Stadtwerke Bad Reichenhall KU

Bad Reichenhall

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRA 6993
Vorher
Stadtwerke Bad Reichenhall
Eingetragen
14.9.1999
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
Dem Kommunalunternehmen sind nach Art 89 Abs. 2 Satz 1 GO folgende Aufgaben übertragen: a) die Versorgung (Erzeugung bzw. Beschaffung, Netzinfrastruktur, Vertrieb) des Stadtgebiets der Stadt Bad Reichenhall mit Strom, Gasen zur Energieversorgung, Wärme und Wasser, b) mit der Versorgung zusammenhängende Tätigkeiten (z. B. Contracting- oder Facility-Management-Dienstleistungen); c) alle mit der Errichtung und dem Betrieb von Telekommunikationsnetzen und lnformationstechnologie zusammenhängenden Tätigkeiten, insbesondere der Betrieb eines Breitbandnetzes, auf dem Stadtgebiet der Stadt Bad Reichenhall; d) der Betrieb eines öffentlichen Personennahverkehrs auf dem Stadtgebiet der Stadt Bad Reichenhall. e) der Betrieb von öffentlichen Freibädern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Brandner
seit 13.11.2020
Prokura
Peter Michael Fösel
seit 13.11.2020
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse


Stadtwerke Bad Reichenhall KU

Bad Reichenhall

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Stadtwerke Bad Reichenhall KU werden als Kommunalunternehmen (Anstalt des öffentlichen Rechts) geführt und befinden sich in ausschließlichem Eigentum der Stadt Bad Reichenhall. Hauptaufgaben sind die Versorgung vornehmlich der Stadt Bad Reichenhall mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und Telekommunikationsdienstleistungen, der Betrieb eines flächendeckenden Personennahverkehrs in Bad Reichenhall mit Verbindungen nach Piding und Bayerisch Gmain sowie der Betrieb von öffentlichen Freibädern. Darüber hinaus unterhalten die Stadtwerke Hilfsbetriebe, wie bspw. technische und kaufmännische Betriebsführungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Die Stadtwerke bestehen auch weiterhin gut im sehr dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld der Energie- und Telekommunikationswirtschaft.

Auch das Jahr 2023 war geprägt vom Krieg Russlands gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Energiemärkte. Die Stadtwerke konnten sich in diesem dadurch außergewöhnlich dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld sehr gut behaupten, das Geschäftsjahr 2023 verlief außerordentlich erfolgreich.

In Folge der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine waren die Erdgaspreise an den Beschaffungsmärkten bereits im Laufe des Jahres 2021 stark angestiegen und hatten im Jahr 2022 bislang nicht vorstellbare Höchststände erreicht. Da die Erzeugungskosten der Erdgaskraftwerke maßgeblichen Einfluss auf die Preise am Strommarkt haben, sind auch dort die Preise entsprechend angestiegen. Seit Anfang 2023 hat sich die Situation an den Strom- und Gasmärkten wieder beruhigt, entsprechend ist das Preisniveau dort deutlich zurückgegangen. Dies hat eine deutliche Senkung der Tarifkundenpreise zur Jahresmitte 2023 ermöglicht.

Nach wie vor sind jedoch sowohl das Preisniveau als auch die Volatilität an den Beschaffungsmärkten deutlich höher als vor dem Ausbruch des Ukrainekrieges.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Energie, Wasser und Telekommunikationsleistungen war durchwegs ohne länger andauernde Störungen gewährleistet. Der öffentliche Personennahverkehr sowie der Betrieb des Freibades konnten jederzeit aufrechterhalten werden.

Insgesamt kann die wirtschaftliche Situation der Stadtwerke im Jahr 2023 als sehr gut bezeichnet werden. Der Jahresgewinn liegt deutlich über dem Ansatz des Wirtschaftsplanes.

Die Entwicklung der einzelnen Betriebszweige wird nachfolgend erläutert.

Stromversorgung

Das Mittel- und Niederspannungsnetz hat sich durch Neuverlegungen, Auswechslungen und Stilllegungen im Versorgungsgebiet in Summe um ca. 1,7 km auf 243,6 km verkürzt. Die Länge der Stromhausanschlüsse nahm um rd. 1,1 km zu und beträgt nunmehr 73,1 km.

Über das Versorgungsnetz der Stadtwerke wurden im Berichtsjahr rd. 67,2 Mio. kWh Strom abgegeben und damit um ca. 0,5 % weniger als im Vorjahr. Davon entfielen auf den eigenen Vertrieb 52,3 Mio. kWh, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um etwa 1,1 % bedeutet. An Kunden in fremden Netzen wurden aus vertrieblicher Sicht darüber hinaus weitere 2,3 Mio. kWh geliefert.

Erdgasversorgung

Nieder- und Hochdrucknetz haben sich durch Neuverlegungen, Auswechslungen und Stilllegungen im Versorgungsgebiet in ihrem Umfang um 0,2 km vergrößert und erstrecken sich nun über 70,0 km. Die Länge der Hausanschlussleitungen blieb im Wesentlichen unverändert und beträgt weiterhin 26,4 km.

Auf dem Betriebsgelände der Erdgasübernahmestation wird eine nicht-öffentliche Erdgas-Tankstelle betrieben. Sie dient zur Betankung der stadtwerkeeigenen Fahrzeuge. Für die Tankstelle wird ausschließlich klimafreundliches Biomethan beschafft. Die dafür zu generierenden Treibhausgas-Quoten werden über einen Dienstleister vermarktet.

Die Abgabe aus dem Erdgasversorgungsnetz lag im Berichtsjahr bei 157,2 Mio. kWh. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 5,7 %. Gegenläufig dazu entwickelte sich die abgesetzte Vertriebsmenge. Durch Kundenzuwächse erhöhte sich diese um 7,1 % auf 107,0 Mio. kWh.

Wasserversorgung

Im Berichtsjahr wurde das zur Versorgung benötigte Trinkwasser aus dem Gewinnungsgebiet Listsee in das Versorgungsnetz eingespeist.

Zusätzlich werden nach wie vor die Brunnenanlagen in der Nonner Au technisch und hygienisch instandgehalten, damit daraus jederzeit eine evtl. Notversorgung möglich ist.

Zur Wasserspeicherung stehen die zwei Hochbehälter Niederalm (4.000 m 3 ) und Königshöhe (8.000 m 3 ) sowie der Hochbehälter Listsee (600 m 3 ) mit einem Gesamtspeichervolumen von 12.600 m 3 zur Verfügung, wobei im Hochbehälter Listsee das Wasser nur zwischengespeichert und von dort aus in die einzelnen Druckzonen abgegeben wird.

Durch Neuverlegungen, Auswechslungen und Stilllegungen verlängerte sich das Wasserversorgungsnetz um 0,2 km und umfasst nun ca. 116,2 km. Die Länge der Wasserhausanschlüsse ist ebenfalls um 0,2 km angestiegen auf nunmehr 53,2 km.

Insgesamt wurden in 2023 1,329 Mio. m 3 Wasser abgegeben, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 1,3 % entspricht.

Wärmeversorgung

Seit Jahresbeginn 2022 befindet sich die neu errichtete Energieerzeugungsanlage (iKWK-Anlage) in der Hallgrafenstraße im Dauerbetrieb, und eine wachsende Zahl von Kunden wurde über die neue Anlage versorgt. Im Zuge der Ausbaumaßnahmen wurde das Fernwärmenetz um 0,6 km auf nunmehr eine Länge von 4,8 km (Systemlänge, d.h. jeweils Vor- und Rücklauf) erweitert. Die Länge der Hausanschlüsse erhöhte sich um 0,3 km auf jetzt 1,2 km.

Insgesamt wurden 16,305 Mio. kWh Wärme abgegeben, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 2,606 Mio. kWh entspricht. Dieser Anstieg ist auf den kontinuierlichen Ausbau der Fernwärmeversorgung und den damit verbunden Anschluss neuer Kunden zurückzuführen.

