Beirat gehören folgende Personen an:

Günter Pietsch Kaufmann, Kfz.-Mechanikermeister, Kfz.-Elektromeister

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 12.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 13.750,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3.194.132,32. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 19.753.595,75, der zu verwenden ist. Dieser Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Melle, den 30.08.2024

gez.

C. Pietsch-Heine

A. Pietsch-Teders

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Pietsch GmbH, Melle

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Pietsch GmbH, Melle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Pietsch GmbH, Melle, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.''

 

Osnabrück, den 27. September 2024

FIDES Rudel Schäfer
Zweigniederlassung der
FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Norbert Kalker, Wirtschaftsprüfer

Carsten Wagener, Wirtschaftsprüfer

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