Telekommunikation

Nachdem die Bereitstellung von Telekommunikationsleistungen mittels VDSL2-Vectoring bereits flächendeckend möglich ist, wurden auch in 2023 verstärkt insbesondere größere Kunden und Wohnanlagen mittels Glasfaserdirektanschlüssen an das Netz angebunden. Das Glasfasernetz wurde um 1,2 km erweitert und umfasst mittlerweile 127,6 km. Die Länge der Hausanschlüsse nahm um 2,6 km auf jetzt 99,8 km zu.

Trotz der sehr intensiven Wettbewerbssituation konnte auch in 2023 die Zahl der Kunden gesteigert werden. Ende 2023 wurden 5.728 Kunden mit Internet, Telefon und/oder TV versorgt.

Verkehrsbetrieb

Der Verkehrsbetrieb betreibt drei Linienverkehre, die aus ökologischen Erwägungen heraus hauptsächlich mit Erdgas- und Elektrobussen durchgeführt werden. Die Busse mit Erdgasantrieb werden dabei ausschließlich mit klimafreundlichem Biomethan betrieben.

Die Anzahl der beförderten Fahrgäste ist im Geschäftsjahr mit rd. 846 Tsd. Personen gegenüber 2022 um 4,4 % gesunken. Von Januar bis Mai 2023 war im Vergleich zum Vorjahr noch eine leichte Steigerung der Fahrgastzahlen zu verzeichnen, in den Monaten Juni bis August hingegen ein massiver Einbruch. Dies ist aber ausschließlich darin begründet, dass in den Vergleichsmonaten 2022 das 9-Euro-Ticket angeboten worden ist, was in dieser Zeit zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Beförderungszahlen geführt hat. Das zum 1. Mai 2023 eingeführte Deutschlandticket konnte diesen Effekt nicht kompensieren. Aufgrund des Rückgangs der Fahrgastzahlen sind auch die Einnahmen aus der Fahrgastbeförderung ggü. dem Vorjahr um 45 T€ auf 744 T€ zurückgegangen. Im Jahr 2023 ist hierin eine Zuwendung von 49 T€ enthalten, durch die ein Teil der Einnahmenverluste aus dem Angebot des Deutschlandtickets ausgeglichen werden konnte.

Bäderbetrieb

In der Badesaison 2023 konnte das Freibad "Mein Bachei" rd. 59 Tsd. Badegäste verzeichnen. Das bedeutet gegenüber 2022 einen Anstieg von ca. 2 Tsd. Besuchern. Insbesondere aufgrund der zur Badesaison 2023 vorgenommenen Erhöhung der Eintrittspreise haben sich auch die Erlöse aus Eintrittsgeldern erheblich verbessert und lagen mit 216 T€ (Vorjahr: 176 T€) deutlich über den Werten des Jahres 2022.

2. Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse liegen bei 37,424 Mio. € und sind gegenüber dem Vorjahr um 7,739 Mio. € angestiegen. Die Umsatzrentabilität, bezogen auf den Jahresüberschuss, beträgt 11,0 %.

Positiv gegenüber dem Planansatz wirkte sich aus, dass bei den Energiebezugskosten Risikopositionen, die aufgrund der Energiekrise einkalkuliert werden mussten, nicht vollumfänglich benötigt wurden. Außerdem war witterungs- und verhaltensbedingt der Gasverbrauch niedriger als geplant. Entsprechend konnten langfristig günstig beschaffte Gasmengen aufgrund der Marktsituation mit positivem Ergebnisbeitrag abverkauft werden. Dies ermöglichte bereits Mitte 2023 auch substantielle Senkungen der Strom- und Gaspreise für die Kunden.

Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtsjahr gegenüber 2022 um 808 T€ erhöht. Dieser Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf die regulären Tariferhöhungen sowie zusätzlich benötigtes Personal.

Einen wichtigen Beitrag zur außergewöhnlich guten Ertragslage leisteten außerdem die Beteiligungserträge, die mit 664 T€ deutlich über dem Planansatz von 100 T€ lagen. Grund hierfür sind die aufgrund des Ukrainekrieges sehr hohen Strompreise im Jahr 2022. Diese führten bei den regenerativen Erzeugungsanlagen, an denen die Stadtwerke beteiligt sind, trotz Mehrerlösabschöpfung zu höheren Gewinnen.

Nach der Gewinn- und Verlustrechnung beträgt der Jahresgewinn im Berichtszeitraum 4,129 Mio. € (Vorjahr: 383 T€ Jahresverlust).

Finanzlage

Die Finanzlage ist als gesichert zu bewerten. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, Skontoabzüge zu realisieren und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Liquidität war im Berichtsjahr als gut zu bezeichnen.

Die Stadtwerke sind ihren finanziellen Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit fristgerecht nachgekommen. Zur Finanzierung der Investitionen zum Aufbau der Fernwärmeversorgung wurde im Jahr 2021 ein langfristiges Darlehen über 12,0 Mio. € aufgenommen. Nach planmäßiger Tilgung beträgt der Darlehensstand zum Bilanzstichtag 2023 10,091 Mio. €.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme 2023 der Stadtwerke beträgt rd. 64,239 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,023 Mio. € erhöht. Größter Posten auf der Vermögensseite ist naturgemäß das Anlagevermögen, das 48,606 Mio. € oder rd. 76 % der Bilanzsumme ausmacht. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist größtenteils durch Eigenkapital und zu einem kleineren Teil durch Fremdkapital gedeckt. Das Fremdkapital besteht zum Bilanzstichtag aus Darlehensverbindlichkeiten von 10,091 Mio. € sowie kurzfristigen Kassenkrediten über 1,100 Mio. €. Das Eigenkapital liegt zum Jahresende 2023 bei 35,214 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 4,129 Mio. € angestiegen. Die Eigenkapitalrendite, bezogen auf das durchschnittliche bilanzielle Eigenkapital, liegt im Berichtszeitraum 12,5 %.

Im Jahr 2023 wurden rd. 5,931 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen investiert. Die im Vermögensplan bereitgestellten Mittel wurden dabei nicht vollständig ausgeschöpft. Die Investitionen konnten im Geschäftsjahr ohne die Aufnahme von zusätzlichen langfristigen Krediten finanziert werden.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensziele nutzen die Stadtwerke verschiedene Kennzahlen. Im Finanzbereich dienen das Betriebsergebnis, der Cashflow und die Eigenkapitalquote als wesentliche Steuerungsgrößen.

Das Betriebsergebnis (Jahresergebnis bereinigt um Finanzergebnis, neutrales Ergebnis und Ertragsteuern) liegt bei +4,859 Mio. € (Vorjahr -0,185 Mio. €). Der Cashflow (Jahresergebnis bereinigt um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen) beträgt 3,465 Mio. € (Vorjahr 6,055 Mio. €). Die Eigenkapitalquote (Anteil Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) ist trotz des mit erheblichen Investitionen erfolgenden Aufbaus des Geschäftsfelds Wärme und des dafür erforderlichen Fremdkapitals sowie hoher Rückstellungen wieder angestiegen, und zwar um 1,4 Prozentpunkte auf 54,8 %.

4. Gesamtaussage

Die Stadtwerke weisen insgesamt eine gute und stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf. Im Jahr 2023 war das Unternehmen jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen fristgemäß in voller Höhe zu bedienen. Die unternehmensbezogenen Ziele, die sich die Unternehmensleitung für das abgelaufene Geschäftsjahr gesteckt hat, wurden vollständig erreicht.

III. Prognosebericht

Gesamtsituation

Die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energiekrise ist nach wie vor nicht überwunden.

Auch wenn sich die Situation an den Gas- und Strommärkten seit Anfang 2023 beruhigt hat, liegt das Preisniveau an den Beschaffungsmärkten immer noch über dem Vorkriegsniveau. Die nach wie vor vorhandene Nervosität der Marktteilnehmer spiegelt sich außerdem in einer hohen Volatilität der Märkte wider. Schon kleinste Knappheitssignale lösen früher nicht vorstellbare Preissprünge aus. Ein außergewöhnlich kalter, langer Winter mit entsprechend hoher Gasentnahme aus den Gasspeichern könnte aufgrund der fehlenden Lieferungen von russischem Pipelinegas unverändert eine Gasmangellage mit erheblichen Folgewirkungen für Wirtschaft und Verbraucher auslösen.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Abkehr von billigem russischen Pipelinegas auch langfristig zu einem höheren Niveau der Strom- und Gaspreise in Deutschland führen wird. Neben der Erhöhung der Energiepreise werden auch die über die Netzentgelte und Umlagen von den Kunden zu finanzierenden Infrastrukturinvestitionen im Rahmen der sog. "Energiewende" zu weiter steigenden Kosten für die Kunden führen. Dies stellt für in Deutschland produzierende Unternehmen einen erheblichen Nachteil im internationalen Wettbewerb dar. Erste Anzeichen für die dadurch ausgelösten volkswirtschaftlichen Verwerfungen sind die von vielen Unternehmen angekündigten Stellenabbauprogramme sowie zunehmende Unternehmensinsolvenzen.

Die langfristigen Folgen dieser Entwicklungen für die Stadtwerke lassen sich aktuell nur schwer abschätzen. In den Sparten Strom, Erdgas und Wärme muss aber dadurch grundsätzlich mit Absatzeinbußen bei Gewerbekunden sowie mit Zahlungsausfällen durch Insolvenzen gerechnet werden. Auch im Privatkundenbereich dürfte perspektivisch die Anzahl von säumigen Zahlern zunehmen, da die hohe Inflation der letzten Jahre gepaart mit höheren Energiekosten und absehbar steigender Arbeitslosigkeit viele Haushalte an den Rand ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bringt. Für die Stadtwerke sollten die Auswirkungen aufgrund ihrer Kundenstruktur und eines konsequenten Forderungsmanagements aber beherrschbar bleiben.

Auf der Kostenseite ist zu beobachten, dass die regulatorische Komplexität vom Gesetzgeber nach wie vor immer weiter erhöht wird. Im Zuge der Energiekrise haben Zahl und Geschwindigkeit der Gesetzesänderungen im Energierecht nochmals dramatisch zugenommen. Eine Trendumkehr ist leider - trotz permanenter gegenteiliger Beteuerungen der Politik - nicht absehbar. Die Kosten für die Umsetzung dieser Anforderungen sind hoch und belasten gerade kleinere Versorger wie die Stadtwerke überproportional.

Die erwartete Gesamtentwicklung der Stadtwerke kann für die nächsten Jahre dennoch als stabil bewertet werden.

Die derzeit noch vorhandenen Anlaufverluste der Geschäftsfelder Wärmeversorgung und Telekommunikation sowie die regelmäßigen Fehlbeträge durch den Betrieb des öffentlichen Personennahverkehrs und des Freibades in Schwarzbach werden auch das Ergebnis 2024 belasten.

Die im Jahr 2018 getroffene Entscheidung, in Bad Reichenhall ein Fernwärmenetz und eine innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) zu errichten, wird in Bad Reichenhall die Wärmewende hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen Wärmeversorgung deutlich beschleunigen. Für die Stadtwerke ist der Aufbau der Wärmeversorgung die größte Investition in ihrer Unternehmensgeschichte. Sie wird die Finanzkraft der Stadtwerke über Jahre massiv beanspruchen. Die daraus resultierenden Anlaufverluste werden auch in den nächsten Jahren das Ergebnis der Stadtwerke negativ beeinflussen.

Die Liquidität des Unternehmens wird dennoch dauerhaft gewährleistet sein. Die zuvor außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote ist durch die damit verbundenen Investitionen zwar gesunken, wird jedoch auch weiterhin überdurchschnittlich hoch bleiben.

Stromversorgung

Die für die Stadtwerke aus vertrieblicher Sicht benötigten Strommengen werden im Wesentlichen über die Innkraft Bayern GmbH & Co. KG, die DB Energie GmbH sowie die Plattform Energie GmbH (PEG) beschafft.

Nach den historischen Preisrekorden an den Beschaffungsmärkten für Strom im Jahr 2022 haben sich die Märkte ab Frühjahr 2023 wieder beruhigt. Die Preise an den Strombörsen sind jedoch unverändert über Vorkrisenniveau und von einer hohen Volatilität geprägt. Diese Volatilität führt zu höheren Risiken für Versorger.

Die weitere Entwicklung der Börsenstrompreise ist nur schwer absehbar. Externe Schocks können jederzeit wieder zu erheblichen Preisanstiegen führen. Durch die langfristig orientierte Beschaffungsstrategie der Stadtwerke sind die damit verbundenen Risiken jedoch beherrschbar, und die Kunden können - wie im Jahr 2022 - vor extremen Preissprüngen geschützt werden. Nachteil der langfristigen Beschaffungsstrategie ist allerdings auch, dass in Phasen sinkender Marktpreise konkurrierende Vertriebe, die auf Kurzfristbeschaffung setzen, deutlich günstiger anbieten können.

Der ungebrochene Trend zu einem Ausbau der Eigenversorgung insbesondere über Photovoltaik wird ceteris paribus absehbar zu einem Rückgang der Vertriebsmengen führen. Gegenläufig wird sich der Nachfrageanstieg durch den Zuwachs an elektrisch betriebenen Fahrzeugen und Wärmepumpenheizungen auswirken.

Das Gemeinschaftsprojekt "Wasserkraftwerk Nonner Rampe" wird in Kooperation mit den Bayerischen Landeskraftwerken weiter vorangetrieben. Ein erster Wasserrechtsantrag wurde bereits 2016 beim Landratsamt Berchtesgadener Land eingereicht. Als Reaktion auf verschiedene Einwendungen wurde die Planung in enger Abstimmung mit den beteiligten Behörden optimiert, um die Umweltverträglichkeit zu erhöhen und Eingriffe in die Natur zu minimieren. Unter anderem erfolgt nun in Abstimmung mit der Stadt Bad Reichenhall eine umweltschonende Infrastrukturbündelung, indem der notwendige Ersatzneubau für die Fußgängerbrücke "Nonner Steg" über das Kraftwerk geführt wird. Ein erneuter Antrag auf die notwendige wasserrechtliche Bewilligung wurde am 13. Dezember 2024 nach erfolgter Vollständigkeitsprüfung offiziell beim zuständigen Landratsamt Berchtesgadener Land eingereicht. Eine Veranstaltung zur Information der Bürger über das Vorhaben wurde mit großem Erfolg am 24. Oktober 2024 durchgeführt.

Erdgasversorgung

Die Preise an den Beschaffungsmärkten für Erdgas erreichten im Jahr 2022 nach der Beendigung der russischen Lieferungen von Pipelinegas bislang nicht vorstellbare Höchststände. Anfang 2023 haben sich die Märkte wieder beruhigt. Nach wie vor liegen die Preise aber sehr deutlich über dem Vorkriegsniveau, und die Volatilität ist hoch, was die Risiken für Versorger entsprechend erhöht.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Abkehr von billigem russischen Pipelinegas hin zu LNG-Gas auch langfristig zu einem höheren Niveau der Erdgaspreise in Deutschland führen wird.

Die Stadtwerke kaufen die für ihre Kunden benötigten Erdgasmengen im Rahmen eines langfristig angelegten, risikominimierten Portfoliomanagements über die Plattform Energie GmbH ein, deren Gesellschafterin sie auch sind. Daher sind sie von kurzfristigen Preisschwankungen an den Gasbörsen weniger betroffen als Wettbewerber, die auf Kurzfristbeschaffung gesetzt haben.

Nachteil der langfristigen Beschaffungsstrategie ist jedoch, dass bei sinkendem Marktniveau Wettbewerber, die kurzfristig beschaffen, Preisvorteile haben, die sie zur Neukundengewinnung nutzen können.

Wasserversorgung

Die für Bad Reichenhall aufgebaute Trinkwasserversorgung gewährleistet eine sichere und zuverlässige Versorgung der Bevölkerung. Die insgesamt sieben Brunnen in den zwei Gewinnungsgebieten Listsee und Nonner Au sind das Rückgrat der Wasserversorgung. Das Trinkwasserdargebot ist sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr gut und für die nächsten Jahre gesichert.

Aufgrund technisch bedingter Wassersparmaßnahmen (z.B. moderne Haushaltsgeräte) wird in den nächsten Jahren grundsätzlich von einem leicht rückläufigen Wasserbedarf bei den Endkunden ausgegangen.

Wärmeversorgung

Zum Jahresbeginn 2022 nahm die iKWK-Anlage ihren Dauerbetrieb auf. Die Versorgung der Wärmekunden erfolgt seither ressourcen- und klimaschonend über diese Anlage. Das Wärmenetz wurde 2023 im Stadtgebiet weiter ausgebaut und parallel dazu die Vertriebsaktivitäten zum Abschluss von Wärmelieferverträgen entsprechend dem Trassenverlauf ausgerichtet. Der Ausbau des Wärmenetzes und die Akquise neuer Wärmekunden wurden auch 2024 fortgesetzt und sind auch in den Folgejahren vorgesehen.

Die Anlaufverluste der Wärmesparte werden das Ergebnis der Stadtwerke absehbar auch in den nächsten Jahren belasten. Dennoch sehen die Stadtwerke den Auf- und Ausbau einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung als wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Transformation des Wärmesektors hin zur Klimaneutralität.

Telekommunikation

Während der Corona-Pandemie mit verstärktem Homeoffice und Homeschooling haben viele Bürger den Wert einer zuverlässigen Breitbandanbindung neu schätzen gelernt. Die Stadtwerke haben gerade in dieser Zeit im Vergleich mit den Wettbewerbern ihren Ruf als zuverlässiger und serviceorientierter Anbieter bestätigt. Davon konnten sie mit deutlichen Kundengewinnen profitieren.

Der weitere Ausbau des Glasfasernetzes und der direkte Anschluss von Wohnungen mit Glasfaser (FTTH-Anschlüsse) soll in den nächsten Jahren weiter forciert werden, um die Marktposition trotz starker Konkurrenz zu halten bzw. weiter auszubauen. In den Jahren 2024 und 2025 wird eigenwirtschaftlich ein Gebiet zwischen Münchner Allee und Frühlingsstraße mit FTTH-Glasfaseranschlüssen erschlossen.

Zum Jahresende 2023 ergab sich ein Kundenstamm von rund 3.600 Internet- und Telefonkunden. Kabelfernsehen nutzen mehr als 2.100 Kunden.

Verkehrsbetrieb

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie im ÖPNV sind immer noch nicht überwunden. Die Fahrgastzahlen sind nach wie vor um rund 10 % geringer als im Vor-Pandemie-Jahr 2019. Es zeigt sich, dass die Corona-Pandemie das Mobilitätsverhalten - zumindest in der Fläche - wohl doch dauerhaft verändert hat.

Das am 1. Mai 2023 als "Mobilitäts-Flatrate" eingeführte Deutschlandticket ist zwar in Bad Reichenhall vergleichsweise zögerlich angelaufen, wird aber zunehmend zum beherrschenden Ticket im Verkehrsbetrieb der Stadtwerke. Die Fahrscheinverkäufe im Bus werden daher weniger, das Restsortiment verliert an Bedeutung. Dies ist 2024 und voraussichtlich auch 2025 finanziell unproblematisch, da die Mindereinnahmen weiterhin nach der Systematik des ÖPNV-Rettungsschirms, also auf Basis des Geschäftsjahres 2019, ausgeglichen werden. Nach Auslaufen der Rettungsschirm-Systematik wird es aber eine neue deutschlandweite Verteilung der Einnahmen aus dem Deutschlandticket geben, das sog. "Leipziger Modell". Dabei besteht noch erhebliche Unsicherheit über die Ausgestaltung dieses Modells. Wie die finanziellen Auswirkungen für die Stadtwerke sein werden, lässt sich bisher noch nicht seriös prognostizieren. Ohnehin ist die grundsätzliche Finanzierung des Deutschlandtickets derzeit nur bis 2025 gesichert.

Trotz der weiterhin steigenden Kosten wurden im Jahr 2024 die Beförderungstarife nicht angehoben. Für das Jahr 2025 ist hingegen - analog zur Preiserhöhung beim Deutschlandticket - eine Preisanpassung des Restsortiments erfolgt.

Der Bau der neuen Bushalle an der Loferer Straße samt Ladeinfrastruktur für Elektrobusse verläuft wie geplant. Die Fertigstellung ist für das 1. Halbjahr 2025 vorgesehen.

Bäderbetrieb

Die Badesaison 2023 verlief reibungslos. Das "Bachei" ist nach wie vor über die Stadtgrenzen hinaus sehr beliebt. Das belegen auch die über 59.000 Badegäste in der Saison 2023. Der positive Marketingeffekt für Bad Reichenhall ist nicht zu unterschätzen. Kurz- und mittelfristig sind jedoch erhebliche Investitionen erforderlich, um Funktionalität und Attraktivität des "Bachei" dauerhaft zu gewährleisten. Nach der Badesaison 2025 soll das sanierungsbedürftige Lehrschwimmbecken erneuert werden, ein Förderantrag für die ebenfalls erforderliche Sanierung des Sport- und Sprungbeckens ist derzeit in Vorbereitung. Die notwendigen Beckensanierung bedeuten erhebliche Investitionen, führen aber auf der anderen Seite langfristig auch zu deutlichen Einsparungen beim Instandhaltungsaufwand.

Der Freibadbetrieb wird dauerhaft defizitär bleiben und das Gesamtergebnis belasten.

IV. Chancen- und Risikobericht

Bei den Stadtwerken sind aus Sicht der Unternehmensleitung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Im Rahmen des Risikomanagements wird jeweils zum Jahresende ein Wirtschaftsplan für die Folgejahre erstellt. Er besteht aus dem Erfolgs-, Vermögens-, Finanz- und Stellenplan. Über die Abwicklung des Wirtschaftsplanes wird dem Aufsichtsorgan Verwaltungsrat regelmäßig berichtet. Dabei werden etwaige Abweichungen von Soll- und Ist-Werten grundsätzlich dargestellt und erläutert. Nachfragen der Mitglieder des Aufsichtsorganes werden beantwortet. Die Sitzungen werden durch Niederschriften dokumentiert.

Innerbetrieblich finden im technischen und kaufmännischen Bereich regelmäßige Besprechungen der Bereichs- und Sachgebietsleiter statt. Dabei wird die Entwicklung der Geschäftstätigkeit besprochen, mögliche Risiken identifiziert und über den Umgang damit entschieden. Relevante Ergebnisse der Besprechungen werden protokolliert.

Für die Gefahr der Beschädigung bzw. Zerstörung von Sachanlagen durch Feuer oder Einbruch/Diebstahl sowie für Haftungsrisiken besteht Versicherungsschutz, welcher regelmäßig überprüft wird.

Im vertrieblichen Bereich liegen aus Sicht der Unternehmensleitung wesentliche Chancen und Risiken der Stadtwerke in der Strom- und Erdgasbeschaffung. Die Abhängigkeit von den Energiemärkten ist erheblich. Die Entwicklung auf den Bezugsmärkten für Strom und Erdgas wird deshalb von den Verantwortlichen ständig überwacht. Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat die Volatilität der Beschaffungsmärkte deutlich zugenommen. Risiken aus Preisschwankungen werden im Rahmen eines langfristig angelegten Portfoliomanagements möglichst minimiert. Der verbleibende Spotanteil an der Beschaffung ist dabei Risiko und Chance zugleich.

Treten nennenswerte dauerhafte Bezugskostensteigerungen auf, werden diese über Preisanpassungen an die Kunden weitergegeben. Eine ausreichende Rohmarge ist dadurch grundsätzlich gewährleistet. Ein Risiko besteht in Phasen sinkender Beschaffungskosten darin, dass konkurrierende Vertriebe, die auf eine risikofreudigere Kurzfristbeschaffung setzen, die günstigeren Konditionen schneller weitergeben und damit über günstigere Wettbewerbsangebote Kunden abwerben können.

Kontrakte mit größeren Sonderkunden werden im Rahmen von sogenannten "Back-to-back"-Geschäften abgesichert und beinhalten in der Regel Abnahmeverpflichtungen, sodass hier außer dem generellen Insolvenz-Risiko kein nennenswertes Preis- und Mengenrisiko vorliegt.

Auf der Kostenseite ist zu beobachten, dass die regulatorische Komplexität vom Gesetzgeber nach wie vor immer weiter erhöht wird. Insbesondere seit dem Jahr 2022 haben Anzahl und Komplexität der Gesetzesänderungen sowie die Kürze der für die operative Umsetzung bei den Versorgern zur Verfügung stehenden Fristen ein bisher nicht vorstellbares Niveau erreicht. Die Kosten für die Umsetzung dieser Anforderungen sind hoch und belasten kleinere Versorger überproportional.

Die Bundesnetzagentur hat für die 4. Regulierungsperiode die Eigenkapitalzinssätze für Investitionen nochmals deutlich gesenkt. Dies führt ab 2023 zu niedrigeren Einnahmen aus Netzentgelten für das Gasnetz und ab 2024 zu niedrigen Netzentgelten für das Stromnetz.

Nicht absehbar ist, wie sich der regulatorische Rahmen - insbesondere auch hinsichtlich der Maßnahmen zum Klimaschutz - nach der Bundestagswahl im Februar 2025 entwickeln wird. Im Ergebnis können damit Risiken wie Chancen verbunden sein.

Der ungebrochene und vermutlich künftig noch stärker geförderte Trend zu einem Ausbau der Eigenversorgung insbesondere über Photovoltaik wird ceteris paribus absehbar zu einem Rückgang der Vertriebsmengen führen. Gegenläufig wird sich der Nachfrageanstieg durch den Zuwachs an elektrisch betriebenen Fahrzeugen und Wärmepumpenheizungen auswirken.

Keine relevanten Risiken werden in der Wasserversorgung erwartet. Die Wasserdarbietung aus den eigenen Gewinnungsanlagen der Stadtwerke und ein zuverlässiges Versorgungsnetz sichern eine qualitativ und quantitativ sehr gute Versorgung der Bevölkerung.

Den weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes Telekommunikation sehen die Stadtwerke grundsätzlich als Chance für die Zukunft an. Die Stadtwerke konnten sich mittlerweile als kompetenter und zuverlässiger TK-Anbieter am Markt positionieren. Ein großer Vorteil ggü. Wettbewerbern ist dabei der schnelle Vor-Ort-Service. Noch nicht abschließend zu bewerten ist, welche Auswirkungen die verstärkten Aktivitäten der Deutschen Telekom beim Glasfaserausbau in Bad Reichenhall haben. Hierin besteht ein Risiko.

Der öffentliche Personennahverkehr wird das wirtschaftliche Ergebnis der Stadtwerke auch in Zukunft belasten. Ein Risiko besteht darin, dass sich das aufgrund der Pandemie veränderte Mobilitätsverhalten nicht wieder vollständig normalisiert und die Fahrgastzahlen nicht wieder die früheren Niveaus erreichen, öffentliche Ausgleichszahlungen für die Einnahmeverluste aber nicht mehr erfolgen. Ebenfalls ein Risiko kann darin bestehen, dass Einnahmeverluste und Kostensteigerungen aufgrund des Deutschland-Tickets nicht komplett ausgeglichen werden. Eine Chance besteht darin, dass der Stellenwert des ÖPNV von der Politik im Zuge verstärkter Klimaschutzbemühungen erhöht und der ÖPNV entsprechend stärker gefördert wird.

Der Freibadbetrieb ist dauerhaft defizitär und wird das Gesamtergebnis der Stadtwerke auch in Zukunft belasten. Die Höhe des Defizits ist u.a. von der Zahl der Badegäste abhängig, ein Risiko besteht außerdem in überproportional steigenden Kosten zur Finanzierung notwendiger Sanierungsmaßnahmen sowie zur Deckung des notwendigen Energiebedarfs.

Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht im Aufbau der Fernwärmeversorgung im Rahmen des innovativen Kraft-Wärme-Kopplungs-Projektes. Die anfänglichen Anlaufverluste des neuen Geschäftsfeldes reduzieren sich umso schneller, je mehr Wärme pro Jahr wirtschaftlich abgesetzt werden kann. Ein wesentliches Risiko besteht daher in der Neukundengewinnung sowie in nicht vorhersehbaren Betriebskostensteigerungen. Bestimmte Betriebskostensteigerungen können grundsätzlich im Rahmen der vereinbarten Preisgleitformeln weitergegeben werden, allerdings erst mit Zeitversatz. Insbesondere bei starken Kostensteigerungen ergibt sich daraus ein Risiko, dass das Ergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres stark beeinträchtigt wird. Ein weiteres Risiko entsteht aus dem Umstand, dass Anlagenkomponenten teilweise noch nicht planmäßig funktionieren und die Effizienz der Energieerzeugungs- und -speicheranlagen so negativ beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese betrieblichen Beeinträchtigungen beseitigt oder ggf. Schadenersatzansprüche durchgesetzt werden können.

Ein grundsätzliches Risiko besteht in der Gefahr durch äußere Angriffe auf die IT und die Steuerung der technischen Anlagen. Dieses Risiko konnte durch den Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) nach ISO/IEC 27001 sowie ISO/IEC TR 27019 reduziert werden. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung des ISMS durch einen zertifizierten Auditor.

Risiken bestehen außerdem in Forderungsausfällen. Endgültige Forderungsausfälle sind aufgrund des effizienten Mahnwesens eher die Ausnahme. Der Ausfall von Forderungen ist im Übrigen aufgrund der Struktur unseres Geschäfts (diversifizierte Kundenstruktur, keine Abhängigkeit von wenigen Großkunden) grundsätzlich nicht bestandsgefährdend. Ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen kommen die Stadtwerke jederzeit fristgerecht nach.

Der Zahlungsverkehr wird fast ausschließlich über ortsansässige Geldinstitute abgewickelt, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Bestehende Bankguthaben sind über deren Institutssicherung einlagengesichert. Die etwaige Anlage aktuell nicht benötigter finanzieller Mittel erfolgt unter Verzicht auf eine höhere Rendite im Zweifel eher konservativ, um mögliche Verlustrisiken zu vermeiden.

Besondere Finanzinstrumente kommen bei den Stadtwerken nicht zur Anwendung.

Der Wirtschaftsplan 2024 weist, trotz der weiterhin erwarteten Anlaufverluste im Bereich Wärmeversorgung, einen Gewinn aus. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil anzusehen.

 

Bad Reichenhall, den 10. April 2025

gez. Peter Fösel, Vorstand

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

in € Vorjahr
in Tsd.€
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 264.593,55 259
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 3.948.812,93 4.105
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 329.138,00 329
3. Bauten auf fremden Grundstücken, die nicht zu Nummer 1 gehören 4.788,81 5
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 8.373.232,69 8.871
5. Verteilungsanlagen 18.871.521,53 19.323
6. Streckenausrüstung 42.653,74 31
7. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 592.526,62 353
8. Betriebsanlagen Bäder 540.147,97 408
9. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 4 - 8 gehören 0,00 0
10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.026.664,86 1.829
11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.472.041,96 36.201.529,11 2.014 37.268
III. Finanzanlagen:
1. Beteiligungen 11.028.206,24 10.938
2. Sonstige Ausleihungen 1.111.747,31 12.139.953,55 1.274 12.212
48.606.076,21 49.739
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.421.226,73 684
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.485.745,24 4.290
2. Forderungen an die Stadt 14.145,29 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.422.780,38 13.922.670,91 3.140 7.430
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten: 64.391,95 221
C. Rechnungsabgrenzungsposten: 224.554,09 142
64.238.919,89 58.216

Passivseite

in € Vorjahr
in Tsd.€
A. Eigenkapital:
I. Stammkapital: 10.000.000,00 10.000
II. Rücklagen:
Allgemeine Rücklage 21.109.023,14 21.109
III. Gewinn:
Gewinne/Verluste aus Vorjahren -24.321,74 +358
Verwendung für Rücklagenzuführung 0,00 0
-24.321,74 +358
Jahresgewinn +4.129.449,39 4.105.127,65 -382 -24
35.214.150,79 31.085
B. Empfangene Ertragszuschüsse: 327.637,97 366
C. Rückstellungen:
1. Steuerrückstellungen 1.718.176,80 517
2. Sonstige Rückstellungen 4.732.764,25 6.450.941,05 4.699 5.216
D. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.190.909,11 13.082
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.190.909,08 € (Vj. 2.990.919,43 €)
2. Erhaltene Anzahlungen 8.461,50 16
3. Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 4.577.883,65 2.988
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.577.883,65 € (Vj. 2.987.742,48 €)
4. Verbindlichk. ggü. verbundenen Unternehmen 0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.514.932,69 €
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.576.517,89 1.049
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.576.517,89 € (Vj. 1.048.593,00 €)
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt 0,00 134
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0,00 € (Vj. 134.280,96 €)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.892.417,93 4.280
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 3.892.417,93 € (Vj. 4.280.454,32 €)
- davon aus Steuern: 1.412.117,13 € (Vj. 137.193,20 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 41.246,71 € (Vj. 46.315,52 €)
22.246.190,08 21.549
E. Rechnungsabgrenzungsposten: 0,00 0
64.238.919,89 58.216

Gewinn- und Verlustrechnung 1.1.2023 - 31.12.2023

EUR EUR Vorjahr
Tsd.EUR
1. Rohergebnis + 19.150.844,68 +13.658
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 6.166.055,21 (-5.377)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 1.605.571,93 (-1.587)
davon für Altersversorgung: 455.596,11 € (Vj. 452.849,42 €)
- 7.771.627,14 -6.964
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 2.881.568,27 -2.760
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.472.994,56 -3.927
5. Erträge aus Beteiligungen + 664.001,39 +147
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens + 38.334,20 +5
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + 5.339,70 +33
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 137.043,57 -8
davon aus Abzinsung: 22.282,00 € (Vj. 141,00 €)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.299.777,97 -374
10. Ergebnis nach Steuern + 4.295.508,46 -190
11. Sonstige Steuern - 166.059,07 -193
12. Jahresgewinn + 4.129.449,39 -383

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Stadtwerke Bad Reichenhall KU mit Sitz in Bad Reichenhall sind im Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein unter HRA 6993 eingetragen.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und der Verordnung über Kommunalunternehmen (KUV) in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt.

Bilanz und Anlagennachweis sind nach den Formblättern der Verwaltungsvorschrift zur Eigenbetriebsverordnung (VwvEBV) gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert und ist an die Vorgaben des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angepasst.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Alle bilanzierungsfähigen Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten wurden ordnungsgemäß erfasst. Soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt, wurden bei der Bilanzierung und Bewertung unverändert die Methoden des Vorjahres angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Zugänge zu Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Selbsterstellte Sachanlagen sind zu den Herstellungskosten bilanziert. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die aufgrund steuerlicher Vorschriften aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Abschreibungen auf Sachanlagen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear oder degressiv vorgenommen. Anlagenzugänge des Geschäftsjahres wurden linear abgeschrieben.

Die bisherigen Abschreibungen wurden planmäßig fortgeführt. Im günstigsten Zeitpunkt erfolgt der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibungsmethode.

Unter den Finanzanlagen sind Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. spiegelbildlich zu den Kapitalkonten der Gesellschaften und Ausleihungen zum Nennwert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bewertet (Methode gewogener Durchschnittspreis). Für Risiken in der Lagerhaltung bestehen ausreichende Abwertungen. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens wurden mit einem Festwert angesetzt. Die Bewertung der im Vorratsvermögen enthaltenen CO 2 -Zertifikate i.S.d. Brennstoffemissionshandelsgesetzes erfolgte zu Anschaffungskosten. Für die Verpflichtung zur Abgabe der Zertifikate im Folgejahr wurde eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Deckung allgemeiner Forderungsrisiken besteht eine ausreichend bemessene Wertberichtigung.

Bei den empfangenen Ertragszuschüssen handelt es sich um Baukostenzuschüsse, Herstellungsbeiträge (Art. 5 KAG) und Anschlusskostenerstattungen (Art. 9 KAG), die bis zum 31.12.2007 vereinbart worden waren und passiviert wurden. Die Auflösung der Beträge erfolgt mit dem Satz und nach der Methode, wie sie im jeweils selben Jahr für Abschreibungen auf Verteilungsanlagen zur Anwendung gekommen sind. Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden die Ertragszuschüsse direkt dem entsprechenden Aktivposten zugerechnet und mindern dort die Basis für die Abschreibungen.

Die Rückstellungen sind vorsichtig bemessen. Sie tragen erkennbaren Verpflichtungen und Risiken in kaufmännisch vernünftiger Weise Rechnung und sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verpflichtung aus abgeschlossenen Altersteilzeitverträgen resultiert aus dem Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeit. Für die Rückstellung wurde der versicherungsmathematische Barwert angesetzt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck. Es kam ein Rechnungszinssatz von 0,99 % p.a. zum Ansatz. Entgeltanpassungen sind mit 3,0 % p.a. berücksichtigt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird durch nachstehenden Anlagenspiegel dokumentiert. Eine Aufgliederung der Positionen auf die einzelnen Betriebszweige enthält der Anlagennachweis (Abschnitt E).

Der größte Teil der Investitionen 2023 entfällt mit 5.637.713 € auf das Sachanlagevermögen. In immaterielle Vermögensgegenstände und in das Finanzanlagevermögen wurden insgesamt 292.996 € investiert.

Anlagenspiegel für das Jahr 2023

der Stadtwerke Bad Reichenhall KU

Anschaffungs - und Herstellungskosten
Anfangsstand
Euro
Zugang +
Euro
Abgang -
Euro
Umbuchungen + / -
Euro
Endstand
Euro
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.341.644,57 203.098,71 1.544.743,28
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.341.644,57 203.098,71 0,00 +0,00 1.544.743,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 17.055.463,47 32.882,29 5.211,23 17.083.134,53
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 329.790,06 329.790,06
3. Bauten auf fremden Grundstücken 115.168,16 115.168,16
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 16.452.461,19 61.876,14 595,04 16.513.742,29
5. Verteilungsanlagen 73.321.172,95 2.966.809,04 1.548,20 +1.208.874,76 77.495.308,55
6. Streckenausrüstung 421.467,50 34.265,76 455.733,26
7. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 3.445.813,34 433.411,89 690.629,45 +600.071,19 3.788.666,97
8. Betriebsanlagen Bäder 485.954,17 75.614,28 +123.752,06 685.320,51
9. Maschinen und maschinelle Anlagen 87.529,01 16.096,04 71.432,97
10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.387.172,28 715.867,05 187.164,76 +50.135,77 6.842.258,28
11. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 2.014.136,95 1.316.986,73 -1.859.081,72 1.472.041,96
Summe Sachanlagen 120.116.129,08 5.637.713,18 901.244,72 123.752,06 124.852.597,54
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.938.309,04 89.897,20 11.028.206,24
2. Sonstige Ausleihungen 1.273.413,11 161.665,80 1.111.747,31
Summe Finanzanlagen 12.211.722,15 89.897,20 161.665,80 0,00 12.139.953,55
133.669.495,80 5.930.709,09 1.062.910,52 123.752,06 138.537.294,37
Abschreibungen
Anfangsstand
Euro
Abschreibungen im Wirtschaftsjahr (B) = BKZ (Z) = Zuschüsse (U) = Umbuchung +
Euro
angesammelte Abschreibungen auf die in Spalte 4 ausgewiesenen Abgänge -
Euro
Endstand
Euro
1 7 8 9 10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.082.751,29 197.398,44 1.280.149,73
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.082.751,29 197.398,44 0,00 1.280.149,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 12.950.592,59 188.940,24 5.211,23 13.134.321,60
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 652,06 652,06
3. Bauten auf fremden Grundstücken 110.051,35 328,00 110.379,35
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 7.581.810,92 559.293,72 595,04 8.140.509,60
5. Verteilungsanlagen 53.997.642,14 1.246.544,14 421,46 58.623.787,02
454.661,20(B)
2.925.361,00(Z)
6. Streckenausrüstung 390.920,62 10.158,90 413.079,52
12.000,00(Z)
7. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 3.092.423,68 167.566,12 690.629,45 3.196.140,35
626.780,00(Z)
8. Betriebsanlagen Bäder 78.114,04 33.026,69 145.172,54
34.031,81(U)
9. Maschinen und maschinelle Anlagen 87.529,01 16.096,04 71.432,97
10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.558.477,97 478.312,02 187.164,76 4.815.593,42
-34.031,81(U)
11. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 82.848.214,38 2.684.169,83 900.117,98 88.651.068,43
454.661,20(B)
3.564.141,00(Z)
0,00(U)
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
83.930.965,67 2.881.568,27 900.117,98 89.931.218,16
454.661,20(B)
3.564.141,00(Z)
0,00(U)
Restbuchwerte Kennzahlen
am Ende des Wirtschaftsjahres
Euro
am Ende des vorangegang. Wirtschaftsjahres
Euro
Durchschn. Abschreibungssatz
v.H.
Durchschn. Restbuchwert
v.H.
1 11 12 13 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 264.593,55 258.893,28 12,78 17,13
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 264.593,55 258.893,28 12,78 17,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 3.948.812,93 4.104.870,88 1,11 23,12
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 329.138,00 329.138,00 0,00 99,80
3. Bauten auf fremden Grundstücken 4.788,81 5.116,81 0,28 4,16
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 8.373.232,69 8.870.650,27 3,39 50,70
5. Verteilungsanlagen 18.871.521,53 19.323.530,81 1,61 24,35
6. Streckenausrüstung 42.653,74 30.546,88 2,23 9,36
7. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 592.526,62 353.389,66 4,42 15,64
8. Betriebsanlagen Bäder 540.147,97 407.840,13 4,82 78,82
9. Maschinen und maschinelle Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.026.664,86 1.828.694,31 6,99 29,62
11. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 1.472.041,96 2.014.136,95 0,00 100,00
Summe Sachanlagen 36.201.529,11 37.267.914,70 2,15 29,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 11.028.206,24 10.938.309,04 0,00 100,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.111.747,31 1.273.413,11 0,00 100,00
Summe Finanzanlagen 12.139.953,55 12.211.722,15 0,00 100,00
48.606.076,21 49.738.530,13 2,08 35,09

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für das Ausfallrisiko und den Zahlungsverzug bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Alle Forderungen und Ansprüche gegenüber der Stadt werden mit den Verbindlichkeiten saldiert. Der Saldo ist auf der Aktivseite unter Ziffer B.II.2. ausgewiesen.

Mitzugehörigkeitsvermerk: Die in der Bilanz ausgewiesene Forderung von 14.145,29 € ergibt sich aus der Saldierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (89.403,74 €), Sonstige Forderungen (38.863,00 €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (88.458,11 €), Sonstige Verbindlichkeiten (25.663,34 €).

In den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Passivseite

Die Position Sonstige Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

in € Stand 31.12.2023
Drohverluste 469.000
Freiwasserverpflichtungen 1.150.000
Rückgabeverpflichtung für nEHS-Zertifikate gem. BEHG 582.215
Rückständiger Urlaub 774.086
Andere sonstige Rückstellungen 1.757.463
4.732.764

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden durch nachfolgenden Spiegel dokumentiert:

in € Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 u. 5 Jahren Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.190.909 4.363.636 4.636.364 11.190.909
Erhaltene Anzahlungen 8.462 0 0 8.462
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.577.883 0 0 4.577.883
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.514.933 0 0 1.514.933
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.061.585 0 0 1.061.585
Sonstige Verbindlichkeiten 3.892.418 0 0 3.892.418
13.246.190 4.363.636 4.636.364 22.246.190

Verbindlichkeiten der Stadtwerke gegenüber der Stadt Bad Reichenhall wurden - mit Ausnahme bei der Gewerbesteuer - in der Bilanz mit Forderungen saldiert und sind als Summe auf der Aktivseite, Ziffer B.II.2. ausgewiesen.

Die latenten Steuern resultieren aus temporären und quasi temporären Differenzen. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 29,13 % zu Grunde gelegt. Die differierenden Bilanzansätze stellen sich wie folgt dar:

Stand per 31.12.2023 Abweichung Steuer
in € Handelsbilanzansatz Steuerbilanzansatz
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen 37.151 14.993 + 22.158 + 6.454
Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen 774.086 673.462 + 100.624 + 29.307
Rückstellungen für Freiwasserverpflichtungen 1.150.000 201.000 + 949.000 + 276.396
Rückstellungen für Drohverluste 469.000 0 + 469.000 + 136.596
+ 1.540.782 + 448.753

Da insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht und auf den Ansatz verzichtet.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

in € 2023 2022
Gemeinsamer Bereich 482.090 354.327
Elektrizitätsversorgung 18.163.893 15.186.621
Erdgasversorgung 10.860.943 7.501.762
Tankstellenbetrieb mit Biomethan 110.259 110.355
Wasserversorgung 2.677.948 2.028.373
Wärmeversorgung 2.215.493 1.610.635
Telekommunikation 1.907.338 1.866.906
Verkehrsbetrieb 777.537 834.982
Bäderbetrieb 228.875 191.700
37.424.376 29.685.661

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag. In den sonstigen Steuern sind insbesondere ausgewiesen die Grundsteuer, Kfz-Steuer, Fremdenverkehrsabgabe sowie die Strom- und Energiesteuer auf den Selbstverbrauch.

In den jeweiligen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen sind folgende Beträge enthalten, die anderen Geschäftsjahren zuzuordnen sind:

- Pos. 7: Sonstige betriebliche Aufwendungen

in €
Korrektur von Forderungen aus Entschädigung für Verdienstausfälle durch Covid-19 10.684

Weitere periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung (im Einzelfall jeweils unter 5.000 €).

6. Ergänzende Angaben

Belegschaft

Im Jahr 2023 waren, einschließlich des Vorstandes, durchschnittlich 110 Personen beschäftigt. Sie untergliedern sich wie folgt:

Personen Verwaltung/ Vertrieb Betriebsabteilungen
Arbeitnehmer/innen 40 66
Auszubildende 1 3
41 69
davon: männlich 21 68
weiblich 20 1

Bezüge der Unternehmensleitung und des Verwaltungsrates

Die Angaben zu den Bezügen der Unternehmensleitung werden entsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Zur Abdeckung der lfd. Pensionszahlungen an ehemalige Mitglieder der Werk-/Unternehmensleitung und deren Hinterbliebene sind die Stadt/Stadtwerke dem Bayerischen Versorgungsverband angeschlossen.

Die Gesamtbezüge des Verwaltungsrates belaufen sich für das Berichtsjahr auf 12.912 €.

An Organmitglieder wurden keine Darlehen gewährt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die aus der Bilanz nicht ersichtlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen im Wesentlichen Strom- und Gasabnahmevereinbarungen sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträge. Sie betragen zum Bilanzstichtag 21,826 Mio. € (davon 12,928 Mio. € im Folgejahr fällig).

Es besteht auch eine mittelbare Altersversorgungsverpflichtung aufgrund der Zusatzversorgung von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Zusatzversorgung regelt sich nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes für den Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die Stadtwerke sind Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse der bayer. Gemeinden. Im Jahr 2023 betrug der Umlagesatz 3,75 %; darüber hinaus wurde ein Zusatzbeitrag von 4,00 % erhoben. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte betrug 5.140.297 €. Die Versorgungsverpflichtung betrifft sowohl aktuelle als auch frühere Beschäftigte der Stadtwerke.

Honorare nach § 285 Nr. 17 HGB

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gem. § 285 Nr. 17 HGB aufgliederungspflichtige Leistungen in folgendem Umfang enthalten:

- Abschlussprüfungsleistungen 18.000,00 €
- Andere Bestätigungsleistungen 30.872,00 €
- Steuerberatungsleistungen 10.580,00 €

Organe der Stadtwerke

• Verwaltungsrat

• Vorstand

Verwaltungsrat

• Dr. Christoph Lung, Oberbürgermeister (Vorsitzender)

• Martin Schoberth, selbständiger Diplom-Ingenieur (1. stellv. Vorsitzender)

• Ania Winter, Rechtsanwältin (2. stellv. Vorsitzende)

• Stefan Barber, Dipl.-Ing., Werkleiter

• Fritz Grübl, Bankkaufmann i.R.

• Florian Halter, Rettungsassistent

• Hans Hartmann, Metzgermeister

• Manfred Hofmeister, Dipl.-Ing. und Baubiologe (IBN), Oberst a.D.

• Dr. Herbert Lackner, Jurist

• Michael Nürbauer, Pflegedienstleiter

• Dr. Werner Weber, Rechtsanwalt

Vorstand

• Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. Peter Fösel

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Jahresgewinn der Stadtwerke Bad Reichenhall KU beträgt 4.129.449,39 €.

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresgewinn mit den bestehenden Verlustvorträgen von 24.321,74 € zu verrechnen. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 4.105.127,65 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Bad Reichenhall, den 10. April 2025

gez. Peter Fösel, Vorstand

Tätigkeitsabschluss nach § 6 b Abs. 3 EnWG

Auf der Grundlage von § 6 b Abs. 3 EnWG führen die Stadtwerke Bad Reichenhall getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen

• "Elektrizitätsverteilung",

• "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors",

• "Gasverteilung",

• "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" und

• "andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors".

Ausgehend von § 3 Abs. 4 MsbG wird für alle Geschäftsvorfälle, die im Zusammenhang mit dem grundzuständigen Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen (mME) und intelligente Messsysteme (iMS) stehen, eine buchhalterische Entflechtung von den anderen Tätigkeitsbereichen vorgenommen. Diese sind im Tätigkeitsbereich "Messstellenbetrieb" erfasst.

Den Tätigkeitsabschlüssen liegt der Jahresabschluss der Stadtwerke Bad Reichenhall unmittelbar zugrunde. Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. Sie finden im Tätigkeitsabschluss entsprechend Anwendung.

Für die Berichterstattung wurden die Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Tätigkeitsbereichen nach Möglichkeit direkt zugeordnet. In Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. Dabei wurden entsprechend den Geschäftsprozessen verschiedene Schlüssel abgeleitet und verwendet. Im Zuge der sukzessiven Ausgliederung des Messstellenbetriebes aus der Elektrizitätsverteilung sowie des Aufbaus des Geschäftsfeldes Wärmeversorgung waren im Berichtsjahr Anpassungen einzelner Schlüssel notwendig.

Bilanz für den Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.512,58 83
II. Sachanlagen 6.121.551,80 5.101
III. Finanzanlagen 312.637,72 358
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 306.623,67 153
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.444.815,59 1.019
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.267.706,07 1.671
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.431,98 49
10.619.279,41 8.434

Passivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Eigenkapital 7.038.349,33 5.991
B. Empfangene Ertragszuschüsse 64.200,60 73
C. Rückstellungen 908.265,69 1.025
D. Verbindlichkeiten 2.608.463,78 1.345
10.619.279,41 8.434

Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" 1.1. - 31.12.2023

EUR EUR Vorjahr
Tsd.EUR
1. Rohergebnis + 3.667.242,74 +3.329
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 1.469.741,11 (-1.176)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 407.151,40 (-371)
- 1.876.892,51 -1.547
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 513.449,36 -434
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.067.844,76 -960
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens + 8.271,90 +1
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + 329,81 +7
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 24.265,20 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 49.755,67 -156
9. Ergebnis nach Steuern + 143.636,95 +240
10. Sonstige Steuern - 31.037,81 -28
11. Jahresgewinn (+) / Jahresverlust (-) + 112.599,14 +212

Bilanz für den Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.258,98 17
II. Sachanlagen 2.706.481,18 2.805
III. Finanzanlagen 186.782,14 214
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 116.830,82 111
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.203.913,08 2.177
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.259.171,02 1.645
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.417,65 28
6.533.854,86 6.997

Passivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Eigenkapital 4.925.247,54 5.174
B. Empfangene Ertragszuschüsse 67.693,00 74
C. Rückstellungen 809.958,62 609
D. Verbindlichkeiten 730.955,69 1.140
6.533.854,86 6.997

Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" 1.1. - 31.12.2023

EUR EUR Vorjahr
Tsd.EUR
1. Rohergebnis + 1.642.208,54 +1.477
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 753.810,48 (-665)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 197.195,20 (-196)
- 951.005,68 -861
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 253.067,16 -252
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 364.231,29 -331
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens + 3.190,76 +1
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + 127,22 +3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 12.304,58 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 15.346,53 -13
9. Ergebnis nach Steuern + 49.571,28 +24
10. Sonstige Steuern - 15.214,64 -14
11. Jahresgewinn (+) / Jahresverlust (-) + 34.356,64 +10

Bilanz für den Tätigkeitsbereich "Messstellenbetrieb" zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.523,35 2
II. Sachanlagen 14.409,78 14
III. Finanzanlagen 8.227,31 9
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 50.247,82 8
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 131,44 1
75.539,70 34

Passivseite

EUR Vorjahr
Tsd.EUR
A. Eigenkapital 30.451,46 63
B. Verbindlichkeiten 45.088,24 4
75.539,70 34

Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich "Messstellenbetrieb" 1.1. - 31.12.2023

EUR EUR Vorjahr
Tsd.EUR
1. Rohergebnis + 74.072,34 -25
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 49.691,45 (-49)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 13.075,87 (-14)
- 62.767,32 -63
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 28.741,65 -13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 46.136,86 -15
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens + 78,25 0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + 3,12 0
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 637,20 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag + 18.751,00 +43
9. Ergebnis nach Steuern - 45.378,32 -73
10. Sonstige Steuern - 323,89 0
11. Jahresgewinn (+) / Jahresverlust (-) - 45.702,21 -73

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"An das Stadtwerke Bad Reichenhall KU

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss des Stadtwerke Bad Reichenhall KU, Bad Reichenhall, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des Stadtwerke Bad Reichenhall KU, Bad Reichenhall, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Kommunalunternehmensverordnung Bayern (KUV Bay) i. V. m. den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften der KUV Bay i. V. m. den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und Art. 107 GO Bay unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der KUV Bay i. V. m. den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den Vorschriften des § 26 KUV Bay entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der KUV Bay i. V. m. den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der AöR zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den Vorschriften des § 26 KUV Bay entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und Art. 107 GO Bay unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Unternehmens abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass das Unternehmen seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob das Kommunalunternehmen seinen Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Kommunalunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Verwaltungsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Der gesetzliche Vertreter ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Werkausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten des Kommunalunternehmen nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob der gesetzliche Vertreter seine Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

Erweiterung der Jahresabschlussprüfung gemäß Art. 107 Abs. 3 Satz 2 GO Bay

Aussagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen

Wir haben die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kommunalunternehmens i. S. v. § 53 Abs. 1 Nr. 2 HGrG im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Gemäß § 7 Abs. 4 Nr. 2 KommPrV Bay haben wir in dem Bestätigungsvermerk auf unsere Prüfung einzugehen.

Auf Basis unserer durchgeführten Prüfung sind wir zu der Auffassung gelangt, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die zu wesentlichen Beanstandungen der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kommunalunternehmen Anlass geben.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die wirtschaftlichen Verhältnisse

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kommunalunternehmens sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er dafür als notwendig erachtet hat.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Prüfung haben wir entsprechend dem IDW Prüfungsstandard: Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG (IDW PS 720), Fragenkreise 11 bis 16, durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Grundsätzen ist es, anhand der Beantwortung der Fragen der Fragenkreise 11 bis 16 zu würdigen, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse zu wesentlichen Beanstandungen Anlass geben. Dabei ist es nicht Aufgabe des Abschlussprüfers, die sachliche Zweckmäßigkeit der Entscheidungen des gesetzlichen Vertreters und die Geschäftspolitik zu beurteilen."

 

Nürnberg, den 17. April 2025

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

gez. Jahn, Wirtschaftsprüfer

gez. Sommer, Wirtschaftsprüfer"

Ergebnisverwendungsbeschluss des Verwaltungsrates vom 29.04.2025

der Stadtwerke Bad Reichenhall KU

1. Der Verwaltungsrat stellt den Jahresabschluss 2023 fest.

2. Der Verwaltungsrat beschließt, den Jahresgewinn in Höhe von 4.129.449,39 € mit den bestehenden Gewinnvorträgen von 24.321,74 € zu verrechnen und den verbleibenden Gewinn in Höhe von 4.105.127,65 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Aktueller Abdruck
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Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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